MSI K8N Neo2 Platinum im Test

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MSI fährt mit seiner Sockel 939 Linie bisher zweigleisig und hat sowohl ein VIA K8T800 Pro als auch ein nForce3 250 Ultra Mainboard im Angebot. Der nForce3 250 gehört auf dem Sockel 939 bisher zu dem besten Chipsatz in Sachen Overclocking und auch die Performance kann überzeugen. Bisher hatten wir nur den Shuttle Barebone SN95G5 mit eben diesem Chipsatz im Test und daher können wir uns freuen, auch das MSI K8N Neo2 testen zu können. Gerade in Sachen Ausstattung will MSI mit der Platinum Edition zur umfangreichen Ausstattung aus dem Hause ASUS aufschließen. Wie es sich gegen die Ausstattungsgiganten ASUS A8V und das Overclocker-Board Abit AV8 schlägt, ist im folgenden Review nachzulesen.

MSI gehört zu den wahren Allroundern auf dem IT-Markt. Die Produktpalette reicht von den allbekannten Mainboards und Grafikkarten, über Barebone-Systeme und seit neuestem auch Notebooks. Dabei streut MSI sein Angebot, so dass jeder Anwender angesprochen wird. So hat man Grafikkarten mit ATI und nVidia Grafikchips und auch bei den Mainboards fährt man meist zweigleisig. Eine komplette Übersicht über alle Mainboards und deren Features findet man auf der MSI Webseite - und natürlich auch in unserer Marktübersicht PerfectBoard.

MSI will mit dem K8N Neo2 Platinum keine besondere Zielgruppe ansprechen, wie Abit dies mit dem A8V tut. Dies lässt sich leicht durch einen Blick auf das Mainboard erkennen, alle wichtigen Komponenten sind vorhanden, der aktive Chipsatzkühler lässt aber einen gewissen Overclocking-Anspruch verlauten. Klar zu sehen sind auch gleich die Design-Änderungen im Vergleich zu den Boards mit VIA K8T800 Pro-Chipsatz : Die Dimm-Module befinden sich überhalb des CPU-Sockels.

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Klar zu erkennen sind die typischen MSI Platinum Merkmale. Das PCB kommt in schwarz daher, die wichtigsten Anschlüsse und Steckplätze sind entsprechend farblich markiert. Da unser Review sich aber nur in einem sehr geringen Anteil auf Äußerlichkeiten bezieht, wollen wir uns im Folgenden auf die inneren Merkmale konzentrieren.

Das MSI kommt mit fast allem daher, was das User-Herz wünscht. Dual-Gigabit-LAN, Serial-ATA, FireWire, USB2.0 und AC97-Sound sowie Wireless-LAN, das man über eine spezielle Karte und Antenne bekommt, machen das Board auf alle Fälle fit für den Kampf. Auch die Einstellbarkeit von VCore und VDIMM lassen hoffen, dass das Board auch in Bezug auf Overclocking gut abschneiden wird, aber hierzu später mehr. Insgesamt eine runde Ausstattung, die wohl kaum einen Wunsch offen lässt. Optional ist aber auch noch Zubehör wie z.B. eine Wireless-LAN Karte erhältlich - bei der hier getesteten Neo2-54G-Version ist diese schon enthalten.

Werfen wir einfach einen Blick in die Verpackung und den Lieferumfang :

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Stichpunktartig führen wir im Folgenden auf, was MSI alles in die Verpackung seines K8N Neo2 Platinum legt :

Alles Nötige liegt bei. Vom Flachbandkabel bis hin zu allen Erweiterungsblenden und weiteren Kabeln. Besonders lobenswert ist die Tatsache, dass auch ein Serial-ATA-Stromadapter beiliegt, denn nicht jedes vorhandene Netzteil verfügt über einen entsprechenden Stecker. Die gerundeten Kabel gehören derzeit auch fast schon zur Standardausstattung und sorgen für einen ungehemmten Luftstrom im Gehäuseinneren.

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Schaut man zusätzlich auf die ATX-Blende, so sieht man, dass insgesamt 4 USB 2.0-Ports und sämtliche digitalen und analogen Anschlüsse für den Sound nutzbar sind sowie die beiden RJ45 Stecker für das Gigabit-LAN und ein FireWire Anschluss. Auf die zahlreichen Sound-Anschlussmöglichkeiten gehen wir später noch genauer ein. Zusammen mit der Erweiterungsblende bietet MSI zwei weitere USB 2.0-Ports. Weitere Firewire-Ports findet man leider nicht - man muß also mit einem einzelnen zurecht kommen.

Auf der nächsten Seite wollen wir uns nun zunächst dem nVidia-Chipsatz annehmen.


Der nVidia nForce3 150 und Pro150 war mit dem VIA K8T800 und dem SIS755-Chipsatz einer der Mitbegründer einer neuen Ära - dem Beginn des 64 Bit Zeitalters im Segment der AMD Desktop-Prozessoren. Nicht nur die potenziellen Kunden und die Journalisten, sondern auch die Hersteller wurden mehr oder weniger heftig ins kalte Wasser geworfen, obwohl der Prozessorenhersteller AMD sich im Vorfeld soviel Zeit genommen hat, um den neuen Prozessor serienreif zu machen. Mit den anfänglichen Problemen mussten im September 2003 alle kämpfen, mit neuen BIOS Versionen konnte aber zumindest das Gröbste ausgebügelt werden. Teilweise war dies den Chipsätzen zuzuschreiben, teilweise dem Prozessor selber.

Nun wurde im März die nächste, wirklich große Errungenschaft dieser noch nicht einmal ein Jahr alten Ära präsentiert. Der Chipsatzhersteller nVidia stellt mit dem nForce3 250GB den Nachfolger des Pioniers auf diesem Gebiet vor. Defakto ein innovativer Chipsatz in dem viele neue Ideen realisiert wurden, aber der weiterhin einige Features wie z.B. Soundstorm vermissen ließ. Der hier verwendete nForce 3 250 Ultra entspricht übrigens dem nForce 3 250 GB - es ist nur die Sockel 939-Variante.

Die Architektur:

Im Vergleich zu seinem Vorgänger, dem nForce3 150 hat sich nicht viel verändert. Weiterhin verlässt man sich auf die 0,15µ Fertigungstechnik, welche schlussendlich niedrige Kernspannungen verlangt und damit für weniger Wärmeverlust sorgt. Auch weiterhin vertraut nVidia auf die mittlerweile erprobte Single-Chip Architektur, während die Konkurrenz immer noch auf die Dual-Chip-Solutions schwört. nVidia verspricht sich von der Möglichkeit mehr Platz für weitere Chips und Onboard-Komponenten und somit mehr Flexibilität und Spielraum innerhalb der Platinen für den Hersteller selbst. Außerdem soll es unterm Strich eine Kostenersparnis gegenüber VIA und SiS geben.

Als wichtigste Veränderung im Bereich der Ex-Northbridge-Features ist die Unterstützung von einem 1 GHz Hypertransport-Bus zu nennen. Bislang konnte man nur auf einen 600 MHz Hypertransport-Bus zurückgreifen, wenn man einen nVidia-Chipsatz verwendete - das entpuppte sich in einigen Benchmarks als Nadelöhr für den Chip. Diese Probleme hat nVidia nun ausgebügelt und steht mit dem neuen HT-Bus in einer Riege mit SIS und VIA. Mit den neuen Athlon 64-Prozessoren lässt sich dieser schnellere Hypertransport-Bus auch nutzen.

Sonstiges hat sich nicht geändert - es ist weiterhin ein 8xAGP-Interface implementiert, der Memory-Controller sitzt bekanntlich ja mittlerweile in der Athlon 64-CPU.

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Die Onchip-Features:

Im Allgemeinen bietet nVidia mit seiner Lösung zahlreiche Möglichkeiten im Bereich Netzwerk, Sicherheit, Speicher, Ausstattung, Performance und Sound an. Im Folgenden werden wir einmal schauen, was an den entsprechenden Stellen alles realisiert wurde:

Serial-ATA:

Ursprünglich war schon für den ersten Anlauf des nForce3 Chipsatzes eine Serial ATA Funktion eingeplant, diese wurde aber auf Grund von Problemen, die bisher nicht näher spezifiziert wurden, wieder aus dem Chip-Layout eliminiert. Den meisten ist der erste Athlon 64-Chipsatz immer noch unter dem Namen nForce3 150 bzw. nForce3 150Pro bekannt, wobei diese Nomenklatur mittlerweile falsch ist. Die 150 im Namen sollte für SATA stehen, da dieses Feature aber fehlte, wurde der Name später korrigiert. Im Endeffekt weiß aber jeder, was gemeint ist. Letztendlich hatte nVidia das Nachsehen, denn der hauseigene Chipsatz war zwar der erste für den Athlon 64, welcher flächendeckend und in entsprechenden Stückzahlen verfügbar war, aber das Fehlen von Serial ATA machte sich im Laufe der Zeit negativ bemerkbar, zumal die Konkurrenz mit zwei dieser Schnittstellen aufwarten konnte.

Im neuen Anlauf ist diese Schwäche nun behoben, oder besser, aus ihr ist eine Stärke geworden. Denn mit der Serial ATA Lösung im nForce3 250Gb beschreitet nVidia sofort wieder neues Gebiet, denn auch die von Anfang an spezifizierte Hot-Swapping-Funktion wurde nach langer Zeit endlich einmal umgesetzt. Schlussendlich bedeutet das in der Praxis, dass SATA-Geräte genau wie USB-Lösungen einfach im laufenden Betrieb angekoppelt oder entfernt werden können, wenn auch die Geräte dieses Feature unterstützen.

Raid-Funktionalität:

Besonders an dem neuen nForce 3 250 ist vor allen Dingen die Raid-Funktionalität des Chipsatzes. nVidia bietet die Option, zum einen zwei Serial ATA-Drives im Raid 0 oder 1 bei unterschiedlicher Stripe-Size zu koppeln, zum anderen kann man auch die ATA/133-Laufwerke mit hinzunehmen und dann insgesamt eine Kombination aus maximal sechs Laufwerken in einem Array zusammenfassen. Dann ist auch ein Raid 0+1 möglich.

Gigabit-Ethernet:

Statt dem "einfachen" 10/100 MBit Netzwerk ist nun ein Gigabit-LAN direkt in der MCP des nForce 3 250 implementiert. Bisher konnten solche Lösungen nur über einen zusätzlichen Chip angeboten werden, welcher dann über den erheblich langsameren PCI-Bus an das System gekoppelt werden musste. Besonders im Volllast-Betrieb und bei obendrein vollbesetzten PCI-Steckplätzen sorgte das zeitweise für heftige Datenstaus. Da die Funktion nun direkt in der MCP und somit direkt am HyperTransport-Link liegt, sind die Interferenzen wesentlich geringer. Im Endeffekt lässt sich damit eine Leistung ähnlich dem Gigabit-Ethernet-Port eines i875P-Canterwood-Chipsatzes erreichen - und diesen Ethernet-Port, der über die CSA-Schnittstelle implementiert wurde, haben wir schon mehrfach gelobt.

Hardware-Firewall:


Doch auch mit dem neuen Gigabit-Ethernet noch nicht genug. Als erster Hersteller überhaupt bietet nVidia nun eine native Firewall-Lösung direkt im Chip an. Die Hardwarefirewall verspricht einiges.

Soweit die beiden großen Neuerungen im Onchip-Bereich. Außerdem stehen nun satte 8 USB2.0 Ports zur Verfügung und auch ein FireWire-Support wurde mit der Integration geschaffen. Hinzu kommen natürlich die übrigen Standard-Features wie der AC97-Sound.

Alles in allem verspricht der neue nForce3 250 also ungeahnte Vielseitigkeit. Der Nachfolger mit PCI-Express-Unterstützung steht jedoch schon bald vor der Tür - wir sind gespannt, was NVIDIA sich für den nächsten Chipsatz hat einfallen lassen. Auf der nächsten Seite widmen wir uns wieder mehr unserem Testsample und werden uns seine Ausstattung und die Eigenschaften etwas genauer anschauen...

Mit dem Chipsatz ist die Theorie nun abgeschlossen und wir können zu einem etwas anschaulicheren Teil kommen, der Betrachtung des Layouts sowie der Ausstattung des MSI K8N Neo2 Platinum.

Wie viele andere Hersteller bildet MSI im Handbuch zum MSI K8N Neo2 Platinum auch die IRQ Request Tabelle ab. Allerdings haben diese IRQ-Spielchen auch bald ein Ende - PCI-Express als Punkt-zu-Punkt Verbindung sollte mit vielen PCI-Problemen aufräumen. Zudem wird die PCI-Buslast entschärft - und somit sind typische Aussetzer nicht mehr zu befürchten. Da MSI hier die Onboard-Features nicht mit auflistet, sind ist die IRQ-Tabelle auch nur als Übersicht für das Sharing der PCI-Slots untereinander zu gebrauchen.

Unsere eigentlichen Layoutbetrachtungen beginnen wir wie bei den Mainboardreviews auch mit den Erweiterungsslots. Fünf PCI-Slots können bestückt werden. Auch der braune AGP-Slot wurde in der aktuellsten Version in den nVidia nForce3 250 Chipsatz integriert, man kann also auf ein 8xAGP-Interface zurückgreifen. Die nächste PCI-Express-Grafikkarten-Generation steht allerdings schon vor der Tür, die Unterstützung für diesen Slot wird es aber erst mit dem nForce4 geben. Gehalten werden die Karten durch einen üblichen Hebel, der beim Einstecken der Karte einfach einrastet und zum Lösen nach unten gedrückt werden muss. Dadurch wird verhindert, dass heutige doch recht schwere Karten aus dem AGP Slot rutschen und das System instabil machen oder sogar zur Zerstörung einzelner Komponenten führen.

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Das MSI K8N Neo2 Platinum verfügt über vier DIMM Slots. Diese befinden sich unmittelbar nebeneinander und sind direkt über dem CPU-Sockel positioniert. Da der Sockel aber um 90° gedreht wurde, sitzen die DIMM Steckplätze nun an der Oberseite des Mainbarods. Probleme mit großen Kühlern konnten wir nicht feststellen. Zwar kann es sein, dass man mit dem RAM Module den Kühler (z.B. einen Zalman CNPS700A-CU Kühler) berührt, einbauen lässt er sich aber ohne Probleme. Bei Standard-Kühlkörpern sollten keine Probleme auftreten.

Insgesamt können in den vier DIMMS bis zu 4 GB Arbeitsspeicher untergebracht werden, also jeweils ein Modul mit bis zu 1024 MB. Wie den MSI Spezifikationen zu entnehmen ist, können Module der Baureihe DDR400, DDR333 und DDR266 eingesetzt werden. Natürlich ist auch hier, genau wie bei allen Sockel 939 Platinen der Dual-Channel Betrieb möglich, daher auch die farbliche Untescheidung der DIMM Steckplätze. In unseren ersten AMD Athlon 64 Reviews hatten wir zum Teil große Probleme mit verschiedenen Speichermodulen. Dies legte sich aber im Laufe der Zeit und spätestens mit dem neuen Stepping waren die gröbsten Fehler ausgeräumt. Bei den bisherigen Sockel 939 Boards haben wir die RAM-Kompatibilität bereits getestet und waren positiv überrascht, denn es traten keinerlei Probleme auf..

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Direkt hinter dem Sockel findet man einige MOSFETs und übrigen Komponenten, die die Stromversorgung des Mainboards gewährleisten sollen. Die restlichen stromversorgenden Komponenten verteilen sich rund um die Keep-Out Area. Recht nahe an den Sockel ist die Northbridge samt Kühler gerückt. MSI setzt auf eine klassische dreiphasige Spannungswandlung - nicht unbedingt typisch für den Hersteller, der sonst auch gerne einmal eine stärkere vierphasige Lösung einsetzt.

MSI setzt im Gegensatz zur VIA-Variante K8T Neo2 auf eine aktive Kühlung der Northbridge, auch wenn nVidia nur eine passive Kühlung vorsieht. Eine aktive Kühlung ist also keine Pflicht und sorgt nur für einen weitere unnötige Geräuschquelle. Ob sich diese Kühung positiv auswirkt werden wir später sehen. Der Northbridgelüfter war zu unserer Freude sehr leise - allerdings kann sich das im Laufe des Betriebs über ein paar Jahre ändern, wenn die Kugellager ausgeschlagen sind.

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In der rechten unteren Ecke befinden sich einige wichtige Laufwerksanschlüsse. Zu sehen sind zwei der Serial-ATA Anschlüsse sowie der BIOS Chip und einige weitere Chips und Anschlüsse. Ebenfalls zu sehen sind die Southbridge und weitere wichtigen Komponenten. Der CMOS-Jumper ist gut zugänglich und alle Anschlüsse sind farblich markiert.

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Der primäre und sekundäre IDE-Anschluss sowie der ATX-Stromstecker liegen weiter oben am Rand des Boards. Die Positionierung ist hier auch hervorragend gewählt, da so auch Laufwerke im oberen Teil eines Bigtowers eingesetzt werden können. Das Stromkabel kann weiterhin so verlegt werden, dass es nicht im Luftstrom steht und das Kabel beim Arbeiten am PC nicht stört.

Bisher konnten wir im Layout also keine großen Mängel feststellen. Wir hoffen, dass das so bleibt und widmen uns nun den einzelnen Chips, die verlötet wurden.


Als Gigabit-Ethernet-NIC setzt MSI den Realtek 8110S ein. Dieser stammt aus dem Hause Realtek und ist über PCI angebunden. Dies bedeutet, dass er gemäß der PCI-Spezifikation maximal 133 MB/s abzüglich sonstigen Traffics übertragen kann. Ein 10/100/100 MBit-NIC bietet aber die Möglichkeit, im Voll-Duplex-Modus bis zu 250 MB/s zu übertragen. Entsprechend bremst der PCI-Bus im Volllast-Betrieb den NIC aus und das System ist ziemlich überlastet. Für den Heimbereich hingegen reicht der Chip vollkommen aus, da hier meistens 10/100MBit-Hubs eingesetzt werden und die Leistung eines Gigabit-Ethernet-NIC auch nicht benötigt wird oder durch andere Hardware-Komponenten (Festplatte etc.) ausgebremst werden.

Der zweite Ethernet Controller wird über einen Marvell 88E1111-PNY-Chip gestellt, der Controller des nForce 3 250 nutzt. Da der Gigabit-Ethernet-Chip von NVIDIA nicht über PCI angebunden ist, kann diese Bandbreite hier tatsächlich auch erreicht werden. Der Gigabit-Ethernet des MSI-Boards ist also ähnlich schnell wie ein CSA-betriebener Gigabit Ethernet-Controller, ein neuer x1-PCI-Express-Gigabit Ethernet oder ähnlichen integrierten Varianten.

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In der linken oberen Ecke des Mainboards befindet sich der Realtek-Soundchip. Der Realtek ALC850 sorgt für einen 8-Channel Soundgenuss auf Desktop-Systemen, ohne eine spezielle Erweiterungskarte. Ob hier auch die Qualität überzeugen kann, werden wir später klären, dann folgt auch eine Auflistung der Features dieses - zumindest auf dem Papier - hochwertigen Onboard-Sounds mit reichlicher Anschlussvielfalt.

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Der VIA VT6307 ist ein Standard-FireWire-Controller, der Bandbreiten von 100, 200, und 400 MBit/s unterstützt. So können Peripheriegeräte in Betrieb genommen werden, wie beispielsweise Digital- oder Videokameras sowie MP3 oder MiniDisc-Player auf Basis des IEEE1394-Standards. Außerdem kann mit speziellem Kabel ein FireWire-Netzwerk generiert werden, welches dem Computer die Möglichkeit gibt, mit anderen Klienten zu kommunizieren, mit einer maximalen Datendurchsatzrate von 400 MBit/s. Dies ist viermal so schnell wie ein herkömmliches 10/100 MBit-Netzwerk, macht aber bei diesem Mainboard nur dann Sinn, wenn der Kommunikationspartner über kein Gigabit-LAN verfügt. Auch dieser Chip belastet wie die später besprochene Storage-Controller den PCI-Bus; er kann drei Anschlüsse verwalten. Ohne weitere Erweiterungsblenden kann man am MSI-Board jedoch zunächst nur einen Port nutzen.

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Direkt neben den zwei Serial ATA-Anschlüssen sitzt der Marvell 88SR3020-Chip. Er übernimmt die Kontrolle über die zwei Serial-ATA-Ports, die nVidia "unfreiwillig" noch als ATA/150-Kanal zur Verfügung stellt. Einen derartigen Trick für zwei weitere Serial ATA-Ports verwendet auch Epox auf dem nForce 3 250Gb-Mainboard. Auf dem Mainboard selbst befinden sich also insgesamt vier Serial-ATA-Ports, die übrigen beiden werden durch den nForce3 nativ angesteuert. Da keine Serial ATA-Schnittstelle über PCI läuft, sollte man höchstens aus Kompatibilitätsgründen die normalen Serial ATA-Ports wählen, da der Marvell-Chip Latenzzeiten zum Wandeln benötigt.

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Direkt neben den beiden Serial ATA-Anschlüssen befindet sich der I/O-Controller-Chip aus dem Hause Winbond. Er ist für das Hardwaremonitoring zuständig, weiterhin stellt er Schnittstellen wie die PS/2-Ports, serielle und parallele Schnittstelle, Gameport und den Floppy-Port zur Verfügung. Das Hardwaremonitoring schauen wir uns später im Bereich des Bios noch einmal an.

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Kommen wir nun zum Bios des Boards.


Das BIOS:

Das BIOS (Basic Input-Output System) ist mehr als 20 Jahre alt und damit die älteste Softwaretechnik innerhalb der PCs. Es wird in den ersten Sekunden nach dem Einschalten des PCs aufgerufen, der so genannten Pre-Boot-Phase, also noch bevor das Betriebssystem geladen wird. Allerdings gibt es das Bios nicht mehr lange, wie Intel mitteilt :

Der Firmware Foundation Code von Intel ist ein Ergebnis des Projektes mit Codenamen „Tiano“ und sorgt dafür, dass der Nachfolger des BIOS auf neuester Softwaretechnologie basieren wird. Er wurde speziell im Hinblick auf neue Ausstattungsmerkmale und Dienste entwickelt, zu denen beispielsweise die verbesserte Verwaltung und Betriebsfähigkeit sowie Schnittstellen für administrative Aufgaben gehören.

Bald brauchen wir uns also nicht mehr durch die blauen Menüs hangeln, um an die Hardwareeinstellungen zu kommen. Bislang bleibt das Bios aber der Grundstein für eine gute Gesamtperformance, auf die es bei den Mainboards im Allgemeinen ankommt. Auch werden hier alle wichtigen Drähte in Bezug auf Overclocking und Onboard-Features gezogen. Nun werden wir prüfen, wieviel Sorgfalt die Ingenieure bei der Programmierung dieses BIOS an den Tag gelegt haben.

Wie immer widmen wir uns zuerst visuell dem BIOS, das heißt, wir schießen einige Screenshots, um den Aufbau und die einzelnen Funktionen der Menüs zu veranschaulichen:







Wie immer wollen wir die eben vorgestellten Shots aus dem Menu nun noch etwas kommentieren. MSI hat auf sein K8N Neo2 Platinum ein recht kompaktes BIOS gepackt, welches aber alle wichtigen Funktionen besitzt.

Zwar ist die Einstellvielfalt nicht so umfangreich wie beim Abit AV8, aber die wichtigsten Werte lassen sich einstellen. Doch auch mit diesem beschränkten Einstellungen kann man ein System kaputt konfigurieren. Nur mit sehr gutem Speicher sind schnelle Settings möglich und selbst dann kann einem der integrierte Speichercontroller des Athlon 64 noch einen Strich durch das Tweaking machen. Das 1.3er-Bios gefällt uns jedoch schon sehr gut, es ist vollständig, alle wichtigen Einstellungen können vorgenommen werden.

Cool & Quiet

Selten waren wir von einer Technologie so überzeugt - wenn sie denn funktioniert. AMD hat in die Athlon 64-CPUs die Möglichkeit eingebaut, die CPU-Last zu überwachen und wenn der Prozessor nicht ausgelastet ist, sowohl die CPU-Frequenz wie auch die CPU-Spannung zu senken. Daraus ergeben sich hervorragende Stromsparmöglichkeiten und das System bleibt auch kühler als unter normaler Idle-Leistung mit vollem Takt und voller Prozessorspannung. Da das ganze binnen weniger Taktzyklen aktiviert und deaktiviert werden kann, ist das System auch nur marginal langsamer, der Performanceverlust kann praktisch vernachlässigt werden und ist praktisch auch nicht messbar.

Allerdings werden für das Cool&Quiet-Feature nicht nur der Support des Mainboards benötigt, sondern auch einige Tools und Treiber. Den notwendigen Athlon 64-Prozessor-Treiber findet man direkt auf der AMD-Webseite für alle gängigen Betriebssysteme. Ebenfalls auf dieser Seite findet man die notwendige Software, die das Cool&Quiet-Feature kontrollierbar macht.

Ist der Treiber installiert, kann man die Energieeigenschaften einstellen :

Sobald man das Energiespar-Schema auf "Minimalen Energieverbrauch" gestellt hat, schaltet die CPU bei geringer Last von 2000 auf 1000 MHz zurück, wie auf dem folgenden Screenshot unschwer zu erkennen ist. Der entsprechende Menüpunkt im BIOS ist ebenfalls gegeben und so bleiben dem Benutzer alle nötigen Optionen offen.

Zu den Overclocking-Einstellungen des Bios kommen wir noch auf der nächsten Seite.

Die Stabilität:

Da wir das BIOS nun analysiert haben, wird es Zeit, heraus zu finden, ob all die theoretischen Feststellungen, welche wir machen konnten, auch in der Praxis halten, was sie versprechen. So haben wir beispielsweise schon zu Beginn kurz die Interrupt-Verteilung analysiert und haben festgestellt, dass es hier kaum Probleme geben sollte. Im Folgenden haben wir unser System voll bestückt mit PCI Karten - jeweils in verschiedenen Kombinationen. Unterschiedlicher Speicher wird auch getestet - so kommen beispielsweise reinrassiger Marken-RAM aus dem Hause TwinMOS zum Einsatz, aber auch Noname-RAM oder normaler Arbeitsspeicher mit Infineon-Chips zum Einsatz. Alles in allem ist dies ein Härtetest der besonderen Art, welcher nur noch durch die zahlreichen Onboard-Geräte gesteigert wird.

Iim Folgenden die Testergebnisse tabellarisch dargestellt :

Wie bereits erwähnt gehören die großen Probleme mit den verschiedenen Speichermodulen größtenteils der Vergangenheit an. Auch für das MSI K8N Neo2 Platinum haben wir wieder einen Kompatibilitätscheck durchgeführt. So wird vor allem geprüft, ob der Rechner mit den entsprechenden Modulen und vor allem im DDR400-Modus startet und ob auch speicher- und systembelastende Applikationen problemlos durchgeführt und erfolgreich beendet werden können. Das Ergebnis sieht wie folgt aus :

Grundsätzlich konnte das Mainboard mit allen zur Verfügung stehenden Modulen gestartet werden. Da auch die Corsair- und TwinMOS-Module ohne Probleme liefen, ist davon auszugehen, das auch mit Low-Latency-Speichermodulen keine Probleme auftreten werden. In unserem Fall führten wir deshalb auch die Benchmarks wie bei allen anderen Mainboardtests mit den TwinMOS-Modulen mit schnellsten Settings durch. Die Kingston-Module sind wie immer nicht kompatibel, was aber wohl mit den PC3200-Modulen dieser Charge von Kingston zusammenhängt und kein allgemeines Problem ist.

Kommen wir im Folgenden also zum Overclocking. Hier werden wir lediglich die CPU richtig in die Mangel nehmen können, denn zum Arbeitsspeicher gibt es wie gesagt keinerlei Optionen.


Mit dem Sockel 939 und auch den entsprechenden nVidia- und VIA-Chipsätzen wurde der AMD Athlon 64 auch für Overclocker mehr als nur interessant. PCI/AGP-Fix und nach unten frei wählbarer Multiplikator steuern ihr Übriges dazu bei. Zwar ist der Speichercontroller immer noch sehr zickig und auch die übrige Architektur eines AMD Athlon 64-Systems lädt nicht gerade zum Übertakten ein, doch die Hersteller machen von Mainboardgeneration zu Mainboardgeneration einen Schritt in die richtige Richtung. Wie man den Athlon 64 richtig übertaktet, zeigen wir in unserer Athlon 64 Overclocking-Guide.

Was wir aus unserem AMD Athlon 64 3500+ herausholen können, werden wir im Folgenden probieren. Zuvor jedoch wie immer einige Screenshots des OC-Menüs innerhalb des BIOS, auch wenn das momentan bereits wirklich prall gefüllt ist.



Wie bereits erwähnt sind die Overclocking-Optionen nicht sehr umfangreich, aber durchaus ausreichend:

Die Prozessorkernspannung ist ebenso verstellbar wie die Spannung des AGP-Steckplatzes und des Arbeitsspeichers. Während die VCore allerdings durchaus gute Bereiche enthält, stört die maximale Spannung von nur 2,85 Volt für den DDR Speicher. Hier würden sich sicherlich einige User etwas mehr wünschen. Auch eine Chipsatz-Voltage ist nicht enthalten. Dafür kann der HT-Link flexibel getaktet werden, aber auch er besitzt keine Spannungsverstellung. Der AGP/PCI-Takt kann fixiert werden, der Referenztakt ist mit bis zu 350 Mhz ausreichend flexibel.

Beginnen wir aber zuerst mit einem Screenshot aus CPU-Z, welches uns den Prozessor und seine technischen Spezifikationen aufzeigt. Hier befindet sich der Prozessor noch im Werkszustand und ist nicht übertaktet beziehungsweise über seine normalen Spezifikationen hinaus betrieben worden.

Mit 201 MHz taktet das K8N Neo2 Platinum genau ein MHz höher als es das sollte und verschafft sich so einen Vorteil in den Benchmarks, auch wenn dieser nur marginal ist, ist er dennoch vorhanden.

Da die nötigen Voraussetzungen gegeben sind, nun zum eigentlichen Übertakten der CPU. Schritt für Schritt heben wir den Referenztakt an, steigern die Spannung des Prozessorkerns, Chipsatzes sowie des RAMs und erreichen nach einiger Zeit folgendes Ergebnis :

Um immerhin 30 MHz konnten wir den Referenztakt nach oben drehen. Somit schafften wir ganze 10 MHz mehr als mit dem ASUS A8V Deluxe und 8 MHz mehr als mit dem Abit AV8. Mit dem nötigen zeitlichen Aufwand und einigen Experimentierspielchen sind natürlich noch ein paar MHz mehr drin.

Natürlich steigt beim Overclocking nicht nur der CPU-Takt, sonder auch die RAM-Performance. Das Ergebnis haben wir in SiSoft Sandra festgehalten :

Der nVidia nForce3 250 hat nun auch endlich einen PCI/AGP-Teiler. Dieser soll verhindern, dass PCI- und AGP-Karten mit einem zu hohen Takt überlastet werden. Das haben Tests der K8T800 und nForce 3 150-Boards gezeigt, wo der PCI-Takt deutlich anstieg. Während der Overclocking-Versuche funktionierte der PCI/AGP-Teiler ohne Probleme und so können sich alle Erweiterungs- und Grafikkarten in Sicherheit wiegen.

Als nächstes ist der Onboard-Sound an der Reihe :


Wie immer wollen wir auf der folgenden Seite näher auf den Onboard-Sound eingehen.

Auf dem MSI K8N Neo2 Platinum findet sich ein Realtek ALC850-Sound-Codec. Der AC97-Sound ist ein typischer Software-Codec und belastet somit mit den Berechnungen die CPU, im Gegensatz zu einem Hardware-DSP wie einem Audigy-Chip oder der MCP-T von NVIDIA. Allerdings gehört er zu neuesten Generation und besitzt einige interessante Features. Er entspricht den aktuellsten AC'97 2.3-Spezifikationen und ist ein 8-Kanal-Audio-Codec, der bis zu 100 dB-Soundqualität erreichen soll. Allerdings ist dieser Klirrfaktor für einen Onboard-Sound bislang unerreicht. Hier spielt immer auch die Verarbeitung der Anschlüsse eine große Rolle - und darunter leidet meistens der Onboard-Sound.

Wirklich interessant ist die Möglichkeit beispielsweise einen Kopfhörer an irgend einen beliebigen Anschluss anzuschließen und diesen dann über Software zum Kopfhörerausgang zu deklarieren. Jack Retasking nennt sich dies und wird auch von Intels neuem High Definition Audio unterstützt. Damit entfällt das lästige Suchen hinter dem Schreibtisch nach der richtigen, teilweise noch nicht einmal farblich identisch kodierten Buchse - einfach einstecken, der richtige Port ist es auf jeden Fall, nur die Software muss noch entsprechend nachjustiert werden.

Wie immer teilen wir unseren Test auf in zwei Bereiche - Performance und Qualität.

Performance-Vergleich :

Um den Test erfolgreich durchführen zu können und im Folgenden auch die Werte vergleichen zu können, benötigt man natürlich einige Konstanten. Wir verwenden hier den beliebten Gaming-Benchmark Quake 3 Arena. Die Timedemo starten wir wie üblich mit der Eingabe von "timedemo 1" und "demo demo001" in die Konsole des Spiels, welche man mit der "^"-Taste aufruft. Dann lassen wir den Benchmark wie üblich einmal im Fast- und einmal im High-Modus mit 640x480 bzw. mit 1024x768 Pixeln durchlaufen und vergleichen die Frames Per Second-Werte, da diese variieren, wenn man mit eingeschaltetem Onboard-Sound oder ohne arbeitet. Hier liegt auch die Begründung versteckt, warum es so wichtig ist, dass man die ungenutzten Onboard-Geräte im BIOS abschalten kann, denn beispielsweise der Onboard-Sound beansprucht die CPU doch in einem recht großen Maße.

Große Unterschiede gibt es zwischen den verschiedenen Mainboards hier nicht - nur ist ersichtlich, dass das MSI-Board von allen Boards noch mit die beste Performance hat, was auch an dem hohen Ausgangswert liegt.

Qualitäts-Vergleich :

Hierfür verwenden wir das Tool Rightmark Audio-Analyzer. Für die Testmessungen benötigt man unter Right Mark ein sogenanntes "Loop Through-Kabel", also ein Audiokabel, welches an beiden Ende eine 3.5 Line-Klinke besitzt. Dieses Kabel ist natürlich im HiFi-Fachmarkt genauso erhältlich wie bei MediaMarkt oder Saturn. Mit in die Wertung geht leider indirekt die Qualität des Line-In-Eingangs ein, der teilweise von den Herstellern vernachlässigt wird und dadurch das Gesamtergebnis nach unten zieht.

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Dem entsprechend sah das Testergebnis des Right Mark Analyzers wie folgt aus:

Das verwendete Testtool gibt des Weiteren ein detailliertes Ergebnis aus, welches wir in einer separaten HTML-Datei auf unserem Server zur Schau stellen.

Insgesamt ein ordentlicher Onboard-Sound - die Performance belastet das System zwar etwas, dafür sind die Qualitätsergebnisse in Ordnung. Die 100 dB, die der Hersteller verspricht, werden zwar nicht eingehalten, aber dafür ist der Codec des K8N Neo2 Platinum dieser Version schon im oberen Drittel bei AMD-Mainboards anzusiedeln. Das bestätigen auch subjektive Tests. Die weniger befriedigenden Performance-Ergebnisse müssen einen also nicht gleich zur Soundkarte greifen lassen, für Gamer oder Musikfans ist sie eventuell jedoch wohl auch aus anderen Gründen Pflicht. Hier liefern die neuen HD-Codecs noch bessere Ergebnisse.

Nach der Bewertung der Onboard-Sound-Performance wollen wir nun unser Testsystem vorstellen, bevor wir zur eigentlichen Leistungsbewertung des MSI K8N Neo2 Platinum kommen.


Da mit den 64 Bit CPUs von AMD eine neue Ära eingeläutet wurde, mussten natürlich auch wir uns mit neuen Teststationen ausstatten. So hat sich in unserer Redaktion einiges verändert, das Athlon 64 3200+ Testsystem ist immer noch aktiv, da immer wieder Sockel 754 Mainboards erscheinen, musste aber im Grunde dem Athlon 64 3500+ auf Sockel 939 Basis vorerst Platz machen. Im Folgenden nun die von uns verwandten Komponenten stichpunktartig im Überblick :
Hardware :

Prozessor :
AMD Athlon64 3500+
Takt : 2.2 Ghz mit 200 MHz Referenztakt

Mainboards :
ASUS A8V Deluxe vs. VIA K8T800 Pro Referenz
Abit AV8
MSI K8T Neo2 Sockel 939
Shuttle SN95G5

Speicher :
2x 512 MB TwinMOS Twister PC3200 Single Sided
Dual-Channel Modus
Timings : 2-3-3-8 (Auto)

Sonstige Hardware :
Sapphire Radeon 9000 Atlantis Pro
3Com 905CTX 10/100MBit Ethernet
Western Digital WD400BB-00CAA0 40GB
Toshiba DVD-ROM

Software und Treiber :

Betriebssystem :
Windows XP SP1

Treiber :
VIA Hyperion 4in1 v4.49
Catalyst Version 3.9
DivX 5.0.2
DirectX 9.0a

Benchmarks :
  • Sisoft Sandra 2003 Standard 9.44
  • FutureMark PCMark 2000
  • 3DMark03 Patch330
  • DroneZMark
  • Vulpine GLMark
  • Quake 3 Arena
  • Unreal Tournament 2003
  • Return to Castle Wolfenstein
  • Jedi Knight 2
  • Comanche 4
  • Serious Sam
  • Sysmark 2002
  • WinAce v2.2
  • WinRAR v3.20
  • CDEx 1.50 (LAME MP3 Encoder 3.92 Engine)
  • XMpeg Version 4.2a
  • Cinebench 2000
  • Cinebench 2003
  • FlaskMPEG
Auch ein paar neue Benchmarks sind hinzugekommen - wir betrachten jetzt auch die Performance bei den Spielen Return to Castle Wolfenstein, Jedi Knight 2, Serious Sam, weiterhin schauen wir auf die Encoding- und Kompressions-Performance mit WinACE und WinRAR sowie LAME; hinzugekommen ist auch der Cinebench 2003. Sandra haben wir auf die Version 2003 geupdated.
FutureMark PCMark 2002 CPU (Futuremark)

Als ersten Benchmark haben wir den PC Mark 2002 in unserer Sammlung. Dieser Benchmark ist aus dem Hause Madonion, jetzt wieder unter dem Namen Futuremark bekannt, und prüft erneut die Leistung von CPU und Speicher anhand von verschiedenen Tests. Wir verwenden weiterhin die etwas ältere 2002er-Variante, um auch zu älteren Mainboards einen Vergleich herstellen zu können. Der Benchmark ist synthetisch, weiterhin ist der CPU-Benchmark sehr stark von der Taktfrequenz der CPU abhängig - hier muß also mit etwas Abstand bewertet werden.

FutureMark PCMark 2002 Mem

SiSoftSandra Int ALU/RAM Bandwidth (SiSoft)

Als nächstes kommen wir zu den Sisoft Sandra 2004 Benchmarks. Sisoft Sandra ist eigentlich ein Diagnosetool, durch welches Grundfunktionen des PCs dargestellt werden können. Die integrierten Benchmarks haben sich (leider) durchgesetzt, deshalb nehmen wir sie auch in unser Portfolio auf. Die Benchmarks dauern nur ein paar Sekunden, sind synthetische Benchmarks, stellen also wirklich auch nur Grundberechnungen dar - wahrscheinlich haben sie sich auch gerade deshalb durchgesetzt. Die synthetischen Benchmarks haben leider nicht viel mit der Real-World-Performance des PCs zu tun, für einen Vergleich reichen sie sicherlich, sind aber mit Vorsicht zu genießen, die Aussagekraft ist eingeschränkt. Hier sind wir auf die neuere 2004er-Variante umgestiegen :

SiSoft Sandra Float FPU/RAM Bandwidth

Der letzte rein synthetische Benchmark, welchen das Gigabyte über sich ergehen lassen muss, wurde auch neu in unserem Portfolio aufgenommen. Es handelt sich hierbei um den ScienceMark Memory Benchmark, welcher eine außergewöhnliche Fähigkeit besitzt. Mit seiner Hilfe können die Latenzzeiten für den Zugriff auf den im System installierten Arbeitsspeicher ausgelesen werden. Das Ergebnis sieht wie folgt aus :

Auf der nächsten Seite schauen wir uns die Anwendungsperformance des Sysmark 2002 an.


Sysmark 2002 Internet Content Creation (Bapco)

Ein typischer Office-Benchmark ist der Sysmark 2002, ein professioneller Benchmark zur Messung der Application Performance. Er ist sogar dank der Verwendung von einigen Programmen, die SMP unterstützen, multiprozessorfähig, deshalb könnten wir ihn auch in derartigen Reviews zur Darstellung von Hyperthreading sehr gut verwenden. Über Macros werden bei diesem Benchmark bestimmte typische Befehle in Programmen ausgeführt und die Arbeitsgeschwindigkeit des Systems gemessen. Nicht nur die CPU-Performance spielt dabei natürlich auch eine Rolle, auch das Memory Subsystem ist nicht unbeteiligt. Sonstige Komponenten, die ebenso ins Gewicht fallen würden, haben wir konstant gelassen : Die Festplattenperformance ist ebenso maßgebend, diese ist jedoch in beiden Systemen aufgrund der Serial ATA-Festplatte gleich.

Betrachten wir zuerst den Sysmark 2002 Internet Content Creation Test. Dieser beinhaltet die folgenden Applikationen :

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Sysmark 2002 Office Productivity (Bapco)

Als nächstes haben wir den Office Productivity Test von Sysmark 2002. Auch hier sind einige bekannte Programme enthalten, die vor allen Dingen im Office-Bereich oft verwendet werden :

Bei diesem Test erhalten wir folgendes Ergebnis :

Nach diesem kurzen Abstecher in die Sparte der Anwendungsperformance wollen wir nun zur Leistungsbewertung im immer wichtiger werdenden Bereich Videoediting- und Rendering kommen, welchen wir für die kommenden Athlon64 Tests auch weiter ausgebaut haben.


Cinebench 2000 Shading Cinema 4D (Maxon)

Cinebench ist ein Benchmark, der zur Performancemessung von Systemen für die Software Cinema 4D von Maxon entwickelt worden ist. 3D Modelling ist natürlich auf leistungsfähige CPUs angewiesen und so ist Cinema 4D auch SMP-fähig. Wir haben den Cinebench verwendet, da er in diesem Bereich sehr gut ist und wir noch keinen vergleichbaren Benchmark im Portfolio hatten. Derzeit gibt es zwei Versionen, welche wir nun erstmals auch beide in Mainboardtests einsetzen werden - sowohl der CineBench 2000 als auch der CineBench 2003 kommen zum Einsatz.

Cinebench 2000 Shading OpenGL

Cinebench 2000 Raytracking 1 CPU

Cinebench 2003 C4D Shading (Maxon)

Cinebench ist ein Benchmark, der zur Performancemessung von Systemen für die Software Cinema 4D von Maxon entwickelt worden ist. 3D Modelling ist natürlich auf leistungsfähige CPUs angewiesen und so ist Cinema 4D auch SMP-fähig. Wir haben den Cinebench bislang auch für unsere Mainboard-Tests und für Dual-CPU-Tests verwendet, da er in diesem Bereich sehr gut ist und wir noch keinen vergleichbaren Benchmark im Portfolio hatten. Cinebench 2003 basiert auf CINEMA 4D R8 von Maxon, diese Version kann mit bis zu 16 Prozessoren umgehen. Einige typische Arbeitsvorgänge von Cinema 4D werden simuliert und über den Benchmark abgespult, dieser berechnet dann die Frames pro Sekunde.

Cinebench 2003 OpenGL HW-L

Cinebench 2003 OpenGL SW-L

Cinebench 2003 Rendering CPU1


SPECViewPerf 7.0 DRV-07 (SPEC)

SpecViewPerf ist ein Benchmark der SPEC.org, er ist kostenlos und kann ebenfalls heruntergeladen werden, allerdings ist die 7.0er Version mit mehreren hundert MB doch ein ganz schöner Brocken. Was macht der Benchmark ?

quote:
The first benchmark released by the SPECopc group was SPECviewperf®, which measures the 3D rendering performance of systems running under OpenGL.
Unsere Grafikkarte ist hier noch etwas limitierend, deshalb präsentieren wir von den sechs Benchmarks 3DSMax-01, UGS-01, DRV-08, DX-07, Light-05 und Proe-1 nur diejenigen, die nicht an der Limitierung scheitern.

SPECViewPerf 7.0 DX-06

SPECViewPerf 7.0 Light-04

Nach dieser Vielzahl an Benchmarks können wir auch diese Seite als abgeschlossen betrachten und werden uns auf der nächsten gezielt mit den ersten Gaming-Benchmarks beschäftigen, welche wir auch noch weiter intensiviert haben.


FlaskMPEG + DivX 5.0.2 (FlasKMPEG)

Auch FlaskMpeg ist in unserem Benchmark-Portfolio wieder dabei. Wir verwenden die Version 0.78.39 zusammen mit dem DivX-Codec 5.0.2 und komprimieren mit dem Programm und dem Codec ein AVI-Video. Zwar zeigt das Programm die durchschnittliche Frame-Zahl pro Sekunde an, wir dividieren aber die kompletten Frames durch die benötigte Zeit :

Xmpeg + DivX 5.0.2 (XMPEG)

Xmpeg 5.0.3 ist ein Komprimierungs-Tool, welches mit DivX umgehen kann. Wir verwenden für diesen Test den neuen Codec 5.1.1 in der Version und komprimieren ein Video. Es wurde dabei eine ca. 200MB großte MPEG-2 Datei umgewandelt, wobei wir die Audio-Verarbeitung deaktivierten. Zwar zeigt das Programm die durschnittliche Frame-Zahl pro Sekunde an, wir dividieren aber die kompletten Frames durch die benötigte Zeit. Derartige Komprimierungen waren schon immer ein kräftiger Leistungstest für Prozessoren.

Cdex 1.50 (Lame Encoding) (Lame)

LAME ist ein weiteres Kompressionstool. Es handelt sich um einen freien MP3-Codec, den wir zusammen mit CDex zum Komprimieren einer CD verwenden. Wir komprimieren hier den Inhalt einer kompletten CD mit elf Songs zu MP3-Dateien mit einer Bitrate von 128 MBit. Interessant ist dabei, dass zu Beginn des MP3-Booms dies noch lange dauerte - das Rippen der .wav-Dateien von der CD dauerte mit 4x oder 8x CD-ROM-Laufwerken eine Ewigkeit, anschließend war der Rechner eine Stunde mit dem Encodieren beschäftigt. Jetzt ist die CD in knapp zwei Minuten ausgelesen, während der Rechner bereits im Hintergrund die Dateien komprimiert. Schneller als die CD wieder ins Regal eingeordnet ist, hat man also die Dateien per USB 2.0 auf seinem MP3-Player :

WinACE Archiver (WinACE)

Mit dem Komprimierungstool WinACE stoßen die Mainboards wieder auf eine Applikation, welches es besonders auf die Latenzzeiten abgesehen hat. Bei der Komprimierung unserer 39,5 MB großen *.wav Dateien ist es sehr wichtig, einen möglichst geringen Wert zu hinterlegen. Alle Angaben in den folgenden Diagrammen verstehen sich in Sekunden, wobei weniger gleich besser ist, denn je weniger Zeit verstreicht, bis die Datei vollständig komprimiert ist, umso besser ist die Performance des Mainboards :

WinRAR Archiver (RARLab)

Selbiges wie für den eben durchgeführten WinACE Test gilt auch für den WinRAR-Test. Auch WinRAR ist ein Tool, welches in der Lage ist, große Dateien so zusammenzupressen, dass sie nur noch einen Bruchteil des zuvor von ihnen benötigten Speicherplatzes benötigen. Umso schneller die Komprimierung voranschreitet, umso besser ist das Ergebnis. Auch bei WinRAR verstehen sich alle Angaben in Sekunden.


FutureMark 3DMark03-330 (Futuremark)

3DMark 2003 kennt auch jeder - nur ist das Programm leicht in den Verruf gekommen, weil die Grafikkartenhersteller hier gerne etwas optimiert haben. Für unsere CPU- und Mainboard-Tests ist das allerdings nicht erheblich, da wir immer bei demselben Treiber und derselben Grafikkarte bleiben. Aus diesem Grund können wir 3DMark 2003 für den Vergleich recht gut einsetzen, auch wenn die Unterschiede recht gering sind - die Grafikkarte trägt hier die Hauptlast.

FutureMark 3DMark03-330 CPU

Vulpine GLMark, 640x480 (Vulpine)

Jetzt kommen wir zum Vulpine GLMark. Der Vulpine GLMark 1.1 ist ein OpenGL-basierender Benchmark - eigentlich für Grafikkarten konzipiert. Läßt man ihn auf 640x480 laufen, so langweilt sich die Grafikkarte, während die restlichen Komponenten - RAM und CPU - sehr viel arbeiten müssen. Wir haben alle Benchmarks mit dieser Auflösung, 16 Bit, Low Textures und Open GL 1.2 durchgeführt. Die Ergebnisse unter diesen Settings lauten wie folgt:

Vulpine GLMark, 1024x768


Quake 3 Arena, fast (ID-Software)

Als Nächstes werfen wir einen Blick auf Quake 3 Arena. Quake 3 Arena ist schon ein Klassiker im Bereich der Benchmarks, deshalb setzen wir ihn auch weiterhin ein, haben ihn für unsere CPU-Tests aber erst jetzt wieder aus dem Archiv geholt. Die Demo 001 wird in der Konsole mit dem Befehl timedemo 1 und demo demo001 aktiviert, den Benchmark haben wir bei 640x480 mit 16 Bit laufen lassen, um die CPU am Meisten zu fordern. Hier sehen wir die Ergebnisse :

Quake 3 Arena, high

Return to Castle Wolfenstein 640x480 (Activision)

Return to Castle Wolfenstein basiert auf der Quake 3-Engine, ist aber ungleich anspruchsvoller. Getestet wurde nach den 3DCenter-Regeln für dieses Spiel und mit der dort beschriebenen Time-Demo Checkpoint durchgeführt. Dieser Link führt zur besagten Time-Demo bei 3DCenter, das Spiel muss man sich jedoch selbst besorgen, denn eine Demo ist im Internet leider nicht verfügbar.

Return to Castle Wolfenstein 1024x768

Jedi Knight 2 640x480 (LucasArts)

Um diese Seite noch etwas abzurunden, ließen wir das MSI K8N Neo2 Platinum noch durch den Jedi Knight II Benchmark laufen. Auch hier musste es sich wieder unter der bei Programmierern beliebten Q3A Engine beweisen. Wie vielseitig diese Engine für Spiele genutzt werden kann, erkennt man hervorragend an diesen drei vollkommen differenten Spielen. Auch in Zukunft wird die Q3A Engine weiter eine große Rolle spielen - man erinnere nur an Shooter wie Star Trek Voyager Elite Force II... Auch in JKII testen wir wieder mit 640x480 und 1024x768 und möglichst niedriger Qualität, den Benchmark startet man, in dem man bei der Multiplayer-Verknüpfung den Zusatz "+set sv_cheats 1" setzt und schließlich im Spiel in der Konsole mit "timedemo 1" und "demo jk2ffa" eine Demo startet :

Jedi Knight 2 1024x768


UT2003 Flyby 640x480 (Epic)

Unreal Tournament 2003 ist als Demo verfügbar, in die eine Benchmark-Funktion eingebaut ist. Ein Skript testet bei verschiedenen Auflösungen, es gibt eine Flyby-Demo und ein Botmatch, die die Leistungsfähigkeit des Systems für die Vollversion zeigen soll. Hier die Ergebnisse bei 640x480 mit 16 Bit, denn auch hier wollen wir natürlich die Belastung auf die CPU verlagern :

UT2003 Botmatch 640x480

UT2003 Flyby 1024x768

UT2003 Botmatch 1024x768

Comanche 4 640x480 (Novalogic)

Comanche 4 ist für Auflösungen von 1024x768 durchaus noch als CPU-Benchmark zu gebrauchen, bei höheren Auflösungen limitiert jedoch die Grafikkarte. Der Benchmark nutzt viele Pixel- und Vertexshader, allerdings wird neben einer hervorragenden Grafikkarte auch ein starker CPU benötigt. Das Spiel basiert auf DirectX 8 und ist in der Demo zum Downloaden erhältlich. Die Demo besitzt einen integrierten Benchmark, hier kann man also vor dem Kauf auch feststellen, ob das Spiel auf dem gewünschten PC ruckelfrei läuft. Wir verwenden ihn zur Leistungsmessung.

Comanche 4 1024x768


Serious Sam 640x480 Low Quality (Croteam)

Serious Sam ist auch neu bei unseren Athlon 64 Mainboard-Tests - das Game ist hinreichend bekannt, wir verwenden die integrierte Benchmark-Funktion, natürlich mit 640x480 sowie 1024x768 und niedrigsten Settings, um die Grafikkarte möglichst nicht zu belasten und die wahre Performance, die uns das Mainboard bieten kann, in den Vordergrund zu rücken. Hier das Ergebnis :

Serious Sam 1024x768 Low Quality

DroneZMark, 640x480 (Zetha Games)

DroneZ, ein noch recht aktuelles OpenGL Spiel, soll unser letzter Test sein. Wir ließen auch diesen Benchmark sowohl in 640x480 und 1024x768 laufen, jeweils in 16 Bit, ansonsten behielten wir die Voreinstellungen bei. Folgendes Ergebnis erhielten wir nach den Tests :

DroneZMark, 1024x768

Kommen wir nun zum Fazit des Reviews.


Das MSI K8N Neo2 zeigt sich als durchaus durchdachtes Mainboard und erfüllt in allen Zügen unseren Erwartungen. Die Ausstattung ist mehr als ausreichend, denn alle heutzutage nötigen Komponenten und Features sind vorhanden, MSI setzt sogar noch einen drauf. Mit zwei Gigabit LAN-Schnittstellen, Firewire, USB 2.0, 8-Kanal-Sound und einer WLAN-Karte bleibt kein Wunsch offen. Aufgrund der Ausstattung und der gebotenen Leistung sind dann auch die 144 Euro für das Mainboard in unserer Ausstattung zwar kein Schnäppchen, aber auch nicht übertrieben. Wer auf die Wireless-LAN-Karte verzichten kann, spart sich die 20 Euro Aufpreis.

USB 2.0 und FireWire sorgen für eine entsprechende Anschlussvielfalt, die mit 2 x Gigabit-LAN und 8 Kanal Sound abgerundet wird. Etwas überrascht waren wir von dem wirklich guten Overclocking-Ergebnis, eine Steigerung um 30 MHz hätten wir nicht unbedingt erwartet. Optisch kommt das MSI natürlich im typischen Platinum Design her, ein schwarzes PCB und bunte Anschlüsse gehören seit jeher zum MSI Design. Auch Cool'n'Quiet wird unterstützt, deshalb kann theoretisch auch hier der Daumen nach oben zeigen. Auch beim Layout haben wir positives gefunden - zudem war die Stabilität des Boards hervorragend und auch die Speicherkompatibilität war sehr gut. Nachbessern muss MSI noch ein wenig bei Details, beispielsweise fehlt eine Firewire-Slotblende.

Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Das MSI K8N Neo2 Platinum ist im Bezug auf die Performce ein überdurschnittliches Athlon 64 Board. In unseren bisherigen Tests mit dem Sockel 939 liegt es meistens vorne. Besonders durch Updates im Unified Driver kann nVidia hier noch in Zukunft einiges nachschieben. Der nForce 3 250 Ultra scheint - wie schon beim Shuttle XPC erahnt - leistungsmäßig sehr gut unterwegs zu sein.

Positive Punkte des MSI K8N Neo2 Platinum :

Negative Punkte des MSI K8N Neo2 Platinum :

Fasst man das gesamte Review und auch das Fazit noch einmal in ein paar Zeilen zusammen, kann man sagen, dass MSI mit dem K8N Neo2 Platinum ein wirklich gutes nVidia nForce3 250 Board im Sortiment hat. Lücken, die noch im K8T Neo2 vorhanden waren und sind, hat man hier geschlossen. Alle Features und Eigenschaften zusammen bilden eine sehr gute Basis, auf die MSI auch noch aufbauen kann.

Aufgrund der deutlich besseren Ausstattung gegenüber dem Abit AV8 und der Konkurrenz aus dem eigene Hause kostet das Board mit 144 Euro allerdings auch deutlich mehr. Da das Mainboard eine gute Leistung und Ausstattung bietet, ist der Preis durchaus gerechtfertigt. Wer noch einige Wochen warten kann, sollte dies auch tun, denn Sockel 939-Prozessoren und -Mainboards sollten durch die Einführung neuer Chipsätze in den nächsten Wochen und Monaten noch deutlich im Preis fallen. Trotzdem vergeben wir heute den Award für das MSI-Board - es ist rundum gelungen.

Weitere Links :

Weitere Mainboard-Reviews findet man in unserer Testdatenbank unter Mainboards AMD Athlon 64 oder in den Overclocking, Modding und Tweaking Guides .

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