Sockel 775 Roundup Nr. 2 - fünf weitere Mainboards

Veröffentlicht am: von

Vor ein paar Wochen hatten wir die ersten sieben Sockel 775-Mainboards im Test - nun kommt der zweite Schub. Die Plattform ist auf der einen Seite sicherlich durch Features wie DDR2, PCI-Express und Southbridge-Features wie Matrix Raid und HD-Audio sehr interessant, auf der anderen Seite haben wir bei den ersten sieben Mainboards auch einige Schwächen entdecken können. Bei einigen Mainboards war die B1-Revision des Chipsatzes verbaut, aber noch nicht im Bios implementiert und so hingen die Mainboards in der Performance in einigen Benchmarks zurück. Des Weiteren gab es Probleme beim Overclocking, wobei wir aber bereits mit dem Vorurteil aufgeräumt haben, den Sockel 775 könnte man nicht übertakten. Nun stehen die nächsten Mainboards auf dem Prüfstand und wir sind gespannt, wie die Hersteller die zusätzliche Zeit genutzt haben.

Zusätzlich zu dem Blick auf die neuen Mainboards werden wir auch einen Rückblick auf die bisherigen Mainboards werfen, denn in den letzten drei Wochen dürfte sich auch einiges an Neuheiten ergeben haben. Insbesondere durch neue Bios-Versionen erhoffen wir uns in diesem Fall Fortschritte in Bezug auf die oben angesprochenen Problemfelder.

Zunächst aber eine Übersicht, welche Sockel 775-Mainboards wir in diesem Roundup unter die Lupe nehmen :

In gewohnter Form gibt es auf den folgenden Seiten eine Betrachtung der einzelnen Boards, zum Schluss kommen wir natürlich wieder zu den Benchmarks. Zunächst wollen wir aber ein paar Worte zu den bisherigen Mainboards verlieren, denn bei den sieben Kandidaten gab es einiges Neues zu berichten :


Im Folgenden wollen wir einen kurzen Blick auf die Mainboards werfen, die uns im ersten Roundup zum Test vorlagen und auch noch vorliegen. Bei diesen Mainboards werden wir von Zeit zu Zeit erneut auf die Bios-Versionen schauen und somit prüfen, ob sich Verbesserungen eingeschlichen haben, beispielsweise an der Kompatibilität, Performance oder Stabilität gearbeitet wurde oder komplett neue Features hinzu gekommen sind.

Abit AA8 DuraMax :

Das Mainboard testeten wir zunächst in der Bios Revision 1.0, erhielten dann nach Bitte von Abit ein Beta-Bios (1.3beta), mit dem wir den Test durchführten. Mittlerweile gibt es versteckt auf dem Abit FTP-Server die Bios-Version 1.4, die wir für ein Update aufspielten. Das Board bietet jetzt unter anderem eine DDR600-Option im Bios, die bei uns allerdings nicht funktionierte. Der B1-Fix wurde von uns auch angetestet, das Mainboard besitzt ihn allerdings immer noch nicht und ist in Benchmarks wie Aquamark und SpecViewPerf immer noch deutlich hinten dran. Stattdessen verspricht Abit mit dem Mainboard eine bessere Stabilität beim Overclocking über 250 MHz und eine bessere Stabilität bei dem Serial ATA-Controller. Allerdings konnten wir beides nicht nachvollziehen - waren wir mit dem Board vormals auf fast 270 MHz gekommen, bootete das Board jetzt noch nicht einmal mehr mit 260 MHz. Hinzugekommen ist auch eine Option für den GameAccelerator (Enabled, Disabled), aber für uns ohne sichtbare Konsequenz auf die Performance. Was sich hinter dieser Einstellung genau befindet, protokolliert Abit nicht.

Fazit : Unsere Kern-Kritikpunkte sind immer noch enthalten - der B1-Fix steht immer noch aus.

Abit AG8 :

Unser Board testeten wir mit der Bios Version 1.1 - und dieses ist auch die aktuelle, somit keine Veränderungen bei diesem Mainboard.

ASUS P5AD2 Premium :

Mit dem ASUS-Board hatten wir größere Probleme - unser Modell starb bei der Arbeit an einem DDR2-Roundup, wahrscheinlich haben wir zu wild übertaktet. ASUS schickte uns direkt aus Taiwan ein neues Mainboard (übrigens gleiche Revision 1.02), dieses war aber schon im ausgelieferten Zustand defekt. Also beim Händler um die Ecke ein drittes P5AD2 Premium erworben - dieses lief dann endlich zufriedenstellend. Mit dem Modell hatten wir jedoch mit der Bios Revision 1005.002, die wir auch mit dem ersten Mainboard für den Test verwendet haben, einige Probleme :

Eine neue Bios-Version konnte ASUS nicht liefern, das Board ist also gleichschnell. Mittlerweile hat ASUS auch in einer Pressemitteilung zugegeben, dass es sich bei der Performance des Boards nicht um ein Wunderwerk handelt, sondern man eine neue Form des Overclockings eingeführt hat - man übertaktet über den PCI-Express-Bus den PCI-Express-Impuls für die Grafikkarte und kann so dynamisch bei PCI-Express-Last den Takt derselben anheben. Die PCI-Express Frequenz bleibt davon übrigens unberührt. Ärgerlich ist, dass dies von ASUS erst nach unserem Review veröffentlicht wurde und bei "Auto"-Settings das Feature aktiv ist. Wir konnten mit der Funktion "PEG Link Mode" nichts anfangen, fanden keine Dokumentation und ließen deshalb die Einstellungen auf Auto, übertakteten so aber die Grafikkarte.

Erst, wenn man das Setting auf "Slow" heruntersetzt - es gibt auch noch Normal, Fast und Faster - ist die Grafikkarte nicht mehr im 3D-Modus übertaktet und die Werte sind unverfälscht. Wir haben aus diesem Grund die Benchmarks mit "Slow" erneut durchgeführt und die Tests in den Benchmarks hinzugefügt, um auch einmal den Effekt des dynamischen Overclockings bei der Grafikkarte darzustellen.

Intel D925XCV und Intel D915GUX :

Alles lief innerhalb normaler Werte bei den Boards in unserem ersten Test - und deshalb haben wir diese Mainboards nicht mehr weiter angesehen, denn sie werden außer kleineren Veränderungen keine großen Bios-Updates mehr benötigen. Der B1-Fix ist schon enthalten und Overclocking erlaubt Intel nur in Bereichen um +4%.

MSI 915P Neo Platinum-54G :

Auch hier können wir schnell abhandeln - bei unserem Mainboard lief schon alles zufriedenstellend, der B1-Fix war bereits in der ersten Bios-Version integriert. Nur bei den Overclocking-Tricks erhofften wir uns noch ein wenig mehr, es gab aber bislang keine neuen Bios-Versionen auf der MSI-Website, deshalb können wir auch hier nichts Neues berichten.

Soviel zu den bislang getesteten Mainboards. Den Shuttle SB81P-XPC mussten wir bereits an Shuttle zurücksenden, hier können wir also nicht mehr beobachten, ob Shuttle den B1-Fix bereits eingebaut hat. Wir werden aber andere Reviews entsprechend beobachten - wenn also eine internationale Seite einmal den XPC mit einem Mainboard vergleicht, welches offensichtlich den B1-Fix beherrscht, können wir schließlich auch Rückschlüsse auf die Implementierung erhalten.

Kommen wir nun zu den neuen Boards - beginnen möchten wir mit dem Albatron Mars PX915G Pro :


Albatron schickte uns das Mars PX915G Pro, ein i915G-Mainboard mit integrierter GMA900-Grafik. Ein x16-Slot zum Upgraden einer normalen Grafikkarte ist natürlich auch vorhanden, auch kann man hier eine ADD2-Karte einsetzen, um das Board beispielsweise in Büro-Rechnern mit DVI-Anschluss auszustatten. Standardmäßig ist nur ein normaler VGA-Ausgang enthalten. Das blaue Board besitzt eine ganze Reihe von Onboard-Features - es ist auch in einer "nonPro"-Version verfügbar, die dann abgespeckt wurde. Auch gibt es eine praktisch baugleiche PX915P-Variante ohne integrierte Grafik - wer also sowieso auf eine x16-Grafikkarte setzen möchte, kann die paar Euro dann einsparen. Das Board besitzt weiterhin zwei x1-Steckplätze, wir sind also gespannt, was Albatron mit den anderen beiden x1-Slots gemacht hat. Onboard-Features hierfür findet man auf jeden Fall reichlich.

Das Board ist Albatron-typisch aufgemacht - blaues PCB und goldene Kühlkörper :

Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Als ein besonderes Feature besitzt das Board Dual LAN - sprich zwei Netzwerkanschlüsse. Einer wird hierbei als Gigabit Ethernet ausgeführt, für diesen Port ist ein Marvell-Controller auf dem Mainboard verlötet. Der zweite Chip ist ein VIA 6105-Chip, der einen zusätzlichen 10/100MBit-Port zur Verfügung stellt. Für den Heimbereich durchaus praktisch - beispielsweise lässtsich hier der DSL-Anschluss an den 10/100MBit legen, wenn anschließend auf dem Rechner eine Firewall installiert ist und das Home-Netzwerk über den Gigabit LAN versorgt wird, besitzt man eine leistungsfähige Verkabelung im Haus.

Folgende Features können wir in unserer Tabelle festhalten :

Einen Firewire-Controller findet man nicht auf dem Albatron PX915G Pro, dafür zwei LAN-Anschlüsse, einen High-Definition Audio-Codec, den in der Southbridge integrierten Serial ATA Controller (leider ohne Raid-Funktion) sowie einen weiteren ITE-ATA/133-Raidcontroller, den Albatron mit auf das Board setzt, weil in der ICH6 nur noch ein einzelner ATA133-Controller enthalten ist. Somit eine runde Sache - nur von DDR2 macht Albatron auf dem Board noch keinen Gebrauch, aber wir haben gesehen, dass dies in den Benchmarks nur eine untergeordnete Rolle spielt. Mit DDR400-Modulen und schnellen Timings kommt das Board auch so gut in Schwung.

Auch werfen wir einen Blick auf die Ausstattung - dies ist bei Albatron immer etwas weniger als bei der Konkurrenz, dafür liegt man aber auch im Preis immer an der unteren Grenze :

Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Im Folgenden eine Liste des Lieferumfangs :

Sagten wir "bei Albatron ist immer etwas wenig in der Verpackung" ? Diesmal haben wir keinen Anlaß zur Kritik - drei ATA/133-Kabel sind vorhanden, so dass alle klassischen ATA/133-Laufwerke angeschlossen werden können und auch an einen Serial ATA-Anschluss samt Stromadapter hat man gedacht. Das ist vielleicht etwas wenig - aber wer mehrere Festplatte einsetzen möchte, kann auch damit kalkulieren, sich noch ein extra Kabel mit zu bestellen.

Auch hier werfen wir einen Blick auf die ATX-Anschlussleiste des Mainboards :

Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Schön : Da vier USB 2.0-Ports auf der Blende enthalten sind und vier weitere über ein Slotblech nachgereicht werden, kann man alle USB 2.0-Ports der Southbridge nutzen. Auch die RJ45-Ports sind auf der ATX-Blende enthalten, weiterhin die Sound-Anschlüsse, wobei Albatron hier aber auf optische Ein- und Ausgänge und koaxiale, digitale Anschlüsse verzichtet - man muss also mit den 3,5mm-Klinkenstecker zurechtkommen. Auch fehlt ein serieller Anschluss aufgrund des VGA-Out und der Gameport - aber den Verlustdieser Schnittstellen kann man heute sicherlich verkraften und ist nicht weiter tragisch.

Insgesamt sind wir deshalb auch zufrieden, schauen wir deshalb auf die Onboard-Features des Boards :


Im Handbuch fanden wir leider keine INT-Request-Tabelle, dafür aber eine deutsche Anleitung - sehr gut - und einen Hinweis auf zukünftige Intel-Prozessoren, denn Albatron zeigt bereits jetzt, dass das Board für die kommenden P4-Prozessoren "ready" ist :

Beginnen wir mit der Layout-Betrachtung bei den DDR-Steckplätzen - hier können bis zu 4 GB DDR400 eingesetzt werden, Albatron hat die Slots farblich abgegrenzt, um den Dual Channel-Mode zu visualisieren. Darunter befinden sich der Floppy-Anschluss und der ATX/EPS-Anschluss, der alternativ mit einem 20-pin ATX-Netzeil und einem 24-pin EPS-Netzteil zur Stromversorgung verwendet werden kann. Ganz oben in der Ecke ist ein Winbond Super I/O zu finden, der für die seriellen, parallelen, PS/2-Schnittstellen und den Floppy-Port zuständig ist sowie das Hardwaremonitoring übernimmt. Die Positionierung des ATX/EPS-Power-Steckers ist praktisch gewählt, ebenso die des Floppy-Anschlusssteckers, da man mit der Kabellänge so keine Probleme bekommt und die Kabel sauber im Gehäuse verlegen kann und nicht über das Mainboard legen muss.

Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Zwischen Dimm-Steckplätzen und PCI-Express-Grafikkarte ist in der Regel genügend Platz, um die Dimms auch auszuwechseln, wenn eine Grafikkarte im Slot sitzt.

Albatron verwendet auf dem PX915G Pro zwei passive Kühlkörper - einen für die Southbridge und einen für die Northbridge. Zusätzliche Lärmerzeuger hat man also vermieden, was wir begrüßen, denn die Wärmeabgabe der Northbridge rechtfertigt eigentlich keine aktive Belüftung. Im unteren Bild sieht man den empfindlichen Sockel 775, der uns bei allen unseren bisherigen Tests noch keine Probleme bereitete und die Spannungswandler des Boards - auch hier wird natürlich auf eine FMB2.0 / VRM10.0-Lösung gesetzt, es befinden sich also 12 Mosfets auf dem Board für eine dreiphasige Spannungsversorgung. Den 12V AUX-Stecker sieht man im Hintergrund.

Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Im Bereich um die Southbridge finden wir natürlich die Serial ATA-Anschlüsse derselben, die CMOS-Batterie samt Jumper, den verbleibenden ATA/133-Port der Southbridge sowie die beiden zusätzlichen, über PCI angebundenen ATA/133-Ports des ITE-Controllers. Die Anschlüsse für das Gehäuse ganz unten links sind ordnungsgemäß beschriftet, hier befindet sich zudem einer der zwei FAN-Header auf dem Board. Ein dritter - beispielsweise für Front- und Rückseiten-Lüfter - ist nicht verbaut worden.

Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Hier sieht man die PCI-Slots des Boards sowie die blauen PCI-Express x1-Slots und den roten x16-Slot. Die Marvell Lösung für den Onboard-LAN haben wir schon erwähnt, allerdings ist dieses kein PCI-Express-Chip, sondern ein normaler PCI-Chip. Den dritten und den vierten PCI-Express x1-Slot lässtman leider komplett weg, so dass dieses Board nur zwei der vier in der ICH6R enthaltenen Lanes tatsächlich nutzt. Links neben dem untersten PCI-Slot finden die Anschlüsse, die nicht nach außen geführt werden, nämlich den zweiten seriellen Port und den Gameport. Die Anschlüsse für die zwei weiteren USB 2.0-Header befinden sich auf der Höhe der x1-Slots unterhalb des x16-Slots.

Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Auf der nächsten Seite werfen wir einen detaillierteren Blick auf die Onboard-Chips des Boards.


Auch auf die Southbridge kommt bei den Sockel 775-Chipsätzen von Intel eine passive Kühlung - im Betrieb wird diese auch für eine Southbridge recht warm, was an den integrierten vier x1-Lanes liegt, die hier enthalten sind. Im Bild sieht man die Southbridge mit Kühlkörper sowie die vier Serial ATA-Ports, die hier nur mit einzelnen Festplatten betrieben werden können und nicht wie bei der ICH6R auch gekoppelt im Raid betrieben werden können. Auf die verschiedenen Features wie Matrix Raid sind wir in unserer Vorstellung der neuen Grandsdale- und Alderwood-Chipsätze bereits eingegangen, diese können mit der hier verbauten ICH6 nicht verwendet werden. Die CMOS-Batterie sitzt hier an einer guten Position und ist ebenso wie der CMOS-Jumper schnell und einfach zu erreichen, wenn das Board mal nicht mehr starten will. Der ATA/133-Controller, der noch in der Southbridge übrig geblieben ist, hat ganz rechts im Bild seinen Port - auch hier an guter Stelle, da die Kabel schnell und problemlos über den Mainboardrand hinweg verlegt werden können.

Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Der ITE IT8212F-Controller ist ein ATA/133-Raidcontroller für den PCI-Bus. Er ist also mit maximal 133 MB/s Übertragungsrate unterwegs, die typische Übertragungsrate liegt aber weit darunter. Er kann zwei ATA/133-Kanäle ansteuern, es ist also die Möglichkeit gegeben, weitere vier Festplatten mit dem Controller zu betreiben. Albatron vergisst leider das Beilegen einer Startdiskette für Windows, falls man auf Festplatten des Controllers ein Betriebssystem anschließen möchte - denn hierfür wäre das Einbinden der Treiber über F5 notwendig. Allerdings kann man sich die Treiberdiskette über das Internet downloaden und dann die Diskette selber erstellen - somit kein Beinbruch, aber etwas umständlich. Die Festplatten des Controllers können über Raid 0, Raid 1 und Raid 0+1 gekoppelt werden.

Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Unten im nächsten Bild sieht man das Phoenix-Bios - wie man auf der nächsten Seite sehen wird, ist dieses sehr gut aufgebaut. Der Bios-Chip ist leider nur mäßig aufgesetzt worden, denn er befindet sich fest verlötet an dieser Stelle und kann somit bei einem fehlerhaften Flash-Versuch nicht ausgetauscht werden - das komplette Board müsste eingeschickt werden. Zwar ist das Flashen für Profis nichts besonderes, aber Albatron hat beispielsweise auch noch kein Windows-Flash-Tool im Lieferumfang, so dass hier eine DOS-Diskette erstellt werden muss. Das ist hinsichtlich des Flash-Vorganges zwar sicherer, aber doch etwas umständlich.

Der Chip über dem Bios ist der VIA "Rhine" VT6105 LOM-Chip, ein Onboard LAN, der über PCI angebunden ist und 10/100MBit Ethernet bereitstellt. Direkt darüber ist der Marvell PCI Gigabit Ethernet Controller, den wir schon auf vielen Mainboards vorgefunden haben - doch hier wollen wir den Nutzen deutlich in Frage stellen, da Albatron nicht den schnellen PCI-Express-Bus für den Controller nutzt, sondern nur den PCI-Bus, der zusätzlich ja bereits von ITE- und 10/100MBit-Controller belastet wird. Der PCI-Gigabit Ethernet Controller wäre maximal in der Lage 133 MB/s zu übertragen, könnte aber eigentlich mehr, wenn man den PCI-Express-Bus nutzen würde - dann könnten im Voll-Duplex-Modus sogar 250 MB/s übertragen werden.

Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Zuletzt findet man auf dem Board auch noch einen High Definition Audio-Codec. Hier wird von Albatron der ALC880 verwendet, einer der beiden aktuell erhältlichen HD-Audio-Chips. Interessantestes Feature ist hier neben den neuen, höheren qualitativen Anforderungen des Sound-Codecs das JackRetasking, welches erlaubt, dass man jeden an der ATX-Blende befindlichen Sound-Port nutzt und diesen dann über Software dem richtigen Gerät zuweist. Somit entfällt das wirklich nervige Suchen nach dem richtigen Anschluss auf der Rückseite des PCs. Des Weiteren erhoffen wir uns, dass dadurch auch die Qualität aller Anschlüsse steigt und nicht nur der Stereo-Ausgang eine ordentliche Qualität erhält.

Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Auf der nächsten Seite werfen wir einen Blick ins Bios.


Das BIOS:

Das BIOS (Basic Input-Output System) ist mehr als 20 Jahre alt und damit die älteste Softwaretechnik innerhalb der PCs. Es wird in den ersten Sekunden nach dem Einschalten des PCs aufgerufen, der so genannten Pre-Boot-Phase, also noch bevor das Betriebssystem geladen wird. Allerdings gibt es das Bios nicht mehr lange, wie Intel mitteilt :

Der Firmware Foundation Code von Intel ist ein Ergebnis des Projektes mit Codenamen „Tiano“ und sorgt dafür, dass der Nachfolger des BIOS auf neuester Softwaretechnologie basieren wird. Er wurde speziell im Hinblick auf neue Ausstattungsmerkmale und Dienste entwickelt, zu denen beispielsweise die verbesserte Verwaltung und Betriebsfähigkeit sowie Schnittstellen für administrative Aufgaben gehören.

Bald brauchen wir uns also nicht mehr durch die blauen Menüs hangeln, um an die Hardwareeinstellungen zu kommen. Bislang bleibt das Bios aber der Grundstein für eine gute Gesamtperformance, auf die es bei den Mainboards im Allgemeinen ankommt. Auch werden hier alle wichtigen Drähte in Bezug auf Overclocking und Onboard-Features gezogen. Nun werden wir prüfen, wieviel Sorgfalt die Ingenieure bei der Programmierung dieses BIOS an den Tag gelegt haben.

Wie immer widmen wir uns zuerst visuell dem BIOS, das heißt, wir schießen einige Screenshots, um den Aufbau und die einzelnen Funktionen des Menüs zu veranschaulichen :

Im Folgenden halten wir die wichtigsten Bios-Funktionen und Besonderheiten fest :

Insgesamt macht das Phoenix-Bios einen sehr guten Eindruck - es ist aufgeräumt, logisch sortiert und kann gut konfiguriert werden. Alle Onboard-Geräte können abgeschaltet werden, die Basis-Funktionen des Bios funktionieren problemlos. Zu den Overclocking-Features kommen wir ja auf der nächsten Seite, die Speichertimings sind auch vollständig, wenn auch wie bei allen Intel Dualchannel-Motherboards etwas knapp. Schade ist hingegen, dass Albatron noch keine Bios-Version herausgebracht hat, welches den B1-Fix des Chipsatzes unterstützt und somit hängt es in einigen Benchmarks wie SpecViewPerf und Aquamark aufgrund der schlechten Leistung des PCI-Express-Interfaces etwas zurück. Das kann sich aber schnell ändern - der zweite Mangel, das Fehlen der DDR-Spannung im Hardwaremonitoring, wird man wohl mangels Unterstützung des Super I/Os nicht mehr nachreichen können, hier muss man sich also auf den tatsächlichen Wert, der im Bios eingestellt werden kann, verlassen. Das Hardwaremonitoring ist zwar knapp, aber vollständig - eventuell kann man hier ja auch noch eine etwas umfangreichere Lüftersteuerung oder Ähnliches mit einer späteren Bios-Version integrieren.

 

Die Stabilität :

Mangels PCI-Express x1-Karten können wir hier bezüglich der Kompatibilität natürlich noch keine großen Sprünge machen. Zumindest viele DDR2-Riegel haben wir bereits, um einen Blick auf Kompatiblität und Stabilität des Speichers zu werfen, aber das Albatron-Board nutzt normales DDR-SDRAM, welches wir sowieso vorliegen haben. Des Weiteren können wir natürlich die PCI-Buslast versuchen, klassisch in die Höhe zu treiben, um zumindest hier das System auszulasten und einen Eindruck auf die PCI-Performance zu bringen. Mit zwei Serial ATA-Festplatten, einer TV-Karte, einer Soundkarte und einer externen USB2.0/Firewire-Festplatte funktioniert dies auch recht gut. Auf Netzwerk-Benchmarks haben wir bislang übrigens verzichtet, weil uns kein hochwertiger Gigabit Ethernet-Switch zur Verfügung steht, um die Performance des Netzwerks gut zu messen.

Bei den allgemeinen Stabilitätstests muss das Board natürlich dann auch wieder mit unserem Testsetup mehrere Stunden unter Last laufen. Auch die Onboard-Features werden aktiv belassen, um mögliche Ressourcenkonflikte geradezu zu provozieren.

Zunächst also keinerlei Probleme mit dem Albatron "Mars" PX915G Pro.

Bezüglich der Speicherkompatibilität haben wir folgende Module testen können :

Auch hier eine weiße Weste - wir konnten das Board mit schnellsten Timings betreiben. Allerdings machten die XL-Module von Corsair mit schnellsten Timings ein paar Probleme, weshalb wir für unseren Tests nicht die schnellsten Timings verwenden konnten, sondern auf 2-3-3-6 zurückschalten mussten - dann war das Board perfekt stabil und in unserem Tests nur marginal langsamer.

Während die Speichertimings zufriedenstellend liefen, hatten wir mit einigen Restart-Problemen zu kämpfen. Nach einem Reboot startete das Board nicht mehr - man musste es teilweise erst ausschalten und dann wieder einschlalten, dann lief es wieder zufriedenstellend. Woran dies lag, konnten wir nicht lokalisieren - wir verwendeten andere Settings, andere Geräte, kamen aber sporadisch immer wieder zu diesen Restart-Problemen. Eventuell kann Albatron hier auch noch mit der einen oder anderen Bios-Version den Problemen auf den Grund gehen.

Auf der nächsten Seite kommen wir nun schließlich zum Overclocking.


Interessant sind natürlich aufgrund der "Overclocking-Sperre" die Ergebnisse in diesem Bereich. Das D0-Stepping von Intel soll bereits fit sein für höhere Taktfrequenzen, doch die Chipsätze scheinen hier einen Strich durch die Rechnung machen zu wollen. Wir wollen uns bei jedem Motherboard zunächst jedoch die Features ansehen, die geboten werden :

Hier die Overclocking-Optionen in der Übersicht :

Die Features des Albatron-Mainboards sind eher durchschnitt - genügend Flexibilität beim FSB, auch bei der Spannung sind die gebotenen 1.6V für die CPU und die höhere Spannung für den Chipsätz und den DDR-SDRAM in Ordnung. Der PCI-Takt lässtsich feststellen, der PCI-Express-Takt angeblich auch - nachtesten konnten wir dies leider nicht, wir vermuten aber aufgrund der Overclocking-Resultate, dass der PCI-Express-Takt noch nicht fix ist. Dies scheint uns technisch gesehen bei den neuen Intel-Chipsätzen auch nicht möglich, aber wir lassen uns gerne von den Herstellern in diesem Punkt noch überraschen.

In der Praxis schlug sich das Board leider nicht ganz so gut - mehr als 215 Mhz waren nicht zu erreichen :

 

Insgesamt nur ein recht mageres Ergebnis, was natürlich auch an der frühen Bios-Version liegen kann. Uns scheint dies hier so, als würde der PCI-Express-Bus noch synchron mitlaufen und das Board deshalb bei knapp 215 Mhz aussteigen. Mehr war aktuell noch nicht zu erreichen.

Als nächstes schauen wir uns das DFI Lanparty UT915P-T12 an.


Das LanParty-Board von DFI wird vor allen Dingen im Bereich des Layouts interessant - und dies nicht nur aufgrund seiner fluoreszierenden PCI-Slots, sondern auch aufgrund der Tatsache, dass DFI den Onboard-Sound auf ein extra Modul setzt - "Karajan Audio" nennt DFI dieses Feature. Das gab es noch nie, auf diese Lösung sind wir durchaus gespannt. Auch befindet sich mitten auf dem Board ein PCI-Express-Slot, fernab von der ursprünglichen Platzierung. Das DFI Lanparty UT 915P-T12 ist also kein normales Sockel 775-Mainboard, sondern gehört zu den ausgefalleneren Modellen. Intern handelt es sich um ein normales i915P-Mainboard, DFI setzt bei diesem Board auf DDR2-533 und DDR400 - man kann also alternativ den Speicher verwenden, den man sich wünscht. Die Features können sich dabei durchaus sehen lassen - auch hier sind beispielsweise zwei LAN-Anschlüsse auf dem Mainboard zu finden.

Optisch macht das Board wie alle Mainboards aus der "Lanparty"-Serie einiges her :

Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Besonders auffällig an dem schwarzen Mainboard sind natürlich die Erweiterungsslots und die Dimm-Slots sowie die ATA/133- und Floppy-Ports, die DFI in fluoreszierendem gelb und orange hält - das Board ist also für den Casemodder, dem die Farben gefallen, eine besondere Attraktion. Etwas verplant hat man sich wohl noch bei der Farbe der passiv gekühlten North- und Southbridge, denn die unterschiedliche Färbung der Kühlkörper zerstört das sonst recht schicke Design ein wenig. Vielleicht liegt dies aber an unserem frühen Sample, welches wir praktisch sprichwörtlich direkt vom Fließband erhielten.

Folgende Features können wir in unserer Tabelle festhalten :

Alles dabei - nur auf einen zusätzlichen ATA/133-Controller verzichtet man bei DFI, wer also mit den zwei ATA/133-Anschlüssen der ICH6 zurecht kommt, hat mit dem Mainboard keine Probleme. Die Serial ATA-Ports sind nicht Raid-fähig, das Board besitzt zudem zwei LAN-Anschlüsse, Sound, Firewire und USB 2.0 - also ist alles enthalten, was sich der PC-Fan wünscht, mit Ausnahme der Serial ATA Raidfunktion. Auch Overclocking-Funktionen hat man integriert, die wir später natürlich auch noch genauer unter die Lupe nehmen, DFI hebt hier als Features "CMOS reloaded" hervor.

Die Lanparty-Motherboards besaßen bislang auch immer einen brillianten Lieferumfang, teilweise sogar einem Rucksack-Gurt für den PC und anderem Zubehör für eine LAN-Party. Beim 915P-T12 fehlt dieser zwar, aber es ist ebenfalls wieder viel dabei :

Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Im Folgenden eine Liste des Lieferumfangs :

Wer mehr als zwei ATA/133-Geräte anschließen will, muss also nicht notwendigerweise in neue Geräte investieren - mit dem Serial ATA-Wandler ist es möglich, an einem SATA-Anschluss ein weiteres ATA/133-Gerät zu betreiben. Die hierfür verwendete Marvell-Bridge kennen wir schon von vielen anderen Mainboards, die die Daten jedoch umgekehrt wandelten - von ATA/133 auf Serial ATA. Die Kabelausstattung ist okay, aber nicht brilliant und über die Eleganz der orangefarbenen gerundeten Floppy und ATA/133-Kabel kann man sich streiten.

Auch hier werfen wir einen Blick auf die ATX-Anschlussleiste des Mainboards :

Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Untypisch ist die ATX-Leiste - aber so ist das halt bei dem Lanparty-Mainboard. Die sechs USB 2.0-Slots rechts sind schon einmal schick, mit den intern noch verfügbaren weiteren zwei Slots kann man eventuell ein Frontpanel nutzen. Über den USB 2.0-Ports befinden sich zwei RJ45-Ports für die Ethernet-Verbindungen, zudem sieht man hier einen Firewire-Anschluss. Da der VIA-Chip eigentlich mehr kann, ist hier auch noch die Möglichkeit, einen FrontAnschluss zu verwenden - jedoch sind die Anschlüsse meistens nicht genormt, deshalb könnte dies etwas kompliziert werden - eine Slotblende mehr hätte uns hier besser gefallen.

Gewöhnungsbedürftig ist hingegen das, was zwischen den PS/2-Slots und den genannten Anschlüssen liegt - hier befinden sich die Soundanschlüsse des Boards, sechs analoge und zwei digitale an der Zahl, die über ein separates Modul aufgesteckt werden. Der Onboard-Sound sitzt praktisch als Modul hochkant auf einer Platine, was jedoch zu deutlichen Problemen in einigen Gehäusen kommen kann. Ist oberhalb der ATX-Leiste nicht genügend Platz und eventuell sogar ein "Knick" in der Gehäuserückwand aufgrund einer besonderen Lüfteranordnung, lässtsich das Modul nicht einsetzen - man muss ohne Sound auskommen. Das ist nun wirklich nicht schön und engt die Flexibilität des Endkundens bei der Wahl des Mainboards unnötig ein - konsequent wäre es gewesen, wenn DFI dieses Modul mit den Ausmaßen der ATX-Blende designed hätte. So ist es eher schlecht als recht.

Auf der nächsten Seite des Reviews schauen wir genauer auf das Layout des DFI-Mainboards, welches auch einige Besonderheiten zu bieten hat.


Eine INT-Request Table finden wir wieder nicht im Handbuch, dafür auch hier einen deutschen Abschnitt. Beginnen wir bei der Layout-Betrachtung wieder bei den Dimm-Slots - diesmal sind es zwei 1.8V 240pin-Slots für DDR2-Module, die nach den Intel-Spezifikationen entweder 400 oder 533 MHz besitzen können und zwei DDR400-Slots mit 2.5V 184pin, die alternativ verwendet werden können. Bis zu 2 GB können hier eingesetzt werden, allerdings nur, wenn die Grafikkarte ausgebaut ist, denn sonst stoßen die Arretierungen der Module an die Grafikkarte. DFI geht hier mit dem oberen Platz des Mainboards etwas generös um, denn bei Mainboards mit nur fünf Erweiterungsslots plus x16-Grafikport kennt man derartige Probleme sonst eigentlich nicht.

Unter den RAM-Slots befindet sich die Stromversorgung des Boards - der ATX-Stecker befindet sich hier ebenso wie der ATA/133-Port darunter an einer guten Stelle. Den ATA/133-Port hat man sogar noch abgewinkelt, um das ATA/133-Kabel ohne Knicken verlegen zu können.

Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

DFI kühlt die Northbridge wie die Southbridge des Boards passiv - allerdings mit einem recht kleinen Heatsink, der im Gegensatz zu anderen Boards ein geringeres Volumen mit sich bringt. Im Betrieb reichte dies aber trotzdem aus, was wieder einmal ein Beweis für die Nutzlosigkeit einer aktiven Kühlmöglichkeit für das Mainboard ist. Rund um den Sockel 775 sitzen viele Kondensatoren, alle aber außerhalb der neuen Keepout-Area. Die 12 Mosfets entsprechen der typischen VRM10.0 / FMB 2.0-Spezifikation für Prescott-Prozessoren, DFI hält sich also auch an die Vorgaben von Intel. Die 12V-Aux-Versorgung finden wir bei diesem Mainboard an einer sehr guten Stelle zwischen den Dimm-Slots und dem Sockel 775 - hier stört er am wenigsten. An dieser oberen Position befindet sich auch der CPU-Fan-Header, neben der Northbridge ist ein zweiter für den hinteren Gehäuselüfter.

Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

In der unteren Mainboardhälfte ist ein dritter FAN-Header für den vorderen Lüfter und natürlich eine Menge Anschlüsse. Die vier Serial ATA Ports hat man untereinander angeordnet, weiterhin sehen wir im Hintergrund die CMOS-Batterie mit dem entsprechenden Jumper. Hier wird es jedoch schwierig, an diesen zu kommen oder die Batterie zu tauschen, wenn PCI-Karten eingebaut sind - am Mainboardrand haben wir diese Anschlüsse lieber. Ein weiterer FAN-Header befindet sich über dem 1. PCI-Slot.

Interessant ist die Anordnung des dritten PCI-Express x1-Slots auf dem Mainboard mitten auf der für Steckkarten unüblichen Mainboardseite. Hier können jedoch eventuell auch noch Karten eingebaut werden, wenn kurze PCI-Karten zum Einsatz kommen - wie man die PCI-Express x1-Karten aber mit dem Mainboard fixieren will und sie vor dem Herausrutschen aus dem Slot schützen will, ist uns schleierhaft - das ist auch eher eine Bastlerlösung als eine professionelle Möglichkeit, noch einen Slot mehr zu bieten.

Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Auch nicht ganz einverstanden sind wir mit der Position des Floppy-Anschlusses, denn dieser sitzt unten am Gehäuserand und somit ist es unklar, ob man ohne Kabelprobleme das Floppy-Laufwerk anschließen kann. Schön ist hingegen wieder das gesockelte Bios, damit man dieses einfach austauschen kann, wenn beim Flash-Vorgang doch etwas schief gelaufen ist. Sehr gut finden wir dann schlussendlich die Power- und Reset-Knöpfe, die DFI auf das Mainboard gesetzt hat, denn diese erleichtern nicht nur unser Testen, sondern sind sicherlich auch für den einen oder anderen Endkunden sehr interessant. Ein Lautsprecher fürs Bios befindet sich auch in der Nähe, zudem auch noch vier LEDs, die über den POST-Vorgang des Boards Aufschluß geben und wie ein Debug-LED funktionieren. Die Gehäuseanschlüsse des Boards hätte man vielleicht etwas besser beschriften können, man kommt aber mit etwas Geschick auch ohne Handbuch zurecht. Ein Header für die USB-Steckplätze 7 und 8 befindet sich neben dem gesockelten Bios-Chip.

Die weiteren PCI-Express-Slots finden sich überhalb der drei PCI-Slots - zwei x1-Lanes hat man weiterhin auf das Mainboard gesetzt und der neue x16-Slot befindet sich selbstverständlich auch auf dem Mainboard. FAN-Header Nummer fünf (!) befindet sich unterhalb des letzten PCI-Slots, hier ist auch der Anschluss für den COM-Port.

Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Die Onboard-Chips im Hintergrund schauen wir uns auf der nächsten Seite genauer an.


Als Erstes werfen wir den Blick auf den Super I/O - der ist bei diesem Board von ITE und übernimmt hier wieder einmal die typischen Funktionen, angefangen beim Hardwaremonitoring bis hin zur Bereitstellung der PS/2-Ports.

Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Auch rechts auf dem Board finden wir den Gigabit Ethernet-Controller - bei diesem Chip handelt es sich um einen 88E8001 von Marvell - dieser ist über PCI angebunden und nicht über PCI-Express wie der 2. Gigabit Ethernet Chip.

Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Dieser ist im nächsten Bild zu sehen, hier wird also die Möglichkeit gegeben, von der vollen Gigabit Ethernet Performance zu profitieren. Dank der Anbindung über PCI-Express können die vollen 250 MB/s im Voll-Duplex-Modus übertragen werden, bei dem oben über PCI angeschlossenen Marvell-Controller ist dies nicht möglich, hier bremst der PCI-Bus mit 133 MB/s den Controller aus. Wer also eine wirkliche High-Speed-Verbindung braucht, sollte darauf achten, dass er diese Verbindung mit dem PCI-Express-Controller aufbaut, langsamere Verbindungen an einen 10/100MBit Hub oder an eine DSL-Verbindung können besser mit dem PCI-Controller aufgebaut werden, da hier die Bandbreite nicht so wichtig ist.

Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Als Firewire-Controller setzt DFI auf den VT6307-Chip von VIA, den man auf wirklich vielen Mainboards findet. Reicht einem der eine Port auf der ATX-Blende nicht aus, so findet sich rechts der entsprechende Header, um mit einer Slotblende oder per FrontAnschluss einen weiteren Port ansprechen zu können. Der VIA-Controller unterstützt IEEE1394-Geräte bis 400 MBit/s.

Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Im nächsten Bild sieht man eine ganze Reihe von Ports und Steckplätzen. Zunächst wollen wir auf den wirklich speziellen PCI-Express-Slot eingehen - dieser sitzt an dieser Stelle eigentlich unglücklich, da es keine Möglichkeit gibt, entsprechende PCI-Express-Karten zu verschrauben und auch mechanische Probleme mit den auf der gleichen Höhe liegenden PCI-Slots auftreten können. Aber : Warum einen PCI-Express-Slot verschenken, wenn man ihn bieten kann. Dies hat sich DFI wahrscheinlich gedacht und setzt den PCI-Express-x1-Slot noch mit auf das Board, um nicht eine x1-Bridge verfallen zu lassen.

Auch schick : Die Power- und Resetknöpfe erleichtern Bastlern das Arbeiten, wenn das Mainboard noch nicht im Gehäuse sitzt. Entsprechende LEDs geben zudem über den Boot-Vorgang Aufschluss, eine Art Debug-LED ist auch integriert. Zudem sehen wir einen Onboard-Speaker und den CMOS-Jumper an guter Position, die Gehäuseanschlüsse hätte man noch ein wenig besser beschriften können.

Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Das Sound-Modul ist wieder etwas gewöhnungsbedürftig :

Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Karajan Sound nennt DFI das Modul samt Realtek ALC880-Chip - es wird auf das Board gesteckt, aber hierbei entstehen in einigen ATX-Gehäusen die bekannten Probleme mit der Bauhöhe des Moduls. Wie es qualitativ um den 8-Kanal-Audio-Chip steht, begutachten wir später innerhalb der Rightmark-Tests.

Kommen wir nun zum Bios des Boards :


Das BIOS:

Wie immer widmen wir uns zuerst visuell dem BIOS, das heißt, wir schießen einige Screenshots, um den Aufbau und die einzelnen Funktionen des Menüs zu veranschaulichen :

Im Folgenden halten wir die wichtigsten Bios-Funktionen und Besonderheiten fest :

Das Bios hat noch keinere Mängel - beispielsweise würden wir uns noch eine Einstellungsmöglichkeit für die Lüftersteuerung wünschen, zudem finden wir es noch wichtig, dass DFI den B1-Fix ins Bios implementiert, um die PCI-Expresss x16-Performance ansteigen zu lassen, denn das Board ist in Benchmarks wie SpecViewPerf und Aquamark auch noch hinten dran. Gut ist hingegen bereits der Rest des Bios - beispielsweise die Speichereinstellungen und die Abschaltung der Onboard-Geräte. Weitere Mängel oder Auffälligkeiten besitzt das Board nicht und wir sind uns sicher, dass DFI hier in einer der nächsten Bios-Revisionen noch unsere Verbesserungswünsche einbauen wird.

Die Stabilität :

Auch hier wieder unser Blick auf die Stabilität, wobei natürlich dasselbe gilt, was wir auch schon bei dem Albatron "Mars" PX915G Pro angemerkt haben. Hier ein Blick auf die Stabilitäts-Checkliste :

Zunächst also keinerlei Probleme mit dem Mainboard.

Bezüglich der Speicherkompatibilität haben wir folgende Module testen können :

Oben sieht man die Tests der DDR-Speicherriegel (zwei Slots) und unten die Tests der DDR2-Speichermodule (2 Slots)

Eine weiße Weste holte sich das erste DDR2/DDR-Misch-Mainboard in diesem Test - allerdings ist dies auch kein Wunder, weil sämtliche Module im Test noch JEDEC-Standards entsprechen und somit keine Probleme aufgrund schneller Timings oder Ähnlichem zu befürchten waren. Im DDR-Modus lief das Board ebenso problemlos - selbst mit schnellen Einstellungen der Corsair-Module.

Probleme hatten wir hingegen mit der Installation des Boards - hier zickte Windows XP mit Service Pack 1 gewaltig, wir mussten zwigend Service Pack 1a verwenden, um das Board überhaupt zum Installieren bewegen zu können. Wir nehmen an, das die Abschaltung von AHCI im Bios noch nicht zuverlässig mit unserer Bios-Version funktionierte, denn der typische PCI.sys-Fehler lässtdarauf schließen.

Auf der nächsten Seite kommen wir nun schließlich zum Overclocking.


Auch hier schauen wir natürlich erst einmal wieder auf die Features im Bios :

Hier die Overclocking-Optionen in der Übersicht :

DFI bietet hier Ordentliches - und wir haben auch viel erwartet, denn man sah in unseren News schon einige Übertaktungsergebnisse mit dem Mainboard, die einen zum Staunen gebracht haben. Die Flexibilität beim FSB ist in Ordnung, ob der PCI-Express-Takt tatsächlich "fix" gehalten werden kann, ist bislang noch unklar, zumindest findet sich aber eine derartige Option im Bios. Die CPU-Spannung ist mit 1.95V für eine 90nm-CPU eindeutig zu hoch einstellbar, hier sollte man wirklich nicht zu viel auf die empfindlichen Transistoren leiten. Die VDimm-Spannung ist sehr flexibel und auch die Northbridge-Spannung kann dazu beihelfen, dass man ein gutes Overclocking-Ergebnis erreicht.

Kommen wir nun zum Praxistest :

Immerhin knapp 217 Mhz erreichten wir in unseren Tests - von den großen Übertaktungsergebnissen konnten wir also noch nichts sehen, aber eventuell kann DFI hier in einer der nächsten Bios-Versionen noch nachlegen. Hier scheint einmal wieder der PCI-Express-Takt zu limitieren, wobei das Limit hier klar beim Board lag. Mit einer entsprechenden internen Absenkung des PCI-Express-Taktes wäre sicherlich mit der nächsten Bios-Version ein besserer Übertaktungserfolg möglich.


Auch ein Mainboard mit der Möglichkeit, sowohl DDR wie auch DDR2 einzusetzen, schickte uns Gigabyte. Das i915P-Mainboard unterstützt dabei wie das DFI-Board entweder zwei DDR2- oder zwei DDR-Module und besitzt auch sonst einige Ähnlichkeiten in der Ausstattung. Das blaue Board besitzt Gigabyte-typisch das Dual-Bios, wie man im unteren Foto erkennen kann, aber auch ein paar andere typische Gigabyte-Features. Prädestiniert ist das Board für den Netzwerkeinsatz, weil Gigabyte zwei PCI-Express Gigabit-Ethernet-Chips aufgelötet hat. Allerdings ist es ebenso gut ausgestattet wie viele andere High-End-Boards und kann somit als Allround-Plattform betrachtet werden - USB, Firewire, Serial ATA, ATA/133-Raid, Sound, LAN - alles ist vorhanden auf dem 8I915P Duo Pro :

Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Auch hier gehen wir zunächst auf die Features in einer kurzen Übersicht ein.

Die Besonderheiten zeigen sich schon hier - zwei Gigabit Ethernet Controller, beide über PCI-Express angeschlossen, versprechen beste Netzwerk-Performance des Boards. Des Weiteren ist alles vorhanden, was man für einen High-End-PC benötigt : Ein qualitativ hochwertiger C-Media Onboard-Sound, Firewire, USB 2.0, ein ATA/133-Raidcontroller und die vier in der ICH6R steckenden Serial ATA Raid Ports. Gute Overclocking-Funktionen besitzt das Board ebenso wie die Möglichkeit, selbst bei DDR einen 3:4er Teiler zu verwenden - und somit DDR mit 533 MHz laufen zu lassen.

Natürlich werfen wir auch einen Blick auf den Lieferumfang des Boards :

Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Im Detail finden wir in der Box des Boards folgende Komponenten :

Dank der Onboard-Geräte ist natürlich auch im Lieferumfang etwas mehr drin - die Ausstattung an Kabeln ist sicherlich ausreichend für den Start, mehr muss man als Hersteller nicht beilegen, zwei ATA/133-Kabel und zwei Serial ATA-Kabel sollten heutzutage Standard sein. Sehr schön ist die Möglichkeit, alle vier USB 2.0-Ports nutzen zu können, denn Gigabyte verbaut vier USB 2.0-Ports auf der ATX-Blende, die restlichen Ports kann der Endkunde über die beiliegenden Slotblenden nachrüsten. Die Firewire-Anschlüsse sind nur über Slotblenden zugänglich, die eine USB 2.0/Firewireblende wird man also sowieso verwenden müssen.

Alle Sound-Anschlüsse sind auf der ATX-Blende vorhanden, ebenso noch zwei RJ45 für die Gigabit Ethernet Controller sowie ein Com-Port, ein paralleler Port und die PS/2-Ports :

Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Auf den nächsten Seiten werfen wir wieder einen detaillierteren Blick auf das blaue Mainboard :


Auch in diesem Handbuch suchen wir vergeblich nach einer INT Request-Tabelle - somit kann man bei Problemfällen wieder nur selber mit Ausprobieren eine Lösung erreichen. Problematisch könnte sich hier aber nur der TI-Firewire-Controller und der ATA/133-Controller verhalten, da der Rest über PCI-Express angebunden ist oder direkt an der Southbridge angekoppelt ist, ohne den PCI-Bus zu nutzen - deshalb sind eigentlich keine Probleme zu erwarten.

Beginnen wir mit unserem Rundumblick über das Mainboard wieder bei den DDR/DDR2-Slots. Gigabyte hat diese auch farblich hervorgehoben, damit man nicht DDR2- und DDR1-Module mixt - dies ist nämlich nicht möglich. Eingesetzt werden können zwei DDR oder zwei DDR2-Module, offiziell mit maximal 400 MHz (DDR) oder 533 MHz (DDR2). Gigabyte bietet aber die Option im Bios, auch DDR mit 533 MHz zu betreiben, was wir natürlich auch ausprobierten - und was in unserem Fall mit entsprechend schnellem Speicher auch funktionierte. Mehr dazu im Stabilitäts-Teil des Testberichtes.

Bis zu 2 GB RAM sind möglich - mit jeweils 1 GB-Modulen pro Kanal. Die Anordnung des übrig gebliebenen ATA/133-Ports gefällt uns ebenso wie die Anordnung des 24pin-EPS-Anschlusses, in den auch ATX-Netzteile gesteckt werden können. Ein EPS-Netzteil ist also nicht unbedingt von Nöten.

Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Problematisch ist an dieser Stelle nur der Einbau von RAM mit eingesetzter Grafikkarte - die x16-Karte muss vorher ausgebaut werden, ansonsten kommt man an die Dimm-Slots nicht heran.

Schauen wir auf den Sockel, so sehen wir die typische VRM10.0 / FMB2.0-Sannungsversorgung, die wir schon auf allen Sockel 775-Mainboards vorgefunden haben. 12 MOSFETs versorgen das Board mit der richtigen Spannung, der 12V AUX-Anschluss sitzt direkt neben der ATX-Blende ganz oben am Board. Der Kühlkörper der Northbridge ist passiv ausgeführt - eine aktive Belüftung halten wir für unsinnig, auch wenn die i915P-Northbridge recht warm wird. Zwei FAN-Header findet man in dieser Region - einmal der 4pin-Header des CPUs und ein kleiner 2-Pin-Header für den Northbridge-Lüfter. Dies liegt daran, dass Gigabyte einen entsprechenden Clip-On-Fan anbietet, den man auf die Northbridge drücken kann. Das nachfolgend besprochene 8ANXP-D besitzt diesen Lüfter, hier ist er aber nicht mit im Lieferumfang vorhanden.

Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Neben zwei PCI-Express x1 Ports existieren auf dem Board auch noch der x16-Slot und drei PCI-Slots. Zwei PCI-Express x1-Lanes sind direkt intern verwendet worden für die Gigabit Ethernet-Ports - Gigabyte nutzt also alle in der ICH6R verfügbaren PCI-Express-Ports. In der Mitte zwischen den PCI-Ports und dem x16-Slot sieht man bereits die beiden Bios-Chips des Boards - diese sind zwar fest verlötet, aber aufgrund des Gigabyte Dual Bios besteht hier nicht die Gefahr, dass das Bios nach einem fehlerhaften Flash-Vorgang defekt ist. Sollte dies vorkommen, wird das Bios aus dem Ersatz-Chip wieder auf den defekten Bios-Chip kopiert und er ist wieder einsatzbereit. Die CMOS-Batterie sitzt direkt neben den Bios-Chips und kann so - falls notwendig - einfach ausgetauscht werden. An der unteren Mainboardseite sollten sich weitere Ports befinden - die Silkscreens für zwei weitere Com-Ports befinden sich hier, sind aber nicht verlötet. Der IEEE1394-Header für den Firewire-Port befindet sich ebenso an dieser unteren Position des Mainboards.

Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Auch die Southbridge wird passiv gekühlt - diese hat dies auch nötig, denn sie wird im Betrieb sehr warm aufgrund der x1-Ports. Rechts neben der Southbridge sieht man die vier Serial ATA-Ports, da Gigabyte die ICH6R verwendet, können diese auch im Raid-Modus verwendet werden. Ein Matrix Raid kann hier ebenso aufgebaut werden wie ein klassisches Raid 0 oder Raid 1. Die ATA/133-Ports daneben gehören dem VIA ATA/133-Raidcontroller, die Positionierung der Ports ist wieder einmal sehr gut gelöst. Unter dem VIA-Controller befinden sich neben den USB 2.0-Headern auch noch der Floppy-Port - diesen hätten wir gerne etwas höher gesehen in der Region des ICH6R-ATA/133-Controllers, aber man kann nicht alles haben.

Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Auch sieht man in diesem Bild noch den Sys-Fan, der dritte FAN-Header auf dem Mainboard.

Auf der nächsten Seite widmen wir uns den Onboard-Chips des Boards.


Der Texas Instruments-Controller ist ein typischer 400 MBit/s-Firewire-Controller. Die zwei von ihm gebotenen Ports können mittels der Slotblenden nach außen geführt werden, die an den weißen Headern unter dem Controller angeschlossen werden. Er ist über PCI angebunden und entspricht dem IEEE1394-Standard, ist also noch kein neuer 800 MBit-Chip, wie er beispielsweise auf dem nachfolgenden Gigabyte 8ANXP-D zu finden ist. Über ihn können Geräte wie externe Festplatten, Digital- und Videocams sowie andere Firewire-Geräte mit dem PC-System verbunden werden.

Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Der ITE-Chip im unteren Bild ist wieder der bekannte Super I/O-Chip, auch hier ist er natürlich verantwortlich für das Hardware-Monitoring und die Legacy-Schnittstellen. Interessanter und moderner ist da der C-Media CMI9880, der vom neuen HD-Audio des Intel-Chipsatzes Gebrauch macht. Der 8-Kanal-Chip konnte in einigen Tests von uns sehr gut abschneiden, wie es qualitativ auf diesem Mainboard aussieht, schauen wir später innerhalb der Rightmark-Benchmarks.

Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Links im oberen Bild sieht man den ersten Broadcom-Controller, unten im nächsten Bild den zweiten Broadcom BCM5751KFB. Die beiden Chips sind die aktuell schnellsten Modelle von Broadcom, sie sind über PCI-Express x1 angebunden und können somit mit voller Performance arbeiten. Im Voll-Duplex-Modus übertragen die Gigabit-Ethernet-Controller 250 MB/s, diese Bandbreite ist nur mit PCI-Express zu erreichen. Auf einen über PCI angebundenen Controller verzichtet Gigabyte zu unserer Freude.

Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Schlussendlich befindet sich auf dem Board noch der auf der Vorseite angesprochene VIA VT6410-Controller, der über PCI angebunden ist und zwei weitere ATA/133-Kanäle auf das Board bringt. Dies ist durchaus sinnvoll, da Intel in die ICH6R nur noch einen einzelnen Controller integriert hat und somit nur zwei ATA/133-Geräte angeschlossen werden können. Zusätzlich hat man hier die Möglichkeit, ATA/133-Geräte in einem Raid 0, 1 oder 0+1 zu kombinieren. Die Bandbreite ist natürlich vom PCI-Bus limitiert, aber bei ATA/133-Festplatten ist dieses Limit nur mit vier Festplatten realistisch erreichbar.

Auf der nächsten Seite werfen wir einen Blick auf das Bios des Boards :


Das BIOS:

Wie immer widmen wir uns zuerst visuell dem BIOS, das heißt, wir schießen einige Screenshots, um den Aufbau und die einzelnen Funktionen des Menüs zu veranschaulichen :

Im Folgenden halten wir die wichtigsten Bios-Funktionen und Besonderheiten fest :

Bei Gigabyte muss man im Bios erst "Strg+F1" drücken, um an die wirklich "gefährlichen" Einstellungen heranzukommen - sonst lässtsich das Bios zwar vollständig konfigurieren, aber nicht wirklich tweaken. Die Speichereinstellungen sind etwas umfangreicher als bei der Konkurrenz - das gefällt uns gut, ebenso wie die Implementierung des B1-Fixes im Bios, denn die Performance ist in den fragwürdigen Benchmarks sehr gut. Geschafft hat man dies in der ersten Bios-Version, die wir hier verwenden - und hier sind ebenfalls bereits alle anderen notwendigen Optionen enthalten. Verbessern kann man vielleicht noch ein wenig am Hardwaremonitoring, sofern der Super I/O dies zulässt. Gut für den täglichen Berieb des Boards ist die aktuelle, erste Bios-Version aber schon allemal.

Die Stabilität :

Auch hier wieder unser Blick auf die Stabilität, wobei natürlich dieselben Anmerkungen gelten, die wir auch schon bei dem Albatron "Mars" PX915G Pro aufgelistet haben. Hier ein Blick auf die Stabilitäts-Checkliste :

Zunächst also keinerlei Probleme mit dem Mainboard.

Bezüglich der Speicherkompatibilität haben wir folgende Module testen können :

Oben sieht man die Tests der DDR-Speicherriegel (zwei Slots) und unten die Tests der DDR2-Speichermodule (2 Slots)

Auch hier gab es keine Probleme bei dem Board, sowohl mit DDR wie auch mit DDR2 liefen alle Module zufriedenstellend.

Interessant war jedoch, dass bei diesem Mainboard auch DDR533 möglich war - mit zwei GeIL DDR533-Speichermodulen mit jeweils 512 MB testeten wir diesen Betrieb natürlich auch und prüften mit Timings von 2,5-4-4-8, wie schnell die DDR-Module gegenüber DDR2-533 sind. CPUZ zeigte hier zwar weiterhin DDR400-Geschwindigkeit an, aber die Performance des Boards erhöhte sich deutlich mit der DDR533-Einstellung, so dass wir davon ausgehen, dass CPUZ diesen Teiler für DDR nicht erkennt.

In den Benchmarks finden sich deshalb Messungen für das Board mit DDR400, DDR533 und DDR2-533.

Auf der nächsten Seite kommen wir nun schließlich zum Overclocking.


Auch beim Gigabyte 8I915P Duo Pro werfen wir zunächst einen Blick auf die Einstellungsmöglichkeiten im Bios :

Hier die Overclocking-Optionen in der Übersicht :

Bei den gebotenen Einstellungsmöglichkeiten stellt sich einem natürlich die Frage, wo der bei anderen Boards zu findende PCI- und PCI-Express-Fix zu finden ist. Anzunehmen ist, dass Gigabyte diese Einstellungen automatisch vornimmt oder noch nicht in das F1-Bios implementiert hat. Dafür findet man gute Einstellungsmöglichkeiten beim FSB, der CPU-Spannung, ordentliche Einstellungen für den Speicher und auch eine Veränderung der PCI-Express-Spannung. Enthalten ist im Bios auch ein dynamisches Overclocking, allerdings ohne Angaben der tatsächlichen Übertaktungs-Prozentzahlen.

Kommen wir nun zum Praxistest :

Auch hier finden wir uns mal wieder bei den 215 Mhz ein, die darauf schließen lassen, dass auch hier der PCI-Express-Takt das Limit ist und das Board bei dieser Taktrate bereits dicht macht. Aber auch hier sollte man sich vielleicht noch die eine oder andere Bios-Version Zeit lassen, denn wir testeten schließlich mit der Version F1, der ersten Version, die Gigabyte freigegeben hat. Mit etwas Glück und Optimierung schafft man hier auch noch ein Fix für den PCI-Express-Takt im Bios unterzubringen.

Auf der nächsten Seite kommen wir zum Luxus-Board von Gigabyte, dem 8ANXP-D :


Das Luxus-Board in unserem zweiten Roundup ist das Gigabyte 8ANXP-D. Zwar ist auch am MSI 925X Neo Platinum einiges dran, aber das Gigabyte 8ANXP-D sticht schon eher in die Regionen eines ASUS P5AD2 Premium aus unserem ersten Roundup. Die Besonderheit dieses Boards liegt aber nicht nur in der wirklich bombastischen Ausstattung, sondern auch an der U-Plus DPS Spannungsversorgung und den sechs DDR2-Slots, die sich auf dem Mainboard befinden. Zudem hat sich Gigabyte auch für die Tweaker etwas ausgedacht - denn wer eine aktiv gekühlte Northbridge haben will, der kann diese mit einem mitgelieferten Lüfter einfach aufklippen - fertig ist die zwar etwas lärmende, aber kühlere Overclocking-Lösung für die Northbridge dieses Boards.

Das PCB ist wie beim Gigabyte 8I915P Pro Duo blau, aber das Alderwood i925X-Mainboard hat einiges mehr zu bieten :

Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Auch hier gehen wir zunächst auf die Features in einer kurzen Übersicht ein.

Statt zwei Gigabit Ethernet-PCI-Express-Controller wie bei dem 8I915P Duo Pro hat Gigabyte hier auf einen dritten PCI-Express-Port gesetzt und für das High-End-Board einen "alten" PCI-Slot eingespart. Es besteht hier also die Möglichkeit, eine PCI-Express-Karte mehr einzusetzen, dafür ist ein Gigabit Ethernet-Controller über PCI angebunden. Serial ATA-Geräte kann man auf diesem Board auch in Hülle und Fülle verwenden - insgesamt acht Ports stehen zur Verfügung, jeweils vier davon lassen sich in einem Raid 0, 1 oder 0+1 mit dem Silicon-Image oder ICH6R-Controller kombinieren. Letzterer unterstützt natürlich auch Matrix-Raid.

Wie beim ASUS P5AD2 Premium ist auch auf diesem Board ein IEEE1394b-Controller von Texas Instruments zu finden, der den neuen 800 MBit/s-Firewire-Standard unterstützt. USB 2.0 ist natürlich zudem auch enthalten, hinzu kommt ein 8-Kanal-Onboard-Sound, diesmal verwendet Gigabyte nicht den C-Media, sondern den Realtek ALC880.

Natürlich werfen wir auch einen Blick auf den Lieferumfang des Boards :

Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Auch hier darf man wieder eine lange Liste aufzählen, auch wenn diese nicht so bombastisch ist wie beim ASUS P5AD2 Premium :

Auch hier ist der Karton natürlich überfüllt - sogar so stark, dass das Board in zwei Kartons ausgeliefert wird. In Karton Nr. 2 befindet sich die IEEE802.11b/g-Wireless LAN-Karte und die Dual Power System-Karte, die mit weiteren fünf Phasen und passiv gekühlten MOSFETs eine ausgewogenere, leistungsfähigere Stromversorgung bieten soll. Enthalten ist hier weiterhin der Lüfter für die Northbridge sowie ein wenig Dokumentation.

Auch die Ausstattung an Kabeln ist mehr als ausreichend für den Start, auch hier finden wir zwei ATA/133-Kabel, aber vier Serial ATA-Kabel mit entsprechenden Stromadaptern. Auch hier können wir alle USB 2.0-Ports nutzen, im Endeffekt sogar neun, obwohl der Chipsatz nur acht unterstützt - denn vier befinden sich auf der ATX-Blende und fünf können über Steckleisten angebracht werden. Das Board unterstützt über einen Zusatz-Chip jedoch insgesamt 11 USB 2.0-Geräte - ein weiterer Controller bietet zusätzliche drei USB-Ports. Auf einer Slotblende befinden sich weiterhin die Anschlüsse für den 800MBit/s-Firewire-Controller.

Alle Sound-Anschlüsse sind auf der ATX-Blende vorhanden, ebenso noch zwei RJ45 für die Gigabit Ethernet Controller sowie ein Com-Port, ein paralleler Port und die PS/2-Ports :

Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Auf den nächsten Seiten werfen wir wieder einen detaillierteren Blick auf das blaue High-End-Mainboard :


Beginnen wir mit dem RAM - denn Gigabyte ist einer der wenigen Hersteller, die auf Mainboards jeweils drei Slots pro Channel verlöten. Mit dem 8ANXP-D setzt man diese Tradition fort - allerdings sind einige Besonderheiten bei der Bestückung der DDR2-Module zu beachten. Der Chipsatz unterstützt dabei nur vier Bänke je Kanal, also muss man darauf achten, dass diese vier Bänke nicht schon mit zwei Modulen erreicht werden. Intern müssen bei dem Einsatz von sechs Modulen somit mindestens vier Single-Sided und zwei Double-Sided-Module verwendet werden. Dies zeigt auch die Färbung der Module : In die roten Slots sollte man nur Single-Sided-Module setzen, wenn man den anderen roten Slot mitnutzen möchte.

Auch mit den sechs Slots kommt man maximal nur auf 4 GB, denn der Chipsatz unterstützt keine größere Speicheranzahl. Allerdings ist man flexibler beim Einsatz und man muss nicht auf teure 1 GB-Module setzen, sondern es reichen 512 MB-Module, um zumindest auf 3 GB RAM zu kommen. Eingesetzt werden können 1.8V 240pin DDR2-Module mit einer Taktung von 400 und 533 MHz.

Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Unten sieht man den EPS-Anschluss, der auch mit einem ATX-Netzteil betrieben werden kann, dann bleiben vier Pins frei. Direkt daneben befindet sich der FAN-Header für das Netzteil - hier könnte man also die Umdrehungszahlen der Lüfter im Netzteil überwachen. Die ATA/133- und Floppy-Ports links im Bild hätten wir uns lieber parallel zum Boardrand gewünscht, aber bei diesem vollgepackten PCB muss man derartige leichte Abstriche in Kauf nehmen.

Sehr schön : Trotz reichlicher Onboard-Features lassen sich DDR2-Module einbauen, wenn eine x16-Grafikkarte im Slot steckt.

Der Sockel 775 befindet sich wie bei allen Boards unter der Plastik-Abdeckung - ansonsten wirkt der Bereich um den Sockel bei Gigabyte sehr aufgeräumt. Es befinden sich 12 MOSFETs auf dem PCB, was einer dreiphasigen Spannungsversorgung nach Intel-Vorgaben (FMB2.0 / VRM10.0) entspricht. Allerdings ist es möglich, diese noch ein wenig "aufzumotzen", denn das U-Plus DPS-Modul bringt fünf weitere Phasen auf das Board mit 12 weiteren MOSFETs, die dann passiv gekühlt werden.

Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Die Northbridge des Boards ist standardmäßig passiv gekühlt - nur kann man bei Bedarf den beiliegenden Lüfter einfach aufklippen. Eine gute Idee, denn nicht selten beginnen die kleinen Northbridgefans nach einem Jahr zu nerven, wenn die Kugellager ausgeschlagen sind - dann lässter sich einfach ohne Probleme abnehmen. Der 12V-AUX-Anschluss ist im Bild oben nicht zu sehen, aber er befindet sich hinter der passiven Heatpipe des DPS.

Auch die Southbridge ist hier wieder unter einem passiven Kühlkörper versteckt. Die ATA/133- und Floppy-Ports hatten wir bereits angesprochen, direkt daneben befinden sich die vier Serial ATA-Raid-Ports der ICH6R, die Gigabyte hier verwendet. Die Ports können im Raid 0, 1 und 0+1 verwendet werden und auch im Matrix Raid angesprochen werden. Die CMOS-Batterie darunter gefällt von der Position her sehr, auch der CMOS-Jumper ist gut erreichbar. Direkt unter den Serial ATA-Ports befindet sich auch noch der nächste FAN-Header des Boards. Die Gehäuseanschlüsse sind farblich kodiert und können somit auch ohne Handbuch bestückt werden. Die gelben Ports an der Seite gehören zu den zusätzlich verfügbaren USB-Ports - zwei davon gehören zur Southbridge, einer zu dem zusätzlichen USB-Controller auf dem Board.

Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Im Bereich der PCI-Slots finden sich weitere Chips, auf die wir auf den nächsten Seiten noch eingehen. Gigabyte verbaut neben der x16-Schnittstelle drei x1-Slots, die vierte PCI-Express Lane wird für einen Gigabit Ethernet Controller genutzt. Im Bild sieht man auch die beiden PCI-Slots sowie die beiden Bios-Chips - auch hier setzt Gigabyte auf ein DualBios, so dass es kein Nachteil ist, dass die beiden Bios-Chips verlötet und nicht gesockelt verbaut wurden. Die beiden Firewire-Anschlüsse befinden sich unterhalb des letzten PCI-Slots. Der 2. Com-Port wurde zwar als Silkscreen ausgeführt, aber kein Port verlötet. Unten in der Ecke finden wir auch heraus, das wir die Revision 1.0 des Boards testen.

Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Schön wäre es gewesen, wenn aufgrund der massigen Onboard-Features im Handbuch eine INT-Request-Tabelle gewesen wäre, so muss man sich aber auf das Glück verlassen, wenn eine zickige PCI-Karte eingesetzt werden soll. In unserem Test gab es keine Probleme - soviel können wir schon einmal vorweg nehmen. Kommen wir nun also zu den Onboard-Geräten.


Der Silicon Image SATALink Sil3114 war schon auf vielen Mainboards präsent. Auch er kann vier Serial ATA-Geräte im Raid 0, 1 und 0+1 kombinieren, sie aber auch einzeln als JBOD-Device ansprechen. Allerdings ist im Gegensatz zur ICH6R seine Bandbreite auf den PCI-Bus limitiert, denn es ist ein PCI-Controller. Gigabyte zeigt im Handbuch den Controller zwar direkt in Anbindung an die Southbridge in einem Blockdiagramm, hier müssen wir jedoch korrigieren, dass der Controller natürlich über den PCI-Bus angeschlossen ist. Maximal kann man in einem Raid 0 hier also eine Performance von knapp 100 bis 110 MB/s erwarten, der Rest fällt dem Bustraffic auf dem PCI-Bus zum Opfer.

Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Onboard-Gerät Nr. 2 ist eher ein Mini-Chip - er befindet sich im unteren Bild neben den gelben USB-Headern, es handelt sich um den Cypress CY7C6564D. Der Cypress-Chip ist ein 3-Port USB 2.0-Controller - warum Gigabyte diesen zusätzlich zu den 8 USB 2.0-Ports auf das Board lötet, ist fragwürdig, denn 8 Ports sollten eigentlich vollkommen ausreichen. Somit hat das Board insgesamt 11 USB 2.0-Ports zur Vefügung.

Weiter oben im Bild sitzen die beiden Texas Instruments-Chips, die für die eigentlich drei verfügbaren Firewire-800-Anschlüsse verantwortlich sind. Der TSB82AA2 ist dabei der Controller, der TSB81BA3 der Transceiver, der die Anschlüsse bereitstellt. Auf der Slotblende findet man leider nur zwei Ports der drei möglichen wieder. Mit dem ASUS P5AD2 Premium ist das Gigabyte 8ANXP-D das einzige Board am Markt, welches bereits 800MBit-Firewire bietet.

Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Der ITE-Chip ist uns wieder bekannt - der Super I/O ist natürlich auch auf diesem Mainboard zu finden und sorgt auch hier für die Anschlüsse der seriellen und parallelen Ports, der PS/2-Ports sowie des Floppy-Controllers und des Hardwaremonitorings auf dem Mainboard.

Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Den Realtek ALC880 werden wir später noch einmal sehen in der Betrachtung des Onboard-Sounds im Rightmark-Benchmark. Natürlich hat Gigabyte auf ein derartiges Luxus-Board auch einen Luxus-Codec gebracht, der HD-Audio-Codec findet sich ja auf vielen Grandsdale- und Alderwood-Boards und bietet 8-Kanal-Surround-Sound sowie digitale Anschlüsse, die Gigabyte als SPDIF realisiert hat.

Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Auf der nächsten Seite geht es weiter mit Onboard-Features.


Der Broadcom-Chip ist uns auch schon bekannt - bei dem BCM5751KFB handelt es sich um den neuen 1000/100/10 MBit/s Gigabit Ethernet-Controller, der über PCI-Express angebunden ist. Vier Lanes besitzt die Southbridge, drei davon werden auf dem Gigabyte 8ANXP-D also als Ports verwirklicht, einer wird intern genutzt für diesen Controller. Damit ist natürlich die volle PCI-Express-Bandbreite für den Controller nutzbar und es ist auch hier möglich, 250 MB/s im Voll-Duplex-Modus zu übertragen.

Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Beim Marvell 88E8001-Chip ist dies zwar nicht möglich, da er über PCI angebunden ist, aber auch bei ihm handelt es sich um einen Gigabit Ethernet-Controller. Dieser ist hier zwar leicht ausgebremst, aber trotzdem in den meisten Netzwerken vollkommen ausreichend bezüglich der Performance. Im Heim-Bereich wird man den Unterschied mangels Gigabit Ethernet-Switch wahrscheinlich sowieso nicht merken. Im Bild sieht man ebenso den CPU-FAN-Header und den bereits einmal angesprochenen 12V-AUX-Anschluss. Drei FAN-Header besitzt das Board also insgesamt, zusätzlich der eine ebenfalls sichtbare Northbridge-FAN-Header.

Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Drei Features möchten wir noch ansprechen, auch wenn es sich nicht direkt um ein "Onboard-Feature" handelt, sondern um besondere Beigaben von Gigabyte. Zum einen geht es um die U-Plus DPS-Lösung, die das Board Schlussendlich auf eine achtphasige Spannungsversorgung aufmotzt. Im Vergleich zu den vormals verwendeten DPS-Lösungen ist diese U-Plus-Version nun passiv gekühlt. Auf den MOSFETs sitzt eine Heatpipe, die Hitze wird an den Fächern abgegeben, hier erwartet Gigabyte zudem einen recht guten Luftstrom aufgrund des CPU-Kühlers. Auf der U-Plus DPS befinden sich zudem vier LEDs, die den Belastungszustand der MOSFETs anzeigen.

Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Den zusätzlichen Northbridge-Lüfter haben wir schon erwähnt - wer möchte, kann ihn einfach auf die Northbridge aufschnallen :

Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Schussendlich fanden wir auf dem Board zwar einen 8-Kanal-Sound, Firewire-800, elf USB 2.0-Ports, 8 Serial ATA Raid Ports, zwei Gigabit LAN und vieles mehr, aber das scheint Gigabyte noch nicht zu reichen, also hat man auch noch eine IEEE802.11b/g-WLAN-Karte mit in den Lieferumfang gepackt. Diese Karte kann mit bis zu 54MBit/s Daten drahtlos übertragen und wird in einen PCI-Slot gesteckt.

Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Bei der Ausstattung kann man also durchaus mit dem ASUS P5AD2 Premium konkurrieren, auch wenn hier ein paar Kabel mehr im Lieferumfang waren - die beiden Boards nehmen sich in der Ausstattung schlussendlich wenig.

Werfen wir nun einen Blick ins Bios und auf die Stabilität des Boards.


Das BIOS:

Wie immer widmen wir uns zuerst visuell dem BIOS, das heißt, wir schießen einige Screenshots, um den Aufbau und die einzelnen Funktionen des Menüs zu veranschaulichen :

Im Folgenden halten wir die wichtigsten Bios-Funktionen und Besonderheiten fest :

Beginnen wir mit den Höhepunkten : Das Board-Bios ist eines der wenigen, die man schon als ziemlich "fertig" und vollständig betrachten könnte. So finden wir wieder die Freischaltung der besonderen Features durch STRG+F1, anschließend kann man auch die Speichertimings verstellen. Hier bietet Gigabyte etwas mehr als der Rest, hervorzuheben ist auch die Lüftersteuerung, wobei das Hardwaremonitoring noch um tatsächliche Werte erweitert werden sollte, denn aktuell bekommt man nur "OK" angezeigt, wenn sich die Spannungen im Bereich der normalen Range befinden.

Sehr schön ist auch die Lösung des PEG-Übertaktens bei diesem Board : Zwar hat sich Gigabyte anfangs über ASUS aufgeregt, man implementiert aber nun auch ein PEG-Overclocking, aber auf geschicktere Art und Weise. Es ist klar im Bios als Overclocking-Option integriert und ist im voreingestellten Setting mit "Auto" ausgeschaltet. Möchte der Endkunde es nutzen, so kann er zwischen Fast und Turbo wählen und es damit aktivieren. Somit ist an dieser Option nichts Verwerfliches mehr - man muß dem Mainboardhersteller aber immerhin als Tester soweit vertrauen, dass man als Hersteller nicht doch versucht mit einem marginalen Overclocking minimal bessere Performancewerte zu erhaschen.

Eine weitere Funktion ist das MIB2 Memory Tweaking, welches bei uns allerdings ohne große Auswirkungen in der Performance blieb. Der sonstige Eindruck des Bios : Sehr gut, nur noch Kleinigkeiten gibt es zu verbessern.

Die Stabilität :

Auch hier wieder unser Blick auf die Stabilität, wobei natürlich dieselben Anmerkungen gelten, die wir auch schon bei dem Albatron "Mars" PX915G Pro aufgelistet haben. Hier ein Blick auf die Stabilitäts-Checkliste :

Zunächst also keinerlei Probleme mit dem Mainboard.

Bezüglich der Speicherkompatibilität haben wir folgende Module testen können :

Generell liefen zunächst einmal alle Module mit dem Board - Probleme hatten wir allerdings mit schnellen Timings. Kein Modul konnte stabil mit 3-3-3-8 laufen, nur mit einer Spannungserhöhung von +0.1V konnten wir die Module schließlich stabil bei schnelleren Timings betreiben. Eventuell setzt Gigabyte die DDR2-Spannung etwas niedrig an und viele aktuelle Modelle schaffen schnelle Timings nur knapp bei 1.8V - schon sind die Probleme hausgemacht. Andere Hersteller geben gerne einmal per Default schon 0,05V mehr und gehen diesen Problemen dann aus dem Weg. Wer also Abstürze mit schnellen Timings verzeichnet, sollte mal mit der Dimm-Voltage herumprobieren, eventuell ist das Board dann schnell stabiler.

Natürlich blieb bei diesem Board eine besondere Aufgabe - nämlich der Betrieb mit sechs Speichermodulen. Glücklicherweise haben wir aus unseren DDR2-Tests vier Module, die Single-Sided organisiert sind, denn die unten dargestellte, schick aussehende Kombination aus sechs Corsair -Riegeln läuft auf dem Gigabyte 8ANXP-D nicht :

Der Grund liegt auf der Hand, denn die Module sind doppelseitig organisiert. Single-Sided-Module können hier nur verwendet werden bei einem vollen Ausbau, nur in die gelben Slots dürfen alternativ auch doppelseitige Module gesteckt werden. Mit 2x Infineon DDR2-533, 2x TwinMOS DDR2-533 und 2x Kingston DDR2-533 wurde schließlich ausprobiert, ob das Gigabyte mit 3 GB RAM zurechtkommt - und mit Erfolg :

CPUZ zeigt hier zwar die falsche Gesamtsumme an, das System arbeitet aber zufriedenstellend, stabil und ordnungsgemäß mit 3 GB. Dabei haben wir hier auch noch gemischte Speichertypen eingesetzt (unterschiedliche Hersteller, unterschiedliche Chips), was für das Board also auch keine Probleme darstellt - sehr gut !

Auf der nächsten Seite kommen wir nun schließlich zum Overclocking.


Auch hier schauen wir natürlich wieder auf die Leistung, die man aus dem Board mittels Overclocking herauskitzeln kann :

Hier die Overclocking-Optionen in der Übersicht :

So richtig bombastisch sehen die Features noch nicht aus - beispielsweise finden wir im Bios noch keine Einstellungsmöglichkeiten für den PCI-Takt und den PCI-Express-Takt, aber diese Einstellungen kann Gigabyte zum einen auch automatisch regeln, zum anderen sind wir auch immer noch der Meinung, dass der PCI-Express-Takt sich nicht fixieren lässt, sondern höchstens in einem niedrigeren Verhältnis zum FSB getaktet wird.

Von den Spannungen her sind wir zufrieden : 0,3V mehr für RAM und Grafik sollten ausreichen, 1.6V für den Prescott sind im Endeffekt auch über 0.2V mehr als Default und sollten bei den 90nm-Strukturen auch vollkommen ausreichen, um die CPU zu zerstören. Hier sollte man auf gute bis sehr gute Kühlung achten und nicht mehr als 1.5V versuchen, wenn einem die CPU ans Herz gewachsen ist. Weiterhin unterstützt das Board auch noch diverse Möglichkeiten für das automatische Übertakten, welches wir aber nicht ausprobiert haben.

Kommen wir nun zu den Ergebnissen :

Ein starkes Ergebnis - das Board konnten wir sogar noch ein wenig höher takten, bis 255 MHz bootete es, doch Windows wurde leicht instabil. Darüber hinaus blieb der Monitor schwarz, weshalb wir leider nicht prüfen konnten, ob Gigabyte einen Weg gefunden hat, auch über die 260 MHz Hürde Serial ATA stabil zu halten. Eventuell war aber auch genau dies der Grund, warum das Board nicht mehr bootete.

Anschließend probierten wir weiter und wollten natürlich sehen, was eine achtphasige Spannungsversorgung für Auswirkungen haben kann. Die erreichten 4.25 GHz der CPU kamen schließlich mit einem 17er Multiplikator zustande - das Gigabyte-Board eignet sich also hervorragend zum Übertakten, auch wenn unser Testsystem in dieser Übertaktung knapp 340 Watt unter Volllast verbrauchte...

Das nächste Board im Test ist das MSI 925X Neo Platinum.


MSI schickte uns nach dem für sehr gut befundenen 915P Neo Platinum noch das neue Alderwood-Board, das 925X Neo Platinum in einer Version mit WLAN (54G). Das MSI-Mainboard ist preislich etwas unter den Top-Boards von ASUS und Gigabyte angesiedelt, hat aber auch eine beachtliche Feature-Vielfalt und bringt auch einige Kilogramm im ausgelieferten Zustand aufgrund eines guten Lieferumfangs auf die Waage. Mit dabei sind natürlich zwei LAN-Anschlüsse, ein HD-Audio-Sound, Serial ATA- und ATA/133-Raid sowie andere kleine Rafinessen.

Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Auch hier gehen wir zunächst auf die Features in einer kurzen Übersicht ein.

MSI setzt hier auf eine Kombination von Features : Ein Gigabit LAN über PCI-Express ist vorhanden, zudem existiert ein 10/100MBit Intel-Controller über PCI. Des Weiteren finden wir einen Firewire-Controller und einen ATA/133-Raidcontroller, so dass man nicht auf den einen Intel-Controller angewiesen ist. Vier Serial ATA-Ports mit Raid-Fähigkeiten sind in der ICH6R untergekommen, ebenso finden wir hier USB 2.0. Ein Intel High-Definition Audio Codec darf natürlich auch nicht fehlen, hier setzt MSI wie beim i915P-Board auf einen C-Media CMI9880L. Ansonsten ist man beim Overclocking noch etwas eingeschränkt - hier werden zunächst nur 245 MHz angeboten, was sich mit neuen Bios-Versionen natürlich noch ändern kann.

Natürlich werfen wir auch einen Blick auf den Lieferumfang des Boards :

Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Auch hier platzt der Lieferumfang wieder aus allen Nähten - und auch hier finden wir wieder eine WLAN-Karte samt schicker Antenne im Lieferumfang :

MSI hat sich für die CPU-Installation etwas Besonderes ausgedacht - mit einem CPU-Clip möchte man ein falsches Einsetzen in den Sockel 775 verhindern und somit den Kunden vor einem bösen Erwachen nach dem Einsetzen des Prozessors verschonen. Allerdings ist in unseren Augen nicht das Einsetzen selber das Problem, sondern der Umgang mit dem Sockel an sich. Wir haben mittlerweile bei den 12 getesteten Boards einige dutzend Male die Prozessoren ausgewechselt und es ist nie etwas passiert - lässt man also Gründlichkeit walten und nimmt man sich genügend Zeit für die Installation der CPU und fasst diese wie auch den Sockel an wie ein rohes Ei, dann kann auch mit dem Einbau nichts schief gehen. Eine gute Idee ist der Clip von MSI jedoch allemal.

Der Lieferumfang an sich ist perfekt : Vier Serial ATA-Kabel samt Stromadapter, gerundete ATA/133-Kabel und gerundete Floppy-Kabel, hinzu kommen Slotblenden für USB und Firewire sowie DLED, das MSI-Überwachungs-LED-Feature.

Auf der ATX-Blende finden wir schlussendlich weitere Anschlüsse :

Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

PS/2, serieller Anschluss, paralleler Anschluss, ein Firewire zusätzlich zu den zwei auf der Slotblende, ein SPDIF, vier USB-Anschlüsse, zwei RJ45 für die LAN-Ports und die Sound-Anschlüsse samt optischem Anschluss finden wir auf der ATX-Blende. Insgesamt sind also sechs USB 2.0-Ports nutzbar.

Hinzu kommt noch die WLAN-Karte - auch hier setzt MSI wie Gigabyte und ASUS auf eine Dual-WLAN-Karte mit IEEE802.11b/g-Fähigkeiten. MSI hat im Gegensatz zu Gigabyte eine kleine Stummelantenne mitgeliefert, die man beliebig positionieren kann.

Auf der nächsten Seite werfen wir wie immer einen Blick auf das Layout des Boards :


Bei MSI im Handbuch finden wir endlich mal eine INT-Request Tabelle, jedoch ist diese unvollständig, da nur die PCI-Slots aufgelistet und keine Onboard-Geräte mit betrachtet werden. Für den Endkunden, der auf einen PCI-Slot ausweichen will, der sich nicht eine INT-Leitung mit einem anderen Onboard-Gerät teilt, hat die Auflistung also keine Aussage. Stattdessen gibt es auch hier einen deutschen Abschnitt im Handbuch.

Beim Speicher finden wir typisches für ein Alderwood-Board : DDR2, 533 MHz, vier Slots, jeweils zwei Kanäle, maximal 4 GB. Hier gibt es also nichts Besonderes zu berichten. Auch ansonsten setzt man bei MSI auf bewährtes, denn die Position des ATA/133-Ports und des Floppy-Ports sowie des EPS-Anschlusses gefällt aufgrund der einfachen Kabelverlegung durch diese Position. Oben sehen wir den Winbond-Super I/O, den MSI für die PS/2, seriellen, parallelen und den Floppy-Port benötigt. Direkt daneben der erste Schönheitsfehler - ein verlötetes Bios auf einem High-End-Mainboard finden wir nur wirklich empfehlenswert, wenn es sich um eine Dual-Bios-Version handelt. Da MSI zwar auch Sicherheitsfunktionen bei einem fehlerhaften Flash-Vorgang besitzt, aber ein doppeltes Netz nicht besitzt, sollte man hier bei einem Bios-Flash-Vorgang besonders vorsichtig vorgehen.

Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Schön : Auch hier können weitere Speichermodule eingesetzt werden, wenn eine x16-Grafikkarte im Slot eingebaut ist.

ActiveMOS ist die MSI-Technik, um die MOSFETs kühl zu halten. Alle MOSFETs im Bereich der ATX-Blende kühlt man mit passiven Aluminium-Kühlkörpern. Auch hier setzt man auf eine Standard-Spannungsversorgung, drei Phasen mit 12 MOSFETs sind auf dem Board zu finden. Der 12V AUX-Stecker ist im Hintergrund zu sehen. Die Northbridge ist passiv gekühlt, was natürlich auch bei diesem Board vollkommen ausreichend ist. Um den Sockel 775 ist genügend Platz für alle aktuellen Kühlkörper. In diesem oberen Bereich findet sich ein FAN-Header für die Northbridge (3pin) und ein 4pin-Header für die CPU.

Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Im unteren Bereich tummeln sich mal wieder die Anschlüsse. Die Gehäuse-Anschlüsse sind gut farblich hervorgehoben und können auch ohne Handbuch bestückt werden. Die Southbridge ist mal wieder passiv gekühlt, auch hier ist das durchaus sinnvoll. Weiterhin findet man die vier Serial ATA-Anschlüsse unterhalb der Southbridge, die sich auch hier wieder im Raid 0, 1 und 0+1 verbinden lassen - und Intels Matrix Raid Technology ist natürlich auch hier verwendbar. Der CMOS-Jumper befindet sich in unmittelbarer Nähe in guter Position, die CMOS-Batterie hingegen zwischen den PCI und dem x16-Slot zusammen mit dem CoreCell-Chip, aber auch an die Batterie kommt man mit eingebauten Karten noch halbwegs heran.

Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Weiter unten am Board findet man schließlich die Anschlüsse für die USB 2.0 und Firewire-Slotblenden. Die beiden ATA/133-Ports gehören zum VIA-Controller, den wir uns auf der nächsten Seite genauer ansehen.

Bei den Slots gibt es keine Besonderheiten : Drei PCI-Slots finden wir auf dem Mainboard, zwei PCI-Express-Ports werden weiterhin bereit gestellt. Da es nur einen PCI-Express Gigabit Ethernet-Controller gibt, vergeudet MSI im Endeffekt eine x1-Lane in der Southbridge. Hier kann man sich nun streiten, ob es aktuell vielleicht sinnvoller ist, drei x1-Slots und nur zwei PCI-Slots zu bieten oder es so zu machen, wie MSI es bei dem 925X getan hat - je nach Anforderungen der Endkunden wird es sicherlich aber mehr Kunden geben, die bereits vorhandene PCI-Karten weiter einsetzen wollen, demnach ist es durchaus verständlich, dass man hier noch auf einen x1 verzichtet hat. Eventuell hätte man ihn für einen zweiten Gigabit Ethernet nutzen können - aber so ist dieser nun mal auch über PCI angebunden. Die rote Färbung des dritten Ports hat dabei nichts Besonderes zu sagen, hier ist einfach nur eine optische Hervorhebung für die IEEE802.11b/g-Karte hinzugefügt worden, weil andere Hersteller es mit "WiFi-Slots" ebenso machen.

Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Auf der nächsten Seite gehen wir auf die reichhaltigen Onboard-Features des Boards ein.


Auch hier finden wir wieder den PCI-Express-Chip von Broadcom für Gigabit Ethernet. Die 10/100/1000MBit-Verbindung kann also auch hier in voller Bandbreite mit 250 MB/s im Voll-Duplex-Modus genutzt werden. Der Chip empfiehlt sich dabei für eine schnelle Verbindung mit einem entsprechenden Gigabit-Ethernet-Switch, denn...

Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

... MSI bietet mit einem zweiten Controller auch noch eine 10/100MBit-Vernetzung. Der Intel-Chip ist über PCI angebunden, erreicht aber mit 12,5 MB/s bzw. 25 MB/s im Voll-Duplex-Modus nicht die Performance, die kritisch für den Bus werden sollte. Mit dem Controller lässt sich dann am besten ein Netzwerk mit einer langsameren Verbindung aufsetzen - beispielsweise wäre es möglich, hier eine Breitbandverbindung herzustellen und "In-House" ein Gigabit Ethernet Netzwerk aufzubauen.

Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Den HD-Audio-Chip kennen wir auch schon vom MSI 915P Neo Platinum - auch hier finden wir den C-Media CMI9880L in der "Light"-Version. Wie sich der Codec qualitativ schlägt, werden wir ebenso zu einem späteren Zeitpunkt in den Rightmark-Benchmarks begutachten. Schön ist hingegen, dass MSI nicht nur einen SPDIF-Out neben den 8-Kanal-Analoganschlüssen auf die ATX-Blende gesetzt hat, sondern auch einen optischen Anschluss, so dass man beispielsweise einen MD-Player oder ein Boxensystem ohne Probleme optisch anschließen kann.

Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Im unteren Bild sieht man den VIA VT6410-Controller, den viele Hersteller jetzt verwenden, um dem Endkunden die Möglichkeit zu bieten, seine alten ATA/133-Festplatten auf den i925x- und i915P-Boards weiter zu nutzen. Der eine ATA/133-Controller, der noch in der ICH6R verblieben ist, reicht halt nicht jedem aus - allerdings sollte man beachten, dass der Controller über PCI angebunden ist. Für den Aufbau eines ATA/133-Raidsystems eignet er sich also nur bedingt, wenn man neue Festplatten kaufen muss - dann sollte man lieber gleich auf Serial ATA zurückgreifen. Die ICH6R hat diese Beschränkung über den PCI Bus mit 133 MB/s bei Serial-ATA-Festplatten nämlich nicht - hier kann man mit geeigneten Festplatten auch höhere Bandbreiten erreichen.

Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Praktisch : Auch Firewire ist neben USB 2.0 auf dem Board vorhanden, zwar keine Luxus-800MBit-Version wie auf dem Gigabyte- oder ASUS-Mainboard, aber zumindest die 400MBit-Variante, für die es immerhin auch schon in Hülle und Fülle Anwendungsmöglichkeiten gibt. Der VIA VT6306-Controller bietet drei Anschlüsse, die MSI über die ATX-Blende und eine Slotblende auch bereitstellt. Auch dieser Controller ist über PCI angebunden.

Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Soviel zu den Onboard-Komponenten - kommen wir nun zum Bios und zur Stabität des Boards.


Das BIOS:

Wie immer widmen wir uns zuerst visuell dem BIOS, das heißt, wir schießen einige Screenshots, um den Aufbau und die einzelnen Funktionen des Menüs zu veranschaulichen :

Im Folgenden halten wir die wichtigsten Bios-Funktionen und Besonderheiten fest :

Das MSI 925X Neo Platinum erhielten wir zunächst mit der Bios-Version 1.0, bei der es jedoch eine nicht repräsentative Performance aufgrund des B1-Fixes besaß. Wir stellten es deshalb zurück und warteten auf eine neue Bios-Version von MSI - allerdings kam hier zunächst nichts. Dann entdeckten wir allerdings auf der MSI-Webseite eine versteckte Bios-Version des Mainboards. Die Version 1.1 ist bereits downloadbar, wenn man den Link des aktuellen 1.0-Bios auf 1.1 umschreibt, aber noch nicht offiziell veröffentlicht. Nach dem Flashen des Boards stellten wir fest, dass der B1-Fix enthalten war und machten uns ans Benchmarken. Neben dem Kritikpunkt, dass das Board bereits mit 202.9 MHz antritt, stellten wir bei 3D-Benchmarks eine deutlich verbesserte Performance in einigen Benchmarks fest. Insgesamt ist die Performance durchaus mit dem des ASUS-Boards mit automatischer PEG-Übertaktung ähnlich.

Wir nehmen deshalb an, dass MSI ein derartiges Feature eingebaut hat - aktuell ist es aber noch nicht abschaltbar. Wir hatten nun also die Wahl, ob wir das Board mit fehlendem B1-Fix oder PEG-Übertaktung ins Rennen schicken sollen - wählten aber die PEG-Link-Übertaktung, um dies auch im Vergleich zum ASUS-Board zu visualisieren. Wir hoffen, dass MSI bis zur Final-Version des Bios diese Funktion noch als Wahlmöglichkeit im Bios unterbringt.

Weiterhin fehlt bei der Version 1.1 des Bios noch eine Abschaltung für den LAN und Sound (diese Option funktioniert noch nicht), zudem sind die Hardwaremonitoring-Fähigkeiten noch etwas dünn. Aus diesem Grund hat hier MSI noch etwas Arbeit vor sich.

Die Stabilität :

Auch hier wieder unser Blick auf die Stabilität, wobei natürlich dieselben Anmerkungen gelten, die wir auch schon bei dem Albatron "Mars" PX915G Pro aufgelistet haben. Hier ein Blick auf die Stabilitäts-Checkliste :

Zunächst also keinerlei Probleme mit dem Mainboard.

Bezüglich der Speicherkompatibilität haben wir folgende Module testen können :

Stabilitätsprobleme gab es mit dem Board keine - jegliche Funktionen liefen ohne Problem und auch unsere umfangreichen DDR2-Tests ließen das Board recht kalt. Jedes Modul funktionierte und auch die SPD-Erkennung lief ordentlich.

Auf der nächsten Seite kommen wir nun schließlich zum Overclocking.


Natürlich sind wir auch hier gespannt auf die Möglichkeiten, die das Board mitbringt, um das System bis an die Grenzen der Belastbarkeit zu führen :


Hier die Overclocking-Optionen in der Übersicht :

Viel ist auch hier noch nicht enthalten - so kann man aktuell den FSB nur bis 245 MHz anheben, was im Vergleich natürlich relativ wenig ist. Wir nehmen aber an, dass MSI noch keine besonderen Tricks fürs Overclocking ins Bios integriert hat und sich erst einmal auf den B1-Fix und das PEG-Overclocking konzentriert hat und hier noch Features nachkommen, wenn die Zeit für derartige Optionen reif ist. Deshalb findet sich auch keine Wahlmöglichkeit für den PCI- oder PCI-Express-Takt und wir sehen nur eine mäßige Justierungsmöglichkeit für die CPU-Spannung. Recht gut und umfangreich lassen sich die PCI-Express-Spannung und die Dimm-Spannung einstellen - fast schon zu hoch sind hier die Auswahlmöglichkeiten.

Leider zeigte sich das Board in unseren Tests auch wirklich sehr zickig - schon bei 210 MHz bootete es leider nicht mehr. Ob dies nun an dem frühen Bios lag oder an anderen Gründen, konnten wir nicht erfahren, werden das Board aber natürlich schon aufgrund der PEG-Link-Overclocking Problematik und den festgestellten Bios-Problemchen auch in Bezug auf das Overclocking im Blick behalten und nachtesten.


Bevor wir zu den Benchmarks schreiten, müssen wir noch ein paar Dinge erwähnen, die für die Tests protokolliert werden sollen. Mit dem Sockel 775 musste natürlich auch aufgrund der PCI-Express-Grafikkarte ein neues Testsystem her. Wir verwenden hierfür einen Pentium 4 520, also einen Pentium 4 mit 2.8 Ghz, da wir mehrere Testsysteme aufbauen möchten und diese CPU zum einen günstig ist, zum anderen sich aber auch für das Overclocking sehr gut eignet. In unserem Forum haben wir vom "neuen Overclocking-King" schon berichtet, denn der erste von uns aus dem Handel erworbene Pentium 4 520 schaffte ohne Spannungsveränderung eine Übertaktung von 2.8 auf 3.7 Ghz bzw. 3.9 GHz mit dem Intel Boxed-Heatsink, wobei wir hier ziemlich sicher sind, dass eher jeweils das Board das Limit beschrieb. Für die Tests hier in diesem Roundup verwendeten wir zusätzlich noch einen Pentium 4 560 "ES" ohne Multiplikator, um der Overclocking-Sperre auf den Zahn zu fühlen.

Als Grafikkarte setzen wir eine MSI Radeon X600XT mit 128 MB ein - zwar nicht das Top-Modell, aber ausreichend schnell, um Mainboards zu testen und auch ein paar neuere Spiele mit in den Vergleich aufzunehmen, ohne sofort eine Grafikkartenlimitierung zu erhalten. Gegenüber der GeForce 4 MX440 aus unseren bisherigen Tests ein grandioser Leistungssprung. Als Speicher setzen wir Corsair Twin2X-1024-Module ein, hier setzen wir auf die 533 MHz-Version, die zwar mit CL4-Settings programmiert ist, aber auch ohne Probleme mit CL3 läuft. Eingesetzt werden zwei Module mit 512 MB. Eine Serial ATA-Festplatte ist natürlich Pflicht, weiterhin ein DVD-ROM-Laufwerk.

Durch Klick auf die Bilder gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Als Betriebssystem setzen wir auf Windows XP Professional mit Service Pack 1A. Als Treiber werden die neusten Intel Inf-Treiber (6.0.1.1002) verwendet, die ATI-Catalyst 4.7 für die Grafikkarte und schließlich DirectX9b.

Hier das komplette Testsystem in der Übersicht :

Hardware :

Software :

Wie immer werfen wir auch einen Blick auf den FSB. Laut Intel-Spezifikation müsste die CPU genau mit 200.00 MHz betrieben werden, in der Vergangenheit hatten wir allerdings immer mal wieder Ausreißer. In unserem letzten Test betraf dies ASUS - denn dort versuchte man sich mit 202.2 MHz einen kleinen Vorteil zu erhaschen. Vorbildlich in diesem letzten Review waren eigentlich nur Intel und MSI sowie Abit mit dem AG8. Nach einer Korrektur über das Bios lief auch das AA8 DuraMax innerhalb der Spezifikation, nur der Shuttle XPC war mit 201.00 MHz noch etwas über der Spezifikation.

Während wir beim Abit AA8 DuraMax den FSB auf genau 200.00 MHz per Hand einstellen konnten (siehe unten), fanden wir es besonders verwerflich, dass es nicht möglich war, den FSB bei ASUS zu korrigieren. Egal mit welcher Einstellung, es war nicht möglich, den FSB auf 200.00 MHz oder einen nahekommenden Wert zu justieren. Schaltet man unter 200 MHz, so ist nur noch DDR2-400 verfügbar, was wir natürlich für unseren Test genauso wenig gebrauchen konnten. Auf die Anfrage an ASUS, ob wir eine neue Bios-Version erhalten könnten, die den FSB auf 200.00 MHz fix einstellt, sagte man uns, dass dies nicht möglich sei : Der FSB wäre in Hardware festgelegt, die 202 MHz würden nicht am Bios liegen und könnten somit nicht verändert werden. außerdem würden andere Hersteller hier noch mehr auf das Brikett legen, weshalb man vorschlug, doch alle Boards mit 202 MHz zu testen.

Da wir natürlich nicht nur einmal ein Board testen wollten, sondern dies der Beginn einer neuen Testreihe wie bei den Canterwood- und Springdale-Motherboards sein soll und wir wieder erwarten, in dem nächsten Jahr knapp 20 bis 30 Motherboards zu testen, müssen wir uns nun eine Regelung einfallen lassen :

Für die hier getesteten Mainboards ergaben sich folgende Messungen beim FSB :

Albatron Mars PX915G Pro :

DFI Lanparty UT 915P-T12 :

Gigabyte 8I915P Pro Duo :

Gigabyte 8ANXP-D :

MSI 925X Neo Platinum :

Gigabyte liegt hier wie Shuttle etwas über dem Soll, MSI schießt allerdings den Vogel mit 202.9 MHz ab - mehr FSB hatte bislang keines der 12 getesteten Mainboards. Ärgerlich ist auch die Tatsache, dass man das Board nicht manuell hinunter justieren kann. Somit schrammt das Board knapp an einer Disqualifikation vorbei, allerdings sollte man im Blick behalten, dass das Board nicht nur so schnell ist, weil MSI gut gearbeitet hat - sondern auch, weil der FSB 1,5% über dem Soll liegt und MSI PEG Link Overclocking integriert hat.

Nun kommen wir endlich zu den Benchmarks - bevor es jedoch an die Leistungswerte geht, noch die Qualitäts-Messungen von Rightmark :


Rightmark verwenden wir schon einige Zeit für Mainboard-Tests, richtig professionell haben wir den Benchmark allerdings erst bei dem Soundkarten-Roundup mit 6 Soundkarten verwendet, da wir dort die Signale mit einer hochwertigen Creative Professional E-muss1820 generiert und aufgenommen haben. Das ist bei den Mainboard-Reviews leider nicht möglich, hier verwenden wir einfach ein Loop-Through-Kabel. Der Effekt : Man kann nicht 100%ig sicher gehen, wenn ein Onboard-Sound qualitativ schlechte Werte hat, ob dies aufgrund des Eingangs des Sounds oder des Ausgangs der Fall ist. Die meisten Ausgänge sind noch akzeptabel und von guter Qualität, einige Eingänge haben allerdings Mängel. Im Endeffekt ist das Urteil dann natürlich auch mit einem schlechten Eingang negativ - aber differenzieren können wir leider nicht.

Anders ist dies natürlich wenn ein Sound qualitativ gute Werte auch für den Eingang besitzt. Interessant wird dies vor allen Dingen aufgrund der Jack-Retasking-Funktion für die HD-Audio-Mainboards, denn hier müssen theoretisch alle Ein- und Ausgänge von hoher Qualität sein, weil diese durch Jack-Retasking frei vergeben werden können. Vielleicht geben sich aus diesem Grund die Hersteller jetzt auch mehr Mühe bei den Sound-Eingängen.

Beginnen wir mit unseren Tests :

Albatron "Mars" PX915G Pro (Realtek ALC880):

Das genaue Ergebnis sieht man in dieser Datei.

Mit einem sehr guten Ergebnis beginnen wir hier - zwar hatten wir schon Boards mit einer oder zwei besseren Teilwertungen, aber das Albatron-Board leistet sich keinen Patzer und ist in allen Teil-Tests mit guten Werten dabei. Vor allen Dingen der Stereo-Crosstalk-Wert ist sehr gut - insgesamt liegt man mit dem neuen Realtek ALC880 also richtig und wir finden somit einen sehr guten Onboard-Sound auf dem Albatron-Board.

DFI Lanparty UT 915P-T12 (Realtek ALC880):

Das genaue Ergebnis sieht man in dieser Datei.

Zwar leicht niedrigere Werte in einigen Teiltests als das Albatron, dafür immer noch dieselben Grundnoten, die vom Rightmark verteilt werden. Besser sieht es bei dem THD-Wert aus, hier erreicht man sogar sehr gute Werte. Der "Karajan"-Sound von DFI ist als Modul also empfehlenswert, bringt im Vergleich aber keine Vorteile bei der Qualität. Trotzdem ist es ein sehr guter und brauchbarer Onboard-Sound, den wir auf diesem Lanparty-Mainboard vorfinden.

Gigabyte 8I915P Duo Pro (C-Media CMI9880L):

Das genaue Ergebnis sieht man in dieser Datei.

Im Vergleich zu den Rightmark-Tests bei den Realtek-Codecs ist dieser Chip nun eher schlechter weggekommen. Allerdings hatten wir im letzten Roundup auch schon einmal bessere Werte bei dem CMI9880-Codec - es kann also sein, dass Gigabyte entweder Probleme mit der Abschirmung der Sound-Anschlüsse hat oder nun gerade der Sound-Eingang eine nicht ganz so tolle Qualität hat. Das wirkt sich, wie wir oben beschrieben haben, auf die Gesamtwertung aus, obwohl es beim Abspielen von Dateien natürlich nicht ins Gewicht fällt. Insgesamt hätte man sich von einem HD-Codec hier aber sicherlich mehr versprochen.

Gigabyte 8ANXP-D (Realtek ALC880):

Das genaue Ergebnis sieht man in dieser Datei.

Auch hier sehen wir wieder ein astreines Ergebnis - das Gigabyte 8ANXP-D hat einen hervorragenden Onboard-Sound, den besten in diesem 2. Roundup. Mit einem sehr guten THD-Wert und einem exzellenten Stereo-Crosstalk-Wert liegt es hervorragend im Rennen, auch die restlichen Werte sind sehr gut. Auch hier muß man also nicht unbedingt zu einer Soundkarte greifen, wenn man nicht deren spezielle Funktionen benötigt.

MSI 925X Neo Platinum (C-Media CMI9880L):

Das genaue Ergebnis sieht man in dieser Datei.

Auch der C-Media-Sound liefert hervorragende Werte - zwar kann das MSI-Mainboard in dem Frequency Response-Bereich nur mäßige Werte erreichen, der Rauschabstand, der THD-Wert und der Stereo-Crosstalk-Wert sind jedoch wieder hervorragend. Insgesamt ist also auch dieser Sound mehr als empfehlenswert - aber hat noch leichte Treiberprobleme, weshalb wir nur mit dem neuesten C-Media-Treiber tatsächlich zufrieden waren.

In den letzten Tests hatten das ASUS P5AD2 Premium, das Abit AG8 und das Intel D915GUX bereits sehr gute Onboard-Sound-Lösungen, das DFI Lanparty 915P-T12, das Gigabyte 8ANXP-D, das MSI 925X Neo Platinum und das Albatron Mars PX915G Pro reihen sich hier in die Kategorie "sehr gut" mit ein. Es ist bei diesen Boards nicht mehr unbedingt notwendig auf eine Soundkarte zu setzen, allerdings haben viele Soundcodecs natürlich den Nachteil, dass sie das System belasten. Aufgrund der frühen Treiber macht es aber noch keinen Sinn, hierauf genauer zu schauen. Wir hoffen, dass sich der Trend fortschreibt und sich die Onboard-Soundlösungen weiter verbessern. Dann braucht man nur noch zu einer Soundkarte greifen, wenn man wirklich ein audiophiles System benötigt oder sich der Musik in sonstiger Weise besonders erfreut.

Kommen wir nun zu den "richtigen" Benchmarks, zum Leistungsvergleich.


Sisoft Sandra CPU Drystone ALU (Sisoftware)

Sisoft Sandra ist ein synthetischer Benchmark und aufgrund seiner leichten Anwendung und dem kompakten Download-Umfang ein recht beliebtes Tool zum Vergleich des PCs. Für Mainboard-Reviews wird dieser Benchmark oft verwendet, doch zeigt er dabei nur die genaue CPU-Frequenz in der Leistungsbeurteilung wieder - dort ist er also nur ein abschreckendes Beispiel. Recht sinnig ist er jedoch hier einsetzbar, auch wenn die Performance-Bewertung nichts mit der realen Performance eines CPUs zu tun hat, sondern eher einen Trend aufzeigt, denn die Berechnungen, die Sisoft Sandra anstellt, sind wirklich rudimentär.

Zunächst wollen wir die CPU-Benchmarks kurz ansehen :

Sisoft Sandra CPU Whetstone FPU

Sisoft Sandra MMX Integer

Sisoft Sandra MMX FP

Sisoft Sandra Memory Int

Sisoft Sandra Memory Float

Unser Kommentar :

In den ersten vier Benchmarks liegen alle Mainboards nahe beieinander, weil hier praktisch nur die CPU-Frequenz abgefragt wird. Man sieht demnach auch keinen Unterschied zwischen i925x und i915P/G oder DDR und DDR2. Interessanter wird es bei den Memory Integer- und Floating-Point-Werten. Hier liegt das ASUS aufgrund der Übertaktung vorne, aber selbst ohne die 2.2 MHz mehr FSB dürfte es weiter vorne liegen, da der Abstand zum MSI 915P Motherboard schon recht groß ist. Das Gigabyte 8I915P gefällt in diesem Benchmark ebenso sehr gut, ebenso das Gigabyte 8ANXP-D.

Die DDR2-Motherboards liegen hier leicht vorne, die Mainboards mit DDR wie z.B. der Shuttle XPC und das Abit AG8 etwas hinter der Konkurrenz. Mit der integrierten Grafik schließlich wird die Speicherbandbreite ja auch noch für die Grafikkarte mitverwendet - und deshalb sinkt die Performance hier nochmal etwas. Interessant : Mit "DDR533" kommt das Gigabyte-Board hier deutlich besser in Schwung als mit DDR400.

PCMark 2004 - CPU (Futuremark)

PCMark 2004 ist der nächste Benchmark in unserer Sammlung. Dieser Benchmark ist die neuste Kreation aus dem Hause Madonion und prüft die Leistung von CPU und Speicher. Heruntergeladen werden kann dieser Benchmark in unserer Download-Area oder bei Futuremark. Enthalten sind zwei Tests - ein reiner CPU-Benchmark und ein sogenannter Memory-Test, der die Bandbreite des Systems messen soll. Als dritten Benchmark findet man einen Harddisk-Benchmark, der jedoch eine sehr hohe Messungenauigkeit besitzt und deshalb für Festplattentests nicht zu empfehlen ist. Der CPU-Test gibt hauptsächlich die Taktung wieder. Beim Memory-Test merkt man deutlich, wenn ein Prozessor einen größeren Cache besitzt.

PCMark 2004 Memory

Unser Kommentar :

Beim CPU-Test sind zunächst aufgrund der gleichen Taktung natürlich wieder fast keine Unterschiede auszumachen - dass das ASUS-Board hier mit 202.2 MHz und das MSI-Mainboard mit 202.9 Mhz vorne stehen, ist aber demnach auch kein Wunder. Im Memory-Test sehen die DDR-Boards hier besser aus, weil wir diese mit 2-2-2-5 betrieben haben, die DDR2-Boards sind deshalb nicht ganz so weit weg. Auch sind hier zumindest die Grandsdale-Boards etwas langsamer unterwegs, wenn man das konservativ betriebene Intel D925XCV einmal ausnimmt. Sehr gut : Das Gigabyte 8ANXP-D leistet hier hervorragendes.


Cinebench 2003 - Rendering 1 CPU (Maxon)

Cinebench ist ein Benchmark, der zur Performancemessung von Systemen für die Software Cinema 4D von Maxon entwickelt worden ist. 3D Modelling ist natürlich auf leistungsfähige CPUs angewiesen und so ist Cinema 4D auch SMP-fähig. Wir haben den Cinebench bislang auch für unsere Mainboard-Tests und für Dual-CPU-Tests verwendet, da er in diesem Bereich sehr gut ist und wir noch keinen vergleichbaren Benchmark im Portfolio hatten. Cinebench 2003 basiert auf CINEMA 4D R8 von Maxon, diese Version kann mit bis zu 16 Prozessoren umgehen. Einige typische Arbeitsvorgänge von Cinema 4D werden simuliert und über den Benchmark abgespult, dieser berechnet dann die Frames pro Sekunde.

Cinebench 2003 - Rendering 2 CPU (HT)

Cinebench 2003 C4D Shading

Cinebench 2003 OpenGL SW-L

Cinebench 2003 OpenGL HW-L

Unser Kommentar :

Beim Rendering liegen zunächst die Mainboards mit einem höheren FSB vorne - hier ist CPU-Leistung gefragt. Die Boards bleiben auch bei den anderen Benchmarks nahe beieinander, erst beim OpenGL Hardware-Test machen sich die Bugs im Bios von den Boards bemerkbar, denn hier ist PCI-Express-Performance gefordert und die Leistung der Motherboards bricht ein. Das B1-Stepping ist noch nicht korrekt im Bios eingearbeitet. Entsprechend setzen sich hier auch das MSI 925X Neo Platinum und das ASUS P5AD2 Premium an die Spitze, denn sie übertakten hier auch noch die Grafikkarte.

Zurück liegen natürlich die Boards mit der integrierten Grafik in den Bereichen, wo die Grafikleistung zum Tragen kommt - schlecht ist die Performance aber nicht, vor allen Dingen in den CPU-lastigen Tests. Das Albatron-Board würde mit einer integrierten Grafik in ähnlichen Bereichen liegen.

KibriBench (Adept Development)

KibriBench ist ein 3D-Renderer - und deutlich CPU-belastend. Wir verwenden die Map 'City', die ziemlich leistungsfressend ist. Kribi ist SMP-fähig und somit kommt auch Hyperthreading hier zum Einsatz. Auch diesen Benchmark haben wir neu für unsere CPU-Tests entdeckt, auch er nutzt neue Technologien wie Hyperthreading aus.

Unser Kommentar :

Auch bei Kribi ist CPU-Performance wichtig - aus diesem Grund liegt das MSI und das ASUS-Board auch vor dem Shuttle in Führung. Gut unterwegs ist das Gigabyte 8ANXP-D, das MSI 915P Neo2 Platinum und das Gigabyte 8I915P Duo Pro, alle Boards liegen aber recht nahe beieinander.


SpecViewPerf 7.0 3DSMax (SPEC)

SpecViewPerf ist ein Benchmark der SPEC.org, er ist kostenlos und kann ebenfalls heruntergeladen werden, allerdings ist die 7.0er Version mit mehreren hundert MB doch ein ganz schöner Brocken. Was macht der Benchmark ?

quote:
The first benchmark released by the SPECopc group was SPECviewperf®, which measures the 3D rendering performance of systems running under OpenGL.
Unsere Grafikkarte ist nun aktuell und schnell, aus diesem Grund präsentieren wir jetzt wieder alle sechs Teilbereiche : 3DSMax-01, UGS-01, DRV-08, DX-07, Light-05 und Proe-1.

SpecViewPerf 7.0 DRV-08

SpecViewPerf 7.0 DX-07

SpecViewPerf 7.0 Light-05

SpecViewPerf 7.0 Proe-01

SpecViewPerf 7.0 UGS-01

Unser Kommentar :

Bei SpecViewPerf ist eine starke Trennung der Boards ersichtlich - auch hier können Abit, DFI, Albatron und Shuttle nicht mithalten, weil das B1-Stepping im Bios noch nicht implementiert worden ist. Die Boards von Intel, Gigabyte, MSI und ASUS sind diesbezüglich schon gerüstet und liegen vorne. Das ASUS-Board kann teilweise auch einen recht großen Vorsprung herausholen - mitverantwortlich ist dabei natürlich auch der hohe FSB und das PEG-Overclocking, was auch beim MSI 925X Neo Platinum zu einer deutlichen Performancesteigerung führt.

Die integrierte Grafik lohnt es hier nicht zu betrachten - SpecViewPerf ist halt ein professioneller Benchmark, der letzte Teilbenchmark brach deshalb auch ab.


XMpeg 5.03 (XMpeg)

Xmpeg 5.0.3 ist ein Komprimierungs-Tool, welches mit DivX umgehen kann. Wir verwenden für diesen Test den neuen Codec 5.1.1 in der Version und komprimieren ein Video. Es wurde dabei eine ca. 200MB große MPEG-2 Datei umgewandelt, wobei wir die Audio-Verarbeitung deaktivierten. Zwar zeigt das Programm die durchschnittliche Frame-Zahl pro Sekunde an, wir dividieren aber die kompletten Frames durch die benötigte Zeit. Derartige Komprimierungen waren schon immer ein kräftiger Leistungstest für Prozessoren.

Unser Kommentar :

Ein sehr gutes Ergebnis für MSI 915P Neo Platinum und das Gigabyte 8I915P Duo Pro und auch die beiden Abit-Boards sowie das DFI Lanparty 915P-T12 liegen hier sehr gut. Hier ist weder die Speicherperformance noch die PCI-Express-Performance wichtig, aus diesem Grund können auch die Abit-Boards und der Shuttle-Barebone wieder gute Leistung zeigen.

TMPGEnc MPEG Encoder (TMPGEnc)

TMPGEnc ist der nächste Benchmark in unserem Test. TMPGEnc ist ein sehr guter Video-Encoder, der ebenfalls SMP-fähig ist und somit von Hyperthreading Gebrauch macht. Da TMPGEnc zunehmend verwendet wird, eignet er sich als guter Benchmark im Vergleich zu anderen ähnlichen Programmen, wie beispielsweise Flask Mpeg.

Achtung ! Weniger ist hier besser !

Unser Kommentar :

Alle Boards liegen gleich auf - die eine Sekunde Unterschied macht hier nicht die Welt, sondern liegt im Bereich der Meßgenauigkeit bei dem kleinen Demo-Video.

Lame mp3 Codec und CDex (Lame)

LAME ist ein weiteres Kompressionstool. Es handelt sich um einen freien mp3-Codec, den wir zusammen mit CDex zum Komprimieren einer CD verwenden. Wir komprimieren hier den Inhalt einer kompletten CD mit elf Songs zu mp3-Dateien mit einer Bitrate von 128 MBit. Interessant ist dabei, dass zu Beginn des mp3-Booms dies noch lange dauerte - das Rippen der .wav-Dateien von der CD dauerte mit 4x oder 8x CD-ROM-Laufwerken eine Ewigkeit, anschließend war der Rechner eine Stunde mit dem Encodieren beschäftigt. Jetzt ist die CD in knapp zwei Minuten ausgelesen, während der Rechner bereits im Hintergrund die Dateien komprimiert. Schneller als die CD wieder ins Regal eingeordnet ist, hat man also die Dateien per USB 2.0 auf seinem mp3-Player :

Achtung ! Weniger ist hier besser !

Unser Kommentar :

Alle Boards liegen hier nahe beineinander - das AA8 und das P5AD2 liegen hingegen gut im Rennen, das MSI 925X bricht aufgrund des hohen Taktes alle Rekorde. Sehr gut gefallen uns das Gigabyte 8I915P Duo Pro und das DFI Lanparty 915P-T12.

WinRAR (RARLab)

WinACE und WinRAR sind neben WinZIP die weit verbreitesten Datei-Komprimierungsprogramme. WinZIP haben wir indirekt bereits mit Sysmark 2002 mitgetestet, hier wollen wir genauer auf die beiden Programme eingehen. Während WinRAR nach unseren Erfahrungen auf Pentium 4-Systemen - eventuell aufgrund von SSE2-Optimierungen - schneller ist, nutzt WinACE wohl keine derartigen Optimierungen, hier liegen Athlon XP und Pentium 4 immer näher zusammen. Wie sieht es hier aus ?

Achtung ! Weniger ist hier besser !

Unser Kommentar :

Vorne liegen hier das MSI 925X Neo Platinum und das ASUS P5AD2 Premium - hier muss man aber ein wenig Performance abziehen, da diese Boards mit einem hohen FSB antreten. Das Abit AA8 Duramax, das Gigabyte 8ANXP-D und das Gigabyte 8I915P Duo Pro sind deshalb eher unsere Favoriten.

WinAce (WinAce)

Achtung ! Weniger ist hier besser !

Unser Kommentar :

Auch hier ist das MSI 925X eher aufgrund des hohen FSBs zum Ruhm des schnellsten Boards gekommen, das Gigabyte 8ANXP-D , das Abit AA8 DuraMax und das Gigabyte 8I915P sowie das MSI 915P Neo2 Platinum sind hier eher unsere Favoriten.


3DMark 2001 SE (Futuremark)

3DMark 2001 ist sicherlich einer der beliebtesten Benchmarks - nicht nur bietet das Gamers Headquarter von Futuremark auch eine tolle Vergleichsbasis, sondern es lassen sich mit diesem, eigentlich als Grafikkarten-Benchmark konzipierten Programm auch recht gut Performance-Vergleiche anstellen. Je nach Auflösung erreicht man dabei eher eine Grafikkarten-Auslastung oder eine CPU-Auslastung - aus diesem Grund haben wir den Benchmark auch mit 1024x768 durchgeführt, das reicht bei unserer Geforce 6800 GT um zu zeigen, wo ein stärkerer CPU mehr Leistung bringen kann.

Unser Kommentar :

Deutlich sieht man hier die PEG-Übertaktung der Boards von ASUS und MSI. Die beste Performance zeigt deshalb objektiv das Intel D925XCV-Mainboard, ebenso gefällt das Gigabyte 8I915P Duo Pro, welches interessanterweise mit DDR533 am schnellsten unterwegs ist. Top-Leistung hier wieder vom Gigabyte 8ANXP-D.

3DMark 2003 (Futuremark)

3DMark 2003 kennt auch jeder - nur ist das Programm leicht in den Verruf gekommen, weil die Grafikkartenhersteller hier gerne etwas 'optimiert' haben. Für unsere CPU-Tests ist das allerdings nicht erheblich, da wir immer bei demselben Treiber und derselben Grafikkarte bleiben. Aus diesem Grund können wir 3DMark 2003 für den Vergleich recht gut einsetzen, auch wenn die Unterschiede recht gering sind - die Grafikkarte trägt hier die Hauptlast.

Unser Kommentar :

Praktisch dasselbe Ergebnis - auch hier dominiert das MSI und das ASUS-Board ein wenig aufgrund der PEG-Link Übertaktung. Die Mainboards aus dem letzten Test von MSI (915P Neo2 Platinum) und die Intel-Boards scheinen sehr gute Leistung zu liefern, hervorragend ist aber wieder das Gigabyte 8ANXP-D unterwegs.

Aquamark 3 Score (Massive Development)

Aquamark 3 ist ein leistungsfähiger Test für Grafikkarten, aber auch bei ihm sieht man einen Effekt bei einer schnellen CPU. Wir verwenden die kostenlose Version, die man unter obigem Link herunterladen kann. Die Score ist dabei ähnlich wie bei den Benchmarks von Futuremark auch online vergleichbar mit anderen Systemen.

Unser Kommentar :

Auch hier ist wieder das ASUS- und das MSI 925X-Board vorne aufgrund der PEG-Link-Übertaktung, aber es macht sich hier wieder die PCI-Express-Performance bemerkbar. So liegen die Abit-Boards, das Board von DFI und Albatron und der XPC hinten, das MSI 915P Neo2 Platinum und die Boards von Gigabyte können eine sehr gute Leistung erreichen und platzieren sich vor den Intel-Boards.

Codecreatures 1024x768 (Codecult)

Auch Codecreatures ist ein Benchmark für Grafikkarten - und dabei sogar ein recht anspruchsvoller. Ursprünglich wollten wir diesen Benchmark in den Reviews nur dazu verwenden, um aufzuzeigen, wo die CPU- und Chipsatzhersteller noch etwas verbessern könnten und wo eher eine neue Grafikkarte angebracht ist. Aus diesem Grund handeln wir Codecreatures auch recht schnell mit nur einer Auflösung (1024x768) ab, die zeigt, dass hier unsere Geforce 6800 zwar gute Werte bringt, aber die Frameraten immer noch sehr niedrig sind.

Unser Kommentar :

Auch hier sind wieder das MSI und das ASUS-Board vorne, hier sogar deutlich, weil Codecreatures auch auf Grafikkarten-Taktung reagiert. Die restlichen Boards liegen aufgrund der Grafikkarten- und CPU-Limitierung praktisch gleich auf.


Quake 3 Arena 640x480 (ID Software)

Als Nächstes werfen wir einen Blick auf Quake 3 Arena. Quake 3 Arena ist schon ein Klassiker im Bereich der Benchmarks, deshalb setzen wir ihn auch weiterhin ein, haben ihn für unsere CPU-Tests aber erst jetzt wieder aus dem Archiv geholt. Die Demo 001 wird in der Konsole mit dem Befehl 'timedemo 1' und 'demo demo001' aktiviert, den Benchmark haben wir bei 640x480 mit 16 bit laufen lassen, um die CPU am meisten zu fordern. Hier sehen wir die Ergebnisse :

Unser Kommentar :

PEG-Link-Overclocking macht auch hier eine Menge, deshalb ist das ASUS-Board auch hier wieder vorne. Seltsamerweise kommt MSI hier gar nicht in den Tritt - ein Zeichen von Instabilität des 925X aufgrund des PEG-Overclockings ?

Die Top-Boards in diesem Benchmark heißen klar Gigabyte 8ANXP-D, Abit AA8 DuraMax, Gigabyte 8I915P Duo Pro und DFI Lanparty UT 915P-T12.

Return to Castle Wolfenstein 640x480 (Activision)

Return to Castle Wolfenstein basiert auf der Quake 3-Engine, ist aber ungleich anspruchsvoller. Getestet wurde nach den 3DCenter-Regeln für dieses Spiel und mit der dort beschriebenen Time-Demo Checkpoint durchgeführt. Dieser Link führt zur besagten Time-Demo bei 3DCenter, das Spiel muss man sich jedoch selbst besorgen, denn eine Demo ist im Internet leider nicht verfügbar.

Unser Kommentar :

Dasselbe Ergebnis hier, die vier genannten Boards liegen auch hier knapp in Führung.


UT2003 Flyby 640x480 (Epic)

Unreal Tournament 2003 ist als Demo verfügbar, in die eine Benchmark-Funktion eingebaut ist. Ein Skript testet bei verschiedenen Auflösungen, es gibt eine Flyby-Demo und ein Botmatch, die die Leistungsfähigkeit des Systems für die Vollversion zeigen soll. Hier die Ergebnisse bei 640x480 mit 16 bit, denn auch hier wollen wir natürlich die Belastung auf die CPU verlagern :

UT2003 Botmatch 640x480

Unreal Tournament 2004 - Flyby 1024x768 (Epic)

Etwas hungriger bezüglich der Grafikkartenleistung ist UT2004 - aber in einigen Bereichen limitiert auch die CPU, weshalb sich auch dieser Benchmark perfekt für das Messen der CPU-Performance eignet. Wir haben den Benchmark wie immer mit niedriger Auflösung getestet.

Unreal Tournament 2004 - Assault 1024x768

Unser Kommentar :

Bei den Unreal-Benchmarks sind die Abit-Boards immer sehr gut unterwegs, auch der Shuttle XPC sieht hier gut aus. Das Abit-Board ist vor allen Dingen in den CPU-lastigen Botmatch-Benchmarks deutlich vorne, ebenso das Gigabyte 8ANXP-D. Auch das Gigabyte 8I915P Duo Pro zeigt gute Werte.

Das ASUS P5AD2 Premium und das MSI 925X Neo Platinum profitieren wieder vom Übertakten des PEG-Links, wobei das MSI-Board auch hier wieder einbricht.


Comanche 4 640x480 (Novalogic)

Comanche 4 ist für Auflösungen von 1024x768 durchaus noch als CPU-Benchmark zu gebrauchen, bei höheren Auflösungen limitiert jedoch die Grafikkarte. Der Benchmark nutzt viele Pixel- und Vertexshader, allerdings wird neben einer hervorragenden Grafikkarte auch ein starker CPU benötigt. Das Spiel basiert auf DirectX 8 und ist in der Demo zum Downloaden erhältlich. Die Demo besitzt einen integrierten Benchmark, hier kann man also vor dem Kauf auch feststellen, ob das Spiel auf dem gewünschten PC ruckelfrei läuft. Wir verwenden ihn zur Leistungsmessung.

Unser Kommentar :

Auch in diesem CPU-lastigen Benchmark liegen das ASUS-Board und das MSI-Board aufgrund der PEG-Übertaktung vorne. Das Gigabyte 8ANXP-D, das Abit AA8 DuraMax, das Gigabyte 8I915P Duo Pro und der Shuttle SB81P XPC liegen direkt dahinter.

Serious Sam 640x480 (Croteam)

Serious Sam ist auch neu bei unseren CPU-Tests - das Game ist hinreichend bekannt, wir verwenden die integrierte Benchmark-Funktion, natürlich mit 640x480 und niedrigsten Settings, um die Grafikkarte möglichst nicht zu belasten und die CPU zu fordern. Hier das Ergebnis :

Unser Kommentar :

Bei Serious Sam spielt das MSI 915P Neo2 Platinum wieder vorne mit, aber es muss sich auch hier deutlich vom ASUS und vom MSI geschlagen geben, das wieder einmal von der PEG-Übertaktung profitiert. Weiterhin mit guten Resultaten sind das Gigabyte 8ANXP-D, das DFI 915P und die Abit-Boards unterwegs.

DroneZMark 640x480 (Zetha Games)

DroneZMark liefert nur mit einer starken Grafikkarte eindeutige Werte für einen CPU-Test - mit einer GeForce 6800 GT ist dies jedoch kein Problem. So haben wir hier ziemlich eindeutige Werte, DroneZ reagiert allerdings sehr gerne auch auf einen großen Cache, wie man in unseren bisherigen Tests sehen konnte.

Unser Kommentar :

Hier führt einmal das AA8 DuraMax vor dem ASUS P5AD2 Premium, welches trotz PEG-Link Overclocking hier nicht den Sieg erringen kann. Sehr gut sieht auch wieder das MSI 915P Neo2 Platinum aus, ebenso das Gigabyte 8I915P Duo Pro.

X2 The Threat - 640x480 (Egosoft)

X2 ist ein Weltraum-Egoshooter, der auch in einer Demoversion zum Herunterladen existiert, die wir hier für diesen Test verwenden. Die Software wird von uns in einer niedrigen Auflösung getestet, da das Spiel bei höheren Auflösungen beginnt, Grafikkarten-lastig zu werden.

Unser Kommentar :

Bei X2 macht sich wieder ein wenig die PCI-Express-Performance bemerkbar, so liegen der Shuttle XPC, das Albatron und DFI-Board sowie die Abit-Boards wieder einmal weiter hinten. Das ASUS-Board und das MSI-Board befinden sich wieder deutlich vorne - klare Sache : PEG-Link-Overclocking. Gut sind hier aufgrund des B1-Fixes natürlich im Umkehrschluss die Intel-Boards und das MSI 915P Neo2 Platinum sowie die Gigabyte-Boards.


FarCry Pier 800x600 (Crytek)

FarCry ist wohl das Spiel des Jahres 2004 und ein Grund, sich mal wieder einen neuen PC zu leisten. Das Spiel ist sowohl stark Grafikkarten-lastig bei höheren Auflösungen und hohen Details, aber es existiert auch eine sehr hohe CPU-Belastung, gerade bei niedrigeren Auflösungen ohne viele Details. Wir verwenden deshalb den Benchmark mit Standard-Settings und unterschiedlichen Auflösungen.

Farcry Pier 1024x768

Farcry Pier 1280x1024

Farcry Pier 1600x1200

Unser Kommentar :

FarCry ist CPU-lastig bei einer guten Grafikkarte, teilweise sogar bis in höhere Auflösungen. Bei uns beginnt die Grafikkarte erst bei 1280x1024 zu limitieren, vorher ist deutlich eine CPU-Last zu sehen. Allerdings bleibt diese auch bei höheren Auflösungen noch bestehen. Das ASUS-Board liegt hier wieder in Führung aufgrund der PEG-Übertaktung, beim MSI scheint dies noch nicht wirklich gut zu funktionieren, denn hier ist man wieder nur im Mittelfeld.

Gute Ergebnisse sieht man vom Gigabyte 8ANXP-D, Abit AA8, vom MSI 915P Neo2 Platinum und auch vom Gigabyte 8I915P Duo Pro.

Die restlichen Boards können eigentlich auch alle recht gute Leistungsdaten erzielen, wobei man die Reihenfolge hier nicht sehr eng nehmen darf, da aufgrund der KI von FarCry bei mehreren Durchläufen immer leicht andere fps-Zahlen herauskommen.


Fünf weitere Boards standen auf dem Prüfstand und wieder einmal waren ein paar Aussetzer dabei, aber auch einige positive Überraschungen. Nach den Tests kann man sagen, dass einige Boards sicherlich noch die eine oder andere neue Bios-Version benötigen - besonders die Hersteller, die es bislang noch nicht geschafft haben, den B1-Fix im Bios unterzubringen, sollten sich beeilen, denn die Mainboards werden bereits verkauft. Ein Kunde sollte davon ausgehen können, dass das Mainboard seiner Wahl von Anfang an mit voller Leistung läuft und nicht erst Bios-Updates hierfür notwendig sind.

Die Hausaufgaben gemacht haben diesbezüglich bislang nur ASUS, Intel, MSI und Gigabyte. Bei DFI und Albatron konnten wir wie bei Abit im letzten Test feststellen, dass der B1-Fix noch nicht enthalten ist. Auch gibt es bei einigen Boards deutliche Probleme beim Overclocking und auch noch das eine oder andere Bios-Problem wurde von uns entdeckt. Wir bleiben aber am Ball und werden die Mainboards weiter im Blick behalten und neue Bios-Versionen in den kommenden Roundups mittesten.

Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Kommen wir nun wie beim letzten Roundup zu einer Einzelwertung für jedes Mainboard :

Albatron "Mars" PX915G Pro :

Albatron hat ein klassisches i915G-Mainboard gebaut - ordentliche Features, aber man hat auf den Preis geschaut. So finden wir zwar einen ITE ATA/133-Controller, einen Gigabit Ethernet Chip und einen 10/100 MBit-Controller, aber alle Geräte sind über PCI angebunden und es existieren nur zwei PCI-Express x1-Slots auf dem Board. Der Einsatz von DDR-SDRAM ermöglicht es aber, mit dem Board ein gutes und günstiges PC-System aufzubauen - die integrierte GMC900-Grafik reicht für Büro-Anwendungen und auch ein kleines Spielchen vollkommen aus.

Arbeiten muss Albatron noch am B1-Fix und an unseren Reboot-Problemen, gut ist hingegen der Onboard-Sound, der eine sehr gute Qualität mitbringt, hier muß also nicht unbedingt auf eine Soundkarte gesetzt werden. Etwas schade ist, dass man keine ICH6R eingesetzt hat. Auch sind die Overclocking-Ergebnisse bislang nur mäßig, aber eventuell hilft auch hier noch ein Bios-Update.

Preis im Preisvergleich : ab 112.80 Euro

DFI Lanparty UT 915P-T12 :

Das DFI Lanparty UT 915P-T12 ist so bunt, wie es für einen Overclocker sein muss - nur die Resultate waren bei uns noch durchwachsen. Auch hier muss DFI noch am Bios feilen, denn der B1-Fix ist auch hier noch nicht enthalten, die Performance deshalb noch nicht wirklich gut.

Klasse finden wir hingegen die Integration von DDR und DDR2 auf einem Board, auch wenn dies natürlich den Speicheraufbau einschränkt. Stabilitätsprobleme hatten wir keine, nur Probleme das Board mit aktiviertem AHCI zum Installieren zu überreden. Der Karajan-Audio-Chip ist qualitativ sehr gut - beim Layout können wir jedoch nur jedem potentiellen Käufer empfehlen, vorher nachzuschauen, ob das Gehäuse eine ausreichende Höhe für das Soundmodul hat. Schlussendlich hat der dritte PCI-Express-Slot eine ebenso merkwürdige Position.

Von der Ausstattung her zeigt der Daumen nach oben - 2xGigabit LAN, davon 1x über PCI-Express, Sound, USB 2.0, Firewire. Nur leider setzt DFI wieder auf die ICH6. Trotzdem : Das Board ist gut, es fehlt nur noch eine passende Bios-Version, die die oben genannten Probleme beseitigt.

Preis im Preisvergleich : noch nicht gelistet

Gigabyte 8I915P Duo Pro :

Keinerlei Probleme hatten wir mit dem 8I915P Duo Pro von Gigabyte. Tolle Stabilität, keine Probleme im Bios, B1-Fix enthalten und eine gute Gesamtperformance - so muss ein Sockel 775-Mainboard aussehen. Dazu kommen zwei Gigabit Ethernet Controller, die auch noch über PCI-Express angebunden sind und auch die ICH6R finden wir hier. Zudem kommt noch ein ATA/133-Raidcontroller auf das Board und ein Onboard-Sound sowie Firewire - was will man mehr ?

Eigentlich nichts - zwar konnten wir das Board noch nicht richtig übertakten, aber wir testeten auch mit der Bios-Version F1, schaut man sich das nachfolgende 8ANXP-D an, so sind wir sicher, dass Gigabyte hier auch noch ein wenig mehr erreichen kann. Toll ist auch hier der Einsatz von zwei verschiedenen Speichersorten, wobei wir sogar DDR533 verwenden konnten. Aufgrund der guten Qualität und dem guten Ergebnis sowie des letztendlich bombastischen Preises gibt es deshalb auch unseren Award - herzlichen Glückwunsch !

Preis im Preisvergleich : ab 131.19 Euro

Gigabyte 8ANXP-D :

Wenn wir uns ein Sockel 775-Mainboard kaufen würden - das Gigabyte 8ANXP-D wäre die "Editors Choice", denn es zeigte in unserem Test praktisch keine Mängel. Der B1-Fix ist im Bios enthalten, das Board übertaktet hervorragend bis 250 MHz, die Performance ist hervorragend und im Bios gibt es eine Fülle von Funktionen, um das Board sogar noch schneller zu machen. Als einziger Hersteller hat Gigabyte dabei den PEG-Link erst einmal deaktiviert und überläßt es dem User, ihn zu aktivieren - so sollte das aussehen.

Hervorragend ist auch die Ausstattung : ICH6R, ein zusätzlicher Silicon Image SATA-Controller, ein 800 MBit/s Firewire-Controller, zwei Gigabit Ethernet-Controller und ein zusätzlicher USB 2.0-Controller, hinzu kommt ein hervorragender Onboard-Sound. Der Lieferumfang ist bombastisch, besser geht es nicht - weiterhin konnte in unserem Test die U-Plus DPS ihre Leistung zeigen und die CPU auf 4.25 GHz ohne Probeme übertakten.

Die Idee mit dem abnehmbaren Northbridgelüfter ist sehr gut - top ist auch die Stabilität, selbst mit sechs vollbestückten Speicherbänken. Schließlich nutzt das Board auch noch alle vier x1-Ports - somit zeigt unser Daumen hier deutlich nach oben. Das Gigabyte 8ANXP-D ist das bislang beste von uns getestete Sockel 775-Mainboard.

Preis im Preisvergleich : ab 221.11 Euro

MSI 925X Neo Platinum-54G :

In dem MSI 925X Neo Platinum 54G steckt Potential - auch MSI schnürt hier ein Paket der Oberklasse. Zweimal LAN, davon ein Gigabit Ethernet PCI-Express-Controller, ein ATA/133-Controller, die ICH6R, Firewire, USB 2.0 und ein Sound mit hervorragender Qualität - das alles sollte eigentlich dazu reichen, dass wir Lobeshymmnen anstimmen. Zudem unterstützt das Board auch schon den B1-Fix, ist also in den Benchmarks eigentlich recht flott unterwegs.

Gerade hier haben wir allerdings so unsere Probleme : Wir testeten mit einer Beta-Biosversion, die noch nicht veröffentlicht ist - die aktuelle Version 1.0 hat noch nicht den B1-Fix. Mit der Version 1.1 aktiviert sich aber das PEG-Overclocking und es läßt sich nicht deaktivieren - für den Endkunden also noch keine Alternative. Zudem scheiterte unser Overclocking, was darauf schließen lässt, dass MSI hier am Bios noch einiges umarbeiten muss.

Allerdings ist MSI bekannt dafür : Wir hoffen, dass in der Bios Version 1.2 oder 1.3 das Board zu voller Stärke auflaufen kann. Dann hat es mit den genannten Features auf jeden Fall das Zeug zum Award.

Preis im Preisvergleich : ab 194,61 Euro

12 Mainboards für den Sockel 775-Produkte hatten wir somit schon im Test - aber es gibt natürlich noch mehr. Das nächste Roundup mit weiteren Sockel 775-Motherboards ist schon in Arbeit und natürlich werfen wir weiterhin einen Blick auf die bereits getesteten 12 Mainboards. Schließlich fehlt auch noch der passende Speicher-Roundup - ein Test aktueller DDR2-Module folgt in Kürze, so dass wir nach dem Test der PCI-Express-Karten einen umfangreichen Blick auf die neue Plattform von Intel geworfen haben.

Weitere Links :

Weitere Mainboard- und CPU-Reviews findet man in unserer Testdatenbank unter Prozessoren, Mainboards Intel oder Mainboards AMD.

Interessante Informationen oder Probleme mit der getesteten Hardware ? Support nötig und Probleme mit der Hardware ? Ab in unser Forum !

Erwerben können Sie die Produkte aus unserem Review bei unseren Sponsoren :