Shuttle SN95G5

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Mit dem Shuttle SN95G5 hält nicht nur das erste Sockel 939 Mainboard mit nForce3 250 Ultra Chipsatz Einzug bei uns im Test, sondern der Barebone ist gleichzeitig der Erste seiner Art für den Sockel 939 und soll Mitte August im Handel erhältlich sein. Besonders mit dem Shuttle AN50R machte man sich einen guten Namen in der AMD Szene, zu den besten Bareboneherstellern gehört man ja bereits seit Jahren. Dank des edlen Designs und der guten Mobilität spricht man natürlich auch mit dem SN95G5 wieder einmal eine Großzahl an potenziellen Käufern an. Im folgenden Review ist nachzulesen, wie sich das bisher einzige nForce3 System in unseren Tests gegen die Übermacht aus dem Hause VIA schlägt.

Shuttle gehört seit einigen Jahren zu den aufstrebenden Firmen im IT-Markt, was vor allem auf sie Small-Formfaktor Systeme zurückzuführen ist, welche besonders bei Gamern sehr beliebt sind. Gerade hier konnte man in den letzten Monaten immer wieder Umsatzrekorde vorweisen und ist die unangefochtene Nummer 1. Zusätzlich hat man noch Mainboards im Portfolio, die, wie bereits erwähnt, bei Overclockern sehr beliebt sind. Zusätzlich zu den Mainboard und Barebones bietet man noch entsprechendes Zubehör und TFT Monitore an, die auf den Rest des Angebotes angepasst sind. Eine komplette Übersicht über alle Mainboards und deren Features findet man auf der Shuttle Webseite - und natürlich auch in unserer Marktübersicht PerfectBoard, wenn es um die Mainboards des Herstellers geht.

Schon auf den ersten Blick ist das edle Design zu erkennen, welches besonders duch das gebürstete schwarze Aluminium und die verchromten Elemente unterstrichen wird. Ansonsten hält man sich bei Shuttle dezent zurück und lässt von außen nicht erkennen, welches Potential im Inneren steckt.

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Dies soll es aber erst einmal für die Behandlung der Äußerlichkeiten sein, denn unser Review konzentriert sich ebenfalls auf die inneren Werte des SN95G5. Daher wollen wir uns im Folgenden die technischen Features näher anschauen, denn Dank des nForce 3 250 Ultra steckt eine Menge in dem kleinen Zwerg.

Trotz der geringen Baugröße bietet der Shuttle SN95G5 alles, was das Herz begehrt. Gigabit LAN, Serial ATA, FireWire, USB2.0 und AC97-Sound machen das Board und damit auch den Barebone auf alle Fälle zu einer bestausgestatteten Wahl. Auch die Einstellbarkeit von VCore und VDIMM lassen hoffen, dass das Board auch in Bezug auf Overclocking gut abschneiden wird, aber hierzu später mehr. Insgesamt eine runde Ausstattung, die wohl kaum einen Wunsch offen lässt. Optional ist aber auch noch Zubehör wie z.B. eine Wireless-LAN, Bluetooth, Fernbedienung und ein Kartenleser sowie weiteres Zubehör erhältlich.

Werfen wir einfach einen Blick in die Verpackung und den Lieferumfang :

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Stichpunktartig führen wir im folgenden auf, was Shuttle alles in die Verpackung seines SN95G5 legt :

Alles Nötige und Vorstellbare liegt bei. Ein ATA/133 Flachbandkabel ist bereits im Gehäuseinneren verlegt und so sollte das zweite beliegende alle Anforderungen erfüllen. Auch ein kurzes Serial-ATA Kabel reicht im Normalfall, wer zwei Serial-ATA Festplatten betreiben möchte, der muss sich ein weiteres besorgen. Auch das Vorhandensein eines Serial-ATA Stromadapters können wir als positiv bewerten, das Netzteil verfügt allerdings bereits über einen entsprechenden Anschluss. Sehr positiv wirken sich Rundkabel und die neuen Serial-ATA Kabel auf die Kühlung des Barebones aus, denn so können keine breiten Flachbandkabel den Luftstrom stören. Shuttle hätte also besser auch das zweite ATA/133 Kabel in gerundeter Ausführung beiliegen sollen.

Auf der nächsten Seite wollen wir uns nun zunächst dem nVidia-Chipsatz annehmen.


Der nVidia nForce3 150 und Pro150 war mit dem VIA K8T800 und dem SIS755-Chipsatz einer der Mitbegründer einer neuen Ära - dem Beginn des 64 Bit Zeitalters im Segment der AMD Desktop-Prozessoren. Nicht nur die potenziellen Kunden und die Journalisten, sondern auch die Hersteller wurden mehr oder weniger heftig ins kalte Wasser geworfen, obwohl der Prozessorenhersteller AMD sich im Vorfeld soviel Zeit genommen hat, um den neuen Prozessor serienreif zu machen. Mit den anfänglichen Problemen mussten im September 2003 alle kämpfen, mit neuen BIOS Versionen konnte aber zumindest das Gröbste ausgebügelt werden. Teilweise war dies den Chipsätzen zuzuschreiben, teilweise dem Prozessor selber.

Nun wurde im März die nächste, wirklich große Errungenschaft dieser noch nicht einmal ein Jahr alten Ära präsentiert. Chipsatzhersteller nVidia stellt mit dem nForce3 250 den Nachfolger des Pioniers auf diesem Gebiet vor. Defakto ein innovativer Chipsatz in dem viele neue Ideen realisiert wurden, aber ob diese in der Praxis auch wirklich sinnvoll Anwendung finden bzw. überhaupt funktionieren, wird sich erst zeigen...

Die Architektur.. .

Im Vergleich zu seinem Vorgänger, dem nForce3 150 hat sich nicht viel verändert. Weiterhin verlässt man sich auf die 0.15µ Fertigungstechnik, welche schlussendlich niedrige Kernspannungen verlangt und damit für weniger Wärmeverlust sorgt. Auch weiterhin vertraut nVidia auf die mittlerweile erprobte Single-Chip Architektur, während die Konkurrenz immernoch auf die Dual-Chip-Solutions schwört. nVidia verspricht sich von der Möglichkeit mehr Platz für weitere Chips und Onboard-Komponenten und somit mehr Flexibilität und Spielraum innerhalb der Platinen für den Hersteller selbst. Außerdem soll es unterm Strich eine Kostenersparnis gegenüber VIA und SiS geben.

Als wichtigste Veränderung im Bereich der Ex-Northbridge-Features ist die Unterstützung von einem 1 GHz Hypertransport-Bus zu nennen. Bislang konnte man nur auf einen 600 Mhz Hypertransport-Bus zurückgreifen, wenn man einen nVidia-Chipsatz verwendete - das entpuppte sich in einigen Benchmarks als Nadelöhr für den Chip. Diese Probleme hat nVidia nun ausgebügelt und steht mit dem neuen HT-Bus in einer Riege mit SIS und VIA. Mit den neuen Athlon 64-Prozessoren lässt sich dieser schnellere Hypertransport-Bus auch nutzen.

Sonstiges hat sich nicht geändert - es ist weiterhin ein 8xAGP-Interface implementiert, der Memory-Controller sitzt bekanntlich ja mittlerweile in der Athlon 64-CPU.

Die Onchip-Features...

Im Allgemeinen bietet nVidia mit seiner Lösung zahlreiche Möglichkeiten im Bereich Netzwerk, Sicherheit, Speicher, Ausstattung, Performance und Sound an. Im Folgenden werden wir einmal schauen, was an den entsprechenden Stellen alles realisiert wurde:

Serial-ATA

Ursprünglich war schon für den ersten Anlauf des nForce3 Chipsatzes eine Serial-ATA Funktion eingeplant, diese wurde aber auf Grund von Problemen, die bisher nicht näher spezifiziert wurden, wieder aus dem Chip-Layout eliminiert. Den meisten ist der erste Athlon 64 Chipsatz immernoch unter dem Namen nForce3 150 bzw. nForce3 150Pro bekannt, wobei diese Nomenklatur mittlerweile falsch ist. Die 150 im Namen sollte für Serial-ATA stehen, da dieses Feature aber fehlte, wurde der Name später korrigiert. Im Endeffekt weiß aber jeder, was gemeint ist. Letztendlich hatte nVidia das Nachsehen, denn der hauseigene Chipsatz war zwar der erste für den Athlon 64, welcher flächendeckend und in entsprechenden Stückzahlen verfügbar war, aber das Fehlen von Serial-ATA machte sich im Laufe der Zeit negativ bemerkbar, zumal die Konkurrenz mit zwei dieser Schnittstellen aufwarten konnte.

Im neuen Anlauf ist diese Schwäche nun behoben, oder besser, aus ihr ist eine Stärke geworden. Denn mit der Serial-ATA Lösung im nForce3 250 beschreitet nVidia sofort wieder neues Gebiet, denn auch die von Anfang an spezifizierte Hot-Swapping-Funktion wurde nach langer Zeit endlich einmal umgesetzt. Schlussendlich bedeutet das in der Praxis, dass Serial-ATA-Geräte genau wie USB-Lösungen einfach im laufenden Betrieb angekoppelt oder entfernt werden können, wenn auch die Geräte dieses Feature unterstützen.

Raid-Funktionalität

Besonders an dem neuen nForce 3 250 ist vor allen Dingen die Raid-Funktionalität des Chipsatzes. nVidia bietet die Option, zum einen zwei Serial-ATA-Drives im Raid 0 oder 1 bei unterschiedlicher Stripe-Size zu koppeln, zum anderen kann man auch die ATA/133-Laufwerke mit hinzunehmen und dann insgesamt eine Kombination aus maximal sechs Laufwerken in einem Array zusammenfassen. Dann ist auch ein Raid 0+1 möglich.

Gigabit-Ethernet

Statt dem "einfachen" 10/100MBit Netzwerk ist nun ein Gigabit-LAN direkt in der MCP implementiert. Bisher konnten solche Lösungen nur über einen zusätzlichen Chip angeboten werden, welcher dann über den erheblich langsameren PCI-Bus an das System gekoppelt werden musste. Besonders im Volllast-Betrieb und bei obendrein vollbesetzten PCI-Steckplätzen sorgte das zeitweise für heftige Datenstaus. Da die Funktion nun direkt in der MCP und somit direkt am HyperTransport-Link liegt, sind die Inteferenzen wesentlich geringer. Im Endeffekt läßt sich damit eine Leistung ähnlich dem Gigabit Ethernet Port eines i875P-Canterwood-Chipsatzes erreichen oder über einen neuen PCI-Express-Port - und diese Ethernet-Ports, der über die CSA-Schnittstelle oder PCIe implementiert wurde, haben wir schon mehrfach gelobt.

Hardware-Firewall

Doch auch mit dem neuen Gigabit-Ethernet noch nicht genug. Als erster Hersteller überhaupt bietet nVidia nun eine native Firewall-Lösung direkt im Chip an. Die Hardwarefirewall verspricht einiges. In wie Fern die Funktionen und Features im Endeffekt wirksam sind, werden wir in den nächsten Tagen überprüfen und unser Ergebnis in einem eigenen Special präsentieren.

Soweit die beiden großen Neuerungen im Onchip-Bereich. Außerdem stehen nun satte 8 USB2.0 Ports zur Verfügung und auch ein FireWire-Support wurde mit der Integration geschaffen. Hinzu kommen natürlich die übrigen Standard-Features wie ein AC97-Sound.

Alles in allem verspricht der neue nForce3 250 also ungeahnte Vielseitigkeit. Auf der nächsten Seite widmen wir uns wieder mehr unserem Testsample und werden uns seine Ausstattung und die Eigenschaften etwas genauer anschauen...


Natürlich will Shuttle nicht nur in Sachen Technik überzeugen, sondern zeigte bereits in der Vergangenheit, dass Computergehäuse lange nichts mehr für "unter den Tisch" sind, sondern durchaus auch interessante Designelemente besitzen. Zwar erscheint der SN95G5 auf den ersten Blick als sehr schlicht, dies macht aber auch gleichzeitig die Faszination an diesem Barebone aus. Das gebürstete Aluminium macht den Barebone nicht nur leicht, sondern verleiht ihm auch gleichzeitig ein edles Aussehen. Das neue G5-Gehäuse sieht auf jeden Fall sehr schick aus :

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Die vordere Blende besteht komplett aus Plastik, wobei die Frontelemente mit einer Aluminiumplatte beklebt sind, die die selbe Struktur besitzt, wie der Rest des Gehäuses. Auch zu sehen sind einige verchromte Plastikabplikationen, die zum edlen Design ihr Übriges dazu tun. Rechts in der mittleren Leiste befinden sich der Power Knopf, direkt daneben plaziert liegt eine blaue LED, welche anzeigt, ob der Barebone ein- oder ausgeschaltet ist. Wiederum links daneben befindet sich die Anzeige für die Festplattenaktivität und ganz links außen sitzt der Reset-Schalter.

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Am unteren Rand verstecken sich die Frontanschlüsse des SN95G5. Diese sind hinter einer Klappe versteckt, die sich auf Knopfdruck auf der rechten Seite öffnet. Dahinter verbergen sich der Mikrofon- und der Lautsprecheranschluss, zweimal USB 2.0 und ein kleiner FireWire Anschluss. Alle Anschlüsse sind bereits mit dem Mainboard verbunden und so bedarf es keines Fingerspitzengefühls.

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Auch von hinten macht der SN95G5 einen sehr guten Eindruck. Alle Anschlüsse des Mainboards sind hier zu finden. Dazu zählen einmal ein serieller Port, FireWire, RJ45 für das Gigabit LAN, zweimal USB 2.0, PS/2 für Maus und Tastertur, Coaxial SPDIF Out, SPDIF In sowie die weiteren Soundanschlüsse. Optional sind dann noch Anschlüsse für das Wireless-LAN und ein paralleler Port, den Shuttle auch bei diesem Barebone nicht mehr integriert, verfügbar. Das interne Netzteil wird durch einen Standard-Kaltgerätestecker mit Strom versorgt. Am rechten Rand befinden sich die beiden Slotblenden für den PCI und AGP Steckplatz. Die Karten können durch das Hochklappen eines Bleches einfach ein- und ausgebaut werden und sind durch Schrauben sich verbaut.

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Das optische Laufwerk versteckt sich hinter einer Klappe, die beim Öffnen der Laufwerksschublade durch diese aufgedrückt wird. Der verchromte Knopf rechts oben wurde dabei durch umlenken verlängert und so sollte bei jedem optischen Laufwerk der Knopf zum Auswerfen der Schublade erreicht werden. Durch die Klappe ist es im Grunde unwichtig, welche Farbe und Form das optische Laufkwerk hat, da das Gesamtdesign nicht gestört wird. Wer aber Wert auf Design und edles Aussehen legt, der sollte sich ein Laufwerk mit schwarzer Blende zulegen, wie in unserem Test der Sony DRU-700A DVD-Brenner.

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Vorne befindet sich ein sehr schön verarbeitetes und unscheinbares XPC Logo, welches das Gesamtdesign abrundet. Insgesamt hat uns der SN95G5 sehr gut gefallen und wir konnten äußerlich keine Fehler im Design oder eine schlechter Verarbeitung feststellen. Im Gegensatz zum neuen SB81P kann das Äußere sehr gut gefallen, dafür besitzt der neue Pentium 4 LGA775-XPC einige Vorteile beim Platzangebot und beim Aufbau, wie wir auf den nächsten Seiten sehen werden.

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Wollen wir uns aber nun den inneren Werten des Shuttle Barebones zuwenden.


Unsere eigentlichen Layoutbetrachtungen beginnen wir wie bei den Mainboardreviews auch mit den Erweiterungsslots. Ein PCI Slot kann bestückt werden. Auch der braune AGP Slot wurde in der aktuellsten Version in den nVidia nForce3 250 Chipsatz integriert, man kann also auf ein 8x AGP-Interface zurückgreifen. Die nächste PCI-Express-Grafikkarten-Generation steht allerdings schon vor der Tür, die Unterstützung für diesen Slot wird es aber erst mit dem nForce4 geben. Gehalten werden die Karten durch einen üblichen Hebel, der beim Einstecken der Karte einfach einrastet und zum Lösen nach unten gedrückt werden muss. Dadurch wird verhindert, dass heutige doch recht schwere Karten aus dem AGP Slot rutschen und das System instabil machen oder sogar zur Zerstörung einzelner Komponenten führen.

Eine Zwei-Slot-Grafikkarte kann hier jedoch nicht eingesetzt werden, da direkt "unter" dem AGP schon die Seitenwand ist. Aus diesem Grund kommen nur Single-Slot-Grafikkarten in Frage.

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Das SN95 Mainboard im SN95G5 verfügt über zwei DIMM Slots. Diese befinden sich unmittelbar nebeneinander und sind direkt neben dem CPU Sockel positioniert. Beim Einbau behindert das Netzteil den Anwender doch sehr stark, da es genau über den DIMM Slots befestigt ist und so der Einbau von Modulen mit Heatsink zu einem Fingerknoten führen kann. Wirkliche Probleme konnten wir aber auch hier nicht feststellen.

Insgesamt können in den zwei DIMMS bis zu 2 GB Arbeitsspeicher untergebracht werden, also jeweils ein Modul mit bis zu 1024 MB. Wie den Shuttle Spezifikationen zu entnehmen ist, können Module der Baureihe DDR400, DDR333 und DDR266 eingesetzt werden. Nun endlich ist mit dem Sockel 939 ist auch der Dual-Channel Betrieb möglich, daher auch die farbliche Untescheidung der DIMM Steckplätze. In unseren ersten AMD Athlon 64 Reviews hatten wir zum Teil große Probleme mit verschiedenen Speichermodulen. Dies legte sich aber im Laufe der Zeit und spätestens mit dem neuen Stepping waren die gröbsten Fehler ausgeräumt. Bei den bisherigen Sockel 939 Boards haben wir die RAM-Kompatibilität bereits getestet und waren positiv überrascht, denn es traten keinerlei Probleme auf.

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Gegenüber dem Sockel 754 hat sich am klassischen Sockel-Mechanismus nichts geändert. Der Sockel ist im Vergleich zum "alten" Sockel 754 mit 754 Pins gleich groß geblieben, er misst 44 mm in der Breite und 53 mm in der Länge. Gleich geblieben ist der Arretierungshebel an der Seite, wenn er hochgeklappt wird, kann die CPU eingesetzt werden, um ihn dann wieder zu senken und die CPU somit zu fixieren. Des Weiteren hat AMD die so genannten "Sockel-Nasen" aus dem Construction-Sheet gestrichen.

Für die Befestigung des Kühlers wird beim Shuttle SN95G5 jetzt eine Konstruktion ähnlich der des Intel Pentium 4 verwendet, welche den Kühlkörper aufnimmt und über dem Prozessor verankert. Diese Verankerung ist zum einen wesentlich stabiler als die Nasen am Sockel und anderen fällt das Problem weg, dass beim Abbrechen einer oder mehrerer Sockelnasen, was beim häufigen Montieren und Demontieren eines Kühlers auch mal vorkam, manche Kühlkörper keinen festen Halt mehr hatten und somit die CPU in den Hitzetod trieben oder sie schlicht und einfach durch die entstehenden Vibrationen mechanisch beschädigten.

Direkt links unterhalb des Sockels findet man einige MOSFETs und übrigen Komponenten, die die Stromversorgung des Mainboards gewährleisten sollen. Natürlich kann hier keine Keep-Out Area eingehalten werden und dies ist auch nicht notwendig. Shuttle setzt auf eine klassische dreiphasige Spannungswandlung.

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Hier ist der geöffnete Barebone von oben zu sehen. Gut über die Hälfte in das Gehäuse hinein ragt der Laufwerksschlitten, auf dem ein 5 1/4 Zoll und bis zu zwei 3 1/2 Zoll Laufwerke Platz finden. Dabei kann sowohl ein Diskettenlaufwerk als auch der optional erhältliche Kartenleser eingebaut werden. Für Festplatten-hungrige Leser ist hier natürlich auch Platz für zwei Festplatten, allerdings sitzen diese dann direkt übereinander, wodurch sie sich stark aufheizen, was unser Test mit zwei Samsung Serial-ATA Festplatten auch zeigte.

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Diagonal auf der anderen Seite des Mainboard befinden sich einige der wichtigsten Chips und Anschlüsse des SN95. Unter anderem der primäre und sekundäre IDE Kanal sowie der gesockelte BIOS Chip samt Battiere. Ebenfalls zu sehen ist der Stecker für die Frontanschlüsse. Auch hier sollte man darauf achten, dass man zunächst alle derartigen Anschlüsse einrichtet und dann erst PCI- und AGP-Karten sowie die CPU aufsetzt, sonst wird es zu eng in dem Gehäuse.

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Der ATX Stromstecker liegt weiter oben am Rand des Boards. Die Positionierung ist hier auch hervorragend gewählt, da das Netzteil hier alle Kabel nach außen führt. Kabelgewirr kann man in einem kleinen Barebone nicht brauchen. Bisher konnten wir im Layout also keine großen Mängel feststellen. Wir hoffen, dass das so bleibt und widmen uns nun den einzelnen Chips, die verlötet wurden.


Direkt unterhalb des Netzteiles sitzt der ATX Stromanschluss sowie der zusätzliche 12 Volt AUX Stecker. Sehr schön zu sehen ist hier auch die Enge innerhalb des Barebones. Besonders dieser Bereich wird im Betrieb sehr warm, was maßgeblich auf die stromversorgenden Komponenten zurückzuführen ist.

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Ein Foto des Netzteiles offenbart die Leistungsdaten des selbigen. Insgesamt darf der PC bis zu 240 Watt verbrauchen, was im Normalfall auch ausreichen sollte. Wirft man allerdings einen Blick auf den Stromverbrauch aktueller Grafikkarten, dann könnte es rein rechnerisch im Zusammenspiel mit einem AMD Athlon 64 3800+ oder AMD Athlon 64 FX-53 und einer leistungsstarken Grafikkarte zu Problemen kommen. Da keine GeForce 6800 oder X800 für den Test vorlag, konnten wir dies nicht testen. Der Aufbau des Netzteils ist auch der typische Aufbau, den Shuttle bislang gewählt hat und nicht der neuartige Aufbau aus dem SB81P, der auch mit einem 350W-Netzteil auftrumpfen konnte.

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Noch einmal ein Blick auf die beiden IDE Anschlüsse. Eines der beiden ATA Flachbandkabel ist bereits montiert und auch abgerundet. Aufgrund der Enge ist der Einbau des zweiten Kabels recht schwierig. Hier wäre ein zweites Rundkabel aufgrund der besseren Strömungseigenschaften für die Luft und die Handhabung die bessere Wahl gewesen. Der linke abgeschirmte Kabelstrang führt die USB 2.0 Anschlüsse zum Frontpanel.

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Am hinteren Ende des Mainboard verteilen sich rund um den AGP und PCI Steckplatz einige weitere Anschlüsse, unter anderem auch der Lüfterstecker für den großen 92 mm Lüfter der I.C.E Kühlung. Links unterhalb der Slotblenden ist der Soundchip aus dem Hause Realtek zu sehen. Es handelt sich dabei um den ALC665 Chip, dazu aber später mehr.

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Der Bios-Chip ist gesockelt - aus diesem Grund kann das Bios bei einem fehlerhaften Flashversuch einfach ausgetauscht werden. Allerdings bietet auch Shuttle mittlerweile Flash-Tools über Windows und Sicherheitsmechanismen während des Flashvorgangs, deshalb sollte in der Regel hier kein Fehler auftauchen. Direkt neben dem primären IDE Anschluss sitzt die 3,3 Volt BIOS Batterie, die das BIOS dauerhaft mit Energie versorgt, um so die Settings zu erhalten. Der CMOS-Jumper ist rechts neben dem Chipsatz positioniert und gut zugänglich.

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Werfen wir noch einmal einen genauen Blick auf die ATX Blende des SN95 Mainboards. Verfügbar sind Serieller Port, FireWire, RJ45 für das Gigabit LAN, zweimal USB 2.0, PS/2 für Maus und Tastertur, koaxialer SPDIF Out, SPDIF In sowie die weiteren Soundanschlüsse. Optional sind dann noch Anschlüsse für das Wireless-LAN und ein paralleler Port verbaut bzw. können nachgerüstet werden.

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Auf der folgenden Seite wollen wir uns die einzelnen Chips einmal genauer anschauen.


Shuttle verbaut in seinem Sockel 939 Mainboard eine aktiven Chipsatzkühlung. Auf die Details des Chipsatzes sind wir bereits auf Seite 2 eingegangen. Warum Shuttle aber ausgerechnet eine aktive Kühler verbaut, wird uns nicht ganz klar, denn der Lüfter bläst im 90° Winkel zum Luftstrom im Gehäuse und so ist der kleine Chipsatzlüfter mehr ein Radaumacher denn ein Kühlelement. Eventuell wird es für den Chipsatz in dem engen Gehäuse auch zu warm, normalerweise benötigt der nForce 3 aber keine aktive Kühlung.

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Der hier im Bild erkennbare Marvel 8001 Chip stellt den Gigabit-LAN Controller dar. Wenn die Peripherie stimmt, kann der Rechner, welcher mit diesem Board ausgestattet ist, theoretisch 250 MB pro Sekunde auf einen anderen Klienten übertragen. Theoretisch deshalb, weil der Chip ebenfalls über PCI angebunden ist - der PCI-Bus überträgt nunmal nur 133 MB/s in der Theorie, praktisch sogar noch weniger, ein Gigabit Ethernet NIC kann jedoch im Voll-Duplex-Modus theoretisch 250 MB/s übertragen. Das passt natürlich nicht - der PCI-Bus ist hier das Nadelöhr. Warum Shuttle nicht auf die integrierte Gigabit LAN Lösung von nVidia zurückgreift, ist uns unklar. Mit dieser Lösung hätte man nämlich Vollgas geben können - und hätte dann kein PCI-Limit bei der Bandbreite.

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Der VIA VT6307 ist ein Standard FireWire Controller, der Bandbreiten von 100, 200, und 400 Mbps unterstützt. So können Peripheriegeräte in Betrieb genommen werden, wie beispielsweise Digital- oder Videokameras sowie MP3 oder MiniDisc-Player auf Basis des IEEE1394-Standards. Außerdem kann mit speziellem Kabel ein FireWire Netzwerk generiert werden, welches dem Computer die Möglichkeit gibt, mit anderen Klienten zu kommunizieren, mit einer maximalen Datendurchsatzrate von 400MBit/s. Dies ist viermal so schnell wie ein herkömmliches 10/100MBit Netzwerk, macht aber bei diesem Mainboard nur dann Sinn, wenn der Kommunikationspartner über kein Gigabit LAN verfügt. Auch dieser Chip belastet wie die später besprochene Storage-Controller oben den PCI-Bus, er kann drei Anschlüsse verwalten.

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Der ITE8712-FA fungiert als Super I/O Controller, der die Kontrolle der PS/2 Ports für Maus und Tastatur übernimmt, sowie die der den parallelen und die beiden seriellen Schnittstellen. Weiterhin fällt das Hardwaremonitoring unter seinen Einfluss, aber dazu werden wir bei der Betrachtung des BIOS noch einiges sagen.

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Ein Barebonesystem profitiert besonders von einer guten und ausgereiften Kühlung, welche wir uns auf der folgenden Seite anschauen wollen.


Die eingesetzte I.C.E CPU Kühlung mit Heatpipe setzt sich aus dem eigentlichen CPU Kühler, den Heatpipes und dem Kühler mit den feinen Lamellen zusammen. Hier ist der eigentliche massive Kühlkörper aus Aluminium mit einem Kupferkern zu sehen. Die Montage der CPU gestaltet sich recht einfach, da nur zwei Hebel gelöst werden müssen und dann die obenliegende Klemme abgehoben werden kann. Danach muss nur noch der Lüfter samt Metallrahmen abgehoben werden und der CPU-Kühler plus Heatpipe und Kühllamellen kann zusammen heraus genommen werden.

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Im folgenden Foto ist die gesamte Kühlung zu sehen. Diese wird von Shuttle als besonders leise beschrieben, was wir in unserem Test aber nicht wirklich bestätigen können. Zwar lassen sich im BIOS mehrere Stufen der Drehzahlen einstellen, doch selbst bei der Minimaldrehzahl von 1000 Umdrehungen ist der Lüfter immernoch deutlich hörbar, wenn auch ein Arbeiten neben dem Barebone angenehm ist. Bei voller Drehzahl ist das Arbeiten neben dem SN95G5 fast unmöglich, da der Lüfter bei knapp 3000 Umdrehungen unerhört laut ist. Beim Start und Reset dreht der Lüfter kurz auf voller Drehzahl und fährt dann auf die eingestellte Stufe zurück.

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Hier noch einmal eine Gesamtübersicht über die komplett demontierte Kühlung. Vorne ist der CPU-Kühler mit Heatpipe und Kühllamellen zu sehen. Dahinter sieht man den 92 mm Lüfter mit Montagerahmen.

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Werfen wir noch einen detailierten Blick auf den CPU-Kühler. Der sehr plane Kupferkern liegt direkt auf der CPU-Die auf und geht bis zu den Heatpipes durch, sodass für eine optimale Weiterleitung der Wärme gesorgt ist. In unserem Test konnte wir keine Probleme mit der Kühlung feststellen, sodass wir dem Kühlsystem eine gute Beurteilung aussprechen können.

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Kommen wir nun zum BIOS des SN95.


Das BIOS:

Das BIOS (Basic Input-Output System) ist mehr als 20 Jahre alt und damit die älteste Softwaretechnik innerhalb der PCs. Es wird in den ersten Sekunden nach dem Einschalten des PCs aufgerufen, der so genannten Pre-Boot-Phase, also noch bevor das Betriebssystem geladen wird. Allerdings gibt es das Bios nicht mehr lange, wie Intel mitteilt :

Der Firmware Foundation Code von Intel ist ein Ergebnis des Projektes mit Codenamen „Tiano“ und sorgt dafür, dass der Nachfolger des BIOS auf neuester Softwaretechnologie basieren wird. Er wurde speziell im Hinblick auf neue Ausstattungsmerkmale und Dienste entwickelt, zu denen beispielsweise die verbesserte Verwaltung und Betriebsfähigkeit, sowie Schnittstellen für administrative Aufgaben gehören.

Bald brauchen wir uns also nicht mehr durch die blauen Menues hangeln, um an die Hardwareeinstellungen zu kommen. Bislang bleibt das Bios aber der Grundstein für eine gute Gesamtperformance, auf die es bei den Mainboards im Allgemeinen ankommt. Auch werden hier alle wichtigen Drähte in Bezug auf Overclocking und Onboard-Features gezogen. Nun werden wir prüfen, wieviel Sorgfalt die Ingeneure bei der Programmierung dieses BIOS an den Tag gelegt haben.

Wie immer widmen wir uns zuerst visuell dem BIOS, das heißt wir schießen einige Screenshots, um den Aufbau und die einzelnen Funktionen des Menüs zu veranschaulichen :




Wie immer wollen wir die eben vorgestellten Shots aus dem Menu nun noch etwas kommentieren. Shuttle hat auf sein SN95 ein recht umfangreiches, aber übersichtliches BIOS gepackt, welches die wichtigsten Funktionen besitzt.

Zuerst gehen wir auf die Onboard-Features ein. Alle Schnittstellen (USB 2.0, Serial-ATA, FireWire) lassen sich problemlos ein- oder ausschalten. Auch die serielle und optionale parallele Schnittstelle kann im Menü abgeschaltet werden. Der Onboard-Sound läßt sich ebenso deaktivieren wie der Onboard-Gigabit Ethernet-Controller.

Äußerst positiv ist auch das Vorhandensein und die Ausführung der ACPI Funktion zu bewerten. Zum Ersten kann die Funktion an sich aktiviert bzw. vollkommen abgeschaltet werden. Weiterhin kann der Benutzer zwischen den Modi "S1/POS", "S3/STR" sowie "S1&S3" wählen. Mit dieser Funktion hatten wir keine Probleme - alles funktionierte innerhalb der vorgegebenen Parameter. Eine Power-On-By Keyboard-Funktion ist ebenfalls enthalten.

Eine besondere Rolle, zumal wenn mit teurer Hardware gearbeitet wird, spielt das PC Health Menü. Hier bietet Suttle alle wichtigen Funktionen und zeigt ein umfangreiches Menü. Die Temperatur der CPU und des Mainboards bzw. Systems wird überwacht und gegebenenfalls Alarm geschlagen

Außerdem kann die Spannung, die das Netzteil an das Mainboard anlegt, überwacht werden. Dazu zählen die VCore, VDIMM, VAGP, 3.3, 5 und 12 Volt sowie die BIOS Batteriespannung. Zusätzlich werden die Umdrehungszahlen der bis zu drei Lüfter überwacht. Zwei Lüfter sind mit dem großen CPU-Kühler sowie dem Chipsatz-Kühler bereits verbaut, Shuttle bietet aber einen zusätzlichen Anschluss auf dem Mainboard, der dann ebenfalls überwacht wird.

Sehr wichtig, besonders für Performance-Freaks, sind natürlich die Einstellungen, die den Arbeitsspeicher betreffen. Auch hier gibt es eine Hand voll Funktionen, mit denen man im BIOS den letzten Leistungstropfen aus dem System herausquetschen kann. Um die diversen Einstellungen manuell vornehmen zu können, muss man im Advanced Chipsatz Features den Unterpunkt DRAM Configuration wählen. Anschließend gelangt man in ein Menu, in welchem die derzeit eingestellten Settings des Arbeitsspeichers aufgelistet sind. Wählt man nun Manual bei den DDR Timings Setting aus, kann man folgende Einstellungen vornehmen. Diese Funktionen sollten nur verwendet werden, wenn man sich 100%ig im Klaren darüber ist, was man an dieser Stelle genau tut und welche Konsequenzen daraus resultieren können. Im Folgenden zuerst einmal die Übersicht über die Einstellungsmöglichkeiten des Arbeitsspeichers :

  • CAS Latency : Wählbar zwischen 2; 2,5 und 3, realistische Werte 2 und 2,5
  • Min RAS Active Time : Einstellbar sind Werte von 5 bis 15 , realistische Werte 6 bis 8
  • RAS to CAS Delay : Einstellbar, realistische Werte 2, 3, 4, 5, 6, 7
  • RAS Precharge Time : Einstellbar, realistische Werte 2, 3, 4, 5, 6

Zwar ist die Einstellvielfalt nicht so umfangreich wie beim Abit AV8, aber die wichtigsten Werte lassen sich einstellen. Doch auch mit diesen beschränkten Einstellungen kann man ein System kaputt konfigurieren. Nur mit sehr gutem Speicher sind schnelle Settings möglich und selbst dann kann einem der integrierte Speichercontroller des Athlon 64 noch einen Strich durch das Tweaking machen.

Kleinere Probleme - und das ist aufgrund des Vorserienstatus begründet - machte noch der Serial ATA Raidcontroller. Sobald dieser aktiviert war, bootete das Board nicht mehr. Im reinen IDE-Modus gab es hingegen keine Probleme. Im finalen Serienmodell wird dieses Problem natürlich nicht mehr bestehen.

Cool & Quiet

Selten waren wir von einer Technologie so überzeugt - wenn sie denn funktioniert. AMD hat in die Athlon 64-CPUs die Möglichkeit eingebaut, die CPU-Last zu überwachen und wenn der Prozessor nicht ausgelastet ist, sowohl die CPU Frequenz wie auch die CPU-Spannung zu senken. Daraus ergeben sich hervorragende Stromsparmöglichkeiten und das System bleibt auch kühler als unter normaler Idle-Leistung mit vollem Takt und voller Prozessorspannung. Da das ganze binnen weniger Taktzyklen aktiviert und deaktiviert werden kann, ist das System auch nur marginal langsamer, der Performanceverlust kann praktisch vernachlässigt werden und ist praktisch auch nicht messbar. Messbar ist hingegen deutlich der Stromverbrauch - und dieser ist bei Athlon 64-Prozessoren durch die Technik ganz hervorragend niedrig, wie wir im Test des Athlon 64 3500+ und 3800+ gezeigt haben.

Allerdings werden für das Cool&Quiet Feature nicht nur der Support des Mainboards benötigt, sondern auch einige Tools und Treiber. Den notwendigen Athlon 64 Prozessor Treiber findet man direkt auf der AMD Webseite für alle gängigen Betriebssysteme. Ebenfalls auf dieser Seite findet man die notwendige Software, die das Cool&Quiet Feature kontrollierbar macht.

Ist der Treiber installiert, kann man die Energieeigenschaften einstellen :

Sobald man das Energiespar-Schema auf "Minimalen Energieverbrauch" gestellt hat, schaltet die CPU bei geringer Last von 2000 auf 1000 MHz zurück, wie auf dem folgenden Screenshot unschwer zu erkennen ist. Der entsprechende Menüpunkt im BIOS ist ebenfalls gegeben und so bleiben dem Benutzer alle nötigen Optionen offen.

Zu den Overclocking-Einstellungen des Bios kommen wir noch auf der nächsten Seite. Wir testeten die Bios Version 6A61CH2DC-00 vom 29.06.2004, die uns zusammenfassend bereits sehr gut gefiel. Shuttle wird aber vermutlich zahlreiche Updates bringen, so dass sowohl eventuelle Fehler als auch zukünftige AMD Athlon 64 Modelle unterstützt werden.

Die Stabilität:

Da wir das BIOS nun analysiert haben, wird es Zeit, herauszufinden, ob all die theoretischen Feststellungen, welche wir machen konnten, auch in der Praxis halten, was sie versprechen. Ein Barebone in dieser Baugröße verfügt über maximal einen AGP und einen PCI Steckplatz, so dass wir auf einen ausführlichen Test mit vielen PCI Karten verzichten können, da wir so oder so immer nur eine einbauen könnten. Daher aktivierten wir sämtliche Onboard-Komponenten und führten so unseren Stabilitätstest durch. Unterschiedlicher Speicher wird auch getestet - so kommt beispielsweise reinrassiger Marken-RAM aus dem Hause TwinMOS zum Einsatz, aber auch Noname RAM oder normaler Arbeitsspeicher mit Infineon Chips zum Einsatz.

Im Folgenden die Testergebnisse tabellarisch dargestellt :

Das Shuttle hat den Belastungstest ohne nennenswerte Probleme hinter sich bringen können - auch im Dauerbetrieb kamen keine Stabilitätsprobleme auf. Die Ressourcenverteilung ist ansonsten gut gelungen, auch die erhöhte Buslast im PCI Bereich bereitete keine Probleme - zusammengefasst - das Board ist bisher durchweg alltagstauglich.

Wie bereits erwähnt, gehören die großen Probleme mit dem verschiedenen Speichermodulen größtenteils der Vergangenheit an. Auch für das Shuttle haben wir wieder einen Kompatibilitätscheck durchgeführt. So wird vorallem geprüft, ob der Rechner mit den entsprechenden Modulen und vor allem im DDR400 Modus startet und ob auch speicher- und systembelastende Applikationen problemlos durchgeführt und erfolgreich beendet werden können. Das Ergebnis sieht wie folgt aus :

Grundsätzlich konnte das Mainboard mit allen zur Verfügung stehenden Modulen gestartet werden. Da auch die Corsair und TwinMOS-Module ohne Probleme liefen, ist davon auszugehen, dass auch mit Low-Latency-Speichermodulen keine Probleme auftreten werden. In unserem Fall führten wir deshalb auch die Benchmarks wie bei allen anderen Mainboardtests mit den TwinMOS-Modulen mit den Settings 2-3-3-8 durch.

Kommen wir im Folgenden also zum Overclocking. Hier werden wir lediglich die CPU richtig in die Mangel nehmen können, denn zum Arbeitsspeicher gibt es wie gesagt nur wenige Optionen.


Mit dem Sockel 939 und auch den entsprechenden nVidia und VIA Chipsätzen wurde der AMD Athlon 64 auch für Overclocker mehr als nur interessant. PCI/AGP Fix und nach unten frei wählbarer Multiplikator steuern ihr übriges dazu bei. Zwar ist der Speichercontroller immer noch sehr zickig und auch die übrige Architektur eines AMD Athlon 64 Systems läd nicht gerade zum übertakten ein, doch die Hersteller machen von Mainboardgeneration zu Mainboardgeneration einen Schritt in die richtige Richtung.

Was wir aus unserem AMD Athlon 64 3500+ herausholen können, werden wir im Folgenden probieren. Zuvor jedoch wie immer einige Screenshots des OC Menus innerhalb des BIOS, welches recht umfangreich gestaltet ist, sich allerdings auf mehrere Untermenüs im BIOS verteilt.




Zwar zeigt sich hier nicht die Einstellvielfallt wie beim Abit AV8, aber dennoch werden dem Benutzer zahlreiche Funktionen an die Hand gegeben :

Die Prozessorkernspannung ist ebenso verstellbar wie die Spannung des Chipsatzes und des Arbeitsspeichers. Auch die freie Wahl des Multipliers macht Hoffnung auf ein gutes Overclocking Ergebnis. Natürlich lassen sich nur Multiplikatoren unter dem des Prozessors einstellen, höhere werden nach dem Reboot einfach ignoriert. Mit den anderen Spannungen muss man Erfahrungswerte abwarten, da die Chipsatz-Spannung bislang noch nicht in vielen Mainboards zu verändern war. Die guten Features erhöhen natürlich unsere Spannung noch einmal, denn an sich sind somit gute Voraussetzungen für einen hohen Referenztakt gegeben. Etwas mehr Flexibilität hätten sich einige Overclocker sicherlich jedoch bei den Spannungswerten nach oben gewünscht.

Beginnen wir aber zuerst mit einem Screenshot aus CPU-Z, welches uns den Prozessor und seine technischen Spezifikationen aufzeigt. Hier befindet sich der Prozessor noch im Werkszustand und ist nicht übertaktet beziehungsweise über seine normalen Spezifikationen hinaus betrieben worden.

Mit 201 MHz taktet das SN95 genau ein MHz über der Referenzangabe, was dem Mainboard in den Benchmarks einen kleinen Vorteil verschaffen könnte. Zwar ist die vermutliche Performancesteigerung nur marginal, aber bei den bisher geringen Abständen könnte dies entscheidend sein.

Da die nötigen Voraussetzungen gegeben sind, nun zum eigentlichen Übertakten der CPU. Schritt für Schritt heben wir den Front Side Bus an, steigern die Spannung auf Prozessorkern, Chipsatz sowie auf den RAM und erreichen nach einiger Zeit folgendes Ergebnis :

Um magere 7 MHz konnten wir den Referentakt anheben und das auch nur aufgrund der Einstellung des Multis auf x10. Wir führen das schlechte Overclocking Ergebnisse auf die Tatsache zurück, dass es sich um ein Vorserienmodell handelt, welches so nicht auf den Markt kommen wird, sondern noch zahlreiche BIOS Updates erfahren wird.

Natürlich steigt beim Overclocking nicht nur der CPU Takt, sondern auch die RAM Performance. Das Ergebnis haben wir in SiSoft Sandra festgehalten, ist aber hier natürlich im Vergleich auch schwach, denn mit 207 MHz macht man keine Rekorde :

Der nForce3 verfügt nun auch über einen PCI/AGP Fix bzw. Teiler. Im BIOS lässt sich der Takt der AGP Karte aber auch manuell anheben, falls dies vom Benutzer gewünscht wird. Der PCI/AGP Fix soll verhindern, dass PCI und AGP Karten mit einem zu hohen Takt überlastet werden. Das haben Tests der K8T800 und nForce 3 150-Boards gezeigt, wo der PCI Takt deutlich anstieg. Während der Overclocking Versuche funktionierte der PCI/AGP Teiler ohne Probleme und so können sich alle Erweiterungs- und Grafikkarten in Sicherheit fühlen.

Als Nächstes ist der Onboard-Sound an der Reihe :


Wie immer wollen wir auf der folgenden Seite näher auf den Onboard-Sound eingehen.

Auf dem Shuttle SN95 findet sich ein Realtek ALC655-Sound-Codec. Der AC97-Sound ist ein typischer Software-Codec und belastet somit mit den Berechnungen die CPU im Gegensatz zu einem Hardware-DSP wie einem Audigy-Chip oder der MCP-T von nVidia. Allerdings gehört er zu neuesten Generation und besitzt einige interessante Features. Er entspricht den aktuellsten AC'97 2.3-Spezifikationen und ist ein 6-Kanal-Audio-Codec, der bis zu 100dB-Soundqualität erreichen soll. Allerdings ist dieser Klirrfaktor für einen Onboard-Sound bislang unerreicht. Hier spielt immer auch die Verarbeitung der Anschlüsse eine große Rolle - und darunter leidet meistens der Onboard-Sound.

Wirklich interessant ist die Möglichkeit beispielsweise einen Kopfhörer an irgend einen beliebigen Anschluß anzuschließen und diesen dann über Software zum Kopfhörerausgang zu deklarieren. Jack Retasking nennt sich dies und wird auch von Intels neuem High Definition Audio unterstützt. Damit entfällt das lästige Suchen hinter dem Schreibtisch nach der richtigen, teilweise noch nicht einmal farblich identisch kodierten Buchse - einfach einstecken, der richtige Port ist es auf jeden Fall, nur die Software muß noch entsprechend nachjustiert werden.

Wie immer teilen wir unseren Test auf in zwei Bereiche - Performance und Qualität.

Performance-Vergleich :

Um den Test erfolgreich durchführen zu können und im Folgenden auch die Werte vergleichen zu können, benötigt man natürlich einige Konstanten. Wir verwenden hier den beliebten Gaming-Benchmark Quake 3 Arena. Die Timedemo starten wir wie üblich mit der Eingabe von "timedemo 1" und "demo demo001" in die Konsole des Spiels, welche man mit der "^"-Taste aufruft. Dann lassen wir den Benchmark wie üblich einmal im Fast- und einmal im High-Modus mit 640x480 bzw. mit 1024x768 Pixeln durchlaufen und vergleichen die Frames per Second Werte, da diese variieren, wenn man mit eingeschaltetem Onboard-Sound oder ohne arbeitet. Hier liegt auch die Begründung versteckt, warum es so wichtig ist, dass man die ungenutzten Onboard-Geräte im BIOS abschalten kann, denn beispielsweise der Onboard-Sound beansprucht die CPU doch in einem recht großen Maße.
 

Wie üblich bricht die Performance bei aktiviertem Onboard Sound etwas ein, dies tut dem Spielfluss zumindest in der Quake 3 Engine aber kaum Abbruch. Im Vergleich zu den anderen Boards sieht das Shuttle SN95 aber sehr gut aus.

Qualitäts-Vergleich :

Hier befindet sich üblicherweise der Qualitätscheck des Onboard Sounds. Aufgrund der Vorserie des Systems war es aber mit dem Audiorightmark nicht möglich vergleichbare Werte zu erhalten, so dass wir auf einen detailierten Test mit Tabelle und Auswertung verzichten wollen. Shuttle kennt das Problem und warnte uns bereits vor dem Test, das in unserer Revision noch ein Fehler beim Onboard-Sound vorhanden ist - in der schlussendlich verkauften Version wird dieser natürlich zuverlässig funktionieren.

Nach der Bewertung der Onboard-Sound-Performance wollen wir nun unser Testsystem vorstellen, bevor wir zur eigentlichen Leistungsbewertung des Shuttle SN95G5 kommen.


Da mit den 64Bit CPUs von AMD eine neue Ära eingeläutet wurde, mussten natürlich auch wir uns mit neuen Teststationen ausstatten. So hat sich in unserer Redaktion einiges verändert, das Athlon XP2600+ Testsystem wurde zurückgestellt, ist aber immernoch bereit für den Einsatz, musste aber dem Athlon 64 3200+ vorerst Platz machen. Unser zweiter AMD Redakteur ist nun ebenfalls im Besitz eines AMD Athlon 64 3200+, welcher welchen euch schon einigen Athlon 64 Reviews liefern konnte. Als Sockel 939-CPUs setzen wir AMD Athlon 64 3500+-Prozessoren ein. Neue Grafikkarten wird es hingegen erst mit der nahenden Einführung von PCI-Express-Systemen geben. Im Folgenden nun die von uns verwandten Komponenten stichpunktartig im Überblick :

Hardware :

Prozessor :
AMD Athlon64 3500+
Takt : 2.2 Ghz mit 200 MHz Referenztakt

Mainboards :
ASUS A8V Deluxe vs. VIA K8T800 Pro Referenz
Abit AV8
MSI K8T Neo2 Sockel 939


Speicher :
2x 512 MB TwinMOS Twister PC3200 Single Sided
Dual-Channel Modus
Timings : 2-3-3-8 (Auto)

Sonstige Hardware :
Sapphire Radeon 9000 Atlantis Pro
3Com 905CTX 10/100MBit Ethernet
Western Digital WD400BB-00CAA0 40GB
Toshiba DVD-ROM

Software und Treiber :

Betriebssystem :
Windows XP SP1

Treiber :
VIA Hyperion 4in1 v4.49
Catalyst Version 3.9
DivX 5.0.2
DirectX 9.0a

Benchmarks :
  • Sisoft Sandra 2003 Standard 9.44
  • FutureMark PCMark 2000
  • 3DMark03 Patch330
  • DroneZMark
  • Vulpine GLMark
  • Quake 3 Arena
  • Unreal Tournament 2003
  • Return to Castle Wolfenstein
  • Jedi Knight 2
  • Comanche 4
  • Serious Sam
  • Sysmark 2002
  • WinAce v2.2
  • WinRAR v3.20
  • CDEx 1.50 (LAME MP3 Encoder 3.92 Engine)
  • XMpeg Version 4.2a
  • Cinebench 2000
  • Cinebench 2003
  • FlaskMPEG

Es kommen also die üblichen Benchmarks zum Einsatz, die wir bereits seit den ersten Sockel 754 Reviews verwenden. Eine Änderung im Benchmarkparcours werden wir erst mit den ersten AMD Chipsätzen für PCI-Express vornehmen, da unsere Grafikkarten dann wohl wirklich zum Flaschenhals wird.


FutureMark PCMark 2002 CPU (Futuremark)

Als ersten Benchmark haben wir den PC Mark 2002 in unserer Sammlung. Dieser Benchmark ist aus dem Hause Madonion, jetzt wieder unter dem Namen Futuremark bekannt, und prüft erneut die Leistung von CPU und Speicher anhand von verschiedenen Tests. Wir verwenden weiterhin die etwas ältere 2002er-Variante, um auch zu älteren Mainboards einen Vergleich herstellen zu können. Der Benchmark ist synthetisch, weiterhin ist der CPU-Benchmark sehr stark von der Taktfrequenz der CPU abhängig - hier muß also mit etwas Abstand bewertet werden.

Direkt zu Beginn kämpft sich das SN95 Mainboard im SN95G5 Barebone mit an die Spitze. Der nForce 3 scheint also mit dem Sockel 939 sehr gut zu harmonieren und kann mit dem VIA K8T800 Pro mithalten.

FutureMark PCMark 2002 Mem

Im Memory Benchmark setzt sich der Shuttle Barebone dann vor das Abit-Board - die Speicherbandbreite des XPCs scheint also sehr gut zu sein.

SiSoftSandra Int ALU/RAM Bandwidth (SiSoft)

Als Nächstes kommen wir zu den Sisoft Sandra 2004 Benchmarks. Sisoft Sandra ist eigentlich ein Diagnosetool, durch welches Grundfunktionen des PCs dargestellt werden können. Die integrierten Benchmarks haben sich (leider) durchgesetzt, deshalb nehmen wir sie auch in unser Portfolio auf. Die Benchmarks dauern nur ein paar Sekunden, sind synthetische Benchmarks, stellen also wirklich auch nur Grundberechnungen dar - wahrscheinlich haben sie sich auch gerade deshalb durchgesetzt. Die synthetischen Benchmarks haben leider nicht viel mit der Real-World-Performance des PCs zu tun, für einen Vergleich reichen sie sicherlich, sind aber mit Vorsicht zu genießen, die Aussagekraft ist eingeschränkt. Hier sind wir auf die neuere 2004er-Variante umgestiegen :

Direkt zu Beginn kämpft sich das SN95 Mainboard im SN95G5 Barebone an die Spitze. Die Speicherbandbreite ist sehr gut und erstklassig. Hier scheint der nForce 3 das System recht wenig zu belasten, da der Speichercontroller ja in der CPU untergebracht ist.

SiSoft Sandra Float FPU/RAM Bandwidth

Auch in diesem Benchmark bleibt der Shuttle Barebone vor dem Abit.

Science Mark Memory Benchmark

Der letzte rein synthetische Benchmark, welchen das Shuttle über sich ergehen lassen muss, wurde auch neu in unserem Portfolio aufgenommen. Es handelt sich hierbei um den ScienceMark Memory Benchmark, welcher eine außergewöhnliche Fähigkeit besitzt. Mit seiner Hilfe können die Latenzzeiten für den Zugriff auf den im System installierten Arbeitsspeicher ausgelesen werden. Das Ergebnis sieht wie folgt aus :

In der letzten Zeile des Screenshots erkennen wir die für uns wirklich relevanten Angaben, Science Mark ermittelt eine Zugriffszeit von 111 Taktzyklen. Beim MSI K8T Neo2 waren es 126 Taktzyklen. Das ASUS A8V schaffte hier nur 109 Zyklen, das Abit AV8 101 und das VIA Referenzboard kam auf 105 Zyklen. Der nForce 3 liegt also mit dem VIA K8T800 Pro gleich auf.

Auf der nächsten Seite schauen wir uns die Anwendungsperformance des Sysmark 2002 an.


Sysmark 2002 Internet Content Creation (Bapco)

Ein typischer Office-Benchmark ist der Sysmark 2002, ein professioneller Benchmark zur Messung der Application Performance. Er ist sogar dank der Verwendung von einigen Programmen, die SMP unterstützen, multiprozessorfähig, deshalb könnten wir ihn auch in derartigen Reviews zur Darstellung von Hyperthreading sehr gut verwenden. Über Macros werden bei diesem Benchmark bestimmte typische Befehle in Programmen ausgeführt und die Arbeitsgeschwindigkeit des Systems gemessen. Nicht nur die CPU-Performance spielt dabei natürlich auch eine Rolle, auch das Memory Subsystem ist nicht unbeteiligt. Sonstige Komponenten, die ebenso ins Gewicht fallen würden, haben wir konstant gelassen : Die Festplattenperformance ist ebenso maßgebend, diese ist jedoch in beiden Systemen aufgrund der Serial ATA-Festplatte gleich.

Betrachten wir zuerst den Sysmark 2002 Internet Content Creation Test. Dieser beinhaltet die folgenden Applikationen :

Punktgleich mit dem AV8 und damit geteilter Platz eins für das SN95 Mainboard.

Sysmark 2002 Office Productivity (Bapco)

Als nächstes haben wir den Office Productivity Test von Sysmark 2002. Auch hier sind einige bekannte Programme enthalten, die vor allen Dingen im Office-Bereich oft verwendet werden :

Bei diesem Test erhalten wir folgendes Ergebnis :

Auch hier das gleiche Ergebnis wie im Internet Content Creation Benchmark.

Nach diesem kurzen Abstecher in die Sparte der Anwendungsperformance wollen wir nun zur Leistungsbewertung im immer wichtiger werdenden Bereich Videoediting- und Rendering kommen, welchen wir für die kommenden Athlon64 Tests auch weiter ausgebaut haben.


Cinebench 2000 Shading Cinema 4D (Maxon)

Cinebench ist ein Benchmark, der zur Performancemessung von Systemen für die Software Cinema 4D von Maxon entwickelt worden ist. 3D Modelling ist natürlich auf leistungsfähige CPUs angewiesen und so ist Cinema 4D auch SMP-fähig. Wir haben den Cinebench verwendet, da er in diesem Bereich sehr gut ist und wir noch keinen vergleichbaren Benchmark im Portfolio hatten. Derzeit gibt es zwei Versionen, welche wir nun erstmals auch beide in Mainboardtests einsetzen werden - sowohl der CineBench 2000 als auch der CineBench 2003 kommen zum Einsatz.

Wieder einmal denkbar geringe Abstände, aber dennoch reicht es nur für den geteilten Platz zwei mit dem ASUS A8V.

Cinebench 2000 Shading OpenGL

Gleich drei Boards mit dem gleichen Ergebnis und damit eigentlich wieder der Platz eins für den SN95G5.

Cinebench 2000 Raytracking 1 CPU

Im CPU Benchmark dann mit äußert knappen Vorsprung der erste Platz vor dem Abit AV8 und dem ASUS A8V sowie dem MSI K8T Neo2.

Cinebench 2003 C4D Shading (Maxon)

Cinebench ist ein Benchmark, der zur Performancemessung von Systemen für die Software Cinema 4D von Maxon entwickelt worden ist. 3D Modelling ist natürlich auf leistungsfähige CPUs angewiesen und so ist Cinema 4D auch SMP-fähig. Wir haben den Cinebench bislang auch für unsere Mainboard-Tests und für Dual-CPU-Tests verwendet, da er in diesem Bereich sehr gut ist und wir noch keinen vergleichbaren Benchmark im Portfolio hatten. Cinebench 2003 basiert auf CINEMA 4D R8 von Maxon, diese Version kann mit bis zu 16 Prozessoren umgehen. Einige typische Arbeitsvorgänge von Cinema 4D werden simuliert und über den Benchmark abgespult, dieser berechnet dann die Frames pro Sekunde.

Auch hier sind die Abstände wieder sehr gering und vielleicht sorgt das eine MHz mehr des Referenztaktes hier für den knappen Vorsprung des SN95 von Shuttle.

Cinebench 2003 OpenGL HW-L

Die alte Reihenfolge bleibt bestehen, wird nur an der Spitze durch den Shuttle SN95G5 ergänzt.

Cinebench 2003 OpenGL SW-L

Der nForce3 scheint mit diesen Benchmarks gut zu Recht zu kommen. Dies zeigte auch schon anderen nForce3 Reviews und so heißt es wieder Platz eins für den Shuttle.

Cinebench 2003 Rendering CPU1

Gleiches Bild auch wieder hier.


SPECViewPerf 7.0 DRV-07 (SPEC)

SpecViewPerf ist ein Benchmark der SPEC.org, er ist kostenlos und kann ebenfalls heruntergeladen werden, allerdings ist die 7.0er Version mit mehreren hundert MB doch ein ganz schöner Brocken. Was macht der Benchmark ?

quote:
The first benchmark released by the SPECopc group was SPECviewperf®, which measures the 3D rendering performance of systems running under OpenGL.
Unsere Grafikkarte ist hier noch etwas limitierend, deshalb präsentieren wir von den sechs Benchmarks 3DSMax-01, UGS-01, DRV-08, DX-07, Light-05 und Proe-1 nur diejenigen, die nicht an der Limitierung scheitern.

Auch hier entscheiden wieder nur Framebruchteile über die Platzierung, das Shuttle rechnet aber am schnellsten.

SPECViewPerf 7.0 DX-06

Es gibt keinen Grund, warum sich etwas an der Reihenfolge der bisherigen Benchmarks etwas ändern sollte und so auch hier Platz eins für den SN95G5.

SPECViewPerf 7.0 Light-04

Nur knappe 0.01 Frames trennen das Shuttle Mainboard vom Abit AV8. Ursprünglich war der nForce 3 hier noch in der 150er-Version der langsamste Chipsatz und aufgrund des 600 Mhz Hypertransport-Bus weit abgeschlagen, so gehört er nun in der neuen Version zu den schnellsten.

Nach dieser Vielzahl an Benchmarks können wir auch diese Seite als abgeschlossen betrachten und werden uns auf der nächsten gezielt mit den ersten Gaming-Benchmarks beschäftigen, welche wir auch noch weiter intensiviert haben.


FlaskMPEG + DivX 5.0.2 (FlasKMPEG)

Auch FlaskMpeg ist in unserem Benchmark-Portfolio wieder dabei. Wir verwenden die Version 0.78.39 zusammen mit dem DivX-Codec 5.0.2 und komprimieren mit dem Programm und dem Codec ein AVI-Video. Zwar zeigt das Programm die durchschnittliche Frame-Zahl pro Sekunde an, wir dividieren aber die kompletten Frames durch die benötigte Zeit :

Wie bei den bisherigen Reviews auch, sind die Abstände beim Videoediting und Rendering sehr gering, was auch in der Tabelle zu erkennen ist. Dennoch setzt sich der Shuttle SN95G5 an die Spitze.

Xmpeg + DivX 5.0.2 (XMPEG)

Xmpeg 5.0.3 ist ein Komprimierungs-Tool, welches mit DivX umgehen kann. Wir verwenden für diesen Test den neuen Codec 5.1.1 in der Version und komprimieren ein Video. Es wurde dabei eine ca. 200MB großte MPEG-2 Datei umgewandelt, wobei wir die Audio-Verarbeitung deaktivierten. Zwar zeigt das Programm die durschnittliche Frame-Zahl pro Sekunde an, wir dividieren aber die kompletten Frames durch die benötigte Zeit. Derartige Komprimierungen waren schon immer ein kräftiger Leistungstest für Prozessoren.

Auch im XMPEG wieder Platz eins für den Shuttle.

Cdex 1.50 (Lame Encoding) (Lame)

LAME ist ein weiteres Kompressionstool. Es handelt sich um einen freien MP3-Codec, den wir zusammen mit CDex zum Komprimieren einer CD verwenden. Wir komprimieren hier den Inhalt einer kompletten CD mit elf Songs zu MP3-Dateien mit einer Bitrate von 128 MBit. Interessant ist dabei, dass zu Beginn des MP3-Booms dies noch lange dauerte - das Rippen der .wav-Dateien von der CD dauerte mit 4x oder 8x CD-ROM-Laufwerken eine Ewigkeit, anschließend war der Rechner eine Stunde mit dem Encodieren beschäftigt. Jetzt ist die CD in knapp zwei Minuten ausgelesen, während der Rechner bereits im Hintergrund die Dateien komprimiert. Schneller als die CD wieder ins Regal eingeordnet ist, hat man also die Dateien per USB 2.0 auf seinem MP3-Player :

Vorsicht : Weniger ist hier besser !

Vier Mainboards konvertieren die Audiodateien in der gleichen Sekunde, nur das MSI war etwas langsamer.

WinACE Archiver (WinACE)

Mit dem Komprimierungstool WinACE stoßen die Mainboards wieder auf eine Applikation, welches es besonders auf die Latenzzeiten abgesehen hat. Bei der Komprimierung unserer 39.5MB großen *.wav Dateien ist es sehr wichtig, einen möglichst geringen Wert zu hinterlegen. Alle Angaben in den folgenden Diagrammen verstehen sich in Sekunden, wobei weniger gleich besser ist, denn je weniger Zeit verstreicht, bis die Datei vollständig komprimiert ist, umso besser ist die Performance des Mainboards :

Vorsicht : Weniger ist hier besser !

Auch hier sind wieder vier Mainboards gleich auf, nur das MSI zeigte hier eine mehr oder weniger deutliche Schwäche.

WinRAR Archiver (RARLab)

Selbiges wie für den eben durchgeführten WinACE Test gilt auch für den WinRAR Test. Auch WinRAR ist ein Tool, welches in der Lage ist, große Dateien so zusammenzupressen, dass sie nur noch einen Bruchteil des zuvor von ihnen benötigten Speicherplatzes benötigen. Umso schneller die Komprimierung voranschreitet, umso besser ist das Ergebnis. Auch bei WinRAR, verstehen sich alle Angaben in Sekunden.

Vorsicht : Weniger ist hier besser !

Im WinRAR Test hat sich mit dem ASUS A8V, dem Abit AV8 und dem Shuttle SN95G5 eine Dreiergruppe gebildet, die gleich auf liegt.


FutureMark 3DMark03-330 (Futuremark)

3DMark 2003 kennt auch jeder - nur ist das Programm leicht in den Verruf gekommen, weil die Grafikkartenhersteller hier gerne etwas optimiert haben. Für unsere CPU- und Mainboard-Tests ist das allerdings nicht erheblich, da wir immer bei demselben Treiber und derselben Grafikkarte bleiben. Aus diesem Grund können wir 3DMark 2003 für den Vergleich recht gut einsetzen, auch wenn die Unterschiede recht gering sind - die Grafikkarte trägt hier die Hauptlast.

Der geringe aber vorhandene Performancevorsprung schleift sich durch alle Benchmarks, so auch durch den ersten Teil des 3D Mark 03.

FutureMark 3DMark03-330 CPU

Wie immer in unseren bisherigen Benchmarks kommt das Shuttle in den CPU Benchmarks sehr gut zu Recht.

Vulpine GLMark, 640x480 (Vulpine)

Jetzt kommen wir zum Vulpine GLMark. Der Vulpine GLMark 1.1 ist ein OpenGL-basierender Benchmark - eigentlich für Grafikkarten konzipiert. Läßt man ihn auf 640x480 laufen, so langweilt sich die Grafikkarte, während die restlichen Komponenten - RAM und CPU - sehr viel arbeiten müssen. Wir haben alle Benchmarks mit dieser Auflösung, 16 Bit, low Textures und Open GL 1.2 durchgeführt. Die Ergebnisse unter diesen Settings lauten wie folgt:

Den ersten Game-Benchmark kann das SN95 direkt einmal für sich gewinnen.

Vulpine GLMark, 1024x786

Auch in der höheren Auflösung setzt sich das Shuttle durch.


Quake 3 Arena, fast (ID-Software)

Als nächstes werfen wir einen Blick auf Quake 3 Arena. Quake 3 Arena ist schon ein Klassiker im Bereich der Benchmarks, deshalb setzen wir ihn auch weiterhin ein, haben ihn für unsere CPU-Tests aber erst jetzt wieder aus dem Archiv geholt. Die Demo 001 wird in der Konsole mit dem Befehl timedemo 1 und demo demo001 aktiviert, den Benchmark haben wir bei 640x480 mit 16 Bit laufen lassen, um die CPU am meisten zu fordern. Hier sehen wir die Ergebnisse :

Quake 3 Arena, high

Auch in der Quake 3 Engine zeigt der Shuttle SN95G5 keine Schwäche.

Return to Castle Wolfenstein 640x480 (Activision)

Return to Castle Wolfenstein basiert auf der Quake 3-Engine, ist aber ungleich anspruchsvoller. Getestet wurde nach den 3DCenter-Regeln für dieses Spiel und mit der dort beschriebenen Time-Demo Checkpoint durchgeführt. Dieser Link führt zur besagten Time-Demo bei 3DCenter, das Spiel muss man sich jedoch selbst besorgen, denn eine Demo ist im Internet leider nicht verfügbar.

Return to Castle Wolfenstein 1024x768

Das auch die Return to Castle Wolfenstein eine Q3 Engine ist, erklärt sich auch hier das Abschneiden des Shuttle, auch wenn die Abstände denkbar gering sind oder wie im Falle der höheren Auflösung sogar gegen Null tendieren.

Jedi Knight 2 640x480 (LucasArts)

Um diese Seite noch etwas abzurunden, ließen wir das Shuttle SN95 noch durch den Jedi Knight II Benchmark laufen. Auch hier musste es sich wieder unter der bei Programmierern beliebten Q3A Engine beweisen. Wie vielseitig diese Engine für Spiele genutzt werden kann, erkennt man hervorragend an diesen drei vollkommen differenten Spielen. Auch in Zukunft wird die Q3A Engine weiter eine große Rolle spielen - man erinnere nur an Shooter wie Star Trek Voyager Elite Force II... Auch in JKII testen wir wieder mit 640x480 und 1024x768 und möglichst niedriger Qualität, den Benchmark startet man, indem man bei der Multiplayer-Verknüpfung den Zusatz "+set sv_cheats 1" setzt und schließlich im Spiel in der Konsole mit "timedemo 1" und "demo jk2ffa" eine Demo startet :

Jedi Knight 2 1024x768

Im Jedi Knight Benchmark dann auch wieder zweimal der erste Platz für das Shuttle SN95.


UT2003 Flyby 640x480 (Epic)

Unreal Tournament 2003 ist als Demo verfügbar, in die eine Benchmark-Funktion eingebaut ist. Ein Skript testet bei verschiedenen Auflösungen, es gibt eine Flyby-Demo und ein Botmatch, die die Leistungsfähigkeit des Systems für die Vollversion zeigen soll. Hier die Ergebnisse bei 640x480 mit 16 Bit, denn auch hier wollen wir natürlich die Belastung auf die CPU verlagern :

Wieder einmal kann sich das SN95 gegen die Konkurrenz bestehend aus Abit AV8, ASUS A8V, VIA Referenz und MSI K8T Neo2 durchsetzen.

UT2003 Botmatch 640x480

Auch im Botmatch die bekannten Kräfteverhältnisse, hier steigt auch wieder die CPU-Last.

UT2003 Flyby 1024x768

Auch mit der höheren Auflösung hat der SN95G5 keine Probleme.

UT2003 Botmatch 1024x768

Gleiches Bild auch wieder hier.

Comanche 4 640x480 (Novalogic)

Comanche 4 ist für Auflösungen von 1024x768 durchaus noch als CPU-Benchmark zu gebrauchen, bei höheren Auflösungen limitiert jedoch die Grafikkarte. Der Benchmark nutzt viele Pixel- und Vertexshader, allerdings wird neben einer hervorragenden Grafikkarte auch eine starker CPU benötigt. Das Spiel basiert auf DirectX 8 und ist in der Demo zum Downloaden erhältlich. Die Demo besitzt einen integrierten Benchmark, hier kann man also vor dem Kauf auch feststellen, ob das Spiel auf dem gewünschten PC ruckelfrei läuft. Wir verwenden ihn zur Leistungsmessung.

Schon etwas deutlicher ist der Vorsprung für das Shuttle, das ASUS und das Abit im Comanche Benchmark.

Comanche 4 1024x768

Doch dieser Vorsprung relativiert sich in der höheren Auflösung etwas, dennoch bleibt die alte Reihenfolge erhalten.


Serious Sam 640x480 Low Quality (Croteam)

Serious Sam ist auch neu bei unseren Athlon64 Mainboard-Tests - das Game ist hinreichend bekannt, wir verwenden die integrierte Benchmark-Funktion, natürlich mit 640x480 sowie 1024x768 und niedrigsten Settings, um die Grafikkarte möglichst nicht zu belasten und die wahre Performance, die uns das Mainboard bieten kann, in den Vordergrund zu rücken. Hier das Ergebnis :

Das bekannte Bild auch hier, Shuttle vor Abit, ASUS und VIA, erst dann das MSI K8T Neo2.

Serious Sam 1024x768 Low Quality

Gleiche Reihenfolge auch in der höheren Auflösung.

DroneZMark, 640x480 (Zetha Games)

DroneZ, ein noch recht aktuelles OpenGL Spiel, soll unser letzter Test sein. Wir ließen auch diesen Benchmark sowohl in 640x480 und 1024x768 laufen, jeweils in 16 Bit, ansonsten behielten wir die Voreinstellungen bei. Folgendes Ergebnis erhielten wir nach den Tests :

Zum Abschluss untermauert das Shuttle nochmal seine Vormachtstellung, Platz eins.

DroneZMark, 1024x786

Auch auf der Zielgeraden lässt sich der Shuttle SN95G5 die Butter nicht mehr vom Brot nehmen.


Diesmal wollen wir unser Fazit mit einigen Worten zum Chipsatz und dem Gesamtsystem einläuten. Im Shuttle SN95G5 wurde auf dem SN95 Mainboard der nVidia nForce3 Ultra verlötet. Allein durch den Einsatz dieses Chipsatzes wurde natürlich schon bestimmt, welche Zielgruppe der Cube ansprechen soll. Hier wurde ganz klar auf die Gamer und High-End-Freaks gezielt. Das SN95 bietet dem Anwender High-Speed ohne Ende - man denke nur an USB 2.0, Digitalsound, FireWire, - außerdem natürlich auch 10/100/1000MBit LAN und das Dual Channel Interface, über welches der Arbeitsspeicher bestmöglich angebunden wurde. Warum man allerdings auf das integrierte Gigabit LAN im nForce3 Ultra Chipsatz verzichtet hat, bleibt ein Rätsel, denn von echter Gigabit Performance kann bei einem an den PCI Bus angebundenen Chip nicht gesprochen werden.

Onboard-Grafik steht beim SN95G5 nicht zur Verfügung, wer ihn nur für den Office-Einsatz nutzen möchte, kann natürlich auch eine einfache AGP-Grafikkarte einsetzen. Aber natürlich steht es dem Besitzer frei, eine leistungsfähige Grafikkarte in den AGP 8x Slot zu packen, um beste Gaming-Performance zu erreichen. Natürlich kommt hier nur eine Single-Slot Lösung in Frage. Da Shuttle auf ein 240 Watt Netzteil vertraut, sollte auch der Einsatz einer GeForce 6800 Ultra möglich sein, wie Berichte in diversen Forum mit einem anderen Barebone,  aber ebenfalls einem 240 Watt Netzteil zeigen. Sichergestellt ist dies aber hier nicht.

Auch optisch konnten wir uns einmal mehr in den Shuttle Cube verlieben - wenn wir die vergangenen Shuttle Barebone Tests Revue passieren lassen, war dies eigentlich Mal für Mal so. In diesem Test besticht das System wieder durch seinen sehr edlen Aluminium-Look. Auch das von Shuttle angebotene Zubehör wie farbige Gehäusedeckel, Fernbedienung, Tragetasche oder Parallel-Port sind wieder zu haben.

Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Wie bereits mehrmals erwähnt, handelte es sich bei unserer Teststellung um ein Vorserienmodell, so dass auch einige Probleme auftraten. So ließen sich zwar zwei Serial-ATA Festplatten an den entsprechenden Anschlüssen betrieben, leider war aber kein RAID möglich. Sobald die entsprechende Option im BIOS aktiviert wurde, bootete der Barebone nicht mehr vollständig und konnte nur durch einen CMOS Clear wiederbelebt werden. Des Weiteren konnten wir den zwar funktionierenden Audio-Codec noch nicht qualitativ überprüfen, hier scheinen noch kleinere Treiberprobleme vorzuliegen, die Shuttle aber bis zur Auslieferung des XPCs behoben haben sollte.

Im Bezug auf die Performance kann man festhalten, dass der nForce3 Ultra wohl mit der schnellste Sockel 939 Chipsatz ist und auch noch durch zahlreche Features glänzen kann. Leider können wir das vom Overclocking Ergebnis nicht behaupten. Gründe für das magere Ergebnis konnten wir nicht ermitteln und so bleibt nur die Hoffnung, dass die Probleme bis zum Serienmodell ausgeräumt sind.

Positive Punkte des Shuttle SN95G5 :

Negative Punkte des Shuttle SN95G5 :

Fasst man das gesamte Review und auch das Fazit noch einmal in ein paar Zeilen zusammen, kann man sagen, dass Shuttle mit dem SN95G5 einen wirklich guten Barebone im Sortiment hat. Alle Features und Eigenschaften zusammen bilden eine sehr gute Basis, auf die Shuttle auch noch aufbauen kann. Der Shuttle SN95G5 ist ab Mitte August zu einem bisher unbekannten Preis erhältlich. Dieser sollte aber in einer Preisspanne von 350 bis 400€ liegen. Zu einem Award reicht es diesmal aber leider nicht - es fehlt uns beispielsweise der tolle Aufbau des SB81P, das 350W-Netzteil für den garantiert möglichen Einstatz einer High-End-Grafikkarte. Zwar hat die Serienversion des SN95G5 auch Potential für einen Award, aber bei dem Vorserienmodell waren noch kleinere Schwächen vorhanden. Trotzdem ist das SN95G5 aktuell der Barebone Nr. 1 für den AMD-Bereich.

Weitere Links :

Weitere Mainboard-Reviews findet man in unserer Testdatenbank unter Mainboards AMD Athlon 64 oder in den Overclocking, Modding und Tweaking Guides .

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