Abit AV8 im Test

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Mit dem Sockel 939 hat AMD eine neue Ära eingeleitet und die beiden Chipsatzhersteller nVidia und VIA haben auch gleich dazu die passenden Chipsätze geliefert. In einem ersten Review haben wir das ASUS A8V gegen das VIA Referenzboard für den VIA K8T800 Pro antreten lassen und wollen wir einen Blick auf ein weiteres VIA Board aus dem Hause Abit werfen. Für den Sockel 754 hatten wir insgesamt 18 Mainboards im Test, für den Sockel 939 planen wir eine ähnlich umfangreiche Berichterstattung, die nun mit dem Abit AV8 fortgesetzt wird. Wie sich das potenzielle Overclocking Sockel 939 Mainboard schlägt, ist im folgenden Review nachzulesen.

Abit ist besonders bei Overclockern und Hardware-Enthusiasten bekannt und beliebt und hatte mit seinen Athlon XP und Pentium 4-Mainboards auch recht großen Erfolg. Mit dem Abit AV8 versucht man diesen Erfolg nun auch auf AMD 64Bit Systeme bzw. den Sockel 939 zu übertragen. Abits Produktpalette reicht von den schon erwähnten Mainboards bis hin zu Grafikkarten und dem DigiIce Barebone, den wir schon im Test hatten. Eine komplette Übersicht über alle Mainboards und deren Features findet man auf der Abit Webseite - und natürlich auch in unserer Marktübersicht PerfectBoard.

Das AV8 muss jedoch nicht unbedingt in einem Rechner unterkommen, welcher zum Overclocking verwendet wird. Mit einem passiven Northbridgekühler unterscheidet es sich ganz bedeutend vom lärmenden Vor-Vorgänger KV8-Max3, welches mit der OTES-Kühlung einen recht hohen Lärmpegel erreichte. Mit reichlichen Onboard-Features ist das Board auch in einem multimedialen PC gut einsetzbar.

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Klar zu erkennen sind die typischen Abit Merkmale. Das PCB zeigt sich im dezenten orange, die wichtigsten Anschlüsse und Steckplätze sind weiß und der Chipsatzkühler und die IDE Anschlüsse präsentieren sich in einem Türkis. Da unser Review sich aber nur in einem sehr geringen Anteil auf Äußerlichkeiten bezieht, wollen wir uns im Folgenden auf die inneren Merkmale konzentrieren.

Abit AV8
Chipsatz
VIA K8T800 Pro
AGP / PCI / Wi-Fi
1 (AGP 3.0 8x) / 5 / 0
Speicher
4x DDR-SDRAM PC2100 / PC2700 / PC3200,
Dual-Channel, bis zu 4 GB
Onboard Sound
Ja, Realtek AC'97
Onboard USB 2.0
Ja, integriert
Onboard Lan (Chip)
Ja, 10/100/1000 MBit Ethernet
Onboard-Serial ATA
Ja, 2x S-ATA150
Onboard-Firewire
Ja
Bustakte
200 bis 300 Mhz in 1 Mhz-Schritten
SDRAM / DDR-SDRAM Frequenz
100, 133, 166, 200 Mhz
VCore, VAGP, VDimm
Ja, Ja, Ja
Maximal erreichter Bustakt
siehe Text

Das Abit kommt mit fast allem daher, was das User-Herz wünscht. Gigabit LAN, Serial ATA, USB2.0 und AC97-Sound machen das Board auf alle Fälle fit für den Kampf. Doch vor allem die Einstellbarkeit von VCore und VDIMM lassen hoffen, dass das Board auch in Bezug auf Overclocking gut abschneiden wird, aber hierzu später mehr. Im Gegensatz zum Sockel 754 Vorgänger KV8 Pro hat man aber dieses mal auch FireWire in die Ausstattungsliste hinzu gepackt.

Werfen wir einfach einen Blick in die Verpackung und den Lieferumfang :

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Stichpunktartig führen wir im folgenden auf, was Abit alles in die Verpackung seines AV8 legt :

Fast alles nötige und vorstellbare liegt bei. Vom Standard-Flachbandkabel bis hin zu allen Erweiterungsblenden und weiteren Kabeln. Zwar setzen bereits einige Hersteller bei den ATA/133 Kabeln auf die gerundete Ausführung, was dann den Einbau und die Durchlüftung des Gehäuses vereinfacht, dennoch kann man mit dem Abit Lieferumfang mehr als zufrieden sein. Leider vermissen wir dieses mal einen Serial-ATA Stromadapter, der eigentlich noch zum Lieferumfang gehören sollte, nicht jedes Netzteil verfügt über die entsprechende Anschlussmöglichkeit. Auch ein zweites ATA/133-Kabel wäre noch nett gewesen.

Schaut man zusätzlich auf die ATX-Blende, so sieht man, dass insgesamt 4 USB 2.0-Ports und sämtliche digitalen und analogen Anschlüsse für den Sound nutzbar sind sowie der RJ45 Stecker für das Gigabit LAN und den FireWire Anschluss. Auf die zahlreichen Sound Anschlussmöglichkeiten gehen wir später noch genauer ein. Mit der USB- und Firewire-Slotblende wird das ganze dann auf drei Firewireports und sechs USB 2.0-Ports aufgestockt.

Auf der nächsten Seite wollen wir uns nun zunächst dem neuen VIA-Chipsatz annehmen und auch einen Ausblick geben auf die anstehenden Updates bei der Southbridge.


Im Gegensatz zur Konkurenz aus dem Hause nVidia ist das Angebot bei VIA für die AMD Athlon 64 Prozessoren recht überschaubar. Den Anfang machte der VIA K8T800, der nun durch den VIA K8T800 Pro ersetzt wird. Alle noch kommenden Sockel 754 Mainboards werden wohl auf den neuen Chipsatz basieren und der Vogänger K8T800 wird wohl auslaufen. Die neuen Sockel 939-Mainboards werden ausschließlich auf diesem Sockel aufbauen, denn sie benötigen zwingend den 1 Ghz Hypertransport Bus.

Der VIA K8T800 Pro

Mit den Vorgängermodellen K8T800, dem K8M800 und dem K8N800 hat VIA ein starkes Team ins Rennen geschickt und möchte damit nicht nur den Desktop, sondern auch den Server- und Workstation Markt erobern. Da sowohl der hier im Test befindliche K8T800 Pro als auch der K8T800 und der K8M800 für den Mainstream konzipiert wurden, sind alle Chipsätze Pin-kompatibel gestaltet wurden. Für die Mainboardhersteller bedeutet dies eine enorme Erleichterung, da somit Platinen mit dem gleichen Layout mit verschiedenen Chipsätzen ausgestattet werden können.

Die alt bewährte Dual-Chip Lösung - K8T800 Pro + VT8237

Viele Kritiker meinen, dass bei Chipsätzen Dual-Chip-Lösungen mit den Jahren überholt worden und mittlerweile nicht mehr zeitgemäß sind. Zwei Chips kosten mehr als ein einzelner - leisten aber keineswegs mehr. VIA ist da anderer Meinung und setzt auf die alt bewährte Lösung in Form von zwei Chips - der North- und Southbridge, welche gemeinsam den Chipsatz bilden. Der Vorteil : Über eine einheitliche Anbindung kann die entwickelte Southbridge für viele Chipsätze genutzt werden. Das spart enorme Entwicklungskosten. Als Northbridge ist im K8T800 Pro die VT8385 vorgesehen, welche zusammen mit der VT8237 Southbridge ein schlagkräftiges Argument gegen die Konkurrenz von nVidia bilden soll. Die Southbridge ist bereits vom VIA KT400 bekannt und hat sich dank ihrer großen Feature-Kapazität bewährt, wird aber wohl im 3. Quartal von der VT8251 (ehemals VT8239) ersetzt werden. Neben Serial-ATA gehört auch das passende Raid 0 und 1 zu den implementierten Fähigkeiten, welche durch acht USB2.0 Ports sowie die optionalen Features Gigabit LAN und Sound komplettiert werden.

Features der zukünftigen VT8251-Southbridge :

  • 2x PCI-Express x1-Slots
  • 4x Serial ATA-Ports mit Raid 0, 1, 0+1-Fähigkeit
  • 2x UltraATA/133-Kanäle
  • 8x USB 2.0
  • Gigabit Ethernet
  • VIA 7.1 Sound

Gerade aufgrund des kompatiblen V-Links ist es den Herstellern möglich, die K8T800 Pro-Northbridge auch mit der neuen Southbridge einzusetzen. Gerade die zusätzlichen Serial ATA-Ports und die beiden PCI-Express-Slots werden hier sicherlich viele Hersteller dazu animieren, ihren Boards ein entsprechendes Update zu verpassen.

Schneller HyperTransport-Link

Eine der wenigen großen Änderungen ist der auf 1000 MHz erhöhte HyperTransport Link. Die CPU kann nun über den HyperTransport Link im Fullduplex-Modus bis zu 8 GB/s von und zum restlichen System transportieren. Ausserdem bietet er auch die Fixierung von PCI und AGP Takt. Nach ersten Informationen der Mainboardhersteller soll aber gerade der PCI-Fix noch deutliche Probleme mit dem K8T800 Pro verursachen und ist deshalb auf den meisten Mainboards noch nicht aktiviert.

Aus der zusätzlichen Bandbreite sollte ein Plus an Performance für die CPU und speicherintensive Geschäftsanwendungen sowie für anspruchvollsten 3D- und Digitalmedien-Anwendungen von heute resultieren. Durch die Unterstützung von ungepuffertem Dual-Channel DDR400-SDRAM wird zusätzlich die Performance von Systemen mit den neuen Prozessoren AMD Athlon 3500+ und 3800+ verbessert. In der Realität zeigen sich nur geringe Vorteile, für die Zukunft macht gerade mit einem PCI-Express x16-Interface der schnellere HT-Link einen Sinn, denn alleine dieses Interface überträgt bereits knapp 4 GB/s in beide Richtungen.

Der V-Link-Kanal - Ein Engpass ?!?

Sicherlich auch kein Engpass mehr ist der V-Link, der nun nicht mehr mit 533 MB/s angebunden ist, sondern sogar als Ultra V-Link bis zu 1066MB/s zwischen North- und Southbridge übertragen kann. Selbst mit der neuen VT8251-Southbridge sollte diese Bandbreite ausreichen, denn die beiden x1-PCI-Express-Slots und die vier Serial ATA-Ports verbrauchen als Haupt-Traffic-Verursacher unter voller Last genau diese Bandbreite. In der Realität wird aber keine Festplatte auf die möglichen 150 MB/s kommen und keine PCI-Express-Karte wird die 250 MB/s tatsächlich voll ausschöpfen können. Aus diesem Grund ist VIA auch hier gewappnet für die Zukunft. Aktuell läuft der V-Link mit der VT8237 natürlich noch auf 533 MB/s, denn die aktuelle Southbridge unterstützt die schneller Verbindung noch nicht.

Mit dem Chipsatz ist die Theorie nun abgeschlossen und wir können zu einem etwas anschaulicheren Teil kommen, der Betrachtung des Layouts sowie der Ausstattung des Abit AV8.

Wie bei unseren anderen Testkandidaten durchforsten wir natürlich auch diesmal als erstes das Handbuch nach der Tabelle, in der die Interrupt-Aufteilungen dargestellt werden. Einige Hersteller geben an, welche Ressource er für welche Komponente vergeben hat. Bereits im KV8 Pro Handbuch konnte wir eine entsprechende Tabelle entdecken und auch beim AV8 hat man nicht darauf verzichtet :

INT-Request-Tabelle Handbuch

AGP
LAN
PCI-1
PCI-2
PCI-3
PCI-4
PCI-5
Serial-ATA
PIRQ_0
INT A
-
INT A
INT D
INT C
INT B
-
-
PIRQ_1
INT B
-
INT B
INT A
INT D
INT C
-
-
PIRQ_2
-
-
INT C
INT B
INT A
INT D
-
-
PIRQ_3
-
-
INT D
INT C
INT B
INT A
-
-
PIRQ_4
-
-
-
-
-
-
INT A
-
PIRQ_5
-
-
-
-
-
-
INT B
INT A
PIRQ_6
-
INT A
-
-
-
-
INT C
-
PIRQ_7
-
-
-
-
-
-
INT D
-

Allerdings hat dieses Spielchen auch bald ein Ende - PCI-Express als Punkt-zu-Punkt Verbindung reserviert für jede PCI-Express-Lane entsprechende eigene Ressourcen. Derartige IRQ-Teiler werden als bald der Vergangenheit angehören.

Unsere eigentlichen Layoutbetrachtungen beginnen wir auch diesmal wieder mit den Erweiterungsslots. Insgesamt fünf PCI Slots können bestückt werden, deren Erweiterungskarten über den 33 MHz / 32bit-Bus mit dem Rest des Systems verbunden sind. Auch der braune AGP Slot wurde in der aktuellsten Version in den VIA K8T800 Pro Chipsatz integriert, man kann also auf ein 8x AGP-Interface zurückgreifen. Die nächste PCI-Express-Grafikkarten-Generation steht allerdings schon vor der Tür, die Unterstützung für diesen Slot wird es aber erst mit dem K8T890 geben. Gehalten werden die Karten üblichen Hebel, der beim Einstecken der Karte einfach einrastet und zum Lösen nach unten gedrückt werden muss. Dadurch wird verhindert, dass heutige doch recht schwere Karten aus dem AGP Slot rutschen und das System instabil machen oder sogar zur Zerstörung einzelner Komponenten führen.

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Das Abit AV8 verfügt über vier DIMM Slots. Diese befinden sich unmittelbar nebeneinander und sind direkt neben dem CPU Sockel positioniert. Probleme mit großen Kühlern konnte wir nicht feststellen. Zwar kann es sein, dass man mit dem RAM Module den Kühler (z.B. einen Zalman CNPS700A-CU Kühler) berührt, einbauen lässt er sich aber ohne Probleme. Bei Standard-Kühlkörpern sollten keine Probleme auftreten.

Insgesamt können in den vier DIMMS bis zu 4 GB Arbeitsspeicher untergebracht werden, also jeweils ein Modul mit bis zu 1024 MB. Wie den Abit Spezifikationen zu entnehmen ist, können Module der Baureihe DDR400, DDR333 und DDR266 eingesetzt werden. Nun endlich mit dem Sockel 939 ist auch der Dual-Channel Betrieb möglich, daher auch die farbliche Untescheidung der DIMM Steckplätze. In unseren ersten AMD Athlon 64 Reviews hatten wir zum Teil große Probleme mit verschiedenen Speichermodulen. Dies legte sich aber im Laufe der Zeit und spätestens mit dem neuen Stepping waren die gröbsten Fehler ausgeräumt. Beim ASUS A8V konnte wir bereits die Kompatibilität des VIA K8T800 Pro prüfen und waren postitiv überrascht.

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Gegenüber dem Sockel 754 hat sich am klassischen Sockel-Mechanismus nichts geändert. Der Sockel ist im Vergleich zum "alten" Sockel 754 mit 754 Pins gleich groß geblieben, er misst 44mm in der Breite und 53mm in der Länge. Gleich geblieben ist der Arretierungshebel an der Seite, wenn er hochgeklappt wird, kann die CPU eingesetzt werden, um ihn dann wieder zu senken und die CPU somit zu fixieren. Des Weiteren hat AMD die so genannten "Sockel-Nasen" aus dem Construction-Sheet gestrichen. Für die Befestigung des Kühlers wird jetzt eine Konstruktion ähnlich der des Intel Pentium 4 verwendet, welche den Kühlkörper aufnimmt und über dem Prozessor verankert. Diese Verankerung ist zum einen wesentlich stabiler als die Nasen am Sockel und zweitens fällt das Problem weg, dass beim Abbrechen einer oder mehrerer Sockelnasen, was beim häufigen Montieren und Demontieren eines Kühlers auch mal vorkam, manche Kühlkörper keinen festen Halt mehr hatten und somit die CPU in den Hitzetod trieben oder sie schlicht und einfach durch die entstehenden Vibrationen mechanisch beschädigten.

Direkt hinter dem Sockel findet man den zusätzlichen 12 Volt-AUX Anschluss sowie einige MOSFETs und übrigen Komponenten, die die Stromversorgung des Mainboards gewährleisten sollen. Die restlichen stromversorgenden Komponenten verteilen sich rund um die Keep-Out Area. Recht nahe an den Sockel ist die Northbridge samt Kühler gerückt. Abit setzt auf eine klassische dreiphasige Spannungswandlung - nicht unbedingt typisch für den Hersteller, der sonst auch gerne einmal eine stärkere vierphasige Lösung einsetzt.

Abit setzt dieses mal auf eine passive Kühlung, die auch seitens VIA oder anderer Hersteller empfohlen wird. Eine aktive Kühlung ist also keine Pflicht und sorgt nur für einen weitere unnötige Geräuschquelle. Probleme konnten wir aber auch mit dem recht nahen Kühler nicht feststellen. Besonders glücklich sind wir auch über das Fehlen der Abit eigenen OTES Kühlung. Bei Abit KV8-MAX3 wurden durch eine Plastikabdeckung und einen zusätzlichen Lüfter einige Mainboardkomponenten aktiv gekühlt. Über den Sinn oder Unsinn dieser Technologie lässt sich streiten.

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In der rechten unteren Ecke befinden sich die wichtigsten Laufwerksanschlüsse. Angewinkelt sind hier die beiden IDE Anschlüsse angebracht und auch die beiden Serial-ATA Aschlüsse sind gut zu erkennen. Leider verbaut Abit auch bei der "Einsteigervariante" nur zwei Serial-ATA Anschlüsse, im Hinblick auf die Zukunft in Sachen Serial-ATA Festplatten und optische Laufwerke vielleicht kein glücklicher Schritt. Allerdings hat die MAX Variante ihre Daseinsberichtigung maßgeblich durch die bessere Ausstattung erhalten und dort finden wir dann auch vier oder mehr Serial-ATA Anschlüsse. Oberhalb der IDE und direkt neben den Serial-ATA Anschlüssen befindet sich die 3 Volt BIOS Batterie, die das BIOS dauerhaft mit Energie versorgt, um so die Settings zu erhalten. Der CMOS-Jumper ist gut zugänglich, weiterhin gefällt auch die Positionierung der IDE-Anschlüsse, die so ein einfaches Verlegen der Kabel möglich machen.

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Der Floppy Anschluss und der ATX Stromstecker liegt weiter oben am Rand des Boards. Die Positionierung ist hier auch hervorragend gewählt, da so auch Laufwerke im oberen Teil eines Bigtowers eingesetzt werden können. Das Stromkabel kann weiterhin so verlegt werden, dass es nicht im Luftstrom steht und das Kabel beim Arbeiten am PC nicht stört.

Bisher konnten wir im Layout also keine großen Mängel feststellen. Wir hoffen, dass das so bleibt und widmen uns nun den einzelnen Chips, die verlötet wurden.


Wie schon die beiden Vorgänger kommt das Abit AV8 mit einer Post Code Anzeige, über die sich eventuelle Fehler bereits beim Boot-Vorgang erkennen lassen und defekte Komponenten leicht lokalisiert werden können. Die einzelnen Codes lassen sich leicht durch einen Blick in das Handbuch interpretieren und halfen auch uns bei Problemen. Der Bios-Chip ist gesockelt - aus diesem Grund kann das Bios bei einem fehlerhaften Flashversuch einfach ausgetauscht werden. Allerdings bietet auch Abit mittlerweile Flash-Tools über Windows und Sicherheitsmechanismen während des Flashvorgangs, deshalb sollte in der Regel hier kein Fehler auftauchen.

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Ziemlich genau in der Mitte aller Zusatzchips befindet sich die VT8237 Southbridge. Auf Seite 2 findet man bereits eine komplette Seite aller Details die für den K8T800 Pro wichtig sind. Die Southbridge produziert kaum Abwärme und muss daher auch nicht gekühlt werden. Links unten sieht man einen der beiden Header für die zusätzlichen USB-Anschlüsse in blau.

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Als Gigabit Ethernet NIC setzt Abit den zur VT8237 passenden PHY ein. Der Cicada SimplyPHY stammt auch aus dem Hause VIA, ist aber ein über PCI angebundener Gigabit Ethernet Controller. Dies bedeutet, dass er gemäß der PCI Spezifikation maximal 133 MB/s abzüglich sonstigen Traffics übertragen kann. Ein 10/100/100mbit NIC bietet aber die Möglichkeit, im Voll-Duplex-Modus bis zu 250 MB/s zu übertragen. Entsprechend bremst der PCI-Bus im Volllast-Betrieb den NIC aus und das System ist ziemlich überlastet. Für den Heimbereich hingegen reicht der Chip vollkommen aus, da hier meistens 10/100mbit Hubs eingesetzt werden und die Leistung eines Gigabit Ethernet NIC auch nicht benötigt wird oder durch andere Hardware-Komponenten (Festplatte etc.) ausgebremst werden.

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In der linken oberen Ecke des Mainboards befindet sich der Realtek Soundchip. Der Reltek ALC658 sorgt für einen 6-Channel Soundgenuß auf Desktop-Systemen ohne eine spezielle Erweiterungskarte. Ob hier auch die Qualität überzeugen kann, werden wir später klären, dann folgt auch eine Auflistung der Features dieses - zumindest auf dem Papier - hochwertigen Onboard-Sounds mit reichlicher Anschlußvielfalt.

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Der VIA VT6307 ist ein Standard FireWire Controller, der Bandbreiten von 100, 200, und 400 Mbps unterstützt. So können Peripheriegeräte in Betrieb genommen werden, wie beispielsweise Digital- oder Videokameras sowie MP3 oder MiniDisc-Player auf Basis des IEEE1394-Standards. Außerdem kann mit speziellem Kabel ein FireWire Netzwerk generiert werden, welches dem Computer die Möglichkeit gibt, mit anderen Klienten zu kommunizieren, mit einer maximalen Datendurchsatzrate von 400MBit/s. Dies ist viermal so schnell wie ein herkömmliches 10/100MBit Netzwerk, macht aber bei diesem Mainboard nur dann Sinn, wenn der Kommunikationspartner über kein Gigabit LAN verfügt. Auch dieser Chip belastet wie die später besprochene Storage-Controller oben den PCI-Bus, er kann drei Anschlüsse verwalten

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Die Anschlüsse lassen eigentlich keine Wünsche öffen - PS/2-Slots, serieller port, paralleler Port, Ein- und Ausgang für optischen Soundgenuß, analoge Anschlüsse für 5.1-Soundgenuß, Kopfhörer und Mikrophon sowie vier USB 2.0-Ports einmal FireWire und der Gigabit Ethernet Port.

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Eine besondere Zugabe lötet Abit mit dem µGuru Chip auf das Abit AV8. Abit µGuru ist nach Abit das erste echte System "künstlicher Intelligenz", das in einem Motherboard integriert wird. Abit Guru ist ein bereits auf diversen Mainboards verbauter Chip, der von Abit-Ingenieuren entwickelt wurde, um das Hardware-Monitoring zu erweitern. Er gibt Tipps zur Hardwareüberwachung, zum Übertakten, BIOS Flashen und zur Audiooptimierung. Das Ganze geschieht auf sehr einfache Art und Weise mit einem Windows-basierenden Interface. Nur als Teil des Motherboards kann µGuru genau verstehen, wie das Mainboard zu optimieren ist, um maximale Performance zu gewährleisten. Was µGuru wirklich nützlich macht, ist die integrierte Speicherfunktion, in dem der User spezielle Einstellungen für einzelne Anwendungen abspeichern kann. Entsprechende Features hat auch bereits DFI in die Mainboards integriert.

µGuru fasst die Abit-eigenen Features Abit EQ, Abit FanEQ, Abit OC Guru, Abit FlashMenu, Abit AudioEQ und Abit BlackBox in einem einfach zu bedienenden User-Interface zusammen. So erhalten Anwender die perfekte Umgebung zur Maximierung von Performance und Stabilität. Da µGuru als unabhängiger Mikroprozessor fungiert, entlastet er die CPU, indem diese sich nicht mit diesen Aufgaben beschäftigen muss. Das soll die Systemleistung zusätzlich steigern - inwiefern dies allerdings bei derartigen Anwendungen die CPU entlastet, ist nicht wirklich durchsichtig.

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Die genannten Features sollen kurz dargestellt werden:

Abit FanEQ: Der intelligente Lüfter

Abit FanEQ ist eine intelligente Lüftersteuerung, die sich nicht nur an der Prozessortemperatur orientiert. Sie berücksichtigt ebenso die CPU-Belastung sowie Übertaktung, um die Lautstärke so gering wie möglich zu halten. Im Endeffekt ist dies nichts neues - effektive, gute Lüftersteuerungen hatte Abit schon früher und auch ASUS und AOpen sind hier führend.

Abit OC Guru: Windows Overclocking-Tool

Abit OC Guru ist eines der ersten hardware-seitige Übertaktung-Tools, dass unter Windows funktioniert. Es ermöglicht die Kontrolle über die Spannung für CPU, AGP und Speicher sowie die Taktung des Prozessors. Ein besonderes Feature ist die Möglichkeit, drei verschiedene Einstellungen zu speichern, um den Rechner den Aufgaben anzupassen, z.B.: Spiele, Internet, CD-Brennen, ... Hier unterscheidet sich das Abit-Tool von anderen Software-Tools, die beispielsweise auch andere Hersteller beilegen. Interessant ist, das Abit hier kein dynamisches Overclocking integriert hat, sondern den Weg über mehrere Einstellungen gegangen ist.

Abit EQ: Kontrolle ist alles

Abit EQ ist das Temperatur-Kontrollprogramm. Abit Usern ist der Winbond Hardware Doctor bestimmt ein Begriff, dies ist der Nachfolger. Mit Abit EQ erhält man die Übersicht über die Temperaturen von Prozessor und Board, als auch die Drehzahl der angeschlossenen Lüfter. Derartige Programme gibt es schon länger, Abit integriert sie jetzt nur in ein systemübergreifendes Anwendungsprogramm.

Abit Audio EQ: Interaktive Hardware für Audiofülle
Abit Audio EQ ist ein Audio-Equalizer und wurde entwickelt, um die Qualität des Onboard-Sounds dem einer Stereo-Anlage gleichzusetzen. Er bietet eine Amplitude von +12dB bis -12dB in 5 Phasen und 100 Hz bis 16 kHz in 10 Phasen. Ein weiterer Vorteil ist die eigenständige Erkennung angeschlossener Geräte, durch Art und Qualität des Signals. Interessant ist natürlich, das es sich hier um ein Software-Equalizer handelt - was tatsächlich über den Onboard-Sound beim Anwender ankommt, ist immer noch eine Frage der Hardware, in diesem Fall des Realtek-Codecs.

Abit Black Box: Individueller, weltweiter Service

Bei Abit Black Box handelt es soch im wahrsten Sinne des Wortes um eine Black Box. Diese speichert Probleme bei Abstürzen und Funktions-Problemen bei Defekten und ermöglicht so eine schnellere Fehlerbehebung. So ist es auch möglich, bei kleinen Fehlern einen Eintrag direkt per mail an Abit zu schicken und so eine komplizierte Fehlersuche zu vermeiden

An einer etwas außergewöhnlichen Position befindet sich der I/O Controller Chip aus dem Hause Winbond. Er ist für das Hardwaremonitoring zuständig, weiterhin stellt er Schnittstellen wie die PS/2-Ports, serielle und parallele Schnittstelle, Gameport und den Floppy-Port zur Verfügung. Das Hardwaremonitoring schauen wir uns später im Bereich des Bios noch einmal an.

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Kommen wir nun zum Bios des Boards.


Das BIOS:

Das BIOS (Basic Input-Output System) ist mehr als 20 Jahre alt und damit die älteste Softwaretechnik innerhalb der PCs. Es wird in den ersten Sekunden nach dem Einschalten des PCs aufgerufen, der so genannten Pre-Boot-Phase, also noch bevor das Betriebssystem geladen wird. Allerdings gibt es das Bios nicht mehr lange, wie Intel mitteilt :

Der Firmware Foundation Code von Intel ist ein Ergebnis des Projektes mit Codenamen „Tiano“ und sorgt dafür, dass der Nachfolger des BIOS auf neuester Softwaretechnologie basieren wird. Er wurde speziell im Hinblick auf neue Ausstattungsmerkmale und Dienste entwickelt, zu denen beispielsweise die verbesserte Verwaltung und Betriebsfähigkeit, sowie Schnittstellen für administrative Aufgaben gehören.

Bald brauchen wir uns also nicht mehr durch die blauen Menues hangeln, um an die Hardwareeinstellungen zu kommen. Bislang bleibt das Bios aber der Grundstein für eine gute Gesamtperformance, auf die es bei den Mainboards im allgemeinen ankommt. Auch werden hier alle wichtigen Drähte in Bezug auf Overclocking und Onboard-Features gezogen. Nun werden wir prüfen, wieviel Sorgfalt die Ingeneure bei der Programmierung dieses BIOS an den Tag gelegt haben.

Wie immer widmen wir uns zuerst visuell dem BIOS, das heißt wir schießen einige Screenshots, um den Aufbau und die einzelnen Funktionen des Menüs zu veranschaulichen :






Wie immer wollen wir die eben vorgestellten Shots aus dem Menu nun noch etwas kommentieren. Abit hat auf sein AV8 ein sehr recht umfangreiches, aber dennoch übersichtliches BIOS gepackt, welches es sehr leicht macht, diverse Konfigurationen vor zu nehmen.

Zuerst gehen wir auf die Onboard-Features ein. Alle Schnittstellen (USB 2.0, Serial-ATA, FireWire) lassen sich problemlos ein- oder ausschalten. Auch die seriellen und parallelen Schnittstellen können im Menü abgeschaltet werden. Der Onboard-Sound läßt sich ebenso deaktivieren wie der Onboard-Gigabit Ethernet-Controller.

Äußerst positiv ist auch das Vorhandensein und die Ausführung der ACPI Funktion zu bewerten. Zum Ersten kann die Funktion an sich aktiviert bzw. vollkommen abgeschaltet werden. Weiterhin kann der Benutzer zwischen den Modi "S1/POS", "S3/STR" sowie "S1&S3" wählen. Mit dieser Funktion hatten wir keine Probleme - alles funktionierte innerhalb der vorgegebenen Parameter. Eine Power-On-By Keyboard-Funktion ist ebenfalls enthalten.

Eine besondere Rolle, zumal wenn mit teurer Hardware gearbeitet wird, spielt das PC Health Menü. Hier hat Abit wirklich ganze Arbeit geleistet und bietet das bisher umfangreichste Menü. Das komplette Menü ist in Kategorien unterteilt und so lassen sich auf einem Blick alle nötigen Informationen ablesen. Die Temperatur der CPU und des Mainboards wird überwacht und gegebenenfalls Alarm geschlagen. Des Weiteren lässt sich noch die Drehzahl von bis zu zwei Lüftern überwachen, anschließen lassen sich jedoch insgesamt drei. Der Zalman CNPS700A-CU schnurrt bei niedrigster Drehzahl mit 1350 RPM und ist kaum zu hören. Selbst bei maximaler Drehzahl von 2445 RPM ist nur ein leichtes Rauschen und Wirbeln der Luft zu hören. Die Anzeige vom Abit zeigt dies zuverlässig an.

Außerdem kann die Spannung, die das Netzteil an das Mainboard anlegt, überwacht werden. Hier hat Abit ein besonderes Schmankerl implementiert und zeigt sämtliche Spannungen - von der DDR-SDRAM-Spannung bis zur Hypertransport-Spannung. Auch die akustische Warnung für das Überhitzen des Systems kann man optional genauso einstellen wie die Shutdown-Temperatur des Systems. Alle Lüfter lassen sich steuern und auf gewissen Temperaturen einstellen um dann dort abzuschalten oder eine niedrigere Drehzahl zu fahren.

Sehr wichtig, besonders für Performance-Freaks, sind natürlich die Einstellungen, die den Arbeitsspeicher betreffen. Auch hier gibt es eine Hand voll Funktionen, mit denen man im BIOS den letzten Leistungstropfen aus dem System herausquetschen kann. Um die diversen Einstellungen manuell vornehmen zu können, muss man im Advanced Chipsatz Features den Unterpunkt DRAM Configuration wählen. Anschließend gelangt man in ein Menu, in welchem die derzeit eingestellten Settings des Arbeitsspeichers aufgelistet sind. Wählt man nun Manual bei den DDR Timings Setting aus, kann man folgende Einstellungen vornehmen. Diese Funktionen sollten nur verwendet werden, wenn man sich 100%ig im Klaren darüber ist, was man an dieser Stelle genau tut und welche Konsequenzen daraus resultieren können. Im Folgenden zuerst einmal die Übersicht über die Einstellungsmöglichkeiten des Arbeitsspeichers :

  • CAS Latency : Wählbar zwischen 2; 2,5 und 3, realistische Werte 2 und 2,5
  • Row Circle Time : Einstellbar, realistische Werte 7 bis 22, einstellbar sind Werte von 7 bis 16
  • Row Refresh Circle Time : Einstellbar sind Werte von 9 bis 24, realistische Werte 10 bis 12
  • RAS to CAS Delay : Einstellbar, realistische Werte 2, 3, 4, 5, 6
  • RAS to RAS Delay : Einstellbar, realistische Werte 2, 3, 4
  • Min RAS Active Time : Einstellbar sind Werte von 5 bis 15, realistische Werte 6 bis 8
  • RAS Precharge Time : Einstellbar, realistische Werte 2, 3, 4, 5, 6
  • Write Recovery Time : Einstellbar, realistische Werte 2, 3
  • Write to Read Delay : Einstellbar, realistische Werte 1, 2
  • Read to Write Delay : Einstellbar sind Werte von 1 bis 6, realistische Werte 3 bis 6

Hier werden dem Benutzer alle nur erdenklichen Einstellungen geboten. Eine derartige Einstellvielfallt konnten wir bisher nur beim KV8 Pro bestaunen. Daumen nach oben für Abit, wobei man natürlich auch darauf achten sollte, das man das System nicht mit diesen Experteneinstellungen "kaputt" konfiguriert. Nur mit sehr gutem Speicher sind schnelle Settings möglich und selbst dann kann einem der integrierte Speichercontroller des Athlon 64 noch einen Strich durch das Tweaking machen.

Cool & Quiet

Selten waren wir von einer Technologie so überzeugt - wenn sie denn funktioniert. AMD hat in die Athlon 64-CPUs die Möglichkeit eingebaut, die CPU-Last zu überwachen und wenn der Prozessor nicht ausgelastet ist, sowohl die CPU Frequenz wie auch die CPU-Spannung zu senken. Daraus ergeben sich hervorragende Stromsparmöglichkeiten und das System bleibt auch kühler als unter normaler Idle-Leistung mit vollem Takt und voller Prozessorspannung. Da das ganze binnen weniger Taktzyklen aktiviert und deaktiviert werden kann, ist das System auch nur marginal langsamer, der Performanceverlust kann praktisch vernachlässigt werden und ist praktisch auch nicht meßbar. Gemessen haben wir in unserem Review zu den Sockel 939-Prozessoren den tatsächlichen Stromverbrauch des Systems - und dieser läßt sich durch C&Q hervorragend absenken.

Allerdings werden für das Cool&Quiet Feature nicht nur der Support des Mainboards benötigt, sondern auch einige Tools und Treiber. Den notwendigen Athlon 64 Prozessor Treiber findet man direkt auf der AMD Webseite für alle gängigen Betriebssysteme. Ebenfalls auf dieser Seite findet man die notwendige Software, die das Cool&Quiet Feature kontrollierbar macht.

Ist der Treiber installiert, kann man die Energieeigenschaften einstellen :

Sobald man das Energiespar-Schema auf "Minimalen Energieverbrauch" gestellt hat, schaltet die CPU bei geringer Last von 2000 auf 1000 MHz zurück, wie auf dem folgenden Screenshot unschwer zu erkennen ist. Der entsprechende Menüpunkt im BIOS ist ebenfalls gegeben und so bleiben dem Benutzer alle nötigen Optionen offen.

Zu den Overclocking-Einstellungen des Bios kommen wir noch auf der nächsten Seite. Wir testeten die Bios Version 1.2, die uns zusammenfassend bereits sehr gut gefiel. Abit ist jedoch auch bekannt für öftere Updates, somit sind weitere Verbesserungen in den nächsten Versionen sicherlich an einigen Stellen zu erwarten.

Die Stabilität:

Da wir das BIOS nun analysiert haben, wird es Zeit, herauszufinden, ob all die theoretischen Feststellungen, welche wir machen konnten, auch in der Praxis halten, was sie versprechen. So haben wir beispielsweise schon zu Beginn kurz die Interrupt-Verteilung analysiert und haben festgestellt, dass es hier kaum Probleme geben sollte. Im Folgenden haben wir unser System voll bestückt mit fünf PCI Karten - jeweils in verschiedenen Kombinationen. Unterschiedlicher Speicher wird auch getestet - so kommt beispielsweise reinrassiger Marken-RAM aus dem Hause TwinMOS zum Einsatz, aber auch Noname RAM oder normaler Arbeitsspeicher mit Infineon Chips zum Einsatz. Alles in allem ist dies ein Härtetest der besonderen Art, welcher nur noch durch die zahlreichen Onboard-Geräte gesteigert wird.

Iim Folgenden die Testergebnisse tabellarisch dargestellt :

Abit AV8

1. PCI : FritzCard PCI (32bit/33 Mhz)
2. PCI : Soundblaster Audigy (32bit/33 Mhz)
3. PCI : 3Com Ethernet (32bit/33 Mhz)
4. PCI : Hauppauge WinTV PCI(32bit/33 Mhz)
5. PCI : Promise FastTrak S150 TX4 (32bit/33 Mhz)
Alternativ : Onboard-Sound statt PCI-Karten, Firewire, USB2.0, LAN, Serial ATA immer aktiv

PCI-Belastungstest
Speicherkompatibilität
Noname DDR
siehe Tabelle
Speicherkompatibilität
Marken-PC3200
siehe Tabelle
Laufverhalten /
Belastung AGP / CPU

Zwar hat das Abit den Belastungstest ohne nennenswerte Probleme hinter sich bringen können - auch im Dauerbetrieb kamen keine Stabilitätsprobleme auf. Die Ressourcenverteilung ist ansonsten gut gelungen, auch die erhöhte Buslast im PCI Bereich bereitete keine Probleme - zusammengefasst - das Board ist bisher durchweg alltagstauglich.

Wie bereits erwähnt gehören die großen Probleme mit dem verschiedenen Speichermodulen größtenteils der Vergangenheit an. Auch für das Abit haben wir wieder einen Kompatibilitätscheck durchgeführt. So wird vorallem geprüft, ob der Rechner mit den entsprechenden Modulen und vor allem im DDR400 Modus startet und ob auch speicher- und systembelastende Applikationen problemlos durchgeführt und erfolgreich beendet werden können. Das Ergebnis sieht wie folgt aus :

Abit AV8 - Speicherkompatibilität PC3200
Speicher
Default-Timings
eingesetzte Module
Status DDR400
Stabilitätstest
TwinMos PC3200 Single Sided
2.0-3-3-8
1x 256MB
ok
ok
Crucial PC3200 Single Sided
3.0-3-3-8
1x 256MB
ok
ok
Infineon PC3200 Single Sided
2.5-3-3-8
1x 256MB
ok
ok
TakeMS PC3200 Single Sided
2.5-3-3-8
1x 256MB
ok
ok
TwinMos PC3200 Single Sided
2.5-3-3-8
1x 256MB
ok
ok
TwinMos PC3200 Single Sided
2.5-3-3-8
1x 256MB
ok
ok
ADATA PC4000 Double Sided
3.0-4-4-8
1x 512MB
ok
ok
Corsair TwinX XMS3200 Low Latency
2.0-3-3-8
1x 256MB
ok
ok
Kingston PC3200 Double Sided (Samsung)
2.5-3-3-8
1x 512MB
ok
Absturz
Kingston PC3200 Double Sided (Infineon)
2.5-3-3-8
1x 512MB
ok
Absturz

Grundsätzlich konnte das Mainboard mit allen zur Verfügung stehenden Modulen gestartet werden. Da auch die Corsair und TwinMOS-Module ohne Probleme liefen, ist davon auszugehen, das auch mit Low-Latency-Speichermodulen keine Probleme auftreten werden. In unserem Fall führten wir deshalb auch die Benchmarks wie bei allen anderen Mainboardtests mit den TwinMOS-Modulen mit schnellsten Settings durch.

Die Abstürze der beiden Kingston-Riegel sind wohl eher auf die Kompatibilität der beiden mit AMD-Systemen zurückzuführen, da die Module mit keinem unserer Sockel 754/939-Motherboards richtig zusammenarbeiten wollten.

Kommen wir im Folgenden also zum Overclocking. Hier werden wir lediglich die CPU richtig in die Mangel nehmen können, denn zum Arbeitsspeicher gibt es wie gesagt keinerlei Optionen.


So richtig Enthusiasmus ist beim Athlon 64-Overclocking noch nicht aufgekommen, bei den Intel-Prozessoren ist dort im Moment mehr zu holen. Das ist zum einen auf den integrierten Speichercontroller zurückzuführen, welcher beim Overclocking recht bockig werden kann, zum anderen aber auch auf die Tatsache, dass der Multiplikator dieses Prozessors nicht verändert werden kann und der Übertakter damit weiter engeschränkt wird. So ist es nicht zwangsläufig den Mainboards zuzuschreiben, dass wir bis Dato noch kein einziges Produkt in den Händen halten konnten, welches das Overclocking wirklich fördert und vorantreibt. Um ein System zu Übertakten fällt die Wahl im Moment eher auf einen Pentium 4 oder eben auf einen "alten" AMD Athlon XP...

Was wir aus unserem AMD Athlon 64 3500+ herausholen können, werden wir im folgenden probieren. Zuvor jedoch wie immer einige Screenshots des OC Menus innerhalb des BIOS, auch wenn das momentan bereits wirklich prall gefüllt ist.







Die Overclocking-Möglichkeiten sind beim Abit in allen Bereichen sehr umfangreich. Bevor wir jedoch unser Glück versuchen, die OC-Features in der Übersicht :

Die Prozessorkernspannung ist ebenso verstellbar wie die Spannung des HyperTransport Busses und des Arbeitsspeichers. Eine VCore von 1.85 Volt sollte in der Regel mehr als ausreichen. Etwas störend wirkt die maximale Spannung von 2.8 Volt für den DDR Speicher. Im µGuru Menü lassen sich allerdings bis zu 3.2 Volt auswählen - diese Spannungen sind praktisch schon zu hoch für einen Dauerbetrieb und sollten demnach eigentlich nicht verwendet werden. Mit den anderen Spannungen muß man Erfahrungswerte abwarten, da die Hypertransport-Spannung bislang noch nicht in vielen Mainboards zu verändern war. Die guten Features erhöhen natürlich unsere Spannung noch einmal, denn an sich sind somit gute Vorraussetzungen für einen hohen Referenztakt gegeben.

Beginnen wir aber zuerst mit einem Screenshot aus CPU-Z, welches uns den Prozessor und seine technischen Spezifikationen aufzeigt. Hier befindet sich der Prozessor noch im Werkszustand und ist nicht übertaktet beziehungsweise über seine normalen Spezifikationen hinaus betrieben worden.

Das Abit AV8 ist ein Board, welches den Referenztakt von vorne herein etwas nach oben dehnt - wir sehen hier knapp 200.5 Mhz, also ein Mhz mehr als im Normalfall. Eine ähnliche Beobachtung machen wir schon beim Abit KV8 Pro und auch bei vielen anderen Boards, die allerdings teilweise noch etwas mehr Gas gaben, hier lag der Referenztakt dann in etwa 1 MHz über der Spezifikation, was nochmal deutlich mehr ist und natürlich auch dazu führt, dass die CPU etwas höher taktet. In den Benchmarks liegt das Board dann also etwas besser - allerdings ist das Abit bei dieser minimalen Abweichung wohl eher einer der gemäßigten Kandidaten.

Da die nötigen Voraussetzungen gegeben sind, nun zum eigentlichen Übertakten der CPU. Schritt für Schritt heben wir den Front Side Bus an, steigern die Spannung auf Prozessorkern, Chipsatz sowie auf den RAM und erreichen nach einiger Zeit folgendes Ergebnis :

Um immerhin 23 Mhz konnte wir den Referenztakt nach oben drehen. Somit schafften wir ganze 2 Mhz mehr als mit dem ASUS K8V Deluxe. Die Features hatten eigentlich etwas mehr versprochen - allerdings kann dies natürlich auch an unserer CPU liegen. Mit dem nötigen zeitlichen Aufwand und einigen Experimentierspeilchen sind natürlich noch einige MHz mehr drin.

Natürlich steigt beim Overclocking nicht nur der CPU Takt, sonder auch die RAM Performance. Das Ergebnis haben wir in SiSoft Sandra festgehalten :

Der VIA K8T800 Pro hat nun auch endlich einen PCI/AGP Fix. Dieser soll verhindern, dass PCI und AGP Karten mit einem zu hohen Takt überlastet werden. Das haben Tests der K8T800 und nForce 3 150-Boards gezeigt, wo der PCI Takt deutlich anstieg. Während der Overclocking-Versuche funktionierte der PCI/AGP Teiler ohne Probleme und so können sich alle Erweiterungs- und Grafikkarten in Sicherheit fühlen.

Als nächstes ist der Onboard-Sound an der Reihe :


Wie immer wollen wir auf der folgenden Seite näher auf den Onboard-Sound eingehen.

Auf dem Abit AV8 findet sich ein Realtec ALC658-Sound-Codec. Der AC97-Sound ist ein typischer Software-Codec und belastet somit mit den Berechnungen die CPU im Gegensatz zu einem Hardware-DSP wie einem Audigy-Chip oder der MCP-T von NVIDIA. Allerdings gehört er zu neuesten Generation und besitzt einige interessante Features. Er entspricht den aktuellsten AC'97 2.3-Spezifikationen und ist ein 6-Kanal-Audio-Codec, der bis zu 100dB-Soundqualität erreichen soll. Allerdings ist dieser Klirrfaktor für einen Onboard-Sound bislang unerreicht.

Wirklich interessant ist die Möglichkeit beispielsweise einen Kopfhörer an irgend einen beliebigen Anschluß anzuschließen und diesen dann über Software zum Kopfhörerausgang zu deklarieren. Damit entfällt das lästige Suchen hinter dem Schreibtisch nach der richtigen, teilweise noch nicht einmal farblich identisch kodierten Buchse - einfach einstecken, der richtige Port ist es auf jeden Fall, nur die Software muß noch entsprechend nachjustiert werden. Jack-Retasking nennt man diese Funktion, die nun auch beim High-Definition Audio von Intel möglich ist.

Wie immer teilen wir unseren Test auf in zwei Bereiche - Performance und Qualität.

Performance-Vergleich :

Um den Test erfolgreich durchführen zu können und im Folgenden auch die Werte vergleichen zu können, benötigt man natürlich einige Konstanten. Wir verwenden hier den beliebten Gaming-Benchmark Quake 3 Arena. Die Timedemo starten wir wie üblich mit der Eingabe von "timedemo 1" und "demo demo001" in die Konsole des Spiels, welche man mit der "^"-Taste aufruft. Dann lassen wir den Benchmark wie üblich einmal im Fast- und einmal im High-Modus mit 640x480 bzw. mit 1024x768 Pixeln durchlaufen und vergleichen die Frames per Second Werte, da diese variieren, wenn man mit eingeschaltetem Onboard-Sound oder ohne arbeitet. Hier liegt auch die Begründung versteckt, warum es so wichtig ist, dass man die ungenutzten Onboard-Geräte im BIOS abschalten kann, denn beispielsweise der Onboard-Sound beansprucht die CPU doch in einem recht großen Maße.
 

Das Board kann sich auch nicht gegen die bisherige K8T800 Pro Referenz durchsetzen, allerdings liegen die Ergebnisse sehr dicht zusammen. Alle Mainboards verlieren leicht mit aktiviertem Sound (ca. 10 bis 15 fps)

Qualitäts-Vergleich :

Hierfür verwenden wir das Tool Rightmark Audio-Analyzer. Für die Testmessungen benötigt man unter Right Mark ein sogenanntes "Loop Through-Kabel", also ein Audiokabel, welches an beiden Ende eine 3.5Zoll Klinke besitzt. Dieses Kabel ist natürlich im HiFi-Fachmarkt genauso erhältlich wie bei MediaMarkt oder Saturn. Mit in die Wertung ein geht leider indirekt die Qualität des Line-In-Eingangs, der teilweise von den Herstellern vernachlässigt wird und dadurch das Gesamtergebnis nach unten zieht.

Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Dem entsprechend sah das Testergebnis des Right Mark Analyzers wie folgt aus:

Das verwendete Testtool gibt des Weiteren ein detailliertes Ergebnis aus, welches wir in einer separaten HTML Datei auf unserem Server zur Schau stellen.

Insgesamt ein sehr guter Onboard-Sound - die Performance belastet das System zwar etwas, dafür sind die Qualitätsergebnisse in Ordnung. Die 100dB, die der Hersteller verspricht, werden zwar nicht eingehalten, aber dafür ist der Codec des AV8 dieser Version einer der besten, den wir je im Test hatten. Das betätigen auch subjektive Tests. Die weniger befriedigenden Performance-Ergebnisse müssen einen also nicht gleich zur Soundkarte greifen lassen, für Gamer oder Musikfans ist sie eventuell jedoch wohl auch aus anderen Gründen Pflicht.

Nach der Bewertung der Onboard-Sound-Performance wollen wir nun unser Testsystem vorstellen, bevor wir zur eigentlichen Leistungsbewertung des Abit KV8 Pro kommen.


Da mit den 64Bit CPUs von AMD eine neue Ära eingeläutet wurde, mussten natürlich auch wir uns mit neuen Teststationen ausstatten. So hat sich in unserer Redaktion einiges verändert, das Athlon XP2600+ Testsystem wurde zurückgestellt, ist aber immernoch bereit für den Einsatz, musste aber dem Athlon 64 3200+ vorerst Platz machen. Unser zweiter AMD Redakteur ist nun ebefalls im Besitz eines AMD Athlon 64 3200+, welcher welchen euch schon einige Athlon 64 Reviews liefern konnte. Im Folgenden nun die von uns verwandten Komponenten stichpunktartig im Überblick :

Hardware :

Prozessor :
AMD Athlon 64 3500+
Takt : 2.20 Ghz mit 200 MHz Referenztakt

Mainboards :
ASUS A8V Deluxe vs. VIA K8T800 Pro Referenz

Speicher :
512 MB TwinMOS PC3200 Single Sided
Dual-Channel Modus
Timings : 2-3-3-8 (Auto)

Sonstige Hardware :
Sapphire Radeon9000 Atlantis Pro
3Com 905CTX 10/100MBit Ethernet
Western Digital WD400BB-00CAA0 40GB
Toshiba DVD-ROM

Software und Treiber :

Betriebssystem :
Windows XP SP1

Treiber :
VIA Hyperion 4in1 v4.49
Catalyst Version 3.9
DivX 5.0.2
DirectX 9.0a

Benchmarks :
  • Sisoft Sandra 2003 Standard 9.44
  • FutureMark PCMark 2000
  • 3DMark03 Patch330
  • DroneZMark
  • Vulpine GLMark
  • Quake 3 Arena
  • Unreal Tournament 2003
  • Return to Castle Wolfenstein
  • Jedi Knight 2
  • Comanche 4
  • Serious Sam
  • Sysmark 2002
  • WinAce v2.2
  • WinRAR v3.20
  • CDEx 1.50 (LAME MP3 Encoder 3.92 Engine)
  • XMpeg Version 4.2a
  • Cinebench 2000
  • Cinebench 2003
  • FlaskMPEG

Auch ein paar neue Benchmarks sind hinzu gekommen - wir betrachten jetzt auch die Performance bei den Spielen Return to Castle Wolfenstein, Jedi Knight 2, Serious Sam, weiterhin schauen wir auf die Encoding- und Kompressions-Performance mit WinACE und WinRAR sowie LAME, hinzugekommen ist auch der Cinebench 2003. Sandra haben wir auf die Version 2003 geupdated.


FutureMark PCMark 2002 CPU (Futuremark)

Als ersten Benchmark haben wir den PC Mark 2002 in unserer Sammlung. Dieser Benchmark ist aus dem Hause Madonion, jetzt wieder unter dem Namen Futuremark bekannt, und prüft erneut die Leistung von CPU und Speicher anhand von verschiedenen Tests. Wir verwenden weiterhin die etwas ältere 2002er-Variante, um auch zu älteren Mainboards einen Vergleich herstellen zu können. Der Benchmark ist synthetisch, weiterhin ist der CPU-Benchmark sehr stark von der Taktfrequenz der CPU abhängig - hier muß also mit etwas Abstand bewertet werden.

Von Begin an hält das Abit AV8 die Zügel in der Hand und setzt sich an die Spitze im CPU Test.  Das ist kein Wunder, denn alle drei Boards haben praktisch dieselbe Taktfrequenz.

FutureMark PCMark 2002 Mem

Das gleiche Bild wie beim CPU Test zeigt sich uns auch hier. Das AV8 mit leicht beserem Ergebnis als das ASUS A8V und die VIA Referenz.

SiSoftSandra Int ALU/RAM Bandwidth (SiSoft)

Als nächstes kommen wir zu den Sisoft Sandra 2004 Benchmarks. Sisoft Sandra ist eigentlich ein Diagnosetool, durch welches Grundfunktionen des PCs dargestellt werden können. Die integrierten Benchmarks haben sich (leider) durchgesetzt, deshalb nehmen wir sie auch in unser Portfolio auf. Die Benchmarks dauern nur ein paar Sekunden, sind synthetische Benchmarks, stellen also wirklich auch nur Grundberechnungen dar - wahrscheinlich haben sie sich auch gerade deshalb durchgesetzt. Die synthetischen Benchmarks haben leider nicht viel mit der Real-World-Performance des PCs zu tun, für einen Vergleich reichen sie sicherlich, sind aber mit Vorsicht zu genießen, die Aussagekraft ist eingeschränkt. Hier sind wir auf die neuere 2004er-Variante umgestiegen :

Was sich im Speichertest des PC Mark 2002 schon andeutete, setzt sich hier fort. Die Abit Platine vor den beiden Konkurrenten mit einer sehr guten Übertragungsrate.

SiSoft Sandra Float FPU/RAM Bandwidth

Es besteht kein Grund, warum sich die Reihenfolge ändern sollte und daran halten sich die drei Kandidaten augenscheinlich auch.

Der letzte rein synthetische Benchmark, welchen das Gigabyte über sich ergehen lassen muss, wurde auch neu in unserem Portfolio aufgenommen. Es handelt sich hierbei um den ScienceMark Memory Benchmark, welcher eine außergewöhnliche Fähigkeit besitzt. Mit seiner Hilfe können die Latenzzeiten für den Zugriff auf den im System installierten Arbeitsspeicher ausgelesen werden. Das Ergebnis sieht wie folgt aus :

In der letzten Zeile des Screenshots erkennen wir die für uns wirklich relevanten Angaben, Science Mark ermittelt eine Zugriffszeit von 101 Taktzyklen beim Abit AV8. Das ASUS A8V schaffte hier nur 109 Zyklen und das VIA Referenzboard kam auf 105 Zyklen.

Auf der nächsten Seite schauen wir uns die Anwendungsperformance des Sysmark 2002 an.


Sysmark 2002 Internet Content Creation (Bapco)

Ein typischer Office-Benchmark ist der Sysmark 2002, ein professioneller Benchmark zur Messung der Application Performance. Er ist sogar dank der Verwendung von einigen Programmen, die SMP unterstützen, multiprozessorfähig, deshalb könnten wir ihn auch in derartigen Reviews zur Darstellung von Hyperthreading sehr gut verwenden. Über Macros werden bei diesem Benchmark bestimmte typische Befehle in Programmen ausgeführt und die Arbeitsgeschwindigkeit des Systems gemessen. Nicht nur die CPU-Performance spielt dabei natürlich auch eine Rolle, auch das Memory Subsystem ist nicht unbeteiligt. Sonstige Komponenten, die ebenso ins Gewicht fallen würden, haben wir konstant gelassen : Die Festplattenperformance ist ebenso maßgebend, diese ist jedoch in beiden Systemen aufgrund der Serial ATA-Festplatte gleich.

Betrachten wir zuerst den Sysmark 2002 Internet Content Creation Test. Dieser beinhaltet die folgenden Applikationen :

In diesem Benchmark kommt es auf jeden Punkt Vorsprung an und das Abit verschafft sich diesen auch eindrucksvoll.

Sysmark 2002 Office Productivity (Bapco)

Als nächstes haben wir den Office Productivity Test von Sysmark 2002. Auch hier sind einige bekannte Programme enthalten, die vor allen Dingen im Office-Bereich oft verwendet werden :

Bei diesem Test erhalten wir folgendes Ergebnis :

Mit diesem einen Benchmarkpunkt setzt sich das Abit AV8 auch hier durch.

 

Nach diesem kurzen Abstecher in die Sparte der Anwendungsperformance wollen wir nun zur Leistungsbewertung im immer wichtiger werdenden Bereich Videoediting- und Rendering kommen, welchen wir für die kommenden Athlon64 Tests auch weiter ausgebaut haben.


Cinebench 2000 Shading Cinema 4D (Maxon)

Cinebench ist ein Benchmark, der zur Performancemessung von Systemen für die Software Cinema 4D von Maxon entwickelt worden ist. 3D Modelling ist natürlich auf leistungsfähige CPUs angewiesen und so ist Cinema 4D auch SMP-fähig. Wir haben den Cinebench verwendet, da er in diesem Bereich sehr gut ist und wir noch keinen vergleichbaren Benchmark im Portfolio hatten. Derzeit gibt es zwei Versionen, welche wir nun erstmals auch beide in Mainboardtests einsetzen werden - sowohl der CineBench 2000 als auch der CineBench 2003 kommen zum Einsatz.

Zwar nur um 0.02 Frames, aber dennoch an die Spitze setzt sich das AV8.

Cinebench 2000 Shading OpenGL

Hier erlaubte sich unser Testboard eine kleine Verschnaufpause und kommt mit derselben Score wie das A8V Deluxe ins Ziel.

Cinebench 2000 Raytracking 1 CPU

Doch bereits hier erkämpft sich das Abit den Platz an der Sonne zurück.

Cinebench 2003 C4D Shading (Maxon)

Cinebench ist ein Benchmark, der zur Performancemessung von Systemen für die Software Cinema 4D von Maxon entwickelt worden ist. 3D Modelling ist natürlich auf leistungsfähige CPUs angewiesen und so ist Cinema 4D auch SMP-fähig. Wir haben den Cinebench bislang auch für unsere Mainboard-Tests und für Dual-CPU-Tests verwendet, da er in diesem Bereich sehr gut ist und wir noch keinen vergleichbaren Benchmark im Portfolio hatten. Cinebench 2003 basiert auf CINEMA 4D R8 von Maxon, diese Version kann mit bis zu 16 Prozessoren umgehen. Einige typische Arbeitsvorgänge von Cinema 4D werden simuliert und über den Benchmark abgespult, dieser berechnet dann die Frames pro Sekunde.

Und wieder beginnt das harte Kopf an Kopf Rennen, bei dem das ASUS und die VIA Referenz den Kürzeren ziehen.

Cinebench 2003 OpenGL HW-L

Nur zwei Punkte Vorsprung reichen für den Erhalt der Spitze.

Cinebench 2003 OpenGL SW-L

Wieder einmal nur ein äußerst knapper Vorsprung für die Abit Platine.

Cinebench 2003 Rendering CPU1

Wie schon in ein paar CPU Benchmarks deutlich wurde, kann sich das Abit auch hier im CPU Test durchsetzen.


SPECViewPerf 7.0 DRV-07 (SPEC)

SpecViewPerf ist ein Benchmark der SPEC.org, er ist kostenlos und kann ebenfalls heruntergeladen werden, allerdings ist die 7.0er Version mit mehreren hundert MB doch ein ganz schöner Brocken. Was macht der Benchmark ?

quote:
The first benchmark released by the SPECopc group was SPECviewperf®, which measures the 3D rendering performance of systems running under OpenGL.
Unsere Grafikkarte ist hier noch etwas limitierend, deshalb präsentieren wir von den sechs Benchmarks 3DSMax-01, UGS-01, DRV-08, DX-07, Light-05 und Proe-1 nur diejenigen, die nicht an der Limitierung scheitern.

Nur wenigeFramebruchteile spülen das Abit an die Spitze der Benchmarktafel.

SPECViewPerf 7.0 DX-06

Wieder kann sich das Abit nur sehr knapp an Position eins halten.

SPECViewPerf 7.0 Light-04

Auch hier entscheiden nur einige Bruchteile über Platz eins oder die Plätze dahinter.

Auf der nächsten Seite werden mit Sicherheit all jene auf ihre Kosten kommen, die viel Wert auf die Veränderung von digitalen Formaten legen, beispielsweise das Umwandeln von Video- oder Audiodateien beziehungsweise deren Komprimierung.


FlaskMPEG + DivX 5.0.2 (FlasKMPEG)

Auch FlaskMpeg ist in unserem Benchmark-Portfolio wieder dabei. Wir verwenden die Version 0.78.39 zusammen mit dem DivX-Codec 5.0.2 und komprimieren mit dem Programm und dem Codec ein AVI-Video. Zwar zeigt das Programm die durchschnittliche Frame-Zahl pro Sekunde an, wir dividieren aber die kompletten Frames durch die benötigte Zeit :

0.02 Frames Abstand zum zweiten Platz. Das Abit hält sich hartnäckig auf Platz eins.

Xmpeg + DivX 5.0.2 (XMPEG)

Xmpeg 5.0.3 ist ein Komprimierungs-Tool, welches mit DivX umgehen kann. Wir verwenden für diesen Test den neuen Codec 5.1.1 in der Version und komprimieren ein Video. Es wurde dabei eine ca. 200MB großte MPEG-2 Datei umgewandelt, wobei wir die Audio-Verarbeitung deaktivierten. Zwar zeigt das Programm die durschnittliche Frame-Zahl pro Sekunde an, wir dividieren aber die kompletten Frames durch die benötigte Zeit. Derartige Komprimierungen waren schon immer ein kräftiger Leistungstest für Prozessoren.

Wieder einmal ein nur sehr geringer Abstand.

Cdex 1.50 (Lame Encoding) (Lame)

LAME ist ein weiteres Kompressionstool. Es handelt sich um einen freien mp3-Codec, den wir zusammen mit CDex zum Komprimieren einer CD verwenden. Wir komprimieren hier den Inhalt einer kompletten CD mit elf Songs zu mp3-Dateien mit einer Bitrate von 128 kbit. Interessant ist dabei, das zu Beginn des mp3-Booms dies noch lange dauerte - das Rippen der .wav-Dateien von der CD dauerte mit 4x oder 8x CD-ROM-Laufwerken eine Ewigkeit, anschließend war der Rechner eine Stunde mit dem Encodieren beschäftigt. Jetzt ist die CD in knapp zwei Minuten ausgelesen, während der Rechner bereits im Hintergrund die Dateien komprimiert. Schneller als die CD wieder ins Regal eingeordnet ist, hat man also die Dateien per USB 2.0 auf seinem mp3-Player :

Hier ist nun wirklich kein Sieger auszumachen, alle drei Konkurrenten liegen in der gleichen Sekunde.

WinACE Archiver (WinACE)

Mit dem Komprimierungstool WinACE stoßen die Mainboards wieder auf eine Applikation, welches es besonders auf die Latenzzeiten abgesehen hat. Bei der Komprimierung unserer 39.5MB großen *.wav Datein ist es sehr wichtig, einen möglichst geringen Wert zu hinterlegen. Alle Angaben in den folgenden Diagrammen verstehen sich in Sekunden, wobei weniger gleich besser ist, denn je weniger Zeit verstreicht, bis die Datei vollständig komprimiert ist, umso besser ist die Performance des Mainboards :

Auch hier sehen wir dasselbe, da WinACE keine Millisekunden misst.

WinRAR Archiver (RARLab)

Selbiges wie für den eben durchgeführten WinACE Test gilt auch für den WinRAR Test. Auch WinRAR ist ein Tool, welches in der Lage ist, große Dateien so zusammenzupressen, dass sie nur noch einen Bruchteil des zuvor von ihnen benötigten Speicherplatzes benötigen. Umso schneller die Komprimierung vorranschreitet, umso besser ist das Ergebnis. Auch bei WinRAR, verstehen sich alle Angaben in Sekunden.

Zusammen mit dem ASUS A8V setzt sich das Abit an die Spitze (weniger hist hier schneller).

Nach dieser Vielzahl an Benchmarks können wir auch diese Seite als abgeschlossen betrachten und werden uns auf der nächsten gezielt mit den ersten Gaming-Benchmarks beschäftigen, welche wir auch noch weiter intensiviert haben.


FutureMark 3DMark03-330 (Futuremark)

3DMark 2003 kennt auch jeder - nur ist das Programm leicht in den Verruf gekommen, weil die Grafikkartenhersteller hier gerne etwas optimiert haben. Für unsere CPU- und Mainboard-Tests ist das allerdings nicht erheblich, da wir immer bei demselben Treiber und derselben Grafikkarte bleiben. Aus diesem Grund können wir 3DMark 2003 für den Vergleich recht gut einsetzen, auch wenn die Unterschiede recht gering sind - die Grafikkarte trägt hier die Hauptlast.

Der geringe aber vorhandene Performancevorsprung schleift sich durch alle Benchmarks, so auch durch den ersten Teil des 3D Mark 03.

FutureMark 3DMark03-330 CPU

Wie immer in unseren bisherigen Benchmarks kommt das Abit in den CPU Benchmarks sehr gut zu Recht.

Vulpine GLMark, 640x480 (Vulpine)

Jetzt kommen wir zum Vulpine GLMark. Der Vulpine GLMark 1.1 ist ein OpenGL-basierender Benchmark - eigentlich für Grafikkarten konzipiert. Läßt man ihn auf 640x480 laufen, so langweilt sich die Grafikkarte, während die restlichen Komponenten - RAM und CPU - sehr viel arbeiten müssen. Wir haben alle Benchmarks mit dieser Auflösung, 16 Bit, low Textures und Open GL 1.2 durchgeführt. Die Ergebnisse unter diesen Settings lauten wie folgt:

Den ersten Game-Benchmark kann das AV8 direkt einmal für sich gewinnen.

Vulpine GLMark, 1024x786

Auch in der höheren Auflösung setzt sich das Abit durch.


Quake 3 Arena, fast (ID-Software)

Als nächstes werfen wir einen Blick auf Quake 3 Arena. Quake 3 Arena ist schon ein Klassiker im Bereich der Benchmarks, deshalb setzen wir ihn auch weiterhin ein, haben ihn für unsere CPU-Tests aber erst jetzt wieder aus dem Archiv geholt. Die Demo 001 wird in der Konsole mit dem Befehl timedemo 1 und demo demo001 aktiviert, den Benchmark haben wir bei 640x480 mit 16 bit laufen lassen, um die CPU am meisten zu fordern. Hier sehen wir die Ergebnisse :

Quake 3 Arena, high

Hier zeigt das Abit AV8 erstmal eine kleine Schwäche und muss sich mehr als nur einmal geschlagen geben.

Return to Castle Wolfenstein 640x480 (Activision)

Return to Castle Wolfenstein basiert auf der Quake 3-Engine, ist aber ungleich anspruchsvoller. Getestet wurde nach den 3DCenter-Regeln für dieses Spiel und mit der dort beschriebenen Time-Demo Checkpoint durchgeführt. Dieser Link führt zur besagten Time-Demo bei 3DCenter, das Spiel muß man sich jedoch selbst besorgen, denn eine Demo ist im Internet leider nicht verfügbar.

Return to Castle Wolfenstein 1024x768

Das auch die Return to Castle Wolfenstein eine Q3 Engine ist, erklärt sich auch hier das mäßige Abschneiden des Abit, auch wenn die Abstände denkbar gering sind oder wie im Falle der höheren Auflösung sogar gegen Null tendieren.

Jedi Knight 2 640x480 (LucasArts)

Um diese Seite noch etwas abzurunden, ließen wir das AOpen AK89 MAX noch durch den Jedi Knight II Benchmark laufen. Auch hier musste es sich wieder unter der bei Programmierern beliebten Q3A Engine beweisen. Wie vielseitig diese Engine für Spiele genutzt werden kann, erkennt man hervorragend an diesen drei vollkommen differenten Spielen. Auch in Zukunft wird die Q3A Engine weiter eine große Rolle spielen - man erinnere nur an Shooter wie Star Trek Voyager Elite Force II... Auch in JKII testen wir wieder mit 640x480 und 1024x768 und möglichst niedriger Qualität, den Benchmark startet man, in dem man bei der Multiplayer-Verknüpfung den Zusatz "+set sv_cheats 1" setzt und schließlich im Spiel in der Konsole mit "timedemo 1" und "demo jk2ffa" eine Demo startet :

Jedi Knight 2 1024x768

In Jedi Knight reicht es dann für den zweiten Platz bzw. den geteilten Platz eins.


UT2003 Flyby 640x480 (Epic)

Unreal Tournament 2003 ist als Demo verfügbar, in die eine Benchmark-Funktion eingebaut ist. Ein Skript testet bei verschiedenen Auflösungen, es gibt eine Flyby-Demo und ein Botmatch, die die Leistungsfähigkeit des Systems für die Vollversion zeigen soll. Hier die Ergebnisse bei 640x480 mit 16 bit, denn auch hier wollen wir natürlich die Belastung auf die CPU verlagern :

Wieder einmal kann sich das AV8 nicht gegen die Konkurrenz bestehend aus ASUS A8V und VIA Referenz durchsetzen.

UT2003 Botmatch 640x480

Doch bereits im Botmatch herrschen wieder die bekannten Kräfteverhältnisse, hier steigt auch wieder die CPU-Last.

UT2003 Flyby 1024x768

Auch in der etwas höheren Auflösung bleibt das Abit vorne.

UT2003 Botmatch 1024x768

Gleiches Bild auch wieder hier.

Comanche 4 640x480 (Novalogic)

Comanche 4 ist für Auflösungen von 1024x786 durchaus noch als CPU-Benchmark zu gebrauchen, bei höheren Auflösungen limitiert jedoch die Grafikkarte. Der Benchmark nutzt viele Pixel- und Vertexshader, allerdings wird neben einer hervorragenden Grafikkarte auch ein starker CPU benötigt. Das Spiel basiert auf DirectX 8 und ist in der Demo zum Downloaden erhältlich. Die Demo besitzt einen integrierten Benchmark, hier kann man also vor dem Kauf auch feststellen, ob das Spiel auf dem gewünschten PC ruckelfrei läuft. Wir verwenden ihn zur Leistungsmessung.

Schon etwas deutlicher ist der Vorsprung für das ASUS und das Abit im Comanche Benchmark.

Comanche 4 1024x768

Doch dieser Vorsprung relativiert sich in der höheren Auflösung etwas, dennoch bleibt die alte Reihenfolge erhalten.


Serious Sam 640x480 Low Quality (Croteam)

Serious Sam ist auch neu bei unseren Athlon64 Mainboard-Tests - das Game ist hinreichend bekannt, wir verwenden die integrierte Benchmark-Funktion, natürlich mit 640x480 sowie 1024x768 und niedrigsten Settings, um die Grafikkarte möglichst nicht zu belasten und die wahre Performance, die uns das Mainboard bieten kann, in den Vordergrund zu rücken. Hier das Ergebnis :

Das bekannte Bild auch hier, Abit vor ASUS und dann die VIA Referenz.

Serious Sam 1024x768 Low Quality

Gleiche Reihenfolge auch in der höheren Auflösung.

DroneZMark, 640x480 (Zetha Games)

DroneZ, ein noch recht aktuelles OpenGL Spiel, soll unser letzter Test sein. Wir ließen auch diesen Benchmark sowohl in 640x480 und 1024x786 laufen, jeweils in 16bit, ansonsten behielten wir die Voreinstellungen bei. Folgendes Ergebnis erhielten wir nach den Tests :

Zum Abschluss untermauert das Abit nochmal seine Vormachtstellung, Platz eins.

DroneZMark, 1024x786

Auch auf der Zielgeraden lässt sich das Abit AV8 die Butter nicht mehr vom Brot nehmen.

Kommen wir nun zum Fazit des Reviews.


Das Abit AV8 zeigte sich als durchaus durchdachtes Mainboard und erfüllte in fast allen Zügen auch unseren Erwartungen. Da es sich hier nicht um das Modell mit der besten Ausstattung (KV8 Max3 mit K8T800) handelte, ist es auch nicht weiter verwunderlich, das man hier einige Abstriche machen muss. Dennoch scheint Abit den Ruf nach Verbesserungen gefolgt zu sein, und verbaute nun auch endlich einen FireWire Controller, dafür kostet das Board dann auch 125€ und pendelt im mittleren Preissegment.

Ebenfalls bei den USB 2.0 Ports hat Abit den Hebel angesetzt und nun sind von Hause aus sechs Ports verfügbar. Auch die restlichen Komponenten sprechen eine doch recht deutliche Sprache. Zu den herausragenden Onboard-Features gehören der 10/100/1000 MBit Ethernet Controller und der µGuru Chip mit einigen sinnvollen Features. Der Onboard-Sound zeigte sehr gute Werte in der Qualität, bremst das Board aber etwas aus. Besonders gespannt waren wir natürlich auch auf die Overclocking Optionen, denn hier sorgte Abit schon mit Pentium 4, Athlon XP und AMD Athlon 64 Sockel 754 Mainboards für Aufregung.

Optisch kommt das Abit natürlich im typischen Design her, schlichte Farben und kaum Auffälligkeiten. Auch Cool'n'Quiet wird unterstützt, deshalb kann theoretisch auch hier der Daumen nach oben zeigen.

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Nachbessern muß Abit noch ein wenig bei Details. Die µGuru Oberfläche wirkt teilweise sehr verspielt und schreckt daher auch einige Benutzer ab. Das Board ansich ist allerdings sehr gut gelungen und könnte sich zu einem Sockel 939 Geheimtipp mausern.

Das Abit AV8 im Bezug auf die Performce ist das bisher schnellste Athlon 64 Board in unseren bisherigen Tests mit dem Sockel 939, welches durch den VIA K8T800 Pro und die nötigen Verbesserungen noch einiges an Luft nach oben hat. Allerdings fehlen uns derzeit auch noch die möglichen Vergleiche zu den nForce3 250 Platinen für diesen Sockel. In fast allen Benchmarks liegt das AV8 knapp vorne, aufgrund des integrierten Memory-Controllers sind die Unterschiede zwischen den Platinen aber wie immer sehr gering.

Positive Punkte des Abit AV8 :

Negative Punkte des Abit AV8 :

Fasst man das gesamte Review und auch das Fazit noch einmal in ein paar Zeilen zusammen, kann man sagen, dass Abit mit dem AV8 ein wirklich gutes K8T800 Pro Board im Sortiment hat. Das Board erkämpft sich die Spitze der Athlon 64 Boards bei der Performance. Alle Features und Eigenschaften zusammen bilden eine sehr gute Basis, auf die Abit auch noch aufbauen kann. Sehr positiv ist die Tatsache, dass Abit auch hier wieder auf die aktive Kühlung der Northbridge verzichtet.

Aufgrund der nicht überragenden Ausstattung kostet das Board allerdings auch deutlich weniger als zum Beispiel die Konkurrenz Gigabyte K8NSNXP-939 oder MSI K8N NEO2 Platinum. Für 125€ bekommt man also das bisher schnellste Sockel 939 Mainboard mit einer sehr guten Performance und den wichtigsten Ausstattungsmerkmalen. Aufgrund des Verhandenseins von FireWire, welches auf dem KV8 Pro noch fehlte, und den sehr guten OC Möglichkeiten, vergeben wir auch dem Abit AV8 den Hardwareluxx Award.

Weitere Links :

Weitere Mainboard-Reviews findet man in unserer Testdatenbank unter Mainboards AMD Athlon 64 oder in den Overclocking, Modding und Tweaking Guides .

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