AOpen EX761

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Barebone-Systeme sind klein, schick, und erreichen heutzutage auch das Leistungsniveau aktueller High-End-Desktop-Systeme im ATX-Standard. Doch gerade durch ihre kompakten Maße und das oftmals edle Design bieten sie sich auch als Wohnzimmer-PC an. Damit nicht gleich 350 Euro für einen Sockel-939-Barebone ala Shuttle SN25P ausgegeben werden müssen, hat AOpen den EX761 vorgestellt. Es handelt sich dabei um einen Sockel-754-Barebone mit SiS-Chipsatz, der sich selbst besonders durch seinen niedrigen Preis auszeichnet und dazu auch noch den Einbau preisgünstiger Komponenten erlaubt.

AOpen gehört sicherlich mit zu den Big-Player im PC-Geschäft. Neben diversen Barebone Systemen mit verschiedensten Chipsätzen hat man auch Mainboards, Grafikkarten, optische Laufwerke, Notebooks und sogar Eingabegeräte wie Tastaturen und Mäuse im Angebot. Werfen wir erst einmal einen Blick auf den AOpen EX761:

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Der AOpen EX761 gehört zur "Cyber Shock"-Serie von AOpen. Barebones dieser Serie verfügen über das gleiche Design der Frontblende und unterscheiden sich nur duch den eingesetzten Chipsatz. Weitere Serien wie "Living Art", "Metropolitan" und "Home Digital Center" unterscheiden sich im Design und den eingesetzten Komponenten.

 

Zwar positioniert AOpen den EX761 innerhalb seiner Bareboneserien eher zu den Gamer-Barebones, doch durch den eingesetzten Chipsatz und dessen integrierten Grafikkern SiS 761FX eignet er sich eher für den Einsatz als Wohnzimmer- und Office-PC. Dennoch ist dank PCI-Express x16 Steckplatz auch die Möglichkeit gegeben, eine aktuelle High-End Grafikkarte einzusetzen, um damit ein Gamer-System aufzubauen.

Der Sockel 754 zeichnet sich besonders durch seine günstigen Prozessoren aus. Der Einstieg ins AMD 64bit-Segment gelingt bei einem AMD Athlon 64 2800+ bereits mit 90 Euro und endet beim AMD Athlon 64 3400+ mit 200 Euro. AMDs Sempron-Prozessoren sind bereits ab rund 70 Euro zu haben und wer auf den geräuscharmen HTPC setzt, kann auch die neuen AMD Turion-Prozessoren mit Preisen von rund 160 Euro einsetzen. Dem Anwender stehen also alle Möglichkeiten offen, wenn gleich ein Sockel-754-System durch den integrierten Speichercontroller in der CPU nur über ein Single-Channel Speicherinterface verfügt.

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Der Eindruck eingesetzter preisgünstiger Komponenten setzt sich auch im Lieferumfang fort. Neben zahlreichen Handbüchern in diversen Sprachen finden sich hier ein Serial-ATA-Datenkabel samt Stromadapter, Schrauben für die Befestigung der Laufwerke und IDE Flachbandkabel. Allerdings ist vieles schon im Barebone verbaut, wie beispielsweise die Kühlkörperkonstruktion und das Netzteil.

Wollen wir uns nun den eingesetzten Chipsatz einmal näher anschauen, da wir den SIS 761GX noch nicht im Test hatten.


Erstmalig haben wir die Möglichkeit, einen SiS Chipsatz in Verbindung mit einem AMD Athlon-64-Prozessor unter die Lupe zu nehmen. Der Chipsatz setzt sich zusammen aus SiS 761GX Northbridge und SiS965 Southbridge.

Die Northbridge:

Die SiS 761GX Northbridge bietet den vollen Support für alle AMD Sockel 754 und 939 Prozessoren, somit also auch die neuen AMD Athlon 64 X2 Dual-Core-Modelle. Ebenfalls unterstützt werden natürlich auch die AMD Opteron Prozessoren für den Sockel 940. Zwar erwähnt SiS den Support für Turion Prozessoren nicht auf seiner Homepage, allerdings kann davon ausgegangen werden, dass auch diese Prozessoren mit dem passenden BIOS erkannt werden.

Auch erfüllt der Chip die PCI-Express 1.0a Spezifikationen, kann also auch aktuelle PCI-Express Grafikkarten und zukünftige Erweiterungskarten, z.B. Soundkarten, aufnehmen. Insgesamt verfügt der Chipsatz allerdings nur über 16 PCI-Express Lanes. Kommt also ein PCI-Express-x16-Steckplatz zum Einsatz, stehen keine Lanes über die Northbridge mehr zur Verfügung, um weitere PCI-Express-Steckplätze zu realisieren. Der integrierte Mirage 1 Grafik-Kern bietet 2 Pixel-Pipelines für die 3D Berechnunen, ist Microsoft DirectX 9.0 kompatibel und kann auf bis zu 128 MB Grafikspeicher aus dem Hauptspeicher via shared Memory zurückgreifen. Dadurch eignet sich der Chipsatz bzw. dessen integrierte Grafik natürlich nicht bei aktuellen 3D-Spielen, dank Video-Beschleunigung und MPEG I und II Decoder wohl aber für den Einsatz als Office-PC oder HTPC.

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Die Southbridge:

Die Southbridge ist über ein MuTIOL 1G getauftes Interface mit der Northbridge verbunden. Dieses Interface arbeitet mit einem 16bit breiten und 533 MHz schnellen Bus, überträgt also maximal 1 GBit pro Sekunde zwischen North- und Southbridge. Der SiS966 Chip bietet neben zwei weiteren PCI-Express Lanes für entsprechende Steckplätze noch vier Serial-ATA Ports der ersten Generation, also mit einer Übertragungsrate von 150 MB pro Sekunde. Diese Ports unterstützen die RAID Standards 0, 1, 0+1 und JBOD. Der USB-Controller unterstützt bis zu 8 Ports des USB 2.0 und USB 1.1 Standards. Des Weiteren können über entsprechende Zusatzchips ein Gigabit-Ethernet-Controller, ein V90-Modem und ein HD-Audio-Sound integriert werden. Sechs PCI Slots und Dual-Channel ATA133/100 stehen ebenfalls zur Verfügung.

Auf dem Papier also ein vollwertiger AMD-Chipsatz, dem auf den ersten Blick nur die Serial-ATA-II-Unterstützung fehlt.


Beginnen wir mit der äußeren Begutachtung des AOpen EX761. Die Front macht von der Ferne einen sehr edlen Eindruck, wenngleich die Aluminium-Optik natürlich durch ein entsprechendes Plastik-Teil hergestellt wird und sich bei näherer Betrachtung dies dann auch recht leicht erkennen lässt.

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An der Front sind in der Mitte der große Ein/Aus-Schalter zu sehen, sowie die 3,5- und 5-1/4-Zoll-Laufwerksschächte. Auf einen Reset-Schalter hat AOpen verzichtet, dies kann, muss aber kein Nachteil sein. Die Klappe des 5-1/4-Zoll-Schachtes wird durch die Laufwerksschublade des eingesetzten, optischen Laufwerkes aufgedrückt, deckt dieses also komplett ab. Anders der 3-1/2-Zoll-Einschub. Hier sollte eine passende Laufwerksblende verfügbar sein, um den edlen Gesamteindruck der Front nicht zu gefährden.

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Die Frontanschlüsse sind durch keine Klappe verdeckt, liegen also immer offen, was nicht immer erwünscht sein dürfte. Zur Verfügung stehen hier ein optischer Audio Ein/Ausgang, analoge Audio Ein/Ausgänge, zweimal USB 2.0 sowie je ein DV- und MiniDV-Firewire-Anschluss.

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Die Rückseite bringt dann zusätzlich noch einen parallelen Anschluss, 2x PS/2 für Maus und Tastatur, Com-Port, den VGA-Anschluss der integrierten Grafik, einen weiteren FireWire-Port, digitale, analoge und optische Audio-Anschlüsse, 2x USB 2.0 und ein RJ45 Anschluss für den Ethernet-Controller. Leider bietet die integrierte Grafik keinen DVI-Anschluss und auch ein TV-Out ist nicht vorhanden. Dies macht die Einsatzfähigkeit als Multimedia-PC natürlich problematisch.

