Test: AMD 890FX und 880G

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8XX_LogoNachdem AMD Anfang März und damit pünktlich zur CeBIT den neuen 890-GX-Chipsatz ankündigte, folgen nun weitere Modellvarianten. Mit dem 890FX ist nun auch die High-End-Variante mit von der Partie, die sich besonders an Gamer und Overclocker richtet. 880G und 870 sollen eher den Office-Markt und Heimanwender ohne Gaming-Ambitionen ansprechen. Die wichtigsten Features sind dabei nahezu identisch und so spielt erneut die Ausstattung eine entscheidende Rolle. In einigen Benchmarks und Messungen wollen wir uns neben den Details die Vor- und Nachteile etwas genauer anschauen.

Danke an dieser Stelle an ASUS, die uns sowohl mit dem Crosshair IV Formula wie auch dem M4A88TD-V EVO/USB3 versorgten.

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AMD bleibt dem Prinzip der North- und Southbridge treu. Doch in nicht allzu ferner Zukunft soll sich auch das ändern. Allerdings können wir zu diesem Zeitpunkt noch keine weiteren Details bekannt geben. Zentraler Baustein ist entsprechend die 8XX-Northbridge. Hieran angebunden ist der AM3-Sockel über das HyperTransport-Interface. Dieses bietet 32 HyperTransport-Links pro Richtung und arbeitet mit 2600 MHz. Die maximale Bandbreite pro Richtung beträgt 20,8 GB/Sek., somit ergibt sich eine Gesamtbandbreite von 41,6 GB/Sek. Da die aktuellen AMD-Prozessoren über einen integrierten Speichercontroller verfügen, ist der DDR3-Speicher über diesen angebunden. Unterstützt wird Speicher mit bis zu 1333 MHz.

AMD 890FX AMD 890GX AMD 880G AMD 785G
Sockel AM2+/AM3 AM2+/AM3 AM2+/AM3 AM2+/AM3
Fertigung (NB) 65 nm 55 nm 55 nm 55 nm
Southbridge SB850 SB850 SB810/SB850 SB710/SB750
Bus HT 3.0 HT 3.0 HT 3.0 HT 3.0
PCI-Express-Lanes 42 22 22 22
SATA 3 GBit/s 6 6 6 6
SATA 6 GBit/s 6 6 6 0
RAID 0, 1, 5, 0+1 0, 1, 5, 0+1 0, 1, 0+1 0, 1, 0+1
USB 2.0 12 14 14 14
HDMI 1.3 1.3 1.3 1.3
DisplayPort-Support Ja Ja Ja Ja


Weiterhin an der Northbridge angebunden ist der HyperMemory, also der dedizierte Speicher für die integrierte GPU (falls vorhanden). Die Board-Hersteller haben die Wahl zwischen 64 und 128 MB an DDR3-Speicher. AMD selbst gibt an, dass es zwischen diesen beiden Versionen keinen größeren Performance-Unterschied gibt. In den Benchmarks werden wir dazu aber noch einige Messungen machen. Wer nicht auf die integrierte GPU setzen möchte, der kann natürlich auch eine dedizierte Karte verwenden. AMD lässt es den Board-Herstellern offen, ob sie einen PCI-Express-x16-Slot mit den vollen 16 Lanes verwenden wollen oder zwei Slots mit jeweils acht Lanes. Zusätzlich stehen noch sechs weitere Lanes zur Verfügung.

Die SB850/SB810-Southbridge ist über das A-Link-Express-III-Interface an die Northbridge angebunden. AMD gibt eine Bandbreite von 2 GB/Sek. an und spricht dabei von einer Verdopplung derselbigen. Allerdings bestand auch das A-Link-Express-II-Interface bereits aus bis zu vier PCI-Express-Lanes, was ebenfalls einer Bandbreite von 2 GB/Sek. entspricht. Die Southbridge bietet die wichtigsten I/O-Features. Darunter sind 14x USB 2.0, einige PCI-Slots, 6x SATA 6 GBit/s und PATA. Zusätzlich werden über NICs noch HD-Audio sowie die Gigabit-Ethernet-Ports verfügbar gemacht. Der Chipsatz verfügt allerdings auch über einen direkten Zugang zu einem Ethernet-Port. Mithilfe eines PHY-Chip wäre also eine Anbindung eines externen, über PCI-Express angebundenen Chip, nicht nötig. Allerdings sieht AMD hier einen ganz bestimmten Chip von Broadcom vor und dieser ist laut Aussage der Mainboardhersteller teurer als eine "externe Lösung", z.B. mit einem Realtek-Chip.

Auf den 880G-Mainboards kommt die abgespeckte Version SB810 zum Einsatz. Diese muss auf die Unterstützung von SATA 6 GBit/s verzichten.



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USB 3.0 bietet eine Bandbreite von 4,8 GBit/s, SATA 3.0 kommt auf 6 GBit/s. Aus diesem Grund ist es besonders wichtig, dass die durch die Standards gebotene Bandbreite auch im Chipsatz umgesetzt werden kann. Bei AMD kann aus diesem Grund ein USB-3.0-NIC direkt an der Northbridge angebunden werden. Dies geschieht über eine der freien PCI-Express-Lanes. In der Version 2.0 bieten diese Lanes eine theoretische Bandbreite von 500 MB/s, während USB 3.0 auf 600 MB/s in der Theorie kommt. Da diese aber kaum zu erreichen sind, reicht die Anbindung über eine PCI-Express-2.0-Lane sicherlich aus.

Die sechs SATA-6-GBit/s-Ports sind direkt auf der SB850-Southbridge verfügbar und somit laut AMD auch optimal angebunden. Natürlich verbleiben die Daten nicht in der Southbridge und müssen weitertransportiert werden. Hier spielt dann die Verbindung zwischen North- und Southbridge eine entscheidende Rolle.

AMD vergleicht seine Anbindung von USB 3.0 und SATA 6 GBit/s auch mit der von Intel. Allerdings müssen wir an dieser Stelle einige Dinge klarstellen. Bei Intel sind sowohl USB 3.0 und SATA 6 GBit/s mithilfe eines Zusatzchips realisiert. Die meisten Controller haben eine PCI-Express-x1-Anbindung mit 5 GT/s, aber der Chipsatz selbst kann nur 2,5 GT/s (250 MB/s) bieten. Würden die Mainboard-Hersteller die Chips also direkt an der Southbridge anbinden, wären die Angaben von AMD mit 250 MB/s korrekt. In der Praxis aber gehen die Hersteller anders an die Sache heran. Sie kombinieren die Chips mit einer PCI-Express-Bridge von PLX oder Lucid. Dieser bündelt vier PCI-Express-Lanes mit 2,5 GT/s vom Chipsatz und liefert auf der anderen Seite vollwertige PCI-Express-x1-5-GT/s-Anbindungen für die Controller.

In einigen Benchmarks haben wir uns die Performance von USB 3.0 und SATA 6 GBit/s einmal etwas genauer angeschaut:

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Die Geschichte der AMD-Chipsätze ist stets mit Verzögerungen in der Entwicklung der Southbridge verbunden. Mit der SB850 verhält sich dies nicht anders. Bereits im April letzten Jahres tauchten erste Bilder auf, die Entwicklung soll zu diesem Zeitpunkt aber schon einige Monate hinter sich gehabt haben. So wurde damit gerechnet, dass AMD die neue Southbridge auch mit den Chipsätzen der 780/785/790-Serie einsetzt. Doch AMD wollte den neuen Chip erst mit einem komplett neuen Chipsatz auf den Markt bringen und so hat es nun fast ein Jahr gedauert, bis wir die SB850 in Aktion sehen können.

AMD 890GX
ATI Radeon HD 4290
AMD 880G
ATI Radeon HD 4290 
AMD 785G
ATI Radeon HD 3200
ATI Radeon HD 3450 ATI Radeon HD 5450
GPU RV620 RV620 RV620 RV620 RV810
Shader-Prozessoren 8 (5D) 8 (5D) 8 (5D)  8 (5D) 16 (5D)
GPU-Takt 700 MHz 560 MHz 500 MHz 600 MHz 650 MHz
Speicher-Interface 64/128 Bit 64/128 Bit 32 Bit 64 Bit 64 Bit
DirectX 10.1 10.1 10.1 10.1 11

Auf der folgenden Seite wollen wir uns die bisher vorgestellten Mainboards einmal etwas näher anschauen. Dazu gehören neben den Bildern auch die technischen Daten.


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Das ASUS M4A88TD-V EVO/USB3 kommt in einem von ASUS vorgesehenen Mainstream-Design daher. Dazu gehören das schwarze PCB sowie die bläulich und weiß eingefärbten Anschlüsse und Ports.

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Im Sockel AM3 finden alle aktuellen Prozessoren platz. Auch die neuen 6-Kern-Modelle mit einem Gesamtverbrauch von bis zu 140 Watt.

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Auf vier DIMM-Steckplätzen können bis zu 16 GB an DDR3-Speicher untergebracht werden. AMD sieht im Speichercontroller einen zertifizierten Betrieb von bis zu 1333 MHz vor. Im BIOS erlaubt ASUS aber über Teiler einen theoretischen Maximaltakt von 2000 MHz.


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In der linken unteren Ecke finden die wichtigsten Anschlüsse platz. Hier ebenfalls zu sehen ist die passiv gekühlte Southbridge. Rechts davon befinden sich fünf Ports für SATA 6 GBit/s. Ein weiterer ist als eSATA-Anschluss auf der I/O-Blende zu finden. Ebenfalls an dieser Stelle zu finden ist ein Anschluss für Disketten-Laufwerke.

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Bei den Erweiterungs-Slots sieht ASUS zwei mit jeweils acht Lanes angebundene PCI-Express-x16-Steckplätze vor. Hinzu kommen einmal PCI-Express-x1 und dreimal PCI. 

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Auf der I/O-Blende sind die übrigen wichtigen Anschlüsse zu finden. Hier zu sehen sind 1x PS/2, 4x USB 2.0, 2x USB 3.0, 1x FireWire, 1x RJ45 sowie sämtliche analogen und digitalen Aus- und Eingänge für den OnBoard-Sound. Ebenfalls, dank integrierter Grafik, hier zu finden sind jeweils einmal HDMI, DVI und VGA.



CPU/HT-Referenztakt 100 - 550 MHz
Speichertakt 800/1067/1333/1600 MHz
CPU/Northbridge-Frequenz 1400 - 6000 MHz in 200-MHz-Schritten
HT-Link-Frequenz 200 - 2600 MHz in 200-MHz-Schritten
CPU-Spannung Standard +/- 0,5 Volt in 6,25-mV-Schritten
CPU/Northbridge-Spannung Standard +/- 0,5 Volt in 6,25-mV-Schritten
CPU-VDDA-Spannung 2,5 - 2,8 Volt in 0,1-Volt-Schritten
Speicher-Spannung 1,200 - 2,445 Volt in 15-mV-Schritten
HT-Spanung 1,2 - 1,4 Volt in 10-mV-Schritten
Northbridge-1.2V-Spannung 1,20 - 1,83 Volt in 10-mV-Schritten
Northbridge-1,1V-Spannung 1,1 - 1,4 Volt in 0,1-Volt-Schritten
Northbridge-1,8V-Spannung 1,8 - 1,9 Volt in 0,1-Volt-Schritten
Southbridge-Spannung 1,1 - 1,4 Volt in 0,1-Volt-Schritten
SidePort-Speicherspannung 1,5 - 1,8 Volt in 0,1-Volt-Schritten

Für den Speicher stehen folgende Einstellungen bereit:

DRAM CAS# Latency 4 - 12
DRAM RAS# to CAS# Delay 5 - 12
DRAM RAS# PRE Time 5 - 12
DRAM RAS# ACT Time 15 - 30
DRAM READ to PRE Time 4 - 7
DRAM Row Cycle Time 11 - 41
DRAM WRITE Recovery Time 5 - 12
DRAM RAS# to RAS# Delay 4 - 7
DRAM READ to WRITE Delay 3 - 17
DRAM WRITE to READ Delay (DD) 2 - 10
DRAM WRITE to READ Delay (SD) 4 - 7
DRAM WRITE to WRITE Timing 3 - 10
DRAM READ to READ Timing 3 - 10
DRAM REF Cycle Time 90/110/160/300/350 ns
DRAM Refresh Rate 3,9/7,8 ms
DRAM Command Rate 1T/2T

Soweit zum Modell mit dem 880G-Chipsatz. Nun wollen wir einen Blick auf das ASUS Crosshair IV Formula werfen.


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Schon deutlich anders, um nicht zusagen aggressiver zeigt sich das ASUS Crosshair IV Formula. Zwar kommt auch hier wieder ein schwarzes PCB zum Einsatz, die einzelnen Komponenten sind aber in Schwarz oder Rot gehalten.

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Auch hier werden wieder alle aktuellen AM3-Prozessoren unterstützt und auch hier gehören dazu wieder die neuen 6-Kern-Modelle.

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Der in der CPU integrierte Speichercontroller bei AMD unterstützt DDR3-Speicher mit bis zu 1333 MHz. Im BIOS sieht ASUS auch hier wieder bis zu 2000 MHz vor. Bestückt werden kann das Mainboard mit bis zu 16 GB an Dual-Channel-Speicher.

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Etwas mehr Auswahl besteht beim Crosshair IV Formula, wenn es um die Erweiterungssteckplätze geht. Insgesamt sind hier vier PCI-Express-x16-Slots zu finden. Einer davon ist allerdings fest mit vier Lanes verdrahtet. Sind von den übrigen drei zwei bestückt, sind diese beiden mit den vollen 16 Lanes angebunden. Stecken in allen drei Slots Grafikkarten, teilen sich die Lanes in jeweils acht auf.


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Anders bei den Mainstream-Mainbaords hat sich ASUS beim Onboard-Sound gegen die übliche Lösung eines Realteak-7.1-Audiochips entschieden und verbaut stattdessen eine Sound-Lösung von Creative in Form der X-Fi SupremeFX.

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Wer sein Mainboard auch ohne den Einbau in einem Gehäuse betreiben möchte und dabei auch gerne einmal auf den Schraubendreher verzichten kann, für den stehen sowohl ein Power- als auch ein Reset-Button zur Verfügung. Zusätzlich bietet ASUS hier die Möglichkeit über einen Turbo-Key eine automatische Übertaktung zu starten. Über den Core-Unlocker lassen sich bei bestimmten CPUs noch einige Kerne freischalten.

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Sowohl die North- als auch die Southbridge werden passiv gekühlt. Beide Komponenten sind allerdings nicht komplett unabhängig voneinander. Zusammen mit den MOSFETs sind sie über eine Heatpipe miteinander verbunden und können so die Wärme austauschen bzw. an die kühleren Spots weiterleiten.

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Bei den internen Anschlüssen sieht ASUS die Platzierung der sechs, durch die Southbridge zur Verfügung gestellten, SATA-6-GBit/s-Ports vor. Des weiteren hier zu sehen ist ein SATA-3-GBit/s-Anschluss, der über einen Zusatzchip realisiert wird und auch auf der I/O-Blende einen eSATA-Anschluss bereitstellt.


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Auf eben erwähnter I/O-Blende befinden sich neben dem eSATA-Port noch 1x PS/2, 7 xUSB 2.0, 2x USB 3.0, 1x RJ45, 1x FireWire sowie sämtliche analogen und digitalen Aus- und Eingänge für den Onboard-Sound. Ebenfalls hier zu sehen sind zwei Taster, die Zusatzfeatures bereitstellen. Der linke erlaubt den Restart das Systems. Der rechte ist vorgesehen um den ASUS-Systemmonitor zu steuern.

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In der linken unteren Ecke des Mainbaords befinden sich neben der Southbridge auch noch einige weitere, für das System wichtige Chips. Die iROG-Chips beispielsweise zeichnen sich für einen BIOS-Funktionen verantwortlich. Darunter sind auch die Systemüberwachung oder Core-Unlock.

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Mithilfe des Go-Button kann das BIOS des Mainboards komplett zurückgesetzt werden. Sollte während des Overclockings etwas schief gegangen sein, sind so die alten Einstellungen sofort wieder verfügbar.

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Da auch der Lieferumfang bei einem Mainboard dieser Klasse eine entscheidende Rolle spielt, haben wir ihn an dieser Stelle einmal abgebildet. Zu sehen sind sechs SATA-Datenkabel, eine USB-Slotblende, eine CrossFire-Brücke, ein USB-Kabel, die I/O-Blende sowie natürlich das Handbuch samt Treiber-CD. Selbst an die Kabelbinder hat ASUS gedacht, so ist keine Ausrede mehr den Kabelsalat mehr vorhanden.


Auch beim ASUS Crosshair IV Formula wollen wir einen Blick auf die BIOS-Einstellungen werfen.

CPU/HT-Referenztakt 100 - 600 MHz
Speichertakt 800/1067/1333/1600 MHz
CPU/Northbridge-Frequenz 1400 - 6000 MHz in 200-MHz-Schritten
HT-Link-Frequenz 200 - 2600 MHz in 200-MHz-Schritten
CPU-Spannung Standard +0,7 Volt (Min: 62,5 mV) in 3,125-mV-Schritten
CPU/Northbridge-Spannung Standard +0,7 Volt (Min: 3,125 mV) in 3,125-mV-Schritten
CPU-VDDA-Spannung 2,5000 - 3,1875 Volt in 12,5-mV-Schritten
Speicher-Spannung 1,2 - 2,9 Volt in 12,5-mV-Schritten
HT-Spanung 0,8 - 2,0 Volt in 12,5-mV-Schritten
Northbridge-Spannung 0,8 - 2,0 Volt in 12,5-mV-Schritten
Northbridge-1,8V-Spannung 1,80200 - 3,00775 Volt in 13,25-mV-Schritten
Southbridge-Spannung 1,113 - 1,802 Volt in 13,25-mV-Schritten
VDDR-Spannung 1,20575 - 1,80200 Volt in 13,25-mV-Schritten
VDDPCIE-Spannung 1,11300 - 2,00075 Volt in 13,25-mV-Schritten

Auf den ersten Blick wirken die Einstellungen sehr ähnlich gegenüber dem Mainstream-Modell. Wenn man aber genauer hinschaut, wird deutlich, dass die minimalen und maximalen Werte deutlich weiter sind und die Intervalle feinmaschiger.

Für den Speicher stehen folgende Einstellungen bereit:

DRAM CAS# Latency 4 - 12
DRAM RAS# to CAS# Delay 5 - 12
DRAM RAS# PRE Time 5 - 12
DRAM RAS# ACT Time 15 - 30
DRAM READ to PRE Time 4 - 7
DRAM Row Cycle Time 11 - 41
DRAM WRITE Recovery Time 5 - 12
DRAM RAS# to RAS# Delay 4 - 7
DRAM READ to WRITE Delay 3 - 17
DRAM WRITE to READ Delay (DD) 2 - 10
DRAM WRITE to READ Delay (SD) 4 - 7
DRAM WRITE to WRITE Timing 3 - 10
DRAM READ to READ Timing 3 - 10
DRAM REF Cycle Time 90/110/160/300/350 ns
DRAM Refresh Rate 3,9/7,8 ms
DRAM Command Rate 1T/2T

Beim Speicher sind die Einstellmöglichkeiten mit denen des M4A88TD-V EVO/USB3 identisch.


Beide Mainboards wollen wir anhand der technischen Daten noch einmal vergleichen.

ASUS Crosshair IV Formula ASUS M4A88TD-V EVO/USB3
Preis
Sockel AM3 (mit 140W-Support) AM3 (mit 140W-Support)
Chipsatz 890FX + SB850 880G + SB850
Speicher 4x DIMM Slots
bis zu 16 GB
DDR3-2000(OC)/1800(OC)/1600(OC)/1333/1066 
4x DIMM Slots
bis zu 16 GB
DDR3-2000(OC)/1333/1066 
Erweiterungsslots

3x PCI-Express-x16 (Dual @ x16, Triple @ x8)
1x PCI-Express x4
2x PCI 

2x PCI-Express x16 (x16/x4)
1x PCI-Express x1
3x PCI 
SATA 6x SATA 6 GBit/s über SB850
2x SATA 3 GBit/s über JMicron JMB363 (1x eSATA)
6x SATA 6 GBit/s über SB850 (1x eSATA)
Ethernet Marvell 8059 1000 MBit/s Realtek 8111E 1000 MBit/s
Audio Creative SupremeFX 7.1 Channel ALC892 7.1 Channel
FireWire 2x FireWire 800 über VIA VT6330 (1x extern, 1x intern) 2x FireWire 800 über VIA VT6330 (1x extern, 1x intern)
USB 12x USB 2.0 über SB850 (7x extern, 5x intern)
 2x USB 3.0 über NEC-Controller (2x extern)
12x USB 2.0 über SB850 (4x extern, 8x intern)
 2x USB 3.0 über NEC-Controller (2x extern)
Overclocking-Features 8 + 2 Spannungsversorgung
CPU Level Up
MemOK!
iROG
ASUS TurboV EVO (OC Software)
O.C Profile (BIOS)
COP EX (Schutz der Komponenten vor Überhitzung)
Voltiminder LED
ASUS C.P.R. (Zurücksetzen der CPU-Paramter) 

8 + 2 Spannungsversorgung
ASUS TurboV EVO (OC Software)
GPU Boost (Übertaktung der integrierten Grafik)
ASUS C.P.R. (Zurücksetzen der CPU-Paramter)
Precision Tweaker 2 (genauere Einstellung der Spannungen)
SFS (genauere Einstellung der Frequenzen)

Special-Features Turbo Key II (automatische Übertaktung)
 Core Unlocker (freischaltung von CPU-Kernen)
ASUS Q-Connector
ASUS Q-Shield
ASUS Q-Fan2
ASUS EZ Flash 2
ASUS Crash Free BIOS 3
ASUS MyLogo 3 
Turbo Key II (automatische Übertaktung)
Core Unlocker (freischaltung von CPU-Kernen)
ASUS Crash Free BIOS 3
ASUS O.C. Profile
ASUS MyLogo 2
ASUS EZ Flash 2
ASUS Fan Xpert

Auf den ersten Blick sind beide Mainboards gar nicht so verschieden. Dem Crosshair IV Formula muss man natürlich die reichhaltige Ausstattung an Erweiterungsslots zugute halten. Bis zu vier Grafikkarten können hier im CrossFireX betrieben werden. Dem M4A88TD bleiben "nur" zwei.

Ein weiteres Unterschneidungsmerkmal besteht bei den SATA-Ports. Das Crosshair IV Formula kann mit zwei zusätzlichen 3-GBit/s-Ports aufwarten. Ob dies nun ein kaufentscheidender Grund ist, sei einmal dahingestellt. Beide Mainboards kommen mit 1000-MBit/s-Ethernet-Controllern daher. Zwar unterscheiden sich die Chips, nicht aber die Geschwindigkeit. Ebenfalls kein Unterschied besteht bei der Bestückung mit zwei FireWire-800-Anschlüssen sowie dem 7.1 Onboard-Sound.

Grundsätzlich ebenfalls identisch sind sie sich bei den USB 2.0 und 3.0-Ports. Das Crosshair IV Formula führt allerdings einige mehr an die I/O-Blende. Die wohl größten Unterschiede sind bei den Overclocking-Funktionen im BIOS zu finden, auf diese sind wir bereits gesondert eingegangen.


Kommen wir nun zum Testsystem und den ersten Benchmarks bzw. Messungen.

Folgende Treiber kamen dabei zum Einsatz:

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Aufgrund des fehlenden Grafik-Kerns zeigt sich der AMD 890FX am sparsamsten. Dicht gefolgt vom 880G, der nur leicht vor dem 890GX liegt. Der Vorgänger 790GX liegt mit deutlichen Abstand auf dem letzten Platz.

Strom2

Unter Last zeigt sich dann ein ähnliches Bild. Auch hier zeigt sich der 890FX am sparsamsten. Auf Platz zwei folgt hier aber der 790GX, vor den beiden neuen Chipsätzen mit integrierter Grafik.


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vantage8


Cinebench

wprime

H264


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Mit dem ASUS M4A88TD-V EVO/USB3 und dem Crosshair IV Formula haben wir sicher zwei typische Vertreter des AMD 890FX- und 880G-Chipsatzes erwischt. Von Herstellern wie MSI und Gigabyte erwarten wir in Kürze ebenfalls entsprechende Exemplare. Leider hat die Asche-Wolke deren und unseren Zeitplan etwas durcheinander gewürfelt.

Leider müssen wir auch auf einen umfangreichen Overclocking-Test verzichten. Daher wollen wir uns an dieser Stelle auf die Rohleistung sowie die gebotenen Features konzentrieren. Im Hinterkopf haben wir natürlich auch im BIOS bereitgestellten OC-Funktionen.

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Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Die Ausrichtung der beiden Mainboards ist eindeutig. Das ASUS M4A88TD-V EVO/USB3 richtet sich an den Mainstream-Markt. Gemeint ist damit der Standard-Nutzer, der einfach nur ein Mainboard mit möglichst vielen Features und Funktionen benötigt. Alle nötigen Komponenten sind hier vorhanden - von SATA 6 GBit/s bis hin zu USB 3.0. Die integrierte GPU arbeitet nur leicht über dem Takt des Vorgängers. Daher auch der deutliche Abstand zum AMD 890GX. Für aktuelle 3D-Spiele ist die integrierte Grafik ohnehin kaum zu gebrauchen. Für typische 2D-Anwendungen reicht aber auch der niedrige Takt. Leider steht bisher noch kein Preis fest, daher fällt eine endgültige Beurteilen noch schwer.

Wer auf der Suche nach dem wohl derzeit besten und schnellsten AM3-Mainboard ist, der ist beim ASUS Crosshair IV Formula genau richtig. Der Verzicht auf die integrierte Grafik gibt den Weg für andere Features frei. Die umfangreichen Overclocking-Einstellungen im BIOS sind nur eines davon. Ebenfalls positiv hervorzuheben ist der niedrige Idle-Stromverbrauch. USB 3.0 und SATA 6 GBit/s sind in dieser Klasse obligatorisch. Da uns auch hier noch kein Preis bekannt ist, können wir auch diesen Punkt noch nicht endgültig bewerten.

Beiden Modellen positiv anzurechnen ist die passive Kühlung des Chipsatzes. Auf Features wie USB 3.0, SATA 6 GBit/s sowie den Core-Unlocker gehen wir in der Hardwareluxx-Printed 04/2010 genauer ein, die derzeit am Kiosk zu haben ist.

Positive Aspekte des ASUS M4A88TD-V EVO/USB3:

Negative Aspekte des ASUS M4A88TD-V EVO/USB3:

Positive Aspekte des ASUS Crosshair IV Formula:

Negative Aspekte des ASUS Crosshair IV Formula:

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