Elitegroup A785GM-M und GeForce GT 240

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logoGut und günstig schließt sich in vielen Bereichen des alltäglichen Lebens aus. Wer weniger zahlt, der muss Abstriche machen. Doch nicht immer soll dieser Grundsatz Gültigkeit haben und so hat es sich Elitegroup auf die Fahnen geschrieben, sowohl gute als auch günstige Hardware anzubieten. Exemplarisch an einem Mainboard für AMD-Prozessoren und einer gerade erst vorgestellten Grafikkarte mit NVIDIA-GPU wollen wir überprüfen, wie viel Wahrheit im Anspruch von Elitegroup steckt.

 

Folgende Produkte wurden uns von Elitegroup zur Verfügung gestellt:

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Elitegroup A785GM-M:

Elitegroup GeForce GT 240:

Bevor wir näher auf die eigentliche Hardware eingehen, wollen wir uns den Chipsatz des Mainboards noch einmal etwas genauer ansehen.

Der AMD 785G ist die 9. Generation des Integrated Graphics Processor (IGP), der mit DirectX 10.1, Shader Model 4.1, Unified Video Decoder (UVD 2.0), PCI-Express-x16-Link, HyperTransport 3.0, DVI/HDMI, TMDS und DisplayPort-Unterstützung aufwarten kann. Damit wären dann auch schon die größten Unterschiede zum Vorgänger genannt.

Während der 780G mit ATI Radeon HD 3200 auf der RV610-GPU basierte, kommt nun die ATI Radeon HD 4200 mit RV620-GPU zum Einsatz. Die Unterschiede halten sich aber größtenteils in Grenzen. Beide werden in 55 nm gefertigt und besitzen in etwa 205 Millionen Transistoren. Bei der RV620-GPU werden es einige wenige mehr sein, AMD schweigt sich aber zu der genauen Anzahl aus. Der Takt liegt bei 500 MHz, die Mainboardhersteller haben hier aber etwas Spielraum und können auch leicht niedrigere und höhere Taktraten wählen. Neu hinzugekommen ist die Unterstützung für DirectX 10.1, im Hinblick auf Windows 7 und dem DirectX-Computing sicher eine gute Idee. Die Anzahl der Shader-Prozessoren bleibt bei 40 stabil. Neu ist die Unterstützung des Unified Video Decoder in der Version 2.0, der weitere Performance- und Bildverbesserungen mit sich bringt. Bei den Anschlüssen unterstützt der Chipsatz nun auch den HDMI-Standard in der Version 1.3.

Der AMD-785G-Chipsatz besteht aus einer Northbridge und einer Southbridge. Bei dieser handelt es sich um die SB750/710. Sie kommt bereits auf einigen Mainboards mit AMD-780G-, -GX- und -FX-Chipsatz zum Einsatz. Große Änderungen ergeben sich hier nicht. Es werden bis zu sechs Serial-ATA-Ports, ein High-Definition-Audio-Controller, IDE-Laufwerke und weitere I/O-Anschlüsse unterstützt. Nachdem bereits die ersten Mainboards mit USB und SATA 3.0 angekündigt wurden, wird es nur eine Frage der Zeit sein, wann auch die SB800 mit eben diesen Features erscheinen wird. Dann aber vermutlich gepaart mit einer komplett neuen Northbridge und dem 78x-Nachfolger 88x.

Nach der Theorie, die praktische Betrachtung des Elitegroup A785GM-M.


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Elitegroup hat sich, wie viele andere Hersteller auch, beim Einsatz des AMD 785G-Chipsatzes für das µATX-Format entschieden. Haupteinsatzgebiet dürften kleine Office-Systeme oder Multimedia-PCs sein. Wem die Leistung der integrierten Grafikkarten nicht ausreicht, der kann auch eine dedizierte Karte verbauen, wie wir es später auch tun werden.

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Sowohl der Chipsatz, als auch die die stromversorgenden Elemente werden passiv gekühlt. In der Mitte des Bildes ist der Sockel AM3 zu sehen, der alle passenden CPUs aufnehmen kann. Im Zusammenspiel mit dem Chipsatz und den übrigen Komponenten empfiehlt sich der Einsatz eines kostengünstigen Prozessors, um das Preis-Leistungs-Niveau stabil zu halten.

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Auf den vier DIMM-Steckplätzen können theoretisch bis zu 16 GB an DDR3-Speicher eingebaut werden, der mit bis zu 1333 MHz arbeitet.


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In der linken unteren Ecke des Mainboards befinden sich, wie üblich, die wichtigsten Anschlüsse für die Massenspeicher sowie einige Zusatzchips. Sechs Serial-ATA-Laufwerke können angeschlossen werden. Hinzu kommt noch ein ATA133-Port, der noch einmal zwei dieser Laufwerke realisiert. Unter dem kleinen passiven Kühler sitzt die Southbridge des Chipsatzes.

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Wem die integrierte Grafikkarte nicht ausreicht, der kann auch eine dedizierte Karte verbauen. Diese findet auf dem einzigen PCI-Express-x16-Slot ihren Platz. Für weitere Add-On-Karten stehen auch noch zwei PCI-Express-x1-Steckplätze sowie ein PCI-Slot zur Verfügung. In diesem Bild ebenfalls noch zu sehen sind die Post-Code-Anzeige sowie ein Taster um das Mainboard zu resetten. Ein weiterer ermöglicht es auch das Mainboard zu starten, wenn das Board nicht eingebaut wurde.

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Die I/O-Blende bietet folgende Anschlussmöglichkeiten: 1x VGA, 1x DVI, 1x HDMI, 6x USB 2.0, 1x Gigabit-Ethernet , 2x eSATA, 7.1 Audio, SP/DIF, 1x Firewire.

Nachdem wir nun das Mainboard ausführlich behandelt haben, wollen wir auch noch einen kurzen Blick auf die GeForce GT 240 von Elitegroup werfen.


Um die theoretischen Details rund um die GeForce GT 240 von NVIDIA zu klären, empfehlen wir unseren Artikel zu diesem Thema.

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NVIDIA überlässt es den jeweiligen Herstellern selbst, welchen Kühler sie für die GeForce GT 240 verwenden. Ebenso verhält es sich beim Speicher, wo die Wahl zwischen DDR2, DDR3 und GDDR5 getroffen werden kann. Elitegroup stellte uns eine Version mit 512 MB an GDDR5-Speicher und einer Kühlung aus dem Hause Arctic Cooling zur Verfügung.

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Elitegroup verspricht sich durch den Einsatz des Kühlers von Arctic Cooling sowohl niedrige Temperaturen, als auch eine geringe Geräuschkulisse. Zwar ergibt sich durch die niedrigen Temperaturen auch ein größeres Overclocking-Potenzial, dieses dürfte aber bei dieser Klasse von Grafikkarten aber keine große Rolle spielen.

In unseren Tests konnte die Elitegroup GeForce GT 240 dann auch durch den Kühler überzeugen. Sowohl bei den Temperaturen, als auch bei der Geräuschkulisse waren die Werte niedriger als bei der bisher getesteten Karte von Palit.

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Egal ob alter Röhren-Monitor oder aber moderner TFT mit HDMI-Eingang, die Elitegroup GeForce GT 240 bietet die wichtigsten Anschlussmöglichkeiten und zeigt sich daher ausreichend flexibel.


Mit der Vorstellung der ersten DirectX-11-Grafikkarten haben wir uns dazu entschlossen auch unser Testsystem leicht umzustellen. Wir führen alle Benchmarks nun unter Windows 7 aus, was uns dazu zwingt alle bisher bereits getesteten Karten ebenfalls unter Windows 7 noch einmal durch den Parcours zu jagen. Folgende Systemkomponenten kommen dabei zum Einsatz:

Folgende Treiber kamen dabei zum Einsatz:

GeForce 195.62
Catalyst 9.12

Für die Mainboard-Benchmarks kamen folgende Systemkomponenten zum Einsatz:

Weiterhin haben wir nach jedem Benchmark das System neu gestartet und, wenn möglich, mit aktuellen Softwareversionen und Patches getestet.


Strom_1

Strom_2

HD-Auslastung

Strom_3


PCMark_1

PCMark_2

WiC

WiC


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Da sich die bisher von uns getesteten GeForce-GT-240-Grafikkarten weder in Takt noch Speicherstandard unterscheiden, wollen wir an dieser Stelle auf die Benchmarks des ursprünglichen Artikels zur GeForce GT 240 verweisen.


Eines können wir bereits vorwegnehmen: Gut und günstig ist möglich, zumindest wenn man sich auf bestimmte Produkte innerhalb der Systemkomponenten beschränkt.

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Beginnen wollen wir mit dem Elitegroup A785GM-M: Hier zeigt sich sehr schön, dass es nicht immer ein Mainboard von ASUS, MSI oder Gigabyte sein muss. Elitegroup schafft es ein Mainboard anzubieten, das die gleichen Möglichkeiten und Features bietet, wie Konkurrenzprodukte, die 10 oder mehr Euro teurer sind. In unseren Tests bewegte sich die Performance auf dem erwarteten Niveau. Es sind keine Ausreißer in negativer Richtung erkennbar, gleiches gilt allerdings auch in positiver Richtung. Es handelt sich um ein grundsolides Mainboard mit AMD-785G-Chipsatz, das in diesem Bereich keinerlei Wünsche offen lässt.

Kommen wir nun zur Elitegroup GeForce GT 240: In einigen Bereichen kann die NVIDIA GeForce GT 240 überzeugen. Dies wären zum einen der geringe Stromverbrauch, sowohl unter Last als auch im Idle-Betrieb. Zudem verbaut Elitegroup einen sehr guten Kühler, der nicht nur für niedrige Temperaturen sorgt, sondern auch bei der Lautstärke zu überzeugen weiß. Hinzu kommt die Unterstützung für CUDA bzw. PhysX, wovon immer mehr Software Gebrauch macht.

Positive Aspekte des Elitegroup A785GM-M:

Negative Aspekte des Elitegroup A785GM-M:

Positive Aspekte der Elitegroup GeForce GT 240:

Negative Aspekte der Elitegroup GeForce GT 240:

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