Mit dem ASUS ROG Crosshair X870E Dark Hero (Test) und dem ROG Strix X870E-E Gaming WiFi7 Neo (Test) sowie dem ROG Crosshair X870E Glacial (Test) haben wir drei Refresh-Mainboards für den Sockel AM5 getestet, die bereits den neuen AiO-Q-Connector für die neuesten AiO-Wasserkühlungen von ASUS mitbringen. Durch diesen sind keinerlei Kabel für eine passende AiO mehr nötig. An dieser Stelle werfen wir einen ausführlichen Blick auf die neue ROG Strix LC IV 360 ARGB LCD .
Während die ersten AiO-Wasserkühlungen Kabelverbindungen für die Pumpe, für die etwaige RGB-LED-Beleuchtung und für jeden einzelnen Lüfter am Radiator boten, hat sich dies im Jahr 2026 deutlich geändert. Die Lüfter bei 360-mm-Radiatoren sind per Daisy-Chain-Verfahren verbunden und übrig blieben die Kabel für die Pumpe und für die RGB-Beleuchtung. Mit dem AiO-Q-Connector auf den neueren AM5-Mainboards von ASUS und den Kontaktpins an der Pumpeinheit ändert sich auch dies. Das Ergebnis ist eine völlig kabellose Verbindung für die gesamte AiO.
Sowohl die weiße Variante als auch die schwarze Version wechseln ab 222 Euro den Besitzer.
Die ROG Strix LC IV 360 ARGB LCD ist eine von vielen der neuen AiO-Wasserkühlungen von ASUS. Es handelt sich anhand der Produktbezeichnungen um eine 360-mm-AiO und das LCD gibt bereits preis, dass auch ein LC-Display auf der Pumpeneinheit sitzt. In diesem Fall beträgt die Bildschirmdiagonale 5,08 Zoll, bei einer Auflösung von 720 x 720 Pixel. So können Informationen wie die CPU-Temperatur, die Spannung und auch die Lüfterdrehzahl angezeigt werden. Das Display selbst wird magnetisch auf die Pumpeinheit aufgesetzt und erhält den elektrischen Kontakt mittels Pogo-Pins. Für die Montage des Kühlers muss das Display abgenommen werden.
An der Unterseite der Pumpeinheit hat ASUS seitlich einen USB-C-Anschluss verbaut. Vom Werk aus ist der Adapter mit einem USB-2.0-Header- und einem 4-Pin-PWM-Stecker verbaut, der Kontakt mit dem USB-C-Anschluss aufnimmt, sodass diese AiO-Wasserkühlung auch auf jedem beliebigen Mainboard ohne den AiO-Q-Connector eingesetzt werden kann. Besitzt man jedoch ein ASUS-Mainboard mit dem AiO-Q-Connector, kann der mitgelieferte Adapter verwendet werden, der auch nur in einer Ausrichtung mittels Schiene passt. Über diese eine Verbindung werden die Pumpe, die drei Lüfter und die RGB-Beleuchtung mit Strom versorgt. Auch die Drehzahl der Pumpe und der Lüfter wird über diesen einzigen Anschluss an das Mainboard übermittelt.
| Kühlername | ASUS ROG Strix LC IV 360 ARGB LCD |
| Kaufpreis | schwarz: ab 222 Euro weiß: ab 222 Euro |
| Homepage | ASUS |
| Kühlertyp | All-in-One Wasserkühlung mit 360-mm-Radiator |
| Maße Radiator (ohne Lüfter) | 397 x 120 x 27 mm (L x B x H) |
| Material | Bodenplatte: Kupfer Radiator: Aluminium |
| Schläuche, Länge | textilummantelt, 40 cm |
| Serienbelüftung | 3x 120 mm, 800 - 2.500 U/min (±10%), ARGB, vorinstalliert |
| Pumpendrehzahl | (noch) unbekannt |
| Sockel | AMD: AM5, AM4 Intel: LGA 1851, LGA1700 |
| Besonderheiten | 5,08 Zoll LCD (720p), AIO Q-Connector |
| Garantiedauer | sechs Jahre |
Die drei 120-mm-Axiallüfter sind bereits auf dem Radiator vorinstalliert, unterstützen Drehzahlen zwischen 800 und 2.500 Umdrehungen pro Minute und erzeugen laut ASUS eine Geräuschkulisse bis 35,78 dB(A). Eingesetzt werden kann die ROG Strix LC IV 360 ARGB LCD auf Mainboards mit dem Sockel AM5 und AM4 von AMD sowie mit dem Sockel LGA1700 und LGA1851 von Intel. Für die AMD-Nutzer liegen eigene Montage-Halterungen bei und für die Intel-Nutzer hingegen eine Backplate. Während der Radiator aus Aluminium besteht, setzt ASUS bei der Bodenplatte auf Kupfer und im ROG-Schriftzug ist auch bereits die Wärmeleitpaste aufgetragen. Demnach muss der Anwender nur die Kunststoffabdeckung entfernen und den Kühler auf die CPU setzen. Einfacher geht es nun wirklich nicht.
Beide Schläuche sind textilummantelt und weisen eine Länge von 40 cm auf. Aufgrund der Länge ist diese AiO dafür prädestiniert, oben im Gehäusedeckel platziert zu werden.
Benchmarks
Um eine hohe CPU-Last zu erzeugen, wurden der neue Cinebench 2026, AIDA64 FPU-Test, CPU-Z im Stress-Test und auch Prime95 verwendet, jeweils natürlich im Multi-Threading, sodass alle acht Zen4-Kerne und alle 16 Threads ausgelastet waren. Der Ryzen 7 7700X nahm auf dem ebenfalls neuen ASUS ROG Strix X870E-E Gaming WiFi7 Neo (Test) seinen Platz ein und wurde mit BIOS-Default-Werten in Betrieb genommen. Die Zimmertemperatur lag bei 25°C. Die CPU-Temperaturen wurden mit HWINFO64 in der Version 8.50-6020 ermittelt. Als Wärmeleitpaste wurde mit beiden AiO-Wasserkühlungen die Arctic Silver V verwendet.
Hardware:
- AMD Ryzen 7 7700X
- ASUS ROG Strix X870E-E Gaming WiFi7 Neo
- 2x 16 GB DDR5-8000 (Patriot Viper XTREME 5 RGB, PVXR532G80C38K) - @ 5.200 MHz, CL40-40-40-72 2T, bei 1,1 V
- ASUS Prime Radeon RX 9070 XT OC (Performance-BIOS)
- Seasonic Prime Platinum 1.200 W Netzteil
- Goodram Iridium Pro SSD 240 GB
Software:
- Windows 11 Pro, Version 25H2 (Build 26200)
- AMD Chipset 8.02.18.557
- AMD Adrenalin 26.3.1
Cinebench 2026
Multi-Threading 10 Minuten
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Prime95
Small FFTs (mit AVX/AVX2)
AIDA64
FPU-Stress-Test 5 Min
CPU-Z
Stress-Test (AVX512) 5 Minuten
In Summe können wir festhalten, dass die ASUS ROG Strix LC IV 360 ARGB LCD gerade unter sehr hoher CPU-Last ihre Muskeln spielen lässt. Die Dragonfang-AiO von Valkyrie nutzen wir für die Mainboard-Tests und konnte den Ryzen 7 7700X mit Prime95 auf 93,5°C und mit AIDA64 und dem FPU-Stresstest auf 95,4°C (Tj-Max-Schwelle) herunterkühlen. ASUS' ROG Strix LC IV 360 ARGB LCD schaffte es auf sehr gute 88,1°C mit Prime95 und 93°C mit AIDA64. Nahezu Gleichstand herrschte mit CPU-Z und fast identische Werte mit Cinebench 2026.
Die drei Lüfter waren unter den Last-Szenarien sehr deutlich herauszuhören und sind mit den Standard-Einstellung nicht für Silent-Fanatiker geeignet. In diesem Fall muss man im BIOS noch nachjustieren.
Fazit
ASUS ist immer wieder für Innovationen, Weiterentwicklungen und Optimierungen bekannt und mit den AM5-Refresh-Mainboards und dem AiO-Q-Connector hat ASUS die Basis für die neuen AiO-Wasserkühlungen geschaffen. Zusammen mit dem bereits getesteten ROG Strix X870E-E Gaming WiFi7 Neo, das den AiO-Q-Connector mitbringt, haben wir die ROG Strix LC IV 360 ARGB LCD über diesen Anschluss in Betrieb genommen und der AiO einen Kurztest unterzogen. Ein ausführlicher Testbericht zur ROG Strix LC IV 360 ARGB LCD wird noch folgen, denn mittels auswechselbarem Adapter kann diese AiO-Wasserkühlung auch mit einem gewöhnlichen Mainboard in Betrieb genommen werden.
Als Nachteil lässt sich für den AiO-Q-Connector festhalten, dass die Pumpeinheit nur in einer Ausrichtung verbaut werden kann. Ohne diesen Anschluss sind zwei Varianten möglich. Doch bei der Leistung sind gute Ergebnisse erzielt worden. Gerade unter sehr hoher CPU-Belastung zeigt die ASUS ROG Strix LC IV 360 ARGB LCD ihre Stärken. Auf der Pumpeinheit wird magnetisch ein 5,08 Zoll großes LC-Display aufgesetzt, das dem Anwender nicht nur Animationen und Bilder, sondern auch System-Informationen, wie die CPU-Temperatur, die CPU-Spannung oder auch die Lüfterdrehzahl anzeigen kann.
Mit einem Preis von 222 Euro zählt die ASUS ROG Strix LC IV 360 ARGB LCD natürlich nicht zu den günstigsten AiO-Wasserkühlungen. Abseits der uns vorliegenden schwarzen Version gibt es für helle Builds auch eine weiße Variante.
- hohe Kühlleistung (bei hoher CPU-Last)
- großes LC-Display
- mit AiO-Q-Connector kabelloser Betrieb möglich
- auch ohne AiO-Q-Connector nutzbar
- hoher Preis
- hohe Lüfterlautstärke unter Last
| ASUS ROG Strix LC IV 360 ARGB LCD | ||
| 221,16 Euro | Nicht verfügbar | Ab 197,21 EUR |









