Test: Scythe Ashura

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teaser kuehler sMit dem Ashura hat Scythe im Frühjahr diesen Jahres einen weiteren interessanten Kühler auf den Markt gebracht, der sehr leise zu Werke gehen soll, ohne dabei aber auf Kühlleistung verzichten zu müssen. Darüber hinaus soll der Ashura auch noch eine sehr hohe Kompatibilität zu RAM Modulen mit großen Heatspreader jeglicher Art bieten. Grund genug für uns, den Scythe Ashura in einem Testbericht näher unter die Lupe zu nehmen und zu sehen, ob er hält, was er verspricht.

Der Scythe Ashura ist ein Kühler im klassischen Tower-Format. Scythe betont die bewusst kompakte Bauweise und somit auch die kompakten Ausmaße des Kühlers. Unterstrichen wird dies durch die asymmetrische Anordnung der Heatpipes, wodurch trotz Montage eines Lüfters alle Speicherslots für RAM-Riegel mit beliebig hohen Heatspreadern freigehalten werden sollen.

Kompromisse bei der Kühlleistung sollen dabei aber, laut Scythe, soweit wie möglich vermieden worden sein, sodass der Kühler trotz der kompakten Bauweise noch über eine sehr ordentliche Kühlleistung aufweisen soll, die auch vor Übertaktung nicht zurückschreckt. Dies soll unter anderem durch den beiliegenden und neuen GlideStream-PWM-Lüfter mit 140 mm gelingen, der ein Fördervolumen von ganzen 165 m³/h (Herstellerangaben) aufweist. Außerdem gibt Scythe an, an einem neuen Montagesystem gearbeitet zu haben, welches die Montage des Kühlers noch unkomplizierter gestalten soll.

Der Scythe Ashura dürfte aufgrund seiner Features für einige potenzielle Kunden sicherlich sehr interessant sein, da der leise Betrieb in einem Silent System sowie die Kompatibilität zu RAM-Kits mit hohen Heatspreadern, wie sie viele OC-Kits mitbringen, derzeit hoch im Kurs vieler Käufer steht. Oftmals schränkt einen die Kompatibilität von größeren CPU Kühlern stark in der Wahl des Arbeitsspeichers (oder umgekehrt) ein, da sonst einige Slots von den vorstehenden Lüftern des Kühlers verdeckt werden und somit nicht mehr mit RAM bestückt werden können.

Wir werden daher im Test untersuchen, ob die angepriesene Benutzerfreundlichkeit bei der Montage wirklich gegeben ist und wie sich der Kühler im Vergleich zur Konkurrenz schlagen kann. Diese besteht weiterhin vor allem aus den Klassikern wie z.B. dem Noctua NH-D14 SE2011, Phanteks PH-TC14PE_BK sowie dem EKL Alpenföhn K2. Doch auch kleinere und günstigere Tower-Kühler befinden sich in unserer Vergleichsdatenbank. Dabei werden wir natürlich auch das im mittleren Preissegment so wichtige Preis-Leistungs-Verhältnis nicht aus den Augen verlieren.

Last but not least wäre zu erwähnen, dass unsere Testdatenbank seit dem Revival unserer CPU-Kühlertests durch das große Twin-Tower Round-up deutlich angewachsen ist und das Testsystem nun Platz im neuen und großen NZXT Phantom 820 gefunden hat. Das neue Testsystem bietet somit für alle möglichen Kühler inklusive größere AiO-Wasserkühlungen Platz und ist somit deutlich zukunftssicherer. Weitere Kühler in der Vergleichsdatenbank, und somit direkte Konkurrenten des Scythe Ashura, sind normale Tower-Kühler wie der Akasa Venom, der Prolimatech Megahalems Black, der Arctic Cooling Freezer i30 oder auch der Alpenföhn Brocken 2.

Weiterhin werden wir zukünftig noch den beliebten Scythe Mugen 3 sowie den Prolimatech Genesis in die Vergleichsdatenbank aufnehmen.

Bevor wir uns nun also einer näheren Detailbetrachtung widmen, hier der Scythe Ashura in der Kurzübersicht:

Spezifikationen
KühlernameScythe Ashura
Straßenpreis bei Release 38,78 Euro (UVP: 42,95 Euro)
Homepage http://www.scythe-eu.com
Maße 9,0 cm (L) x 14,5 cm (B) x 16,1 cm (H)
Material Kupfer (Bodenplatte und Heat-Pipes),
Aluminium (Kühlrippen)
Besonderheit: Vernickelter Kupferboden
Kühlertyp Tower-Kühler
Serienbelüftung 1x 140 mm GlideStream PWM
Sockel AMD: AM2, AM2+, AM3, AM3+, FM1, FM2 
Intel: 775, 1150, 1155, 1156, 1366, 2011
Gewicht 898 Gramm
Herstellergarantie 2 Jahre

Alle aktuellen Sockel werden unterstützt, auch der neuere Sockel 1150 für Intels Haswell-Prozessoren ist bereits mit dabei.


Widmen wir uns zunächst, wie üblich, der Verpackung und ein paar generellen Informationen zum Scythe Ashura.

Wie im mittleren Preissegment meist üblich, sind alle Informationen auf der Verpackung auf Englisch, die Montageanleitung ist allerdings in mehrsprachiger Ausführung gedruckt. Auf der Website von Scythe finden sich alle weiterführenden Informationen zum Kühlkonzept und Kühler selbst allerdings auch in deutscher Sprache. Außerdem finden sich dort auch die kompletten Spezifikationen zum Kühler und dem beiliegenden Lüfter.

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Scythe Ashura

Auf der Vorderseite der Box befinden finden sich neben dem obligatorischen Bild des Kühlers sowie der zugehörigen Lüfter die ersten relevanten Informationen zum Produkt. So wird zum einen auf den weiten Einsatzbereich, nämlich in Silent System aber auch für OC-Systeme, des Kühlers hingewiesen. Außerdem werden wir über den beiliegenden 140 mm GlideStream PWM-Lüfter informiert.  Des Weiteren weist Scythe darauf hin, dass der Kühler aufgrund einer besonderen Heatpipe-Struktur sowie sehr eng aneinanderliegender Finnen eine hohe Kompatibilität besitzt. Außerdem wird angegeben, dass der Kühler in folgenden Systemen eingesetzt werden kann: Intel Sockel 775, 1150, 1155, 1366, sowie AMD  AM2, AM2+, AM3, AM3+, FM1, und FM2.

Weiterhin wird darauf hingewiesen, dass dem Lieferumfang noch zwei zusätzliche Klammern zur Montage eines zweiten Lüfters beiliegen. So könne die Kühlleistung des Ashura noch gesteigert werden. Ob dies den Tatsachen entspricht und wie hoch diese Leistungssteigerung ausfällt, werden wir natürlich an gewohnter Stelle untersuchen. Außerdem befindet sich an der Oberseite des Kühlers noch eine Liste des kompletten Zubehörs, das dem Lüfter beiliegt bzw. beiliegen sollte – vorbildlich!

Auf den beiden Seiten der Box finden wir noch knappe Informationen zum stufenweisen Montage-Kit, das eine Befestigung auf diversen Sockeln sowie eine Montage in diverse Richtungen erlauben soll. Außerdem gibt Scythe die exakten Maße des Kühlerkörpers sowie des Lüfters an, damit sich geneigte Käufer gleich über die mögliche Kompatibilität zu ihrem Gehäuse informieren können.

Öffnet man die Box, lassen sich der Kühlkörper, die Box mit Zubehör und der Lüfter separat und einfach entnehmen. Doch sehen wir uns zunächst einmal den beiliegenden Lüfter, den 140 mm durchmessenden GlideStream PWM, genauer an.

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Der 140 mm GlideStream PWM

Der Lüfter ist wie die meisten Lüfter 25 mm tief und besitzt ein Sleeve-Kugellager, läuft laut Herstellerangaben mit bis zu 1300 Umdrehungen pro Minute (unser Modell schaffte allerdings ganze 1520 Umdrehungen pro Minute) und erzeugt dabei einen Luftdurchsatz von bis zu 165 m³/h bei einer Lautstärke von bis zu 30,7 dB(A). Klammern zur Befestigung des Lüfters liegen dem Lieferumfang bei, auf Clips zur Befestigung der Klammern an den Lüftern wurde leider verzichtet. Als nette Dreingabe ist aber zu bemerken, dass Scythe noch zwei weitere Klammern beilegt und somit die Montage von zwei Lüftern auf dem Kühler möglich macht, sollte dies denn vom Käufer denn gewünscht werden. Der zweite Lüfter, mit Produktnummer SY1425HB12M-P, muss dafür aber extra erworben werden.

Weiterhin gilt es zu bemerken, dass die Bohrungen des Lüfters die Abstände eines üblichen 120-mm-Lüfters aufweisen. Die beiliegenden Klammern sind somit natürlich für Lüfter dieser Größe ausgelegt, was eine Montage jedes beliebigen 120-mm-Lüfters möglich macht – 140-mm-Modelle mit normalem Rahmen können dafür leider nicht angebracht werden.

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Das gesamte Zubehör

Weiterhin im Lieferumfang befinden sich ein Montageset für Intel Sockel 775, 1150, 1155, 1366 sowie AMD Sockel AM2, AM2+, AM3, AM3+, FM1, und FM2, besagte Klammern sowie eine winziges Tütchen Wärmeleitpaste. Dieses sollte aber immerhin für ein paar Anwendungen reichen. In diesem Test kommt allerdings, um die Vergleichbarkeit aller Kühler zu gewährleisten, natürlich unsere Referenzwärmeleitpaste – siehe Testsystem – zum Einsatz.


Sowohl die Verarbeitung des Kühlkörpers selbst als auch die des Zubehörs und auch die der Box selbst sind wertig und können uns ohne Beanstandung überzeugen.

Es handelt sich, wie bereits eingangs erwähnt, beim Kühlkörper des Ashura um einen klassischen Tower-Kühler, der laut Scythe den Anspruch hat besonders kompakt zu sein und so eine hohe Kompatibilität mit einer Vielzahl an Gehäusen und RAM-Riegeln mit hohen Heatspreadern zu besitzen. Dies gelingt aufgrund seiner Größe von 9,0 (L) x 14,5 (B) x 16,1 (H) cm allerdings nicht ganz – Kühler der direkten Konkurrenz sind da zuweilen noch ein kleines Stück kompakter.

Um dies zu bewerkstelligen, hat Scythe die insgesamt sechs Sechs-Millimeter-Heatpipes leicht asymmetrisch gestaltet und verbaut, sodass der Tower bzw. Radiator des Kühlers leicht nach hinten versetzt ist und trotz montiertem Lüfter die RAM-Slots nicht überdeckt. Somit können tatsächlich auch RAM-Kits mit hohen Heatspreadern verbaut werden, ohne dass diese an die Unterseite des Lüfters anstoßen. Dies dürfte durchaus für viele Nutzer zu begrüßen sein, da RAM-Riegel mit hohen Heatspreadern durchaus hoch im Kurs stehen. Bemerkenswert ist dabei, dass es Scythe gelingt, trotzdem noch auf einen Lüfter mit vollen 25 mm Dicke setzen zu können und somit die Kühlleistung nicht durch einen Slim-Lüfter beeinträchtigen zu müssen.

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Der Ashura in Seitenlage

Der Boden sowie die Heatpipes des Ashura sind aus Kupfer gefertigt, die Bodenplatte, welche die Kontaktfläche zur CPU darstellt, wurde dabei aber äußerlich vernickelt. Es bleibt zu bemerken, dass die Bodenplatte nicht vollständig plan, sondern nachträglich minimal konvex geschliffen worden ist.

Die besagten Heatpipes sind mit den insgesamt 50 Lamellen des Radiators verbunden. Der Abstand derselben beträgt zwei Millimeter, ein eher großer Abstand, der gewährleisten soll, dass auch bei geringer Drehzahl der Lüfter noch genug Luft aus den Zwischenräumen abführen kann.

Auf der Oberseite des Radiators wurde eine solide Kopfplatte mit Scythe-Logo verbaut, die komplett schwarz gefärbt ist und dem Kühler einen durchaus wertigen Eindruck verschafft. An den Seiten des Radiators befinden sich noch jeweils zwei Aussparungen für die Klammern zur Befestigung der Lüfter.

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Boden und Heatpipes des Ashuras

Die Kühlfinnen des Radiators wurden sauber entgratet und es wurden im Test keinerlei scharfe Kanten oder Ecken gefunden, an denen sich der Nutzer eventuell verletzen könnte. Die Heatpipes sind darüber hinaus sauber in den Kühler eingearbeitet worden und auch hier gibt es keinen Anlass zur Kritik.

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Seitenprofil des Kühlkörpers

Die Montage des Kühlers gelingt geübten Händen in wenigen Minuten und ist alles in allem durchaus komfortabel. Weiterhin gelang es den Kühler zu montieren, ohne das Mainboard dafür extra aus dem Case entfernen zu müssen. Zunächst werden, wie bei der Montage auf Sockel 2011 üblich, die mitgelieferten Bolzen in die Gewinde des Sockels geschraubt. Auf diesen werden daraufhin die zwei Intel Montagestege gelegt, welche von jeweils zwei normalen Schrauben befestigt und somit in Position gehalten werden.

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Frontalansicht

Als letzten Montageschritt platzierten wir den Kühler mit Querschiene auf der CPU und brachten diese in Position, bis die Querschiene und die zwei Schrauben am Montagesteg „andockten“ und festgeschraubt werden konnten. Der Montagesteg ist leider, im Gegensatz zu anderen Kühlern, die wir zuletzt im Test hatten, nicht fest auf dem Kühlkörper befestigt – allerdings wird er von einigen Arretierungen in Position gehalten und verrutscht daher nicht, wie manch andere Lösung anderer Hersteller. Ein komplett festschraubbarer Montagesteg wäre dennoch die optimale und komfortablere Lösung gewesen.

Ein Wechsel der CPU ist trotz dieses kleineren Kritikpunktes spielend in wenigen Minuten möglich. 

Was die Montage auf anderen Sockeln betrifft, so bleibt festzuhalten, dass Scythe sich diesmal vom alten Montagesystem verabschiedet hat, welches sich auf die vom Prozessorhersteller vorgesehenen Montagesysteme, also an den Push-Pins bei Intel und den Klammern bei AMD, orientierte. Beim Ashura hat sich Scythe dagegen für ein eigenes neues und stufenweises Montagesystem entschieden. Während Nutzer mit Intel-Systemen weniger Sorgen haben, ist bei AMD System als erster Schritt noch die Entfernung der Klammerhalterung notwendig.

Nachdem der Kühlkörper fest auf dem Mainboard angebracht wurde, werden nun in einem letzten Schritt noch die Lüfter befestigt. Dies geschieht, indem sie mit den beiliegenden Bügeln am Kühlkörper befestigt werden. Dabei ist anzumerken, dass die Klammern nur für 120-mm-Lüfter, wie die beiden beigelegten Serienlüfter, ausgelegt sind. Allerdings können natürlich auch 140-mm-Lüfter, die den normalen Lochabstand von 12 mm besitzen, angebracht werden.

Das Einhängen der Lüfter ist problemlos möglich, auch wenn es schöner gewesen wäre, wenn die Klammern mit Clips an den Lüftern befestigt werden könnten. Somit wäre vermieden worden, dass die Klammern aus den Löchern der Lüfter wieder herausrutschen, bevor dieser seine endgültige Montageposition erreicht hat.

Abschließend lässt sich sagen, dass der Ashura einen sehr positiven Ersteindruck hinterlässt. Gerade für einen Kühler im mittleren Preissegment wurden viele Dinge sehr durchdacht umgesetzt und auch die Montage gelingt ohne große Komforteinbußen. Umso gespannter werden wir uns nun den weiteren Messungen und Testresultaten widmen und sehen, ob der Ashura dort ebenso glänzen kann.

Weitere Impressionen des Scythe Ashura finden sich in unserer Fotostrecke.

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Wie eingangs erwähnt, kam es seit unserem letzten Twin-Tower-Kühler Round-up zu einigen Änderungen in unserem Testsystem. Dieses hat nun in einem NZXT Phantom 820 eine größere Behausung gefunden, die Platz für alle möglichen Kühler inklusive größere AiO Wasserkühlungen bietet und somit zukunftssicherer ist. Außerdem kommt nun ein Fanless-Netzteil von Seasonic zum Einsatz, was uns noch genauere und aussagekräftige Lautstärkemessungen erlaubt, da ein weiterer Störfaktor für die Messungen eliminiert werden konnte.

Zur Bewertung der Kühlleistung kam also folgendes, neues, Testsystem zu Einsatz:

Testsystem
Prozessor Intel Xeon E5 2678W
Mainboard ASUS P9X79 WS (UEFI Version 3306)
Arbeitsspeicher Samsung Green Series 16GB CL11-11-11-28
Grafikkarte Zotac GeForce GT 640 Zone Edition
Festplatte Intel SSD 330 Series 120GB
Netzteil Sea Sonic Platinum Series Fanless 460W
Gehäuse NZXT Phantom 820
Wärmeleitpaste Arctic Cooling MX-4
Gehäusebelüftung 3x NZXT FS 200RB (Deckel & Vorne)
1x be quiet! Shadow Wings SW1 140mm (Hinten)
Betriebssystem Windows 7 Ultimate x64 (Service Pack 1)

Die Gehäuselüfter liefen bei allen Tests normiert auf ca. 500 RPM, damit die großzügig dimensionierte Gehäusebelüftung die Kühlleistung der CPU Kühler nicht großartig limitiert, aber auch nicht für unrealistische und zu optimale Testbedingungen sorgt. Dies ist, so glauben wir, ein guter Kompromiss zwischen dem praxisnahen Test im Gehäuse bei gleichzeitiger Vermeidung subjektiver und negativer Einflüsse wie z.B. einem Hitzestau im Gehäuse.

Zur Beurteilung und Messung des Geräuschpegels des Kühlers werden die Gehäuselüfter dann per Lüftersteuerung angehalten, um den Geräuschpegel und Charakter nicht zu verfälschen. Die Messung selbst wird mit Hilfe eines VOLTCRAFT SL-200 Schallpegel-Messgerätes in 30 cm Abstand zur Seitenwand, hinter der sich besagter CPU-Kühler befindet, vorgenommen. Das Gehäuse ist dabei natürlich geschlossen.

Des Weiteren wurde die Raumtemperatur auf 20°C normiert und die aktuelle Abweichung dazu wird mit einem PEAKTECH Digital-Thermometer 5115 gemessen.

Mit Beginn des Stresstests starten wir auch die Zeitmessung, insgesamt 30 Minuten Prime95 26.6 muss jeder Kühler pro Testlauf über sich ergehen lassen. Das System wird mit einem sehr stark Hitze erzeugenden Custom Run mit einer FTT Size von 8K (Run in-place) belastet. Protokolliert werden die Temperaturen über den gesamten Zeitraum mit der Log-Funktion des Tools CoreTemp, wobei das arithmetische Mittel der maximal erreichten Temperatur in unsere Diagramme übernommen wird (abzüglich einer eventuellen Differenz zur normierten Raumtemperatur).


Als Wärmeleitpaste für alle Kühler kommt Arctic Coolings bekannte und beliebte Paste MX-4 zum Einsatz, die wir gleichmäßig mit einer alten Kreditkarte auf dem Heatspreader verteilen. Um die Kühler allesamt richtig fordern und auslasten zu können, wurde der Xeon E5 2678W außerdem für die OC Tests noch von 3,1 auf 3,6 Ghz übertaktet und mit 1,25V zusätzlich aufgeheizt.

Folgende Tools kamen bei den Messungen zum Einsatz, die Programmversion bleibt natürlich auch bei zukünftigen Tests immer gleich:

Die verwendete Software:

Die Testszenarien im Überblick:

In Folge der Messungen werden alle errechneten Temperaturwerte grafisch in Celsius aufgetragen und analysiert.


Es folgt wie gewohnt zunächst unser subjektiver Lautstärkeeindruck, bevor wir abschließend auf die tatsächlichen Messergebnisse des Schallpegels eingehen.

Subjektiver Lautstärkeeindruck Scythe Ashura
600 RPM Fast unhörbar, leichtes Klackern ab 20/30cm Distanz wahrnehmbar
1000 RPM Hörbares leises Rauschen mit sporadisch schrillem Unterton. Kein Klackern mehr vernehmbar
1550 RPM (Max) Lautes wahrnehmbares Rauschen mit ruhiger, noch angenehmer Charakteristik

Alles in allem kann uns der Serienlüfter des Scythe Ashura durchaus überzeugen. Zwar läuft der 140 mm GlideStream PWM, bei Betrachtung aus nächster Nähe, nicht völlig frei von Nebengeräuschen und fällt durch ein leichtes Klackern auf – aber auch nur dann, wenn man sich dem Lüfter auf 20-30 Zentimeter nähert. Doch dies ist in dieser Preisklasse nicht unüblich und ist aus größerer Distanz bzw. aus dem geschlossenen Gehäuse auch nicht mehr rauszuhören.  Im Alltagsbetrieb dürfte dies daher nicht auffallen, da bereits eine Festplatte oder der Lüfter eines Netzteiles diese Geräusche übertönen würde und der Großteil der Anwender deutlich weiter als 20 Zentimeter vom Tower entfernt sitzen dürfte.

Daher ist die Geräuschkulisse bei 600 Umdrehungen pro Minute durchaus als sehr leise und angenehm zu beschreiben. Dieses Rauschen wird bei 1000 Umdrehungen pro Minute etwas lauter und deutlicher wahrnehmbar, da sich darüber hinaus sporadisch ein leicht schriller Unterton bemerkbar macht. Dieser tritt allerdings nur bei einer Drehzahl um die 1000 Umdrehungen pro Minute auf und verschwindet schon bei leicht niedrigeren oder höheren Drehzahlen.

Bei voller Drehzahl, ganzen 1500 Umdrehungen pro Minute, ist es klar, dass die Geräuschkulisse nicht mehr als angenehm und unhörbar beschrieben werden kann. Das Rauschen wird deutlich lauter, ist aber zu keiner Zeit wirklich unangenehm, da das Geräusch eine sehr tiefe und ruhige Charakteristik hat. Dies ist vermutlich den mit zwei Millimetern Abstand eher breitmaschigen Kühlfinnen geschuldet.

Da wir uns aber nicht rein auf den subjektiven Eindruck verlassen wollen, wurde auch der tatsächliche Geräuschpegel mit Hilfe eines VOLTCRAFT SL-200 Schallpegel-Messgerätes, in 30cm Abstand zur Seitenwand des geschlossenen Gehäuses, hinter der besagter CPU Kühler verbaut ist, vorgenommen:

Die Messungen unseres Schallpegel-Messgerätes bestätigen unseren subjektiven Eindruck und bescheren dem Scythe Ashura bei 600 Umdrehungen pro Minute die Spitzenposition im Testfeld – zusammen mit dem Alpenföhn Brocken 2. Allerdings liegt das Testfeld bei 600 Umdrehungen pro Minute sehr eng zusammen und keiner der getesteten Kühler fällt negativ auf. Meist entscheidet daher rein der subjektive Eindruck und auch bei diesem macht der Ashura einen durchaus positiven Eindruck.

Bei 1000 Umdrehungen pro Minuten kann sich der Scythe Ashura dagegen nur im Mittelfeld platzieren. Dies stimmt mit unserem subjektiven Eindruck überein, denn schon zuvor vermuteten wir, dass 1000 Umdrehungen dem Scythe Ashura nicht so zu liegen scheinen. Sowohl mit mehr als auch mit etwas weniger Umdrehungen lief der 140 mm GlideStream PWM etwas ruhiger.

Bei voller Drehzahl nimmt der Scythe Ashura erneut nur einen Platz im Mittelfeld ein. Dies ist allerdings der mit 1500 Umdrehungen pro Minute relativ hohen Drehzahl geschuldet. Wie wir bereits bei den subjektiven Eindrücken feststellen konnten, bleibt die Akustik trotzdem noch sehr angenehm. Zumindest silent-affine Nutzer werden die Drehzahl hier dennoch etwas zurückdrehen wollen.

Wir dürfen also gespannt sein, wie sich die Kühlleistung des Scythe Ashura im Vergleich zur direkten Konkurrenz einordnen wird.


Die Gehäuselüfter laufen bei allen folgenden Tests auf 100%, d.h. mit vollen 12V, damit die Kühlleistung der CPU-Kühler nicht durch einen Hitzestau im Gehäuse ausgebremst wird. Dies ist natürlich besonders bei den passiven Tests von essenzieller Bedeutung.

Im passiven Betrieb, also ohne aktive Lüfter am Kühler, ordnet sich der Scythe Ashura genau da ein, wo es für einen Tower-Kühler dieses Formats zu erwarten war. Sowohl Twin-Tower-Kühlern als auch Tower-Kühler mit einem größeren Tower bzw. zweigeteilter Radiator Fläche, wie der Alpenföhn Brocken 2, können sich hier vom Scythe Ashura absetzen.

Dem Ashura gelang es zwar noch die hitzigen acht Kerne unseres Xeon E5 2678W relativ deutlich innerhalb seiner thermischen Spezifikationen zu betreiben, dennoch gibt es eindeutig bessere Optionen, sofern man einen passiven Betrieb plant.

Trotz der etwas kleineren Konstruktion, die der Gewährleistung einer hohen RAM-Kompatibilität dient, kann der Scythe Ashura aber auch bis zu einem gewissen Grad als semi-passiver Kühler eingesetzt werden, sofern die Gehäusebelüftung dies zulässt.


Im nächsten Test begutachteten wir die Leistung des Kühlers mit dem Serienlüfter auf jeweils 600 und 1000 Umdrehungen pro Minute sowie seiner vollen Leistung. Der Prozessor wurde dabei noch nicht übertaktet.

Der Ashura kann sich bei 600 Umdrehungen pro Minute im oberen Mittelfeld und nur sehr knapp hinter den größeren Twin-Tower Kühler einreihen, was angesichts der kleineren Größe und des reduzierten Gewichts doch ein sehr gutes Ergebnis ist.

Bei 1000 Umdrehungen pro Minute zeigt sich ein sehr ähnliches Bild, lediglich der Alpenföhn K2, ein größerer Twin-Tower-Kühler, kann sich am Scythe Ashura vorbeischieben. Für einen klassischen Tower-Kühler ist dies dennoch eine super Platzierung.

Bei voller Leistung, also maximaler Drehzahl der Lüfter, zeigt der Scythe Ashura erneut eine starke Performance – auch wenn es hier zwischen einigen Kühlern kaum Unterschiede gibt. Der Scythe Ashura sichert sich, zusammen mit drei anderen Konkurrenten, den fünften Platz im Testfeld.

Generell rückt das Testfeld, wie bereits erwähnt, näher zusammen und die Leistungswerte zeigen auf, dass noch keiner der Kühler ein größeres Problem hat, die acht Kerne unseres Intel Xeon E5 2678W auf Standardtakt ausreichend kühl zu halten.

Sehen wir uns also an, wie sich unser Proband schlägt, wenn die CPU zusätzlich noch übertaktet wird und somit einiges mehr an Hitze erzeugt, welche abgeführt werden muss.


Unser Intel Xeon E5 2678W wurde nun von 3,1 auf 3,6 Ghz übertaktet und zusätzlich mit 1,25V befeuert, um zusätzliche Hitze zu produzieren und die Kühler mit genug Abwärme zu versorgen, sodass diese besser glänzen können.

Den übertakteten Intel Xeon E5 2678W bei 600 Umdrehungen pro Minute ausreichend zu kühlen, ist die schwerste Aufgabe im Testparcours und trennt die Spreu vom Weizen. 

Verständlicherweise wird die Differenz zu den größeren und kühlstärkeren Kollegen unter den Twin-Tower Kühlern etwas größer, doch Scythe Ashura schafft es erneut sich im oberen zu platzieren und lediglich der Gelid „The Black Edition“ konnte hier an ihm vorbei ziehen.

Ein ähnliches Bild zeigt sich auch bei 1000 Umdrehungen pro Minute. Als Besonderheit sei hier bemerkt, dass der kleine Arctic Cooling Freezer i30 hier sowohl am Testkandidat Scythe Ashura als auch am „The Black Edition“ und Alpenföhn K2 vorbeiziehen kann, da dieser durch seine Bauart bedingt besonders positiv auf schneller drehende Lüfter anspricht.

Der Scythe Ashura platziert sich erneut im oberen Mittelfeld auf einem exzellenten vierten Platz. Lediglich die beiden größeren Twin-Tower-Titanen Noctua NH-D14 und Phanteks PH-TC14PE, sowie der eben bereits erwähnte Arctic Cooling Freezer i30, können sich vor dem Ashura platzieren.

Auch bei vollen Drehzahlen, also bei maximaler Leistung, zeigt sich erneut ein sehr ähnliches Bild. Das Testfeld rückt erneut näher zusammen und der Scythe Ashura erreicht hier mit 59,75 °C erneut ein super Ergebnis, auch wenn sich die Platzierung hier etwas zu Ungunsten des Ashuras verschoben hat. Allerdings trennen die Kühler hier Unterschiede von nicht mal einem Grad Celsius, wir befinden uns also an der Grenze der Messgenauigkeit.


Um die rohe Kühlleistung der Probanden fair vergleichen zu können, haben wir alle Kühler mit denselben Referenzlüftern bestückt. Als Referenzlüfter kamen die leistungsstarken und beliebten Noctua NF-P14 FLX mit 140mm und bis zu 1300 Umdrehungen pro Minute zum Einsatz. Falls diese keinen Platz fanden, kamen die kleineren Noctua NF-F12 mit 120mm und bis zu 1500 Umdrehungen pro Minute zum Einsatz. Bei Kühlern und Radiatoren mit Platz für echte 140mm Lüfter mit 140mm Bohrungen kommen Noctua NF-A14 FLX mit bis zu 1200 Umdrehungen pro Minuten zum Einsatz. 

Bei dem uns vorliegenden Kühler, dem Scythe Ashura, kam erneut ein Noctua NF-P14 FLX als Referenzlüfter zum Einsatz, der auf dem Scythe Ashura exzellent Platz fand, da dieser für Lüfter mit 120 mm Bohrungen konzipiert wurde.

Unser Referenzlüfter scheint dem Ashura nicht sonderlich zu liegen. Bei 600 Umdrehungen pro Minute, also bei gleicher Drehzahl wie beim Serienlüfter, verschlechtert sich die Leistung um ganze 2 °C. Im Vergleich zur Konkurrenz fällt der Ashura dadurch auch ein gutes Stück zurück und landet im hinteren Ende des Mittelfeldes.

Eine mögliche Erklärung dieses Phänomens ist, dass der NF-P14 FLX nicht ganz bündig auf dem Radiator des Ashura aufliegt und der Zwischenraum zwischen Lüfter und Finnen der Kühlleistung logischerweise nicht gerade zuträglich ist.

Außerdem hinkte der Ashura schon beim passiven Test etwas zurück, was ebenso Rückschlusse auf die tatsächliche Kühlleistung des Kühlkörpers schließen lässt. Scheinbar rührt ein Großteil der guten Ergebnisse mit Serienbelüftung von der Leistungsfähigkeit und dem Fördervolumen des Serienlüfters her. Zwischen dem Kühlkörper und dem 140 mm GlideStream-Lüfter scheint es also eindeutig einen Synergieeffekt zu geben.

Bei 1000 Umdrehungen pro Minute sieht das Bild ähnlich aus. Der Nachteil durch den Referenzlüfter verkleinert sich allerdings etwas auf nur noch ein halbes Grad.

Somit platziert sich der Ashura erneut, wenn auch etwas besser, im hinteren Teil des Mittelfeldes.

Exakt dasselbe Bild zeichnet sich auch beim der maximalen Drehzahl, in diesem Fall 1250 Umdrehungen pro Minute, ab. Der Ashura platziert sich erneut im hinteren Teil des Mittelfeldes und performt um 1,25 °C schlechter als der Serienlüfter. Dabei darf aber nicht vergessen werden, dass dieser mit ganzen 300 Umdrehungen pro Minute schneller zu Werke geht.


Auch mit Referenzlüftern musste sich unser Proband noch unserem auf 3,6 GHz übertakteten Intel Xeon E5 2678W mit 1,25V stellen.

Während einige der Konkurrenten es nur noch knapp oder gar nicht mehr schaffen, den Intel Xeon E5 2678W noch innerhalb seiner thermischen Spezifikationen zu betreiben, liefert der Scythe Ashura mit 72,25 °C noch ein solides Ergebnis.

Erneut zeigt sich eben besprochenes Phänomen: Unser Referenzlüfter, ein Noctua NF-P14 FLX, scheint dem Ashura nicht zu liegen und die Leistung verschlechtert sich um Vergleich zum Serienlüfter um ein halbes Grad Celsius.

Im Vergleich mit der direkten Konkurrenz fällt der Ashura daher erneut etwas ab.

Auch bei 1000 Umdrehungen pro Minute sieht die Sachlage nicht viel anders aus, auch wenn sich die Position des Ashuras erneut minimal verbessert.

Dennoch bleibt der Ashura mit Serienlüfter um etwas mehr als ein Grad Celsius kühler.

Auch bei maximaler Drehzahl sieht es nicht viel anders aus. Der Ashura kann erneut etwas aufschließen, doch gerade bei maximaler Drehzahl bleibt er mit Serienlüfter (da 300 Umdrehungen pro Minute schneller) ganze zwei Grad kühler.

Im Vergleich zur Konkurrenz landet der Ashura erneut im Mittelfeld.

Trotz des negativen Einflusses des Referenzlüfters liefert der Ashura aber dennoch konkurrenzfähige und solide Werte. Auch unser auf 3,6 Ghz übertaktete Intel Xeon E5 2678W stellt für den Ashura keine unüberwindbare Hürde da.

Ein Wechsel des Lüfters, sollte dies vom Käufer denn gewünscht werden, macht allerdings wohl nur bedingt Sinn. Zumindest raten wir davon ab, einen Noctua NF-P14 FLX zu verwenden, da sich mit diesem – wie wir gezeigt haben - die Kühlleistung des Ashuras definitiv verschlechtert.


Wie eingangs bereits erwähnt, gibt Scythe den Kunden die Möglichkeit einen zweiten Lüfter zu montieren und legt die dafür erforderlichen zusätzlichen Klammern dem Lieferumfang bei.

Daher wollen wir die Chance nicht ungenutzt verstreichen lassen und untersuchen, inwiefern ein zweiter Lüfter die Leistung des Kühlers noch verbessern kann.

Besagte Klammern wurden also genutzt, um einen weiteren Noctua NF-P14 FLX auf dem Kühlerkörper zu montieren. Beide Referenzlüfter wurden mit einem Y-Kabel verbunden und gemeinsam geregelt. Die Anordnung der Lüfter erfolgte in der vorgesehen Push-Pull Konstellation.

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Scythe Ashura mit doppelter Referenzbelüftung

Zur Vereinfachung der Untersuchung kam lediglich das anspruchsvollste Testszenario zum Einsatz, in dem unser Intel Xeon E5 2678W auf 3,6 Ghz übertaktet wurde.

Folgende Werte ergaben sich im direkten Vergleich:

Bei 600 Umdrehungen pro Minute lohnt sich der Einsatz eines zweiten Lüfters, wie zu erwarten war, erfahrungsgemäß am meisten, da die Hitze gebündelt und somit besser von der Radiatorfläche weg befördert werden kann. Der Ashura blieb hier mit zwei Lüftern gleich ganze 6,5 °C kühler als nur mit einem Lüfter.

Bei 1000 Umdrehungen pro Minute schrumpft die Differenz zwischen einem und zwei Referenzlüftern auf nur noch 2,75 °C und wird somit schon etwas kleiner. Bei maximaler Drehzahl schrumpft der Vorteil, den ein zweiter Lüfter bringt, abermals um ein Grad auf nur noch 1,75 °C.

Einen zweiten Lüfter einzusetzen macht daher insbesondere dann Sinn, wenn der Scythe Ashura mit niedrigen Drehzahlen betrieben werden soll. In diesem Fall kann man mit einer Verbesserung der Temperaturen um bis zu ca. 6,5 °C rechnen.


Für 38,78 Euro (UVP von 42,95 Euro) schnürt Scythe mit dem Ashura ein sehr rundes Paket. Die Verarbeitung des Kühlkörpers lässt keinen Anlass zur Kritik, das beigelegte Zubehör ist umfangreich und ermöglicht eine universelle Montage auf nahezu jedem Sockel und Mainboard.

Aufgrund der asymmetrischen Bauweise der Heatpipes ist der Kühler darüber hinaus zu RAM-Kits mit hohen Heatspreadern kompatibel und kann daher auch von Fans besonders taktfreudiger RAM-Riegel eingesetzt werden – ohne dabei auf sonderlich viel Kühlleistung verzichten zu müssen.

Natürlich leisten einige der größeren Konkurrenten, meist im Twin-Tower-Format, noch ein gutes Stück mehr und halten die CPU noch einige Grad kühler. Doch diese kosten dann meist auch fast das Doppelte. Ein 140-mm-Lüfter in dieser Preisregion ist auch eher selten und bisher sehr beliebte Kühler mit ähnlichem Preis, wie der Scythe Mugen 3, haben nur ein 120-mm-Pendant im Lieferumfang. Erfahrungsgemäß können 140-mm-Lüfter besonders bei niedrigen Drehzahlen noch mehr leisten und bleiben dabei auch eine Note leiser.

Dass Scythe mit dem beigelegten Serienlüfter, dem 140 mm GlideStream PWM, so einiges richtig macht, zeigen die positiven Ergebnisse. Obwohl der Kühlkörper bei den passiven Tests und auch bei den Tests mit Referenzlüfter noch etwas hinter der direkten Konkurrenz, wie z.B. dem Alpenföhn Brocken 2 oder Matterhorn Pure hinterherhinkt, kann der Ashura bei der Serienbelüftung so richtig punkten und an der Konkurrenz und auch einigen der kleineren Twin-Tower Modellen vorbeiziehen. Kühlkörper sowie Lüfter scheinen hier vorbildlich zusammenzuspielen.

Umso erfreulicher ist es, dass der beigelegte Lüfter akustisch einen guten Eindruck hinterlässt und nicht sonderlich durch Störgeräusche auffällt. Lediglich der Betrieb mit 1000 Umdrehungen pro Minute sagte ihm nicht ganz zu – sowohl mit mehr als auch mit weniger Umdrehungen ging er aber deutlich angenehmer zu Werke. Selbst mit voller Drehzahl, bei unserem Sample ganzen 1500 Umdrehungen pro Minute, blieb die Akustik durch das tiefe und ruhige Laufgeräusch und Rauschen des Lüfters noch halbwegs angenehm. Aber auch silentaffine Nutzer kommen auf ihre Kosten und können den Lüfter auf 600 Umdrehungen oder weniger herunter regeln und erhalten so einem durchaus Silent tauglichen und ruhigen Kühler.

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Für den aufgerufenen Preis erhält man also eine ausgezeichnete Kühlleistung, die nur wenige und teils deutlich teurere Kühler übertrumpfen können. Dafür muss man nur sehr wenige Einbußen beim Komfort der Montage machen, wie zum Beispiel der Fakt, dass die Klammern nicht fest an den Lüftern zu befestigen sind. Wenn ein zweiter Lüfter montiert wird, was dank der Beilage entsprechender Klammern von Scythe unterstützt wird, lässt sich die Kühlleistung im niedrigen Drehzahlbereich noch um knapp 7 °C steigern.

Alles in allem können uns sowohl die Leistung als auch der für diese Leistung aufgerufene Preis des Kühlers überzogen, wir vergeben daher unseren Preis-Leistungs Award.

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Positive Aspekte des Scythe Ashuras:

Negative Aspekte des Scythe Ashuras: