Seite 15: Das Soltek SL915GPro-FGR

Auch Soltek schickte uns ein Sockel 775-Mainboard, allerdings ein Board mit i915G-Chipsatz. Auf die Betrachtung der GMA900-Grafik haben wir erneut verzichtet, denn wir haben bereits entsprechende Benchmarks mit dem Intel Referenzboard und dem Shuttle XPC durchgeführt, die Benchmarks des Soltek-Boards sollten sich entsprechend einsortieren. Getestet haben wir hingegen die VGA-Qualität des Ausgangs, da diese von Board zu Board verschieden ist. Beim Soltek-Board war bei 1024x768 noch alles in Butter, bei 1280x1024 begannen leichte Verzerrungen das Bild zu belegen, bei 1600x1200 finden wir das Bild nicht mehr empfehlenswert. Für einen Büro-PC mit 1024x768 oder 1280x1024 ist der VGA-Ausgang aber vollkommen in Ordnung. Da man auch über eine ADD2-Karte einen DVI hinzufügen kann, sollte man sich dies überlegen, denn für den Office-Einsatz reicht die GMA900 von Intel vollkommen und belastet das System auch nicht zu stark.

Das Soltek-Board ist ansonsten etwas besser ausgestattet wie das Epox 5ERA+:

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Außerdem ist es deutlich aufffälliger designed - ein schwarzes PCB sieht natürlich schicker aus, die lila Slots und Ports haben auch etwas. Auch Soltek versucht das Board im Qualitätsbereich zu positionieren, denn es kommt in einer schicken, vollen Verpackung. Werfen wir jedoch zunächst einen Blick auf die Featureliste des Mainboards:

Als ersten Unterschied zu den vorangegangenen Motherboards bietet das Soltek-Board keine ICH6R, sondern nur eine ICH6. Aus diesem Grund hat das Board zwar vier Serial ATA-Ports, aber leider kein Serial ATA-Raid. Sämtliche Raidfähigkeiten der Southbridge bleiben also ungenutzt - eigentlich schade. Auch hier setzt man nur einen AC97-Sound ein, wenn auch einen der besseren. Firewire ist hier neben USB 2.0 vorhanden, auch baut Soltek wieder einen ATA/133-Controller auf das Board, um den Mangel des einen einzelnen Kanals der ICH6 auszugleichen. Zudem finden wir auch wieder einen Gigabit-Ethernet-Controller auf dem Board, diesmal die Version von Realtek. Overclocking-Features sind auf dem ersten Blick ebenso reichlich vorhanden.

Beim Lieferumfang ist Soltek etwas großzügiger:

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Im Detail finden wir in dem großen Mainboardkarton folgende Dinge:

  • Handbücher
  • Treiberdiskette für ATA-Controller
  • Soltek Treiber-CD
  • Soltek Software-Bundle-CD
  • 4x Serial ATA-Kabel
  • 2x Serial ATA Stromadapter mit je 2 Abgriffen
  • 1x ATA/133 Rundkabel
  • 1x Floppy-Kabel
  • 2x ATA/133 Flachbandkabel
  • Firewire-Slotblende
  • ATX-Blende

Kabel sind im Gegensatz zu anderen Boards also wirklich mehr als genug vorhanden - alle Serial ATA-Anschlüsse und jeder ATA/133-Anschluss kann bekabelt werden. Hinzu kommen passende Stromadapter. Setzt man das Optimum ein, also eine Serial ATA-Festplatte und ein optisches ATA/133-Drive, dann lässt sich mit dem Rundkabel auch die Luftzirkulation im Gehäuse gut optimieren. Hinzu kommt eine Firewire-Slotblende. Rekordverdächtig ist auch der Software-Pack, denn hier finden wir VirtualDrive, RestoreIT! 3, DriveImage, PartitionMagic und TrendMicro InternetSecurity.

Bei einem Blick auf die ATX-Blende sehen wir, dass optische Ein- und Ausgänge für den Sound ebenso vorhanden sind, wie ein 6-Kanal-Ausgang in analoger Form. Für den Sound ist also gesorgt. Zudem finden wir vier USB 2.0-Ports - eventuell etwas wenig - und einen weiteren Firewire-Port vor. Der RJ45-Port gehört zum Gigabit-Ethernet, zudem sehen wir einen seriellen Port und den VGA-Ausgang.

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Auf der nächsten Seite kommen wir auf das Layout und weitere Features des Boards zu sprechen.