MSI MS-7093 mit ATI RX480 Chipsatz

Veröffentlicht am: von
Mehr als offensiv präsentierte ATI vor einigen Tagen seine Radeon Xpress 200-Serie. Man will den Marktriesen VIA und nVidia Markteinteile abgraben und in kürzester Zeit sogar Marktführer werden. Zu einem solch ehrgeizigen Vorhaben gehört natürlich auch das entsprechende technische Konzept, welches wir in einem technischen Preview pünktlich zum Launch bereit stellten. Als eines der ersten Mainboards mit einem ATI-Chipsatz für den AMD Athlon 64 kann MSI seine OEM-Platine MS-7093 präsentieren, welche wir uns im Folgenden etwas genauer anschauen wollen.

Konkurrenz belebt den Markt, dieser Leitspruch gilt in jedem Marktsegment, so auch auf dem Mainboardmarkt. Auf der Intel-Plattform regieren die hauseignene Chipsätze, doch bei den AMD-Systemen herrscht eine freie Marktsituation, in der sich VIA und nVidia seit Jahren bekämpfen. Wenn zwei sich streiten, dann freut sich der dritte - so stellt sich zumindest ATI die Einführung seines Radeon Xpress 200P und Radeon Xpress 200-Chipsatzes vor. In welche Richtung sich ATI in Sachen AMD Athlon 64-Chipsatz und vor allem dem RX480 entwickelt, wollen wir uns an dem MSI MS-7093 näher anschauen.

Zumindest im Grafikkartenmarkt ist ATI im Moment erfolgreicher denn je. Konnte man zunächst im letzten Jahr bereits mit der Radeon 9800-Serie Marktanteile erobern, so erreicht man heute mit den X800-Karten und den entsprechend kleineren Consumer-Modellen erstmals Positionen vor NVIDIA. Insgesamt betrachtet, spielen aber natürlich die integrierten Chipsätze eine größere Rolle am Markt als die High-End-GPUs, deshalb ist es nur logisch, dass ATI das Know-How in diesem Bereich auch für die Chipsätze nutzt. Großen Bedarf gibt es hier bei AMD, denn mit dem K8M800 ist bislang nur ein VIA-Chipsatz am Markt, der eine billige integrierte Grafik bietet.

Heute ist jedoch erst einmal der RX480 an der Reihe - die Version ohne integrierte Grafik:

Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Das Mainboard wurde uns in einem Pressekit zusammen mit einer ATI Radeon X700 Pro und OCZ DDR400 RAM ausgeliefert. Da es sich um ein OEM-Board handelt, wird es wahrscheinlich nicht im freien Handel erhältlich sein. So wollen wir zu diesem Zeitpunkt auch auf die ausführliche Betrachtung der Ausstattung verzichten und widmen uns dem eigentlich interessanten - dem Chipsatz und seinen Features.

Das ATI-Board ist zudem das erste Hersteller-PCI-Express-Board nach dem Referenzmainboard von NVIDIA mit nForce 4-Chipsatz, welches uns für den Athlon 64 erreicht. Wir sind also gespannt, wie sich diese Technologie im AMD-Bereich etablieren kann.


Betrachten wir zunächst den ATI Radeon Xpress 200P:

Der Chipsatz bietet zunächst ein 1 GHz Hypertransport-Interface zur CPU - es können sowohl Sockel 754 wie auch Sockel 939-CPUs angesteuert werden. Selbstverständlich ist der Chipsatz auch "abwärtskompatibel" und kommt mit den älteren 800 MHz-Modellen zurecht. An die Northbridge ist ein x16-Interface für Grafikkarten angebunden, weiterhin befinden sich vier einzelne x1-Lanes in der Northbridge, um weitere PCI-Express-Geräte anzuschließen. Die Southbridge ist über PCI-Express x2 angebunden. Insgesamt besitzt die Northbridge also 22 PCI-Express-Lanes.

Die Southbridge:

Die aktuelle SB400-Southbridge (IXP400) unterstützt USB 2.0, Serial ATA-Raid 0 und 1 mit insgesamt vier Geräten, zwei getrennte ATA/133-Kanäle für vier Geräte sowie 6 PCI-Slots und den üblichen Schnickschnack. Angebunden ist die Southbridge über einen x2-PCI-Express-Link, kann also bidirektional je 533 MB/s übertragen - das sollte für alle Anwendungen vollkommen ausreichen. Etwas zurück hängt ATI hier bei der Integration eines leistungsfähigen Sounds - so wird aktuell nur AC97 geboten, da man keine Dolby Digital Lizenz besitzt. VIA ist hier mit der neue K8T890-Southbridge als einziges Unternehmen bereits mit HD-Audio und dem eigenen Vinyl-Audio besser ausgestattet, aber auch NVIDIA bietet nur einen AC97-Codec.

Durch das PCI-Express-Interface ist es jedoch möglich, auch andere Southbridges zu verwenden. Beispielsweise die ALi M1573, die schon in Zusammenarbeit mit dem ATI-Chipsatz auf der Computex Taiwan gezeigt wurde. Hier ist dann Featurereichtum ohne Ende gegeben - unter anderem auch ein 10/100 MBit Ethernet und HD-Audio-Unterstützung, denn ALi besitzt eine entsprechende Lizenz. ATI kann also hauptsächlich die Weiterentwicklung der Northbridge betreiben und ab und zu mal ein Southbridge-Update präsentieren, während ALi sich in das Segment Southbridgenetwicklung zurückzieht - strategisch eigentlich eine sehr gute Option. Wir sind gespannt, wie die Hersteller der Mainboards diese Option nutzen werden.


