Test: ASRock Z68 Extreme7 Gen3

Veröffentlicht am: von

logoDer Z68-Chipsatz ist nun bereits einige Zeit auf dem Markt und so ziemlich jeder namhafte Mainboardhersteller hat seine Produktpalette mittlerweile entsprechend angepasst. ASRock hat die Möglichkeit genutzt und mit dem Z68 Extreme7 eine neue High-End-Platine ins Programm genommen, welche gegenüber den Vorgängerplatinen mit P67-Chipsatz auch an Funktion und Ausstattung zugelegt hat und bei dem nicht nur einfach der Chipsatz getauscht wurde. Das Z68 Extreme7 Gen3 ist dank NF200-Chip auf den Multi-GPU-Betrieb ausgelegt und kann auch mit einer entsprechend guten Ausstattung aufwarten. Dabei hat ASRock auch Features des Z68 wie den Zugriff auf die iGPU der Sandy-Bridge-CPUs implementiert. Das Z68 Extreme7 gehört im Sockel-1155-Bereich sicher zu den interessantesten High-End-Mainboards, daher haben wir es einem näheren Test unterzogen.

Das ASRock Z68 Extreme7 Gen3 ist klar auf den Einsatz in High-End-Systemen ausgerichtet. Es bietet stolze fünf PCIe-x16-Schnittstellen, von denen dank integriertem NF200-Switch auch drei parallel mit hoher Geschwindigkeit betrieben werden können. Mehr als drei Grafikkarten sind auf dem Z68 Extreme7 aufgrund der Platzverhältnisse nicht sinnvoll einzusetzen, daher macht diese Limitierung auf drei Karten Sinn. Einer der PCIe-x16-Ports (PCIE2) bietet Unterstützung für PCI-Express-3.0, wofür aber eine (noch nicht verfügbare) Ivy-Bridge-CPU benötigt wird.

Mit dem Z68 Extreme7 Gen3 ergänzt ASRock seine bereits recht beachtliche Modellpalette im Sockel-1155-Bereich um ein High-End-Modell, welches mit einem Straßenpreis von ca. 240 Euro im Vergleich zur direkten Konkurrenz auch preislich attraktiv ist.

gesamt01s

Das Z68 Extreme7 bietet leistungsfähige Spannungswandler, ein sehr gut zu bedienendes UEFI-BIOS und ist mit je sechs USB-3.0- und SATA-6G-Schnittstellen auch in dieser Disziplin gut aufgestellt. Vom Design her wirkt es mit seiner schwarzen bzw. anthrazitfarbenen Farbgebung ebenfalls sehr hochwertig.

 

Die technischen Daten in der Übersicht:
Die Daten des ASRock Z68 Extreme7 in der Übersicht
Hersteller und
Bezeichnung
ASRock
Z68 Extreme7 Gen3
Straßenpreis ca. 240€
Homepage www.asrock.com
Northbridge-/CPU-Features
Chipsatz Intel Z68 Express Chipsatz
Speicherbänke und Typ 4x DDR3 (Dual-Channel)
Speicherausbau max. 32 GB
SLI / CrossFire CrossFireX, SLI (2-Way, 3-Way)
Onboard-Features
PCI-Express 5x PCIe 2.0 x16 (x16/-/x16/x4/-, x16/-/x8/x4/x8)
oder (nur mit "Ivy Bridge CPU"): 1x PCIe 3.0 x16 (PCIE2) und 1x PCIe 2.0 x4 (PCIE5)
1x PCIe 2.0 x1
PCI 1x PCI
Serial-ATA-, SAS- und 
ATA-Controller
2x SATA 6G und 4x SATA 3G mit RAID 0, 1, 5, 10 über Intel Z68,
4x SATA 6G über ASMedia ASM 1061 Controller (PCIe) (3x bei Verwendung von eSATA)
1x eSATA 6G über ASMedia ASM 1061 Controller (PCIe)
USB 2x USB 2.0 (+8 über Header)
6x USB 3.0 über ASMedia ASM 1042 (4x am I/O-Panel, 2x über Header und mitgelieferte Frontblende)
Grafikschnittstellen VGA, DVI, HDMI, Display-Port
WLAN / Bluetooth -
Firewire 1x Firewire 400 MBit/s über VIA VT6315N (1x Buchse am I/O-Panel, +1 Header)
LAN 2x Gigabit-Ethernet über 2x Broadcom BCM57781 (PCIe)
Audio Realtek ALC892 Audio Codec (Content Protection Support)
analoge, digitale und optische Ports

 

kartons

Die Verpackung des Z68 Extreme7 ist schlicht gehalten und nur Beschriftung und Aufkleber verraten ein wenig über den leistungsstarken Inhalt.

liefers

 

Im Lieferumfang des Z68 Extreme7 lassen sich die folgenden Teile finden:

Der Lieferumfang des Z68 Extreme7 ist vollständig, denn alle nötigen Teile liegen mit im Karton. Einzig passende Crossfire-Kabel hätten gerne auch noch mit dabei sein können.

Kommen wir auf der nächsten Seite zum Board selber.


Den Z68-Chipsatz an sich haben wir bereits ausführlich vorgestellt. Im Vergleich zum P67-Chipsatz hat sich abgesehen von den Features rund um die Unterstützung der prozessorinternen Grafikeinheit nicht viel geändert. Die Sockel-1155-CPU kommuniziert über den DMI-Bus mit dem Chipsatz, welcher neben PCIe-Lanes für weitere Komponenten auch wesentliche Datenschnittstellen selbst bereitstellt. Ebenfalls übernimmt er die Ausgabe der Grafikdaten, die er über das flexible Display Interface von der iGPU in der CPU erhält. Direkt an die CPU angebunden sind zwei Speicherkanäle mit Dual-Channel-Unterstützung und insgesamt 16 PCIe-Lanes für die Grafikkartenschnittstelle. Wie schon die Chipsätze P67 und H67 auch hat der Z68 gegenüber früheren Chipsätzen den Vorteil, dass die PCIe-Lanes des Chipsatzes mit voller PCIe-2.0-Geschwindigkeit laufen. Mit der zur Verfügung stehenden Bandbreite lassen sich auch die neuen Schnittstellenstandards USB 3.0 und SATA 6G hinreichend schnell anbinden, sodass die Board-Hersteller nicht mehr zusätzliche PCIe-Switches einsetzen müssen, um halbwegs gute Transferraten erzielen zu können.

sockels

ASRock setzt beim Z68 Extreme7 digitale Spannungswandler ein, die bei guter Designauslegung dank einer flexibleren Ansteuerung einige Vorteile haben können. Die CPU wird von acht Phasen versorgt, wobei der GPU-Teil in der CPU über eine eigene vierphasige Versorgung verfügt. ASRock bezeichnet dies als "Advanced V8+4 Power Phase Design". Im Vergleich zur Konkurrenz mit bis zu 24-phasiger CPU-Versorgung mögen sich acht Phasen nach etwas wenig anhören, aber die Anzahl der Phasen sagt mittlerweile wenig über die tatsächliche Leistungsfähigkeit aus. ASRock hat beim Z68 Extreme7 eine sehr leistungsstarke CPU-Versorgung implementiert, die auch anspruchsvolle Overclocking-Setups meistern sollte.

coolings

Die Stromversorgung erfolgt über einen 24-Pin-ATX-Stecker und einen 8-Pin-EPS-Stecker. Zur Unterstützung der Stromversorgung im Multi-GPU-Betrieb ist ein zusätzlicher 4-Pin-Molex-Anschluss auf dem Board oberhalb des ersten PCIe-x16-Slots vorhanden. Die Kühlkörper um den Sockel herum sind von normaler Größe, sodass es keine Probleme mit ausladenden Kühlkörpern geben sollte. Mangels PCIe-x1-Slot an der Stelle stört auch der Kühlkörper auf dem NF200-Chip, der zwischen CPU-Sockel und erstem PCIe-x16-Slot positioniert wurde, nicht weiter.

dimms

An der üblichen Position neben dem CPU-Sockel befinden sich vier DIMM-Slots für DDR3-Speicher. Das Angebot der Speicherteiler reicht von DDR3-800 MHz bis hin zu DDR3-2183 MHz. Die Auswahl an einstellbaren Timings im BIOS ist recht umfangreich. Die Unterstützung von XMP-Profilen ist vorhanden und funktionierte im Test prinzipiell auch gut.

slots

Auf dem Z68 Extreme7 sind insgesamt fünf PCIe-x16-Slots zu finden, die von einem PCIe-x1-Slot ergänzt werden. Zusätzlich ist auch noch eine PCI-Schnittstelle vorhanden. Die 16 PCIe-Lanes, die die CPU zur Anbindung von Grafikkarten zur Verfügung stellt, erlauben sinnvollerweise nur den Betrieb von zwei Grafikkarten, die dann jeweils über 8 Lanes angeschlossen sind. Mithilfe von entsprechenden Zusatzchips, wie dem von ASRock eingesetzten NF200 von NVIDIA, lässt sich dieses "Problem" aber umgehen. Der NF200 ist ein PCI-Express-Switch, der mit 16 PCIe-Lanes an die CPU angebunden ist und im Downstream dann 32 PCIe-Lanes zur Verfügung stellen kann. Beim Einsatz von zwei Grafikkarten können beide mit bis zu voller x16-Geschwindigkeit laufen, was aber im Vergleich mit der nativen x8/x8-Anbindung in Systemen ohne NF200-Chip keine relevanten Performance-Vorteile bringt, wenn man entsprechenden Analysen im Web Glauben schenkt. Richtige Vorteile bietet das Konzept mit dem NF200 dann aber bei drei (oder vier) Grafikkarten, da der NF200-Switch die zur Verfügung stehende begrenzte Bandbreite zur CPU hin optimal ausnutzen kann. Ein Triple-SLI-Setup würde z.B. mit 16x/8x/8x betrieben werden können.

Der zweite PCIe-x16-Slot (PCIE2) bietet - mit Ivy-Bridge-CPUs - eine Unterstützung von PCI Express 3.0, allerdings nur im Single-GPU-Betrieb. ASRock empfiehlt aber auch jetzt schon bei Einsatz von nur einer (PCIe-2.0-)Grafikkarte die Nutzung dieses Slots, weist aber gleichzeitig darauf hin, dass dadurch die drei anderen PCIe-x16-Slots deaktiviert werden. Nur PCIE5, welcher an den Platform Controller Hub (PCH) angebunden ist, bleibt davon unberührt.

plxs

Angesichts der großen Anzahl an verbauten Zusatzchips ist zu vermuten, dass es mit den acht PCIe-Lanes, die der Platform Controller Hub (PCH) des Chipsatzes zur Anbindung weiterer Komponenten zur Verfügung stellt, knapp geworden ist. Da auch einer der PCIe-x16-Slots (PCIE5, Zweiter von unten) mit vier PCIe-Lanes an den PCH angeschlossen ist, ist klar, dass die acht Lanes hier nicht ausgereicht haben können. Dementsprechend hat ASRock einen PLX PEX8608 verbaut, welcher zwischen dem zweiten und dritten PCIe-x16-Slot auf dem Board zu finden ist. Dieser "PCI-Express-Switch" ist mit einer PCIe-Lane an den PCH angeschlossen und verteilt diese Bandbreite auf mehrere angeschlossene Geräte, welche sonst selbst mindestens je eine PCIe-Lane belegen würden.

Direkt an der PCH hängen neben dem PLX-Chip noch der PCIE5-Steckplatz mit vier Lanes, der PCIE3-Slot mit einer Lane, ein USB-3.0- und ein SATA-6G-Controller mit je einer PCIe-Lane. Somit sind alle acht PCIe-Lanes des PCH belegt. Alle weiteren Komponenten, also zwei USB-3.0-Controller, ein SATA-6G-Controller, zwei Gigabit-Netzwerkchips von Broadcom, ein Firewire-Controller sowie die PCIE-PCI-Brücke sind an den PLX Switch angeschlossen und müssen sich somit dessen Upstream-Bandbreite teilen. Daher sollte man USB- oder SATA-Geräte, bei denen die Performance im Vordergrund steht, an die entsprechenden Ports anschließen, die direkt an den PCH angeschlossen sind. Beim Z68 Extreme7 wären dies die SATA-Ports SATA3_A1 und SATA3_A2 sowie die beiden oberen USB-3.0-Buchsen auf dem IO-Panel.


Da das Z68 Extreme7 das Topmodell unter ASRocks Z68-Mainboards ist, bringt es eine dementsprechend gute Ausstattung mit. Zusätzlich zu den Schnittstellen des Chipsatzes sind noch vier weitere SATA-6G-Ports, von denen einer auch als eSATA-6G-Ports benutzt werden kann, und bis zu sechs USB-3.0-Anschlüsse vorhanden. ASRock lässt die iGPU der Sandy-Bridge-Prozessoren nicht wie andere Hersteller links liegen, sondern hat auf dem I/O-Panel des Z68 Extreme7 satte vier Grafikanschlüsse untergebracht. Weiterhin sind noch ein Firewire-Anschluss, zwei Gigabit-LAN-Ports, sowie diverse Sound-Anschlüsse fertig mit an Bord.

satas

An der Vorderkante des Boards sind insgesamt zehn abgewinkelte SATA-Buchsen zu finden, wodurch sie sich auch beim Einsatz von überlangen Grafikkarten noch problemlos nutzen lassen, vorausgesetzt natürlich im Gehäuse ist entsprechend Platz vorhanden. Die vier schwarzen Buchsen werden von dem SATA-3G-Controller des Z68-Chipsatzes bedient, wobei die restlichen sechs grauen Buchsen die Ports mit SATA-6G-Geschwindigkeit sind. Davon sind die mit SATA3_0 und SATA3_1 beschrifteten Anschlüsse an den Controller im Z68-Chipsatz angeschlossen, die restlichen Ports werden von zwei ASMEDIA ASM 1061 versorgt. Der Anschluss SATA3_A4 teilt sich die Funktion mit dem eSATA-Port auf dem I/O-Panel. Ist an den eSATA-Port ein Laufwerk angeschlossen, ist der Anschluss auf dem Board deaktiviert. Ebenfalls ist zu beachten, dass der ASMedia-SATA-Controller, der SATA3_A3 und -A4 bedient, über den PLX-PCIe-Switch angebunden ist, also unter Umständen nicht die volle Performance erreichen kann. Die sechs SATA-Anschlüsse des Chipsatzes verfügen über alle Funktionen von Intels Rapid Storage Technology, inklusive des neuen Smart-Response-Features.

asmedias

Die USB-3.0-Anschlüsse werden von drei Controllern von ASMedia bereitgestellt. Der verwendete Typ ASMedia ASM 1042 gehört zu den schnelleren USB-3.0-Lösungen und wird von immer mehr Herstellern eingesetzt. Einer der drei ASM 1042 auf dem Z68 Extreme7 ist direkt an den PCH angebunden und versorgt die beiden "oberen" USB-3.0-Ports (USB34) auf dem I/O-Panel. Im Test liefen die USB-3.0-Schnittstellen des Z68 Extreme7 schnell und stabil, aber angesichts der Fülle an erhältlichen USB-3.0-Geräten lässt sich keine wirkliche Kompatibilitätsaussage machen. Vier USB-3.0-Anschlüsse sind auf dem I/O-Panel vorhanden und die beiden weiteren sind in Form von zwei Pin-Headern auf der Platine untergebracht. ASRock legt einen 3,5-Zoll-Fronteinschub mit zwei Buchsen bei, der praktischerweise auch zum Einbau beispielsweise einer 2,5-Zoll-SSD verwendet werden kann.

buttons

Zum guten Ton bei hochwertigen Mainboards gehören mittlerweile Steuerungs- und Diagnosemöglichkeiten direkt auf dem Board. ASRock hat dem Z68 Extreme7 dementsprechend neben einer Postcode-Anzeige auch einen Power-, Reset- und Clear-CMOS-Taster spendiert. Unter dem letzten PCIe-x16-Slot sind in Form von Pfostensteckern weitere Anschlussmöglichkeiten vorhanden., so z.B. für weitere USB-2.0-Anschlüsse, Firewire, IR-Modul oder auch einige "Legacy-Schnittstellen" wie COM oder PS/2.

chip01s

ASRock setzt auf dem Z68 Extreme7 einen Super-I/O-Chip vom Typ Nuvoton NCT6776F ein, dessen Feature-Liste ausgesprochen lang ist. Er übernimmt z.B. das Hardware-Monitoring, die Steuerung von Systemspannungen, die Lüftersteuerung und die Bereitstellung von Legacy-Schnittstellen.

Als Gigabit-Netzwerkcontroller kommen zwei jeweils über eine PCIe-Lane an den PLX-Chip angebundene Broadcom BCM57781 zum Einsatz, womit die in den Chipsatz integrierten Netzwerkfähigkeiten nicht genutzt werden. Die Chips von Broadcom unterstützen alle gängigen Features, darunter Wake-On-LAN und Dual-LAN mit Teaming-Funktion.

Für die Soundausgabe verwendet ASRock einen Realtek ALC 892, der bereits auf vielen anderen Boards zu finden ist. Der HD-Audio-Codec unterstützt bis zu 192 kHz/24 Bit mit acht Kanälen, er ist also ein klassischer 7.1-Sound-Chip, wobei er auch Content Protection für HD-Audio (Blu-ray) und THX TruStudio unterstützt. Weiterhin kann zusätzlich dazu noch ein Stereo-Signal über die Frontanschlüsse ausgegeben werden, womit insgesamt sogar 10 Kanäle zur Verfügung stehen. In Sachen analoger Qualität bietet der Onboard-Sound des Z68 Extreme7 wie andere Boards mit dieser Soundlösung auch das Übliche. Für viele User wird die Qualität ausreichen und sofern nur die digitalen Schnittstellen genutzt werden, erübrigt sich das Thema sowieso, falls nicht gerade besondere Ausgabeformate gewünscht werden.

iopanels

Das Z68 Extreme7 bietet am I/O-Panel eine solide Auswahl an Anschlussmöglichkeiten. Neben dem üblichen DVI-, HDMI- und VGA-Anschluss ist sogar eine Display-Port-Buchse integriert. An der grundlegenden Einschränkung, dass die iGPU nur zwei Bildschirme gleichzeitig ansprechen kann, kann allerdings auch ASRock nichts ändern. Ein weiterer Nebeneffekt der zahlreichen Grafikanschlüsse ist, dass auf dem I/O-Panel im Vergleich zu anderen Boards weniger Platz für weitere Schnittstellen zur Verfügung steht. So finden sich auf dem I/O-Panel insgesamt nur sechs USB-Ports, von denen aber immerhin vier als USB-3.0-Version ausgeführt sind. Die jeweils zwei Ports des Fronteinschubs und der mitgelieferten Slotblende mildern den "USB-Mangel" aber etwas ab. Weiterhin bietet das I/O-Panel zwei RJ45-LAN-Buchsen und je eine Firewire- und eSATA-Buchse. Obligatorisch sind die Anschlüsse für den Onboard-Sound, hier hat ASRock die üblichen fünf analogen und einen digitalen Port verbaut.

gesamt03s

Durch Klick auf das Bild kommt man zu einer vergrößerten Ansicht

Auf der Platine desZ68 Extreme7 lassen sich sechs FAN-Header finden, wovon zwei als PWM-taugliche Variante ausgeführt sind. Für den CPU-Lüfter stehen zwei Anschlüsse, einmal in 3-Pin und einmal in 4-Pin, bereit. Von den drei Gehäuselüfteranschlüssen bietet "Chassis Fan 1" ein 4-Pin-Anschluss. Diese Anschlüsse bieten solide Regelungsoptionen in Form einer Soll-Temperatur und einer Soll-Lüftergeschwindigkeit. Die weiteren Anschlüsse sind manuell regelbar bzw. im Falle des "Power Fan" ungeregelt.


Für den Test verwendeten wir die zum entsprechenden Zeitpunkt aktuelle BIOS-Version 1.30 vom 28.09.2011. ASRock setzt auf dem Z68 Extreme7 Gen3 ein UEFI-BIOS ein, welches angenehmerweise auf überflüssigen optischen Schnickschnack verzichtet. Es ist übersichtlich, gut strukturiert und bietet auch eine Bedienmöglichkeit per Maus. Der Funktionsumfang ist insgesamt auch als gut einzustufen.

Unter "OC Tweaker" sind alle Optionen rund ums Overclocking zusammengefasst. Weitere die Hardware betreffenden Konfigurationsoptionen sind wie gewohnt in den entsprechenden Untermenus von "Advanced" zu finden, nur das Hardware-Monitoring inklusive Lüftersteuerung hat einen eigenen Menupunkt bekommen. Speicherbare Einstellungsprofile sind ebenfalls vorhanden (3 Slots) und auch an ein integriertes BIOS-Flash-Tool hat ASRock gedacht.

Im Testverlauf machte das UEFI-BIOS des ASRock Z68 Extreme7 Gen3 einen sehr ausgereiften Eindruck. Es lief stabil und schien frei von größeren Bugs zu sein. Im Standard-Bereich bietet es alle üblichen Funktionen und auch im Overclocking-Bereich sind alle wesentlichen Möglichkeiten vorhanden. An den schieren Umfang an Parametern beispielsweise eines ASUS Maximus kommt das Z68 nicht ganz heran. So ist beim Z68 Extreme7 der Turbomodus nur über einen gemeinsamen Multiplikator steuerbar. Andere Boards bieten hier die Möglichkeit, für die einzelnen Lastzustände unterschiedliche Multiplikatoren festzulegen.

Sämtliche BIOS-Funktionen haben wir in der folgenden Galerie aufgeführt:


Für Overclocker ist es natürlich zunächst einmal interessant, welche BIOS-Optionen das Board bietet. Weiterhin darf das Board auch gerne mit einer besonderen Spannungsversorgung ausgestattet sein, die eine höhere Leistungsfähigkeit aufweist als von Intel vorgesehen, denn durch die Übertaktung der CPU steigt in der Regel deren Leistungsaufnahme stark an. Weiterhin ist es wichtig, dass auch die Signallaufzeiten auf dem Board (z.B. CPU-Speichercontroller - DRAM) einwandfrei geroutet sind, damit das Board auch bei Übertaktung noch stabile Signale überträgt. ASRock hat sich in den vergangenen Jahren stark weiterentwickelt und gehört nun auch im High-End-Bereich zu den renommierten Marken, auch wenn offenbar Extreme-Overclocking bei ASRock weniger im Fokus liegt als beispielsweise bei ASUS oder Gigabyte. Die letzten ASRock-Platinen konnten aber durch gute Overclocking-Eigenschaften überzeugen, sodass wir auch beim Z68 Extreme7 bereits im Vorfeld eine gute Performance vermutet haben.

Das Z68 Extreme7 erlaubt eine Veränderung der Base Clock Rate in 0,1 MHz-Schritten von 95 bis 110MHz. Im Vergleich zur Konkurrenz mag dies wenig erscheinen, aber inzwischen dürfte hinreichend bekannt sein, dass Sandy-Bridge-CPUs aufgrund der festen internen Kopplungen an den Referenztakt nur geringe Änderungen der Base Clock Rate vertragen. Mit Ivy Bridge wird sich dies etwas ändern, aber zu vermuten ist, dass ASRock hier - vorausgesetzt dass Z68 Extreme7 für Ivy Bridge freigeben wird - mit einem BIOS-Update nachbessern wird.

Die CPU-Kernspannung lässt sich wahlweise über Fix- oder Offset-Werte anpassen, wobei bei Benutzung von letztgenannten Modus auch die Stromspar-Features inklusive der Spannungsabsenkung im Idle gut funktionieren. Für die CPU lässt sich eine Loadline Calibration in fünf Stufen festlegen und auch für die iGPU lässt sich eine derartige Funktion zuschalten. Alle wichtigen Spannungsparameter lassen sich einstellen und auch bei der Konfiguration des Speichers hat ASRock an alle wesentlichen Optionen gedacht.

