Gigabyte GB-BNi7HG6-1060: Kleiner Schreihals mit Kaby Lake und GeForce GTX 1060 im Test

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gigabyte brix vr 1060 teaserMüssen Kleinstrechner tatsächlich Abstriche bei der Spieleleistung machen und ein trostloses Dasein mit trister Optik hinter dem Monitor auf dem Schreibtisch fristen? Nein, hat sich Gigabyte gedacht und erst kürzlich das GB-BNi7HG6-1060 vorgestellt. Dieses setzt auf einen quaderförmigen Aufbau, hochwertige Materialien und dürfte dank Kaby-Lake-CPU und Pascal-Grafik auch für Spieler geeignet sein. Wie sich das rund 1.129 Euro teure Barebone-System mit Intel Core i7-7700HQ und NVIDIA GeForce GTX 1060 im Alltag schlägt, erfährt man in diesem Hardwareluxx-Artikel auf den nachfolgenden Seiten.

Im Rahmen der letztjährigen Computex hatte Gigabyte so einige Design-Studien für seine kompakten Kleinstrechner der Brix-Familie im Messegepäck. Eine davon schaffte es wenig später tatsächlich auf den Markt. Ende Oktober testeten wir mit dem Gigabyte Brix GB-BNi7HG4-950 einen Gaming-Quader, dessen Hardware inzwischen allerdings etwas überholt und für Spieler auch nicht mehr empfehlenswert ist. Nun hat Gigabyte nachgelegt und die Hardware im Inneren gehörig aufgewertet. Statt eines Intel Core i7-6700HQ gibt es nun einen aktuellen Kaby-Lake-Prozessor. Auch die alte Maxwell-Grafikkarte wurde auf die aktuelle Pascal-Generation umgestellt. Am Aufbau des Gehäuses ändert sich nichts, äußerlich hat man diesem jedoch einen neuen Anstrich verpasst und das Aluminium schwarz eloxiert. Moderne Anschlüsse wie USB 3.1 Typ-C dürfen natürlich ebenso wenig fehlen wie ein integriertes WLAN- und Bluetooth-Modul. 

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Für aktuelle Spieletitel stehen ein Intel Core i7-7700HQ mit bis zu 3,8 GHz und eine NVIDIA GeForce GTX 1060 mit 6 GB GDDR5-Videospeicher zur Verfügung. Als Barebone muss der Käufer selbst für den Massen- und Arbeitsspeicher sorgen. Hier nimmt das GB-BNi7HG6-1060 zwei SODIMM-Riegel nach dem DDR4-Standard auf und lässt sich mit einer M.2-SSD oder alternativ einem 2,5-Zoll-Laufwerk per SATA ausrüsten. All das wird dann in deinem 220 x 110 x 100 mm großen Quader-Gehäuse untergebracht. Preislich muss man tief in die Tasche greifen. Ohne Betriebssystem, Arbeits- und Massenspeicher müssen aktuell etwa 1.129 Euro auf den Ladentisch legen.

Das Gigabyte Gaming-Brix VR 1060 in der Übersicht
Hersteller und BezeichnungGigabyte GB-BNi7HG6-1060
Straßenpreis: ab etwa 1.129 Euro
Homepage: www.gigabyte.de
Hardware 
Abmessungen: 220 x 110 x 110 mm (B x T x H)
Prozessor: Intel Core i7-7700HQ, 4x bis zu 3,8 GHz
Grafikkarte: 1x GeForce GTX 1060, 6 GB GDDR5
Massenspeicher: 1x M.2 SSD
1x 2,5-Zoll SATA III
Arbeitsspeicher: 2x SODIMM für DDR4, max 64 GB
Netzteil: 180 W (extern)
Anschlüsse: 3x USB 3.1 Gen1 Typ-A
1x USB 3.1 Gen2 Typ-A
1x USB 3.1 Gen2 Typ-C
2x HDMI
2x mini-DisplayPort
1x Gigabit-LAN (RJ45)
2x 3,5-mm-Klinke
1x S/PDIF
Sonstiges: Bluetooth 4.0, WLAN-AC

Wie sich das Gigabyte GB-BNi7HG6-1060 in Sachen Performance, Lautstärke- und Temperatur-Verhalten schlägt, das erfährt man auf den nachfolgenden Seiten dieses Hardwareluxx-Testartikels.

Preise und Verfügbarkeit
Nicht verfügbar Nicht verfügbar Nicht verfügbar



Herzstück unseres Brix-Systems ist ein Intel Core i7-7700HQ auf Kaby-Lake-Basis. Er ist einer der derzeit schnellsten Notebook-Prozessoren und findet eigentlich überwiegend in High-End-Notebooks seinen Einsatz. Wie alle aktuellen Intel-Prozessoren wird auch er im fortschrittlichen 14-nm-Verfahren gefertigt. Seine vier Rechenkerne machen sich mit einem Basis- und Turbo-Takt von 2,8 bis 3,8 GHz ans Werk, was gegenüber der Vorgänger-Generation auf Skylake-Basis einer Taktsteigerung um 200 MHz entspricht. Dank SMT-Support können die Rechenkerne acht Threads gleichzeitig abarbeiten. Ansonsten kann der Intel Core i7-7700HQ auf einen klassenüblichen 6 MB großen L3-Cache zurückgreifen und besitzt einen 1 MB großen L2-Cache, wobei sich hier jeder Kern 256 KB teilen muss. Der Daten- und Instruktions-Cache fasst hingegen je Rechenkern 32 KB an Daten. Die maximale Leistungsaufnahme wird von Intel mit sparsamen 45 W angegeben. Zum Vergleich: Das aktuelle Desktop-Flaggschiff für den Z270-Chipsatz erreicht eine maximale Leistungsaufnahme von bis zu 91 W.

gigabyte brix vr cpuz

Viel wichtiger für Spieler ist natürlich die Grafikkarte. Während das Gaming-Brix aus unserem letzten Test hier noch mit einer älteren GeForce GTX 950 auf Maxwell-Basis ausgerüstet war, hat man sich nun für eine GeForce GTX 1060 entschieden, was die Leistungsfähigkeit es GB-BNi7HG6-1060 deutlich verbessern dürfte. Die 4,4 Milliarden Transistoren starke GP106-GPU, welche bereits im fortschrittlichen 14-nm-Verfahren bei TSMC hergestellt wird, ist deutlich besser ausgestattet. Der GP106-GPU stehen insgesamt 1.280 Shadereinheiten zur Verfügung, die sich wie gewohnt in Graphics Processing Cluster und Streaming Multiprozessoren unterteilen. Damit entspricht die NVIDIA GeForce GTX 1060 auf Notebook-Basis fast 1:1 dem Desktop-Modell. 

Die Taktraten hat man jedoch deutlich nach unten korrigiert. Während es die Referenzversion der NVIDIA GeForce GTX 1060 hier auf einen Basis- und Boost-Takt von 1.506 bzw. 1.708 MHz bringt, erreicht die mobile Variante des Gigabyte Brix VR 1060 einen Takt von 1.405 bzw. mindestens 1.671 MHz. Dieser wird im Spielebetrieb während unserer Tests zwar durchaus erreicht, nach einiger Zeit aber sinkt die Geschwindigkeit aufgrund der hohen Temperaturen auf bis 1.240 MHz ab. 

Beim Speicherausbau bleibt gegenüber der Desktop-Variante alles beim Alten. Hier setzt man weiterhin auf einen 6 GB großen GDDR5-Videospeicher, welcher über 192 Datenleitungen an den Grafikprozessor angebunden wird. Zusammen mit einer Taktgeschwindigkeit von 2.002 MHz erreicht die NVIDIA GeForce GTX 1060 so eine Bandbreite von rund 192,2 GB/s. 

gigabyte brix vr gpuz

Die restliche Hardware-Ausstattung

Die restliche Hardware-Ausstattung hängt davon ab, was der Käufer ihr spendiert, denn das GB-BNi7HG6-1060 wird lediglich als Barebone angeboten. Arbeits- und Massenspeicher müssen vom Käufer selbst hinzugesteckt werden. Möglich sind hier bis zu 64 GB DDR4-Arbeitsspeicher und eine M.2-SSD sowie ein zusätzliches 2,5-Zoll-Laufwerk, welches per SATA-Kabel mit dem Mainboard verbunden wird. Wir entschieden uns hier für zwei SO-DIMM-Module von Crucial mit jeweils 4 GB Speicher und einer Geschwindigkeit von 2.400 MHz bei 1,2 V. Unser Massenspeicher stammt ebenfalls aus dem Hause Crucial. Die Curcial MX300 stellt hier 275 GB bereit, kommt im platzsparenden M.2-Steckkartenformat daher, wird aber nur per SATA angebunden – auf NVMe muss man leider verzichten.

Um die fehlende Hardware einbauen zu können, muss das Gehäuse komplett auseinandergenommen werden, was für den geübten Bastler zwar relativ schnell von der Hand gehen mag, den blutigen Anfänger aber überfordern dürfte, denn ganz so einfach ist es am Ende dann doch nicht – doch dazu später mehr. Gekühlt werden Grafikkarte und Prozessor semi-passiv. Direkt auf den Chips liegt jeweils ein dicker Aluminiumkühler auf. Für Frischluft und den Abtransport der heißen Abwärme von CPU und GPU sorgt sich einzig und allein ein 80-mm-Lüfter direkt im Gehäusedeckel des GB-BNi7HG6-1060. Das Betriebssystem kommt ebenfalls noch dazu. Insgesamt bezahlt man so für das Gigabyte GB-BNi7HG6-1060 mit unseren Komponenten satte 1.295 Euro zuzüglich der Lizenz für Windows 10. Nur das Barebone schlägt alleine mit rund 1.129 Euro zu Buche.


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Zwar besitzt das Brix VR noch immer eine quadratische Grundfläche, wie viele andere aktuelle Mini-PCs auch, jedoch ist die Hardware meist senkrecht eingebaut, womit das System deutlich an Höhe gewonnen hat und damit quaderförmig ist.

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Trotz der kompakten Abmessungen von 220 x 110 x 110 mm schreckt Gigabyte nicht davor zurück, teilweise Hardware-Komponenten zu verbauen, die dem High-End-Segment zuzuschreiben sind. Im Inneren gibt es einen flotten Core-i7-Prozessor und eine leistungsfähige Pascal-Grafikkarte der gehobenen Mittelklasse – beide stammen ursprünglich aus dem Notebook-Segment.

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Einzig am Gehäuse-Boden und im Deckel sind ein paar Lüftungsschlitze vorhanden, über die das Gigabyte Brix VR 1060 seine nötige Frischluft bezieht bzw. diese wieder aufgewärmt abgibt.

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An den beiden Seitenteilen gibt es weder Lüftungsschlitze, noch Anschlüsse oder sonstige Feinheiten. Hier ist das Gigabyte Brix GB-BNi7HG6-1060 schwarz eloxiert und optisch sehr schlicht gehalten. 

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Ein Großteil der Anschlüsse ist auf der Rückseite zwischen den beiden Seitenteilen zu finden. Hier stellt das Gaming-Brix eine Reihe von USB-Schnittstellen, die Gigabit-LAN-Buchse, die Anschlüsse für die Audio-Ausgabe und die Netzteilbuchse bereit. 

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Die beiden Antennen für das WiFi-Modul lassen sich an dieser Seite ebenfalls anschließen, genau wie das System über den integrierten Power-Button starten. Sogar eine moderne Typ-C-Schnittstelle ist mit von der Partie. Die arbeitet jedoch nur per USB 3.1 Gen2 und kommt nicht mit dem Thunderbolt-3-Protokoll zurecht.

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Welche Hardware tatsächlich im Inneren steckt, das zeigt das System stolz über einen Aufkleber auf dem Seitenteil. 

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Für die Videoausgabe stehen jeweils zwei HDMI- und DisplayPort-Anschlüsse zur Verfügung, die die NVIDIA GeForce GTX 1060 ansprechen können. Da die Ports auf der Seite direkt neben der Front angebracht sind, eignet sich das System so auch sehr gut für den Anschluss einer VR-Brille. Hier ist eine NVIDIA GeForce GTX 1060 aber auch absolute Mindestvoraussetzung. 

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Wie schon auf der Oberseite gibt es auch auf der Unterseite eine Reihe von Lüftungsschlitzen, über die die Kühlung ihre nötige Frischluft bezieht. Über die vier Schrauben, erhält man außerdem Zugriff auf die Hardware. Das ist Grundvoraussetzung, denn beim Gigabyte GB-BNi7HG6-1060 handelt es sich um ein Barebone-System, bei dem Arbeits- und Massenspeicher eigenständig noch hinzugesteckt werden müssen.


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Wie bereits erwähnt, werden Prozessor und Grafikkarte sowie natürlich die restliche Hardware semi-passiv auf Temperatur gebracht. Ein einziger Lüfter im Gehäuse-Deckel kümmert sich dabei um die Kühlung. Dieser besitzt einen Durchmesser von 80 mm und wird in Abhängigkeit zur CPU- und GPU-Temperatur geregelt.

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Um den fehlenden Speicher einbauen zu können, müssen zunächst die vier Schrauben auf der Unterseite gelöst und die untere Abdeckung abgenommen werden. Dann lassen sich die beiden Seitenteile über das gesamte Gehäuse schieben und das Gaming-Brix somit öffnen.

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Um tiefer zur Hardware vordringen, müssen sowohl der Mainboardschlitten wie auch der für die Grafikkarte aus dem Gehäuse genommen werden. Hierfür müssen jeweils zwei weitere Schrauben entfernt werden.

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Anschließend kann die Grafikkarte herausgenommen werden und man erhält Zugriff auf das Mainboard, um Speicher und M.2-SSD einbauen zu können. Doch Vorsicht: Die beiden Module sind über zahlreiche Pins und Kabel miteinander verbunden, die erst getrennt werden müssen. Hier kann schnell eine Verbindung übersehen werden.

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Prozessor und Grafikkarte werden jeweils mithilfe eines dicken Aluminiumkühlkörpers gekühlt, der von dicken Kupfer-Heatpipes mit einem Durchmesser von bis zu 6 mm unterstützt wird.

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Auf Seiten des Arbeitsspeichers werden zwei SODIMM-Module nach DDR4-Standard unterstützt, auf Seiten des Massenspeichers kann wahlweise eine M.2-SSD auf das Mainboard gesteckt oder aber ein herkömmliches 2,5-Zoll-Laufwerk verbaut werden.

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Wir entschieden uns hier für zwei 4-DDR4-Module aus dem Hause Crucial mit einer Gesamtkapazität von 8 GB sowie für eine M.2-SSD ebenfalls von Crucial mit 275 GB. Die Crucial MX300 wird allerdings nur per SATA angebunden und unterstützt kein NVMe. Im GB-BNi7HG6-1060 wäre das aber möglich gewesen.

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Die Grafikkarte selbst ist in etwa so groß wie das Mainboard samt Prozessor, Speicher, WLAN-Modul und Soundchip. Dafür hat sie aber auch mächtig Power. Die Notebook-Variante steht ihrem Desktop-Gegenstück leistungsmäßig in nichts nach. Ob dies auch für das Gigabyte Brix VR 1060 gilt, klären wir auf den nachfolgenden Seiten.

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Im Lieferumfang des Gigabyte GB-BNi7HG6-1060 befindet sich nicht nur das Barebone mit Intel Core i7-7700HQ und NVIDIA GeForce GTX 1060 selbst, sondern auch eine Antenne für das integrierte WiFi-Modul, eine CD mit den wichtigsten Treibern und natürlich das externe Netzteil, welches eine Ausgangsleistung von 180 W ermöglicht. Eine Schnellstartanleitung, auf der kurz beschrieben wird, wie das Gehäuse zu öffnen ist, ist ebenfalls im Karton zu finden.


Leistung

Die Performance des Gigabyte GB-BNi7HG6-1060 liegt in etwa auf dem Niveau eines aktuellen Gaming-Notebooks der Mittelklasse. Der Intel Core i7-7700HQ bringt es in den beiden Cinebench-Benchmarks auf seine üblichen 8,2 bzw. 737 Punkte. Wer nur einen Kern dafür verwendet, beendet die beiden Rendervorgänge mit 1,76 respektive 150 Punkten. Zusammen mit unserem Crucial-Speicher erreicht das Gaming-Brix eine Speicherbandbreite von sehr guten 24,92 GB/s. Unsere Crucial MX300 liest Daten mit einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 465,7 MB/s aus, was aber daran liegt, dass das M.2-Laufwerk nur per SATA angebunden wird. Theoretisch lassen sich im neuen Gaming-Brix auch schnelle PCI-Express-SSDs verbauen, die dann noch höhere Datenübertragungsraten ermöglichen. Alternativ setzt man auf ein 2,5-Zoll-Laufwerk, welches ebenfalls per SATA III angebunden wird. Zusammen mit unserem Arbeitsspeicher, der Crucial-SSD und dem Intel Core i7-7700HQ erreicht das Gigabyte GB-BNi7HG6-1060 so im Komprimierungstest von 7-Zip fast 21.000 MIPS, was für ein Modell dieser Preis- und Leistungsklasse durchaus nicht schlecht ist. Andere Geräte scheitern hier gerne mal an der 20.000er-Marke. 

Aktuelle Spieletitel sind für den neusten Gaming-Quader von Gigabyte ebenfalls kein Problem, vor allem, wenn man sie ohnehin nur in 1080p darstellt. Dann laufen Spiele wie Grand Theft Auto 5 oder The Witcher 3 mit fast 77 bzw. 60 FPS über den Bildschirm. Bei anspruchsvolleren Titeln wie Total War: Attila sinkt die Bildrate hingegen auf unter 50 FPS ab – der Titel ist so aber noch immer sehr gut spielbar. In älteren Titeln, wie unseren Tomb Raider, kann man dagegen die Auflösung auf 1440p erhöhen. Dann sinkt die Bildrate von etwa 188 auf 118 FPS. Selbst in 4K kann man den Titel mit etwa 60 FPS noch ruckelfrei genießen.

Spieler, die überwiegend in Full HD spielen, kommen mit dem Gigabyte Brix GB-BNi7HG6-1060 also voll auf ihre Kosten. Das war beim Gaming-Brix aus unserem Oktober-Test aufgrund der weniger potenten GeForce GTX 950 noch nicht der Fall.

Futuremark

PCMark 8

4666 XX


3905 XX


in Punkte
Mehr ist besser

Futuremark 3DMark

24152 XX


23845 XX


9762 XX


Punkte
Mehr ist besser

Futuremark 3DMark 11

15296 XX


12149 XX


5049 XX


Punkte
Mehr ist besser

Futuremark

PCMark 8

4666 XX


3905 XX


in Punkte
Mehr ist besser

Cinebench R11.5

CPU

Punkte
Mehr ist besser

Cinebench R15

CPU

Punkte
Mehr ist besser

Sisoft Sandra 2013

Speicherdurchsatz

MB/Sek.
Mehr ist besser

HDD-Durchsatz

SSD
465.7 XX


MB/Sek.
Mehr ist besser

7-Zip

32M

MIPS
Mehr ist besser

Grand Theft Auto 5 – Sehr hoch

Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

Mittelerde: Shadow of Mordor – Ultra

Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

Total War: Attila – Hoch

49.8 XX


39 XX
45.4 XX


36 XX
23.7 XX


18 XX
Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

Tomb Raider – Hoch

Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

The Witcher 3 – Hoch

59.6 XX


55 XX
41.6 XX


39 XX
22.1 XX


20 XX
Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

PCMark 7     PC Mark Vantage
Video Playback 23,99 fps 12.649 Memories Score
Video Transcoding 17.548,68 KB/s N/A TV and Movies Score
System Storage - Gaming 15,22 MB/s 20.171 Gaming Score
Graphics DX9 76,54 fps 18.745 Music Score
Image Manipulation 21,76 Mpx/s 24.907 Communications Score
Importing Pictures 28,15 MB/s 19.874 Productivity Score
Web Browsing 17,47 pages/s 12.649 HDD Score
Data Decrypting 165,62 MB/s - -
Score 6.241 19.983 Score

Lautstärke:

Einen Intel Core i7-7700HQ und eine NVIDIA GeForce GTX 1060 auf engstem Raum unterzubringen, ist für die Kühlung eine echte Herausforderung. Kein Wunder, dass das Gaming-Brix von Gigabyte hier schon an seiner Leistungsgrenze arbeitet und nicht gerade ein Leisetreter ist. Zwar ist die Lautstärke mit 38,3 dB(A) im Leerlauf vielleicht noch erträglich, wer jedoch den Prozessor voll belastet, lässt die Geräuschkulisse schnell auf bis zu 47,7 dB(A) ansteigen. Wird dann noch die Grafikkarte ausgelastet, ist der Geräuschpegel des GB-BNi7HG6-1060 alles andere als leise und fast schon eine Zumutung. Im absoluten Worst-Case-Szenario, welches wir gewohnt mit Prime95 und Furmark simulieren, dreht der Lüfter auf bis zu 66,7 dB(A) auf. Selbst ein Spielen mit Headset ist hier nicht mehr zu empfehlen. Immerhin: Im Spielebetrieb bleibt der Quaderrechner mit 50,2 dB(A) ein gutes Stück leiser und bewegt sich damit etwas über dem Lautstärke-Niveau aktueller High-End-Notebooks. Hier muss Gigabyte aber definitiv nachbessern. 

Lautstärke

38.3 XX


47.7 XX


50.2 XX


dB(A)
Mehr ist besser

Leistungsaufnahme:

Dank der sparsamen Notebook-Hardware kann sich die Leistungsaufnahme sehen lassen. Im normalen Windows-Betrieb zieht das Gigabyte GB-BNi7HG6-1060 nur knapp über 30 W aus der Steckdose. Im Spielebetrieb steigt der Stromhunger auf rund 120 W an, unter Volllast genehmigt sich der Testrechner fast 160 W. Auch hier ist das Quader-Brix mit einem aktuellen Gaming-Laptop bestens zu vergleichen.

Leistungsaufnahme

(Gesamtsystem)

31.4 XX


85.4 XX


118.3 XX


in Watt
Mehr ist besser

Temperaturen:

Das Gigabyte Brix GB-BNi7HG6-1060 wird unter Last nicht nur extrem laut, sondern leider auch sehr heiß. In unseren Tests erreicht der Intel Core i7-7700HQ unter Volllast bis zu 98 °C, die NVIDIA GeForce GTX 1060 bleibt da mit maximal 71 °C ein gutes Stück kühler. Immerhin kommt es nicht zu einem Thermal-Throttling beim neusten Quader-Brix, wenngleich die Grafikkarte schnell ihren Takt absenkt. Die Temperaturen von Mainboard und SSD sind mit 65 und 67 °C ebenfalls vergleichsweise warm. Im Leerlauf fallen die Werte deutlich niedriger aus.

Temperaturen

Idle

65 XX


SSD
67 XX


GPU
71 XX


CPU
98 XX


in Grad Celsius
Weniger ist besser

Temperaturen

Last

GPU
46 XX


55 XX


SSD
57 XX


CPU
59 XX


in Grad Celsius
Weniger ist besser


Mit dem GB-BNi7HG6-1060 hat Gigabyte seine Brix-Familie sinnvoll erweitert. Wie schon beim Modell aus unserem letzten Test im Oktober setzt man auch hier nicht auf ein einfaches Würfel- oder Konsolen-Gehäuse, sondern auf ein ungewöhnliches Quader-Design. Das hält die Grundfläche zwar klein, nach oben hin benötigt man allerdings doch etwas Platz. Trotzdem ist das Gaming-Brix mit Abmessungen von 210 x 110 x 110 mm sehr kompakt. Die Probleme der älteren Modellvariante bleiben bestehen: Aufgrund der engen Platzverhältnisse und der durchaus potenten und hitzigen Hardware arbeitet die Kühlung am Limit. Der integrierte 80-mm-Lüfter, welcher Frischluft von unten ansaugt, durch das gesamte Gehäuse von unten nach oben zieht und am Ende aufgewärmt am Gehäusedeckel wieder nach draußen befördert, kann im Extremfall derart laut werden, dass ein Spielen selbst per Headset nicht zu empfehlen ist. Im absoluten Worst-Case-Szenario erreicht das Brix eine Geräuschkulisse von satten 66,7 dB(A). Das ist nicht nur extrem laut, sondern leider auch ein neuer Negativ-Rekord in der Redaktion. Immerhin: Im Spielebetrieb bleibt der kleine Mini-PC mit etwa 50 dB(A) ein gutes Stück laufruhiger, ist damit aber noch immer lauter als so manch aktuelles High-End-Notebook.

Das GB-BNi7HG6-1060 ist nicht nur ausgesprochen laut, sondern wird auch sehr heiß. Der Prozessor erreicht während unserer Tests Temperaturen von bis zu 98 °C, drosselt allerdings auch nicht, womit stets die volle Leistung abgerufen werden kann. Im Gegensatz zur Variante mit GeForce GTX 950 konnte Gigabyte die Spieleleistung gehörig nach oben schrauben. Dank des Intel Core i7-7700HQ und der NVIDIA GeForce GTX 1060 ist das Gaming-Brix nun ein Brix, welches sich tatsächlich fürs Gaming eignet. Ein Spielen aktueller Spieletitel ist in 1080p problemlos machbar, ältere Titel lassen sich stellenweise sogar in höherer QHD- oder gar 4K-Auflösung spielen. Wer das Barebone wie wir mit einer schnellen SSD bestückt, darf sich über eine hohe Arbeitsleistung freuen. Platz für ein zusätzliches 2,5-Zoll-Laufwerk als Datengrab gibt es trotz der engen Platzverhältnisse. Lobenswert: Die M.2-Port unterstützt sogar PCI-Express und damit schnelle NVMe-SSDs, womit die Arbeitsleistung theoretisch noch weiter gesteigert werden kann.

Um die fehlende Hardware im Barebone allerdings unterbringen zu können, bedarf es ein kleinwenig Fingerspitzengefühl. Das Gehäuse lässt sich nur sehr schwer öffnen, zahlreiche Kabel- und Steckverbindung zwischen den einzelnen Bauteilen erschweren den Zusammenbau. Dank der Notebook-Hardware ist das Gigabyte Brix VR 1060 relativ sparsam. Während unserer Tests genehmigte sich das System zwischen etwa 30 bis 160 W. Mit Strom versorgt wird der Rechner über ein externes 180-W-Netzteil. Die Anschlussvielfalt ist gut, wenngleich wir Thunderbolt 3 vermissen.

Knackig ist vor allem aber der Preis: Rund 1.129 Euro möchte Gigabyte für das Gaming-Brix haben – hinzu kommen die Kosten für den Arbeitsspeicher, den Massenspeicher und natürlich für das Betriebssystem. Unterm Strich müssen so weit über 1.300 Euro investiert werden.

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Positive Aspekte des Gigabyte GB-BNi7HG6-1060:

Negative Aspekte des Gigabyte GB-BNi7HG6-1060:

Persönliche Meinung

Das Gigabyte Brix GB-BNi7HG6-1060 gefällt mir richtig gut. Die Hardware ist mehr als schnell genug für aktuelle Spiele, das schwarz eloxierte Aluminiumgehäuse mit seinen orangen Farbakzenten ist voll mein Ding. Schade nur, dass ich als Silent-Fan komplett enttäuscht werde. Vielleicht tun es ja auch ein Intel Core i5-7400 und eine NVIDIA GeForce GTX 1050 Ti, die dafür leiser gekühlt werden können?  (Andreas Stegmüller)

Preise und Verfügbarkeit
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