Shuttle SN25P

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Einige glaubten den Barebone-Boom bereits am Ende, doch die ständig wachsenden Verkaufszahlen strafen die Kritiker mal wieder Lügen. Gerade vorkonfigurierte Systeme, die fertig bestückt mit sämtlicher Hardware in den Handel kommen, gewinnen immer mehr an Bedeutung. Nach dem Ausstieg aus der Mainboard-Branche konzentriert man sich bei Shuttle nun endgültig auf sein Kerngeschäft und es ist kaum noch ein Chipsatz zu finden, der nicht auch in einem Barebone seinen Platz gefunden hat. Die aktuelle AMD-Athlon-64-Reihe wird nun durch den Shuttle SN25P mit NVIDIA-nForce4-Ultra-Chipsatz ergänzt.

Wie immer beachten wir bei einem Barebone-Test natürlich nicht nur das integrierte Motherboard, sondern legen auch Augenmerk auf das Gehäuse, das Netzteil und die Kühlung. All dies stellt Shuttle für den Barebone-Käufer zusammen, sodass man nur noch CPU, Speicher, evtl. eine Grafikkarte, eine Festplatte und ein optisches Laufwerk einbauen muss.

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Optisch unterscheidet sich der Shuttle SN25P nicht von seinem Intel-Pendant SB95PV2 mit Intel-i925XE-Chipsatz, was aber kein Nachteil ist, denn das Gehäuse des XPCs kann durchaus überzeugen. Neben der ansprechenden Optik können auch die inneren Werte des XPC Stärke zeigen. Neben dem fest in das Gehäuse integrierten USB-2.0-Cardreader lassen sich beim Einsatz eines optischen Laufwerks bis zu drei Festplatten unterbringen. Lässt man das optische Laufwerk weg, lassen sich sogar vier Festplatten in dem kleinen Gehäuse unterbringen. In Anbetracht der Gehäusegröße eine beachtliche Anzahl. Beim Einsatz so vieler Festplatten muss man allerdings beachten, dass die Festplatten auch gekühlt werden müssen, sonst droht diesen verfrüht der Hitzetod.

Shuttle besitzt mit dem SN25P seinen dritten Sockel-939-Barebone, wobei hier NVIDIA mit dem nForce3 und nForce4 gleich zweimal vertreten ist. Welche Features das Mainboard besitzt, halten wir in unserer Tabelle fest:

Auf den ersten Blick bietet Shuttle mit dem SN25P alle Optionen und Features an, die sich der potentielle Käufer wünschen kann. So besitzt der XPC, der schließlich auch im Wohnzimmer eingesetzt werden könnte, einen 8-Kanal-Surround-Sound, Firewire, USB 2.0 und einen Gigabit Ethernet-Controller. Als Prozessoren lassen sich sämtliche Athlon 64-Prozessoren mit Sockel 939 einsetzen, Dank des neuen nForce 4 Ultra dürfen auch PCI-Express-Grafikkarten eingesetzt werden.

Werfen wir einen Blick auf den Lieferumfang des SN25P:

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Folgendes findet man im Karton des XPCs:

Mit dem Lieferumfang des SN25P kann man mehr als zufrieden sein. Shuttle legt zwar Standard-Flachbandkabel bei, diese sind aber von Shuttle gerundet worden und lassen dem Benutzer nun in dem engen Gehäuse etwas mehr Platz. Sämtliche anderen Kabel findet man schon im Gehäuse, hier macht sich Shuttle die Mühe und verkabelt den PC schon vor, sodass man nach dem Einbau der Komponenten an richtiger Stelle auch gleich die richtigen Anschlusskabel vorfindet. 

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Schaut man auf die Anschlüsse auf der Rückseite, so sieht man, dass insgesamt vier USB-2.0-Ports und sämtliche digitalen und analogen Anschlüsse für den Sound nutzbar sind sowie der RJ45-Stecker für das Gigabit-LAN. Auf die zahlreichen Sound Anschlussmöglichkeiten gehen wir später noch genauer ein. Einer der beiden möglichen FireWire-Anschlüsse ist direkt auf der Blende verbaut, der zweite wird nach vorne geführt. Weitere zwei USB-2.0-Ports sind neben zwei weiteren Sound-Anschlüssen an die Front gelegt worden.


Das SN95G5-Gehäuse bestand zum Großteil noch aus Aluminium, so auch die Front. Beim SN25P setzt Shuttle aber auf eine Plastikabdeckung, die dem edlen Gesamteindruck aber keinen Abbruch tut. Die Front zeigt sich sehr klar strukturiert, oben ist der Kartenleser zu erkennen, darunter folgen zwei Einschübe für 5,25-Zoll-Laufwerke. Das Plastik wirkt zwar edel, ist aber natürlich anfälliger gegen Beschädigungen.

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Der größte Negativpunkt der aktuellen Mini-PCs ist die wenig effektive und meist laute Kühlung und auch der Shuttle SN25P zeigt sich aufgrund der gleich im Dreierpack auftretenden Lüfter auf der Rückseite nicht gerade als Leisetreter. Im Vergleich zu den ersten Modellen mit diesem neuen Lüfterdesign ist er jedoch schon leiser geworden. Eine effektive Lüftersteuerung im Bios und leisere Lüfter haben hier geholfen. Ebenfalls gut zu sehen sind der Netzteilanschluss mit Ein-Aus-Schalter und auf der linken Seite die beiden PCI-Blenden. Auf die einzelnen Anschlüsse der ATX-Blende sind wir bereits auf der ersten Seite eingegangen.

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Durch einen leichten Druck auf den silber abgehobenen Knopf rechts oben sichtbar schiebt die Laufwerksschublade die obere Abdeckung sanft und leise auf. Der zweite 5,25-Einschub dient als Platz für das Diskettenlaufwerk und öffnet sich durch leichten Druck auf die obere rechte Ecke. Wahlweise kann anstatt eines 5,25-Zoll-Laufwerks auch eine weitere Festplatte eingebaut werden, sodass bis zu 4 Festplatten im SN25P Platz finden könnten.

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Unterhalb der beiden Laufwerkseinschübe befindet sich auf der rechten Seite der Ein-Aus-Schalter und die beiden LEDs für den Festplattenstatus und den Status des Barebones selbst. Wiederum unter einer kleinen Klappe finden sich zwei weitere USB-Anschlüsse sowie FireWire und Sound-Ein- und Aussgang.

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Auf die inneren Details des SN25P gehen wir auf der folgenden Seite ein.


Auf der hinteren rechten Seite findet sich der PCI-Express-x16- und -x1-Steckplatz. Diese sitzen recht dicht zusammen und der PCI-Express-x16-Steckplatz ist recht dicht an die Gehäusewand gewandert, was in unseren Tests aber keinerlei Probleme mit sich brachte. Im Gegenteil lassen sich so nun auch doppelstöckige Grafikkarten mit einem voluminösen Lüfter einsetzen. Im Hintergrund ist der Kühlkörper samt Lüfter des NVIDIA-nForce4-Ultra-Chipsatzes zu sehen.

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Hinter den beiden PCI-Express-Steckplätzen befindet sich neben dem Netzteilanschluss auch die vier Serial-ATA-Anschlüsse. Auch diese sitzen recht dicht zusammen und so kann das Anschließen oder Abklemmen bei mehreren Festplatten zu einem Fingerspiel werden.

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Ein Blick von der anderen Seite zeigt die beiden DIMM-Steckplätze, die eine Bestückung von zwei DDR333- oder DDR400-Speichern mit einer Gesamtkapazität von 2 GB erlauben. Im Vordergrund ist der BIOS-Chip zu sehen sowie der IDE- und Floppyanschluss. Die auf der rechten Seite zu sehenden Plastikteile sind Teilstücke des Shuttle Kühlkörpers bzw. dessen Luftleitteilen, auf die wir später noch genauer eingehen werden.

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Der VIA Envy 24PT "IceEnsamble" sorgt für einen 8-Channel-Soundgenuss auf Desktop-Systemen ohne eine spezielle Erweiterungskarte. Ob hier auch die Qualität überzeugen kann, werden wir später klären, dann folgt auch eine Auflistung der Features dieses - zumindest auf dem Papier - hochwertigen Onboard-Sounds. Direkt links dahinter befindet sich der VIA-VT6307-Chip, der sich für die FireWire-Anschlüsse verantwortlich zeichnet. Hinter dem IDE-Flachbandkabel ist noch der Marvel-PHY-Chip für das integrierte Gigabit-Ethernet zu sehen.

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Im folgenden Bild ist der Kartenleser ohne die Frontabdeckung zu erkennen. Es handelt sich dabei um einen 8-in-1-Kartenleser, der mit den Speichermedien Memory Stick, CompactFlash, Memory Stick PRO, MultiMedia, Secure Digital, Smart Media Karte und IBM Microdrive zurecht kommt.

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Um den Leistungshunger der aktuellen AMD-Athlon-64-Prozessoren und der zahlreichen weiteren Komponenten stillen zu können, verbaut Shuttle ein 100/240-Volt-kompatibles internes 350-Watt-Netzteil mit 8-Pol-ATX2-, 6-Pol-ATX1- und 4-Pol-ATX3-Anschlüssen. 350W sollten für jeden aktuellen Athlon 64-Prozessor mit einer leistungsstarken High-End-Grafikkarte ausreichen, denn Shuttle bestätigt dem Netzteil einen hohen Wirkungsgrad.

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Auf der folgenden Seite wollen wir auf das Kühlsystem des SN25P eingehen.


Wirft man einen Blick von der rechten Seite in die innere Front des Barebones, erkennt man den Lüfterkanal, durch den der Kühlkörper mit frischer Luft versorgt werden soll. Der rechte und linke Gehäusedeckel verfügt über die entsprechenden Öffnungen um die kühle Luft anzusaugen bzw. sie wieder aus dem Gehäuse zu blasen.

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Der hier im Bild befindliche Lüfter saugt die Luft auf der linken Seite an. Hinter den Lüfterschaufeln ist bereits der Kühlkörper zu erkennen.

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Von oben und mit demontiertem Kühlkörper ist sehr schön zu sehen, wie eng es in einem High-End-Barebone zugeht. Rechts ist bereits die Rückseite mit dem Netzteil zu sehen, wohingegen das Kühlsystem bereits bereits fast die Hälfte des Inneren beansprucht.

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Der linke Lüfter kann zur Seite geklappt werden und erlaubt so eine relativ leichte Montage des Kühlkörpers und des Prozessors, der aufgrund der 939 Pins sehr empfindlich ist und mit Bedacht montiert werden sollte.

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Hier im Bild befindet sich der aus Aluminium gefertige Kühlkörper des SN25P, an die die Wärme durch vier Heat-Pipes von der Unterplatte abgegeben wird. Die Demontage des Kühlkörpers gestaltete sich recht einfach. Der Kühlkörper wird durch vier Schrauben direkt auf der Platine verschraubt. Die Montage verlangte dann aber eine gewisse Skrupellosigkeit, denn ohne großen Druck konnte das Schraubengewinde aufgrund der starken Federn das Gegengewinde in der Mainboardplatine nicht erreichen.

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Die untere Platte des Kühlkörpers besteht aus einem massiven Kupferblock, der die durch den Prozessor produzierte Abwärme mitteils vier Heat-Pipes an den oberen Alumiumkühlkörper abgibt.

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Alles in allem konnte uns das Kühlsystem überzeugen. Im Gegensatz zum SN95G5 zeigte sich das Kühlsystem nicht nur besonders effektiv, was die Temperaturen angeht, sondern auch die Lautstärke hielt sich, sicher auch begünstigt durch AMDs Cool&Quiet-Technologie, in Grenzen. Konnte man den SN95G5 noch als "PC-Brüllwürfel" bezeichnen, lies Shuttle den SN25P zu einem echten Leisetreter werden. Dies war nicht auf den ersten Blick zu erwarten, denn die Anzahl der von Shuttle montierten Lüfter lässt sich keineswegs an einer Hand abzählen. Gleich sechs Lüfter in verschiedenen Größen verrichten ihren Dienst im SN25P.


Das BIOS:

Das BIOS (Basic Input-Output System) ist mehr als 20 Jahre alt und damit die älteste Softwaretechnik innerhalb der PCs. Es wird in den ersten Sekunden nach dem Einschalten des PCs aufgerufen, der so genannten Pre-Boot-Phase, also noch bevor das Betriebssystem geladen wird. Allerdings gibt es das BIOS nicht mehr lange, wie Intel mitteilt:

Der Firmware Foundation Code von Intel ist ein Ergebnis des Projektes mit Codenamen „Tiano“ und sorgt dafür, dass der Nachfolger des BIOS auf neuester Softwaretechnologie basieren wird. Er wurde speziell im Hinblick auf neue Ausstattungsmerkmale und Dienste entwickelt, zu denen beispielsweise die verbesserte Verwaltung und Betriebsfähigkeit, sowie Schnittstellen für administrative Aufgaben gehören.

Bald brauchen wir uns also nicht mehr durch die blauen Menues hangeln, um an die Hardwareeinstellungen zu kommen. Bislang bleibt das BIOS aber der Grundstein für eine gute Gesamtperformance, auf die es bei den Mainboards im Allgemeinen ankommt. Auch werden hier alle wichtigen Drähte in Bezug auf Overclocking und Onboard-Features gezogen. Nun werden wir prüfen, wieviel Sorgfalt die Ingenieure bei der Programmierung dieses BIOS an den Tag gelegt haben.

Wie immer widmen wir uns zuerst visuell dem BIOS, das heißt wir schießen einige Screenshots, um den Aufbau und die einzelnen Funktionen des Menüs zu veranschaulichen:






Wie üblich wollen wir die eben vorgestellten Shots aus dem Menu nun noch etwas kommentieren. Shuttle hat auf sein SN25P ein sehr aufgeräumtes und wenig komplexes BIOS gepackt, welches mehr als nur die nötigen Funktionen besitzt. Wir testeten die BIOS Version fn25s01k.bin, die auf den 19.05.2005 datiert.

 

Während wir von den bisherigen nForce4-Mainboards sehr umfangreiche BIOS kennen, hat Shuttle ein sehr kompaktes und einfaches BIOS auf den BIOS-Chip gepackt. Alle nötigen Einstellungen sind vorhanden, leider aber keine darüber hinaus gehenden Funktionen. Schön ist, dass die Lüftersteuerung hier ohne Probleme funktioniert und somit die Belüftung des XPCs optimiert wurde. Da sich sämtliche Onboard-Geräte abschalten lassen, die Temperaturüberwachung und das Hardwaremonitoring auch zu funktionieren scheint, Sleep- und S3-Modus funktionierten und auch die Speichertimings tatsächlich wie eingestellt übernommen wurden, sind wir mit dem Bios sehr zufrieden.

Cool&Quiet:

Beim nForce4 ist Cool&Quiet natürlich auch vorhanden, die Frage ist hier nur, ob das Mainboard es auch ordnungsgemäß unterstützt. Allerdings werden für das Cool&Quiet-Feature nicht nur der Support des Mainboards benötigt, sondern auch einige Tools und Treiber. Den notwendigen Athlon-64-Prozessor-Treiber findet man direkt auf der AMD-Webseite für alle gängigen Betriebssysteme. Ebenfalls auf dieser Seite findet man die notwendige Software, die das Cool&Quiet-Feature kontrollierbar macht.

Ist der Treiber installiert, kann man die Energieeigenschaften einstellen:

Sobald man das Energiespar-Schema auf "Minimalen Energieverbrauch" gestellt hat, schaltet die CPU bei geringer Last von 2.000 auf 1.000 MHz zurück, wie auf dem folgenden Screenshot unschwer zu erkennen ist. Der entsprechende Menüpunkt im BIOS ist ebenfalls gegeben und so bleiben dem Benutzer alle nötigen Optionen offen.

Cool&Quiet funktionierte also bereits perfekt.

Die Stabilität:

Normalerweise testen wir an dieser Stelle die Stabilität der Mainboards. Deswegen werden im System sämtliche Onboard-Komponenten aktiviert und das System mit PCI-Karten voll bestückt. Da der SN25P nur über einen PCI-Express-x1-Steckplatz verfügt und wir keinerlei PCI-Express-x1-Karten zur Verfügung haben, müssen wir an dieser Stelle auf einen ausführlichen Stabilitätstest verzichten.

Im Folgenden die Testergebnisse tabellarisch dargestellt:

Wie bereits erwähnt, gehören die großen Probleme mit den verschiedenen Speichermodulen größtenteils der Vergangenheit an. Auch für den Shuttle SN25P haben wir wieder einen Kompatibilitätscheck durchgeführt. So wird vor allem geprüft, ob der Rechner mit den entsprechenden Modulen und vor allem im DDR400-Modus startet und ob auch speicher- und systembelastende Applikationen problemlos durchgeführt und erfolgreich beendet werden können. Das Ergebnis sieht wie folgt aus:

Grundsätzlich konnte das Mainboard mit fast allen zur Verfügung stehenden Modulen gestartet werden. Da auch die Corsair- und TwinMOS-Module ohne Probleme liefen, ist davon auszugehen, dass auch mit Low-Latency-Speichermodulen keine Probleme auftreten werden. In unserem Fall führten wir deshalb auch die Benchmarks wie bei allen anderen Mainboardtests mit den TwinMOS-Modulen mit schnellsten Settings durch.

Kommen wir im Folgenden also zum Overclocking. Hier werden wir die CPU richtig in die Mangel nehmen können.


Mit dem Sockel 939 und auch den entsprechenden NVIDIA- und VIA-Chipsätzen wurde der AMD Athlon 64 auch für Overclocker mehr als nur interessant. PCI-/AGP-Fix und ein nach unten frei wählbarer Multiplikator steuern ihr Übriges dazu bei. Zwar ist der Speichercontroller immer noch etwas zickig und auch die übrige Architektur eines AMD-Athlon-64-Systems muss entsprechend betrachtet werden, um erfolgreich zu übertakten, doch die Hersteller machen von Mainboardgeneration zu Mainboardgeneration einen Schritt in die richtige Richtung. Wie man den Athlon 64 richtig übertaktet, zeigen wir in unserer Athlon 64 Overclocking-Guide.

Was wir aus unserem AMD Athlon 64 3500+ herausholen können, werden wir im Folgenden probieren. Zuvor jedoch wie immer einige Screenshots des OC-Menüs innerhalb des BIOS.



Wie bereits erwähnt, sind die Overclocking-Optionen in manchen Bereichen durchaus umfangreich, in anderen wiederum allerdings eher weniger:

Die Prozessorkernspannung ist ebenso verstellbar wie die Spannung des RAM-Module und die des Chipsatzes. Positiv anzumerken ist, dass die CPU-Spannung auf bis zu 0,80 Volt abgesenkt werden kann. Etwas mehr Spielraum würde sich sicherlich einige User in Sachen Speicherspannung wünschen. Beim XPC kommt allerdings immer auch ein Kühlungsproblem mit hinzu, deshalb sind die gebotenen Einstellungen sicherlich vollkommen in Ordnung.

Beginnen wir aber zuerst mit einem Screenshot aus CPU-Z, welches uns den Prozessor und seine technischen Spezifikationen aufzeigt. Hier befindet sich der Prozessor noch im Werkszustand und ist nicht übertaktet beziehungsweise über seine normalen Spezifikationen hinaus betrieben worden.

Mit 201 MHz taktet der SN25P 1 MHz höher, als es das sollte und verschafft sich so einen minimalen Vorteil in den Benchmarks, auch wenn dieser nur marginal ist, ist er dennoch vorhanden. Trotzdem langt man hier prozentual weitaus geringer zu als bei den Pentium-4-Mainboards, was wir sehr begrüßen.

Da die nötigen Voraussetzungen gegeben sind, nun zum eigentlichen Übertakten der CPU. Schritt für Schritt heben wir den Referenztakt an, steigern die Spannung des Prozessorkerns, Chipsatzes sowie des RAMs und erreichen nach einiger Zeit folgendes Ergebnis:

Magere 25 MHz mehr im Referenztakt waren möglich. Wobei wir auch hier schon Schwierigkeiten mit der Stabilität des Systems bekommen haben und die CPU-Spannung deutlich anheben mussten. Natürlich steigt beim Overclocking nicht nur der CPU-Takt, sonder auch die RAM-Performance. Das Ergebnis haben wir in SiSoft Sandra festgehalten:

Als Nächstes ist der Onboard-Sound an der Reihe:


Wie immer wollen wir auf der folgenden Seite näher auf den Onboard-Sound eingehen.

Auf dem Mainboard des SN25P findet sich ein VIA-Envy24PT-Soundchip. Es ist immer noch unumstößlich, dass man mit dem Onboard-Sound nicht die Qualität eines Creative Audigy oder gar Audigy 2 erreicht, aber in den letzten Jahren ist die Onboard-Lösung zu einer konkurrenzfähigen Alternative geworden und ist so ziemlich auf jeder gängigen Platine zu finden. Sicherlich werden HiFi-Perfektionisten diesen Sound als minderwertig abstempeln, aber für den Alltagsgebrauch und den gelegentlichen DVD-Genuss ist diese Lösung unserer Meinung nach durchaus passabel.

Wie in der Layoutbetrachtung schon angesprochen, ist das SN25P mit dem Envy 24PT aus dem Hause VIA ausgestattet. Der Envy 24PT ist einer der ersten 8-Channel-Soundchips für Desktop-Platinen. Eine komplette Übersicht über alle Features dieses neuen Sound-Codecs findet man direkt auf der Webseite des Herstellers.

Wie immer teilen wir unseren Test auf in zwei Bereiche - Performance und Qualität.

Performance-Vergleich:

Um den Test erfolgreich durchführen zu können und im Folgenden auch die Werte vergleichen zu können, benötigt man natürlich einige Konstanten. Wir verwenden hier den beliebten Gaming-Benchmark Doom 3. Die Timedemo starten wir mit der Eingabe von "timedemo demo001" in die Konsole des Spiels, welche man mit der Strg +Alt + "^"-Taste aufruft. Dann lassen wir den Benchmark einmal im Fast- und einmal mit 640 x 480 bzw. mit 1.024 x 768 Pixeln durchlaufen und vergleichen die FPS-Werte, da diese variieren, wenn man mit eingeschaltetem Onboard-Sound oder ohne arbeitet. Hier liegt auch die Begründung versteckt, warum es so wichtig ist, dass man die ungenutzten Onboard-Geräte im BIOS abschalten kann, denn beispielsweise der Onboard-Sound beansprucht die CPU doch in einem recht großen Maße. 

Wie immer sinkt die Performance bei aktiviertem Sound, allerdings nicht in einem Maße, wie wir das von früheren Mainboardtests her kennen. Bei Doom 3 ist natürlich die Grafikkarte der limitierende Faktor, deshalb sieht man hier prozentual einen geringeren Abfall als bei einem Low-End-Game. Deutlich ist aber zu sehen, dass der Sound einen Einfluss besitzt. Hier ist er aber so gering, dass es sich nicht lohnen würde, aus Performancegründen eine Soundkarte zu erwerben.

Qualitäts-Vergleich:

Hierfür verwenden wir das Tool Rightmark Audio-Analyzer. Für die Testmessungen benötigt man unter Right Mark ein sogenanntes "Loop Through-Kabel", also ein Audiokabel, welches an beiden Ende eine 3,5"-Klinke besitzt. Dieses Kabel ist natürlich im HiFi-Fachmarkt genauso erhältlich wie bei MediaMarkt oder Saturn. Mit in die Wertung ein geht leider indirekt die Qualität des Line-In-Eingangs, der teilweise von den Herstellern vernachlässigt wird und dadurch das Gesamtergebnis nach unten zieht.

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Dementsprechend sah das Testergebnis des Right Mark Analyzers wie folgt aus:

Das verwendete Testtool gibt des Weiteren ein detailliertes Ergebnis aus, welches wir in einer separaten HTML Datei auf unserem Server zur Schau stellen.

Bisher konnte wir in unseren Soundtests sehr durchschnittliche Soundwerte betrachten. Der VIA Envy24PT scheint auf dem Shuttle SN25P die bessere Wahl gegenüber dem VIA ALC850 gewesen zu sein. Das Einsetzen einer Soundkarte ist also nicht unbedingt notwendig, da der Onboard-Sound hier für die meisten Anwendungen ausreichen wird. Nur wer entsprechend hochwertiges Sound-Equipment sein Eigen nennt oder als Spieler besondere Surround-Standards nutzen möchte, sollte auf eine hochwertige Soundlösung upgraden.

Nach der Bewertung der Onboard-Sound-Performance wollen wir nun unser Testsystem vorstellen, bevor wir zur eigentlichen Leistungsbewertung des Shuttle SN25P5 kommen.


Da mit den 64-Bit-CPUs von AMD eine neue Ära eingeläutet wurde, mussten natürlich auch wir uns mit neuen Teststationen ausstatten. So hat sich in unserer Redaktion einiges verändert, das Athlon-64-3200+-Testsystem ist immer noch aktiv, da immer wieder Sockel-754-Mainboards erscheinen, musste aber im Grunde dem Athlon 64 3500+ auf Sockel-939-Basis vorerst Platz machen. Hinzu kommt nun bei der Grafikkarte ein Wechsel auf eine X600XT von MSI für PCI-Express. Damit sind die bisherigen Sockel-939-Tests natürlich nicht mehr mit den PCI-Express-Tests vergleichbar.

Im Folgenden nun die von uns verwandten Komponenten stichpunktartig im Überblick:

Hardware:

Prozessor:
AMD Athlon 64 3500+ (Winchester)
Takt: 2,2 GHz

Speicher:
2 x 512 MB TwinMOS Twister PC3200 Single Sided
Dual-Channel Modus
Timings: 2-3-3-8 

Sonstige Hardware:
MSI Radeon RX600XT
Western Digital WD400BB-00CAA0 40GB
Toshiba DVD-ROM

Betriebssystem:
Windows XP SP2

Treiber:
NVIDIA Unified Driver 6.31
ATI Catalyst Version 4.11
DirectX 9.0c

Benchmarks:

  • Futuremark PCMark04
  • SiSoftSandra 2005
  • ScienceMark 2
  • Sysmark 2002
  • Cinebench 2003
  • Kribi Benchmark
  • Spec Viewperf 8.01
  • WinRAR 3.4
  • WinAce 2.5
  • TMPGEnc 3.0 - DivX 5.2.1
  • Lame 3.94
  • Windows Media Encoder 9
  • Futuremark 3DMark2001SE
  • Futuremark 3DMark03 350
  • Futuremark 3DMark05 110
  • Quake3
  • Doom3 1.1
  • Unreal Tournament 2004 3334
  • Commanche 4
  • Halo 1.05
  • Far Cry 1.3
  • Counter Strike: Source
  • Gunmetal

Es ist zu erkennen, dass wir uns dazu entschlossen haben mit den ersten PCI-Express-Chipsätzen für den AMD Athlon 64 auch die Benchmarks etwas umzustellen bzw. zu aktualisieren.


PCMark 2004 - CPU (Futuremark)

PCMark 2004 ist eine der neueren Kreationen aus dem Hause Madonion und prüft die Leistung von CPU und Speicher. Heruntergeladen werden kann dieser Benchmark in unserer Download-Area oder bei Futuremark. Enthalten sind zwei Tests - ein reiner CPU-Benchmark und ein sogenannter Memory-Test, der die Bandbreite des Systems messen soll. Als dritten Benchmark findet man einen Harddisk-Benchmark, der jedoch eine sehr hohe Messungenauigkeit besitzt und deshalb für Festplattentests nicht zu empfehlen ist. Der CPU-Test gibt hauptsächlich die Taktung wieder. Beim Memory-Test merkt man deutlich, wenn ein Prozessor einen größeren Cache besitzt.

Immer dichter rücken die Mainboards im PCMark-2004-CPU-Benchmark, das Shuttle SN25P setzt sich an die Spitze.

PCMark 2004 - Memory

Auch im Memory-Benchmark liegen die Mainboards sehr dicht zusammen, was den dritten Platz des SN25P relativiert.

SiSoft Sandra 2005 Int ALU/RAM Bandwidth (Sisoftware)

Sisoft Sandra ist ein synthetischer Benchmark und aufgrund seiner leichten Anwendung und dem kompakten Download-Umfang ein recht beliebtes Tool zum Vergleich des PCs. Für Mainboard-Reviews wird dieser Benchmark oft verwendet, doch zeigt er dabei nur die genaue CPU-Frequenz in der Leistungsbeurteilung wieder - dort ist er also nur ein abschreckendes Beispiel. Recht sinnig ist er jedoch hier einsetzbar, auch wenn die Performance-Bewertung nichts mit der realen Performance eines CPUs zu tun hat, sondern eher einen Trend aufzeigt, denn die Berechnungen, die Sisoft Sandra anstellt, sind wirklich rudimentär. Wir zeigen hier deshalb auch nur die Memory-Streaming-Werte.

Sowohl die beiden Gigabyte-Mainboards als auch die DFI-nForce4-Serie liegen vor dem Shuttle SN25P in SiSoft Sandra 2005.

Sisoft Sandra 2005 Float FPU/RAM Bandwidth

Gleiches Bild auch hier: Gigabyte-Serie vor DFI und dann bereits der SN25P.


Sysmark 2002 Internet Content Creation (Bapco)

Ein typischer Office-Benchmark ist der Sysmark 2002, ein professioneller Benchmark zur Messung der Application Performance. Er ist sogar dank der Verwendung von einigen Programmen, die SMP unterstützen, multiprozessorfähig, deshalb könnten wir ihn auch in derartigen Reviews zur Darstellung von Hyperthreading sehr gut verwenden. Über Macros werden bei diesem Benchmark bestimmte typische Befehle in Programmen ausgeführt und die Arbeitsgeschwindigkeit des Systems gemessen. Nicht nur die CPU-Performance spielt dabei natürlich auch eine Rolle, auch das Memory-Subsystem ist nicht unbeteiligt. Sonstige Komponenten, die ebenso ins Gewicht fallen würden, haben wir konstant gelassen: Die Festplattenperformance ist ebenso maßgebend, diese ist jedoch in beiden Systemen aufgrund der Serial-ATA-Festplatte gleich.

Betrachten wir zuerst den Sysmark 2002 Internet Content Creation Test. Dieser beinhaltet die folgenden Applikationen :

.

Bekannt sich die geringen Abstände im Sysmark bereits aus früheren Reviews und so liegt der SN25P zusammen mit den beiden Gigabyte-Mainboards und dem DFI-Modell auf einem gemeinsamen ersten Platz.  

Sysmark 2002 Office Productivity (Bapco)

Als Nächstes haben wir den Office Productivity Test von Sysmark 2002. Auch hier sind einige bekannte Programme enthalten, die vor allen Dingen im Office-Bereich oft verwendet werden:

Bei diesem Test erhalten wir folgendes Ergebnis:

Ein bereits aus SiSoft Sandra 2005 bekanntes Bild zeigt sich auch im Sysmark 2002 Office-Productivity-Benchmark. Zweimal Gigabyte vor zweimal DFI und dann das Shuttle SN25P.


Cinebench 2003 - Rendering 1 CPU (Maxon)

Cinebench ist ein Benchmark, der zur Performancemessung von Systemen für die Software Cinema 4D von Maxon entwickelt worden ist. 3D-Modelling ist natürlich auf leistungsfähige CPUs angewiesen und so ist Cinema 4D auch SMP-fähig. Wir haben den Cinebench bislang auch für unsere Mainboard-Tests und für Dual-CPU-Tests verwendet, da er in diesem Bereich sehr gut ist und wir noch keinen vergleichbaren Benchmark im Portfolio hatten. Cinebench 2003 basiert auf CINEMA 4D R8 von Maxon, diese Version kann mit bis zu 16 Prozessoren umgehen. Einige typische Arbeitsvorgänge von Cinema 4D werden simuliert und über den Benchmark abgespult, dieser berechnet dann die Frames pro Sekunde.

Wieder einmal ein bekanntes Bild, das nicht näher beschrieben werden muss. Alles Systeme liegen hier sehr nahe beieinander.

Cinebench 2003 C4D Shading

Auf den ersten Blick auch hier ein ähnliches Bild, doch das ASUS A8N-SLI schiebt sich noch vor das Shuttle SN25P.

Cinebench 2003 OpenGL SW-L

Noch etwas weiter nach unten geht es für das Shuttle SN25P im OpenGL SW-L Benchmark.

Cinebench 2003 OpenGL HW-L

Im OpenGL HW-L Benchmark setzt sich dann sogar das VIA K8T890 vor den Shuttle SN25P.

Kribi Benchmark (Adept Development)

KibriBench ist ein 3D-Renderer - und deutlich CPU-belastend. Wir verwenden die Map "City", die ziemlich leistungsfressend ist. Kribi ist SMP-fähig und somit kommt auch Hyperthreading hier zum Einsatz. Auch diesen Benchmark haben wir neu für unsere CPU-Tests entdeckt, auch er nutzt neue Technologien wie Hyperthreading aus.

Auch hier wieder sehr knappe Abstände und ein guter sechster Platz für den SN25P.


Spec Viewperf 8.01 - 3dsmax-03 (Spec.org)

SpecViewPerf ist ein Benchmark der SPEC.org, er ist kostenlos und kann ebenfalls heruntergeladen werden, allerdings ist die neue 8.0er Version mit mehreren hundert MB doch ein ganz schöner Brocken. Was macht der Benchmark?

quote:
The first benchmark released by the SPECopc group was SPECviewperf®, which measures the 3D rendering performance of systems running under OpenGL.
Unsere Grafikkarte ist nun aktuell und schnell, aus diesem Grund präsentieren wir jetzt wieder alle acht Teilbereiche.

Spec Viewperf 8.01 - catia-01

Spec Viewperf 8.01 - ensight-01

Spec Viewperf 8.01 - light-07

Spec Viewperf 8.01 - maya-01

Spec Viewperf 8.01 - proe-03

Spec Viewperf 8.01 - sw-01

Spec Viewperf 8.01 - ugs-04

Insgesamt schwankt die Leistung des Shuttle XPCs auch hier zwischen den Top-Modellen hin und her, auch in diesem Benchmark sind die Unterschiede zwischen den nForce 4-Mainboards marginal.


WinRAR 3.41 (RARLab)

WinACE und WinRAR sind neben WinZIP die am weitesten verbreiteten Datei-Komprimierungsprogramme. WinZIP haben wir indirekt bereits mit Sysmark 2002 mitgetestet, hier wollen wir genauer auf die beiden Programme eingehen. Während WinRAR nach unseren Erfahrungen auf Pentium-4-Systemen - eventuell aufgrund von SSE2-Optimierungen - schneller ist, nutzt WinACE wohl keine derartigen Optimierungen, hier liegen Athlon XP und Pentium 4 immer näher zusammen. Wie sieht es hier aus?

Auch hier finden sich die altbekannten Favoriten an den bekannten Plätzen. Der Shuttle SN25P liegt auf dem fünften Platz.

WinAce 2.5

Gleiches Bild wie im WinRAR-Benchmark auch mit WinAce.

TMPGEnc 3.0 - DivX 5.2.1 (TMPGEnc)

TMPGEnc ist der nächste Benchmark in unserem Test. TMPGEnc ist ein sehr guter Video-Encoder, der ebenfalls SMP-fähig ist und somit von Hyperthreading Gebrauch macht. Da TMPGEnc zunehmend verwendet wird, eignet er sich als guter Benchmark im Vergleich zu anderen ähnlichen Programmen, wie beispielsweise Flask Mpeg. Wir verwenden ihn mit einem 162 MB großen MPEG-File und DivX 5.2.1.

Wieder einmal können sich die beiden Gigabyte- und DFI-Mainboards durchsetzen und bearbeiten vor dem SN25P die meisten Bilder pro Sekunde.

Lame 3.94 (Lame)

LAME ist ein weiteres Kompressionstool. Es handelt sich um einen freien MP3-Codec, den wir zusammen mit CDex zum Komprimieren einer CD verwenden. Wir komprimieren hier den Inhalt einer kompletten CD mit elf Songs zu MP3-Dateien mit einer Bitrate von 128 MBit. Wir verwenden für diese Benchmarks die Lame-Version 3.94.

Wer öfters einmal Audio-Dateien in das MP3-Format konvertieren möchte, der hat die Qual der Wahl, denn die Abstände sind sehr gering. Der Shuttle SN25P liegt auf einem guten vierten Platz.

Windows Media Encoder 9 (Microsoft)

Microsoft bietet mit dem Windows Media Encoder ein Tool an, um ebenfalls Audio- und Videodateien zu bearbeiten. Mit dem Windows Media Encoder lassen sich beispielsweise Videos in HD-Qualität (1080i/1080p) erstellen, zudem ist es einfach zu bedienen und in Windows bereits integriert bzw. kostenlos herunterzuladen. Wir konvertieren ein Video in das WMA-Format:

Auch der Windows Media Encoder 9 verändert sich das Bild auf den ersten fünf Plätzen nicht.


Futuremark 3DMark2001SE (Futuremark)

3DMark 2001 ist sicherlich einer der beliebtesten Benchmarks - nicht nur bietet das Gamers Headquarter von Futuremark auch eine tolle Vergleichsbasis, sondern es lassen sich mit diesem, eigentlich als Grafikkarten-Benchmark konzipierten Programm auch recht gut Performance-Vergleiche anstellen. Je nach Auflösung erreicht man dabei eher eine Grafikkarten-Auslastung oder eine CPU-Auslastung - aus diesem Grund haben wir den Benchmark auch mit 1.024 x 768 Pixeln durchgeführt, das reicht bei unserer X600XT, um zu zeigen, wo ein stärkerer Prozessor mehr Leistung bringen kann. In einem Mainboardvergleich finden wir hier auch minimale Unterschiede zwischen den einzelnen Mainboards und Chipsätzen.

Mal wieder ein Platz eins für den Shuttle SN25P und das gerade im beliebten 3DMark 2001.

Futuremark 3DMark03 (Futuremark)

3DMark 2003 kennt auch jeder - nur ist das Programm leicht in den Verruf geraten, weil die Grafikkartenhersteller hier gerne etwas optimiert haben. Für unsere CPU- und Mainboard-Tests ist das allerdings nicht erheblich, da wir immer bei demselben Treiber und derselben Grafikkarte bleiben. Aus diesem Grund können wir 3DMark 2003 für den Vergleich recht gut einsetzen, auch wenn die Unterschiede recht gering sind - die Grafikkarte trägt hier die Hauptlast.

Doch bereits im 3DMark03 findet sich der SN25P wieder im gewohnten Mittelfeld.

Futuremark 3DMark03 CPU

Wie aus den bisherigen CPU-Benchmarks bereits bekannt, setzt sich der Shuttle SN25P auf den fünften Platz.

Futuremark 3DMark 2005 (Futuremark)

3DMark 2005 startet die Punktejagd von neuem - der Benchmark ist ein reinrassiger DirectX9-Benchmark und unterstützt auch Features wie ShaderModel 3.0. Allerdings ist der Benchmark nur in der käuflichen Version zum ausgiebigen Testen der Grafikkarte richtig geeignet. Wie immer muss man auch aufgrund der medienwirksamen Punktezahl auf Optimierungen der Hersteller gespannt sein. In unseren Mainboard-Tests sind die Unterschiede natürlich wieder sehr gering.

Wieder erstarkt präsentiert sich der SN25P und setzt sich somit auf den ersten Platz.

Futuremark 3DMark 2005 CPU

Mit dem aus dem 3D-Benchmark gewonnen Schwung war dann auch ein zweiter Platz im CPU-Benchmark drin.


Quake 3 Arena 640 x 480 (IDSoftware)

Als Nächstes werfen wir einen Blick auf Quake 3 Arena. Quake 3 Arena ist schon ein Klassiker im Bereich der Benchmarks, deshalb setzen wir ihn auch weiterhin ein, haben ihn für unsere CPU- und Mainboardtests immer noch mit im Portfolio. Die Demo 001 wird in der Konsole mit dem Befehl timedemo 1 und demo demo001 aktiviert, den Benchmark haben wir bei 640 x 480 und mit 1.024 x 768 mit 16 Bit laufen lassen, um die CPU am meisten zu fordern. Hier sehen wir die Ergebnisse:

Quake 3 Arena 1.024 x 768

In beiden Auflösungen kann sich der Shuttle SN25P im Mittelfeld behaupten und muss sich hinter den ATX-Brüdern nicht verstecken.

Doom 3 1.1 640 x 480 (ID Software)

Doom 3 - sicherlich eines der Spiele des Jahres 2004. Der atmosphärische Ego-Shooter hat Schocker-Stimmung, gutes Gameplay und geniale Grafik zugleich und darf natürlich auch nicht in einem Grafikkarten-Test fehlen. Wir verwenden für den Benchmark die klassische Doom3-Demo demo001 mit verschiedenen Einstellungen. Wichtig dabei ist, dass der Benchmark mehrmals durchlaufen soll, da der Benchmark zunächst die Daten von der Festplatte cachen muss, um zuverlässige Ergebnisse zu bekommen.

Doom 3 1.1 1.024 x 768

Etwas verdrängt wurde der Shuttle SN25P aus der Spitzengruppe im Doom3-Benchmark und findet sich so nur noch auf dem siebten Platz.  


Unreal Tournament 2003 640 x 480 Flyby (Epic)

Unreal Tournament 2003 ist als Demo verfügbar, in die eine Benchmark-Funktion eingebaut ist. Ein Skript testet bei verschiedenen Auflösungen, es gibt eine Flyby-Demo und ein Botmatch, die die Leistungsfähigkeit des Systems für die Vollversion zeigen soll. Hier die Ergebnisse bei 640 x 480 mit 16 Bit, denn auch hier wollen wir natürlich die Belastung auf die CPU verlagern:

Unreal Tournament 2003 640 x 480 Botmatch

Sowohl im Flyby als auch im Botmatch findet sich die bekannte Gruppe bestehend aus der Gigabyte- und der DFI-nForce4-Serie vor dem Shuttle SN25P.

Unreal Tournament 2003 1.024 x 768 Flyby

Unreal Tournament 2003 1.024 x 768 Botmatch

Nicht anders erwartet werden konnte das Bild in der etwas höheren Auflösung.

Comanche 4 640 x 480 (Novalogic)

Comanche 4 ist für Auflösungen von 1.024 x 786 durchaus noch als CPU-Benchmark zu gebrauchen, bei höheren Auflösungen limitiert jedoch die Grafikkarte. Der Benchmark nutzt viele Pixel- und Vertexshader, allerdings wird neben einer hervorragenden Grafikkarte auch ein starker CPU benötigt. Das Spiel basiert auf DirectX 8 und ist in der Demo zum Downloaden erhältlich. Die Demo besitzt einen integrierten Benchmark, hier kann man also vor dem Kauf auch feststellen, ob das Spiel auf dem gewünschten PC ruckelfrei läuft. Wir verwenden ihn zur Leistungsmessung.

Comanche 4 1.024 x 768

In der etwas niedrigeren Auflösung zeigt sich das ASUS A8N-SLI als Spielverderber und sprengt den bekannten Fünferblock, sodass sich der Shuttle SN25P dort auf dem sechsten Platz wiederfindet.


Halo 1.05 800 x 600 (Bungie)

Das Spiel Halo kennt man sicherlich von der XBox - war es doch der Kassenschlage zum Launch der Konsole. Die PC-Version eignet sich sehr gut zum Benchen der CPU und der Mainboards, da sie nicht sehr grafikkartenlastig ist und somit je nach Takt und Speicherdurchsatz sehr gut skaliert. Wir testen zwei Auflösungen - 640 x 480 und 1.024 x 768.

Halo 1.05 1.024 x 768

Wie nicht anders zu erwarten war, liegt der SN25P auch hier auf dem fünften Platz.

Far Cry 1.3 640 x 480 (Crytek)

FarCry ist wohl eines der Spiele des Jahres 2004 und ein Grund, sich mal wieder einen neuen PC zu leisten. Das Spiel ist sowohl stark Grafikkarten-lastig bei höheren Auflösungen und hohen Details, aber es existiert auch eine sehr hohe CPU-Belastung, gerade bei niedrigeren Auflösungen ohne viele Details. Wir verwenden deshalb den Benchmark mit Standard-Settings und unterschiedlichen Auflösungen.

Far Cry 1.3 1.024 x 768

Die beiden DFI-Mainboards schließen das Gigabyte-Paket ein. Der Shuttle SN25P liegt auf dem bekannten fünften Platz.


Counterstrike: Source 640 x 480 (Valve)

Counterstrike: Source besitzt einen leistungsfähigen Benchmark - er nutzt optische Effekte, die man in Half Life 2 findet und demnach ist er ein recht leistungsfähiger Indiz dafür, wo es Grafikkartentechnisch bei Half Life 2 eng werden könnte. Wir verwenden ihn hier in niedriger Auflösung, um auch eine Aussage für die Leistungsfähigkeit der Mainboards geben zu können.

Counterstrike: Source 1.024 x 768

Im Counterstrike: Source-Benchmark "schwächelt" der Shuttle SN25P dann wieder etwas und findet sich auf dem sechsten Platz wieder.

Gunmetal Benchmark 640 x 480 (Yeti Studios)

Gunmetal von Yeti-Studios ist ein futuristisches Action-Game, bei dem man die Kontrolle über einen Havoc Suit, einen Kriegsprototypen übernimmt. Mit dem Havoc Suit müssen gegnerische Basen eingenommen werden, er kann in ein Jet verwandet werden etc. Gun Metal ist ein Grafikkarten-hungriges Spiel, bei niedrigen Auflösungen eignet es sich aber auch zum Testen von Prozessoren. Eine Demoversion steht unter dem oben genannten Link zur Verfügung, mit der wir hier auch testen.

Gunmetal Benchmark 1.024 x 768

Etwas nach oben gespült wird der SN25P im Gunmetal-Benchmark.


War der SN95G5 bereits in der Performance ein ausgezeichneter Sockel-939-Barebone, so bringt der SN25P die bereits ausgereift wirkenden NVIDIA-nForce4-Features in die Barebone-Baugröße. Wer auf der Suche nach einem AMD-Athlon-64-Barebone ist, dessen Suche ist mit dem SN25P beendet. Egal welcher Sockel-939-Prozessor eingesetzt werden soll, der Shuttle SN25P bringt die nötige Basis mit und dürfte auch für die kommenden Dual-Core gerüstet sein. Das Bios besitzt diese Funktionalität schon heute.

Der Shuttle SN25P bietet dem Anwender High-Speed ohne Ende - man denke nur an USB 2.0, einen 8-Kanal Digitalsound, FireWire, außerdem natürlich auch 10/100/1000-MBit-LAN. Mit einer High-End-CPU und dem Dual-Channel-Interface, über welches der Arbeitsspeicher angebunden wurde, erhält man ein leistungsfähiges System.

Eine Onboard-Grafik steht beim SN25P nicht zur Verfügung, wer ihn nur für den Office-Einsatz nutzen möchte, kann natürlich auch eine einfache PCI-Express-Grafikkarte aus unserem Low-End-Roundup einsetzen. Aber natürlich steht es dem Besitzer frei, eine leistungsfähige Grafikkarte in den PCI-Express-x16-Slot zu packen, um beste Gaming-Performance zu erreichen. Hier kommen auch die Zwei-Slot-Lösungen in Frage, auch wenn dann der PCI-Express-x1-Slot wegfällt und es im Inneren noch enger zugehen sollte. Da Shuttle auf ein 350-Watt-Netzteil vertraut, sollte auch der Einsatz einer GeForce 6800 Ultra möglich sein.

Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Wer das Surren und hellen Heulen des SN95G5 noch in den Ohren hat, wird von der Geräuschkulisse des SN25P begeistert sein, denn die Kühlung ist nicht nur äußerst effektiv, sondern dazu auch noch sehr leise, was auf den ersten Blick auf die sechs vormontierten Lüfter nicht zu vermuten war. Hier hat Shuttle durch eine optimierte Lüftersteuerung im Bios und neue Lüfter deutlich dazu beigetragen, dass der SN25P auch im Wohnzimmer gut eingesetzt werden kann.

Positive Punkte des Shuttle SN25P:

Negative Punkte des Shuttle SN25P:

Wer auf der Suche nach einem High-End-AMD-Athlon-64-Barebone ist, dessen Suche ist hiermit beendet, denn der SN25P bringt alle nötigen Features und Funktionen mit sich und begründet diese auf einer gewohnt soliden Plattform. Nicht nur was das Design angeht, hat Shuttle mit den Jahren dazugelernt und verbessert dieses von Produktgeneration zu Produktgeneration, sondern auch auf technische Kritikpunkte der Vorangegangenen geht man ein und präsentiert dann ein wiederum abgerundetes Modell. Schaut man sich den Preis von 360 Euro an, ist man versucht zu glauben hier viel Geld für wenig PC auszugeben. Doch wo bekommt man schon ein Aluminiumgehäuse samt Mainboard und Netzteil für 360 Euro?

Weitere Links:

Weitere Grafikkarten-Reviews finden Sie in unserer Testdatenbank unter Barebones (aktuell über 250 Barebones vorhanden).

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