Sockel 775-Roundup Nr. 3

Veröffentlicht am: von

Zwei Roundups mit Sockel 775-Mainboards haben wir schon präsentiert, nun ist das Dritte an der Reihe. Mittlerweile hat Intel noch den i925XE-Chipsatz nachgeschoben, entsprechend befinden sich auch gleich zwei Mainboards mit dem neuen FSB1066-Chipsatz in unserem Test. Des Weiteren haben wir ein Board von Epox und ein Board von Soltek, beide mit i915-Chipsatz und DDR. Soltek bietet durch die Verwendung der i915G-Variante des Chipsatzes auch noch eine integrierte Grafik. Wie in jedem Roundup werfen wir aber auch einen Blick auf die Vergangenheit und die bereits getesteten Mainboards.

Während ASUS, Intel, Soltek und Epox uns in diesem Roundup Boards zur Verfügung stellen konnten, wird die Luft für weitere Mainboards langsam knapp. Wir versuchten zwar, auch die neuen i925X und i915P-Mainboards von Chaintech, DFI, Albatron und Tyan zu erhalten, aber so richtig "fertig" scheinen diese Boards noch nicht zu sein. Man hielt uns hin - und auch wenn schon einige Reviews im internationalen Web zu finden sind, warten wir immer noch auf die Modelle. Auch warten wir immer noch auf Bios-Versionen mit korrigiertem B1-Fix von einigen getesteten Mainboards, obwohl die Chipsätze nun schon vier Monate am Markt sind. Ein derartiges Chaos ist selten zu finden - da fragt man sich, wie hoch die Priorität der neuen Intel-Chipsätze bei einigen Herstellern ist. Aber wir haben Gott sei Dank auch positive Beispiele von einigen Herstellern gesehen - das Ziel sollte also sein, diese Perlen herauszufischen.

Allerdings ist die Nachfrage der Boards auch noch recht gering, denn DDR2 ist weiterhin teuer und PCI-Express-Grafikkarten sind selten. Auch hier ist wieder Grübeln angesagt - wenn aktuell die X800XT die einzige High-End-Karte am Markt ist, die es bereits für PCI-Express gibt und gerade die NVIDIA-Chips nur für AGP oder im Mainstream-Bereich erhältlich sind, ist es schwierig, den High-End-Kunden ein PCI-Express-System schmackhaft zu machen. Hier sollte sich langsam etwas ändern, sonst gerät der PCI-Express-Zug nochmals ins Stocken.


Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Umso glücklicher sind wir, dass wir zu den bereits getesteten 14 Mainboards und Barebone-Rechnern mit Sockel 775 noch vier weitere Mainboards präsentieren können und nun insgesamt 18 Mainboards auf unserer Vergleichsliste stehen:

Wie immer wollen wir uns zunächst den Boards im einzelnen widmen und kommen dann zu einem Leistungsvergleich.


Wie wir bereits berichtet haben, ist das P5AD2-E Premium dem P5AD2 Premium sehr ähnlich - im Endeffekt ist das P5AD2-E die Rev. 1.05 des Boards. Das neue Chipsatzstepping ermöglicht FSB1066, aber ansonsten ist das Board auch im Bios ziemlich dem P5AD2 ähnlich und verhält sich in vielen Situationen auch ähnlich.

Bei ASUS hat man das Gefühl, dass man den gewonnenen Platz durch die kürzeren PCI-Express x1-Slots auf Biegen und Brechen mit Onboard-Features füllen wollte - kein Quadratzentimeter des Boards soll vergeudet werden, überall passt noch etwas Besonderes drauf. So finden wir auf dem Mainboard nicht nur einen neuen 800 MBit/s schnellen Firewire-Controller, sondern auch zwei Gigabit-Ethernet-PCI-Express-Controller, die jeweils über eine x1-Lane angebunden sind, einen Wireless-LAN-Controller, den üblichen Mehrkanal-Digitalsound, einen zusätzlichen PCI-ATA/133-Storagecontroller und einen PCI-Vierkanal-Serial-ATA-Controller. Hinzu kommt natürlich auch noch USB 2.0 und die in der Southbridge vorhandenen Features - hier nutzt ASUS die ICH6R.

Das ASUS P5AD2-E Premium ist also ein Board der Superlative wie der direkte Vorgänger:

Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

ASUS hat jedoch nicht nur Features auf das Board gepackt, sondern auch an die Lautstärke des Systems gedacht - sowohl die MOSFETs wie auch die North- und Southbridge werden passiv gekühlt, es entsteht also nicht noch eine zusätzliche Geräuschquelle durch Mainboard-Lüfter. Natürlich unterstützt auch ASUS wieder eine im Bios implementierte Lüfterkontrolle und somit lässt sich auch der CPU-Lüfter herunterregeln. Das schwarze PCB sieht zudem schick aus, das gewohnte ASUS-Beige scheint mehr und mehr zu verschwinden.

Folgende Features können wir in unserer Tabelle festhalten:

Hier könnte man bereits das Haar in der Suppe suchen - gibt es noch etwas, was nicht auf dem ASUS P5AD2-E Premium integriert ist ? Außer einem für Desktop-Boards unüblichen SCSI-Controller findet man wirklich alles auf dem Mainboard, was das Herz begehrt. Auch im Detail steckt dabei viel, so bietet ASUS, wie man aus der Tabelle erkennen kann, umfangreiche Overclocking-Optionen und auch einen 2:3er-Teiler für den Speicher, um beispielsweise mit einer FSB1066-CPU auch DDR711-Taktraten für den Speicher zu erlauben.

Allerdings ist nicht nur die Ausstattung des Boards rekordverdächtig, sondern auch der Lieferumfang, den man in der Verpackung des P5AD2-E findet. Hier hat ASUS im Vergleich zum Vorgänger nichts verändert:

Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Im Folgenden eine Liste des Lieferumfangs:

Auch das ist vom Umfang her eine Sensation - insgesamt 10 Serial ATA-Kabel liegen dem Board bei, somit sogar zwei mehr, als eigentlich notwendig. Auch an die älteren ATA/133-Kabel hat ASUS gedacht, zudem auch an ein Floppy-Kabel. Etwas schade ist hier, dass man keine Treiber-Diskette für die PCI-Serial ATA-Controller und den ATA/133-Raidcontroller beilegt, denn so muss man sich die Treiberdiskette zur Installation von Windows XP auf einem derartigen Array selbst besorgen. Über das Internet kein Problem - aber wenn kein PC zur Verfügung steht, wird das etwas umständlich.

Grandios ist auch die Slotblenden-Ausstattung, wobei ASUS auf eine intelligente Aufteilung geachtet hat. Alles Wichtige ist zunächst auch auf der Rückseite des Boards:

Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Hier findet man bereits vier USB 2.0-Ports - mit der Slotblende sind es sechs, zwei weitere kann man über eventuell vorhandene Gehäusenanschlüsse nutzen. Ein 800 MBit-Firewire-Port ist auch vorhanden, weiterhin ein Gigabit-Ethernet-Controller. Hinzu kommen alle Sound-Anschlüsse - digitale und analoge. Mit der noch oft verwendeten parallelen Schnittstelle und den PS/2-Slots ist eigentlich alles vorhanden, was man benötigt.

Nun kann man nach Verwendung das Board mit dem Rest ausstatten: Beispielsweise den Firewireslots und dem zweiten Gigabit-Ethernet. Wer mehr USB-Schnittstellen benötigt, kann die nächste Slotblende einsetzen. Wer externe Serial ATA-Geräte anschließen möchte, baut die externe Blende dafür ein. Und wer tatsächlich noch eine serielle Schnittstelle benötigt, der kann auch hier nachrüsten. Der Vorteil, dass eigentlich alles aber schon auf der ATX-Blende ist, wird einem erst richtig klar, wenn man auch noch ein paar PCI-Geräte eingesetzt hat - dann kann der Platz aufgrund von vier Slotblenden schon eng werden, wenn z.B. auch noch eine Grafikkarte mit zwei Slots verwendet wird. Mit nur einer Erweiterungskarte ist dann der PC schon voll - aufgrund der guten Organisation der ATX-Blende scheint aber zumindest dieser Worst Case beim ASUS nicht einzutreten.

Auf den nächsten zwei Seiten werden wir nun alle Onboard-Features des Boards erklären - und das sind ja, wie man nun weiß, eine Menge...


Bei einem so vollgestopften Motherboard ist natürlich zunächst wieder ein Blick auf die INT Request-Tabelle angesagt. Allerdings hat sich hier einiges entschärft - denn zumindest Probleme aufgrund der PCI-Überlast könnten über die Verwendung von PCI-Express-Karten der Vergangenheit angehören. So nutzt das ASUS-Board zumindest schon einmal für die Gigabit-Ethernet-Controller diese Schnittstelle. Da auch Sound- und TV/Videoschnitt-Karten für PCI-Express zu erwarten sind und der ICH6R-Serial ATA-Controller auch nicht den PCI-Bus belastet, sollten die restlichen Geräte zumindest bezüglich der Busperformance mit den 133 MB/s zurecht kommen. Etwas eng wird es aber weiterhin bei der INT-Verteilung. Wie zu erwarten, verändert man hier im Vergleich zum P5AD2-E nichts:

Die PCI-Slots teilen sich die INT-Leitungen mit den PCI-Controllern, so der Firewire-Controller und der SATA-Controller von Silicon Image. Wird eines der Geräte nicht genutzt, so sollte man hier die Controller abschalten und den PCI-Slot verwenden. Ansonsten bietet sich der 3. PCI-Slot an. Generell ist es für ASUS sicherlich schwer gewesen, die Geräte sinnvoll zu verteilen, dies scheint jedoch trotzdem gelungen zu sein.

Ein Blick auf die Slots haben wir im nächsten Bild. Oben ist die PCI-Express x16-Schnittstelle für die Grafikkarte zu sehen, dann folgen beim ASUS-Board drei PCI-Slots, am Ende erst die beiden PCI-Express x1-Slots. Wir empfinden dies durchaus als praktische Aufteilung, denn der 1. PCI bleibt gewohnheitsgemäß zur guten Belüftung der Grafikkarte in High-End-Systemen frei, wenn nicht schon eine Blockierung über eine Zwei-Slot-Grafikkarte vorliegt. Somit sind effektiv noch zwei PCI-Express und zwei PCI-Steckplätze nutzbar - und das sollte bei der Anzahl der Onboard-Geräte wirklich für jeden Bedarf ausreichen. Da effektiv nur fünf Slots und eine x16-Schnittstelle vorhanden sind, bleibt ASUS etwas Platz im oberen Bereich des Boards, RAM lässt sich so ohne Ausbau der Grafikkarte nachrüsten und auch um den CPU-Sockel und dem Northbridge Kühler ist noch recht viel Platz:

Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Über dem PCI-Express x16-Slot findet man dann auch wieder die Revisionsangabe: Wir testen die 1.05-Revision des Motherboards, das ASUS P5AD2 Premium hatten wir in der Revision 1.02 im Test.

Im oberen Bereich des Boards geht es passiv gekühlt weiter - sowohl die Northbridge ist passiv gekühlt wie auch die MOSFETs, die unter einem großen Kupferkühler Platz gefunden haben. Allerdings sind nur diese sechs MOSFETs gekühlt - sechs weitere finden sich auf dem Mainboard und müssen ohne Kühlung auskommen. Da MOSFETs die Temperaturen an das PCB abgeben, hat ASUS auf der Rückseite eine "StackCool" genannte Platte aufgelötet, die die Wärme verteilen soll. Das Board entspricht übrigens den Intel-Richtlinien für die FMB2.0 und VRM10.0. Probleme mit der Kompatibilität zu Prescott-Prozessoren sollten also nicht zu erwarten sein, auch nicht mit deren Stromversorgung. Der Platz um den Sockel 775 entspricht ebenfalls den Intel-Vorgaben, allerdings haben wir bereits einen Kühlkörper gefunden, der nicht auf das Board passt. Der Tower 112-Kühler von Thermaltake ist bezüglich der Größe ein wahres Kühlermonster und eignet sich aufgrund seiner Montage für fast kein Sockel 775-Motherboard am Markt, obwohl er dies verspricht.

Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Oben rechts neben dem Sockel finden wir den 12V-AUX-Stecker - wie üblich in der Nähe der MOSFETs.

Weiter unten kommen wir zu den DDR2-Steckplätzen. Aufgrund des Dual-Channel-Controllers hat ASUS die Slots farblich abgehoben, es können bis zu 4 GB DDR2 eingesetzt werden, welcher mit 1,8V betrieben wird. ASUS bietet im Bios eine Option für DDR600 (FSB800) bzw. DDR711 (FSB1066), also mehr als Intel für den i925XE erlaubt. Mit DDR2-711 erwartet ASUS trotz Limit bei der CPU noch eine weitere Erhöhung der Performance, die wir auch messen konnten. Gegenüber zur synchronen Taktweise gelang es, weitere 200 MB/s Bandbreite aus dem System zu kitzeln. Unter den DDR2-Slots sehen wir den EPS12V-Anschluss, der auf den neuen Sockel 775-Motherboards vorhanden ist. Er ist um vier Pins länger als der Standard-ATX-Stecker, aber kompatibel zu diesem. Will man also kein neues EPS-Netzteil erwerben, so kann man erst einmal sein ATX-Netzteil weiter verwenden.

Direkt rechts neben dem Stromanschluss befindet sich der Floppy-Port und der einzelne, übrig gebliebene ATA/100-Anschluss der ICH6R-Southbridge. Direkt rechts daneben sitzt der Winbond Super I/O, der auch hier für den Floppy-Controller, PS/2-Slots, serielle und parallele Schnittstellen verantwortlich ist. Die Position von Floppy-Port, ATA/100-Schnittstelle und Stromanschluss ist hier gut gewählt, die Kabel können so vom Mainboard weg verlegt werden und stören nicht den Luftstrom im Gehäuse.

Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

In der unteren Ecke gegenüber der PCI- und PCI-Express-Slots stapeln sich die Anschlussmöglichkeiten. Die beiden roten Anschlüsse gehören zu dem ATA/133-Controller von ITE, sie sind auf jedem ASUS-Board mit ICH6 vorhanden, weil man der Meinung ist, dass eine ATA/100-Schnittstelle der ICH6 für die meisten Kunden noch zu wenig ist. Das erscheint plausibel - die meisten Systeme haben eine Festplatte und zwei optische Laufwerke, wenn man upgraden will, muss man sich von einem Gerät verabschieden.

Unter der passiv gekühlten Southbridge, die den ASUS-Slogan "ai Proactive" trägt, befinden sich die vier Serial ATA/150-Ports der ICH6 Southbridge. Da die "R"-Variante verwendet wird, kann das System die Ports in einem Raid 0, 1 und 0+1 (mit vier Festplatten) zusammenschließen. Darüber steht die Matrix-Raid-Option zur Verfügung, also ein Raid 0 und ein Raid 1 auf zwei Festplatten bei geteilten Partitionen. Die Vorteile des Raids haben wir schon an vielen Stellen begutachtet, beispielsweise im Review der Western Digital WD740GD Raptoren mit 10.000rpm oder im Review zum LGA775, wo wir auch einen Blick auf Native Command Queueing und Matrix Raid mit den neuen Maxtor Maxline III-Festplatten geworfen haben.

Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Das Bios des Boards ist gesockelt und kann somit bei einem fehlerhaften Flash-Vorgang ausgetauscht werden - es muss aber schon nicht mit rechten Dingen zugehen, um das Bios zu zerstören, denn ASUS bietet zum einen Schutzmechanismen gegen fehlerhaftes Flashen und zum anderen auch ein einfaches Windows-Flashprogramm "ASUS Update". Damit lässt sich ein Bios-Update praktisch "on the fly" nach dem automatischen Runterladen der File aus dem Internet erledigen. Die CMOS-Batterie ist gut zugänglich für Notfälle, auch der CMOS-Jumper. In der Regel erkennt das Board aber auch hier, wenn nach veränderten Settings im Bios das Board nicht mehr startet und fährt dann einmal mit "Fail-Safe"-Settings hoch, so dass man diese im Bios korrigieren kann. Alle Einstellungen bleiben dabei erhalten, man muss also nicht wieder alle Onboard-Features neu konfigurieren.

Die Gehäuseanschlüsse sind notfalls auch ohne Handbuch vorzunehmen, da ASUS diese in typischer Farbgebung kodiert und auch gut beschriftet hat. An der linken Mainboardseite sieht man weiterhin den Anschluss für den Gameport und den seriellen Anschluss, falls man diese noch benötigt. Die zwei weiteren USB-Anschlüsse für weitere vier USB-Ports sind in blau über der Southbridge zu finden.


Auf dieser Seite haben wir alle Onboard-Geräte zusammengestellt - und dies sind beim ASUS P5AD2-E Premium wie beim ASUS P5AD2 Premium nicht gerade wenige. Im unteren Bild sieht man gleich zwei Controller, einmal den ITE IT8212F und den SerialLink Sil3114 von Silicon Image:

Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Der Silicon Image-Controller bietet dem Board weitere vier Serial ATA-Schnittstellen, die in roter Farbgebung am unteren Mainboardrand sitzen. Diese vier Ports können im Raid 0, 1 und 0+1 betrieben werden, weiterhin bietet Silicon Image auch einen Raid 5-Patch über Software an. Der PCI-Controller hat aber den typischen Nachteil, den alle PCI-Geräte haben - sie teilen sich die 133 MB/s Bandbreite. Bei einem Raid 0 aus zwei Platten kann diese Performance bereits erreicht sein, es ist also empfehlenswerter, zunächst die Onboard-Serial ATA-Schnittstellen der ICH6R zu nutzen, da diese direkt am Host Interface sitzen und nicht PCI-limitiert sind.

Für den ITE-Controller gilt natürlich dasselbe, auch er hängt am PCI-Bus. Da die ICH6R allerdings nur noch einen ATA/100-Controller besitzt, ist der Einsatz eines zusätzlichen Chips durchaus sinnvoll, um zumindest ältere Festplatten weiterverwenden zu können und die Datenbestände weiter nutzen zu können. Ein Raid hier aufzubauen macht auch nur Sinn, wenn die Festplatten bereits vorhanden sind - ansonsten sollte man aufgrund der Flexibilität auf Serial ATA setzen. Aufgrund des PCI-Limits kann auch dieser Controller maximal 133 MB/s an Datentransfer liefern.

Dasselbe gilt für den Firewire-Controller, der als 800 MBit/s schneller IEEE1394b-Controller zu den neuesten Chips auf dem Mainboard gehört. 800 MBit/s heisst aber auch, dass der Controller maximal 125 MB/s übertragen kann und somit bei Nutzung eines 800 MBit/s-Gerätes den PCI-Bus auch fest im Griff hat.

Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Eingesetzt wird hier ein Texas Instruments-Controller für das B-Firewire, der TSB82AA2. Zusammen mit dem dahinter befindlichen Physical Layer ist dies praktisch State-Of-The-Art im Firewire-Bereich und so zieht man der auch auf dem Motherboard implementierten USB 2.0-Lösung mit 480 mMBit/s erst einmal wieder davon. Die Schnittstelle ist natürlich abwärtskompatibel, es können also auch normale 400 MBit/s-Firewire-Geräte angeschlossen werden. Links im obigen Bild übrigens die Power-Diode des Boards - ist Strom auf dem angeschlossenen Netzteil leuchtet diese LED.

Von Marvell stammen die beiden Yukon-Chips, die auf dem unteren Bild zu sehen sind - sie sind verantwortlich für die Gigabit-Ethernet-Anschlüsse des Boards:

Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Beide Chips sind über PCI-Express angebunden und gehören somit zu den schnellsten Gigabit-Ethernet-Lösungen am Markt. Da kein CSA-Port mehr verfügbar ist (dieser übertrug 266 MB/s) ist PCI-Express die erste Wahl zum Anschluss eines Gigabit-Ethernet-Controllers. Eine x1-Lane überträgt in jede Richtung 250 MB/s, ein Gigabit-Ethernet-Controller schafft pro Richtung 125 MB/s. Somit reicht eine x1-Lane also für einen Controller vollkommen aus, denn selbst im Voll-Duplex-Modus erreicht der Gigabit-Ethernet-Controller mit 250 MB/s pro Richtung nicht die 500 MB/s, die ein PCI-Express x1-Bus aufsummiert leisten kann. Die beiden Ports sind also bestens implementiert und liefern zusammen mit der CSA-Lösung und der in der nForce 3 250Gb implementierten Gigabit-Ethernet-Lösung die aktuell leistungsstärkste Implementierung auf Desktop-Boards.

Für die Wireless-Ethernet-Schnittstelle setzt ASUS auf eine Kombination aus dem Marvell 88W8310-Controller und dem Marvell 88W8000G-Transceiver, die unten im Bild zu sehen sind. Der Chipsatz unterstützt die IEEE 802.11g-Geschwindigkeiten 6, 9, 12, 18, 24, 36, 48 und 54 MBit/s und die 802.11b-Geschwindigkeiten 1, 2, 5,5 und 11 MBit/s. An der ATX-Blende besteht bei dem Board die Möglichkeit, eine Antenne anzuschließen, direkt daneben befindet sich eine WLAN Data-Transmission-LED, die leuchtet, wenn das WLAN aktiv ist und Daten übertragen werden. Auch kann der Controller als Access-Point konfiguriert werden und somit als Router in Verbindung mit den Gigabit-Ethernet-Ports genutzt werden. Intels Lösung in der ICH6RW-Southbridge wird von ASUS nicht verwendet, weil die Southbridge noch nicht verfügbar ist.

Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Auch ein High-Definition-Audio-Codec darf natürlich nicht fehlen. Statt AC97 ist bei dem Mainboard ein HD-Audio-Codec vorhanden, der nun auch alle Features des im Review zum Sockel 775 erwähnten High-Definition Audios erfüllt. ASUS verwendet den CMI9880-Chip, der als 8-Kanal-Azalia-Codec die höchsten Anforderungen der Intel-Spezifikation erfüllt. Daten über den Chipsatz sind leider noch nicht einmal von C-Media auf der Webseite verfügbar, allerdings ist bekannt, dass er 8 Anschlussmöglichkeiten besitzt, die alle per "Jack Retasking" umkonfiguriert werden können, die 8 Kanäle besitzen 192 kHz/16 Bit-Support und nach PC2001-Spezifikationen soll er einen Rauschabstand von 92 dB oder besser erreichen. Der Codec hat zudem einen Vierkanal-92 kHz/16 Bit Audio-Eingang und es gibt ADSA-Treiber für Dolby- und andere Standards.

Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Die Qualität des Sounds schauen wir uns später innerhalb der Rightmark-Tests an.


Das BIOS:

Das BIOS (Basic Input-Output System) ist mehr als 20 Jahre alt und damit die älteste Softwaretechnik innerhalb der PCs. Es wird in den ersten Sekunden nach dem Einschalten des PCs aufgerufen, der so genannten Pre-Boot-Phase, also noch bevor das Betriebssystem geladen wird. Allerdings gibt es das Bios nicht mehr lange, wie Intel mitteilt:

Der Firmware Foundation Code von Intel ist ein Ergebnis des Projektes mit Codenamen „Tiano“ und sorgt dafür, dass der Nachfolger des BIOS auf neuester Softwaretechnologie basieren wird. Er wurde speziell im Hinblick auf neue Ausstattungsmerkmale und Dienste entwickelt, zu denen beispielsweise die verbesserte Verwaltung und Betriebsfähigkeit sowie Schnittstellen für administrative Aufgaben gehören.

Bald brauchen wir uns also nicht mehr durch die blauen Menüs hangeln, um an die Hardwareeinstellungen zu kommen. Bislang bleibt das Bios aber der Grundstein für eine gute Gesamtperformance, auf die es bei den Mainboards im Allgemeinen ankommt. Auch werden hier alle wichtigen Drähte in Bezug auf Overclocking und Onboard-Features gezogen. Nun werden wir prüfen, wieviel Sorgfalt die Ingenieure bei der Programmierung dieses BIOS an den Tag gelegt haben.

Wie immer widmen wir uns zuerst visuell dem BIOS, das heißt wir schießen einige Screenshots, um den Aufbau und die einzelnen Funktionen des Menüs zu veranschaulichen:




Durch Klick auf die Bilder gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Im Folgenden halten wir die wichtigsten Bios-Funktionen und Besonderheiten fest:

ASUS hat hier beim ASUS P5AD2 Premium in den letzten Wochen toll nachgelegt - in der Bios Version 1006 hatte man schlussendlich fast alles im Griff, was wir vormals kritisiert hatten. Selbst ein Setting für die Herabsetzung des Pentium 4 Multiplikators auf 14x war enthalten. Allerdings sind immer noch einige Kritikpunkte enthalten, die wir auch beim ASUS P5AD2-E Premium erneut wiederfinden. Das von uns verwendete Bios scheint zudem auf einem etwas früheren Bios des P5AD2 Premium zu basieren, da einige Funktionen nicht integriert waren oder noch nicht zuverlässig funktionierten.

Die Feature-Liste ist beim ASUS P5AD2-E Premium noch länger geworden. Wir sind aber der Meinung, dass es besser wäre, erst einmal die Löcher zu stopfen, anstatt neue Features zu integrieren. So wunderten wir uns wieder einmal über die Tatsache, das PEG Link Overclocking standardmäßig aktiviert ist und erst deaktiviert wird, wenn man im Bios "PEG Link Mode" auf Slow stellt. Dieses Setting sollte standardmäßig in dieser Form operieren und der Käufer sollte es nur bei Bedarf zuschalten dürfen.

Des Weiteren wunderten wir uns über merkwürdige Ergebnisse in CPU-Benchmarks. Hier lag das Board deutlich über der Konkurrenz, zeigte aber einen nur um 1% höheren FSB an. Also forschten wir etwas nach: Belasteten wir die CPU, so stieg der FSB um ein paar Prozent an, fiel dann aber ohne Last wieder auf Standardtaktung zurück. Dieses Verhalten kann man normalerweise nur bei aktiviertem dynamischen Overclocking beobachten, was wir aber komplett abgeschaltet hatten. Erst nach dem manuellen Einstellen von FSB, Spannungen, Speichersettings etc. war das Feature nicht mehr aktiv. Auch hier sollte ASUS darauf achten, dass das Setting definitiv abgeschaltet ist und nur auf Bedarf zugeschaltet werden kann.

Kritikpunkt Nr. 3 wäre beispielsweise die Q-Fan-Lüftersteuerung, die bei uns noch nicht funktionierte. Eine Einstellung auf eine Prozentzahl bewirkte nicht, dass sich unser Lüfter leiser drehte - bei einer CPU-Temperatur von 45°C und einer Zieltemperatur weit darüber drehte er weiter auf 100%. Auch hier muss ASUS noch nachbessern. Bedenklich war die Overvoltage bei unseren Prozessoren - beispielsweise zeigt das Board bei unserer Extreme Edition CPU fast 1,64V an, die auch tatsächlich anliegen. Maximal sollte die Extreme Edition bei 1,6V liegen, unser Modell ist auf 1,55V programmiert. Besonders bedenklich finden wir, dass ASUS im AI Booster und PCProbe hier 1,58V angibt und die CPU-Temperatur mit 29°C angibt - das verleitet den Käufer praktisch dazu, der CPU kräftig einzuheizen, obwohl sie schon heiss läuft.

Wieder einmal werden auch Speichertimings nicht übernommen - hier setzt ASUS wieder den Turbo-Modus ein und setzt 3-3-3-8 fest. Wie immer konnten wir deshalb mit unseren Corsair XMS2 PC5400 das Board nicht booten. Auch die Kingmax DDR2-533 liefen nicht in dem Board an, weil sie "nur" mit spezifizierten 4-4-4-8 stabil waren, aber mit 4-3-3-8 (ASUS-Einstellung) nicht anliefen. Aber diese Probleme kennen wir ja schon - der unbedarfte Käufer wird dabei dann wohl eher verzweifeln und Ärger bekommen, wenn er das als defekt betrachtete Board zurückschickt und der Versender keinen Fehler findet.

Unser Tipp an ASUS: Bis zur Version 1006 des Boards wollen wir keine neuen Features, sondern nur Bugfixing an den bereits gebotenen Features.

Für die Tests verwendeten wir 3-3-3-8-Settings und stellten das Board auf Turbo-Settings mit aktiviertem HyperPath 2. Sicherlich erreicht man diese Performance dann nicht mit jedem Riegel, aber wer sich ein derart ausgestattetes Board kauft, achtet in der Regel auch auf guten RAM. Wir verwendeten Corsair XMS2 DDR2-533, die auch bei 3-3-3-8 problemlos liefen:

Durch Klick auf die Bilder gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Ebenso zu empfehlen sind die Sieger aus unserem DDR2-Roundup, die Corsair ValueSelect DDR2-533. Mit dem Bios zusammenhängend sind natürlich die Themen Overclocking und Stabilität, die wir im Folgenden betrachten.

 

Die Stabilität:

Mangels PCI-Express x1-Karten können wir hier bezüglich der Kompatibilität natürlich noch keine großen Sprünge machen. Zumindest viele DDR2-Riegel haben wir bereits, um einen Blick auf Kompatiblität und Stabilität des Speichers zu werfen. Des Weiteren können wir natürlich die PCI-Buslast versuchen, klassisch in die Höhe zu treiben, um zumindest hier das System auszulasten und einen Eindruck auf die PCI-Performance zu bringen. Mit zwei Serial ATA-Festplatten, einer TV-Karte, einer Soundkarte und einer externen USB2.0/Firewire-Festplatte funktioniert dies auch recht gut. Auf Netzwerk-Benchmarks haben wir bislang übrigens verzichtet, weil uns kein hochwertiger Gigabit Ethernet-Switch zur Verfügung steht, um die Performance des Netzwerks gut zu messen.

Bei den allgemeinen Stabilitätstests muss das Board natürlich dann auch wieder mit unserem Testsetup mehrere Stunden unter Last laufen. Auch die Onboard-Features werden aktiv belassen, um mögliche Ressourcenkonflikte geradezu zu provozieren.

Zunächst also keinerlei Probleme mit dem ASUS P5AD2-E Premium.

Bezüglich der Speicherkompatibilität haben wir folgende Module testen können:

In unseren Stabilitätstests schnitt das Board noch gut ab, bei der Kompatibilität eigentlich auch - wir sind uns sicher, dass das Mainboard mit jedem Riegel laufen könnte, wenn es die Speichertimings gemäß JEDEC-Spezifikationen tatsächlich einstellen würde. Aktiviert man die SPD-Erkennung, so stellt das Board erst einmal auf 3-3-3-8 oder 4-3-3-8. Diese Timings können auch nicht manuell verändert werden, deshalb hat man aktuell keine Chance, die drei oben gezeigten Module stabil zum Laufen zu bekommen. Auch die Vermutung, es könnte an Turbo- oder HyperPath-Settings liegen, ist falsch - selbst wenn diese deaktiviert sind, fährt das Mainboard im Turbo.

Wie bekommt man die Module nun trotzdem zum Laufen ? Merkt das Board, dass es nicht starten kann, fährt es mit Failsafe-Settings hoch. Dann verwendet es auch hohe Timings für den Speicher. Anstatt jetzt zu versuchen, die Speichertimings zu verändern, sollte man den FSB hochsetzen - ab 205 MHz schaltet das Board die Turbo-Funktionalitäten aus und verwendet tatsächlich die Timings, die man eingestellt hat. Somit lässt sich dann ohne Probleme eine manuelle Justierung vornehmen und alle Module funktionieren ordnungsgemäß.

Das ist natürlich kein Zustand - die CPU zu übertakten, nur um das System zu einem stabilen Laufverhalten zu bringen, kann nicht die Lösung sein. Wir hoffen, dass ASUS schnellstmöglich dem User die Kontrolle über die Funktionen gibt.

Auf der nächsten Seite kommen wir nun schließlich zum Overclocking.


Die Anfangs von einigen Internetseiten vermutete "Overclocking-Sperre" haben wir schon recht früh als Unsinn abgetan. Im Endeffekt handelte es sich um die typische PCI-/AGP-Fix-Situation, nur diesmal für PCI-Express und den Serial ATA-Controller. Die neuen Intel-Chipsätze besitzen für den PCI-Express-Bus keinen fixen Takt, sondern er ist abhängig vom FSB. Bei gewisser Übertaktung stieg also zunächst der PCI-Express-Takt aus, bei 260 MHz folgte dann der Serial ATA-Controller, weil auch die Southbridgeverbindung mit dem FSB den Takt verändert. Beim i925XE ist die Situation nun bedingt anders, denn ab 266 MHz gibt es neue Teiler und man kann dann wieder mit recht humanen PCI-Express-Taktraten arbeiten und den Prozessor noch etwas mehr übertakten.

Wir wollen uns bei jedem Motherboard zunächst jedoch die Features ansehen, die geboten werden:



Hier die Overclocking-Optionen in der Übersicht:

Von den Optionen her bietet ASUS beim ASUS P5AD2-E Premium noch ein wenig mehr in der Bios-Version. Zunächst kann man hier den Multiplikator verändern - das macht ASUS über einen Trick. Intel-Prozessoren sind aktuell mit zwei Spannungskennlinien auf dem Markt. Die PRB=0 und PRB=1 unterscheiden sich durch ihre maximale Stromaufnahme von 84W und 115W. Das Board muss natürlich entsprechend darauf ausgelegt sein, aber Intel bietet hier eine Sicherheitsfunktion. Kann das Board nicht mit der hohen Stromaufnahme von 115W zurechtkommen, schaltet es automatisch auf einen 14x-Multiplikator, damit das Board keinen Schaden nimmt. Dies nutzt ASUS nun aus - man gaukelt der CPU vor, das Board könnte Schaden nehmen, weil es nicht für 115W ausgelegt ist und schon steht der Multiplikator auf 14x.

Es ist also möglich, den Multiplikator entweder auf dem Standardmultiplikator (z.B. 16x bei Pentium 4 540 oder 19x bei Pentium 4 570) bei den aktuellen 115W-Prozessoren laufen zu lassen oder auf dem 14x-Multiplikator. Andere Multiplikatoren kann man nicht erreichen. Die Funktion der Manipulation des PCI-Express-Taktes konnten wir mit unserer Grafikkarte nachprüfen - ab ca. 125 MHz wollte unsere MSI X600XT 128 MB nicht mehr ordnungsgemäß funktionieren. Darüber blieb der Bildschirm schwarz. Daraus lässt sich aufgrund des Teilers auch schließen, das bei ca. 250 MHz FSB Schluss wäre mit dem Übertakten, wenn es ASUS nicht gelungen wäre, die PCI-Express-Frequenz zu manipulieren. Da man die Frequenz aber auch auf 90 MHz stellen kann und diese dann linear ansteigt, sollte man theoretisch auf 276 MHz kommen, erst dann wird wieder ein Takt von 125 MHz für den PCI-Express erreicht.

Im Gegensatz zum ASUS P5AD2 Premium ist beim P5AD2-E allerdings dann schon ein anderer Teiler für den PCI-Express-Takt aktiv. Ab 266 MHz schaltet das ASUS-Board wieder auf die spezifizierten 100 MHz herunter. Erst bei 369 MHz FSB würde man jetzt wieder die 125 MHz PCI-Express-Takt erreichen. Das sollte im Regelfall für die Übertaktung ausreichen. Auch der Serial ATA-Controller arbeitet weiterhin nicht über 260 MHz - aber bei 266 MHz springt auch hier der Teiler um und die Festplatten funktionieren wieder hervorragend. Ein Limit würde rechnerisch wieder bei 366 MHz bestehen - auch hier ist man nun also außer Gefahr. Kritisch kann nur der Bereich knapp unter 266 MHz sein, bevor das Board die neuen Teiler aktiviert.

Bei unseren Tests konnten wir demnach auch richtig gute Overclockingmöglichkeiten genießen:

Mit maximal 325 MHz, die wohl von unserem CPU-Takt begrenzt wurden, erreicht das ASUS P5AD2-E Premium nun mit dem i925XE-Chipsatz FSB-Taktraten, die grandios sind zum Übertakten von FSB800-Prozessoren. Derartige Takthöhen wird man kaum erklimmen können. Auch sehr interessant ist die DDR711-Option, die es erlaubt, den DDR2-Takt über 800 MHz zu bringen. Im Bild sind die DDR2-828-Taktraten zwar nur mit CL5 zu sehen, aber das Board verträgt auch CL4 bei DDR2-800.

Gerade mit dem neuen E0-Stepping sollten sich also neue Takthöhen erreichen lassen.

Interessant ist bei ASUS sicherlich auch der AI-Booster:

Für den richtigen Overclocker ist dies natürlich nichts, aber es ist ein sinnvolles Tool, um sich an das Thema heranzuwagen. Es missfällt uns jedoch, dass ASUS hier beispielsweise die CPU-Temperatur falsch angibt (es liegen bei einem Pentium 4 Extreme Edition im Idle-Betrieb deutlich mehr als 29°C vor), weiterhin ist die Spannung mit 1,58V hier zu niedrig angegeben, es liegen 1,64V an. Auch der FSB ist nicht bei 266,00 MHz, sondern ASUS-typisch knapp 1% über dem Soll. Wenn schon ein Tool, dann bitte mit richtigen Angaben, ansonsten verunsichert dies nur den Kunden.

Auf der nächsten Seite präsentieren wir das nächste i925XE-Board, das Intel D925XECV2.


Intels D925XECV2 ist seinem Vorgänger sehr ähnlich. Das D925XCV haben wir in dem ersten Sockel 775-Roundup präsentiert, aber man kennt es auch schon aus unserem LGA775-Review, dort diente das Intel-Motherboard nämlich als Testplattform für unsere CPU-Tests. Entsprechend haben wir das neue D925XECV2 wieder für die Test mit FSB1066 verwendet. An dieser Stelle wollen wir noch einmal einen genaueren Blick auf das Referenzmainboard werfen, welches wie bei Intel üblich alle neuen Features enthält - aber natürlich nur in begrenztem Maße auf Performance und Overclocking-Features getrimmt ist. Im Vergleich zum D925XCV kann das D925XECV2 allerdings jetzt auch mit schnellen Memory-Timings umgehen und bietet auch etwas großzügigere Overclocking-Optionen. Bei Intel achtet man eher auf den korrekten Einsatz aller Features, hoher Qualität und hoher Stabilität und Kompatibilität der Boards. Als Features sind jedoch auch hier alle aktuellen "Musts" auf dem Board: Ein HD-Audio-Codec, Serial ATA-Raid, Firewire und ein Gigabit-Ethernet-Controller findet man auf dem Board.

Das Board ist zudem edel in schwarz gehalten - und komplett passiv gekühlt:

Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Wie wir das schon oft von Intel kennen, ist es für den Hersteller möglich, aus dem Motherboard einfach ein MicroATX-Board zu machen. Aus diesem Grund ist das D925XECV2 auch so designed, dass im Bereich der unteren PCI-Slots keinerlei Komponenten mehr vorhanden sind. Mit einer leichten Designänderung kann das Board also auch für den OEM-Markt oder ähnliches "zurechtgestutzt" werden. Mit vier PCI-Slots und zwei PCI-Express x1-Lanes besitzt das Board von der reinen Anzahl her die meisten Slots von den bislang getesteten Boards. Da ein PCI-Express-Gigabit-Ethernet-Controller zum Einsatz kommt, nimmt Intel zumindest drei der vier PCI-Express-Lanes in Anspruch.

Folgende Features können wir in unserer Tabelle festhalten:

Auch wenn Intel seine Boards mit immer mehr Overclocking-Funktionalitäten ausstattet, so liegt man traditionell weit hinter der Konkurrenz zurück. Natürlich möchte man das Overclocking der eigenen Prozessoren nicht auch noch fördern. Trotzdem hat Intel mit dem "Desktop Control Center" ein Programm entwickelt, welches Overclocking on the fly im Bios ermöglicht, allerdings auch nur in den hier genannten Grenzen. Der Rest ist Standard - ein PCI-Express-Gigabit-Ethernet-Controller, ein Firewire-Controller, USB 2.0, Serial ATA-Raid über die ICH6R und der High-Definition-Audio-Chip dürfen auf einem Mainboard natürlich nicht fehlen, welches die neuen Technologien demonstrieren soll.

Bei der Ausstattung müssen wir uns auf Intel-Angaben berufen, denn wir erhielten das Motherboard als "nacktes" Sample.

Über Kabel und Ähnliches ist uns leider nichts bekannt - notfalls muss der Kunde seine Laufwerkskabel also komplett selbst beschaffen, auch eine weitere USB- und Firewire-Blende wird nicht genannt, sodass im ausgelieferten Zustand nur vier USB 2.0 und ein Firewire-Anschluss nutzbar sind. Da sich auf der ATX-Blende alle Sound-Anschlüsse und ein RJ45-Port befindet, kann man die fehlenden USB 2.0- und Firewire-Ports also höchstens über einen erworbenen Adapter oder Gehäuse-Anschlüsse zugänglich machen.

Weiterhin auf der ATX-Blende noch vorhanden sind eine parallele Schnittstelle, eine serielle Schnittstelle und zwei PS/2-Anschlüsse:

Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Wie immer finden wir bei dem Intel-Motherboard ein Paket mit sehr guter Software - Norton Internet-Security und Musicmatch Jukebox sind nur als Beispiel zu nennen. Die InterVideo-Programme und auch der NTI CD-Maker komplettieren weiterhin ein recht hochwertiges Paket, welches sicherlich eine willkommene Zugabe ist.

Auf der nächsten Seite wollen wir in Kürze auf die Onboard-Features eingehen, anschließend auf einer Seite das Overclocking, die Stabilität und das Bios abhandeln.


Sehr positiv darf man zunächst erst einmal die Handhabung der Stromversorgung und Kühlung des Boards ansprechen. Intel verwendet natürlich die geeigneten Spezifikationen für den Prescott nach VRM10 und FMB2.0 auf dem Board und so finden wir zwölf MOSFETs für eine dreiphasige Versorgung durch je drei MOSFETs. Die Kühlung der Northbridge wird durch einen voluminösen passiven Kühlkörper vorgenommen, ebenso sitzt auf der Southbridge ein kleiner Kühlkörper. Der Northbridgekühler ist nicht entfernbar, sondern fest mit dem Board verbunden. Bei der Stromversorgung ist man eigentlich nur auf einen 12V AUX und einen Molex-Stecker zusätzlich zum ATX-Stecker angewiesen, setzt man eine EPS-Stromversorgung ein, so kann man auch gedankenlos auf den Molex-Stecker verzichten. In unserem Test lief das Board auch ohne diesen mit einem ATX-Power-Supply problemlos und stabil. Auf dem Board befinden sich vier FAN-Header, davon zwei im neuen 4-Pin-Style.

Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Leider haben wir keinen Überblick über die Ressourcenverteilung des Boards - soviel können wir aber vorgreifen: Es gab keine Probleme. Die zwei PCI-Express-Ports sitzen an einer praktischen Stelle, denn auch wenn man eine Grafikkarte einsetzt, die zwei Slots verbraucht, ist genügend Platz, um beide PCI-Express-Slots nutzen zu können. Zudem kann man auch noch auf die unteren beiden PCI-Slots zurückgreifen. Im Hintergrund sieht man bereits den Marvell "Yukon" PCI-Express-Gigabit-Ethernet-Chip - dieser ist natürlich über eine x1-Lane angebunden und kann somit seine volle Bandbreite (10/100/1000 MBit/s) von insgesamt 250 MB/s im Voll-Duplexmodus über den Bus schaufeln. Rechts unten sieht man die Southbridge - direkt darüber die beiden Firewire-Header, die mit dem recherchierten Lieferumfang leider nicht betrieben werden können.

Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Unten im Bild sieht man den Agere Firewire-Controller - drei Ports kann er eigentlich ansteuern, einer kann hier nur effektiv genutzt werden. Der Controller überträgt 400 MBit/s und ist über PCI angebunden, belastet also in geringem Maße dieses Bussystem. Direkt über dem Controller findet man den Mainboardlautsprecher, der sich vor allen Dingen bei den Intel Express-Bios-Updates bemerkbar macht.

Auf dem Board lassen sich insgesamt 4 GB DDR2-533 unterbringen - so wie vom Chipsatz auch geboten. Leider sitzt der RAM aufgrund der sechs PCI/PCIe-Schnittstellen so nah am x16-Slot der Grafikkarte, dass der Einbau von weiteren Riegeln mit eingebauter Grafikkarte nicht möglich ist. Das ist der Nachteil eines so gut mit Erweiterungsslots ausgestattetem Mainboard, denn der Grafikkarten-Slot rutscht dann so weit nach oben, dass es eng wird.

Die Anschlüsse am Boardrand sind hier gut platziert - der EPS-Stecker und der Floppy-Port sowie der IDE-Port können so einfach verkabelt werden, ohne dass die Kabel anschließend im Weg stehen und Luftverwirbelungen hervorrufen. Allerdings verbaut Intel hier nur den ATA/100-Port der Southbridge und keinen Extra-Controller - mit zwei klassischen IDE-Geräten muss man beim Intel D925XCV also auskommen. Ganz rechts im Bild befindet sich der typische National Semiconductor Super I/O, der auf vielen Intel-Boards zum Einsatz kommt und für das Hardware-Monitoring sowie für die seriellen und parallelen Schnittstellen sowie den Floppy Port und PS/2 verantwortlich ist.

Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Bei den vier Serial ATA-Ports der ICH6R ist es natürlich auch möglich, ein Raid 0, 1 oder 0+1 aufzubauen, weiterhin ist auch ein Matrix-Raid wieder möglich. Beim Onboard-Sound setzt Intel natürlich auf den neuen High-Definition-Standard, als Codec wird der Realtek ALC880 eingesetzt, der auch auf dem Abit AA8 zum Einsatz kommt. Für ein Front-Panel ist der gelbe Header vorgesehen, um weitere Sound-Anschlüsse zur Verfügung zu stellen. Wie der Sound qualitativ unterwegs ist, zeigen wir in den Benchmarks zu einem späteren Zeitpunkt.

Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Das Bios betrachten wir zusammen mit der Stabilität und dem Overclocking auf der nächsten Seite.


Das BIOS und Overclocking:

Wie immer widmen wir uns zuerst visuell dem BIOS, das heißt, wir schießen einige Screenshots, um den Aufbau und die einzelnen Funktionen des Menüs zu veranschaulichen:

Durch Klick auf die Bilder gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Im Folgenden halten wir die wichtigsten Bios-Funktionen und Besonderheiten fest:

Sauber programmiert - ein wenig unübersichtlich - aber vollständig und ohne Fehler präsentiert sich das Intel-Bios. Das B1-Stepping ist selbstverständlich ordentlich implementiert, alle Geräte können abgeschaltet werden, es sind wenige Einstellungsmöglichkeiten gegeben, sondern nur das Nötigste. Etwas überrascht waren wir von den Einstellungsmöglichkeiten des Speichers, denn dort war sogar eine Option für CL2.5 für die DDR2-Riegel enthalten - leider ohne Funktion, denn keines unserer Module wollte mit derartigen Einstellungen starten. Auch eine DDR2-667-Funktion ist enthalten, funktioniert aber nicht, da der Chipsatz derartiges in keiner Form unterstützt. Ein Hardwaremonitoring-MenÜ ist ebenso vorhanden wie eine Burn-In-Funktion - diese erlaubt nun auf dem D925XECV2 ein Overclocking bis +10% :

Den Overclocker haut das natürlich nicht um, da auch keine Spannungsveränderungen möglich sind und kein aggressiveres Overclocking betrieben werden kann. Verändert werden kann bei dem Mainboard auch noch der PCI-Takt und der PCI-Express-Takt - allerdings nur in geringen Abstufungen leicht nach oben. Sich ein Intel D925XECV2 zum Overclocking zu kaufen, macht also keinen Sinn - das Board hat andere Qualitäten.

Diese liegen beispielsweise in der Stabilität, der Kompatibilität und in der wirklich guten Implementierung der Lüftersteuerung, die sehr sauber funktioniert. Top ist auch das Intel Desktop Control Center, das wirklich haargenau die Temperatur der Prozessoren überprüfen kann. Auf dieses Tool ist 100%ig Verlass.

 

Die Stabilität:

Auch hier gelten natürlich die beim ASUS-Board gemachten Anmerkungen, im Folgenden nun der Intel-Stabilitäts-Check:

Auch hier behält das Board die weiße Weste - keine Probleme in allen unseren Test.

Bezüglich der Speicherkompatibilität haben wir folgende Module testen können:

Alles ohne Probleme - auch hier hatten wir mit sämtlichen Modulen und Konfigurationen kein Problem. Alle Timings wurden ordentlich erkannt und das System funktionierte hervorragend - selbst bei Vollbestückung. Bei Intel war dies allerdings auch zu erwarten - schließlich stellt man die Testplattform den Memory-Herstellern zur Verfügung und diese können auf den neuen Chipsätzen so ihre Module verifizieren.

Auf der nächsten Seite kommen wir nun schließlich zum i915P-Kandidaten, dem Epox 5ERA+.


Epox schickte uns das 5ERA+, das es auch als i915G-Variante (5EGA+) gibt. Vom Layout sind diese beiden Boards absolut identisch, ein i925X-Board hat Epox nicht im Sortiment. Wie man es von Epox gewohnt ist, findet man ein sehr schlichtes Mainboard in der Verpackung. Wert wird eher auf die Features gelegt, aber auch auf das Overclocking. Interessant war allerdings, dass Epox einen grandiosen Service lieferte - denn nachdem wir das Board erstmals angeklemmt hatten und es nur langsam aufgrund fehlenden B1-Fixes lief, ließ man sich das PCI-Bandbreitenproblem von uns erklären, schloss sich mit Award kurz, fertigte in Kürze ein neues Bios und stellte uns innerhalb von einer einzigen Woche eine neue Bios-Version zur Verfügung, die den B1-Fix enthielt. Für uns eine beeindruckende Leistung, wenn es andere Hersteller nicht innerhalb von vier Monaten schaffen, den B1-Fix zu integrieren...

Das Board selber ist in lindgründer Farbe weniger auffällig, dafür finden sich auf dem Board aber ebenso reichlich Onboardkomponenten:

Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Beim Layout sieht man wieder typische Details, die wir bei Epox oft vorfinden. Die stromversorgenden Komponenten befinden sich im oberen rechten Eck, ebenso die 24pin EPS-Versorgung und auch der normale P4-Stecker. Dafür rücken die Dimm-Sockel etwas weiter an den Rand. Auch die typische Debug-Kontrolle finden wir wieder auf dem Epox 5ERA+. Weiterhin ist das Board komplett passiv gekühlt, auch die Southbridge besitzt wieder einmal einen passiven Kühlkörper.

Im Folgenden nun alle Features im Detail:

Wie man sehen kann, bietet Epox hier auch eine Menge, nur Firewire fehlt. Auch wieder vorhanden ist ein Gigabit-Ethernet-Controller, der diesmal aber nur über PCI angebunden ist. Auch der Sound ist kein HD-Audio-Chip, sondern nur ein AC97-Sound. Dafür hat Epox sowohl mit der ICH6R die Möglichkeit geschaffen, Serial ATA-Platten im Raid zu verwenden, als auch weitere ATA/133-Geräte anzuschließen, denn das Board bietet über den zusätzlichen ITE-Controller entsprechende Möglichkeiten.

Im Lieferumfang des Boards finden wir ebenso einiges:

Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Im Detail finden wir folgende Gegenstände in dem Karton:

Beim Lieferumfang vermissen wir mal wieder ein paar Kabel, obwohl die Ausstattung eigentlich in Ordnung ist. Intel bietet nur noch einen ATA/133-Port beim ICH6R, also muss der Hersteller ja eigentlich auch nur noch ein Kabel beilegen. Dass dieses gerundet ist, freut einen Casemodder natürlich, wer aber an den ATA/133-Controllern weitere Geräte anschließen möchte, muss Kabel nachkaufen. Das gilt ebenso für die Serial ATA-Geräte, wenn mehr als zwei Geräte angeschlossen werden sollen.

Der Epox "PowerPack" ist ebenso ein nettes Goodie wie die beiliegende Software. Der Temperaturfühler kann irgendwo im Gehäuse platziert werden und misst dort dann die Temperatur, wenn er an das Board angeschlossen wird. Die Mini-MOSFET-Kühler sind allerdings nicht wirklich sinnvoll, denn sie kleben nicht gerade sehr gut und könnten auch abfallen und Kurzschlüsse verursachen.

Auf der ATX-Leiste befinden sich folgende Anschlüsse:

Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Bei der i915G-Variante befindet sich statt den digitalen Soundanschlüssen ein VGA-Ausgang an derselben Stelle. Eine Sound-Slotblende wird deshalb hier nicht benötigt, denn es sind jegilche Soundanschlüsse vorhanden. Vier USB 2.0-Schnittstellen sind jedoch etwas wenig, da Epox auch keine Slotblende beilegt. Hier hätten entweder weitere Ports an die ATX-Blende gepasst, aber auch eine Slotblende wäre interessant gewesen. Das Fehlen müsste sich aber sicherlich im Preis auswirken, denn Epox-Boards sind in der Regel recht günstig am Markt zu erstehen.

Kommen wir auf der nächsten Seite zu unserer Layoutbetrachtung.


Epox ist einer der wenigen Hersteller, die bei der INT-Verteilung immer mit offenen Karten spielen, auch wenn die im Handbuch abgedruckten INT-Request-Tabellen nicht immer vollständig sind. Beim Epox 5ERA+ finden wir eine sehr vollständige Tabelle im Handbuch:

Da auch die PCI-Express-Slots INT A und INT B belegen, findet sich hier eine recht extreme Ansiedelung an Devices. Verwendbar wären auch noch die INT G und INT H, die Epox aber auch gar nicht verwendet - zumindest nach dieser Tabelle. Am elegantesten wäre es wohl, zickige PCI-Karten gleich in den PCI-Slot 3 oder 4 zu setzen, da hier wahrscheinlich keine Probleme auftreten sollten.

Epox setzt auf PCI - vier Slots findet man auf dem Board, zusätzlich zwei PCI-Express x1-Slots und einen x16-Slot. Da sechs Slots und der x16-Slot verbaut sind, können aufgrund der ATX-Größe des Mainboards keine Dimms mehr eingebaut werden, wenn eine Grafikkarte im Slot sitzt. Dafür ist dann zu wenig Platz auf dem Mainboard. Da auch der hohe Kühlkörper der Northbridge recht nahe am x16-Slot sitzt, könnte es Probleme geben mit Heatpipe-Kühlungen bei Grafikkarten. Mit Standard-Grafikkartenkühlern sollten jedoch keine Probleme auftreten.

Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Epox nutzt die Option, weiterhin auf DDR zu setzen. DDR2 ist im Moment zwar schon reichlich am Markt verfügbar, aber die Preise sind noch recht hoch. Auch bieten sich noch keine Bandbreitengewinne - es sei denn, man setzt auf einen FSB1066-Prozessor, der dann im i925XE-Chipsatz eine synchrone Bandbreite erreichen kann, wenn DDR2-533 genutzt wird. Im Mainstream-Bereich ist DDR aufgrund der niedrigen Latenzen auf jeden Fall schon aus Preis/Leistungsgründen zu empfehlen. Eingesetzt werden können hier vier Module, jeweils zwei werden im Dual-Channel-Modus betrieben. Intels Flex-Memory-Technik wird unterstützt, insgesamt können maximal 4 GB DDR-400 angesprochen werden.

Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Auch Epox deckt den Sockel 775 mit einer Plastikabdeckung ab. Insgesamt scheint es uns mittlerweile, als wäre der Sockel 775 deutlich robuster als zunächst angenommen, denn in unseren 18 Mainboard- und Barebone-Tests ist kein einziges Mainboard beschädigt worden und auch die CPU hat die vielen Ein- und Ausbauprozeduren gut überstanden. Das schwächste Glied scheint eher der Sockel 775-Kühlkörper mit der PushPin-Montage zu sein, denn zum einen ist schon unser Boxed-Lüfter vom ersten Sockel 775-Test nicht mehr einsatzbereit, da ein Fuss abgebrochen ist, zum anderen ist auch ein anderer Sockel 775-Lüfter nicht mehr richtig einsatzfähig, weil einer der PushPins klemmt. Sicherlich ist das nicht bedenklich für den Privatkunden, wenn man wie wir einen Kühlkörper aber oft demontieren muss, können derartige Probleme auftreten.

Epox verwendet wie von Intel vorgeschrieben eine VRM10.0 / FMB 2.0-Stromversorgung, allerdings nicht wie bei der Konkurrenz passiv gekühlt. Dafür legt man die kleinen Kühlkörper bei, die allerdings abfallen könnten und dann z.B. beim Fallen auf die Grafikkarte einen Kurzschluss verursachen könnten. Auch finden wir die Position des EPS-Steckers nicht wirklich klug, denn er muss so über den CPU-Lüfter hinweg geführt werden - bei 24 Pins ist dies nicht unbedingt die schönste Variante.

Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Auch die Southbridge ist passiv gekühlt - eine Geräuschkulisse ist also vom Epox 5ERA+ nicht zu erwarten. Im Bild sieht man die ICH6R, die Epox hier glücklicherweise verwendet. So können die vier Serial ATA-Stecker im Raid 0, 1 und 0+1 und im Matrix-Raid gekoppelt werden. Die Bandbreite der Serial ATA-Geräte ist mit 150 MB/s etwas höher als ATA/133 mit 133 MB/s, zudem haben diese Anschlüsse den Vorteil, dass sie dediziert an die Southbridge angebunden sind und nicht wie bei einem PCI-Controller der PCI-Bus ausbremst. Auf der rechten Bildseite sieht man den ATA/100-Anschluss der ICH6R, weiterhin der Floppy-Port. Die Positionierung hier ist in Ordnung.

Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Epox Debug-Kontrolle darf natürlich auch nicht fehlen, deshalb findet man auf dem Mainboard direkt neben dem gesockelten Bios die zweizeilige Anzeige, die einem helfen kann, mögliche Probleme schnell zu erkennen. Das gesockelte Bios kann zudem bei einem fehlerhaften Flashvorgang fix ausgetauscht werden. Der CMOS-Jumper ist auch gut zu sehen, er sitzt ebenso an einer guten Stelle. Etwas komplizierter kann das Austauschen der CMOS-Batterie sein, wenn PCI-Karten eingebaut sind.

Auf der nächsten Seite kommen wir auf die Onboard-Geräte zu sprechen.


Beginnen wir hier mit dem Storage-Controller. Epox verwendet hier einen ITE PCI-Controller, um zwei weitere ATA/133-Anschlüsse auf das Board zu bringen. Hiermit können vier weitere ATA/133-Geräte angeschlossen werden, Festplatten können sogar im Raid 0, 1 und 0+1 gekoppelt werden. Eine entsprechende Treiberdiskette fehlt übrigens im Lieferumfang - hier muss man also die Treiber im Internet selbst herunterladen und vorher auf eine Diskette überspielen, um auf einem ATA/133-Gerät Windows frisch zu installieren. Die Bandbreite ist hier auf maximal 133 MB/s beschränkt, da der Controller über PCI angebunden ist.

Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Auch im Bild zu sehen, ist einer der drei FAN-Header - die beiden anderen befinden sich bei den DDR-Slots (CPU-FAN-Header, 4pol.) und im Bereich der MOSFETs (Gehäuse-Fan, 3pol.).

Zwei PCI-Express x1-Slots besitzt das Board - eigentlich wären also genügend freie x1-Lanes verfügbar, um einen Gigabit-Ethernet-Controller über PCI-Express zu bieten. Wahrscheinlich ist der Marvell 88E8001 aber etwas günstiger und deshalb finden wir hier nur die PCI-Version auf dem Board, die beiden weiteren x1-Lanes bleiben beim Epox 8ERA+ ungenutzt. Da der Controller über PCI läuft, kann er auch wieder maximal nur 133 MB/s übertragen. Das sollte für den Netzwerk-Traffic im Heimbereich vollkommen ausreichen - aber Gigabit-Ethernet kann theoretisch mehr. So ist es möglich, im Duplexmodus 125 MB/s in jede Richtung zu übertragen, insgesamt also 250 MB/s. Dies geht nur mit einer PCI-Express-Anbindung oder einer direkt in die Southbridge implementierten Lösung.

Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Als Super I/O finden wir auf dem Epox 5ERA+ einen Winbond SuperI/O, der für Floppy-Controller, serielle und parallele Ports, den Gameport sowie das Hardwaremonitoring zuständig ist. Gerade auf das Hardwaremonitoring kommen wir aber später noch einmal innerhalb der Bios-Besprechung zurück. Im Bild sieht man auch am Rand aufgedruckt, dass wir die Revision 1.1 des Mainboards testen.

Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Im nächsten Bild finden wir den Realtek ALC850. Es handelt sich leider nicht um einen HD-Audio-Codec, obwohl die ICH6R-Southbridge dieses ja bietet. Stattdessen setzt Epox auf die kostengünstigere AC97-Version, immerhin ist der Realtek ALC850 aber kein schlechter Onboard-Codec. Trotzdem finden wir, dass derartige Features des Chipsatzes eigentlich auf einem modernen Board nicht ungenutzt bleiben sollten. Eine qualitative Betrachtung des Onboard-Sounds haben wir zu einem späteren Zeitpunkt.

Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Auf der nächsten Seite kommen wir zum Bios und zur Stabilität.


Das BIOS:

Wie immer widmen wir uns zuerst visuell dem BIOS, das heißt, wir schießen einige Screenshots, um den Aufbau und die einzelnen Funktionen des Menüs zu veranschaulichen:

Im Folgenden halten wir die wichtigsten Bios-Funktionen und Besonderheiten fest:

Das Bios hat noch keinere Mängel, man könnte vielleicht an dieser oder anderer Stelle etwas eleganter lösen, aber durch die schnelle Reaktion von Epox sind die größten Mängel von unserer Seite aus behoben worden. Der B1-Fix wurde in der uns zugespielten Version bereits komplett implementiert, weiterhin haben die Epox-Ingenieure nun auch alle Onboard-Geräte zur Abschaltung implementiert. Die Lüftersteuerung funktionierte, eventuell kann man hier aber in Zukunft noch ein paar Optionen hinzufügen. Sehr gut ist bereits das Hardwaremonitoring, das auch die DDR-Spannung anzeigt.

Etwas ändern sollte Epox nur noch am FSB - denn hier liegen aktuell auch bei deaktiviertem Turbo-Mode 202,3 MHz an. In unserem Test ließ sich dies zwar durch Setzen des FSBs auf 199 MHz korrigieren, denn dann lief das System korrekt auf 200,00 MHz.

Die Stabilität:

Auch hier wieder unser Blick auf die Stabilität, wobei natürlich dasselbe gilt, was wir auch schon bei den anderen Mainboards angemerkt haben. Hier ein Blick auf die Stabilitäts-Checkliste:

Zunächst also keinerlei Probleme mit dem Mainboard.

Bezüglich der Speicherkompatibilität haben wir folgende Module testen können:

Auch hier kann man Epox eine weiße Weste bestätigen, denn die von uns angetesteten Module liefen alle ohne Probleme. Keine Stabilitätsprobleme gab es mit den JEDEC-konformen Modulen und den Corsair TwinX der Version 1.1 - nur die neuen XL Pro machten leichte Probleme, denn die mit extrem schnellen 2-2-2-5 programmierten Modulen liefen erst bei 2,7V stabil. Das ist aber vollkommen in Ordnung, denn für diese Spannung sind die Module auch spezifiziert. Da der i915P-Chipsatz eigentlich nicht für derartig niedrige Timings vorgesehen wurde, ist dies ein sehr gutes Ergebnis. Die Benchmarks konnten wir dementsprechend auch mit 2-2-2-5 durchführen.

Auf der nächsten Seite kommen wir nun schließlich zum Overclocking.


Auch beim Overclocking werfen wir zunächst einen Blick auf die Features des Boards:

Hier die Overclocking-Optionen in der Übersicht:

Von den Features her bietet Epox hier eigentlich nur Standardkost. Der PCI-Takt kann im Bios nicht verändert werden, wird aber wohl im Hintergrund vom Bios beeinflusst. Der PCI-Express-Takt kann verstellt werden, ebenso der FSB bis zu guten 350 MHz, die man mit dem i915P-Chipsatz und einem Pentium 4 wohl nicht erreichen wird. Gut sind die Spannungseinstellungsmöglichkeiten für die CPU, mit ca. 1,6 bis 1,7V maximaler Spannung für einen Prescott-Prozessor sollte man schon sehr vorsichtig sein. Weiterhin kann man die DDR-Module richtig zwiebeln - hier sind bis zu 3,2V möglich, wobei man allerdings nur bis 2,9V dauerhaft nutzen sollte. Andere Spannungen können nicht verändert werden, die "Real Time Turbo"-Einstellung betrifft nur den FSB anstatt einer manuellen Einstellung.

Im Test zeigte sich das Board dann aber als durchaus übertaktungsfreudig:

Immerhin 257 MHz waren möglich - das ist bislang Rekord für ein i915P-Mainboard, denn hier erreichten wir selten mehr als 215 MHz. Das ist allerdings kein Wunder, denn Epox versteht sich als Overclocking-freundliches Unternehmen und hat somit alles Mögliche unternommen, um den PCI-Express-Takt möglichst niedrig zu halten. Bei 257 MHz steigt dann aber wohl das System aus und wurde bei uns instabil, zudem begannen über 260 MHz auch wieder die typischen Serial ATA-Probleme, die Festplatten wurden nicht mehr gefunden.

Erstaunlicherweise konnten wir aber auch den Speichertakt synchron mit ordentlichen Timings betreiben und erreichten somit auch eine sehr gute RAM-Performance:

Da die meisten Pentium 4-CPUs mit einem festen Multiplikator ausgestattet sind, aber beispielsweise die neuen E0-Modelle sich recht gut übertakten lassen, stellen wir einmal folgende Rechnung an: Mit einem 115W-Prozessor lässt sich auch beim Epox 8ERA+ der Multiplikator auf 14 herunterschalten. Mit 257 MHz FSB wären somit sehr gute 3,6 GHz möglich. Ohne das Herunterschalten des Multiplikators kommt man bei einem 16x-Multiplikator beispielsweise sogar auf 4,1 GHz - ein FSB von 257 MHz reicht also in der Regel vollkommen aus, um einen Pentium 4 ans Limit zu treiben.

Auf der nächsten Seite zeigen wir das Soltek SL915GPro-FGR:


Auch Soltek schickte uns ein Sockel 775-Mainboard, allerdings ein Board mit i915G-Chipsatz. Auf die Betrachtung der GMA900-Grafik haben wir erneut verzichtet, denn wir haben bereits entsprechende Benchmarks mit dem Intel Referenzboard und dem Shuttle XPC durchgeführt, die Benchmarks des Soltek-Boards sollten sich entsprechend einsortieren. Getestet haben wir hingegen die VGA-Qualität des Ausgangs, da diese von Board zu Board verschieden ist. Beim Soltek-Board war bei 1024x768 noch alles in Butter, bei 1280x1024 begannen leichte Verzerrungen das Bild zu belegen, bei 1600x1200 finden wir das Bild nicht mehr empfehlenswert. Für einen Büro-PC mit 1024x768 oder 1280x1024 ist der VGA-Ausgang aber vollkommen in Ordnung. Da man auch über eine ADD2-Karte einen DVI hinzufügen kann, sollte man sich dies überlegen, denn für den Office-Einsatz reicht die GMA900 von Intel vollkommen und belastet das System auch nicht zu stark.

Das Soltek-Board ist ansonsten etwas besser ausgestattet wie das Epox 5ERA+:

Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Außerdem ist es deutlich aufffälliger designed - ein schwarzes PCB sieht natürlich schicker aus, die lila Slots und Ports haben auch etwas. Auch Soltek versucht das Board im Qualitätsbereich zu positionieren, denn es kommt in einer schicken, vollen Verpackung. Werfen wir jedoch zunächst einen Blick auf die Featureliste des Mainboards:

Als ersten Unterschied zu den vorangegangenen Motherboards bietet das Soltek-Board keine ICH6R, sondern nur eine ICH6. Aus diesem Grund hat das Board zwar vier Serial ATA-Ports, aber leider kein Serial ATA-Raid. Sämtliche Raidfähigkeiten der Southbridge bleiben also ungenutzt - eigentlich schade. Auch hier setzt man nur einen AC97-Sound ein, wenn auch einen der besseren. Firewire ist hier neben USB 2.0 vorhanden, auch baut Soltek wieder einen ATA/133-Controller auf das Board, um den Mangel des einen einzelnen Kanals der ICH6 auszugleichen. Zudem finden wir auch wieder einen Gigabit-Ethernet-Controller auf dem Board, diesmal die Version von Realtek. Overclocking-Features sind auf dem ersten Blick ebenso reichlich vorhanden.

Beim Lieferumfang ist Soltek etwas großzügiger:

Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Im Detail finden wir in dem großen Mainboardkarton folgende Dinge:

Kabel sind im Gegensatz zu anderen Boards also wirklich mehr als genug vorhanden - alle Serial ATA-Anschlüsse und jeder ATA/133-Anschluss kann bekabelt werden. Hinzu kommen passende Stromadapter. Setzt man das Optimum ein, also eine Serial ATA-Festplatte und ein optisches ATA/133-Drive, dann lässt sich mit dem Rundkabel auch die Luftzirkulation im Gehäuse gut optimieren. Hinzu kommt eine Firewire-Slotblende. Rekordverdächtig ist auch der Software-Pack, denn hier finden wir VirtualDrive, RestoreIT! 3, DriveImage, PartitionMagic und TrendMicro InternetSecurity.

Bei einem Blick auf die ATX-Blende sehen wir, dass optische Ein- und Ausgänge für den Sound ebenso vorhanden sind, wie ein 6-Kanal-Ausgang in analoger Form. Für den Sound ist also gesorgt. Zudem finden wir vier USB 2.0-Ports - eventuell etwas wenig - und einen weiteren Firewire-Port vor. Der RJ45-Port gehört zum Gigabit-Ethernet, zudem sehen wir einen seriellen Port und den VGA-Ausgang.

Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Auf der nächsten Seite kommen wir auf das Layout und weitere Features des Boards zu sprechen.

Soltek erspart uns hier die Auflistung einer INT Request Tabelle, weil im Handbuch keine steht - allerdings wäre diese natürlich doch recht praktisch, da das Board mit PCI-Komponenten vollgestopft ist - die PCI-Slots, Firewire, Gigabit-LAN, USB, ATA/133-Raid - alles will Ressourcen haben. Allerdings müssen wir darauf verzichten, zumindest konnten wir in unserem Test keine Probleme feststellen. Soltek gestaltet das Board auch etwas "moderner" und verzichtet auf PCI-Slots, setzt dafür drei PCI-Express-Slots auf das Mainboard und nur zwei PCI-Slots. Der typische x16-Slot ist trotz integrierter Grafik natürlich weiterhin dabei. Da insgesamt nur fünf Slots und ein x16 zum Einsatz kommen, könnte man vermuten, dass nun ein Einsetzen des RAMs bei eingesetzter Grafikkarte möglich ist - praktisch geht das aber nur äußerst schwierig, weil Soltek die DDR-Slots nicht direkt am oberen Rand des Mainboards ausrichtet.

Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Auch Soltek setzt hier auf DDR - was schließlich für ein Mainboard mit integrierter Grafik auch das einzig sinnvolle ist, denn die teuren DDR2-Preise würden es kaum rechtfertigen, in einen Office-Rechner eingebaut zu werden. Auch hier ist DDR400 die schnellste Speichersorte, ebenso können hier 4 GB RAM eingesetzt werden. Auch das Layout ist klug und gefällt uns besser als beim Epox 5ERA+, denn hier sitzt der Stromstecker wieder auf der oberen Mainboardseite. Allerdings handelt es sich bei diesem um einen Standard-ATX-Stecker und nicht wie Intel es vorsieht um einen EPS-Stecker. Das verwundert uns schon ein wenig, denn gerade für stromfressende Prescott-Prozessoren hat sich Intel diese neue Stromversorgung ausgedacht. Im Testbetrieb gab es zwar keine Probleme mit einem Pentium 4 570J, die Frage ist hingegen, ob zukünftige Intel-Prozessoren ordentlich unterstützt werden. Der 4polige AUX-Stecker ist ganz oben in der rechten Ecke zu sehen und ist dort natürlich auch an einer praktischen Position.

Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Auch Soltek setzt auf passive Kühlung - sowohl die North- wie auch die Southbridge sind passiv gekühlt. Im nächsten Bild sieht man den Sockel 775 und die Spannungswandler des Boards.

Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Interessanter wird es wieder in der unteren Ecke - hier finden wir neben der ICH6 auch die farblich markierten Serial ATA-Ports, den einen übrig gebliebenen ATA/133-Port sowie die beiden ATA/133-Ports des Raidcontrollers. Links sieht man auch ein gesockeltes Bios, welches natürlich auch hier ausgetauscht werden kann, wenn ein Flashvorgang nicht erfolgreich war. Daneben sieht man die Debug-Funktion, die Soltek auch auf diesem Board realisiert hat. Eine LED zeigt zudem, ob das System gerade unter Spannung ist. Zudem findet man in diesem Bereich auch einen der drei FAN-Header (CPU, Chipsatz, Gehäuse). Die Gehäuseanschlüsse sind zwar nicht farblich gekennzeichnet, aber ordentlich beschriftet.

Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Nicht ganz so praktisch ist die Position des Floppy-Anschlusses. Möchte man diesen noch in einem Big-Tower-Gehäuse verwenden, so wird es mit der Kabelage Probleme geben, denn der Anschluss ist unterhalb des letzten PCI-Slots positioniert. Gerade wenn PCI-Karten eingesetzt sind, könnte der Anschluss eines Laufwerks im oberen Gehäusebereich nicht mehr möglich sein.

Auf der nächsten Seite widmen wir uns den Onboard-Geräten des Boards.


Wie Epox baut auch Soltek auf einen seperaten ITE-Controller, um zwei weitere ATA/133-Kanäle auf das Mainboard zu bringen. Auch wir finden dies notwendig und begrüßen dies, auch wenn durch den PCI-Controller die Buslast natürlich steigt. Der ITE-Controller kann maximal 133 MB/s übertragen, da er über PCI angebunden ist, unterstützt aber Raid 0, 1 und 0+1 für Festplatten. Im Bild ist auch noch einmal schön die Power-LED zu sehen.

Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Noch ein ITE-Chip, diesmal ist es ein Super I/O. Er ist verantwortlich für die serielle Schnittstelle, die PS/2-Ports, den Floppy-Controller sowie für das Hardwaremonitoring. Im unteren Bildteil sieht man eine Anschlussleiste für einen LTP-Port. Da die Druckerschnittstelle nicht nach außen geführt wird, bietet Soltek so die Möglichkeit, sie nachzurüsten. Das Hardwaremonitoring schauen wir uns wie immer noch im Bios genauer an.

Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Der Firewire-Controller ist der übliche VIA-Chip, den wir schon oft auf Mainboards vorgefunden haben. Der Firewire-Header für die Slotblende befindet sich direkt über dem VT6307-Chip. Er kann drei Firewireports mit je 400 MBit/s kontrollieren und ist über PCI angebunden.

Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Auch Soltek setzt nicht auf einen höherwertigen HD-Audio-Codec, sondern verwendet einen AC97-Chip von Realtek. Den ALC850 haben wir auch schon auf dem Epox 5ERA+ vorgefunden. Innerhalb unserer Rightmark-Tests kommen wir auf die Qualität des Chips noch einmal zurück.

Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Der Realtek RTL8110S-32 ist ein Gigabit Ethernet-Controller. Auch hier ist er über PCI angebunden, wird also ausgebremst und kann maximal 133 MB/s übertragen. Soltek lässt also auch einen PCI-Express-Port unter den Tisch fallen und nutzt nicht einen vollen PCI-Express-Gigabit-Ethernet-Controller, der die volle Performance von 250 MB/s erreichen würde. Im Bild sieht man weiterhin den FAN-Header für die Northbridge, die aber passiv gekühlt wird - somit lässt er sich anderweitig nutzen.

Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Auf der nächsten Seite gehen wir auf das Bios und die Stabilität des Boards ein.


Das BIOS:

Wie immer widmen wir uns zuerst visuell dem BIOS, das heißt, wir schießen einige Screenshots, um den Aufbau und die einzelnen Funktionen des Menüs zu veranschaulichen:

Im Folgenden halten wir die wichtigsten Bios-Funktionen und Besonderheiten fest:

Hier muss Soltek noch einmal nachlegen: Der B1-Fix ist zwar implemenetiert, aber die AS1.2 scheint noch die erste Release-Version zu sein, denn sie stammt noch vom 12.08.2004 - das ist nun schon über drei Monate her. Darauf achten sollte man, dass man direkt nach dem Zusammenbau des Systems Hyperthreading aktiviert und auch das Prefetching anstellt, denn aus irgend einem Grund hat Soltek dieses im Bios deaktiviert, wenn man "Load Bios Defaults" wählt. Auch die Speichertimings sollten am besten manuell eingestellt werden, denn bei einigen Riegeln erkannte das Board die richtigen Timings nicht und setzte sie auf 2,5-4-4-8, was dann doch die Performance etwas bremst. Auch ist der Gigabit-LAN-Controller noch nicht deaktivierbar, was allerdings wohl auch relativ schnell zu beheben ist.

Grobe Mängel gab es im Bios also nicht, aber ein wenig Verbesserungsarbeit ist noch angesagt, vielleicht kann man dann auch ein paar Prozent Performance noch aus dem Board herausholen.

Die Stabilität:

Auch hier wieder unser Blick auf die Stabilität, wobei natürlich dasselbe gilt, was wir auch schon bei den anderen Mainboards angemerkt haben. Hier ein Blick auf die Stabilitäts-Checkliste:

Zunächst also keinerlei Probleme mit dem Mainboard.

Bezüglich der Speicherkompatibilität haben wir folgende Module testen können:

Soltek hat hier nur Probleme mit der SPD-Erkennung, in unserem Fall stellte das Board gerne auf 2,5-4-4-8. Bei den Low-Latency-Riegeln wurde jedoch korrekter Weise 2-2-2-5 und 2-2-3-6 eingestellt, was in unserem Fall auch stabil lief. Kompatiblitätsprobleme gab es in unserem Test keine.

Auf der nächsten Seite kommen wir nun schließlich zum Overclocking.


Auch beim Soltek-Board schauen wir natürlich genau, wie es mit dem Overclocking aussieht.

Hier die Overclocking-Optionen in der Übersicht:

Auch hier kann Soltek sicherlich in den nächsten Biosversionen noch etwas zulegen. Keine Einstellungsmöglichkeiten für den PCI-Express-Takt und PCI-Takt, keine Veränderung des CPU-Multiplikators, keine Spannungseinstellungen für die FSB-Termination und den PCI-Express-Bus. Dafür ordentliche Spannungseinstellungsmöglichkeiten für CPU, Speicher und Chipsatz und eine gute Flexibilität beim FSB. Auch dynamisches Overclocking ist vorhanden, Soltek nennt dies "Smart Acceleration Technology". Zudem bietet man mit RedStorm-Overclocking ein Tool für Windows an, das in unserem Fall nicht funktionierte:

Also machten wir uns an das klassische Übertakten, erreichten aber wie bei vielen i915G-Boards nicht viel.

Schon bei 215 MHz verließ uns das Board, mehr war nicht möglich.

Kommen wir nun zum Testsystem und den Benchmarks.


Einige Boards liegen uns nicht mehr vor - die Hersteller wollten die Modelle bereits zurück, aber andere Mainboards können wir in Langzeittests begleiten. Neben den unten aufgelisteten Boards hatten wir auch ein paar andere im Test, allerdings war das Bios der Boards schon recht ausgereift. Die Boards von Intel, das ASUS P5AD2 Premium und einige anderen Boards betrachten wir deshalb nicht mehr. Folgende Boards sind noch unsere Sorgenkinder:

Albatron Mars PX915G Pro

Bei diesem Mainboard war die PCI-Express-Performance noch sehr schlecht - der B1-Fix war im Bios noch nicht implementiert. Seit unserer 1.07beta-Version ist einige Zeit vergangen, mittlerweile bietet Albatron die R1.19(Beta) zum Download an. Allerdings hat man neben vielen Verbesserungen den B1-Fix bislang nicht wirklich angerührt.

Abit AA8 DuraMax und Abit AG8

Beide Boards liegen uns nicht mehr vor, weshalb wir nur in die Change Notices auf der Abit-Seite schauen können. Vom B1-Fix ist dort natürlich keine Rede, weshalb wir nicht verfolgen können, ob Abit die Performance deutlich erhöhen konnte. Stattdessen finden wir beim AG8 ein "Removed DDR600 item" - schade, denn mit DDR600 hatte man das Board ja teilweise sogar beworben. Weiterhin hat man bei beiden Boards eine Einstellung hinzugefügt, um den Multiplikator einiger Prozessoren auf 14x herunterzusetzen - dies scheint zum Standard zu werden. Wir sind hier gespannt auf die neuen AA8XE-Boards - eventuell hat man ja hier den B1-Fix integriert?

DFI Lanparty UT 915P-T12

Dem Board fehlte als Hauptkritikpunkt der B1-Fix - diesen scheint man in der Version 2004/09/20 bereits integriert zu haben. Hinzu kommt auch die Möglichkeit, den CPU-Multiplikator auf 14x herunterzusetzen, DFI hat also nach einiger Zeit die Features des Lanparty-Boards aufpoliert.

MSI 925X Neo Platinum-54G

Bei MSIs Top-Board sind wir besonders enttäuscht - hier hat man es nach vier Monaten noch nicht geschafft, eine Bios-Version zu basteln, die die von uns genannten Kritkpunkte beseitigt. Es existiert bei diesem High-End-Board immer noch die Version 1.0 und die "versteckte" Beta-Version 1.1, weitere Verbesserungen wurden nicht durchgeführt. Das Bios des 915P Neo2 Platinum hat man inzwischen in der Version 1.5 vorliegen - das Board aus der 2. Reihe scheint also besser betreut zu werden, denn hier waren die Ergebnisse schon mit der allerersten Version sehr gut.

Kommen wir nun zum Testsystem:

Bevor wir zu den Benchmarks schreiten, müssen wir noch ein paar Dinge erwähnen, die für die Tests protokolliert werden sollen. Mit dem Sockel 775 musste natürlich auch aufgrund der PCI-Express-Grafikkarte ein neues Testsystem her. Wir verwenden hierfür einen Pentium 4 520, also einen Pentium 4 mit 2,8 GHz, da wir mehrere Testsysteme aufbauen möchten und diese CPU zum einen günstig ist, zum anderen sich aber auch für das Overclocking sehr gut eignet. In unserem Forum haben wir vom "neuen Overclocking-King" schon berichtet, denn der erste von uns aus dem Handel erworbene Pentium 4 520 schaffte ohne Spannungsveränderung eine Übertaktung von 2,8 auf 3,7 GHz bzw. 3,9 GHz mit dem Intel Boxed-Heatsink, wobei wir hier ziemlich sicher sind, dass eher jeweils das Board das Limit beschrieb. Für die Tests hier in diesem Roundup verwendeten wir zusätzlich noch einen Pentium 4 560 "ES" ohne Multiplikator, um der Overclocking-Sperre auf den Zahn zu fühlen.

Als Grafikkarte setzen wir eine MSI Radeon X600XT mit 128 MB ein - zwar nicht das Top-Modell, aber ausreichend schnell, um Mainboards zu testen und auch ein paar neuere Spiele mit in den Vergleich aufzunehmen, ohne sofort eine Grafikkartenlimitierung zu erhalten. Gegenüber der GeForce 4 MX440 aus unseren bisherigen Tests ein grandioser Leistungssprung. Als Speicher setzen wir Corsair Twin2X-1024-Module ein, hier setzen wir auf die 533 MHz-Version, die zwar mit CL4-Settings programmiert ist, aber auch ohne Probleme mit CL3 läuft. Eingesetzt werden zwei Module mit 512 MB. Eine Serial ATA-Festplatte ist natürlich Pflicht, weiterhin ein DVD-ROM-Laufwerk.

Durch Klick auf die Bilder gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Als Betriebssystem setzen wir auf Windows XP Professional mit Service Pack 1A. Als Treiber werden die neuesten Intel Inf-Treiber (6.0.1.1002) verwendet, die ATI-Catalyst 4.7 für die Grafikkarte und schließlich DirectX9b.

Hier das komplette Testsystem in der Übersicht:

Hardware:

Software:

Wie immer werfen wir auch einen Blick auf den FSB. Laut Intel-Spezifikation müsste die CPU genau mit 200,00 MHz betrieben werden, in der Vergangenheit hatten wir allerdings immer mal wieder Ausreißer. In unserem ersten Test betraf dies ASUS - denn dort versuchte man sich mit 202,2 MHz einen kleinen Vorteil zu erhaschen. Vorbildlich in diesem letzten Review waren eigentlich nur Intel und MSI sowie Abit mit dem AG8. Nach einer Korrektur über das Bios lief auch das AA8 DuraMax innerhalb der Spezifikation, nur der Shuttle XPC war mit 201,00 MHz noch etwas über der Spezifikation.

Während wir beim Abit AA8 DuraMax den FSB auf genau 200,00 MHz per Hand einstellen konnten (siehe unten), fanden wir es besonders verwerflich, dass es nicht möglich war, den FSB bei ASUS zu korrigieren. Egal mit welcher Einstellung, es war nicht möglich, den FSB auf 200,00 MHz oder einen nahekommenden Wert zu justieren. Schaltet man unter 200 MHz, so ist nur noch DDR2-400 verfügbar, was wir natürlich für unseren Test genauso wenig gebrauchen konnten. Auf die Anfrage an ASUS, ob wir eine neue Bios-Version erhalten könnten, die den FSB auf 200,00 MHz fix einstellt, sagte man uns, dass dies nicht möglich sei: Der FSB wäre in Hardware festgelegt, die 202 MHz würden nicht am Bios liegen und könnten somit nicht verändert werden. außerdem würden andere Hersteller hier noch mehr auf das Brikett legen, weshalb man vorschlug, doch alle Boards mit 202 MHz zu testen.

Da wir natürlich nicht nur einmal ein Board testen wollten, sondern dies der Beginn einer neuen Testreihe wie bei den Canterwood- und Springdale-Motherboards sein soll und wir wieder erwarten, in dem nächsten Jahr knapp 20 bis 30 Motherboards zu testen, müssen wir uns nun eine Regelung einfallen lassen:

Für die hier getesteten Mainboards ergaben sich folgende Messungen beim FSB:

ASUS P5AD2-E Premium:

Intel D925XECV2:

Epox 5ERA+ (korrigiert):

Soltek SL915GPro-FGR:

Alle liegen im üblichen Rahmen - und ASUS wieder mal mit 202,2 MHz zu hoch. Auch dieses Board kennzeichnen wir also wieder in unseren Benchmarks. ASUS und MSI sind die einzigen Hersteller, die aktuell deutlich aus der Bahn springen und den FSB über 1% anheben. Auch Epox wäre über dem Limit ins Ziel gekommen - 202,3 MhH konnten wir zunächst messen. Allerdings ließ sich das Board durch Setzen des FSBs auf 199 MHz konstant mit 200,00 MHz betreiben, ohne dass Chipsatzregister zu Ungunsten des Mainboards heruntergeschaltet werden. Somit nahmen wir die Korrektur vor.

Nun kommen wir endlich zu den Benchmarks - bevor es jedoch an die Leistungswerte geht, noch die Qualitäts-Messungen von Rightmark:


Rightmark verwenden wir schon einige Zeit für Mainboard-Tests, richtig professionell haben wir den Benchmark allerdings erst bei dem Soundkarten-Roundup mit 6 Soundkarten verwendet, da wir dort die Signale mit einer hochwertigen Creative Professional E-muss1820 generiert und aufgenommen haben. Das ist bei den Mainboard-Reviews leider nicht möglich, hier verwenden wir einfach ein Loop-Through-Kabel. Der Effekt: Man kann nicht 100%ig sicher gehen, wenn ein Onboard-Sound qualitativ schlechte Werte hat, ob dies aufgrund des Eingangs des Sounds oder des Ausgangs der Fall ist. Die meisten Ausgänge sind noch akzeptabel und von guter Qualität, einige Eingänge haben allerdings Mängel. Im Endeffekt ist das Urteil dann natürlich auch mit einem schlechten Eingang negativ - aber differenzieren können wir leider nicht.

Anders ist dies natürlich wenn ein Sound qualitativ gute Werte auch für den Eingang besitzt. Interessant wird dies vor allen Dingen aufgrund der Jack-Retasking-Funktion für die HD-Audio-Mainboards, denn hier müssen theoretisch alle Ein- und Ausgänge von hoher Qualität sein, weil diese durch Jack-Retasking frei vergeben werden können. Vielleicht geben sich aus diesem Grund die Hersteller jetzt auch mehr Mühe bei den Sound-Eingängen.

Beginnen wir mit unseren Tests:

ASUS P5AD2-E Premium (CMedia CMI9880):

Das genaue Ergebnis sieht man in dieser Datei.

Mit einem sehr guten Ergebnis beginnen wir hier - zwar hatten wir schon Boards mit einer oder zwei besseren Teilwertungen, aber das ASUS-Board leistet sich keinen Patzer und ist in allen Teil-Tests mit guten Werten dabei. Vor allen Dingen der Stereo-Crosstalk-Wert ist exzellent und auch der Rauschabstand ist sehr gut. Damit hat es ASUS geschafft, den CMI 9980 auf dem Board perfekt einzusetzen - und im Gegensatz zum ersten Board noch einmal leicht zu verbessern.

Intel D925XECV2 (Realtek ALC880):

Das genaue Ergebnis sieht man in dieser Datei.

Durchschnittliche bis sehr gute Werte sehen wir beim Intel D925XECV2. Am Realtek ALC880 liegt dies nicht, denn der Chip ist als High Definition Audio-Chip bei mehreren Boards schon mit besseren Resultaten aufgetreten. Die Dynamik und der Rauschabstand ist nur durchschnittlich, trotzdem ist der Onboard-Sound recht ordentlich und kann sicherlich für Standardanwendungen verwendet werden.

Epox 5ERA+ (Realtek ALC850):

Das genaue Ergebnis sieht man in dieser Datei.

Epox setzt hier im Vergleich zur Konkurrenz nicht auf einen HD-Audio-Chip, sondern nur auf einen günstigen AC97-Codec. Zwar verwendet man den sehr guten Realtek ALC850, aber das HD-Audio-Feature des Chipsatzes lässt man somit ungenutzt - eigentlich sehr schade. Trotzdem erreicht man mit dem ALC850 in etwa dieselben Qualitätswerte wie Intel mit dem D925XECV2 und der Realtek ALC850 kann auch Jack Retasking. Nur im Detail bei der Verarbeitungsgenauigkeit stecken Unterschiede und es können auch nicht mehrere Audio-Streams gleichzeitig verwendet werden.

Soltek SL915GPro-FGR (Realtek ALC850):

Das genaue Ergebnis sieht man in dieser Datei.

Auch hier sehen wir dieselben Ergebnisse wie beim Epox, denn auch hier wird der Realtek ALC850 verwendet, somit liegt auch hier die HD-Audio-Funktionalität brach. Die Ergebnisse bezüglich der Qualität sind praktisch dieselben.

In den letzten Tests hatten das ASUS P5AD2 Premium, das Abit AG8 und das Intel D915GUX bereits sehr gute Onboard-Sound-Lösungen, das DFI Lanparty 915P-T12, das Gigabyte 8ANXP-D, das MSI 925X Neo Platinum und das Albatron Mars PX915G Pro reihten sich im zweiten Test in die Kategorie "sehr gut" mit ein. Bei unserem dritten Roundup ist es nur das ASUS P5AD2-E Premium. Es ist bei diesen Boards nicht mehr unbedingt notwendig auf eine Soundkarte zu setzen, allerdings haben viele Soundcodecs natürlich den Nachteil, dass sie das System belasten. Aufgrund der frühen Treiber macht es aber noch keinen Sinn, hierauf genauer zu schauen. Wir hoffen, dass sich der Trend fortschreibt und sich die Onboard-Soundlösungen weiter verbessern. Dann braucht man nur noch zu einer Soundkarte greifen, wenn man wirklich ein audiophiles System benötigt oder sich der Musik in sonstiger Weise besonders erfreut.

Kommen wir nun zu den "richtigen" Benchmarks, zum Leistungsvergleich.


Sisoft Sandra CPU Drystone ALU (Sisoftware)

Sisoft Sandra ist ein synthetischer Benchmark und aufgrund seiner leichten Anwendung und dem kompakten Download-Umfang ein recht beliebtes Tool zum Vergleich des PCs. Für Mainboard-Reviews wird dieser Benchmark oft verwendet, doch zeigt er dabei nur die genaue CPU-Frequenz in der Leistungsbeurteilung wieder - dort ist er also nur ein abschreckendes Beispiel. Recht sinnig ist er jedoch hier einsetzbar, auch wenn die Performance-Bewertung nichts mit der realen Performance eines CPUs zu tun hat, sondern eher einen Trend aufzeigt, denn die Berechnungen, die Sisoft Sandra anstellt, sind wirklich rudimentär.

Zunächst wollen wir die CPU-Benchmarks kurz ansehen:

Sisoft Sandra CPU Whetstone FPU

Sisoft Sandra MMX Integer

Sisoft Sandra MMX FP

Sisoft Sandra Memory Int

Sisoft Sandra Memory Float

Unser Kommentar:

In den ersten vier Benchmarks liegen alle Mainboards nahe beieinander, weil hier praktisch nur die CPU-Frequenz abgefragt wird. Man sieht demnach auch keinen Unterschied zwischen i925x und i915P/G oder DDR und DDR2. Interessanter wird es bei den Memory Integer- und Floating-Point-Werten. Hier liegen die beiden ASUS-Boards aufgrund der Übertaktung und der niedrigen Timings. Das Intel D925XECV2 als Vergleichsboard mit 200,0 MHz FSB erzielt 50 bis 100 MB/s weniger Performance.

Die DDR2-Motherboards liegen insgesamt hier leicht vorne, die Mainboards mit DDR wie z.B. der Shuttle XPC und das Abit AG8 etwas hinter der Konkurrenz. Mit der integrierten Grafik schließlich wird die Speicherbandbreite ja auch noch für die Grafikkarte mitverwendet - und deshalb sinkt die Performance hier nochmal etwas. Interessant: Mit "DDR533" kommt das Gigabyte-Board hier deutlich besser in Schwung als mit DDR400. Soltek und Epox liegen trotz guter Timings (2-2-2-5) nur im hinteren Bereich der Memory-Performance - hier kann man sicherlich noch etwas optimieren.

PCMark 2004 - CPU (Futuremark)

PCMark 2004 ist der nächste Benchmark in unserer Sammlung. Dieser Benchmark ist die neueste Kreation aus dem Hause Madonion und prüft die Leistung von CPU und Speicher. Heruntergeladen werden kann dieser Benchmark in unserer Download-Area oder bei Futuremark. Enthalten sind zwei Tests - ein reiner CPU-Benchmark und ein sogenannter Memory-Test, der die Bandbreite des Systems messen soll. Als dritten Benchmark findet man einen Harddisk-Benchmark, der jedoch eine sehr hohe Messungenauigkeit besitzt und deshalb für Festplattentests nicht zu empfehlen ist. Der CPU-Test gibt hauptsächlich die Taktung wieder. Beim Memory-Test merkt man deutlich, wenn ein Prozessor einen größeren Cache besitzt.

PCMark 2004 Memory

Unser Kommentar:

Beim CPU-Test sind zunächst aufgrund der gleichen Taktung natürlich wieder fast keine Unterschiede auszumachen - dass das ASUS-Board hier mit 202,2 MHz und das MSI-Mainboard mit 202,9 MHz vorne stehen, ist aber demnach auch kein Wunder. Im Memory-Test sehen die DDR-Boards hier besser aus, weil wir diese mit 2-2-2-5 betrieben haben, die DDR2-Boards sind deshalb nicht ganz so weit weg. Auch sind hier zumindest die Grandsdale-Boards etwas langsamer unterwegs, wenn man das konservativ betriebene Intel D925XCV einmal ausnimmt.

Das Soltek-Board bleibt hier weiterhin hinter der Konkurrenz zurück, wenn auch äußerst knapp. Epox liegt im unteren Mittelfeld, das Intel-Board im oberen Mittelfeld. Aufgrund des genau getakteten FSBs ist dies ein sehr gutes Ergebnis.


Cinebench 2003 - Rendering 1 CPU (Maxon)

Cinebench ist ein Benchmark, der zur Performancemessung von Systemen für die Software Cinema 4D von Maxon entwickelt worden ist. 3D Modelling ist natürlich auf leistungsfähige CPUs angewiesen und so ist Cinema 4D auch SMP-fähig. Wir haben den Cinebench bislang auch für unsere Mainboard-Tests und für Dual-CPU-Tests verwendet, da er in diesem Bereich sehr gut ist und wir noch keinen vergleichbaren Benchmark im Portfolio hatten. Cinebench 2003 basiert auf CINEMA 4D R8 von Maxon, diese Version kann mit bis zu 16 Prozessoren umgehen. Einige typische Arbeitsvorgänge von Cinema 4D werden simuliert und über den Benchmark abgespult, dieser berechnet dann die Frames pro Sekunde.

Cinebench 2003 - Rendering 2 CPU (HT)

Cinebench 2003 C4D Shading

Cinebench 2003 OpenGL SW-L

Cinebench 2003 OpenGL HW-L

Unser Kommentar:

Beim Rendering liegen zunächst die Mainboards mit einem höheren FSB vorne - hier ist CPU-Leistung gefragt. Die Boards bleiben auch bei den anderen Benchmarks nahe beieinander, erst beim OpenGL Hardware-Test machen sich die Bugs im Bios von den Boards bemerkbar, denn hier ist PCI-Express-Performance gefordert und die Leistung der Motherboards bricht ein. Das B1-Stepping ist noch nicht korrekt im Bios eingearbeitet.

Probleme hat im letzten Benchmark das Soltek, obwohl der B1-Fix wohl integriert ist. Ansonsten befindet sich das Epox-Board in guter Position im Mittelfeld. Das Intel-Board liegt aufgrund des genauen FSBs ebenso im Mittelfeld. An der Top-Position kann sich das ASUS-Board einfinden, da es mit dem Taktfrequenzvorteil hier gut abschneidet.

KibriBench (Adept Development)

KibriBench ist ein 3D-Renderer - und deutlich CPU-belastend. Wir verwenden die Map 'City', die ziemlich leistungsfressend ist. Kribi ist SMP-fähig und somit kommt auch Hyperthreading hier zum Einsatz. Auch diesen Benchmark haben wir neu für unsere CPU-Tests entdeckt, auch er nutzt neue Technologien wie Hyperthreading aus.

Unser Kommentar:

Auch bei Kribi ist CPU-Performance wichtig - aus diesem Grund liegen das MSI und die ASUS-Boards auch vor dem Shuttle in Führung. Gut unterwegs ist das Gigabyte 8ANXP-D, das MSI 915P Neo2 Platinum und das Gigabyte 8I915P Duo Pro, alle Boards liegen aber recht nahe beieinander. Die Boards aus diesem Test liegen entweder im Mittelfeld (Intel, Epox) oder am unteren Ende des Testfelds (Soltek).


SpecViewPerf 7.0 3DSMax (SPEC)

SpecViewPerf ist ein Benchmark der SPEC.org, er ist kostenlos und kann ebenfalls heruntergeladen werden, allerdings ist die 7.0er Version mit mehreren hundert MB doch ein ganz schöner Brocken. Was macht der Benchmark ?

quote:
The first benchmark released by the SPECopc group was SPECviewperf®, which measures the 3D rendering performance of systems running under OpenGL.
Unsere Grafikkarte ist nun aktuell und schnell, aus diesem Grund präsentieren wir jetzt wieder alle sechs Teilbereiche: 3DSMax-01, UGS-01, DRV-08, DX-07, Light-05 und Proe-1.

SpecViewPerf 7.0 DRV-08

SpecViewPerf 7.0 DX-07

SpecViewPerf 7.0 Light-05

SpecViewPerf 7.0 Proe-01

SpecViewPerf 7.0 UGS-01

Unser Kommentar:

Bei SpecViewPerf ist eine starke Trennung der Boards ersichtlich - auch hier können Abit, DFI, Albatron und Shuttle nicht mithalten, weil das B1-Stepping im Bios noch nicht implementiert worden ist. Die Boards von Intel, Gigabyte, MSI und ASUS sind diesbezüglich schon gerüstet und liegen vorne. Die beiden ASUS-Boards können teilweise auch einen recht großen Vorsprung herausholen - mitverantwortlich ist dabei natürlich auch der hohe FSB und das PEG-Overclocking, was auch beim MSI 925X Neo Platinum zu einer deutlichen Performancesteigerung führt.

Soltek scheint hier trotz implementierten B1-Fix noch einige Probleme zu haben und liegt noch etwas hinter den Top-Boards zurück. Epox ist auch noch etwas langsamer, aber deutlich besser. Sehr gut schneidet das Intel-Board ab und das ASUS P5AD2-E Premium.


XMpeg 5.03 (XMpeg)

Xmpeg 5.0.3 ist ein Komprimierungs-Tool, welches mit DivX umgehen kann. Wir verwenden für diesen Test den neuen Codec 5.1.1 in der Version und komprimieren ein Video. Es wurde dabei eine ca. 200MB große MPEG-2 Datei umgewandelt, wobei wir die Audio-Verarbeitung deaktivierten. Zwar zeigt das Programm die durchschnittliche Frame-Zahl pro Sekunde an, wir dividieren aber die kompletten Frames durch die benötigte Zeit. Derartige Komprimierungen waren schon immer ein kräftiger Leistungstest für Prozessoren.

Unser Kommentar:

Epox liegt hier sehr gut mit dem 5ERA+, Intel und ASUS befinden sich mit ihren Boards hier nur im Mittelfeld, Soltek ist wie immer eher im unteren Bereich zu finden.

TMPGEnc MPEG Encoder (TMPGEnc)

TMPGEnc ist der nächste Benchmark in unserem Test. TMPGEnc ist ein sehr guter Video-Encoder, der ebenfalls SMP-fähig ist und somit von Hyperthreading Gebrauch macht. Da TMPGEnc zunehmend verwendet wird, eignet er sich als guter Benchmark im Vergleich zu anderen ähnlichen Programmen, wie beispielsweise Flask Mpeg.

Achtung ! Weniger ist hier besser !

Unser Kommentar:

Alle Boards liegen gleich auf - die eine Sekunde Unterschied macht hier nicht die Welt, sondern liegt im Bereich der Messgenauigkeit bei dem kleinen Demo-Video.

Lame MP3 Codec und CDex (Lame)

LAME ist ein weiteres Kompressionstool. Es handelt sich um einen freien MP3-Codec, den wir zusammen mit CDex zum Komprimieren einer CD verwenden. Wir komprimieren hier den Inhalt einer kompletten CD mit elf Songs zu MP3-Dateien mit einer Bitrate von 128 MBit. Interessant ist dabei, dass zu Beginn des MP3-Booms dies noch lange dauerte - das Rippen der .wav-Dateien von der CD dauerte mit 4x oder 8x CD-ROM-Laufwerken eine Ewigkeit, anschließend war der Rechner eine Stunde mit dem Encodieren beschäftigt. Jetzt ist die CD in knapp zwei Minuten ausgelesen, während der Rechner bereits im Hintergrund die Dateien komprimiert. Schneller als die CD wieder ins Regal eingeordnet ist, hat man also die Dateien per USB 2.0 auf seinem MP3-Player:

Achtung ! Weniger ist hier besser !

Unser Kommentar:

Alle Boards liegen hier nahe beineinander - das Epox 5ERA+ und das Soltek-Board sind etwas langsamer unterwegs, das Intel D925XECV2 und das ASUS P5AD2-E Premium etwas schneller.

WinRAR (RARLab)

WinACE und WinRAR sind neben WinZIP die weit verbreitesten Datei-Komprimierungsprogramme. WinZIP haben wir indirekt bereits mit Sysmark 2002 mitgetestet, hier wollen wir genauer auf die beiden Programme eingehen. Während WinRAR nach unseren Erfahrungen auf Pentium 4-Systemen - eventuell aufgrund von SSE2-Optimierungen - schneller ist, nutzt WinACE wohl keine derartigen Optimierungen, hier liegen Athlon XP und Pentium 4 immer näher zusammen. Wie sieht es hier aus?

Achtung ! Weniger ist hier besser !

Unser Kommentar:

Hier ist das Intel D925XECV2 richtig fix unterwegs und kommt sogar vor dem ASUS P5AD2-E Premium ins Ziel. Am Ende sieht es wieder anders aus, diesmal ist das Epox 5ERA+ etwas langsamer als das Soltek-Board.

WinAce (WinAce)

Achtung ! Weniger ist hier besser !

Unser Kommentar:

Auch hier ist das Intel-Board am schnellsten und kommt vor dem ASUS-Board ins Ziel. Auch das Soltek SL-915GPro-FGR und das Epox 5ERA+ sind hier recht flott unterwegs.


3DMark 2001 SE (Futuremark)

3DMark 2001 ist sicherlich einer der beliebtesten Benchmarks - nicht nur bietet das Gamers Headquarter von Futuremark auch eine tolle Vergleichsbasis, sondern es lassen sich mit diesem, eigentlich als Grafikkarten-Benchmark konzipierten Programm auch recht gut Performance-Vergleiche anstellen. Je nach Auflösung erreicht man dabei eher eine Grafikkarten-Auslastung oder eine CPU-Auslastung - aus diesem Grund haben wir den Benchmark auch mit 1024x768 durchgeführt, das reicht bei unserer X600 XT um zu zeigen, wo ein stärkerer CPU mehr Leistung bringen kann.

Unser Kommentar:

Deutlich sieht man hier die PEG-Übertaktung der Boards von ASUS und MSI, die wir natürlich für das P5AD2-E Premium nun dekativiert haben, nachdem wir wissen, dass ASUS sie bei der Auto-Stellung aktiviert und erst bei "Slow" deaktiviert. Die beste Performance zeigt deshalb objektiv das Intel Intel D925XECV2 -Mainboard, ebenso gefällt das Gigabyte 8I915P Duo Pro, welches interessanterweise mit DDR533 am schnellsten unterwegs ist. Top-Leistung hier wieder vom Gigabyte 8ANXP-D.

Alle anderen Boards - so auch das Soltek und das Epox - befinden sich in fast gleicher Performance direkt hinter den Top-Boards.

3DMark 2003 (Futuremark)

3DMark 2003 kennt auch jeder - nur ist das Programm leicht in den Verruf gekommen, weil die Grafikkartenhersteller hier gerne etwas 'optimiert' haben. Für unsere CPU-Tests ist das allerdings nicht erheblich, da wir immer bei demselben Treiber und derselben Grafikkarte bleiben. Aus diesem Grund können wir 3DMark 2003 für den Vergleich recht gut einsetzen, auch wenn die Unterschiede recht gering sind - die Grafikkarte trägt hier die Hauptlast.

Unser Kommentar:

Auch hier liegen alle Boards innerhalb weniger Punkte, denn hier ist die Grafikkarte das ausschlaggebende Argument und nicht der Chipsatz oder Ähnliches.

Aquamark 3 Score (Massive Development)

Aquamark 3 ist ein leistungsfähiger Test für Grafikkarten, aber auch bei ihm sieht man einen Effekt bei einer schnellen CPU. Wir verwenden die kostenlose Version, die man unter obigem Link herunterladen kann. Die Score ist dabei ähnlich wie bei den Benchmarks von Futuremark auch online vergleichbar mit anderen Systemen.

Unser Kommentar:

Es macht sich hier wieder die PCI-Express-Performance bemerkbar. Alle Boards mit B1-Fix liegen auf einem Niveau innerhalb eines Punktebereiches, dahinter kommen die Boards ohne B1-Fix ins Ziel. Epox, Soltek, Intel und ASUS haben aber keine Probleme in diesem Benchmark.

Codecreatures 1024x768 (Codecult)

Auch Codecreatures ist ein Benchmark für Grafikkarten - und dabei sogar ein recht anspruchsvoller. Ursprünglich wollten wir diesen Benchmark in den Reviews nur dazu verwenden, um aufzuzeigen, wo die CPU- und Chipsatzhersteller noch etwas verbessern könnten und wo eher eine neue Grafikkarte angebracht ist. Aus diesem Grund handeln wir Codecreatures auch recht schnell mit nur einer Auflösung (1024x768) ab, die zeigt, dass hier unsere X600 XT zwar gute Werte bringt, aber die Frameraten immer noch sehr niedrig sind.

Unser Kommentar:

Alle Boards liegen auch in diesem grafikkartenintensiven Benchmark gleich auf - es gibt nur äußerst geringe Unterschiede.


Quake 3 Arena 640x480 (ID Software)

Als Nächstes werfen wir einen Blick auf Quake 3 Arena. Quake 3 Arena ist schon ein Klassiker im Bereich der Benchmarks, deshalb setzen wir ihn auch weiterhin ein, haben ihn für unsere CPU-Tests aber erst jetzt wieder aus dem Archiv geholt. Die Demo 001 wird in der Konsole mit dem Befehl 'timedemo 1' und 'demo demo001' aktiviert, den Benchmark haben wir bei 640x480 mit 16 Bit laufen lassen, um die CPU am meisten zu fordern. Hier sehen wir die Ergebnisse:

Unser Kommentar:

Intel und ASUS dominieren hier etwas, Epox liegt im Mittelfeld, Soltek leider nur unter den letzten Boards.

Return to Castle Wolfenstein 640x480 (Activision)

Return to Castle Wolfenstein basiert auf der Quake 3-Engine, ist aber ungleich anspruchsvoller. Getestet wurde nach den 3DCenter-Regeln für dieses Spiel und mit der dort beschriebenen Time-Demo Checkpoint durchgeführt. Dieser Link führt zur besagten Time-Demo bei 3DCenter, das Spiel muss man sich jedoch selbst besorgen, denn eine Demo ist im Internet leider nicht verfügbar.

Unser Kommentar:

Dasselbe Ergebnis hier, ASUS P5AD2-E Premium vor Intel D925XECV2, Epox 5ERA+ im Mittelfeld, Soltek SL-915GPro-FGR nur am Ende unseres Rankings.


UT2003 Flyby 640x480 (Epic)

Unreal Tournament 2003 ist als Demo verfügbar, in die eine Benchmark-Funktion eingebaut ist. Ein Skript testet bei verschiedenen Auflösungen, es gibt eine Flyby-Demo und ein Botmatch, die die Leistungsfähigkeit des Systems für die Vollversion zeigen soll. Hier die Ergebnisse bei 640x480 mit 16 Bit, denn auch hier wollen wir natürlich die Belastung auf die CPU verlagern:

UT2003 Botmatch 640x480

Unreal Tournament 2004 - Flyby 1024x768 (Epic)

Etwas hungriger bezüglich der Grafikkartenleistung ist UT2004 - aber in einigen Bereichen limitiert auch die CPU, weshalb sich auch dieser Benchmark perfekt für das Messen der CPU-Performance eignet. Wir haben den Benchmark wie immer mit niedriger Auflösung getestet.

Unreal Tournament 2004 - Assault 1024x768

Unser Kommentar:

Auch hier zeichnet sich unser Ranking ab - ASUS aufgrund des hohen FSBs leicht vor dem Intel D925XECV2, das Epox-Board positioniert sich wieder an guter Position im Mittelfeld, am Ende kommt das Soltek-Board mit einer annehmbaren, aber etwas konservativen Performance ins Ziel.


Comanche 4 640x480 (Novalogic)

Comanche 4 ist für Auflösungen von 1024x768 durchaus noch als CPU-Benchmark zu gebrauchen, bei höheren Auflösungen limitiert jedoch die Grafikkarte. Der Benchmark nutzt viele Pixel- und Vertexshader, allerdings wird neben einer hervorragenden Grafikkarte auch ein starker CPU benötigt. Das Spiel basiert auf DirectX 8 und ist in der Demo zum Downloaden erhältlich. Die Demo besitzt einen integrierten Benchmark, hier kann man also vor dem Kauf auch feststellen, ob das Spiel auf dem gewünschten PC ruckelfrei läuft. Wir verwenden ihn zur Leistungsmessung.

Unser Kommentar:

Auch in diesem CPU-lastigen Benchmark liegt das ASUS-Board natürlich wieder vorne. Auch hier folgt das Intel D925XECV2, dann folgt das Epox 5ERA+, anschließend das Soltek SL-915GPro.

Serious Sam 640x480 (Croteam)

Serious Sam ist auch neu bei unseren CPU-Tests - das Game ist hinreichend bekannt, wir verwenden die integrierte Benchmark-Funktion, natürlich mit 640x480 und niedrigsten Settings, um die Grafikkarte möglichst nicht zu belasten und die CPU zu fordern. Hier das Ergebnis:

Unser Kommentar:

Und nochmal dieselbe Reihenfolge - ASUS, Intel, Epox, Soltek.

DroneZMark 640x480 (Zetha Games)

DroneZMark liefert nur mit einer starken Grafikkarte eindeutige Werte für einen CPU-Test - mit einer X600 XT ist dies jedoch kein Problem. So haben wir hier ziemlich eindeutige Werte, DroneZ reagiert allerdings sehr gerne auch auf einen großen Cache, wie man in unseren bisherigen Tests sehen konnte.

Unser Kommentar:

Auch in diesem Benchmark ist die Reihenfolge eingehalten, nur bricht das Soltek-Board hier etwas deutlicher ein. Aus diesem Grund vermuten wir, dass mit dem Cache-Prefetching im Bios etwas nicht stimmt, denn DroneZMark profitiert extrem von einer guten Cache-Performance (siehe Extreme Edition-Prozessoren und Athlon 64).

X2 The Thread - 640x480 (Egosoft)

X2 ist ein Weltraum-Egoshooter, der auch in einer Demoversion zum Herunterladen existiert, die wir hier für diesen Test verwenden. Die Software wird von uns in einer niedrigen Auflösung getestet, da das Spiel bei höheren Auflösungen beginnt, Grafikkarten-lastig zu werden.

Unser Kommentar:

Soltek und Epox sind in diesem Benchmark zwar etwas besser unterwegs, aber ASUS und Intel liegen immer noch vorne.


FarCry Pier 800x600 (Crytek)

FarCry ist wohl das Spiel des Jahres 2004 und ein Grund, sich mal wieder einen neuen PC zu leisten. Das Spiel ist sowohl stark Grafikkarten-lastig bei höheren Auflösungen und hohen Details, aber es existiert auch eine sehr hohe CPU-Belastung, gerade bei niedrigeren Auflösungen ohne viele Details. Wir verwenden deshalb den Benchmark mit Standard-Settings und unterschiedlichen Auflösungen.

Farcry Pier 1024x768

Farcry Pier 1280x1024

Farcry Pier 1600x1200

Unser Kommentar:

FarCry scheint dem Intel D925XECV2 besonders gut zu schmecken, aber auch das ASUS-Board sieht sehr gut aus. Epox positioniert sich wieder im Mittelfeld.

Die restlichen Boards können eigentlich auch alle recht gute Leistungsdaten erzielen, wobei man die Reihenfolge hier nicht sehr eng nehmen darf, da aufgrund der KI von FarCry bei mehreren Durchläufen immer leicht andere fps-Zahlen herauskommen.


Vier weitere Boards hatten wir im Test - und diesmal vier Boards mit funktionierendem B1-Fix. Zwar gibt es immer noch das eine oder andere Problem bei den Boards, aber die Hersteller scheinen nun die neuen Techniken mehr und mehr im Griff zu haben. Für den Performance-Freak scheint sich der i925XE-Chipsatz als perfekte Wahl zu sein, weniger wegen einem Performance-Plus, sondern eher wegen der höheren Flexibilität beim FSB und besseren Overclocking-Möglichkeiten. Wer jedoch nicht übertakten möchte, dem kann es theoretisch auch egal sein, ob DDR oder DDR2 zum Einsatz kommen soll, ein Board mit i925X oder i915P/G-Chipsatz, denn die Performance der Boards bleibt in einer sehr engen Bandbreite.

Hier sollte man sich eher die Features der Boards, deren Stabilität, dem Bios und anderen Details widmen, die einem wichtig sind. In unseren letzten Boardtests haben wir bereits einige Favoriten herausgepickt, die hier empfehlenswert sind - vielleicht ist dort ja auch etwas dabei.


Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Kommen wir nun wie beim letzten Roundup zu einer Einzelwertung für jedes Mainboard:

ASUS P5AD2-E Premium:

Das ASUS P5AD2-E Premium ist ein Board für den Profi - nicht für den Anfänger. Das Board besitzt wirklich alles, was man sich wünschen könnte - Serial ATA Raid, ATA/133-Raid, 800 MBit/s Firewire, Gigabit-LAN über PCI-Express, Wireless-LAN, einen hochwertigen und wirklich guten HD-Audio-Codec, reichhaltige Übertaktungsfeatures, automatische Übertaktung von CPU und Grafikkarte, wirklich umfassende Beigaben in Form von Kabeln, Slotblenden und vielem mehr. Die Performance ist brilliant und auch die Overclockingfeatures haben gezeigt, dass ein FSB von mehr als 300 MHz kein Problem darstellt. Auch die Stabilität war im Endeffekt hervorragend.

Aber ASUS sollte aufpassen. Das Board ist nichts für den Anfänger, da man zu viel falsch machen kann - kauft man sich beispielsweise luxuriösen DDR2-Speicher zum luxuriösen ASUS-Board, kann es sein, dass die Kombination nicht läuft. Der Laie fängt an zu suchen und schickt möglicherweise beide Teile wieder zum Händler, der jedoch keinen Defekt findet. Schuld ist einfach ASUS, weil man im Bios die Timings standardmäßig auf 3-3-3-8 setzt und die Speichermodule diesen Takt vielleicht nicht vertragen. Für den Profi kein Problem, denn er weiß, wie er das Problem umgeht. Der Laie bekommt aber eher Ärger mit seinem Shop.

So ist es bei vielen Dingen. Auch die automatische Aktivierung des PEG-Overclockings kann zu Problemen führen. Bei unserer Biosversion war zudem teilweise auch noch das dynamische Übertakten aktiv. Zudem funktionierte die Lüftersteuerung nicht und der FSB ist mit 202,2 MHz zu hoch. Wir empfehlen ASUS, einen Schritt zurück zu machen und die zusätzlichen Features erst einmal alle im Bios zu deaktivieren und den Turbo erst dann zu aktivieren, wenn dies vom User gewollt wird. Dann kann auch der Laie mit dem Board restlos zufrieden werden, denn ein wirklicher Tipp ist das Board auf jeden Fall. Im Endeffekt ist es eine Tech-Demo aller Features, die man aktuell auf einem Mainboard platzieren kann.

Am Markt ist das Board noch nicht verfügbar, es sollte sich aber wohl im Bereich ab 220 Euro einpendeln. Aufgrund der Features sicherlich trotzdem nicht zu teuer - wir hoffen, dass mit den nächsten Bios-Versionen das Board noch besser wird.

Intel D925XECV2:

Wenn wir sagen, dass das Board von ASUS nichts für den Laien ist - dann ist das Intel D925XECV2 das Board für den Laien. Denn hier konfiguriert sich alles selber, das Board ist stabil, die Kompatibilität ist astrein. Zwar ist das Mainboard nichts für den Overclocking-Freak, aber auch hier bietet Intel mit dem Desktop Control Center ein tolles Tool, um sich an das Thema heran zu wagen. Die Features des Boards sind gut, nur der Sound könnte etwas besser sein, reicht aber eigentlich für den Hausgebrauch auch aus.

Das Board ist eine typische Intel-Entwicklung - Gigabit-LAN über PCI-Express, Firewire und ein HD-Audio-Codec sind enthalten und es unterstützt alle Features des Chipsatzes. Zudem hat es in der Performance auch keinerlei Schwächen gezeigt und landet immer an einer sehr guten Position, auch mit Standardtakt. Wer ein Mainboard für ein Standardsystem sucht und nicht plant zu übertakten, ist beim Intel D925XECV2 goldrichtig.

Preis im Preisvergleich : ab 190 Euro

Epox 5ERA+:

Das Epox-Board findet sich noch nicht auf dem deutschen Markt - dafür aber die Variante mit integrierter Grafik. Diese ist mit 145 Euro schon recht günstig, das Epox 5ERA+ wird sicherlich noch ein Stückchen darunter liegen. Die Frage ist aber, wie sich Epox hier durchsetzen kann. Das Board bietet keinen HD-Audio-Codec, obwohl der Chipsatz dies bietet, auch der Gigabit-LAN-Anschluss ist nur über PCI angebunden. Firewire bietet man nicht, dafür kann man als Kunde Serial ATA-Festplatten im Raid anschließen, da Epox auf die ICH6R setzt. Die Stabilität des Boards war okay und auch die Kompatibilität war in Ordnung, das Bios fanden wir ebenso gut.

Bei den Benchmarks versucht man etwas zu schummeln mit einem FSB von 202,3 MHz, weshalb das Board auch in anderen Tests etwas besser aussieht als bei uns. Wir korrigierten den FSB auf spezifizierte 200,00 MHz. Der Service von Epox bezüglich des B1-Fixes war sehr gut und deshalb lag das Board dann in unseren Benchmarks auch im guten Mittelfeld. Das Board ist eine gute, solide Plattform, wird es am Markt aber trotz sehr guter Übertaktungsergebnisse gegen die günstigen Boards von Albatron, DFI und anderen schwer haben.

Preis im Preisvergleich: noch nicht am Markt verfügbar

Soltek SL-915GPro-FGR:

Auch das Soltek-Board fanden wir noch nicht im Preisvergleich. Auch hier ist jedoch anzunehmen, dass sich das Board im preiswerteren Bereich aufhalten wird. Mit integrierter Grafik, ATA/133-Raid, einem Gigabit-LAN, AC97-Codec, Firewire und Serial ATA ist es gut ausgestattet - aber auch hier liegt der Teufel etwas im Detail. Die HD-Audio-Funktionalität des Chipsatzes wird nicht genutzt, deshalb zeigte sich die Audioqualität des Boards auch nur im durchschnittlichen Bereich. Der Gigabit-LAN-Anschluss ist statt über PCI-Express nur über PCI angebunden. Man verwendet nur die ICH6 und nicht die ICH6R, deshalb kann man auch keine Serial ATA-Festplatten im Raid betreiben. Die Ausstattung ist also quantitativ sehr gut, aber man hätte es besser machen können.

Auch beim Bios liegt noch einiges im Argen. Zwar ist die Kompatibilität durchaus okay, aber im Bios sind standardmäßig Hyperthreading und Prefetching deaktiviert. Auch vermuten wir, dass trotz B1-Fix noch ein Fehler im Bios vorhanden ist, da das Board in den Benchmarks noch ziemlich hinterher hängt. Das kann Soltek noch verbessern, denn die von uns verwendete Biosversion ist noch recht jung. Die Frage ist, wo sich das Board anschließend einordnen kann - stimmt der Preis, so könnte es durchaus recht gut neben einem Albatron PX-915G Pro oder einem DFI Lanparty UT-T12 915P aussehen.

Preis im Preisvergleich: noch nicht am Markt verfügbar

 

Weitere Links:

Weitere Mainboard- und CPU-Reviews findet man in unserer Testdatenbank unter Prozessoren, Mainboards Intel oder Mainboards AMD.

Interessante Informationen oder Probleme mit der getesteten Hardware? Support nötig und Probleme mit der Hardware? Ab in unser Forum!

Erwerben können Sie die Produkte aus unserem Review bei unseren Sponsoren: