DFI nForce4 Serie

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Langsam aber sicher drängen alle Hersteller mit ihren neuen AMD-Chipsätzen mit PCI-Express-Interface auf den Markt. Wir konnten bereits einen Blick auf das ASUS A8N-SLI und die beiden Gigabyte Modelle K8NXP-SLI und K8NXP-9 werfen, die beide Vertreter der nForce 4-Riege sind. Bisher ist noch nichts aus dem Hause VIA und dessen K8T890 zu hören und so nehmen wir uns die Zeit einen Blick auf die DFI nForce4 Serie zu werfen. So erreichten uns zwei prall gefüllte Pakete mit den beiden Mainboards DFI LanParty nF4 SLI-DR und dem DFI LanParty UT nF4 Ultra-D. Wie sich die beiden potenziellen OC-Wunder gegen die bisherige Konkurrenz schlagen, ist auf den folgenden Seiten nachzulesen.

DFI gehört schon seit Jahren zu den etablierten Mainboardherstellern. Gegründet wurde DFI 1981 und man konzentrierte sich von Beginn an auf die Produktion von Mainboards und Grafikkarten. Derzeit hat DFI aber keine Grafikkarte im Programm und konzentriert sich auf Mainboards für ambitionierte Spieler und Overclocker, hierfür entwickelte man die Lanparty-Serie. Eine komplette Übersicht über alle Mainboards und deren Features findet man auf der DFI-Webseite und natürlich auch in unserer Marktübersicht PerfectBoard. Wir hatten schon oft Lanparty-Boards im Test - mit dieser Serie möchte man in den Bereich vorstoßen, der bislang ASUS und Abit vorbehalten war. Da immer mehr High-End-Freaks auf DFI-Boards umsteigen, kann man dieses Vorhaben als erfolgreich betrachten. 

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Bisher setzt man bei DFI ausschließlich auf NVIDIA Chipsätze, so auch bei den beiden aktuellen LanParty nF4 SLI-DR und dem LanParty UT nF4 Ultra-D Modellen. Ob auch VIA Chipsätze auf DFI Platinen verbaut werden soll, ist mehr als unwahrscheinlich. Klar zu erkennen sind die typischen DFI Farbgebungen für Lanparty-Boards - gelbe Slots und ein schwarzes PCB verleihen den Boards einen schicken Look. Ebenfalls auffallend ist die Tatsache, dass sich beide Mainboards praktisch gar nicht unterscheiden.

Die Ausstattung der Boards kann sich sehen lassen - beide sind bis in die letzte Ecke des PCBs mit Onboard-Geräten vollgepackt. 

 

Die beiden DFI Mainboards bieten alles, was das Benutzer-Herz begehrt. Dual Gigabit LAN, USB 2.0, FireWire, Serial-ATA II und 8-Kanal Sound. Auf dem LanParty nF4 SLI-DR hat man zusätzlich noch einen extra Serial ATA-Controller auf das Mainboard gelötet. Somit können insgesamt 8 Serial ATA-Geräte angeschlossen werden. Wie es mit der Einstellvielfalt in Sachen VCore und VDIMM aussieht und wie gut die Boards sich im Overclocking-Test verhält, werden wir später behandeln.

Etwas Konfusion gibt es bei der Bestückung der PCI-Express-Slots mit PCI-Express-Lanes. Hier fanden wir auf der DFI-Webseite Angaben, sodass die Boards insgesamt 21 bzw. 23 PCI-Express-Lanes haben müssten. Allerdings besitzt der nForce 4 nur maximal 20 PCI-Express-Lanes. Also fragten wir bei DFI nach, wie genau die Konfiguration aussieht - erhielten jedoch keine Antwort. Für die x16-Slots war die Belegung recht schnell klar und aus der Tatsache, dass der nForce 4 maximal 20 PCI-Express-Lanes besitzt, konnten wir Rückschlüsse auf die Anbindung des x4-Slots vornehmen - bei diesem kann es sich nur um einen x1-Slot handeln. Da dieser als x4-Slot ausgelegt ist, kann der Kunde etwas flexibler das Board bestücken - beispielsweise auch eine x4-Karte einsetzen. Diese läuft dann aber natürlich nur mit x1-Geschwindigkeit.

Auf der nächsten Seite wollen wir uns nun zunächst dem neuen NVIDIA-Chipsatz annehmen. Anschließend kommen wir zu den beiden Mainboards.


Wieder führt NVIDIA seinen Chipsatz in verschiedenen Versionen ein, so dass der Anwender entscheiden kann, welche Features für ihn wichtig sind und für die er auch gerne etwas mehr ausgeben möchte. Für den nForce4 plant NVIDIA eine Preisspanne bei den Mainboards von 55 bis 88$. Die nForce4 Ultra Mainboards sollen zwischen 100 und 150$ kosten. Wer bereit ist, neben zwei SLI fähigen Grafikkarten auch noch in etwa 200$ für ein Mainboard zu bezahlen, der ist beim nForce4 SLI richtig. In der Praxis zeigt sich jedoch, dass diese Preisvorstellungen von NVIDIA nicht haltbar sind - SLI-Boards befinden sich schon für knapp 150 Euro im Handel.

Chipsatz-Features - Netzwerk und Security

Bereits im nForce3 250Gb hatte NVIDIA eine Gigabit Ethernet Schnittstelle im Chip implementiert. In der ersten Generation des nForce Chipsatzes und auch bei vielen Chipsätzen anderer Hersteller konnten solche Lösungen nur über einen zusätzlichen Chip angeboten werden, welcher dann über den erheblich langsameren PCI-Bus an das System gekoppelt werden musste. Besonders im Volllast-Betrieb und bei obendrein vollbesetzten PCI-Steckplätzen sorgte das für zeitweise für heftige Datenstaus. Da die Funktion nun direkt in der MCP und somit direkt am HyperTransport-Link liegt, sind die Interferenzen wesentlich geringer. Im Endeffekt lässt sich damit eine Leistung ähnlich dem Gigabit Ethernet Port eines i875P-Canterwood-Chipsatzes erreichen oder einer professionellen Lösung über PCI-Express. 

Problem des nForce3 250 war allerdings die durchaus heftige CPU Belastung, die auftritt, wenn die aktivierte Firewall den kompletten Datentransfer der Gigabit Schnittstelle überwachte. Beim normalen Surfen und auch Downloaden im Internet bei der üblichen DSL Geschwindigkeit stellt dies kein Problem dar, wenn allerdings in einem Netzwerk ein hoher Traffic entsteht, z.B. wenn große Datenmengen kopiert werden, reicht die CPU Auslastung selbst bei einem AMD Athlon 64 FX an die 75 Prozent. Um dies zu umgehen entwickelte NVIDIA die Active Armor Firewall . Hier wird der Netzwerk Traffic nicht komplett mit Hilfe der CPU überwacht, sondern zu einem Großteil im MCP selbst. Somit erreicht man, dass selbst bei theoretisch 100 prozentiger Auslastung des Netzwerkadapters, die CPU Auslastung nie über 10 Prozent steigt.

Des Weiteren lassen sich in der Firewall bestimmte Ports frei schalten bzw. sperren. Wenn ein Programm von außerhalb oder ein auf dem Rechner befindliches Programm eine Verbindung aufbauen möchte, schlägt die Firewall Alarm via Pop-Up Alarm und fragt den Anwender, was zu tun sei. Dieser hat dann die Wahl die Verbindung einmalig oder für immer zu erlauben oder sie einmalig oder für immer zu blockieren. Wenn die Verbindung für immer erlaubt wird, ist der entsprechende Port aber auch nur dann geöffnet, wenn das dazu passende Programm auch gestartet wurde.

Chipsatz-Features - Storage

Ebenfalls im nForce4 verbessert wurden die Storage Controller für das Serial-ATA und P-ATA. Bis auf den Standard-nForce4 Chipsatz verfügen alle nForce4 Chipsätze über einen neuen Storage Controller, der nun auch mit dem Serial-ATA II Standard zurecht kommt. Laufwerke für eben diesen neuen Standard sollen zu Beginn des Jahres 2005 erscheinen und erlauben eine theoretische Bandbreite von 3.0 GB/Sekunde, sind als doppelt so schnell wie der Serial-ATA I Standard. Als weitere Besonderheit unterstützt der Controller natürlich auch neue Features wie Native Command Queuing und Hot-Plugging , sofern die Festplatten diese Features unterstützen.

Die vier möglichen Laufwerke greifen nun auf zwei Controller zurück und nicht wie vormals auf nur einen Controller. Dadurch verteilt sich die Last besser und erlaubt besonders im Betrieb mit vier Laufwerken einen deutlichen Geschwindigkeitszuwachs. Ob sich dies auch in der Realität auswirkt oder aufgrund der sowieso langsameren Laufwerke nur eine theoretisch höhere maximale Bandbreite mitbringt, wird man in den ersten Serial ATA-Raid-Tests sehen.

Das nvRAID Tool erlaubt es dem Anwender dabei den Überblick über die erstellten Arrays zu behalten und vereinfacht auch das erstellen eines solchen erheblich. Ein Wizard führt den Anwender dabei Schritt für Schritt durch die nötigen Menüs, egal ob man ein RAID 0 oder 1 erstellen möchte. Als besonderes Feature bietet der nForce4 RAID Controller die Möglichkeit, eine freie Festplatte zu bestimmen, die im Falle eines Ausfalles eines Laufwerkes in einem Mirror Arrays dessen Funktion übernimmt.

Jeder kennt die Schwierigkeit bei einem Defekt aus einem voll gestopften System mit mehreren Festplatten die richtige zu finden. Auch hier hat NVIDIA eine Technologie entwickelt, die das entsprechende Laufwerk bzw. dessen Anschluss via Treibereinblendung farblich markiert und so den Anwender direkt zum defekten Laufwerk führt. Die Anschlüsse werden Real-Time überwacht, was die Arbeit besonderes mit Hot-Plug Festplatten und Arrays erleichtert. Da jeder Mainboardhersteller die Möglichkeit bekommt, den nForce Treiber entsprechend anzupassen, zeigt die Abbildung auch wirklich immer den entsprechenden Anschluss und keine kryptischen Zeichen bzw. die Bezeichnung des Anschlusses. Allerdings bedeutet dies auch einen erheblich Mehraufwand für die Hersteller, denn diese müssten bei optimalem Support jeden neuen nForce Treiber entsprechend Anpassen und zum Download anbieten.

Chipsatz-Features - SLI

Wie bereits Intel mit dem E7525 "Tumwater" hat auch NVIDIA nun einen Chipsatz mit SLI Support. NVIDIA nutzt also bei den beiden x16-Karten zwei wie x16 PCI-Express-Slots aussehende Slots, um die Grafikperformance aktueller Systeme auf eine ganz besondere Art und Weise zu steigern. Wird nur eine Grafikkarte eingesetzt, hat diese die volle x16-Bandbreite zur Verfügung, der andere Slot wird mit einer Steckkarte terminiert. Bei zwei Grafikkarten nimmt man die Terminierung heraus und die beiden Grafikkarten teilen sich jeweils eine x8-Anbindung. 

Die SLI-Technik kennen wir schon von älteren Voodoo2-Karten - hier wird sie wiederbelebt auf eine effektivere Art und Weise. Einen Ausblick auf die SLI Technologie haben wir bereits in einem Artikel zum Tumwater Chipsatz gegeben. Mittlerweile haben wir jedoch auch einige Praxis-Artikel zu bieten:

Die Vor- und Nachteile von SLI haben wir in diesen Reviews deutlich ausgeführt.

Chipsatz-Features - Optimierung der PC Performance

Neben den üblichen Tricks und Kniffen die PC Performance zu verbessern, bietet NVIDIA mit dem nTune Tool die Möglichkeit, gezielt auf die PC Performance Einfluss zu nehmen. Dabei werden dem Anwender Möglichkeiten eingeräumt, die sonst nur über einen speziellen Chip des Mainboardherstellers, z.b. µGuru von Abit und CoreCell von MSI, geboten werden konnten.

Dem Anwender stehen mehrere Module im nTune Tool zur Seite. So kann er, wie bereits erwähnt, sein System übertakten. Dies aber über dem üblichen Maße, wie es andere Mainboardhersteller erlauben, denn eigentlich ist nun kein Blick mehr in den BIOS erforderlich, da sich sämtliche Einstellungen im nTune vornehmen lassen. Bevor man sein System übertaktet, sollte man es vom NVIDIA Treiber analysieren lassen, denn so lassen sich mögliche Schwachstellen leicht erkennen und oft ist auch kein höherer Takt des Systems nötig, um die Performance anzuheben.

So erkennt das nTune Tool, ob nicht vielleicht DDR333 Speicher im System verbaut ist und meldet dies dem Benutzer. Dieser kann den DDR333 Speicher dann gegen einen leistungsfähigeren DDR400 Speicher tauschen. Dies gilt auch für die Erkennung des Arbeitsspeicher, des Prozessors oder der Festplatten. Jetzt sollte man den NVIDIA-eigenen Benchmark starten, der dann gezielt auf Speicher-, Festplatten oder Grafikperformance des System analysiert und gegen ein Referenzsystem vergleicht. Danach lassen sich per Auto-Tunuing Funktion vordefinierte Einstellungen laden und das System so übertakten. Der Anwender kann alle Einstellungen aber auch per Hand editieren und abspeichern. Hier kann es allerdings zu Problemen kommen, wenn man die Hardware über den möglichen Spezifikationen betreibt. Doch auch hier hat NVIDIA vorgesorgt und stattet das nTune Tool mit einer Recovery Funktion aus, die das System nach einem missglückten Start mit den letzten stabilen Einstellungen starten lässt.

Ähnlich wie andere Hersteller auch, kann das System aber auch an Profilen gebunden, je nach laufender Anwendung über- bzw. untertaktet werden. Diese vordefinierten Profile lassen sich mit Anwendungen koppeln und erlauben so den lautlosen Betrieb während einer DVD Session oder die geballten Leistung für eine 3D Game.

Mit dem Chipsatz ist die Theorie nun abgeschlossen und wir können zu einem etwas anschaulicheren Teil kommen, der Betrachtung des Layouts sowie der Ausstattung der beiden DFI Mainboards. Beginnen wollen wir hier mit dem DFI LanParty nF4 SLI-DR.


DFI liefert sein LanParty nF4 SLI-DR in einer riesigen Box aus, in der sich der eigentliche Mainboard-Karton nur verstecken kann. Alleine schon die Verpackung verdeutlich recht schnell, welchen Lieferumfang DFI dem Mainboard beilegt - ausgepackt wird dann der volle Umfang sichtbar. Von gerundeten Kabeln bis über ein seperates Audio-Modul ist alles dabei:

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Werfen wir einfach einen Blick in die Verpackung und den Lieferumfang:

Vom Standard-IDE Kabel bis hin zu allen Erweiterungsblenden und weiteren Kabeln ist alles dabei. DFI setzt wie bereits einige Hersteller bei den ATA/133 Kabeln auf die gerundete Ausführung, was dann den Einbau und die Durchlüftung des Gehäuses vereinfacht. Als erster Hersteller legt DFI kein SLI Retention Modul bei, da die Umstellung von SLI in non-SLI nicht über eine Platine, sondern über mehrere Jumper. Ansonsten zeigt sich DFI eher sparsam, hier haben ASUS und Gigabyte die Nase klar vorn.

Schaut man zusätzlich auf die ATX-Blende, so sieht man, dass insgesamt sechs USB 2.0-Ports und sämtliche digitalen und analogen Anschlüsse für den Sound nutzbar sind, sowie die RJ45 Stecker für das Gigabit LAN. Auf die zahlreichen Sound Anschlussmöglichkeiten gehen wir später noch genauer ein, hier fehlt nur ein optischer Anschluß, analoge Anschlüsse und zwei digitale SPDIF sind jedoch vorhanden. Ein FireWire Anschlüsse macht DFI direkt über die ATX-Blende verfügbar. Alle weiteren Anschlüsse können über den FrontX Einschub zugägnlich gemacht werden. Für ein SLI-Mainboard darf schließlich auch nicht der SLI-Connector fehlen. 

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Im Folgenden sind die auf unserem Mainboard verbauten zwei PCI Slots zu erkennen. Direkt daneben findet sich einer der beiden PCI-Express x8/x16-Slots, der recht dicht auf dem ersten PCI Steckplatz sitzt und diesen so auch bei doppelt hohen Grafikkartenkühlern blockiert. Somit bleibt bei einem High-End System im Referenzdesign wohl nur ein freier PCI Steckplätze frei. Dies sollte aber bei der heutigen Anzahl an Onboard-Komponenten kein Problem sein, wenn man das System gut plant. Darauf folgt einer der beiden PCI-Express x1 Steckplätze, woraufhin der primäre PCI-Express x16 Slot folgt. Ganz rechts ist der PCI-Express x4 Slot zu erkennen. Werden SLI-Karten eingesetzt mit doppelt hohem Kühlkörper, so ist also auch ein PCI-Express-Slot blockiert. Effektiv stehen bei einem voll ausgestatteten System mit zwei GeForce 6800 Ultra also nur ein PCI und ein PCI-Express x4-Port noch zur Verfügung, wobei der x4 als x1 angebunden ist.

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Insgesamt können in den vier DIMMs bis zu 4 GB Arbeitsspeicher untergebracht werden, also jeweils ein Modul mit bis zu 1024 MB. Wie den Spezifikationen zu entnehmen ist, können Module der Baureihe DDR400, DDR333 und DDR266 eingesetzt werden. Natürlich ist auch hier, genau wie bei allen Sockel 939 Platinen der Dual-Channel Betrieb möglich, was DFI auch mit den farblich markierten DIMM Steckplätzen verdeutlicht.

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Im nächsten Bild sieht man den Sockel 939. Einige MOSFETs sind zwar recht nahe an den Sockel gerückt, dies stellt aber auch mit dem Zalman Kühler kein Problem dar. Sehr schön sind auch die passiv gekühlten Elemente zu erkennen. Im Gegensatz zu einigen anderen Boards designed DFI das Board so, dass die RAM-Slots nicht an der Mainboardseite sitzen, sondern über dem CPU-Sockel - wahrscheinlich um mit der großen Zahl an Onboard-Features zurecht zu kommen und kurze saubere Signallaufzeiten zu erhalten.

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In der rechten unteren Ecke befinden sich einige wichtige Laufwerksanschlüsse. Zu sehen sind acht Serial-ATA Anschlüsse sowie der BIOS Chip und einige weitere Chips und Anschlüsse. Ebenfalls zu sehen ist der nForce4 Chip mit der aktiven Kühlung und weitere wichtigen Komponenten. Diese aktive Kühlung dürfte besonders im SLI Betrieb von Nöten sein, da hier unter Umständen zwei High-End Grafikkarten im Sandwich den Chipsatz aufheizen könnten. Bei der Positionierung hat DFI darauf geachtet, dass der Kühlkörper möglichst so angeordnet ist, dass er die Grafikkarten nicht beeinträchtigt und auch die Höhe keine Probleme bereiten kann. Der Kühlkörper ist allerdings alles andere als sicher montiert und bewegt sich bei jeder Berührung, die bei jedem Grafikkarten Ein- und Ausbau zu Stande kommt, deutlich hin und her. Der Lüfter ist zwar hörbar, aber nicht unbedingt laut und störend, sondern der bisher leiseste Chipsatzlüfter auf einem SLI Mainboard.

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Auf der nächsten Seite wollen wir uns die weitere Onboard-Ausstattung noch einmal genauer anschauen.


Wie bereits in unserem NVIDIA nForce4 Review zum Launch des Chipsatzes erwähnt, werden die Mainboardhersteller den SLI Connector mit in ihren Lieferumfang packen. Jeder Hersteller muss dies tun, da einige Hersteller auf andere Layouts setzen (zwei PCI-Express x1-Slots zwischen den x16-Slots oder nur einen x1-Slot) und damit der Abstand der x16-Slots unterschiedlich ist. Beim DFI-Board ist er wie beim ASUS- und Gigabyte-Board über einen x1-Slot geführt:

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Hier zu sehen ist der FrontX Fronteinschub. Er sorgt mit den entsprechenden Anschlüssen für weitere USB 2.0, Sound, FireWire und sogar Front-Serial-ATA Anschlüsse und das Suchen nach einem Anschluss unter dem Tisch hinter dem PC-Gehäuse hat ein Ende. Welche Anschlüsse man wählt, bleibt dem Anwender selbst überlassen, da die Ports in den FrontX eingeschoben werden können.

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Etwas besonderes hat sich DFI für die rückwärtigen Sound-Anschlüsse überlegt. Diese lassen sich über ein Modul auf das Mainboard stecken oder aber wenn sie nicht benötigt werden entfernen. Warum DFI die Soundanschlüsse allerdings auf ein solchen abnehmbares Modul plaziert, wird uns nicht ganz bewusst. Es soll sich in dieser Form eigentlich für eine bessere Soundqualität eignen - ob dies tatsächlich so ist, werden wir später sehen.

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Um die Jumper und dort vor allem die SLI Jumper auf dem Mainboard setzen zu können, legt DFI seinen nForce4 Mainboards eine spezielle Zange bei, die das Abnehmen der Jumper erleichtern soll.

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Im folgenden wollen wir uns die verbauten Chips einmal näher anschauen.


Der Silicon Image SiI3114CT Chip ist unterhalb der PCI Slots verlötet. Er übernimmt die Kontrolle von vier der acht Serial-ATA Anschlüsse. Die übrigen beiden werden über den nForce4 angesprochen. Der implementierte Controller des nForce4 unterstützt die RAID Level 0 und 1, der Silicon Image kommt via Software Update auch mit dem RAID Level 5 zu recht. Wenn möglich sollte man jedoch den integrierten nForce4-Raidcontroller verwenden, da dieser über eine bessere Raid-Performance verfügt - er ist nämlich nicht an den PCI-Bus angebunden und belastet so weniger das System und bietet höhere Burst-Bandbreiten. Des Weiteren ist er ein Serial ATA II-Controller und er besitzt zwei getrennte Controller, um die Performance im Raid zu erhöhen.

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Der I/O Controller Chip aus dem Hause ITE sitzt im hinteren Eck des Mainboards hinter den PCI-Steckplätzen. Er ist für das Hardwaremonitoring zuständig, weiterhin stellt er Schnittstellen wie die PS/2-Ports, serielle und parallele Schnittstelle, Gameport und den Floppy-Port zur Verfügung. Das Hardwaremonitoring schauen wir uns später im Bereich des Bios noch einmal an.

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Als Gigabit Ethernet NIC setzt DFI weiterhin auf den Marvel 88E8001. Dieser ist über den PCI Bus angebunden. Dies bedeutet, dass er gemäß der PCI Spezifikation maximal 133 MB/s abzüglich sonstigen Traffics übertragen kann. Ein 10/100/100mbit NIC bietet aber die Möglichkeit, im Voll-Duplex-Modus bis zu 250 MB/s zu übertragen. Entsprechend bremst der PCI-Bus im Volllast-Betrieb den NIC aus und das System ist ziemlich überlastet. Für den Heimbereich hingegen reicht der Chip vollkommen aus, da hier meistens 10/100mbit Hubs eingesetzt werden und die Leistung eines Gigabit Ethernet NIC auch nicht benötigt wird oder durch andere Hardware-Komponenten (Festplatte etc.) ausgebremst werden.

Für High-Speed-Verbindungen sollte man also den NVIDIA-NIC verwenden. DFI hätte natürlich auch eine x1-Lane mit einem PCI-Express-Controller verwenden können, aber dies ist eigentlich unnötig, da man mit der NVIDIA-Lösung ja bereits einen High-Speed-Controller auf dem Board findet, der die volle Gigabit Ethernet Performance erreichen kann. Zusätzlich bietet dieser ja auch noch die Hardware-Firewall.

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Der hier im Bild erkennbare Vitesse SimpliPHY 8201 Chip stellt den einen Gigabit-LAN Transceiver dar. Er nutzt den in dem nForce4 zu findenden Controller. Wenn die Peripherie stimmt, kann der Rechner, welcher mit diesem Board ausgestattet ist, theoretisch 250 MB pro Sekunde auf einen anderen Klienten übertragen. Da der Gigabit Ethernet-Chip von NVIDIA nicht über PCI angebunden ist, kann diese Bandbreite hier tatsächlich auch erreicht werden. Der Gigabit Ethernet des Boards ist also ähnlich schnell wie ein CSA-betriebener Gigabit Ethernet-Controller, ein neuer x1-PCI-Express-Gigabit Ethernet oder ähnlichen integrierten Varianten. Und im Vergleich zu diesen kann er auf die Hardware-Firewall zurückgreifen, die NVIDIA im nForce4 ja nochmals verbessert hat.

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Der VIA VT6307 ist ein Standard-FireWire Controller, der Bandbreiten von 100, 200, und 400 Mbps unterstützt. So können Peripheriegeräte in Betrieb genommen werden, wie beispielsweise Digital- oder Videokameras sowie MP3 oder MiniDisc-Player auf Basis des IEEE1394-Standards. Außerdem kann mit speziellem Kabel ein FireWire Netzwerk generiert werden, welches dem Computer die Möglichkeit gibt, mit anderen Klienten zu kommunizieren, mit einer maximalen Datendurchsatzrate von 400MBit/s. Dies ist viermal so schnell wie ein herkömmliches 10/100MBit Netzwerk, macht aber bei diesem Mainboard nur dann Sinn, wenn der Kommunikationspartner über kein Gigabit LAN verfügt. Auch dieser Chip belastet wie die später besprochene Storage-Controller oben den PCI-Bus, er kann drei Anschlüsse verwalten.

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DFI verzichtet auf seinen SLI Mainboards auf eine SLI Retention Modul und verbaut stattdessen eine Reihe Jumper, die bei der Umstellung von Single- auf Dual-Card und umgekehrt umständlich umgesetzt werden müssen. Zu diesem Zweck wurde auch die beigelegte Zange konstruiert, die aber alles andere als hilfreich war und durch eine handelsübliche Spitzzange mehr als ersetzt werden kann.

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Zwischen den beiden PCI-Express x16 Steckplätzen auf der rechten Mainboardhälfte sitzt der NVIDIA nForce4 Chip. Dieser wird bei DFI durch eine aktive Kühlung gekühlt. Nach unsere ersten Einschätzung des nForce4 Referenzboardes hätte vermutlich auch eine passive Kühlung ausgereicht. Allerdings will DFI hier allem Anschein nach Problemen im SLI Betrieb aus dem Weg gehen, wenn zwei High-End Grafikkarten auf den Chipsatz einwirken. Auf die Details des Chipsatzes sind wir auf der zweiten Seite näher eingegangen.

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Kommen wir nun zum BIOS des Boards.


Das BIOS:

Das BIOS (Basic Input-Output System) ist mehr als 20 Jahre alt und damit die älteste Softwaretechnik innerhalb der PCs. Es wird in den ersten Sekunden nach dem Einschalten des PCs aufgerufen, der so genannten Pre-Boot-Phase, also noch bevor das Betriebssystem geladen wird. Allerdings gibt es das Bios nicht mehr lange, wie Intel mitteilt :

Der Firmware Foundation Code von Intel ist ein Ergebnis des Projektes mit Codenamen „Tiano“ und sorgt dafür, dass der Nachfolger des BIOS auf neuester Softwaretechnologie basieren wird. Er wurde speziell im Hinblick auf neue Ausstattungsmerkmale und Dienste entwickelt, zu denen beispielsweise die verbesserte Verwaltung und Betriebsfähigkeit, sowie Schnittstellen für administrative Aufgaben gehören.

Bald brauchen wir uns also nicht mehr durch die blauen Menues hangeln, um an die Hardwareeinstellungen zu kommen. Bislang bleibt das Bios aber der Grundstein für eine gute Gesamtperformance, auf die es bei den Mainboards im allgemeinen ankommt. Auch werden hier alle wichtigen Drähte in Bezug auf Overclocking und Onboard-Features gezogen. Nun werden wir prüfen, wieviel Sorgfalt die Ingeneure bei der Programmierung dieses BIOS an den Tag gelegt haben.

Wie immer widmen wir uns zuerst visuell dem BIOS, das heißt wir schießen einige Screenshots, um den Aufbau und die einzelnen Funktionen des Menüs zu veranschaulichen:











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Wie immer wollen wir die eben vorgestellten Shots aus dem Menu nun noch etwas kommentieren. DFI hat auf sein LanParty nF4 SLI-DR ein sehr umfangreiches BIOS gepackt. Wir testeten eine Biosversion 1.26, die uns bereits sehr gut gefiel und vermutlich noch durch DFI optimiert wird.

Ein in allen Teilen sehr umfangreiches BIOS hat DFI für sein nF4 SLI-DR programmiert. Das 1.26 BIOS gefällt uns jedoch schon sehr gut, es ist vollständig, alle wichtigen Einstellungen können vorgenommen werden, Geräte deaktiviert werden und auch die Timings werden übernommen.

Die Timings sind sehr umfangreich anzusprechen und auch ein die direkte Option für den DDR400 Speicher hat DFI gedacht. Hier zeigte bereits ASUS auf seinem A8N-SLI erstmals die Optionen, die DDR-Frequenzen nicht nur bei DDR400 zu belassen, sondern auch DDR433 oder DDR466 einzustellen und/oder mit High-End-Modulen sogar bis DDR600 zu gehen. Allerdings entpuppte sich diese Version in einem einfachen anheben des FSBs - und macht so also keinen Sinn.

Bei DFI machen natürlich einige Timings auch keinen Sinn - eine Cas-Latency von 1.5 wird in der Regel ebensowenig funktionieren wie andere scharfe Timings am unteren Ende. Vielleicht sollte man hier die Eingabemöglichkeit auf realistische Bereiche beschränken, um dem unbedarften Tüftler etwas zur Hand zu gehen.

Cool & Quiet

Beim nForce4 ist Cool&Quiet natürlich auch vorhanden, die Frage ist hier nur, ob es in einer so frühen Biosversion schon integriert ist. Allerdings werden für das Cool&Quiet-Feature nicht nur der Support des Mainboards benötigt, sondern auch einige Tools und Treiber. Den notwendigen Athlon 64-Prozessor-Treiber findet man direkt auf der AMD-Webseite für alle gängigen Betriebssysteme. Ebenfalls auf dieser Seite findet man die notwendige Software, die das Cool&Quiet-Feature kontrollierbar macht.

Ist der Treiber installiert, kann man die Energieeigenschaften einstellen:

Sobald man das Energiespar-Schema auf "Minimalen Energieverbrauch" gestellt hat, schaltet die CPU bei geringer Last von 2200 auf 1000 MHz zurück, wie auf dem folgenden Screenshot unschwer zu erkennen ist. Ein entsprechender Menüpunkt ist auch im BIOS vorhanden, so dass wir hier auch nichts anderes erwartet haben. 

Die Stabilität:

Da wir das BIOS nun analysiert haben, wird es Zeit, heraus zu finden, ob all die theoretischen Feststellungen, welche wir machen konnten, auch in der Praxis halten, was sie versprechen. Im Folgenden haben wir unser System voll bestückt mit PCI Karten - jeweils in verschiedenen Kombinationen. Unterschiedlicher Speicher wird auch getestet - so kommen beispielsweise reinrassiger Marken-RAM aus dem Hause TwinMOS zum Einsatz, aber auch Noname-RAM oder normaler Arbeitsspeicher mit Infineon-Chips zum Einsatz. PCI-Express-Karten (x1) haben wir leider noch nicht vorliegen, weshalb wir auf derartige Kompatibilitätsprobleme nicht eingehen können.

Im Folgenden die Testergebnisse tabellarisch dargestellt:

Wie bereits erwähnten, gehören die großen Probleme mit den verschiedenen Speichermodulen größtenteils der Vergangenheit an. Auch für das DFI Lanparty nF4 SLI-DR haben wir wieder einen Kompatibilitätscheck durchgeführt. So wird vor allem geprüft, ob der Rechner mit den entsprechenden Modulen und vor allem im DDR400-Modus startet und ob auch speicher- und systembelastende Applikationen problemlos durchgeführt und erfolgreich beendet werden können. Das Ergebnis sieht wie folgt aus:

Grundsätzlich konnte das Mainboard mit fast allen zur Verfügung stehenden Modulen gestartet werden. Da auch die Corsair- und TwinMOS-Module ohne Probleme liefen, ist davon auszugehen, das auch mit Low-Latency-Speichermodulen keine Probleme auftreten werden. In unserem Fall führten wir deshalb auch die Benchmarks wie bei allen anderen Mainboardtests mit den TwinMOS-Modulen mit schnellsten Settings durch. Die Kingston-Module sind wie immer nicht kompatibel, was aber wohl mit den PC3200-Modulen dieser Charge von Kingston zusammenhängt und kein allgemeines Problem ist.

Kommen wir im Folgenden also zum Overclocking. Hier werden wir die CPU richtig in die Mangel nehmen können.


Mit dem Sockel 939 und auch den entsprechenden nVidia- und VIA-Chipsätzen wurde der AMD Athlon 64 auch für Overclocker mehr als nur interessant. PCI/AGP-Fix und ein nach unten frei wählbarer Multiplikator steuern ihr Übriges dazu bei. Zwar ist der Speichercontroller immer noch etwas zickig und auch die übrige Architektur eines AMD Athlon 64-Systems muss entsprechend betrachtet werden, um erfolgreich zu übertakten, doch die Hersteller machen von Mainboardgeneration zu Mainboardgeneration einen Schritt in die richtige Richtung. Wie man den Athlon 64 richtig übertaktet, zeigen wir in unserer Athlon 64 Overclocking-Guide.

Was wir aus unserem AMD Athlon 64 3500+ herausholen können, werden wir im Folgenden probieren. Zuvor jedoch wie immer einige Screenshots des OC-Menüs innerhalb des BIOS, auch wenn das momentan bereits wirklich prall gefüllt ist.




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Wie bereits erwähnt sind die Overclocking-Optionen in allen Bereichen sehr umfangreich:

Die Prozessorkernspannung ist ebenso verstellbar wie die Spannung des RAM-Module, des HT Links und des Chipsatzes. DFI gibt dem Anwender alle nötige Spannungen an die Hand. 4 Volt für die RAM Module sind natürlich deutlich zuviel, denn kaum ein Modul dürfte diese Spannungen verkraften. Hier hätte man anstatt dessen der Prozessorspannung ein paar Prozent mehr Luft noch oben geben dürfen.

Beginnen wir aber zuerst mit einem Screenshot aus CPU-Z, welches uns den Prozessor und seine technischen Spezifikationen aufzeigt. Hier befindet sich der Prozessor noch im Werkszustand und ist nicht übertaktet beziehungsweise über seine normalen Spezifikationen hinaus betrieben worden.

Mit 200.9 MHz taktet das DFI LanParty nF4 SLI-DR fast ein MHz höher als es das sollte und verschafft sich so einen minimalen Vorteil in den Benchmarks, auch wenn dieser nur marginal ist, ist er dennoch vorhanden. Trotzdem langt man hier prozentual weit aus geringer zu als bei den Pentium 4-Mainboards, was wir sehr begrüßen.

Da die nötigen Voraussetzungen gegeben sind, nun zum eigentlichen Übertakten der CPU. Schritt für Schritt heben wir den Referenztakt an, steigern die Spannung des Prozessorkerns, Chipsatzes sowie des RAMs und erreichen nach einiger Zeit folgendes Ergebnis:

Sehr gute 116 MHz mehr im Referenztakt waren möglich. Wobei wir auch hier schon Schwierigkeiten mit der Stabilität des Systems bekommen haben und die CPU Spannung deutlich anheben mussten. Der somit erreichte Prozessortakt von 2844.4 MHz kann sich sehen lassen und sorgt im Zusammenspiel mit dem hohen HT-Takt für ein leistungsstarken OC-System. Mit dem ASUS A8N-SLI erreichten wir "nur" 244 Mhz - somit hätte unser Vapochill-High-End-Overclocking-Bericht mit dem DFI SLI Board wohl auch etwas höhere Werte erreichen können.

Natürlich steigt beim Overclocking nicht nur der CPU-Takt, sonder auch die RAM-Performance. Das Ergebnis haben wir in SiSoft Sandra festgehalten:

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Als nächstes ist der Onboard-Sound an der Reihe:


Wie immer wollen wir auf der folgenden Seite näher auf den Onboard-Sound eingehen.

Auf dem DFI LanParty nF4 SLI-DR findet sich ein Realtec ALC850-Sound-Codec. Der AC97-Sound ist ein typischer Software-Codec und belastet somit mit den Berechnungen die CPU im Gegensatz zu einem Hardware-DSP wie einem Audigy-Chip oder der MCP-T von NVIDIA. Allerdings gehört er zu neuesten Generation und besitzt einige interessante Features. Er entspricht den aktuellsten AC'97 2.3-Spezifikationen und ist ein 8-Kanal-Audio-Codec, der bis zu 100dB-Soundqualität erreichen soll. Allerdings ist dieser Klirrfaktor für einen Onboard-Sound bislang unerreicht.

Wirklich interessant ist die Möglichkeit beispielsweise einen Kopfhörer an irgend einen beliebigen Anschluß anzuschließen und diesen dann über Software zum Kopfhörerausgang zu deklarieren. Damit entfällt das lästige Suchen hinter dem Schreibtisch nach der richtigen, teilweise noch nicht einmal farblich identisch kodierten Buchse - einfach einstecken, der richtige Port ist es auf jeden Fall, nur die Software muß noch entsprechend nachjustiert werden.

Wie immer teilen wir unseren Test auf in zwei Bereiche - Performance und Qualität.

Performance-Vergleich:

Um den Test erfolgreich durchführen zu können und im Folgenden auch die Werte vergleichen zu können, benötigt man natürlich einige Konstanten. Wir verwenden hier den beliebten Gaming-Benchmark Doom 3. Die Timedemo starten wir wie üblich mit der Eingabe von "timedemo demo001" in die Konsole des Spiels, welche man mit der Strg +Alt + "^"-Taste aufruft. Dann lassen wir den Benchmark wie üblich einmal im Fast- und einmal mit 640x480 bzw. mit 1024x768 Pixeln durchlaufen und vergleichen die Frames per Second Werte, da diese variieren, wenn man mit eingeschaltetem Onboard-Sound oder ohne arbeitet. Hier liegt auch die Begründung versteckt, warum es so wichtig ist, dass man die ungenutzten Onboard-Geräte im BIOS abschalten kann, denn beispielsweise der Onboard-Sound beansprucht die CPU doch in einem recht großen Maße.

 

Wie immer sinkt die Performance bei aktiviertem Sound, allerdings nicht in einem Maße, wie wir das von früheren Mainboardtests her kennen. Bei Doom 3 ist natürlich die Grafikkarte der limitierende Faktor, deshalb sieht man hier prozentual einen geringeren Abfall als bei einem Low-End-Game. Deutlich ist aber zu sehen, dass der Sound einen Einfluß besitzt. Hier ist er aber so gering, dass es sich nicht lohnen würde, aus Performancegründen eine Soundkarte zu erwerben.

Qualitäts-Vergleich:

Hierfür verwenden wir das Tool Rightmark Audio-Analyzer. Für die Testmessungen benötigt man unter Right Mark ein sogenanntes "Loop Through-Kabel", also ein Audiokabel, welches an beiden Ende eine 3.5" Klinke besitzt. Dieses Kabel ist natürlich im HiFi-Fachmarkt genauso erhältlich wie bei MediaMarkt oder Saturn. Mit in die Wertung ein geht leider indirekt die Qualität des Line-In-Eingangs, der teilweise von den Herstellern vernachlässigt wird und dadurch das Gesamtergebnis nach unten zieht.

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Dem entsprechend sah das Testergebnis des Right Mark Analyzers wie folgt aus:

Das verwendete Testtool gibt des Weiteren ein detailliertes Ergebnis aus, welches wir in einer separaten HTML Datei auf unserem Server zur Schau stellen. Beim ASUS A8N-SLI hatten wir große Probleme mit dem ALC850 Sound, beim Gigabyte war der Sound in Ordnung. Beim DFI liegen wir auch im mittelmäßigen Bereich - nur durchschnittliche Werte bekommen wir von Rightmark angezeigt, was natürlich auch an einem schwachen Eingangssignal liegen kann. Insgesamt hätten wir uns von dem Karajan-Soundmodul aber deutlich mehr erhofft - warum so ein Aufwand, wenn qualitativ nichts dabei rüberkommt?

Kommen wir nun zum "kleinen Bruder" des DFI LanParty nF4 SLI-DR, dem DFI LanParty UT nF4 Ultra-D mit nForce4 Ultra Chipsatz.


Das DFI LanParty UT nF4 Ultra-D kommt in einer erheblich kleineren Verpackung daher als die SLI Version. Dies macht sich im Lieferumfang deutlich bemerkbar.

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Werfen wir einfach einen Blick in die Verpackung und den Lieferumfang:

DFI legt alles nötige Zubehör für eine Installation des Mainboardes bei, verzichtet aber auf sämtliche Zugaben, die im SLI-DR noch enthalten waren. Dazu zählt auch weiteres essenzielles Zubehör wie weitere Serial-ATA Kabel oder Erweiterungsblenden.

Schaut man zusätzlich auf die ATX-Blende, so sieht man, dass insgesamt sechs USB 2.0-Ports und sämtliche digitalen und analogen Anschlüsse für den Sound nutzbar sind, sowie die RJ45 Stecker für das Gigabit LAN. Auf die zahlreichen Sound Anschlussmöglichkeiten gehen wir später noch genauer ein, hier fehlt nur ein optischer Anschluß, analoge Anschlüsse und zwei digitale SPDIF sind jedoch vorhanden. Ein FireWire Anschlüsse macht DFI direkt über die ATX-Blende verfügbar.

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Da DFI in der Ultra Variante auf das gleiche Design wie in der SLI Version zurück greift, ähnelt sich das Layout bis auf die kleinste Leiterbahn. Besonders deutlich wird dies bei einem Blick auf die PCI und PCI-Express Steckplätze. Neben den PCI-Steckplätzen befindet sich einer der beiden PCI-Express x16-Slots, der aber hier nur als x2-Slot ausgelegt ist. Er sitzt recht dicht auf dem ersten PCI Steckplatz sitzt und blockiert diesen so auch bei doppelt hohen Grafikkartenkühlern. Somit bleibt bei einem High-End System im Referenzdesign wohl nur ein freier PCI Steckplätze frei. Dies sollte aber bei der heutigen Anzahl an Onboard-Komponenten kein Problem sein, wenn man das System gut plant. Darauf folgt einer der beiden PCI-Express x1 Steckplätze, woraufhin der primäre PCI-Express x16 Slot folgt. Ganz rechts ist der PCI-Express x4 Slot zu erkennen - auch dieser wird hier wahrscheinlich nur als x1-Slot ausgelegt sein. Auch hier wird der eine x1-Slot blockiert, wenn eine Grafikkarte mit doppelt hohem Kühlkörper eingesetzt wird. Effektiv stehen bei einem voll ausgestatteten System mit zwei GeForce 6800 Ultra oder X850XT Platinum Edition also nur ein PCI und ein PCI-Express x4-Port (als x1) noch zur Verfügung.

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Auch auf der Ultra Version können insgesamt in den vier DIMMS bis zu 4 GB Arbeitsspeicher untergebracht werden, also jeweils ein Modul mit bis zu 1024 MB. Wie den Spezifikationen zu entnehmen ist, können Module der Baureihe DDR400, DDR333 und DDR266 eingesetzt werden. Natürlich ist auch hier, genau wie bei allen Sockel 939 Platinen der Dual-Channel Betrieb möglich, was DFI auch mit den farblich markierten DIMM Steckplätzen verdeutlicht. Auch hier zeigt sich das baugleiche Layout, nur der Aufdruck am unteren Rand deutet die verschiedenen Mainboards an.

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Auch dieses Board besitzt die bereits angesprochene Reihenfolge - oben DDR-Slots, in der Mitte der CPU-Sockel, unten die Erweiterungsslots und der Chipsatz. Im nächsten Bild sieht man den Sockel 939. Einige MOSFETs sind zwar recht nahe an den Sockel gerückt, dies stellt aber auch mit dem Zalman Kühler kein Problem dar. Sehr schön sind auch hier die passiv gekühlten Elemente zu erkennen.

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Kommen wir zum erweiterten Layout des DFI LanParty UT nF4 Ultra-D.


In der rechten unteren Ecke befinden sich einige wichtige Laufwerksanschlüsse. Zu sehen sind vier Serial-ATA Anschlüsse sowie der BIOS Chip und einige weitere Chips und Anschlüsse. Aufrund der Tatsache, dass DFI beim LanParty UT nF4 Ultra-D auf den SiliconImage Serial-ATA Chip verzichtet, fehlen die vier weiteren Serial-ATA Anschlüsse. Ebenfalls zu sehen ist der nForce4 Chip mit der aktiven Kühlung und weitere wichtigen Komponenten. Auch wenn hier kein SLI-Betrieb erlaubt ist, so könnte sich trotzdem ein Wärmestau ergeben, wenn zwei lange Grafikkarten eingesetzt werden - der Chipsatzlüfter ist also vertretbar. Bei der Positionierung hat DFI darauf geachtet, dass der Kühlkörper möglichst so angeordnet ist, dass er die Grafikkarten nicht beeinträchtigt und auch die Höhe keine Probleme bereiten kann. Der Kühlkörper ist allerdings alles andere als sicher montiert und bewegt sich bei jeder Berührung, die bei jedem Grafikkarten Ein- und Ausbau zu Stande kommt, deutlich hin und her.

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Der ITE-Chip ist ebenso hier vorhanden und sorgt auch hier für das Hardwaremonitoring und die Legacy-Geräte.

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Auch auf diesem Board finden wir zwei LAN-Chips - einer davon ist hier zu sehen. Es handelt sich dabei um den Marvel 88E8001.

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Beim zweiten Chip handelt es sich um die bekannte Vitesse Lösung, wie wir sie bereits von der SLI Version des DFI-Mainboards und dem Gigabyte-Mainboard her kennen.

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Auch FireWire ist dank VIA VT6307 verfügbar, wenn auch nur über PCI angebunden.

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In aller Kürze gehen wir auf der nächsten Seite auch noch auf das Bios, Overclocking, Stabilität und den Audio-Check ein - aber auch hier verändert sich im Vergleich zum SLI-Board wenig.


Das BIOS des LanParty UT nF4 Ultra-D ist komplett identisch zum LanParty nF4 SLI-DR. Da keine BIOS Optionen zur SLI Unterstützung von DFI implementiert wurden, konnte man das LanParty nF4 SLI-D BIOS in leicht abgewandelter Form auch hier nutzen. ASUS hat hier in sein BIOS eine weitere SLI Auswahl per BIOS Option implementiert und erlaubt dem Anwender so auch ohne tauschen des SLI Retention Moduls die Aktivierung bzw. Deaktivierung der SLI Funktion. Aus diesem Grund erwarten wir für das nForce 4 Ultra Board von ASUS eine modifizierte Biosversion. Eventuell ist die DFI Version für den Hersteller aufgrund der Ähnlichkeit der Chipsätze einfacher zu managen.

Im Test ergaben sich dieselben Konfigurationsprobleme für den Speicher - nämlich keine ausser der schier erschlagenden Vielfalt - auch ansonsten fielen uns beim Bios wie beim SLI-Board keine Schwächen auf.

Auch das Overclocking-Verhalten des LanParty UT nF4 Ultra-D war mit dem der SLI Version identisch und unterschied sich nur in 2-3 MHz im HTT und Prozessortakt, so dass wir hier auf eine erneute detailierte Betrachtung verzichten können. Unsere Overclocking Tests können so oder so nur eine grobe Tendenz festlegen, das endgültige Ergebnis ist von weiteren Faktoren, so auch den verwendeten Komponenten abhängig.

Auch der Cool & Quiet Betrieb war mit dem LanParty UT nF4 Ultra-D ohne Probleme möglich, was nach folgender Screenshot beweist:

Natürlich musste auch das LanParty UT nF4 Ultra-D einen Stabilitäts-Check  und Speicherkompatibilitäts-Test über sich ergehen lassen, den wir unten tabellarisch aufgeführt haben.

Auch die Speicherkompatibilität ist absolut identisch:

 

Als letztes möchten wir auch den Onboard Sound noch einmal gesondert betrachten. Eine ausführliche Beschreibung der verbauten Soundchips ist im Sound-Test des LanParty UT nF4 Ultra-D zu finden. Wir wollen hier nur die Ergbenisse vergleichen. So sieht das Ergebnis des des Right Mark Analyzers wie folgt aus:

Das verwendete Testtool gibt des Weiteren ein detailliertes Ergebnis aus, welches wir in einer separaten HTML Datei auf unserem Server zur Schau stellen. Wie man sehen kann, ist der Onboard-Sound beim SLI-Board trotz bereits mäßigem Abschneiden in diesem Test hier noch etwas schlechter. Auch hier hält der Karajan-Chip also nicht, was er verspricht - allerdings kann es aufgrund der Charakteristik der Loop-Tests auch hier sein, dass nur der Soundeingang eine schlechte Qualität besitzt und der Ausgang eigentlich gute Arbeit leistet.

Wollen wir uns nun das Testsystem anschauen, auf dem sich beide Mainboards behaupten mussten.


Da mit den 64bit CPUs von AMD auf Basis des Sockel 939 eine neue Ära eingeläutet wurde, mussten natürlich auch wir uns mit neuen Teststationen ausstatten. So hat sich in unserer Redaktion einiges verändert, das Athlon 64 3200+ Testsystem ist immer noch aktiv, da immer wieder Sockel 754 Mainboards erscheinen, musste aber im Grunde dem Athlon 64 3500+ auf Sockel 939 Basis vorerst Platz machen. Hinzu kommt nun bei der Grafikkarte ein Wechsel auf eine X600XT von MSI für PCI-Express mit den neuen PCI-Express-Chipsätzen. Damit sind die bisherigen Sockel 939-Tests natürlich nicht mehr mit den PCI-Express-Tests vergleichbar.

Im Folgenden nun die von uns verwandten Komponenten stichpunktartig im Überblick :

Hardware:

Prozessor:
AMD Athlon64 3500+
Takt : 2.2 Ghz mit 200 MHz Referenztakt

Speicher:
2x 512 MB TwinMOS Twister PC3200 Single Sided
Dual-Channel Modus
Timings : 2-3-3-8 

Sonstige Hardware:
MSI Radeon RX600XT
Western Digital WD400BB-00CAA0 40GB
Toshiba DVD-ROM

Betriebssystem:
Windows XP SP2

Treiber:
NVIDIA Unified Driver 6.31
ATI Catalyst Version 4.11
DirectX 9.0c

Benchmarks:

Wie man erkennen kann, haben wir uns dazu entschlossen mit den ersten PCI-Express Chipsätzen für den AMD Athlon 64 auch die Benchmarks etwas umzustellen bzw. zu aktuallisieren. Bislang haben wir immerhin fünf Mainboards mit PCI-Express-Grafikkarten getestet - neben dem VIA Referenzmainboard zum K8T890 auch das ATI Radeon Xpress200-Referenzboard und mit dem ASUS A8N-SLI Deluxe das erste nForce 4 SLI-Board sowie die beiden Gigabyte-Boards mit nForce 4.


PCMark 2004 - CPU (Futuremark)

PCMark 2004 ist der erste Benchmark in unserer Sammlung. Dieser Benchmark ist eine der neueren Kreationen aus dem Hause Madonion und prüft die Leistung von CPU und Speicher. Heruntergeladen werden kann dieser Benchmark in unserer Download-Area oder bei Futuremark. Enthalten sind zwei Tests - ein reiner CPU-Benchmark und ein sogenannter Memory-Test, der die Bandbreite des Systems messen soll. Als dritten Benchmark findet man einen Harddisk-Benchmark, der jedoch eine sehr hohe Messungenauigkeit besitzt und deshalb für Festplattentests nicht zu empfehlen ist. Der CPU-Test gibt hauptsächlich die Taktung wieder. Beim Memory-Test merkt man deutlich, wenn ein Prozessor einen größeren Cache besitzt.

PCMark 2004 - Memory

Unser Kommentar:

Zweimal ein ordentliches Ergebnis - aufgrund der praktisch identischen Taktung und des integrierten Speichercontrollers liegen hier alle Boards praktisch gleich auf.

SiSoft Sandra 2005 Int ALU/RAM Bandwidth (Sisoftware)

Sisoft Sandra ist ein synthetischer Benchmark und aufgrund seiner leichten Anwendung und dem kompakten Download-Umfang ein recht beliebtes Tool zum Vergleich des PCs. Für Mainboard-Reviews wird dieser Benchmark oft verwendet, doch zeigt er dabei nur die genaue CPU-Frequenz in der Leistungsbeurteilung wieder - dort ist er also nur ein abschreckendes Beispiel. Recht sinnig ist er jedoch hier einsetzbar, auch wenn die Performance-Bewertung nichts mit der realen Performance eines CPUs zu tun hat, sondern eher einen Trend aufzeigt, denn die Berechnungen, die Sisoft Sandra anstellt, sind wirklich rudimentär. Wir zeigen hier deshalb auch nur die Memory-Streaming-Werte.

Sisoft Sandra 2005 Float FPU/RAM Bandwidth

Unser Kommentar:

Auch hier liegen die Boards gleich auf mit der Konkurrenz.

ScienceMark 2.0

Der letzte rein synthetische Benchmark, welchen die beiden Gigabyte Mainboards über sich ergehen lassen müssen, wurde auch neu in unserem Portfolio aufgenommen. Es handelt sich hierbei um den ScienceMark Memory Benchmark, welcher eine außergewöhnliche Fähigkeit besitzt. Mit seiner Hilfe können die Latenzzeiten für den Zugriff auf den im System installierten Arbeitsspeicher ausgelesen werden. Das Ergebnis sieht wie folgt aus:

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Unser Kommentar:

Auch hier keine Auffälligkeiten - beide DFI-Boards liegen im üblichen Bereich.


Sysmark 2002 Internet Content Creation (Bapco)

Ein typischer Office-Benchmark ist der Sysmark 2002, ein professioneller Benchmark zur Messung der Application Performance. Er ist sogar dank der Verwendung von einigen Programmen, die SMP unterstützen, multiprozessorfähig, deshalb könnten wir ihn auch in derartigen Reviews zur Darstellung von Hyperthreading sehr gut verwenden. Über Macros werden bei diesem Benchmark bestimmte typische Befehle in Programmen ausgeführt und die Arbeitsgeschwindigkeit des Systems gemessen. Nicht nur die CPU-Performance spielt dabei natürlich auch eine Rolle, auch das Memory Subsystem ist nicht unbeteiligt. Sonstige Komponenten, die ebenso ins Gewicht fallen würden, haben wir konstant gelassen : Die Festplattenperformance ist ebenso maßgebend, diese ist jedoch in beiden Systemen aufgrund der Serial ATA-Festplatte gleich.

Betrachten wir zuerst den Sysmark 2002 Internet Content Creation Test. Dieser beinhaltet die folgenden Applikationen :

Unser Kommentar:

Alles im grünen Bereich - auch hier keine Abweichungen.

Sysmark 2002 Office Productivity (Bapco)

Als nächstes haben wir den Office Productivity Test von Sysmark 2002. Auch hier sind einige bekannte Programme enthalten, die vor allen Dingen im Office-Bereich oft verwendet werden :

Bei diesem Test erhalten wir folgendes Ergebnis :

Unser Kommentar:

Auch im zweiten Sysmark-Test gibt es keine bösen Überraschungen.


Cinebench 2003 - Rendering 1 CPU (Maxon)

Cinebench ist ein Benchmark, der zur Performancemessung von Systemen für die Software Cinema 4D von Maxon entwickelt worden ist. 3D Modelling ist natürlich auf leistungsfähige CPUs angewiesen und so ist Cinema 4D auch SMP-fähig. Wir haben den Cinebench bislang auch für unsere Mainboard-Tests und für Dual-CPU-Tests verwendet, da er in diesem Bereich sehr gut ist und wir noch keinen vergleichbaren Benchmark im Portfolio hatten. Cinebench 2003 basiert auf CINEMA 4D R8 von Maxon, diese Version kann mit bis zu 16 Prozessoren umgehen. Einige typische Arbeitsvorgänge von Cinema 4D werden simuliert und über den Benchmark abgespult, dieser berechnet dann die Frames pro Sekunde.

Cinebench 2003 C4D Shading

Cinebench 2003 OpenGL SW-L

Cinebench 2003 OpenGL HW-L

Unser Kommentar:

Mit Gigabyte teilt sich DFI hier die Spitzenposition - wieder ein sehr gutes Ergebnis.

Kribi Benchmark (Adept Development)

KibriBench ist ein 3D-Renderer - und deutlich CPU-belastend. Wir verwenden die Map \"City\", die ziemlich leistungsfressend ist. Kribi ist SMP-fähig und somit kommt auch Hyperthreading hier zum Einsatz. Auch diesen Benchmark haben wir neu für unsere CPU-Tests entdeckt, auch er nutzt neue Technologien wie Hyperthreading aus.

Unser Kommentar:

Auch bei Kribi sind die Abstände sehr gering und auch hier führen DFI und Gigabyte.


Spec Viewperf 8.01 - 3dsmax-03 (Spec.org)

SpecViewPerf ist ein Benchmark der SPEC.org, er ist kostenlos und kann ebenfalls heruntergeladen werden, allerdings ist die neue 8.0er Version mit mehreren hundert MB doch ein ganz schöner Brocken. Was macht der Benchmark ?

quote:
The first benchmark released by the SPECopc group was SPECviewperf®, which measures the 3D rendering performance of systems running under OpenGL.
Unsere Grafikkarte ist nun aktuell und schnell, aus diesem Grund präsentieren wir jetzt wieder alle acht Teilbereiche.

Spec Viewperf 8.01 - catia-01

Spec Viewperf 8.01 - ensight-01

Spec Viewperf 8.01 - light-07

Spec Viewperf 8.01 - maya-01

Spec Viewperf 8.01 - proe-03

Spec Viewperf 8.01 - sw-01

Spec Viewperf 8.01 - ugs-04

Unser Kommentar:

Auch hier wechseln sich Gigabyte und DFI mit der Spitzenposition ab und kommen immer auf erste Plätze.


WinRAR 3.41 (RARLab)

WinACE und WinRAR sind neben WinZIP die weit verbreitesten Datei-Komprimierungsprogramme. WinZIP haben wir indirekt bereits mit Sysmark 2002 mitgetestet, hier wollen wir genauer auf die beiden Programme eingehen. Während WinRAR nach unseren Erfahrungen auf Pentium 4-Systemen - eventuell aufgrund von SSE2-Optimierungen - schneller ist, nutzt WinACE wohl keine derartigen Optimierungen, hier liegen Athlon XP und Pentium 4 immer näher zusammen. Wie sieht es hier aus ?

Unser Kommentar:

Hier kommt DFI knapp hinter Gigabyte ins Ziel...

WinAce 2.5

Unser Kommentar:

Auch hier schenken sich Gigabyte und DFI nichts...

TMPGEnc 3.0 - DivX 5.2.1 (TMPGEnc)

TMPGEnc ist der nächste Benchmark in unserem Test. TMPGEnc ist ein sehr guter Video-Encoder, der ebenfalls SMP-fähig ist und somit von Hyperthreading Gebrauch macht. Da TMPGEnc zunehmend verwendet wird, eignet er sich als guter Benchmark im Vergleich zu anderen ähnlichen Programmen, wie beispielsweise Flask Mpeg. Wir verwenden ihn mit einem 162 MB großen mpeg-File und DivX 5.2.1.

Unser Kommentar:

Auch in diesem Benchmark sind Gigabyte und DFI die schnellsten im Test.

Lame 3.94 (Lame)

LAME ist ein weiteres Kompressionstool. Es handelt sich um einen freien mp3-Codec, den wir zusammen mit CDex zum Komprimieren einer CD verwenden. Wir komprimieren hier den Inhalt einer kompletten CD mit elf Songs zu mp3-Dateien mit einer Bitrate von 128 mbit. Wir verwenden für diese Benchmarks die Lame-Version 3.94.

Unser Kommentar:

Bei LAME kann Gigabyte etwas davon ziehen, DFI erreicht aber die Plätze direkt dahinter.

Windows Media Encoder 9 (Microsoft)

Microsoft bietet mit dem Windows Media Encoder ein Tool an, um ebenfalls Audio- und Videodateien zu bearbeiten. Mit dem Windows Media Encoder lassen sich beispielsweise Videos in HD-Qualität (1080i/1080p) erstellen, zudem ist es einfach zu bedienen und in Windows bereits integriert bzw. kostenlos herunterzuladen. Wir konvertieren ein Video in das WMA-Format:

Unser Kommentar:

Auch beim Windows Media Encoder liegt DFI knapp hinter Gigabyte.


Futuremark 3DMark2001SE (Futuremark)

3DMark 2001 ist sicherlich einer der beliebtesten Benchmarks - nicht nur bietet das Gamers Headquarter von Futuremark auch eine tolle Vergleichsbasis, sondern es lassen sich mit diesem, eigentlich als Grafikkarten-Benchmark konzipierten Programm auch recht gut Performance-Vergleiche anstellen. Je nach Auflösung erreicht man dabei eher eine Grafikkarten-Auslastung oder eine CPU-Auslastung - aus diesem Grund haben wir den Benchmark auch mit 1024x786 durchgeführt, das reicht bei unserer X600XT, um zu zeigen, wo ein stärkerer Prozessor mehr Leistung bringen kann. In einem Mainboardvergleich finden wir hier auch minimale Unterschiede zwischen den einzelnen Mainboards und Chipsätzen.

Unser Kommentar:

Geringe Unterschiede ergeben sich wie immer in diesen Benchmarks. Sowohl im 2001er-Test wie auch im 2003er-Test.

Futuremark 3DMark03 (Futuremark)

3DMark 2003 kennt auch jeder - nur ist das Programm leicht in den Verruf gekommen, weil die Grafikkartenhersteller hier gerne etwas optimiert haben. Für unsere CPU- und Mainboard-Tests ist das allerdings nicht erheblich, da wir immer bei demselben Treiber und derselben Grafikkarte bleiben. Aus diesem Grund können wir 3DMark 2003 für den Vergleich recht gut einsetzen, auch wenn die Unterschiede recht gering sind - die Grafikkarte trägt hier die Hauptlast.

Futuremark 3DMark03 CPU

Unser Kommentar:

Auch hier liegen aufgrund der Grafikkarten-Lastigkeit die Mainboards alle beieinander.

Futuremark 3DMark 2005 (Futuremark)

3DMark 2005 startet die Punktejagd von neuem - der Benchmark ist ein reinrassiger DirectX9-Benchmark und unterstützt auch Features wie ShaderModel 3.0. Allerdings ist der Benchmark nur in der käuflichen Version zum ausgiebigen Testen der Grafikkarte richtig geeignet. Wie immer muss man auch aufgrund der medienwirksamen Punktezahl auf Optimierungen der Hersteller gespannt sein. In unseren Mainboard-Tests sind die Unterschiede natürlich wieder sehr gering.

Futuremark 3DMark 2005 CPU

Unser Kommentar:

Auch beim 3DMark 2005 existieren nur marginale Veränderungen zwischen den Mainboards.


Quake 3 Arena 640x480 (IDSoftware)

Als nächstes werfen wir einen Blick auf Quake 3 Arena. Quake 3 Arena ist schon ein Klassiker im Bereich der Benchmarks, deshalb setzen wir ihn auch weiterhin ein, haben ihn für unsere CPU- und Mainboardtests immer noch mit im Portfolio. Die Demo 001 wird in der Konsole mit dem Befehl timedemo 1 und demo demo001 aktiviert, den Benchmark haben wir bei 640x480 und mit 1024x768 mit 16 bit laufen lassen, um die CPU am meisten zu fordern. Hier sehen wir die Ergebnisse :

Quake 3 Arena 1024x768

Unser Kommentar:

Auch Quake3Arena läuft auf allen Mainboards annähernd gleich gut, Gigabyte und DFI haben knapp die Nase vorne.

Doom 3 1.1 640x480 (ID Software)

Doom 3 - sicherlich das Spiel des Jahres 2004. Der atmosphärische Ego-Shooter hat Schocker-Stimmung, gutes Gameplay und geniale Grafik zugleich und darf natürlich auch nicht in einem Grafikkarten-Test fehlen. Wir verwenden für den Benchmark die klassische Doom3-Demo demo001 mit verschiedenen Einstellungen. Wichtig dabei ist, dass der Benchmark mehrmals durchlaufen soll, da der Benchmark zunächst die Daten von der Festplatte cachen muss, um zuverlässige Ergebnisse zu bekommen.

Doom 3 1.1 1024x768

Unser Kommentar:

Auch hier sind Gigabyte und DFI flott unterwegs, bei 1024x786 kann sich jedoch auch mal das ASUS-Board unter die ersten vier Boards schieben.


Unreal Tournament 2003 640x480 Flyby (Epic)

Unreal Tournament 2003 ist als Demo verfügbar, in die eine Benchmark-Funktion eingebaut ist. Ein Skript testet bei verschiedenen Auflösungen, es gibt eine Flyby-Demo und ein Botmatch, die die Leistungsfähigkeit des Systems für die Vollversion zeigen soll. Hier die Ergebnisse bei 640x480 mit 16 bit, denn auch hier wollen wir natürlich die Belastung auf die CPU verlagern :

Unreal Tournament 2003 640x480 Botmatch

Unreal Tournament 2003 1024x768 Flyby

Unreal Tournament 2003 1024x768 Botmatch

Unser Kommentar:

Vier Teiltests, auch hier sehen wir die typischen Endergebnisse - denn vier Mal teilen sich Gigabyte und DFI die besten Plätze.

Comanche 4 640x480 (Novalogic)

Comanche 4 ist für Auflösungen von 1024x786 durchaus noch als CPU-Benchmark zu gebrauchen, bei höheren Auflösungen limitiert jedoch die Grafikkarte. Der Benchmark nutzt viele Pixel- und Vertexshader, allerdings wird neben einer hervorragenden Grafikkarte auch ein starker CPU benötigt. Das Spiel basiert auf DirectX 8 und ist in der Demo zum Downloaden erhältlich. Die Demo besitzt einen integrierten Benchmark, hier kann man also vor dem Kauf auch feststellen, ob das Spiel auf dem gewünschten PC ruckelfrei läuft. Wir verwenden ihn zur Leistungsmessung.

Comanche 4 1024x768

Unser Kommentar:

Auch bei Comanche kommt Gigabyte knapp vor DFI ins Ziel, jedoch liegen die restlichen Boards dahinter.


Far Cry 1.3 640x480 (Crytek)

FarCry ist wohl eines der Spiele des Jahres 2004 und ein Grund, sich mal wieder einen neuen PC zu leisten. Das Spiel ist sowohl stark Grafikkarten-lastig bei höheren Auflösungen und hohen Details, aber es existiert auch eine sehr hohe CPU-Belastung, gerade bei niedrigeren Auflösungen ohne viele Details. Wir verwenden deshalb den Benchmark mit Standard-Settings und unterschiedlichen Auflösungen.

Far Cry 1.3 1024x786

Unser Kommentar:

Auch bei FarCry zeigen DFI und Gigabyte Stärken und mal wieder steht auch ein DFI-Board einmal an erster Stelle.

Halo 1.05 800x600 (Bungie)

Das Spiel Halo kennt man sicherlich von der XBox - war es doch der Kassenschlage zum Launch der Konsole. Die PC-Version eignet sich sehr gut zum Benchen der CPU und der Mainboards, da sie nicht sehr grafikkartenlastig ist und somit je nach Takt und Speicherdurchsatz sehr gut skaliert. Wir testen zwei Auflösungen - 640x480 und 1024x768.

Halo 1.05 1024x786

Unser Kommentar:

Auch bei Halo haben wir exzellente Ergebnisse für die Boards von Gigabyte und DFI.


Counterstrike: Source 640x480 (Valve)

Counterstrike Source ist ein leistungsfähiger Benchmark - er nutzt optische Effekte, die man in Half Life 2 findet und demnach ist er ein recht leistungsfähiger Indiz dafür, wo es Grafikkartentechnisch bei Half Life 2 eng werden könnte. Wir verwenden ihn hier in niedriger Auflösung, um auch eine Aussage für die Leistungsfähigkeit der Mainboards geben zu können.

Counterstrike: Source 1024x786

Unser Kommentar:

Auch hier machen wieder Platz 1 bis 4 die Boards von Gigabyte und DFI unter sich aus.

Gunmetal Benchmark 640x480 (Yeti Studios)

Gunmetal von Yeti-Studios ist ein futuristisches Action-Game, bei dem man die Kontrolle über einen Havoc Suit, einen Kriegsprototypen übernimmt. Mit dem Havoc Suit müssen gegnerische Basen eingenommen werden, er kann in ein Jet verwandet werden etc. Gun Metal ist ein Grafikkarten-hungriges Spiel, bei niedrigen Auflösungen eignet es sich aber auch zum Testen von Prozessoren. Eine Demoversion steht unter dem oben genannten Link zur Verfügung, mit der wir hier auch testen.

Gunmetal Benchmark 1024x768

Unser Kommentar:

Gunmetal ist der erste Benchmark, in dem auch DFI mal etwas hinter herhinkt - aber bei einem einzigen Benchmark wird man dies verzeihen können.


Wie an den technischen Umsetzung und den Verkaufszahlen der bisher erhältlichen SLI Systeme bereits zu erkennen ist, wird SLI vermutlich kein Nischen-Produkt bleiben. Ob man nun gut 800 bis 1000€ alleine für die beiden Grafikkarten eines SLI Systems ausgeben möchte oder lieber für etwa die Hälfte oder weniger zu einem Single GPU System greifen möchte, bleibt jedem selbst überlassen. Beide DFI Boards bieten die ausgewogene NVIDIA nForce4 Technik zusammen mit einem ausgezeichneten Overclocking-Potential und vielen Features.

Schwächen, die das Gigabyte bei der Speicherkonfiguration und das ASUS generell aufgrund des frühen Teststadiums noch zeigten, sind bei DFI nicht zu entdecken und so bleibt es dem Käufer überlassen ob er nun zum DFI LanParty nF4 SLI-DR greift oder aber zum DFI LanParty UT nF4 Ultra-D. Beide Boards bieten reichliche Onboard-Features und gehören sicherlich auch aufgrund des Lieferumfangs zu den interessantesten nForce 4 Boards am Markt.

Wer SLI nicht benötigt oder eine ATI Grafikkarte einsetzen möchte, der ist mit dem DFI LanParty UT nF4 Ultra-D sicher gut bedient, wenn gleich DFI hier deutlich am Lieferumfang gespart hat. Auch fehlt ein Serial ATA-Raidcontroller - aber da nVIDIA ja bereits für ein gutes, performantes Raid sorgt, kann man dies sicherlich verschmerzen.

Positive Punkte des DFI LanParty nF4 SLI-DR: 

Negative Punkte des DFI LanParty nF4 SLI-DR

Für den SLI-Fan ist das DFI Lanparty nF4 SLI-DR sicherlich einen Blick wert - nicht nur aufgrund der coolen Optik, sondern vor allen Dingen aufgrund der technischen Werte. DFI integriert Firewire, USB 2.0, Dual Gigabit LAN, nutzt die NVIDIA Firewall, bietet 8 Serial ATA-Steckplätze mit Raid-Funktionalität und vieles mehr. Das Bios ist gut, die Performance klasse, die Kompatibilität ebenso sehr gut und auch der Übertaktungserfolg lässt nur gute Bewertungen zu. Insgesamt also ein sehr rundes Paket, wobei für den Luxus-PC sicherlich eine richtige Soundkarte zum Einsatz kommen sollte und man für High-Performance Ethernet-Verbindungen zum NVIDIA-NIC greifen sollte.

Positive Punkte des DFI LanParty UT nF4 Ultra-D:

Negative Punkte des DFI LanParty UT nF4 Ultra-D:

Hier hätte DFI eventuell über ein seperates Layout noch etwas mehr Übersicht in das Boarddesign bringen können - im Endeffekt bietet sich so aber die Möglichkeit, auch noch eine zweite PCI-Express Grafikkarte für eventuelle Quad-Monitor-Anwendungen einzusetzen. Der fehlende Raidcontroller ist sicherlich zu verschmerzen, allerdings ist auch hier der Onboard-Sound nur mäßig. Also sollte auch hier eine richtige Soundkarte eingesetzt werden.

Zwar ist das DFI LanParty nF4 SLI-DR mit 186€ noch recht teuer, das DFI LanParty UT nF4 Ultra-D ist aber schon für 133€ erhältlich. Wer auf vier Serial-ATA Controller und eine reichhaltige Ausstattung verzichten kann, der kann sich auch mit dem DFI LanParty nF4 SLI-D zufrieden geben, welches für 175€ zu haben ist. Für die 10 Euro mehr bekommt man jedoch deutlich mehr - und wer ein SLI-System bauen will, der wird wohl auch auf die 10€ nicht schauen.

Aufgrund der wirklich sehr guten Performance, der guten Kompatiblität, der guten Overclocking-Features und sehr guten Ausstattung verleihen wir den beiden DFI-Boards unseren Award - haarscharf aufgrund des Onboard-Sounds, aber bei den deutlich stärker zu gewichtenden positiven Aspekten sicherlich gerechtfertigt.

Weitere Links:

Weitere Mainboard-Reviews findet man in unserer Testdatenbank unter Mainboards AMD Athlon 64 oder in den Overclocking, Modding und Tweaking Guides .

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