Test: MSI P67A-GD65 - P67 ausbalanciert

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msip67gd65

Bislang hatten wir hauptsächlich Mainboards im Preisbereich um 200 Euro und darüber für Intels Sandy Bridge im Test. Die meisten Anwender werden aber etwas rationaler zu Werke gehen und sich ein Mainboard im typischen Preisbereich zwischen 120 und 150 Euro aussuchen. In diesem ist das MSI P67A-GD65 anzusiedeln: Eine gut ausbalancierte Platine für die neuen Core-i7-2000-Prozessoren, aber ohne es bei der Ausstattung zu übertreiben. Wie die schwarze MSI-Platine abschneidet, zeigt unser Test.

Wenig zu bieten hat aber auch die MSI-Platine nicht, nur bastelt man nicht gleich drei USB3.0-Controller und mehrere zusätzliche SATA-6G-Controller auf das Mainboard. Aber sind wir ehrlich, so wird sich in den meisten PCs vielleicht eine SSD befinden, vielleicht maximal zusätzlich zwei Festplatten und ein DVD-Brenner. Und an USB-Geräten kommt man mit den vorhandenen USB2.0-Ports größtenteils aus - momentan reichen sicherlich noch zwei Ports für schnelle USB- oder Speicherlösungen für den neuen Standard. Warum also mehr Geld für unnötig vorhandene Komponenten ausgeben?

Vorhanden sein muss bei einem aktuellen Mainboard sicherlich SATA 6G, aber von der neuen Schnittstelle bietet Intel bereits zwei Ports nativ im P67. Hinzu kommt USB3.0, wo MSI das Manko, das der P67-Chip den neuen Standard noch nicht unterstützt, mit einem zusätzlichen Controller ausgleicht. Wichtig ist weiterhin ein Gigabit-Ethernet-NIC, ein guter Onboard-Sound mit Blu-ray-Content-Protection, eventuell Firewire und eSATA. Das alles bietet MSI - insofern kann das P67A-GD65 in allen diesen Bereichen punkten.

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Farblich hat MSI das Board in schwarz-blau gehalten. Anhand der kleineren Kühlkörper kann man bereits die Mainstream-Ausrichtung des Boards erkennen. Die beiden Blöcke für die Spannungswandler sind zwar mit einer kleinen Heatpipe verbunden, allerdings verzichtet MSI auf eine ausladende Kühlung zwischen dem ersten PCIe-Slot und dem CPU-Sockel sowie auf eine Heatpipe zwischen den Spannungswandlern und dem P67-Chipsatz. Ausreichend ist diese Kühlung aber trotzdem - auch beim Overclocking.

Die technischen Daten des MSI P67A-GD65 haben wir in der folgenden Übersicht zusammengefasst:

Die Daten des MSI P67A-GD65 in der Übersicht
Hersteller und
Bezeichnung
MSI
P67A-GD65
Straßenpreis ca. 150 Euro
Homepage www.msi-technology.de
Northbridge-/CPU-Features
Chipsatz P67-Chipsatz
Speicherbänke und Typ 4x DDR3 (Dual-Channel)
Speicherausbau max. 32 GB
SLI / CrossFire CrossFire, SLI (x8-/x8-Lanes)
Onboard-Features
PCI-Express 2x PCIe x16 (x16/-, x8/x8)
3x PCIe x1
PCI 2x PCI
Serial-ATA-, SAS- und 
ATA-Controller
2x SATA 6G und 4x SATA 3G mit RAID 0, 1, 5, 10 über P67,
2x SATA 6G über Marvell PCIe 9128
2x SATA 3G über JMicron JMB362
USB 8x USB2.0 (+2 über Header, Slotblende liegt nicht bei)
2x USB3.0 über zwei NEC USB3.0-Controller (+2 über Header, Slotblende liegt bei)
WLAN / Bluetooth -
Firewire 1x Firewire 400 MBit/s über VIA VT6308P (+1 über Header, Slotblende liegt nicht bei)
LAN 1x Gigabit-Ethernet (PCIe)
über 1x über Realtek RTL8111E
Audio Realtek ALC892 Audio Codec (Content Protection Support)
analoge, digitale und optische Ports

Im Lieferumfang des MSI-Boards befinden sich die folgenden Dinge:

Ein SATA-Stromstecker sollte bei einem aktuellen Netzteil ausreichen und auch vier SATA-Kabel sind wohl genügend. Die älteren ATA/133- und Floppykabel befinden sich nicht mehr im Lieferumfang, da das Mainboard auch keine entsprechenden Ports mitbringt. Schön wäre noch eine USB- und Firewire-Slotblende gewesen, aber diese Ports lassen sich meistens auch durch Frontanschlüsse des Gehäuses nutzen. Die USB3.0-Slotblende ist hingegen praktisch, da viele Gehäuse derartige Anschlüsse noch nicht mitbringen.

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Auf den nächsten Seiten schauen wir uns das neue Board genauer an.


Bei der Spannungsversorgung setzt MSI auf "Military Class"-Komponenten. Mit neuen Hi-c-Kondensatoren mit einem Tantalum-Kern soll eine achtmal längere Lebenszeit gegenüber Solid-Kondensatoren erreicht werden. Weiterhin verwendet man Super-Ferrite-Chokes mit einer höheren Effizienz und besserer Stabilität. Wo Solid Caps verwendet werden, verwendet man hochwertige Modelle mit einer Lebensdauer von mehr als zehn Jahren. Insofern liefert auch MSI hier einen Qualitätsanspruch ab, wobei die Energiespartechnik DrMOS auch bei diesem Mainboard integriert wurde.

Die Spannungsversorgung ist achtphasig und um den Sockel 1155 platziert. Hinzu kommen zwei Phasen für den Speicher. Ein 8-poliger ATX12V-Anschluss befindet sich neben der I/O-Blende, dieser kann auch mit einem einzelnen vierpoligen Anschluss versorgt werden. Die Kühllösung ist für die Spannungswandler wieder einmal etwas überdimensioniert, aber deutlich abgespeckter als bei den teuren High-End-Mainboards, die wir zuletzt im Test hatten. Die Höhe der Komponenten ist aufgrund des Abstands zum Sockel für die meisten CPU-Kühlkörper kein Problem.  

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Natürlich befinden sich auch auf diesem P67-Mainboard vier DDR3-Slots. Auch hier ist die Bestückung durch die CPU vorgegeben: Zunächst müssen die blauen Slots bestückt werden, danach die schwarzen. Der Betrieb von vier Modulen lief in unserem Fall ohne Probleme. Ein Speicherausbau bis 32 GB ist möglich, aktuell sind jedoch aus Verfügbarkeitsgründen nur 16 GB machbar, da am Markt noch keine halbwegs bezahlbaren 8-GB-Module erhältlich sind. MSI bietet im BIOS natürlich auch Möglichkeiten an, den Speicher schneller zu betreiben als mit dem Standardtakt. Als maximalen Multiplikator fanden wir x16, also lassen sich DDR3-2133-Module verwenden. 

Rechts neben dem 24-pol. ATX-Stromstecker befinden sich Messpunkte für die Spannungen des Mainboards, wie man es beispielsweise auch von ASUS Republic-of-Gamers-Serie kennt. Diese Funktion ist vor allen Dingen für Übertakter interessant, die mit einem Multimeter ständig die Spannungen im Blick behalten wollen. Überwacht werden kann hier die CPU-VCore-Spannung, die CPU-VTT-Spannung, die CPU-System-Agent-Spannung, die DDR-Spannung und die P67-Spannung.

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An Erweiterungsslots besitzt das MSI-Board die für den P67-Chipsatz übliche Ausstattung ohne PLX- oder nForce-Zusatzbrücken. So unterstützt das Board SLI und CrossFire über zwei PCIe-2.0-x16-Slots, die direkt mit der CPU verbunden sind und die beim Einsatz zweier Grafikkarten die x16-Lanes der CPU jeweils in zwei x8-Lanes aufsplitten. Über den P67-Chip hingegen sind die anderen Slots angebunden: Zunächst drei PCIe-2.0-x1-Ports und zwei PCI-Slots, für die jedoch eine PCIe-to-PCI-Bridge eingesetzt werden muss, da der P67-Chip den alten PCI-Standard nicht mehr von sich aus unterstützt. MSI verwendet hier wie alle anderen bislang getesteten Boards die asmedia-Brücke.

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Da keine PLX-Brücke zum Einsatz kommt, sind alle Komponenten nativ an den P67 angebunden. So verwendet MSI hier drei PCIe-x1-Lanes für die drei x1-Slots, einen für einen SATA-6G-Controller von Marvell, einen für einen eSATA-Controller von JMicron, zwei weitere für jeweils einen USB3.0-Controller und einen für einen Gigabit-Ethernet-Controller von Marvell. Damit sind alle acht PCIe-2.0-Lanes des P67 in Verwendung. Hinzu kommt der asmedia-Chip - es ist also eigentlich ein PCIe-Gerät zuviel vorhanden. Die Lösung liegt im zweiten PCIe-x1-Slot: Hier ist ein Switch verbaut, der die x1-Lane entweder dem PCIe-x1-Slot oder dem eSATA-Controller zuspricht. Da der x1-Slot aber meistens sowieso durch die Grafikkarte verdeckt sein wird, ist diese Lösung zu vertreten. Der VIA-Firewire-Controller ist über PCI angebunden.


Die Onboardkomponenten des MSI P67A-GD65 stellen wir auf dieser Seite näher vor. Wir beginnen mit der Mainboardseite der I/O-Blende, wo die meisten Onboard-Chips aufgereiht sind:

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Links ist wieder einmal der Realtek ALC892-Onboard-Sound zu finden, den wir schon auf dem ASRock Fatality P67 Professional vorgefunden haben. Auf der Realtek-Webseite finden sich keine Informationen zu diesem Chip, also müssen wir auf Internetquellen zurückgreifen: Der HD-Audio-Codec unterstützt bis zu 192 kHz/24 Bit mit acht Kanälen, er ist also ein klassischer 7.1-Sound-Chip, wobei er auch Content Protection für HD-Audio (Blu-ray) unterstützt. Das ist durchaus wichtig, denn durch die digitale Ausgabe des Sounds verlieren Onboard-Chips mehr und mehr ihre analoge Qualitätseinbuße, aber wer Blu-rays am PC abspielen möchte, erhält aufgrund der Verschlüsselung ohne die Content-Protection-Unterstützung keinen Sound. Der Sound hat auch das THX TruStudio Pro Zertifikat - aber dies ist insofern nichtssagend, dass man dieses bei der Einhaltung von gewissen Qualitätsvorgaben von THX erwerben kann. MSI druckt das Logo aber auf der Verpackung entsprechend ab.

Direkt daneben befindet sich einer der beiden NEC-Controller. Die Chips melden sich im Treiber als Renesas-Controller, da die Chips zwar noch von NEC entwickelt wurden - deshalb der Aufdruck - aber mittlerweile die Halbleitersparten von Renesas und NEC zusammengelegt worden sind. Beide Controller sind per x1-Interface angebunden und bieten zwei Ports des neuen USB3.0-Standards. Zwei befinden sich dabei auf der Rückseite der I/O-Blende, zwei weitere lassen sich über die beiliegende Slotblende an die Rückseite des Gehäuses bringen - oder wenn man ein entsprechendes USB3.0-Case hat auch direkt an die Frontanschlüsse.

Rechts neben dem NEC-Chip ist VIAs All-Time-Kandidat, der Firewire-Chip VT6308P. Dieser schon betagte PCI-Firewire-Chip bietet die typischen 400-MBit-Ports. MSI bietet einen auf der I/O-Blende, ein weiterer Header ist auf dem Mainboard vorhanden. Eine Slotblende legt MSI nicht bei, aber man kann diesen Header natürlich für die Frontanschlüsse nutzen, wenn das Gehäuse Firewire-Ports mitbringt.

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Und wieder gehts rechts weiter: Der kleine Chip in der Mitte des Bildes ist der Realtek RTL8111E, einer der häufig zu findenden Gigabit-Ethernet-Controller. Auch wenn Intel die Logik eines Gigabit-Ports bereits in den P67-Chipsatz integriert hat und dieser sogar keine PCIe-Lanes vergeuden würde, liefern die meisten Hersteller aus Kostengründen einen Realtek-Chip, denn dieser ist günstiger als Intels PHY-Chip für den P67. Da der Realtek-Chip über PCI-Express angebunden ist und alle aktuellen Stromspar-  und Übertragungsfeatures (IEEE802.3az-Spezifikation) besitzt, hat er keine Nachteile gegenüber dem Intel-Chip.

Der zweite NEC-Controller befindet sich rechts neben dem Realtek-NIC. In einem kleinen Vergleich zum kürzlich erschienenen Etron EJ168A, der ebenso zwei Ports bietet und über PCIe angebunden ist, lieferte der Etron eine leicht bessere Write-Performance.


MSI hat die I/O-Blende ausgewogen bestückt: Es finden sich dort insgesamt acht USB2.0-Ports des Chipsatzes, hinzu kommen zwei USB3.0-Ports. Auch ein kombinierter PS/2-Port befindet sich noch auf dem Board. Hinzu kommt eine Firewire-Schnittstelle und ein Gigabit-Ethernet-Port sowie die Sound-Anschlüsse. Der kleine Button neben den digitalen Sound-Steckern ist ein CMOS-Clear-Button. Weiterhin befinden sich auch zwei eSATA-Ports des JMicron-Controllers hier, die blau gekennzeichnet sind. Sie besitzen ebenfalls die übliche eSATA-Stromversorgung.

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Auch bei den Details hat das Board einiges zu bieten. Beispielsweise befindet sich im unteren Boardbereich eine Debug-LED auf dem Mainboard, mit der der Post-Vorgang überwacht werden kann. Bei Startproblemen lassen sich Probleme so schnell lokalisieren. Direkt darüber ist der nuvoTon-Chip, der SuperI/O des Boards, der über den LPC-Port an den P67-Chip angebunden ist.

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Im Bereich des Chipsatzes befinden sich gleich eine Reihe von Komponenten: Zum einen platziert MSI hier den asmedia-Chip, um zwei PCI-Slots auf das Board zu bringen. Außerdem finden wir den fintek-SuperI/O in der unteren Ecke. Hier hat MSI auch zwei Buttons angebracht für Reset und Power, weiterhin den OC Genie-Button, mit der man das Board automatisch übertakten kann. Nach dem Drücken des Buttons dauert es ein wenig und das Board stellt einen höheren Takt ein.

Neben den SATA-Chips des P67-Chips von Intel, der vier SATA-3G- und zwei SATA-6G-Ports bietet, die im RAID gekoppelt werden können, bietet MSI auch noch einen Marvell-Zusatzchip. Dieser besitzt zwei Ports im neuen SATA-6G-Standard. Auf dem Bild sind die Ports des Intel-Chips rechts im Bild (weiße Ports), in der Mitte kommen die SATA-3G-Ports (schwarz) und auf der linken Seite die SATA-6G-Ports des Marvell-Chips (weiße Ports).

Fünf FAN-Header stehen dem Anwender zur Verfügung, davon ist einer als 4-Pin-Fan ausgeführt, die anderen als 3-Pin-Anschlüsse. Weiterhin lässt sich über Header ein Firewire-Port anschließen, ein USB-Header bietet zwei weitere USB2.0-Ports, ein weiterer zwei USB3.0-Ports. Hinzu kommen Anschlussmöglichkeiten für HD-Audio und Com-Port.

Auf der nächsten Seite widmen wir uns dem BIOS des MSI P67A-GD65.

Das MSI P67A-GD65 testeten wir mit der BIOS-Version 1.8A, eine neue Version, die uns MSI zur Verfügung stellte - die auf der Webseite zum Testzeitpunkt verlinkten Versionen 1.5 und 1.6 waren nicht herunterzuladen, da MSI die Dateien entfernt hatte. Also griffen wir auf die Version 1.8A zurück, die uns von MSI per E-Mail zur Verfügung gestellt wurde.

Auch MSI nutzt beim P67A-GD65 ein UEFI-BIOS und nennt es "ClickBios", wie schon die bislang getesteten Mainboards von ASUS und ASRock. Leider erscheint uns die MSI-Variante aber noch nicht so übersichtlich wie die von ASUS von ASRock: Man hat bunte Logos mit teilweise nicht eindeutigen Beschriftungen angelegt und diese dann mit den üblichen BIOS-Menüs verlinkt. So ist die Navigation durch das UEFI-BIOS nicht sehr intuitiv - von der Handhabung her könnte man dies besser machen. Da hilft auch die Navigation mit der Maus nicht, die für Anfänger sicherlich einiges an Komfort mitbringen könnte.

In Ordnung ist allerdings der Leistungsumfang des BIOS und der enthaltenen Funktionen. Es existiert ein Basis-Hardwaremonitoring mit einer temperaturgesteuerten Lüfterregelung für den CPU-Lüfter, weiterhin lässt sich recht einfach die Boot-Reihenfolge ändern. Alle Onboard-Komponenten können abgeschaltet werden, die USB3.0-Ports allerdings wieder nur in einem Schwung. Der Onboard-Speaker ist leider immer aktiv.

Mit M-Flash ist auch ein Programm enthalten, mit dem sich das BIOS updaten lässt. Weiterhin bietet MSI Spiele und eine Live-Update-Funktion, die wir allerdings nicht ausprobierten. Es ist die Möglichkeit vorhanden, OC-Profile zu speichern und auch einen Memory-Test hat MSI integriert. Zudem lässt sich mittels HDD Backup die Festplatte sichern.

Die Bootzeit des Boards ist in Ordnung, auch hier zieht sie sich aber in die Länge, wenn man mehrere SATA-Controller mit Boot-Option aktiviert. Das UEFI-BIOS ist hingegen schnell geladen. Einen kleinen Fauxpas hat MSI bei den Load Setup Defaults, denn wenn man das BIOS mit Standardoptionen lädt, dann ist die Intel-Stromspartechnik C1E deaktiviert, weiterhin laufen die SATA-Controller im IDE-Mode statt im AHCI-Betrieb. Diese beiden Werte sollte man selbständig noch umschalten, damit das System ideal läuft.

Generell prüfen wir bei unserem BIOS-Check die folgenden Besonderheiten:

Diese Kriterien sind für die meisten Anwender die wichtigsten, wobei für ein einwandfreies Funktionieren des Boards auch noch weitere Funktionen dazugehören. Sämtliche BIOS-Funktionen haben wir in der folgenden Galerie aufgeführt:

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Weitere Auffälligkeiten gab es im Betrieb nicht. Das Board reagierte auch auf andere Einstellungen im BIOS genau so, wie es reagieren sollte. In unseren Stabilitäts- und Kompatibilitätschecks mit diversen Speichermodulen und Grafikkarten kam auch kein Problem zum Vorschein. Das Board lief auch mit DDR3-Vollbestückung ohne Probleme, wobei es aber bei hohen Taktraten (z.B. 2133 MHz) einer Command Rate von 2t Zyklen bedarf. Dies ist aber für den P67-Chipsatz bzw. für die Core-i7-Generation typisch.


Sicherlich, es gibt Mainboards am Markt, die sind aufs Overclocking ausgelegt. MSIs P67A-GD65 hat für sich nicht den Anspruch, ausschließlich für Overclocker gemacht zu sein - aber MSI zeigt im BIOS, dass das Übertakten auch für die MSI-Ingenieure einen hohen Stellenwert hat. So finden wir auch hier alle möglichen Optionen, um den Sandy Bridge richtig auf Trab zu bringen und zu übertakten.

Interessant ist vor allen Dingen MSIs Implementierung zur Justierung der Base Clock Rate. "CPU Base Frequency" nennt sich die Option im BIOS und ist in 0,1-MHz-Schritten veränderbar. Damit ist es also möglich, nicht nur 105 MHz oder 106 MHz einzustellen, sondern auch eine Art Feintuning mit 105,6 MHz zu erreichen, wenn das Board bei dem "runden" MHz-Schritt nicht mehr bootet oder stabil läuft. Allerdings darf man sich nichts vormachen: Viel bringt dieser Mini-Schritt nicht und eine Übertaktung mit einer Base Clock Rate von mehr als 107 MHz ist auch mit dem MSI-Board unwahrscheinlich.

Aber nicht nur das BIOS hat entsprechende Overclocking-Features: Die Voltage-Messpunkte auf dem Mainboard sind besonders praktisch, wenn mit massiven Overclocking-Methoden wie flüssigem Stickstoff gearbeitet wird. Hinzu kommen die Power- und Resetschalter und der CMOS-Clear Button. Eine Debug-LED hat das MSI-Board leider nicht - das hätte die wirklich gute Ausstattung noch gekrönt. Aber es muss für MSI ja auch noch eine Möglichkeit geben, eine Schippe draufzulegen für ein Luxus-Mainboard.

Bei einem Blick ins BIOS fällt auf, dass MSI keine Offset-Voltage für die CPU-Kernspannung bietet, man kann also nur mit tatsächlichen Werten arbeiten. Auch eine Einstellung der maximalen CPU-Leistungsaufnahme ist nicht möglich. Wir fanden auch keine Option, um den Turbo-Modus je nach Belastung (1-Core, 2-Core, 3-Core, 4 Core) einzustellen und die Multiplikatoren entsprechend festzulegen. Auf diese Besonderheiten muss man also leider verzichten. Die gebotenen Spannungen von MSI reichen hingegen aus, um einen hohen Takt zu erreichen. Das Board besitzt sogar eine Möglichkeit, die System-Agent-Spannung der CPU manuell einzustellen. Man braucht also keine Angst zu haben, dass die Overclocking-Leistung mit dem P67A-GD65 nicht ausreichen würde, nur einige Detaileinstellungen fehlen dem Mittelklasse-Mainboard halt.

Für das Übertakten sind natürlich die Features am wichtigsten, die wir im Folgenden auflisten:

Die Overclocking-Funktionen in der Übersicht
Base Clock Rate stufenlos in 0,1-MHz-Schritten
CPU-Spannung Fixed Mode: 0,8 bis 1,8 V in 0,005-V-Schritten,
Offset-Mode: nicht vorhanden
DRAM-Spannung 1,108 bis 2,464 V in 0,00625-V-Schritten
CPU I/O-Spannung 0,95 V bis 1,55 V in 0,02-V-Schritten
CPU PLL-Spannung
1,4 bis 2,32 V in 0,01-V-Schritten
CPU SA-Spannung 0,925 bis 1,585 V in 0,02-V-Schritten
PCH-Core-Spannung
0,775 bis 1,724 V in 0,05-V-Schritten
PCIe-Takt - nicht möglich -
Weitere Spannungen
DRAM Reference Voltages
Speicher-Optionen
Taktraten CPU-abhängig, Multiplikatoren bei x6 - x16 (2er-Schritte)
Command Rate
einstellbar
Timings einstellbar
XMP wird unterstützt
Weitere Funktionen
QPI-Takt - nicht möglich -
Core Current Limit
- nicht einstellbar -
Weitere Besonderheiten

Settings speicherbar in Profilen, MSO OC-Genie (automatische Übertaktung),
Load Line Calibration/VDroop Control, Spread Spectrum, MSI M-Flash,
sämtliche Stromspar-Modi

In unserer Overclocking-Galerie sieht man alle relevanten BIOS-Optionen noch einmal in der Übersicht.

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Bei den P67-Mainboards ist mittlerweile bekannt, dass eine hohe Base Clock Rate nicht erreichbar ist. Die meisten Sandy-Bridge-Prozessoren werden schon bei einem Takt von 105 MHz instabil, nur wenige erreichen über 107 MHz, fast keine 110 MHz. Aus diesem Grund ist eine Übertaktung nur über den Turbo-Betrieb sinnvoll. Auch beim MSI P67A-GD65 erreichten wir nur die üblichen 107 MHz, die wir mit unserer CPU halbwegs stabil zum Laufen bekommen können.

MSIs Board übertaktet man am besten mit dem Turbo-Modus, in dem man einfach den Multiplikator hinaufsetzt. Mit dieser Version schafften wir auch die für unsere CPU übliche Übertaktung auf 4,8 GHz. Die Spannung wich hierbei nicht von den Übertaktungen mit anderen Mainboards ab. 

Den Speicher konnten wir mit dem MSI-Mainboard ebenso auf 2133 MHz setzen - somit konnten wir mit dem P67A-GD65 an die maximale Performance kommen, die man mit unserer CPU erreichen kann. 

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Durch den etwas niedrigeren Base Clock von 99,8 MHz zeigt CPUZ nicht ganz die 4,8 GHz an - weiterhin hat das Board natürlich später in den Benchmarks leichte Nachteile gegenüber den akkurat getesteten Mainboards mit 100,0 MHz oder 100,3 MHz. Wer sich an den 0,2 MHz stört, kann diese natürlich manuell regulieren und nicht die Auto-Einstellungen für die Base Clock Rate verwenden.

Auch MSI liefert mehrere Tools mit, um das Board unter Windows zu justieren und zu übertakten. Eines davon ist das Control Center, welches ein paar Overclocking-Funktionen und die Möglichkeit zur Justierung einiger Energiesparelemente zulässt:

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Unter dem Green-Power-Tab lassen sich ein paar Einstellungen zu MSIs DrMos vornehmen. Die Overclocking-Möglichkeiten sind allerdings etwas begrenzt, da eine Änderung des Multiplikators nicht möglich ist. Entsprechend eignet sich das Tool nur zum Feintuning, die Haupteinstellungen sollte man nach wie vor im BIOS vornehmen.


Für die Sandy-Bridge-Mainboardtests haben wir unser Testsystem erneuert - und verdoppelt. An zwei Teststationen testen wir nun die diversen P67-Mainboards, wobei wir die Testsysteme möglichst identisch gestaltet haben:

Hardware:

Für Bandbreiten/Transferratentests kommen weitere Komponenten zum Einsatz.

Software:

Bei weiteren Treibern verwenden wir jeweils die aktuellste Version.

Seit der Einführung der Nehalem-Prozessoren und der Integration des Speichercontrollers in die CPU haben wir festgestellt, dass sich die getesteten Mainboards kaum mehr in der Performance unterscheiden. Dies ist auch kein Wunder, denn den Herstellern bleibt fast kein Raum mehr fürs Tweaken: Früher war es möglich, durch besondere Chipsatztimings noch den einen oder anderen Prozentpunkt an Performance aus dem Mainboard zu holen, heute fehlt diese Optimierungsmöglichkeit. Ist ein Mainboard also in der Lage, die Speichertimings einzustellen, so werden alle Mainboards - wie auch bei unseren Tests mit konstant 1600 MHz und 9-9-9-24 1t - dieselbe Performance erreichen.

Auch wenn wir deshalb die Performancetests im Vergleich zu früheren Mainboardreviews deutlich eingeschränkt haben, sind sie dennoch interessant, denn mit den Leistungsvergleichen findet man schnell heraus, ob der Hersteller beispielsweise den Turbo-Modus ordentlich implementiert hat oder im Hintergrund automatische Overclocking-Funktionen laufen.

Wir testen allerdings nur noch vier Benchmarks und beschränken uns hier auf 3DMark 2011, SuperPi 8M, Cinebench 11.5 und Sisoft Sandra 2011 Memory Benchmark:

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Um einen Vergleich zu haben, greifen wir bei den Testergebnissen etwas vor und zeigen neben dem bereits getesteten ASRock Fatal1ty P67 Professional und dem ASUS P8P67 Deluxe auch die Leistungsresultate vom Intel DP67BG, dem Referenzboard für Sandy Bridge von Intel. Wie anhand der Benchmarks zu erkennen ist, liegen alle Boards aber auf einem Niveau und es gibt praktisch keine Unterschiede in der Leistung. Das MSI-Board erscheint in einigen Bereichen minimal langsamer, aber dies ist auf die niedrigere Base Clock Rate von 99,8 MHz zurück zu führen.

Immer wichtiger ist heute der Stromverbrauch eines PC-Systems - und in der Tat tauchen hier im Vergleich zur Performance noch häufiger deutliche Unterschiede zwischen den Mainboards auf. Dies hat zum einen mit dem BIOS zu tun, denn oftmals werden Intels Stromsparoptionen nicht aufgegriffen, falsch implementiert oder es wird schlicht vergessen, dass Onboard-Komponenten deaktiviert werden, wenn diese nicht in Verwendung sind. Zum anderen hat dies auch mit den verwendeten Komponenten und der Spannungsversorgung zu tun: Je effizienter diese arbeitet, desto geringer ist der Stromverbrauch des Mainboards.

Hundertprozentig identisch sind die Testsysteme trotz identischer Software und identischer Hardware nicht, denn die Intel-CPUs besitzen eine leicht unterschiedliche Spannung, auch können minimale Unterschiede beim Messgerät, dem Netzteil oder der Grafikkarte vorliegen. In Validierungstests zeigte das System 2 im Idle-Betrieb fast dieselbe Leistungsaufnahme, unter Volllast waren es 1,5 Watt mehr. Die Verbrauchswerte weichen also minimal voneinander ab, warum wir die auf den unterschiedlichen Plattformen getesteten Mainboards in den Grafiken unterschiedlich farblich markieren. System 1 besitzt die hellblaue Färbung, System 2 die dunkelblaue.

Auch hier haben wir das Intel DP67BG zum Vergleich herangezogen, wobei das ASRock Fatal1ty P67 Professional und auch das ASUS P8P67 Deluxe aber etwas im Nachteil sind: Beide besitzen die deutlich bessere Ausstattung und müssten demnach eigentlich mehr verbrauchen als die Intel-Platine. Das ASUS P8P67 Deluxe liegt bei der Ausstattung marginal unter dem ASRock-Board, sollte also etwas weniger verbrauchen, aber mehr als das Intel-Mainboard. Gemessen haben wir im Windows-Idle-Betrieb ohne Last, mit Cinebench 11.5 unter 2D-Volllast und mit Prime95 (Torture-Test, Vollauslastung).

Test 1: Mit aktivierten Onboardkomponenten:

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Das MSI P67A-GD65 und das Intel DP67BG besitzen keinen PLX-Chip und im Vergleich zu den beiden ASUS-Boards und ASRocks Fatal1ty auch eine geringere Anzahl an Onboard-Komponenten. Somit wäre ein Mehrverbrauch für die drei Mainboards von ASRock und ASUS also zu verstehen.

MSI zeigt aber einen sehr guten Stromverbrauch, fast auf dem Niveau des Intel-Mainboards, obwohl dieses etwas schlechter ausgestattet ist. Ein Blick auf die Spannungen wollen wir jedoch ebenfalls liefern, da hier oftmals die Spannung ein Hauptgrund für einen höheren oder niedrigeren Verbrauch ist:

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Bei den Spannungen schummelt MSI nicht: Hier liefert man ungefähr das, was Intel auch als Spannungswert vorgibt. Die Spannung unter Last ist sogar vergleichsweise hoch, trotzdem erreicht man einen niedrigen Verbrauch. Unter Idle-Bedingungen setzt man die Spannung etwas niedriger an als beispielsweise bei Intel oder ASRock, aber lange nicht so niedrig wie beim ASUS P8P67 Deluxe.

Da die meisten Anwender nicht alle Onboard-Chips benötigen, haben wir auch einen Test mit nur einem aktivierten Onboard-LAN und dem Onboard-Sound durchgeführt. Sämtliche USB3.0- und SATA-Controller sind hier deaktiviert:

Test 2: Mit deaktivierten Onboardkomponenten (1x LAN + Sound an):

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Wie man sieht, senkt sich die Aufnahme minimal - die Abstände zwischen den Mainboards bleiben aber recht konstant. Insgesamt scheinen aktivierte Onboard-Komponenten sich beim MSI P67A-GD65 nur geringfügig auszuwirken.


Im Vergleich zu anderen bislang getesteten Boards sollte diese Disziplin eigentlich unspektakulär ausfallen, denn alle Onboard-Komponenten sind direkt mit dem P67-Chip verbunden. Eine PLX-Brücke oder ähnliche Chips werden von MSI nicht verwendet. Somit sollten sowohl die USB3.0-Controller wie auch der zusätzliche SATA-Chip von Marvell über die volle Leistung verfügen.

USB3.0-Performnce:

Die USB3.0-Performance testen wir mit einem schnellen Kingston HyperX Max 3.0 Laufwerk - einer externen SSD mit USB3.0-Interface:

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Die USB3.0-Performance:
links: NEC-Chip (MSI-Board)
mitte: Etron-Chip (ASRock-Board),
rechts: NEC-Chip (Intel-Board)

Vergleicht man die beiden NEC-Controller miteinander, so sieht man, dass MSI hier etwas langsamer abschneidet als der NEC-Controller auf dem Intel-Mainboard. Auf dem ASUS P8P67 Deluxe konnten wir hingegen eine deutlich höhere Write-Performance messen, trotz identischem Controller. Die Read-Performance liegt hingegen auf identischem Niveau.

Besser schneidet nur der Etron-Chip auf dem ASRock-Mainboard ab, der sowohl beim Write wie auch beim Read eine leicht bessere Performance zeigt. Gerade beim Write kann der Chip noch einmal knapp 70 MB/s mehr Performance bieten.

 

SATA-6G-Performance:

Um die SATA-6G-Performance ordentlich zu testen, haben wir schon neue SSDs mit neuem SATA-6G-Controller und Lese- und Schreibraten von über 500 MB/s bestellt - diese sind allerdings noch nicht lieferbar, also müssen wir uns für die richtigen Auslastungstests noch etwas gedulden. Aktuell testen wir mit einer Western Digital WD1002FAEX Festplatte, die zwar ein SATA-6G-Interface besitzt, dieses aber kaum richtig auslasten kann:

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Die SATA-6G-Performance:
links: Intel-Controller (MSI-Board)
rechts: Intel-Controller (ASRock-Board)

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Die SATA-6G-Performance:
links: Marvell-Controller (MSI-Board, direkt)
rechts: Marvell-Controller (ASRock-Board, direkt)

Während der Intel-Controller oben dieselbe Bandbreite zu liefern scheint und die Leistungswerte der Festplatte annähernd identisch sind, ist die Anbindung des Marvell-Controllers trotz ebenso direkter Anbindung im Vergleich zwischen MSI und ASRock etwas langsamer. Wenn möglich sollte man also für seine SATA-6G-Geräte weiterhin die native Anbindung über den P67-Chip wählen.

 

Wechselwirkungen in der Performance:

Normalerweise überprüfen wir die Wechselwirkungen in der Performance aufgrund von PLX-Brücken und somit möglicherweise ausgebremsten Onboard-Geräten. Beim MSI-Mainboard ist dies eigentlich nicht notwendig, da das Mainboard keinen PCIe-Switch besitzt. Wir testeten trotzdem den USB- und SATA6G-Betrieb gleichzeitig: Hierfür steckten wir zwei WD-Platten an den integrierten Marvell-Controller und ließen beide zusammen mit der Kingston-USB3.0-SSD durch den Atto-Benchmark laufen. 

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Gleichzeitiger Betrieb von USB3.0-SSD (links) und den beiden
WD-SATA-6G-Festplatten (mitte und rechts)

Normalerweise sollten hier keine Auswirkungen zu sehen sein, trotzdem sind diese vorhanden: Der USB-Controller läuft zwar weiterhin mit der vollen Geschwindigkeit, die beiden SATA-6G-Festplatten stören sich aber gegenseitig. Die Anbindung des Marvell-Controllers reicht also nicht aus, um zwei SATA-6G-Festplatten mit voller Performance miteinander zu betreiben. Effektiv liegt die gelieferte Performance wohl in diesem Fall bei knapp 220 bis 240 MB/s. Schnelle SSDs sollte man hier also nicht anstecken, denn dadurch würde man wertvolle Performance verschenken.  


Ein neues Sandy-Bridge-System sollte heutzutage vom Mainboard her ein paar Punkte erfüllen: Ein leistungsfähiger Gigabit-Ethernet-Port ist Pflicht, ebenso ein Onboard-Sound mit Content Protection für Blu-ray-Playbacks. Da der P67 zwar SATA 6G bietet, aber kein USB3.0, sollte der Hersteller auch einen USB3.0-Chip auf das Board löten. Weiterhin sollte das Board stabil und zuverlässig laufen, einen niedrigen Stromverbrauch haben und den neuen Core i7- oder Core i5-Prozessor der "K"-Serie auch gut übertakten können.

Alles das kann man mit dem MSI P67A-GD65 - und das im Vergleich zu den bislang getesteten Mainboards, dem ASRock Fatal1ty, dem ASUS P8P67 Deluxe und dem ASUS Maximus IV Extreme, nicht zu einem Preis von über 200 Euro, sondern für knapp 150 Euro. Also sollte man sich gut überlegen, ob es denn wirklich mehr Onboardkomponenten bedarf, zumal MSI auch einen weiteren SATA-6G-Chip und insgesamt vier USB3.0-Ports auf dem Mainboard bietet. Müssen es also wirklich mehr als vier SATA-6G-Ports sein? Braucht man wirklich den zweiten Gigabit-Ethernet-Controller? Oder steckt man die 50 Euro lieber in ein größeres Prozessor-Modell oder eine schnellere Grafikkarte?

Letzteres ist sicherlich zu empfehlen, denn mit USB3.0, SATA 6G, Firewire, Gigabit Ethernet, dem 8-Kanal-Sound und diversen weiteren guten Features bietet das MSI P67A-GD65 eigentlich alles, was man benötigt. Über fehlende Onboard-Komponenten darf man sich also nicht beschweren, wobei MSI als weiteren Vorteil keine PLX-Brücke benötigt und somit mit einem niedrigeren Stromverbrauch auftrumpfen kann.

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Neben dem guten Stromverbrauch sind aber auch die Overclocking-Möglichkeiten absolut ausreichend für die Sandy-Bridge-K-Prozessoren. Man bekommt den Prozessor ohne Probleme auf einen hohen Takt, wobei MSI auch akzeptable Spannungsbereiche bietet, um einen stabilen Betrieb zuzulassen. Gut, das BIOS ist etwas unübersichtlich und könnte schöner gestaltet werden, aber letztendlich steckt UEFI auch noch in den Anfängen. Die weiteren Features - Voltage-Messpunkte, Reset- und Power-Schalter, OC Genie und Monitoring-Fähigkeiten - machen das MSI-Board zu einem ausgewogenen Übertaktungsboard, ohne zu sehr in die Extreme abzudriften.

Letztendlich bleiben uns also nur kleine Kritikpunkte wie die Übersichtlichkeit des BIOS und kleinere Einstellungsmängel, sowie die schlechte Performance des Marvell-Zusatzchips. Den letzten Punkt kann man ignorieren, wenn man nur ein Gerät an den Marvell-Chip hängt oder den Controller eventuell gar nicht verwenden muss. Und am BIOS kann MSI noch arbeiten.

Vergleicht man das Board am Markt mit anderen Platinen, so hat MSI ein gutes Paket zum guten Preis geschnürt. Das Board ist somit für alle Anwender geeignet, die zwar eine gut ausgestattete Platine kaufen möchten, dafür aber nicht bereit sind, über 200 Euro zu investieren. MSIs P67A-GD65 bietet alles, was man benötigt - in einer guten, ausgewogenen Anzahl und Ausführung. 

Positive Eigenschaften des MSI P67A-GD65:

Negative Eigenschaften des MSI P67A-GD65:

Aufgrund des sehr guten Preis-Leistungsverhältnisses vergeben wir unseren Preis-Leistungs-Award:

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