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Direkt oberhalb der rückseitigen Anschlüsse befindet sich im Inneren des Gehäuses das Netzteil. AOpen setzt hier auf ein Modell mit 275 Watt, was bei den zur Verfügung gestellten Anschlüssen und Steckplätzen ausreichen dürfte. Ein großer 60-mm-Lüfter sorgt für die Kühlung des Netzteiles.

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Ein Blick durch das geöffnete Gehäuse zeigt das Platzangebot im Inneren des AOpen EX761 Barebones. Sowohl die SiS Northbridge als auch die Southbridge werden passiv gekühlt. Genau zwischen Netzteil und Laufwerksschächten befindet sich der Sockel, auf den ein mitgelieferter Kühler gesetzt wird.

Diesen Kühler und weitere Details zeigen wir auf der nächsten Seite.


Kommen wir also zu den inneren Details und verbauten Komponenten des AOpen EX761.

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Wie bei eigentlich allen Barebone Systemen liefert auch AOpen den CPU-Kühler gleich mit. Dieser wird über die vier Schrauben an jeder Ecke auf dem Mainboard montiert. Die Montage ist allerdings schwieriger als erwartet, denn kräftige Federn unterhalb der Schrauben sorgen zwar für die nötige Sicherheit, erschweren das Anziehen der Schrauben allerdings. Zudem ist mit einem üblichen Schraubenzieher nur schwer von oben an die Schrauben heran zu kommen. Der 80-mm-Lüfter wird über das Mainboard geregelt und verrichtet seinen Betrieb angenehm leise.

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Von der Seite ist die Konstruktion des Kühlers zu erkennen. Er besteht aus Kupfer mit einem Heat-Pipe System. Die Wärme wird also über die massive Kupferplatte aufgenommen und über die vier Heat-Pipe-Röhren an die feinen Lamellen abgegeben, die wiederum die Wärme an die Luft abgeben. Komplizierte Kühlkonstruktionen, wie wir sie aus so manchen Shuttle-Barebones kennen, hat der AOpen EX761 also nicht nötig.

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Direkt neben dem Sockel befinden sich der PCI-Express-x16- und PCI-Slot. Diese können mit den entsprechenden Grafikkarten bestückt werden, wenngleich am PCI-Express-x16-Slot nur Grafikkarten mit einer Single-Slot Kühlung eingesetzt werden können.

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Der ALC655 gehört auch eher zu den schon etwas betagteren Audio-Chips, verrichtet aber immer noch seinen Dienst auf diversen Mainboards. Er ist ein 16Bit-Chip mit Full-Duplex-Fähigkeiten. Er entspricht dem AC97-Standard und besitzt eine 6-Kanal-Unterstützung. Hier stellt sich die Frage, warum AOpen nicht auf einen aktuelleren Sound-Chip aus gleichem Hause setzt, denn der SIS-Chipsatz kann auch mit HD-Audio-Codecs umgehen. Ein guter Realtek ALC855 wäre also möglich gewesen.

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Hinter dem Sockel versteckt sich der Controllerchip für die FireWire-Anschlüsse. Der VIA VT6307 ist ein Standard FireWire-Controller, der Bandbreiten von 100, 200, und 400 Mbps unterstützt. So können Peripheriegeräte in Betrieb genommen werden, wie beispielsweise Digital- oder Videokameras sowie MP3- oder MiniDisc-Player auf Basis des IEEE1394-Standards. Außerdem kann mit speziellem Kabel ein FireWire-Netzwerk generiert werden, welches dem Computer die Möglichkeit gibt, mit anderen Klienten zu kommunizieren, mit einer maximalen Datendurchsatzrate von 400MBit/s. Dieser Chip belastet den PCI-Bus, er kann drei Anschlüsse verwalten, die AOpen auch voll ausnützt.

