ASUS S-presso Deluxe Barebone

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Barebones als Ersatz klassischer Desktop-PCs erfreuen sich nach wie vor großer Beliebtheit. Klassen-Primus Shuttle bietet mittlerweile Modelle für nahezu alle Prozessoren mit fast allen aktuellen Chipsätzen an und Iwill hat mit dem ZMAXdp zuletzt gar ein Dual Opteron Barebone mit nForce 3-Chipsatz auf den Markt gebracht. Sieht man von der eingeschränkten Erweiterbarkeit ab, bieten sich viele Möglichkeiten, den eigenen PC auf Barebone-Basis aufzubauen. Dafür belohnt ein Barebone die Anschaffung mit einer grossen Platzersparnis und in der Regel mit einem Design, dass man nicht nur gerne auf dem Schreibtisch sieht. Asus ist auch auf diesen Zug aufgesprungen und hat mit dem Pundit, dem DigiMatrix, der T2-Reihe und dem Terminator P4-533A einige Modelle im Angebot. Mit dem Asus S-presso Deluxe haben wir uns das Home Theater-Modell angesehen, dass mit analoger TV-Karte und einem Front-Panel-Display ausgestattet ist.

Das S-presso Barebone bietet Asus in zwei Varianten an. Von der getesteten Deluxe-Version unterscheidet sich das Standard-Modell durch die fehlende TV-Karte und dem fehlenden Front-Panel-Display. Beide Modelle gibt es hingegen in schwarzem oder blauem Metallic-Look. Grundlage ist das Asus P4P8T-Mainboard mit dem nicht mehr ganz aktuellen aber dennoch bewährtem Intel i865G-Chipsatz. Das Software-Herzstück ist InterVideos Home Theater. Asus hat damit einen reinrassigen Multimedia-Barebone-PC im Programm, der mit rund 265,00€ im Vergleich zur Konkurrenz als durchaus preiswert zu bezeichnen ist.



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Das Asus S-presso Deluxe glänzt mit einer sehr schön anzusehenden schwarzen Kunststofffront. Die spiegelnde Front beherbergt drei Klappen, hinter denen sich ein optisches Laufwerk und die Frontanschlüsse verstecken. In der Mitte befindet sich ein Display mit berührungssensitiven Tasten für übliche Abspielfunktionen. Auffällig ist hingegen, dass zwei Power-Schalter vorhanden sind. Der mittlere Schalter ist für den normalen PC-Betrieb. Der obere Power-Schalter ist für den Instant-On Betrieb, auf den wir aber noch näher eingehen werden.



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Die linke Frontklappe verbirgt einen CardReader für SD, MMC, CF-Cards sowie Memory/Memory Pro Sticks. Hinter der unteren Frontklappe befinden sich ein LineIn- und Mikrofon-Eingang. Rechts davon zwei USB-2.0-Anschlüsse sowie ein miniDV- und ein normaler DV Firewire-Anschluss. Mit dieser Vielfalt sollte man also beim Asus S-presso Deluxe nicht in Verlegenheit kommen. Die Firewire-Anschlüsse sind auf dem Bild noch durch die nicht gänzlich ausgestanzte Klebefolie verdeckt, die sich aber sehr leicht entfernen liess.



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Die Rückseite zeigt die üblichen Anschlüsse wie PS/2-, Parallel-Port, LineIn, LineOut, Mikrofon, aber auch vier USB-2.0, ein Netzwerk-Anschluss und den D-SUB-Anschluss der OnBoard-Grafik. Neben den beiden Slotblenden sieht man den S/PDIF-Ausgang. Die schon erwähnte TV-Karte ist bereits eingebaut. Unter dem lüfterlosen Netzteil befinden sich zwei 60 mm-Lüfter. Eine Rändelschraube befestigt den Gehäusedeckel.



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Bevor wir aber einen Blick in das Innere werfen und den Einbau der Komponenten zeigen, schauen wir wir uns noch das Zubehör des S-presso Deluxe an:


Die separate Zubehörbox enthält alle notwendigen Kabel und Anleitungen. ASUS fügt dem S-presso Deluxe jeweils eine Anleitung für die Hard- und Software in verschiedenen Sprachen bei.



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Drei Software-CDs enthalten die notwendigen Treiber, die Home Theater Software und eine InstantOn-CD. Wird das Barebone im InstantOn-Modus gestartet, wird lediglich ein Linux-Betriebssystem mit ca. 200 MB gebootet. Die Installation erfolgt auf einer eigenen Partition, die beim Booten von der InstantOn-CD automatisch angelegt wird. Anschließend wird das Betriebssystem installiert. Danach steht mit dem ASUS S-presso Deluxe ein schlanker Multimedia-Player zur Verfügung. Einziges Manko in der derzeit vorliegenden Version ist die Tatsache, dass das InstantOn-System nur auf einer primären Partition als Master am ersten IDE-Kanal installiert werden kann. Das Bios lässt aber nur EIDE-Platten an dieser Position zu. Serial-ATA-Platten werden grundsätzlich als dritter oder vierter IDE-Master erkannt, womit eine Installation scheitert. ASUS sollte hier nachbessern, liegen dem S-presso doch bereits ein SATA-Kabel und ein SATA-Adapter für die Stromzufuhr bei.



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Auf dem folgenden Bild sind die beigelegten Kabel zu sehen. Neben den bereits erwähnten SATA-Kabel liegt eine Kaltgerätekabel, eine Kabelpeitsche für den S-Video-Ausgang der analogen TV-Karte, eine Antenne und acht Schrauben für die Laufwerke bei.



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Bei einem richtigen Home Theater-PC darf natürlich eine Fernbedienung nicht fehlen. ASUS fügt eine Fernbedienung samt Batterien bei, mit der alle Multimedia-Funktionen gesteuert werden können. Die Fernsteuerung ist sowohl für den InstantOn-, als auch für den Windows-Betrieb zu gebrauchen.



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Zu einem HTPC-Barebone gehört natürlich eine TV-Karte, die ASUS bereits eingebaut ausliefert. Die TV-Karte und den CPU-Kühler zeigen wir auf der nächsten Seite:


Barebones machen bauartbedingt individuelle Kühllösungen erforderlich. Der Prozessorkühler des ASUS S-presso weicht dabei aber nicht so sehr von den üblichen CPU-Kühlern ab, wie man es zum Beispiel von Shuttle-Barebones kennt. Der Kühler verfügt über zwei Heatpipes und wird dabei von einem Lüfter unterstützt, der den ATI-Grafikkarten-Lüftern gleicht. Ähnlich leise geht auch dieser Lüfter seiner Tätigkeit nach. Die Drehzahl wird dabei temperaturabhängig über das Mainboard gesteuert. Während unserer Tests lief der Lüfter auch unter Last nicht bis zur Höchstdrehzahl hoch und verrichtete seinen Dienst ausgesprochen leise. Festplattenzugriffe und die Betriebsgeräusche des Plextor-DVD-Brenners waren im Vergleich dazu deutlich lauter.



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Das folgende Bild zeigt noch einmal die Heatpipes und die Aluminium-Lamellen. Den Sockel bildet eine etwa 5 mm starke Kupferplatte. Obwohl der Kühler auf den ersten Blick keine hohe Kühlleistung erwarten liess, wurden wir jedoch positiv überrascht. Die Tests wurden mit einem Pentium 4 3,2 GHz mit Prescott-Core durchgeführt, der für seine hohen Betriebstemperaturen bekannt ist. Selbst unter Last wurden laut Bios (Anzeige über das Front-Panel-Display) nicht mehr als 54° Celsius erreicht. Bei sommerlichen Temperaturen werden die Werte natürlich höher ausfallen.



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Der Kühler ist für den sofortigen Einbau vorbereitet. Es ist lediglich eine kleine Plastikhaube zu entfernen, die die bereits aufgetragene Wärmeleitpaste vor Berührungen schützt. Glücklicherweise hat ASUS hier auf die typischen Wärmeleitpads verzichtet, die i. d. R. eine deutlich niedrigere Wärmeleitfähigkeit besitzen. Der Einbau des Kühlers ist denkbar einfach. Nachdem der Prozessor eingesetzt wurde, wird der Kühler einfach festgeschraubt. Lediglich die Schrauben in Lüfternähe bedürfen eines ausreichend langen Schraubendrehers, da dieser durch die Lüfterbefestigung geführt werden muss.



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Bei der vorinstallierten TV-Karte im Low-Profile-Format handelt es sich um eine WinFast TV 2000 mit Conexant CX 23881-Chip. Der Chip ist HDTV-fähig und besitzt einen 10-Bit ADC. Der Chip kann zwar auch mit digitalen Daten per Kabel, Satellit oder terrestrisch umgehen, allerdings ist der Tuner analog. Wer sich für nähere Details des Conexant-Chips interessierte, sollte sich diese Conexant-Seite näher ansehen.



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Die Karte beinhaltet auch einen analogen FM-Tuner, wir werden die Home-Theater-Software auf einer der folgenden Seiten vorstellen.



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Kommen wir nun zum Motherboard des ASUS S-presso, dem ASUS P4P8T:


Das ASUS P4P8T nutzt Intels i865G-Chipsatz mit integrierter Grafik (Intel Extreme Graphics 2). Mini-Barebone-Mainboards sind aufgrund ihrer geringeren Abmessungen nicht so umfangreich ausgestattet, wie man es von herkömmlichen Desktop-Pendants gewohnt ist. So muss das Dual-Channel-Board nur mit zwei Speicherbänken auskommen. Neben dem AGP-Slot steht nur ein weiterer PCI-Slot zur Verfügung, der schon von der mitgelieferten TV-Karte in Beschlag genommen wird. Der Einsatz größerer Grafikkarten oder anderer PCI-Karten ist also nur mit Kompromissen möglich.



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Das ASUS-Mainboard hat folgende Ausstattungsmerkmale und Onboard-Komponenten:

Insgesamt hat das ASUS-Board also mit Firewire, Serial ATA, USB 2.0, 10/100mbit und einem 6-Kanal-Sound alles, was man im HiFi-Bereich benötigen könnte. Mehr muß es eigentlich nicht sein, auch wenn hier einige Barebones der Konkurrenz bereits auf einen HD-Audio 8-Kanal-Sound setzen (was vielleicht noch sinnvoll wäre) und auch Serial ATA-Raid und Gigabit-LAN bieten (was in einem HiFi-PC wahrscheinlich eher unsinnig ist).

Das Bios des ASUS P4P8T ist nichts für Übertakter, wie man es sonst von ASUS gewohnt ist. Es lassen sich zwar Spannungen verändern, sonst lässt es aber nur die wirklich notwendigen Einstellungen zu. Individuelle FSB-Einstellungen sind nicht möglich. Speicher-Timings können hingegen verändert werden:



Auf die speziellen Features des i865-Chipsatzes wollen wir an dieser Stelle nicht eingehen und möchten Interessierte auf unsere Mainboard-Testberichte in der Intel-Sektion verweisen, in denen wir eingehend auf die Spezifikationen eingegangen sind. Wir möchten aber noch darauf hinweisen, dass die Performance Acceleration Technology (PAT), die offiziell den unübertakteten i875-Boards vorbehalten ist, auf dem ASUS P4P8T nicht aktiviert ist. Auf einigen i865-Mainboards aktivierten die Hersteller diese Option, obwohl es von Intel nicht vorgesehen war.

Wenig Ruhm kann hingegen der OnBoard-Sound für sich verbuchen. Subjektiv betrachtet, liefert der Soundchip keine schlechten Leistungen. Enthusiasten wird er aber nicht überzeugen können. Audiophile Highlights liefert die OnBoard-Lösung nicht. Da man allerdings zumindest intern keine Möglichkeit zum Upgraden aufgrund der fehlenden weiteren PCI-Slots hat, wird man entweder mit dem Sound leben oder eine externe Soundlösung anschließen müssen. Eine Alternative ist das Nutzen eines SPDIF-Passthrough-Signals und die Ausgabe über SPDIF oder den optischen Ausgang. Dann kann ein externer Dekoder die Dolby-Digital-Signale dekodieren und der Sound kommt verlußtfrei auf die Stereoanlage.

Mit dem Einbau der Komponenten beschäftigen wir uns auf den beiden folgenden Seiten:


Um das Gehäuse zu öffnen, ist es zunächst erfordlich, die Frontblende zu entfernen. Dazu muss mit etwas Kraftaufwand der untere Teil der Blende abgezogen werden. Die Blende ist im oberen Teil eingehakt und kann danach noch oben abgezogen werden. Alle Frontanschlüsse sowie die Laufwerksschächte und die Cardreader liegen anschließend frei. Das Front-Panel-Display springt dabei besonders ins Auge:



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Das Front-Panel-Display besitzt berührungempfindliche Tasten, die typische Player-Funktionen wiedergeben. Das Display zeigt das jeweilige Medium an, dass gerade abgespielt wird. Außerdem werden auf der rechten Seite die System- und CPU-Temperaturen angezeigt. Die genauen Werte kann man sich aber auch direkt im Display anzeigen lassen.



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Für die Anzeige der System-Werte hat ASUS ein kleines Tool beigefügt, welches sich im System-Tray einnistet. Die Temperaturen, Lüfterumdrehungen und Spannungen können separat ausgwählt werden. Die Werte lassen sich dann als Laufband ablesen.

Wurde die Rändelschraube an der Gehäuserückseite gelöst, lasst sich das ASUS S-presso nach vorne aufklappen:



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Der Blick fällt dann zunächst auf das lüfterlose Netzteil, dass eine Combined-Power von 207 Watt liefert:



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Das Netzteil ist sehr schnell ausgebaut. Es wird lediglich durch einen Bügel gehalten. Der Kabelbaum wird an der rechten Gehäuseseite durch eine Schelle gehalten, die aber auch sehr schnell gelöst ist:



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Die Halterung des Netzteils und die Befestigung der Erweiterungskarten erfolgt schraubenlos. Mit wenigen Handgriffen sind auch diese Teile schnell entfernt und die beiden 60 mm-Lüfter werden sichtbar:



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Nicht ganz schraubenlos erfolgt der Einbau der Laufwerke. Dem ASUS S-Presso liegen acht Schrauben bei, mit denen sich eine Festplatte und ein optisches Laufwerk ausstatten lassen:



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Der Einbau der Festplatte erfolgt über Kopf. Die Festplatte wird einfach eingehangen. Der grüne Hebel hält die Festplatte in Position:



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Ähnlich wird mit dem 5,25"-Laufwerk verfahren. Das Laufwerk wird einfach eingeschoben und die Schraube rastet dann hinter der Befestigung ein. Um das Laufwerk wieder zu entfernen, muss einfach der Hebel angehoben werden:



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Das folgende Bild zeigt das ASUS S-presso mit eingebautem Kühler und Speicher. Der Lüfter saugt kalte Aussenluft durch die Schlitze in der rechten Gehäusewand an. Der Passivkühler des ICH5 liegt damit direkt im Luftstrom:



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Zum Abschluss sind nur noch die Erweitungskarten und das Netzteil wieder einzubauen. Display und Cardreader müssen nicht mehr angeschlossen werden. Sehen wir uns nun das Front-Panel-Display in Betrieb an:


Das Front-Panel-Display ist wohl das Hauptmerkmal des ASUS S-presso. Die Anzeige konnten wir bereits bei der Installationsbeschreibung in Augenschein nehmen und die verschiedenen Anzeigemöglichkeiten erkennen. Natürlich möchten wir die Anzeige auch im Betrieb zeigen. Im ausgeschalteten Zustand zeigt das Front-Panel-Display Datum und Uhrzeit an. Allerdings muss dazu einmal das Betriebssystem gestartet worden sein. Wird das ASUS S-presso vom Netz getrennt und wieder angeschlossen, sind Datum und Uhrzeit des Front-Panel-Displays zurückgesetzt. Es greift also nicht direkt auf das Bios zu.

Neben den üblichen Player-Funktionen und dem Power-Schalters findet sich rechts oben ein weiterer Schalter. Dieser Instant-On-Schalter startet ein Linux-System, welches auf eine 200 MB grosse Partition installiert wird. Dies ist aber bislang nur auf ATA-Platten möglich, da für die Installation eine Partition am ersten IDE-Kanal benötigt wird. Obwohl Adapter-Kabel für eine SATA-Festplatte beigefügt wurden, lässt das Bios in der jetzigen Fassung keine Einstellung zu, die eine SATA-Festplatte an diese Position bringt. Mit Instant-On ist es also möglich, das ASUS S-presso ohne Windows als Home Theater-PC zu nutzen. Der grüne Halbkreis auf der rechten Seite hat keine Funktion und ist als Designergänzung gedacht.



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Das folgende Bild zeigt das Front-Panel-Display beim Abspielen einer normalen Audio-CD. Oberhalb der Track-Nummer und Abspielzeit wird über ein Logo angezeigt, dass es sich aktuell um die Audio-Funktion handelt. Der linke Halbkreis zeigt die eingestellte Lautstärke an. Die beiden roten und orangen Innenkreise rotieren beim Abspielen, so dass bereits aus größerer Entfernung erkenntlich ist, dass das Gerät ein Medium wiedergegeben wird.



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Wird eine DVD abgespielt, werden Kapitel und Abspielzeit angezeigt. Oberhalb wird der DVD-Modus wieder über ein eigenes Logo dargestellt:



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Musik im mp3-Format wird zwar auch durch ein eigenes Symbol dargestellt, allerdings ist das ASUS S-Presso mit der jetzigen Software nicht in der Lage, die Titelinformationen auf dem Display darzustellen. Dies wäre aber wünschenswert und sollte von ASUS noch aufgegriffen werden. In der jetzigen Version werden wie bei einer Audio-CD lediglich Track-Nr. und Abspielzeit angegeben.



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Ähnliches gilt für den TV-Modus. Während übliche Fernseher eine Senderkennung gleich durchführen und dadurch mehr Übersicht in die Programmbelegung bringen, wird beim ASUS S-presso lediglich die Kanal-Nr. angzeigt. Bei herkömmlichen Fernsehern kann man den nicht erkannten Kanälen noch manuell Senderkennungen zuordnen. Eine Editierung der Kanäle ist beim ASUS S-presso auch nachträglich nicht möglich.



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Die weiteren Anzeigemöglichkeiten haben wir nicht mehr weiter aufgeführt, da sich diese lediglich durch das jeweilige Logo unterscheiden. Widmen wir uns jetzt der Home-Theater Software aus dem Hause InterVideo.


Die Installation der Home Theater Software ist schnell erledigt. Ebenso schnell ist die Linux-Installation für die Instant On-Software erfolgt. Wird die Software zum ersten Mal aufgerufen, wird man zum Setup der jeweiligen Abspielmodi geführt. Dabei werden Einstellungen wie Eingangsquellen und Qualität der Ausgabe oder Aufzeichnung abgefragt. Look and feel gleichen dem der Windows Media Center Edition, wie man sie immer häufiger antrifft.



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Auf dem folgenden Bild zeigen wir exemplarisch das Setup der TV-Einstellungen. Auch hier werden Eingangsquellen abgefragt und Qualitätseinstellungen vorgenommen.



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Obwohl Programminformationen über den Videotext abgefragt werden können, besteht bei Verbindung mit dem Internet die Möglichkeit, das Programm über die Seite tvtv.de innerhalb der Home Theater Software abzurufen.



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Über den Menü-Punkt Kanal-Surfen kann man sich 16 Programme gleichzeitig anzeigen lassen. Dabei werden nacheinander alle gefundenen Programme angezeigt. Per Doppelklick auf eines der Fenster wird der Sender dann voll angezeigt. Hier zeigt sich aber wieder das Problem, dass die gefundenen Sender nicht beim Namen genannt werden, was eine Auswahl deutlich erleichtern würde.



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Selbstverständlich lässt sich das ASUS S-Presso auch als Videorecorder nutzen. Die Dateien werden zwar laut Anleitung in einem InterVideo-eigenen Format abgespeichert, aber es handelt sich letztlich um das mpeg2-Format, welches von allen gängigen Software-Playern wiedergegeben wird. Die aufgenommenen Videos werden automatisch im Ordner eigene Dateien/eigene Videos abgespeichert. Time-Shifting ist allerdings nicht möglich!



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Wir werden an dieser Stelle nicht jede einzelne Funktion vorstellen, möchten aber noch auf folgenden Punkt hinweisen. mp3-Dateien werden leider erst dann über die Home Theater-Software erkannt und abgespielt, wenn diese in eine Wiedergabeliste des Windows Media Players eingetragen wurden. Diesen Umweg empfinden wir als äußerst unglücklich. Wie man auf dem folgenden Bild erkennt, werden die mp3-Dateien nicht vollständig ausgewertet. Lediglich der Titel wird erkannt. Album- und Interpret werden nicht erkannt. Auch in diesem Punkt sollte ASUS unbedingt nachbessern.



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Zum Abschluss möchten wir uns noch zur Aufnahme- und Wiedergabequalität äußern. Während DVDs über die OnBoard-Grafik recht ordentlich wiedergegeben werden, ist die Qualität der TV-Wiedergabe durchschnittlich. In Zeiten, in denen digitales Fernsehen Einzug hält, ist man mit einer entsprechenden Karte oder USB-Lösung sicher besser bedient. Ob ASUS in Zukunft dem S-presso eine entsprechende Karte mit dem proprietären DVB-Standard beifügt, wird sich zeigen. Direkt am Fernseher angeschlossen, relativiert sich das Bild etwas. Freunde hochwertiger Ergebnisse werden aber sicher andere Lösungen bevorzugen und die beigefügte TV-/FM-Karte austauschen.

Kommen wir nun zu unserem Fazit:


Viele werden sich fragen, wo denn die Benchmarks in diesem Review geblieben sind. Wir haben darauf verzichtet, da die Ergebnisse zu sehr von der individuellen Konfiguration abhängen. Die von uns durchgeführten Tests, die sich hauptsächlich auf Speicher-, CPU- und Grafikperformance bezogen, liessen auf der einen Seite keine Ausreisser seitens des Mainboards erkennen. Auf der anderen Seite ist ein Vergleich der 3D-Leistung der OnBoard-Grafik mit gängigen diskreten Lösungen nicht besonders aufschlussreich, da zu gering. Die Performance eines typischen i865G-Mainboards ist hinreichend bekannt, hier könnte man beispielsweise auch unser Review zum Shuttle SB61G2 zur Hand nehmen.

Das ASUS S-presso ist ein sehr schön anzusehendes Barebone-Gehäuse, dass mit einer vernünftigen und leisen Kühllösung ausgestattet ist. Dies ist tatsächlich ein großer Vorteil, denn andere Barebones konnten in der letzten Zeit immer mehr durch eine hohe Lautstärke negativ auffallen. Mit dem Front-Panel-Display und der Fernbedienung ergibt sich ein runder Multimedia-PC. Wie bei allen Barebones sollte man sich bei der Konfiguration auf leise und kühle Komponenten konzentrieren. Festplatte und Brenner, die während des Tests eingebaut waren, erzeugten deutlich mehr Geräusche als das Barebone selbst.



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Gedanken hat sich ASUS auch beim Einbau gemacht - und so ist der S-presso deutlich einfacher zu bestücken als Shuttle XPCs. Das Netzteil ist passiv gekühlt, auch dies ist praktisch. Dafür ist im Gehäuse des Barebones nicht viel Platz, so muß man sich mit großen Aufrüstungsvorhaben deutlich beschränken. In einem HiFi-PC haben aber in der Regel sowieso nur eine Festplatte und ein DVD-Brenner etwas zu suchen. Deshalb ist dieser Punkt sicherlich sekundär.

Weiter ist die eher durchschnittliche TV-Karte und die Home Theater-Software zu nennen. Letztere sollte in den genannten Punkten nachgebessert werden. Die Ausstattung mit einer aktuellen ATI All-In-Wonder Karte wäre eine Empfehlung wert, da nicht nur die Wiedergabequalität besser wäre, sondern auch die 3D-Performance einen deutlichen Schub erfahren würde. Man darf aber nicht vergessen, dass dieses umfangreich ausgestattete Barebone bereits zu einem Preis von ca. 255,00 € zu haben ist. Konkurrenz-Produkte sind - wenn auch mit aktuelleren Mainboards - deutlich teurer und kommen ohne diese umfangreiche Ausstattung. Wer mit diesen Kompromissen leben kann, wird mit dem ASUS S-presso einen HTPC erhalten, der viel Freude machen wird.

Positive Punkte des ASUS S-presso Deluxe:

Negative Punkte des ASUS S-presso Deluxe:

In kleinen Bereichen kann ASUS also noch verbessern. Wir empfehlen den Barebone mit einem Prozessor unter 3.2 Ghz aufgrund der Lautstärkeentwicklung, mit einer großen Festplatte und einem DVD-Brenner und 2x 512 MB PC3200. Wer sich eine ultimative Gaming-Kiste im Wohnzimmer leisten möchte, kann noch eine ATI All-In-Wonder Grafikkarte einsetzen - in dem Fall bessert man auch gleich den TV-Tuner noch etwas auf.

Weitere Links :

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