Schon nahe an der Custom-Kühlung: Die Alphacool Eiswolf 2 AiO im Test

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alphacool-eiswolf2Alphacool hat seine All-in-One-Wasserkühlung für Grafikkarten um eine zweite Generation erweitert. Die Alphacool Eiswolf 2 ist eine vorbefüllte Wasserkühlung, die auf einer kompatiblen Grafikkarte montiert wird und dann sofort einsatzbereit ist. Im Vergleich zu klassischen AiO-Lösungen verspricht Alphacool aber eine Kühlleistung, die der einer Custom-Wasserkühlung nahekommen soll. Ob sie dieses Versprechen halten kann und wie sich die Kühlleistung im Vergleich zu einer Luftkühlung darstellt, schauen wir uns auf den kommenden Seiten an.

Genau wie bei den Prozessoren sind auch die GPUs auf den Grafikkarten in ihrem Boost-Mechanismus stark von der Temperatur abhängig. Neben den Power-Limits gibt die Temperatur vor, wie hoch der Chip takten kann. Die Kühllösungen der Hersteller, die zu 99 % auf einer Luftkühlung basieren, geben gewisse Temperaturziele vor, innerhalb derer gearbeitet werden sollte. AiO-Wasserkühler sind bei den Prozessoren inzwischen in vielen PCs verbaut. Bei den Grafikkarten wird das Thema aber noch zurückhaltend behandelt. Dies liegt vor allem an der Montage, denn während auf einen Prozessor so oder so eine gesonderte Kühlung verbaut werden muss und es dort kaum einen Unterschied macht, ob dies ein Luftkühler oder eine AiO ist, sind Grafikkarten immer ein Gesamtpaket aus der Hardware selbst und der Kühlung.

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Diesen Kreislauf zu durchbrechen schickt sich Alphacool mit der Eiswolf 2 an. Es handelt sich dabei um einen vorbefüllten Kreislauf, der im Grunde aus zwei Komponenten besteht.

Im Lieferumfang der Eiswolf 2 befinden sich:

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Komponente Nr. 1 ist der Wasserkühler, der auf der Grafikkarte montiert wird. Er beinhaltet auch die Pumpe. Komponente Nr.2 ist für den Wärmetausch wichtig, denn dabei handelt es sich um den Radiator.

Der Wasserkühler der Eiswolf 2 wird aus Kupfer gefertigt und vernickelt. Es handelt sich um einen Vollcover-Wasserkühler, der alle wichtigen Komponenten einer Grafikkarte abdeckt. Der Kühler kann auf zahlreichen Karten montiert werden. Eine Liste aller kompatiblen Grafikkarten gibt es bei Alphacool (PDF). Die Abdeckung erfolgt durch ein klares PMMA (Polymethylmethacrylat). Der Kühler misst 263,7 x 130,9 x 46,2 mm.

Direkt über dem Kühler befindet sich im Pumpengehäuse die DC-LT 2 Pumpe. Auch das Pumpengehäuse besteht aus PMMA, ist allerdings komplett in Schwarz gehalten. Die Pumpe arbeitet mit einer Drehzahl von bis zu 2.600 Umdrehungen pro Minute und ermöglicht eine Förderhöhe von 0,7 m. Bis zu 130 l/h können gefördert werden. Die Leistungsaufnahme der Pumpe beträgt laut Datenblatt 3 W (0,25 A bei 12 V). Die MTBF (Mean time between failures) beträgt laut Hersteller 50.000 h.

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Der Radiator ist dafür verantwortlich, die Abwärme wieder abzugehen. Er misst 278 x 124 x 30 mm und nimmt zwei (einseitig) oder vier (zweiseitig) 120-mm-Lüfter auf. Der Radiator selbst besteht aus Kupfer. Das Außengehäuse aus weniger empfindlichem rostfreien Stahl. Neben den beiden Anschlüssen des Wasserkreislaufs verfügt der Radiator auch über einen Fillport, an dem Flüssigkeit nachgefüllt werden kann, falls es zu Verlusten gekommen ist.

Die Kühlflüssigkeit wird über zwei Schläuche zwischen Pumpe und Radiator in einem Kreislauf ausgetauscht. Jeweils am Pumpengehäuse und am Radiator befinden sich zwei Messing-Anschlüsse. Die Anschlüsse an der Pumpe sind um 90° angewinkelt und lassen sich um 360° drehen. Am Radiator führen sie gerade vom Gehäuse weg.

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Die von Alphacool verwendeten Schläuche bestehen aus TPV (EPDM/PP), haben einen Außendurchmesser von 12,7 mm und eine Länge von 40 cm. Sie sind für den Betrieb bei Temperaturen zwischen -50 bis 155 °C ausgelegt. Über die Schnellverschlüsse können Pumpe/Kühler und Radiator voneinander getrennt werden, um beispielsweise den Kühlkreislauf zu erweitern. So kann ein CPU-Kühler hinzugefügt werden. Bei Bedarf muss dann natürlich auch der Radiator etwas größer ausfallen. Alphacool befüllt die Eiswolf-2-AiO mit destilliertem Wasser und fügt auch noch etwas Glysantin hinzu.

An dieser Stelle sei noch einmal erwähnt: Die Alphacool Eiswolf 2 AiO ist vorbefüllt. Wird ein größerer Radiator bei Alphacool bestellt, ist auch dieser vorbefüllt. Über die Schnellverschlüsse kann der Kreislauf verlustfrei getrennt und wieder zusammengeführt werden. Sollte doch einmal etwas Flüssigkeit fehlen, kann dieser über den Fillport am Radiator wieder aufgefüllt werden.


Für die Montage mussten wir die von uns verwendete GeForce RTX 2080 Ti in der Founders Edition zunächst einmal demontieren.

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NVIDIA macht es einem hier nicht wirklich leicht und verwendet unter anderem kleine Sechskant-Köpfe, die nicht jeder in seiner Werkzeugschublade mit dem passenden Werkzeug öffnen kann. Sind die ingesamt aber fast zwei Dutzend Schrauben demontiert, kann der Kühler vom PCB angenommen werden.

Wir haben die GPU gereinigt und auch die Rest der Wärmeleitpads auf den Speicherchips und Spannungsversorgenen Bauteilen entfernt, denn es werden neue Wärmeleitpads zum Einsatz kommen und diesen sollte ein möglichst guter Wärmeübergang geboten werden.

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In der Anleitung beschreibt Alphacool alle notwendigen Schritte und unterscheidet hier auch zwischen den verschiedenen Modellen, was Einfluss auf die Beklebung mit Wärmeleitpads hat. Hält man sich an die Anleitung, dann ist die Montage innerhalb von wenigen Minuten erledigt.

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Mit nur zehn Schrauben wird der Kühler auf der Karte gehalten. Danach zeigt sich obiges Bild der fertig montierten Karte. Sehr schön zeigt sich der vernickelte Kühler, darüber die durchsichtige Abdeckung, die auch teile des PCBs überdeckt.

An dieser Stelle wollen wir auf einen Punkt eingehen, den wir im Vorfeld auch mit Alphacool besprochen haben. Der zentrale Bereich des Referenzkühlers wird mit acht Schrauben (jeweils zwei an jeder Ecke) gehalten, der Wasserkühler der Eiswolf 2 AiO verwendet laut Anleitung aber nur die vier äußeren Löcher. Wir haben uns an die Anleitung gehalten, zugleich aber auch in einem kurzen Versuch auch die inneren vier Löcher mit Schrauben versehen. In unseren Messungen konnten wir aber keinen signifikanten Unterschied feststellen. Es würde jedoch nicht schaden, wenn die zusätzlichen Löcher ebenfalls verwendet werden, zumal Alphacool im Wasserkühler die entsprechenden Gewinde vorsieht. Hier sollte der Herstelle also einfach seinen Lieferumfang um vier Federschrauben mit Acryl/Silikon-Unterlegscheibe erweitern.

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Die Backplate der Founders Edition lässt sich nach Montage der Eiswolf 2 nicht mehr verbauen. Hier ist das Gehäuse der Pumpe im Weg, so dass die Backplate nicht mehr weit genug nach oben geschoben werden kann.


Ein Faktor im Rahmen der Kühler ist heutzutage auch die Beleuchtung. Die transparente PMMA-Abdeckung bietet sich für eine Durchleuchtung natürlich geradezu an.

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Alphacool verbaut adressierbare RGB-LEDs, die entweder durch einen externen LED-Controller oder über eine RGB-Steuerung im Mainboard angesteuert werden können. Die RGBs verlaufen über die gesamte Rückseite des Grafikkartenkühlers und sorgen für eine vollständige Ausleuchtung des Wasserkühlers.  

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Die Lux Pro Lüfter von Alphacool sowie die etwas dezentere Beleuchtung des Terminals bzw. des Pumpengehäuses seien ebenfalls erwähnt. Das grüne GeForce-RTX-Logo kann in der Ansteuerung nicht anderweitig ausgeleuchtet werden. Die Lüfter und der RGB-Streifen am Kühler hingegen können mit den üblichen Effekten oder einem statischen Motiv angesteuert werden.


Kommen wir nun zur Messung der Temperaturen. Dabei aufgenommen haben die GPU-Temperatur (interner Sensor) sowie die eines GDDR6-Speicherchips (M3) mittels K-Type-Temperatursensor und eines VRM (ebenfalls mittels K-Type-Temperatursensor). Die Pumpe lief permanent mit 2.600 Umdrehungen pro Minute.

Für die Last haben wir Shadow of the Tomb Raider und Battlefield V mit maximalen Grafikeinstellungen bei 3.840 x 2.160 Pixel für 30 Minuten laufen lassen und dann die Temperaturen aufgenommen. Für den Blender-Test haben wir die Demo-Datei Barbershop rendern lassen, was in etwa 15 Minuten Zeit in Anspruch nimmt.

GPU-Temperaturen

GPU-Temperatur (Power-Limit: 100 %)

Shadow of the Tomb Raider

in Grad Celsius
Weniger ist besser

GPU-Temperatur (Power-Limit: 127 %)

Shadow of the Tomb Raider

in Grad Celsius
Weniger ist besser

GPU-Temperatur (Power-Limit: 100 %)

Battlefield V

in Grad Celsius
Weniger ist besser

GPU-Temperatur (Power-Limit: 127 %)

Battlefield V

in Grad Celsius
Weniger ist besser

GPU-Temperatur (Power-Limit: 100 %)

Blender Barbershop

in Grad Celsius
Weniger ist besser

GPU-Temperatur (Power-Limit: 127 %)

Blender Barbershop

in Grad Celsius
Weniger ist besser

VRAM-Temperaturen

VRAM-Temperatur (Power-Limit: 100 %)

Shadow of the Tomb Raider

in Grad Celsius
Weniger ist besser

VRAM-Temperatur (Power-Limit: 127 %)

Shadow of the Tomb Raider

in Grad Celsius
Weniger ist besser

VRAM-Temperatur (Power-Limit: 100 %)

Battlefield V

in Grad Celsius
Weniger ist besser

VRAM-Temperatur (Power-Limit: 127 %)

Battlefield V

in Grad Celsius
Weniger ist besser

VRAM-Temperatur (Power-Limit: 100 %)

Blender Barbershop

in Grad Celsius
Weniger ist besser

VRAM-Temperatur (Power-Limit: 127 %)

Blender Barbershop

in Grad Celsius
Weniger ist besser

VRM-Temperaturen

VRM-Temperatur (Power-Limit: 100 %)

Shadow of the Tomb Raider

in Grad Celsius
Weniger ist besser

VRM-Temperatur (Power-Limit: 127 %)

Shadow of the Tomb Raider

in Grad Celsius
Weniger ist besser

VRM-Temperatur (Power-Limit: 100 %)

Battlefield V

in Grad Celsius
Weniger ist besser

VRM-Temperatur (Power-Limit: 127 %)

Battlefield V

in Grad Celsius
Weniger ist besser

VRM-Temperatur (Power-Limit: 100 %)

Blender Barbershop

in Grad Celsius
Weniger ist besser

VRM-Temperatur (Power-Limit: 127 %)

Blender Barbershop

in Grad Celsius
Weniger ist besser


Neben den niedrigeren Temperaturen spielt die Lautstärke für eine Wasserkühlung natürlich ebenso eine Rolle. Da wir die Pumpe immer bei 2.600 Umdrehungen pro Minute haben arbeiten lassen, kommt den Lüftern auch für die Lautstärke eine wichtige Rolle zu. Die Lautstärke haben wir in einem Abstand von 30 cm von Karte und Radiator aufgenommen.

Lautstärke

Battlefield V

in dB(A)
Weniger ist besser

Die niedrigeren Temperaturen haben natürlich auch Auswirkungen auf die Taktraten, da die Boost-Mechanismen auch hier gewisse Abhängigkeiten festmachen.

Gegenüberstellung der Taktraten und des Verbrauchs

GPU-Takt Verbrauch
GeForce RTX 2080 Ti Founders Edition
Shadow of the Tomb Raider (Power-Limit: 100 %) 1.815 MHz 260 W
Shadow of the Tomb Raider (Power-Limit: 127 %) 1.860 MHz 312 W
Battlefield V (Power-Limit: 100 %) 1.785 MHz 262 W
Battlefield V (Power-Limit: 127 %) 1.860 MHz 320 W
Blender Barbershop (Power-Limit: 100 %) 1.890 MHz 185 W
Blender Barbershop (Power-Limit: 127 %) 1.890 MHz 192 W
GeForce RTX 2080 Ti (Alphacool Eiswolf 2)

Shadow of the Tomb Raider (Power-Limit: 100 %) 1.860 MHz 262 W
Shadow of the Tomb Raider (Power-Limit: 127 %)
1.910 MHz 320 W
Battlefield V (Power-Limit: 100 %) 1.875 MHz 260 W
Battlefield V (Power-Limit: 127 %) 1.910 MHz 283 W
Blender Barbershop (Power-Limit: 100 %) 1.935 MHz 176 W
Blender Barbershop (Power-Limit: 127 %) 1.935 MHz 178 W

Zwischen den verschiedenen Kühllösungen, also der Founders Edition und der mit der Eiswolf 2 ausgestatteten Karte, zeigen sich also nicht nur Unterschiede in der Temperatur, sondern auch im Takt. Dazu dann auch gleich ein paar Benchmarks:

Shadow of the Tomb Raider (Power-Limit: 100 %)

3.840 x 2.160 Pixel, alles Maximum

FPS
Mehr ist besser

Shadow of the Tomb Raider (Power-Limit: 127 %)

3.840 x 2.160 Pixel, alles Maximum

FPS
Mehr ist besser

Battlefield V (Power-Limit: 100 %)

3.840 x 2.160 Pixel, alles Maximum

FPS
Mehr ist besser

Battlefield V (Power-Limit: 127 %)

3.840 x 2.160 Pixel, alles Maximum

FPS
Mehr ist besser

Blender Barbershop (Power-Limit: 100 %)

GPU-Rendering

in Sekunden
Weniger ist besser

Blender Barbershop (Power-Limit: 127 %)

GPU-Rendering

in Sekunden
Weniger ist besser

Wohlgemerkt sprechen wir hier von einer Leistungssteigerung durch die automatischen Boost-Mechanismen. Ein manuelles Overclocking haben wir nicht vorgenommen. Die niedrigeren Temperaturen bieten hier natürlich einiges an Potenzial.


Wir haben noch einige weitere Tests gemacht, die vor allem die Bestückung des Radiators mit mehr bzw. anderen Lüftern betrifft. So haben wir den Radiator beidseitig mit nun vier Eiszyklon Lux Pro in Push-Pull-Konfiguration bestückt. Außerdem haben wir noch zwei Noctua NF-A12x25 montiert.

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Es geht vor allem darum die Drehzahlen der einzelnen Lüfter reduzieren zu können, um die Lautstärke weiter zu drücken. Betrieben haben wir die Lüfter mit 750 bis 850 Umdrehungen pro Minute – sowohl die Modelle von Alphacool als auch die von Noctua.

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Dies gilt auch für die zwei Noctua NF-A12x25. Aufgrund des zeitlichen Aufwands haben wir nicht alle Tests wiederholen können und konzentrieren uns auf Battlefield V bei einem Power-Limit von 127 %.

GPU-Temperatur (Power-Limit: 127 %)

Battlefield V

in Grad Celsius
Weniger ist besser

VRAM-Temperatur (Power-Limit: 127 %)

Battlefield V

in Grad Celsius
Weniger ist besser

VRM-Temperatur (Power-Limit: 127 %)

Battlefield V

in Grad Celsius
Weniger ist besser

Lautstärke

Battlefield V

in dB(A)
Weniger ist besser

Mit der Push-Pull-Konfiguration von gleich vier Eiszyklon Lux Pro bei etwa 800 RPM sehen wir eine nochmalige Reduzierung der GPU-Temperaturen, aufgrund der geringen Drehzahlen kommen wir aber auch auf eine ebenfalls reduzierte Lautstärke. Ein ähnliches Ergebnis erreichen wir mit zwei Noctua NF-A12x25, die ebenfalls bei rund 800 RPM arbeiten.


Die Eiswolf 2 von Alphacool macht einen großen Schritt und hebt sich in gleich vielerlei Hinsicht vom AiO-Massenmarkt ab. Dabei spielt vor allem die Wahl der Komponenten eine entscheidende Rolle. Alphacool greift hier quasi in das gleiche Regal wie bei einer Custom-Wasserkühler, kombiniert dies aber mit einer guten Integration der Pumpe in ein kompaktes Gehäuse, welches sich direkt auf der Grafikkarte befindet. Der eigentliche Wasserkühler und der Radiator können so auch auf einer Custom-Wasserkühlung eingesetzt werden. Vollkupfer, Messinganschlüsse und eine hochwertige Verarbeitung sind die positiven Aspekte aus dieser Hinsicht.

Hinsichtlich der Kühlleistung ist die Eiswolf 2 AiO ohne Makel. Die Temperaturen sinken signifikant. Vor allem bei der GPU macht sich dies deutlich bemerkbar. Aber auch die Speicherchips und die VRMs erreichen deutlich niedrigere Temperaturen. Wohlgemerkt reden wir hier von einer Abwärme im Bereich von 260 bis 320 W. Die geringeren Temperaturen sorgen dann auch dafür, dass die Taktraten und damit die Leistung nach oben gehen. Zwar bewegen wir uns hier noch im einstelligen Prozentbereich, aber jedem sollte klar sein, dass damit auch das Overclocking-Potenzial ansteigt.

Bei einer Abwärme von 300 W sei gleich angemerkt, dass sich zwei 120-mm-Lüfter bei 1.000 Umdrehungen pro Minute etwas schwer tun. 1.250 RPM sollten es mindestens sein. Je höher das Luftvolumen, welches durch den Radiator geführt wird, desto höher auch die Kühlleistung. Die Leistung der Pumpe würden wir nicht anfassen, da sie bei 2.600 RPM bereits sehr leise ist und die Geräuschkulisse maßgeblich durch die Lüfter beeinflusst wird.

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Die Montageanleitung ist aufgeräumt und in der aktuellen Form eindeutig. Große Hürden sollte es hier also nicht geben. Wer mit etwas Verstand an die Sache herangeht, der wird auch keinerlei Fehler machen. Es müssen nach einer Reinigung der Karte auch nur die Wärmeleitpads korrekt verteilt und die Schutzfolien entfernt werden. Danach kann der Kühler mit wenigen Schrauben angebracht werden.

Die Leistungswerte sprechen also eindeutig für eine Eiswolf 2 – nicht nur im Vergleich zur Luftkühlung, sondern auch im Vergleich zu anderen AiO-Lösungen. Ein weiterer Punkt ist die Modularität der Lösung von Alphacool. Der Wasserkreislauf kann ganz einfach über die Schnellverschlüsse geöffnet werden. So kann entweder auf einen größeren Radiator umgestellt werden und/oder es wird noch ein CPU-Kühler hinzugefügt. Am Ende hat man dann eine fast vollwertige Custom-Wasserkühlung mit einige wenigen Abstrichen (wie dem fehlenden externen Ausgleichsbehälter oder einer externen Pumpe, was im Garantiefall nicht ganz unwichtig werden kann).

Wenn man eine Schwachstelle der Eiswolf 2 AiO erkennen möchte, dann sind dies die mitgelieferten Lüfter. Sie sind ab 1.500 RPM einfach zu laut. Der Wechsel auf zwei Noctua NF-A12x25 oder andere 120-mm-Lüfter ist zu empfehlen.

Preislich peilt Alphacool knapp unter 200 Euro (UVP: 195,95 Euro) für die Eiswolf 2 AiO an. Für das Gesamtpaket ist dies ein gutes Niveau, wenn man nicht ohnehin mit einer Custom-Lösung All-In gehen möchte. Neben der hier getesteten Variante mit 240-mm-Radiator wird es auch noch eine solche mit 280er und 360er-Radiator geben. Diese eignen sich dann natürlich erst recht für eine eventuelle Erweiterung mit einem CPU-Wasserkühler, sind aber auch etwas teurer. Die vorbefüllten Radiatoren können aber auch einzeln erstanden werden.

Positive Aspekte der Eiswolf 2 AiO:

Negative Aspekte der Eiswolf 2 AiO: