Thermalright HR-02 Macho Rev. B im Test

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teaser kuehler sIn der aktuellen Woche bringt Thermalright die lang erwartete Neuauflage eines der beliebtesten Tower-Kühler im mittleren Preis-Segment, den HR-02 Macho in der Revision B, auf den Markt. Wir überprüfen zur Markteinführung, wie sich die neue Neuauflage des Klassikers gegen seinen Vorgänger sowie die nun ebenfalls besser aufgestellte Konkurrenz so schlagen kann und ob hier mehr als nur dezente Produktpflege betrieben wurde.

Das Erbe eines so beliebten Kühlers wie dem HR-02 Macho Rev. A anzutreten ist natürlich nie ganz leicht, denn der HR-02 Macho ist nach wie vor einer der am stärksten gefragten und auch empfohlenen Kühler aus dem Hause Thermalright, wenn ein günstiger und gleichzeitig auch leistungsfähiger Kühler gesucht wird.

Selten gibt es im Rahmen der normalen Produktpflege genug Alleinstellungsmerkmale, um eine Neuinvestition zu rechtfertigen. Dennoch bietet der HR-02 Macho Rev. B eine Vielzahl interessanter Neuerungen und Verbesserungen, sodass jeder Käufer selbst entscheiden kann und muss, ob der HR-02 Macho Rev B. für ihn interessant sein kann oder nicht. Neue Käufer dagegen fällt diese Entscheidung dagegen sehr leicht, wie wir im Verlauf des Tests noch genauer feststellen werden.

Neben den augenscheinlichen Änderungen im Vergleich zum Vorgängers, wie dem neuen Design, das sowohl ein schwarzes und edel anmutendes Top-Finishing des Kühlkörpers als auch einen entsprechend eingefärbten neuen Serienlüfter enthält, gibt es auch ein paar Änderungen und Verbesserungen, die nicht sofort sichtbar werden. So besitzt der HR-02 Macho Rev. B nun auch eine neue überarbeitete und vergrößerte Bodenplatte und unterstützt somit nun auch die neuen Intel Haswell-E Prozessoren mit bis zu acht Kernen. Weiterhin verfügt der Serienlüfter nun über einen größeren Regelbereich, der auch den Betrieb mit noch geringerer Drehzahl im Idle ermöglicht, was vielen Usern sehr entgegenkommen dürfte.

Die unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers liegt bei 42,99 Euro - und ist damit nur 3 Euro über der des Vorgängers.

Die direkte Konkurrenz, mit welcher sich der HR-02 Macho Rev. B messen muss, besteht vor allem aus namhaften Luftkühlern und Klassikern wie z.B. dem neuen Noctua NH-D15, dem Noctua NH-D14 SE2011, Phanteks PH-TC14PE sowie dem EKL Alpenföhn K2 – und auch einigen All-in-One Wasserkühlungen. Weitere Kühler in der Vergleichsdatenbank sind normale Tower-Kühler wie der Akasa Venom, der Prolimatech Megahalems, der Arctic Cooling Freezer i30 oder auch der Alpenföhn Brocken 2.

Unsere Testdatenbank wächst seit dem Relaunch der CPU-Kühlertests zu Beginn des Jahres 2013 stetig an und da das Testsystem nun Platz im neuen und großen NZXT Phantom 820 gefunden hat, bietet das Testsystem für alle möglichen Kühlersorten ausreichenden Platz und erlaubt sogar Tests größerer AiO-Wasserkühlungen mit bis 280 mm großen Radiatoren. Somit ist der Vergleich der Probanden mit verschiedensten Kühler aller Größen gewährleistet und das Testsystem ist deutlich zukunftssicherer geworden.

Bevor wir uns nun also einer näheren Detailbetrachtung widmen, hier noch der HR-02 Macho Rev. B in der gewohnten Kurzübersicht:

Spezifikationen
KühlernameThermalright HR-02 Macho Rev. B
Straßenpreis bei Release 42,99 Euro (UVP)
Homepage http://www.thermalright.de
Maße 15,2 cm (B) x 16,2 cm (H) x 12,9 cm (T)
Material

Bodenplatte: Vernickeltes Kupfer
Heatpipes: Vernickeltes Kupfer
Kühlrippen: Aluminium

Kühlertyp Tower-Kühler
Serienbelüftung 1x 140 mm Thermalright TY 147 A PWM
Sockel AMD: AM2(+), AM3(+), FM1, FM2(+)
Intel: 775, 1150, 1155, 1156, 1366, 2011(-3)
Gewicht 880 Gramm
Herstellergarantie 2 Jahre

Widmen wir uns zunächst, wie gewohnt, zuerst der Verpackung und ein paar generellen Informationen zum Thermalright HR-02 Macho Rev. B.

Die Verpackung selbst ist klein und handlich gehalten und bietet, im Gegensatz zu den High-End-Kühlern aus dem Hause Thermalright, ein paar grundlegende Informationen und Spezifikationen zum Kühler sowie eine Abbildung des Kühlers.

Auf Vorder- und Rückseite befinden sich neben der Abbildung des Kühlers, anhand derer man sofort das neue optische Design der Revision B erkennen kann, auch ein paar vergangene Auszeichnung des Herstellers. Auf den beiden Seiten der Box befinden sich sämtliche Spezifikationen des Kühlers und Lüfters, die Kompatibilitätsliste, sowie ein Überblick über die Features des Kühlers und ein paar vergangene Awards des oder der Vorgänger.

Detaillierte Informationen zum Kühler findet man allerdings auch, wie gewohnt, auf der erstklassigen Website von Thermalright. Alle Informationen sind dort natürlich komplett in Deutsch verfügbar.

Der Thermalright HR-02 Macho Rev. B

Thermalright will sich, trotz des sehr beliebten und erfolgreichen Vorgängers, nicht auf dem Erfolg ausruhen und beim HR-02 Macho in der Revision B mit Detailverbesserungen überzeugen. In Folge dessen wurde die vergrößerte Bodenplatte, also die Kontaktfläche des Kühlers zur CPU, von den hochdekorierten „IB-E“ Flaggschiffen übernommen und somit soll für eine nochmals verbesserte Kühlleistung gesorgt werden, da so die Abwärme gleichmäßiger und konstanter von CPU an den Kühler abgeführt werden können soll.

Die zweite Neuerung des HR-02 Macho Rev. B ist der neue Serienlüfter, der nicht nur etwas geräuschärmer zu Werke gehen soll, sondern auch einen größeren Regelbereich aufweist und sich durch diesen bis zu sehr niedrigen 300 Umdrehungen pro Minute herunterregeln lassen soll.

Weiterhin wurde der HR-02 in der Revision B auch optisch aufgewertet und verfügt nun über vernickelte Heatpipes, ein schwarz eloxiertes Top-Finishing, das zugegebenermaßen sehr edel wirkt, sowie einen passend eingefärbten Serienlüfter.

Der 140 mm Thermalright TY 147 A PWM

Als Serienlüfter legt Thermalright den hauseigenen und neuen 140 mm TY 147 A PWM bei. Der Lüfter läuft laut Herstellerangaben mit bis zu 1300 Umdrehungen pro Minute (unsere Modell schaffte bis zu 1350 Umdrehungen pro Minute) und erzeugt dabei einen Luftdurchsatz von bis zu 125 m³/h bei einer Lautstärke von bis zu 21 dB(A). Befestigt wird der Lüfter mit zwei beiliegenden Halteklammern mit 105-mm-Lochabstand, welcher üblicherweise auch von 120-mm-Lüftern genutzt wird - daher können analog andere 120-mm- bzw. 140-mm-Modelle mit ebenfalls 105-mm-Lochabstand genutzt werden.

Zwei weitere Klammern für die optionale Installation eines zweiten Lüfters liegen dem Zubehör leider nicht bei.

Das gesamte Zubehör

Weiterhin im Lieferumfang befinden sich das Set für die Montage auf Intel- und AMD-Systemen, besagte Klammern zur Montage des Lüfters sowie ein kleine Plastiktasche mit der hauseigenen Wärmeleitpaste namens „Chill Factor“. In diesem Test kommt allerdings, um die Vergleichbarkeit aller Kühler zu gewährleisten, natürlich unsere Referenzwärmeleitpaste – siehe Testsystem – zum Einsatz. Weiterhin liegt dem Zubehör noch, ein sehr wertiger, magnetisierter und extra langer Schraubenzieher bei, der der speziellen Bau- und somit Montageart des Kühlers geschuldet ist - sehr löblich, wie wir finden!

Die Montageanleitung liegt in gedruckter und beiliegender Form in mehreren Sprachen, darunter auch Deutsch, vor.


Der Thermalright HR-02 Macho Rev. B ist ein Tower-Kühler mit einer Größe von 15,2 cm (B) x 16,2 cm (H) x 12,9 cm (T) und konkurriert daher mit Kühlern gleicher Bauart und Größe, wie natürlich seinem Vorgänger, dem Thermalright HR-02 Macho Rev. A, oder dem Raijintek EreBoss bzw. dem unlängst getestetem Scythe Mugen MAX.

Als erster Kühler dieser Bauart führte der HR-02 Macho Rev. A einst das asymmetrische Design ein, das den Großteil des Kühlers etwas nach hinten versetzt und so eine bestmögliche Kompatibilität zu RAM-Kits mit hohen Heatspreadern gewährleisten und eine Überdeckung der Speicherslots, auch mit montiertem Lüfter, verhindern soll. Dieses grundlegende und von vielen Usern sehr geschätzte Design behält natürlich auch der HR-02 Macho in der Revision B bei.

Konstruktionsbedingt gilt dies bei LGA2011-Mainboards, wie dem bei uns eingesetztem System, nicht für alle Speicherbänke und eine teilweise Überdeckung der hinteren Speicherslots lässt sich leider nicht vermeiden.

Der oberste PCI-Express Steckplatz auf ATX-Mainboards bleibt, zumindest auf unserem eingesetzten Mainboard, ebenfalls nutzbar und auch ein oft problematisches Überragen des Mainboard nach oben hinaus konnte nicht festgestellt werden.

Der Thermalright HR-02 Macho Rev. B in Seitenlage

Im Vergleich zum Vorgänger, dem HR-02 Macho Rev. A, verfügt der Macho Rev. B nun über die vergrößerte Bodenplatte, also die Kontaktfläche des Kühlers zur CPU, die von den hochdekorierten „IB-E“ Flaggschiffen übernommen wurde und für eine nochmals verbesserte Kühlleistung sorgen soll, da so die Abwärme gleichmäßiger und konstanter von CPU an den Kühler abgeführt werden kann.

Besagte Bodenplatte wurde sauber hochglanzvernickelt, besitzt eine plane Form. Thermalright entschied sich also bewusst gegen eine konvexe Form.

Boden und Heatpipes des HR-02 Macho Rev. B

Der HR-02 Macho Rev. B verfügt über sechs asymmetrisch angeordnete Sechs-Millimeter-Heatpipes, die die gesamte Radiatorfläche des Kühlers durchlaufen. Alle Heatpipes sind sauber in den Boden des Kühlers eingearbeitet und mit der Grundplatte verlötet worden – hier gibt es keinerlei Anlass zur Kritik. Auch der Boden des Kühlers wurde sauber vernickelt und es sind keinerlei Verschmutzungen oder Unebenheiten festzustellen.

Asymetrische Anordnung der Heatpipes

Der Radiator selbst besteht aus 31 (respektive 30 ohne das Top-Finish) Aluminiumlamellen mit 3,0 mm Innenabstand zueinander. Dieser großzügige Innenabstand soll verhindern, dass der Kühlerkörper von einem förderstarken Lüfter mit einem hohen Luftdruck abhängig ist, wie es bei engmaschigeren Lamellen oft der Fall ist.

Kleinen Einstanzungen im Kühlkörper sollen außerdem für niedrigere Temperaturen sorgen, indem sie die Luftzirkulation im Kühler verbessern.

Weiterhin besitzt der Kühlkörper auf den jeweiligen oberen Seiten des Turms kleine Löcher, in denen sich die Klammern zur Befestigung der Lüfter seitlich einhängen lassen. Dies sollte unbedingt vor Montage des Kühlers geschehen, da sonst ein Einhängen nicht mehr unbedingt möglich ist, z.B. wenn das Mainboard ausladende passive Kühlkörper besitzt. 

Top-Finishing und Abschluß der Heatpipes

Die Kühlfinnen des Kühlkörpers wurden durchgehend sauber entgratet und es wurden im Test keinerlei übermäßig scharfen Kanten oder Ecken gefunden, an denen sich der Nutzer eventuell verletzen könnte. Bei unserem Sample konnten wir keinerlei Herstellungsfehler erkennen und die Verarbeitungsqualität des Kühlers ist auf einem exzellenten Niveau.

Die Montage des Kühlers gelingt geübten Händen in wenigen Minuten und ist insgesamt recht komfortabel. Es gelang uns den Kühler zu montieren, ohne das Mainboard dafür extra vorher aus dem Gehäuse entfernen zu müssen. Auch die Montage bei sonstigen Intel- oder AMD-Systemen sollte möglich sein, ohne das Mainboard ausbauen zu müssen, falls das Gehäuse über eine entsprechend große Aussparung auf der Rückseite des Mainboardtrays verfügt.

Seitenprofil des Kühlers

Zunächst werden, wie bei der Montage auf Sockel 2011 üblich, die mitgelieferten Schrauben in die Gewindebolzen des Sockels geschraubt. Wie bei Thermalright typisch wird auf diese ein Montagerahmen gelegt, der mit vier kleinen Schrauben befestigt wird.

Als nächsten Montageschritt platzierten wir den Kühler mit der Montageschiene (Thermalright nennt diese Befestigungsplatte) auf der CPU und brachten diese in Position, sodass der Silver Arrow IB-E mit zwei weiteren, etwas längeren Schrauben mit der Montageplatte verschraubt werden konnte. Dies gelang ohne größere Mühe und als einziger Kritikpunkt sei angemerkt, dass es etwas komfortabler wäre, wenn die Montageschiene direkt am Kühler selbst zu befestigen wäre – und somit nicht während der Montage verrutschen könnte. Ein Wechsel der CPU ist, trotz dieses Kritikpunktes, in wenigen Minuten problemlos und bequem möglich.

Auch das Einhängen der Lüfter in die mitgelieferten Klammern gelingt leider nicht ganz so komfortabel, wie man es von der Konkurrenz wie beispielsweise bei Noctua oder Phanteks durch Clips, die besagte Klammern mit dem Lüfter temporär vereinen und so ein Verrutschen bzw. Herausspringen der Klammern verhindern, gewöhnt ist.   

Der HR-02 Macho Rev. B hinterlässt alles in allem aber einen doch positiven und durchdachten Ersteindruck. Die Verarbeitung des Kühlers selbst sowie auch die des Zubehörs ist erstklassig und auch die versprochene Kompatibilität scheint in jeder Hinsicht gewährleistet zu sein. Lediglich bei Sockel LGA2011 Mainboards wie unserem Testsample kann es, wie bei so vielen anderen Kühlern auch, bei den hinteren RAM-Slots zu Überdeckungen kommen. Besonders bei kleiner geschnittenen Mainboards kann unter Umständen die erste der vier vorderen RAM-Bänke noch teilweise überdeckt werden.

Man darf also zu Recht darauf gespannt sein, ob sich unser positiver Ersteindruck auch in der Praxis bestätigen wird und wie sich der HR-02 Macho Rev. B gegen seinen Vorgänger und die vielfältige Konkurrenz so schlagen wird.

Weitere Impressionen des HR-02 Macho Rev. B finden sich wie gewohnt in unserer Fotostrecke.

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Das neue Testsystem hat nun mit dem NZXT Phantom 820 eine größere Behausung gefunden, die Platz für alle möglichen Kühler inklusive größeren AiO-Wasserkühlungen bietet und somit zukunftssicherer ist. Das Fanless-Netzteil von Seasonic erlaubt uns noch genauere und aussagekräftige Lautstärkemessungen, da durch dieses ein weiterer Produzent von Geräuschen und somit Störfaktor für die Messungen eliminiert werden konnte.

Hier das neue Testsystem in der Übersicht:

Testsystem
Prozessor Intel Xeon E5 2687W
Mainboard ASUS P9X79 WS (UEFI Version 3306)
Arbeitsspeicher Samsung Green Series 16GB CL11-11-11-28
Grafikkarte Zotac GeForce GT 640 Zone Edition
Festplatte Intel SSD 330 Series 120GB
Netzteil Sea Sonic Platinum Series Fanless 460W
Gehäuse NZXT Phantom 820
Wärmeleitpaste Arctic Cooling MX-4
Gehäusebelüftung 3x NZXT FS 200RB (Vorne & Deckel)
1x be quiet! Shadow Wings SW1 140mm (Hinten)
Betriebssystem Windows 7 Ultimate x64 (Service Pack 1)

Die Gehäuselüfter liefen bei allen Tests normiert auf ca. 500 RPM, damit die großzügig dimensionierte Gehäusebelüftung die Kühlleistung der CPU-Kühler nicht großartig limitiert, aber auch nicht für unrealistische und zu optimale Testbedingungen sorgt. Dies ist, so glauben wir, ein guter Kompromiss zwischen dem praxisnahen Test im Gehäuse bei gleichzeitiger Vermeidung subjektiver und negativer Einflüsse wie z.B. einem Hitzestau im Gehäuse.

Zur Beurteilung und Messung des Geräuschpegels des Kühlers werden die Gehäuselüfter dann per Lüftersteuerung angehalten, um den Geräuschpegel und Charakter nicht zu verfälschen. Die Messung selbst wird mit Hilfe eines VOLTCRAFT SL-200 Schallpegel-Messgerätes in 30 cm Abstand zur Seitenwand, hinter der sich besagter CPU-Kühler befindet, vorgenommen. Das Gehäuse ist dabei natürlich geschlossen.

Des Weiteren wurde die Raumtemperatur auf 20°C normiert und die aktuelle Abweichung dazu wird mit einem PEAKTECH Digital-Thermometer 5115 gemessen.

Mit Beginn des Stresstests starten wir auch die Zeitmessung, insgesamt 30 Minuten Prime95 26.6 muss jeder Kühler pro Testlauf über sich ergehen lassen. Das System wird mit einem sehr stark Hitze erzeugenden Custom Run mit einer FTT Size von 8K (Run in-place) belastet. Protokolliert werden die Temperaturen über den gesamten Zeitraum mit der Log-Funktion des Tools CoreTemp, wobei das arithmetische Mittel der maximal erreichten Temperatur in unsere Diagramme übernommen wird (abzüglich einer eventuellen Differenz zur normierten Raumtemperatur).


Als Wärmeleitpaste, für alle Kühler, kommt Arctic Coolings bekannte und beliebte Paste MX-4 zum Einsatz, die wir gleichmäßig mit einer alten Kreditkarte auf dem Heatspreader verteilen. Um die Kühler allesamt richtig fordern und auslasten zu können, wurde der Xeon E5 2687W außerdem für die OC Tests noch von 3,1 auf 3,6 GHz übertaktet und mit 1,25V VCore zusätzlich aufgeheizt.

Folgende Tools kamen bei den Messungen zum Einsatz, die Programmversion bleibt natürlich auch bei zukünftigen Tests immer gleich:

Die verwendete Software:

Die Testszenarien im Überblick:

In Folge der Messungen werden alle errechneten Temperaturwerte grafisch in Celsius aufgetragen und analysiert.


Es folgt wie gewohnt zunächst unser subjektiver Lautstärkeeindruck, bevor wir abschließend auf die tatsächlichen Messwerte des Schallpegels eingehen.

Subjektiver Lautstärkeeindruck HR-02 Macho Rev. B
600 RPM Unhörbar
1000 RPM Leichtes Rauschen des Luftzugs vernehmbar.
1350 RPM (Max) Luftrauschen noch immer recht angenehm und leise, aber sporadisch leichtes Antriebsgeräusch/Brummen zu vernehmen.

Der Serienlüfter des Thermalright HR-02 Macho Rev. B, der neue TY 147 A PWM, hinterließ im Lautstärkeeindruck zunächst leider nur gemischte Gefühle. Zwar lässt er sich tatsächlich sehr weit herunterregeln und geht mit 350 Umdrehungen pro Minute, der niedrigsten Drehzahl, die wir mit unserem Sample erreichten, komplett lautlos zu Werke - in unseren Testszenarien dominieren leider oft störende Nebengeräusche.

Im Testszenario mit 600 Umdrehungen pro Minute wäre der Serienlüfter prinzipiell als  leise bzw. unhörbar zu beschreiben, da der Luftzug als solches nicht wahrzunehmen ist, doch leider tritt ein manchmal leichtes und dann wieder stärkeres Klackern bzw. hörbares Antriebsgeräusch des Motors deutlich in den Vordergrund.

Im Testszenario mit 1000 Umdrehungen wird der Luftzug dann schon hörbar und auch das beschriebene Klackern bzw. Antriebsgeräusch nimmt weiterhin zu und dominiert die Geräuschcharakteristik sehr unangenehm wie wir finden.

Etwas besser sieht es im letzten Testszenario mit maximaler Drehzahl aus (bei unserem Sample waren dies 1350 Umdrehungen pro Minute). Dort nimmt die Lautstärke des Luftzugs etwas zu, während die Nebengeräusche/Antriebsgeräusche gleich bleiben und somit etwas in den Hintergrund treten und weniger auffallend stören.

Auf Nachfrage hin stelle uns Thermalright ein zweites Sample des neuen Serienlüfters, dem TY 147 A PWM, zur Verfügung, um einen möglichen Defekt auszuschließen.

In der Tat gefiel uns das zweite Sample des Lüfters deutlich besser. In den Testszenarien mit 600 und 1000 Umdrehungen verschwanden die störenden Nebengeräusche nun völlig und der Lüfter war als unhörbar bzw. sehr leise zu bewerten (abgesehen vom leicht hörbaren Luftzug bei 1000 Umdrehungen pro Minute).

Im Testszenario mit maximaler Drehzahl glich das neue Sample dann schon eher dem alten: Das Rauschen des Lüfters bzw. der Luftzug treten hier primär in den Vordergrund und dominieren die Geräuschcharakteristik – allerdings konnten wir uns auch hier dem Eindruck nicht erwehren, dass der Serienlüfter zumindest sporadisch hin und wieder etwas klackerte.

Da wir uns aber nicht rein auf den subjektiven Eindruck verlassen wollen, wurde auch der tatsächliche Geräuschpegel mit Hilfe eines VOLTCRAFT SL-200 Schallpegel-Messgerätes, in 30cm Abstand zur Seitenwand des geschlossenen Gehäuses, hinter der besagter CPU Kühler verbaut ist, vorgenommen:

Lautstaerke in dB(A)

600 rpm

db(A)
Weniger ist besser
 

Mit einer gemessenen Lautstärke von 35,0 dB(A) platziert sich der HR-02 Macho Rev. B im oberen Bereich des Testfeldes und somit n Kopf and Kopf mit seinem Vorgänger.

Lautstaerke in dB(A)

1000 rpm

db(A)
Weniger ist besser
 

Die Messergebnisse bei 1000 Umdrehungen pro Minute fallen erneut sehr positiv aus. Der HR-02 Macho Rev. B platziert sich knapp hinter seinem Vorgänger auf dem dritten Platz des Testfeldes.

Lautstaerke in dB(A)

Maximale Drehzahl

db(A)
Weniger ist besser
 

Bei maximaler Drehzahl der Lüfter (bei unserem Sample waren das 1350 Umdrehungen pro Minute) landet der HR-02 Macho Rev. B erneut auf einem exzellenten vierten Platz des des Testfeldes. Leider trüben sporadische Nebengeräusche zumindest unseren subjektiven Höreindruck, auch wenn diese in den Lautstärkemessungen scheinbar kaum auszumachen sind.


Die Gehäuselüfter laufen bei allen folgenden Tests auf 100%, d.h. mit vollen 12V, damit die Kühlleistung der CPU-Kühler nicht durch einen Hitzestau im Gehäuse ausgebremst wird. Dies ist natürlich besonders bei den passiven Tests von essentieller Bedeutung.

Temperatur in Grad Celsius

passiv

Grad Celsius
Weniger ist besser
 

Im passiven Betrieb, also ohne aktiven Lüfter am Kühler, gelang es dem HR-02 Macho Rev. B mit 65 °C durchschnittlichen Kerntemperaturen spielend leicht unseren Intel Xeon E5 2678W innerhalb seiner thermischen Spezifikationen zu betreiben. Der neue HR-02 Macho der Revision B ist somit erneut auf  Augenhöhe mit dem Vorgänger. Im Vergleich zur Konkurrenz platziert sich der HR-02 Macho Rev. B exzellent und kann durchaus auch mit deutlich größeren und teureren Twin-Tower Kühler konkurrieren.

Wir wenden uns somit gespannt den Ergebnissen mit Serienbelüftung zu, die wir im Folgenden präsentieren werden.


Im nächsten Test begutachteten wir die Leistung des Kühlers mit dem oder den Serienlüfter/n auf jeweils 600 und 1000 Umdrehungen pro Minute sowie voller Leistung. Der Prozessor wurde dabei noch nicht übertaktet.

Temperatur in Grad Celsius

Serienluefter, 600 rpm

Grad Celsius
Weniger ist besser
 

In unserem ersten Testszenario mit 600 Umdrehungen pro Minute platziert sich der HR-02 Macho Rev. B knapp vor dem Vorgänger oder dem Raijintek EreBoss, aber hinter seinem neuen Konkurrenten in Form des Scythe Mugen MAX.

Scheinbar wurde der Kühlkörper des Mugen MAX besser auf den Betrieb mit langsamen Drehzahlen optimiert, obwohl dieser im semi-passiven Testszenario noch hinter dem HR-02 Macho Rev. B lag.

Temperatur in Grad Celsius

Serienluefter, 1000 rpm

Grad Celsius
Weniger ist besser
 

Im Testszenario mit 1000 Umdrehungen pro Minute reiht sich der HR-02 Macho Rev. B erneut knapp vor seinem Vorgänger und diesmal auch vor seinen beiden Konkurrenten, dem Raijintek EreBoss und Scythe Mugen MAX, im Mittelfeld des Testfeldes ein.

Temperatur in Grad Celsius

Serienluefter, Maximale Drehzahl

Grad Celsius
Weniger ist besser
 

Bei voller Leistung, also maximaler Drehzahl des Lüfters, geht der Serienlüfter des HR-02 Macho Rev. B mit bis zu 1350 Umdrehungen pro Minute zu Werke. Der HR-02 Macho Rev. B landet mit einer durchschnittlichen Kerntemperatur von 47,25 °C erneut ein halbes Grad vor seinem Vorgänger und sogar noch deutlicher vor seinen beiden Konkurrenten.

Absolut betrachtet, landet der HR-02 Macho Rev. B erneut im Mittelfeld des Testfeldes.

Sehen wir uns als nächstes an, wie sich unser Proband schlägt, wenn die CPU zusätzlich noch übertaktet wird und somit einiges mehr an Hitze erzeugt, welche abgeführt werden muss.


Unser Intel Xeon E5 2687W wurde nun von 3,1 auf 3,6 GHz übertaktet und zusätzlich mit 1,25V befeuert, um zusätzliche Hitze zu produzieren und die Kühler mit genug Abwärme zu versorgen, sodass diese mehr leisten müssen.

Temperatur in Grad Celsius

Serienluefter, 600 rpm

Grad Celsius
Weniger ist besser
 

Mit übertaktetem Intel Xeon E5 2687W schafft es der HR-02 Macho Rev. B im Testszenario mit 600 Umdrehungen pro Minute unseren hitzigen Achtkerner auf 75,25 °C herunter zu kühlen – und landet mit diesem Ergebnis, wie schon zuvor bei nicht übertakteter CPU, erneut hinter seinem neuesten Konkurrenten, dem Scythe Mugen MAX. Im Vergleich zu seinem Vorgänger, dem HR-02 Macho Rev. A, kann er sich aber um ganze 1,75 °C verbessern.

Temperatur in Grad Celsius

Serienluefter, 1000 rpm

Grad Celsius
Weniger ist besser
 

Auch im Testszenario mit 1000 Umdrehungen pro Minute platziert sich der HR-02 Macho Rev. B dieses Mal um genau ein Grad vor dem Mugen MAX und sogar 2,75 °C vor seinem Vorgänger. Absolut betrachtet landet der HR-02 Macho Rev. B exakt im Mittelpunkt unseres Testfeldes.

Temperatur in Grad Celsius

Serienluefter, Maximale Drehzahl

Grad Celsius
Weniger ist besser
 

Auch im Testszenario mit voller Drehzahl der Lüfter, im Falle des heutigen Probanden waren das bis zu 1350 Umdrehungen pro Minute, landet der HR-02 Macho Rev. B mit durchschnittlichen Kerntemperaturen von 62,5 °C erneut vor seinen beiden Konkurrenten und seinem Vorgänger. Im Vergleich zum alten HR-02 Macho Rev. A kann sich die neue Revision erneut um 2,5 °C verbessern.

In den nun folgenden Testszenarien untersuchen wir, ob sich die bisherigen Ergebnisse des HR-02 Macho Rev. B mit unseren Referenzlüftern noch verbessern lassen oder nicht.


Um die rohe Kühlleistung der Probanden fair vergleichen zu können, haben wir alle Kühler mit denselben Referenzlüftern bestückt. Als Referenzlüfter kommen die leistungsstarken und beliebten Noctua NF-P14 FLX mit 140 mm und bis zu 1300 Umdrehungen pro Minute zum Einsatz. Falls diese keinen Platz am Kühlkörper finden, kommen die kleineren Noctua NF-F12 mit 120 mm und bis zu 1500 Umdrehungen pro Minute zum Einsatz. Bei Kühlern und Radiatoren mit Platz für echte 140-mm-Lüfter mit 140-mm-Bohrungen, kommen die Noctua NF-A14 FLX mit bis zu 1200 Umdrehungen pro Minuten zum Einsatz. 

Da die beiliegenden Klammern für Lüfter mit 105-mm-Lochabstand konzipiert wurden, konnten wir wie gewohnt auf unseren 140 mm großen Referenzlüfter Noctua NF-P14 FLX zurückgreifen, da dieser ebenfalls über 105 mm Lochabstand verfügt – wie es normal bei 120-mm-Lüftern der Fall ist.

Als kleiner Kritikpunkt sei angemerkt, dass die Klammern nicht zu hundert Prozent passgenau waren und unserem Referenzlüfter nur entweder unten oder oben richtigen Halt geben wollten - und auf der anderen Seite dann nicht mehr wirklich passen wollten. Daher sind die beigelegten Klammern sicherlich nicht universal für sämtliche Lüftertypen geeignet.

Temperatur in Grad Celsius

Referenzluefter, 600 rpm

Grad Celsius
Weniger ist besser
 

Bestückt mit unserem Referenzlüfter verbessern sich die Temperaturen, im Vergleich zu den Serienlüftern, um ganze 3 °C. Dies ist eine große Differenz, die so nicht zu erwarten gewesen wäre, und die Serienlüfter gerade mit Blick auf ihre Akustik in ein nicht allzu gutes Licht rückt.

Absolut betrachtet landet der HR-02 Macho Rev. B auf einer sehr guten Position im oberen Mittelfeld des Testfeldes und vor seinen direkten Konkurrenten. Seinen Vorgänger lässt er mit 2,5 °C Differenz ebenfalls deutlich hinter sich.

Temperatur in Grad Celsius

Referenzluefter, 1000 rpm

Grad Celsius
Weniger ist besser
 

Im Testszenario mit 1000 Umdrehungen pro Minute trennen unseren Referenzlüfter nur noch 1 °C vom Serienlüfter und die Differenz fällt somit wieder deutlich kleiner und akzeptabler aus. Auch seinen Vorgänger lässt der HR-02 Macho Rev. B nun mit 1° C Differenz hinter sich und landet absolut betrachtet erneut im oberen Mittelfeld des Testfeldes - erneut auch vor seinen direkten Konkurrenten.

Temperatur in Grad Celsius

Referenzluefter, Maximale Drehzahl

Grad Celsius
Weniger ist besser
 

Im Testszenario mit voller Drehzahl, was bei unseren Referenzlüftern nur bis zu langsamen, dafür sehr leisen, 1200 Umdrehungen pro Minute entspricht, liegen Serienlüfter und Referenzlüfter mit nur 0,5 °C Differenz fast gleichauf, mit 150 Umdrehungen pro Minute weniger hat unserer Referenzlüfter in diesem Testszenario aber auch einen kleinen Nachteil.

Absolut betrachtet landet der HR-02 Macho Rev. B in diesem Testszenario erneut auf einem Platz im unteren Mittelfeld, kann aber seine beiden direkten Konkurrenten mit bis zu 2 °C bzw. seinen Vorgänger mit 1 °C erneut hinter sich lassen.


Auch mit Referenzlüftern musste sich unser Proband noch unserem auf 3,6 Ghz übertakteten Intel Xeon E5 2687W mit 1,25V stellen.

Temperatur in Grad Celsius

Referenzluefter, 600 rpm

Grad Celsius
Weniger ist besser
 

Im ersten Testszenario mit übertaktetem Intel Xeon E5 2687W spielt der HR-02 Macho Rev. B im Zusammenspiel mit unserem Referenzlüfter richtig auf und lässt seine direkten Konkurrenten mit 3,25 °C bis 4,75 °C deutlich hinter sich. Auch seinen Vorgänger hängt der HR-02 Macho Rev. B mit 3,25 °C relativ deutlich ab. Im Vergleich zu den Serienlüftern verbessert unser Referenzlüfter die Temperaturen um ganze 2 °C.

Temperatur in Grad Celsius

Referenzluefter, 1000 rpm

Grad Celsius
Weniger ist besser
 

Auch im Testszenario mit 1000 Umdrehungen pro Minute liegt unser Referenzlüfter mit 1,5 °C Differenz vor dem Serienlüfter.

Der HR-02 Macho Rev. B landet erneut mit bis zu 3,75 °C deutlich vor seinem Vorgänger und auch mit mindestens 3,5 °C Differenz vor seinen direkten Konkurrenten.

Temperatur in Grad Celsius

Referenzluefter, Maximale Drehzahl

Grad Celsius
Weniger ist besser
 

Auch bei voller Drehzahl der Lüfter, was bei unserem Referenzlüfter 1200 Umdrehungen pro Minute entspricht, ist der Referenzlüfter dem Serienlüfter – diesmal mit 0,75 °C Differenz - nur noch knapp überlegen.

Absolut betrachtet landet der HR-02 Macho Rev. B mit 3,25 °C bis 4° erneut vor seinen direkten beiden Konkurrenten und auch mit 2,5 °C Differenz vor seinem eigenen Vorgänger.

Wie unsere Tests mit Referenzlüfter also zeigen, ließe sich die Lesitung des Kühlkörpers mit einem besseren Lüfter noch ein gutes Stück steigern. Dies ist insbesondere sehr schade, da unser Referenzlüfter gleichzeitig auch ein gutes Stück leiser seinen Dienst verrichtet und nicht, wie der Serienlüfter des HR-02 Macho Rev. B, durch unangenehme Nebengeräusche wie ein Antriebsgeräusch oder ein Klackern, negativ auffällt.

Der Einsatz anderer Lüfter, wie z.B. unseres Referenzlüfters Noctua NF-P14 FLX, ist also durchaus sinnvoll, sollte der beiliegende Lüfter, ähnlich wie das uns vorliegende Sample, durch negative Nebengeräusche auffallen und/oder mehr Kühlleistung gewünscht werden.


Kommen wir nun also zu einem abschließenden Fazit und lassen den Auftritt des neuen HR-02 Macho Rev. B noch einmal Revue passieren.

Für etwas über 40 Euro (die offizielle UVP lautet 42,99 Euro) erhält man mit dem HR-02 Macho Rev. B den gelungenen Nachfolger eines der beliebtesten und meist empfohlenen Tower-Kühlern auf dem Markt. Das Konzept des ursprünglichen HR-02 Macho diente als Vorbild für viele Kühler ähnlicher Bauart und bescherte dem Macho zahlreiche Konkurrenz, wie z.B. den Raijintek EreBoss oder den jüngst getesteten Scythe Mugen MAX, der vor allem für den Betrieb mit niedriger Lüfterdrehzahl optimiert wurde.

Diese direkte Konkurrenz, und auch seinen direkten Vorgänger, kann der HR-02 Macho Rev. B, je nach Testszenario, meist hinter sich lassen. Gerade die Testszenarien mit übertakteter CPU scheinen dem HR-02 Macho in der Revision B sehr gut zu liegen - dort platzierte er sich oft auf dem vordersten Platz dieses Dreikampfs.

Im Vergleich zu anderen, schmäleren Tower-Kühlern, wie z.B. dem Scythe Ashura oder dem Alpenföhn Himalaya 2, muss sich der HR-02 Macho Rev. B aber auch manchmal geschlagen geben. 

Der Kühlkörper selbst ist dank asymmetrischem und nach hinten versetztem Kühlkörper auch zu RAM-Kits mit sehr hohem Heatspreader kompatibel, da die vorderen RAM-Slots, so auch bei unserem Testsetup, nicht verdeckt werden. Aufgrund seiner Maße sollte der HR-02 Macho Rev. B auch in den meisten aller Gehäusen noch Platz finden können und auf einer Vielzahl der verfügbaren Mainboards sollte außerdem auch der erste PCI-E Slot weiterhin nutzbar bleiben.

Die Verarbeitung des Kühlkörper und des Zubehörs ist auf sehr gutem Niveau und ließ, wie von Thermalright gewohnt, keinerlei Anlass zur Kritik.

Die Montage fällt, bis auf wenige Kleinigkeiten, sehr einfach und durchaus komfortabel aus. Durch ein paar kleine Detailverbesserungen, wie der optionalen Befestigung der Befestigungsplatte am Kühlkörper selber könnte man den Komfort aber noch ein gutes Stück erhöhen und die Montage noch etwas erleichtern.

Die größten Kritikpunkte, denen sich der HR-02 Macho Rev. B in der abschließenden Betrachtung stellen muss,  sind die im Vergleich zum Referenzlüfter etwas schwache Leistung des Serienlüfters sowie die sporadisch auftretenden Nebengeräusche des Serienlüfters bei hohen Drehzahlen. Letztere fallen in diesem Szenario aber, insbesondere wegen des ohnehin vorherrschenden Geräuschpegels bei solchen Drehzahlen, nicht übermäßig auf und stören daher kaum.

Unsere Messergebnisse bei den Lautstärkemessungen bescheinigen dem Serienlüfter in allen Drehzahlbereichen eine gute Leistung und gerade dank des sehr großen Regelbereiches des Lüfters, der ein Herabregeln des Lüfters auf bis zu 350 Umdrehungen pro Minute erlaubt, dürfte sich der Serienlüfter und somit auch der HR-02 Macho Rev. B auch für silent affine Nutzer eignen und diese zufriedenstellen können.

Trotz der kleineren Kritikpunkte, die vor allem den  Serienlüfter betreffen, und der nun deutlich stärkeren Konkurrenz, hat sich der HR-02 Macho Rev. B wie schon sein Vorgänger – wenn auch nur denkbar knapp – unseren Preis-Leistungs Award verdient.

 

Alternativen gibt es, je nach vorhandenem Platz und vor allem je nach gewünschtem Preissegment, zahlreich, wie zum Beispiel in Form anderer dünnerer, aber auch leistungsfähiger, Single-Tower Kühlern wie dem Scythe Ashura für 37 Euro oder dem Alpenföhn Himalaya 2 für 48 Euro. Gerade der Scythe Ashura besitzt zu einem günstigerem Preis eine ähnlich hohe Kompatibilität, einen leisen Serienlüfter und ist dem HR-02 Macho Rev. in den meisten Testszenarien, zumindest mit Serienlüfter, ein gutes Stück voraus.

Sind etwas teurere Twin-Tower Kühler oder gar Wasserkühlungen eine Option, empfiehlt sich der Blick auf den Klassikers Noctua NH-D14 für ca. 68 Euro, den preislich vergleichbaren und unlängst getesteten Thermalright Silver Arrow IB-E für 64 Euro sowie zum Beispiel die Corsair H100i für 93,79 Euro oder die von uns getestete Corsair H110 für 99,87 Euro.

Positive Aspekte des Thermalright HR-02 Macho Rev. B:

Negative Aspekte des Thermalright HR-02 Macho Rev. B:

Preise und Verfügbarkeit
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