Test: ASRock P67 Extreme6

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ASRock hat mit dem P67 Extreme6 ein weiteres High-End-Board mit P67-Chipsatz auf den Markt gebracht, welches sich hinter dem bereits von uns getesteten ASRock Fatal1ty P67 Professional nicht zu verstecken braucht. Bis auf einige kleinere Unterschiede in Ausstattung und Design sind sich die beiden Top-Platinen sehr ähnlich, sodass ASRock zusammen mit den drei weiteren P67-Mainboards ein sehr wettbewerbsfähiges Angebot besitzt, welches inzwischen eine echte Alternative zu dem der etablierten Top-Hersteller darstellen kann. Das P67 Extreme6 verfügt über ein digitales Spannungswandlersystem mit 16 Phasen, insgesamt zehn SATA-Schnittstellen und sechs USB-3.0-Ports. Insgesamt scheint das P67 Extreme6 eine sehr interessante Platine zu sein, die wir uns einmal näher angeschaut haben.

Das ASRock P67 Extreme6 verfügt im Prinzip über die gleichen technischen Merkmale wie das ca. 30 Euro teurere Fatal1ty P67 Professional. Unterschiede liegen im optischen Design, einem fehlendem ATA133-Port und der Abwesenheit von einigen speziellen Gaming-Features wie z.B. dem Fatal1ty-Mouseport. Mit einem Straßenpreis von aktuell ca. 160 Euro liegt das ASRock P67 Extreme6 angesichts seiner Ausstattung aber gut im Rennen.

Beim Design der Optik hat ASRock sich an bestehende Traditionen gehalten und sich auf eine "klassische" Farbgebung beschränkt. Auf einer schwarzen Platine sind die Kunststoffteile in Blau und Weiß gehalten, wobei für die Kühlkörper eine Metall-Optik gewählt wurde. Das P67 Extreme6 wirkt dadurch durchaus hochwertig, ist aber nicht so auffällig wie das Fatal1ty oder bestimmte Mainboards anderer Hersteller. Abgesehen von dem markanten "V16" auf dem "Southbridge"-Kühler signalisiert das Extreme6 bereits durch die großen Heatpipe-Kühlkörper um den Prozessorsockel herum seine Zugehörigkeit zur oberen Leistungsklasse.

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Ein erster flüchtiger Blick auf das Board lässt bereits vermuten, dass ASRock die Möglichkeiten des P67-Chipsatzes durch den Einsatz von Zusatzchips deutlich aufgebohrt hat. So fallen neben den PCI-Slots in erster Linie die insgesamt zehn SATA-Ports an der Vorderkante des Boards auf.

Die technischen Daten in der Übersicht:
Die Daten des ASRock P67 Extreme6 in der Übersicht
Hersteller und
Bezeichnung
ASRock
P67 Extreme6
Straßenpreis ca. 160 Euro (B3-Stepping)
Homepage www.asrock.com
Northbridge-/CPU-Features
Chipsatz P67-Chipsatz
Speicherbänke und Typ 4x DDR3 (Dual-Channel)
Speicherausbau max. 32 GB
SLI / CrossFire CrossFire, SLI (x8-/x8-Lanes)
Onboard-Features
PCI-Express 3x PCIe x16 (x16/-/x4, x8/x8/x4)
2x PCIe x1
PCI 2x PCI
Serial-ATA-, SAS- und 
ATA-Controller
2x SATA 6G und 4x SATA 3G mit RAID 0, 1, 5, 10 über P67,
4x SATA 6G über Marvell PCIe 9120 Controller, davon 1x shared eSATA (Port4)
USB 4x USB2.0 (+8 über Header)
4x USB3.0 über Etron EJ168A
2x USB3.0 über Etron EJ168A über Frontpanel (oder über Header)
WLAN / Bluetooth -
Firewire 1x Firewire 400 MBit/s über VIA VT6315N 400 MBit/s (+1 über Header)
LAN 2x Gigabit-Ethernet (PCIe)
über Realtek RTL8111E
Audio Realtek ALC892 Audio Codec (Content Protection Support)
analoge, digitale und optische Ports

Im Lieferumfang des ASRock P67 Extreme6 lassen sich die folgenden Teile finden:

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Kommen wir auf der nächsten Seite zum Board selber.


Intel hat beim P67-Chipsatz im Wesentlichen das Konzept des Vorgängers P55 beibehalten. Die Sockel-1155-CPU kommuniziert über den etwas beschleunigten DMI-Bus mit dem Chipsatz, welcher neben PCIe-Lanes für weitere Komponenten auch wesentliche Datenschnittstellen selbst bereitstellt. Direkt an die CPU angebunden sind zwei Speicherkanäle mit Dual-Channel-Unterstützung und insgesamt 16 PCIe-Lanes für die Grafikkartenschnittstelle. Die wesentliche Veränderung beim P67 gegenüber dem Vorgängerchipsatz ist, dass die PCIe-Lanes des Chipsatzes nun mit voller PCIe-2.0-Geschwindigkeit laufen. Mit der nun zur Verfügung stehenden Bandbreite lassen sich auch die neuen Schnittstellenstandards USB 3.0 und SATA 6G hinreichend schnell anbinden, sodass die Board-Hersteller nicht mehr zusätzliche PCIe-Switches einsetzen müssen, um halbwegs gute Transferraten erzielen zu können.

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ASRock verwendet auf dem Extreme6 - ähnlich wie ASUS auch bei seinen neuen P67-Platinen - ein Spannungswandlerdesign mit digitalen Elementen. Momentan lassen sich auf dem Markt zwei leicht unterschiedliche Ansätze finden: einmal die klassischen, rein analogen Spannungswandler und dann die Varianten mit digitaler Steuerung. Die Unterschiede zwischen beiden Varianten liegen dabei nur in der Weise, wie die elektronischen Bauteile, die die eigentliche Arbeit machen, geregelt werden. Natürlich hat heutzutage auch ein an sich analoger Spannungswandler immer eine digitale Komponente. Bei der Sandy-Bridge-Plattform, welche Intels VRD 12 Richtlinien anwendet, ist mit der "Serial VID" eine neue Kommunikationsschnittstelle zwischen Prozessor und Spannungswandlern eingeführt worden, die eine sehr schnelle und umfassende Kommunikation beider Partner ermöglicht, was angesichts der hohen Anforderungen an die Leistungselektronik durch Techniken wie Turbo-Boost, Power States und dynamisch angepassten Spannungen ein notwendiger und logischer Schritt war.

Bei analogen Spannungswandlern ist aber der eigentliche Regelkreis, der dem Vergleich von Soll- und Ist-Werten entsprechend die "MosFETs" ansteuert, rein analog ausgeführt. Bei digitalen Spannungswandlern sind im Regelkreis noch digitale Komponenten vorhanden, d.h. es ist quasi auch eine Software-Komponente in der Regelung vorhanden, wohingegen bei analogen Spannungwandlern alles "in Hardware" verarbeitet wird. Durch die zusätzlichen Umwandlungsschritte von analogen in digitale Signale (und umgekehrt) ergeben sich sowohl Vor- als auch Nachteile. Digitale Spannungswandler gelten als genauer bei der Spannungsregelung und sind durch veränderliche Schaltfrequenzen flexibler. Analoge Systeme erlauben entsprechend ausgelegt höhere Leistungen, kühleren Betrieb und schnellere Regelung. In der Praxis lässt sich aber nicht sagen, dass eines der beiden Systeme besser wäre. Beide haben ihre Vor- und Nachteile und es hängt in erster Linie vom Hersteller ab, wie gut er das jeweilige Spannungswandlerdesign konstruiert hat. Ein Beispiel hierfür ist an der Spitze der P67-Produktpalette zu finden: Gigabytes Top-Board P67A-UD7 verwendet ein analoges System mit 24 Phasen und ASUS setzt beim Maximus IV Extreme auf ein digitales 8-Phasen-Design. Da eine "Phase" je nach Design sehr unterschiedliche Eigenschaften und Leistungsfähigkeiten haben kann, ist die Anzahl zwar ein werbewirksames Merkmal, aber besonders im Vergleich von High-End-Lösungen nicht immer sehr aussagekräftig.  Das P67A-UD7 hatten wir im Gegensatz zum Maximus IV Extreme bisher nur ganz kurz im Betrieb - Review folgt aber noch - aber beide Boards scheinen aus User-Sicht gleich hochwertig zu arbeiten.

Das von ASRock "Digi Power" genannte digitale Spannungswandler-System arbeitet mit 16 Phasen, sodass in jedem Fall genug Power für anspruchsvolle Overclocking-Anwendungen bereitstehen sollte. Optisch ansprechend sind die goldfarbenen Kondensatoren auf dem Board, wofür ASRock selbstverständlich hochwertige Solidstate-Modelle aus Japan verwendet. Manuelle Eingriffsmöglichkeiten auf die Steuerung der Spannungswandler hat ASRock nicht implementiert, aber solche Optionen sind aus unserer Sicht für Normalanwender auch nicht nötig. Die Stromversorgung erfolgt über einen 24-Pin-ATX-Stecker und einen 8-Pin-EPS-Stecker. Zur Unterstützung des Mainboards ist eine 4-Pin-Molex-Buchse vorhanden, deren Benutzung ASRock beim Einsatz von mehr als einer Grafikkarte empfiehlt.

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Die Kühlkörper um den Sockel herum sind bezogen auf die Platinenoberfläche innen ca. 32 Millimeter hoch bzw. außen 35 Millimeter, was beim Einsatz von gängigen Kühlkörpern unproblematisch sein sollte. Es sind vier Bohrungen für die Montage von Sockel-1155/1156-Kühlkörpern vorhanden und zusätzlich noch vier Bohrungen für Sockel-775-Kühler. ASRock bewirbt dies als "Combo Cooler Option", aber Erfahrungen aus der Community nach sollen S775-Kühlkörper mit Backplate-Halterungen aufgrund Unterschiede in der "Höhe" eher selten vernünftig passen. Die vier DIMM-Slots nehmen laut ASRock DDR3-Riegel von bis zu 8 GB Größe auf, sodass sich das P67 Extreme6 theoretisch mit bis zu 32 GB Speicher bestücken lassen sollte, wenn derartige Module auf dem Markt erhältlich sind.

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Unterstützt wird eine Geschwindigkeit von bis zu 2133 MHz, zusätzlich zu den niedrigeren Stufen 1866 MHz, 1600 MHz, 1333 MHz und, 1066 MHz und 800 MHz. Die Unterstützung von XMP-Profilen ist vorhanden und funktionierte im Test auch.

Auf dem P67 Extreme6 sind insgesamt drei PCIe-x16-Slots zu finden, die von zwei PCIe-x1- und zwei PCI-Slots ergänzt werden. Da keine Zusatzchips wie NVIDIAs NF200 oder Lucids Hydra verbaut sind, ergeben sich somit die üblichen Konfigurationsmöglichkeiten. Mit einer Grafikkarte im System läuft diese mit einer direkten x16-Anbindung an die CPU. Wird im zweiten Slot von oben eine weitere Karte verwendet, ändert sich die Bandbreitenverteilung auf  x8/x8. Trotzdem sind auch 3-Way-Varianten von CrossfireX und SLI möglich. Der untere PCIe-x16-Steckplatz ist mit bis zu vier PCIe-Lanes an den Chipsatz angebunden und lässt sich somit - wenn auch mit Geschwindigkeitseinbußen - für eine dritte Grafikkarte verwenden.

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Der dritte PCIe-x16-Slot ist aber nicht permanent mit vier PCIe-Lanes an den Chipsatz angebunden. Ist im zweiten PCIe-x1-Slot (Mitte, oberhalb des zweiten PCIe-x16-Slots) eine Karte eingesteckt, schaltet das Board den dritten PCIe-x16-Slot von x4- auf x2-Anbindung herunter. Der erste PCIe-x1-Slot oberhalb des ersten Grafikkartenslots ist aber davon unabhängig. Genau dieser Slot ist aber leider in der Praxis nur mit sehr kurzen PCI-Express-Karten wie einfachen SATA-Controllern oder Netzwerkkarten zu nutzen, denn längere Karten lassen sich aufgrund des Kühlkörpers daneben, unter dem sich der PCH-Chip verbirgt, nicht einsetzen. Auch eine einfache Soundkarte wie eine ASUS Xonar DX passt schon nicht mehr in den Slot. Da ein Ausweichen auf den zweiten PCIe-x1-Slot dann automatisch zur einer "Geschwindigkeitshalbierung" des dritten PCIe-x16-Slots führt, ist dies unserer Meinung nach ein Konstruktionsfehler, da bei vielen Konfigurationen so einer von nur acht zur Verfügung stehenden PCIe-Lanes zum Chipsatz verloren geht. In der Praxis wird das weniger auffallen, aber man hätte es andererseits vielleicht auch besser lösen können.


ASRock war schon wie beim Fatal1ty P67 Professional auch beim P67 Extreme6 sehr großzügig und hat für eine sehr umfangreiche Ausstattung gesorgt. Mit an Bord sind sechs USB-3.0-Schnittstellen und insgesamt zehn SATA-Ports, von denen sechs mit SATA-6G-Geschwindigkeit aufwarten können.

Kommen wir zuerst zu den SATA-Schnittstellen. An der Vorderkante des Boards sind insgesamt zehn abgewinkelte Buchsen zu finden. Die vier blauen Ports sind an den Chipsatz angeschlossen und bieten 3G-Geschwindigkeit inklusive aller weiteren Features von Intels Rapid Storage Technologie. Die weißen Ports sind Anschlüsse mit SATA-6G-Geschwindigkeit, wobei davon die beiden rechten Buchsen an den im Chipsatz integrierten SATA-6G-Controller angebunden sind. Die restlichen vier Ports werden durch zwei Marvell-9120-Controller angebunden, wobei sich einer der Ports (SATA3_M4) die Funktion mit dem eSATA-Port auf dem I/O-Panel teilt. Wird ein Gerät an die eSATA-Buchse angeschlossen, ist der interne SATA3_M4-Anschluss ohne Funktion.

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Den Marvel-9120-Controllern fehlt im Vergleich zu den auf anderen Mainboards häufig zu findenden Marvell-9128-Chips die RAID-Funktionalität, aber sie bieten davon abgesehen die gleichen Features und Geschwindigkeiten. ASRock hat die beiden Controller unterschiedlich angeschlossen. Der Chip, der die Ports SATA3_M1 und SATA3_M2 versorgt, ist mit einer PCIe-2.0-Lane direkt an den Chipsatz angeschlossen. Der zweite Chip ist an einen PCIe-Switch vom bekannten Typ PLX PEX8608 angeschlossen und muss sich demzufolge die Bandbreite dessen PCIe-x1-Anbindung mit einigen anderen Geräten teilen. ASRock empfiehlt daher im Handbuch, für bessere Performance vorrangig die Ports M1 und M2 zu verwenden. Der PLX-Chip verbirgt sich relativ einsam unter dem markanten "Southbridge-Kühler", welcher daher insgesamt eher eine dekorative Aufgabe hat.

Die USB-3.0-Schnittstellen realisiert ASRock mithilfe von Controllern von EtronTech, welche seit Kurzem als Alternative zu den mittlerweile altbekannten Chips von Renesas/NEC erhältlich sind. Die EJ168A-Controller von EtronTech bieten ebenfalls zwei USB-3.0-Ports und arbeiten nach unseren Tests auch etwas schneller als die bekannten Renesas/NEC-Chips. Ein EtronTech-Controller ist im folgenden Bild links in Nähe der Steckplätze für Erweiterungskarten zu sehen.

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Vier USB-3.0-Ports sind auf dem I/O-Panel zu finden und zwei weitere Anschlüsse versorgen einen Pin-Header, an den wiederum der mitgelieferte 3,5"-Fronteinschub mit zwei Buchsen angeschlossen wird. Zwei der drei auf dem P67 Extreme6 verbauten EtronTech-Controller hängen mit an dem PLX-Chip, was deren Performance in der Theorie beeinträchtigen könnte. Ein Controller ist direkt an den Chipsatz angebunden und verfügt damit über die volle Bandbreite, worauf ASRock im Handbuch auch (indirekt) hinweist.

Im Bereich direkt hinter dem I/O-Panel sind neben den zwei Gigabit-Netzwerkcontrollern auch die beiden weiteren USB-3.0-Controllerchips platziert. ASRock hat auf dem Extreme6 noch einen VIA VT6315N verbaut, der zwei Firewire-400-Ports bereitstellen kann, die als normale 6-Pin-Buchse auf dem I/O-Panel bzw. als Pin-Header auf dem Board ausgeführt sind.

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Im folgenden Bild sind der Super-I/O-Chip von Nuvoton und die PCIe-auf-PCI-Brücke zu sehen. Der Super-I/O-Chip, welcher am SPI-Interface des P67-Chipsatzes hängt, stellt ältere Schnittstellen wie den Floppy-Port oder die PS/2-Ports bereit, wohingegen die über PCI-Express angebundene ASMedia ASM1083 PCIe-to-PCI-Bridge die beiden PCI-Slots mit dem Chipsatz verbindet.

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Für die Soundausgabe kommt ein Realtek ALC 892 zum Einsatz, der bereits auf vielen anderen Boards zu finden ist. Interessanterweise findet man auf der Realtek-Webseite zu diesem Codec keine eigenen Informationen. Somit müssen wir uns auf die Angaben stürzen, die im Internet zu finden sind. Der HD-Audio-Codec unterstützt bis zu 192 kHz/24 Bit mit acht Kanälen, er ist also ein klassischer 7.1-Sound-Chip, wobei er auch Content Protection für HD-Audio (Blu-ray) unterstützt. Das ist durchaus wichtig, denn durch die digitale Ausgabe des Sounds verlieren Onboard-Chips mehr und mehr ihre analoge Qualitätseinbuße, aber wer Blu-rays am PC abspielen möchte, erhält aufgrund der Verschlüsselung ohne die Content-Protection-Unterstützung keinen Sound. Der Sound hat auch das THX TruStudio Pro Zertifikat - aber dies ist insofern nichtssagend, dass man dieses bei der Einhaltung von gewissen Qualitätsvorgaben von THX erwerben kann. In Sachen analoger Qualität bietet der Onboard-Sound des ASRock Extreme6 das Übliche: Für manche mag es reichen und für alle anderen bietet das Board noch freie Schnittstellen für USB-, PCIe- oder PCI-Soundkarten.

Das ASRock P67 Extreme6 bietet am I/O-Panel eine umfangreiche Auswahl an Anschlussmöglichkeiten und nutzt somit den begrenzten Platz sinnvoll aus. Es lassen sich vier USB-3.0- und sechs USB-2.0-Ports finden, die von einer eSATA-6G-Buchse und einem Firewire-400-Anschluss ergänzt werden. Entsprechend den zwei verbauten Realtek RTL8111E-Chips sind weiterhin zwei RJ45-Ports vorhanden. Für ältere Tastaturen bzw. Mäuse hat ASRock zwei PS/2-Ports vorgesehen. Für die Verbindung zum Onboard-Sound stehen insgesamt sechs analoge Klinken-Buchsen und zwei digitale Ports bereit. Da das Extreme6 sich an Enthusiasten mit Overclocking-Absichten richtet, hat ASRock dementsprechend auch einen Taster zum Löschen des CMOS am I/O-Panel untergebracht. Gebraucht wird diese Möglichkeit eher selten, aber im Falle des Falles ist die leichte Erreichbarkeit ein Segen.

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Aufgrund der stattlichen Anzahl von Zusatzchips reichen die acht PCIe-Lanes des P67-Chipsatzes nicht aus, sodass ASRock mit dem PLX PEX8608 den bereits angesprochenen PCIe-Switch einsetzt, um die vorhandenen PCIe-Lanes des Chipsatzes optimal nutzen zu können. Direkt an den Chipsatz angebunden sind ein USB-3.0-Controller, ein SATA-6G-Chip, die PLX-Bridge und die PCIe-Slots. Je nach Bestückung der PCI-Express-Slots werden also sieben oder acht PCI-Lanes genutzt. Wenn der untere PCIe-x1-Slot bestückt ist, reduziert sich die Anbindung des dritten PCIe-x16-Slots von x4- auf x2-Geschwindigkeit, sodass eine PCIe-Lane des Chipsatzes ungenutzt bleibt. Das mag unglücklich erscheinen, insbesondere aufgrund der Tatsache, dass der obere (fest angebundene) PCIe-x1-Slot aufgrund der Platzverhältnisse kaum zu nutzen ist. Andererseits verfügt das P67 Extreme6 aber so über die Option, bei Bedarf einen voll angebundenen PCIe-x4-Slot zur Verfügung zu stellen, welchen auch nur wenige Boards bieten können.

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An den PLX-Chip, der mit einer PCIe-2.0-Lane (500 MB/s pro Richtung) an den Chipsatz angebunden ist, sind dann nahezu alle weiteren Komponenten angeschlossen: zwei USB-3.0-Chips, ein SATA-6G-Controller, ein Firewire-Controller, die PCIe-to-PCI-Bridge und die beiden Gigabit-Netzwerkcontroller. Es müssen sich also sieben Geräte die Upstream-Bandbreite der PLX-Bridge teilen, was in der Theorie durchaus zu Geschwindigkeitsproblemen führen kann. Solange man aber die Empfehlung von ASRock befolgt, für schnelle USB-3.0- bzw. SATA-6G-Geräte die entsprechenden Ports der direkt angebundenen Chips zu nutzen, sollten in der Praxis auch bei intensiver Nutzung keine Performanceeinbrüche zu spüren sein. Wer es dennoch schafft, neben den unabhängigen zwei USB-3.0- und zwei SATA-6G-Ports noch die 500 MB/s der PLX-Bridge voll auszulasten, sollte sich vielleicht darüber Gedanken machen, ob die Mainstream-Plattform P67 noch das Richtige für ihn ist.

Auf dem ASRock P67 Extreme6 lassen sich sechs FAN-Header finden, wovon zwei in 4-Pin-Bauweise ausgeführt sind. Für den CPU-Lüfter sind zwei Anschlüsse vorhanden, einmal in 4-Pin für PWM-Lüfter und zusätzlich noch ein 3-Pin. Weiterhin sind noch drei Chassis-Fan-Anschlüsse (1x 4-Pin, 2x 3-Pin) und ein dreipoliger Power-Fan-Anschluss vorhanden. Bis auf Letzteren lassen sich alle Lüfteranschlüsse regeln, wobei aber nur CPU-Fan (beide Anschlüsse zusammen) und Chassis-Fan 1 über weitergehende Konfigurationsmöglichkeiten verfügen.


Für den Test verwendeten wir die zum entsprechenden Zeitpunkt aktuelle Beta-Version 1.33A, die einige insbesondere für das Overclocking wichtige Optionen mitbrachte.

ASRock bietet zum Updaten des BIOS verschiedene Möglichkeiten an. Von der Windows-Variante ist aus allgemeinen Sicherheitsgründen eher abzuraten und ein Flash über eine DOS-Umgebung dürfte langsam auch aus der Mode kommen. Die dritte Möglichkeit, ein BIOS-Flash über eine entsprechende BIOS-Option direkt vorzunehmen, hat sich mittlerweile zum Standard entwickelt und ist unter der Bezeichnung "Instant-Flash" auch beim P67 Extreme6 zu finden.

Die Bootzeit des Boards ist in Ordnung, solange man nicht alle Onboard-SATA-Komponenten verwendet und als Boot-Device konfiguriert. Hierfür gibt es beim ASRock-Board glücklicherweise eine Option, die die SATA-Geräte auch "unbootable" macht und somit den Startvorgang nicht verlangsamt. Das UEFI-BIOS ist schnell geladen und dank der (noch zu verbessernden) Mausunterstützung auch für Anfänger geeignet. Im Gegensatz zu einigen anderen Herstellern versteckt ASRock die Profi-Einstellungen aber nicht in einem Sondermenü, sondern sie sind gleich zugänglich. Allerdings werden manche Menüs etwas lang, da viele Optionen vorhanden sind. Alle Onboard-Komponenten konnten abgestellt werden, aber die drei USB-Controller lassen sich nur entweder alle gleichzeitig aktivieren oder deaktivieren. Dasselbe gilt für die beiden Marvell-Controller. Bei den Gigabit-Ethernet-Ports bietet ASRock hingegen die Möglichkeit, auch nur einen einzelnen Port zu aktivieren.

OC-Profile sind vorhanden, auch gibt es mit Instant Flash ein Programm zum Flashen des BIOS. Die Lüftersteuerung funktionierte gut, allerdings haben wir schon umfangreichere Konfigurationsmöglichkeiten gesehen. Immerhin hilft sie, den Prozessor auf einer bestimmten Temperatur zu halten - bei minimaler Lüfterdrehzahl und somit leiser Lautstärke. Erfreulicherweise sind alle Stromspartechniken aktiviert, selbst C6, und auch der Turbo-Betrieb lief zufriedenstellend ohne Probleme.

Größere Bugs sind uns im Rahmen des Tests nicht aufgefallen, aber einige kleinere Fehler sind - wie bei jedem Board - vorhanden. Veränderungen an der BCLK oder das Abschalten der "Spread Spectrum"-Option führen (zumindest mit den früheren BIOS-Versionen) häufig zu einem Kaltstart-Bug (An-Aus-An), welcher von Mainboard-Generation zu Mainboard-Generation weitervererbt zu werden scheint.

Sämtliche BIOS-Funktionen haben wir in der folgenden Galerie aufgeführt:


Für Overclocker ist es natürlich zunächst einmal interessant, welche BIOS-Optionen das Board bietet. Weiterhin darf das Board auch gerne mit einer besonderen Spannungsversorgung ausgestattet sein, die eine höhere Leistungsfähigkeit aufweist als von Intel vorgesehen, denn durch die Übertaktung der CPU steigt in der Regel deren Leistungsaufnahme stark an. Weiterhin ist es wichtig, dass auch die Signallaufzeiten auf dem Board (z.B. CPU-Speichercontroller - DRAM) einwandfrei geroutet sind, damit das Board auch bei Übertaktung noch stabile Signale überträgt. ASRock mag zwar im Overclocking-Bereich weniger Erfahrung als andere Hersteller haben, welche in diesem Segment bereits lange etabliert sind, aber bereits bei den P55-Platinen hatte ASRock schon eine gute Vorstellung abgeliefert.

Beim UEFI-Bios des P67 Extreme6 sind alle wesentlichen Optionen vorhanden und auch in Sachen Bedienung präsentiert es sich ausgesprochen positiv. Für extremes Overclocking ist es natürlich nicht vorgesehen, dafür fehlen beispielsweise im Vergleich zum ASUS Maximus IV Extreme etliche Möglichkeiten, aber für 90% der Overclocker dürfte das Extreme6 völlig ausreichen. Die Auswahl an einstellbaren Spannungen, Frequenzen und Timings ist jedenfalls umfangreich genug.


Die Overclocking-Funktionen in der Übersicht
Base Clock Rate 95 bis 110 MHz, stufenlos
CPU-Spannung Fixed Mode: 0,61 bis 1,52 V in 0,005-V-Schritten,
Offset-Mode: -0,3 bis +0,5 V in 0,005-V-Schritten
DRAM-Spannung 1,2 bis 1,8 V in 0,015-V-Schritten
VTT-Spannung 0,661 V bis 1,87 V in 0,013-V-Schritten
CPU PLL-Spannung
1,586 bis 2,349 V in 0,0075-V-Schritten
PCH-Core-Spannung
0,78 bis 1,646 V in 0,009-V-Schritten
PCIe-Takt - nicht möglich -
Weitere Spannungen
VCCSA Voltage 
Speicher-Optionen
Taktraten CPU-abhängig, Multiplikatoren bei x6 - x16 (2er-Schritte)
Command Rate
einstellbar
Timings einstellbar
XMP wird unterstützt
Weitere Funktionen
QPI-Takt CPU-abhängig, x36, x44 und x48
Core Current Limit
einstellbar, bis 300 A
Weitere Besonderheiten
Settings speicherbar in Profilen, CPU OC-Automatik (5 Profile bis 4,8 GHz)
Load Line Calibration, Spread Spectrum, Instant Flash,
Extreme OverVoltage Option, sämtliche Stromspar-Modi

Hier noch eine Galerie der für den Overclocking-Betrieb interessanten BIOS-Optionen.

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In unseren Overclocking-Versuchen zeigte das ASRock P67 Extreme6 eine solide Performance und erlaubte unserer luftgekühlten Test-CPU ohne Probleme das Überspringen der "5 GHz-Hürde". Mit einer besseren Kühlung wären vermutlich noch höhere Geschwindigkeiten als die von uns erreichten 5,2 GHz Taktfrequenz möglich, aber das würde den Rahmen eines Board-Tests sprengen. Im Rahmen unserer Overclocking-Tests machte das Board einen stabilen Eindruck, zeigte keine Auffälligkeiten und blieb auch recht kühl.

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Im Unterschied zu anderen Boards erlaubt das P67 Extreme6 nur die Wahl eines einzigen Turbo-Multiplikators, auch fehlt die Einstellungsmöglichkeit des "normalen" Multiplikators. Es ist also nicht möglich, je nach der Anzahl der belasteten CPU-Kerne unterschiedliche Multiplikatoren einzustellen, so wie es z.B. bei dem ASUS Maximus IV Extreme oder auch dem ECS P67H2-A angeboten wird. Sicher ist dies ein Nachteil, denn damit geht eine Möglichkeit zum Feintuning verloren, aber in der Praxis ist dieser kleine Nachteil für die meisten User wohl zu vernachlässigen. Vielleicht wird er aber von ASRock auch noch irgendwann nachgeliefert. Dass die "normale" Multiplikatoreinstellung fehlt, macht sogar Sinn, denn bei aktivierten Turboboost- und Stromspar-Features der Sandy-Bridge-Plattform spielt dieser schlichtweg keine Rolle, da sich der CPU-Takt ständig im Bereich zwischen Idle- (1.6 GHz) und Turbo-Frequenz bewegt. Da eine BCLK-Erhöhung in erster Linie vom CPU-Exemplar abhängt und meist auch kaum mehr als 105 MHz möglich sind, passt auch die Tatsache, dass sich die BCLK beim P67 Extreme6 auch nur maximal auf 110 MHz einstellen lässt.

Das P67 Extreme6 bietet im UEFI-BIOS auch einige vorgefertigte Overclocking-Profile, die im Test auch funktionierten, aber letztendlich bietet eine manuelle Konfiguration die besten Möglichkeiten. Das Paket P67-Chipsatz und Sandy-Bridge-CPU ermöglicht die Kombination von Overclocking und Energieeffizienz. Wurde das Overclocking in der Vergangenheit noch durch aktivierte Stromspar-Features teilweise massiv eingeschränkt, so lassen sich sie sich nun recht gut kombinieren, was in erster Linie an der Overclockingmöglichkeit über den Turboboost-Multiplikator liegt. Zwar stehen mit dem Core i5-2500K und dem i7-2600K dafür aktuell nur zwei passende CPUs mit freier Multiplikatoreinstellung zur Verfügung, aber diese liegen zumindest in erschwinglichen Preisregionen. Das Übertakten ist durch die Tatsache, dass sich de facto nur über den Multiplikator übertakten lässt, beim P67 Extreme6 recht einfach geworden. Die Hauptschwierigkeit liegt nun darin, die nötigen Spannungen richtig einzustellen. Der Kernspannung kommt hier das Hauptaugenmerk zu, denn die Anpassung der weiteren Spannungen ist i.d.R. nur für das Feintuning nötig. Das P67 Extreme6 bietet für die Kernspannung mehrere Manipulationsmöglichkeiten. Die VCore lässt sich einmal absolut mit festen Werten einstellen oder über einen anpassbaren Offset-Wert verändern. Letztere Variante ist für eine funktionierende Spannungsabsenkung im Idle vorzuziehen.

Im Gegensatz zu früher gibt es aber bei der Sandy-Bridge-Plattform nicht mehr nur eine feste Kernspannung (VID), sondern aufgrund der erweiterten Kommunikation zwischen CPU und Spannungswandlern hängt diese nun von mehreren Parametern ab. Ein maßgeblicher Faktor ist u.a. der anliegende Takt, daher verändert sich auch die anliegende Kernspannung in Abhängigkeit vom Takt. Das P67 Extreme6 bietet daher noch eine zusätzliche Option an, die Kernspannung speziell für den Turbo-Betrieb per Offset-Wert zu verändern. Die dritte Steuerschraube bietet sich dem User in Form der "Loadline Calibration". Ähnlich wie bei aktuellen Platinen von ASUS lassen sich für die VDroop-Kompensation fünf Charakteristika auswählen. Je höher die gewählte Stufe ist, desto stärker sinkt die Kernspannung unter hoher Prozessorlast ab. Für ein optimales Overclocking gilt es also, diese drei Parameter möglichst optimal einzustellen, was zugegebenermaßen etwas Ausprobieren erfordert, denn schließlich müssen die Spannungen für jeden der vielen möglichen "CPU-Betriebszustände" stimmen.

Insgesamt kann das ASRock P67 Extreme6 hinsichtlich seiner Overclocking-Möglichkeiten überzeugen. Es bietet genügend Optionen auch für fortgeschrittene User und macht alles in allem einen ausgereiften Eindruck.


ASRock hat dem P67 Extreme6 auch ein Tool zum Hardwaremonitoring und zum Übertakten unter Windows beigelegt. Das ASRock Extreme Tuning Utility hat insgesamt fünf Unterprogramme, auf der ersten Seite werden Taktfrequenzen, Spannungen, Temperaturen und Lüfterdrehzahlen angezeigt.

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Auf einer weiteren Seite lassen sich die an das Board angeschlossenen Lüfter beeinflussen. Es bieten sich hier die Optionen, die auch im BIOS zur Verfügung stehen. Ohne jedes Mal einen Neustart machen zu müssen, lassen sich so diverse Einstellungen "on-the-fly" durchtesten.

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Einige Overclocking-Parameter lassen sich ebenfalls konfigurieren, wobei aber der Umfang der Möglichkeiten dort nur kleinere Änderungen zulässt. Aber genau das kann manchmal schon sehr hilfreich und vor allem auch zeitsparend sein.

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Die Software ermöglicht das Auslesen der aktuellen BIOS-Version und bietet die Option, auf die drei Einstellungsprofile zuzugreifen, auf welche man auch im UEFI-BIOS selber Zugriff hat.

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Interessant ist auch die letzte Option von ASRocks Extreme Tuning Utility. Hier lässt sich erkennen, wie viele der insgesamt 16 Phasen der CPU-Stromversorgung gerade verwendet werden. Im Idle hat unser Testsystem zwei Phasen verwendet, unter Prime95-Last waren es alle 16 Phasen. Der Button "IES Power" aktiviert eine Energiespar-Option des Boards, die aber im Wesentlichen nur die CPU-Kernspannung um ein knappes zehntel Volt reduziert. Unter Last im übertakteten Zustand kann dies natürlich schnell zum Systemabsturz führen, daher gibt das Tool diese Funktion nur bei nicht übertaktetem System frei.

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ASRock hat mit seinem Extreme Tuning Utility dem P67 Extreme6 ein solides Tool beigelegt, was zwar angesichts mancher Softwarebeilagen der Konkurrenz eher einfach wirkt, aber zumindest einige grundsätzliche und in manchen Situationen sehr nützliche Funktionen mitbringt.

Ein weiteres Tool, was ASRock dem P67 Extreme6 beilegt, ist "XFast USB", welches sowohl USB-3.0- als auch USB-2.0-Transfers auf ASRock-Mainboards beschleunigen soll. Über die genaue Funktion lässt ASRock leider nichts verlauten, aber angesichts der extremen Benchmarkergebnisse im Umgang mit kleinen Dateien ist zu vermuten, dass das Tool einen Software-Cache beinhaltet. Die allgemein beschleunigte Leseleistung lässt vermuten, dass ASRock hier das Ansprechverhalten (Treiber, Priorisierung) des USB-Ports optimiert. Die Schreibperformance hingegen bleibt - abgesehen von den Caching-Effekten bei kleinen Blockgrößen - weitestgehend konstant.

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Da "XFast USB" recht stabil zu laufen scheint und auch gewisse Geschwindigkeitsvorteile mit sich bringt, kann man es als User eines entsprechenden ASRock-Mainboards durchaus einmal ausprobieren.


Für die Sandy-Bridge-Mainboardtests haben wir unser Testsystem erneuert - und verdoppelt. An zwei Teststationen testen wir nun die diversen P67-Mainboards, wobei wir die Testsysteme möglichst identisch gestaltet haben:

Hardware:

Für Bandbreiten/Transferratentests kommen weitere Komponenten zum Einsatz. 

Software:

Bei weiteren Treibern verwenden wir jeweils die aktuellste Version. 

Hundertprozentig identisch sind die Testsysteme trotz identischer Software und identischer Hardware nicht, denn die Intel-CPUs besitzen eine leicht unterschiedliche VID-Spannung. Die Verbrauchswerte weichen also minimal voneinander ab, warum wir in den entsprechenden Vergleichen die Werte je nach Teststation mit unterschiedlicher Farbe markieren. Die Performancemessungen hingegen sind zwischen beiden Teststationen gut vergleichbar, da beide Systeme mit den gleichen Einstellungen gefahren werden.

Seit der Einführung der Nehalem-Prozessoren und der Integration des Speichercontrollers in die CPU haben wir festgestellt, dass sich die getesteten Mainboards kaum mehr in der Performance unterscheiden. Dies ist auch kein Wunder, denn den Herstellern bleibt fast kein Raum mehr fürs Tweaken: Früher war es möglich, durch besondere Chipsatztimings noch den einen oder anderen Prozentpunkt an Performance aus dem Mainboard zu holen, heute fehlt diese Optimierungsmöglichkeit. Ist ein Mainboard also in der Lage, die Speichertimings einzustellen, so werden alle Mainboards - wie auch bei unseren Tests mit konstant 1600 MHz und 9-9-9-24 1T - dieselbe Performance erreichen.

Auch wenn wir deshalb die Performancetests im Vergleich zu früheren Mainboardreviews deutlich eingeschränkt haben, sind sie dennoch interessant, denn mit den Leistungsvergleichen findet man schnell heraus, ob der Hersteller beispielsweise den Turbo-Modus ordentlich implementiert hat oder im Hintergrund automatische Overclocking-Funktionen laufen. Beim ASRock P67 Extreme6 funktionierte mit Default-Einstellungen der Turbo-Modus jedenfalls zuverlässig und ohne Auffälligkeiten.

Wir testen allerdings nur noch vier Benchmarks und beschränken uns hier auf 3DMark 2011, SuperPi 8M, Cinebench 11.5 und Sisoft Sandra 2011 Memory Benchmark:

asrock_p67_ex6_B_3dmark

asrock_p67_ex6_B_cinebench

asrock_p67_ex6_B_superpi

asrock_p67_ex6_B_sandra

Der Vergleich der bisher von uns getesteten P67-Mainboards zeigt allenfalls minimale Unterschiede. Praktisch gesehen weisen alle Boards bei gleicher Konfiguration auch die gleiche CPU-, Grafik- und Speicherperformance auf. Wirkliche Unterschiede würden sich erst durch abweichende Einstellungen ergeben. Das ASRock P67 Extreme6 liegt von seiner Performance her auf dem Niveau anderer P67-Mainboards. Der minimale Rückstand ist u.a. dadurch zu erklären, dass das Board mit Default-Einstellungen eine BCLK von 99,8 MHz fährt.


Immer wichtiger ist heute der Stromverbrauch eines PC-Systems - und in der Tat tauchen hier im Vergleich zur Performance noch häufiger deutliche Unterschiede zwischen den Mainboards auf. Dies hat zum einen mit dem BIOS zu tun, denn oftmals werden Intels Stromsparoptionen nicht aufgegriffen, falsch implementiert oder es wird schlicht vergessen, dass Onboard-Komponenten deaktiviert werden, wenn diese nicht in Verwendung sind. Zum anderen hat dies auch mit den verwendeten Komponenten und der Spannungsversorgung zu tun: Je effizienter diese arbeitet, desto geringer ist der Stromverbrauch des Mainboards. Die Qualität und Effizienz der Hardware ist ein Faktor, aber auch die Softwareseite spielt eine Rolle. Insbesondere unter Last hat z.B. der jeweils gewählte Wert der CPU-Kernspannung eine großen Einfluss auf die gesamte Leistungsaufnahme.

Das P67 Extreme6 hat im Vergleich zu anderen P67-Boards zwar eine recht große Zahl von USB-3.0- und SATA-6G-Controllern an Bord, aber verzichtet andererseits auf den Einsatz eines Lucid-Hydra- oder NF200-Chips. In der Theorie sollte sich sein Stromverbrauch im üblichen Rahmen ähnlich gut ausgestatteter Oberklasse-Mainboards bewegen. Da es eng verwandt mit dem bereits getesteten ASRock Fatal1ty P67 Professional ist, sind hier auch ähnliche Messwerte zu erwarten. Gemessen haben wir im Windows-Idle-Betrieb ohne Last, mit Cinebench 11.5 unter 2D-Volllast und mit Prime95 (Torture-Test, Vollauslastung).

Test 1: Mit aktivierten Onboardkomponenten:

Im ersten Teil betreiben wir das Board im Prinzip mit den Optimized-Defaults-Einstellungen, sodass ein Großteil der entsprechenden BIOS-Optionen automatisch eingestellt wird. Auch sind alle Onboard-Komponenten aktiviert.

asrock_p67_ex6_W_idle

Im Idle zeigt das P67 Extreme6 eine Leistungsaufnahme, die im Testvergleich im Mittelfeld liegt. Im direkten Vergleich mit dem Fatal1ty P67 Professional liegt es minimal vorne, was aber angesichts unterschiedlicher Testplattformen nicht auf ein zehntel Watt genau bestimmt werden kann. Mit dem vergleichsweise einfach ausgestatteten Intel DP67BG kann allerdings keines der anderen Boards mithalten.

Unter Last bietet sich ein ähnliches Bild: Mit den standardmäßigen Einstellungen weist das ASRock P67 Extreme6 im Vergleich mit den anderen Boards einen durchschnittlichen Stromverbrauch auf, der insgesamt aber als gut zu beurteilen ist.

asrock_p67_ex6_W_load

Unter CPU-Volllast durch den Torture-Test von Prime95 kann das Extreme6 zwar keine Bestwerte setzen, liegt aber knapp vor dem Fatal1ty Professional und kann insbesondere zum ECS P67H2-A und dem ASUS Maximus IV Extreme seinen Vorsprung bewahren. In der Praxis sind die Unterschiede - abgesehen vielleicht zum Intel DP67BG - zu vernachlässigen und mit neuen BIOS-Versionen können sich die Verhältnisse auch wieder verschieben.

 

asrock_p67_ex6_W_p95

Das P67 Extreme6 ist von Haus aus in Sachen Leistungsaufnahme recht gut abgestimmt. Ein gewisses Optimierungspotential ist sicher noch vorhanden, aber angesichts der Ausstattung hat ASRock einen soliden Job erledigt.

Da die gewählten Prozessorspannungen im Lastfall einen großen Unterschied ausmachen können, haben wir einen Blick auf die jeweiligen Werte geworfen. Hierbei ist natürlich zu beachten, dass zwei unterschiedliche - wenn auch sehr ähnliche - CPUs im Spiel sind. Bei Betrachtung der Leistungsaufnahme spielt dies nur eine geringe Rolle, da beim "Powermanagement" der CPU die elektrische Leistung wichtig ist, in welche neben der Spannung auch die Stromstärke einfließt.

asrock_p67_ex6_V_p95

Bis auf das ASUS P8P67 Deluxe verwenden alle Boards mehr oder weniger die gleiche Prozessorspannung unter Last, was auch zum Teil das gute Auftreten des P8P67 Deluxe unter Last erklärt. Das ASRock P67 Extreme6 zeigt keine Auffälligkeiten und verwendet de facto die gleiche CPU-Kernspannung wie auch andere Mainboards.

Da die meisten Anwender nicht alle Onboard-Chips benötigen, haben wir auch einen Test mit nur einem aktivierten Onboard-LAN und dem Onboard-Sound durchgeführt. Sämtliche USB3.0- und SATA-Controller sind hier deaktiviert. Die Spannungen werden weiterhin vom Board automatisch festgelegt, aber Features wie EPU wurden auf maximale Einsparung eingestellt.

Test 2: Mit deaktivierten Onboardkomponenten (1x LAN + Sound an):

Wopt_idle

Mit weitestgehend abgeschalteten Onboard-Komponenten und Aktivierung aller Stromsparfeatures des Boards kann das ASRock P67 Extreme6 einen vergleichsweise niedrigen Stromverbrauch im Idle erzielen. Das Intel-Board bleibt zwar unerreicht, aber im Vergleich zur direkten Konkurrenz liegt das ASRock-Board knapp in Führung.

Wopt_p95

Unter voller Prozessorlast ergibt sich durch das Deaktivieren der Onboard-Komponenten im Prinzip auch nur eine geringe Einsparung. Hier machen sich die boardspezifischen Energiespar-Features bemerkbar. Das ASRock P67 Extreme6 senkt beispielsweise die Kernspannung um ein zehntel Volt, was sich unter Volllast natürlich entsprechend deutlich auf den Stromverbrauch auswirkt. Probleme mit der Stabilität haben sich bei unserem Testsystem nicht ergeben, daher ist dieser "Trick" durchaus als legitimes und wirksames Mittel zu sehen. Natürlich lässt sich das gleiche (oder ein besseres) Einsparergebnis erreichen, wenn man die Spannungsoptimierungen etc. von Hand vornimmt.

Insgesamt zeigt das ASRock P67 Extreme6 in Sachen Leistungsaufnahme eine gute und sehr konkurrenzfähige Performance. Angesichts der Ausstattung und der Ausrichtung geht der Stromverbrauch des P67 Extreme6 voll in Ordnung.


Das ASRock P67 Extreme6 verwendet wie das bereits getestete ASRock Fatal1ty P67 Professional USB-3.0-Controller der Firma EtronTech, welche eine gute Alternative zu den bisherigen Controller-Chips von Renesas Electronics zu sein scheinen. Die zusätzlichen SATA-6G-Ports werden durch die bekannten Controller von Marvell realisiert, die zwar im Falle der auf dem P67 Extreme6 verbauten 9120-Variante keine RAID-Funktionalität haben, aber bislang immer eine passable Leistung zeigen konnten.

USB-3.0-Performance:

Die USB3.0-Performance testen wir mit einem schnellen SuperTalent SuperCrypt 32 GB - einer externen SSD in Form eines Speichersticks mit USB-3.0-Interface:

   usb3_etron_xfasts  usb3_etron_xfast_2gbs

Die USB-3.0-Performance:
links: eTron-Controller direkt, mitte: eTron-Controller mit XFast-Turbo, rechts:
eTron-Controller mit XFast-Turbo und achtfacher Testdatengröße

Der Benchmark im linken Bild zeigt die Performance der direkt an den P67-Chipsatz angebundenen USB-3.0-Ports des P67 Extreme6. Die vier weiteren über die PLX-Brücke angesprochenen USB-3.0-Schnittstellen zeigen im Normalfall die gleiche Performance. Ein Crossload-Test ist weiter unten zu finden. Im mittleren Bild ist die Performance mit aktiviertem XFast-Turbo dargestellt, im rechten Bild wurde zusätzlich die Größe der Testdaten auf 2 GB erhöht.

Auch ohne Softwaretool sind die USB-3.0-Ports des EtronTech-Controllers auf dem Extreme6 ein gutes Stück schneller als die der auf anderen Boards verwendeten Renesas-Controller. Der Unterschied fällt im Zusammenspiel mit unserer Hardware beim Lesen mit 20 MB/s eher gering aus, aber die 10 bis 20 MB/s beim Schreiben machen sich dann doch bemerkbar. Durch XFast wird insbesondere die Performance bei kleinen Datenblöcken massiv gesteigert. Bei größeren Blöcken steigt die Leseleistung um ca. 15%, die Schreib-Performance bleibt gleich. Wird beim verwendeten Atto Disk Benchmark die Größe der Testdaten von 256 MB auf 2 GB erhöht, ergibt sich keine Veränderung der Performance bzw. des Einflusses der XFast-Software auf das Ergebnis.

SATA-6G-Performance:

Um die SATA-6G-Performance ordentlich zu testen, haben wir schon neue SSDs mit neuem SATA-6G-Controller und Lese- und Schreibraten von über 500 MB/s bestellt - diese sind allerdings noch nicht lieferbar, also müssen wir uns für die richtigen Auslastungstests noch etwas gedulden. Aktuell testen wir mit einer Crucial RealSSD C300 64GB, die immerhin schon über 350 MB/s im Lesebetrieb schafft.

sata6g_intels  sata6g_1marvells sata6g_2marvells

Die SATA-6G-Performance:
links: Intel-Controller SATA 6G, mitte: Marvell-Controller SATA 6G, rechts: Marvell-Controller SATA 6G (an PLX-Bridge)

Die am Chipsatz angeschlossenen SATA-6G-Ports zeigen erwartungsgemäß eine sehr gute Performance und können unserer SSD beim Lesen fast 380 MB/s entlocken. Die Schnittstellen über die Marvell-Controller erreichen nicht ganz die hohen Transferraten, liegen aber immer noch deutlich über SATA-3G-Niveau. Die Anbindung des zweiten Marvell-Chips über die PLX-Brücke macht sich bei geringer bzw. normaler Systemlast nicht bemerkbar.
Da sich auf dem Extreme6 aber einige USB-3.0- und SATA-6G-Ports die Upstream-Bandbreite des PLX-Chips teilen müssen, haben wir an den entsprechenden Schnittstellen die USB- und SATA-Benchmarks parallel ausgeführt.

plxloads

PLX-Performace: USB-3.0- und SATA-6G-Benchmarks parallel ausgeführt

Tatsächlich fällt die Leseleistung im parallelen Betrieb etwas geringer als im Einzelbenchmark aus. Rechnet man beide Werte zusammen, ergeben sich zusammen die zu erwartenden 500 MB/s, über die die PLX-Brücke mit dem Chipsatz kommunizieren kann. Die Performance dieser Lösung stimmt also und schließlich stehen ja auch noch die beiden direkt angebundenen Controller zur Verfügung.

Das ASRock P67 Extreme bietet also nicht nur eine große Anzahl von Datenschnittstellen, auch deren Performance ist sehr gut.


Das ASRock P67 Extreme6 kann in fast allen Belangen überzeugen: Es ist sehr gut ausgestattet, bietet umfangreiche Einstellungsmöglichkeiten und stellt insgesamt ein sehr gutes Paket dar. Mit einem aktuellen Straßenpreis von ca. 160 Euro ist es zwar kein Schnäppchen, aber angesichts der guten Ausstattung und im Vergleich zu direkten Konkurrenten ist der Preis durchaus gerechtfertigt und auch attraktiv. Zusammen mit einer Sandy-Bridge-CPU mit freiem Multiplikator ("K-Modelle") bietet das P67 Extreme6 eine sehr leistungsfähige Plattform, die sich natürlich auch sehr gut für einen CrossfireX-/SLI-Betrieb eignet. Dank dem dritten PCIe-x16-Slot wäre sogar ein Verbund aus drei Grafikkarten möglich, aber da der dritte Slot nur mit maximal vier PCIe-Lanes angebunden ist, ist die Lösung aus Performancegründen nur bedingt zu empfehlen. Aber für solche besonderen Systemkonfigurationen gibt es ja noch darauf spezialisierte - und deutlich teurere - High-End-Mainboards. Das Layout des P67 Extreme6 ist insgesamt solide ausgeführt. Etwas unglücklich beim P67 Extreme6 ist allerdings die Tatsache, dass der oberste PCIe-x1-Slot aufgrund des PCH-Kühlkörpers nur mit sehr kurzen PCI-Express-Karten nutzbar ist. Im "schlimmsten Fall" bleiben zwei der acht PCIe-Lanes zum Chipsatz ungenutzt, was aber in der Praxis keine spürbaren Auswirkungen hat.

Eine Stärke des P67 Extreme6 ist sicher seine Ausstattung, denn mit sechs USB-3.0- und sechs SATA-6G-Ports bietet es hier deutlich mehr als der Durchschnitt. Insgesamt lassen sich satte zehn SATA-Geräte an das Extreme6 anschließen. Durchaus positiv ist auch die von ASRock gewählte Konstruktion zu sehen, einen der SATA-6G-Ports wahlweise als internen SATA- oder externen eSATA-Port zu nutzen, denn so geht keine Anschlussmöglichkeit verloren. Die von ASRock verwendeten USB-3.0-Controller von EtronTech bieten gegenüber den bisher den Markt dominierenden Chips von Renesas eine höhere Geschwindigkeit und stellen damit eine echte Alternative dar. Positiv ist, dass ASRock eine gut verarbeitete 3,5"-Frontblende mit zwei USB-3.0-Buchsen beilegt. Da mittlerweile auch immer mehr USB-Sticks mit USB-3.0-Schnittstelle auf den Markt kommen, ist eine einfache Erreichbarkeit dieser Ports auch bei älteren Gehäusen sehr wichtig. Die restliche Ausstattung kann sich ebenfalls sehen lassen: Mit an Bord sind zwei Gigabit-Ethernet-Ports, ein Firewire-400-Port und umfangreiche Onboard-Soundanschlüsse. In den beiden PS/2-Ports kann man ja noch Sinn erkennen, aber der Floppy-Port wirkt heutzutage doch etwas "skuril". Es werden wohl deutlich mehr User noch beispielsweise einen guten DVD-Brenner mit IDE-Schnittstelle herumliegen haben als ein Diskettenlaufwerk. 

asr_gesamt1s

Durch Klick auf das Bild kommt man zu einer vergrößerten Ansicht

Auch im täglichen Handling kann das P67 Extreme6 überzeugen, was schon bei (heutzutage in dieser Boardklasse selbstverständlichen) Kleinigkeiten anfängt wie dem Vorhandensein von Postcode-Display und Power-, Reset- und CMOS-Clear-Tastern. Das UEFI-Bios wollte in der uns beim Test vorliegenden Version noch nicht richtig mit USB-Mäusen funktionieren, aber wenn man ehrlich ist, werden die meisten User aus Gewohnheit das "BIOS" auch weiterhin per Tastatur bedienen. Zum Aufrufen des BIOS benötigt man eh einen Tastendruck und bei einem gut strukturiertem BIOS dürfte die Tastatursteuerung auch immer noch die schnellste Bedienungsvariante sein. ASRock hat beim UEFI-BIOS des Extreme6 einen guten Job erledigt, denn es ist ansprechend und auch schnell zu bedienen. Alle wesentlichen Optionen sind vorhanden und auch schnell zu finden. Basics wie speicherbare Profile und ein Unterprogramm zum BIOS-Flash sind auch vorhanden. Da ASRock auch regelmäßig BIOS-Updates herausbringt, sind wir recht zuversichtlich, dass ein paar anstehende Kleinigkeiten im Laufe der Zeit noch behoben werden.

Overclocking ist mit dem P67 Extreme6 gut möglich und auch die Kombination von Turboboost-Overclocking und aktivierten Stromspar-Features funktionierte gut. Aber auch im nicht übertakteten Zustand stimmt die Performance des Boards und unterscheidet sich - erwartungsgemäß - nicht von der anderer P67-Platinen. Beim USB-3.0-Speed hat das Extreme6 gegenüber der Konkurrenz mit Renesas-Controllern sogar einen respektablen Vorteil. In Sachen Leistungsaufnahme ist das Extreme6 zwar kein Sparwunder, aber sein Energieverbrauch liegt auf normalen Niveau und lässt sich auch ohne Probleme noch etwas reduzieren.

Positive Eigenschaften des ASRock P67 Extreme6:

Negative Eigenschaften des ASRock P67 Extreme6 :

Auch wenn ASRock in der Vergangenheit nicht für hochwertige Oberklasse-Mainboards bekannt war, so hat sich dies inzwischen grundlegend geändert. Das P67 Extreme6 ist neben dem Fatal1ty P67 Professional sicher das Top-Mainboard in ASRocks P67-Produktpalette, aber es kann in allen Belangen mit den Boards der "etablierten Konkurrenz" mithalten. In manchen Aspekten - vornehmlich im Bereich der Ausstattung - kann es sogar vorbeiziehen. Das ASRock P67 Extreme6 hat sich unsere Empfehlung verdient, da es viele Stärken und nur wenige Schwächen hat:

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