Gute Konfigurationsmöglichkeiten und eine leistungsstarke CPU-Spannungsversorgung machen das ASRock Z68 Extreme7 zu einem soliden Overclockerboard.

 

Die Overclocking-Funktionen des Z68 Extreme7 in der Übersicht
Base Clock Rate 95 bis 110 MHz in 0,1 MHz-Schritten
CPU-Spannung 0,600 V bis 1,700 V in 0,005-V-Schritten (Fixed-Modus)
-0,300 V bis +0,600 V in 0,005-V-Schritten (Offset-Modus)
DRAM-Spannung 1,200 Vbis 1,800 V in 0,015-V-Schritten
VTT/VCCIO-Spannung 0,86 V bis 1,423 V in 0,013-V-Schritten
CPU PLL-Spannung
1,586 V bis 2,35 V in 0,008-V-Schritten
PCH-Core-Spannung
0,78 Vbis 1,646 V in 0,02-V-Schritten
PCIe-Takt - nicht möglich -
Weitere Spannungen
VCCSA (0,925 V bis 1,2V in 0,0925-V-Schritten), IGPU Voltage (-100 mV bis +100 mV in 50-mV-Schritten), Additional Turbo Voltage (+0,004 V bis +0,996 V)
Speicher-Optionen
Taktraten CPU-abhängig, Multiplikatoren bei x6 - x16 (2er-Schritte)
Command Rate
einstellbar
Timings einstellbar, 16 Parameter
XMP wird unterstützt
Weitere Funktionen
QPI-Takt
Weitere Besonderheiten

UEFI-Bios
Settings speicherbar in Profilen
Energiesparoptionen: Standard-Stromspar-Modi wie C1E, CSTATE, EIST, zusätzlich ein "Power Saving Mode" (Absenkung CPU-Spannung)
Turbo-Modus (nur über einen Multiplikator steuerbar)
Turbo-Modus Parameter: Core Current Limit (50-300A), Power Limit (Short, Long, Zeit), Additional Turbo Voltage
Load-Line Calibration für CPU (5 Level, Auto) und iGPU (Ein, Aus, Auto)
Flash-Tool ("Instant Flash"), erweiterte Lüfterregelung für CPU-Fan und Chassis-Fan 1,

Hier noch eine Galerie der für den Overclocking-Betrieb interessanten BIOS-Optionen.

{jphoto image=18698}

ASRock spricht mit dem Z68 Extreme7 in Sachen Overclocking eine breite Käuferschicht an, da das Board weder speziell auf absolute Anfänger noch auf Overclocking-Rekord-Jäger abgestimmt ist. Dementsprechend ist auch der Funktionsumfang des Boards und des UEFI-BIOS umfangreich, ist aber gleichzeitig nicht mit für 95 Prozent der User unbrauchbaren Spezialoptionen vollgestopft.

Bei unseren Overclocking-Versuchen zeigte das Z68 Extreme7 eine solide Performance und erlaubte unserer luftgekühlten Test-CPU ohne Probleme das Überspringen der "5 GHz-Hürde". Wir konnten wie auf anderen bereits getesteten Mainboards einen CPU-Takt von 5,2 GHz erreichen, wobei dieser aber aufgrund von vorhandener Kühllösung und CPU-Güte nicht "prime-stable" auf allen Kernen war. Im Zusammenspiel mit einem ausgiebigen Test bei 4,8 GHz lässt sich aber daraus ableiten, dass das Board mit höheren Frequenzen kein Problem hat und auch die Stabilität der CPU-Spannungsversorgung außer Frage steht. Im Testverlauf blieb das Board auch recht kühl, von daher verdient das Z68 Extreme7 in der Disziplin Overclocking eine gute Note.

oc52s

Wie bereits erwähnt, lässt sich der Turbo-Betrieb des Z68 Extreme7 nur durchschnittlich gut konfigurieren, da sich für die vier Lastfälle die Multiplikatoren nicht einzeln einstellen lassen, sondern nur über einen gemeinsamen Multiplikator gesteuert werden können. Dadurch mag einem bei Situationen, bei denen nur ein oder zwei Kerne belastet werden, einige MHz an Overclockingpotential entgehen, aber nicht jeder User macht sich in der Praxis die Mühe, das so detailliert zu konfigurieren. Da auch immer mehr Anwendungen und Spiele alle Kerne gleichmäßig hoch auslasten können, verschenkt man wohl nicht wirklich viel Performance.

Das Overclocking geht beim Z68 Extreme7 insgesamt leicht von der Hand, zumal das Board auch insgesamt einen stabilen Eindruck macht.

{jphoto image=18698}


Für die Sandy-Bridge-Mainboardtests haben wir unser Testsystem erneuert - und verdoppelt. An zwei Teststationen testen wir nun die diversen P67- und nun auch Z68-Mainboards, wobei wir die Testsysteme möglichst identisch gestaltet haben:

Hardware:

Für Bandbreiten/Transferratentests kommen weitere Komponenten zum Einsatz. 

Software:

Bei weiteren Treibern verwenden wir jeweils die aktuellste Version. 

Hundertprozentig identisch sind die Testsysteme trotz identischer Software und identischer Hardware nicht, denn die Intel-CPUs besitzen eine leicht unterschiedliche VID-Spannung. Die Verbrauchswerte weichen also minimal voneinander ab, warum wir in den entsprechenden Vergleichen die Werte je nach Teststation mit unterschiedlicher Farbe markieren. Die Performancemessungen hingegen sind zwischen beiden Teststationen gut vergleichbar, da beide Systeme mit den gleichen Einstellungen gefahren werden.

Seit der Einführung der Nehalem-Prozessoren und der Integration des Speichercontrollers in die CPU haben wir festgestellt, dass sich die getesteten Mainboards kaum mehr in der Performance unterscheiden. Dies ist auch kein Wunder, denn den Herstellern bleibt fast kein Raum mehr fürs Tweaken: Früher war es möglich, durch besondere Chipsatztimings noch den einen oder anderen Prozentpunkt an Performance aus dem Mainboard zu holen, heute fehlt diese Optimierungsmöglichkeit. Ist ein Mainboard also in der Lage, die Speichertimings einzustellen, so werden alle Mainboards - wie auch bei unseren Tests mit konstant 1600 MHz und 9-9-9-24 1T - dieselbe Performance erreichen.

Auch wenn wir deshalb die Performancetests im Vergleich zu früheren Mainboardreviews deutlich eingeschränkt haben, sind sie dennoch interessant, denn mit den Leistungsvergleichen findet man schnell heraus, ob der Hersteller beispielsweise den Turbo-Modus ordentlich implementiert hat oder im Hintergrund automatische Overclocking-Funktionen laufen. Beim Z68 Extreme7 funktionierte mit Default-Einstellungen der Turbo-Modus jedenfalls zuverlässig und ohne Auffälligkeiten.

Wir testen allerdings nur noch vier Benchmarks und beschränken uns hier auf 3DMark 2011, SuperPi 8M, Cinebench 11.5 und Sisoft Sandra 2011 Memory Benchmark:

bench_3dmark

bench_cine

bench_sandra

bench_superpi

Der Vergleich der bisher von uns getesteten P67- und Z68-Mainboards zeigt allenfalls minimale Unterschiede. Praktisch gesehen weisen alle Boards bei gleicher Konfiguration auch die gleiche CPU-, Grafik- und Speicherperformance auf. Wirkliche Unterschiede würden sich erst durch abweichende Einstellungen ergeben. Das ASRock Z68 Extreme7 liegt von seiner Performance her auf dem Niveau der bereits getesteten Z68- und P67-Mainboards, die bei Standard-Einstellungen alle mehr oder weniger die gleiche Performance aufweisen.


Immer wichtiger ist heute der Stromverbrauch eines PC-Systems - und in der Tat tauchen hier im Vergleich zur Performance noch häufiger deutliche Unterschiede zwischen den Mainboards auf. Dies hat zum einen mit dem BIOS zu tun, denn oftmals werden Intels Stromsparoptionen nicht aufgegriffen, falsch implementiert oder es wird schlicht vergessen, dass Onboard-Komponenten deaktiviert werden, wenn diese nicht in Verwendung sind. Zum anderen hat dies auch mit den verwendeten Komponenten und der Spannungsversorgung zu tun: Je effizienter diese arbeitet, desto geringer ist der Stromverbrauch des Mainboards. Die Qualität und Effizienz der Hardware ist ein Faktor, aber auch die Softwareseite spielt eine Rolle. Insbesondere unter Last hat z.B. der jeweils gewählte Wert der CPU-Kernspannung einen großen Einfluss auf die gesamte Leistungsaufnahme.

Das Z68 Extreme7 Gen3 ist ein High-End-Mainboard in Standard-ATX-Bauform, welches mit etlichen Zusatzchips ausgestattet ist. Darunter sind ein NVIDIA NF200 und ein PLX PEX8608 als PCI-Express-Switch, mehrere USB- und SATA-Controller und etliche weitere Onboard-Komponenten zu finden. Daher ist von einem erhöhten Grundverbrauch auszugehen. Die Standard-Stromsparfeatures des Chipsatzes sind integriert und auch funktionstüchtig. Einzig weiteres "grünes" Feature ist ein "Power Saving Mode", bei dem das Board offensichtlich die CPU-Spannung um ca. ein Zehntel Volt absenkt, was insbesondere unter Last zu einem deutlich verringerten Stromverbrauch führt.

Gemessen haben wir im Windows-Idle-Betrieb ohne Last, mit Cinebench 11.5 unter 2D-Volllast und mit Prime95 (Torture-Test, Vollauslastung).

Test 1: Mit aktivierten Onboardkomponenten:

Im ersten Teil betreiben wir das Board im Prinzip mit den Optimized-Defaults-Einstellungen, sodass ein Großteil der entsprechenden BIOS-Optionen automatisch eingestellt wird. Um den Vergleich mit den bereits getesteten Mainboards vornehmen zu können, läuft die Grafikausgabe über die RADEON 5870 und an die iGPU - sofern das Board diese Option überhaupt bietet - ist nichts angeschlossen. Per Default sind beim Z68 Extreme7 die meisten Energiesparoptionen per "Auto"-Einstellung aktiviert, was verglichen mit den Werten unter manueller Konfiguration auch gut zu funktionieren scheint.

leistung_idle

Im Idle zeigt das Z68 Extreme7 eine hohe Leistungsaufnahme, die im Testvergleich eher als bescheiden zu bewerten ist. Es liegt sogar noch einige Watt hinter dem Maximus IV Extreme von ASUS und nur knapp vor dem Gigabyte Z68X-UD7-B3.

leistung_load

Unter Last bietet sich ein ähnliches Bild: Mit den standardmäßigen Einstellungen weist das ASRock ebenfalls einen sehr hohen Energieverbrauch auf. Es liegt am Schluss des Feldes nur knapp vor dem Gigabyte Z68X-UD7-B3.

leistung_p95

Unter CPU-Volllast durch den Torture-Test von Prime95 hat sich die Lage gegenüber den Cinebench-Werten nicht groß verändert. Das Z68 Extreme7 liegt vom Stromverbrauch her auf einem eher bescheidenen Niveau, was aber für auf Leistung getrimmte High-End-Boards mit sehr umfangreicher Ausstattung als normal anzusehen ist.

Da die gewählten Prozessorspannungen im Lastfall einen großen Unterschied ausmachen können, haben wir einen Blick auf die jeweiligen Werte geworfen. Hierbei ist natürlich zu beachten, dass zwei unterschiedliche - wenn auch sehr ähnliche - CPUs im Spiel sind. Bei Betrachtung der Leistungsaufnahme spielt dies nur eine geringe Rolle, da beim "Powermanagement" der CPU die elektrische Leistung wichtig ist, in welche neben der Spannung auch die Stromstärke einfließt.

spannung_p95

Ein Blick auf die gesammelten Testergebnisse zeigt, dass bis auf zwei Boards von ASUS und dem P67A-UD4 von Gigabyte alle Boards mehr oder weniger die gleiche Prozessorspannung unter Last verwenden, was auch zum Teil das gute Auftreten der betreffenden Boards unter Last erklärt. Das Z68 Extreme7 zeigt keine Auffälligkeiten und verwendet de facto die gleiche CPU-Kernspannung wie die Masse der anderen Mainboards auch.

Da die meisten Anwender nicht alle Onboard-Chips benötigen, haben wir einen Test mit nur einem aktivierten Onboard-LAN und dem Onboard-Sound durchgeführt. Sämtliche USB-3.0- und SATA-Controller sind hier beispielsweise deaktiviert. Die Spannungen werden weiterhin vom Board automatisch festgelegt, aber alle energiesparenden Features werden zusätzlich manuell aktiviert. Die RADEON 5870 ist weiterhin die primäre Grafikkarte.

Test 2: Mit deaktivierten Onboardkomponenten (1x LAN + Sound an):

leistung_opt_idle

Das Abschalten der Onboard-Komponenten des Z68 Extreme7 und der manuellen Aktivierung aller Stromsparfeatures bringt durchaus eine Einsparung gegenüber den in Test 1 ermittelten Werte. Der um ca. sechseinhalb Watt niedrigere Stromverbrauch spielt in der Praxis zwar keine große Rolle, fällt aber größer aus als bei anderen Boards.

leistung_opt_p95

Unter voller Prozessorlast ergibt sich durch das Absenken der Prozessorspannung eine Einsparung von ca. 20 Watt. Das Deaktivieren der Onboard-Komponenten bringt in der Praxis meist keine signifikante Einsparung

Dieser Test lässt klar erkennen, dass das ASRock Z68 Extreme7 zuerst auf Leistung und nicht auf Energieeffizienz optimiert ist. Es verbraucht ähnlich viel Strom wie Konkurrenz-Modelle mit vergleichbaren Ausstattungs- und Leistungsdaten, daher gehen die Werte in Ordnung. Der Energieverbrauch lässt sich beim Z68 Extreme7 aber deutlich reduzieren, was aber nur bei Betrieb mit Standard-Einstellungen von Nutzen sein dürfte. Da aber wohl keiner so ein High-End-Board ohne Overclocking betreiben wird, ist es Aufgabe des Users, den für ihn optimalen Kompromiss aus Übertaktung und Energieverbrauch zu finden und einzustellen.


Das ASRock Z68 Extreme7 Gen3 verwendet für seine USB-3.0-Anschlüsse von ASMedia. Der ASM 1042 ist ein recht schneller Chip, der eine gute Alternative zu den Controllern von Renesas oder EtronTech darstellt. Für die vier zusätzlichen SATA-Ports kommen ebenfalls zwei Controller von ASMedia zum Einsatz.

USB-3.0-Performance:

Die USB-3.0-Performance testen wir mit einem schnellen SuperTalent SuperCrypt 32 GB - einer externen SSD in Form eines Speichersticks mit USB-3.0-Interface:

usb3_rears   usb3_rear2s

Die USB-3.0-Performance des Z68 Extreme7 Gen3 :
links: ASMedia Comtroller 1, rechts:
ASMedia Controller 2 (an PLX)

Der ASMedia ASM 1042 gehört zu den schnellsten momentan verfügbaren USB-3.0-Controllern. Er erreicht durchweg höhere Datenraten als der "Referenzcontroller" D720200 von Renesas Electronics, welcher auf manchem Konkurrenzmodell verbaut wird. Einer der drei Controller ist direkt an den PCH des Chipsatzes angebunden, die weiteren zwei Chips müssen sich aufgrund des Anschlusses an den PLX-PCIe-Switch im worst case die Bandbreite der PCIe-Lane mit anderen Geräte teilen. Mögliche Geschwindigkeitseinbussen solcher "Crossload-Situationen" haben wir uns auch angeschaut, siehe den entsprechenden Abschnitt weiter unten.


SATA-6G-Performance:

Die Geschwindigkeit der SATA-6G-Schnittstellen testen wir mit einer entsprechend schnellen SSD. Wir verwenden dazu seit dem letzten Test eine "ADATA S511 240GB" mit schnellem Sandforce-SF-2200-Controller. Diese SSD liegt mit Transferraten jenseits der 500 MB/s im ATTO-Disk-Benchmark schon nahe am Limit der Schnittstelle.

sata6g_intels   sata6g_asmedias   sata6g_asmediaplxs

Die SATA-6G-Performance mit einer ADATA S511 240GB:
links: Intel-Controller SATA 6G, mitte: ASMedia Controller SATA 6G (nativ), rechts: ASMedia Controller SATA 6G (an PLX)

Mit der schnellen SSD von ADATA ergibt sich klar ein Bild zugunsten des Intel-Controllers. Beim Lesen am Intel-Controller werden Werte von knapp 550 MB/s erreicht, wohingegen die Performance am ASMedia-ASM-1061-Controller mit knapp über 400 MB/s schon bedeutend geringer ausfällt. Anders als die auch gerne verbauten SATA-6G-Controller von Marvell scheint der ASM 1061 bei kleineren Blockgrößen noch recht gut mit dem Onboard-Controller von Intel mithalten zu können.

plx_tests

Zuletzt haben wir noch einen kleinen Crossload-Test am PLX-Chip gemacht. Wir haben simultan unsere SATA-6G- und USB-3.0-Benchmarks laufen lassen, während beide Testgeräte jeweils an einen Controller hingen, der am PLX PEX8608 angeschlossen ist. Zu sehen ist deutlich, dass beide Geräte nicht ganz die volle Performance erreichen, die sie im Einzeltest zeigen konnten. Insgesamt ist der Leistungseinbruch aber nicht so groß, dass man ihn in der Praxis als User wirklich spüren würde. Auch wenn so eine Lastsituation eher selten vorkommt, ist dem User trotzdem empfohlen, für geschwindigkeitskritische Geräte die jeweils direkt angebundenen Controller zu nutzen.

Diese Performance der Schnittstellen des Z68 Extreme7 ist insgesamt als gut zu bewerten. Sowohl die USB-3.0- als auch die SATA-6G-Geschwindigkeit der Chipsatzschnittstellen entsprechen dem, was man von einem modernen Board erwarten kann. Die Controller von ASMedia scheinen sowohl bei SATA 6G als auch USB 3.0 einen guten Job zu machen.


ASRock hat mit dem Z68 Extreme7 Gen3 ein überzeugendes Board geschaffen, welches sich im Sockel-1155-Bereich zur Spitzenklasse zählen kann. Es bietet eine sehr gute Ausstattung, gute Performance im Bereich Overclocking und hohe Stabilität. Die Auslegung auf einen Multi-GPU-Betrieb mit drei Grafikkarten wurde gut und konsequent umgesetzt.

Interessant am Z68 Extreme7 ist ebenfalls, dass ASRock auch alle neuen Features des Z68-Chipsatzes umgesetzt hat, also beispielsweise Virtu und Smart Response. Ob bei einer explizit für CrossFireX- und SLI-Konfigurationen vorgesehenen Platine die in die CPU integrierte Grafikeinheit wirklich genutzt werden wird, sei einmal dahingestellt. Aber zumindest hält ASRock dem User die Möglichkeit offen und wenn es nur um die Nutzungsmöglichkeit der iGPU für "Quick Sync" (Video-Tranksodierung) geht. 

Aufgrund der beschränkten Anzahl an PCIe-Lanes, welche normalerweise nur den sinnvollen Betrieb von zwei Grafikkarten zulassen, kommt ein NVIDIA NF200 als PCI-Express-Switch zum Einsatz, welcher die vorhandene Bandbreite optimal auf drei Grafikkarten - oder zwei Dual-GPU-Karten - aufteilen kann. Das ähnliche Bandbreitenproblem am Platform Controller Hub löst ASRock ebenfalls durch den Einsatz eines PCI-Express-Switches vom Typ PLX PEX8608. Somit hat ASRock beim Z68 Extreme7 an nichts gespart. Einer der fünf PCIe-x16-Slots bietet auch eine PCI-Express-3.0-Unterstützung, worauf auch das "Gen3" in der vollständigen Produktbezeichnung hinweist. Auch wenn die "PCI-Express 3.0 Unterstützung" neuerdings ein beliebtes Werbemotiv ist, so bringt dem User dieses "Feature" momentan rein gar nichts, da für PCIe 3.0 der Sandy-Bridge-Nachfolger "Ivy Bridge" benötigt wird. Davon ausgegangen, dass das Z68 Extreme7 von ASRock in der Zukunft Ivy-Bridge-CPUs unterstützen wird, bietet es natürlich eine gewisse Zukunftssicherheit. Die Frage, inwieweit PCIe 3.0 überhaupt Performancevorteile gegenüber PCIe 2.0 haben wird, lassen wir einmal außen vor. Erwähnenswert ist allerdings die Tatsache, dass der PCIe-3.0-fähige PCIe-x16-Slot (PCIE2) auf dem Z68 Extreme7 nur im Betrieb mit einer Grafikkarte nutzbar ist, denn in diesem Modus werden die anderen an die CPU angebundenen PCIe-x16-Slots deaktiviert.

gesamt05s

 

Mit vier zusätzlichen SATA-6G-Ports und insgesamt sechs USB-3.0-Schnittstellen ist das Z68 Extreme7 sehr gut ausgestattet. Die dafür verwendeten Controllerchips von ASMedia arbeiten vergleichsweise schnell und im Testverlauf auch stabil. Für Erweiterungskarten stehen ein PCI-, ein PCIe-x1- und ein mit x4 direkt an den PCH angebundene PCIe-x16-Slot zur Verfügung. Aufgrund der Vollausstattung mit allen vier möglichen Grafikanschlüssen stehen am I/O-Panel etwas weniger Schnittstellen als gewohnt zur Verfügung. Firewire, eSATA und alle Soundschnittstellen sind vorhanden und die Zahl der USB-2.0-Anschlüsse lässt sich durch ein beiliegendes Slotblech noch erweitern. An der weiteren Ausstattung mit Onboard-Bedienelementen, Lüftersteuerungsoptionen und weiteren Features gibt es ebenso wenig etwas auszusetzen, wie am hochwertigen Design des Z68 Extreme7.

Das Z68 Extreme7 bietet gute Overclockingoptionen und -performance. Manche Konkurrenzmodelle bieten zwar einige (häufig auch weniger wichtige) Optionen mehr, aber insgesamt lässt sich auch mit dem Z68 Extreme7 einiges erreichen. Das UEFI-BIOS ist dank Verzichts auf grafischen "Schnickschnack" einfach und komfortabel zu bedienen. Im Testverlauf machte das Z68 Extreme7 einen ausgesprochen stabilen und zuverlässigen Eindruck. Signifikante Bugs oder besondere "Automatiken" sind uns nicht aufgefallen.

Mit einem Straßenpreis von ca. 240 Euro ist das ASRock Z68 Extreme7 sicher kein Schnäppchen, aber angesichts der guten Ausstattung geht der Preis insgesamt in Ordnung, wenn man den Vergleich mit der (noch etwas teureren) direkten Konkurrenz zieht.

Positive Eigenschaften des ASRock Z68 Extreme7 Gen3:

Negative Eigenschaften des ASRock Z68 Extreme7 Gen3: 

ASRock hat mit dem Z68 Extreme7 Gen3 ein überzeugendes High-End-Board geschaffen, welches eine gute Alternative zu den "Platzhirschen" von ASUS oder Gigabyte darstellt. Es ist insbesondere im Grafikbereich sehr flexibel, erlaubt die Nutzung der integrierten Grafik und bietet auch im Schnittstellenbereich viele Optionen. Gute Overclocking-Eigenschaften zusammen mit einem sehr stabilen Betrieb machen das ASRock Extreme7 zu einem sehr empfehlenswerten High-End-Mainboard im Sockel-1155-Bereich

excellent_award

Weitere Links: