MSI Vortex G65VR mit Kaby Lake und GeForce GTX 1080 im Test

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msi vortex gd65vr teaserWas vor einem Jahr auf der CES 2016 seinen Anfang nahm, geht zwölf Monate später in die nächste Runde. Pünktlich zur diesjährigen Consumer Electronics Show in Las Vegas kündigt MSI die Neuauflage seines Vortex-Systems an, dem zylindrischen Hochleistungsrechner, nun natürlich auf Basis der neuen Kaby-Lake-Prozessoren und NVIDIAs Pascal-Generation. Wie sich das MSI Vortex G65VR 7RF229 mit Intel Core i7-7700K und NVIDIA GeForce GTX 1080 schlägt, klären wir in diesem Hardwareluxx-Review. 

Mit dem Vortex G65-6QF SLI hat MSI im letzten Jahr einen richtig schicken Hochleistungsrechner speziell für Spieler auf dem Markt gebracht. Ähnlich wie der Mac Pro von Apple, welcher allerdings auch nach Jahren kein Upgrade mehr erfahren hat und vermutlich demnächst komplett von der Bildfläche verschwinden wird, hat MSI einen zylindrischen Designer-Rechner entworfen, der obendrein mit richtig potenter Hardware ausgerüstet wurde. Im Inneren verbaute MSI vor einem Jahr nicht nur einen schnellen Desktop-Prozessor der Core-i7-Klasse, sondern auch gleich ein potentes SLI-Gespann zweier GeForce-GTX-Grafikkarten. Je nach Modell setzte man auf zwei GeForce-GTX-965M- oder -980-Grafikkarten. Dazu packte man ein schnelles SSD-RAID mit PCI-Express-Anbindung, satte 32 GB DDR4-Arbeitsspeicher und eine zusätzliche Magnetspeicherfestplatte als Datengrab hinzu.

Trotz der potenten und durchaus sehr hitzigen Hardware blieb das System mit einem Volumen von nur 6,5 Litern äußerst kompakt. Auf Seiten der Anschlüsse holte man ebenfalls aus und verbaute gleich zwei Typ-C-Schnittstellen nach USB 3.1 Gen 2 mit Thunderbolt 3, vier herkömmliche Typ-A-Buchsen nach USB 3.1 Gen 1 sowie Dual-Gigabit-LAN und eine Reihe weiterer Videoausgänge, wie HDMI und mini-DisplayPort. WLAN und Bluetooth waren natürlich ebenfalls mit von der Partie. Mit Strom versorgt wurde das System über ein integriertes 450-W-Netzteil mit 80-Plus-Gold-Zertifizierung. Ein schickes Beleuchtungssystem rundete das Gesamtpaket weiter ab. Das 192 x 203 x 278 mm große und etwa 4 kg schwere Zylinder-System hatte allerdings seinen Preis: Je nach Modell und Hardware-Ausstattung musste man entweder 1.599 oder satte 3.999 Euro auf den Ladentisch legen. 

Neuauflage mit Kaby Lake und Pascal

Gehäuse, Aufbau und Konzept bleiben bei der Neuauflage zur CES 2017 erhalten, lediglich die Hardware tauscht MSI aus. Statt eines SLI-Verbundssystems bei den Grafikkarten setzt man nun auf einen einzigen 3D-Beschleuniger in MXM-Bauweise, greift dafür aber gleich zur NVIDIA GeForce GTX 1080 und damit zum bislang schnellsten Modell unter den mobilen Pascal-Ablegern. Eine zweite Variante mit kleinerer GeForce GTX 1070 wird es ebenfalls geben. Die Skylake-CPU wird natürlich durch einen neuen Kaby-Lake-Prozessor ersetzt, welche Intel nun endlich offiziell auch in den Desktop und als HQ-Version in leistungsfähige Notebooks schickt. 

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Die restliche Hardware-Ausstattung ist fast identisch. Statt 32 GB Arbeitsspeicher setzt man nun auf die Hälfte, was dem ambitionierten Gamer aber weniger stören dürfte. Das SSD-RAID wird durch ein einziges Flashspeichermodul mit PCI-Express-Anbindung, NVMe-Protokoll und 256 GB Speicher ersetzt. Als zusätzliches Datengrab dient weiterhin eine 1-TB-Festplatte im 2,5-Zoll-Format. Das Netzteil ist fest integriert und stellt für die gesamte Hardware eine Ausgangsleistung von 450 W zur Verfügung. Die zahlreichen Video-Ausgänge, die modernen Typ-C-Schnittstellen, die beiden Gigabit-LAN-Ports und die Soundanschlüsse sowie natürlich das schicke Beleuchtungssystem bleiben aber auch hier erhalten.

Aufgrund der hier und dort – sinnvoll – abgespeckten Hardware sinkt der Verkaufspreis. Musste man für das Topmodell aus dem letzten Jahr noch fast 4.000 Euro berappen, wechselt das 2017er-Flaggschiff schon für 2.999 Euro seinen Besitzer und kostet damit knapp ein Drittel weniger. Die ansonsten baugleiche Variante mit GeForce GTX 1070 wird 400 Euro weniger und damit 2.599 Euro kosten.

Das MSI Vortex G65VR in der Übersicht
Hersteller und BezeichnungMSI Vortex G65VR 7RF-229
Straßenpreis: ab 2.999 Euro
Homepage: www.msi.com
Hardware 
Abmessungen: 192 x 203 x 278 mm (B x T x H)
Prozessor: Intel Core i7-7700K, 4x bis zu 4,2 GHz
Grafikkarte: 1x GeForce GTX 1080, 8 GB GDDR5X
Massenspeicher: 1x 256 GB M.2-SSD NVMe
1x 1 TB SATA III HDD, 2,5 Zoll
Arbeitsspeicher: 16 GB – 2x 8.192 MB DDR4-2400
Netzteil: 450 W, 80Plus Gold (integriert)
Anschlüsse: 2x USB 3.1 Gen.2 Typ-C
4x USB 3.0 Typ-A
2x HDMI 2.0
2x miniDisplayPort 1.2
2x Gigabit-LAN (RJ45)
2x 3,5-mm-Klinke
1x S/PDIF
Sonstiges: Beleuchtung, Windows 10, Bluetooth 4.1, WLAN-AC

Wie sich das MSI Vortex G65VR 7RF-229 in Sachen Performance, Lautstärke und Leistungsaufnahme schlägt, erfährt man auf den nachfolgenden Seiten.


Bevor wir uns das Gehäuse des MSI Vortex G65VR 7RF-229 im Detail anschauen, werfen wir einen Blick auf die Hardware-Ausstattung.

msi vortex cpuz

Pünktlich zur Vorstellung der neuen Desktop-Modelle auf Kaby-Lake-Basis, welche Intel zur diesjährigen CES 2017 in Las Vegas ins Rennen schickt, schwenkt MSI bei seinem Vortex-System auf die inzwischen schon siebte Core-Generation um. Aus dem Intel Core i7-6700K wird damit ein Intel Core i7-7700K. Wie die Skylake-Generation läuft zwar auch die Kaby-Lake-Familie im fortschrittlichen 14-nm-Verfahren vom Band, die Architektur wurde von Intel allerdings leicht angepasst, was zu weiteren Performance- und Effizienz-Steigerungen führen soll. Wie die in der Praxis ausfallen und welche Änderungen Intel tatsächlich vorgenommen hat, das erfährt man in unserem ausführlichen Testartikel zum neuen Intel Core i7-7700K. MSI setzt bei seinem Vortex G65VR also weiterhin auf eine waschechte Desktop-CPU, deren Taktraten im Zuge des Generationswechsels von einem Basis- und Turbo-Takt von 4,0 bis 4,2 GHz auf nun 4,2 bis 4,5 GHz angehoben wurden.

Zur Verfügung stehen weiterhin vier Rechenkerne, die dank des HyperThreading-Features jeweils zwei Threads und damit in der Summe acht Threads gleichzeitig bearbeiten können. Theoretisch ließe sich die CPU dank des nach oben hin geöffneten Multiplikators noch weiter beschleunigen, aufgrund der angepassten Kühlung und der begrenzten Stromversorgung haben wir hier allerdings darauf verzichtet. Außerdem gibt es im BIOS trotz des neuen Chipsatzes keinerlei Einstellungs-Möglichkeiten für das Übertakten. Ansonsten steht ein klassenüblcher 8 MB großer Cache in dritter Reihe sowie ein pro Core 256 KB fassender L2-Cache zur Verfügung. Der L1-Zwischenspeicher weist einen pro Rechenkern 32 KB großen Daten- und Instruktionscache auf. Bei der TDP ändert sich im Vergleich zum Intel Core i7-6700K wenig. Diese wird weiterhin vom Chipriesen mit 91 W angegeben. 

Auch wenn Intel bei Kaby Lake die integrierte Grafikeinheit weiter beschleunigt und die Bezeichnung auf HD Graphics 630 hievte, so wären die 24 Execution-Units für aktuelle Spiele natürlich nicht ausreichend schnell genug, um sie ruckelfrei auf den Bildschirm zu bringen. MSI hat genau aus diesem Grund eine zusätzliche, dedizierte Grafiklösung hinzugesteckt.

msi vortex gpuz

Hier hat MSI abermals hoch gegriffen. Auch wenn im letztjährigen Vortex-System gleich zwei High-End-Chips im SLI-Betrieb miteinander harmonierten, hat sich MSI bei der zweiten Generation nun komplett gegen ein SLI-Gespann entschieden und nur noch einen einzigen 3D-Beschleuniger verbaut. Zum Einsatz kommt dafür die bislang schnellste Notebook-Grafikkarte von NVIDIA – schließlich setzt man im Vortex auf MXM. Die NVIDIA Geforce GTX 1080 kann wie die Desktop-Version mit den vollen 2.560 Shadereinheiten der GP104-GPU aufwarten und auf einen 8 GB großen GDDR5X-Videospeicher zurückgreifen, der über acht 32-Bit-Controller angebunden und damit über 256 Datenleitung mit dem Grafikchip kommuniziert. Dank der gleichen Ausstattung an Streaming-Multiprozessoren stimmen zudem die restlichen Eckdaten mit dem Desktop-Modell überein. Zur Verfügung stehen 160 Textureinheiten und 64 Rasterendstufen.

Um den Vorsprung zur Desktop-Variante zu verkleinern, aber auch um das Kühlsystem und den Akku im Notebook und Mini-PC nicht zu sehr zu belasten, hat NVIDIA die Taktraten leicht reduziert. Leistungsmäßig sollen die mobilen Pascal-Grafikkarten etwa 10 % weniger Performance bieten. Zwar sind die Taktraten auf dem Papier bei der GeForce GTX 1080 identisch, um jedoch die TDP-Grenzen einzuhalten, kann die mobile GeForce GTX 1080 ihren Boost-Takt nicht ganz so lange halten und senkt diesen schon früher ab. Mindestens garantiert werden jedoch 1.733 MHz. Den Basistakt gibt mit 1.582 MHz an, während die Speicherchips sich mit 1.251 MHz ans Werk machen und damit eine Bandbreite von bis zu 320 GB/s erreichen.

Wer mit etwas weniger Grafikpower auskommt und vielleicht den einen oder anderen Euro sparen möchte, für den gibt es das neue Vortex auch mit kleinerer GeForce GTX 1070.

Die restliche Hardware-Ausstattung

Doch auch die restliche Ausstattung kann sich sehen lassen: So installiert MSI Windows 10 auf einer schnellen M.2-SSD von Toshiba mit NVMe-Protokoll und PCI-Express-Anbindung vor, die 256 GB zur Seite stellt. Für die eigene Spielesammlung wäre die Kapazität jedoch viel zu wenig, weshalb MSI ein zusätzliches 2,5-Zoll-Laufwerk auf Magnetspeicher-Basis hinzusteckt. Verbindung ins Internet, aber natürlich auch ins heimische Netzwerk nimmt das MSI G65VR kabelgebunden per Dual-Gigabit-LAN und drahtlos per WiFi nach 802.11-ac-Standard auf – natürlich nach der Killer-Doubleshot-x3-Pro-Technologie. Gefunkt wird außerdem per Bluetooth 4.1. Neben den modernen Anschlüssen wie USB 3.1 Typ-C stehen eine Vielzahl an Videoausgängen bereit. Mit Strom versorgt wird das Ganze per integriertem Netzteil, welches es auf eine Ausgangsleistung von bis zu 450 W bringt und mit 80Plus-Gold-Zertifikat ausgezeichnet wurde. Ein hochwertiger Audio-Chip und ein schickes Beleuchtungssystem runden das Gesamtpaket weiter ab. Ersterer soll eine 360-Grad-Erfahrung ermöglichen. Gekühlt wird die Hardware von der "Storm" getauften Kühlung, bei der Frischluft von unten durch den Zylinder und das gesamte Gehäuse gesaugt wird. Wie sich diese in Sachen Effizienz und Lautstärke schlagen wird, zeigen wir nur wenige Seiten später noch ausführlich auf.

Software-Dreingaben

Im Gegensatz zu vielen anderen Herstellern beschränkt sich MSI bei der Software meist nur auf das Wesentliche und verzichtet auf die Installation unnötiger Demo- und Shareware-Programme. Einzig Trial-Versionen von Microsoft Office 365, Norton Security/Online Backup sowie von WinZip 17.5 sind wieder mit dabei. Besonders nützlich ist das Dragon Center. Hier lassen sich die wichtigsten Komponenten überwachen. Das Tool zeigt neben der Auslastung von Prozessor, Grafikkarte, Speicher und Festplatte auch die aktuelle Netzwerk-Aktivität an, informiert über die Drehzahlen der Kühlung und listet die Temperatur-Werte übersichtlich auf. Sogar der aktuell anliegende Stromverbrauch kann ausgelesen werden, darf aufgrund der Schätzwerte allerdings nur als grober Richtwert angesehen werden. Ebenfalls einstellen lassen sich über das Dragon Center die Lüftersteuerung sowie natürlich das Beleuchtungssystem. Hier sind verschiedene Effekte wie "Pulsierend", "Regenbogen" oder "Blinkend" möglich. Über einen Farbregler kann die Farbe in insgesamt fünf Zonen eingestellt werden. Die RGB-Beleuchtung lässt sich aber natürlich auch komplett abstellen. 

Mit dabei ist wieder eine Jahreslizenz für den XSplit-Gamescaster, womit sich Spielesessions komfortabel live ins Internet streamen lassen. Entsprechende Tools für den Nahimic Audio Enhancer sowie für die Killer-Netzwerk-Chips sind ansonsten ebenfalls vorinstalliert. 


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Optisch hat sich im Vergleich zum Vorgänger nichts getan. Auch das MSI Vortex G65VR setzt auf das inzwischen schon ein Jahr alte Zylinder-Gehäuse, welches ein Volumen von nur 6,5 Litern fasst. Dabei zieht es Frischluft von unten an, saugt diese komplett durch das gesamte Gehäuse von unten nach oben an und schickt die Abwärme über die zahlreichen Luftauslässe auf der Oberseite wieder aus dem Gehäuse.

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Verantwortlich zeichnet sich dafür ein 160-mm-Lüfter, welcher auf der Unterseite untergebracht wurde. An den Abmessungen und beim Gewicht tut sich wenig. Die zweite Generation bringt es ebenfalls auf 192 x 203 x 278 mm und stemmt rund 4 kg auf die Waage. 

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In der Außenhaut des Gehäuses eingelassen hat MSI wieder einen LED-Streifen, welche über das hauseigene Dragon Center konfiguriert werden kann. Hier kann man dank RGB-LEDs nicht nur die Farbe bestimmen, sondern natürlich auch den Beleuchtungseffekt festlegen. Neben pulsierenden, dauerhaft leuchtenden oder wechselnden Farben kann sich das System auch an die Gesundheit des Spielers oder die Musik anpassen.

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Alle Anschlüsse sind auf dem I/O-Panel auf der Rückseite untergebracht. Hier stehen dem MSI Vortex G65VR vier USB-3.1-Schnittstellen nach Gen 1, jeweils zwei HDMI-2.0- und miniDisplay-Port, aber auch zwei Gigabit-Ethernet-Buchsen bereit. Letztere arbeiten nach dem Killer-Prinzip und priorisieren Spieldaten damit automatisch im Netzwerk. Für die Soundausgabe stehen zwei 3,5-mm-Klinkenbuchsen und ein optischer S/PDIF-Ausgang bereit.

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Weiter unten stehen auch zwei moderne Typ-C-Schnittstellen zur Verfügung. Sie arbeiten nach USB-3.1-Gen-2-Standard und bieten damit eine Datenübertragungsrate von bis zu 40 Gbit/s. Thunderbolt-3-Support gibt es für beide Anschlüsse natürlich ebenfalls.

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Ganz unten am Boden befindet sich der Stecker für das Kaltgerätekabel und das integrierte Netzteil mit einer Ausgangsleistung von 450 W. Dank 80Plus-Gold-Zertifikat verspricht MSI auch eine hohe Effizienz.


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Auf der Oberseite hat MSI für die Kühlung zahlreiche dicke Lüftungsschlitze untergebracht, worüber die Strom-Kühlung die aufgewärmte Luft wieder ablässt. Wie wir später in unseren Benchmarks- und Leistungswerten feststellen werden, verrichtet das System teilweise sogar ausgesprochen laufruhig seine Dienste. Das Kühlsystem konnte MSI im Vergleich zur ersten Generation also weiter verbessern – der sparsameren Hardware sei Dank.

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Um das MSI G65VR öffnen und die Hardware austauschen zu können, müssen lediglich sechs Torx-Schrauben, welche auf der Rückseite bei den Anschlüssen untergebracht sind, gelöst werden. Danach kann man die Abdeckung abnehmen und die beiden Seitenteile vorsichtig aus ihrer Verankerung lösen.

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Dabei muss man jedoch größte Vorsicht walten lassen. Nicht nur weil, die beiden Seitenteile mit kleinen Plastik-Füßchen zusammengehalten werden, die leicht abbrechen können, sondern auch weil teilweise noch Kabel mit der Abdeckung verbunden sind, die zunächst getrennt werden müssen. Dies gilt für die LED-Beleuchtung.

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Ein einfacher Austausch der Hardware ist allerdings nicht so ohne Weiteres möglich. Zwar können die Speicherriegel für den Arbeitsspeicher mit wenigen Handgriffen ausgetauscht werden, an Prozessor und vor allem Grafikkarte kommt man allerdings nicht so leicht heran. Beide Komponenten befinden sich jeweils auf einer eigenen Platine, die von dicken Kupfer-Heatpipes und zahlreichen Aluminiumfinnen umschlossen sind. Die Kaby-Lake-CPU ist gesockelt, die Grafikeinheit hingegen auf einem MXM-Modul untergebracht – an solche kommt man im Einzelhandel nur sehr schwer heran.


Mit seiner Hardware-Ausstattung dürfte das MSI Vortex G65VR genügend Power für den Office-Alltag aufweisen. Wie die Leistung in der Praxis ausfällt, zeigen wir auf dieser Seite auf.

Leistung

Dank des Intel Core i7-7700K und der NVIDIA GeForce GTX 1080 sowie der schnellen NVMe-SSD können sich Arbeits- und Spieleleistung des MSI Vortex G65VR 7RF-229 sehen lassen. Alle aktuellen Spieletitel lassen sich problemlos in Full HD oder QHD und auf höchster Detailstufe ruckelfrei genießen. Vereinzelt ist sogar ein Spielen im hochauflösenden 4K möglich, was allerdings nur für ältere und weniger anspruchsvolle Titel gilt. Verglichen mit dem Vorgänger-Topmodell aus dem letzten Jahr bietet das neue 2017er-Vortex je nach Benchmark und Spiel sogar die leicht höhere Leistung und kommt an dem einstigen SLI-Gespann aus zwei GeForce-GTX-980-Grafikkarten schon gefährlich nahe. Hinzukommt, dass die Pascal-Architektur, aber auch die neue Kaby-Lake-Generation effizient arbeitet und eine höhere Performance bei geringerer Leistungsaufnahme und Geräuschkulisse bietet, doch dazu wenig später mehr.

Dank der flotten SSD ist das Betriebssystem binnen weniger Sekunden geladen, Programme und Spiele starten meist ohne Verzögerung. Wir haben hier eine durchschnittliche Leserate von 2,6 GB/s gemessen. Bei einer Speicherkapazität von nur 256 GB dürfte man allerdings schnell an die Kapazitätsgrenze gelangen, weshalb MSI seinem Vortex-System abermals ein zusätzliches 2,5-Zoll-Laufwerk mit Magnetspeicher spendiert, welches Platz für 1 TB an Daten bietet. Die Festplatte ist mit einer Lesegeschwindigkeit von durchschnittlich etwa 115 MB/s deutlich langsamer als die SSD, für ihre Art aber noch immer schnell genug. Der Intel Core i7-7700K überflügelt seinen Vorgänger leicht und bringt es in den beiden Cinebench-Benchmarks auf 10,41 bzw. 956 Punkte. Zulegen konnte auch dessen Single-Core-Leistung. Hier erreicht das Kaby-Lake-Modell immerhin noch 2,19 bzw. 190 Punkte. 

Beim Arbeitsspeicher hat sich MSI für zwei 8-GB-Module entschieden, die im Dual-Channel-Modus zusammengeschaltet wurden und sich mit einer Geschwindigkeit von 2.400 MHz ans Werk machen und damit eine Speicherbandbreite von sehr guten 20,21 GB/s erreichen. Insgesamt bringt es das System im Komprimierungstest von 7-Zip auf anschauliche 26.318 MIPS. Andere Systeme dieser Art scheitern hier gerne schon an der 20k-Marke. Im Hinblickt auf den hohen Preis muss aber natürlich die Leistung stimmen.

Futuremark 3DMark

35660 XX


33760 XX


16423 XX


Punkte
Mehr ist besser

Futuremark 3DMark 11

24014 XX


20124 XX


9183 XX


Punkte
Mehr ist besser

Futuremark PCMark 8

5489 XX


4464 XX


Punkte
Mehr ist besser

Cinebench R11.5

CPU

10.41 XX


2.19 XX


Punkte
Mehr ist besser

Cinebench R15

CPU

956 XX


190 XX


Punkte
Mehr ist besser

Sisoft Sandra 2013

Speicherdurchsatz

20.21 XX


MB/Sek.
Mehr ist besser

HDD-Durchsatz

SSD
2595 XX


HDD
114.86 XX


MB/Sek.
Mehr ist besser

7-Zip

32M

26318 XX


MIPS
Mehr ist besser

Grand Theft Auto 5 – Sehr hoch

Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

Mittelerde: Shadow of Mordor – Ultra

Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

Total War: Attila – Hoch

Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

Tomb Raider – Hoch

Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

The Witcher 3 – Hoch

103.1 XX


93 XX
75.8 XX


70 XX
41.1 XX


39 XX
Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

Lautstärke:

Dank der effizienteren Hardware-Komponenten und des eingesparten zweiten Grafikchips konnte MSI die Kühlung seines Vortex-Systems weiter verbessern. Im normalen Windows- und 2D-Betrieb arbeitet der 160-mm-Lüfter im Inneren mit einem Schallpegel von rund 34 dB(A) erfreulich laufruhig – die Festplatte übertönt das leise Säuseln des Kühlsystems teilweise sogar. Belastet man den Intel Core i7-7700K aber dreht der Lüfter deutlicher auf und erreicht einen Schallpegel von knapp über 48 dB(A), was alles andere als leise ist. Immerhin: Wird auch der 3D-Beschleuniger voll ausgelastet, steigt die Geräuschkulisse nur unwesentlich weiter an. Im absoluten Worst-Case-Szenario erreicht das MSI Vortex G65VR einen Schallpegel von 48,3 dB(A). Im Spielebetrieb ist das System mit 39,7 dB(A) ein gutes Stück laufruhiger.

Lautstärke

33.8 XX


39.7 XX


48.2 XX


dB(A)
Mehr ist besser

Leistungsaufnahme:

Die Pascal- und Kaby-Lake-Architektur arbeiten sehr energieeffizient, wie wir schon in vielen anderen Artikeln feststellen konnten. Dies gilt natürlich auch für das überarbeitete Vortex-System von MSI. Im Gegensatz zum Skylake- und Maxwell-Vorgänger, zieht das Gesamtsystem deutlich weniger aus der Steckdose. Während es im Leerlauf gerade einmal 30,5 W sind, sind es im Spielebetrieb 251,1 W. Wer Grafikkarte und Prozessor mit Furmark und Prime95 an seine Leistungsgrenzen zwingt, lässt den Energiehunger sogar auf bis zu 310,1 W ansteigen, was noch deutlich innerhalb der Spezifikationen des Netzteils liegt, welches für bis zu 450 W ausgelegt ist. Das letztjährige Vortex-Flaggschiff genehmigte sich hier noch fast 400 W.

Leistungsaufnahme

(Gesamtsystem)

30.5 XX


180.2 XX


251.1 XX


in Watt
Mehr ist besser

Temperaturen:

Probleme bei der Kühlung haben wir während unserer Tests keine festgestellt. Zwar erreicht die 14-nm-CPU im WorstCase-Szenario satte 92 °C, zu einem ThermalThrottling oder gar einer Abschaltung aber kommt es nicht. Der Intel Core i7-7700K kann stets seine volle Leistung abrufen. Die NVIDIA GeForce GTX 1080 bleibt da mit Temperaturen von bis zu 63 °C deutlich kühler. SSD und Mainboard zeigen sich dagegen mit 46 und 29 °C unbeeindruckt von den hohen CPU-Temperaturen. Im normalen Windows-Betrieb liegen unsere Messwerte natürlich deutlich darunter – wir haben hier maximal 44 °C gemessen.

Temperaturen

Idle

SSD
27 XX


GPU
37 XX


43 XX


CPU
44 XX


in Grad Celsius
Weniger ist besser

Temperaturen

Last

SSD
28 XX


46 XX


GPU
63 XX


CPU
94 XX


in Grad Celsius
Weniger ist besser


Schon das Vortex-System aus dem letzten Jahr hat uns sehr gut gefallen. Bei der Neuauflage für das Jahr 2017 ist das nicht anders – kein Wunder schließlich hat man das Konzept, die Kühlung und das Gehäuse beim MSI Vortex G65VR beibehalten. MSI setzt auf das gleiche Zylinder-Gehäuse mit einem Volumen von gerade einmal 6,5 Liter, stattet dieses mit einem schicken Beleuchtungssystem aus und kühlt die Innereien mithilfe eines einzigen 160-mm-Lüfters, welcher Frischluft von unten ansaugt, diese durch das komplette Gehäuse bläst und die Abwärme direkt über den Deckel wieder abgibt. Im Prinzip hat MSI nur die Hardware ausgetauscht. Anstatt eines Intel Core i7-6700K kommt nun das erst in diesen Stunden vorgestellte Kaby-Lake-Flaggschiff zum Einsatz. Auch der Intel Core i7-7700K ist eine waschechte Desktop-CPU, deren Takt von maximal 4,2 auf nun 4,5 GHz beschleunigt wurde. Vom SLI-Gespann mit zwei Grafikkarten und dem SSD-RAID aber hat sich MSI verabschiedet. Dafür greift man zum bislang schnellsten Pascal-Ableger unter den mobilen Grafikkarten und setzt auf eine NVIDIA GeForce GTX 1080 mit 8 GB GDDR5X-Videospeicher, die ihrem Desktop-Gegenstück trotz MXM-Bauweise leistungsmäßig in nichts nachsteht.

Tatsächlich können sich Arbeits- und Spieleleistung sehen. Alle aktuellen Spieletitel können problemlos in Full HD und QHD in den höchsten Qualitätseinstellungen gespielt werden. Vereinzelt ist sogar hochauflösendes 4K möglich. Insgesamt ist die CPU-Leistung besser geworden, die 3D-Power kommt an die letztjährigen Werte sehr gut heran oder überflügelt diese hin und wieder sogar. Dank der schnellen NVMe-SSD, welche es auf durchschnittliche Leseraten von rund 2,6 GB/s bringt, sind Betriebssystem und Programme fast im Augenzwinkern geladen. Platz für die eigene Spielesammlung ist im MSI Vortex G65VR 7RF-229 dank einer zusätzlichen Magnetspeicherfestplatte mit 1 TB Speicher ebenfalls vorhanden.

Die restliche Ausstattung ist ebenfalls üppig, zahlreiche Videoausgänge und USB-3.1-Schnittstellen sind vorhanden, sogar zwei Typ-C-Ports mit Thunderbolt 3 sind mit von der Partie. Etwas Federn lassen muss das System bei der Lautstärke. Zwar ist es im Windows-Betrieb flüsterleise und im Spielemodus vergleichsweise laufruhig, unter Volllast aber kann das Kühlsystem gehörig aufdrehen und einen Schallpegel von bis zu 48,3 dB(A) erreichen. Trotzdem erreicht der Kaby-Lake-Prozessor vergleichsweise hohe Temperaturen von über 90 °C. Zu Problemen kam es hier allerdings nicht. Die Leistungsaufnahme konnte MSI dank Pascal und Kaby Lake deutlich senken und diese um fast 90 W auf rund 310 W drücken. Mit Strom versorgt wird das System über ein integrierte 450-W-Netzeil.

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WLAN und Bluetooth sind natürlich ebenfalls mit an Bord, genau wie zwei Gigabit-Ethernet-Buchsen mit Killer-Funktionalität. Ein hochwertiges Soundsystem hat MSI ebenfalls integriert, was den hohen Preis von satten 3.000 Euro mit rechtfertigen soll. Günstig ist das Vortex damit nicht, immerhin aber deutlich günstiger geworden als noch im letzten Jahr.

Gegenüber dem Vorjahr konnte MSI sein Vortex-System noch einmal verbessern. Die Effizienz ist besser, die Leistung annähernd gut. Wir zücken abermals unseren Excellent-Hardware-Award. Herzlichen Glückwunsch!

msi vortex 2017 award  

 

Positive Aspekte des MSI Vortex G65VR 7RF-229:

Negative Aspekte des MSI Vortex G65VR 7RF-229:

Persönliche Meinung

Das MSI Vortex gefällt mir! Nicht nur optisch, auch die Leistung. Was im letzten Jahr fast schon übertrieben war, wurde nun sinnvoll abgespeckt und das gesamte System damit einen satten Tausender günstiger gemacht. Die Probleme von SLI sind aus der Welt, die GeForce GTX 1080 mehr als schnell genug für aktuelle Spieletitel. Das SSD-RAID gibt es nicht, die NVMe-SSD reicht dicke aus. Dafür wurde das System leiser und stromsparender. Ich bin begeistert! (Andreas Stegmüller)