Gigabyte nForce4 Serie

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Noch ist das ASUS A8N-SLI das einzige in großen Stückzahlen auf dem Markt verfügbare nForce4 SLI Mainboard, vom nForce 4 Ultra fehlt weitestgehend jede Präsenz. Doch langsam aber sicher drängen auch MSI, DFI, Abit und Gigabyte auf den Markt. Wir hatten die Gelegenheit uns die beiden nForce4 Modelle aus dem Hause Gigabyte genauer anzuschauen. Dies gibt uns auch die Möglichkeit das erste serienreife Konkurrenzprodukt zum A8N-SLI zu betrachten und somit zu bewerten. Wie sich das SLI Mainboard Gigabyte K8NXP-SLI und die nForce4 Ultra Variante K8NXP-9 gegen die "neue" Generation aus dem Hause VIA und NVIDIA schlägt, zeigen die folgenden Seiten.

Bei einem Besuch auf der offiziellen Gigabyte Webseite wird man schnell feststellen, dass dieser Hersteller wohl die größte Auswahl an Sockel 939 AMD Athlon 64 und AMD Athlon 64 FX Mainboards überhaupt hat. Insgesamt sechs Mainboards mit den verschiedenen Chipsätzen, Features und Ausstattungen kann man bestaunen und erwerben. Gigabyte befindet sich derzeit in einer sehr agressiven Produktpolitik und wirft zu jeder Neuerscheinung in Sachen Chipsatz mehrere Versionen an verschieden ausgestatteten Mainboards auf den Markt. Dazu zählen auch innovative Produkte wie das erste offizielle SLI Mainboard für den Intel Pentium 4 basierend auf dem Intel 915 Chipsatz.

Erst vor wenigen Tagen konnte wir den ersten deutschsprachigen Test der Gigabyte 3D1 - Dual-GPU Grafikkarte präsentieren, ein weitere innovatives Produkt aus dem Hause Gigabyte. Mit den beiden auf dem nForce 4 basierenden Platinen hat man zudem auch noch beeindruckend ausgestattete Athlon 64-Mainboards auf den Markt gebracht.

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Bisher setzt man bei Gigabyte ausschließlich auf NVIDIA Chipsätze, so auch bei den beiden aktuellen K8NXP-SLI und K8NXP-9 Modellen. Ob Gigabyte auch in der Zukunft zweigleisig, also auf dem nForce4 und dem VIA K8T890 fährt, bleibt fraglich.

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Klar zu erkennen sind die typischen Gigabyte Farbgebungen. Fast die komplette Bandbreite der Farbpalette wurde ausgenutzt, um die entsprechenden Merkmale des Boards auch optisch zu unterstreichen. Recht auffällig sollte bereits jetzt der blaue Steckplatz rechts neben dem Sockel sein, dazu aber später mehr. Gigabyte färbt dabei die unterschiedlichen Features regelmäßig in unterschiedlichen Farben, um dem PC-Bastler zu signalisieren, welches Stück Hardware wohin gehört.

Die Ausstattung der Boards kann sich sehen lassen - beide sind bis in die letzte Ecke des PCBs mit Onboard-Geräten vollgepackt. 

 

Die beiden Gigabyte Mainboards bieten alles, was das Benutzer-Herz begehrt. Dual Gigabit LAN , USB 2.0, FireWire, Serial-ATA II und 8-Kanal Sound. Da Gigabyte noch einen extra Serial ATA-Controller auf das Mainboard lötet, können insgesamt 8 Serial ATA-Geräte angeschlossen werden. Wie es mit der Einstellvielfalt in Sachen VCore und VDIMM aussieht und wie gut die Boards sich im Overclocking-Test verhält, werden wir später behandeln.

Auf der nächsten Seite wollen wir uns nun zunächst dem neuen NVIDIA-Chipsatz annehmen. Anschließend kommen wir zu den beiden Mainboards.


Wieder führt NVIDIA seinen Chipsatz in verschiedenen Versionen ein, so dass der Anwender entscheiden kann, welche Features für ihn wichtig sind und für die er auch gerne etwas mehr ausgeben möchte. Für den nForce4 plant NVIDIA eine Preisspanne bei den Mainboards von 55 bis 88$. Die nForce4 Ultra Mainboards sollen zwischen 100 und 150$ kosten. Wer bereit ist, neben zwei SLI fähigen Grafikkarten auch noch in etwa 200$ für ein Mainboard zu bezahlen, der ist beim nForce4 SLI richtig. In der Praxis zeigt sich jedoch, dass diese Preisvorstellungen von NVIDIA nicht haltbar sind - SLI-Boards befinden sich schon für knapp 150 Euro im Handel.

Chipsatz-Features - Netzwerk und Security

Bereits im nForce3 250Gb hatte NVIDIA eine Gigabit Ethernet Schnittstelle im Chip implementiert. In der ersten Generation des nForce Chipsatzes und auch bei vielen Chipsätzen anderer Hersteller konnten solche Lösungen nur über einen zusätzlichen Chip angeboten werden, welcher dann über den erheblich langsameren PCI-Bus an das System gekoppelt werden musste. Besonders im Volllast-Betrieb und bei obendrein vollbesetzten PCI-Steckplätzen sorgte das für zeitweise für heftige Datenstaus. Da die Funktion nun direkt in der MCP und somit direkt am HyperTransport-Link liegt, sind die Interferenzen wesentlich geringer. Im Endeffekt lässt sich damit eine Leistung ähnlich dem Gigabit Ethernet Port eines i875P-Canterwood-Chipsatzes erreichen oder einer professionellen Lösung über PCI-Express. 

Problem des nForce3 250 war allerdings die durchaus heftige CPU Belastung, die auftritt, wenn die aktivierte Firewall den kompletten Datentransfer der Gigabit Schnittstelle überwachte. Beim normalen Surfen und auch Downloaden im Internet bei der üblichen DSL Geschwindigkeit stellt dies kein Problem dar, wenn allerdings in einem Netzwerk ein hoher Traffic entsteht, z.B. wenn große Datenmengen kopiert werden, reicht die CPU Auslastung selbst bei einem AMD Athlon 64 FX an die 75 Prozent. Um dies zu umgehen entwickelte NVIDIA die Active Armor Firewall . Hier wird der Netzwerk Traffic nicht komplett mit Hilfe der CPU überwacht, sondern zu einem Großteil im MCP selbst. Somit erreicht man, dass selbst bei theoretisch 100 prozentiger Auslastung des Netzwerkadapters, die CPU Auslastung nie über 10 Prozent steigt.

Des Weiteren lassen sich in der Firewall bestimmte Ports frei schalten bzw. sperren. Wenn ein Programm von außerhalb oder ein auf dem Rechner befindliches Programm eine Verbindung aufbauen möchte, schlägt die Firewall Alarm via Pop-Up Alarm und fragt den Anwender, was zu tun sei. Dieser hat dann die Wahl die Verbindung einmalig oder für immer zu erlauben oder sie einmalig oder für immer zu blockieren. Wenn die Verbindung für immer erlaubt wird, ist der entsprechende Port aber auch nur dann geöffnet, wenn das dazu passende Programm auch gestartet wurde.

Chipsatz-Features - Storage

Ebenfalls im nForce4 verbessert wurden die Storage Controller für das Serial-ATA und P-ATA. Bis auf den Standard-nForce4 Chipsatz verfügen alle nForce4 Chipsätze über einen neuen Storage Controller, der nun auch mit dem Serial-ATA II Standard zurecht kommt. Laufwerke für eben diesen neuen Standard sollen zu Beginn des Jahres 2005 erscheinen und erlauben eine theoretische Bandbreite von 3.0 GB/Sekunde, sind als doppelt so schnell wie der Serial-ATA I Standard. Als weitere Besonderheit unterstützt der Controller natürlich auch neue Features wie Native Command Queuing und Hot-Plugging , sofern die Festplatten diese Features unterstützen.

Die vier möglichen Laufwerke greifen nun auf zwei Controller zurück und nicht wie vormals auf nur einen Controller. Dadurch verteilt sich die Last besser und erlaubt besonders im Betrieb mit vier Laufwerken einen deutlichen Geschwindigkeitszuwachs. Ob sich dies auch in der Realität auswirkt oder aufgrund der sowieso langsameren Laufwerke nur eine theoretisch höhere maximale Bandbreite mitbringt, wird man in den ersten Serial ATA-Raid-Tests sehen.

Das nvRAID Tool erlaubt es dem Anwender dabei den Überblick über die erstellten Arrays zu behalten und vereinfacht auch das erstellen eines solchen erheblich. Ein Wizard führt den Anwender dabei Schritt für Schritt durch die nötigen Menüs, egal ob man ein RAID 0 oder 1 erstellen möchte. Als besonderes Feature bietet der nForce4 RAID Controller die Möglichkeit, eine freie Festplatte zu bestimmen, die im Falle eines Ausfalles eines Laufwerkes in einem Mirror Arrays dessen Funktion übernimmt.

Jeder kennt die Schwierigkeit bei einem Defekt aus einem voll gestopften System mit mehreren Festplatten die richtige zu finden. Auch hier hat NVIDIA eine Technologie entwickelt, die das entsprechende Laufwerk bzw. dessen Anschluss via Treibereinblendung farblich markiert und so den Anwender direkt zum defekten Laufwerk führt. Die Anschlüsse werden Real-Time überwacht, was die Arbeit besonderes mit Hot-Plug Festplatten und Arrays erleichtert. Da jeder Mainboardhersteller die Möglichkeit bekommt, den nForce Treiber entsprechend anzupassen, zeigt die Abbildung auch wirklich immer den entsprechenden Anschluss und keine kryptischen Zeichen bzw. die Bezeichnung des Anschlusses. Allerdings bedeutet dies auch einen erheblich Mehraufwand für die Hersteller, denn diese müssten bei optimalem Support jeden neuen nForce Treiber entsprechend Anpassen und zum Download anbieten.