Das microATX-Mainboard von MSI besticht durch Unauffälligkeit. Das PCB zeigt sich in einem üblichen grün, der PCI-Express-Slot und die PCI-Steckplätze sowie die DIMM-Bänke und IDE-Anschlüsse bieten keine optische Überraschung. Interessant ist ein grauer Stecker an der Seite, der vermuten lässt, dass MSI sich hier die Option freihält, das Board auch als ATX-Variante anzubieten und einen entsprechenden Steckmechanismus zu bieten, so wie QDI dies beim i875P-Mainboard vornimmt. Etwas auffälliger zeigen sich da schon die Serial ATA-Anschlüsse mit den neuen Steckern, die zu allen bestehenden Serial ATA-Verbindungskabeln kompatibel sind, aber deutlich stabiler sind.

Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Wirft man einen Blick auf die ATX Blende, zeigen sich auch hier keine wirklich Überraschungen. Neben PS/2 für Maus und Tastatur bietet sie noch einen parallelen Port, 4x USB 2.0, FireWire, RJ45 für das Ethernet und sämtliche analogen und optischen Ausgänge für den Sound. Auf die serielle Schnittstelle hat man verzichtet, sie findet auch kaum noch Verwendung. Auch die parallele sollte bald endgültig ausgedient haben. Da die seriellen Schnittstellen fehlen, könnte man vermuten, dass MSI hier ein identisches Layout für die Version mit integrierter Grafik vorhält, denn typischerweise positioniert man die VGA-Out-Anschlüsse an dieser Stelle.

Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Neben dem PCI-Express x16 Steckplatz stehen noch drei Standard-PCI Steckplätze zur Verfügung. Einer davon fällt allerdings weg, wenn eine Grafikkarte mit größerem Kühlsystem à la GeForce 6800 GT zum Einsatz kommt. Wenn allerdings, wie in unserem Fall, z.B. eine ATI Radeon X600 eingesetzt wird, bleiben alle drei PCI Steckplätze frei und können bestückt werden.

Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Beim Sockel hält man sich an die Vorgaben von AMD. Die Keep-Out-Area wird eingehalten und so kann neben dem Boxed-Kühler auch ein etwas größer dimensionierter eingesetzt werden. Allerdings eignet sich das MSI MS-7093 nicht gerade für große Overclocking-Orgien, wie wir später noch genauer beschreiben werden. Unter dem hohen passiven Kühlkörper auf der linken Seite sitzt der ATI RX480-Chip. Der zusätzliche 12 Volt-ATX-Anschluss sitzt links über dem Sockel.

Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Direkt unterhalb des Sockels finden sich die beiden RAM-Bänke, die zusammen bis zu 4 GB DDR400-Speicher aufnehmen können. Eingesetzt werden können 184 Pin-DDR-Module mit einer Einzelkapazität von 1024 MB. Nochmals direkt darunter sind der primäre und sekundäre IDE, der Floppy und der ATX-Stromanschluss zu sehen.

Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Wie auf eigentlich allen Mainboards ist die linke untere Ecke den Chips und Erweiterungsanschlüssen vorbehalten. Neben der Southbridge findet sich hier der gesockelte BIOS-Chip, die vier Serial ATA-Anschlüsse der ATI-Southbridge und die USB-Erweiterungen.

Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Auf der folgenden Seite wollen wir uns die einzelnen Chip näher anschauen.


Werfen wir als erstes einen Blick auf die Southbridge. Diese muss weder aktiv noch passiv gekühlt werden und erlaubt so einen direkten Einblick. Auf die Details der SB400-Southbridge sind wir auf Seite 2 bereits eingegangen.

Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Ebenfalls auf Seite 2 haben wir uns die Details der RX480 Northbridge angeschaut. Bei unserer Teststellung wurde die Northbridge passiv gekühlt, was auch durchaus ausreichend erscheint. Einige Produktabbildungen von ATI zeigen sie aber auch mit einer aktiven Kühlen. Hier bleibt nur abzuwarten, wie die einzelnen Mainboardhersteller verfahren.

Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Der Realtek 8100C bietet eine genauso klassische wie moderne Netzwerklösung. Über einen RJ45-Anschluss wird das Signal an der ATX-Blende nach außen geführt und kann sowohl an ein Heim- oder Firmennetzwerk als auch an das Internet über DSL oder eine schnellere Verbindung angeschlossen werden. Das MS-7093 verfügt also über ein Standard 100 MBit Ethernet. Insofern auch die Peripherie stimmt, kann der Rechner, welcher mit diesem Board ausgestattet ist, theoretisch 25 MB/s auf einen anderen Klienten übertragen. Praktisch liegt die Datenrate meist darunter, aber der 100 MBit-Controller reicht für den Heimbereich vollkommen aus, auch wenn bereits oft Gigabit-Ethernet-Controller auf den Mainboards verbaut werden.

Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Der I/O-Controller-Chip aus dem Hause SMSC sitzt direkt neben den DIMM-Steckplätzen. Er ist für das Hardwaremonitoring zuständig, weiterhin stellt er Schnittstellen wie die PS/2-Ports, serielle und parallele Schnittstelle, Gameport und den Floppy-Port zur Verfügung. Das Hardwaremonitoring schauen wir uns später im Bereich des Bios noch einmal an.

Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

In der linken oberen Ecke des Mainboards befindet sich der Realtek Soundchip. Der Realtek ALC658 sorgt für einen 6-Channel Soundgenuss auf Desktop-Systemen ohne eine spezielle Erweiterungskarte. Ob hier auch die Qualität überzeugen kann, werden wir später klären, dann folgt auch eine Auflistung der Features dieses - zumindest auf dem Papier - hochwertigen Onboard-Sounds mit reichlicher Anschlussvielfalt.

Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Hinter dem ersten PCI Slot versteckt sich der Controllerchip für die beiden FireWire-Anschlüsse. Der VIA VT6307 ist ein Standard-FireWire-Controller, der Bandbreiten von 100, 200, und 400 MB/s unterstützt. So können Peripheriegeräte in Betrieb genommen werden, wie beispielsweise Digital- oder Videokameras sowie MP3- oder MiniDisc-Player auf Basis des IEEE1394-Standards. Außerdem kann mit speziellem Kabel ein FireWire-Netzwerk generiert werden, welches dem Computer die Möglichkeit gibt, mit anderen Klienten zu kommunizieren, mit einer maximalen Datendurchsatzrate von 400 MBit/s. Dies ist viermal so schnell wie ein herkömmliches 10/100 MBit-Netzwerk. Dieser Chip belastet den PCI-Bus, er kann drei Anschlüsse verwalten.

Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Kommen wir nun zum Bios des Boards.


Das BIOS:

Das BIOS (Basic Input-Output System) ist mehr als 20 Jahre alt und damit die älteste Softwaretechnik innerhalb der PCs. Es wird in den ersten Sekunden nach dem Einschalten des PCs aufgerufen, der so genannten Pre-Boot-Phase, also noch bevor das Betriebssystem geladen wird. Allerdings gibt es das Bios nicht mehr lange, wie Intel mitteilt:

Der Firmware Foundation Code von Intel ist ein Ergebnis des Projektes mit Codenamen „Tiano“ und sorgt dafür, dass der Nachfolger des BIOS auf neuester Softwaretechnologie basieren wird. Er wurde speziell im Hinblick auf neue Ausstattungsmerkmale und Dienste entwickelt, zu denen beispielsweise die verbesserte Verwaltung und Betriebsfähigkeit, sowie Schnittstellen für administrative Aufgaben gehören.

Bald brauchen wir uns also nicht mehr durch die blauen Menüs hangeln, um an die Hardwareeinstellungen zu kommen. Bislang bleibt das Bios aber der Grundstein für eine gute Gesamtperformance, auf die es bei den Mainboards im Allgemeinen ankommt. Auch werden hier alle wichtigen Drähte in Bezug auf Overclocking und Onboard-Features gezogen. Nun werden wir prüfen, wie viel Sorgfalt die Ingenieure bei der Programmierung dieses BIOS an den Tag gelegt haben.

Wie immer widmen wir uns zuerst visuell dem BIOS, das heißt, wir schießen einige Screenshots, um den Aufbau und die einzelnen Funktionen des Menüs zu veranschaulichen:






Im Folgenden halten wir die wichtigsten Bios-Funktionen und Besonderheiten fest:

Insgesamt handelt es sich bei dem Pressesample natürlich um ein sehr frühes Modell. Sicherlich werden sich im ausgelieferten Zustand noch Dinge ändern, aber zumindest konnte man einige Einstellungen schon vornehmen, die im Betrieb wichtig sind (Abschaltung der Onboard-Geräte, ACPI, ...). Viele Dinge sind jedoch, wie von einem OEM-Board gewohnt, recht rudimentär. So funktionierte beispielsweise die Lüftersteuerung noch nicht und DDR400 war nur "einstellbar", wenn man das Buard auf Auto-Settings justierte. Die Timings funktionierten hingegen bereits.

AMD Cool & Quiet:

Auch hier testen wir natürlich wieder die Funktionalität von Cool & Quiet mit installiertem Prozessortreiber von der AMD-Webseite. Neben diesem Treiber benötigt man natürlich auch eine entsprechende Implementierung im Bios. Ist der Treiber installiert, kann man die Energieeigenschaften einstellen:

Sobald man das Energiespar-Schema auf "Minimalen Energieverbrauch" gestellt hat, schaltet die CPU bei geringer Last von 2200 auf 1000 MHz zurück, was folgender Screenshot beweist.

Folglich scheint Cool & Quiet mit dem von uns getesteten Mainboard möglich zu sein. ATI unterstützt das Feature also ebenfalls zuverlässig und MSI hat es bereits im Bios umgesetzt.

Die Stabilität:

Da wir das BIOS nun analysiert haben, wird es Zeit, heraus zu finden, ob all die theoretischen Feststellungen, welche wir machen konnten, auch in der Praxis halten, was sie versprechen. Im Folgenden haben wir unser System soweit möglich mit PCI Karten voll bestückt  - jeweils in verschiedenen Kombinationen. Unterschiedlicher Speicher wird auch getestet - so kommen beispielsweise reinrassiger Marken-RAM aus dem Hause Corsair oder TwinMOS zum Einsatz, aber auch Noname-RAM oder normaler 3rd-Party-Arbeitsspeicher mit Infineon-Chips zum Einsatz.

Iim Folgenden die Testergebnisse tabellarisch dargestellt:

 

Auch hier muss erst einmal abgewartet werden, wie sich die Mainboards der einzelnen Hersteller verhalten. Mit einem Referenzboard von VIA, damals zum K8T800 Pro-Launch, hatten wir größere Probleme, so dass wir hier über den positiven Lauf sehr überrascht waren. Das Board stürzte nicht ab, einige Schwankungen bei den Benchmarks waren auf das Service Pack 1a zurückzuführen, mit SP2 und dem aktuellen Treiber gab es jedoch keine Probleme.

Auch auf den obligatorischen Speichertest wollen wir in diesem Fall nicht verzichten:

Da der Speicherkontroller in der CPU sitzt und dieser von Revision zu Revision immer flexibler und unproblematischer wurde, was auch in unseren Test nachweisbar ist, zeigten sich hier erwartungsgemäß keine Probleme mit den von uns getesteten Speichern. Die typischen Aussetzer bei den Kingston-Speichern sind bereits bekannt und liegen wohl an den Modulen selber.

Im Folgenden kommen wir an dieser Stelle immer zu dem Overclocking-Test. Das es sich aber, wie bereits des Öfteren erwähnt, um eine OEM-Platine handelt, und neben den Speichereinstellungen keine Veränderungen vorgenommen werden können, verzichten wir an dieser Stelle auf den Test.


Wie immer wollen wir auf der folgenden Seite näher auf den Onboard-Sound eingehen.

Auf dem MSI MS-7093 findet sich ein Realtec ALC658-Sound-Codec. Der AC97-Sound ist ein typischer Software-Codec und belastet somit mit den Berechnungen die CPU im Gegensatz zu einem Hardware-DSP wie einem Audigy-Chip oder der MCP-T von NVIDIA. Allerdings gehört er zu neueren Generation und besitzt einige interessante Features. Er entspricht den aktuellsten AC'97 2.3-Spezifikationen und ist ein 6-Kanal-Audio-Codec, der bis zu 100 dB-Soundqualität erreichen soll. Allerdings ist dieser Klirrfaktor für einen Onboard-Sound bislang unerreicht.

Wirklich interessant ist die Möglichkeit beispielsweise einen Kopfhörer an irgendeinen beliebigen Anschluss anzuschließen und diesen dann über Software zum Kopfhörerausgang zu deklarieren. Damit entfällt das lästige Suchen hinter dem Schreibtisch nach der richtigen, teilweise noch nicht einmal farblich identisch kodierten Buchse - einfach einstecken, der richtige Port ist es auf jeden Fall, nur die Software muss noch entsprechend nachjustiert werden.

Wie immer teilen wir unseren Test auf in zwei Bereiche - Performance und Qualität.

Performance-Vergleich:

Um den Test erfolgreich durchführen zu können und im Folgenden auch die Werte vergleichen zu können, benötigt man natürlich einige Konstanten. Wir verwenden hier den beliebten Gaming-Benchmark Quake 3 Arena. Die Timedemo starten wir wie üblich mit der Eingabe von "timedemo 1" und "demo demo001" in die Konsole des Spiels, welche man mit der "^"-Taste aufruft. Dann lassen wir den Benchmark wie üblich einmal im Fast- und einmal im High-Modus mit 640x480 bzw. mit 1024x768 Pixeln durchlaufen und vergleichen die FPS-Werte, da diese variieren, wenn man mit eingeschaltetem Onboard-Sound oder ohne arbeitet. Hier liegt auch die Begründung versteckt, warum es so wichtig ist, dass man die ungenutzten Onboard-Geräte im BIOS abschalten kann, denn beispielsweise der Onboard-Sound beansprucht die CPU doch in einem recht großen Maße.

 

Qualitäts-Vergleich:

Hierfür verwenden wir das Tool Rightmark Audio-Analyzer. Für die Testmessungen benötigt man unter Right Mark ein sogenanntes "Loop Through-Kabel", also ein Audiokabel, welches an beiden Ende eine 3.5 Line-Klinke besitzt. Dieses Kabel ist natürlich im HiFi-Fachmarkt genauso erhältlich wie bei MediaMarkt oder Saturn. Mit in die Wertung geht leider indirekt die Qualität des Line-In-Eingangs ein, der teilweise von den Herstellern vernachlässigt wird und dadurch das Gesamtergebnis nach unten zieht.

Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Dementsprechend sah das Testergebnis des Right Mark Analyzers wie folgt aus:

Das verwendete Testtool gibt des Weiteren ein detailliertes Ergebnis aus, welches wir in einer separaten HTML-Datei auf unserem Server zur Schau stellen.

Insgesamt ein sehr guter Onboard-Sound - die Performance belastet das System zwar etwas, dafür sind die Qualitätsergebnisse in Ordnung. Der ALC658 gehört allerdings schon zu den betagteren Soundchips, es gibt schon 8-Kanal-Codecs von Realtek. Die 100dB, die der Hersteller verspricht, werden zwar nicht eingehalten, aber dafür ist der Codec qualitativ mit über 83dBA mehr als in Ordnung. Das betätigen auch subjektive Tests. Die weniger befriedigenden Performance-Ergebnisse müssen einen also nicht gleich zur Soundkarte greifen lassen, für Gamer oder Musikfans ist sie eventuell jedoch wohl auch aus anderen Gründen Pflicht.

Nach der Bewertung der Onboard-Sound-Performance wollen wir nun unser Testsystem vorstellen, bevor wir zur eigentlichen Leistungsbewertung des MS-7093 mit RX480 Chipsatz kommen.


Da mit den 64 Bit-CPUs von AMD eine neue Ära eingeläutet wurde, mussten natürlich auch wir uns mit neuen Teststationen ausstatten. So hat sich in unserer Redaktion einiges verändert, das Athlon 64 3200+ Testsystem ist immer noch aktiv, da immer wieder Sockel 754-Mainboards erscheinen, musste aber im Grunde dem Athlon 64 3500+ auf Sockel 939-Basis vorerst Platz machen. Hinzu kommt nun bei der Grafikkarte ein Wechsel auf eine X600XT von MSI für PCI-Express. Damit sind die bisherigen Sockel 939-Tests natürlich nicht mehr mit den PCI-Express-Tests vergleichbar.

Im Folgenden nun die von uns verwandten Komponenten stichpunktartig im Überblick: Hardware:

Prozessor:
AMD Athlon64 3500+
Takt : 2,2 GHz mit 200 MHz Referenztakt

Mainboards:
MSI K8N Neo2 Platinum
ASUS A8V Deluxe vs. VIA K8T800 Pro Referenz
Abit AV8
MSI K8T Neo2 Sockel 939
Shuttle SN95G5

Speicher:
2x 512 MB TwinMOS Twister PC3200 Single Sided
Dual-Channel Modus
Timings : 2-3-3-8 

Sonstige Hardware:
MSI Radeon RX600XT
Western Digital WD400BB-00CAA0 40GB
Toshiba DVD-ROM

Betriebssystem:
Windows XP SP1

Treiber:
ATI Chipsatztreiber 6.14.10.5131
ATI Catalyst Version 4.11
DivX 5.0.2
DirectX 9.0a

Benchmarks:

Auch ein paar neue Benchmarks sind hinzugekommen - wir betrachten jetzt auch die Performance bei den Spielen Return to Castle Wolfenstein, Jedi Knight 2, Serious Sam, weiterhin schauen wir auf die Encoding- und Kompressions-Performance mit WinACE und WinRAR sowie LAME; hinzugekommen ist auch der Cinebench 2003.


PCMark 2004 - CPU (Futuremark)

PCMark 2004 ist der nächste Benchmark in unserer Sammlung. Dieser Benchmark ist eine der neueren Kreationen aus dem Hause Madonion und prüft die Leistung von CPU und Speicher. Heruntergeladen werden kann dieser Benchmark in unserer Download-Area oder bei Futuremark. Enthalten sind zwei Tests - ein reiner CPU-Benchmark und ein sogenannter Memory-Test, der die Bandbreite des Systems messen soll. Als dritten Benchmark findet man einen Harddisk-Benchmark, der jedoch eine sehr hohe Messungenauigkeit besitzt und deshalb für Festplattentests nicht zu empfehlen ist. Der CPU-Test gibt hauptsächlich die Taktung wieder. Beim Memory-Test merkt man deutlich, wenn ein Prozessor einen größeren Cache besitzt.

PCMark 2004 - Memory

Unser Kommentar:

Im CPU-Bereich liegen wieder einmal alle Mainboards gleich auf - das wir sich auch nicht ändern, wenn kommende Boards mit in unsere Grafikkarten-Tabelle eingefügt werden. Die Unterschiede, die hier bestehen, resultieren höchstens aus einem höheren FSB, der sich natürlich auf die CPU-Performance auswirkt.

Beim Memory-Test sind dann schon eher Timings und Speicherfrequenz ein Thema, aber hier ist aufgrund der Integration des Memory-Controllers in die CPU bei Athlon 64-Boards auch eher eine recht geringe Performancedifferenz zwischen den Boards zu beobachten.

 

SiSoft Sandra 2005 Int ALU/RAM Bandwidth (Sisoftware)

Sisoft Sandra ist ein synthetischer Benchmark und aufgrund seiner leichten Anwendung und dem kompakten Download-Umfang ein recht beliebtes Tool zum Vergleich des PCs. Für Mainboard-Reviews wird dieser Benchmark oft verwendet, doch zeigt er dabei nur die genaue CPU-Frequenz in der Leistungsbeurteilung wieder - dort ist er also nur ein abschreckendes Beispiel. Recht sinnig ist er jedoch hier einsetzbar, auch wenn die Performance-Bewertung nichts mit der realen Performance eines CPUs zu tun hat, sondern eher einen Trend aufzeigt, denn die Berechnungen, die Sisoft Sandra anstellt, sind wirklich rudimentär. Wir zeigen hier deshalb auch nur die Memory-Streaming-Werte.

Sisoft Sandra 2005 Float FPU/RAM Bandwidth

Unser Kommentar:

Deutlicher zeigt Sisoft Sandra die Memory-Performance der Boards - hier liegt das ASUS A8N-SLI vor dem MSI-Board mit ATI-RX480-Chipsatz, allerdings war dieses Board ja auch noch ein frühes Sample und als OEM-Board nicht auf Performance getuned.

 

ScienceMark 2.0

Der letzte rein synthetische Benchmark, welchen das ASUS-Mainboard über sich ergehen lassen muss, wurde auch neu in unserem Portfolio aufgenommen. Es handelt sich hierbei um den ScienceMark Memory Benchmark, welcher eine außergewöhnliche Fähigkeit besitzt. Mit seiner Hilfe können die Latenzzeiten für den Zugriff auf den im System installierten Arbeitsspeicher ausgelesen werden. Das Ergebnis sieht wie folgt aus:

Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Unser Kommentar:

Letztendlich liegt hier das ASUS A8N-SLI gleich auf mit dem MSI-Board mit RX480-Chipsatz, die Latenzzeiten sind absolut identisch. Nur bei der Memory-Performance ist ASUS wieder etwas besser.


Sysmark 2002 Internet Content Creation (Bapco)

Ein typischer Office-Benchmark ist der Sysmark 2002, ein professioneller Benchmark zur Messung der Application Performance. Er ist sogar dank der Verwendung von einigen Programmen, die SMP unterstützen, multiprozessorfähig, deshalb könnten wir ihn auch in derartigen Reviews zur Darstellung von Hyperthreading sehr gut verwenden. Über Macros werden bei diesem Benchmark bestimmte typische Befehle in Programmen ausgeführt und die Arbeitsgeschwindigkeit des Systems gemessen. Nicht nur die CPU-Performance spielt dabei natürlich auch eine Rolle, auch das Memory Subsystem ist nicht unbeteiligt. Sonstige Komponenten, die ebenso ins Gewicht fallen würden, haben wir konstant gelassen : Die Festplattenperformance ist ebenso maßgebend, diese ist jedoch in beiden Systemen aufgrund der Serial ATA-Festplatte gleich.

Betrachten wir zuerst den Sysmark 2002 Internet Content Creation Test. Dieser beinhaltet die folgenden Applikationen :

Unser Kommentar:

Auch dieser Benchmark geht an NVIDIA, wobei hier natürlich auch der Storage-Treiber einen Einfluß haben kann, da auch die Harddisk-Performance in Sysmark minimale Einflüsse zeigt.

 

Sysmark 2002 Office Productivity (Bapco)

Als nächstes haben wir den Office Productivity Test von Sysmark 2002. Auch hier sind einige bekannte Programme enthalten, die vor allen Dingen im Office-Bereich oft verwendet werden :

Bei diesem Test erhalten wir folgendes Ergebnis :

Unser Kommentar:

Und auch diese Benchmark geht knapp an das ASUS A8N-SLI, das zwei Punkte mehr erreicht. Insgesamt wird man aber für ein Office-System sicherlich nicht in eine SLI-Plattform investieren, sondern das weitaus günstigere MSI OEM-Board wählen.


Cinebench 2003 - Rendering 1 CPU (Maxon)

Cinebench ist ein Benchmark, der zur Performancemessung von Systemen für die Software Cinema 4D von Maxon entwickelt worden ist. 3D Modelling ist natürlich auf leistungsfähige CPUs angewiesen und so ist Cinema 4D auch SMP-fähig. Wir haben den Cinebench bislang auch für unsere Mainboard-Tests und für Dual-CPU-Tests verwendet, da er in diesem Bereich sehr gut ist und wir noch keinen vergleichbaren Benchmark im Portfolio hatten. Cinebench 2003 basiert auf CINEMA 4D R8 von Maxon, diese Version kann mit bis zu 16 Prozessoren umgehen. Einige typische Arbeitsvorgänge von Cinema 4D werden simuliert und über den Benchmark abgespult, dieser berechnet dann die Frames pro Sekunde.

Cinebench 2003 C4D Shading

Cinebench 2003 OpenGL SW-L

Cinebench 2003 OpenGL HW-L

Unser Kommentar:

Ein hauchdünner Vorsprung für das ASUS-Board - praktisch existieren hier aber keine Unterschiede.

 

Kribi Benchmark (Adept Development)

KibriBench ist ein 3D-Renderer - und deutlich CPU-belastend. Wir verwenden die Map \"City\", die ziemlich leistungsfressend ist. Kribi ist SMP-fähig und somit kommt auch Hyperthreading hier zum Einsatz. Auch diesen Benchmark haben wir neu für unsere CPU-Tests entdeckt, auch er nutzt neue Technologien wie Hyperthreading aus.

Unser Kommentar:

Auch hier sind die Unterschiede wirklich minimal - beide Boards liegen gleich auf.


Spec Viewperf 8.01 - 3dsmax-03 (Spec.org)

SpecViewPerf ist ein Benchmark der SPEC.org, er ist kostenlos und kann ebenfalls heruntergeladen werden, allerdings ist die neue 8.0er Version mit mehreren hundert MB doch ein ganz schöner Brocken. Was macht der Benchmark ?

quote:
The first benchmark released by the SPECopc group was SPECviewperf®, which measures the 3D rendering performance of systems running under OpenGL.
Unsere Grafikkarte ist nun aktuell und schnell, aus diesem Grund präsentieren wir jetzt wieder alle acht Teilbereiche.

Spec Viewperf 8.01 - catia-01

Spec Viewperf 8.01 - ensight-01

Spec Viewperf 8.01 - light-07

Spec Viewperf 8.01 - maya-01

Spec Viewperf 8.01 - proe-03

Spec Viewperf 8.01 - sw-01

Spec Viewperf 8.01 - ugs-04

Unser Kommentar:

Mit praktisch identischer Performance kommen die beiden Mainboards auch hier ins Ziel.


WinRAR 3.41 (RARLab)

WinACE und WinRAR sind neben WinZIP die weit verbreitesten Datei-Komprimierungsprogramme. WinZIP haben wir indirekt bereits mit Sysmark 2002 mitgetestet, hier wollen wir genauer auf die beiden Programme eingehen. Während WinRAR nach unseren Erfahrungen auf Pentium 4-Systemen - eventuell aufgrund von SSE2-Optimierungen - schneller ist, nutzt WinACE wohl keine derartigen Optimierungen, hier liegen Athlon XP und Pentium 4 immer näher zusammen. Wie sieht es hier aus ?

Achtung - weniger ist hier besser (Angabe in Sekunden)

WinAce 2.5

Unser Kommentar:

In beiden Benchmarks kann ASUS ein paar Sekunden gegenüber dem MSI-Board herausholen.

 

TMPGEnc 3.0 - DivX 5.2.1 (TMPGEnc)

TMPGEnc ist der nächste Benchmark in unserem Test. TMPGEnc ist ein sehr guter Video-Encoder, der ebenfalls SMP-fähig ist und somit von Hyperthreading Gebrauch macht. Da TMPGEnc zunehmend verwendet wird, eignet er sich als guter Benchmark im Vergleich zu anderen ähnlichen Programmen, wie beispielsweise Flask Mpeg. Wir verwenden ihn mit einem 162 MB großen mpeg-File und DivX 5.2.1.

Unser Kommentar:

Das Video komprimiert das ASUS-Board ebenfalls minimal schneller.

 

Lame 3.94 (Lame)

LAME ist ein weiteres Kompressionstool. Es handelt sich um einen freien mp3-Codec, den wir zusammen mit CDex zum Komprimieren einer CD verwenden. Wir komprimieren hier den Inhalt einer kompletten CD mit elf Songs zu mp3-Dateien mit einer Bitrate von 128 mbit. Wir verwenden für diese Benchmarks die Lame-Version 3.94.

Achtung - weniger ist hier besser (Angabe in Sekunden)

Unser Kommentar:

Auch hier ist das ASUS-Board schneller, da es sich um eine Sekundenangabe handelt - der Abstand ist aber minimal.ned.

 

Windows Media Encoder 9 (Microsoft)

Microsoft bietet mit dem Windows Media Encoder ein Tool an, um ebenfalls Audio- und Videodateien zu bearbeiten. Mit dem Windows Media Encoder lassen sich beispielsweise Videos in HD-Qualität (1080i/1080p) erstellen, zudem ist es einfach zu bedienen und in Windows bereits integriert bzw. kostenlos herunterzuladen. Wir konvertieren ein Video in das WMA-Format:

Achtung - weniger ist hier besser (Angabe in Sekunden)

Unser Kommentar:

Und auch im letzten Multimedia-Compression-Benchmark hat das ASUS die Nase leicht vorne und kann sich vor dem MSI-OEM-Board platzieren.


Futuremark 3DMark2001SE (Futuremark)

3DMark 2001 ist sicherlich einer der beliebtesten Benchmarks - nicht nur bietet das Gamers Headquarter von Futuremark auch eine tolle Vergleichsbasis, sondern es lassen sich mit diesem, eigentlich als Grafikkarten-Benchmark konzipierten Programm auch recht gut Performance-Vergleiche anstellen. Je nach Auflösung erreicht man dabei eher eine Grafikkarten-Auslastung oder eine CPU-Auslastung - aus diesem Grund haben wir den Benchmark auch mit 1024x786 durchgeführt, das reicht bei unserer X600XT, um zu zeigen, wo ein stärkerer Prozessor mehr Leistung bringen kann. In einem Mainboardvergleich finden wir hier auch minimale Unterschiede zwischen den einzelnen Mainboards und Chipsätzen.

Unser Kommentar:

Einen kleinen Vorsprung kann sich hier ASUS herausarbeiten - immerhin 400 Punkte liegen zwischen dem OEM-Board von MSI mit ATI-Chipsatz und dem nForce4.

 

Futuremark 3DMark03 (Futuremark)

3DMark 2003 kennt auch jeder - nur ist das Programm leicht in den Verruf gekommen, weil die Grafikkartenhersteller hier gerne etwas optimiert haben. Für unsere CPU- und Mainboard-Tests ist das allerdings nicht erheblich, da wir immer bei demselben Treiber und derselben Grafikkarte bleiben. Aus diesem Grund können wir 3DMark 2003 für den Vergleich recht gut einsetzen, auch wenn die Unterschiede recht gering sind - die Grafikkarte trägt hier die Hauptlast.

Futuremark 3DMark03 CPU

Unser Kommentar:

Während in den CPU-Benchmarks praktisch keine Unterschiede existieren, sieht es bei der 3DMark 2005-Score wieder anders aus, denn hier kann ASUS wieder einen leichten Vorsprung mit dem nForce 4-Board gegen die ATI-Lösung von MSI ergattern.

 

Futuremark 3DMark 2005 (Futuremark)

3DMark 2005 startet die Punktejagd von neuem - der Benchmark ist ein reinrassiger DirectX9-Benchmark und unterstützt auch Features wie ShaderModel 3.0. Allerdings ist der Benchmark nur in der käuflichen Version zum ausgiebigen Testen der Grafikkarte richtig geeignet. Wie immer muss man auch aufgrund der medienwirksamen Punktezahl auf Optimierungen der Hersteller gespannt sein. In unseren Mainboard-Tests sind die Unterschiede natürlich wieder sehr gering.

Futuremark 3DMark 2005 CPU

Unser Kommentar:

3DMark 2005 zeigt gleiches - obwohl ein identisches Setup verwendet wird, liegt ASUS hier mit dem nForce 4-Board wieder etwas in Führung.


Quake 3 Arena 640x480 (IDSoftware)

Als nächstes werfen wir einen Blick auf Quake 3 Arena. Quake 3 Arena ist schon ein Klassiker im Bereich der Benchmarks, deshalb setzen wir ihn auch weiterhin ein, haben ihn für unsere CPU- und Mainboardtests immer noch mit im Portfolio. Die Demo 001 wird in der Konsole mit dem Befehl timedemo 1 und demo demo001 aktiviert, den Benchmark haben wir bei 640x480 und mit 1024x768 mit 16 bit laufen lassen, um die CPU am meisten zu fordern. Hier sehen wir die Ergebnisse :

Quake 3 Arena 1024x768

Unser Kommentar:

Bei Quake3Arena finden wir auch eine Führung des ASUS-Boards vor, allerdings wieder mit knapperem Abstand.

 

Doom 3 1.1 640x480 (ID Software)

Doom 3 - sicherlich das Spiel des Jahres 2004. Der atmosphärische Ego-Shooter hat Schocker-Stimmung, gutes Gameplay und geniale Grafik zugleich und darf natürlich auch nicht in einem Grafikkarten-Test fehlen. Wir verwenden für den Benchmark die klassische Doom3-Demo demo001 mit verschiedenen Einstellungen. Wichtig dabei ist, dass der Benchmark mehrmals durchlaufen soll, da der Benchmark zunächst die Daten von der Festplatte cachen muss, um zuverlässige Ergebnisse zu bekommen.

Doom 3 1.1 1024x768

Unser Kommentar:

Auch bei Doom 3 ist ASUS mit dem A8N-SLI Deluxe knapp in Führung.


Unreal Tournament 2003 640x480 Flyby (Epic)

Unreal Tournament 2003 ist als Demo verfügbar, in die eine Benchmark-Funktion eingebaut ist. Ein Skript testet bei verschiedenen Auflösungen, es gibt eine Flyby-Demo und ein Botmatch, die die Leistungsfähigkeit des Systems für die Vollversion zeigen soll. Hier die Ergebnisse bei 640x480 mit 16 bit, denn auch hier wollen wir natürlich die Belastung auf die CPU verlagern :

Unreal Tournament 2003 640x480 Botmatch

Unreal Tournament 2003 1024x768 Flyby

Unreal Tournament 2003 1024x768 Botmatch

Unser Kommentar:

Bei Unreal Tournament sehen wir die typische Reihenfolge - auch hier liegt das ASUS-Board knapp vor dem MSI-Board mit ATI-Chipsatz.

 

Comanche 4 640x480 (Novalogic)

Comanche 4 ist für Auflösungen von 1024x786 durchaus noch als CPU-Benchmark zu gebrauchen, bei höheren Auflösungen limitiert jedoch die Grafikkarte. Der Benchmark nutzt viele Pixel- und Vertexshader, allerdings wird neben einer hervorragenden Grafikkarte auch ein starker CPU benötigt. Das Spiel basiert auf DirectX 8 und ist in der Demo zum Downloaden erhältlich. Die Demo besitzt einen integrierten Benchmark, hier kann man also vor dem Kauf auch feststellen, ob das Spiel auf dem gewünschten PC ruckelfrei läuft. Wir verwenden ihn zur Leistungsmessung.

Comanche 4 1024x768

Unser Kommentar:

... und auch bei Comanche ist der nForce 4 hier schneller als das ATI-Mainboard.


Halo 1.05 800x600 (Bungie)

Das Spiel Halo kennt man sicherlich von der XBox - war es doch der Kassenschlage zum Launch der Konsole. Die PC-Version eignet sich sehr gut zum Benchen der CPU und der Mainboards, da sie nicht sehr grafikkartenlastig ist und somit je nach Takt und Speicherdurchsatz sehr gut skaliert. Wir testen zwei Auflösungen - 640x480 und 1024x768.

Halo 1.05 1024x786

Unser Kommentar:

Halo zeigt einen deutlichen Vorsprung der nForce4-Plattform, was durchaus auch am Betastatus des ATI-Boards liegen kann, denn dieses hat ja sowohl vom Treiber wie auch vom Bios her eine ebenso frühe Version wie der nForce 4.

 

Far Cry 1.3 640x480 (Crytek)

FarCry ist wohl eines der Spiele des Jahres 2004 und ein Grund, sich mal wieder einen neuen PC zu leisten. Das Spiel ist sowohl stark Grafikkarten-lastig bei höheren Auflösungen und hohen Details, aber es existiert auch eine sehr hohe CPU-Belastung, gerade bei niedrigeren Auflösungen ohne viele Details. Wir verwenden deshalb den Benchmark mit Standard-Settings und unterschiedlichen Auflösungen.

Far Cry 1.3 1024x786

Unser Kommentar:

Bei FarCry sind beide Boards ziemlich gleich auf, aber das ASUS kann sich wieder an die Spitze setzen.


Counterstrike: Source 640x480 (Valve)

Counterstrike Source ist ein leistungsfähiger Benchmark - er nutzt optische Effekte, die man in Half Life 2 findet und demnach ist er ein recht leistungsfähiger Indiz dafür, wo es Grafikkarten-technisch bei Half Life 2 eng werden könnte. Wir verwenden ihn hier in niedriger Auflösung, um auch eine Aussage für die Leistungsfähigkeit der Mainboards geben zu können.

Counterstrike: Source 1024x786

Unser Kommentar:

Auch hier ist ASUS klar in Führung, was wir auch auf die frühe Version des ATI-Samples schieben. Es bleibt abzuwarten, wo sich die Mainboards im Vergleich im Laufe der Zeit und unseren nForce4, K8T890 und ATI RX480-Reviews einpendeln werden.

 

Gunmetal Benchmark 640x480 (Yeti Studios)

Gunmetal von Yeti-Studios ist ein futuristisches Action-Game, bei dem man die Kontrolle über einen Havoc Suit, einen Kriegsprototypen übernimmt. Mit dem Havoc Suit müssen gegnerische Basen eingenommen werden, er kann in ein Jet verwandet werden etc. Gun Metal ist ein Grafikkarten-hungriges Spiel, bei niedrigen Auflösungen eignet es sich aber auch zum Testen von Prozessoren. Eine Demoversion steht unter dem oben genannten Link zur Verfügung, mit der wir hier auch testen.

Gunmetal Benchmark 1024x768

Unser Kommentar:

GunMetal zeigt schlussendlich noch einmal einen leichten Vorsprung des ASUS-Boards gegenüber dem MSI-Board.


Noch immer stellt sich nun die Frage, wer bei den Athlon 64-Chipsätzen die Nase vorne haben wird. Bei den Versionen mit integrierten Chipsätzen werden sich VIA und ATI sicherlich in gleicher Form auf die Füsse treten, denn im OEM-Markt spielt neben der Qualität und dem Preis auch anderes eine Rolle. Treiber sind hier beispielsweise zu nennen, wobei VIA sicherlich bei den Chipsätzen einige Vorteile hat, ATI aber deutliche Vorteile bei der Unterstützung der GPU.

Für den Performance-Sektor werden sich ATI, NVIDIA und VIA gleichermaßen auf die Füsse treten. NVIDIA hat den SLI-Bonus, allerdings ist dieser nicht unbedingt als wichtig zu betrachten. Wichtiger sind die Performance des Chipsatzes und die Stabilität sowie die gebotenen Features. Die Performance wird bei allen Chipsätzen gleich sein - alle bieten ein 1 GHz HT-Interface und da der MemoryController außerhalb des Einflussbereiches liegt, werden alle Chipsätze innerhalb weniger Prozent Schwankungsbreite liegen. Auch nehmen wir einmal an, dass jeder Hersteller seine Hausaufgaben gemacht hat und die Chipsätze allesamt stabil sind - also kommt es nur auf die Features an, die der Hersteller bieten kann.

Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Die ersten Serienboards werden wohl die nötige Vergleichbarkeit herstellen können. Dann müssen auch erste VIA K8T890 und nForce4-Mainboards beweisen, was wirklich in ihnen steckt. Das MSI MS-7093 ist zwar ein OEM-Board, wie es in den Handel kommen wird, allerdings wird man noch einiges am BIOS arbeiten müssen, um ein serienreifen Produkt in Händen halten zu können.

Weitere Link :

Weitere Mainboard-Reviews findet man in unserer Testdatenbank unter Mainboards AMD Athlon 64 oder in den Overclocking, Modding und Tweaking Guides.

Interessante Informationen oder Probleme mit der getesteten Hardware? Support nötig und Probleme mit der Hardware? Ab in unser Forum!

Erwerben können Sie die Produkte aus unserem Review bei unseren Sponsoren: