XXL-Test: Aktuelle Twin-Tower-Kühler im Vergleich

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LogoFür das Anlegen straffer Übertaktungsschrauben oder eines besonders leisen Kühlkonzepts sind vor allem leistungsstarke Kühlboliden gefragt. Nahe oder gar jenseits der magischen Marke von einem Kilogramm trifft man dabei besonders häufig auf das Konstruktionsprinzip der Twin-Tower-Kühler. Die Sandwitch-Bauweise der Kühltürme sticht dabei nicht nur durch ihre recht großzügigen Ausmaße hervor, sondern auch mit der meist üppig bemessenen Lüfterausstattung von bis zu drei Ventilatoren. Dass diese kleine Materialschlacht nicht gerade günstig zu haben ist, scheint einzuleuchten. Eine Investition jenseits der 70 Euro ist nicht ungewöhnlich und zählt zum gehobenen Ton, Klotzen statt Kleckern ist hier das Motto.


Die Redaktion hat sich fünf Vertreter der jüngst vorgestellten Generation ins Testlabor bestellt und einmal genauer hingeschaut, was Alpenföhns K2, der PH-TC14PE von Phanteks, Thermalrights Silver Arrow SB-E, der Zero Infinity Free Flow+ und der Dark Rock Pro 2 von be quiet alles zu bieten haben.

Als erster Stelle widmen wir uns dem K2 aus dem Hause Alpenföhn. Die Namensgebung kommt dabei nicht von ungefähr, der K2 an der Grenze zu Pakistan und China ist mit stolzen 8611 Metern der zweithöchste Berg der Erde. Mit ganzen 16 Zentimetern ist der Pedant aus Aluminium und Kupfer zugegeben einen Hauch kleiner geraten. Mit einem Preis von 54,94 Euro - Stand Preisvergleich 18.04.2012 - ist er zugleich aber auch der günstigste des Quintetts. Gerade noch auf der Cebit gezeigt, fand sich der Dark Rock Pro 2 von be quiet auf unserem Teststand ein. Im Unterschied zum Vorgänger kommt ein größerer zentral befestigter Lüfter mit einem Durchmesser 135 Millimetern zum Einsatz, ebenso wurde die Montage überarbeitet. Punkten möchte man mit einer dezent eleganten Optik samt schwarzer Vernickelung, gebürstetem Aluminium und den zwei laufruhigen Lüftern. 

Die Bezeichnung PH-TC14PE, die Phanteks seinem ersten Kühler aufdrückte, wirkt zugegeben etwas kryptisch. Nicht weniger Erstaunen ruft auch sein Preis auf, mit stolzen 79,90 Euro bis 84,84 Euro - Stand Preisvergleich 18.04.2012 - je nach Farbversion ist er der mit Abstand teuerste Kühler im Test. Dafür darf man zumindest in Sachen Optik unter vier verschieden farbigen Eloxierungen wählen. Der Silver Arrow SB-E setzt das Konzept des "alten" Silver Arrow fort, erfuhr jedoch die ein oder andere Überarbeitung. Insbesondere die massivere Bestückung mit Heatpipes und der mit stolzen 150 Millimetern überdurchschnittlich groß geratene mittige Lüfter sollen bei den PC-Schraubern ankommen. Last but not least steht der Zero Infinity Free Flow+ auf unserer Liste. Mit insgesamt drei 140-Millimeter-Lüftern, einem Kampfgewicht von über 1,5 Kilogramm und einer Höhe von 17 Zentimetern schießt der sprichwörtlich den Vogel ab und erforderte einige kreative Ansätze bei der Montage.

Ob sich der fast schon verschwenderische Einsatz von Kupfer und Aluminium letztendlich gelohnt hat oder eher eine erhöhte Fettleibigkeit und verkrampfte Haltungen bei der Montage die Folge der Materialschlacht sind, haben wir auf den nächsten Seiten ausführlich protokolliert.


Zu den Mitgaben des Alpenföhn K2 zählen der Kühlkörper, jeweils ein 120- und 140-Millimeter-Lüfter mit gummierten Rahmen, ein 7-Volt-Molex-Spannungsadapter, eine Tube Wärmeleistpaste, das Montagematerial und die obligatorische Montageanweisung. Ein Y-Adapter ist in einem Lüfterkabel integriert.

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Der K2 als typischer Twin-Tower-Kühler gehört mit 1,4 Kilogramm schon nicht mehr zur zierlichen Gattung. Der Lamellenabstand von zwei Millimetern fällt in die übliche "Standard-Kategorie" und hat sich als Mittelweg zwischen durchzugsstarken Lüftersetups und minimaler Belüftung bewiesen. Die Lamellen sind zu den Seiten hin verschlossen, um einen Unterdruckeffekt und damit einen leichten Sog in Richtung des Luftstroms zu erzeugen. Fernerhin wurden die jeweils orthogonal zum Luftstrom verlaufenden Kanten markant eckig aus dem Aluminiumblech gefräst, um die Flusscharakteristika des Luftstroms weiter zu optimieren.

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Der Kühler verfügt über insgesamt acht sechs Millimeter dicke u-förmige Kupferkapillare, die die Wärme schnell von der planen, auf Hochglanz polierten Bodenplatte abführen sollen. Durch die massive Bestückung der Kühlerunterseite mit Heatpipes fällt diese ungewöhnlich groß aus und ragt doch deutlich über die Auflagefläche unseres Xeon W5590 hinaus.

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Die mitgelieferten Lüfter entstammen der hauseigenen Wing-Boost-Reihe, die wie der Kühler vom OEM-Fertiger Deepcool stammen. Der 120 Millimeter große Ventilator dreht dabei mit insgesamt 1460 Umdrehungen pro Minute, sein Kollege mit 140 Millimetern Durchmesser mit 1120 Touren. Fernerhin beträgt der Abstand der Bohrungen durch den runden Rahmen nur 120 Millimeter, sodass dieselben Lüfterklammern zum Einsatz kommen. Die Verbindung mit dem Mainboard erfolgt jeweils über einen 4-Pin-PWM-Anschluss. Der leicht gummiartige schwarze Sleeve ist sehr blickdicht und von guter Qualität.

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An der Verarbeitung gibt es insgesamt wenig auszusetzen, einen großen Anteil dürfte daran nicht zuletzt das massive Erscheinungsbild haben. Die Entgratung ist ok, an den langen äußeren Seiten der Twin-Tower ist sie durch die rautenförmigen Aussparungen aber etwas zu scharf geraten und könnte sorgfältiger ausgeführt sein.

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Werfen wir an dieser Stelle einen Blick auf die technischen Daten.

Hersteller und Bezeichnung EKL Alpenföhn K2
Straßenpreis 54,94 Euro, Stand Preisvergleich 18.04.2012
Homepage Alpenföhn.de
Technische Daten
Maße 12,5 cm (L) x 16,5 cm (B) x 16,0 cm (H) - mit Lüfter -
12,5 cm (L) x 14,0 cm (B) x 16,0 cm (H) - ohne Lüfter -
Material Kupfer, Aluminium, Poly-Kunststoff und Gummi
Kühlertyp Dual-Towerkühler
mitgelieferter Lüfter 1x 120 mm, 1460 Umdrehungen pro Minute bei 12 Volt; 1x 140 mm, 1120 Umdrehungen pro Minute bei 12 Volt
Sockel AMD: AM2, AM2+, AM3, AM3+
Intel: 775, 1155, 1156, 1366, 2011
Gewicht 1360 Gramm - mit Lüfter -
1050 Gramm - ohne Lüfter -

Wir bedanken uns bei Alpenföhn für die Bereitstellung des Kühlers.

Der K2 von Alpenföhn wird im Auftrag von EKL bei Deepcool produziert. So kommt auch dieser Proband mit der - bereits von anderen bei Deepcool gefertigten Kühlern - bekannten Montagevorrichtung aus, die für AMD- wie Intel-Systeme gleich abläuft. Zuerst wird auf der Rückseite die Backplate mit vier langen Schrauben befestigt, die auf der Sockelseite mit Plastikkappen in Position gehalten werden. Anschließend wird das Retention-Kit aufgelegt und mit vier Muttern gesichert. Der Kühler wird zu guter Letzt auf die mit Wärmeleitpaste benetzte CPU gesetzt und mit einem über der Bodenplatte positionierten Steg mit Rändelschrauben befestigt.

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Die Montage gelingt - nicht zuletzt dank der Größe - nicht ganz einfach, die durchdachte Verschraubung steht aber nicht im Weg und macht eine Befestigung auch mit eingebautem Mainboard möglich. Natürlich nur, sofern das Gehäuse auf der Rückseite über eine Aussparung auf Höhe des Sockels verfügt. Das große Aber zeigt sich allerdings in Form der Kombi-Backplate für AMD- und Intel-Sockel. 

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Der große 140-Millimeter-Lüfter der Wingboost-Reihe verrichtet seinen Job durchweg souverän, lediglich der kleinere Frontlüfter muss sich etwas Kritik gefallen lassen. Während der große 140-Millimeter-Kollege selbst im 12-Volt-Betrieb aus einem geschlossenen Gehäuse kaum zu hören ist, geht der kleinere Ventilator doch etwas lauter zu Werke. Hier hätte eine leichte Korrektur der Drehzahl nach unten für ein einheitlicheres Bild gesorgt. Dabei handelt es sich aber um das berühmte "Meckern auf sehr hohem Niveau".

Eckdaten der mitgelieferten Lüfter 120 mm 140 mm
12 Volt 1460 Umdrehungen pro Minute, mittlere bis hohe Förderlautstärke, minimales Lagerklackern 1120 Umdrehungen pro Minute, mittlere Förderlautstärke, leichtes Lagerklackern
7 Volt 760 Umdrehungen pro Minute, niedrige Förderlautstärke, minimales Lagerklackern 570 Umdrehungen pro Minute, niedrige Förderlautstärke, minimales Lagerklackern
5 Volt 380 Umdrehungen pro Minute, keine Nebengeräusche 300 Umdrehungen pro Minute, keine Nebengeräusche
Anlaufverhalten 360 Umdrehungen pro Minute bei 5,0 Volt 360 Umdrehungen pro Minute bei 5,8 Volt
Regelbereich 250 Umdrehungen pro Minute bei 4,3 Volt bis 1460 Umdrehungen pro Minute bei 12 Volt 220 Umdrehungen pro Minute bei 4,5 Volt bis 1120 Umdrehungen pro Minute bei 12 Volt

Frisch von der diesjährigen CeBIT schaffte es knapp vor Redaktionsschluss auch noch der Dark Rock Pro 2 von be quiet in die Räume der Redaktion. Die leicht veränderte Version des Kühlkörpers - die Unterscheide zur ersten Revision sind insbesondere im neuen Montagekit und dem vergrößerten Mittellüfter zu suchen - kommt mit zwei hauseigenen Lüftern der Marke "Silent Wing 2" samt integriertem Y-Adapter. Fernerhin mit von der Partie sind die Installationsvorrichtung samt Anleitung sowie zwei Paar Lüfterklammern und eine Spritze Wärmeleitpaste.

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Insgesamt verfügt der Kühler über sieben u-förmige Kupferkapillare mit jeweils sechs Millimetern Durchmesser. Die zahlreichen Aluminiumfinnen sind asymetrisch in Richtung des Luftstroms mit kleinen Aussparungen versehen, um den aerodynamischen Widerstand zu reduzieren. Bei der Montage ist daher unbedingt darauf zu achten, bei der vorherigen Demontage der Lüfter dieser wieder richtig auszurichten.

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Sofort ins Auge sticht das aufwendige Finish mit der glänzenden, schwarzen Vernickelung. Fernerhin sind die Heatpipes nach oben hin gekapselt und münden in einer verschraubten Aluminiumplatte. Mit einer Dicke von zwei Zentimetern und der schwarz-eloxierten Optik grenzt sich der Kühler von seiner Konkurrenz zumindest in puncto Optik erfolgreich ab.

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Die Bodenplatte des Dark Rocks ist ebenfalls vernickelt und kommt in Hochglanzoptik daher. In Längsrichtung sind feine, kurvenförmige Linien in das Kupfer gedreht, damit sich gröbere Teilchen der Wärmeleitpaste besser verteilen können. Ebenfalls ist der Unterboden plan ausgeführt.

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Zwei Lüfter liegen dem Kühler aus dem Hause be quiet bei. Zum einen ein mittig verbauter, rahmenloser 135-Millimeter-Lüfter und ein kleinerer 120 Millimeter messender Ventilator an der Front. Beide werden mit Drahtklammern am Kühlkörper befestigt. Die Verbindung mit dem Mainboard erfolgt über einen vierpoligen PWM-Anschluss, dank des im Lüfterkabel integrierten Y-Adapters können beide an einem Anschluss betrieben werden. Fernerhin bauen die Lüfter auf den unlängst vorgestellten Silent Wings 2 auf, sodass ein vermeintlich hochwertiges Lager zum Einsatz kommt. Auf eine Entkoppelung muss nicht verzichtet werden, die Lüfter schließen seitlich mit einem Gummirahmen ab.

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Die Vearbeitung ist ohne Tadel und durchweg gut gelungen, scharfe Kanten oder krumme Kühlfinnen sucht man vergebens.


Auch an dieser Stelle wollen wir uns die Eckdaten des Dark Rocks einmal genauer ansehen.

Hersteller und Bezeichnung be quiet! Dark Rock Pro 2
Straßenpreis UVP: 74 Euro, Stand 18.04.2012
Homepage be-quiet.net
Technische Daten
Maße 13,0 cm (L) x 14,5 cm (B) x 16,5 cm (H) - mit Lüfter - 
13,0 cm (L) x 12,0 cm (B) x 16,5 cm (H) - ohne Lüfter -
Material Kupfer, Aluminium, Poly-Kunststoff und Gummi
Kühlertyp Dual-Towerkühler
mitgelieferter Lüfter 1x 120 mm, 1700* Umdrehungen pro Minute bei 12 Volt; 1x 135 mm, 1470 Umdrehungen pro Minute bei 12 Volt
Sockel AMD: AM2, AM2+, AM3, AM3+ 
Intel: 775, 1155, 1156, 1366, 2011
Gewicht 1230 Gramm - mit Lüfter - 
935 Gramm - ohne Lüfter -

Wir bedanken uns bei Listan für die Bereitstellung des Kühlers.

Für die Montage des Dark Rock Pro 2 wird die mitgelieferte Backplate auf der Rückseite mit langen Schrauben befestigt und auf der Vorderseite mit Plastikkappen gesichert. Im Anschluss wird an den Kühler das Retention-Kit angeschraubt und dieser auf die vorher platzierten Schrauben der Backplate aufgesetzt. Die endgültige Sicherung der Schrauben erfolgt durch ein Festziehen mit dem Schraubendreher auf der Rückseite.

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Die Montage gelingt mit am einfachsten von allen getesteten Kühlern (auch mit eingebauten Mainboard) und ist schnell erledigt. Allerdings sollte man darauf achten bei der Montage keinen zu kleinen Schraubendreher zu verweden, da sonst die Schraubenköpfe leicht lediert werden können.

Die mitgelieferten Lüfter mit der Lagertechnik der Silent Wings 2 erweisen sich als angenehm geräuscharm. Lediglich das drehzahlarme Verhalten des großen 140-Millimeter-Lüfters bereits ab 7 Volt trübt etwas den Eindruck. Ärgerlich: Der 120-Millimeter-Lüfter besitzt keine Litze zur Übertragung der Rotationsgeschwindigkeit. Subjektiv haben wir den Eindruck, dass der 120-Millimeter-Lüfter ebenfalls bei einer Spannung von 7 Volt etwas drehzahlschwach zu Werke geht. Aufgrund der eben geschilderten Umstände, lässt sich dies jedoch nicht belegen. Wer die Lüfter jedoch per PWM-Modulation regelt, dürfte keine Probleme haben.

Eckdaten der mitgelieferten Lüfters 120 mm 135 mm
12 Volt 1700 Umdrehungen pro Minute*, mittlere bis hohe Förderlautstärke, keine Nebengeräusche 1470 Umdrehungen pro Minute, mittlere bis hohe Förderlautstärke, keine Nebengeräusche
7 Volt keine Nebengeräusche 400 Umdrehungen pro Minute, keine Nebengeräusche
5 Volt keine Nebengeräusche 340 Umdrehungen pro Minute, keine Nebengeräusche
Anlaufverhalten - 200 Umdrehungen pro Minute bei 3,8 Volt
Regelbereich - 200 Umdrehungen pro Minute bei 3,8 Volt bis 1470 Umdrehungen pro Minute bei 12 Volt

*laut Hersteller.


Zum Lieferumfang des Phanteks PH-TC14PE zählen der Kühlkörper, zwei 140 Millimeter große Lüfter, sechs Draht-Lüfterklammern, zahlreiche Gummipads für eine akustische Entkopplung, das Montagematerial sowie eine Installationsanleitung. Fernerhin gehören noch ein Y-Adapterkabel und ein Spannungsadapter dazu.

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Das äußere Erscheinungsbild der beiden Kühltürme könnte auffälliger kaum sein. Wahlweise mit weißer, blauer, roter oder oranger Eloxierung wird der Kühler zum wahren Hingucker im heimischen Tower. Mit einem Lamellenabstand von zwei Millimetern reiht sich der Phanteks-Kühler direkt neben dem K2 ein. Weitere Gemeinsamkeiten lassen sich an den orthogonal zum Luftstrom ausgerichteten Kanten des Kühlers feststellen. Auch beim PH-TC14PE vertraut man auf - zugegeben noppenförmige - Aussparungen, um den Airflow besser kontrollieren zu können.

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Für einen schnellen Abtransport der Wärme vertraut man bei Phanteks auf insgesamt fünf acht Millimeter starke Heatpipes, die mit dem Unterboden aus Kupfer verlötet sind. Die Unterseite selbst ist, wie schon beim K2, plan aus einem Stück gefräst und verfügt über zusätzlich eingedrehte, bodenförmig verlaufende Rillen. Ein ähnliches Prinzip findet man bereits beispielsweise bei Kühlern aus dem Hause Prolimatech oder eben beim Dark Rock 2.

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Die beiden mitgelieferten 140-Millimeter-Lüfter verfügen über abgerundete Rahmenkanten, sodass die Abstände der Bohrungen denen typischer 120 Millimeter großen Gehäuselüfter mit eckigem Rahmen entsprechen. Die roten, leicht propelleratigen Lüfterblätter verfügen an den Außenseiten über zusätzlich drei Spoiler, um den Luftwiderstand zu verringern. Maximal 1290 Touren pro Minute stehen bei einer Spannung von 12 Volt auf dem Drehzahltacho. Der gummiartige, weiße Sleeve ist sehr blickdicht und schließt makellos mit weißem Schrumpfschlauch ab. Selbst an den Enden zeigt sich nicht eine sichtbare Kabelader. Die Optik reiht sich nahtlos an die Farbe des Kühlkörpers an, so gibt es die Rotorenblätter auch in Weiß, Blau und Orange.

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Die Verarbeitung des Phanteks PH-TC14PE gehört zur absoluten Spitzenklasse. Konnte man beim K2 noch die ein oder andere nicht ganz perfekt abgerundete Kante vorfinden, trumpft der PH-TC14PE mit einer nahezu perfekten Entgratung auf. Die einzelnen Lamellen sind stabil miteinander verbunden und die Abstände sind absolut gleichmäßig. Dazu gesellt sich das massive Gewicht von 1,3 Kilogramm, das den wertigen Gesamteindruck nochmals verstärkt.

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Anbei die Eckdaten des PhanteksPH-TC14PE.

Hersteller und Bezeichnung Phanteks PH-TC14PE
Straßenpreis je nach Farbversion ab 79,90 Euro, Stand Preisvergleich 18.04.2012
Homepage Phanteksusa.com
Technische Daten
Maße 14,0 cm (L) x 16,0 cm (B) x 16,0 cm (H) - mit Lüfter -
14,0 cm (L) x  13,5 cm (B) x 16,5 cm (H) - ohne Lüfter -
Material Kupfer, Aluminium, Poly-Kunststoff und Gummi
Kühlertyp Dual-Towerkühler
mitgelieferter Lüfter 2x 140 mm, 1290 Umdrehungen pro Minute bei 12 Volt
Sockel AMD: AM2, AM2+, AM3, AM3+
Intel: 775, 1155, 1156, 1366
Gewicht 1270 Gramm - mit Lüfter -
990 Gramm - ohne Lüfter -

Wir bedanken uns bei Caseking für die Bereitstellung des Kühlers.

Für die Montage wird die Backplate mit vier langen Schrauben bestückt, die auf der Sockelseite mit Abstandshaltern gesichert werden. Anschließend werden zwei Halteklammern auf diese geschraubt. Danach werden die Vibrationspads an den Kühlkörper angebracht, ehe der Kühler mit einem über die Bodenplatte verlaufenden Steg mit insgesamt drei Schrauben befestigt wird. In den seitlichen Bohrlöchern der Lüfter werden nun vier kleine Plastikhalterungen angebracht und anschließend die Drahtklammern durchgesteckt. Dies hat den Vorteil, dass die Klammern fest mit den Lüftern verbunden sind und während der Montage nicht mehr verrutschen können. Die Lüfter werden zu guter Letzt ebenfalls mit Vibrationspads ausgestattet und dann am Kühler befestigt.

Die Montage gestaltet sich - wie auch beim be quiet Dark Rock 2 - ohne großen Tadel und ist auch recht schnell erledigt. Im Unterschied zum Dark Rock erfolgt die Sicherung jedoch mit Federschrauben, die unter Umständen einen gleichmäßigeren Anpressdruck ermöglichen. Fernerhin ist keine der Schrauben von Verschleißerscheinungen betroffen.

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Die hauseigenen Lüfter lassen sich sehr spannungsarm regeln und erreichen auch den Drehzahlkeller. Das leichte Lackerklackern ist aus einem geschlossenen Gehäuse nicht mehr wahrnehmbar.

Eckdaten des mitgelieferten Lüfters
12 Volt 1290 Umdrehungen pro Minute, hohe Förderlautstärke, keine Nebengeräusche
7 Volt 880 Umdrehungen pro Minute, niedrige Förderlautstärke, leichtes Lagerschleifen
5 Volt 680 Umdrehungen pro Minute, niedrige Förderlautstärke, minimales Lagerschleifen
Anlaufverhalten 400 Umdrehungen pro Minute bei 3,1 Volt
Regelbereich 380 Umdrehungen pro Minute bei 2,9 Volt bis 1290 Umdrehungen pro Minute bei 12 Volt

Der vierte aus dem Fünfergespann ist der brandneue Silver Arrow SB-E von Thermalright. Neben dem Kühler finden sich noch Draht-Lüfterklammern, Vibrationsabsorber aus Gummi, eine Tube der hauseigenen Chillfactor III Wärmeleitpaste, das Montagezubehör, eine Installationsanleitung, ein Aufkleber sowie dankenswerterweise ein vierpin Y-Adapterkabel im Lieferumfang.

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Nicht nur auf den ersten Blick wirkt der Silberpfeil etwas filigraner als seine Konkurrenten, mit 1,1 Kilogramm samt der Lüfter ist er auch auf den zweiten Blick weniger fettleibig. Der Abstand der einzelnen Kühlfinnen beträgt ebenso wie bei den Kontrahenten etwa zwei Millimeter. Ohne Zweifel ein Alleinstellungsmerkmal ist die aggressive Formgebung der Lamellen nahe des Kühlerbodens und zum oberen Abschluss hin. Die glänzende Vernickelung der Dopelltürme hinterlässt einen schicken Eindruck.

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Zum Wärmetransport verfügt der Silver Arrow wie der K2 über insgesamt acht sechs Millimeter dicke Kupferkapillare, die mit dem leicht konvexen und hochglanzpolierten Unterboden einzeln verlötet sind. Außerdem sind die Heatpipes zum Ende hin gekapselt.

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Wie bereits angedeutet, zählen die mitgelieferten Ventilatoren zur imposanten Gattung. Der vordere 140-Millimeter-Lüfter mit seinem runden Rahmen und 120iger Bohrlöchern gehört zwar beispielsweise auch beim Phanteks serienmäßig dazu, der zentrale Lüfter stellt mit seinem Durchmesser von 150 Millimetern aber jeden bisher auf einem Prozessorkühler eingesetzten Lüfter in den Schatten. Wenn es im Tower einmal eng wird, besteht hingegen kein Grund zur Panik, Thermalright liefert insgesamt zwei Paar Lüfterklammern mit einer Spannweite von 120 Millimetern mit, sodass auch ein kleinerer Lüfter in der Mitte befestigt werden kann. Der zentrale 150-Millimeter-Lüfter dreht mit maximal 1050 Umdrehungen pro Minute, der etwas kleinere Frontlüfter mit 1350 Touren. Die Verbindung mit dem Mainboard erfolgt über einen vierpoligen PWM-Anschluss, die Lüfterkabel sind mit schwarzem Sleeve ummantelt.

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Die Vearbeitung des Thermalright Silver Arrow SB-E kann sich absolut sehen lassen und steht dem Phanteks PH-TC14PE oder be quiet Dark Rock Pro 2 um nichts nach. Die Lamellen sind sehr sauber entgratet und ihr Abstand absolut gleichmäßig.

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Die Eckdaten des Silver Arrow SB-E sind hier zu finden.

Hersteller und Bezeichnung Thermalright Silver Arrow SB-E
Straßenpreis 58,90 Euro, Stand Preisvergleich 18.04.2012
Homepage Thermalright.de
Technische Daten
Maße 15,5 cm (L) x 13,5 cm (B) x 16,5 cm (H) - mit Lüfter -
15,5 cm (L) x 11,0 cm (B) x 16,5 cm (H) - ohne Lüfter -
Material Kupfer, Aluminium, Poly-Kunststoff und Gummi
Kühlertyp Dual-Towerkühler
mitgelieferter Lüfter 1x 140 mm, xxx Umdrehungen pro Minute bei 12 Volt, 1x 150 mm, xxx Umdrehungen pro Minute bei 12 Volt
Sockel AMD: AM2, AM2+, AM3, AM3+
Intel: 775, 1155, 1156, 1366, 2011
Gewicht 1110 Gramm - mit Lüfter -
760 Gramm - ohne Lüfter -

Wir bedanken uns bei PC-Cooling für die Bereitstellung des Kühlers.

Die Montage des Thermalright Silver Arrow SB-E ist für Intel- und AMD-Systeme der aktuellen Generation dank der universellen Befestigung identisch. Zuerst wird die Backplate mit vier Schrauben samt Abstandshaltern aus Plastik bestückt und auf der Rückseite des Mainboards befestigt. Danach wird die Konstruktion auf Höhe des Sockels mit vier Thumbscrews und deren Unterlegscheiben gesichert, im Anschluss wird das Retention-Modul oberhalb aufgeschraubt. Nachdem die Wärmeleitpaste aufgetragen wurde, wird der Kühler auf den Prozessor gesetzt und mit einer Metallklammer mit dem Retention-Modul verschraubt.

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Die Montage gelingt insgesamt ohne Zwischenfälle und ist schnell erledigt. Etwas Vorsicht ist nur bei den etwas kurzen Schrauben geboten, dass diese bei der Montage nicht verloren gehen.

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Die mitgelieferten Lüfter setzen auf Kugellagertechnik. Die typischen Rasselgeräusche sind daher gerade im Fall des 140-Millimeter-Lüfters etwas ausgeprägter als bei vergleichbaren Gleitlagern, dafür wird ihnen eine wesentlich längere Lebensdauer nachgesagt. Fernerhin lassen sich beide Lüfter sehr weit in den Drehzahlkeller regeln.

Eckdaten der mitgelieferten Lüfters 140 mm 150 mm
12 Volt 1350 Umdrehungen pro Minute, mittlere Förderlautstärke, mittelmäßiges Lagersrasseln 1050 Umdrehungen pro Minute, mittlere bis leise Förderlautstärke, leichtes Lagerrasseln
7 Volt 820 Umdrehungen pro Minute, minimale Förderlautstärke, minimales Lagerrasseln 640 Umdrehungen pro Minute, keine Nebengeräusche
5 Volt 600 Umdrehungen pro Minute, minimales Lagerrasseln 220 Umdrehungen pro Minute, keine Nebengeräusche
Anlaufverhalten 720 Umdrehungen pro Minute bei 6,2 Volt 170 Umdrehungen pro Minute bei 4,8 Volt
Regelbereich 290 Umdrehungen pro Minute bei 4,5 Volt bis 1350 Umdrehungen pro Minute bei 12 Volt 190 Umdrehungen pro Minute bei 4,4 Volt bis 1050 Umdrehungen pro Minute bei 12 Volt

Last but not least widmen wir uns dem Zero Infinity Free Flow+. Der Dual-Tower kommt mit drei 140-Millimeter-Lüftern, dem Montagekit, drei Paar Lüfterklammern, einer Tube Wärmeleitpaste und einer Installationsanleitung. Zusätzliche Gimmicks sind nicht dabei.

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Der Free Flow+ mutet etwas puristischer an als seine Konkurrenz. Zwar sind die Heatpipes vernickelt, die Kühllamellen sind hingegen in Alu-Optik belassen. Ohne Zweifel gewöhnungsbedürftig ist hingegen die Farbe der Lüfter, irgendwo zwischen Pink und Blau. Mit einem Kampfgewicht von 1,5 Kilo und einer Höhe von 17 Zentimetern samt Lüftern ist er jedenfalls der sprichwörtliche Wonneproppen im Testfeld. Eine aerodynamische Optimierung soll durch die vier kleinen Spoiler hinter den Enden der Heatpipes und jeweils einem größerem zu den Außenseiten hin erreicht werden.

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Als einziger Kandidat im Testfeld setzt der Zero Infinity auf eine Bodenplatte mit direkt aufliegenden Heatpipes. Die fünf Kapillare messen acht Millimeter im Durchmesser und verlaufen u-förmig. Die Unterseite ist eben ausgeführt, leider ist sie darüber hinaus recht kratzempfindlich. Das Retention-Kit ist bereits im ausgelieferten Zustand montiert und kann nicht abgenommen werden.

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Die drei 140-Millimeter-Lüfter - der Rahmen ist eckig, sodass relativ problemlos alternative Modelle gleichen Durchmessers mit den Drahtklammern montiert werden können - laufen bei 12 Volt mit 1120 Umdrehungen pro Minute. Die Isolatoren der Kabel sind schwarz, eine Ummantelung aus Sleeve fehlt hingegen. Der mittlere der Ventilatoren verfügt außerdem über ein aufgeklebtes Herstellerlogo auf der Oberseite. Die Lüfteranschlüsse sind dreipolig ausgeführt.

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Die Verarbeitung insgesamt ist in Ordnung und solide. Im Detail finden sich dann aber kleine Punkte wie eine nicht hundertprozentig gelungene Entgratung oder der etwas sehr plastikbelastete Eindruck der Lüfter, die zu einem kleinen Punktabzug führen.

Zero Infinity 06_FreeFlow

Werfen an dieser Stelle einen Blick auf die technischen Daten.

Hersteller und Bezeichnung Zero Infinity Free Flow+
Straßenpreis 68,95 Euro, Stand Preisvergleich 18.04.2012
Homepage zeroinfinity.com.hk
Technische Daten
Maße 14,0 cm (L) x 16,0 cm (B) x 17,0 cm (H) - mit Lüfter -
14,0 cm (L) x 11,0 cm (B) x 16,0 cm (H) - ohne Lüfter -
Material Kupfer, Aluminium, Poly-Kunststoff und Gummi
Kühlertyp Dual-Towerkühler
mitgelieferter Lüfter 3x 140 mm, xxx Umdrehungen pro Minute bei 12 Voltt
Sockel AMD: AM2, AM2+, AM3, AM3+
Intel: 775, 1155, 1156, 1366
Gewicht 1530 Gramm - mit Lüfter -
1070 Gramm - ohne Lüfter -

Wir bedanken uns bei Caseking für die Bereitstellung des Kühlers.

Zu Beginn der Montage wird die Backplate mit langen Schrauben versehen und von der Mainboard-Rückseite aufgesteckt. Danach werden diese mit kleinen Muttern gesichert. Das bereits mit dem Kühler verschraubte Retention-Kit muss - in der Theorie - nur noch aufgesetzt und verschraubt werden. Aber: Solange das Mainboard im Gehäuse verbaut ist, kommt man nicht an die Rändelschrauben zum Festziehen. Um einen Ausbau der Hauptplatine kommt man nicht herum. Nachdem das Mainboard ausgebaut und die Schrauben von Hand angezogen worden sind, folgt auch schon das nächste Problem. Der Kühler ragt weit über die Schrauben, sodass man diese nicht mit einem herkömmlichen Schraubendreher festziehen kann. Mit einer Zange, viel Geduld und einigen unschönen Metallspänen auf der Leiterplatine gelang es uns schließlich, die Schrauben anzuziehen und den Kühler zu montieren.

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Fazit: Die Montage des Zero Infinity Free Flow+ ist ein sehr steiniger Weg. An seinem Ende stehen viele verstrichene Minuten, Schweißperlen auf der Stirn und etwas Metallabrieb der Thumbscreews durch das unorthodoxe Fixieren auf dem Mainboard.

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Ob es bei den Lüftern besser läuft? Zumindest im 12-Volt-Betrieb - die Tabelle bezieht sich auf einen Lüfter - ist dieseralleine relativ leise. Zu dritt sorgen die Ventilatoren aber für einen ordentlichen Durchzug und eine mehr als respektable Geräuschkulisse.

Eckdaten des mitgelieferten Lüfters
12 Volt 1120 Umdrehungen pro Minute, mittlere Förderlautstärke, keine Nebengeräusche
7 Volt 740 Umdrehungen pro Minute, niedrige Förderlautstärke, keine Nebengeräusche
5 Volt 560 Umdrehungen pro Minute, keine Nebengeräusche
Anlaufverhalten 350 Umdrehungen pro Minute bei 3,6 Volt
Regelbereich 320 Umdrehungen pro Minute bei 2,9 Volt bis 1120 Umdrehungen pro Minute bei 12 Volt

Getreu unserem Motto „your guide to luxurious hardware“ durfte natürlich nicht am Testsystem selbst gespart werden, ein vollkommen neu zusammengestellter Rechner musste her. Dabei soll vor allem ein Intel Xeon W5590 für Sockel 1366 - der große Bruder des Intel i7 965 Extreme Edition - Quadcore-Prozessors für ordentlich Power sorgen und die Testprobanden richtig ins Schwitzen bringen. Ein ASUS P6X58D Premium mit Intels X58 Chipsatz, sechs Gigabyte GDDR3 Arbeitsspeicher von Kingston und eine XFX AMD Radeon HD 6870 mit einem Gigabyte Grafikspeicher runden das Paket ab.

Testsystem
Prozessor Intel Xeon W5590 3,33 GHz
Mainboard Asus P6X58D Premium
Arbeitsspeicher 3x 2GB Kingston ValueRAM DDR3-1333
Grafikkarte XFX Radeon HD 6870 1GB
Festplatte Super Talent Teradrive CT 120GB
Netzteil Corsair TX650
Gehäuse Lancool PC-K62 Dragonlord
Betriebssystem Windows 7 Ultimate 64bit

 

Parallel dazu haben wir außerdem den Testablauf grundlegend überarbeitet, die genauen Daten können dabei der nachfolgenden Auflistung entnommen werden.

Die Testszenarien im Überblick:

Die jeweiligen Testsettings in der Übersicht.

Testsettings Standard Übertaktet Untertaktet 2,1Ghz; Semi-Passiv

Untertaktet 2,5Ghz; Semi-Passiv

CPU-Takt 3,33 GHz 3,98 GHz 2,12 GHz  2,53 Ghz
CPU-Spannung 1,18750 V 1,31250 V 0,96250 V 1,15000 V 
QPI-Spannung 1,20000 V 1,22500 V 1,22500 V 1,20000 V 
IOH-Spannung 1,10000 V 1,12000 V 1,10000 V 1,10000 V 
Multiplikator 25x 24x 16x  19x
BCLK 133 MHz 166 MHz 133 MHz 133 

 

Für unsere Tests setzen wir auf zwei verschiedene Referenzlüfter von Noiseblocker, die je nach Beschaffenheit und Kompatibilität seitens des Kühlers zum Einsatz kommen. Sofern in den Charts keine gesonderte Angabe über den Durchmesser der verwendeten Referenzlüfter zu finden ist, wurde aus Kompatibilitätsgründen mit dem 120-Millimeter-Modell getestet.

Die Referenzlüfter im Überblick:

Mit Beginn der Benchmarks starten wir auch mit der Zeitmessung, insgesamt 30 Minuten muss jeder Kühler pro Testlauf über sich ergehen lassen. Zu Beginn wird das System gleichzeitig vom Benchmark 3D Mark 2006 sowie dem Tool Prime95 (Small FFTs) belastet. Nach einem Run von 3D Mark 2006 läuft Prime95 autonom weiter, bis das Zeitlimit erreicht ist. Protokolliert werden die Temperaturen über den gesamten Zeitraum mit der Log-Funktion des Tools Everest Ultimate Edition. Für den Vergleich dient die Differenz aus dem arithmetischen Mittel der Temperaturen aller vier Kerne der letzten 5 Minuten des Tests und der jeweiligen Raumtemperatur. Die Gehäuselüfter - Enermax U.C.T.B. - laufen dabei stets mit vollen 12 Volt, die Regelung des CPU-Lüfters erfolgt mit einer Aquaero von Aqua Computer und der Software Aquasuite. Als Wärmeleitpaste kommt für alle Kühler stets die Prolimatech PK-1 zum Einsatz, die wir gleichmäßig auf dem Heatspreader verteilen.

Folgende Tools kommen bei den Messungen zum Einsatz, die Programmversion bleibt dabei immer gleich:

Die verwendete Software:

 

Anschließend werden alle errechneten Temperaturwerte in Kelvin grafisch aufgetragen und analysiert.

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Wir bedanken uns bei unseren Partnern Caseking und Noiseblocker für die Bereitstellung einiger Testkühler und der Prolimatech PK-1 bzw. der mit unserer Community entwickelten Noiseblocker NB-BlackSilentPRO.


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Zusammen mit der Serienbelüftung setzt sich der Phanteks PH-TC14PE an die Spitze der Fünf. Punktgleich folgen der Dark Rock Pro 2 und Alpenföhn K2, in einigem Abstand der Silver Arrow. Grob gesagt befinden sich die vier genannten Kühler etwa auf einem Lautstärkelevel, der be quiet Dark Rock Pro 2 und Alpenföhn K2 sind nur etwa eine Spur lauter. Sowohl in Sachen Performance als auch Lautstärkelevel auf Platz fünf folgt der Zero Infinity Free Flow+, er ist mit Abstand der lauteste des Quintets.

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Wird die Spannung leicht gedrosselt, kann sich der Phantek mit seinen gut mit der Spannung skalierenden Lüfter weiter absetzen. Der Thermalright Silver Arrow SB-E kann aus dem gleichen Grund wieder etwas aufschließen und landet auf Platz zwei. Der Alpenföhn K2 liefert sich mit dem Zero Infinity ein Scharmützel, während der Dark Rock Pro 2 merklich zurückgefallen ist. Grund ist der relativ schlecht mit niedrigen Spannungen skalierende 135-Millimeter-Lüfter, der nur noch mit 400 Touren pro Minute zu Werke geht. Die Regelung via PWM-Modulation schaft hier jedoch einfach Abhilfe.


Anmerkung der Redaktion: Sofern in den Charts keine gesonderten Angaben über den Durchmesser der verwendeten Referenzlüfter zu finden sind, wurde aus Kompatibilitätsgründen mit einem Noiseblocker Blacksilent Pro PL-2 (120 Millimeter) getestet.

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Erwartungsgemäß zeigen die Twin-Tower-Kühler keine Höchstleistung mit lediglich einem zentral installierten Lüfter. Positiv absetzen können sich hingegen der Dark Rock Pro 2 und der PH-TC14PE, der Free Flow+ markiert erneut das hintere Ende.

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Auch mit leicht gedrosseltem Lüfter setzt sich dieser Eindruck fort, der Dark Rock kann sich noch etwas klarer vom Phanteks absetzen als zuvor. Bemerkenswert hingegen ist die Leistung des Prolimatech Genesis mit einem 140-Millimeter-Lüfter, den wir bereits vor einiger Zeit getestet haben.


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Das Gespann mit zwei Lüftern entlockt allen fünf Probanden einige Leistungsreserven. Der Kühler von Phanteks setzt sich um einen Kelvin Differenz vor den be quiet auf Platz zwei als bester bisher getesteter Luftkühler, lediglich der Genesis ist mit einem Vorsprung von 0,25 Kelvin minimal im Vorteil. Der Thermalright Silver Arrow SB-E muss hingegen die hauseigene Konkurrenz in Form des True Spirit 140 fürchten, der sogar mit einem Vorsprung von 1,75 Kelvin vorbeiziehen kann.

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Ein ähnliches Bild auch im 7 Volt Betrieb, der Genesis kann seinen Vorsprung allerdings auf zwei Kelvin ausbauen. Etwas weiter im hinteren Bereich der Charts fällt der K2 dafür stärker ab als die Konkurrenz und liegt mit dem Free Flow+ auf Augenhöhe.


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Erneut zeigt der be quiet Dark Rock Pro 2 eine starke Performance mit einer einfachen Lüfterbestückung. Der Kühler aus dem Hause Zero Infinity scheint mit der hohen Abwärme hingegen leicht überfordert und fällt um 6,75 Kelvin zurück.

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Zwei Lüfter, mehr Leistung. So zumindest im Fall des Phanteks PH-TC14PE, der erneut ordentlich Fahrt aufnimmt. Im Mittelfeld ballen sich der Dark Rock Pro 2 und mit etwas Abstand der K2 und Silver Arrow. Erneut kann der Free Flow+ wenig Nutzen aus seinem hohen Kampfgewicht ziehen und verliert mit drei Kelvin Unterschied zum K2 respektive Silver Arrow und gar sechs zum Phanteks deutlich an Boden.


"Was bringt eigentlich ein dritter Lüfter?" Wir wollen die Gelegenheit beim Schopfe packen und dieser Frage mit handfesten Messergebnissen auf den Grund gehen.

Immer wieder werden wir gefragt, ob der Einsatz eines dritten Lüfters an einem entsprechenden Kühler die Temperatur noch weiter senken kann. An dieser Stelle wollen wir dieser Frage nachgehen und haben alle fünf Kandidaten zusätzlich mit einem dritten unserer Referenzlüfter der Marke Noiseblocker ausgestattet. Auch hier gehen wir in alphabetischer Reihenfolge vor und beginnen folglich mit dem Alpenföhn K2.

luefter k2

Erwartungsgemäß erzielt der zweite Lüfter (v z; vorne zentral) gegenüber der einfachen Belüftung (z; zentral) einen durchschlagenden Erfolg. Der dritte Lüfter (v z h; vorne zentral hinten) macht beim K2 hingegen kaum Sinn. Während im übertakteten Zustand das Resultat bei Null liegt und leichte Vorteile zeigt, behindert der dritte Lüfter im 12-Volt-Betrieb mit Standardtakt gar die Wärmeabfuhr. Im 7-Volt-Betrieb oder gar drunter zeigt sich eine kleine Verbesserung von einem Kelvin, die aber nicht der Rede wert ist. Der K2 wurde mit 120-Millimeter-Lüftern getestet.

luefter bq

Am Dark Rock Pro 2 von be quiet kann kein dritter Lüfter befestigt werden, entsprechend konnten wir auch keine Messung durchführen. Es zeigt sich allerdings, wie gut der Dark Rock für einen Zwillingsturm mit bereits einem zentral installierten Lüfter performt. Der Dark Rock Pro 2 wurde mit Lüftern von 120 Millimetern Durchmesser getestet.

luefter phanteks

Der PH-TC14PE kann leicht von einem dritten Lüftern profitieren, die Verbesserung bewegt sich je nach Drehzahl und abgegebener Hitze zwischen 1,25 und 0,5 Kelvin. Dieser leichten Verbesserung stehen die zusätzlichen Ausgaben für einen weiteren Lüfter gegenüber. Unserer Meinung nach lohnt sich das Unterfangen in den meisten Fällen nicht, die Kühlleistung ist bereits mit zwei Lüftern sehr gut. Der Phanteks wurde aufgrund der Größe der mitgelieferten Lüfterklammern mit 120 Millimeter messenden Lüftern getestet.

luefter th

Ähnlich wie schon beim Dark Rock Pro 2 konnten wir beim Silver Arrow keinen dritten Lüfter montieren. Da nur zwei Paar 120-Millimeter-Klammern und ein Paar 140-Millimeter-Klammern beiliegen, hätten wir hier auf eine asymetrische Lüfterbestückung ausweichen müssen, was die Ergebnisse verfälscht hätte. Zwar kann man mit den 120-Millimeter-Klammern grundsätzlich auch 140 Millimeter messende Lüfter - auch mit eckigem Rahmen - montieren. Bei unseren Referenzlüfter von Noiseblocker sind die gegenüberliegenden Montagelöcher aber nicht frei zugänglich, sodass wir hier den Dremel hätten ansetzen müssen und eine Beschädigung in Kauf genommen hätten. Da uns dies für zukünftige Tests wenig zielführend erschien, haben wir daher auf einen Test des dritten Lüfters verzichtet.

Anhand der beiden oberen Kurven lässt sich jedoch festmachen, dass der Silver Arrow bereits mit einem zentral gelagerten Lüfter - wenn auch nicht so deutlich wie der Dark Rock Pro 2 - etwas besser skaliert als die anderen Zwillingstürme.

luefter zero

Gespannt waren wir dann doch auf das Abschneiden des Zero Infinity. Immerhin wird dieser serienmäßig mit drei Lüftern ausgeliefert, vielleicht einer der Gründe, warum er mit zwei Lüftern nicht wirklich überzeugen konnte? Das Ergebnis war dann eher ernüchternd. Mit einem Rückstand zur Doppelbelüftung von 1,25 Kelvin im 12-Volt-Betrieb sprechen wir uns klar gegen den Einsatz eines dritten Lüfters im Zusammenspiel mit dem Kühler aus. Der Free Flow+ wurde mit 140-Millimeter-Lüftern getestet.

Die durchaus überraschenden Ergebnisse lassen sich folgendermaßen erklären. Im Regelfall kann der Luftstrom einfach nicht weiter gesteigert werden, respektive können die Kühler nicht davon profitieren. So zeigten bereits andere Single-Towerkühler beim Einsatz eines zweiten Lüfters teilweise nur eine marginale Verbesserung. Außerdem befindet sich in wenigen Zentimetern Abstand bereits der Hecklüfter unserer Gehäuses, sodass dieser bereits für einen ausreichend schnellen Abtransport der Luft sorgt. Der dritte Lüfter kann gar als Widerstand wirken, wenn die Drehzahlen zu stark voneinander abweichen. Unterm Strich ist der Einsatz eines dritten Lüfters in der Regel nicht sinnvoll und sollte gleich in einen besser performenden Kühler investiert werden. Im Einzelfall kann sich zwar eine marginale Verbesserung einstellen, von Kühler zu Kühler ist diese aber sogar kontraproduktiv und gehört im Einzelfall genau überprüft. 


Zum Abschluss unserer Messungen wollten wir uns noch einmal die Leistung der Probanden im Semi-Passiven-Einsatz genauer ansehen.

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So ziemlich alle Kühltürme können von ihrer großzügigen Kühlfläche profitieren. Besonders der Phanktes PH-TC14PE und Dark Rock Pro 2 von be quiet können ihre hohe Leistungsfähigkeit erneut unter Beweis stellen. Als beinah reinrassiger semi-passiver Kühler, bietet der Thermalright HR-02 Macho der mehr als doppelt so teuren Konkurrenz ordentlich die Stirn.

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Im Folgenden haben wir den semi-passiven Test ausgeweitet und die Spannung und damit die Drehzahl der Gehäuselüfter (12 zu 7 Volt) respektive den Prozessortakt und -spannung variiert. Alle Kühler zeigen grundsätzlich einen ähnlichen Verlauf. Der Silver Arrow nähert sich etwas mehr dem Phanteks und be quiet an, während der Zero Infinity und Alpenföhn K2 etwas zurückfallen. Für einen ernsthaften Semi-Passiven-Betrieb würden wir aber nur den Phanteks PH-TC14PE empfehlen, für nicht einmal die Hälfte des Budgets erfüllt der Thermalright HR-02 Macho diese Aufgabe aber ähnlich souverän.


Beginnen wir mit unserem Fazit, den Anfang macht erneut der K2 aus dem Hause Alpenföhn. Gemessen am Lieferumfang fällt dieser beim K2 sehr vollständig aus, ein im Lüfterkabel integrierter Y-Adapter und ein Spannungsadapter können vieles erleichtern. Die Verarbeitung ist ok, reicht aber nicht ganz an die des Phanteks oder be quiet heran. Die mitgelieferten Lüfter erledigen ihren Job zuverlässig und ohne allzu störende Nebengeräusche, einzig der 120-Millimeter-Lüfter könnte dem in oder anderen bei voller Drehzahl etwas zu laut geraten sein. Die Montage ist in der Regel schnell erledigt, wäre da nicht das unschöne Problem der Kombi-Backplate für AMD- und Intel-Sockel im Zusammenspiel mit einigen Mainboards. Hier sollte der Hersteller besser zwei Backplates anbieten als eine, die im Zweifelsfall dem Seitenschneider zum Opfer fällt.

alpenföhn k2_01.jpg

Die Leistung bewegt sich auf einem soliden Niveau, der K2 setzt aber keine neuen Rekorde. Von einem Semi-Passiven-Betrieb sollte man hingegen eher Abstand nehmen. Ein dritter Lüfter macht zusammen mit diesem Kühler ebenso keinen Sinn. Mit einem Preis von gegenwertig 54,94 Euro - Stand Preisvergleich 18.04.2012 - ist er aber der günstigste Dual-Towerkühler im Test und damit in Sachen Preis / Leistung durchaus attraktiv.

An dieser Stelle sei schon einmal darauf hingewiesen, dass wir in einem Artikelspezial zum Thema konvexe und ebene Bodenplatten im Zusammenspiel mit Intel-Plattformen den K2 mit einer geänderten, leicht konvexen Bodenplatte erneut testen und die Ergebnisse vergleichen werden. 

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Weiter geht es mit dem be quiet Dark Rock Pro 2. Der Doppelturm kleckert ebenso etwas mit dem Zubehör, ein Y-Adapter ist dafür aber immerhin in einem Lüfterkabel fest integriert. Die Materialanmutung und Verarbeitungsqualität ist gelungen und auf einem sehr hohen Niveau. Die beigelegten Lüfter punkten in Sachen Low-Noise. Aber die nicht vorhandene Drehzahlausgabe des 120-Millimeter-Lüfters und die sehr stark exponential verlaufenden Drehzahl-Volt-Kurve des zentralen 135-Millimeter-Lüfter bieten Spielraum für Verbesserungen. Die Installation des Kühlers gelingt sehr schnell und gestaltet sich ebenso unkompliziert.

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In Sachen Leistung zeigt sich der Dark Rock von einer guten Seite und ist immer auf den vorderen Plätzen anzutreffen. Zum Phanteks fehlen ihm aber im Schnitt noch ein bis zwei Kelvin. Mit einer UVP von 74 Euro ist der Kühler von be quiet aber nicht unbedingt ein Schnäppchen.

Im großen und ganzen gibt es am Dark Rock relativ wenig zu bemängeln, insbesondere die hochwertigen Lüfter - abgesehen vom vielleicht etwas ungünstigen Regelverhalten per Spannungsvariation, eine PWM-Regelung sorgt hier für Abhilfe - in Verbindung mit der durchweg sehr souverän Leistung und einfachen Montage sind gelungen. Erfahrungsgemäß dürfte sich auch der Straßenpreis relativ schnell in niedrigeren Regionen ansiedeln, wie der Vorgänger Dark Rock Pro C1 zum aktuellen Kurs von 58,90 Euro - Stand 18.04.2011 - beweist. Nach Rücksprache mit be quiet, die uns die baldige Anpassung des Straßenpreises im Bereich um die 60 Euro bestätigten, haben wir uns daher dazu entschieden, dem Dark Rock 2 unseren Preis-Leistungs-Award zu verleihen.

pl award

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Der Phanteks PH-TC14PE bietet von einer entkoppelten Lüfterbefestigung über einen Y-Adapter bis hin zu einem Spannungsadapter alles an Zubehör, was man sich wünschen könnte. Die in Sachen Optik vielseitig gestaltete eloxierte Farbgebung und die hohe Qualität der Verarbeitung des Kühlkörpers sind gelungen. Die beigelegten Lüfter punkten mit ihrem leisen Betriebsgeräusch und dem linearen Verhalten aus anliegender Spannung und Drehzahl. Die Montage ist schnell erledigt und gelingt ohne große Verkrampfungen. Besonders die stabile Befestigung der Lüfterklammern mit dem Ventilator mittels der zusätzlichen Plastikösen ist innovativ und erleichtert den Einbau ungemein.

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An der Leistung des Kühlers gibt es ebenso wenig zu rütteln, der Phanteks ist der beste der fünf getesteten Twin-Tower und überzeugt auch im Semi-Passiven-Einsatz. Einzig der Prolimatech Genesis macht ihm ernsthaft den Platz als bester bisher von uns getesteter Luftkühler etwas streitig. Mit einem Straßenpreis ab 79,90 Euro - Stand Preisvergleich 18.04.2012 - fällt dieser schon recht deftig aus. Dafür bekommt man einen Luftkühler, der die Redaktion in so ziemlich allen Punkten überzeugen konnte. An dieser Stelle zücken wir daher unseren Excellent-Hardware-Award.

excellent award

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Der Silver Arrow SB-E von Thermalright kommt mit einer reichlichen Ausstattung, neben einem Y-Adapterkabel und Gummistreifen zur Entkoppelung, punktet er vor allem durch hochwertige Wärmeleitpaste in Form der Chillfactor III. Die Verarbeitung ist excellent und kann sich sehen lassen. Die Lüfter sind kugelgelagert und gerade der 140 Millimeter große Frontlüfter rasselt etwas mehr als vergleichbare Gleitlager. Der ebenfalls annähernd als Gerade verlaufende Funktionsquotient aus Lüfterspannung und Drehzahl gepaart mit einer guten Laufruhe konnte überzeugen. In Sachen Montage gibt es nichts zu bemängeln.

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Die Leistung unseres Probanden ist in etwa vergleichbar mit dem K2, in den meisten Fällen sogar besser. Beschränkt auf die Performance mit den mitgelieferten Serienlüfter, lässt er sowohl den K2 als auch den Dark Rock Pro 2 gerade in etwas drehzahlärmeren Regionen hinter sich und zielt mit dem gegenwärtigen Kaufpreis von 58,90 Euro Stand Preisvergleich 18.04.2012 - erneut auf die Schiene Preis / Leistung ab. Außerdem ist er mit 1,1 Kilo samt Lüfter der leichteste der getesteten Twin-Tower. 

Den Vorteil der konvexen Bodenplatte auf Intel-Systemen - unser Testprozessor verfügt über eine relativ stark ausgeprägte Delle im Heatspeader - kann er weit weniger deutlich ausspielen, als erwartet. Bisher schnitten CPU-Kühler mit einer konvexen Bodenplatte wie der Thermalright True Spirit 140 wesentlich besser ab. Womit wir auch schon beim Thema wären: Das Leben schwer macht ihm außerdem der hauseigene und wesentlich günstigere True Spirit 140. Wer jedoch keinen "traditionellen" Tower-Kühler sondern einen verhältnismäßig günstigen Twin-Tower-Kühler mit sehr guten Allround-Eigenschaften gerade in Bezug zur Lüfterausstattung - die auch über die Spannungsregulation ausgezeichnet arbeitet - sucht, kommt an Thermalrights Silver Arrow SB-E nur schwer vorbei.

Aufgrund des stimmigen Gesamtpaketes - das für uns an dieser Stelle mehr zählt als die vielleicht nicht ganz perfekte Leistung mit unseren Referenzlüftern von Noiseblocker - vergeben wir daher unseren Preis-Leistungs-Award.

pl award

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Zu guter Letzt noch ein Blick auf den Zero Infinity Free Flow+. Etwaige zusätzliche Beigaben sucht man vergebens, der Kühler kommt mit einer eher puristischen Ausstattung daher. Die Verarbeitung ist ebenso wie beim K2 auf der Höhe der Zeit, einige Prozentpunkte zur Spitzenklasse fehlen allerdings. Die drei Lüfter sorgen bei voller Drehzahl für einen ordentlichen Durchzug, der sich auch in der Lautstärke bemerkbar macht. Die Montage ist nicht praxisgerecht und umständlich gelöst, hier sollte der Hersteller dringend nachbessern.

Zero Infinity 09_FreeFlow

Die Performance ist – in Anbetracht des Materialeinsatzes – eher enttäuschend und siedelt sich im Mittelfeld an. Von einen Semi-Passiven-Einsatz sollte man absehen, außerdem sollte die Sinnhaftigkeit den dritten Lüfters im Einzelfall geklärt werden. Zum aktuellen Kurs von 68,95 EuroStand Preisvergleich 18.04.2012 - , würden wir den Alpenföhn K2, Thermalright Silver Arrow SB-E oder gar Thermalright True Spirit 140 als günstigere und obendrein leitungsfähigere Konkurrenz vorziehen.

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Zusammengefasst fällt daher unser Fazit relativ eindeutig aus. Der Phanteks PH-TC14PE richtet sich schlicht an alle Enthusiasten, die ein Maximum an Performance gepaart mit einem mehr als stimmigen Gesamtpaket suchen. In den "günstigeren" Regionen wird es hingegen ungleich schwieriger und man muss differenzieren. Der Dark Rock Pro 2 von be quiet punktet im Schnitt mit einer sehr guten Leistung auch mit unseren Referenzlüftern, die mitgelieferten Ventilatoren zeigen sich mit einer spannungsabhängigen Regelung gegenüber einer per PWM-Signal etwas zickig. Der Thermalright Silver Arrow SB-E ist in Sachen Maximalleistung vielleicht nicht ganz auf Augenhöhe der beiden genannten, punktet aber mit dem besten Gesamtpaket aus Lüfterbestückung, Montage, Verarbeitung, Lieferumfang und Leistung. Wer letztendlich den Platz im heimischen Rechner für sich beantspruchen soll, ist nicht zuletzt eine Frage des Budgets aber auch des gesuchten Gesamtpaktes.