Chipsatz-Features - SLI

Wie bereits Intel mit dem E7525 "Tumwater" hat auch NVIDIA nun einen Chipsatz mit SLI Support. NVIDIA nutzt also bei den beiden x16-Karten zwei wie x16 PCI-Express-Slots aussehende Slots, um die Grafikperformance aktueller Systeme auf eine ganz besondere Art und Weise zu steigern. Wird nur eine Grafikkarte eingesetzt, hat diese die volle x16-Bandbreite zur Verfügung, der andere Slot wird mit einer Steckkarte terminiert. Bei zwei Grafikkarten nimmt man die Terminierung heraus und die beiden Grafikkarten teilen sich jeweils eine x8-Anbindung. 

Die SLI-Technik kennen wir schon von älteren Voodoo2-Karten - hier wird sie wiederbelebt auf eine effektivere Art und Weise. Einen Ausblick auf die SLI Technologie haben wir bereits in einem Artikel zum Tumwater Chipsatz gegeben. Mittlerweile haben wir jedoch auch einige Praxis-Artikel zu bieten:

Die Vor- und Nachteile von SLI haben wir in diesen Reviews deutlich ausgeführt.

Chipsatz-Features - Optimierung der PC Performance

Neben den üblichen Tricks und Kniffen die PC Performance zu verbessern, bietet NVIDIA mit dem nTune Tool die Möglichkeit, gezielt auf die PC Performance Einfluss zu nehmen. Dabei werden dem Anwender Möglichkeiten eingeräumt, die sonst nur über einen speziellen Chip des Mainboardherstellers, z.b. µGuru von Abit und CoreCell von MSI, geboten werden konnten.

Dem Anwender stehen mehrere Module im nTune Tool zur Seite. So kann er, wie bereits erwähnt, sein System übertakten. Dies aber über dem üblichen Maße, wie es andere Mainboardhersteller erlauben, denn eigentlich ist nun kein Blick mehr in den BIOS erforderlich, da sich sämtliche Einstellungen im nTune vornehmen lassen. Bevor man sein System übertaktet, sollte man es vom NVIDIA Treiber analysieren lassen, denn so lassen sich mögliche Schwachstellen leicht erkennen und oft ist auch kein höherer Takt des Systems nötig, um die Performance anzuheben.

So erkennt das nTune Tool, ob nicht vielleicht DDR333 Speicher im System verbaut ist und meldet dies dem Benutzer. Dieser kann den DDR333 Speicher dann gegen einen leistungsfähigeren DDR400 Speicher tauschen. Dies gilt auch für die Erkennung des Arbeitsspeicher, des Prozessors oder der Festplatten. Jetzt sollte man den NVIDIA-eigenen Benchmark starten, der dann gezielt auf Speicher-, Festplatten oder Grafikperformance des System analysiert und gegen ein Referenzsystem vergleicht. Danach lassen sich per Auto-Tunuing Funktion vordefinierte Einstellungen laden und das System so übertakten. Der Anwender kann alle Einstellungen aber auch per Hand editieren und abspeichern. Hier kann es allerdings zu Problemen kommen, wenn man die Hardware über den möglichen Spezifikationen betreibt. Doch auch hier hat NVIDIA vorgesorgt und stattet das nTune Tool mit einer Recovery Funktion aus, die das System nach einem missglückten Start mit den letzten stabilen Einstellungen starten lässt.

Ähnlich wie andere Hersteller auch, kann das System aber auch an Profilen gebunden, je nach laufender Anwendung über- bzw. untertaktet werden. Diese vordefinierten Profile lassen sich mit Anwendungen koppeln und erlauben so den lautlosen Betrieb während einer DVD Session oder die geballten Leistung für eine 3D Game.

Mit dem Chipsatz ist die Theorie nun abgeschlossen und wir können zu einem etwas anschaulicheren Teil kommen, der Betrachtung des Layouts sowie der Ausstattung der beiden Gigabyte Mainboards. Beginnen wollen wir hier mit dem K8NXP-SLI.


Gigabyte liefert sein Mainboard in einer interessanten Klapp-Box aus, welche auf der einen Seite das Mainboard und auf der anderen den kompletten Lieferumfang beinhaltet.  Deutlich wird an der doppelt hohen Verpackung schon, dass eine Menge an Zubehör beiliegen muss - ausgepackt wird dies dann auch ziemlich schnell sichtbar:

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Werfen wir einfach einen Blick in die Verpackung und den Lieferumfang:

Vom Standard-Flachbandkabel bis hin zu allen Erweiterungsblenden und weiteren Kabeln ist alles dabei. Zwar setzen bereits einige Hersteller bei den ATA/133 Kabeln auf die gerundete Ausführung, was dann den Einbau und die Durchlüftung des Gehäuses vereinfacht, dennoch kann man mit dem Gigabyte Lieferumfang mehr als zufrieden sein. Wie schon ASUS beim A8N-SLI erschlägt Gigabyte den Kunden mit Serial ATA-Kabeln und Stromadaptern, Slotblenden und ähnlichem.

Schaut man zusätzlich auf die ATX-Blende, so sieht man, dass insgesamt 4 USB 2.0-Ports und sämtliche digitalen und analogen Anschlüsse für den Sound nutzbar sind, sowie die RJ45 Stecker für das Gigabit LAN. Auf die zahlreichen Sound Anschlussmöglichkeiten gehen wir später noch genauer ein, hier fehlt nur ein optischer Anschluß, analoge Anschlüsse und zwei digitale SPDIF sind jedoch vorhanden. Die beiden FireWire Anschlüsse macht Gigabyte über eine Erweiterungsblende verfügbar. Weitere sechs USB 2.0-Ports können per Blende nachgerüstet werden, somit sind alle 10 USB 2.0-Ports des Chipsatzes auch tatsächlich nutzbar. Für ein SLI-Mainboard darf schließlich auch nicht der SLI-Connector fehlen. 

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Im Folgenden sind die auf unserem Mainboard verbauten zwei PCI Slots zu erkennen. Direkt daneben findet sich einer der beiden PCI-Express x8/x16-Slots, der recht dicht auf dem ersten PCI Steckplatz sitzt und diesen so auch bei doppelt hohen Grafikkartenkühlern blockiert. Somit bleiben bei einem High-End System im Referenzdesign wohl nur ein freier PCI Steckplätze frei. Dies sollte aber bei der heutigen Anzahl an Onboard-Komponenten aber kein Problem sein, wenn man das System gut plant. Darauf folgt einer der beiden PCI-Express x1 Steckplätze, woraufhin der primäre PCI-Express x16 Slot folgt. Werden SLI-Karten eingesetzt mit doppelt hohem Kühlkörper, so ist also auch ein PCI-Express-Slot blockiert. Effektiv stehen bei einem voll ausgestatteten System mit zwei GeForce 6800 Ultra also nur ein PCI und ein PCI-Express x1-Port noch zur Verfügung.

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Insgesamt können in den vier DIMMS bis zu 4 GB Arbeitsspeicher untergebracht werden, also jeweils ein Modul mit bis zu 1024 MB. Wie den Spezifikationen zu entnehmen ist, können Module der Baureihe DDR400, DDR333 und DDR266 eingesetzt werden. Natürlich ist auch hier, genau wie bei allen Sockel 939 Platinen der Dual-Channel Betrieb möglich, was Gigabyte auch mit den farblich markierten DIMM Steckplätzen verdeutlicht.

Hier ebenfalls zu sehen sind der primäre und sekundäre IDE Kanal, der Floppy Anschluss sowie der ATX Stromanschluss. Diese sind an einer guten Position zu finden, die Kabel können so recht einfach verlegt werden und auch gut im Gehäuse versteckt werden. Der Luftstrom im Gehäuse wird so selbst bei Flachbandkabeln nicht unnötig blockiert.

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Im nächsten Bild sieht man den Sockel 939. Einige MOSFETs sind zwar recht nahe an den Sockel gerückt, dies stellt aber auch mit dem Zalman Kühler kein Problem dar. Im Hintergrund ist der passive Kühlkörper der Spannungswandler zu sehen.

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Weitere Details zum Layout des K8NXP-SLI sind auf den folgenden Seiten zu finden.


In der rechten unteren Ecke befinden sich einige wichtige Laufwerksanschlüsse. Zu sehen sind acht Serial-ATA Anschlüsse sowie der BIOS Chip und einige weitere Chips und Anschlüsse. Ebenfalls zu sehen ist der nForce4 Chip mit der aktiven Kühlung und weitere wichtigen Komponenten. Diese aktive Kühlung dürfte besonders im SLI Betrieb von Nöten sein, da hier unter Umständen zwei High-End Grafikkarten im Sandwich den Chipsatz aufheizen könnten. Bei der Positionierung hat Gigabyte darauf geachtet, dass der Kühlkörper möglichst so angeordnet ist, dass er die Grafikkarten nicht beeinträchtigt und auch die Höhe keine Probleme bereiten kann. Der Lüfter ist zwar hörbar, aber nicht unbedingt laut und störend, sondern eher einer der leiseren Chipsatzlüfter.

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Im Bild sind weiterhin die gut farblich abgehobenen Gehäuseanschlüsse in der vorderen unteren Ecke zu erkennen, daneben findet man den CMOS-Jumper, einen FAN-Header, den Gameport-Anschluß und ein gesockeltes Bios. Die Anschlüsse für den Firewire-Port und die weiteren USB-Ports befinden sich in einer Reihe am unteren Ende des Mainboards.

Im nächsten Bild sieht man die DPS-Karte, die dem Mainboard beiliegt:

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K8 steht, natürlich, für die AMD Prozessorgeneration und DPS steht für "Dual Power System". Prinzipiell besagt dieser Slogan nur, dass es sich um eine Schwesterkarte für die Strom- und Spannungsversorgung handelt. Diese beherbergt weitere MOSFETs, die die sechsphasige Stromversorgung des Mainboards sicherstellen sollen. Auch optisch macht diese Karte einiges her - auf dem Chip wurde ein aktiver Lüfter montiert, welcher in Dunkelheit in bläulichem Licht erstrahlt. Über den Sinn oder Unsinn dieser Zusatzplatine kann gestritten werden. Wir konnten in unseren Test keinen Unterschied im Betrieb mit und ohne Platine feststellen. Jedoch kann die thermische Belastung der MOSFETs durch sechs statt drei Phasen sicherlich etwas entlastet werden.

Zusätzlich zu der ohnehin schon zahlreichen Ausstattung legt Gigabyte auch eine 802.11 b/g Wireless LAN Card bei:

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Diese wird in einen freien PCI Steckplatz gesteckt und sorgt so für den einfachen Aufbau eines Wireless-LAN Netzwerkes. Der Adapter kann als normales Empfangs-Modul oder als Access Point verwendet werden.

Wie bereits in unserem NVIDIA nForce4 Review zum Launch des Chipsatzes erwähnt, werden die Mainboardhersteller den SLI Connector mit in ihren Lieferumfang packen. Jeder Hersteller muss dies tun, da einige Hersteller auf andere Layouts setzen (zwei PCI-Express x1-Slots zwischen den x16-Slots oder nur einen x1-Slot) und damit der Abstand der x16-Slots unterschiedlich ist. Beim Gigabyte-Board ist er wie beim ASUS-Board über einen x1-Slot geführt:

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Die Synchronisation der beiden PCI-Express Grafikkarten im SLI Betrieb übernimmt dabei der MIO-Port an der Oberseite der PCI-Express-Grafikkarten, der über eine derartige Steckverbindung mit der Nachbarkarte verbunden werden muß:

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Doch auch das Mainboard muss erkennen, ob zwei Grafikkarten im SLI Modus betrieben werden sollen oder nicht. Dies geschieht über ein SLI Retention Modul. Dieses muss je nach Betriebsart mit der einen oder mit der anderen Seite in den Slot eingeteckt werden. Dazu müssen die beiden Federn nach Außen gedrückt und das Modul nach oben geklappt werden. Beim Einbau sind diese Schritte in der umgekehrten Reihenfolge zu durchfahren.


Im Folgenden wollen wir die verlöteten Chips einmal näher betrachten.

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Der Silicon Image SiI3114CT Chip ist unterhalb der PCI Slots verlötet. Er übernimmt die Kontrolle von vier der acht Serial-ATA Anschlüsse. Die übrigen beiden werden über den nForce4 angesprochen. Der implementierte Controller des nForce4 unterstützt die RAID Level 0 und 1, der Silicon Image kommt via Software Update auch mit dem RAID Level 5 zu recht. Wenn möglich sollte man jedoch den integrierten nForce4-Raidcontroller verwenden, da dieser über eine bessere Raid-Performance verfügt - er ist nämlich nicht an den PCI-Bus angebunden und belastet so weniger das System und bietet höhere Burst-Bandbreiten. Des Weiteren ist er ein Serial ATA II-Controller und er besitzt zwei getrennte Controller, um die Performance im Raid zu erhöhen.

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Der I/O Controller Chip aus dem Hause ITE sitzt im hinteren Eck des Mainboards hinter den PCI-Steckplätzen. Er ist für das Hardwaremonitoring zuständig, weiterhin stellt er Schnittstellen wie die PS/2-Ports, serielle und parallele Schnittstelle, Gameport und den Floppy-Port zur Verfügung. Das Hardwaremonitoring schauen wir uns später im Bereich des Bios noch einmal an. 

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Hinter den PCI-Express Steckplätzen wurde der Realtek Soundchip verbaut. Der Realtek ALC850 sorgt für einen 8-Channel Soundgenuß auf Desktop-Systemen ohne eine spezielle Erweiterungskarte. Ob hier auch die Qualität überzeugen kann, werden wir später klären, dann folgt auch eine Auflistung der Features dieses - zumindest auf dem Papier - hochwertigen Onboard-Sounds mit reichlicher Anschlußvielfalt. Da Gigabyte auch die digitalen Anschlüsse auf die ATX-Leiste bringt, kann man zumindest über die digitalen Anschlüsse perfekten Sound an die Lautsprecher weitergeben. Ein HD-Audio-Codec ist beim NVIDIA nForce 4 nicht einsetzbar - das kann bislang nur Intel und VIA mit dem K8T890, denn man besitzt diesbezüglich eine entsprechende Dolby-Digital Lizenz.

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Als Gigabit Ethernet NIC setzt Gigabyte weiterhin auf den Marvel 88E8053. Dieser ist über den PCI-Express Bus angebunden. Somit steht dem Chip im Duplex Modus eine Bandbreite von 250 MB pro Sekunde zur Verfügung, die er im Gigabit-Ethernet-Modus übertragen kann. Hier hat Gigabyte bereits einen Vorteil gegenüber ASUS, die bei ihrem A8N-SLI auf einen Ethernet Controller zurück griffen, der noch am PCI Bus angebunden ist. Dieser kann dann aufgrund der geringen Bandbreite des PCI-Busses nur auf Raten von knapp über 100 MB/s kommen.

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Der hier im Bild erkennbare Vitesse SimpliPHY 8201 Chip stellt den einen Gigabit-LAN Transceiver dar. Er nutzt den in dem nForce4 zu findenden Controller. Wenn die Peripherie stimmt, kann der Rechner, welcher mit diesem Board ausgestattet ist, theoretisch 250 MB pro Sekunde auf einen anderen Klienten übertragen. Da der Gigabit Ethernet-Chip von NVIDIA nicht über PCI angebunden ist, kann diese Bandbreite hier tatsächlich auch erreicht werden. Der Gigabit Ethernet des Boards ist also ähnlich schnell wie ein CSA-betriebener Gigabit Ethernet-Controller, ein neuer x1-PCI-Express-Gigabit Ethernet oder ähnlichen integrierten Varianten. Und im Vergleich zu diesen kann er auf die Hardware-Firewall zurückgreifen, die NVIDIA im nForce4 ja nochmals verbessert hat.

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Direkt vor dem ersten PCI-Express x1 Steckplatz findet man eines der Kernfeatures der Gigabyte K8NXP Serie. Seit einiger Zeit bietet Gigabyte das sogenannte Dual-BIOS an, sprich zwei separate BIOS Chips, von denen generell nur einer aktiv ist. Sollte dieser durch einen fehlgeschlagenen Flash-Vorgang beschädigt werden oder die Version durch sonstige Einwirkungen einfach zerstört werden, schaltet sich der zweite Chip zu und man kann ohne Probleme weiter mit dem Computer bzw. dem Mainboard arbeiten, welches ansonsten defekt wäre und nur durch das Austauschen des Chips wieder repariert werden könnte. Aus diesem Grund ist es auch kein Problem, dass beide Chips direkt mit der Platine verlötet und nicht in einem zusätzlichen BIOS Sockel untergebracht wurden. Sollte ein Chip defekt sein, kann über den Sekundären gebootet werden und auf den "defekten"Chip wieder ein funktionierendes BIOS geflashed werden.

Kommen wir nun zum Bios des Boards.


Das BIOS:

Das BIOS (Basic Input-Output System) ist mehr als 20 Jahre alt und damit die älteste Softwaretechnik innerhalb der PCs. Es wird in den ersten Sekunden nach dem Einschalten des PCs aufgerufen, der so genannten Pre-Boot-Phase, also noch bevor das Betriebssystem geladen wird. Allerdings gibt es das Bios nicht mehr lange, wie Intel mitteilt :

Der Firmware Foundation Code von Intel ist ein Ergebnis des Projektes mit Codenamen „Tiano“ und sorgt dafür, dass der Nachfolger des BIOS auf neuester Softwaretechnologie basieren wird. Er wurde speziell im Hinblick auf neue Ausstattungsmerkmale und Dienste entwickelt, zu denen beispielsweise die verbesserte Verwaltung und Betriebsfähigkeit, sowie Schnittstellen für administrative Aufgaben gehören.

Bald brauchen wir uns also nicht mehr durch die blauen Menues hangeln, um an die Hardwareeinstellungen zu kommen. Bislang bleibt das Bios aber der Grundstein für eine gute Gesamtperformance, auf die es bei den Mainboards im allgemeinen ankommt. Auch werden hier alle wichtigen Drähte in Bezug auf Overclocking und Onboard-Features gezogen. Nun werden wir prüfen, wieviel Sorgfalt die Ingeneure bei der Programmierung dieses BIOS an den Tag gelegt haben.

Wie immer widmen wir uns zuerst visuell dem BIOS, das heißt wir schießen einige Screenshots, um den Aufbau und die einzelnen Funktionen des Menüs zu veranschaulichen:







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Wie immer wollen wir die eben vorgestellten Shots aus dem Menu nun noch etwas kommentieren. Gigabyte hat auf sein K8NXP-SLI ein sehr umfangreiches BIOS gepackt, welches aber erst durch eine Tastenkombination (Strg + F1) den vollen Umfang freigibt. Wir testeten eine Biosversion F6, die uns bereits sehr gut gefiel und vermutlich noch durch Gigabyte optimiert wird.

An dieser Stelle möchten wir erwähnen, dass wir Anfangs große Probleme mit beiden Gigabyte Mainboards hatten. Die Speicherperformance lag bei etwa 5000 MB pro Sekunde und damit gut 20% unter dem von uns erwarteten Wert. Erst nach zahlreichen Optimierungen im BIOS erreichten wir dann eine Vergleichsbasis, die einen solchen Test zu ließ. Alle nötigen Optimierungen sind in zwei BIOS Screenshots (Screenshot 1, Screenshot 2) vermerkt und können dort nachvollzogen werden.

Ein in allen Teilen sehr umfangreiches BIOS hat Gigabyte für das K8NXP-SLI programmiert. Das F6-BIOS gefällt uns jedoch schon sehr gut, es ist vollständig, alle wichtigen Einstellungen können vorgenommen werden, Geräte deaktiviert werden und auch die Timings werden übernommen.

Während die Timings sehr umfangreich anzusprechen sind, bietet Gigabyte keine direkt Möglichkeit auch schnelleren Speicher als DDR400 direkt anzusprechen. Hier zeigte ASUS auf seinem A8N-SLI erstmals die Optionen, die DDR-Frequenzen nicht nur bei DDR400 zu belassen, sondern auch DDR433 oder DDR466 einzustellen und/oder mit High-End-Modulen sogar bis DDR600 zu gehen. Allerdings entpuppte sich diese Version in einem einfachen anheben des FSBs - und macht so also keinen Sinn.

Interessant ist, dass auch Gigabyte nun auch eine Art PEG-Link Overclocking integriert hat. Mit PEG-Link Overclocking läßt sich die Grafikkarte dynamisch übertakten. Eigentlich eine praktische Sache - sobald 3D-Last entsteht, übertaktet das Gigabyte BIOS die Grafikkarte um ein paar Prozent. Unglücklich ist dieses jedoch beim Benchmarking - und da das Feature beim Setting auf "Auto" aktiv ist, ärgert dies sicherlich einige User. Wir mussten es einmal wieder auf "Slow" herunterstellen, um das System nicht durch PEG-Overclocking zu beeinflussen. Dasselbe gilt für die M.I.B. 2 Overclocking, das automatische Übertakten des Prozessors. Auch dieses ist erst einmal aktiv und muss manuell deaktiviert werden. Wir hoffen, dass Gigabyte hier ähnlich wie ASUS in einer der nächsten Biosversionen standardmäßig abschaltet und nur dem User die Wahl läßt, es zuzuschalten.

Cool & Quiet

Beim nForce 4 ist Cool&Quiet natürlich auch vorhanden, die Frage ist hier nur, ob es in einer so frühen Biosversion schon integriert ist. Allerdings werden für das Cool&Quiet-Feature nicht nur der Support des Mainboards benötigt, sondern auch einige Tools und Treiber. Den notwendigen Athlon 64-Prozessor-Treiber findet man direkt auf der AMD-Webseite für alle gängigen Betriebssysteme. Ebenfalls auf dieser Seite findet man die notwendige Software, die das Cool&Quiet-Feature kontrollierbar macht.

Ist der Treiber installiert, kann man die Energieeigenschaften einstellen:

Sobald man das Energiespar-Schema auf "Minimalen Energieverbrauch" gestellt hat, schaltet die CPU bei geringer Last von 2200 auf 1000 MHz zurück, wie auf dem folgenden Screenshot unschwer zu erkennen ist. Der entsprechende Menüpunkt im BIOS fehlt zwar, dennoch scheint Cool & Quiet mit dem K8NXP-SLI möglich zu sein.

Die Stabilität:

Da wir das BIOS nun analysiert haben, wird es Zeit, heraus zu finden, ob all die theoretischen Feststellungen, welche wir machen konnten, auch in der Praxis halten, was sie versprechen. Im Folgenden haben wir unser System voll bestückt mit PCI Karten - jeweils in verschiedenen Kombinationen. Unterschiedlicher Speicher wird auch getestet - so kommen beispielsweise reinrassiger Marken-RAM aus dem Hause TwinMOS zum Einsatz, aber auch Noname-RAM oder normaler Arbeitsspeicher mit Infineon-Chips zum Einsatz. PCI-Express-Karten (x1) haben wir leider noch nicht vorliegen, weshalb wir auf derartige Kompatibilitätsprobleme nicht eingehen können.

Im Folgenden die Testergebnisse tabellarisch dargestellt:

Wie bereits erwähnten, gehören die großen Probleme mit den verschiedenen Speichermodulen größtenteils der Vergangenheit an. Auch für das Gigabyte K8NXP-SLI haben wir wieder einen Kompatibilitätscheck durchgeführt. So wird vor allem geprüft, ob der Rechner mit den entsprechenden Modulen und vor allem im DDR400-Modus startet und ob auch speicher- und systembelastende Applikationen problemlos durchgeführt und erfolgreich beendet werden können. Das Ergebnis sieht wie folgt aus:

 

Grundsätzlich konnte das Mainboard mit fast allen zur Verfügung stehenden Modulen gestartet werden. Da auch die Corsair- und TwinMOS-Module ohne Probleme liefen, ist davon auszugehen, das auch mit Low-Latency-Speichermodulen keine Probleme auftreten werden. In unserem Fall führten wir deshalb auch die Benchmarks wie bei allen anderen Mainboardtests mit den TwinMOS-Modulen mit schnellsten Settings durch. Die Kingston-Module sind wie immer nicht kompatibel, was aber wohl mit den PC3200-Modulen dieser Charge von Kingston zusammenhängt und kein allgemeines Problem ist.

Kommen wir im Folgenden also zum Overclocking. Hier werden wir die CPU richtig in die Mangel nehmen können.


Mit dem Sockel 939 und auch den entsprechenden nVidia- und VIA-Chipsätzen wurde der AMD Athlon 64 auch für Overclocker mehr als nur interessant. PCI/AGP-Fix und ein nach unten frei wählbarer Multiplikator steuern ihr Übriges dazu bei. Zwar ist der Speichercontroller immer noch etwas zickig und auch die übrige Architektur eines AMD Athlon 64-Systems muss entsprechend betrachtet werden, um erfolgreich zu übertakten, doch die Hersteller machen von Mainboardgeneration zu Mainboardgeneration einen Schritt in die richtige Richtung. Wie man den Athlon 64 richtig übertaktet, zeigen wir in unserer Athlon 64 Overclocking-Guide .

Was wir aus unserem AMD Athlon 64 3500+ herausholen können, werden wir im Folgenden probieren. Zuvor jedoch wie immer einige Screenshots des OC-Menüs innerhalb des BIOS, auch wenn das momentan bereits wirklich prall gefüllt ist.




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Wie bereits erwähnt sind die Overclocking-Optionen in allen Bereichen sehr umfangreich:

Die Prozessorkernspannung ist ebenso verstellbar wie die Spannung des RAM-Module, des HT Links und des Chipsatzes. Gigabyte dürfte dem Anwender ruhig noch ein paar Spannungswerte zusätzlich an die Hand geben mit +0,1 und +0,2V ist man bei den DDR-Speichermodulen meistens noch nicht wirklich gut bedient. 

Beginnen wir aber zuerst mit einem Screenshot aus CPU-Z, welches uns den Prozessor und seine technischen Spezifikationen aufzeigt. Hier befindet sich der Prozessor noch im Werkszustand und ist nicht übertaktet beziehungsweise über seine normalen Spezifikationen hinaus betrieben worden.

Mit 201 MHz taktet das Gigabyte K8NXP-SLI ein MHz höher als es das sollte und verschafft sich so einen minimalen Vorteil in den Benchmarks, auch wenn dieser nur marginal ist, ist er dennoch vorhanden. Trotzdem langt man hier prozentual weit aus geringer zu als bei den Pentium 4-Mainboards, was wir sehr begrüßen.

Da die nötigen Voraussetzungen gegeben sind, nun zum eigentlichen Übertakten der CPU. Schritt für Schritt heben wir den Referenztakt an, steigern die Spannung des Prozessorkerns, Chipsatzes sowie des RAMs und erreichen nach einiger Zeit folgendes Ergebnis:

Sehr gute 90 MHz mehr im Referenztakt waren möglich. Wobei wir auch hier schon Schwierigkeiten mit der Stabilität des Systems bekommen haben und die CPU Spannung deutlich anheben mussten. Der somit erreichte Prozessortakt von 2615 MHz kann sich sehen lassen und sorgt im Zusammenspiel mit dem hohen HT-Takt für ein leistungsstarken OC-System. Mit dem ASUS A8N-SLI erreichten wir "nur" 244 Mhz - somit hätte unser Vapochill-High-End-Overclocking-Bericht mit dem Gigabyte-SLI-Board wohl auch etwas höhere Werte erreichen können.

Natürlich steigt beim Overclocking nicht nur der CPU-Takt, sonder auch die RAM-Performance. Das Ergebnis haben wir in SiSoft Sandra festgehalten:

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Als nächstes ist der Onboard-Sound an der Reihe:


Wie immer wollen wir auf der folgenden Seite näher auf den Onboard-Sound eingehen.

Auf dem Gigabyte K8NXP-SLI findet sich ein Realtec ALC850-Sound-Codec. Der AC97-Sound ist ein typischer Software-Codec und belastet somit mit den Berechnungen die CPU im Gegensatz zu einem Hardware-DSP wie einem Audigy-Chip oder der MCP-T von NVIDIA. Allerdings gehört er zu neuesten Generation und besitzt einige interessante Features. Er entspricht den aktuellsten AC'97 2.3-Spezifikationen und ist ein 8-Kanal-Audio-Codec, der bis zu 100dB-Soundqualität erreichen soll. Allerdings ist dieser Klirrfaktor für einen Onboard-Sound bislang unerreicht.

Wirklich interessant ist die Möglichkeit beispielsweise einen Kopfhörer an irgend einen beliebigen Anschluß anzuschließen und diesen dann über Software zum Kopfhörerausgang zu deklarieren. Damit entfällt das lästige Suchen hinter dem Schreibtisch nach der richtigen, teilweise noch nicht einmal farblich identisch kodierten Buchse - einfach einstecken, der richtige Port ist es auf jeden Fall, nur die Software muß noch entsprechend nachjustiert werden.

Wie immer teilen wir unseren Test auf in zwei Bereiche - Performance und Qualität.

Performance-Vergleich:

Um den Test erfolgreich durchführen zu können und im Folgenden auch die Werte vergleichen zu können, benötigt man natürlich einige Konstanten. Wir verwenden hier den beliebten Gaming-Benchmark Doom 3. Die Timedemo starten wir wie üblich mit der Eingabe von "timedemo demo001" in die Konsole des Spiels, welche man mit der Strg +Alt + "^"-Taste aufruft. Dann lassen wir den Benchmark wie üblich einmal im Fast- und einmal mit 640x480 bzw. mit 1024x768 Pixeln durchlaufen und vergleichen die Frames per Second Werte, da diese variieren, wenn man mit eingeschaltetem Onboard-Sound oder ohne arbeitet. Hier liegt auch die Begründung versteckt, warum es so wichtig ist, dass man die ungenutzten Onboard-Geräte im BIOS abschalten kann, denn beispielsweise der Onboard-Sound beansprucht die CPU doch in einem recht großen Maße.

 

Wie immer sinkt die Performance bei aktiviertem Sound, allerdings nicht in einem Maße, wie wir das von früheren Mainboardtests her kennen. Bei Doom 3 ist natürlich die Grafikkarte der limitierende Faktor, deshalb sieht man hier prozentual einen geringeren Abfall als bei einem Low-End-Game. Deutlich ist aber zu sehen, dass der Sound einen Einfluß besitzt. Hier ist er aber so gering, dass es sich nicht lohnen würde, aus Performancegründen eine Soundkarte zu erwerben.

Qualitäts-Vergleich:

Hierfür verwenden wir das Tool Rightmark Audio-Analyzer. Für die Testmessungen benötigt man unter Right Mark ein sogenanntes "Loop Through-Kabel", also ein Audiokabel, welches an beiden Ende eine 3.5" Klinke besitzt. Dieses Kabel ist natürlich im HiFi-Fachmarkt genauso erhältlich wie bei MediaMarkt oder Saturn. Mit in die Wertung ein geht leider indirekt die Qualität des Line-In-Eingangs, der teilweise von den Herstellern vernachlässigt wird und dadurch das Gesamtergebnis nach unten zieht.

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Dem entsprechend sah das Testergebnis des Right Mark Analyzers wie folgt aus:

Das verwendete Testtool gibt des Weiteren ein detailliertes Ergebnis aus, welches wir in einer separaten HTML Datei auf unserem Server zur Schau stellen. Beim ASUS A8N-SLI hatten wir große Probleme mit dem ALC850 Sound, beim Gigabyte scheint dies nicht der Fall zu sein und wir sind mit dem Onboard Sound durchaus zufrieden. Durchaus gute Werte konnten wir messen. Während also aus Performancegründen nicht unbedingt ein Austausch des Sounds notwendig wäre und er sicherlich auch für den Alltagsgebrauch noch ausreicht, ist er für Musik- und Videofans sicherlich aus qualitativen Gründen zu ersetzen.

Kommen wir nun zum "kleinen Bruder" des K8NSP-SLI, dem K8NXP-9 mit nForce4 Ultra Chipsatz.


Auch das K8NXP-9 wird von Gigabyte in einer interessanten Klapp-Box ausgeliefert, welche auf der einen Seite das Mainboard und auf der anderen den kompletten Lieferumfang beinhaltet. Vom Lieferumfang unterscheiden sich beide - bis auf den SLI-Connector - eigentlich nicht. Auch in dieser Variante findet man zuhauf Slotblenden, Kabel und eine WLAN-Card.

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Werfen wir einfach einen Blick in die Verpackung und den Lieferumfang:

Vom Standard-Flachbandkabel bis hin zu allen Erweiterungsblenden und weiteren Kabeln ist auch hier alles dabei. Wie schon beim SLI-Board von Gigabyte heben wir auch hier noch einmal die reichhaltige Ausstattung an Serial ATA-Kabeln und Erweiterungsblenden hervor. Die Gigabyte Wireless-Card ist auch ein nettes Extra, hinzu kommt die DPS-Karte.

Schaut man zusätzlich auf die ATX-Blende, so sieht man, dass insgesamt 4 USB 2.0-Ports und sämtliche digitalen und analogen Anschlüsse für den Sound nutzbar sind, sowie die RJ45 Stecker für die Gigabit LAN-Anschlüsse. Hier gleichen sich also die beiden Gigabyte-Boards wie ein Ei dem anderen. Auf die zahlreichen Sound Anschlussmöglichkeiten gehen wir später noch genauer ein. Die beiden FireWire Anschlüsse macht Gigabyte über eine Erweiterungsblende verfügbar. Weitere sechs USB 2.0-Ports können per Blende nachgerüstet werden, auch hier stehen also 10 USB 2.0-Ports zur Verfügung.

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Im Folgenden sind die auf unserem Mainboard verbauten drei PCI Slots zu erkennen. Direkt daneben findet sich der PCI-Express x16 Slot, der recht dicht auf dem ersten PCI Steckplatz sitzt und diesen so auch bei doppelt hohen Grafikkartenkühlern blockiert. Somit bleiben bei einem High-End System im Referenzdesign wohl nur zwei freier PCI Steckplätze frei. Dies sollte aber bei der heutigen Anzahl an Onboard-Komponenten aber kein Problem sein. Darauf folgen die beiden PCI-Express x1 Steckplätze. Somit bleiben für die Zukunft beide PCI-Express x1 Steckplätze frei und werden nicht durch einen Grafikkartenkühler verdeckt.

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Insgesamt können in den vier DIMMS bis zu 4 GB Arbeitsspeicher untergebracht werden, also jeweils ein Modul mit bis zu 1024 MB. Wie den Spezifikationen zu entnehmen ist, können Module der Baureihe DDR400, DDR333 und DDR266 eingesetzt werden. Natürlich ist auch hier, genau wie bei allen Sockel 939 Platinen der Dual-Channel Betrieb möglich, was Gigabyte auch mit den farblich markierten DIMM Steckplätzen verdeutlicht.

Hier ebenfalls zu sehen sind der primäre und sekundäre IDE Kanal, der Floppy Anschluss sowie der ATX Stromanschluss. Diese sind an einer guten Position zu finden, die Kabel können so recht einfach verlegt werden und auch gut im Gehäuse versteckt werden. Der Luftstrom im Gehäuse wird so selbst bei Flachbandkabeln nicht unnötig blockiert.

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Wie nicht anders zu erwartet besitzt das nForce 4 Ultra-Mainboard auch den passenden Standard-Sockel 939. Auch beim Gigabyte 8KNXP-9 sind einige MOSFETs zwar recht nahe an den Sockel gerückt, aber aufgrund des identischen Layouts stellt auch dies mit dem Zalman Kühler kein Problem dar. Hinter dem Sockel sieht man die DPS-Karte, dessen Lüfter in Richtung des CPU-Kühlers bläst. Zu breite CPU-Kühler könnten also auch mit der DPS-Karte im Platznot gelangen.

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Kommen wir zum erweiterten Layout des K8NXP-9.


In der rechten unteren Ecke befinden sich einige wichtige Laufwerksanschlüsse. Zu sehen sind acht Serial-ATA Anschlüsse sowie einige weitere Chips und Anschlüsse. Ebenfalls zu sehen ist der nForce4 Chip mit der aktiven Kühlung und weitere wichtigen Komponenten. Diese aktive Kühlung fanden wir für das SLI-Board noch angebracht, beim nForce 4 Ultra hätte eventuell auch ein großer passiver Kühlkörper ausgereicht. Da Gigabyte aber das Layout nur wenig geändert hat, muss trotzdem eine aktive Belüftung her, da kein großflächiger Passivkühler aufgrund des x16-Slots Platz findet - und deshalb geht hier kein Weg am Lüfter vorbei. Der Lüfter ist zwar hörbar, aber nicht unbedingt laut und störend, sondern eher einer der leiseren Chipsatzlüfter.

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Im Bild sind weiterhin die gut farblich abgehobenen Gehäusenaschlüsse in der forderen unteren Ecke zu erkennen, daneben findet man den CMOS-Jumper, einen FAN-Header und den Gameport-Anschluß. Die Anschlüsse für den Firewire-Port und die weieren USB-Ports befinden sich in einer Reihe am unteren Ende des Mainboards. Schick ist es, dass Gigabyte hier bereits auf die neuen Serial-ATA-Stecker setzt.

Auch bei dieser Version finden wir natürlich die DPS-Stromversorgung mit 6 Phasen und auch die WLAN-Karte mit IEEE802.11b/g-Fähigkeiten ist vorhanden. Ähnlich geht es bei der Ausstattung bei den Onboard-Geräten weiter, auch wenn die Position aufgrund des fehlenden einen x16-Slots leicht abweicht:

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Oben sehen wir den Realtek ALC850-Sound, der natürlich auch hier für 8-Kanal-Soundgenuß sorgen soll.

Der ITE-Chip ist ebenso hier vorhanden und sorgt auch hier für das Hardwaremonitoring und die Legacy-Geräte:

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Trotz  vier SATA-Ports des nForce 4 Ultra ist auch auf diesem Board der SATALink von Silicon Image zu finden, auch dieses Board hat also acht SATA-Ports. Es gilt allerdings auch hier das beim SLI-Board gesagte - die NVIDIA-Lösung ist nativ angebunden und somit nicht PCI-bandbreitenlimitiert, dafür unterstützt der Sil3114 Raid 5 mit einem Softwareupdate. Die bessere Raidperformance wird aber wieder NVIDIA haben, da die Controller gesplittet sind - und NVIDIA unterstützt bereits SATA-II und NCQ.

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Auch auf diesem Board finden wir zwei LAN-Chips - einen PCI-Express-Chip von Marvell...

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... und einmal der Physical Layer, der die in dem nForce 4 integrierte Lösung nach aussen führt. Beides sind Gigabit Ethernet Ports, die auch mit voller Bandbreite aufgrund der Anbindung kommunizieren können - bei der NVIDIA-Lösung kommt noch die Hardware-Firewall hinzu.

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Letztendlich kommt natürlich auch hier Gigabytes Dual Bios zum Einsatz - hier allerdings neben den PCI-Express-Slots, denn auf diesem Board ist etwas mehr Platz.

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In aller Kürze gehen wir auf der nächsten Seite auch noch auf das Bios, Overclocking, Stabilität und den Audio-Check ein - aber auch hier verändert sich im Vergleich zum SLI-Board wenig. 


Das BIOS des K8NXP-9 ist komplett identisch zum K8NXP-SLI. Da keine BIOS Optionen zur SLI Unterstützung von Gigabyte implementiert wurden, konnte man das K8NXP-SLI-Bios in leicht abgewandelter Form auch hier nutzen. ASUS hat hier in sein BIOS eine weitere SLI Auswahl per BIOS Option implementiert und erlaubt dem Anwender so auch ohne tauschen des SLI Retention Moduls die Aktivierung bzw. Deaktivierung der SLI Funktion. Aus diesem Grund erwarten wir für das nForce 4 Ultra Board von ASUS eine modifizierte Biosversion. Eventuell ist die Gigabyte-Version für den Hersteller aufgrund der Ähnlichkeit der Chipsätze einfacher zu managen.

Im Test ergaben sich dieselben Konfigurationsprobleme für den Speicher - ansonsten fielen uns beim Bios wie beim SLI-Board keine Schwächen auf.

Auch der Overclocking-Verhalten des K8NXP-9 war mit dem der SLI Version identisch und unterschied sich nur in 2-3 MHz im HTT und Prozessortakt, so dass wir hier auf eine erneute detailierte Betrachtung verzichten können. Unsere Overclocking Tests können so oder so nur eine grobe Tendenz festlegen, das endgültige Ergebnis ist von weiteren Faktoren, so auch den verwendeten Komponenten abhängig.

Auch der Cool & Quiet Betrieb war mit dem K8NXP-9 ohne Probleme möglich, was nach folgender Screenshot beweist:

Natürlich musste auch das Gigabyte K8NXP-9 einen Stabilitäts-Check  und Speicherkompatibilitäts-Test über sich ergehen lassen, den wir unten tabellarisch aufgeführt haben.

Auch die Speicherkompatibilität ist absolut identisch:

 

Als letzten möchten wir auch den Onboard Sound noch einmal gesondert betrachten. Eine ausführliche Beschreibung der verbauten Soundchips ist im Sound-Test des K8NXP-SLI zu finden. Wir wollen hier nur die Ergbenisse vergleichen. So sieht das Ergebnis des des Right Mark Analyzers wie folgt aus:

Das verwendete Testtool gibt des Weiteren ein detailliertes Ergebnis aus, welches wir in einer separaten HTML Datei auf unserem Server zur Schau stellen. Wie man sehen kann, ist der Onboard-Sound beim K8NXP-9 etwas besser als bei der SLI-Version. Eventuell hat man hier durch ein leicht anderes Routing etwas bessere Werte erreicht.

Wollen wir uns nun das Testsystem anschauen, auf dem sich beide Mainboards behaupten mussten.


Da mit den 64bit CPUs von AMD auf Basis des Sockel 939 eine neue Ära eingeläutet wurde, mussten natürlich auch wir uns mit neuen Teststationen ausstatten. So hat sich in unserer Redaktion einiges verändert, das Athlon 64 3200+ Testsystem ist immer noch aktiv, da immer wieder Sockel 754 Mainboards erscheinen, musste aber im Grunde dem Athlon 64 3500+ auf Sockel 939 Basis vorerst Platz machen. Hinzu kommt nun bei der Grafikkarte ein Wechsel auf eine X600XT von MSI für PCI-Express mit den neuen PCI-Express-Chipsätzen. Damit sind die bisherigen Sockel 939-Tests natürlich nicht mehr mit den PCI-Express-Tests vergleichbar.

Im Folgenden nun die von uns verwandten Komponenten stichpunktartig im Überblick :

Hardware:

Prozessor:
AMD Athlon64 3500+
Takt : 2.2 Ghz mit 200 MHz Referenztakt

Speicher:
2x 512 MB TwinMOS Twister PC3200 Single Sided
Dual-Channel Modus
Timings : 2-3-3-8 

Sonstige Hardware:
MSI Radeon RX600XT
Western Digital WD400BB-00CAA0 40GB
Toshiba DVD-ROM

Betriebssystem:
Windows XP SP2

Treiber:
NVIDIA Unified Driver 6.31
ATI Catalyst Version 4.11
DirectX 9.0c

Benchmarks:

Wie man erkennen kann, haben wir uns dazu entschlossen mit den ersten PCI-Express Chipsätzen für den AMD Athlon 64 auch die Benchmarks etwas umzustellen bzw. zu aktuallisieren. Bislang haben wir immerhin drei Mainboards mit PCI-Express-Grafikkarten getestet - neben dem VIA Referenzmainboard zum K8T890 auch das ATI Radeon Xpress200-Referenzboard und mit dem ASUS A8N-SLI Deluxe das erste nForce 4 SLI-Board.


PCMark 2004 - CPU (Futuremark)

PCMark 2004 ist der nächste Benchmark in unserer Sammlung. Dieser Benchmark ist eine der neueren Kreationen aus dem Hause Madonion und prüft die Leistung von CPU und Speicher. Heruntergeladen werden kann dieser Benchmark in unserer Download-Area oder bei Futuremark. Enthalten sind zwei Tests - ein reiner CPU-Benchmark und ein sogenannter Memory-Test, der die Bandbreite des Systems messen soll. Als dritten Benchmark findet man einen Harddisk-Benchmark, der jedoch eine sehr hohe Messungenauigkeit besitzt und deshalb für Festplattentests nicht zu empfehlen ist. Der CPU-Test gibt hauptsächlich die Taktung wieder. Beim Memory-Test merkt man deutlich, wenn ein Prozessor einen größeren Cache besitzt.

Beim CPU-Test existieren praktisch keine Unterschiede zwischen den Boards - denn die Taktraten des Referenztaktes sind bei allen Mainboards recht nahe beieinander. Da Gigabyte hier standardmäßig 201 Mhz festsetzt, liegt man an der Spitze.

PCMark 2004 - Memory

Beim Speichertest sieht es etwas anders aus - nach Justierung konnten wir das Board hier auf sehr gute Werte beschleunigen und die Gigabyte-Boards kamen so mit einem kleinen Vorsprung von 100 Punkten ins Ziel.

SiSoft Sandra 2005 Int ALU/RAM Bandwidth (Sisoftware)

Sisoft Sandra ist ein synthetischer Benchmark und aufgrund seiner leichten Anwendung und dem kompakten Download-Umfang ein recht beliebtes Tool zum Vergleich des PCs. Für Mainboard-Reviews wird dieser Benchmark oft verwendet, doch zeigt er dabei nur die genaue CPU-Frequenz in der Leistungsbeurteilung wieder - dort ist er also nur ein abschreckendes Beispiel. Recht sinnig ist er jedoch hier einsetzbar, auch wenn die Performance-Bewertung nichts mit der realen Performance eines CPUs zu tun hat, sondern eher einen Trend aufzeigt, denn die Berechnungen, die Sisoft Sandra anstellt, sind wirklich rudimentär. Wir zeigen hier deshalb auch nur die Memory-Streaming-Werte.

Sisoft Sandra 2005 Float FPU/RAM Bandwidth

Auch bei Sisoft Sandra hat das Nachjustieren etwas gebracht - von ursprünglich 5000 MB/s kamen wir schlussendlich auf über 6 GB/s Bandbreite - ein sehr guter Wert !

ScienceMark 2.0

Der letzte rein synthetische Benchmark, welchen die beiden Gigabyte Mainboards über sich ergehen lassen müssen, wurde auch neu in unserem Portfolio aufgenommen. Es handelt sich hierbei um den ScienceMark Memory Benchmark, welcher eine außergewöhnliche Fähigkeit besitzt. Mit seiner Hilfe können die Latenzzeiten für den Zugriff auf den im System installierten Arbeitsspeicher ausgelesen werden. Das Ergebnis sieht wie folgt aus:

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Auch bei ScienceMark 2.0 bekommen wir sehr gute Ergebnisse - beide Mainboards unterscheiden sich intern aber kaum.


Sysmark 2002 Internet Content Creation (Bapco)

Ein typischer Office-Benchmark ist der Sysmark 2002, ein professioneller Benchmark zur Messung der Application Performance. Er ist sogar dank der Verwendung von einigen Programmen, die SMP unterstützen, multiprozessorfähig, deshalb könnten wir ihn auch in derartigen Reviews zur Darstellung von Hyperthreading sehr gut verwenden. Über Macros werden bei diesem Benchmark bestimmte typische Befehle in Programmen ausgeführt und die Arbeitsgeschwindigkeit des Systems gemessen. Nicht nur die CPU-Performance spielt dabei natürlich auch eine Rolle, auch das Memory Subsystem ist nicht unbeteiligt. Sonstige Komponenten, die ebenso ins Gewicht fallen würden, haben wir konstant gelassen : Die Festplattenperformance ist ebenso maßgebend, diese ist jedoch in beiden Systemen aufgrund der Serial ATA-Festplatte gleich.

Betrachten wir zuerst den Sysmark 2002 Internet Content Creation Test. Dieser beinhaltet die folgenden Applikationen :

Der nForce 4 scheint hier stark zu sein - die Referenzboards von VIA und ATI können nicht mithalten. Die beiden Gigabyte-Boards kommen knapp vor dem ASUS-Board ins Ziel.

Sysmark 2002 Office Productivity (Bapco)

Als nächstes haben wir den Office Productivity Test von Sysmark 2002. Auch hier sind einige bekannte Programme enthalten, die vor allen Dingen im Office-Bereich oft verwendet werden :

Bei diesem Test erhalten wir folgendes Ergebnis :

Beim Sysmark 2002 Office Productivity ist der Unterschied sogar noch etwas größer - und wieder sind die Gigabyte-Boards ganz weit vorne.


Cinebench 2003 - Rendering 1 CPU (Maxon)

Cinebench ist ein Benchmark, der zur Performancemessung von Systemen für die Software Cinema 4D von Maxon entwickelt worden ist. 3D Modelling ist natürlich auf leistungsfähige CPUs angewiesen und so ist Cinema 4D auch SMP-fähig. Wir haben den Cinebench bislang auch für unsere Mainboard-Tests und für Dual-CPU-Tests verwendet, da er in diesem Bereich sehr gut ist und wir noch keinen vergleichbaren Benchmark im Portfolio hatten. Cinebench 2003 basiert auf CINEMA 4D R8 von Maxon, diese Version kann mit bis zu 16 Prozessoren umgehen. Einige typische Arbeitsvorgänge von Cinema 4D werden simuliert und über den Benchmark abgespult, dieser berechnet dann die Frames pro Sekunde.

Cinebench 2003 C4D Shading

Cinebench 2003 OpenGL SW-L

Cinebench 2003 OpenGL HW-L

Auch hier liegen die Gigabyte-Boards ausserordentlich gut - zum einen aufgrund des minimal höheren Referenztaktes, zum anderen wohl auch aufgrund der recht guten Gesamtperformance des Boards. Der Vorsprung gegenüber dem ASUS-Board ist beim Cinebench 2003 OpenGL schon recht extrem - eventuell hat ASUS hier aber mittlerweile auch etwas nachbessern können, denn schließlich testeten wir das Board mit der allerersten Biosversion.

Kribi Benchmark (Adept Development)

KibriBench ist ein 3D-Renderer - und deutlich CPU-belastend. Wir verwenden die Map \"City\", die ziemlich leistungsfressend ist. Kribi ist SMP-fähig und somit kommt auch Hyperthreading hier zum Einsatz. Auch diesen Benchmark haben wir neu für unsere CPU-Tests entdeckt, auch er nutzt neue Technologien wie Hyperthreading aus.

Kribi reagiert hauptsächlich auf den Referenztakt und somit liegt Gigabyte hier in Führung - knapp dahinter aber die anderen Boards. Nur das VIA-Referenzboard hängt etwas zurück.


Spec Viewperf 8.01 - 3dsmax-03 (Spec.org)

SpecViewPerf ist ein Benchmark der SPEC.org, er ist kostenlos und kann ebenfalls heruntergeladen werden, allerdings ist die neue 8.0er Version mit mehreren hundert MB doch ein ganz schöner Brocken. Was macht der Benchmark ?

quote:
The first benchmark released by the SPECopc group was SPECviewperf®, which measures the 3D rendering performance of systems running under OpenGL.
Unsere Grafikkarte ist nun aktuell und schnell, aus diesem Grund präsentieren wir jetzt wieder alle acht Teilbereiche.

Spec Viewperf 8.01 - catia-01

Spec Viewperf 8.01 - ensight-01

Spec Viewperf 8.01 - light-07

Spec Viewperf 8.01 - maya-01

Spec Viewperf 8.01 - proe-03

Spec Viewperf 8.01 - sw-01

Spec Viewperf 8.01 - ugs-04

Auch hier liegen die Boards mit nForce 4-Chipsatz praktisch gleich auf, aber Gigabyte hat wieder leicht die Nase vorne - in allen Benchmarkbereichen.


WinRAR 3.41 (RARLab)

WinACE und WinRAR sind neben WinZIP die weit verbreitesten Datei-Komprimierungsprogramme. WinZIP haben wir indirekt bereits mit Sysmark 2002 mitgetestet, hier wollen wir genauer auf die beiden Programme eingehen. Während WinRAR nach unseren Erfahrungen auf Pentium 4-Systemen - eventuell aufgrund von SSE2-Optimierungen - schneller ist, nutzt WinACE wohl keine derartigen Optimierungen, hier liegen Athlon XP und Pentium 4 immer näher zusammen. Wie sieht es hier aus ?

Achtung: Weniger ist hier besser

WinAce 2.5

Achtung: Weniger ist hier besser

Ein sehr gutes Ergebnis erhalten wir in den Kompressionsbenchmarks. Hier macht sich zum einen die sehr gute Speicherperformance, zum anderen aber auch der etwas höhere Referenztakt bemerkbar. Beide Boards erreichen eine sehr gute Performance.

TMPGEnc 3.0 - DivX 5.2.1 (TMPGEnc)

TMPGEnc ist der nächste Benchmark in unserem Test. TMPGEnc ist ein sehr guter Video-Encoder, der ebenfalls SMP-fähig ist und somit von Hyperthreading Gebrauch macht. Da TMPGEnc zunehmend verwendet wird, eignet er sich als guter Benchmark im Vergleich zu anderen ähnlichen Programmen, wie beispielsweise Flask Mpeg. Wir verwenden ihn mit einem 162 MB großen mpeg-File und DivX 5.2.1.

Auch bei diesem Video-Encoder ist Gigabyte sehr gut unterwegs - aber das ASUS-Board wird nur knapp geschlagen.

Lame 3.94 (Lame)

LAME ist ein weiteres Kompressionstool. Es handelt sich um einen freien mp3-Codec, den wir zusammen mit CDex zum Komprimieren einer CD verwenden. Wir komprimieren hier den Inhalt einer kompletten CD mit elf Songs zu mp3-Dateien mit einer Bitrate von 128 mbit. Wir verwenden für diese Benchmarks die Lame-Version 3.94.

Achtung: Weniger ist hier besser

Auch beim Konvertieren von WAV-Files in mp3 ist Gigabyte mit den beiden Boards sehr schnell.

Windows Media Encoder 9 (Microsoft)

Microsoft bietet mit dem Windows Media Encoder ein Tool an, um ebenfalls Audio- und Videodateien zu bearbeiten. Mit dem Windows Media Encoder lassen sich beispielsweise Videos in HD-Qualität (1080i/1080p) erstellen, zudem ist es einfach zu bedienen und in Windows bereits integriert bzw. kostenlos herunterzuladen. Wir konvertieren ein Video in das WMA-Format:

Achtung: Weniger ist hier besser

Letztendlich sehen die Boards auch im Windows Media Encoder-Bereich sehr gut aus und setzen sich wieder an die Spitze. Auch hier kann man natürlich allen anderen drei Boards zu Gute halten, dass es sich zum einen um Referenzboards (ATI/MSI und VIA) handelte und zum anderen das ASUS-Board mit einer der ersten Bios-Revisionen getestet wurde - allerdings schmälert dies die sehr gute Leistung von Gigabyte wohl kaum.


Futuremark 3DMark2001SE (Futuremark)

3DMark 2001 ist sicherlich einer der beliebtesten Benchmarks - nicht nur bietet das Gamers Headquarter von Futuremark auch eine tolle Vergleichsbasis, sondern es lassen sich mit diesem, eigentlich als Grafikkarten-Benchmark konzipierten Programm auch recht gut Performance-Vergleiche anstellen. Je nach Auflösung erreicht man dabei eher eine Grafikkarten-Auslastung oder eine CPU-Auslastung - aus diesem Grund haben wir den Benchmark auch mit 1024x786 durchgeführt, das reicht bei unserer X600XT, um zu zeigen, wo ein stärkerer Prozessor mehr Leistung bringen kann. In einem Mainboardvergleich finden wir hier auch minimale Unterschiede zwischen den einzelnen Mainboards und Chipsätzen.

Machen wir´s kurz auf dieser Seite: Platz 1 und Platz 2....

Futuremark 3DMark03 (Futuremark)

3DMark 2003 kennt auch jeder - nur ist das Programm leicht in den Verruf gekommen, weil die Grafikkartenhersteller hier gerne etwas optimiert haben. Für unsere CPU- und Mainboard-Tests ist das allerdings nicht erheblich, da wir immer bei demselben Treiber und derselben Grafikkarte bleiben. Aus diesem Grund können wir 3DMark 2003 für den Vergleich recht gut einsetzen, auch wenn die Unterschiede recht gering sind - die Grafikkarte trägt hier die Hauptlast.

... nochmal ein sehr gutes Ergebnis...

Futuremark 3DMark03 CPU

...wieder Platz 1 und Platz 2, wenn auch hier ein geteilter....

Futuremark 3DMark 2005 (Futuremark)

3DMark 2005 startet die Punktejagd von neuem - der Benchmark ist ein reinrassiger DirectX9-Benchmark und unterstützt auch Features wie ShaderModel 3.0. Allerdings ist der Benchmark nur in der käuflichen Version zum ausgiebigen Testen der Grafikkarte richtig geeignet. Wie immer muss man auch aufgrund der medienwirksamen Punktezahl auf Optimierungen der Hersteller gespannt sein. In unseren Mainboard-Tests sind die Unterschiede natürlich wieder sehr gering.

...nochmal Platz 1 und Platz 2

Futuremark 3DMark 2005 CPU

... und ebenso ein identisches Ergebnis zum Schluß.

Das Gigabyte K8NXP-9 und das Gigabyte K8NXP-SLI scheinen beide sehr gute Arbeit zu leisten. In den meisten Benchmarks kann allenfalls das ASUS A8N-SLI mit dem nForce 4 SLI-Chipsatz mithalten. Die beiden Referenzdesigns mit VIA K8T890- und ATI Radeon Xpress 200-Chipsatz kommen an die Leistung nicht heran - teilweise liegt dies aber auch an schlechten Chipsatztimings und frühen Bios-Versionen, die natürlich immer auf Referenzplatinen anzufinden sind.

Auch hier machen die Gigabyte-Boards also eine sehr gute Figur.


Quake 3 Arena 640x480 (IDSoftware)

Als nächstes werfen wir einen Blick auf Quake 3 Arena. Quake 3 Arena ist schon ein Klassiker im Bereich der Benchmarks, deshalb setzen wir ihn auch weiterhin ein, haben ihn für unsere CPU- und Mainboardtests immer noch mit im Portfolio. Die Demo 001 wird in der Konsole mit dem Befehl timedemo 1 und demo demo001 aktiviert, den Benchmark haben wir bei 640x480 und mit 1024x768 mit 16 bit laufen lassen, um die CPU am meisten zu fordern. Hier sehen wir die Ergebnisse :

Quake 3 Arena 1024x768

Knapp vor dem ASUS-Board kommt Gigabyte auch hier ins Ziel - wieder also Platz 1 und 2 für die beiden nForce 4-Platinen.

Doom 3 1.1 640x480 (ID Software)

Doom 3 - sicherlich das Spiel des Jahres 2004. Der atmosphärische Ego-Shooter hat Schocker-Stimmung, gutes Gameplay und geniale Grafik zugleich und darf natürlich auch nicht in einem Grafikkarten-Test fehlen. Wir verwenden für den Benchmark die klassische Doom3-Demo demo001 mit verschiedenen Einstellungen. Wichtig dabei ist, dass der Benchmark mehrmals durchlaufen soll, da der Benchmark zunächst die Daten von der Festplatte cachen muss, um zuverlässige Ergebnisse zu bekommen.

Doom 3 1.1 1024x768

Auch hier kommt das Gigabyte K8NXP-SLI und das K8NXP-9 knapp vor dem ASUS-Board ins Ziel. Die restlichen beiden Platinen auf Basis der Chipsätze von ATI und VIA lassen beide Hersteller hinter sich.


Unreal Tournament 2003 640x480 Flyby (Epic)

Unreal Tournament 2003 ist als Demo verfügbar, in die eine Benchmark-Funktion eingebaut ist. Ein Skript testet bei verschiedenen Auflösungen, es gibt eine Flyby-Demo und ein Botmatch, die die Leistungsfähigkeit des Systems für die Vollversion zeigen soll. Hier die Ergebnisse bei 640x480 mit 16 bit, denn auch hier wollen wir natürlich die Belastung auf die CPU verlagern:

Unreal Tournament 2003 640x480 Botmatch

Unreal Tournament 2003 1024x768 Flyby

Unreal Tournament 2003 1024x768 Botmatch

Wie immer: Auch hier immer die ersten beiden Plätze, das ASUS in direkter Anschlußposition. Auch hier muss man also sagen, dass Gigabyte wohl in dem letzten Monat noch etwas mehr aus dem nForce 4 herausgeholt hat, als das ASUS-Board zum Testzeitpunkt zeigen konnte.

Comanche 4 640x480 (Novalogic)

Comanche 4 ist für Auflösungen von 1024x786 durchaus noch als CPU-Benchmark zu gebrauchen, bei höheren Auflösungen limitiert jedoch die Grafikkarte. Der Benchmark nutzt viele Pixel- und Vertexshader, allerdings wird neben einer hervorragenden Grafikkarte auch ein starker CPU benötigt. Das Spiel basiert auf DirectX 8 und ist in der Demo zum Downloaden erhältlich. Die Demo besitzt einen integrierten Benchmark, hier kann man also vor dem Kauf auch feststellen, ob das Spiel auf dem gewünschten PC ruckelfrei läuft. Wir verwenden ihn zur Leistungsmessung.

Comanche 4 1024x768

Wieder zwei Mal ein hervorragendes Ergebnis - aufgrund der CPU-Last hilft hier aber auch der etwas höhere Referenztakt der Gigabyte-Boards.


Far Cry 1.3 640x480 (Crytek)

FarCry ist wohl eines der Spiele des Jahres 2004 und ein Grund, sich mal wieder einen neuen PC zu leisten. Das Spiel ist sowohl stark Grafikkarten-lastig bei höheren Auflösungen und hohen Details, aber es existiert auch eine sehr hohe CPU-Belastung, gerade bei niedrigeren Auflösungen ohne viele Details. Wir verwenden deshalb den Benchmark mit Standard-Settings und unterschiedlichen Auflösungen.

Far Cry 1.3 1024x786

Wieder Platz 1 und 2 - auch hier hilft aber der etwas höhere Referenztakt, da FarCry auch ein wenig CPU-lastig ist. Das einzige Board, was wieder einmal mithalten kann, ist das ASUS A8N-SLI Deluxe.

Halo 1.05 800x600 (Bungie)

Das Spiel Halo kennt man sicherlich von der XBox - war es doch der Kassenschlage zum Launch der Konsole. Die PC-Version eignet sich sehr gut zum Benchen der CPU und der Mainboards, da sie nicht sehr grafikkartenlastig ist und somit je nach Takt und Speicherdurchsatz sehr gut skaliert. Wir testen zwei Auflösungen - 640x480 und 1024x768.

Halo 1.05 1024x786

Auch bei Halo bekommen wir das typische Ergebnis - und das ASUS-Board hält wieder knapp mit.


Counterstrike: Source 640x480 (Valve)

Counterstrike Source ist ein leistungsfähiger Benchmark - er nutzt optische Effekte, die man in Half Life 2 findet und demnach ist er ein recht leistungsfähiger Indiz dafür, wo es Grafikkartentechnisch bei Half Life 2 eng werden könnte. Wir verwenden ihn hier in niedriger Auflösung, um auch eine Aussage für die Leistungsfähigkeit der Mainboards geben zu können.

Counterstrike: Source 1024x786

Wieder Platz 1 und 2, auch wenn es bei 1024x786 sehr knapp bleibt, da das ASUS-Board hier aufholt. Bei niedrigeren Auflösungen wirkt sich der etwas höhere Referenztakt der Gigabyte-Boards halt aus.

Gunmetal Benchmark 640x480 (Yeti Studios)

Gunmetal von Yeti-Studios ist ein futuristisches Action-Game, bei dem man die Kontrolle über einen Havoc Suit, einen Kriegsprototypen übernimmt. Mit dem Havoc Suit müssen gegnerische Basen eingenommen werden, er kann in ein Jet verwandet werden etc. Gun Metal ist ein Grafikkarten-hungriges Spiel, bei niedrigen Auflösungen eignet es sich aber auch zum Testen von Prozessoren. Eine Demoversion steht unter dem oben genannten Link zur Verfügung, mit der wir hier auch testen.

Gunmetal Benchmark 1024x768

Bei Gunmetal schließen wir mit dem typischen Ergebnis für diesen Test ab: Beide Gigabyte-Boards sind perfekt unterwegs.


Wie an den technischen Umsetzung und den Verkaufszahlen der bisher erhältlichen SLI Systeme bereits zu erkennen ist, wird SLI vermutlich kein Nischen-Produkt bleiben. Ob man nun gut 800 bis 1000€ alleine für die beiden Grafikkarten eines SLI Systems ausgeben möchte oder lieber für etwa die Hälfte oder weniger zu einem Single GPU System greifen möchte, bleibt jedem selbst überlassen. Wir können beiden Gigabyte Mainboards eine uneingeschränkte Empfehlung aussprechen. Denn nicht nur der Gigabyte übliche voluminöse Lieferumfang stimmt, sondern auch die Performance und die Features der Mainboards.

Typisch Gigabyte sind natürlich Dual BIOS und Dual Gigabit Ethernet, welches sich nun auch bei anderen Herstellern immer mehr durchsetzt. Doch auch hier hat Gigabyte nicht gespart und spendiert der K8NXP nForce4 Serie jeweils zwei Gigabit Ethernet-Mögichkeiten mit voller Bandbreite. Ein Chip ist über die integrierte nForce 4-Lösung realisiert, der andere über PCI-Express.

Ärgerlich war die anfängliche Verwirrung wegen der schwachen Speicherperformance beider Mainboards. Erst nach recht umfangreichen Eingriffen im BIOS wurde ein Niveau erreicht, auf dem sich ein Vergleich durchführen ließ. Sind die richtigen Optionen gefunden, sind sowohl das K8NXP-SLI als auch das K8NXP-9 die bisher schnellste Sockel 939 Plattform in unserem Testlabor. Hier könnte Gigabyte die Konfiguration noch etwas einfacher machen und unerfahrenen Usern ein wenig zur Hand gehen, damit man auch ohne große Ahnung zu einem leistungsfähigen System kommt.

Ob es nun das Gigabyte 8KNXP-SLI wird.... 

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...oder das Gigabyte 8KNXP-9....

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... ist im Endeffekt egal. Möchte man kein SLI-System aufbauen, so reicht sicherlich das Gigabyte 8KNXP-9, welches noch mit einem knapp besseren Onboard-Sound glänzen konnte. Ansonsten gibt es ausser bei den verfügbaren Erweiterungsmöglichkeiten keine Unterschiede zwischen den beiden Boards - weder bei der Ausstattung, noch bei der Performance.

Wer hingegen mit einem PCI-Slot und einem PCI-Express-Slot auskommen wird - was bei der Onboard-Vielfalt sicherlich nicht schwer ist - der wird mit dem Gigabyte 8KNXP-SLI die bessere Lösung vorfinden. Mit dem SLI-Board hat man etwas mehr Flexibilität bei der Aufrüstung der Grafikkarte und kann auch High-End-Systeme realisieren. Die guten Overclocking-Ergebnisse beider Boards hätten wir gerne bereits vor vier Wochen in unserem High-Performance-Test benötigt - denn 290 Mhz beim Referenztakt sind beeindruckend.

Positive Punkte des Gigabyte K8NXP-SLI und des K8NXP-9:

Negative Punkte des Gigabyte K8NXP-SLI und des K8NXP-9:

Haben viele Anwender noch die Hände über dem Kopf zusammen geschlagen, als die ersten Preisvorstellungen der Hersteller für ihre NVIDIA nForce4 Mainboards bekannt wurden, hat sich dies in den letzten Wochen relativiert. So sind die beiden Gigabyte Mainboards trotz ihrer umfangreichen Ausstattung für 155€ für das SLI Modell und 145€ für das Ultra Modell verfügbar. Allerdings sind erst geringe Stückzahlen in den deutschen Markt gelangt. Für den Preis kann man allerdings wirklich nur unseren Award zücken - für beide Gigabyte-Boards...

Weitere Links:

Weitere Mainboard-Reviews findet man in unserer Testdatenbank unter Mainboards AMD Athlon 64 oder in den Overclocking, Modding und Tweaking Guides .

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