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Ebenfalls hinter dem Sockel verbirgt sich der I/O-Controller-Chip aus dem Hause Winbond. Er ist für das Hardwaremonitoring zuständig, weiterhin stellt er Schnittstellen wie die PS/2-Ports, serielle und parallele Schnittstelle, Gameport und den Floppy-Port zur Verfügung.


Der Onboard-Sound:

Wie in der Layoutbetrachtung schon angesprochen, ist der AOpen-Barebone mit dem ALC655 aus dem Hause Realtek ausgestattet. Der ALC655 ist ein 6-Cannel-Soundchip für Desktop Platinen. Eine komplette Übersicht über alle Features dieses neuen Sound-Codecs findet man direkt auf der Webseite des Herstellers.

Hier ist sehr deutlich die eher mäßige Soundqualität des ALC655 zu sehen. Aktuelle HD Onboard-Sounds bietet bereits eine deutliche bessere Klangqualität und können teure Soundkarte des ein oder andere mal auch schon ersetzen, was dem hier getesteten ALC655 nicht gelingen mag. Das verwendete Testtool gibt des Weiteren ein detailliertes Ergebnis aus, welches wir in einer separaten HTML Datei auf unserem Server zur Schau stellen.

Das BIOS:

Ein so kompaktes BIOS ist uns bisher noch nicht unter die Augen gekommen. AOpen gibt dem Anwender nun wirklich nur die wichtigsten Einstellungen an die Hand und verzichtet gänzlich auf Optionen die einen Betrieb der Komponenten wie CPU und Speicher über ihren Spezifikationen erlauben würde. Während des Testes konnten wir allerdings auch keinerlei Inkompatibilitäten zwischen BIOS, Mainboard und den eingesetzten Komponenten feststellen, so dass sich der AOpen EX761 und eingesetzte SiS Chipsatz hier seiner guten Seite zeigt.



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Besonders wichtig für den leisen Betrieb eines AMD Systemes ist die Möglichkeit des Cool'n'Quiet-Betriebes des Prozessors. Erst einmal aber wollen wir uns die HTT- und Prozessor-Taktraten einmal anschauen.

Derart exakt auf 200 MHz HTT lief bisher keines der von uns getesteten AMD Athlon 64 Mainboards. Fast alle NVIDIA-nForce4- und VIA K8T800- und K8T890-Platinen laufen hier fast ein Megaherz schneller, als das die Spezifiaktionen vorsehen. Die exakte Taktgebung zeigt sich in einem fast ebenso exakten Prozessortakt von 2.000,1 MHz des AMD-Athlon-64-3000+-Prozessors.

Installiert man nun den von AMD bereitgestellten Prozessortreiber, sollte der Prozessor im Ruhezustand auf einen Takt von 1.000 MHz herunterfahren.

Und genau dies ist auch der Fall. Somit ist auch der Cool'n'Quiet-Betrieb im AOpen EX761 und dessen SiS-Chipsatz möglich. Der Cool'n'Quiet-Betrieb sorgt nicht nur für einen niedrigeren Takt und dadurch verringerten Stromverbrauch, sondern daraus resultiert auch eine gesenkte Wärmeentwicklung, was die Kühlung des Prozessors erleichtert und eine leise Kühlung möglich macht.


Für diesen Test verwendeten wir die folgende Hardware:

Prozessor:
AMD Athlon 64 3000+
Takt : 2.00 GHz mit 200 MHz Referenztakt

Speicher:
2x 512 MB TwinMOS Twister PC3200 Single Sided
Single-Channel Modus
Timings : 2-3-3-8 

Sonstige Hardware:
MSI Radeon RX600XT
Western Digital WD400BB-00CAA0 40GB
Toshiba DVD-ROM

Betriebssystem:
Windows XP SP2

Treiber:
SiS UniVGA3 Grafiktreiber 3.68
ATI Catalyst Version 5.9
DirectX 9.0c

Da uns die nötige Vergleichsbasis zu anderen Sockel-754-Systemen mit PCI-Express-Grafik fehlt, verzichten wir an dieser Stelle auf mehrseitige Benchmarks und zeigen die Leistungsfähigkeit der Mirage-1-Grafik im direkten Gegenspiel zur ATI Radeon X600XT.

Sehr schön zu sehen ist, dass die Mirage 1 Grafik sich keinesfalls für 3D-Anwendungen eignet und allenfalls als Office- und Video-Grafikkarte eingesetzt werden kann. Mit der ATI-Grafikkarte ist es jedoch durchaus möglich, auch das eine oder andere Spielchen zu wagen. Je nach Power der Grafikkarte wird man auch eine kleinere High-End-Karte in dem Rechner betreiben können.

Bei den synthetischen Benchmarks haben wir auf einen Betrieb mit der Mirage 1 verzichtet. Sie knabbert auch hier etwas an der Performance, da Sie den Systemspeicher aufgrund der Unified Memory Architecture mit verwendet. Ohne Mirage 1 entspricht der SIS-Chipsatz aber dem normalen Single-Channel-DDR400-Bild eines Sockel-754-Athon-64.

Bei den synthetischen Benchmarks erreichen wir typische Werte, wie wir sie von anderen Sockel-754-Systemen her kennen. SiS hat gute arbeit geleistet und liegt auf dem Niveau eines nForce3- und VIA K8T800-Chipsatzes.


Klar und deutlich ist die Zielsetzung des AOpen EX761. Er bietet eine günstige Einsteigerlösung in den Barebone-Markt und dies nicht nur durch den günstigen Preis des eigentlichen Barebones, sondern auch durch die Möglichkeit, günstige Komponenten zu verbauen. Sehr interessant dürfte der AOpen EX761 auch durch die Möglichkeit sein, einen AMD-Turion-Prozssor darin zu betreiben. Der Pentium-M Kokurrent erfreut sich immer größerer Beliebtheit und dürfte in Zukunft dank seines günstigen Preises immer größer werdenden Anklang finden.

Sehr gut gefiel uns die sehr leise Kühlung des Barebones. Anders als z.B. Shuttle mit seinem letzten Sockel-939-Modell SN25P, in dem gleich fünf Lüfter Platz fanden, muss AOpen derer nur drei verbauen, was sich positiv auf die Geräuschkulisse auswirkt. Zudem verzichtet man auf die Verwendung kleiner Lüfter mit 40 mm oder weniger, denn diese zeigten sich in der Vergangenheit immer wieder als die größten Krawallmacher. Eine besonders laute Kühlung ist bei einem solchen System auch nicht nötig, der Prozessorkühler macht einen sehr effektiven Eindruck und neben dem Netzteil müssen auch keine weiteren Komponenten aktiv gekühlt werden. Wenn also der Einsatz der Mirage 1 Grafik nicht in Frage kommt, sollte man sich überlegen welche Grafikkarte man sich anschaffen möchte, denn diese dürfte den meisten Lärm produzieren.

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Der Einsatzort des XC Cubes von AOpen liegt aber wohl hauptsächlich im Office-Bereich. Mit einem Sempron 2600+, 512 MB DDR400, einer Festplatte und einem Brenner ist das System fertig ausgestattet und kann schon für knapp 380 Euro in Betrieb genommen werden. Im HTPC-Bereich fehlt im ein guter Onboard-Sound und ein TV-Out. Dieses Problem kann man mit einer passiven Grafikkarte lösen, richtige Multimedia-Barebones bieten aber in der Regel deutlich mehr.

Positive Punkte des AOpen EX761:

Negative Punkte des AOpen EX761:

Wer einfach nur auf der Suche nach einem Office-Barebone ist und keine größeren Ambitionen hat, das ein oder andere High-End-3D-Spiel darauf zu installieren, der ist beim AOpen EX761 genau richtig. Gerade der Preis von ca. 180 Euro macht ihn sehr interessant, kosten andere Barebones doch meist fast das Doppelte. Wenn man hier mit ins Auge fast, dass man für diese 180 Euro Board, Gehäuse und Netzteil bekommt, dürfte dieses Angebot nochmals attraktiver werden.

Weitere Links:

Weitere Barebone-Reviews findet man in unserer Testdatenbank und unter Mainboards AMD Athlon 64.

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