Buyer's Guide 2018: Bauvorschlag für einen 3.300-Euro-Rechner

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buyers guides 2018 highend-teaserNach unseren beiden ersten Buyer's-Guide-Rechnern für rund 800 und 1.600 Euro legen wir nun eine weitere Schippe oben drauf und verdoppeln das Budget ein zweites Mal. Im dritten und letzten Teil unserer Buyer's Guides 2018 bauen wir einen Spielerechner für etwa 3.300 Euro und überprüfen, was man mit einem kernstarken Threadripper-Prozessor, einer brandneuen Turing-Grafikkarte, massig Arbeitsspeicher und einer schnellen M.2-SSD sowie mit einer zusätzlichen Magnetspeicher-Festplatte als Datengrab und einigen weiteren Features alles anstellen kann.

In den letzten Monaten und Jahren haben die Preise für Hardware-Komponenten vor allem im High-End-Segment ordentlich angezogen. Wurde die 1.000-Euro-Marke bei Prozessoren und Grafikkarten vor wenigen Jahren maximal für das jeweilige Topmodell durchbrochen, muss man heute für das Flaggschiff schon weitaus mehr auf den Ladentisch legen – teilweise kosten die Topmodelle über 1.500 Euro und das Ende der Fahnenstange ist noch längst nicht erreicht. 

Was wir bei unserem kleinsten Buyer's-Guide-Rechner für das gesamte System ausgegeben haben, spendieren wir bei unserem High-End-Rechner alleine für den Prozessor und die Grafikkarte, die beide jeweils rund 890 Euro kosten. Trotz der hohen Preise für die beiden Komponenten haben wir noch genügend finanziellen Spielraum, um auch der SSD ein Upgrade zu spendieren, den CPU-Kühler auf eine leistungsfähige Wasserkühlung umzurüsten oder das Netzteil leistungsfähiger zu machen. Außerdem erfordern die schnellen Komponenten und die aufwendige Kühlung mehr Platz im Gehäuse, weshalb wir auch hier eine Nummer größer werden. 

Wie bei all unseren Buyer's Guides legen wir unseren Fokus auf Gaming und greifen lieber zu einer schnellen Grafikkarte als zu einer noch größeren SSD oder gar einem RAID-Verbund oder eine zusätzliche Soundkarte. Jeder hat seine eigenen Vorstellungen für seinen Traum-PC, weshalb unsere Artikelserie nur als Vorschlag und eine solide Basis angesehen werden sollte. Unsere Auswahl ist unter Umständen auch deswegen eingeschränkt, weil nicht immer das gewünschte Produkt sofort verfügbar oder sich bis zu Redaktionsschluss schon wieder Preisänderungen einstellten. Individuelle Beratung aber gibt es bei uns im Forum, wo unsere Community-Mitglieder gerne mit Rat und Tat zur Seite stehen.

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Bei unserem High-End-System setzen wir wie schon im letzten Jahr auf einen Threadripper-Prozessor von AMD, welcher es inzwischen in die zweite Generationsstufe geschafft hat. Eine schnelle GeForce RTX 2080 von ASUS darf ebenso wenig fehlen wie eine üppig ausgestattete M.2-SSD mit PCI-Express-Anbindung und eine zusätzliche 3-TB-HDD von Seagate. Außerdem stocken wir den Arbeitsspeicher dank Quad-Channel-Interface auf satte 32 GB auf, setzen auf ein 1.000 W starkes Netzteil mit genügend Overclocking-Reserven und stellen auf eine All-In-One-Wasserkühlung beim Prozessor von Enermax um. All das verbauen wir in einem riesigen be quiet! Dark Base Pro 900, welches natürlich mit unserem Excellent-Hardware-Award ausgezeichnet wurde. 

Die technischen Daten haben wir tabellarisch zusammengefasst:

Buyer's Guide: High-End-PC
HardwarePreis
Prozessor: AMD Ryzen Threadripper 2950X ca. 890 Euro
Mainboard: ASUS ROG Strix X399-E Gaming ca. 395 Euro
Arbeitsspeicher: G.Skill Trident Z, 4x 8 GB DDR4-3200 ca. 335 Euro
Grafikkarte: ASUS ROG Strix GeForce RTX 2080 OC Gaming ca. 890 Euro
Massenspeicher: Corsair Force MP510 480GB
Seagate BarraCuda 3 TB
ca. 136 Euro
ca. 79 Euro
Optisches Laufwerk: -
-
Soundkarte: onboard -
Netzteil: Seasonic PRIME Titanium 1.000W ca. 310 Euro
Kühlung und Gehäuse
Gehäuse: be quiet! Dark Base Pro 900 ca. 170 Euro
CPU-Kühler: Enermax Liqtech II TR4 240 RGB ca. 120 Euro
Lüfter: - -
Preis
Gesamtpreis:   3.325 Euro

Neu ist in diesem Jahr, dass man unsere Buyer's-Guide-Systeme erstmals direkt bei einem der großen Systemdistributoren kaufen kann und sich somit die Bestellung bei unterschiedlichen Online-Shops, den Zusammenbau, die Installation und schließlich die Nerven bei etwaigen Hardware-Problemen sparen kann. Caseking übernimmt all diese Service-Leistungen und steht auch für etwaige Upgrades bei Grafikkarte, Prozessor und Co. zur Seite. Außerdem gibt es ein schickes Hardwareluxx-Logo auf dem Gehäuse und natürlich eine zweijährige Garantiezeit mit oben drauf.

Unser High-End-Rechner kostet bei Caseking.de rund 3.799 Euro. Dabei kann es jedoch passieren, dass die Komponenten je nach Verfügbarkeit etwas von unseren Vorschlägen abweichen können. 

Auf den nachfolgenden Seiten haben wir unseren 3.300-Euro-Rechner zusammengebaut und ihn durch einen ausgewählten Benchmark-Parcours gejagt


Der Prozessor:

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Pünktlich zum ersten Geburtstag der Threadripper-Prozessoren läutete AMD im August die nächste Generation ein. Sie bringt zum einen mehr Kerne zum günstigeren Preis, setzt auf die Zen+-Architektur, die neben einigen Verbesserungen beim Speichercontroller einen nominellen Shrink von 14 auf 12 nm erfahren hat, und wurde weiter beschleunigt. Das neue Flaggschiff, der AMD Ryzen Threadripper 2990WX bietet satte 32 Kerne, ist mit einem Preis jenseits der 1.900-Euro-Marke für unseren Spiele-PC jedoch viel zu teuer und fast schon zu schnell, denn nur wenige Spiele profitieren von einer derart hohen Kernanzahl. Wir haben uns für unseren dritten und letzten Buyer's-Guide-Rechner daher für den AMD Ryzen Threadripper 2950X entschieden. 

Er bietet bei einer TDP von 180 W 16 Kerne und 32 Threads, die sich mit einem Basis- und Turbo-Takt von 3,5 bis 4,4 GHz ans Werk machen und auf einen 32 MB großen L3-Cache zurückgreifen können und offiziell vier Speicherkanäle mit bis zu 2.933 MHz schnellen Modulen unterstützt. Die Größe des L2-Caches lässt AMD gegenüber der ersten Generation unangetastet und stellt weiterhin 512 KB pro Kern bereit.

In unserem Preisvergleich kostet der AMD Ryzen Threadripper 2950X derzeit knapp 890 Euro. Er konkurriert mit dem Intel Core i9-7900X, der für knapp 1.000 Euro zu haben ist und damit etwas mehr kostet als unser AMD-Modell.

Mögliche Alternativen:

Weitere CPU-Tests finden sich unter in unserer Prozessoren-Kategorie.

Der CPU-Kühler:

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Mit einer TDP von 180 W ist der AMD Ryzen Threadripper 2950X nicht gerade einfach zu kühlen und erfordert daher eine leistungsstarke Kühlung. Wir haben uns hier für die LiqTech TR4 II RGB von Enermax entschieden, eine All-In-One-Wasserkühlung, die speziell für die neue Threadripper-Generation entwickelt und angepasst wurde. Sie ist ausschließlich zu den AMD-Sockeln TR4 bzw. SP3 kompatibel. Die einfarbig weiße Beleuchtung der ersten Generation wurde durch adressierbare RGB-LEDs ersetzt, welche zu ASUS Aura Sync kompatibel ist, sich aber auch über den mitgelieferten Controller mit zehn unterschiedlichen Lichteffekten individualisieren lässt. 

Für die Kühlung steht ein 240-mm-Radiator mit zwei hauseigenen T.B.Pressure-Lüftern bereit, die sich über das PWM-Signal regeln lassen und in einem Drehzahlbereich von 500 bis 2.300 Umdrehungen pro Minute arbeiten. Als Pumpe dient eine EF1-Pumpe mit Keramiklager, die eine Förderleistung von bis zu 450 l pro Stunde erreichen kann; die 40 cm langen Schläuche bestehen aus Polyamid-Gummi und haben eine gewebte Außenhülle. Ausgelegt ist die Enermax LiqTech TR4 II RGB für eine Abwärme von bis zu 500 W, womit sie bei unserem Ryzen Threadripper 2950X mehr als genug Reserven für weitere Overclocking-Versuche mit sich bringt. 

All das hat natürlich seinen Preis: In unserem Preisvergleich wird die All-In-One-Wasserkühlung derzeit ab etwa 120 Euro gelistet. Eine gute Alternative wäre die Corsair Hydro Series H115i 280 mm für etwa 140 Euro. Wer eine Luftkühlung bevorzugt, kann zum Noctua NH-U14S TR4-SP3 greifen. Er kostet knapp 75 Euro.

Mögliche Alternativen:

Weitere Kühler-Tests finden sich in unserer Kühlungs-Kategorie.

Das Mainboard:

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Als Untersatz für den AMD Ryzen Threadripper 2950X dient bei unserem dritten Buyer's-Guide-Rechner das ASUS ROG Strix X399-E Gaming. Die Platine kommt im großformatigen E-ATX-Formfaktor daher und bietet direkt neben dem Sockel TR4 acht DIMM-Speicherplätze für DDR4-3600, um das Quad-Channel-Interface der CPU voll bedienen zu können. An Erweiterungssteckplätzen bietet es vier PCI-Express-3.0-x16-Grafikkarten-Slots, einen PCI-Express-2.0-x4-Port und einen -1x-Steckplatz. Die Grafikkarten-Slots können mit zwei Grafikkarten mit wahlweise acht oder 16 Lanes bestückt werden. M.2-SSDs können per 1x M.2/M-Key (PCI-Express 3.0 x4/SATA, 22110/2280/2260/2242) und 1x M.2/M-Key (PCI-Express 3.0 x4/SATA, 2280/2260/2242) sowie 1x U.2/SFF-8643 (PCI-Express 3.0 x4) eingebunden werden. Für klassische Festplatten stehen sechs SATA-III-Ports mit 6 GBit/s zur Verfügung. Moderne Anschlüsse bis hin zu Gigabit-LAN, integriertes WiFi sowie USB 3.1 Typ-C fehlen ebenfalls nicht. 

Hauptplatinen für AMDs Threadripper-Prozessoren sind jedoch alles andere als günstig. Das ASUS ROG Strix X399-E Gaming schlägt in unserem Preisvergleich derzeit mit etwa 395 Euro zu Buche. Als mögliche Alternativen empfehlen wir das ASUS ROG X399 Zenith Extreme für rund 550 Euro oder das ASRock X299 Taichi XE für etwas unter 300 Euro mit älterem Chipsatz.

Mögliche Alternativen:

Weitere Mainboard-Tests finden sich in unserer Mainboard-Kategorie.

Der Speicher:

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Sowohl Intel wie auch AMD setzen bei ihren High-End-Plattformen auf ein Quad-Channel-Interface. Vier Module sind hier also das Optimum. Unserem AMD Ryzen Threadripper 2950X setzen wir daher vier Module der Trident-Z-RGB-Familie zur Seite, die sich mit einem Takt von 3.200 MHz ans Werk machen, pro Modul 8 GB bereitstellen und somit eine Gesamtkapazität von stolzen 32 GB bieten – viermal so viel wie noch bei unserem kleinen Einstiegs-Rechner. Dabei arbeitet der RAM mit 1,35 V und erreicht Timings von CL16-18-18-38. Eine schicke RGB-Beleuchtung direkt über dem Aluminium-Heatspreader darf natürlich ebenfalls nicht fehlen. 

Preislich muss man dafür etwa 310 Euro einplanen. Mögliche Alternativen wären der Corsair Vengeance Pro RGB mit 3.600 MHz und ebenfalls 32 GB für rund 450 Euro oder aber der etwas günstigere Crucial Ballistix Elite mit 3.000 MHz und nur 16 GB. 

Mögliche Alternativen:

Weitere RAM-Tests finden sich in unserer Arbeitsspeicher-Kategorie.


Die Grafikkarte:

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Preise jenseits der 1.500-Euro-Marke bei High-End-Grafikkarten sind inzwischen keine Seltenheit. Während wir im letzten Jahr noch auf das GeForce-Flaggschiff setzen konnten, gelingt uns das bei solch hohen Preisen in diesem Jahr nicht mehr. Trotzdem kann sich die Leistung der zweitschnellsten Turing-Grafikkarte, welche NVIDIA erst im Sommer der breiten Öffentlichkeit präsentierte und welche noch immer schwer zu haben ist, sehen lassen und liegt etwas über dem Vorjahresmodell. Wir haben uns hier für eine ASUS ROG Strix GeForce RTX 2080 OC Gaming entschieden.

Sie basiert wie alle GeForce-RTX-2080-Karten auf der TU104-GPU mit 13,6 Milliarden Transistoren, die auf einer Fläche von stolzen 545 mm² satte 2.944 Shadereinheiten sowie 368 der überarbeiteten Tensor-Cores und 46 der neuen RT-Cores vorsieht. Dazu gibt es einen 8 GB großen GDDR6-Videospeicher, der über ein 256 Bit breitest Speicherinterface anbindet und sich standardmäßig mit Taktraten von 1.750 MHz ans Werk macht und somit eine Bandbreite von 448 GB/s erreichen kann. Gegenüber der Founders Edition von NVIDIA legt unser ASUS-Modell natürlich deutlich zu. Während NVIDIA bei seiner Vorlage Frequenzen von 1.515 respektive mindestens 1.800 MHz im Basis und Boost vorsieht, sind im OC-Profil der ASUS ROG Strix GeForce RTX 2080 OC Gaming Taktraten von mindestens 1.890 MHz hinterlegt. In der Praxis erreicht unser Testmodell Taktraten von 1.950 bis 1.965 MHz, was 50 bis 60 MHz über der Founders Edition liegt, während dank des leistungsfähigen Kühlkörpers Temperaturen von gerade einmal maximal 63 °C erreicht werden. ASUS setzt auf einen mächtigen Kühlkörper, der das Dual-Slot-Design knapp überschreitet. Dafür gibt es dicke Vollkupfer-Heatpipes, zahlreiche Aluminiumfinnen und drei riesige Lüfter mit einem Durchmesser von jeweils 90 mm. 

Das alles hat jedoch seinen Preis: Stolze 890 Euro werden für die ASUS ROG Strix GeForce RTX 2080 OC Gaming derzeit aufgerufen. Mögliche Alternativen wären die EVGA GeForce RTX 2080 Ti FTW3 Ultra Gaming für stolze 1.580 Euro oder die MSI GeForce GTX 1080 Ti Armor OC zu einem günstigeren Kurs von rund 810 Euro.

Mögliche Alternativen:

Weitere GPU-Tests finden sich in unserer Grafikkarten-Kategorie.

Das Netzteil:

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Der AMD Ryzen Threadripper 2950X mit einer TDP von 180 W und die ASUS ROG Strix GeForce RTX 2080 OC Gaming zollen nicht nur bei der Kühlung ihr Tribut, sondern auch bei der Leistungsaufnahme. Hier legen wir bei unserem 3.300-Euro-Rechner eine weitere Schippe oben drauf und verbauen das Seasonic Titanium PRIME. Dieses darf sich – wie der Name bereits vermuten lässt – mit dem Titanium-Zertifikat schmücken und zeigt sich damit noch einmal effizienter als die beiden anderen Netzteile unserer Buyer's-Guide-Reihe. Das ATX-Modell bringt es auf eine Ausgangsleistung von stolzen 1.000 W und verfügt über eine einzelne 12-V-Leitung, die satte 83 A leistet. Die kleineren 3,3- und 5,0-Schienen stellen hingegen jeweils 25 A bereit. Ein Kabelmanagement gibt es ebenfalls, was den Luftstrom in unserem Gehäuse verbessert, da nur noch die tatsächlich benötigten Kabel im System hängen. 

Ausreichend Kabelmaterial gibt es trotzdem: Alleine für die Grafikkarten bietet das Seasonic-Netzteil acht 6+2-Pin-Stecker, dazu gibt es die üblichen Stecker für Mainboard und Prozessor, 14 SATA-Buchsen, fünf 4-Pin-Molex-Stecker und einen Adapter für ein älteres Floppy-Laufwerk. Gekühlt wird der Stromspender über einen kugelgelagerten 135-mm-Lüfter, der selbst unter Volllast angenehm laufruhig seine Dienste verrichten soll. Lobenswert: Per Dippschalter auf der Rückseite kann zwischen einem aktiven und semi-passiven Betrieb umgeschaltet werden. 

Aktuell werden für das Seasonic Titanium PRIME mit 1.000 W rund 245 Euro aufgerufen. Etwas günstiger geht es mit der 850-W-Version für etwa 210 Euro oder mit dem Enermax Platimax D.F. 1050W und dem be quiet! Dark Power Pro 11 1000W für 220 bzw. 215 Euro.

Mögliche Alternativen:

Weitere PSU-Tests finden sich in unserer Netzteil-Kategorie.

Der Massenspeicher:

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Bei der SSD greifen wir wie schon bei unsere Mittelklasse-Rechner abermals zur Corsair Force MP510 – anstatt der 240-GB-Variante aber zur größeren 480-GB-Version. Sie setzt ebenfalls auf Toshibas BiCS-3-Speicher mit 64 Schichten, die im weit verbreiteten 2280-Formfaktor untergebracht sind und damit schnelle Datenübertragungsraten versprechen. Corsair spricht hier von Geschwindigkeiten von bis zu 3.480 bzw. 3.000 MB/s beim Lesen und Schreiben, wobei die Geschwindigkeiten natürlich von der Kapazität abhängen. Bei unserem 480-GB-Modell erhöht sich die Datenrate auf immerhin 3.480 bzw. 2.100 MB/s.

Knapp 136 Euro werden für unsere 480-GB-Version ausgerufen. Die Samsung SSD 970 Pro mit 512 GB kostet rund 170 Euro und wäre damit noch einmal ein Stück weit teurer.

Um auch die eigene Spielesammlung problemlos abspeichern zu können, stecken wir einen zusätzlichen Magnetspeicher der BarraCuda-Reihe von Seagate hinzu. Er erreicht mit einer Umdrehungsgeschwindigkeit von schnellen 7.200 RPM sehr gute 140 MB/s und bietet 3 TB. Mit einem Preis von nur 70 Euro ist das eine lohnenswerte Investition. Wer mehr braucht, bekommt die Festplatten mit bis zu 14 TB. Dann werden jedoch stolze 540 Euro fällig.

Mögliche Alternativen:

Weitere SSD-Tests finden sich in unserer Storage-Kategorie.

Das Gehäuse:

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Die gesamte Hardware verpacken wir abermals im Dark Base Pro 900 von be quiet!. Dieses bietet mit Abmessungen von 242,7 x 585,5 x 577,2 mm (B x H x T) richtig viel Platz für unsere High-End-Hardware und kommt mit Blick auf unser E-ATX-Mainboard mit jedem Formfaktor zurecht. Außerdem bietet es Platz für zwei 5,25-Zoll-Laufwerke und nimmt bis zu sieben 3,5-Zoll-Festplatten sowie bis zu 15 2,5-Zoll-Geräte auf, wobei von letzteren jeweils zwei in einem 3,5-Zoll-Käfig über Adapter montiert werden. Für die Kühlung sind drei riesige 140-mm-Lüfter in der Front und ein weiteres 140-mm-Modell an der Rückwand vorinstalliert. Optional lassen sich bis zu vier zusätzliche Lüfter im Deckel, zwei am Boden und ein weiterer am Seitenteil verbauen. be quiet! setzt im Übrigen auf Echtglas beim Seitenteil und auf gebürstetes Aluminium an der Front sowie auf Stahl im Inneren. 

Knapp 180 Euro kostet das be quiet! Dark Base Pro 900. Eine nicht weniger unspektakuläre Alternative wäre das erst kürzlich von uns getestete und ebenfalls mit unserem heiß begehrten Excellent-Hardware-Award ausgezeichnete Cooler Master Cosmos C700M für satte 440 Euro.

Mögliche Alternativen:

Weitere Gehäuse-Artikel finden sich in unserer Gehäuse-Kategorie.


Alle Komponenten sind zusammengesteckt, Windows 10 installiert – Zeit für die ersten Benchmarks!

Schon bei der reinen Alltagsleistung legt unser High-End-Rechner eine ordentliche Schippe oben drauf. Der AMD Ryzen Threadripper 2950X schraubt mit seinen 16 Kernen und 32 Threads gehörig an der Multicore-Performance. In den beiden Cinebench-Benchmarks erreicht er stolze 24,43 und 3.167 Punkte und setzt sich damit in den Benchmarks klar an die Spitze. Im Single-Preset bricht die Leistung jedoch etwas ein und gesellt sich hinter Intel und den Core i7-8700K aus unserem Mittelklasse-System. Hier sind nur etwa 1,97 respektive 177 Punkte drin, was für den Alltag natürlich noch immer mehr als schnell genug ist. 

Dank des Quad-Channel-Interfaces steigt die Speicherleistung auf fast 50 GB/s an, die SSD legt ebenfalls zu und erreicht durchschnittliche Datenübertragungsraten von über 3.000 und 2.000 MB/s beim Lesen und Schreiben. Sogar die HDD als zusätzliches Datengrab ist mit rund 140 MB/s durchaus sehr schnell. Im Komprimierungs-Test von 7-Zip erreicht das System damit stolze 82.756 MIPS. 

Cinebench R11.5

24.43 XX


1.97 XX


Punkte
Mehr ist besser

Cinebench R15

3167 XX


177 XX


Punkte
Mehr ist besser

SiSoft Sandra

Speicherbandbreite

GB/Sek.
Mehr ist besser

Durchsatz Massenspeicher

Lesen und Schreiben

SSD
3403.1 XX


2011.9 XX
HDD
191 XX


171.7 XX
MB/Sek.
Mehr ist besser

7-Zip

32M

MIPS
Mehr ist besser

Futuremark PCMark 8

5983 XX


4264 XX


Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

Futuremark PCMark 10

Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser


Bei den Grafikbenchmarks sorgt die ASUS ROG Strix GeForce RTX 2080 OC Gaming für ordentliche Zuwächse gegenüber der ZOTAC GeForce GTX 1070 Ti AMP! Extreme aus unserem Mittelklasse-System oder gar der MSI GeForce GTX 1060 Aero ITX OC aus unserem Einstiegs-Rechner. Zwar ist schon unser zweiter Buyer's-Guide-Rechner in einigen Spielen schnell genug für die hohe 4K-Auflösung, uneingeschränkt zu empfehlen ist in dieser Disziplin jedoch nur unser High-End-Rechner, denn nur er schafft es, in den höchsten Qualitätseinstellungen in allen Benchmarks die magische 60-FPS-Marke zu durchbrechen. Er ist uneingeschränkt für das Gaming zu empfehlen.

Futuremark 3DMark

Fire Strike

53098 XX


45609 XX


21852 XX


10844 XX


Futuremark-Punkte
Mehr ist besser

Assassins Creed: Odyssey

Sehr Hoch

96.2 XX


70 XX
84.3 XX


56 XX
64.3 XX


51 XX
Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

Call of Duty: WWII

Extreme

144.1 XX


110 XX
119.7 XX


94 XX
77.3 XX


66 XX
Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

Grand Theft Auto 5

Sehr hoch

121.1 XX


73 XX
109.9 XX


65 XX
81.3 XX


37 XX
Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

Project Cars 2

Ultra

185.8 XX


171 XX
159.3 XX


148 XX
100.4 XX


90 XX
Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

The Witcher 3

Hoch

114.9 XX


111 XX
113.1 XX


89 XX
64.6 XX


51 XX
Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

Wolfenstein 2

Extreme

311.5 XX


234.5 XX


122.6 XX


Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser


Die gewaltige Rechenpower von Threadripper und der Turing-GPU haben jedoch ihre Schattenseiten: Beide Komponenten sind nicht einfach zu kühlen und nicht gerade sparsam was die Leistungsaufnahme betrifft.

Leistungsaufnahme (Gesamtsystem)

Idle

82.6 XX


256.1 XX


377.8 XX


in Watt
Weniger ist besser

Schon im Leerlauf genehmigt sich das System mit 82,6 W mehr als doppelt so viel wie die beiden anderen Buyer's-Guide-Rechner und das obwohl auch der AMD Ryzen Threadripper 2950X und die ASUS ROG Strix GeForce RTX 2080 OC Gaming bei Nichtgebrauch sämtliche Stromspar-Techniken aktivieren. Die schiere Anzahl an Rechenkernen zollt ihren Tribut. 

Wird der Prozessor mittels Prime95 ausgelastet, dann steigt der Energiehunger auf über 255 W an, wird außerdem die Turing-Grafikkarte über Furmark ausgereizt und an ihre Leistungsgrenze gezwungen, sind es im Worst-Case sogar über 440 W. Das ist alles andere als sparsam, in Anbetracht der schieren Performance war das jedoch nicht anders zu erwarten. Immerhin: Im Spielebetrieb sind es nur rund 378 W. 

Lautstärke

Idle

34.8 XX


38.4 XX


39.1 XX


in dB(A)
Weniger ist besser

Trotzdem bleibt der 3.300-Euro-Rechner dank All-In-One-Wasserkühlung und leistungsstarkem Grafikkarten-Kühler relativ leise. Zwar sind die 42,1 dB(A) in der Spitze deutlich lauter als bei unseren beiden ersten Bauvorschlägen, jedoch noch immer deutlich niedriger als bei einem aktuellen Gaming-Notebook der High-End-Klasse. Vor allem im Spielebetrieb sind es vergleichsweise laufruhige 39,1 dB(A).

Im Leerlauf arbeitet das System mit 34,8 dB(A) flüsterleise und ist nur unwesentlich lauter als die beiden Systeme der Artikelstrecke. Wird nur der Threadripper-Prozessor ausgelastet, erreicht unser Bauvorschlag eine Geräuschkulisse von 38,4 dB(A).

Temperatur

Idle

HDD
28 XX


34 XX


SSD
39 XX


41 XX


GPU
44 XX


in Grad Celsius
Weniger ist besser

Temperatur

Last

HDD
33 XX


SSD
43 XX


47 XX


59 XX


GPU
66 XX


in Grad Celsius
Weniger ist besser

Trotz der gewaltigen Abwärme von 180 bzw. 225 W von CPU und GPU und des doch relativ leisen Betriebsgeräuschs, gibt es keine Probleme bei der Kühlung. Selbst unter Volllast bleibt die Hardware fernab kritischer Temperatur-Grenzen. Die wärmste Komponente mit gerade einmal 66 °C ist hier die ASUS ROG Strix GeForce RTX 2080 OC Gaming, gefolgt vom AMD Ryzen Threadripper 2950X mit 59 °C, was vor allem an der All-In-One-Wasserkühlung von Enermax liegt. Die M.2-SSD erreicht in unseren Tests Temperatur-Werte von 43 °C in der Spitze, bei der Seagate-HDD sind es immerhin noch 33 °C. Profitiert wird vor allem von den vormontierten Gehäuse-Lüftern des be quiet! Dark Base Pro 900. 

Im normalen Office-Betrieb bei geringerer Belastung fallen die Temperaturen deutlich niedriger aus. Bei Prozessor und Grafikkarte sind es dann nur noch 41 bis 44 °C, der Massenspeicher erreicht bis zu 39 °C und das Mainboard begnügt sich mit 34 °C.


Wer bereit ist, 3.300 Euro für seinen Spiele-PC zu investieren, wird nicht enttäuscht werden. Er bekommt mitunter die schnellste Spieler-Hardware, die flott genug ist, selbst die aktuellsten und fordernsten Spielekracher problemlos in 4K darzustellen. All unsere Benchmark-Titel laufen problemlos in einer Auflösung von 3.840 x 2.160 Bildpunkten in den höchsten Qualitätseinstellungen mit mindestens 60 Bildern pro Sekunde über den Bildschirm. Möglich wird dies dank des AMD Ryzen Threadripper 2950X und der ASUS ROG Strix GeForce RTX 2080 OC Gaming, welche beide zu den schnellsten Modellen ihrer Art zählen. 

Teuer ist der Rechner aber nicht nur in der Anschaffung – alleine die Grafikkarte und der Prozessor kosten jeweils etwa 890 Euro – sondern auch im Unterhalt. Mit einer maximalen Leistungsaufnahme von knapp unter 450 W schluckt der High-End-Rechner unserer diesjährigen Buyer's Guides sehr viel Strom. Selbst im Spielebetrieb sind es noch etwas mehr als 375 W und selbst im Leerlauf genehmigt sich der Rechner mit etwas über 80 W mehr als das Doppelte als die beiden anderen Systeme unserer Artikelstrecke. 

Probleme bei der Kühlung gibt es dank All-In-One-Wasserkühlung und dem mächtigen Triple-Slot-Kühler auf der Grafikkarte keine: Die Temperaturen von Prozessor, Grafikkarte, Mainboard und SSD bleiben selbst unter Volllast stets im grünen Bereich. Laut wird es dabei nur bedingt, denn die 42,1 dB(A) unter absoluten Extrem-Bedingungen sind durchaus hörbar, aber nicht störend. In der Praxis bleibt das System im Spielebetrieb mit 39,1 dB(A) der magischen 40-dB(A)-Marke fern. Im Leerlauf säuseln die Lüfter nur bei etwa 34,8 dB(A) vor sich hin. Aktuelle Gaming-Notebooks sind deutlich lauter unterwegs. 

Deutliche Verbesserungen gegenüber den günstigeren Buyer's-Guide-Rechnern haben wir trotz der hohen Kosten für CPU und GPU auch bei den restlichen Komponenten hinbekommen. Die SSD fasst nicht nur die doppelte Speichermenge, sondern ist mit Lese- und Schreibraten von rund 3,1 bzw. 2,0 GB/s auch ein gutes Stück schneller, die Seagate-HDD speichert die dreifache Menge bei ebenfalls weiter gesteigerten Geschwindigkeiten. 

Wer in UHD spielen und dabei keinerlei Abstriche in Kauf nehmen möchte, der muss zu einem High-End-System dieser Preis- und Leistungsklasse greifen. Ein Großteil dürfte sich jedoch mit unserem Mittelklasse-System für rund 1.650 Euro zufriedengeben – wer nur einen Full-HD-Monitor besitzt, kommt sogar mit dem 800-Euro-Rechner aus. 

Wer sich den Zusammenbau sparen möchte, kann unseren Einstiegs-Rechner auch bei Caseking.de bestellen.

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Die technischen Daten haben wir tabellarisch zusammengefasst:

Buyer's Guide: High-End-PC
HardwarePreis
Prozessor: AMD Ryzen Threadripper 2950X ca. 890 Euro
Mainboard: ASUS ROG Strix X399-E Gaming ca. 395 Euro
Arbeitsspeicher: G.Skill Trident Z, 4x 8 GB DDR4-3200 ca. 335 Euro
Grafikkarte: ASUS ROG Strix GeForce RTX 2080 OC Gaming ca. 890 Euro
Massenspeicher: Corsair Force MP510 480GB
Seagate BarraCuda 3 TB
ca. 136 Euro
ca. 79 Euro
Optisches Laufwerk: -
-
Soundkarte: onboard -
Netzteil: Seasonic PRIME Titanium 1.000W ca. 310 Euro
Kühlung und Gehäuse
Gehäuse: be quiet! Dark Base Pro 900 ca. 170 Euro
CPU-Kühler: Enermax Liqtech II TR4 240 RGB ca. 120 Euro
Lüfter: - -
Preis
Gesamtpreis:   3.325 Euro
Testergebnisse
Cinebench R11.5 24,43 Punkte
Crystal Disk 3.403,1 MB/s 
3DMark Fire Strike 21.852 Punkte 
Grand Theft Auto V 114,9 FPS 
The Witcher 3 58,1 FPS 
Wolfenstein 2 311,5 FPS 
Project Cars 2 185,8 FPS 
Call of Duty: WWII 144,1 FPS
Leistungsaufnahme 377,8 W 
Lautstärke 39,1 dB(A) 
Temperaturverhalten CPU/GPU/Mainboard: 59/66/47 °C