Biostar TA790GX A3+ - Low-Budget Untersatz für AM3

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biostar_790gx_teaserEs muss nicht immer eine 200 Euro teure Platine sein, um ein AMD-Athlon-System aufzubauen. Bereits in der Vergangenheit hat Biostar sein "Billig-Image" abgelegt und überzeugte durch Feature-Vielfalt und Qualität im Bereich der Verarbeitung sowie eine hohe Performance. Eines vorneweg: das Biostar TA790GX A3+ wird hier keine Ausnahme machen. Basierend auf dem Sockel AM3 bildet es die Speerspitze des taiwanesischen Herstellers.

In unserem Preisvergleich ist das Biostar TA790GX A3+ derzeit nicht gelistet, dies dürfte aber bald der Fall sein. AM2+-Mainboards aus dem Hause Biostar sind, je nach Modell und Ausstattung, zwischen 20 und 40 Prozent günstiger als vergleichbare Platinen von anderen Herstellern. Wir rechnen daher mit einem Preis zwischen 70 und 80 Euro.

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Die wichtigsten Fakten zum Biostar TA790GX A3+ einmal zusammengefasst:


Auf der folgenden Seite wollen wir uns das Mainboard, die OnBoard-Features sowie das Layout einmal näher anschauen.

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Ein Blick auf das Mainboard zeigt keinerlei größere Unterschiede zu Platinen anderer Hersteller. Die Farbgestaltung trifft aber sicher nicht den Geschmack eines jeden Käufers. Sollte das Mainboard in einem Gehäuse ohne Fenster verschwinden, so dürfte die farbliche Gestaltung aber keine größere Rolle spielen.

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Ein Blick auf die Erweiterungssteckplätze bringt jeweils zwei PCI-Express-x16-, PCI-Express-x1- und PCI-Slots zutage. Der primäre Steckplatz für die Bestückung mit einer Grafikkarte ist dabei der linke, orange markierte, Slot. Somit bleiben weitere Erweiterungsmöglichkeiten erhalten und der Abstand zwischen den beiden x16-Slots bereitet auch bei Grafikkarten mit Dual-Slot-Kühlung keine Probleme.

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Links vom Sockel befindet sich die Northbridge des Chipsatzes. Diese wird, genau wie einige Bauteile der Spannungs- und Stromversorgung, passiv gekühlt. Während unserer Tests traten keinerlei thermische Probleme auf. Einige Hersteller vertrauen hier auf eine aufwendige passive Kühlung, die von Heatpipes unterstützt wird. Nicht so Biostar, was sich sicherlich auch positiv auf den Preis auswirkt.


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Unterhalb das Sockels befinden sich vier DIMM-Steckplätze. Diese sind paarweise farblich markiert, um die Bestückung im Dual-Channel-Modus zu verdeutlichen. DDR3-1333-Speicher wurde problemlos erkannt. Ebenfalls hier zu sehen ist der 24-Pin-Netzteilanschluss sowie der IDE-Connector.

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Die I/O-Blende fördert zum Abschluss noch die wichtigsten Anschlüsse zutage. Dies wären von links nach rechts die beiden PS/2-Anschlüsse, je ein VGA-, DVI- und HDMI-Ausgang, vier USB-2.0-Ports, FireWire, RJ45 und die analogen Audio-Ein- und -Ausgänge.


Testsystem:

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Sowohl unter Last als auch im Idle-Betrieb zeigen sich nur sehr geringe Unterschiede. Eine Rolle spielen hier nur einzelne Zusatzchips, sowie kleinere Optimierungen innerhalb der Stromversorgung.


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Das Biostar bei der Performance in keinster Weise hinter den etablierten Herstellern zurückstecken muss, zeigt der Prozessor-Test des 3DMark Vantage.

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Beim Speicher-Benchmark von SiSoft Sandra liegt das Biostar TA790GX A3+ zwar am Ende des Testfelds, anhand der Abstände ist aber deutlich zu erkennen, dass die Performance keineswegs hinterher hinkt.

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Auch wenn das Diagramm eine andere Sprache spricht, im Praxiseinsatz dürften die Performanceunterschiede nicht spürbar sein.

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Innerhalb von drei Sekunden bewegen sich alle Testkandidaten, damit zeigt Biostar auch hier keine Schwäche.

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Denkbar gering ist der Abstand auch im ersten von unseren zwei Gaming-Benchmarks.

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Den Abschluss bildet Far Cry 2 und auch im letzten Benchmark zeigt sich Biostar sehr beständig und hält mit der Konkurrenz Schritt.


Die Einführung der Sockel-AM3-Prozessoren darf als holprig bezeichnet werden. Erst einige Monate nach der Einführung ist es nun möglich nicht nur ein leistungsfähiges System zusammenzustellen, sondern dieses auch relativ kostengünstig zu gestalten. Zwar bieten auch die großen Hersteller günstige Mainboards an, dabei handelt es sich aber meist um abgespeckte Versionen. Diese sind oftmals auf das Mini-ITX-Format beschränkt oder aber verfügen nur über eine unzureichende Anzahl an Anschlüssen und OnBoard-Features.

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Biostar will das mit dem TA790GX A3+ anders machen. Hier soll der volle Funktionsumfang, wie man ihn sonst nur von 130 bis 150 Euro teuren Platinen kennt, für 70 bis 80 Euro angeboten werden. Dies reicht vom Angebot der Erweiterungssteckplätze (2x PCI-Express-x16, 2x PCI-Express-x1), über die sechs SATA-II-Ports bis hin zur passiven Kühlung des Chipsatzes. Hinzu kommt die integrierte Grafikeinheit des Chipsatzes. Dieser ermöglicht die alltägliche Büro-Arbeit ebenso wie die Wiedergabe von HD-Inhalten. Sicher ist auch das ein oder andere kleine, in die Jahre gekommene, Spielchen möglich. Darüber hinaus aber empfiehlt sich der Einsatz einer dedizierten Grafikkarte. Sehr gut gefallen hat uns auch die Tatsache, dass Biostar nicht auf den Einsatz eines HDMI-Ausgangs verzichtet. Dies ist einer der wichtigen Punkte die bei günstigen Anbietern gerne unter den Tisch fallen.

Auch einige Overclocking-Versuche gingen wir an. Im Ergebnis zeigen sich dann aber deutliche Unterschiede zu den Mainboards aus dem Hause ASUS oder DFI. Zwar besitzt das Biostar TA790GX A3+ die wichtigsten Overclocking-Optionen, diese wurden im BIOS aber nicht so konsequent umgesetzt und so erreicht die Low-Budget-Platine hier schnell ihre Grenzen.

Positive Aspekte des Biostar TA790GX A3+:

Negative Aspekte des Biostar TA790GX A3+:

Da die beiden negativen Einschränkungen nur geringfügige Auswirkungen haben, verleihen wir dem Biostar TA790GX A3+ unseren Preis/Leistungs-Award:

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