Shuttle SB95PV2

Veröffentlicht am: von

Vor rund vier Monaten hatten wir Shuttles SB95P XPC im Test. Dieser konnte sich dort gut behaupten und galt bislang als performanteste Lösung für Intel-Prozessoren bei Shuttle. Mit der Einführung der neuen Extreme Edition CPUs mit einem Front-Side-Bus von 1066 MHz kam auch gleichzeitig Intels neuer Chipsatz i925XE auf den Markt, der mit einem solch hohen Front-Side-Bus keine Probleme hat. Der heute auf dem Prüfstand stehende SB95V2 XPC ist mehr oder weniger ein Chipsatz-Upgrade des bereits getesteten SB95P XPC. Auch rein äußerlich lassen sich die beiden Brüder so gut wie gar nicht unterscheiden. In wie weit sich Shuttles neuer trotzdem von seinem Vorgänger unterscheidet, soll der kommende Test klären.

Wie immer beachten wir bei einem Barebone-Test natürlich nicht nur das integrierte Motherboard, sondern legen auch Augenmerk auf das Gehäuse.

Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Optisch unterscheidet sich der SB95V2 nicht von seinem Vorgänger, was aber kein Nachteil ist, denn das Gehäuse des XPCs kann durchaus überzeugen. Neben der ansprechenden Optik können auch die inneren Werte des XPC überzeugen. Neben dem fest in das Gehäuse integrierten USB 2.0 Cardreader lassen beim Einsatz eines optischen Laufwerks bis zu drei Festplatten unterbringen. Lässt man das optische Laufwerk weg, lassen sich sogar vier Festplatten in dem kleinen Gehäuse unterbringen. In Anbetracht der Gehäusegröße eine beachtliche Anzahl. Beim Einsatz so vieler Festplatten muss man allerdings beachten, dass die Festplatten auch gekühlt werden müssen, sonst droht diesen verfrüht der Hitzetot.

Shuttle setzt bei seinem Barebone auf die ICH6-R Southbridge. Diese unterstützt bis zu vier SATA-Ports und bietet auch die Möglichkeit die Festplatten im Raid-Verbund laufen zu lassen. Dies passt natürlich sehr gut zu der Möglichkeit bis zu vier Festplatten einzubauen, aber auch mit zwei Festplatten kann man beispielsweise mit Matrix-Raid zwei Festplatten in jeweils eine Raid 0- und eine Raid 1-Partition aufteilen.

Welche Features das Mainboard beherrscht halten wir in unserer Tabelle fest:

Auch von den Eckdaten entspricht der SB95V2 fast 1:1 seinem Vorgänger. Lediglich die Northbridge wurde gegen die neuere i925XE getauscht. Da uns diese Daten bereits beim Vorgänger überzeugen konnten gibt es hier kein Grund zu Kritik. Leider wird die Multimedia-Fähigkeit des SB95G2 immer noch durch fehlende PCI-Express TV-Karten eingeschränkt. Realteks ALC880 High Definition Audio Codec ist jedoch ab Werk ebenso enthalten wie ein Firewire-400-Controller von VIA. USB 2.0 ist eine Selbstverständlichkeit. Wie bei Intels neuem Top-Chipsatz üblich setzt Shuttle auf DDR2 als Speicherstandard. In dem XPC lassen sich zwei Speicherriegel einsetzen. Zu guter Letzt sind auch noch Overclocking Features vorhanden. Es ist also alles enthalten, was man sich in einem leistungsstarken XPC wünschen kann .

Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Im Folgenden eine Liste des Lieferumfangs :

Intern bereits verbaut sind :

Im Paket enthalten ist praktisch ein Allround-Paket : Der Käufer eines XPCs muss nur noch seinen Prozessor, den Speicher, die Grafikkarte, das optische Laufwerk und die Festplatte einbauen, alle Kabel sind da, sogar an Wärmeleitpaste hat man gedacht. Selbst wenn man mehrere Serial ATA-Geräte einbauen will, kommt man nicht in Probleme. Auch legt Shuttle jetzt mehr und mehr Software mit ins Paket - man beginnt mit einem Viruskiller und einem Producer-Tool. Der Acrobat Reader 6.0 ist "nice to have", aber aufgrund des geringen Downloadvolumens nichts Besonderes. An Treiber-Disketten für die Installation von Windows in einem Raid-Setup hat Shuttle gedacht; das vergessen leider immer wieder viele Hersteller. Auch kann man mit den beiliegenden Kabeln noch ein Floppy-Laufwerk einbauen, wenn man dies möchte.

Schauen wir noch kurz auf die gebotenen Anschlüsse auf der Rückseite :

Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Nach dem wir bisher keinen äußerlichen Unterschied zwischen der G2 Version und der Urversion des SB95P finden konnten, ist es auch nicht überraschend, dass dies auf der Rückseite genauso ist. Neben den guten alten Standard-Anschlüssen (2 x PS/2, 1 x Seriell) findet man auf der Rückseite auch einen Gigabit-LAN-Anschluss, so wie einen Firewire-Anschluss im DV-Format und zwei USB 2.0 Anschlüsse. Aber auch Sound-Anschlüsse sind reichlich vorhanden. Dies wären: 7.1-Ausgänge, ein Sound-Eingang und optische Ein- und Ausgänge sowie ein SPDIF-Out. Besonders praktisch ist die Integration des CMOS-Resetschalters auf der Rückseite. Auf diese Weise wird einem das lästige Gehäuse öffnen und Jumper suchen erspart. Ein klasse Idee, die hoffentlich bald von vielen Konkurrenten übernommen wird.

Aber die nicht nur auf der Rückseite, sondern auch auf der Front findet man Anschlüsse. Wem die Anschlüsse auf der Rückseite also nicht reichen, der kann beruhigt sein. Vorne lassen sich Mikrophon und Kopfhörer anschließen, zwei USB-Ports sind auf der Vorderseite zu finden und auch einen Firewire-Anschluß kann man an der Gehäusefront bestücken.

Mehr dazu auf der nächsten Seite.


Waren die ersten Shuttle-Gehäuse noch aus Aluminium, so musste dies bei der G5-Version der XPCs leider einer Plastikfront weichen. Schlimm ist dies aber nicht, da der XPC trotzdem einen sehr hochwertigen und edlen Eindruck macht. Das Stahlblechgehäuse hat eine Breite von ca. 22 cm, ist 32 cm tief und insgesamt 22 cm hoch. Neben einem Midi-Tower wirkt der XPC dadurch natürlich wie ein kleiner Winzling, deshalb ist es schon beachtlich, dass hier ein vollwertiger PC Platz findet. Ganz oben im Gehäuse findet sich nun der 6in1-Cardreader, der über USB 2.0 angeschlossen ist. Darunter hat Shuttle eine Abdeckung für das optische Laufwerk platziert, hierunter kann ein Floppy-Laufwerk eingebaut werden. Die Front wurde einheitlich gehalten, in dem für alle Laufwerke Abdeckungen vorhanden sind.

Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Unten sieht man die Laufwerkszugänge in geöffneter Form. Im Betrieb lief bei uns das optische Laufwerk so problemlos, allerdings ist der Öffnungsmechanismus recht schwergängig.

Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Am unteren Ende des Gehäuses sieht man weitere Anschlüsse: Zum einen finden sich hier unter einer Abdeckung die Anschlüsse für einen Kopfhörer und Mikrofon, zum anderen Anschlüsse für 2 x USB 2.0 und Firewire. Über dieser Anschlussleiste befinden sich die Power-Knopf, der blau beleuchtet ist und so gleichzeitig als LED dient sowie der Reset-Schalter. Die Intensität der Beleuchtung lässt sich über das Bios regeln. Über den Knöpfen befindet sich eine gelbe LED für die Festplattenaktivität.

Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Die Belüftung des Gehäuses wird über insgesamt vier Lüfter und einem Netzteillüfter verwirklicht. Drei Lüfter befinden sich auf der Rückseite, zwei sind Bestandteil der CPU-Kühlung, die über einen Luftkanal auf der rechten Gehäuseseite mit frischer Luft versorgt wird:

Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Auf der linken Seite befindet sich der entsprechende Auslass für die warme Luft, die hier aus dem Gehäuse herausgeblasen wird:

Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Auf der nächsten Seite geht es mit der Rückseite des XPCs weiter.


Auf der Rückseite des Gehäuses befinden sich links die beiden Slots für die PCI-Express-Karten. Daneben sieht man den großen Lüfter für das Netzteil. Im Gegensatz zu den ersten Shuttle XPC-Modellen ist das Netzteil bei den Modellen mit G5-Gehäusen in der Mitte des Gehäuses angebracht und besitzt einen großen Lüfter, der leise dreht und seinen Dienst verrichtet. Früher waren hauptsächlich die Netzteile die Lärmverursacher Nr. 1 bei den XPCs. Beim Test des Vorgängermodells war es problemlos möglich eine X800XT Grafikkarte laufen zu lassen. Da Shuttle auch bei der zweiten Generation das gleiche 350W Netzteil verwendet, sollte man auch hier auf der sicheren Seite befinden.

Die Anschlüsse im unteren Bereich haben wir schon angesprochen, rechts befindet sich noch der Power-Schalter sowie der Anschluss für die Kaltgeräte-Kabel, ganz oben findet man die beiden Gehäuse-Lüfter, die über das Bios steuerbar sind und auch leise ihren Dienst verrichten. Sie sind jedoch gefordert, wenn im oberen Bereich des Gehäuses Festplatten eingebaut werden. Leider sucht man auch auf der Rückseite der V2 Version des SB95P XPCs keine Aussparung für eine WLAN-Antenne vergeblich. Gerade auf Grund des momentanen W-LAN Booms ist dieser Schritt von Shuttle nicht nachzuvollziehen. Allerdings bietet man ein USB-WLAN-Modul, welches intern angebracht werden kann. Zumindest in einem Hush E3 MCE haben wir dieses Modul bereits entdeckt, die Sendeleistung war trotz fehlender Antenne in Ordnung.

Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Öffnet man das Gehäuse, sieht man die bekannte Konstruktion aus dem SB95P. Das Netzteil befindet sich Hinten in der Mitte, Richtung Vorderseite sieht man die Kühlkörper-Konstruktion und den Luftkanal für die CPU-Kühlung. Der Rahmen außen ist nicht abnehmbar und verleiht dem Gehäuse die nötige Stabilität. Die Festplatten können zum einen an der Position des Floppy-Laufwerks, zum anderen aber auch quer ganz oben im Gehäuse eingesetzt werden.

Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Der "Laufwerkskäfig" beherbergt wie immer das Floppy-Laufwerk (unten) und ein optisches Laufwerk (Mitte). Oben können Festplatten im Querformat eingesetzt werden. Den USB 2.0-Cardreader kann man mit einem Mini-USB-Kabel anschließen, das Kabel ist bereits fertig mit dem Mainboard verbunden - wie alle anderen Anschlüsse auch. Eine Verkabelung des Mainboards oder der Anschlüsse ist somit nicht mehr notwendig; dies hilft bei der Montage natürlich extrem.

Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Die Montage der Laufwerke ist sowohl für die optischen wie auch für die magnetischen Laufwerke schraubenlos. Auch der Laufwerkskäfig wird wieder schraubenlos eingesetzt und dann festgeklemmt. Da das Gehäuse auch Rändelschrauben besitzt, ist zunächst kein Schraubenzieher notwendig. Nur beim Zusammenbau wird dieser benötigt - sowohl für den Einbau der Grafikkarte und der x1-PCI-Express-Karte wie auch für die Montage des CPU-Kühlers ist ein Schraubenzieher leider zwingend erforderlich. Um aber im bereits bestückten Zustand eine Festplatte nachzurüsten, muss man keinen Schraubenzieher verwenden.

Auf der nächsten Seite werfen wir einen ausführlichen Blick auf die Kühlkonstruktion des Barebones.


In den älteren XPC-Modellen fanden wir immer eine Heatpipe vor. Der CPU-Kühler war recht flach gehalten, an der Bodenschiene befanden sich jedoch meist drei Heatpipes, die die Wärme effektiv vom CPU-Kühler weg leiteten. Ein zweiter Kühlkörper war dann an der Rückseite des Gehäuses zu finden - hier saß gleichzeitig ein großer Gehäuselüfter, der dann die aufgenommene Wärme an die Aussenluft abgab. Dieser Mechanismus war sehr effektiv, musste jedoch weichen, da Shuttle ein größeres, leistungsfähigeres Netzteil einsetzen wollte und dieses nicht mehr in der üblichen, alten Bauform realisierbar war.

Also setzt Shuttle auch bei der zweiten Generation des SB95P auf das folgende System, bestehend aus zwei Lüftern, einem Fan-Duct und dem Kühlkörper :

Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Links wird die frische Luft durch die Gehäusewand eingesogen, über ein Fan-Duct direkt zum CPU-Lüfter gesogen. Dieser pumpt die frische Luft durch den CPU-Kühler und dessen Fins, auf der anderen Seite saugt ein weiterer Lüfter die Luft vom CPU-Kühler weg, in dem auch hier über vier Heatpipes die Wärme direkt in Kühllamellen geleitet wird. Dabei ist der 2. Lüfter größer und saugt auch wärmere Luft im Gehäuse gleich mit ab. Baut man den Kühlkörper aus, so kann man den Aufbau des Kühlkörpers genauer betrachten :

Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Vier Schrauben halten den Kühlkörper im Gehäuseboden, alle vier sind mit Federn gepuffert, um einen idealen Anpreßdruck auf den Sockel zu ermöglichen. Sowohl der saugende wie auch der blasende Lüfter sind über das Mainboard zusammen steuerbar. Über vier Heatpipes, die in die Kupferplatte am Boden des Kühlkörpers eingelassen sind, wird die Wärme vom Boden des Kühlers in die seitlich gelagerten Fins gebracht. Der Rest des Kühlkörpers besteht aus Aluminium.

Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Der Zusammenbau der Konstruktion nach dem Einsetzen des Kühlkörpers ist nicht schwer, allerdings muß beachtet werden, dass der seitliche Lüfter zunächst zugeklappt werden muß, bevor der Kühler festgeschraubt wird. Der Fan-Duct wird zuletzt aufgesetzt.

In unserem Test müssen wir jedoch die Lautstärke des auf der linken Gehäuseseite befindlichen Lüfters deutlich kritisieren. Er ist zwar über eine Lüftersteuerung, die im Bios integriert ist, zu steuern, jedoch erzeugt er im heruntergeregelten Bereich zunächst einen sehr unangenehmen Pfeifton. Aus diesem Grund ist es fast empfehlenswert, den Lüfter auf Bereichen über 40% drehen zu lassen, dann fängt er allerdings an, deutlich Lärm zu produzieren. In Bereichen über 50% ist er deutlich hörbar, über 70% fängt er an wie eine Turbine zu heulen.

Im Endeffekt gehört der SB95P V2, genau wie sein Vorgänger trotz leisem Netzteil- und leisen hinteren Gehäuselüftern zu dem lautesten XPC, den wir bislang im Test hatten. Ein Jammer, dass Shuttle hier keine Verbesserung vorgenommen hat. Der Einsatzbereich im Home-Cinema-Bereich oder im Wohnzimmer ist damit gestorben.


Shuttle verwendet für den SB95P V2 das FB95P V2-Mainboard. Dieses setzt auf Intels neuen i925XE Chipsatz, entspricht aber sonst in allen Details seinem Vorgänger. Es ist speziell für diesen XPC entwickelt worden und nicht im freien Handel verfügbar. Im Gegensatz zu einem normalen ATX-Mainboard fehlen selbstverständlich aufgrund der Größe die meisten Ports - die Features sind jedoch aufgrund der Onboard-Komponenten dieselben.

Im unteren Bild sieht man die ersten Unterschiede zum SB81P. Der SB95P V2 besitzt genau wie sein Vorgänger einen x16-PCI-Express-Slot für Grafikkarten sowei darüber einen x1-Slot für Erweiterungskarten. Einen PCI-Slot findet man auf dem Board nicht mehr. Da bei dem i925XE-Chipsatz vier x1-Lanes vorhanden sind, könnte Shuttle noch drei Lanes nutzen, zumindest eine verwendet man hier für den Gigabit Ethernet Port. Über dem x1-Slot sieht man die vier Serial ATA-Stecker des Boards, die unter anderem auch aufgrund der Raid-Fähigkeiten des Chipsatzes ein Raid 0, 1 oder 0+1 sowie Matrix Raid-Arrays bilden können. Der Floppy-Port ist direkt daneben zu finden, im Hintergrund sieht man die Southbridge des Chipsatzes, wie immer unter einem passiven Kühlkörper.

Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Hier sieht man den zweiten PCI-Express-"Port" in Form des onboard aufzufindenden Broadcom Gigabit Ethernet Controllers. Der Controller ist mit voller x1-Bandbreite in der Lage, die 250 MB/s, die er maximal übertragen kann, voll zur Verfügung zu stellen. Wäre er über PCI angebunden, so müsste man sich mit maximal 133 MB/s zufrieden geben, PCI-Express erlaubt aber ebenso wie eine in die Southbridge integrierte Lösung oder ein CSA-Controller die Nutzung der vollen Gigabit Ethernet Bandbreite.

Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Im oberen Bild links unten, fast versteckt unter einem Arretierungshebel für die DDR2-Slots, findet man auch den Realtek ALC 880 Audio Codec. Er ist über Intels High Definition Audio angebunden, die Qualität des Codecs testen wir später in den Rightmark-Benchmarks.

Der nächste Onboard-Chip befindet sich ebenfalls unter dem Netzteil zwischen der Southbridge und der Anschlußleiste für die externen Geräte. Neben dem blauen ATA/133-Anschluß sieht man den VIA VT6037-Controller, der die Firewire-Anschlüsse zur Verfügung stellt. An der Front und hinten befinden sich dabei zwei 400mbit/s schnelle Ports, an die Peripheriegeräte, IPods, Storage-Enclosures oder Digitalkameras angeschlossen werden können.

Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Im nächsten Bild sieht man zum einen den Super I/O des Boards, der nicht nur für den darüber befindlichen Floppy-Port verantwortlich ist, sondern beispielsweise auch fürs Hardwaremonitoring. Rechts daneben ist der gesockelte Bios-Chip zu sehen, der im Bedarfsfall auch ausgetauscht werden kann, beispielsweise dann, wenn ein Flashversuch fehlgegangen ist und das Bios nicht mehr startet. Damit erspart man sich ein Einschicken des XPCs, sondern kann sich einfach ein neues Bios zuschicken lassen. Zu erahnen ist darüber ein blauer Punkt - dies ist ein Temperatur-Sensor, der die Gehäuseinnentemperatur fühlt.

Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Auf der nächsten Seite geht es weiter mit Mainboard-Details.


Der nächste große Unterschied im Vergleich zum SB81P liegt in der Verwendung von DDR2-Modulen. Zwei DDR2-Module können hier eingesetzt werden, maximal 2 GB sind also beim Speicherausbau des SB95P V2 zu erreichen. Shuttle erlaubt den Einsatz von DDR2-400 und DDR2-533, wobei sich bei einem Luxus-XPC natürlich DDR2-533 empfiehlt. In unserem DDR2-Roundup finden sich 11 Module im Test, darunter auch einige richtig empfehlenswerte DDR2-Module. Der große passive Kühlkörper gehört der i925XE-Northbridge. Im Bild auch zu sehen ist zwischen der Southbridge, dem blauen ATA/133-Stecker und den DDR2-Slots die CMOS-Batterie. Der Jumper ist extern gelagert, damit man sich in einem voll bestückten XPC nicht nach einem kleinen Jumper suchen muß.

Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Bei der Stromversorgung finden wir neben einem weiteren Temperatur-Sensor die übliche Bestückung, die Intel für den Sockel 775 mit i925XE vorsieht. Es handelt sich um eine dreiphasige Spannungsversorgung nach VRM10.0 / FMB 2.0-Spezifikationen durch 12 MOSFETs. Den Taktgeber sieht man ebenso im Bild, darunter befinden sich zum einen die Anschlüsse für den CPU-Fan sowie zwei weiterer Fans, die ebenfalls vierpolig ausgelegt sind. Anschlußmöglichkeiten dafür gibt es aber leider nicht - mehr Lüfter bringt man in dem XPC nicht unter, deshalb sind diese eigentlich sinnlos.

Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Nimmt man den Kühlkörper ab, so wird der Blick frei auf den Sockel 775 und die Anschlußleiste in der Front. Verkabelt ist schon alles - demnach muß der Käufer hier nicht erst mühsam die richtigen Anschlüsse finden. Der heulende Lüfter im Bild besitzt einen weiteren 4-Pin-Anschluß direkt in dem Frontbereich. Die Stromanschlüsse für das Board - hier insbesondere einen von Shuttle selber designten 6-poligen Anschluß - sieht man im Hintergrund.

Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Soviel zum Layout und den Features des FB95 V2-Boards - kommen wir nun zum Bios und zur Stabilität.


Das BIOS:

Das BIOS (Basic Input-Output System) ist mehr als 20 Jahre alt und damit die älteste Softwaretechnik innerhalb der PCs. Es wird in den ersten Sekunden nach dem Einschalten des PCs aufgerufen, der so genannten Pre-Boot-Phase, also noch bevor das Betriebssystem geladen wird. Allerdings gibt es das Bios nicht mehr lange, wie Intel mitteilt :

Der Firmware Foundation Code von Intel ist ein Ergebnis des Projektes mit Codenamen „Tiano“ und sorgt dafür, dass der Nachfolger des BIOS auf neuester Softwaretechnologie basieren wird. Er wurde speziell im Hinblick auf neue Ausstattungsmerkmale und Dienste entwickelt, zu denen beispielsweise die verbesserte Verwaltung und Betriebsfähigkeit sowie Schnittstellen für administrative Aufgaben gehören.

Bald brauchen wir uns also nicht mehr durch die blauen Menüs hangeln, um an die Hardwareeinstellungen zu kommen. Bislang bleibt das Bios aber der Grundstein für eine gute Gesamtperformance, auf die es bei den Mainboards im Allgemeinen ankommt. Auch werden hier alle wichtigen Drähte in Bezug auf Overclocking und Onboard-Features gezogen. Nun werden wir prüfen, wieviel Sorgfalt die Ingenieure bei der Programmierung dieses BIOS an den Tag gelegt haben.

Wie immer widmen wir uns zuerst visuell dem BIOS, das heißt, wir schießen einige Screenshots, um den Aufbau und die einzelnen Funktionen des Menüs zu veranschaulichen :

Im Folgenden halten wir die wichtigsten Bios-Funktionen und Besonderheiten fest :

Die Lüftersteuerung, die im Bios implementiert ist, scheint noch nicht wirklich zufriedenstellend zu funktionieren - auch bei unserem neuen Modell noch nicht. Dem B1-Fix ist mittlerweile schon begegnet worden, das Board läuft mittlerweile mit annehmbarer PCI-Express-Performance. Die Abschaltung der Onboard-Geräte läuft ebenso noch nicht zufriedenstellend, den LAN kann man nur deaktivieren, wenn man unter PCI Express Root Port Functions den PCI-Express-Port abschaltet, an dem der Onboard-LAN hängt. Für den Endkunden ist dies natürlich wenig intuitiv.

Weiterhin ist es uns nicht gelungen, einen Speicherriegel mit CL3 zu betreiben - dafür lief das System mit 4-3-3-8 hervorragend. Auch dies kann natürlich noch ein Bios-Problem sein. Schade, dass auch dieses Problem schon bei der Vorgängerversion bestand und nicht korrigiert wurde. Des weiteren hatte unser Testmuster noch ein Problem mit Warmstarts. Nach einem Warmstart blieb das System regelmäßig während des Boot-Screens hängen. Dies scheint ein Biosproblem zu sein, und wird hoffentlich mit den nächsten Versionen des Bios behoben.

Insgesamt zeigt sich also: Auch vier Monate nach dem Launch des SB95P bestehen ähnliche Probleme noch beim SB95PV2 - eigentlich ein Armutszeugnis für Shuttle.

Die Stabilität :

Mangels PCI-Express x1-Karten können wir hier bezüglich der Kompatibilität natürlich noch keine großen Sprünge machen. Zumindest viele DDR2-Riegel haben wir bereits, um einen Blick auf Kompatiblität und Stabilität des Speichers zu werfen. Des Weiteren können wir natürlich die PCI-Buslast versuchen klassisch in die Höhe zu treiben, um zumindest hier das System auszulasten und einen Eindruck auf die PCI-Performance zu bringen. Mit zwei Serial ATA-Festplatten und einer externen USB2.0/Firewire-Festplatte funktioniert dies auch recht gut. Auf Netzwerk-Benchmarks haben wir bislang übrigens verzichtet, weil uns kein hochwertiger Gigabit Ethernet-Switch zur Verfügung steht, um die Performance des Netzwerks gut zu messen.

Bei den allgemeinen Stabilitätstests muss das Board natürlich dann auch wieder mit unserem Testsetup mehrere Stunden unter Last laufen. Auch die Onboard-Features werden aktiv belassen, um mögliche Ressourcenkonflikte geradezu zu provozieren.

Hier waren eigentlich keine Probleme zu erwarten und auch in unseren Belastungstests verhielt sich das Board problemlos. Aufgrund der Temperaturprobleme ist dies etwas verwunderlich, aber selbst mit extrem hoher CPU-Temperatur hat der XPC keine Stabilitätsprobleme. Das sich die hohe Temperatur natürlich auf die Lebensdauer einer CPU auswirken kann, steht auf einem anderen Blatt.

Bezüglich der Speicherkompatibilität haben wir folgende Module testen können :

Ausser der Tatsache, dass wir keinen der hier getesteten Module mit CL3 betreiben konnten, gibt es keine Beanstandungen. Die Stabilitätstests liefen mit jedem Modul hervorragend, das Board schaltete immer auf 4-4-4-12, sodass keine Probleme zu erwarten waren. Kompatibilitätsprobleme scheint es keine zu geben, da allerdings auch nur vier Chiphersteller auf den Modulen anzufinden waren, scheint dies auch keine große Herausforderung.

Auf der nächsten Seite kommen wir nun schließlich zum Overclocking.


Interessant sind natürlich aufgrund der guten Overclocking-Eigenschaften der neuen Pentium 4 Prescott-Modelle im D0, E0 und N0-Stepping die Overclockingfähigkeiten des Shuttle SB95PV2. Wie bei allen i925XE-Boards schaltet auch das Shuttle Board bei FSB-Frequenzen über 266 Mhz wieder auf spezifizierte Teiler herunter und ermöglicht deshalb eine extrem hohe Übertaktbarkeit, da Probleme mit dem Serial ATA-Controller, dem PCI-Express-Interface und anderen angeschlossenen PCI-Geräten wegfallen.

Wir wollen uns bei jedem Motherboard zunächst jedoch die Features ansehen, die geboten werden :

Hier die Overclocking-Optionen in der Übersicht :

Reichhaltige Optionen sind hier nicht zu finden. Der FSB ist zwar flexibel einstellbar, es fehlen aber Einstellungsmöglichkeiten für den PCI-Takt und den Takt des PCI-Express-Busses. Ob Shuttle diese intern regelt oder zum FSB linear mitlaufen läßt, ist nicht bekannt. Die VCore-Veränderungen entsprechen dem Standard, maximal 1.5875V sind jedoch nicht viel, in Anbetracht der schlechten Kühlung aber auch schon wieder bedenklich viel. Die VDimm-Einstellungsmöglichkeiten sind mit maximal 1.9V ebenso spärlich wie die Einstellungsmöglichkeiten für den Chipsatz. Im ersten Blick ist das Shuttle i925XE -Werk also bezüglich des Overclockings noch nicht vollendet, hier läßt sich sicherlich noch mehr integrieren.

Kommen wir nun zu den Praxisversuchen. Hier erreichten wir gute zunächst 240 Mhz mit dem XPC. Exakt den gleichen Wert, den auch der Vorgänger erreicht hat.: 

Auch testeten wir dies mit 4:5-Speichersettings und konnten demnach auf eine recht gute Speicherperformance kommen :

Für ein Pentium 4-Board ist das aktuell ein gutes Ergebnis. Die meisten Mainboards kommen nur auf ca. 215 bis 220 Mhz, weil der PCI-Express-Takt hier schon einen Strich durch die Rechnung macht. Shuttle scheint dieses Problem hier schon in den Griff bekommen zu haben, allerdings scheint der XPC bei knapp 120 Mhz PCI-Express-Takt wieder Probleme zu bekommen.

Würde man mit der CPU den Sprung über 267 Mhz schaffen (also bei uns eine Taktfrequenz von über 3.74 Ghz), dann würde der Rechner wieder mit normalen PCI-Express-Timings laufen und sicherlich noch weiter übertakten können. Allerdings muß man dann mit einem 1:1-Speicherteiler weiterarbeiten, denn der 4:5-Teiler steht ab 267 Mhz nicht mehr zur Verfügung. Das haben wir natürlich auch ausprobiert und schalteten auf den Takt, der eigentlich für die FSB1066-Prozessoren reserviert ist:

Kein Problem also für den Shuttle XPC - auch wenn das System bei dieser Taktfrequenz nun deutlich laut wurde. Für die gebotenen Features ist dies auf jeden Fall ein recht gutes Ergebnis.


Bevor wir zu den Benchmarks schreiten, müssen wir noch ein paar Dinge erwähnen, die für die Tests protokolliert werden sollen. Mit dem Sockel 775 musste natürlich auch aufgrund der PCI-Express-Grafikkarte ein neues Testsystem her. Für die Tests hier in diesem Roundup verwendeten wir einen Pentium 4 560 "ES" ohne Multiplikator, um der Overclocking-Sperre auf den Zahn zu fühlen, und takten diesen auf 2.8 GHz. Als Grafikkarte setzen wir eine MSI Radeon X600XT mit 128 MB ein - zwar nicht das Top-Modell, aber ausreichend schnell, um Mainboards zu testen und auch ein paar neuere Spiele mit in den Vergleich aufzunehmen, ohne sofort eine Grafikkartenlimitierung zu erhalten. Als Speicher setzen wir Corsair Twin2X-1024-Module ein, hier setzen wir auf die 533 MHz-Version, die zwar mit CL4-Settings programmiert ist, aber auch ohne Probleme mit CL3 läuft. Eingesetzt werden zwei Module mit 512 MB. Eine Serial ATA-Festplatte ist natürlich Pflicht, weiterhin ein DVD-ROM-Laufwerk.

Für die Benchmarks verwenden wir 2x 512 MB Corsair CM2X512-4200-Module -
im Bild in Vollbestückung bei einem Stabilitätstest auf einem Abit-Mainboard

Als Betriebssystem setzen wir auf Windows XP Professional mit Service Pack 1A. Als Treiber werden die zum Testbeginn der i925X-Boards verwendeten Intel Inf-Treiber (6.0.1.1002) eingesetzt, die ATI-Catalyst 4.7 für die Grafikkarte und schließlich DirectX9b.

Hier das komplette Testsystem in der Übersicht :

Hardware :

Software :

Wie immer werfen wir auch einen Blick auf den FSB. Laut Intel-Spezifikation müsste die CPU genau mit 200.00 MHz betrieben werden, in der Vergangenheit hatten wir allerdings immer mal wieder Ausreißer. In unseren letzten Tests betraf dies ASUS - denn dort versuchte man sich mit 202.2 MHz einen kleinen Vorteil zu erhaschen.

Für den hier getesteten Shuttle SB95P V2XPC ergab sich folgende Messung beim FSB :

Damit liegt Shuttle hier zwar etwas über dem Soll, aber vollkommen im grünen Bereich. Während sich einige Konkurrenten also einen Vorteil verschaffen, liegt Shuttle im Bereich der Varianz, die wir erlauben. Auch ein PEG-Overclocking ist übrigens nicht implementiert, so dass auch hier der Daumen nach oben zeigen kann. Dafür hat der Shuttle XPC den Nachteil, dass er nur mit CL4 ins Rennen geht, da wir die Benchmarks nicht mit CL3 durchführen konnten. 

Nun kommen wir endlich zu den Benchmarks - bevor es jedoch an die Leistungswerte geht, noch die Qualitäts-Messungen von Rightmark :


Rightmark verwenden wir schon einige Zeit für Mainboard-Tests, richtig professionell haben wir den Benchmark allerdings erst bei dem Soundkarten-Roundup mit 6 Soundkarten verwendet, da wir dort die Signale mit einer hochwertigen Creative Professional E-MU 1820 generiert und aufgenommen haben. Das ist bei den Mainboard-Reviews leider nicht möglich, hier verwenden wir einfach ein Loop-Through-Kabel. Der Effekt : Man kann nicht 100%ig sicher gehen, wenn ein Onboard-Sound qualitativ schlechte Werte hat, ob dies aufgrund des Eingangs des Sounds oder des Ausgangs der Fall ist. Die meisten Ausgänge sind noch akzeptabel und von guter Qualität, einige Eingänge haben allerdings Mängel. Im Endeffekt ist das Urteil dann natürlich auch mit einem schlechten Eingang negativ - aber differenzieren können wir leider nicht.

Anders ist dies natürlich wenn ein Sound qualitativ gute Werte auch für den Eingang besitzt. Interessant wird dies vor allen Dingen aufgrund der Jack-Retasking-Funktion für die HD-Audio-Mainboards, denn hier müssen theoretisch alle Ein- und Ausgänge von hoher Qualität sein, weil diese durch Jack-Retasking frei vergeben werden können. Vielleicht geben sich aus diesem Grund die Hersteller jetzt auch mehr Mühe bei den Sound-Eingängen.

Beginnen wir mit unseren Tests :

Shuttle SB95P V2 Realtek ALC880:

Hier die detaillierten Daten in der HTML-Datei.

Zumindest die Soundeigenschaften hat Shuttle bei der zweiten Version des SB95P verbessert. Lag die erste Version noch deutlich hinter den anderen Boards mit dem Realtek Chip zurück, reiht es sich nun genau in diese Riege ein. An die Qualität einer sehr guten Soundkarte reicht der Onboard Sound zwar noch nicht heran, die meisten durchschnittlichen Karten lässt er aber hinter sich.

Kommen wir nun zu den "richtigen" Benchmarks, zum Leistungsvergleich.


Sisoft Sandra CPU Drystone ALU (Sisoftware)

Sisoft Sandra ist ein synthetischer Benchmark und aufgrund seiner leichten Anwendung und dem kompakten Download-Umfang ein recht beliebtes Tool zum Vergleich des PCs. Für Mainboard-Reviews wird dieser Benchmark oft verwendet, doch zeigt er dabei nur die genaue CPU-Frequenz in der Leistungsbeurteilung wieder - dort ist er also nur ein abschreckendes Beispiel. Recht sinnig ist er jedoch hier einsetzbar, auch wenn die Performance-Bewertung nichts mit der realen Performance eines CPUs zu tun hat, sondern eher einen Trend aufzeigt, denn die Berechnungen, die Sisoft Sandra anstellt, sind wirklich rudimentär.

Zunächst wollen wir die CPU-Benchmarks kurz ansehen :

Sisoft Sandra CPU Whetstone FPU

Sisoft Sandra MMX Integer

Sisoft Sandra MMX FP

Sisoft Sandra Memory Int

Sisoft Sandra Memory Float

Unser Kommentar :

In den ersten vier Benchmarks liegen alle Mainboards nahe beieinander, weil hier praktisch nur die CPU-Frequenz abgefragt wird. Man sieht demnach auch keinen Unterschied zwischen i925x und i915P/G oder DDR und DDR2. Interessanter wird es bei den Memory Integer- und Floating-Point-Werten. Hier liegen die Boards mit FSB-Übertaktung vorne. Der Shuttle SB95P V2 liegt aufgrund der 0,9 Mhz mehr FSB deshalb auch in den oberen Breeichen, immer in der Nähe von seinem Vorgänger. Hier gibt es kaum Geschwindigkeitsvorteile für das neuere Modell.

Bei den Speicherbenchmarks liegen die DDR2-Motherboards leicht vorne, die Mainboards mit DDR wie z.B. der Shuttle SB81P XPC und das Abit AG8 etwas hinter der Konkurrenz. Die Speicherperformance ist beim Shuttle SB95P V2 leider nicht sehr gut - denn die CL4-Timings verhelfen dem Board hier nicht gerade zu großen Sprüngen.

PCMark 2004 - CPU (Futuremark)

PCMark 2004 ist der nächste Benchmark in unserer Sammlung. Dieser Benchmark ist die neuste Kreation aus dem Hause Madonion und prüft die Leistung von CPU und Speicher. Heruntergeladen werden kann dieser Benchmark in unserer Download-Area oder bei Futuremark. Enthalten sind zwei Tests - ein reiner CPU-Benchmark und ein sogenannter Memory-Test, der die Bandbreite des Systems messen soll. Als dritten Benchmark findet man einen Harddisk-Benchmark, der jedoch eine sehr hohe Messungenauigkeit besitzt und deshalb für Festplattentests nicht zu empfehlen ist. Der CPU-Test gibt hauptsächlich die Taktung wieder. Beim Memory-Test merkt man deutlich, wenn ein Prozessor einen größeren Cache besitzt.

PCMark 2004 Memory

Unser Kommentar :

Beim CPU-Test sind zunächst aufgrund der gleichen Taktung natürlich wieder fast keine Unterschiede auszumachen - dass das ASUS-Board hier mit 202.2 MHz und das MSI-Mainboard mit 202.9 Mhz vorne stehen, ist aber demnach auch kein Wunder.

Der Shuttle SB95P V2 ist zwar nicht ganz oben in der Tabelle, kann sich aber trotzdem gut behaupten. Auch hier übertrifft es seinen Vorgänger leicht. Im Memory-Test sieht das Shuttle-Board hier aufgrund des etwas höheren FSBs auch besser aus als bei Sisoft Sandra, weil PCMark hier deutlicher reagiert. Mit CL3 würde der XPC aber noch besser in Schwung kommen.


Cinebench 2003 - Rendering 1 CPU (Maxon)

Cinebench ist ein Benchmark, der zur Performancemessung von Systemen für die Software Cinema 4D von Maxon entwickelt worden ist. 3D Modelling ist natürlich auf leistungsfähige CPUs angewiesen und so ist Cinema 4D auch SMP-fähig. Wir haben den Cinebench bislang auch für unsere Mainboard-Tests und für Dual-CPU-Tests verwendet, da er in diesem Bereich sehr gut ist und wir noch keinen vergleichbaren Benchmark im Portfolio hatten. Cinebench 2003 basiert auf CINEMA 4D R8 von Maxon, diese Version kann mit bis zu 16 Prozessoren umgehen. Einige typische Arbeitsvorgänge von Cinema 4D werden simuliert und über den Benchmark abgespult, dieser berechnet dann die Frames pro Sekunde.

Cinebench 2003 - Rendering 2 CPU (HT)

Cinebench 2003 C4D Shading

Cinebench 2003 OpenGL SW-L

Cinebench 2003 OpenGL HW-L

Unser Kommentar :

Beim Rendering liegen zunächst die Mainboards mit einem höheren FSB vorne - hier ist CPU-Leistung gefragt. Die Boards bleiben auch bei den anderen Benchmarks nahe beieinander, erst beim OpenGL Hardware-Test machen sich die Bugs im Bios von den Boards bemerkbar, denn hier ist PCI-Express-Performance gefordert und die Leistung der Motherboards bricht ein.

Auch hier wieder das gewohnte Bild, die beiden Shuttle-Geschwister liegen gleich auf. In den CPU-Benchmarks liegt das Shuttle SB95P V2 noch aufgrund des etwas höheren FSBs etwas besser, bei den OpenGL-Benchmarks fällt es dann jedoch etwas zurück. Allerdings liegt es hier deutlich vor dem Shuttle SB95P, welches noch keinen B1-Fix enthielt.

KibriBench (Adept Development)

KibriBench ist ein 3D-Renderer - und deutlich CPU-belastend. Wir verwenden die Map 'City', die ziemlich leistungsfressend ist. Kribi ist SMP-fähig und somit kommt auch Hyperthreading hier zum Einsatz. Auch diesen Benchmark haben wir neu für unsere CPU-Tests entdeckt, auch er nutzt neue Technologien wie Hyperthreading aus.

Unser Kommentar :

Auch bei Kribi ist CPU-Performance wichtig - aus diesem Grund liegt das MSI und das ASUS-Board in Führung. Der Shuttle SB95P V2-XPC gehört hier mit zu den Langsamsten. Dies ist verwunderlich, da der FSB doch mit 200,9 MHz leicht über dem Soll liegt. Hier scheint also auch die Latenzzeit des Speichers eine kleine Rolle zu spielen.


SpecViewPerf 7.0 3DSMax (SPEC)

SpecViewPerf ist ein Benchmark der SPEC.org, er ist kostenlos und kann ebenfalls heruntergeladen werden, allerdings ist die 7.0er Version mit mehreren hundert MB doch ein ganz schöner Brocken. Was macht der Benchmark ?

quote:
The first benchmark released by the SPECopc group was SPECviewperf®, which measures the 3D rendering performance of systems running under OpenGL.
Unsere Grafikkarte ist nun aktuell und schnell, aus diesem Grund präsentieren wir jetzt wieder alle sechs Teilbereiche : 3DSMax-01, UGS-01, DRV-08, DX-07, Light-05 und Proe-1.

SpecViewPerf 7.0 DRV-08

SpecViewPerf 7.0 DX-07

SpecViewPerf 7.0 Light-05

SpecViewPerf 7.0 Proe-01

SpecViewPerf 7.0 UGS-01

Unser Kommentar :

Auch hier hat der Shuttle XPC SB95PV2 eine gute Grundperformance - etwas schneller könnte er noch mit CL3 sein, aber so platziert er sich zwischen den meisten i925X und i915P-Mainboards.


XMpeg 5.03 (XMpeg)

Xmpeg 5.0.3 ist ein Komprimierungs-Tool, welches mit DivX umgehen kann. Wir verwenden für diesen Test den neuen Codec 5.1.1 in der Version und komprimieren ein Video. Es wurde dabei eine ca. 200MB große MPEG-2 Datei umgewandelt, wobei wir die Audio-Verarbeitung deaktivierten. Zwar zeigt das Programm die durchschnittliche Frame-Zahl pro Sekunde an, wir dividieren aber die kompletten Frames durch die benötigte Zeit. Derartige Komprimierungen waren schon immer ein kräftiger Leistungstest für Prozessoren.

Unser Kommentar :

Shuttles SB95P V2 liegt bei XMPeg nur im Mittelfeld. Dabei ist es fast genau so schnell wie die Referenzplatine von Intel.

TMPGEnc MPEG Encoder (TMPGEnc)

TMPGEnc ist der nächste Benchmark in unserem Test. TMPGEnc ist ein sehr guter Video-Encoder, der ebenfalls SMP-fähig ist und somit von Hyperthreading Gebrauch macht. Da TMPGEnc zunehmend verwendet wird, eignet er sich als guter Benchmark im Vergleich zu anderen ähnlichen Programmen, wie beispielsweise Flask Mpeg.

Achtung ! Weniger ist hier besser !

Unser Kommentar :

Alle Boards liegen gleich auf - die eine Sekunde Unterschied macht hier nicht die Welt, sondern liegt im Bereich der Meßgenauigkeit bei dem kleinen Demo-Video.

Lame mp3 Codec und CDex (Lame)

LAME ist ein weiteres Kompressionstool. Es handelt sich um einen freien mp3-Codec, den wir zusammen mit CDex zum Komprimieren einer CD verwenden. Wir komprimieren hier den Inhalt einer kompletten CD mit elf Songs zu mp3-Dateien mit einer Bitrate von 128 MBit. Interessant ist dabei, dass zu Beginn des mp3-Booms dies noch lange dauerte - das Rippen der .wav-Dateien von der CD dauerte mit 4x oder 8x CD-ROM-Laufwerken eine Ewigkeit, anschließend war der Rechner eine Stunde mit dem Encodieren beschäftigt. Jetzt ist die CD in knapp zwei Minuten ausgelesen, während der Rechner bereits im Hintergrund die Dateien komprimiert. Schneller als die CD wieder ins Regal eingeordnet ist, hat man also die Dateien per USB 2.0 auf seinem mp3-Player :

Achtung ! Weniger ist hier besser !

Unser Kommentar :

Alle Boards liegen hier nahe beineinander - das AA8 und das P5AD2 liegen hingegen gut im Rennen, das MSI 925X bricht aufgrund des hohen Taktes alle Rekorde. Sehr gut gefallen uns das Gigabyte 8I915P Duo Pro und das DFI Lanparty 915P-T12, auch der Shuttle SB95P ist hier mal schnell dabei. Die zweite Version des XPCs ist hier genau so schnell wie ihr Vorgänger.

WinRAR (RARLab)

WinACE und WinRAR sind neben WinZIP die weit verbreitesten Datei-Komprimierungsprogramme. WinZIP haben wir indirekt bereits mit Sysmark 2002 mitgetestet, hier wollen wir genauer auf die beiden Programme eingehen. Während WinRAR nach unseren Erfahrungen auf Pentium 4-Systemen - eventuell aufgrund von SSE2-Optimierungen - schneller ist, nutzt WinACE wohl keine derartigen Optimierungen, hier liegen Athlon XP und Pentium 4 immer näher zusammen. Wie sieht es hier aus ?

Achtung ! Weniger ist hier besser !

Unser Kommentar :

Vorne liegen hier das MSI 925X Neo Platinum und das ASUS P5AD2 Premium - hier muss man aber ein wenig Performance abziehen, da diese Boards mit einem hohen FSB antreten. Das Abit AA8 Duramax, das Gigabyte 8ANXP-D und das Gigabyte 8I915P Duo Pro sind deshalb eher unsere Favoriten. Der Shuttle SB95P V2 XPC ist hier leider langsamer als sein Vorgäner-Variante.

WinAce (WinAce)

Achtung ! Weniger ist hier besser !

Unser Kommentar :

Der Shuttle SB95P V2 XPC ist auch hier nur im Mittelfeld unterwegs.


3DMark 2001 SE (Futuremark)

3DMark 2001 ist sicherlich einer der beliebtesten Benchmarks - nicht nur bietet das Gamers Headquarter von Futuremark auch eine tolle Vergleichsbasis, sondern es lassen sich mit diesem, eigentlich als Grafikkarten-Benchmark konzipierten Programm auch recht gut Performance-Vergleiche anstellen. Je nach Auflösung erreicht man dabei eher eine Grafikkarten-Auslastung oder eine CPU-Auslastung - aus diesem Grund haben wir den Benchmark auch mit 1024x768 durchgeführt, das reicht bei unserer Geforce 6800 GT um zu zeigen, wo ein stärkerer CPU mehr Leistung bringen kann.

Unser Kommentar :

Deutlich sieht man hier die PEG-Übertaktung der Boards von ASUS und MSI. Die beste Performance zeigt deshalb objektiv das Intel D925XCV-Mainboard, da dieses Board auch nicht am FSB schraubt. Der Shuttle SB95P liegt hier nur im Mittelfeld, das Shuttle SB95P V2 hingegen sehr gut - hier lag zunächst die Vermutung nahe, dass das Board auch einen PEG Link Overclocking-Modus besitzt, doch zeigten sich diese Effekte in anderen Bereichen nicht.

3DMark 2003 (Futuremark)

3DMark 2003 kennt auch jeder - nur ist das Programm leicht in den Verruf gekommen, weil die Grafikkartenhersteller hier gerne etwas 'optimiert' haben. Für unsere CPU-Tests ist das allerdings nicht erheblich, da wir immer bei demselben Treiber und derselben Grafikkarte bleiben. Aus diesem Grund können wir 3DMark 2003 für den Vergleich recht gut einsetzen, auch wenn die Unterschiede recht gering sind - die Grafikkarte trägt hier die Hauptlast.

Unser Kommentar :

Auch hier ist die Performance des Shuttle SB95P V2 nur für das Mittelfeld ausreichend. Mit PEG Link Overclocking hätte es auch hier Vorteile erreicht, deshalb kann man ein Vorhandensein des Übertaktungs-Mechanismus praktisch ausschließen.

Aquamark 3 Score (Massive Development)

Aquamark 3 ist ein leistungsfähiger Test für Grafikkarten, aber auch bei ihm sieht man einen Effekt bei einer schnellen CPU. Wir verwenden die kostenlose Version, die man unter obigem Link herunterladen kann. Die Score ist dabei ähnlich wie bei den Benchmarks von Futuremark auch online vergleichbar mit anderen Systemen.

Unser Kommentar :

Auch hier ist wieder das ASUS- und das MSI 925X-Board vorne aufgrund der PEG-Link-Übertaktung. Der Shuttle Barebone kann sich unter den Top 5 platzieren. Hier sehen wir also ein sehr gutes Ergebnis des XPCs.

Codecreatures 1024x768 (Codecult)

Auch Codecreatures ist ein Benchmark für Grafikkarten - und dabei sogar ein recht anspruchsvoller. Ursprünglich wollten wir diesen Benchmark in den Reviews nur dazu verwenden, um aufzuzeigen, wo die CPU- und Chipsatzhersteller noch etwas verbessern könnten und wo eher eine neue Grafikkarte angebracht ist. Aus diesem Grund handeln wir Codecreatures auch recht schnell mit nur einer Auflösung (1024x768) ab, die zeigt, dass hier unsere Geforce 6800 zwar gute Werte bringt, aber die Frameraten immer noch sehr niedrig sind.

Unser Kommentar :

Praktisch liegen hier alle Boards gleich auf - Codecreatures limitiert hier bei 31.7fps, deshalb liegen hier alle Boards auf einem Niveau.


Quake 3 Arena 640x480 (ID Software)

Als Nächstes werfen wir einen Blick auf Quake 3 Arena. Quake 3 Arena ist schon ein Klassiker im Bereich der Benchmarks, deshalb setzen wir ihn auch weiterhin ein, haben ihn für unsere CPU-Tests aber erst jetzt wieder aus dem Archiv geholt. Die Demo 001 wird in der Konsole mit dem Befehl 'timedemo 1' und 'demo demo001' aktiviert, den Benchmark haben wir bei 640x480 mit 16 bit laufen lassen, um die CPU am meisten zu fordern. Hier sehen wir die Ergebnisse :

Unser Kommentar :

PEG-Link-Overclocking macht auch hier eine Menge, deshalb ist das ASUS-Board auch hier wieder vorne. Seltsamerweise kommt MSI hier gar nicht in den Tritt - ein Zeichen von Instabilität des 925X aufgrund des PEG-Overclockings ?

Shuttles neuester Barebone zeigt eine ordentliche Performance.

Return to Castle Wolfenstein 640x480 (Activision)

Return to Castle Wolfenstein basiert auf der Quake 3-Engine, ist aber ungleich anspruchsvoller. Getestet wurde nach den 3DCenter-Regeln für dieses Spiel und mit der dort beschriebenen Time-Demo Checkpoint durchgeführt. Die Time-Demo erhält man bei 3DCenter, das Spiel muss man sich jedoch selbst besorgen, denn eine Demo ist im Internet leider nicht verfügbar.

Unser Kommentar :

Der XPC liegt hier im guten Mittelfeld.


UT2003 Flyby 640x480 (Epic)

Unreal Tournament 2003 ist als Demo verfügbar, in die eine Benchmark-Funktion eingebaut ist. Ein Skript testet bei verschiedenen Auflösungen, es gibt eine Flyby-Demo und ein Botmatch, die die Leistungsfähigkeit des Systems für die Vollversion zeigen soll. Hier die Ergebnisse bei 640x480 mit 16 bit, denn auch hier wollen wir natürlich die Belastung auf die CPU verlagern :

UT2003 Botmatch 640x480

Unreal Tournament 2004 - Flyby 1024x768 (Epic)

Etwas hungriger bezüglich der Grafikkartenleistung ist UT2004 - aber in einigen Bereichen limitiert auch die CPU, weshalb sich auch dieser Benchmark perfekt für das Messen der CPU-Performance eignet. Wir haben den Benchmark wie immer mit niedriger Auflösung getestet.

Unreal Tournament 2004 - Assault 1024x768

Unser Kommentar :

Bei den Unreal-Benchmarks kann sich der neue XPC sehr gut verkaufen. Er liegt praktisch immer unter den Top5 - auch mit CL4.


Comanche 4 640x480 (Novalogic)

Comanche 4 ist für Auflösungen von 1024x768 durchaus noch als CPU-Benchmark zu gebrauchen, bei höheren Auflösungen limitiert jedoch die Grafikkarte. Der Benchmark nutzt viele Pixel- und Vertexshader, allerdings wird neben einer hervorragenden Grafikkarte auch ein starker CPU benötigt. Das Spiel basiert auf DirectX 8 und ist in der Demo zum Downloaden erhältlich. Die Demo besitzt einen integrierten Benchmark, hier kann man also vor dem Kauf auch feststellen, ob das Spiel auf dem gewünschten PC ruckelfrei läuft. Wir verwenden ihn zur Leistungsmessung.

Unser Kommentar :

Die Shuttle XPCs liegen direkt hinter der Spitze im Top10-Bereich.

Serious Sam 640x480 (Croteam)

Serious Sam ist auch neu bei unseren CPU-Tests - das Game ist hinreichend bekannt, wir verwenden die integrierte Benchmark-Funktion, natürlich mit 640x480 und niedrigsten Settings, um die Grafikkarte möglichst nicht zu belasten und die CPU zu fordern. Hier das Ergebnis :

Unser Kommentar :

 Der Shuttle SB95P V2 liegt hier im oberen Mittelfeld und schafft noch den Sprung in die Top10.

DroneZMark 640x480 (Zetha Games)

DroneZMark liefert nur mit einer starken Grafikkarte eindeutige Werte für einen CPU-Test - mit einer GeForce 6800 GT ist dies jedoch kein Problem. So haben wir hier ziemlich eindeutige Werte, DroneZ reagiert allerdings sehr gerne auch auf einen großen Cache, wie man in unseren bisherigen Tests sehen konnte.

Unser Kommentar :

Auch hier schafft Shuttle ganz knapp den Sprung in die Top10.

X2 The Threat - 640x480 (Egosoft)

X2 ist ein Weltraum-Egoshooter, der auch in einer Demoversion zum Herunterladen existiert, die wir hier für diesen Test verwenden. Die Software wird von uns in einer niedrigen Auflösung getestet, da das Spiel bei höheren Auflösungen beginnt, Grafikkarten-lastig zu werden.

Unser Kommentar :

Direkt hinter den beiden Boards mit PEG Link Overclocking findet man den Shuttle SB95P V2. Auch hier also ein sehr gutes Ergebnis.


FarCry Pier 800x600 (Crytek)

FarCry ist wohl das Spiel des Jahres 2004 und ein Grund, sich mal wieder einen neuen PC zu leisten. Das Spiel ist sowohl stark Grafikkarten-lastig bei höheren Auflösungen und hohen Details, aber es existiert auch eine sehr hohe CPU-Belastung, gerade bei niedrigeren Auflösungen ohne viele Details. Wir verwenden deshalb den Benchmark mit Standard-Settings und unterschiedlichen Auflösungen.

Farcry Pier 1024x768

Farcry Pier 1280x1024

Farcry Pier 1600x1200

Unser Kommentar :

FarCry ist CPU-lastig bei einer guten Grafikkarte, teilweise sogar bis in höhere Auflösungen. Bei uns beginnt die Grafikkarte erst bei 1280x1024 zu limitieren, vorher ist deutlich eine CPU-Last zu sehen. Allerdings bleibt diese auch bei höheren Auflösungen noch bestehen.

Unser Testkandidat liegt auch hier im oberen Mittelfeld.


Dank des Shuttle SB95 V2 muss man in Zukunft keinen Bogen mehr um einen Barebone machen, wenn man einen der neuen Pentium 4 Extreme Edition Prozessoren mit einem FSB von 1066MHz verbauen will. Ob dies aber sinnvoll ist, muss jeder selbst wissen, denn der kleine XPC wird bei Taktraten von 3,6GHz und darüber recht laut und gleicht eher einer Turbine als einem PC. Daher würden wir von einem Einsatz solcher High-End-CPUs in dem hier getesteten Barebone abraten. Da der Barebone in allen anderen Punkten seinem Vorgänger entspricht, kann man über seine Daseinsberechtigung streiten. Aber auf jeden Fall ist man in Zukunft nicht mehr bei der Wahl seines Prozessors eingeschränkt ist. Einen Pentium 4 mit 2,8 GHz konnten wir in unserem Test aber ohne größere Probleme, mit einer angenehmen Lautstärke kühlen. Mit einem Pentium 4 630J mit EIST und C1E lässt sich sicherlich die Lautstärke noch etwas senken.

Fakt ist aber auch, dass Shuttle wie beim Vorgänger ein sehr gutes Gesamtpaket geschnürt hat. In das kleine, sehr gut verarbeitete Gehäuse passen mehr Festplatten als man sich vorstellen kann, welche man danke der ICH6R Southbridge zu einem Raidarray zusammenfassen kann. Auch mit dabei sind natürlich USB 2.0, Firewire und ein guter Onboard-Sound. Diesen Punkt hat Shuttle gegenüber der Vorgängerversion nicht gleich belassen, sondern glücklicherweise nachgebessert. Auch das integrierte Netzteil kann überzeugen, selbst eine High-End Grafikkarte kann es problemlos mit Strom versorgen. Allerdings muss man bei der Wahl der Grafikkarte darauf achten, dass nur Karten mit einer Ein-Slot Lösung verbaut werden können.

Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Im Gegensatz zu der ersten Version hat die V2 des SB95P nun von vorneherein aufgrund der neuen Bios-Version den B1-Fix integriert, so dass hier keine Bandbreitenprobleme entstehen. Unser Testsample hatte leider noch Probleme während des Warmstarts. Hier blieb unser Muster regelmäßig hängen. Wir gehen aber davon aus, dass Shuttle dieses Problem durch ein Biosupdate behebt.

Allerdings kann dies wohl auch mal länger dauern - es ist etwas merkwürdig, dass Shuttle die Zeit seit dem letzten Review nicht genutzt hat, um die von uns angesprochenen Probleme des SB95P zu verbessern. Die Lüftersteuerung funktioniert immer noch nicht zuverlässig, auch die Onboard-LAN-Schnittstelle lässt sich nur umständlich deaktivieren, zudem läuft das System immer noch nicht mit CL3. Das könnte gerade der eigentlich guten Performance noch einmal auf die Sprünge helfen.

Positive Punkte des Shuttle SB95P V2:

Negative Punkte des Shuttle SB95P V2:

Insgesamt ist der Shuttle SB95PV2 sicherlich einer der performantesten XPCs von Shuttle, aber aufgrund der Lautstärkeentwicklung eher für den High-End-Gamer gedacht, der sich Kopfhörer aufsetzt und den es nicht stört, wenn der XPC lärmt. Für den Heimkino-Bereich und den möglichst lautlosen PC im Wohnzimmer sollte man sich andere Shuttle-Rechner ansehen.

Weitere Links:

Weitere Mainboard- und CPU-Reviews findet man in unserer Testdatenbank unter Prozessoren, Mainboards Intel oder Mainboards AMD. Interessante Informationen oder Probleme mit der getesteten Hardware? Support nötig und Probleme mit der Hardware? Ab in unser Forum!

Erwerben können Sie die Produkte aus unserem Review bei unseren Sponsoren: