Sockel 775 - Roundup Nr. 1

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Fast einen Monat ist es her, seitdem Intel die Sockel 775-Prozessoren und die neuen i925x und i915P/G-Chipsätze vorgestellt hat. Innerhalb des letzten Monates sind viele Fragen aufgekommen: Was bringt DDR2 gegenüber DDR1, wie sieht es mit der Zuverlässigkeit des neuen Sockels aus, welche Performance haben die neuen Boards und wie hoch lassen sich die Chipsätze übertakten. Gibt es eine Übertaktungssperre ? All dies sind Fragen, die wir in diesem ersten Mainboards-Roundup klären werden - und natürlich werfen wir auch einen detaillierten Blick auf die neuen Mainboards. Mit neuen PCI-Express-Gigabit-Ethernet-Chips und neuen High-Definition Audio-Codecs sind weitere Neuheiten auf den Boards vorhanden, die es zu begutachten gibt.

Mit dabei sind dabei zunächst erst einmal sechs Mainboards und ein Barebone - alle mit unterschiedlichster Ausstattung und unterschiedlichen Chipsätzen :

In diesem ersten Roundup nehmen wir also die sieben Motherboards unter die Lupe, die uns zunächst erreicht haben. Das zweite Roundup mit weiteren Motherboards ist auch schon in Arbeit. Bevor wir mit den Motherboards beginnen, wollen wir auf der nächsten Seite ein paar Dinge zum Sockel 775 klären, die im Raum stehen. Gerüchte sind zwar schön, aber Fakten sind uns lieber. Anschließend widmen wir uns den Motherboards in gewohnter Manier, insbesondere bezüglich des Bios, der Stabilität und der Ausstattung sowie dem Overclocking, sofern das Board derartige Features mitbringt. Schließlich haben wir uns aufgrund des High-Definition Audios den Rightmark Audio Analyzer wieder als zusätzlichen Test herausgepickt, anschließend kommen wir zu den Benchmarks der Boards.


Gerücht Nr. 1 : Der empfindliche Sockel

Deutlich haben wir in der Vorstellung des Chipsatzes und diversen News darauf hingewiesen, dass man sich beim Sockel 775 deutlich mehr Zeit lassen sollte, den Einbau des Prozessors vorzunehmen. Die Pins sitzen nun im Sockel selber, sind sehr empfindlich und können schnell verbiegen. Auf der Cebit hatten wir schon Boards gesehen, die einen völlig zerstörten Sockel hatten, weil die Verlockung schon sehr groß ist, die Mini-Beinchen einmal anzufassen. Es sollte jedoch klar sein : Wer das tut, darf ein neues Board kaufen.

Etwas entschärfen können wir jedoch die Diskussion um die Haltbarkeit des Sockels. Wir haben beispielsweise beim ASUS P5AD2 Premium den Prozessor über 20x im laufenden Test ein- und ausgebaut, da immer wieder neue Bios-Versionen kamen und wir das Mainboard noch einmal nachgetestet haben. Der Sockel sieht nach diesen 20 Wechseln noch genauso gut aus wie nach dem ersten Öffnen der Sockelabdeckung. Auch der Prozessor, der aufgrund der sieben Motherboard-Tests bereits knapp 50 bis 60 Sockelwechsel erlebt hat, ist noch vollkommen intakt. Wer also sorgsam mit dem Prozessor und seinem Motherboard-Sockel umgeht, der braucht hier nichts zu befürchten.

Besondere Einbausysteme, wie sie MSI den Motherboards beilegt, sind sicherlich auch nicht schlecht, allerdings geht es auch ohne : Die CPU richtig herum bereitlegen, den Sockelheben umlegen, den Sockel aufklappen, CPU vorsichtig in der richtigen Richtung einlegen, Sockelabdeckung schließen, Hebel anschließend umlegen.

Gerücht Nr. 2 : Die Overclocking-Sperre

Im Internet existieren die wildesten Gerüchte bezüglich einer Overclocking-Sperre bei den Chipsätzen. Richtig ist, dass das Overclocking nicht mit jedem Motherboard gelingt - einige steigen bei 10 - 20% Übertaktung schon aus, was für einen Prescott recht wenig ist. In unseren Tests konnten wir dies auch beobachten - die Motherboards von MSI und Shuttle konnten trotz vorhandener Optionen nicht wirklich hoch übertaktet werden. Intel bietet sowieso nur Optionen bis +4% an, nur Abit und ASUS konnten in höhere Taktsphären kommen.

Woran liegts ? Albatron vermeldete vor kurzer Zeit in einer Pressemitteiung, "man habe die Overclocking-Sperre beseitigt". Schuld wäre eine zu niedrige Chipsatz-Spannung und die haben man beseitigt. Albatron-Motherboards würden nun hervorragend übertakten. Nach unseren Informationen liegt das Problem jedoch nicht bei der Spannung. Diese läßt sich auch bei vielen Motherboards manuell justieren - in unseren Tests ohne Erheblichkeit für das Taktergebnis. Auch wir hatten Anfangs beispielsweise Probleme beim ASUS P5AD2 Premium - hier schien ab einem gewissen Takt unsere PCI-Express-Grafikkarte Probleme zu machen, bei ca. 225 Mhz war das System zwar stabil, aber es schien, als würde die Grafikkarte "abstürzen" und immer neu initialisiert werden. Mit einem Bios-Update war das dann schließlich behoben...

Unseren Informationen zu Folge liegt die schlechte Übertaktbarkeit an folgendem :

Intel führte zunächst das B0-Stepping ein, mit dem Overclocking möglich war. Auf Basis des B0-Steppings realisierten die Hersteller ihre PCB-Layouts und entwickelten ihre Boards. Das folgende B1-Stepping wird nun aber bei allen Motherboards verwendet, es ist das ausgelieferte Retail-Stepping. Die entsprechenden Chipsatz-Dokumente legt Intel aber nicht mehr offen, um den Herstellern die Integration der Instrumente für die Manipulation von Taktfrequenzen zu erschwehren - so war dies zumindest aus dem Munde eines Mainboardherstellers zu hören. Aus diesem Grund erscheint es logisch, das einige Hersteller hier ganz besondere R&D-Anstrengungen vornehmen müssen, um hinter das Geheimnis zu kommen. Für ASUS und Abit ist der Ruf des Herstellers, welcher Overclocking möglich macht, ganz besonders wichtig - also scheint man mit großen Anstrengungen als erster hinter die Geheimnisse gekommen zu sein, wie das B1-Stepping bestmöglich integriert wird.

Schwierig ist dies vor allen Dingen deshalb, weil drei Dinge das Overclocking erschweren :

  • Die PCI-Express-Frequenz verändert sich mit dem Bustakt. Bislang ist es keinem Hersteller gelungen, ein "PCI-Express-Fix" einzubauen, also die PCI-Express-Frequenz auf 100 Mhz festzunageln. Je nach PCI-Express-Karte kann man also annehmen, das ein etwas höherer oder niedrigerer FSB noch stabil läuft. Aus diesem Grund stieg auch zunächst unser ASUS P5AD2 Premium beim Overclocking aus. Abit übergeht die Sperre beispielsweise mit dem Trick, zunächst beim Boot festzustellen, welche PCI-Express-Frequenz bei dem aktuellen FSB noch stabil ist und dann eine niedrigere Frequenz festzusetzen.

  • Der FSB beeinflusst auch die Taktung des North/Southbridge-Links. Dieses neue Hub-Interface ist mit 2 GB/s schon sehr schnell - und dementsprechend empfindlich gegen Übertaktungen. Auch hier gibt es noch keinen "Lock", aber hier hat Albatron den Erfolg einer höheren Voltage festgestellt. Dies war auch in unseren Tests zumindest nachzuvollziehen, aber nicht zu bestätigen.

  • Damit zusammen hängt der von uns festgestellte Serial-ATA-Fehler ab 260 Mhz. Serial ATA muß auf 100 Mhz getaktet werden, um tatsächlich problemlos zu funktionieren. Das scheint bei unseren Motherboards bei knapp 250 bis 260 Mhz ein Problem zu werden, darunter haben sich die Hersteller wohl schon etwas einfallen lassen. ASUS scheint hier den North-Southbridge-Link manipulieren zu wollen, um einen höheren FSB zu erreichen. Das "wie" konnten wir bislang nicht heraus finden.

Zumindest Abit hat aber wohl an anderer Stelle "vergessen" zu optimieren - denn bei dem Übergang von B0 auf B1 werden auch Bios-Änderungen notwendig, damit die PCI-Express-Performance nicht einbricht. Wenn die Last ganz besonders groß ist (wie später in SpecViewPerf zu sehen) geht die Leistung der Abit-Boards (und auch vom Shuttle SB81P) zurück. MSI hingegen kann wie Intel und ASUS mitgehen - hier ist also dieser kleine Bug im Bios schon beseitigt, aber am Overclocking muß man noch feilen.

Das zeigt aber nur, dass die Entwicklung der Sockel 775-Motherboards noch am Anfang steht. Eventuell können die Hersteller schon mit einfachen Bios-Updates neue Overclocking-Möglichkeiten freischalten - dafür muß es nicht gleich eine neue Mainboard-Revision sein. Wir sind also gespannt, wie sich dies in Zukunft entwickelt - von einer "Overclocking-Sperre" zu reden, halten wir aber für übertrieben, da hier schon einige Hersteller Wege gefunden haben, die neuen Motherboards mit höheren Taktfrequenzen laufen zu lassen.

Gerücht Nr. 3 : DDR2 ist langsamer als DDR

Auch diesem Punkt können wir in diesem Review zu Leibe rücken. Wie man später in den Benchmarks sehen wird, ist DDR2 nur dann langsamer als DDR, wenn man DDR-400 mit 2-2-2-5 betreibt und DDR2-533 mit 4-4-4-12 und dann auch noch Benchmarks betrachtet, die extrem latenzabhängig sind. Dann stellt man jedoch auch die Vorzüge von DDR-400 klar heraus - kein Wunder, dass DDR2 dann schlecht aussieht.

Die meisten Performance-Boards haben in Verbindung mit DDR-400 schnelle Timings (2-2-2-5 oder 2-2-3-6) zugelassen. Von der JEDEC spezifiziert war jedoch nur 2,5-3-3-6. Alles, was leistungsmäßig überhalb dieser Latenzzeiten liegt, ist praktisch "Overclocking" der eigentlichen Speichervorgabe. Aus diesem Grund sollte man entweder DDR-400 mit 2-2-2-5 und DDR2-533 mit 3-3-3-8 vergleichen oder DDR-400 mit JEDEC-Vorgaben betreiben und die JEDEC-Vorgaben für DDR2-533 verwenden.

Wenn man nun DDR-400 mit 2-2-2-5-Timings und DDR2-533 mit 3-3-3-8-Timings vergleicht, sieht DDR2 gar nicht schlecht aus. Hinzu kommt, das Intel zwar den Speichertakt angehoben hat, aber den Bustakt weiterhin bei FSB800 beläßt - während DDR-400 also die komplette Bandbreite zur CPU nutzen kann, sieht man bei DDR2-533 eine Limitation vom Chipsatz zur CPU. Dieses Nadelöhr läßt DDR2-533 zusätzlich schlecht aussehen - wenn man synchron den Bustakt anhebt, sieht dies schon ganz anders aus.

Im Moment ist DDR2-533 dann schneller, wenn es um Bandbreiten geht. Dann hat der neue Speicher die Nase vorne. Bei Latenzzeiten-empfindlichen Anwendungen nimmt sich bei unseren Vergleich der neue und alte Speicherstandard nicht viel.

Gerücht Nr. 4 : Produktionsfehler im Chipsatz

Zunächst einmal die gute Nachricht : Alle hier im Test befindlichen Boards sind ohne Fehler. MSI musste zwar als einzige Firma Mainboards offen zurückrufen, aber auch das 915P Neo2 Platinum erreichte uns in einer neuen, bereinigten Version. Das Problem, welches bei der Produktion der ICH6-Souhtbridge bestand, wurde von Intel schnell behoben - es war im Endeffekt nur ein Fehler im Produktionsprozess und keine Design-Frage und somit ein Bug im Silizium. Es handelte sich um eine nicht entfernte Folie, die im Extremfall Abstürze verursachte, wie uns Intel bestätigte. Um die Stabilität muß man sich jedoch nun keine Sorgen mehr machen - alles läuft bei den Chipsätzen planmäßig, trotz neuer Technologien wie PCI-Express und DDR2.

Auf der nächsten Seite beginnen wir nun mit den Motherboard-Tests - ASUS ist mit dem P5AD2 Premium vertreten :


Bei ASUS hat man das Gefühl, dass man den gewonnenen Platz durch die kürzeren PCI-Express x1-Slots auf Biegen und Brechen mit Onboard-Features füllen wollte - kein Quadratzentimeter des Boards soll vergeudet werden, überall passt noch etwas besonderes drauf. So finden wir auf dem Mainboard nicht nur einen neuen 800mbit/s schnellen Firewire-Controller, sondern auch zwei Gigabit Ethernet PCI-Express-Controller, die jeweils über eine x1-Lane angebunden sind, einen Wireless-LAN-Controller, den üblichen Mehrkanal-Digitalsound, einen zusätzlichen PCI-ATA/133-Storagecontroller und einen PCI-Vierkanal-Serial-ATA-Controller. Hinzu kommt natürlich auch noch USB 2.0 und die in der Southbridge vorhandenen Features - hier nutzt ASUS die ICH6R.

Das ASUS P5AD2 Premium ist also ein Board der Superlative :

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ASUS hat jedoch nicht nur Features auf das Board gepackt, sondern auch an die Lautstärke des Systems gedacht - sowohl die MOSFETs wie auch die North- und Southbridge werden passiv gekühlt, es entsteht also nicht noch eine zusätzliche Geräuschquelle durch Mainboard-Lüfter. Natürlich unterstützt auch ASUS wieder eine im Bios implementierte Lüfterkontrolle und somit läßt sich auch der CPU-Lüfter herunterregeln. Das schwarze PCB sieht zudem schick aus, das gewohnte ASUS-Beige scheint mehr und mehr zu verschwinden.

Folgende Features können wir in unserer Tabelle festhalten :

Hier könnte man bereits das Haar in der Suppe suchen - gibt es noch etwas, was nicht auf dem ASUS P5AD2 Premium integriert ist ? Ausser einem für Desktop-Boards unüblichen SCSI-Controller findet man wirklich alles auf dem Mainboard, was das Herz begehrt. Auch im Detail steckt dabei viel, so bietet ASUS, wie man aus der Tabelle erkennen kann, umfangreiche Overclocking-Optionen und auch einen 2:3er-Teiler für den Speicher, um bei einem FSB von 200 Mhz DDR600-Taktraten für den Speicher zu erlauben.

Allerdings ist nicht nur die Ausstattung des Boards rekordverdächtig, sondern auch der Lieferumfang, den man in der Verpackung des P5AD2 findet :

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Im Folgenden eine Liste des Lieferumfangs :

Auch das ist vom Umfang her eine Sensation - insgesamt 10 Serial ATA-Kabel liegen dem Board bei, somit sogar zwei mehr, als eigentlich notwendig. Auch an die älteren ATA/133-Kabel hat ASUS gedacht, zudem auch an ein Floppy-Kabel. Etwas schade ist hier, dass man keine Treiber-Diskette für die PCI-Serial ATA-Controller und den ATA/133-Raidcontroller beilegt, denn so muß man sich die Treiberdiskette zur Installation von Windows XP auf einem derartigen Array selbst besorgen. Über das Internet kein Problem - aber wenn kein PC zur Verfügung steht, wird das etwas umständlich.

Grandios ist auch die Slotblenden-Ausstattung, wobei ASUS auf eine intelligente Aufteilung geachtet hat. Alles Wichtige ist zunächst auch auf der Rückseite des Boards :

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Hier findet man bereits vier USB 2.0-Ports - mit der Slotblende sind es sechs, zwei weitere kann man über eventuell vorhandene Gehäusenanschlüsse nutzen. Ein 800mbit Firewire-Port ist auch vorhanden, weiterhin ein Gigabit Ethernet-Controller. Hinzu kommen alle Sound-Anschlüsse - digitale und analoge. Mit der noch oft verwendeten parallelen Schnittstelle und den PS/2-Slots ist eigentlich alles vorhanden, was man benötigt.

Nun kann man nach Verwendung das Board mit dem Rest ausstatten : Beispielsweise den Firewireslots und dem zweiten Gigabit Ethernet. Wer mehr USB-Schnittstellen benötigt, kann die nächste Slotblende einsetzen. Wer externe Serial ATA-Geräte anschließen möchte, baut die externe Blende dafür ein. Und wer tatsächlich noch eine serielle Schnittstelle benötigt, der kann auch hier nachrüsten. Der Vorteil, dass eigentlich alles aber schon auf der ATX-Blende ist, wird einem erst richtig klar, wenn man auch noch ein paar PCI-Geräte eingesetzt hat - dann kann der Platz aufgrund von vier Slotblenden schon eng werden, wenn z.B. auch noch eine Grafikkarte mit zwei Slots verwendet wird. Mit nur einer Erweiterungskarte ist dann der PC schon voll - aufgrund der guten Organisation der ATX-Blende scheint aber zumindest dieser Worst Case beim ASUS nicht einzutreten.

Auf den nächsten zwei Seiten werden wir nun alle Onboard-Features des Boards erklären - und das sind ja, wie man nun weiß, eine Menge...


Bei einem so vollgestopften Motherboard ist natürlich zunächst wieder ein Blick auf die INT Request-Tabelle angesagt. Allerdings hat sich hier einiges entschärft - denn zumindest Probleme aufgrund der PCI-Überlast könnten über die Verwendung von PCI-Express-Karten der Vergangenheit angehören. So nutzt das ASUS-Board zumindest schon einmal für die Gigabit Ethernet Controller diese Schnittstelle. Da auch Sound- und TV/Videoschnitt-Karten für PCI-Express zu erwarten sind und der ICH6R-Serial ATA-Controller auch nicht den PCI-Bus belastet, sollten die restlichen Geräte zumindest bezüglich der Busperformance mit den 133 MB/s zurecht kommen. Etwas eng wird es aber weiterhin bei der INT-Verteilung :

Die PCI-Slots teilen sich die INT-Leitungen mit den PCI-Controllern, so der Firewire-Controller und der SATA-Controller von Silicon Image. Wird eines der Geräte nicht genutzt, so sollte man hier die Controller abschalten und den PCI-Slot verwenden. Ansonsten bietet sich der 3. PCI-Slot an. Generell ist es für ASUS sicherlich schwer gewesen, die Geräte sinnvoll zu verteilen, dies scheint jedoch trotzdem gelungen zu sein.

Ein Blick auf die Slots haben wir im nächsten Bild. Oben ist die PCI-Express x16-Schnittstelle für die Grafikkarte zu sehen, dann folgen beim ASUS-Board drei PCI-Slots, am Ende erst die beiden PCI-Express x1-Slots. Wir empfinden dies durchaus als praktische Aufteilung, denn der 1. PCI bleibt gewohnheitsgemäß zur guten Belüftung der Grafikkarte in High-End-Systemen frei, wenn nicht schon eine Blockierung über eine Zwei-Slot-Grafikkarte vorliegt. Somit sind effektiv noch zwei PCI-Express und zwei PCI-Steckplätze nutzbar - und das sollte bei der Anzahl der Onboard-Geräte wirklich für jeden Bedarf ausreichen. Da effektiv nur fünf Slots und eine x16-Schnittstelle vorhanden sind, bleibt ASUS etwas Platz im oberen Bereich des Boards, RAM läßt sich so ohne Ausbau der Grafikkarte nachrüsten und auch um den CPU-Sockel und dem Northbridge Kühler ist noch recht viel Platz :

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Über dem PCI-Express x16-Slot findet man dann auch wieder die Revisionsangabe: Wir testen die 1.02-Revision des Motherboards.

Im oberen Bereich des Boards geht es passiv gekühlt weiter - sowohl die Northbridge ist passiv gekühlt wie auch die MOSFETs, die unter einem großen Kupferkühler Platz gefunden haben. Allerdings sind nur diese sechs MOSFETs gekühlt - sechs weitere finden sich auf dem Mainboard und müssen ohne Kühlung auskommen. Das Board entspricht übrigens den Intel-Richtlinien für die FMB2.0 und VRM10.0. Probleme mit der Kompatibilität zu Prescott-Prozessoren sollten also nicht zu erwarten sein, auch nicht mit deren Stromversorgung. Der Platz um den Sockel 775 entspricht ebenfalls den Intel-Vorgaben, allerdings haben wir bereits einen Kühlkörper gefunden, der nicht auf das Board passt. Der Tower 112-Kühler von Thermaltake ist bezüglich der Größe ein wahres Kühlermonster und eignet sich aufgrund seiner Montage für fast kein Sockel 775-Motherboard am Markt, obwohl er dies verspricht.

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Oben rechts neben dem Sockel finden wir den 12V-AUX-Stecker - wie üblich in der Nähe der MOSFETs.

Weiter unten kommen wir zu den DDR2-Steckplätzen. Aufgrund des Dual-Channel-Controllers hat ASUS die Slots farblich abgehoben, es können bis zu 4 GB DDR2 eingesetzt werden, welcher mit 1.8V betrieben wird. ASUS bietet im Bios eine Option für DDR600, also mehr als Intel für den i925x erlaubt. Mit DDR2-600 erwartet ASUS trotz Limit bei der CPU noch eine weitere Erhöhung der Performance. Unter den DDR2-Slots sehen wir den EPS12V-Anschluß, der auf den neuen Sockel 775-Motherboards vorhanden ist. Er ist um vier Pins länger als der Standard-ATX-Stecker, aber kompatibel zu diesem. Will man also kein neues EPS-Netzteil erwerben, so kann man erst einmal sein ATX-Netzteil weiter verwenden.

Direkt rechts neben dem Stromanschluß befindet sich der Floppy-Port und der einzelne, übrig gebliebene ATA/100-Anschluß der ICH6R-Southbridge. Direkt rechts daneben sitzt der Winbond Super I/O, der auch hier für den Floppy-Controller, PS/2-Slots, serielle und parallele Schnittstellen verantwortlich ist. Die Position von Floppy-Port, ATA/100-Schnittstelle und Stromanschluß ist hier gut gewählt, die Kabel können so vom Mainboard weg verlegt werden und stören nicht den Luftstrom im Gehäuse.

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In der unteren Ecke gegenüber der PCI- und PCI-Express-Slots stapeln sich die Anschlußmöglichkeiten. Die beiden roten Anschlüsse gehören zu dem ATA/133-Controller von ITE, sie sind auf jedem ASUS-Board mit ICH6 vorhanden, weil man der Meinung ist, dass eine ATA/100-Schnittstelle der ICH6 für die meisten Kunden noch zu wenig ist. Das erscheint plausibel - die meisten Systeme haben eine Festplatte und zwei optische Laufwerke, wenn man upgraden will, muß man sich von einem Gerät verabschieden.

Unter der passiv gekühlten Southbridge, die den ASUS-Slogan "ai Proactive" trägt, befinden sich die vier Serial ATA/150-Ports der ICH6 Southbridge. Da die "R"-Variante verwendet wird, kann das System die Ports in einem Raid 0, 1 und 0+1 (mit vier Festplatten) zusammenschließen. Des weiteren steht die Matrix-Raid-Option zur Verfügung, also ein Raid 0 und ein Raid 1 auf zwei Festplatten bei geteilten Partitionen. Die Vorteile des Raids haben wir schon an vielen Stellen begutachtet, beispielsweise im Review der Western Digital WD740GD Raptoren mit 10.000rpm oder im Review zum LGA775, wo wir auch einen Blick auf Native Command Queueing und Matrix Raid mit den neuen Maxtor Maxline III-Festplatten geworfen haben.

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Das Bios des Boards ist gesockelt und kann somit bei einem fehlerhaften Flash-Vorgang ausgetauscht werden - es muß aber schon nicht mit rechten Dingen zugehen, um das Bios zu zerstören, denn ASUS bietet zum einen Schutzmechanismen gegen fehlerhaftes Flashen und zum anderen auch ein einfaches Windows-Flashprogramm "ASUS Update". Damit läßt sich ein Bios-Update praktisch "on the fly" nach dem automatischen Runterladen der File aus dem Internet erledigen. Die CMOS-Batterie ist gut zugänglich für Notfälle, auch der CMOS-Jumper. In der Regel erkennt das Board aber auch hier, wenn nach veränderten Settings im Bios das Board nicht mehr startet und fährt dann einmal mit "Fail-Safe"-Settings hoch, so dass man diese im Bios korrigieren kann. Alle Einstellungen bleiben dabei erhalten, man muß also nicht wieder alle Onboard-Features neu konfigurieren.

Die Gehäuseanschlüsse sind notfalls auch ohne Handbuch vorzunehmen, da ASUS diese in typischer Farbgebung kodiert und auch gut beschriftet hat. An der linken Mainboardseite sieht man weiterhin den Anschluß für den Gameport und den seriellen Anschluß, falls man diese noch benötigt. Die zwei weiteren USB-Anschlüsse für weitere vier USB-Ports sind in blau über der Southbridge zu finden.


Auf dieser Seite haben wir alle Onboard-Geräte zusammengestellt - und dies sind beim ASUS P5AD2 Premium nicht gerade wenige. Im unteren Bild sieht man gleich zwei Controller, einmal den ITE IT8212F und den SerialLink Sil3114 von Silicon Image :

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Der Silicon Image-Controller bietet dem Board weitere vier Serial ATA-Schnittstellen, die in roter Farbgebung am unteren Mainboardrand sitzen. Diese vier Ports können im Raid 0, 1 und 0+1 betrieben werden, weiterhin bietet Silicon Image auch einen Raid 5-Patch über Software an. Der PCI-Controller hat aber den typischen Nachteil, den alle PCI-Geräte haben - sie teilen sich die 133 MB/s Bandbreite. Bei einem Raid 0 aus zwei Platten kann diese Performance bereits erreicht sein, es ist also empfehlenswerter, zunächst die Onboard-Serial ATA-Schnittstellen der ICH6R zu nutzen, da diese direkt am Host Interface sitzen und nicht PCI-limitiert sind.

Für den ITE-Controller gilt natürlich dasselbe, auch er hängt am PCI-Bus. Da die ICH6R allerdings nur noch einen ATA/100-Controller besitzt, ist der Einsatz eines zusätzlichen Chips durchaus sinnvoll, um zumindest ältere Festplatten weiterverwenden zu können und die Datenbestände weiter nutzen zu können. Ein Raid hier aufzubauen macht auch nur Sinn, wenn die Festplatten bereits vorhanden sind - ansonsten sollte man aufgrund der Flexibilität auf Serial ATA setzen. Aufgrund des PCI-Limits kann auch dieser Controller maximal 133 MB/s an Datentransfer liefern.

Dasselbe gilt für den Firewire-Controller, der als 800 mbit/s schneller IEEE1394b-Controller zu den neuesten Chips auf dem Mainboard gehört. 800 mbit/s heisst aber auch, dass der Controller maximal 125 MB/s übertragen kann und somit bei Nutzung eines 800 mbit/s-Gerätes den PCI-Bus auch fest im Griff hat.

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Eingesetzt wird hier ein Texas Instruments-Controller für das B-Firewire, der TSB82AA2. Zusammen mit dem dahinter befindlichen Physical Layer ist dies praktisch State-Of-The-Art im Firewire-Bereich und so zieht man der auch auf dem Motherboard implementierten USB 2.0-Lösung mit 480 mbit/s erst einmal wieder davon. Die Schnittstelle ist natürlich abwärtskompatibel, es können also auch normale 400mbit/s-Firewire-Geräte angeschlossen werden. Links im obigen Bild übrigens die Power-Diode des Boards - ist Strom auf dem angeschlossenen Netzteil leuchtet diese LED.

Von Marvell stammen die beiden Yukon-Chips, die auf dem unteren Bild zu sehen sind - sie sind verantwortlich für die Gigabit Ethernet-Anschlüsse des Boards :

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Beide Chips sind über PCI-Express angebunden und gehören somit zu den schnellsten Gigabit Ethernet-Lösungen am Markt. Da kein CSA-Port mehr verfügbar ist (dieser übertrug 266 MB/s) ist PCI-Express die erste Wahl zum Anschluß eines Gigabit Ethernet Controllers. Eine x1-Lane überträgt in jede Richtung 250 MB/s, ein Gigabit Ethernet Controller schafft pro Richtung 125 MB/s. Somit reicht eine x1-Lane also für einen Controller vollkommen aus, denn selbst im VollDuplex-Modus erreicht der Gigabit Ethernet-Controller mit 250 MB/s pro Richtung nicht die 500 MB/s, die ein PCI-Express x1-Bus aufsummiert leisten kann. Die beiden Ports sind also bestens implementiert und liefern zusammen mit der CSA-Lösung und der in der nForce 3 250Gb implementierten Gigabit-Ethernet Lösung die aktuell leistungsstärkste Implementierung auf Desktop-Boards.

Für die Wireless Ethernet-Schnittstelle setzt ASUS auf eine Kombination aus dem Marvell 88W8310-Controller und dem Marvell 88W8000G-Transciever, die unten im Bild zu sehen sind. Der Chipsatz unterstützt die IEEE 802.11g-Geschwindigkeiten 6, 9, 12, 18, 24, 36, 48 und 54 mbit/s und die 802.11b-Geschwindigkeiten 1, 2, 5.5, und 11 mbit/s. An der ATX-Blende besteht bei dem Board die Möglichkeit, eine Antenne anzuschließen, direkt daneben befindet sich eine WLAN Data-Transmission-LED, die leuchtet, wenn das WLAN aktiv ist und Daten übertragen werden. Auch kann der Controller als Access-Point konfiguriert werden und somit als Router in Verbindung mit den Gigabit-Ethernet-Ports genutzt werden. Intels Lösung in der ICH6RW-Southbridge wird von ASUS nicht verwendet, weil die Southbridge noch nicht verfügbar ist.

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Auch ein High-Definition Audio Codec darf natürlich nicht fehlen. Statt AC97 ist bei dem Mainboard ein HD-Audio-Codec vorhanden, der nun auch alle Features des im Review zum Sockel 775 erwähnten High-Definition Audios erfüllt. ASUS verwendet den CMI9880-Chip, der als 8-Kanal-Azalia-Codec die höchsten Anforderungen der Intel-Spezifikation erfüllt. Daten über den Chipsatz sind leider noch nicht einmal von C-Media auf der Webseite verfügbar, allerdings ist bekannt, dass er 8 Anschlußmöglichkeiten besitzt, die alle per "Jack Retasking" umkonfiguriert werden können, die 8 Kanäle besitzen 192kHz/16bit-Support und nach PC2001-Spezifikationen soll er einen Rauschabstand von 92dB oder besser erreichen. Der Codec hat zudem einen Vierkanal-92kHz/16-bit Audio-Eingang und es gibt ADSA-Treiber für Dolby- und andere Standards.

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Die Qualität des Sounds schauen wir uns später innerhalb der Rightmark-Tests an.


Das BIOS:

Das BIOS (Basic Input-Output System) ist mehr als 20 Jahre alt und damit die älteste Softwaretechnik innerhalb der PCs. Es wird in den ersten Sekunden nach dem Einschalten des PCs aufgerufen, der so genannten Pre-Boot-Phase, also noch bevor das Betriebssystem geladen wird. Allerdings gibt es das Bios nicht mehr lange, wie Intel mitteilt :

Der Firmware Foundation Code von Intel ist ein Ergebnis des Projektes mit Codenamen „Tiano“ und sorgt dafür, dass der Nachfolger des BIOS auf neuester Softwaretechnologie basieren wird. Er wurde speziell im Hinblick auf neue Ausstattungsmerkmale und Dienste entwickelt, zu denen beispielsweise die verbesserte Verwaltung und Betriebsfähigkeit, sowie Schnittstellen für administrative Aufgaben gehören.

Bald brauchen wir uns also nicht mehr durch die blauen Menues hangeln, um an die Hardwareeinstellungen zu kommen. Bislang bleibt das Bios aber der Grundstein für eine gute Gesamtperformance, auf die es bei den Mainboards im allgemeinen ankommt. Auch werden hier alle wichtigen Drähte in Bezug auf Overclocking und Onboard-Features gezogen. Nun werden wir prüfen, wieviel Sorgfalt die Ingeneure bei der Programmierung dieses BIOS an den Tag gelegt haben.

Wie immer widmen wir uns zuerst visuell dem BIOS, das heißt wir schießen einige Screenshots, um den Aufbau und die einzelnen Funktionen des Menüs zu veranschaulichen :

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Im Folgenden halten wir die wichtigsten Bios-Funktionen und Besonderheiten fest :

 

Insgesamt sieht das Bios von ASUS schon sehr gut aus - nachdem wir das Bios in der Version 1002 ursprünglich begutachteten, verbesserte ASUS in den letzten Wochen viele Dinge und kommt nun schon auf die Version 1005.002. Auch hier sind noch Kleinigkeiten zu verbessern, aber das Gros ist bereits hervorragend gelungen. Besonders interessant für den Systemadministrator ist die Funktion, die Netzwerkanschlüsse bereits im Bios auf Funktionalität überprüfen zu können. Für Sicherheitsfans und Lautstärke-Hasser ist eine leistungsstarke Systemüberwachung und Lüftersteuerung vorhanden. Hier fehlt nur die DDR2-Spannung - stellt man beim ASUS-Board 1.8V ein, dann muß man sich darauf halt verlassen. Vorhanden ist auch ein dynamisches Übertakten unter CPU-Last, aber darauf werfen wir erst auf der nächsten Seite einen Blick. Alle Onboard-Geräte können zudem abgeschaltet werden.

Beim Speicher sind keinerlei Besonderheiten vorzufinden, die Latenzzeiten und Einstellungen entsprechen dem Standard. Wir konnten mit einigen Speicherriegeln bei DDR2-533 auch schnellere Timings verwenden, beispielsweise mit den Corsair Twin2X-Riegeln mit 533 Mhz. Für die Tests verwendeten wir 3-3-3-8-Settings und stellten das Board auf Turbo-Settings mit aktiviertem HyperPath 2. Sicherlich erreicht man diese Performance dann nicht mit jedem Riegel, aber wer sich ein derart ausgestattetes Board kauft, achtet in der Regel auch auf guten RAM.

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Mit dem Bios zusammenhängend sind natürlich die Themen Overclocking und Stabilität, die wir im Folgenden betrachten.

 

Die Stabilität :

Mangels PCI-Express x1-Karten können wir hier bezüglich der Kompatibilität natürlich noch keine großen Sprünge machen. Zumindest viele DDR2-Riegel haben wir bereits, um einen Blick auf Kompatiblität und Stabilität des Speichers zu werfen. Des Weiteren können wir natürlich die PCI-Buslast versuchen, klassisch in die Höhe zu treiben, um zumindest hier das System auszulasten und einen Eindruck auf die PCI-Performance zu bringen. Mit zwei Serial ATA-Festplatten, einer TV-Karte, einer Soundkarte und einer externen USB2.0/Firewire-Festplatte funktioniert dies auch recht gut. Auf Netzwerk-Benchmarks haben wir bislang übrigens verzichtet, weil uns kein hochwertiger Gigabit Ethernet-Switch zur Verfügung steht, um die Performance des Netzwerks gut zu messen.

Bei den allgemeinen Stabilitätstests muß das Board natürlich dann auch wieder mit unserem Testsetup mehrere Stunden unter Last laufen. Auch die Onboard-Features werden aktiv belassen, um mögliche Ressourcenkonflikte geradezu zu provozieren.

Zunächst also keinerlei Probleme mit dem ASUS P5AD2 Premium.

Bezüglich der Speicherkompatibilität haben wir folgende Module testen können :

Das ASUS-Motherboard setzt zwar 4-4-4-8 als Timings fest, doch damit hatten alle Riegel kein Problem, auch wenn das SPD-Modul bei allen mit 4-4-4-12 programmiert ist. Auch die Riegel, die schnellere Timings garantieren (Crucial Ballistix) sind mit diesem Timing programmiert. In unserem Test lief das Board mit allen Riegeln und sogar mit Vollbestückung ohne Probleme. Die Flex Memory Architektur konnten wir leider nicht testen, da uns nur 512 MB-Riegel zur Verfügung stehen.

Auf der nächsten Seite kommen wir nun schließlich zum Overclocking.


Interessant sind natürlich aufgrund der "Overclocking-Sperre" die Ergebnisse in diesem Bereich. Das D0-Stepping von Intel soll bereits fit sein für höhere Taktfrequenzen, doch die Chipsätze scheinen hier einen Strich durch die Rechnung machen zu wollen. Wir wollen uns bei jedem Motherboard zunächst jedoch die Features ansehen, die geboten werden :


Hier die Overclocking-Optionen in der Übersicht :

Von den Optionen her bietet ASUS genügend Flexibilität. Die Funktion der Manipulation des PCI-Express-Taktes konnten wir mit unserer Grafikkarte nachprüfen - ab ca. 125 Mhz wollte unsere MSI X600XT 128 MB nicht mehr ordnungsgemäß funktionieren. Darüber blieb der Bildschirm schwarz. Daraus läßt sich aufgrund des Teilers auch schließen, das bei ca. 250 Mhz FSB Schluß wäre mit dem Übertakten, wenn es ASUS nicht gelungen wäre, die PCI-Express-Frequenz zu manipulieren. Da man die Frequenz aber auch auf 90 Mhz stellen kann und diese dann linear ansteigt, sollte man theoretisch auf 276 Mhz kommen, erst dann wird wieder ein Takt von 125 Mhz für den PCI-Express erreicht.

Wir testeten zunächst mit einer Serial ATA-Festplatte. Mit den Einstellungen von 33,33 Mhz für den PCI-Takt, 90 Mhz-Settings für den PCI-Express-Takt, 1.475V CPU-Spannung und 2.0V für die Speicherriegel sowie 1.6V Chipsatz-Spannung und 1.4V FSB-Termination kamen wir auf 262 Mhz - danach stieg der Serial ATA-Controller aus und es wurden keine Festplatten mehr gefunden. Mit diesen Settings fuhren wir bei 4.2 Ghz und 262 Mhz mit DDR700-Frequenz auch ein paar Benchmarks, die wir bereits vorab in diesem Forum-Thread präsentiert haben.

Anschließend testeten wir noch mit einer ATA/100-Festplatte weiter, kamen aber auch auf "nur" mehr 271 Mhz. Hier scheint also ungefähr das Limit bei unserem Board aktuell zu liegen, denn auch ein Senken des CPU-Multiplikators (wir verwendeten ein Evaluation Sample, welches diese Funktion unterstützt) und niedrigeren RAM-Timings brachten keine Verbesserung.

Dies ist bereits ein sehr gutes Ergebnis - selbst mit Serial ATA-Festplatten. Die wenigsten Leser werden es wohl schaffen, einen Pentium 4 - auch wenn er ein D0-Stepping besitzt - tatsächlich mit 40% oder mehr zu übertakten, meistens kommt man nur in die Bereiche um 30 bis 40%. Möchte man Serial ATA-Festplatten einsetzen, so hängt man hier sicherlich bei knapp 260 Mhz fest, einen P4 2.8 übertaktet man dann auf immerhin 3.64 Ghz. Der Einsatz von DDR2-667 war dabei in unserem Fall natürlich von Vorteil, da wir hier einen hohen Speichertakt von 724 Mhz erreicht haben.

Wer auf Serial ATA verzichten kann, kommt eventuell noch 10 bis 20 Mhz höher, mit der Zeit werden die Boards sicherlich noch ein paar Tricks beherrschen, um auch auf 280 Mhz stabil zu kommen. Ob es allerdings gelingt, dann auch Serial ATA-Festplatten zu nutzen, ist fragwürdig. Das D0-Stepping wird dies aber wahrscheinlich erlauben, denn wie wir gesehen haben, erreichen wir knapp 4.2 Ghz mit Luftkühlung und moderater VCore-Erhöhung. Die Wasserkühler- und Tiefkühler unter uns werden sicherlich noch extremere Taktraten erreichen, 4.4 oder 4.6 Ghz sind hier sicherlich möglich.


Abit schickte uns ein Alderwood-Mainboard, das AA8 DuraMax. Wie zu erwarten, ist auch dieses Mainboard sehr gut ausgestattet, wenn auch nicht so luxuriös wie das ASUS-Motherboard. Mit einem Firewire-Controller, USB 2.0, Serial ATA-Raid, einem Gigabit LAN und einem HD-Audio-Sound ist zumindest von der namentlichen Erwähnung der Features alles identisch, allerdings nicht bezüglich der Masse der Features. So ist nur ein Gigabit LAN vorhanden, weiterhin nur ein normaler IEEE1394-Firewire-Controller und auch zusätzliche ATA/133- und Serial ATA-Controller sind auf dem Board nicht vorhanden. Dafür ist es sehr viel preiswerter als das ASUS-Board und besitzt mit µGuru und einer Diagnose-LED andere Features, die gerade für den verwöhnten Abit-Overclocker natürlich von Nutzen sind.

Auch Abits Board erkennt man sofort anhand der Farbgebung und Gestaltung :

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Auch hier erkennt man zwei Heatsinks auf North- und Southbridge, im Gegensatz zum ASUS-Board ist aber der Northbridge-Lüfter aktiv gehalten. Zumindest hat Abit auf eine aktive MOSFET-Kühlung verzichtet, die sonst bei der Max-Serie vorhanden war, aber der Northbridge-Lüfter fügt natürlich auch zusätzlichen Lärm zum System hinzu. Da er jedoch von der Lüftersteuerung mitgeregelt werden kann und ein recht leiser Lüfter ist, dürfte er zunächst nicht stören, erst wenn die Kugellager nach einem Jahr ausgeschlagen sind, beginnen die Northbridge-Lüfter in der Regel richtig zu lärmen.

Folgende Features können wir in unserer Tabelle festhalten :

Auch hier suchen wir mal das Haar in der Suppe und finden auch gleich eines - der Gigabit Ethernet Controller ist nur über PCI angebunden und nicht über PCI-Express, von den in der ICH6 gebotenen vier x1-Lanes werden von Abit somit nur drei angeboten. Statt dessen verzichtet man auf einen PCI-Slot und bietet nur noch zwei, das ist aber nicht weiter tragisch. Weitere Serial ATA und ATA/133-Storage-Controller finden sich nicht, also muß man mit einem ATA/100-Channel auskommen. Der Rest ist gehobener Standard - Firewire, USB 2.0, Serial ATA Raid über die ICH6R und ein HD-Audio-Codec von Realtek. Interessant wird es wieder bei den Overclocking-Optionen, auf die wir jedoch erst später einen Blick werfen. Hier hilft sicherlich µGuru und die Onboard LED, die in dieser Liste natürlich nicht auftauchen.

Auch hier werfen wir einen Blick auf alle Zugaben, die man in der Mainboardverpackung findet :

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Im Folgenden eine Liste des Lieferumfangs :

Insgesamt findet man auch hier sehr viel weniger als beim ASUS-Board. Das eine ATA/133-Kabel ist zwar aufgrund des auch nur vorhandenen einen ATA-Kanals nicht wirklich tragisch, aber hier fehlen eindeutig Stromadapter für die Serial ATA-Drives, denn fast kein Netzteil besitzt vier Serial ATA Stromanschlüsse. Ein Blick wie bei ASUS auf die ATX Slotblende zeigt hingegen, dass ansonsten eigentlich alles vorhanden ist. RJ45-Anschluß und eine Firewire-Blende sowie vier USB 2.0 befinden sich schon auf der Blende, über Slotblenden werden die beiden weiteren Firewire-Anschlüsse und zwei weitere USB 2.0-Ports verwendbar. Für den Sound ist alles auf der Slotblende vorhanden, selbst digitale Anschlüsse. Mit der seriellen und parallelen Schnittstelle ist auch für Abwärtskompatibilität gesorgt und auch zwei PS/2-Anschlüsse sind vorhanden.

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Auch wenn die Verpackung somit nicht überquillt, mehr musste Abit nicht hineinlegen. Auf den nächsten zwei Seiten werden wir auf alle Onboard-Features des Boards eingehen.


Auch in dem Handbuch des AA8 finden wir eine INT-Request-Tabelle, allerdings nur in aller Kürze: Der Firewire-Controller teilt sich dem 2. PCI-Express-Port den INT-B, der Onboard-LAN teilt sich mit dem x16-Slot und dem 1. PCI-Express-Slot den INT-A. Alle anderen Geräte besitzen einen eigenen INT, aus dem Grund haben wir auf eine umfassende Tabelle verzichtet: Da nur zwei PCI-Geräte onboard vorhanden sind und nur zwei PCI-Slots verfügbar sind, sollte es kaum zu Ressourcenkonflikten kommen. Der Onboard-Audio und der Serial ATA-Controller sowie die USB 2.0-Anschlüsse bleiben als Southbridge-Geräte aussen vor.

Das AA8 DuraMax besitzt auch einen etwas anderen Aufbau als das ASUS-Board. Mit zwei PCI-Slots und drei PCI-Express-Steckplätzen ist das Board auf den ersten Blick "moderner", allerdings wird eine PCI-Express-Lane nicht genutzt und beim ASUS wird somit von der neuen Technologie effektiver Gebrauch gemacht. Zudem ist hier ein PCI-Express-Slot theoretisch nicht nutzbar, da unter der Grafikkarte möglichst ein Port frei bleiben sollte oder muß - je nach Art der eingesetzten Grafikkarte. Wie beim ASUS-Board ist auch hier ein Retention-Modul beim x16-Slot vorhanden.

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Beim Speicher gibt es keine Unterschiede zur Konkurrenz, allerdings unterstützt das Board (noch) kein DDR600, der 2:3-Teiler ist im aktuellen Bios noch nicht zu finden. Wir testeten das AA8 DuraMax in der Revision 1.0, wie man auf dem Aufkleber erkennen kann. Auch hier können 4 GB DDR2 eingesetzt werden, auch hier hat man die Kanäle des Dual Channel Controllers über zwei Farben abgehoben. Der EPS-Anschluß darunter läßt sich wie beim ASUS-Board auch mit einem ATX-Stecker belegen, wobei vier Pins frei bleiben.

Auch hier ist zwischen Dimm-Sockeln und PCI-Express-Slot noch genügend Platz, um RAM-Module bei eingebauter Grafikkarte nachzurüsten.

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Im Gegensatz zum ASUS-Board verwendet Abit keine Kühlung für die MOSFETs. In der Regel ist dies auch nicht unbedingt notwendig, da die MOSFETs die Wärme aufgrund der kleinen Metallplatte auf der Unterseite eher an das PCB abgeben, als an einen aufgesetzten Kühlkörper. Zudem werden von Abit ebenso die VRM10 / FMB2.0-Spezifikationen erfüllt, einen Grund für eine passive Lüftung sollte es in der Regel nicht geben. Das Board ist zudem mit den von Abit erfundenen "Power Strips" überzogen, die man vom TH7 her kennt, einem der ersten i850-Motherboards von Abit. Die Power Strips sind hier mit den MOSFETs verbunden und sollen helfen, die Temperaturen über das Board zu verteilen und schneller an die umgebende Luft abzugeben. Auch hier finden wir in der Ecke den 12V AUX-Anschluß.

Um den Sockel 775 ist hier mehr Platz als beim ASUS-Board, aber auch hier ist z.B. der Thermaltake Tower 112 nicht korrekt montierbar. Auch hier steht ein Kondensator im Weg, zudem sind die Verlötungen auf der Rückseite recht hoch und könnten aufgrund der verschraubten Metallplatte des Kühlers die Kontakte kurzschließen.

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Abit verbaut im Gegensatz zu vielen Konkurrenten immer noch einen aktiven Fan auf der Northbridge. Er ist jedoch noch einer der leiseren Kandidaten, allerdings läßt im Laufe der Betriebszeit meistens das Kugellager nach und dann fangen selbst die leisesten Lüfter an, Lärm zu produzieren. Zudem ist der Sinn fraglich, denn die Northbridge wird zwar warm, kann aber auch ohne Kühlung auskommen, wie man bei Konkurrenzprodukten sehen kann. Die Lüfterfläche wird zudem noch recht ineffektiv genutzt und beim Kühlkörper ist sehr auf das Design geachtet worden, weniger auf die Funktionalität. Aufgrund der Push-Pins, die Abit verwendet, läßt sich jedoch der Lüfter recht schnell gegen einen passiven, voluminösen Kühler austauschen.

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Insgesamt findet man übrigens fünf FAN Header auf dem Motherboard - einen 4-Pin-Header für den CPU-Lüfter und vier weitere 3-Pin-Header für Northbridge und weitere Lüfter. Dabei hat das Board einen kleinen Vorteil bei den Lüfteranschlüssen z.B. gegenüber dem ASUS P5AD2 Premium, welches nur drei Header insgesamt liefert.

Auf der nächsten Seite widmen wir uns den Onboard-Chips des AA8 DuraMax.


In der unteren Ecke des AA8 DuraMax findet man wie immer die meisten Anschlüsse. Der eine übrig gebliebene ATA/100-Kanal ist seitlich am Board ausgerichtet, das Kabel kann so einfach verlegt werden und verschwindet gut verlegt aus dem Blickfeld. Vier Serial ATA-Ports sind unterhalb der Southbridge im nächsten Bild zu sehen, diese können im Raid 0, 1 und 0+1 (mit vier Festplatten) verwendet werden, natürlich kann man aufgrund der ICH6R auch hier in den Genuß von Matrix Raid kommen. Das Bios ist gesockelt, aber auch Abit hat ein entsprechendes Windows-Flash-Tool im µGuru-Tool imlementiert, um das Bios einfach zu flashen. Daneben befindet sich die Debug-LED, die recht einfach Aufschluß über bestehende Probleme während des Boot-Vorganges liefert, so kann die Fehlerdiagnose schneller und einfacher von statten gehen. Unten links in der Ecke befinden sich die schlecht beschriftet und gekennzeichneten Gehäuse-Anschlüsse, hier braucht man also in der Regel das Mainboard-Handbuch. Über der Southbridge befinden sich weiterhin zwei Header für weitere vier USB 2.0-Ports.

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Der µGuru-Chip ist das Herzstück der Abit Overclocking-Funkionen. So "besonders" ist dieser Chip übrigens gar nicht - es handelt sich um einen Winbond W83L950D, einen besonderen SuperI/O-Controller, den Abit aufgrund der besseren Hardwaremonitoring-Fähigkeiten gegenüber dem klassischen Winbond-Chip verwendet. Allerdings ist der Clou an µGuru eher die Software, die Abit in Verbindung mit dem Bios in Windows integriert hat. In diesem Windows-Tool findet man auch AbitEQ, einen Hardware-Monitor sowie FlashEQ, ein Windows-Flashtool, sowie weitere kleine Programme. Im zentralen Blickpunkt steht natürlich das Overclocking-Tool OC Guru, mit dem man nicht nur einzelne Presets speichern kann, sondern auch beim Start von Anwendungen das System automatisch übertakten lassen kann. Hat man beispielsweise ein Preset "FarCry" mit 20% CPU-Übertaktung erstellt, fährt das System normalerweise auf Standard-Takt und übertaktet beim dem Start von FarCry erst das System mit 20%. Praktisch, da man nicht immer am Limit fahren muß und die Software die Programme automatisch erkennt.

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Etwas unglücklich ist wie bei fast allen Abit Motherboards die Position des Floppy-Controllers unterhalb des letzten PCI-Slots - in einem Big-Tower wird man aufgrund des kurzen Kabels Probleme bekommen, das Floppy-Laufwerk anzuschließen und selbst in einem Midi-Tower kann es zu Problemen kommen, wenn noch längere PCI-Karten verwendet werden. Eine Position weiter oben auf dem Mainboard wäre unserer Meinung nach praktischer.

Der Firewire-Controller ist der oft zu findende TSB43A823 von Texas Instruments, der drei Ports bereitstellt. Einer befindet sich auf der ATX-Blende, die beiden anderen Ports können über die beiliegende Slotblende und die roten Anschlüsse direkt neben dem Controller nachgerüstet werden. Im Gegensatz zum ASUS P5AD2 Premium handelt es sich hier nur um einen 400mbit/s-Controller, was jedoch nicht unbedingt schlimm ist, da der 800mbit/s Standard noch sehr neu ist und es noch wenige Geräte gibt, die auf diesen High-Speed-Standard setzen.

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Ein wirklicher Faux-Pas ist der Realtek RTL8110S-32 Gigabit Ethernet Controller. Dieser 10/100/1000mbit-Controller ist über 32bit-PCI angeschlossen. Einen neuen PCI-Express-Gigabit Ethernet Controller nutzt Abit also nicht, da kein CSA mehr zur Verfügung steht, portiert man sich also zurück zur Zeit der i845P-Chipsätze, wo ein PCI Gigabit Ethernet-Controller vor knapp zwei Jahren zu finden war. Der PCI-Bus ist hier ungeeignet, zudem andere Optionen zur Verfügung stehen. Der mit potentiell 250 MB/s schnelle Controller kann maximal 133 MB/s - praktisch aber sogar noch sehr viel weniger - an Übertragungsleistung liefern und entspricht somit nicht mehr dem heutigen Standard. Dass man dafür auch noch eine x1-Lane wegfallen läßt, ist wirklich schade.

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Im letzten Bild sehen wir zum einen den 2. Winbond-Chip auf dem Mainboard, ein SuperI/O-Chip, der die PS/2-Ports, die parallele und serielle Schnittstelle sowie den Floppy-Controller ansteuert. Es existiert übrigens noch ein dritter Winbond-Chip, der W83303D, der für die Advanced ACPI-STR und die DDR-Termination zuständig ist. Der Controller befindet sich zwischen DDR2-Slots und Southbridge.

Rechts daneben im Bild zu sehen ist der Realtek ALC880, einer der ersten HD-Audio-Codecs neben der auf dem ASUS-Board vertretenen C-Media-Lösung. Der ALC880 hat ähnliche Eckdaten wie der C-Media-Controller: Es ist ein 7.1-Sound, der Jack-Retasking für die Anschlüsse unterstützt, er hat angeblich High-performance DACs mit 100dB Rauschabstand, was allerdings auf einem Mainboard aufgrund der Abschirmung und Isolierung schwer erreichbar ist. Auch hier gibt der Hersteller 192kHz/16bit an, auch hier sind vier Audio-Eingänge voranden, die mit 96kHz angesprochen werden können. Weitere Informationen zu dem Codec finden sich unter diesem Link, die Qualität des Onboard-Sounds testen wir zusammen mit den anderen Chips innerhalb unserer Benchmarks.

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Auch beim Abit AA8 sind wir natürlich gespannt auf das Bios:


Das BIOS:

Wie immer widmen wir uns zuerst visuell dem BIOS, das heißt wir schießen einige Screenshots, um den Aufbau und die einzelnen Funktionen des Menüs zu veranschaulichen :

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Im Folgenden halten wir die wichtigsten Bios-Funktionen und Besonderheiten fest :

 

Ein ordentliches Bios - zwar findet man das Hardwaremonitoring erst etwas versteckt im µGuru-Menu unter Abit EQ, dann offenbart sich aber unter anderem ein umfangreiches Lüfter- und Temperatur-Management, welches auch unter Windows mit der beigefügten Software begutachtet und konfiguriert werden kann. Im Bios fanden wir selten derartig umfangreiche Möglichkeiten. Etwas weniger umfangreich als beim ASUS-Board sind auch die Speichersettings, dies geht aber vollkommen in Ordnung. Richtige Mängel gibt es dabei keine, aber auch keine riesigen Raffinessen - unter anderem wohl ein Zeichen, das Abit noch entwickelt und nicht funktionierende Optionen bislang versteckt hat.

Beim Speicher sind keinerlei Besonderheiten vorzufinden, die Latenzzeiten und Einstellungen entsprechen dem Standard. Wir konnten mit einigen Speicherriegeln bei DDR2-533 auch schnellere Timings verwenden, beispielsweise mit den Corsair Twin2X-Riegeln mit 533 Mhz. Für die Tests verwendeten wir 3-3-3-8-Settings, zusätzliche Turbo-Optionen bietet Abit nicht an.

Auch benötigt das Bios noch ein Update für die Chipsatz-Revision B1 - denn wie man später in den belastenden SpecViewPerf-Benchmarks sehen wird, bricht das Board in Benchmarks stärker ein, die eine hohe PCI-Express x16-Last erzeugen. Dann liegt das Abit weit hinter der Konkurrenz zurück, was auf einen Bug im Bios zurückzuführen ist. Hier muß jedoch angeblich nur über ein Bios-Update nachgeholfen werden, kritisch zu sehen ist dieser Fehler also nicht.

 

Die Stabilität :

Auch hier gelten natürlich die beim ASUS-Board gemachten Anmerkungen, im Folgenden nun der Abit-Stabilitäts-Check :

Auch hier behält das Board die weisse Weste - keine Probleme in allen unseren Test.

Bezüglich der Speicherkompatibilität haben wir folgende Module testen können :

Auch hier hatten wir mit sämtlichen Modulen und Konfigurationen kein Problem. Das Abit-Motherboard erkannte dabei die Timings auch immer korrekt und setzte nicht schnellere fest, wie dies bei ASUS der Fall war. Gleichzeitig konnten wir einige Module natürlich schneller betreiben, als per SPD programmiert. Die Flex Memory Architektur konnten wir leider nicht testen, da uns nur 512 MB-Riegel zur Verfügung stehen. Vollbestückung war beim Abit AA8 DuraMax allerdings auch kein Problem :

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Auf der nächsten Seite kommen wir nun schließlich zum Overclocking.


Auch hier werfen wir zunächst einen Blick ins Bios auf die Einstellungsmöglichkeiten, die das AA8 DuraMax bietet :

Hier die Overclocking-Optionen in der Übersicht :

Das Abit-Board bietet vom FSB und von den Spannungen her eine ordentliche Flexibilität, wobei allerdings keine Spannungsjustierung für die FSB-Termination implementiert wurde. Auch die VCore-Einstellungen sind eigentlich nicht so, wie Intel sie sich wünscht - hier sollten doppelt so feine Möglichkeiten nach VRM10.0 einstellbar sein. Dafür liefert Abit eine recht hohe VDimm, die für DDR2-Module schon gefährlich werden könnte. 2.0V sollten kein Problem darstellen, mehr sollte man seinen teuren DDR2-Modulen jedoch nicht zumuten. Auch die Chipsatzspannung ist mit insgesamt bis 2.05V recht heftig hoch einzustellen. Der PCI-Express-Takt wird von Abit zwar geregelt, eine manuelle Justierung ist aber nicht erlaubt.

Auch hier testeten wir zunächst mit einer Serial ATA-Festplatte. Mit den Einstellungen von 33,33 Mhz für den PCI-Takt, ebenfalls 1.475V CPU-Spannung und 2.0V für die Speicherriegel sowie 1.6V Chipsatz-Spannung kamen wir ähnlich wie beim ASUS-Motherboard auf 261 Mhz - danach stieg der Serial ATA-Controller wieder einmal aus und es wurden keine Festplatten mehr gefunden. Auch beim Abit-Board kamen wir deshalb auf eine recht gute OC-Performance mit Serial ATA - aber bis ans Limit konnten wir so nicht gehen. Die Leistung blieb etwas unter dem ASUS bei etwa gleichen Timings und etwa gleicher Taktung.

Anschließend testeten wir noch mit einer ATA/100-Festplatte weiter, kamen aber auch auf "nur" mehr 280 Mhz. Als kleinen "Realitäts-Test" haben wir an dieser Stelle einen Pentium 4 520 aus dem Handel verwendet, der normalerweise mit 2800 Mhz läuft und einen 14er Multiplikator besitzt. Die CPU konnten wir Dank 280 Mhz FSB bei geringer Spannungserhöhung (1.415V) mit dem Intel Boxed-Heatsink auf fast 4 Ghz übertakten - das D0-Stepping hat also einiges in sich und daraus erklärt sich sicherlich auch, warum Intel das Overclocking so schwer wie möglich machen möchte.

DDR2-734 ist natürlich auch ein hervorragendes Ergebnis, die Leistung konnten wir aber leider nicht als gut beurteilen, da das Abit Board über 270 Mhz extreme FSB-Schwankungen besitzt. Bei der Einstellung 271 Mhz schwankte das Board zwischen 262 und 271 Mhz sekündlich hin und her. Die hohe Taktrate konnte zwar erreicht werden, ist aber praktisch nutzlos bei diesen Schwankungen. Hier muß Abit noch nachbessern, das Board scheint mit diesen hohen Taktraten noch nicht wirklich 100%ig zurecht zu kommen.

Auch hier ist also Übertaktung mit Serial ATA nur in Grenzen möglich - ohne erreichen wir hervorragende FSB-Bereiche, wobei Abit allerdings noch an der Stabilität des FSBs arbeiten muß.

Auf der nächsten Seite schauen wir uns das AG8 an.


Das i915P-Motherboard von Abit ist dem AA8 DuraMax ziemlich ähnlich. Das AG8 Grandsdale-Motherboard besitzt ein fast identisches Aussehen und auch eine ähnliche Ausstattung. Das Abit AA8 hatte einen Gigabit Ethernet Controller wie das AG8, ein Digitalsound ist vorhanden, das Board hat vier Serial ATA-Raid-Schnittstellen und einen Firewire-Controller. Auf dem ersten Blick also keine Veränderungen, da auch ein aktiver Northbridge-Kühler eingesetzt wird und auch der µGuru-Chip samt Diagnose-LED auf dem AG8 vorhanden ist. Die Unterschiede liegen also eher im Detail.

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Im Vergleich zum AA8 hat das AG8 nur einen 6-Kanal-Onboard-Sound, der über einen Realtek ALC658 realisiert wurde. Ein kurzer Blick in die Spezifikationen auf der Seite von Realtek verrät, dass es sich um einen AC97-Codec handelt - Abit verwendet also auf diesem Board nicht den neuen HD-Audio-Standard von Intel, sondern den weiterhin in der ICH6R vorhandenen AC97-Standard. Des Weiteren setzt Abit hier nicht auf DDR2, sondern erlaubt den Einsatz von klassischem DDR-Speicher.

Folgende Features können wir in unserer Tabelle festhalten :

Zusätzlich zu dem bereits genannten Unterschied kommt nur noch hinzu, dass Abit auf dem Board den i915P einsetzt. Der einzige Unterschied liegt hier in einer Umordnungsmöglichkeit für Refresh-Zyklen beim Speicher, die den Alderwood etwas schneller machen soll. Weiterhin kann bei den Motherboards auch normales DDR eingesetzt werden - und das macht Abit hier. Wir setzen für diesen Test natürlich DDR400 ein, theoretisch unterstützt das Board aber auch langsameren DDR333, unter anderem in der Kombination mit günstigen Celeron-D Prozessoren, die dann trotz 533 Mhz FSB auf ein Dual Channel DDR333-Interface zurückgreifen können.

Bei den sonstigen Ausstattungsmerkmalen gilt dasselbe, was wir schon beim Abit AA8 angemerkt haben : Der Northbridge-Lüfter ist derselbe und auch der Gigabit Ethernet-Controller ist bei diesem Motherboard leider über PCI angebunden.

Bei der Ausstattung ähneln sich die Motherboards - und auch beim Lieferumfang :

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Im Folgenden eine Liste des Lieferumfangs :

Insgesamt findet man hier dasselbe vor, wie beim AA8 - und somit auch sehr viel weniger als beim ASUS-Board. Das eine ATA/133-Kabel ist zwar aufgrund des auch nur vorhandenen einen ATA-Kanals nicht wirklich tragisch, aber hier fehlen eindeutig Stromadapter für die Serial ATA-Drives, denn fast kein Netzteil besitzt vier Serial ATA Stromanschlüsse. Ein Blick wie bei ASUS auf die ATX Slotblende zeigt hingegen, dass ansonsten eigentlich alles vorhanden ist. RJ45-Anschluß und eine Firewire-Blende sowie vier USB 2.0 befinden sich schon auf der Blende, über Slotblenden werden die beiden weiteren Firewire-Anschlüsse und zwei weitere USB 2.0-Ports verwendbar. Für den Sound ist alles auf der Slotblende vorhanden, selbst digitale Anschlüsse. Mit der seriellen und parallelen Schnittstelle ist auch für Abwärtskompatibilität gesorgt und auch zwei PS/2-Anschlüsse sind vorhanden.

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Das Abit AG8 könnte also ein Board für den Upgrader werden, der weiter auf seine bereits vorhandenen DDR-Speichermodule setzen will oder noch keinen teuren DDR2-Speicher kaufen will. Auf der nächsten Seite werfen wir natürlich auch hier einen Blick auf das Layout, die Funktionalität und Onboard-Geräte.


Auch die Ressourcenverteilung beim AG8 ist identisch wie beim AA8. Im Handbuch des AG8 finden wir eine INT-Request-Tabelle, allerdings auch hier nur in aller Kürze: Der Firewire-Controller teilt sich dem 2. PCI-Express-Port den INT-B, der Onboard-LAN teilt sich mit dem x16-Slot und dem 1. PCI-Express-Slot den INT-A. Alle anderen Geräte besitzen einen eigenen INT, aus dem Grund haben wir auf eine umfassende Tabelle verzichtet: Da nur zwei PCI-Geräte onboard vorhanden sind und nur zwei PCI-Slots verfügbar sind, sollte es kaum zu Ressourcenkonflikten kommen. Der Onboard-Audio und der Serial ATA-Controller sowie die USB 2.0-Anschlüsse bleiben als Southbridge-Geräte aussen vor.

Das AG8 DuraMax besitzt auch denselben Aufbau. Mit zwei PCI-Slots und drei PCI-Express-Steckplätzen ist das Board auf den ersten Blick "moderner", allerdings wird eine PCI-Express-Lane nicht genutzt und beim ASUS wird somit von der neuen Technologie effektiver Gebrauch gemacht. Zudem ist hier ein PCI-Express-Slot theoretisch nicht nutzbar, da unter der Grafikkarte möglichst ein Port frei bleiben sollte oder muß - je nach Art der eingesetzten Grafikkarte. Wie beim ASUS-Board ist auch hier ein Retention-Modul beim x16-Slot vorhanden.

 

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Beim Speicher kommen wir zum eigentlichen großen Unterschied. Aber ist es ein Nachteil, das hier nur DDR1 eingesetzt wird ? Theoretisch stehen 6.4 GB/s zur Verfügung und dies auch noch bei niedrigen Latenzzeiten, denn mit DDR400 können wir mit vielen Modulen 2-2-2-5 als Timings einsetzen. DDR2 bietet bei 533 Mhz zwar eine höhere Bandbreite, aber niedrigere Latenzen, weiterhin "bremst" die CPU, denn von den 8.5 GB/s kann sie nicht wirklich profitieren, da der Prozessor nur mit 6.4 GB/s angebunden ist. Also zunächst kein Nachteil - da DDR400 zudem auch noch günstiger ist als DDR2 und eventuell auch noch im bereits vorhandenen PC eingesetzt wird. Eingesetzt werden können 4 GB, maximal DDR400, das Dual Channel Interface ist wie immer farblich gekennzeichnet :

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Auch hier ist zwischen Dimm-Sockeln und PCI-Express-Slot noch genügend Platz, um RAM-Module bei eingebauter Grafikkarte nachzurüsten.

Auch hier verwendet Abit keine Kühlung für die MOSFETs. In der Regel ist dies auch nicht unbedingt notwendig, da die MOSFETs die Wärme aufgrund der kleinen Metallplatte auf der Unterseite eher an das PCB abgeben, als an einen aufgesetzten Kühlkörper. Zudem werden von Abit ebenso die VRM10 / FMB2.0-Spezifikationen erfüllt, einen Grund für eine passive Lüftung sollte es in der Regel nicht geben. Das Board ist zudem mit den von Abit erfundenen "Power Strips" überzogen, die man vom TH7 her kennt, einem der ersten i850-Motherboards von Abit. Die Power Strips sind hier mit den MOSFETs verbunden und sollen helfen, die Temperaturen über das Board zu verteilen und schneller an die umgebende Luft abzugeben. Auch hier finden wir in der Ecke den 12V AUX-Anschluß.

Um den Sockel 775 ist hier mehr Platz als beim ASUS-Board, aber auch hier ist z.B. der Thermaltake Tower 112 ein "No-Go" und nicht korrekt montierbar. Auch hier steht ein Kondensator im Weg, zudem sind die Verlötungen auf der Rückseite recht hoch und könnten aufgrund der verschraubten Metallplatte des Kühlers die Kontakte kurzschließen.

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Abit verbaut im Gegensatz zu vielen Konkurrenten immer noch einen aktiven Fan auf der Northbridge. Er ist jedoch noch einer der leiseren Kandidaten, allerdings läßt im Laufe der Betriebszeit meistens das Kugellager nach und dann fangen selbst die leisesten Lüfter an, Lärm zu produzieren. Zudem ist der Sinn fraglich, denn die Northbridge wird zwar warm, kann aber auch ohne Kühlung auskommen, wie man bei Konkurrenzprodukten sehen kann. Die Lüfterfläche wird zudem noch recht ineffektiv genutzt und beim Kühlkörper ist sehr auf das Design geachtet worden, weniger auf die Funktionalität. Aufgrund der Push-Pins, die Abit verwendet, läßt sich jedoch der Lüfter recht schnell gegen einen passiven, voluminösen Kühler austauschen.

Übrigens noch ein Unterschied zum AA8 : Das AG8 hat nur einen Fan-Header für die CPU, einen für den hinteren Lüfter und einen für den Northbridge-Fan sowie einen weiteren für einen Aux-FAN (dieser war bei uns allerdings nur ein 2-Pin-Header ohne Überwachung).

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Auf der nächsten Seite kommen wir natürlich wieder zu den Onboard-Chips.


In der unteren Ecke des AG8 DuraMax findet man wie immer die meisten Anschlüsse und wie beim AA8 an ähnlicher Position. Der eine übrig gebliebene ATA/100-Kanal ist seitlich am Board ausgerichtet, das Kabel kann so einfach verlegt werden und verschwindet gut verlegt aus dem Blickfeld. Vier Serial ATA-Ports sind unterhalb der Southbridge im nächsten Bild zu sehen, diese können im Raid 0, 1 und 0+1 (mit vier Festplatten) verwendet werden, natürlich kann man aufgrund der ICH6R auch hier in den Genuß von Matrix Raid kommen. Das Bios ist gesockelt, aber auch Abit hat ein entsprechendes Windows-Flash-Tool im µGuru-Tool imlementiert, um das Bios einfach zu flashen. Daneben befindet sich die Debug-LED, die recht einfach Aufschluß über bestehende Probleme während des Boot-Vorganges liefert, so kann die Fehlerdiagnose schneller und einfacher von statten gehen. Unten links in der Ecke befinden sich die schlecht beschriftet und gekennzeichneten Gehäuse-Anschlüsse, hier braucht man also in der Regel das Mainboard-Handbuch. Über der Southbridge befinden sich weiterhin zwei Header für weitere vier USB 2.0-Ports. Alles also wie gehabt.

Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Auch hier ist der µGuru-Chip natürlich der Winbond W83L950D, einen besonderen SuperI/O-Controller, den Abit aufgrund der besseren Hardwaremonitoring-Fähigkeiten gegenüber dem klassischen Winbond-Chip verwendet. Auch hier gilt also das beim AA8 gesagte bezüglich seiner Funktionsweise.

Der CMOS-Jumper und die Mainboard-Batterie sitzen an einer praktischen Stelle - das Board erkennt zwar auch selber, wenn es nicht mehr startet und resettet dann nach einem zu optimistischen Overclocking-Versuch die Einstellungen, aber notfalls ist es immer praktisch, wenn der Jumper in der Nähe ist.

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Auch hier kritisieren wir die Position des Floppy-Controllers unterhalb des letzten PCI-Slots - in einem Big-Tower wird man aufgrund des kurzen Kabels Probleme bekommen, das Floppy-Laufwerk anzuschließen und selbst in einem Midi-Tower kann es zu Problemen kommen, wenn noch längere PCI-Karten verwendet werden. Eine Position weiter oben auf dem Mainboard wäre unserer Meinung nach praktischer.

Der Firewire-Controller ist der oft zu findende TSB43A823 von Texas Instruments, der drei Ports bereitstellt. Einer befindet sich auf der ATX-Blende, die beiden anderen Ports können über die beiliegende Slotblende und die roten Anschlüsse direkt neben dem Controller nachgerüstet werden. Im Gegensatz zum ASUS P5AD2 Premium handelt es sich hier nur um einen 400mbit/s-Controller, was jedoch nicht unbedingt schlimm ist, da der 800mbit/s Standard noch sehr neu ist und es noch wenige Geräte gibt, die auf diesen High-Speed-Standard setzen.

Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Auch hier ein wirklicher Faux-Pas ist der Realtek RTL8110S-32 Gigabit Ethernet Controller. Dieser 10/100/1000mbit-Controller ist über 32bit-PCI angeschlossen. Einen neuen PCI-Express-Gigabit Ethernet Controller nutzt Abit also nicht, da kein CSA mehr zur Verfügung steht, portiert man sich also zurück zur Zeit der i845P-Chipsätze, wo ein PCI Gigabit Ethernet-Controller vor knapp zwei Jahren zu finden war. Der PCI-Bus ist hier ungeeignet, zudem andere Optionen zur Verfügung stehen. Der mit potentiell 250 MB/s schnelle Controller kann maximal 133 MB/s - praktisch aber sogar noch sehr viel weniger - an Übertragungsleistung liefern und entspricht somit nicht mehr dem heutigen Standard. Dass man dafür auch noch eine x1-Lane wegfallen läßt, ist wirklich schade.

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Im letzten Bild sehen wir zum einen den 2. Winbond-Chip auf dem Mainboard, ein SuperI/O-Chip, der die PS/2-Ports, die parallele und serielle Schnittstelle sowie den Floppy-Controller ansteuert. Es existiert übrigens noch ein dritter Winbond-Chip, der W83303D, der für die Advanced ACPI-STR und die DDR-Termination zuständig ist. Der Controller befindet sich zwischen DDR2-Slots und Southbridge.

Rechts daneben im Bild zu sehen ist der Realtek ALC658, der wie wir schon bemerkt haben kein HD-Audio-Codec ist, sondern ein Standard AC97-Codec. Damit fällt natürlich ein großes Leistungsspektum weg, welches Intel mit der Einführung des HD-Audios auf den Platinen sehen wollte. Das muß nicht unbedingt schlecht sein - wenn der Codec etwas taugt, kann auch hier qualitativ hochwertiger Sound entstehen. Allerdings fehlen Features wie Jack Retasking und andere Optionen des HD-Audios, die wir im LGA775-Review bereits aufgezeigt haben. Wie sich der 5.1-Codec im Vergleich schlägt, werden wir später in den Benchmarks sehen.

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Auf der nächsten Seite kommen wir zum Bios des Boards.


Das BIOS:

Wie immer widmen wir uns zuerst visuell dem BIOS, das heißt wir schießen einige Screenshots, um den Aufbau und die einzelnen Funktionen des Menüs zu veranschaulichen :



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Im Folgenden halten wir die wichtigsten Bios-Funktionen und Besonderheiten fest :

 

Ein ordentliches Bios - zwar findet man das Hardwaremonitoring erst etwas versteckt im µGuru-Menu unter Abit EQ, dann offenbart sich aber unter anderem ein umfangreiches Lüfter- und Temperatur-Management, welches auch unter Windows mit der beigefügten Software begutachtet und konfiguriert werden kann. Im Bios fanden wir selten derartig umfangreiche Möglichkeiten. Etwas weniger umfangreich als beim ASUS-Board sind auch die Speichersettings, dies geht aber vollkommen in Ordnung. Richtige Mängel gibt es dabei keine, aber auch keine riesigen Raffinessen - unter anderem wohl ein Zeichen, das Abit noch entwickelt und nicht funktionierende Optionen bislang versteckt hat.

Beim Speicher sind keinerlei Besonderheiten vorzufinden, die Latenzzeiten und Einstellungen entsprechen dem Standard. Wir konnten mit einigen Speicherriegeln schnellste Timings fahren und verwendeten hierfür die Corsair TwinX1024-3200XL Pro aus unserem letzten DDR-SDRAM-Roundup. Die Module laufen mit schnellsten Timings (2-2-2-5) und bringen deshalb eine perfekte Performance.

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Auch benötigt das Bios noch ein Update für die Chipsatz-Revision B1 - denn wie man später in den belastenden SpecViewPerf-Benchmarks sehen wird, bricht das Board in Benchmarks stärker ein, die eine hohe PCI-Express x16-Last erzeugen. Dann liegt das Abit weit hinter der Konkurrenz zurück, was auf einen Bug im Bios zurückzuführen ist. Hier muß jedoch angeblich nur über ein Bios-Update nachgeholfen werden, kritisch zu sehen ist dieser Fehler also nicht. Auch verwendeten wir hier noch nicht die Bios Version 1003 Beta, die uns beim AA8 hervorragende Overclocking-Eigenschaften beschehrte, da uns diese Version nicht vorlag. Auf der Seite von Abit ist aktuell unsere Version 1.2 die aktuellste Bios-Version.

 

Die Stabilität :

Auch hier gelten natürlich die beim ASUS-Board gemachten Anmerkungen, im Folgenden nun der Abit-Stabilitäts-Check :

Auch hier behält das Board die weisse Weste - keine Probleme in allen unseren Test.

Bezüglich der Speicherkompatibilität haben wir folgende Module testen können :

Auch hier hatten wir mit sämtlichen Modulen und Konfigurationen kein Problem. Das Abit-Motherboard erkannte dabei die Timings auch immer korrekt und setzte auch alle korrekt fest, sofern dies unsere Stichproblem zuließen. Gleichzeitig konnten wir einige Module natürlich schneller betreiben, als per SPD programmiert. Die Flex Memory Architektur konnten wir hier auch antesten - Unterschiede in der Performance ergaben sich aber keine.

Auf der nächsten Seite kommen wir nun schließlich zum Overclocking.


Auch hier werfen wir zunächst einen Blick ins Bios auf die Einstellungsmöglichkeiten, die das AG8 DuraMax bietet :



Hier die Overclocking-Optionen in der Übersicht :

Dieselben Einstellungen wie beim AA8 - hier gibt es also zunächst auch keine Unterschiede. Das Abit-Board bietet vom FSB und von den Spannungen her eine ordentliche Flexibilität, wobei allerdings keine Spannungsjustierung für die FSB-Termination implementiert wurde. Auch die VCore-Einstellungen sind eigentlich nicht so, wie Intel sie sich wünscht - hier sollten doppelt so feine Möglichkeiten nach VRM10.0 einstellbar sein. Dafür liefert Abit eine recht hohe VDimm, die für DDR-Module schon gefährlich werden könnte. 2.8V bis 2.9V sollten kein Problem darstellen, mehr sollte man seinen DDR-Modulen jedoch nicht zumuten. Auch die Chipsatzspannung ist mit insgesamt bis 2.05V recht heftig hoch einzustellen. Der PCI-Express-Takt wird von Abit zwar geregelt, eine manuelle Justierung ist aber nicht erlaubt.

Unsere Tests blieben allerdings aufgrund der Bios Revision 1.2 etwas auf der Strecke, da das Abit-Board mit dieser Version noch nicht den FSB stark anheben kann. So kamen wir mit unseren Tests nur auf 215 Mhz respektive 107 Mhz PCI-Express-Takt. Das ist eigentlich weniger, als wir erwartet haben - eventuell kommt dieses Board also in unserem Fall nur mit etwas geringeren PCI-Express-Bustakten zurecht. Bei der nächsten Bios-Version erwarten wir aber auch die Implementierung der AA8-Tricks und somit einen höheren FSB :

Der Fairness wegen halten wir hier einen Blick drauf - in unserem zweiten Roundup in ein paar Tagen werden wir wieder einen Blick auf dieses Board werfen, wenn Abit bis dahin eine entsprechende Bios-Version veröffentlicht hat.

Auf der nächsten Seite schauen wir uns das Intel D925XCV an.


Intels D925XCV kennen wir schon aus unserem LGA775-Review, dort diente das Intel-Motherboard nämlich als Testplattform für unsere CPU-Tests. Jetzt wollen wir noch einmal einen genaueren Blick auf das Referenzmainboard werfen, welches wie bei Intel üblich alle neuen Features enthält - aber natürlich nur in begrenztem Maße auf Performance und Overclocking-Features getrimmt ist. Bei Intel achtet man eher auf den korrekten Einsatz aller Features, hoher Qualität und hoher Stabilität und Kompatibilität der Boards. Als Features sind jedoch auch hier alle aktuellen "Musts" auf dem Board : Ein HD-Audio-Codec, Serial ATA Raid, Firewire und ein Gigabit Ethernet-Controller findet man auf dem Board.

Das Board ist zudem edel in schwarz gehalten - und komplett passiv gekühlt :

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Wie wir das schon oft von Intel kennen, ist es für den Hersteller möglich, aus dem Motherboard einfach ein MicroATX-Board zu machen. Aus diesem Grund ist das D925CVX auch so designed, dass im Bereich der unteren PCI-Slots keinerlei Komponenten mehr vorhanden sind. Mit einer leichten Designänderung kann das Board also auch für den OEM-Markt oder ähnliches "zurechtgestutzt" werden. Mit vier PCI-Slots und zwei PCI-Express x1-Lanes besitzt das Board von der reinen Anzahl her die meisten Slots von den bislang getesteten Boards. Da ein PCI-Express Gigabit Ethernet Controller zum Einsatz kommt, nimmt Intel zumindest drei der vier PCI-Express-Lanes in Anspruch.

Folgende Features können wir in unserer Tabelle festhalten :

Auch wenn Intel seine Boards mit immer mehr Overclocking-Funktionalitäten ausstattet, so liegt man traditionell weit hinter der Konkurrenz zurück. Natürlich möchte man das Overclocking der eigenen Prozessoren nicht auch noch fördern. Trotzdem hat Intel mit dem "Desktop Control Center" ein Programm entwickelt, welches Overclocking on the fly im Bios ermöglicht, allerdings auch nur in den hier genannten Grenzen. Der Rest ist Standard - ein PCI-Express Gigabit Ethernet-Controller, ein Firewire-Controller, USB 2.0, Serial ATA Raid über die ICH6R und der High-Definition Audio Chip dürfen auf einem Mainboard natürlich nicht fehlen, welches die neuen Technologien demonstrieren soll.

Bei der Ausstattung müssen wir uns auf Intel-Angaben berufen, denn wir erhielten das Motherboard als "nacktes" Sample.

Über Kabel und ähnliches ist uns leider nichts bekannt - notfalls muß der Kunde seine Laufwerkskabel also komplett selbst beschaffen, auch eine weitere USB- und Firewire-Blende wird nicht genannt, sodass im ausgelieferten Zustand nur vier USB 2.0 und ein Firewire-Anschluß nutzbar sind. Da sich auf der ATX-Blende alle Sound-Anschlüsse und ein RJ45-Port befindet, kann man die fehlenden USB 2.0- und Firewire-Ports also höchstens über einen erworbenen Adapter oder Gehäuse-Anschlüsse zugänglich machen.

Weiterhin auf der ATX-Blende noch vorhanden sind eine parallele Schnittstelle, eine serielle Schnittstelle und zwei PS/2-Anschlüsse :

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Wie immer finden wir bei dem Intel-Motherboard ein Paket mit sehr guter Software - Norton Internet-Security und Musicmatch Jukebox sind nur als Beispiel zu nennen. Die InterVideo-Programme und auch der NTI CD-Maker komplettieren weiterhin ein recht hochwertiges Paket, welches sicherlich eine willkommene Zugabe ist.

Auf der nächsten Seite wollen wir in Kürze auf die Onboard-Features eingehen, anschließend auf einer Seite das Overclocking, die Stabilität und das Bios abhandeln.


Sehr positiv darf man zunächst erst einmal die Handhabung der Stromversorgung und Kühlung des Boards ansprechen. Intel verwendet natürlich die geeigneten Spezifikationen für den Prescott nach VRM10 und FMB2.0 auf dem Board und so finden wir zwölf MOSFETs für eine dreiphasige Versorgung durch je drei MOSFETs. Die Kühlung der Northbridge wird durch einen voluminösen passiven Kühlkörper vorgenommen, ebenso sitzt auf der Southbridge ein kleiner Kühlkörper. Der Northbridgekühler ist nicht entfernbar, sondern fest mit dem Board verbunden. Bei der Stromversorgung ist man eigentlich nur auf einen 12V AUX und einen Molex-Stecker zusätzlich zum ATX-Stecker angewiesen, setzt man eine EPS-Stromversorgung ein, so kann man auch gedankenlos auf den Molex-Stecker verzichten. In unserem Test lief das Board auch ohne diesen mit einem ATX-Power-Supply problemlos und stabil. Auf dem Board befinden sich vier FAN-Header, davon zwei im neuen 4-Pin-Style.

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Leider haben wir keinen Überblick über die Ressourcenverteilung des Boards - soviel können wir aber vorgreifen: Es gab keine Probleme. Die zwei PCI-Express-Ports sitzen an einer praktischen Stelle, denn auch wenn man eine Grafikkarte einsetzt, die zwei Slots verbraucht, ist genügend Platz, um beide PCI-Express-Slots nutzen zu können. Zudem kann man auch noch auf die unteren beiden PCI-Slots zurückgreifen. Im Hintergrund sieht man bereits den Marvell "Yukon" PCI-Express Gigabit Ethernet Chip - dieser ist natürlich über eine x1-Lane angebunden und kann somit seine volle Bandbreite (10/100/1000 mbit/s) von insgesamt 250 MB/s im Voll-Duplexmodus über den Bus schaufeln. Rechts unten sieht man die Southbridge - direkt darüber die beiden Firewire-Header, die mit dem recherchierten Lieferumfang leider nicht betrieben werden können.

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Unten im Bild sieht man den Agere Firewire-Controller - drei Ports kann er eigentlich ansteuern, einer kann hier nur effektiv genutzt werden. Der Controller überträgt 400mbit/s und ist über PCI angebunden, belastet also in geringem Maße dieses Bussystem. Direkt über dem Controller findet man den Mainboardlautsprecher, der sich vor allen Dingen bei den Intel Express-Bios-Updates bemerkbar macht.

Auf dem Board lassen sich insgesamt 4 GB DDR2-533 unterbringen - so wie vom Chipsatz auch geboten. Leider sitzt der RAM aufgrund der sechs PCI/PCIe-Schnittstellen so nah am x16-Slot der Grafikkarte, dass der Einbau von weiteren Riegeln mit eingebauter Grafikkarte nicht möglich ist. Das ist der Nachteil eines so gut mit Erweiterungsslots ausgestattetem Mainboard, denn der Grafikkarten-Slot rutscht dann so weit nach oben, dass es eng wird.

Die Anschlüsse am Boardrand sind hier gut platziert - der EPS-Stecker und der Floppy-Port sowie der IDE-Port können so einfach verkabelt werden, ohne dass die Kabel anschließend im Weg stehen und Luftverwirbelungen hervorrufen. Allerdings verbaut Intel hier nur den ATA/100-Port der Southbridge und keinen Extra-Controller - mit zwei klassischen IDE-Geräten muß man beim Intel D925XCV also auskommen. Ganz rechts im Bild befindet sich der typische National Semiconductor Super I/O, der auf vielen Intel-Boards zum Einsatz kommt und für das Hardware-Monitoring sowie für die seriellen und parallelen Schnittstellen sowie den Floppy Port und PS/2 verantwortlich ist.

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Bei den vier Serial ATA-Ports der ICH6R ist es natürlich auch möglich, ein Raid 0, 1 oder 0+1 aufzubauen, weiterhin ist auch ein Matrix-Raid wieder möglich. Beim Onboard-Sound setzt Intel natürlich auf den neuen High-Definition-Standard, als Codec wird der Realtek ALC880 eingesetzt, der auch auf dem Abit AA8 zum Einsatz kommt. Für ein Front-Panel ist der gelbe Header vorgesehen, um weitere Sound-Anschlüsse zur Verfügung zu stellen. Wie der Sound qualitativ unterwegs ist, zeigen wir in den Benchmarks zu einem späteren Zeitpunkt.

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Das Bios betrachten wir zusammen mit der Stabilität und dem Overclocking auf der nächsten Seite.


Das BIOS und Overclocking:

Wie immer widmen wir uns zuerst visuell dem BIOS, das heißt wir schießen einige Screenshots, um den Aufbau und die einzelnen Funktionen des Menüs zu veranschaulichen :

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Im Folgenden halten wir die wichtigsten Bios-Funktionen und Besonderheiten fest :

 

Sauber programmiert - ein wenig unübersichtlich - aber vollständig und ohne Fehler präsentiert sich das Intel-Bios. Das B1-Stepping ist ordentlich implementiert, alle Geräte können abgeschaltet werden, es sind wenige Einstellungsmöglichkeiten gegeben, sondern nur das nötigste. Etwas überrascht waren wir von den Einstellungsmöglichkeiten des Speichers, denn dort war sogar eine Option für CL2.5 für die DDR2-Riegel enthalten - leider ohne Funktion, denn keines unserer Module wollte mit derartigen Einstellungen starten. Ein Hardwaremonitoring-Menu ist ebenso vorhanden wie eine Burn-In-Funktion - diese erlaubt ein Overclocking bis +4% :

Den Overclocker haut das natürlich nicht um, da auch keine Spannungsveränderungen möglich sind und kein aggressiveres Overclocking betrieben werden kann. Verändert werden kann bei dem Mainboard auch noch der PCI-Takt und der PCI-Express-Takt - allerdings nur in geringen Abstufungen leicht nach oben. Sich ein Intel D925XCV zum Overclocking zu kaufen, macht also keinen Sinn - das Board hat andere Qualitäten.

Die Stabilität :

Auch hier gelten natürlich die beim ASUS-Board gemachten Anmerkungen, im Folgenden nun der Intel-Stabilitäts-Check :

Auch hier behält das Board die weisse Weste - keine Probleme in allen unseren Test.

Bezüglich der Speicherkompatibilität haben wir folgende Module testen können :

Alles ohne Probleme - auch hier hatten wir mit sämtlichen Modulen und Konfigurationen kein Problem. Alle Timings wurden ordentlich erkannt und das System funktionierte hervorragend - selbst bei Vollbestückung. Bei Intel war dies allerdings auch zu erwarten - schließlich stellt man die Testplattform den Memory-Herstellern zur Verfügung und diese können auf den neuen Chipsätzen so ihre Module verifizieren.

Auf der nächsten Seite kommen wir nun schließlich zum i915G-Kandidaten, dem D915GUX.


Auch das Intel D915GUX war schon "Werkzeug" in unserem CPU-Review zum LGA775. Nun wollen wir auch dieses Board noch einmal genauer betrachten, denn es bietet sich hier der Vergleich zum Shuttle XPC an : Der Shuttle XPC basiert auf dem i915G und setzt auf DDR400, das Intel D915GUX - welches im Handel übrigens auch in leicht anderen Konfigurationen zu finden ist - setzt auf DDR2. Da wir hier die integrierte GMA900-Grafik mittesten, wird es interessant zu sehen, ob das Intel D915GUX den theoretischen Bandbreitenvorteil auch tatsächlich in Performance umsetzen kann.

Das Board an sich ist ein typisches Intel MicroATX-Motherboard :

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Auch hier sehen wir wieder einen passiven Kühlkörper auf der Northbridge, die Southbridge besitzt in diesem Fall keinen Kühlkörper - dafür wird sie aber auch beeindruckend heiss. Es scheint also schon von Sinn zu sein, das die anderen Hersteller hier einen passiven Kühlkörper montieren. Das Board besitzt "nur" eine ICH6, was bedeutet, dass zwar vier Serial ATA-Ports zur Verfügung stehen, diese aber nicht in einem Raid zusammengefasst werden. Auch der Audio-Codec ist eine Nummer kleiner, ebenso der Ethernet-Controller.

Folgende Features können wir in unserer Tabelle festhalten :

Im Vergleich zu den bislang getesteten Boards ist das D915GUX natürlich aufgrund des MicroATX-Standards schon nicht so gut ausgestattet. Ein PCI-Express x1-Slot und zwei PCI-Slots sind hier normal, des weiteren finden wir keinen Gigabit Ethernet vor, sondern nur einen normalen 10/100mbit Ethernet. Der Sound ist auch eine Nummer kleiner, aber immerhin noch ein HD-Codec, für den Intel nur drei analoge Stereo-Zugänge auf das Board bringt. Und es ist kein Firewire vorhanden, sondern nur USB. Dafür kann das Board auf eine GMA900 Grafik zurückgreifen oder mit einer x16-Karte ausgestattet werden. Auch können ADD2-Karten in den x16-Slot eingesetzt werden, die dann einen DVI und TV-Out zusätzlich bereitstellen.

Bei der Ausstattung müssen wir uns auf Intel-Angaben berufen, denn wir erhielten das Motherboard als "nacktes" Sample.

Auch hier : Über Kabel und ähnliches ist uns leider nichts bekannt - notfalls muß der Kunde seine Laufwerkskabel also komplett selbst beschaffen, auch eine weitere USB-Blende wird nicht genannt, sodass im ausgelieferten Zustand nur vier USB 2.0 Anschlüsse nutzbar sind. Da sich auf der ATX-Blende alle Sound-Anschlüsse (nur analog) und ein RJ45-Port befindet, kann man die fehlenden USB 2.0-Ports also höchstens über einen erworbenen Adapter oder Gehäuse-Anschlüsse zugänglich machen.

Weiterhin sind auf der ATX-Blende noch eine parallele Schnittstelle, eine serielle Schnittstelle und zwei PS/2-Anschlüsse vorhanden :

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Wie immer finden wir bei dem Intel-Motherboard ein Paket mit sehr guter Software - Norton Internet-Security und Musicmatch Jukebox sind nur als Beispiel zu nennen. Auch ist an der Software zu erkennen, das sich ein TPM-Chip auf dem Board einnisten kann - die Wave Systems EMBASSY Trust Suite setzt auf diesem Modul auf, bei unserem Board fehlt das Infineon TPM-Modul jedoch, es kann jedoch auch mit diesem Modul bestellt werden..

Auf der nächsten Seite wollen wir in Kürze auf die Onboard-Features eingehen, anschließend auf einer Seite das Overclocking, die Stabilität und das Bios abhandeln.


In aller Kürze widmen wir uns natürlich auch wieder dem Layout und den Onboard-Features des Boards. Die DDR2-SDRAM-Slots sind wieder einmal farblich für Dual Channel unterschieden, darunter sehen wir den übrig gebliebenen ATA/100-Kanal, den Floppy-Controller und den EPS-Anschluß. Auch hier kann man ein ATX-Netzteil verwenden, wenn man dies wünscht. Die Anschlüsse sind ordentlich angeordnet und Kabelgewirr sollte so nicht entstehen und auch der Luftstrom ist so optimal zu halten. Der Super I/O auf der rechten Seite ist verantwortlich für die alten Legacy-Anschüsse und das Hardwaremonitoring. All dies ähnelt sehr dem D925XCV.

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Auch hier zunächst identisches - um den Sockel herum eine Menge MOSFETs, wie beim D925XCV sind es 12 an der Zahl, je vier pro Phase. Das Board entspricht den neuesten VRM10.0 und FMB2.0-Spezifikationen. Ein 12V Molex ist ebenfalls wieder auf dem Board zu finden, ebenfalls der 12V AUX-Anschluß. Den passiven Heatsink hatten wir schon als positiv hervorgehoben, auch dieser kann nicht gegen einen aktiven ausgetauscht werden, da er fest mit dem Board verbunden ist. Auf dem Board findet man insgesamt drei Fan-Header, einer davon ist ein 4-Pin für die CPU.

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Als Erweiterungssteckplätze finden wir einen PCI-Express x1-Slot auf dem Board, zwei PCI-Slots und den üblichen x16-Slot. Auch hier kann dieser alternativ zur internen GMA900-Grafik verwendet werden, er kann aber auch mit einer ADD2-Karte ausgestattet werden. Wie schon beim D925XCV ist auch hier der Platz zwischen Grafikkarte und DDR2-Slots etwas beengt, weshalb man die Grafikkarte vor dem Nachrüsten von RAM entfernen muß, um diesen einsetzen zu können.

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Intel verwendet hier nur die ICH6 - also ist für die unten im Bild zu findenden Serial ATA-Ports keine Raid-Möglichkeit gegeben. Dass dies ein OEM-Board ist, sieht man auch am verlöteten Bios. Der CMOS-Jumper und die CMOS-Batterie sind gut zu erreichen. Unten sieht man noch die Anschlüsse für das Gehäuse und zwei weitere USB 2.0-Header, die verwendet werden können. Hierfür ist allerdings keine Slotblende im Lieferumfang. Links im Bild sieht man einen Silkscreen für einen Firewire-Controller mit zwei Anschlüssen darüber - es kann also sein, dass Intel dieses Board auch entsprechend mit einem Firewire-Controller anbieten möchte.

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Als praktisch einzige Onboard-Geräte finden wir den Intel 10/100mbit-Ethernet, der über PCI angebunden ist und den Realtek ALC860. Leider gibt es zu diesem Codec noch keine technischen Spezifikationen im Internet, aus diesem Grund kann man zu dem HD-Audio-Codec noch wenig sagen. Es handelt sich um einen 5.1-Sound, der theoretisch auch digitale Anschlüsse zuläßt, diese liefert Intel aber zumindest an der ATX-Blende nicht. Zumindest unsere Tests und die Treiber liefen zufriedenstellend. Auch bei diesem Board ist ein FP-Audio-Panel an den gelben Anschüssen anzuschließen, um Audio-Funktionen an die Gehäusefront zu bringen.

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Insgesamt ein unspektakuläres Board - aber durchaus ordentlich ausgestattet, wenn man "nur" einen Büro-PC aufbauen möchte. Der Sound und der Ethernet-Port reichen vollkommen aus, ein CD/DVD-Writer kann an den ATA/100-Port angeklemmt werden und eine günstige Serial ATA-Karte an den Serial ATA-Port. Zusammen mit der GMA900 und einem günstigen P4 bekommt man dann ein robustet und stabiles P4-System.


Das BIOS und Overclocking:

Wie immer widmen wir uns zuerst visuell dem BIOS, das heißt wir schießen einige Screenshots, um den Aufbau und die einzelnen Funktionen des Menüs zu veranschaulichen :





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Im Folgenden halten wir die wichtigsten Bios-Funktionen und Besonderheiten fest :

 

Sauber programmiert ist auch wieder dieses Bios, aber auch hier finden wir es ein wenig unübersichtlich. Vollständig und ohne Fehler ist das Intel-Bios aber auf jeden Fall. Das B1-Stepping ist ordentlich implementiert, wie man bei den Benchmarks merkt, alle Geräte können abgeschaltet werden, es sind wenige Einstellungsmöglichkeiten gegeben, sondern nur das nötigste. Etwas überrascht waren wir von den Einstellungsmöglichkeiten des Speichers, denn dort war sogar eine Option für CL2.5 für die DDR2-Riegel enthalten - leider auch hier wieder ohne Funktion, denn keines unserer Module wollte mit derartigen Einstellungen starten. Hier hatten wir generell etwas mehr Probleme als beim D925XCV, denn das Board startete nur mit 4-4-4-12-Settings. Eventuell ist also im Bios noch ein kleiner Bug bezüglich des Speichers vorhanden oder Intel bremst das Board noch künstlich etwas aus.

Als Besonderheit haben wir hier noch die integrierte Grafik, die sich im Bios natürlich auch entsprechend ihres Umfanges (insbesondere reservierter Speicherbereiche und möglichem Zugriff auf den Arbeitsspeicher) konfigurieren läßt.

Ein Hardwaremonitoring-Menu ist ebenso vorhanden wie eine Burn-In-Funktion - diese erlaubt ein Overclocking bis +4% :

Den Overclocker haut das natürlich nicht um, da auch keine Spannungsveränderungen möglich sind und kein aggressiveres Overclocking betrieben werden kann. Verändert werden kann bei dem Mainboard auch noch der PCI-Takt und der PCI-Express-Takt - allerdings nur in geringen Abstufungen leicht nach oben. Sich ein Intel D915GUX zum Overclocking zu kaufen, macht also keinen Sinn, ebenso wie beim D925XCV.

Die Stabilität :

Auch hier gelten natürlich die beim ASUS-Board gemachten Anmerkungen, im Folgenden nun der Intel-Stabilitäts-Check :

Auch hier behält das Board die weisse Weste - keine Probleme in allen unseren Test.

Bezüglich der Speicherkompatibilität haben wir folgende Module testen können :

Alles ohne Probleme - auch hier hatten wir mit sämtlichen Modulen und Konfigurationen kein Problem. Alle Timings wurden ordentlich erkannt und das System funktionierte hervorragend - selbst bei Vollbestückung. Bei Intel war dies allerdings auch zu erwarten - schließlich stellt man die Testplattform den Memory-Herstellern zur Verfügung und diese können auf den neuen Chipsätzen so ihre Module verifizieren.

Auf der nächsten Seite kommen wir nun schließlich zu einem weiteren i915G-Kandidaten, dem Shuttle SB81P, diesmal jedoch mit DDR400-Speicher.


Shuttle stellt uns nicht nur ein Mainboard zur Verfügung, sondern gleich ein ganzes Barebone-System - das SB81P ist sozusagen das erste Mini-System mit PCI-Express und dem neuen LGA775. Der neue XPC hat aber auch aus anderen Gesichtspunkten einiges zu bieten und auch Shuttle hat sich mit ihm einiges vorgenommen. Das neue Gehäuse, die Möglichkeit bis zu drei Festplatten einzubauen, ein neues Lüftungskonzept und ein leistungsstarkes 350W Netzteil zeigen, dass hier ein Umbruch zum bisherigen XPC-Konzept vorgenommen wurde.

Das neue Gehäuse ist etwas größer als die bisherigen (32,0 cm Länge, 21,0 cm Breite und 22,0 cm Höhe) und auch ein paar Gramm schwerer (6,05 kg) :

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Schwarz, schick, edel - der XPC hat nun Laufwerksblenden für eine einheitliche Front, die Frontanschlüsse sind hinter einer Klappe versteckt und der Cardreader ist ganz nach oben gewandert, um ihn gleichzeitig zum Diskettenlaufwerk betreiben zu können. Aber auch intern ist einiges vorhanden, Shuttle verbaut die ICH6R-Southbridge und bietet somit Serial ATA Raid, hat einen Gigabit Ethernet in den Cube untergebracht, die integrierte Grafik des i915G-Chipsatzes kann natürlich alternativ zur x16-Schnittstelle verwendet werden, ein Firewire-Controller ist eingebaut und ein 6-Kanal-Audio-Codec ist ebenfalls enthalten.

Folgende Features können wir in unserer Tabelle festhalten :

Auch beim Shuttle SB81P finden wir den 5.1-Sound von Realtek als HD-Audio-Codec, hinzu kommt ein Broadcom Gigabit Ethernet-Controller, der sogar über PCI-Express angebunden ist. Zusätzlich sind zwei Firewire-Ports und natürlich auch USB 2.0 nutzbar, das Board hat durch die ICH6R weiterhin die Option, vier Festplatten in einem Raid 0, 1 oder 0+1 - oder mit Matrix Raid - zusammenzufassen. Als Speicher kommt DDR400 oder DDR333 zum Einsatz, maximal dabei 2 GB. Wir setzen für diesen Test natürlich DDR400 ein, theoretisch unterstützt das Board aber auch langsameren DDR333, unter anderem in der Kombination mit günstigen Celeron-D Prozessoren, die dann trotz 533 Mhz FSB auf ein Dual Channel DDR333-Interface zurückgreifen können.

An Slots bietet das Board einen PCI und einen x16-Slot - die x1-Schnittstellen in der Southbridge liegen somit alle brach.

Die Ausstattung ist natürlich etwas umfangreicher als bei Mainboards :

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Im Folgenden eine Liste des Lieferumfangs :

Der XPC kommt also weiterhin mit Kühlkörper und Lüftern, statt des 250W-Netzteiles ist nun ein 350W-Netzteil dabei. Der interne Aufbau hat sich dabei weiterhin geändert. Schaut man auf die Rückseite des XPCs und berücksichtigt man, dass an der Front 2x USB 2.0 und 1x Firewire vorhanden ist, so sieht man, dass höchstens ein paar USB-Ports fehlen könnten - ansonsten ist alles dabei :

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Wie schon bei den bisherigen XPCs gibt es keine parallele Schnittstelle mehr, eine serielle finden wir weiterhin auf der Rückseite. Zudem hat Shuttle den CMOS-"Jumper" als kleiner Mini-Button in die Rückseite integriert. Startet also der XPC einmal nicht mehr, muß man nicht in das enge, voll bestückte Gehäuse, sondern kann von aussen den CMOS löschen - eine sehr gute Idee ! Auf der Rückseite befinden sich zudem die beiden Slots für den x16-PCI-Express und den PCI-Slot - da diese auf der linken Seite angeordnet sind, kann man sehen, dass Shuttle auch hier viel geändert hat. In der Mitte befindet sich nun das 350W-Netzteil, welches nicht mehr auf den kleinen, nervigen Fan setzt, sondern auf einen größeren, der dafür nicht mehr so schnell drehen muß. Dadurch kann zum einen eine höhere Leistung für das Netzteil erreicht werden, zweitens sinkt auch die Lärmbelästigung durch den Netzteil-Fan. Die beiden Lüfter oben sind temperaturgesteuert und springen, wenn man das Bios gut eingestellt hat, nur dann an, wenn die Gehäusetemperatur zu hoch ist. Selbst bei voller Drehzahl (läßt sich über das Bios steuern) summen die Lüfter noch annehmbar laut.

Bei der Ausstattung können wir ansonsten nicht meckern - nur hätten wir vielleicht gerne noch ein paar Serial ATA-Kabel gesehen. Stromadapter benötigt man nicht - denn das Netzteil bietet Serial ATA-Anschlüsse. Dabei sind auch sechs Klammern für die Montage der Festplatten - auf den nächsten Seiten werden wir noch sehen, dass dies schraubenlos geschieht.


Ganz oben am XPC ist ein 6-in-1-Cardreader integriert. Dieser liest praktisch alle gängigen Medien und ist über USB 2.0 angebunden - also ist er auch schick flink. Hier sehen wir die erste interne Nutzung von USB 2.0 beim SB81P - es liegen somit die direkt nicht als Ports verwendeten USB 2.0-Schnittstellen nicht brach. Direkt darunter kann ein optisches Laufwerk eingebaut werden, eine Klappe sorgt für ein einheitliches Äußeres.

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Unter dem optischen Laufwerk ist Platz für ein Floppy-Laufwerk oder eine Festplatte, die dann ebenfalls durch eine Klappe nicht sichtbar ist. Darunter befindet sich der Power-Knopf und ein Reset-Schalter - der Power-Knopf leuchtet dabei in einem schicken Blauton. Ganz unten am Gehäuse befindet sich eine weitere Klappe mit zwei Soundanschlüssen (Mikrophone und Kopfhörer) und zwei USB 2.0-Ports und einem IEEE1394 Firewire Port.

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Die gesamte Front ist aus Plastik, im Gegensatz zu dem letzten Gehäuse wirkt dies aber deutlich hochwertiger. Der Rest des Gehäuses ist aus einer Aluminium/Stahlblech-Kombination. In den Seiten des Gehäuses befinden sich nun einige Luftlöcher, auf der rechten Seite wird dabei der Luftstrom so gelenkt, dass hier die Aufnahme der Frischluft stattfindet, auf der rechten Seite soll dann die warme Luft herausgeblasen werden. Dazwischen befindet sich ein Fan-Duct, welches die Luft durch den CPU-Kühler leitet. Thumbscrews dürfen natürlich bei einem XPC auch nicht fehlen.

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Bei einem Blick unter die Haube sieht man den Aufbau des XPCs. Vorher war die CPU hinten angesiedelt, nun sitzt sie praktisch direkt hinter der Front. Von rechts nach links blasen hier zwei Lüfter Luft quer durch das Gehäuse, um die CPU mit frischer, kühler Luft zu versorgen. Das Netzteil ist nun nicht mehr länglich, sondern eher in der Form der Netzteile, die AOpen in ihren Barebones verwendet. Das 350W-Netzteil ist das akutell leistungsstärkste in XPCs und ist aufgrund des Stromverbrauchs eines Pentium 4 560 und den aktuellen High-End-Grafikkarten auch sinnvoll. Der Einbaurahmen für die optischen und Festplatten-Laufwerke ist nicht mehr verschraubt, sondern wird über einen Klip-Mechanismus arretiert und entnommen.

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Das geht durchaus schnell - die Plastik-Arretierungen müssen nur nach oben gezogen werden und dann kann der Käfig komplett entnommen werden. Dabei sollte man darauf achten, dass der Cardreader vorher vom USB 2.0-Anschluß getrennt wird.

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Praktisch ist auch die Montage der Festplatten, die ähnlich einfach geht. Natürlich kann man eine Festplatte auch an den Platz des 3,5"-Floppy-Laufwerks setzen, zwei Platten passen aber auch quer oben ins Gehäuse. Die Montage geht superfix - einfach die seitlichen Plastikschienen in die sonst zum Verschrauben verwendeten Aussparungen an der Festplatte stecken und dann in das Gehäuse einhängen. Hier rasten sie ein und durch den Druck wird die Festplatte in der richtigen Position fixiert. Einfacher läßt sich der Einbau nicht von statten nehmen - und das bei einem XPC, wo der Platz sonst so begrenzt ist, dass der Zusammenbau zu einem Horrortrip wird.

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Beim Zusammenbau sollte man sich dabei strikt an die gute Bedienungsanleitung von Shuttle halten. Sprich : Nicht einfach drauf los einbauen, sondern ein starres Schema einhalten. Ansonsten kann es vorkommen, dass man alles wieder ausbauen darf und wieder von vorne anfangen darf. Zunächst sollte man RAM und CPU einbauen, dann können die Steckkarten ins Gehäuse eingebaut werden. Die Fixierung der PCI- und PCI-Express-Karten ist übrigens wie bei den bisherigen Gehäusen über zwei Schrauben auf der Rückseite vorzunehmen - den bekannten Mechanismus hat Shuttle beibehalten.

Auf der nächsten Seite sehen wir uns den Kühlkörpermechanismus genauer an.


Das Kühlsystem von Shuttle ist wie immer durchdacht. Auf der rechten Gehäuseseite soll durch Aussparungen im Gehäuse frische Luft in das System gelangen. Unterstützt wird dies in der Ausrichtung des CPU-Lüfters, der von dieser Seite her seine Luft bezieht. Damit die Wirkung verstärkt wird, klemmt Shuttle einen Plastikkanal davor, um die Luft effektiv zum CPU-Kühler hin zu bewegen.

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Der CPU-Kühler an sich wird durch vier Schrauben im Gehäuse verankert. Er entspricht also nicht der üblichen Sockel 775-Montage und ist demnach nicht kompatibel zu anderen Lüftern. Ergo wird es etwas schwieriger, einen passenden Wasserkühler für das Gehäuse zu finden. Er besitzt zum einen einen üblichen Aufbau (Kupferblock innen), darüber befinden sich aber vier Heatpipes, die die Hitze in die waagerecht angeordneten Kühlfins leiten sollen. Heatpipes sind dabei sehr viel effektiver. Man kann sehen, dass die Fins weit überstehen - das ist darin begründet, dass ein weiterer Gehäuselüfter hier den Rahmen umschließt und die erwärmte Luft gleich nach aussen abgibt.

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Um unteren Bild sieht man diesen Lüfter. Er ist an der Seite aufgehängt und kann seitlich weggeklappt werden, wenn die CPU installiert werden soll.

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In unserem Test blieb sowohl die Test-CPU wie auch ein Pentium 4 560 und ein Extreme Edition ausreichend gekühlt. Unterschiedlich wirkt sich die CPU aber auf die Geräuschentwicklung im Gehäuse aus. Wenn die beiden CPU-Lüfter mit einer Umdrehungszahl von knapp 50% oder darunter laufen, sind sie ausreichend ruhig. Das reicht für kleinere P4s auch vollkommen aus. Wir stellten für die höheren Modelle allerdings die automatische Steuerung ein, hier drehten sich die Lüfter dann vor allen Dingen unter Last bald schneller. Vor allen Dingen der seitliche Lüfter, der die Luft aus dem Gehäuse blasen soll, verursacht dann lärm - weniger aufgrund der Drehzahl, aber aufgrund von Luftverwirbelungen. Bei 100% - und das erreichten wir mit dem automatischen Modus nicht, sondern testeten wir nur manuell an - bläst der SB81P nervend durch die Gegend. Soll der PC als Wohnzimmer-Rechner eingesetzt werden, ist also ein P4 520 oder 530 zu empfehlen, für die Gaming-Maschine kann es auch mehr sein, wenn das Geräusch nicht unbedingt ein K.O.-Kriterium ist.

Das Netzteil lieferte übrigens gute Spannungswerte und kam auch mit einem übertakteten Pentium 4 560 noch zurecht - ein Lastmesser zeigte uns dann für ein komplettes System 260 Watt an - wenn das Netzteil einen Wirkungsgrad von 80% hat, wäre man dann schon nahe an den theoretischen 280 Watt dran. Allerdings scheint das Netzteil auch unter dieser Last keine Probleme zu zeigen.

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Das Mainboard und die Onboard-Komponenten betrachten wir auf der nächsten Seite.


Schauen wir nun auf die Details. Shuttle setzt natürlich auch den LGA775-Sockel ein, allerdings setzt man auf eine etwas andere Kühlkörper-Montage, die wir schon angesprochen haben. Ordentlich verkabelt ist das Gehäuse dabei überall, wie man auch an dem Front-Panel sehen kann - hier sind die Anschlüsse wirklich sauber implementiert worden. Auch Shuttle setzt auf eine VRM10.0 / FMB2.0-Stromversorgung, es können alle Pentium 4-Modelle und der Pentium 4 Extreme Edition 3.4 Ghz eingesetzt werden.

Die Northbridge sieht man zwar nicht, aber den passiven Kühlkörper. Selbst in einem theoretisch immer etwas wärmeren XPC setzt Shuttle also auf eine passive Kühllösung - ein Zeichen dafür, das eine aktive Belüftung eigentlich bei einem Mainboard keinen Sinn macht. Shuttle setzt hier auf die i915G, die neben dem x16-Slot auch noch die integrierte Grafik zur Verfügung stellt. Auch hier kann man die GMA900 wieder mit einer ADD2-Karte mit digitalen DVI-Schnittstellen und einem TV-Out nachrüsten.

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An Erweiterungssteckkarten kann man noch eine PCI-Karte und eine PCI-Express x16-Grafikkarte in das System einsetzen. Zwar verwendet Shuttle nicht einen der vier x1-Lanes der ICH6R-Southbridge, aber die Frage ist, ob dies Sinn gemacht hätte - denn Erweiterungskarten sind noch kaum auf dem Markt, erst recht nicht TV-Tuner-Karten oder hochwertige Soundkarten, die in einem XPC klassischerweise nachgerüstet werden. Der PCI-Slot macht also (noch) mehr Sinn in einem XPC, aus diesem Grund kreiden wir das Fehlen eines x1-Ports hier nicht an. Der x16-Slot wurde von uns mit einer ATI X600XT bestückt - wird eine andere Karte eingesetzt, so ist unter Umständen der PCI-Slot belegt. Schön ist aber, dass die Karte nun mit dem Lüfter nach innen zeigt - so kann auch eine GeForce 6800 Ultra mit überdimensioniertem Kühlkörper theoretisch eingesetzt werden. Ob es praktisch passt, konnten wir mangels PCI-Express NV45-Karte nicht sagen.

Etwas friemelig wird der Einbau an dieser Stelle, wenn das System wirklich voll bestückt ist und auch ein Floppy-Anschluß genutzt wird, der sich direkt hinter dem PCI befindet. Dahinter liegt auch das gesockelte Bios, welches natürlich auch wieder ausgetauscht werden kann und der Super I/O. Direkt daneben die vier Anschlüsse für Serial ATA-Geräte - man hat also alle auf das Board gebracht, auch wenn theoretisch nur drei Festplatten eingebaut werden können. Vielleicht möchte aber jemand ein optisches Serial ATA-Drive nachrüsten oder tatsächlich auf ein optisches Drive verzichten und vier Festplatten einbauen. Kein Problem : Dann sind die Ports zumindestens vorhanden. Im Hintergrund die ICH6R-Southbridge, natürlich wieder mit einem passiven Heatsink.

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Im nächsten Bild sieht man den Realtek ALC860 - diesen Sound haben wir schon auf dem Intel D915GUX vorgefunden. Es ist ein 5.1-Sound, wobei Shuttle hier auch die digitalen Schnittstellen mitliefert und so praktisch alle Nutzungsmöglichkeiten offen läßt. Wie sich dieser High-Definition-Audio-Codec im Qualitätstest schlägt, zeigen wir innerhalb der Rightmarktests an späterer Stelle. Die blauen DDR-Slots sind hier zwar nicht vollständig auf dem Bild, aber wir wollen an dieser Stelle kurz ansprechen, dass hier im Gegensatz zum D915GUX DDR400 eingesetzt wird. Zwei Slots sind vorhanden, ergo können trotz 4 GB-Limit beim Chipsatz nur 2 GB eingesetzt werden, da jeder Slot mit maximal 1 GB bestückt werden kann.

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Ein Blick in den hinteren Bereich des XPCs läßt in der Ferne neben der verbleibenden ATA/100-Anschlußleiste und der CMOS-Batterie auf der anderen Seite den Firewire-Controller von VIA erkennen. Der VT6307 besitzt zwei nutzbare IEEE1394-Anschlüsse, die zum einen an der Vorderseite, zum einen an der Rückseite von Shuttle untergebracht worden sind. Direkt daneben - und aufgrund des Netzteils nicht im Foto festgehalten - befindet sich der neue Boardcom PCI-Express Gigabit Ethernet Chip (Broadcom 5751), der mit 10/100/1000 mbit-Standard insgesamt 250 MB/s übertragen kann und Dank PCI-Express x1-Interface auch auf diese Performance kommt. Auch bei einem kleinen XPC braucht man also nicht auf einen Gigabit Ethernet-Controller mit voller Performance zu verzichten, andere Hersteller schaffen das noch nicht einmal auf einem ausgewachsenen Mainboard...

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Soviel in aller Kürze zu den Onboard-Features des SB81P. Werfen wir nun einen Blick in das Bios des XPCs...


Zunächst noch einmal ein kurzer Blick auf das PCB - denn Shuttle war so nett und hat uns einen XPC direkt nachdem die ersten SB81P-Modelle aus der Produktion kamen zugeschickt. Dabei ergeben sich natürlich ein paar Hindernisse: Zum einen unterscheidet sich oft das PCB noch zur finalen Version, die in den Handel kommt, wie man unten im Bild sehen kann. Derartige Nachbearbeitungen - auch wenn sie sehr sauber gemacht wurden - sind bei Production-Versionen nicht mehr zu finden. Zum anderen sind auch die Bios-Versionen noch nicht 1A, sondern enthalten wohlmöglich noch den einen oder anderen Fehler. Bei Shuttle war dies auf den ersten Blick zwar nicht der Fall, aber die korrekte Implementierung des B1-Steppings ist auch hier noch nicht vorhanden, weshalb die PCI-Express-Leistung unter Last noch Probleme bereitet. In dem schlußendlich am Markt befindlichen Modell werden derartige Dinge natürlich behoben sein - und neue Bios-Versionen sind schließlich auch kein Problem für Shuttle.

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Das BIOS:

Wie immer widmen wir uns zuerst visuell dem BIOS, das heißt wir schießen einige Screenshots, um den Aufbau und die einzelnen Funktionen des Menüs zu veranschaulichen :

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Im Folgenden halten wir die wichtigsten Bios-Funktionen und Besonderheiten fest :

 

Trotz frühem Stadium ist hier fast alles vorhanden, was man benötigt - nur der Gigabit Ethernet-Chip ist noch nicht abschaltbar. Besonders hat uns hierbei die SmartFAN-Lüfterkontrolle gefallen, bei denen man entweder dem System die Lüfterkontrolle anhand der CPU- oder Systemtemeratur überlassen kann oder man selber eine Prozentzahl einstellen kann. Das Hardwaremonitoring ist zudem umfangreich, sogar die DDR-SDRAM-Spannung wird angezeigt. Beim Speicher sind keinerlei Besonderheiten vorzufinden, die Latenzzeiten und Einstellungen entsprechen dem Standard. Wir konnten mit einigen Speicherriegeln schnellste Timings fahren und verwendeten hierfür die Corsair TwinX1024-3200XL Pro aus unserem letzten DDR-SDRAM-Roundup. Die Module laufen mit schnellsten Timings (2-2-2-5) und bringen deshalb eine perfekte Performance. Hier ein Bild der Module auf dem AG8. Trotz der Höhe passen sie auch in den XPC.

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Auch benötigt das Bios noch das erwähnte ein Update für die Chipsatz-Revision B1 - aber es ist noch nicht aller Tage abend und wir sind sicher, dass diese kleinen Kritikpunkte von Shuttle noch integriert werden können.

Die Stabilität :

Auch hier gelten natürlich die beim ASUS-Board gemachten Anmerkungen, im Folgenden nun der Shuttle-Stabilitäts-Check :

Auch hier behält der XPC die weisse Weste - keine Probleme in allen unseren Test.

Bezüglich der Speicherkompatibilität haben wir folgende Module testen können :

Vollbestückung war hier praktisch Standard, deshalb taucht es nicht in der Tabelle auf, denn das Board bietet schließlich nur zwei Slots. Alle Speichermodule funktionierten hingegend perfekt und wir konnten auch niedrige Timings einstellen. Auch die SPD-Erkennung funktionierte gerade bei den Modulen mit spezieller Programmierung gut. Die Flex Memory Architektur kommt hier nicht zum Einsatz - bei zwei Slots ist keine Kombination denkbar.

Auf der nächsten Seite kommen wir nun schließlich zum Overclocking.


Auch hier werfen wir zunächst einen Blick ins Bios auf die Einstellungsmöglichkeiten, die der SB81P bietet:

Hier die Overclocking-Optionen in der Übersicht :

Von den reinen Funktionen her sind durchaus gute Optionen dabei. Der FSB ist flexibel, die Spannungen sind zwar nicht in sowieso gefährliche Bereiche zu erhöhen, aber bieten gute Flexibilität. Auch scheint Shuttle Bestrebungen zu unternehmen, den PCI/PCI-Express-Takt zu fixieren - bei unserer Bios-Version ist dieses aber noch nicht gelungen. Des Weiteren existierte auch noch eine Option für "DDR533", aber selbst mit DDR550 konnte das Board bei dieser Einstellung nicht starten - sie scheint wohl noch übrig geblieben zu sein aus Entwicklertagen.

Da hier beim Bios noch keine Besonderheiten bezüglich des Overclockings eingebaut wurden, erreichten wir wieder mal keine beeindruckenden Takthöhen, sondern scheiterten am PCI-Express-Takt der Grafikkarte. Bei 240 Mhz erreicht sie einen Takt von knapp 120 Mhz - und dann war Schluß mit der Stabilität :

Trotzdem eine wie wir finden sehr gute Leistung, da sich auch aufgrund des synchronen Bustaktes eine gute Speicherperformance erreichen ließ. Wenn Shuttle noch ein wenig bastelt, kann mit der nächsten Bios-Versionen auch mit dem XPC schön übertaktet werden.

Das letzte Board in der Riege ist das MSI 915P Neo2 Platinum.


Das letzte Board in unserem Roundup trägt wieder einen luxuriösen Namen im Titel - die Platinum Edition von MSI läßt ein tolles Board erhoffen. Vollbepackt mit Features ist das Board tatsächlich - es bietet Firewire, Gigabit LAN, 8-Kanal-Sound, ATA/133 und Serial ATA Raid und andere "Kleinigkeiten" wie MSIs Core Cell Chip zum Übertakten. Auf den ersten Blick sieht die Platinum Edition auch hinreissend aus - ein schwarzes PCB und ein lüfterloses Design lassen uns erste Punkte verteilen. So finden wir sowohl auf den MOSFETs einen dicken passiven Kühlkörper wie auch auf der Northbridge und der Southbridge.

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Das Board ist mit dem i915P-Chipsatz ausgestattet und besitzt die ICH6R-Southbridge. In dieser Kombination kommen zwar die Reorganisations-Features für den Speicher des i925x nicht zur Funktion, aber wirklichen Speed bringt das nicht. Im Gegensatz zum i875P/i865P besteht kein großer Grund, zwigend ein Alderwood-Motherboard zu kaufen, denn die Hersteller können auch aus dem Grandsdale sehr viel Performance herausholen. Das Board verwendet als i915P-Motherhboard DDR2 und unterscheidet sich damit z.B. vom Shuttle SB81G und dem Abit AG8 und ist eher mit dem Intel D915GUX in eine Kategorie einzuordnen. Nicht aber von der Ausstattung her - denn diesbezüglich hat MSI versucht, möglichst alles auf das Board zu packen.

Folgende Features können wir in unserer Tabelle festhalten :

Viel ist in der Liste, das Board kommt fast mit dem ASUS P5AD2 Premium mit, hat aber nicht wahllos alle verfügbaren Onboard-Codecs auf dem PCB, sondern es fehlen ein paar. Der zusätzliche ATA/133-Controller ist praktisch, wenn man bestehende ATA/133-Festplatten weiterbetreiben möchte, denn aufgrund des einen ATA/100-Controllers wäre man sonst etwas beschränkt. Firewire und USB 2.0 sind natürlich enthalten, vier Serial ATA Raid-Ports stehen über die ICH6R zur Verfügung. Als Sound wird auf einen HD-Audio-Codec gesetzt, den CMI9880L. Zum Vergleich: Auf dem ASUS war die Version ohne "L" verbaut. Auch ein Gigabit Ethernet Controller ist vorhanden und dieser ist auch noch über PCI-Express angebunden. Hinzu kommen weitere MSI-Features, die man in dieser Tabelle nicht findet, beispielsweise "ActiveMOS" oder "CoreCell" samt dynamischem Overclocking.

Auch der Lieferumfang ist spitze, hier sammeln sich wieder die Besonderheiten :

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Im Folgenden eine Liste des Lieferumfangs :

Hier ist alles vorhanden - zwei ATA/133-Kabel, wobei diese ebenso wie das Floppy-Kabel gerundet sind, vier Serial ATA-Kabel und zwei Stromadapter sollten ausreichen, um alle Peripheriegeräte anzuschließen. Da auf der ATX-Blende noch keine Firewire-Ports vorhanden sind, legt MSI auch noch eine Firewire-Slotblende mitbei. Zu den auf der ATX-Blende zugänglichen vier USB 2.0-Ports kommen zwei weitere über die D-Bracket 2 genannte Sloblende, die auch noch mit D-Led die MSI-Diagnose-Lösung beinhaltet. Hinzu kommt noch der MSI CPU-Clip, der das Einsetzen der CPU erleichtern soll.

Schaut man auf die ATX-Blende, so fällt einem auf, das MSI dasselbe Layout für ein i915G-Mainboard nutzen kann :

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An der Stelle des 2. seriellen Ports ist Platz für einen VGA-Ausgang, hier kann also das PCB einfach in ein i915G-Motherboard umgerüstet werden. Dann nennt sich das Board "915G Neo2 Platinum" und besitzt ansonsten absolut identische Features. Ansonsten findet man alle Sound-Anschlüsse, die notwendig sein könnten - sogar SPDIF als Chinch und in optischer Ausführung. Ein RJ45 für den Gigabit Ethernet ist ebenfalls vorhanden wie zwei PS/2 und eine serielle sowie parallele Schnittstelle.

Auf den nächsten zwei Seiten werden wir nun alle Onboard-Features des Boards erklären - und das sind ja hier auch nicht gerade wenige.


Die Interrupt-Tabelle im MSI-Handbuch besteht aus einer Auflistung der drei PCI-Slots - mehr ist nicht vorhanden. Da zwei PCI-Controller vorhanden sind (ATA/133 und Firewire) wäre eine Auflistung dieser beiden Geräte sicherlich sinnvoll gewesen, aber man kann vermuten, dass MSI die Ressourcen wohl ordentlich verteilt hat. Auch hier finden wir wieder drei PCI-Slots am unteren Ende des Boards, darüber die zwei PCI-Express x1-Schnittstellen und darüber dann den x16-Port - somit ist wieder effektiv nur ein x1-Slot nutzbar, da bei dem Einsatz einer großen 2-Slot-PCI-Express-Grafikkarte der erste Slot schon einmal unbrauchbar wird. Hier hätte man lieber einen PCI-Slot positionieren können. Im Bild sieht man weiterhin den CoreCell-Chip, den Taktgeber und die CMOS-Batterie, der Jumper hierfür ist weiter unten am Board angebracht und kann gut erreicht werden. Der CoreCell-Chip ist übrigens mit einer Abdeckung versehen, die fest verlötet ist - ansonsten hätten wir natürlich auch schon von diesem Chip einmal ein Foto präsentiert :-)

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Unter den PCI-Slots befinden sich die Anschlußmöglichkeiten für den Firewire-Controller - drei Ports können hier bestückt werden, zwei davon mit den beiliegenden Slotblenden. Auch an der Unterseite angebracht sind die Header für die weiteren USB 2.0-Ports und ein Front-Audio-Anschlußpanel.

Als Speicher setzt MSI auf DDR2 und bietet hier DDR2-400 und 533, inoffiziell auch DDR2-600, was bei uns allerdings noch nicht funktionierte, sondern in einem FSB von 225 Mhz resultierte. Die slots sind farblich kodiert, aber in einer anderen Art und Weise wie bei der Konkurrenz: Es muß ein grüner und ein orangener Slot genutzt werden, um Dual Channel nutzen zu können. Es können hier wieder 4 GB eingesetzt werden. Unter den Slots befindet sich der übrig gebliebene ATA/100-Port sowie der Floppy-Controller und der EPS-Anschluß - auch hier kann aber wieder ein ATX-Netzteil genutzt werden. Die Anschlüsse sitzen hier gut - die Kabel verschwinden wieder unauffällig aus dem Luftstrom des Gehäuses. Ein gesockeltes Bios ist vorhanden, trotz Schutzmaßnahmen, die MSI beim Bios-Flashen offeriert. Ganz rechts finden wir den SuperI/O von Winbond, der auch hier für die Legacy-Schnittstellen und das Hardwaremonitoring zuständig ist.

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MSI setzt bei dem Board auf passive Kühllösungen. Das sieht man einmal hier beim Northbridge-Kühler...

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... und auch bei den MOSFETs. ActiveMOS hat MSI diese Kühlung genannt, die tatsächlich von der Konkurrenz etwas unterschiedlich ist. Normalerweise sind MOSFETs so konstruiert, dass die Metallplättchen auf dem PCB sitzen und die Wärme an das PCB abgeben. Dadurch heizt sich dieses natürlich auf - aus diesem grund verwenden andere Hersteller beispielsweise auch die PowerStrips (Abit), StackCool (ASUS) oder sogar aktive Kühllösungen. MSI hat sich zu einem Trick durchgerungen, die MOSFETs "umgekehrt" auf das Mainboard zu bringen, mit der Richtung der Metallplättchen nach oben. Darauf hat man dann einen Kühlkörper gesetzt - und so geben die MOSFETs die Wärme nicht an das PCB ab, sondern direkt an die passiven Kühlkörper. Auch MSI spendiert dem Mainboard dabei eine VRM10.0 / FMB 2.0-Spannungsversorgung. Links im Bild sieht man den 12V-Aux-Stecker. Auch auf dieses Mainboard passt übrigens der Thermaltake Tower 112 nicht, da er auf der Unterseite des Boards Kontakte aufgrund der Verschraubung kurzschließt / kurzschließen könnte.

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Im unteren Bereich des Boards finden wir natürlich die passiv gekühlte Southbridge und die vier dazugehörigen Serial ATA Ports, die im Raid 0, 1 und 0+1 betrieben werden können. Intels Matrix-Raid Technology ist natürlich auch wieder einsetzbar. Rechts sieht man zwei FAN-Header, insgesamt besitzt das Board vier Stück, davon ein 4-Pin-Header für die CPU.

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Auf der nächsten Seite werfen wir einen Blick auf die Onboard-Geräte.


Beginnen wir hier mit dem ATA/133-Controller. Den VIA VT6410 haben wir schon auf vielen Motherboards gefunden, auch er kann Raid 0, 1 und 0+1 für die ATA/133-Geräte bereitstellen. Er ist über PCI angebunden, die maximale Transferrate ist also durch den PCI-Bus begrenzt. Das ist ein Vorteil der Serial ATA-Schnittstellen, die in der ICH6R sitzen und somit nicht über PCI angebunden sind und diesem Limit nicht unterliegen. Auch die ATA/100-Schnittstelle ist hier im Vorteil. Im Bios läßt sich dieser Chip auch abschalten.

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Der Firewire-Controller versteckt sich bei uns unter einem Barcode, es handelt sich aber um einen VIA VT6306, der im Gegensatz zum VT6307 mit drei Firewire-Ports auftrumpfen kann. Auch hier muß man mit 400mbit/s zurecht kommen, auch dieser Chip ist über PCI angeschlossen. Die Header und die Slotblende dieses Chips hatten wir schon angesprochen.

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Auf dem MSI 915P Neo2 Platinum finden wir den CMI9880L-Codec - es ist die "Light"-Version vom beim ASUS entdeckten CMI9880. Da auf der C-Media Webseite diesbezüglich noch keine Infos vorhanden sind, tappen wir im Dunkeln, denn beide Hersteller bewerben den Soundchip mit gleichen Features. Auch dieser Chip ist ein 7.1 Audio-Codec, der auf dem High-Definition-Audio-Standard aufsetzt und die üblichen Features wie Jack Retasking und anderen Dingen unterstützt. Da MSI keine optischen und koaxialen digitalen Eingänge bietet, könnte man vermuten, dass diese Funktionen bei der "L"-Version fehlen.

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Wie auf dem Shuttle SB81P, so kommt auch hier der Gigabit Ethernet-Controller von Broadcom (BMC5751) zum Einsatz. Die PCI-Express x1-Lösung ist 10/100/100mbit/s schnell und kann Dank schnellem Interface auch im Voll-Duplex-Modus 250 MB/s übertragen. MSI könnte theoretisch auch noch einen zweiten Gigabit Ethernet-Chip auf das Mainboard packen - einen x1-Port hat man noch frei und links über dem PCI-Express x16-Slot ist ein Silk-Screen, der dieselben Abmaße wie der des Broadcom-Chips hat - wenn also ein Bedarf nach einer Dual Gigabit-Ethernet-Lösung ist, wie das ASUS P5AD2 Premium sie bietet, kann MSI nachziehen.

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Auf der nächsten Seite kommen wir zum Bios des Boards.


Das BIOS:

Wie immer widmen wir uns zuerst visuell dem BIOS, das heißt wir schießen einige Screenshots, um den Aufbau und die einzelnen Funktionen des Menüs zu veranschaulichen :



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Im Folgenden halten wir die wichtigsten Bios-Funktionen und Besonderheiten fest :

 

Beim MSI-Motherboard gibt es eigentlich nichts zu meckern - ausser der DDR2-Spannung, die typischerweise wie die DDR-Spannung bei fast keinem Mainboard angezeigt wird, ist eigentlich alles vorhanden. Alle Onboard-Geräte können abgeschaltet werden, das Hardwaremonitoring ist ansonsten vollständig, es existiert eine Lüftersteuerung im Bios, die Speichersettings können weiterhin ohne Probleme verändert werden. In unserem Test lief das Board mit der Version 1.2 stabil und zuverlässig. Ein Fix für das B1-Stepping ist schon vorhanden, das Board läuft also nicht mit angezogener Handbremse. Weiterhin konnten wir auch schnellere Settings einstellen - mit 3-3-3-8 lief das Board ohne Probleme stabil. Die Einstellung "DDR600" resultierte übrigens in einer Einstellung des FSBs auf 225 Mhz (bei einem Teiler von 3:4 ergibt dies DDR600), ist also eigentlich kein Speichertiming, sondern eine Übertaktungs-Einstellung.

Mit dem Bios zusammenhängend sind natürlich die Themen Overclocking und Stabilität, die wir im Folgenden betrachten.

Die Stabilität :

Wie auch bei den bisherigen Tests, hier unsere Stability-Checkliste für das MSI 915P Neo2 Platinum.

Auch hier keine Stabilitätsprobleme - alle sieben Boards haben also diesen Test mit Bravour bestanden. Nach dem Update auf Version 1.2 gab es bei uns keine Probleme mehr, bei der Version 1.1 waren noch kleinere Probleme mit den Speichertimings und unserem SpecViewPerf-Dauertest zu notieren.

Bezüglich der Speicherkompatibilität haben wir folgende Module testen können :

Auch hier keine Auffälligkeiten - das Board lief nach dem Update auf die Bios Version 1.2 mit allen Settings stabil und zuverlässig. Auch die SPD-Settings der Riegel wurden ordnungsgemäß erkannt und die Vollbestückungs-Tests liefen auch ohne Probleme. Die Flex Memory Architektur konnten wir leider nicht testen, da uns nur 512 MB-Riegel zur Verfügung stehen.

Auf der nächsten Seite kommen wir nun schließlich zum Overclocking.


Interessant sind natürlich aufgrund der "Overclocking-Sperre" die Ergebnisse in diesem Bereich. Das D0-Stepping von Intel soll bereits fit sein für höhere Taktfrequenzen, doch die Chipsätze scheinen hier einen Strich durch die Rechnung machen zu wollen. Wir wollen uns auch bei diesem Motherboard zunächst jedoch die Features ansehen, die geboten werden :

Hier die Overclocking-Optionen in der Übersicht :

Beim FSB ist MSI großzügig - doch 500 Mhz sind aktuell noch nicht zu erreichen. Der PCI-Takt kann fixiert werden, beim PCI-Express-Takt hingegen sind nur fürs Overclocking nicht dienliche Einstellungsmöglichkeiten nach oben gegeben. Die Spannungen für die CPU könnten etwas mehr Flexibilität nach oben bieten, dafür ist eine VDimm von 2.4V für DDR2-Speichermodule sicherlich nicht ungefährlich. Die Chipsatz-Spannung läßt sich ebenfalls verändern. Vorhanden ist auch Dynamisches Overclocking, standardmäßig allerdings deaktiviert. Hier wird lastgesteuert das System übertaktet, einstellbar ist eine Übertaktung von 1% bis 15% in mehreren Stufen. Im Idle-Modus oder bei leichter Beanspruchung übertaktet das System so noch nicht.

Auch MSI setzt auf eine Software unter Windows, die Overclocking möglich macht - verantwortlich ist hier der "CoreCell" Chip, der ähnliche Funktionen wie der µGuru-Chip von Abit übernimmt.

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In unserem Praxis-Test kamen wir mit dem MSI 915P Neo2 Platinum auf immerhin 225 Mhz - mehr war leider nicht mehr stabil möglich. Auch hier wird somit der PCI-Express-Port der limitierende Faktor sein - auch wenn wir hier mit 112.5 Mhz noch nicht am Limit unserer Karte waren. Allerdings ist auch dieses Board noch jung und MSI wird hier sicherlich noch versuchen, etwas mehr zu erreichen.

Soviel zu den sieben Boards - nun schauen wir auf das Testsystem und auf ein paar kleine FSB-Tricks...


Bevor wir zu den Benchmarks schreiten, müssen wir noch ein paar Dinge erwähnen, die für die Tests protokolliert werden sollen. Mit dem Sockel 775 musste natürlich auch aufgrund der PCI-Express-Grafikkarte ein neues Testsystem her. Wir verwenden hierfür einen Pentium 4 520, also einen Pentium 4 mit 2.8 Ghz, da wir mehrere Testsysteme aufbauen möchten und diese CPU zum einen günstig ist, zum anderen sich aber auch für das Overclocking sehr gut eignet. In unserem Forum haben wir vom "neuen Overclocking-King" schon berichtet, denn der erste von uns aus dem Handel erworbene Pentium 4 520 schaffte ohne Spannungsveränderung eine Übertaktung von 2.8 auf 3.7 Ghz bzw. 3.9 Ghz mit dem Intel Boxed-Heatsink, wobei wir hier ziemlich sicher sind, dass eher jeweils das Board das Limit beschrieb. Für die Tests hier in diesem Roundup verwendeten wir zusätzlich noch einen Pentium 4 560 "ES" ohne Multiplikator, um der Overclocking-Sperre auf den Zahn zu fühlen.

Als Grafikkarte setzen wir eine MSI Radeon X600XT mit 128 MB ein - zwar nicht das Top-Modell, aber ausreichend schnell, um Mainboards zu testen und auch ein paar neuere Spiele mit in den Vergleich aufzunehmen, ohne sofort eine Grafikkartenlimitierung zu erhalten. Gegenüber der GeForce 4 MX440 aus unseren bisherigen Tests ein grandioser Leistungssprung. Als Speicher setzen wir Corsair Twin2X-1024-Module ein, hier setzen wir auf die 533 Mhz-Version, die zwar mit CL4-Settings programmiert ist, aber auch ohne Probleme mit CL3 läuft. Eingesetzt werden zwei Module mit 512 MB. Eine Serial ATA-Festplatte ist natürlich Pflicht, weiterhin ein DVD-ROM.

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Als Betriebssystem setzen wir auf Windows XP Professional mit Service Pack 1A. Als Treiber werden die neusten Intel Inf-Treiber (6.0.1.1002) verwendet, die ATI-Catalyst 4.7 für die Grafikkarte und schließlich DirectX9b.

Hier das komplette Testsystem in der Übersicht :

Hardware :

Software :

Wie immer werfen wir auch einen Blick auf den FSB. Laut Intel-Spezifikation müsste die CPU genau mit 200.00 Mhz betrieben werden, in der Vergangenheit hatten wir allerdings immer mal wieder Ausreisser. Vorbildlich in diesem Review waren eigentlich nur Intel und MSI sowie Abit mit dem AG8. Der Rest fiel mal wieder aus dem Rahmen. Zunächst ein Blick auf die Kandidaten :

ASUS P5AD2 Premium :

Abit AA8 DuraMax :

Abit AG8 :

Intel D925XCV :

Intel D915GUX :

Shuttle SB81P :

MSI 915P Neo2 Platinum :

Temposünder sind hier wieder ASUS, Abit und Shuttle, alle anderen treffen ziemlich genau die Vorgaben von Intel oder liegen sogar knapp darunter (Abit AG8). ASUS ist mit 2.2 Mhz mehr als 1% über der Spezifikation, Abit sogar mit 4 Mhz, wobei hier Dank dieser 2%igen Übertaktung schon eine deutliche Verschiebung in den Benchmarks zu sehen wäre. Shuttle hält sich mit 0,9 Mhz und somit 0,45% mehr als erlaubt noch im Bereich des erträglichen.

Während wir beim Abit AA8 DuraMax den FSB auf genau 200.00 Mhz per Hand einstellen konnten (siehe unten), fanden wir es besonders verwerflich, dass es nicht möglich war, den FSB bei ASUS zu korrigieren. Egal mit welcher Einstellung, es war nicht möglich, den FSB auf 200.00 Mhz oder einen nahekommenden Wert zu justieren. Schaltet man unter 200 Mhz, so ist nur noch DDR2-400 verfügbar, was wir natürlich für unseren Test genauso wenig gebrauchen konnten. Auf die Anfrage an ASUS, ob wir eine neue Bios-Version erhalten könnten, die den FSB auf 200.00 Mhz fix einstellt, sagte man uns, dass dies nicht möglich sei : Der FSB wäre in Hardware festgelegt, die 202 Mhz würden nicht am Bios liegen und könnten somit nicht verändert werden. Ausserdem würden andere Hersteller hier noch mehr auf das Brikett legen, weshalb man vorschlug, doch alle Boards mit 202 Mhz zu testen.

Da wir natürlich nicht nur einmal ein Board testen wollten, sondern dies der Beginn einer neuen Testreihe wie bei den Canterwood- und Springdale-Motherboards sein soll und wir wieder erwarten, in dem nächsten Jahr knapp 20 bis 30 Motherboards zu testen, müssen wir uns nun eine Regelung einfallen lassen :

Hier noch der korrigierte Screenshot des Abit AA8 DuraMax :

Nun kommen wir endlich zu den Benchmarks - bevor es jedoch an die Leistungswerte geht, noch die Qualitäts-Messungen von Rightmark :


Rightmark verwenden wir schon einige Zeit für Mainboard-Tests, richtig professionell haben wir den Benchmark allerdings erst bei dem Soundkarten-Roundup mit 6 Soundkarten verwendet, da wir dort die Signale mit einer hochwertigen Creative Professional E-Mu 1820 generiert und aufgenommen haben. Das ist bei den Mainboard-Reviews leider nicht möglich, hier verwenden wir einfach ein Loop-Through-Kabel. Der Effekt : Man kann nicht 100%ig sicher gehen, wenn ein Onboard-Sound qualitativ schlechte Werte hat, ob dies aufgrund des Eingangs des Sounds oder des Ausgangs der Fall ist. Die meisten Ausgänge sind noch akzeptabel und von guter Qualität, einige Eingänge haben allerdings Mängel. Im Endeffekt ist das Urteil dann natürlich auch mit einem schlechten Eingang negativ - aber differenzieren können wir leider nicht.

Anders ist dies natürlich wenn ein Sound qualitativ gute Werte auch für den Eingang besitzt. Interessant wird dies vor allen Dingen aufgrund der Jack-Retasking-Funktion für die HD-Audio-Mainboards, denn hier müssen theoretisch alle Ein- und Ausgänge von hoher Qualität sein, weil diese durch Jack-Retasking frei vergeben werden können. Vielleicht geben sich aus diesem Grund die Hersteller jetzt auch mehr Mühe bei den Sound-Eingängen.

Beginnen wir mit unseren Tests :

ASUS P5AD2 Premium (Intel HD-Audio / C-Media CMI9880):

Das genaue Ergebnis sieht man in dieser Datei.

Für einen Onboard-Sound starten wir hier mit einem extrem guten Ergebnis. Das Board erreicht einen exzellenten Stereo-Crosstalk-Wert, einen sehr guten Rauschabstand und gute Dynamik, einen guten Klirrfaktor und einen guten Intermodulationswert. Nur die Frequeny-Response-Werte hätten noch etwas besser sein können - aber dieser Codec ist qualitativ in dieser Form wirklich hervorragend. Eine Soundkarte ist hier nur noch von Nöten, wenn bei Spielen irgendwelche besonderen 3D-Features verwendet werden sollen oder der Musik-Fan am Werke ist.

Abit AA8 DuraMax (Intel HD-Audio / Realtek ALC880) :

Das genaue Ergebnis sieht man in dieser Datei.

Leider ist das Ergebnis von ASUS hier nicht zu wiederholen - der Sound-Codec leistet zwar gute Leistung, aber ist gerade bei der Dynamik und beim Rauschabstand nur Durchschnitt. Wer Musik hört, dem werden diese Mängel bei guten Lautsprechern auch auffallen. Trotzdem - im Vergleich zu vielen AC97-Sounds ist der HD-Codec wirklich eine Verbesserung - auch hier muß man nur bei höheren Musikanforderungen zu einer PCI-Soundkarte greifen.

Abit AG8 (AC97 / Realtek ALC658) :

Das genaue Ergebnis sieht man in dieser Datei.

Trotz AC97 ein hervorragendes Ergebnis hier - das AG8 deklassiert hier praktisch den großen Bruder und erreicht gute Werte wie das ASUS P5AD2 Premium. Einen sehr guten Stereo-Crosstalk sehen wir hier, weiterhin einen guten Klirrfaktor und auch die restlichen Werte sind gut. Auch hier muß also nicht unbedingt auf eine Soundkarte zurückgegriffen werden, wenn man sich nicht bestimmte Features wünscht, die dort vorhanden sind.

Intel D925XCV (Intel HD-Audio / Realtek ALC880) :

Das genaue Ergebnis sieht man in dieser Datei.

Die schlechten Werte haben uns schon im LGA775-Review gestört, denn der Intel High-Definition Audio-Standard soll ja gerade guten Sound bringen. Leider ist dies gerade beim Intel-Board nicht der Fall gewesen, trotz HD-Audio-Codec sind die Werte nur durchschnittlich und teilweise sogar unterdurchschnittlich. Hier wäre eine Soundkarte angebracht, wenn man nicht nur ab und zu mal eine mp3 hören will oder nicht nur Warntöne von Windows ausgeben möchte. Insgesamt ist dies von allen sieben Boards die schlechteste Audioqualität.

Intel D915GUX (Intel HD-Audio / Realtek ALC860) :

Das genaue Ergebnis sieht man in dieser Datei.

Das es besser geht, zeigt Intel beim ALC860 auf dem D915GUX. Das Board hat wieder hervorragende Werte - und kann sich mit dem ASUS P5AD2 Premium und dem Abit AG8 an die Spitze der Onboard-Codecs retten. Ein exzellenter Stereo-Crosstalk, gute Intermodulation und ein guter Klirrfaktor, ansonsten stehen auch nur gute Resultate im Ergebnis.

Shuttle SB81P (Intel HD-Audio / Realtek ALC860) :

Das genaue Ergebnis sieht man in dieser Datei.

Shuttle Sound-Chip - obwohl recht identisch mit der Intel-Lösung - ist leider nicht so gut gelungen. Gute Werte - zweimal aber auch ein durchschnittlicher Wert - sehen zwar besser aus als bei den letzten XPCs, allerdings würden wir uns hier einen exzellenten Sound wünschen, damit die eine PCI-Karte, die eingesetzt werden kann, eine TV-Karte sein kann.

MSI 915P Neo2 Platinum (Intel HD-Audio / C-Media CMI9880) :

Nicht möglich

Beim MSI 915P bekamen wir zwar Musik aus den Lautsprechern, es gelang uns aber leider nicht, den Onboard-Sound so zu konfigurieren, dass wir qualitative Messungen durchführen konnten. Rightmark benötigte zum einen einen höheren Ausgangslevel, zum anderen war eine Inter-Channel-Leakage vorhanden. Diese ließ sich mit den aktuellen Treibern und Einstellungsmöglichkeiten nicht beheben - deshalb entfällt hier leider der Vergleich.

Insgesamt sehen wir also bei einigen Mainboards (ASUS, Abit AG8 und Intel D915GUX) sehr gute Onboard-Sound-Lösungen. Es ist hier nicht mehr unbedingt notwendig auf eine Soundkarte zu setzen, allerdings haben viele Soundcodecs natürlich den Nachteil, dass sie das System belasten. Aufgrund der frühen Treiber macht es aber noch keinen Sinn, hierauf genauer zu schauen. Wir hoffen, dass sich der Trend fortschreibt und sich die Onboard-Soundlösungen weiter verbessern. Dann braucht man nur noch zu einer Soundkarte greifen, wenn man wirklich ein audiophiles System benötigt oder sich der Musik in sonstiger Weise besonders erfreut.

Kommen wir nun zu den "richtigen" Benchmarks, zum Leistungsvergleich.


Sisoft Sandra CPU Drystone ALU (Sisoftware)

Sisoft Sandra ist ein synthetischer Benchmark und aufgrund seiner leichten Anwendung und dem kompakten Download-Umfang ein recht beliebtes Tool zum Vergleich des PCs. Für Mainboard-Reviews wird dieser Benchmark oft verwendet, doch zeigt er dabei nur die genaue CPU-Frequenz in der Leistungsbeurteilung wieder - dort ist er also nur ein abschreckendes Beispiel. Recht sinnig ist er jedoch hier einsetzbar, auch wenn die Performance-Bewertung nichts mit der realen Performance eines CPUs zu tun hat, sondern eher einen Trend aufzeigt, denn die Berechnungen, die Sisoft Sandra anstellt, sind wirklich rudimentär.

Zunächst wollen wir die CPU-Benchmarks kurz ansehen :

Sisoft Sandra CPU Whetstone FPU

Sisoft Sandra MMX Integer

Sisoft Sandra MMX FP

Sisoft Sandra Memory Int

Sisoft Sandra Memory Float

Unser Kommentar :

In den ersten vier Benchmarks liegen alle Mainboards nahe beeinander, weil hier praktisch nur die CPU-Frequenz abgefragt wird. Man sieht demnach auch keinen Unterschied zwischen i925x und i915P/G oder DDR und DDR2. Interessanter wird es bei den Memory Integer- und Floating-Point-Werten. Hier liegt das ASUS aufgrund der Übertaktung vorne, aber selbst ohne die 2.2 Mhz mehr FSB dürfte es weiter vorne liegen, da der Abstand zum MSI-Motherboard schon recht groß ist. Die DDR2-Motherboards liegen hier leicht vorne, mit DDR liegen der Shuttle XPC und das Abit AG8 etwas hinter der Konkurrenz. Mit der integrierten Grafik schließlich wird die Speicherbandbreite ja auch noch für die Grafikkarte mitverwendet - und deshalb sinkt die Performance hier nochmal etwas.

PCMark 2004 - CPU (Futuremark)

PCMark 2004 ist der nächste Benchmark in unserer Sammlung. Dieser Benchmark ist die neuste Kreation aus dem Hause Madonion und prüft die Leistung von CPU und Speicher. Heruntergeladen werden kann dieser Benchmark in unserer Download-Area oder bei Futuremark. Enthalten sind zwei Tests - ein reiner CPU-Benchmark und ein sogenannter Memory-Test, der die Bandbreite des Systems messen soll. Als dritten Benchmark findet man einen Harddisk-Benchmark, der jedoch eine sehr hohe Messungenauigkeit besitzt und deshalb für Festplattentests nicht zu empfehlen ist. Der CPU-Test gibt hauptsächlich die Taktung wieder. Beim Memory-Test merkt man deutlich, wenn ein Prozessor einen größeren Cache besitzt.

PCMark 2004 Memory

Unser Kommentar :

Beim CPU-Test sind zunächst aufgrund der gleichen Taktung natürlich wieder fast keine Unterschiede auszumachen - dass das ASUS-Board hier mit 202.2 Mhz vorne steht, ist aber demnach auch kein Wunder. Im Memory-Test sehen die DDR-Boards hier besser aus, weil wir diese mit 2-2-2-5 betrieben haben, die DDR2-Boards sind deshalb nicht ganz so weit weg. Auch sind hier zumindest die Grandsdale-Boards etwas langsamer unterwegs - nur das MSI-Board kann das C925XCV von Intel schlagen.


Cinebench 2003 - Rendering 1 CPU (Maxon)

Cinebench ist ein Benchmark, der zur Performancemessung von Systemen für die Software Cinema 4D von Maxon entwickelt worden ist. 3D Modelling ist natürlich auf leistungsfähige CPUs angewiesen und so ist Cinema 4D auch SMP-fähig. Wir haben den Cinebench bislang auch für unsere Mainboard-Tests und für Dual-CPU-Tests verwendet, da er in diesem Bereich sehr gut ist und wir noch keinen vergleichbaren Benchmark im Portfolio hatten. Cinebench 2003 basiert auf CINEMA 4D R8 von Maxon, diese Version kann mit bis zu 16 Prozessoren umgehen. Einige typische Arbeitsvorgänge von Cinema 4D werden simuliert und über den Benchmark abgespult, dieser berechnet dann die Frames pro Sekunde.

Cinebench 2003 - Rendering 2 CPU (HT)

Cinebench 2003 C4D Shading

Cinebench 2003 OpenGL SW-L

Cinebench 2003 OpenGL HW-L

Unser Kommentar :

Beim Rendering liegen zunächst die Mainboards mit einem leicht höheren FSB vorne - hier ist CPU-Leistung gefragt. Die Boards bleiben auch bei den anderen Benchmarks nahe beieinander, erst beim OpenGL Hardware-Test machen sich die Bugs im Bios von den Boards von Abit und Shuttle bemerkbar, denn hier ist PCI-Express-Performance gefordert und die Leistung der Motherboards bricht ein. Das B1-Stepping ist noch nicht korrekt im Bios eingearbeitet.

Zurück liegen natürlich die Boards mit der integrierten Grafik in den Bereichen, wo die Grafikleistung zu tragen kommt - schlecht ist die Performance aber nicht, vor allen Dingen in den CPU-lastigen Tests.

KibriBench (Adept Development)

KibriBench ist ein 3D-Renderer - und deutlich CPU-belastend. Wir verwenden die Map 'City', die ziemlich leistungsfressend ist. Kribi ist SMP-fähig und somit kommt auch Hyperthreading hier zum Einsatz. Auch diesen Benchmark haben wir neu für unsere CPU-Tests entdeckt, auch er nutzt neue Technologien wie Hyperthreading aus.

Unser Kommentar :

Auch bei Kribi ist CPU-Performance wichtig - aus diesem Grund liegt das ASUS-Board hier auch vor dem Shuttle in Führung. Gut unterwegs ist das MSI 915P Neo2 Platinum, alle Boards liegen aber recht nahe beieinander.


SpecViewPerf 7.0 3DSMax (SPEC)

SpecViewPerf ist ein Benchmark der SPEC.org, er ist kostenlos und kann ebenfalls heruntergeladen werden, allerdings ist die 7.0er Version mit mehreren hundert MB doch ein ganz schöner Brocken. Was macht der Benchmark ?

quote:
The first benchmark released by the SPECopc group was SPECviewperf®, which measures the 3D rendering performance of systems running under OpenGL.

Unsere Grafikkarte ist nun aktuell und schnell, aus diesem Grund präsentieren wir jetzt wieder alle sechs Teilbereiche : 3DSMax-01, UGS-01, DRV-08, DX-07, Light-05 und Proe-1.

 

SpecViewPerf 7.0 DRV-08

SpecViewPerf 7.0 DX-07

SpecViewPerf 7.0 Light-05

SpecViewPerf 7.0 Proe-01

SpecViewPerf 7.0 UGS-01

Unser Kommentar :

Bei SpecViewPerf ist eine starke Trennung der Boards ersichtlich - auch hier können Abit und Shuttle nicht mithalten, weil das B1-Stepping im Bios noch nicht implementiert worden ist. Die Boards von Intel, MSI und ASUS sind diesbezüglich schon gerüstet und liegen vorne. Das ASUS-Board kann teilweise auch einen recht großen Vorsprung herausholen - mitverantwortlich ist dabei natürlich auch der hohe FSB.

Die integrierte Grafik lohnt es hier nicht zu betrachten - SpecViewPerf ist halt ein professioneller Benchmark, der letzte Teilbenchmark brach deshalb auch ab.


XMpeg 5.03 (XMpeg)

Xmpeg 5.0.3 ist ein Komprimierungs-Tool, welches mit DivX umgehen kann. Wir verwenden für diesen Test den neuen Codec 5.1.1 in der Version und komprimieren ein Video. Es wurde dabei eine ca. 200MB großte MPEG-2 Datei umgewandelt, wobei wir die Audio-Verarbeitung deaktivierten. Zwar zeigt das Programm die durschnittliche Frame-Zahl pro Sekunde an, wir dividieren aber die kompletten Frames durch die benötigte Zeit. Derartige Komprimierungen waren schon immer ein kräftiger Leistungstest für Prozessoren.

Unser Kommentar :

Ein sehr gutes Ergebnis für MSI und auch die beiden Abit-Boards liegen hier sehr gut. Hier ist weder die Speicherperformance noch die PCI-Express-Performance wichtig, aus diesem Grund können auch die Abit-Boards und der Shuttle-Barebone wieder gute Leistung zeigen.

TMPGEnc MPEG Encoder (TMPGEnc)

TMPGEnc ist der nächste Benchmark in unserem Test. TMPGEnc ist ein sehr guter Video-Encoder, der ebenfalls SMP-fähig ist und somit von Hyperthreading Gebrauch macht. Da TMPGEnc zunehmend verwendet wird, eignet er sich als guter Benchmark im Vergleich zu anderen ähnlichen Programmen, wie beispielsweise Flask Mpeg.

Achtung ! Weniger ist hier besser !

Unser Kommentar :

Alle Boards liegen gleich auf - die eine Sekunde Unterschied macht hier nicht die Welt, sondern liegt im Bereich der Meßgenauigkeit bei dem kleinen Demo-Video.

Lame mp3 Codec und CDex (Lame)

LAME ist ein weiteres Kompressionstool. Es handelt sich um einen freien mp3-Codec, den wir zusammen mit CDex zum Komprimieren einer CD verwenden. Wir komprimieren hier den Inhalt einer kompletten CD mit elf Songs zu mp3-Dateien mit einer Bitrate von 128 mbit. Interessant ist dabei, das zu Beginn des mp3-Booms dies noch lange dauerte - das Rippen der .wav-Dateien von der CD dauerte mit 4x oder 8x CD-ROM-Laufwerken eine Ewigkeit, anschließend war der Rechner eine Stunde mit dem Encodieren beschäftigt. Jetzt ist die CD in knapp zwei Minuten ausgelesen, während der Rechner bereits im Hintergrund die Dateien komprimiert. Schneller als die CD wieder ins Regal eingeordnet ist, hat man also die Dateien per USB 2.0 auf seinem mp3-Player :

Achtung ! Weniger ist hier besser !

Unser Kommentar :

Alle Boards liegen hier nahe beineinander - das AA8 und das P5AD2 liegen hingegen gut im Rennen.

WinRAR (RARLab)

WinACE und WinRAR sind neben WinZIP die weit verbreitesten Datei-Komprimierungsprogramme. WinZIP haben wir indirekt bereits mit Sysmark 2002 mitgetestet, hier wollen wir genauer auf die beiden Programme eingehen. Während WinRAR nach unseren Erfahrungen auf Pentium 4-Systemen - eventuell aufgrund von SSE2-Optimierungen - schneller ist, nutzt WinACE wohl keine derartigen Optimierungen, hier liegen Athlon XP und Pentium 4 immer näher zusammen. Wie sieht es hier aus ?

Achtung ! Weniger ist hier besser !

Unser Kommentar :

Vorne liegen hier das Abit AA8 DuraMax, das MSI 915P Neo2 Platinum, das ASUS P5AD2 Premium und der Shuttle SB81P XPC.

WinAce (WinAce)

Achtung ! Weniger ist hier besser !

 

Unser Kommentar :

Auch hier sind die vier Boards wieder ganz vorne mit dabei, das MSI kommt hier sogar noch auf das gleiche Niveau wie das mit 2.2 Mhz schneller getaktete ASUS-Board.


3DMark 2001 SE (Futuremark)

3DMark 2001 ist sicherlich einer der beliebtesten Benchmarks - nicht nur bietet das Gamers Headquarter von Futuremark auch eine tolle Vergleichsbasis, sondern es lassen sich mit diesem, eigentlich als Grafikkarten-Benchmark konzipierten Programm auch recht gut Performance-Vergleiche anstellen. Je nach Auflösung erreicht man dabei eher eine Grafikkarten-Auslastung oder eine CPU-Auslastung - aus diesem Grund haben wir den Benchmark auch mit 1024x786 durchgeführt, das reicht bei unserer X600XT um zu zeigen, wo ein stärkerer CPU mehr Leistung bringen kann.

Unser Kommentar :

Das ASUS-Board fällt hier etwas aus dem Rahmen und zeigt aufgrund der höheren FSB-Einstellung eine etwas überdurchschnittliche Leistung. Da der Abstand aber dermaßen groß ist, sollte es sich auch auf den forderen Plätzen bei einem normalen FSB einfinden. Das Intel D925XCV und das MSI 915P Neo2 Platinum gefallen hier wiederrum.

3DMark 2003 (Futuremark)

3DMark 2003 kennt auch jeder - nur ist das Programm leicht in den Verruf gekommen, weil die Grafikkartenhersteller hier gerne etwas 'optimiert' haben. Für unsere CPU-Tests ist das allerdings nicht erheblich, da wir immer bei demselben Treiber und derselben Grafikkarte bleiben. Aus diesem Grund können wir 3DMark 2003 für den Vergleich recht gut einsetzen, auch wenn die Unterschiede recht gering sind - die Grafikkarte trägt hier die Hauptlast.

Unser Kommentar :

Praktisch dasselbe Ergebnis - auch hier dominiert das ASUS-Board ein wenig aufgrund des höheren FSBs. MSI und Intel scheinen sehr gute Leistung zu liefern.

Aquamark 3 Score (Massive Development)

Aquamark 3 ist ein leistungsfähiger Test für Grafikkarten, aber auch bei ihm sieht man einen Effekt bei einer schnellen CPU. Wir verwenden die kostenlose Version, die man unter obigem Link herunterladen kann. Die Score ist dabei ähnlich wie bei den Benchmarks von Futuremark auch online vergleichbar mit anderen Systemen.

Unser Kommentar :

Auch hier ist wieder das ASUS-Board vorne, aber es macht sich hier wieder die PCI-Express-Performance bemerkbar. So liegen die Abit-Boards und der XPC hinten, das MSI 915P Neo2 Platinum kann eine sehr gute Leistung erreichen und platziert sich vor den Intel-Boards.

Codecreatures 1024x786 (Codecult)

Auch Codecreatures ist ein Benchmark für Grafikkarten - und dabei sogar ein recht anspruchsvoller. Ursprünglich wollten wir diesen Benchmark in den Reviews nur dazu verwenden, um aufzuzeigen, wo die CPU- und Chipsatzhersteller noch etwas verbessern könnten und wo eher eine neue Grafikkarte angebracht ist. Aus diesem Grund handeln wir Codecreatures auch recht schnell mit nur einer Auflösung (1024x786) ab, die zeigt, das hier unsere Geforce 6800 zwar gute Werte bringt, aber die Frameraten immer noch sehr niedrig sind.

Unser Kommentar :

Auch hier ist wieder das ASUS-Board vorne, hier sogar deutlich, weil Codecreatures auch auf CPU-Frequenz sehr gut reagiert. Die restlichen Boards liegen aufgrund der Grafikkarten- und CPU-Limitierung praktisch gleich auf.


Quake 3 Arena 640x480 (ID Software)

Als nächstes werfen wir einen Blick auf Quake 3 Arena. Quake 3 Arena ist schon ein Klassiker im Bereich der Benchmarks, deshalb setzen wir ihn auch weiterhin ein, haben ihn für unsere CPU-Tests aber erst jetzt wieder aus dem Archiv geholt. Die Demo 001 wird in der Konsole mit dem Befehl 'timedemo 1' und 'demo demo001' aktiviert, den Benchmark haben wir bei 640x480 mit 16 bit laufen lassen, um die CPU am meisten zu fordern. Hier sehen wir die Ergebnisse :

Unser Kommentar :

CPU-Frequenz und ein höherer FSB macht auch hier eine Menge, deshalb ist das ASUS-Board auch hier wieder vorne. Es wird wieder einmal verfolgt vom Abit AA8 DuraMax und vom MSI 915P Neo2 Platinum.

Return to Castle Wolfenstein 640x480 (Activision)

Return to Castle Wolfenstein basiert auf der Quake 3-Engine, ist aber ungleich anspruchsvoller. Getestet wurde nach den 3DCenter-Regeln für dieses Spiel und mit der dort beschriebenen Time-Demo Checkpoint durchgeführt. Dieser Link führt zur besagten Time-Demo bei 3DCenter, das Spiel muß man sich jedoch selbst besorgen, denn eine Demo ist im Internet leider nicht verfügbar.

Unser Kommentar :

Dasselbe Ergebnis hier, nur quetscht sich hier der auch immer gut liegende Shuttle XPC noch vor das MSI.


UT2003 Flyby 640x480 (Epic)

Unreal Tournament 2003 ist als Demo verfügbar, in die eine Benchmark-Funktion eingebaut ist. Ein Skript testet bei verschiedenen Auflösungen, es gibt eine Flyby-Demo und ein Botmatch, die die Leistungsfähigkeit des Systems für die Vollversion zeigen soll. Hier die Ergebnisse bei 640x480 mit 16 bit, denn auch hier wollen wir natürlich die Belastung auf die CPU verlagern :

UT2003 Botmatch 640x480

Unreal Tournament 2004 - Flyby 1024x786 (Epic)

Etwas hungriger bezüglich der Grafikkartenleistung ist UT2004 - aber in einigen Bereichen limitiert auch die CPU, weshalb sich auch dieser Benchmark perfekt für das Messen der CPU-Performance eignet. Wir haben den Benchmark wie immer mit niedriger Auflösung getestet.

Unreal Tournament 2004 - Assault 1024x786

Unser Kommentar :

Bei den Unreal-Benchmarks sind die Abit-Boards immer sehr gut unterwegs, auch der Shuttle XPC sieht hier gut aus. Das Abit-Board ist vor allen Dingen in den CPU-lastigen Botmatch-Benchmarks deutlich vorne.


Comanche 4 640x480 (Novalogic)

Comanche 4 ist für Auflösungen von 1024x786 durchaus noch als CPU-Benchmark zu gebrauchen, bei höheren Auflösungen limitiert jedoch die Grafikkarte. Der Benchmark nutzt viele Pixel- und Vertexshader, allerdings wird neben einer hervorragenden Grafikkarte auch ein starker CPU benötigt. Das Spiel basiert auf DirectX 8 und ist in der Demo zum Downloaden erhältlich. Die Demo besitzt einen integrierten Benchmark, hier kann man also vor dem Kauf auch feststellen, ob das Spiel auf dem gewünschten PC ruckelfrei läuft. Wir verwenden ihn zur Leistungsmessung.

Unser Kommentar :

Auch in diesem CPU-lastigen Benchmark liegt das ASUS-Board aufgrund des höheren FSBs vorne. Das Abit AA8 DuraMax und der Shuttle SB81P XPC liegen direkt dahinter.

Serious Sam 640x480 (Croteam)

Serious Sam ist auch neu bei unseren CPU-Tests - das Game ist hinreichend bekannt, wir verwenden die integrierte Benchmark-Funktion, natürlich mit 640x480 und niedrigsten Settings, um die Grafikkarte möglichst nicht zu belasten und die CPU zu fordern. Hier das Ergebnis :

Unser Kommentar :

Bei Serious Sam spielt das MSI 915P Neo2 Platinum wieder vorne mit, aber es muß sich auch hier deutlich vom ASUS geschlagen geben, das wieder einmal vom FSB profitiert. Das AG8 landet auf einem guten dritten Platz zusammen mit dem AA8 DuraMax.

DroneZMark 640x480 (Zetha Games)

DroneZMark liefert nur mit einer starken Grafikkarte eindeutige Werte für einen CPU-Test - mit einer GeForce 6800 GT ist dies jedoch kein Problem. So haben wir hier ziemlich eindeutige Werte, DroneZ reagiert allerdings sehr gerne auch auf einen großen Cache, wie man in unseren bisherigen Tests sehen konnte.

Unser Kommentar :

Hier führt einmal das AA8 DuraMax vor dem ASUS P5AD2 Premium, welches trotz höherem FSB hier nicht den Sieg erringen kann. Sehr gut sieht auch wieder das MSI 915P Neo2 Platinum aus.

X2 The Thread - 640x480 (Egosoft)

X2 ist ein Weltraum-Egoshooter, der auch in einer Demoversion zum Herunterladen existiert, die wir hier für diesen Test verwenden. Die Software wird von uns in einer niedrigen Auflösung getestet, da das Spiel bei höheren Auflösungen beginnt, grafikkartenlastig zu werden.

Unser Kommentar :

Bei X2 macht sich wieder ein wenig die PCI-Express-Performance bemerkbar, so liegen der Shuttle XPC und die Abit-Boards wieder einmal weiter hinten. Das ASUS-Board ist wieder deutlich vorne. Gut sind hier aufgrund des B1-Fixes natürlich im Umkehrschluß die Intel-Boards und das MSI 915P Neo2 Platinum.


FarCry Pier 800x600 (Crytek)

FarCry ist wohl das Spiel des Jahres 2004 und ein Grund, sich mal wieder einen neuen PC zu leisten. Das Spiel ist sowohl stark Grafikkarten-lastig bei höheren Auflösungen und hohen Details, aber es existiert auch eine sehr hohe CPU-Belastung, gerade bei niedrigeren Auflösungen ohne viele Details. Wir verwenden deshalb den Benchmark mit Standard-Settings und unterschiedlichen Auflösungen.

Farcry Pier 1024x786

Farcry Pier 1280x1024

Farcry Pier 1600x1200

Unser Kommentar :

FarCry ist CPU-lastig bei einer guten Grafikkarte, teilweise sogar bis in höhere Auflösungen. Bei uns beginnt die Grafikkarte erst bei 1280x1024 zu limitieren, vorher ist deutlich eine CPU-Last zu sehen. Allerdings bleibt diese auch bei höheren Auflösungen noch bestehen - und deshalb kann sich das ASUS-Board hier Dank 2.2 Mhz mehr wieder deutlich absetzen. Allerdings ist der Vorsprung teilweise knapp drei bis vier Prozent - es hätte also auch ohne diese Ausdehnung des FSBs wahrscheinlich wieder vorne gelegen.

Die restlichen Boards können eigentlich alle recht gute Leistungsdaten erzielen, wobei man die Reihenfolge hier nicht sehr eng nehmen darf, da aufgrund der KI von FarCry bei mehreren Durchläufen immer leicht andere fps-Zahlen herauskommen.


Sieben Mainboards hatten wir im Test - mit i925x-Chipsatz, mit i915P-Chipsatz und mit i915G-Chipsatz. Weiterhin hatten sie DDR oder DDR2 und die unterschiedlichsten weiteren Features und Optionen. Erkennen konnte man aus den Tests, das die LGA775-Motherboards noch am Anfang der Entwicklung stehen. Einige Fixes im Bios fehlen noch, des Weiteren basteln einige Hersteller noch an einer Fixierung oder Herabsenkung des PCI-Express-Bustaktes bei höheren FSB-Takten und einer Lösung des Serial ATA-Problems über 260 Mhz. Auch werden einige Mainboards, die wir heute praktisch noch vor der Verfügbarkeit am Markt getestet haben, noch eine andere Revision erhalten, wie beispielsweise das Shuttle SB81P. Aber : Trotz kleineren Problemen liefen alle Mainboards in unseren Tests hervorragend stabil, es gab keinerlei Kompatibilitätsprobleme und selbst in diesem frühen Stadium lief jeder DDR2- und DDR-Speicherriegel, der uns vorlag, perfekt.

Sicherlich haben wir auch noch nicht das Ende der Fahnenstange bei der Performance erlebt. Im Moment sind in einigen Benchmarks die DDR2-Boards etwas schneller - viel jedoch in unseren Benchmarks nicht, da wir DDR400 mit 2-2-2-5 getestet haben. Zwar waren auch die DDR2-Boards mit 3-3-3-8 und DDR2-533 unterwegs, aber man kann sehen, was Latenzzeiten ausmachen, wenn man sich das Intel D915GUX ansieht, welches wir mit 4-4-4-12 getestet haben und welches in vielen Benchmarks so hinter den DDR-400-Boards lag. Generell kann man aber nicht sagen, dass DDR-400 mit DDR2-533 mithalten kann, das kommt auf den betrachteten Fall an. Bei der GMA900, die wir einmal mit DDR400 und einmal mit DDR2-533 getestet haben, brachte DDR2 aber wirklich gar nichts - trotz theoretischer Überlegungen, dass ja mehr Bandbreite für den Grafikkern zur Verfügung steht. Die Unterschiede waren marginal, über die meisten Benchmarks lag sogar das DDR-400-System in Führung.

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Kommen wir nun zu einer einzelnen Wertung für jedes Mainboard :

ASUS P5AD2 Premium :

Das ASUS-Board ist ein Mainboard der Superlative. Zwei Gigabit Ethernet-Controller, dabei beide über PCI-Express angebunden, 800mbit/s Firewire, USB 2.0, 8 Serial ATA-Ports, die alle im Raid betrieben werden können, ein zusätzlicher ATA/133-Controller und ein guter 7.1-Kanal-Digitalsound sowie ein IEEE802.11b/g-Wireless LAN. Mehr geht auf einem Board nicht und mehr geht auch nicht in den Lieferumfang eines Boards - das Paket ist bis oben hin vollgepfropft. Das Bios ist zwar noch nicht 100%ig ok, aber eines der Feature-reichsten hier im Test und ASUS ist bekannt dafür, dass man immer wieder etwas verbessert. Auch beim Overclocking ist dieses Board aktuell die Nr. 1 zusammen mit dem AA8 DuraMax, es macht aber insgesamt bei sehr hohen Frequenzen den besseren Eindruck.

Kritik müssen wir aber auch los werden - zum einen am angesprochenen FSB, der mit 202.2 Mhz zu hoch ist. Hier sollte man dem User die Möglichkeit geben, den Turbo-Gang zu deaktivieren, wenn er diesen nicht möchte. Zum zweiten funktioniert DDR600 noch nicht - das könnte das Board weiter beschleunigen, wenn ASUS dies tatsächlich implementieren kann.

Preis : Ab ca. 250 Euro.

Die Frage stellt sich hier, ob wir trotz der kleinen Fehlerchen einen Award vergeben, denn wir nehmen an, das ASUS die kleinen Bios-Probleme noch behebt. Wir meinen, dass ein Award sicherlich aufgrund der Fülle an Features, des guten Overclocking-Ergebnisses und aufgrund des Lieferumfangs gerechtfertigt ist und hier auch der Preis nicht zu hoch ist, wenn man die Features wirklich benötigt. Demnach vergeben wir einen Award mit der Bitte an ASUS, in Zukunft eine Möglichkeit zum Testen bei 200.00 Mhz zu schaffen... Herzlichen Glückwunsch !

Abit AA8 DuraMax :

Abit hat mit dem AA8 DuraMax ein gutes i925x-Board gebaut und gute Features integriert - aber nicht konsequent zu Ende gedacht. Einen PCI Gigabit-Ethernet-Controller zu verwenden, wenn man einen PCI-Express-Chip hätte verbauen können, ist bei einem High-End-Board eigentlich nicht perfekt. Weiterhin fehlt uns ein zusätzlicher ATA/133-Controller - aber diesen Vorwurf muß man eigentlich Intel machen und nicht Abit. Durchschnittlich ist auch der Onboard-Sound und schließlich fehlt noch der Fix für das B1-Stepping im Bios, damit das Board auch in den Benchmarks noch ein wenig zulegt.

Dort hat es sehr gut gelegen - trotz sicherlich leichtem Ausbremsen. Positiv zu erwähnen ist auch die sonstige Ausstattung - Firewire, USB 2.0, Serial ATA Raid plus den genannten Onboard-Sound und der PCI-Gigabit Ethernet Controller. Hinzu kommen gute Overclocking-Features, die auch schon funktionieren, allerdings schwankt der FSB bei hohen Taktfrequenzen bedenklich. Die Stabilität und Kompatibilität und auch der Rest des Bios ist hingegen wieder hervorragend.

Preis : Ab ca. 150 Euro.

Einen Award können wir leider nicht vergeben - zum einen aufgrund des PCI Gigabit Ethernet Controllers, zum anderen aufgrund den kleineren Fehlern im Bios und des mäßigen Onboard-Sounds. Vielleicht kann Abit dies ja recht schnell beheben, denn der Preis des Boards ist für den Overclocker sicherlich verlockend.

Abit AG8 :

Das AG8 gleicht dem AA8 auf dem ersten Blick - aber es gibt einige Unterschiede. Das Board kommt mit einem hervorragenden Sound, kann trotz DDR-400 mit guter Performance auftrumpfen und hängt nur in den Benchmarks hinterher, wo auch das B1-Stepping aufgrund des Bios einen Strich durch die Rechnung macht. Beim Overclocking schnitt das Board bei uns auch noch nicht gut ab, hier wird es sich Abit aber nicht nehmen lassen, in einer der nächsten Bios-Versionen noch einmal Gas zu geben. Wir werden dann entsprechend nachtesten.

Dasselbe gilt natürlich hier für den PCI Gigabit Ethernet Controller - das hätte besser gelöst werden können. Die Kompatibilität, die Stabilität und Teile des Bios waren schon sehr gut, hier kann Abit drauf aufbauen. Ansonsten gefällt das AG8 vor allen Dingen aufgrund der kompletten Ausstattung, auch wenn man hier ebenfalls noch ATA/133-Schnitttstellen vermissen könnte.

Preis : Ab ca. 140 Euro.

Auch hier können wir leider keinen Award vergeben, auch wenn wir sicher sind, das Abit das B1-Problem in den Griff bekommt und das AG8 für ein sehr gutes Motherboard halten - gerade aufgrund des guten Onboard-Sounds. Wir hätten uns einen Gigabit Ethernet-Controller gewünscht, der auf PCI-Express-Basis aufbaut - vergleicht man das Board dann vom Lieferumfang beispielsweise mit dem MSI, so ist dieses attraktiver.

Intel D925XCV :

Ein typisches Intel-Board : PCI-Express Gigabit Ethernet Controller, HD-Audio-Codec, Serial ATA Raid, Firewire. So muß ein High-End-Board aussehen, aber im Vergleich zu anderen geht uns auch dies nicht weit genug. Hier fehlt der ATA/133-Controller, den Intel natürlich nicht mit liefert, weil man ihn ja gerade aus der ICH6R gestrichen hat und für nicht mehr notwendig erachtet. Auch ist der Sound leider nicht nach unserem Geschmack - die Features waren zwar gut, die Qualität aber leider nicht.

Das Bios ist zwar sehr gut, aber vom Aufbau etwas wirr. Vom Overclocking darf man bei dem Mainboard trotz Intel Desktop Control Center nichts erwarten, aber von der Kompatibilität und Stabilität, die wie immer bei Intel-Motherboards perfekt ist. Das geht allerdings auch auf Kosten der Performance - das Board hängt zwar nicht hinter den anderen zurück, befindet sich aber selten im vorderen Bereich.

Preis : Ab ca. 160 Euro.

Auch hier reicht es nicht für eine Auszeichnung. Das Board ist zwar von hoher Qualität, aber im Vergleich schneidet das MSI deutlich besser ab, ist fixer und bietet mehr Optionen als das Intel-Flagschiff.

Intel D915GUX :

Das Intel D915GUX ist das ideale Office-Board. Integrierte Grafik, die trotzdem noch recht flott ist, ein sehr guter Onboard-Sound, dazu ein 10/100mbit Ethernet, Serial ATA und USB 2.0. Mehr braucht man nicht. Vom Hocker haut einen das Board natürlich auch nicht, das ist klar - dafür fehlt dem MicroATX-Board der Platz und die Zielgruppe ist auch nicht der High-End-Freak. Das Bios, die Kompatibilität und Stabilität ist allerdings vorbildlich und klasse.

Etwas mehr hätten wir uns von der GMA900 in Verbindung mit DDR2 erhofft - aber im Vergleich zum Shuttle SB81P brachte DDR2 hier keine bessere Grafikperformance. Ohne Grafik gilt dasselbe wie für das Intel D925XCV - es liegt nicht in der Spitzengruppe, beim D915GUX ist es aber leider auch so, dass es oft die rote Laterne hat, weil wir keine Speicherlatenzzeiten unter 4-4-4-12 einstellen konnten.

Preis : Ab ca. 125 Euro.

Als Büro-Motherboard 1a, aber für einen Award natürlich nicht unsere Wahl. Auch hier loben wir die Qualität, aber der Zielmarkt dieses Boards ist wohl eher der OEM-Bereich.

Shuttle SB81P :

Der XPC wird sicherlich seine Fans finden - eine komplette Ausstattung, ein tolles Aussehen und ein guter Aufbau. Gerade das neue Gehäuse kann gefallen, hier hat Shuttle sowohl vom Aufbau wie auch von der Montage her einen Fortschritt gemacht. Das neue 350W-Netzteil kann auch überzeugen, die Belüftung noch nicht ganz - gerade wenn der seitliche Lüfter gegen die Seitenwand bläst, wird das System etwas heiss. Das passiert aber nur bei extrem schnell getakteten Prozessoren - für den Wohnzimmer-Rechner reicht ein kleinerer und dann ist der XPC auch schick ruhig.

Der Chipsatz in Verbindung mit DDR400 läuft erstaunlich gut - teilweise kann sich der SB81P sogar in die Spitzengruppe von der Performance vorarbeiten. Es fehlt hier auch noch der B1-Fix und die Möglichkeit zum Übertakten, aber Shuttle ist hier auch noch am Anfang, es werden noch einige Bios-Versionen kommen und dann wird sicherlich auch die Performance noch einmal ein Stückchen besser. Die Kompatibilität und Stabilität war hingegen schon klasse, der Onboard-Sound qualitativ aber nur im Mittelfeld.

Gut sind hingegen die Features, die das Board mitbringt - sogar einen PCI-Express Gigabit Ethernet Controller hat man dem kleinen Zwerg spendiert. Schaut man über die Bios-Probleme hinweg, so hat Shuttle hier wieder einen richtigen Renner im Angebot.

Preis : Ab ca. 420 Euro.

Award ja oder nein ? Der SB81P muß sicherlich noch ein wenig reifen, aber mit einer oder zwei neuen Bios-Versionen sieht es schon ganz anders aus. Aufgrund der tollen Features müsste man eigentlich sofort einen Award zücken, aber bei 420 Euro kommt man schon ins Grübeln. Ein Mainboard + Kühlkörper + Gehäuse + Netzteil darf eigentlich nicht mehr als 350 Euro kosten. Den Award bekommt der XPC, aber wir hoffen, dass er in den nächsten Wochen mit einer besseren Verfügbarkeit noch etwas im Preis sinkt.

MSI 915P Neo2 Platinum :

Auch hier finden wir ein hervorragend ausgestattetes Board vor - mit dem i915P-Chipsatz kommt es zudem auch noch auf eine sehr gute Performance. Die ICH6R mit Serial ATA Raid, ein Gigabit Ethernet Controller, der über PCI-Express angeschlossen ist, ein Onboard 7.1-Sound, ein Firewire-Controller, ein zusätzlicher ATA/133-Controller und Serial ATA Raid machen das Board zu einer sehr guten Platine. Weitere Merkmale sind ein praktisch perfekter Lieferumfang. Den Onboard-Sound konnten wir leider nicht testen - warum auch immer.

Das Bios ist schon recht rund, allerdings hat MSI bislang noch keinen Weg gefunden, den PCI-Express-Takt zu stabilisieren, damit auch das Overclocking auf dem schicken Board zum Vergnügen wird. Die Kompatibilität und die Stabilität des Boards war sehr gut im Test und aufgrund der immer recht hohen Performance könnte sich das Board bald zum Geheimtipp entwickeln.

Preis : Ab ca. 150 Euro, auch als Bundle erhältlich mit 2x256 MB DDR2-533, dann ab 280 Euro.

MSI muß eigentlich nur noch das Overclocking-Problem in den Griff bekommen - denn ansonsten ist das Mainboard sowohl vom Preis/Leistungsverhältnis aufgrund der Features und des guten Lieferumfangs sowie der guten Kompatibilität und Stabilität perfekt. Eine gute Performance kommt oben drauf, mit einer neuen Bios-Version sieht vielleicht das Übertakten auch schon ganz anders aus. Aus diesem Grund gibt es schon jetzt unseren Award :

Insgesamt zeigen die ersten sieben Sockel 775-Produkte, wohin der Weg geht - das nächste Roundup mit weiteren Sockel 775-Motherboards ist aber schon in Arbeit...

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