Prolimatech Basic 81 im Test

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teaser kuehler sMit der neu eingeführten Basic-Serie möchte Prolimatech die Produktpalette nach unten hin abrunden und auch preisbewusste Käufer ansprechen, die aber trotzdem Wert auf Qualität und eine ausgewogene Leistung zu einem ansprechenden Preis legen. Ob dies gelingt, überprüfen wir anhand des Topmodels der neuen Reihe, dem Basic 81.

Im Zuge der Einführung der neuen Basic-Serie stelle Prolimatech im Oktober dieses Jahres fünf neue Modelle auf Basis der Kühler Panther und Megahalems vor. Diese sollen mit maximal 35 Euro bezahlbar bleiben, dabei aber weder billig aussehen noch sollen potentielle Kunden Abstriche in puncto Qualität der Kühler machen müssen. Prolimatech möchte durch die neue Serie eine größere Käuferschicht erreichen und einen größeren Anteil des Preis- als auch Leistungssegment abdecken. Selbstverständlich wurde dabei auf die zahlreiche gewonnene Erfahrung aus vergangenen Produktgenerationen zurückgegriffen. Für Prolimatech bisher ungewöhnlich wird die Basic-Serie erstmals mit Serienlüfter ausgeliefert. Im Falle des Basic 81 ist dies ein PWM Lüfter mit einem Drehzahlbereich von 600 bis 1600 Umdrehungen pro Minute.

Die direkte Konkurrenz, mit welcher sich der Basic 81 messen muss, besteht vor allem aus namenhaften Luftkühlern und Klassikern wie z.B. dem Noctua NH-D14 SE2011, Phanteks PH-TC14PE_BK, dem EKL Alpenföhn K2 sowie einigen kompakten AiO-Wasserkühlungen.

Es sei erwähnt, dass unsere Testdatenbank seit dem Relaunch der CPU-Kühlertests deutlich größer geworden ist und das Testsystem nun Platz im neuen und großen NZXT Phantom 820 gefunden hat. Das neue Testsystem bietet somit für alle möglichen Kühler, inklusive größere AiO-Wasserkühlungen bis 280 mm, Platz und ist somit deutlich zukunftssicherer. Weitere Kühler in der Vergleichsdatenbank, und somit direkte Konkurrenten des Basic 81, sind weiterhin normale Tower-Kühler wie der Akasa Venom, der Prolimatech Megahalems Black, der Arctic Cooling Freezer i30 oder auch der Alpenföhn Brocken 2.

Der Basic 81 lässt sich out-of-the-box nur auf Intel-Mainboards mit den gängigen Sockeln LGA 115x und LGA L2011 einsetzen. Für den Betrieb auf AMD-Platinen wird ein zusätzliches Mounting Kit benötigt, das mit knapp 10 Euro zusätzlich zu Buche schlägt.

Bevor wir uns nun also einer näheren Detailbetrachtung widmen, hier noch der Prolimatech Basic 81 in der gewohnten Kurzübersicht:

Spezifikationen
KühlernameProlimatech Basic 81
Straßenpreis bei Release 37,90 Euro
Homepage http://www.prolimatech.com/en
Maße 7,5 cm (L) x 13,0 cm (B) x 15,8 cm (H)
Material

Bodenplatte: Kupfer
Heatpipes: Vernickeltes Kupfer
Kühlrippen: Aluminium

Kühlertyp Doppelturm-Kühler
Serienbelüftung 1x 120 mm Prolimatech Double Ball Bearing PWM
Sockel AMD: Separates Kit erhältlich
Intel: 1150, 1155, 1156, 2011
Gewicht 875 Gramm
Herstellergarantie 2 Jahre

 


Widmen wir uns zunächst, wie üblich, der Verpackung und ein paar generellen Informationen zum Prolimatech Basic 81.

Das Design der Verpackung selbst ist, wie für Prolimatech Kühler üblich, sehr minimalistisch gehalten und bietet außer dem Kühlernamen und einigen kurzen Informationen zur Mainboard-Kompatibilität keinerlei weitere Informationen. Detaillierte Informationen zum Kühler findet man auf der Website von Prolimatech. Alle Informationen sind dort allerdings nur in englischer Sprache hinterlegt, entsprechende Englischkenntnisse sind daher leider Pflicht.

Der Prolimatech Basic 81

Ähnlich dezent wie die Verpackung des Kühlers sind die Aussagen, die Prolimatech über den Kühler selbst trifft. Statt mit Alleinstellungsmerkmalen zu klotzen und mit marketing-technischen Begriffen um sich zu werfen, spricht Prolimatech lediglich von einem qualitativen Kühlkörper mit wettbewerbsfähiger Leistung zu einem ansprechenden Preis.

Für die gewünschte Kühlleistung des Basic 81 sollen vor allem die große Radiatorfläche sowie die sechs vernickelten Heatpipes sorgen. Prolimatech verspricht, dass sogar Overclocking keine unüberwindbare Hürde für den Basic 81 darstellen soll. Dies werden wir an geeigneter Stelle natürlich, wie gewöhnlich, überprüfen.

Der 120 mm Prolimatech Double Ball Bearing PWM

Als Serienlüfter legt Prolimatech einen 120-mm-Lüfter mit Kugellager bei, der laut Herstellerangaben mit bis zu 1600 Umdrehungen pro Minute, (unser Modell schaffte bis zu 1700 Umdrehungen pro Minute) zu Werke geht. Angaben zum Luftdurchsatz sowie zur Lautstärke macht Prolimatech leider nicht. Der Lüfter verfügt über ein 4-Pin-PWM-Kabel mitsamt entsprechendem Stecker und kann so entsprechend am Mainboard oder einer Lüftersteuerung angeschlossen werden.

Das gesamte Zubehör

Weiterhin im Lieferumfang befinden sich das Montageset für Intel Sockel 1150, 1155, und 2011, besagte Klammern zur Montage des Lüfters sowie eine kleine Tube der bekannten Qualitätswärmeleitpaste Prolimatech PK-2. In diesem Test kommt allerdings, um die Vergleichbarkeit aller Kühler zu gewährleisten, natürlich unsere Referenzwärmeleitpaste – siehe Testsystem – zum Einsatz.

Theoretisch kann noch ein zweiter Lüfter am Kühler angebracht werden, denn die dazu benötigten zusätzlichen Klammern befinden sich vorbildlicher Weise schon im Lieferumfang. Außerdem können sogar zwei 140-mm-Lüfter am Basic 81 befestigt werden - passende Halteklammern liegen dem Lieferumfang ebenfalls bei.

Die Montageanleitung ist vorbildlich mehrsprachig und alle Anweisungen liegen neben der deutschen Sprache noch in vielen weiteren Sprachen vor.


Beim Prolimatech Basic 81 handelt es sich um einen Doppel-Turm Kühler, dessen Ähnlichkeit und Verwandtschaft mit dem Prolimatech Megahalems nicht von der Hand zu weisen ist. Mit einer Größe von 7,5 cm (L) x 13,0 cm (B) x 15,8 cm (H) und einem Gewicht von 875 Gramm (mit Lüfter) fällt dieser Teil der Spezifikationen auch nahezu identisch aus.

Prolimatech Basic 81 in Seitenlage

Die Bodenplatte des Kühlers, also die Kontaktfläche zur CPU, besteht aus Kupfer und wurde als einziger Teil des Kühlers nicht vernickelt.  Der Basic 81 verfügt über sechs Sechs-Millimeter-Heatpipes, die die gesamte Radiatorfläche des Kühlers durchlaufen. Alle Heatpipes sind sauber in den Boden des Kühlers eingearbeitet, was im Preisbereich von 30-40 Euro leider nicht selbstverständlich ist.

Boden und Heatpipes des Prolimatech Basic 81

Der Radiator selbst besteht aus 45 aus Aluminium gefertigten Lamellen mit einem Innenabstand von 1,7 mm zueinander. Dies ist ein sehr enger Abstand und solche Kühlerkörper sind sehr oft von förderstarken Lüftern mit einem hohen Luftdruck abhängig. Die geringe Tiefe des Kühlers könnte dem aber entgegenwirken und die Sachlage etwas zu Gunsten des Kühlkörpers entschärfen.

Die Kühlfinnen des Kühlkörpers wurden größtenteils sauber entgratet und es wurden im Test keinerlei übermäßig scharfen Kanten oder Ecken gefunden, an denen sich der Nutzer eventuell verletzen könnte. Bei unserem Sample konnten wir zudem keine Herstellungsfehler erkennen. Lediglich einige wenige Lamellen mussten etwas in Position gebogen werden, was angesichts des geringen Preises aber noch zu verschmerzen ist.

Nachdem der Lüfter allerdings für einige Male ein- und ausgehangen wurde, konnten wir minimal verbogene Lamellen verzeichnen. Die Lamellen hätten also für unseren Geschmack noch minimal verwindungssteifer ausfallen dürfen.

Nahaufname des Top-Finishing und der Radiatorlamellen

Die Montage des Kühlers gelingt geübten Händen in wenigen Minuten insgesamt recht komfortabel. Es gelang uns den Kühler zu montieren, ohne das Mainboard dafür extra aus dem Case entfernen zu müssen.

Ein paar kleine Besonderheiten gibt es aber doch, auch wenn die sonstige Montage wie auf dem Sockel 2011 üblich abläuft. Beim Prolimatech Basic 81 werden zunächst die beiden Montagestege (von Prolimatech Transferleisten genannt) auf den mitgelieferten Unterlegscheiben platziert und mit den beiliegenden LGA2011-Federschrauben direkt in den Sockel geschraubt. So spart sich Prolimatech die Mitlieferung der sonst üblichen Daumenschrauben, die benötigt werden, um die Montagestege auf den sonst üblichen Bolzen zu befestigen. Ein cleverer Kniff um die Produktionskosten niedrig zu halten und ein eigentlich nicht benötigtes Teil des Zubehörs einzusparen.

Seitenansicht des Kühlkörpers

Als nächsten Montageschritt platzierten wir den Kühler mit der Montageschiene (Prolimatech nennt diese Andruckplatte) auf der CPU und brachten diese in Position, sodass sie mit den beiden beiliegenden M5-Schrauben an den beiden Montagschienen festgeschraubt werden konnte. Dies gelang ohne größere Mühe und als einziger Kritikpunkt sei angemerkt, dass es etwas komfortabler wäre, wenn die Montageschiene direkt am Kühler selbst zu befestigen wäre – und somit nicht mehr verrutschen würde. Die beiden Knuppel, die die Montageschiene in Position halten sollen, erfüllen ihren Zweck nur bedingt. Doch dies ist ein Kritikpunkt, den der Basic 81 mit vielen seiner direkten Konkurrenten – auch den teureren – teilt. Ein Wechsel der CPU ist, trotz dieses Kritikpunktes, in wenigen Minuten problemlos und bequem möglich. 

Nachdem der Kühlkörper nun also fest auf dem Mainboard sitzt, muss in einem letzten Schritt noch der Lüfter mit den beiliegenden Klammern befestigt werden. Obwohl diese nur am Lüfter eingehängt werden, gelingt das Befestigen ohne große Komforteinbußen – trotz fehlender Klipps bzw. fehlender Befestigung der Klammern. Weiterhin legt Prolimatech vier kleine Gummi-Streifen bei, die auf den Kühlkörper geklebt werden können, um einen bzw. zwei Lüfter etwas zu entkoppeln. Der Prolimatech Basic 81 hinterlässt alles in allem einen guten Ersteindruck. Die Verarbeitung des Kühlers selbst sowie auch die des Zubehörs geht für den dafür aufgerufenen Preis definitiv in Ordnung, lediglich einige Lamellen waren nicht in perfekter Position und mussten etwas nachkorrigiert werden.

Weitere Impressionen des Basic 81 finden sich wie gewohnt in unserer Fotostrecke.

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Das neue Testsystem hat nun mit dem NZXT Phantom 820 eine größere Behausung gefunden, die Platz für alle möglichen Kühler inklusive größere AiO-Wasserkühlungen bietet und somit zukunftssicherer ist. Das Fanless-Netzteil von Seasonic erlaubt uns noch genauere und aussagekräftige Lautstärkemessungen, da durch dieses ein weiterer Störfaktor für die Messungen eliminiert werden konnte.

Hier das neue Testsystem in der Übersicht:

Testsystem
Prozessor Intel Xeon E5 2678W
Mainboard ASUS P9X79 WS (UEFI Version 3306)
Arbeitsspeicher Samsung Green Series 16GB CL11-11-11-28
Grafikkarte Zotac GeForce GT 640 Zone Edition
Festplatte Intel SSD 330 Series 120GB
Netzteil Sea Sonic Platinum Series Fanless 460W
Gehäuse NZXT Phantom 820
Wärmeleitpaste Arctic Cooling MX-4
Gehäusebelüftung 3x NZXT FS 200RB (Vorne & Deckel)
1x be quiet! Shadow Wings SW1 140mm (Hinten)
Betriebssystem Windows 7 Ultimate x64 (Service Pack 1)

Die Gehäuselüfter liefen bei allen Tests normiert auf ca. 500 RPM, damit die großzügig dimensionierte Gehäusebelüftung die Kühlleistung der CPU-Kühler nicht großartig limitiert, aber auch nicht für unrealistische und zu optimale Testbedingungen sorgt. Dies ist, so glauben wir, ein guter Kompromiss zwischen dem praxisnahen Test im Gehäuse bei gleichzeitiger Vermeidung subjektiver und negativer Einflüsse wie z.B. einem Hitzestau im Gehäuse.

Zur Beurteilung und Messung des Geräuschpegels des Kühlers werden die Gehäuselüfter dann per Lüftersteuerung angehalten, um den Geräuschpegel und Charakter nicht zu verfälschen. Die Messung selbst wird mit Hilfe eines VOLTCRAFT SL-200 Schallpegel-Messgerätes in 30 cm Abstand zur Seitenwand, hinter der sich besagter CPU-Kühler befindet, vorgenommen. Das Gehäuse ist dabei natürlich geschlossen.

Des Weiteren wurde die Raumtemperatur auf 20°C normiert und die aktuelle Abweichung dazu wird mit einem PEAKTECH Digital-Thermometer 5115 gemessen.

Mit Beginn des Stresstests starten wir auch die Zeitmessung, insgesamt 30 Minuten Prime95 26.6 muss jeder Kühler pro Testlauf über sich ergehen lassen. Das System wird mit einem sehr stark Hitze erzeugenden Custom Run mit einer FTT Size von 8K (Run in-place) belastet. Protokolliert werden die Temperaturen über den gesamten Zeitraum mit der Log-Funktion des Tools CoreTemp, wobei das arithmetische Mittel der maximal erreichten Temperatur in unsere Diagramme übernommen wird (abzüglich einer eventuellen Differenz zur normierten Raumtemperatur).


Als Wärmeleitpaste, für alle Kühler, kommt Arctic Coolings bekannte und beliebte Paste MX-4 zum Einsatz, die wir gleichmäßig mit einer alten Kreditkarte auf dem Heatspreader verteilen. Um die Kühler allesamt richtig fordern und auslasten zu können, wurde der Xeon E5 2678W außerdem für die OC Tests noch von 3,1 auf 3,6 GHz übertaktet und mit 1,25V zusätzlich aufgeheizt.

Folgende Tools kamen bei den Messungen zum Einsatz, die Programmversion bleibt natürlich auch bei zukünftigen Tests immer gleich:

Die verwendete Software:

Die Testszenarien im Überblick:

In Folge der Messungen werden alle errechneten Temperaturwerte grafisch in Celsius aufgetragen und analysiert.


Es folgt wie gewohnt zunächst unser subjektiver Lautstärkeeindruck, bevor wir abschließend auf die tatsächlichen Messergebnisse des Schallpegels eingehen.

Subjektiver Lautstärkeeindruck Prolimatech Basic 81
600 RPM Unhörbar
1000 RPM Leises kaum hörbares Rauschen, ganz leicht schleifende Geräuschcharakteristik
1750 RPM (Max) Hörbares leicht unruhiges Rauschen ohne Nebengeräusche

Der Serienlüfter des Prolimatech Basic 81, ein 120 mm Prolimatech Double Ball Bearing PWM, hinterlässt einen sehr guten Eindruck und verrichtet unauffällig und frei von jeglichen Störgeräuschen seinen Dienst. Dies ist heutzutage leider immer noch keine Selbstverständlichkeit.

Der Betrieb auf 600 Umdrehungen pro Minute ist aus subjektiver Sicht als unhörbar zu bezeichnen und das, obwohl unser Testsystem aus einem passiven Netzteil und einer passiven Grafikkarte besteht und alle anderen Lüfter für die Lautstärke-Tests angehalten wurden. Man konnte von 30 – 50 cm Distanz zum Rechner nicht feststellen, ob dieses tatsächlich läuft oder nicht. Es kann also zu Recht von einem ausgezeichneten Ergebnis gesprochen werden. Im Testszenario mit 1000 Umdrehungen pro Minute wird das Rauschen des Lüfters leicht hörbar, die Akustik ist noch als angenehm zu bezeichnen, auch wenn sich ein leicht schleifender Unterton bemerkbar macht, der aber nicht permanent heraussticht und daher nicht nervt. Bei voller Drehzahl, bei unseren Samples waren dies ca. 1750 Umdrehungen pro Minute, nimmt die Lautstärke etwas zu und das Luftrauschen wird deutlicher hörbar. Der Lüfter bleibt dennoch relativ leise und die Akustik gleicht der des Testszenarios mit 1000 Umdrehungen.

Da wir uns aber nicht rein auf den subjektiven Eindruck verlassen wollen, wurde auch der tatsächliche Geräuschpegel mithilfe eines VOLTCRAFT SL-200 Schallpegel-Messgerätes, in 30 cm Abstand zur Seitenwand des geschlossenen Gehäuses, hinter der besagter CPU Kühler verbaut ist, vorgenommen:

Das Messergebnis von 34,9 db(A) bestätigt, im Rahmen der Messgenauigkeit, unseren positiven subjektiven Eindruck des Lüfters bei 600 Umdrehungen pro Minute.

Auch im Testszenario mit 1000 Umdrehungen pro Minute bedeutet das Messergebnis von 35,7 dB(A) einen sehr guten dritten Platz im Testfeld und bestätigt unseren recht positiven subjektiven Eindruck.

Bei voller Drehzahl, bei unserem Sample waren dies ca. 1780 Umdrehungen pro Minute, landet der Basic 81 dagegen mit 45,8 dB(A) etwas abgeschlagen im unteren Teil des Mittelfeldes.


Die Gehäuselüfter laufen bei allen folgenden Tests auf 100%, d.h. mit vollen 12V, damit die Kühlleistung der CPU-Kühler nicht durch einen Hitzestau im Gehäuse ausgebremst wird. Dies ist natürlich besonders bei den passiven Tests von essentieller Bedeutung.

Im passiven Betrieb, also ohne aktive Lüfter am Kühler platziert sich der Prolimatech Basic 81 im mittleren Bereich des Testfeldes. Mit einer durchschnittlichen Temperatur von 79 °C gelingt es ihm noch unseren Xeon E5 2678W innerhalb seiner thermischen Spezifikationen zu betreiben.

Der Betrieb ohne Lüfter am Kühler, sollte dies trotz des sehr leisen Serienlüfters gewünscht werden, ist also auch bei einer CPU mit hohem Verbrauch und großer Abwärme möglich. Man darf gespannt sein, wie die Ergebnisse mit Serienlüfter, denen wir uns jetzt im Folgenden zuwenden werden, aussehen werden und inwiefern ein Lüfter die Temperaturen des Basic 81 verbessern kann.


Im nächsten Test begutachteten wir die Leistung der Kühlers mit dem oder den Serienlüfter/n auf jeweils 600 und 1000 Umdrehungen pro Minute sowie voller Leistung. Der Prozessor wurde dabei noch nicht übertaktet.

In unserem ersten Testszenario mit 600 Umdrehungen pro Minute kann sich der Prolimatech Basic 81 noch nicht gänzlich in Szene setzen und landet auf dem vorletzten Platz des Testfeldes.

Im Testszenario mit 1000 Umdrehungen pro Minute zeigt sich ein sehr ähnliches Bild wie zuvor beim Testszenario mit 600 Umdrehungen pro Minute.

Bei voller Leistung, also maximaler Drehzahl der Lüfter, dreht der Serienlüfter unseres heutigen Testkandidaten mit bis zu 1780 Umdrehungen pro Minute. Der Prolimatech Basic 81 landet in diesem Testszenario knapp hinter dem unlängst getesteten Raijintek EreBoss auf einem der letzten Plätze des Testfeldes und kann nur den be quiet! Shadow Rock 2 und den Thermalright AXP-200 hinter sich lassen.

Sehen wir uns als nächstes an, wie sich unser Proband schlägt, wenn die CPU zusätzlich noch übertaktet wird und somit einiges mehr an Hitze erzeugt, welche abgeführt werden muss.


Unser Intel Xeon E5 2678W wurde nun von 3,1 auf 3,6 Ghz übertaktet und zusätzlich mit 1,25V befeuert, um zusätzliche Hitze zu produzieren und die Kühler mit genug Abwärme zu versorgen, so dass diese mehr leisten müssen..

Mit 600 Umdrehungen pro Minute schaffte es der Prolimatech Basic 81 mit 81,75 °C  noch unseren Intel Xeon E5 2678W innerhalb seiner thermischen Spezifikationen zu betreiben und landet mit diesem Ergebnis auf einem Platz im mittleren Hinterfeld.

Auch im Testszenario mit 1000 Umdrehungen pro Minute landet der Prolimatech Basic 81 erneut auf einem ähnlichen Platz. Ihm gelingt es nun schon deutlicher, unseren Intel Xeon E5 2678W noch innerhalb seiner thermischen Spezifikationen zu betreiben.

Bei voller Drehzahl der Lüfter, also in diesem Falle 1780 Umdrehungen pro Minute, landet der Prolimatech Basic 81 einmal mehr im unteren Mittelfeld des Testfeldes.

In den folgenden Testszenarien untersuchen wir, ob sich die bisherigen Ergebnisse des Basic 81 mit stärkerer Referenzbelüftung noch verbessern lassen oder nicht.


Um die rohe Kühlleistung der Probanden fair vergleichen zu können, haben wir alle Kühler mit denselben Referenzlüftern bestückt. Als Referenzlüfter kamen die leistungsstarken und beliebten Noctua NF-P14 FLX mit 140 mm und bis zu 1300 Umdrehungen pro Minute zum Einsatz. Falls diese keinen Platz fanden, kamen die kleineren Noctua NF-F12 mit 120 mm und bis zu 1500 Umdrehungen pro Minute zum Einsatz. Bei Kühlern und Radiatoren mit Platz für echte 140 mm Lüfter mit 140 mm Bohrungen, kommen Noctua NF-A14 FLX mit bis zu 1200 Umdrehungen pro Minuten zum Einsatz. 

Obwohl der Prolimatech Basic 81 einen 120-mm-Serienlüfter besitz, ist dieser auch für 140-mm-Lüfter konzipiert und es liegen ausreichende Klammern bei, um sogar jeweils zwei 120-mm- bzw. 140-mm-Lüfter auf dem Kühler zu montieren. Um zu sehen, inwiefern ein 140-mm-Pendant die Messwerte verbessern würde, führen wir die folgenden Testes mit einem Noctua NF-P14 FLX als Referenzlüfter durch.

Unser 140 mm großer Referenzlüfter verbessert das Ergebnis um 3,25 °C – der Prolimatech Basic 81 landet aber auch mit 140-mm-Lüfter nur im unteren Mittelfeld des Testfeldes.

Unser Referenzlüfter mit 140 mm kann das Ergebnis der Serienlüfter bei 1000 Umdrehungen pro Minute sogar um ganze 4,25 °C verbessern – die Platzierung des Prolimatech Basic 81 im Testfeld bleibt aber erneut sehr ähnlich.

Bei voller Drehzahl, bei unserem 140 mm Referenzlüfter sind das knapp 1250 Umdrehungen pro Minute, platziert sich der Prolimatech Basic 81 auf der drittletzten Position des Testfeldes.

Die Ergebnisse stimmen hier, im Rahmen der Messgenauigkeit, mit denen des Serienlüfters überein – dieser dreht allerdings mit 1750 Umdrehungen pro Minute auch deutlich schneller.


Auch mit Referenzlüftern musste sich unser Proband noch unserem auf 3,6 GHz übertakteten Intel Xeon E5 2678W mit 1,25V stellen.

Auch im Testszenario mit übertakteter CPU schafft es der 140 mm großer Referenzlüfter das Messergebnis um 2,75 °C zu verbessern – der Prolimatech Basic 81 landet aber auch mit 140-mm-Lüfter erneut nur im unteren Mittelfeld des Testfeldes.

Bei 1000 Umdrehungen pro Minute verbessern sich die Temperaturen durch den 140 mm großen Referenzlüfter, im Vergleich zum Serienlüfter, erneut um 4 °C – die Positionierung des Prolimatech Basic 81 ändert sich aber dadurch kaum merklich.

Erneut stimmen die Ergebnisse, im Rahmen der Messgenauigkeit, mit denen des Serienlüfters überein – dieser dreht allerdings mit 1750 Umdrehungen pro Minute auch deutlich schneller.

Insgesamt bringt ein Tausch des Lüfters gegen ein leistungsstärkeres Exemplar oder auch gegen einen größeren 140-mm-Lüfter, eine Verbesserung der Temperaturen von bis zu 4°C. Diese Verbesserungen fallen vor allem im niedrigen Drehzahlbereich am größten aus.

Der große Bruder und das geistige Vorbild des Basic 81, der Prolimatech Megahalems, hält auf den Basic 81 einen durchweg recht großen und komfortablen Vorsprung. Doch dieser Vergleich ist nur bedingt fair, da dem Megahalems keine Serienlüfter beiliegen und dieser daher im kompletten Testszenario mit Referenzlüftern mit gleich zwei 140-mm-Referenzlüftern ausgestattet wurde – was natürlich den Bestfall darstellt und somit kein fairer Vergleich zum Basic 81 darstellen würde.


Für einen Preis von knapp 38 Euro (UVP: 37,90 Euro) erhält man mit dem Prolimatech Basic 81 ein relativ rundes Gesamtpaket ohne große Schwächen. Sowohl Kühler als auch Zubehör sind relativ gut verarbeitet, weithin wird der Basic 81 mit einem leisen Serienlüfter ausgeliefert, der größtenteils zu gefallen weiß. Auch die Montage ist durchdacht und offenbart keine großen Schwächen bzw. Hürden. Geübten Händen gelingt sie in nur wenigen Minuten. Ein Ausbau des Mainboards ist hierzu, je nach Gehäuse, nicht erforderlich.

Wie immer gilt es jedoch im mittleren Preis-Leistungs-Segment primär zu sondieren, wie viel Leistung die potentiellen Käufer des Prolimatech Basic 81 wirklich für ihr Geld bekommen.

Der Prolimatech Basic 81 platziert sich oft genau dort, wo man es erwarten würde und somit genau zwischen seinen direkten Konkurrenten mit ähnlichem Preis. Zwar schafft er es stets, unseren eingesetzten Xeon E5 2678W innerhalb seiner thermischen Spezifikationen zu betreiben, kann aber dabei auch keine merklichen Akzente setzen, denn die Konkurrenz performt oft sehr ähnlich.

Eine Kaufempfehlung betreffend kann zusammenfassend festgehalten werden, dass man bedenkenlos zum Prolimatech Basic 81 greifen kann, ohne etwas falsch zu machen. Allerdings kann dieser aber auch keine zwingenden Akzente setzen oder Alleinstellungsmerkmale aufweisen, die ihn sofort zu ersten und einzigen Wahl in seiner Preisklasse machen.

Alternativen zum Prolimatech Basic 81 stellen zum einen der Arctic Cooling Freezer i30 da, der in unserem Test sehr gute Werte erreichte und sogar noch etwas billiger zu erwerben ist. Dieser geht dafür aber auch etwas lauter zu Werke und hat eine deutlich schlechtere (semi-)passive Leistung. Weitere Alternativen mit ähnlichem Preis wären mit 39,26 Euro der Scythe Ashura, der EKL Alpenföhn Brocken 2 für 35,69 Euro sowie die beiden unlängst getesteten Raijintek EreBoss für 34,83 Euro und be quiet! Shadow Rock 2.


Positive Aspekte des Prolimatech Basic 81:

Negative Aspekte des Prolimatech Basic 81: