Seite 2: Die Hardware-Ausstattung

In Kooperation mit PCZentrum

Bevor wir uns den PCZentrum Vulkan R6 im Detail näher anschauen, werfen wir noch einen Blick auf die Hardware-Ausstattung. 

Herzstück des PCZentrum Vulkan R6 ist ein Intel Core i7-8700K, welcher erst im Herbst präsentiert wurde. Er verfügt im Vergleich zum direkten Vorgänger über 50 % mehr Rechenkerne und kommt somit auf sechs native Kerne, die dank des SMT-Features somit weiterhin je zwei Threads und damit zwölf Threads in der Summe gleichzeitig verarbeiten können. Gegenüber Kaby Lake hat sich zwar die Core-Anzahl erhöht, bei den Taktraten fährt man allerdings einen kleinen Schritt zurück und drückt den Basis-Takt auf nur noch 3,7 GHz. Im Turbo sollen einzelne Kerne Geschwindigkeiten von bis zu 4,7 GHz erreichen können. Ansonsten bietet der Intel Core i7-8700K einen 12 MB großen L3-Cache und sortiert sich weiterhin in der 95-W-TDP-Klasse ein, womit sich im Vergleich zu Kaby Lake nichts getan hat. Gefertigt wird Coffee Lake im fortschrittlichen 14-nm-Verfahren. In unserem Preisvergleich bezahlt man für die Boxed-Variante mit Kühler derzeit etwa 315 Euro. Kurz nach dem Release wurden zeitweise noch über 400 Euro ausgerufen. 

Gekühlt wird der Intel Core i7-8700K in unserem Vulkan-R6-PC von PCZentrum von einem Noctua NH-U14S. Dieser verfügt aufgrund seiner gewaltigen Abmessungen natürlich über ein deutlich höheres Maß an Kühlperformance als der Boxed-Kühler von Intel und dürfte obendrein deutlich leiser seine Dienste verrichten. Hierfür stehen dem Tower-Kühler, der ohne Lüfter etwa 770 g auf die Waage stemmt, nicht nur zahlreiche Aluminiumfinnen zur Seite, sondern auch sechs dicke Kupfer-Heatpipes und ein hauseigener 150-mm-Lüfter, der sich per PWM-Signal regeln lässt und sich geräuscharm mit 300 bis 1.500 RPM ans Werk machen soll. Er alleine kostet derzeit etwa 67 Euro in unserem Preisvergleich.

Auf eine Übertaktung haben wir trotz des K-Zusatzes im Namen des Coffee-Lake-Prozessors und des damit nach oben hin geöffneten Multiplikators verzichtet. In der Regel können ohne Anpassung der Spannung die 4,7 GHz problemlos auf allen sechs Rechenkernen gefahren werden, mit etwas Glück sind mit Spannungserhöhung auf etwa 1,3 V runde 5,0 GHz möglich. Das aber muss der Käufer bei unserem Vulkan R6 selbst ausprobieren. Mit dem leistungsstarken Kühler und dem Z370-Mainboard sind die Grundlagen dafür jedenfalls schon einmal geschaffen. 

Dazu gibt es 16 GB DDR4-Arbeitsspeicher. PCZentrum hat zwei Module der Vengeance-LPX-Reihe von Corsair verbaut, die im schnellen Dual-Channel-Modus zusammengesteckt wurden und mit Taktraten von 2.666 MHz arbeiten. Standardmäßig unterstützt Coffee Lake eigentlich nur 2.400 MHz schnelle Module, per Speicherteiler und XMP-Profil können je nach Mainboard so wie unserem Fall aber auch höhere Geschwindigkeiten gefahren werden. All das findet auf einem ASUS Prime Z370-P eine Heimat.

Für Spieler weitaus wichtiger ist die Grafikkarte. Hier haben wir uns für eine NVIDIA GeForce GTX 1080 entschieden, verzichten aber auf den Aufpreis für ein Custom-Modell mit aufwendigem Kühlsystem. PCZentrum hat sich hier für die MSI GeForce GTX 1080 Aero OC entschieden. Während die meisten Hersteller-Modelle mit einem Dual- oder Triple-Fan-Kühler auf sich aufmerksam machen, setzt man hier wie bei der Founders Edition auf ein Radialsystem. Dabei zieht der Kühler über das Slotblech Frischluft an, zieht sie über die gesamte Grafikkarte durch das Gehäuse und befördert sie an gleicher Stelle aufgewärmt wieder nach draußen.

Unter der Haube gibt es NVIDIAs 7,2 Milliarden Transistoren starken GP104-Chip, welcher wie die meisten Pascal-Chips im 16-nm-Verfahren bei TSMC gefertigt wird. Zur Verfügung stehen ihm 2.560 Shadereinheiten, die sich gewohnt aus vier Graphics Processing Clustern (GPC) mit jeweils fünf Streaming Multiprozessoren (SMM) zusammensetzen, die wiederum aus 128 ALUs bestehen. An jeden Shadercluster werden weiterhin acht Textureinheiten angeschlossen, womit es die NVIDIA GeForce GTX 1080 unseres PCZentrum Vulkan R6 auf 160 TMUs bringt.

Beim Speicherausbau kommen 8 GB GDDR5X-Videospeicher zum Einsatz, der über einen 256 Bit breiten Datenbus kommuniziert und sich mit einem Takt von 1.251 MHz ans Werk macht. So erreicht auch die MSI GeForce GTX 1080 Aero OC eine Speicherbandbreite von 320,3 GB/s und entspricht damit vollends der Founders Edition direkt von NVIDIA. Diesem gegenüber hat man leicht an der Taktschraube gedreht. Während sich die NVIDIA-Vorlage mit einem Basis- und Boost-Takt von 1.607 bzw. 1.733 MHz ans Werk macht, arbeitet der 3D-Beschleuniger unseres Testrechners mit 1.633 bzw. 1.772 MHz leicht schneller. In der Praxis sind im Spielebetrieb sogar problemlos 1.800 MHz möglich. Selbst unter absoluter Volllast, die wir gewohnt per Furmark simulieren, liegen noch immer 1.750 MHz auf dem Chip an. 

Die restliche Ausstattung

Windows 10 Home in der 64-Bit-Version sowie ein paar Demo-Versionen von Microsoft Office 365 oder den BullGuard, welcher sich 90 Tage lange kostenlos nutzen lässt, hat PCZentrum auf einer 256 GB großen SSD mit PCI-Express-Anbindung vorinstalliert. Konkret setzt man hier auf die Samsung PM961 im M.2-Steckkartenformat. Dazu gibt es eine handelsübliche Magnetspeicher-Festplatte im 3,5-Zoll-Format als zusätzliches Datengrab. Konkret kommt bei unserem Vulkan R6 die Seagate BarraCuda zum Einsatz, die per SATA III angebunden wird. 

Mit Strom versorgt wird die gesamte Hardware von einem Corsair RM750W. Der ATX-Stromspender verfügt über ein modulares Kabelmanagement, womit nur die tatsächlich benötigten Kabel im Gehäuse hängen, was PCZentrum hier natürlich zugutekommt, da weniger Kabelstränge versteckt werden müssen. All das wird im erst kürzlich vorgestellten Fractal Design Define R6 in der Tempered-Glass-Edition verbaut. 

Insgesamt kostet der Vulkan R6 so bei PCZentrum 2.010 Euro – inklusive des Zusammenbaus, der Software-Installation und natürlich etwaiger Service-Leistungen.

Vergleichsrechner: Was die Hardware im Eigenbau kostet

Da ein Großteil unserer Leser überwiegend zum Selbstbau-Rechner greifen dürfte, darf ein Vergleich mit einem solchen System nicht fehlen. Die teuerste Komponente ist die Grafikkarte, welche alleine mit 618 Euro zu Buche schlägt, gefolgt vom Intel Core i7-8700K, für den derzeit etwa 315 Euro auf den Ladentisch gelegt werden müssen. Zwar haben wir uns trotz des zusätzlichen Kühlers für die Boxed-Variante entschieden, dies hatte jedoch preisliche Vorteile, denn die Tray-Variante ohne Kühler kostet ein paar Euro mehr. Für den Corsair Vengeance LPX Black mit 16 GB und 2.666 MHz bezahlt man etwa 210 Euro, das ASUS Prime Z370-P als Untersatz ist ab etwa 116 Euro zu haben. Die beiden Laufwerke kosten zwischen 98 und 46 Euro. Netzteil und CPU-Kühler gibt es ab 106 bzw. 67 Euro, das Fractal Design R6 TG ab rund 130 Euro. Hinzu kommt noch eine Lizenz für Windows 10 Home.

Das Vergleichssystem
HardwarePreis im Hardwareluxx-Preisvergleich
Prozessor: Intel Core i7-8700K etwa 315 Euro
Mainboard: ASUS Prime Z370-P etwa 116 Euro
Arbeitsspeicher: 2x 8 GB Corsair Vengeance LPX Black DDR4-2666 etwa 210 Euro
Grafikkarte: MSI GeForce GTX 1080 Aero OC etwa 618 Euro
Massenspeicher: Samsung SSD PM961 256 GB, NVMe M.2
Seagate BarraCuda 1 TB, SATA III
etwa 98 Euro
etwa 46 Euro
Optisches Laufwerk: keines -
Soundkarte: on board -
Netzteil: Corsair 750W TX-M etwa 106 Euro
Kühlung und Gehäuse
Gehäuse: Fractal Design Define R6 TG etwa 130 Euro
CPU-Kühler: Noctua NH-U14S etwa 67 Euro
Lüfter: Zum Gehäuse zugehörig  
Software
Software Windows 10 Home etwa 119 Euro
Preis
Gesamtpreis:   etwa 1.825 Euro

In Summe bezahlt man damit für die Komponenten 1.825 Euro, was gerade einmal 185 Euro unterhalb des Preises für den Vulkan R6 von PCZentrum liegt. Dafür spart man sich den Zusammenbau, bekommt ein sauberes System und die Installation der wichtigsten Software-Tools ist ebenfalls schon erledigt. Darin einkalkuliert sind natürlich auch etwaige Service-Kosten innerhalb der Garantiezeit. Vorteil eines Stangen-PCs: Ist eine Komponente defekt, übernimmt der Hersteller die Fehlersuche und kümmert sich um den Austausch.

In Kooperation mit PCZentrum