Buyer's Guide: Bauvorschlag für ein 2.000-Euro-System

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buyersguides15 highend teaserIm dritten Teil unserer Buyer's Guide verdoppeln wir abermals unser Budget und stellen einen Spielerechner im Gesamtwert von 2.000 Euro zusammen. Wir verbauen nicht nur einen besseren Prozessor oder eine leistungsfähigere Grafikkarte gegenüber den beiden kleineren Systemen, sondern nehmen auch am Gehäuse und der Kühlung weitere Anpassungen vor. Zudem setzen wir weitere Spezial-Komponenten wie beispielsweise eine eigene PCIe-Soundkarte ein, um aufzuzeigen, was theoretisch alles möglich ist. Auf den nachfolgenden Seiten liefern wir einen Bauvorschlag für einen 2.000 Euro teuren Spielerechner.

In dieser Woche haben wir im Rahmen unserer Buyer's Guides bereits Bauvorschläge für zwei Gaming-Rechner im Gesamtwert von 500 und 1.200 Euro gegeben. Nun setzen wir in einem dritten Artikel noch einen drauf und stellen einen Spielerechner im Wert von rund 2.000 Euro zusammen. Dabei können wir nicht nur eine flottere Grafikkarte und eine potentere Skylake-CPU verbauen, sondern auch eine eigene Soundkarte, eine erneut leicht größere SSD samt großer Magnetspeicherfestplatte als Datengrab sowie ein leistungsfähigeres Netzteil und ein hochwertiges Gehäuse. 

Auch hier noch einmal der Hinweis: Den perfekten Gaming-Rechner für jedermann gibt es nicht, da jeder Nutzer unterschiedliche Anforderungen an die Hardware stellt und andere Vorlieben hat oder das eine oder andere Extras benötigt. Unsere Buyer's Guides sollen aufzeigen, mit welchen hochwertigen und empfehlenswerten Komponenten sich ein schneller und vor allem preislich attraktiver Gaming-Rechner zusammenstellen lässt. Wie schon bei den beiden anderen System haben wir unseren Fokus überwiegend auf Geschwindigkeit und Gaming gelegt und lieber eine etwas dickere Grafikkarte verbaut als auf eine hochwertige Wasserkühlung oder eine schicke Modding-Beleuchtung zu setzen. Hinzu kommt, dass für unsere Tests nicht immer das gewünschte Produkt sofort verfügbar war oder sich bis zur Veröffentlichung des Artikels schon wieder starke Preisänderungen einstellten – der Markt ist hierfür einfach zu kurzlebig. Individuelle Beratung aber gibt es bei uns im Forum – dort helfen unsere Community-Mitglieder immer gerne aus und stehen mit Rat und Tat zur Seite! 

In unserem dritten Teil der Buyer's Guides haben wir unser Budget auf rund 2.000 Euro erhöht. Dies genügt, um das aktuelle Skylake-Flaggschiff in Form des Intel Core i7-6700K und mit der EVGA GeForce GTX 980 Ti ACX2.0 SC+ eine der schnellsten Gaming-Grafikkarten, die der Markt aktuell hergibt, zu verbauen. Die dickere Hardware macht allerdings auch ein leistungsfähigeres Netzteil nötig und erfordert die eine oder Änderung am Kühlsystem. Auch hier haben wir abermals zu anderen Komponenten gegriffen. Ebenfalls neu ist die erstmalige Verwendung einer zusätzlichen Soundkarte – mit dem Onboard-Sound des Mainboards wollten wir uns dieses Mal nicht zufriedengeben.

Die technischen Daten haben wir tabellarisch zusammengefasst:

Buyer's Guide: High-End-PC
HardwarePreis
Prozessor: Intel Core i7-6700K ca. 367 Euro
Mainboard: MSI Z170A Krait Gaming ca. 135 Euro
Arbeitsspeicher: G.SKill Ripjaws V 2x8 GB DDR4-2400 ca. 111 Euro
Grafikkarte: EVGA GeForce GTX 980 Ti ACX2.0 SC+ ca. 669 Euro
Massenspeicher: Samsung SSD 850  Pro 256 GB
Western Digital Blue 1 TB
ca. 128 Euro
ca. 47 Euro
Soundkarte: ASUS Xonar Phoebus ca. 135 Euro
Netzteil: Seasonic Platinum Series 660W ca. 141 Euro
Kühlung und Gehäuse
Gehäuse: be quiet! Silent Base 800 ca. 107 Euro
CPU-Kühler: Noctua NH-D15 ca. 84 Euro
Lüfter: vormontiert -
Preis
Gesamtpreis:   ca. 1.925 Euro

Auf den nachfolgenden Seiten haben wir unseren 2000-Euro-Rechner zusammengebaut und ihn durch einen ausgewählten Benchmark-Parcours gejagt.


Der Prozessor:

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Beim Prozessor entschieden wir uns für das aktuelle Flaggschiff der Intel-Skylake-Prozessoren. Der Intel Core i7-6700K besitzt vier Rechenkerne, die dank HyperThreading-Feature bis zu acht Threads gleichzeitig bearbeiten können. Dabei machen sie sich mit einem Basis- und Turbo-Takt von 4,0 bis 4,2 GHz ans Werk und teilen sich einen 8 MB großen L3-Cache. Gefertigt wird die Skylake-CPU natürlich im fortschrittlichen 14-nm-Verfahren. Intel sortiert sein aktuelles Z170-Flaggschiff in der 91-Watt-TDP-Klasse ein. Eine integrierte Grafiklösung gibt es auch hier. Die Intel HD Graphics 530 ist zwar deutlich schneller als die der Vorgänger-Generation, mit ihren 24 Execution-Units ist sie für aktuelle Grafikkracher und Spieletitel aber noch immer zu langsam. Kommende Skylake-Modelle könnten mit bis zu 72 EUs ausgestattet werden und damit durchaus der einen oder anderen diskreten Grafikkarte Paroli bieten. 

Wer ein paar Euro einsparen möchte, kann auch zum Intel Core i7-6700 greifen, welcher zwar über die gleichen Leistungsdaten verfügt, dafür aber auf den nach oben hin geöffneten Multiplikator verzichten muss. Dieses Feature bleibt den K-Modellen vorbehalten. Wer noch mehr Geld einsparen möchte, muss zum Intel Core i5-6600K oder Core i5-6600 greifen, welchen wir bereits in unserem 1.200-Euro-System verbaut haben.

Mögliche Alternativen:

Weitere CPU-Tests finden sich unter in unserer Prozessoren-Kategorie.

 

Der CPU-Kühler:

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Auch wenn der Thermalright HR-02 Macho Rev. B in unserem 1.200-Euro-System bereits beste Dienste leistete und eigentlich auch für den Intel Core i7-6700K ausreichend leistungsstark wäre, entschieden wir uns bei unserem High-End-System für einen neuen Kühler. Der Noctua NH-D15 ist noch einmal deutlich größer und dürfte deswegen auch noch einmal besser kühlen. Mit den beiden 140-mm-Lüftern stemmt der Tower-Kühler über 1 kg auf die Waage, stellt dafür aber auch deutlich mehr Aluminiumfinnen und sechs dicke Kupfer-Heatpipes bereit. Auch dieses System wird – wie wir später sehen werden – den Prozessor angenehm leise kühlen und trotzdem die Temperaturen niedrig halten.

Wer ein paar Euro einsparen will, greift zum Thermalright HR-02 Macho, zum be quiet! Dark Rock Pro 3 oder zum Prolimatech Magahalems

Mögliche Alternativen:

Weitere Kühler-Tests finden sich in unserer Kühlungs-Kategorie.

 

Das Mainboard:

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Als Untersatz stellten wir unserem Intel Core i7-6700K ein MSI Z170A Krait Gaming mit Z170-Chipsatz zur Verfügung. Dieses bietet vier DDR4-Speicherbänke, drei PCIe-3.0-x16-Grafikkartenslots, drei PCIe-x1-Steckplätze und zahlreiche aktuelle Anschlüsse wie SATA III, USB 3.0, USB 3.1 und Gigabit-LAN. Auf Wireless-LAN, Bluetooth oder externe Messtools für Spannung und Taktraten muss man hier allerdings verzichten, was für einen Gaming-Rechner aber ohnehin nicht dringend notwendig ist. Wer das haben möchte, greift zu unserer Alternative und wirft einen näheren Blick auf das ASUS Z170-Deluxe. Deutlich günstiger als das ASUS-Board, aber ebenfalls eine gute Alternative zum MSI-Modell ist das Gigabyte Z170X-Gaming 7. Ebenfalls empfehlenswert: Das ASRock Z170 Extreme7+.

Mögliche Alternativen:

Weitere Mainboard-Tests finden sich in unserer Mainboard-Kategorie.

 

Der Speicher:

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Beim Speicher haben wir nicht weiter an der Taktschraube gedreht, sondern lediglich zu einem anderen Hersteller gegriffen. Auch die Module der Ripjaws-V-Reihe von G.Skill arbeiten mit 2.400 MHz. Ein höherer Takt mag zwar in Sachen Overclocking von Vorteil sein, in der Praxis aber machen sich höhere Frequenzen nicht wirklich bemerkbar, einzig synthetische Benchmarks profitieren. Dafür erhöhten wir die Kapazität der beiden DDR4-Module auf eine Gesamtkapazität von 16 GB. Die Timings liegen bei 1,2 V bei CL 15-15-15-35.

Bei den Alternativen listen wir die gleichen auf wie schon bei unserem 1.200-Euro-System.

Mögliche Alternativen:

Weitere RAM-Tests finden sich in unserer Arbeitsspeicher-Kategorie.

Fertig ist das Grundgerüst aus Mainboard, Prozessor, Kühler und Arbeitsspeicher. Stecken wir nun die restliche Hardware hinzu und spendieren ihr ein schönes Zuhause. 


Die Grafikkarte:

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Zwei Nummern drauflegen konnten wir auch beim 3D-Beschleuniger. Setzten wir beim 1.200-Euro-System noch auf eine GeForce GTX 970, kommt bei unserem 2.000-Euro-Rechner schon eine GeForce GTX 980 Ti zum Einsatz, eine der aktuell schnellsten Spieler-Grafikkarten. Konkret entschieden wir uns für eine EVGA GeForce GTX 980 Ti ACX2.0 SC+, welche wir kurz nach ihrem Start testen durften und mit unserem heiß begehrten Excellent-Hardware-Award auszeichneten. Überzeugt haben uns hier nicht nur die gewaltige Rechenpower und der 6 GB große GDDR5-Videospeicher, welcher über einen 384 Bit breiten Datenbus anbindet, sondern vor allem auch die Leistung des Kühlsystems. Selbst unter Volllast bleibt die GM200-GPU angenehm kühl und auch die beiden Axiallüfter bleiben vergleichsweise leise. Im normalen 2D-Betrieb arbeitet auch die EVGA-Karte bis zum Erreichen eines bestimmten Temperatur-Levels vollständig lautlos – die beiden Rotoren schalten auch hier ab.

Unter der Haube werkelt NVIDIAs aktueller Topchip; die GM200-GPU mit 2.816 Shadereinheiten, 176 Textur-Mapping-Units und 96 Rasterendstufen. Während die kalifornische Grafikschmiede Taktraten von 1.000/1.075/1.753 MHz vorsieht, drehte der NVIDIA-Exklusiv-Boardpartner leicht an der Taktschraube und lässt seine ACX 2.0 SC+ mit 1.102/1.190/1.753 MHz arbeiten. Damit dürften sich alle aktuellen Spieletitel mehr als flüssig unter FullHD spielen lassen, etwas Luft für die hohe 4K-Auflösung dürfte ebenfalls vorhanden sein.

Wer die fast 670 Euro nicht ausgeben möchte, dem empfiehlt sich ein Blick auf die AMD Radeon R9 Fury X mit Fiji-Architektur. Sie ist die derzeit schnellste AMD-Grafikkarte, es gibt sie aber ausschließlich mit einer eher lärmenden Wasserkühlung. Dafür liefern sich beide Karten je nach Benchmark ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Ebenfalls attraktiv ist der kleine Bruder, zum Beispiel in Form der Sapphire Radeon R9 Fury Tri-X OC, die uns in Sachen Lautstärke und Leistungsaufnahme besser gefällt und mit Sicherheit auch zu den leisesten High-End-Grafikkarten, die der Markt aktuell hergibt, zählt. Als drittes Modell im Bunde empfehlen wir die ZOTAC GeForce GTX 980 AMP! Extreme Edition.

Mögliche Alternativen:

Weitere GPU-Tests finden sich in unserer Grafikkarten-Kategorie.

 

Das Netzteil:

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Auch beim Netzteil haben wir uns für ein leicht leistungsfähigeres Modell entschieden und gleichzeitig den Hersteller gewechselt. Für unseren 2.000-Euro-Rechner entschieden wir uns für das Seasonic Platinum Series mit einer Ausgangsleistung von 660 W. Die einzelne 12-V-Leitung liefert hier 55 Ampere, während die kleineren 5,0- und 3,3-V-Schienen jeweils 25 Ampere leisten. Dank 80Plus-Platinum-Zertifikat ist das Seasonic-Netzteil besonders effizient und dank vollmodularem Aufbau hängen auch nur die tatsächlich benötigten Kabel im System. Leistungsfähige und stromhungrige CrossFire- oder SLI-Systeme kann der Stromspender ebenfalls bedienen, denn ausreichend Stecker für die Grafikkarten stehen zur Verfügung. Auf der Innenseite oben rechts kann über einen Schalter zwischen semi-passivem und aktivem Lüftersteuerungsmodus umgeschaltet werden, dann schaltet der Lüfter auf Wunsch bei geringer Lasten ab und kühlt das Netzteil passiv und völlig lautlos. Alle wichtigen Schutzschaltungen sind natürlich ebenfalls mit von der Partie. Wir zeichneten das ATX-Netzteil mit unserem Excellent-Hardware-Award aus.

Wer es ganz ohne Lüfter mag, der sollte einen Blick auf das Enermax DigiFanless werfen, welches ebenfalls mit 80Plus-Zertifikat ausgezeichnet wurde, dafür mit einer Ausgangsleistung von 550 W auskommen muss. Eine andere Alternative wären das Dark Power Pro P11 von be quiet! oder das Corsair RM650i aus unserem 1.200-Euro-System.

 

Mögliche Alternativen:

Weitere PSU-Tests finden sich in unserer Netzteil-Kategorie.

 

Der Massenspeicher:

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Natürlich darf auch eine schnelle SSD für das Betriebssystem und die wichtigsten Programme nicht fehlen. Für unseren dritten Buyer's-Guide-Rechner entschieden wir uns für die Samsung SSD 850 Pro mit 256 GB. Mit einer sequentiellen Lese- und Schreibrate von 550 bzw. 520 MB/s reizt sie das SATA-III-Interface fast schon aus und bietet so mehr als genug Leistung für ein schnelles Arbeiten. Da man bei aktuellen Spielen allerdings schnell an die Kapazitätsgrenze gelangt, haben wir auch hier eine Western Digital Blue mit 1 TB Speicher als Datengrab zusätzlich verbaut. 

Wer etwas sparen möchte und mit weniger Leistung zufrieden ist, greift wahlweise zur Evo-Version, zur Sandisk Ultra II oder zur Crucial BX100.

Mögliche Alternativen:

Weitere SSD-Tests finden sich in unserer Storage-Kategorie.

 

Das Gehäuse:

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Für unsere Buyer's Guides legten wir unseren Fokus nicht nur auf leistungsfähige Komponenten, sondern vor allem auch auf einen leisen Spielebetrieb. Ausschlaggebend hier ist natürlich auch das Gehäuse. Das be quiet! Silent Base 800 ist ab Werk schon ausreichend gedämmt, mit leisen Lüftern versehen, bietet ausreichend Platz für die gesamte Hardware und für ein schickes Kabelmanagement. Das be-quiet!-Gehäuse gibt es in unterschiedlichen Farbvarianten. Auch wenn auf den Bildern die schwarze Version aus unserem Release-Test zu sehen ist, haben wir uns für die orange Version entschieden.

Wer es etwas auffälliger möchte, dem legen wir das Phanteks Enthoo Evolv ans Herz. Ebenfalls sehr gute Gehäuse sind das Thermaltake Suppressor F51 oder das Lian Li PC-V1000L. Letzteres ist mit einem Preis von fast 340 Euro aber alles andere als ein Schnäppchen.

Mögliche Alternativen:

Weitere Gehäuse-Artikel finden sich in unserer Gehäuse-Kategorie.

 

Die Soundkarte:

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Die ASUS Xonar Phoebus spricht vor allem diejenigen an, die Wert auf eine hochwertige Soundausgabe legen und sich nicht mit dem Onboard-Sound des Mainboards zufriedengeben wollen. Die Phoebus setzt hierfür auf einen CMI-8788DH-Oxygen-Express-Soundchip aus dem Hause C-Media. Der EMI-Shield soll zusätzlich elektrische Störfrequenzen vom analogen Teil der Soundkarte abhalten. Dazu gibt es eine Kopfhörerverstärkungseinheit, welche verschiedene Gain-Einstellungen erlaubt, wodurch auch Kopfhörer mit einer Impedanz von bis zu 600 Ohm angetrieben werden können. Direkt daneben verbaut ASUS den DAC-Chip PCM1796 von Burr-Brown und einen Operationsverstärker NJM2114 von JRC.

Das I/O-Panel wartet mit allerlei 3,5-mm-Klinke-Ein- und -Ausgängen auf. Neben dem Mikrofon-Eingang und dem Kopfhöreranschluss befindet sich ein Eingang, der zu Kommunikation mit der Control Box dient, die alle wichtigen Anschlüsse auf den Schreibtisch bringt und worüber sich die wichtigsten Einstellungen bequem ohne Software tätigen lassen. Als besonderes Schmankerl für Besitzer eines HiFi-Kopfhörers bringt die Control Box mehrere integrierte Mikrofone mit, die mithilfe der Software nur Geräusche aufnehmen, die sich in einem Winkel von 30 Grad vor und 18 Grad über der Control Box befinden. Davon verspricht sich ASUS nur die Stimme des Anwenders aufzunehmen, anstelle aller Geräusche aus dem Raum. Insgesamt bezahlt man dafür derzeit rund 135 Euro. 

Wer noch etwas an der Kühlung feilen möchte und bereit ist, ein paar Euro mehr auszugeben, der kann sein System mit einem be quiet! Silent Wing-Lüfter aufwerten. 


Alle Komponenten sind zusammengesteckt, Windows 10 installiert – Zeit für die ersten Benchmarks!

Als schnellstes Modell der Skylake-Prozessoren verfügt der Intel Core i7-6700K natürlich über die meiste Leistung unserer drei Buyer's-Guide-Rechner. Im Cinebench-R11.5-Benchmark leistet der Vierkerner noch einmal gut vier Punkte mehr als der kleinere Core i5-6600K unseres 1.200-Euro-Rechners. Er bringt es auf 10,19 Punkte. Im neueren R15-Benchmark gibt es mit 925 fast 300 Punkte mehr. Auch die Speicherbandbreite liegt trotz identischer Taktraten mit 28,2 GB/s noch einmal leicht darüber. Die Samsung-SSD leistet 534,5 MB pro Sekunde. Die GeForce GTX 980 Ti tut beim synthetischen 3DMark-Benchmark ihr übriges und beschleunigt auch diesen deutlich.

Cinebench R11.5

Punkte
Mehr ist besser

Cinebench R15

Punkte
Mehr ist besser

SiSoft Sandra

Speicherbandbreite

GB/Sek.
Mehr ist besser

SSD Durchsatz

Lesen

MB/Sek.
Mehr ist besser

7-Zip

32M

MIPS
Mehr ist besser

Futuremark 3DMark

Fire Strike

34997 XX


34050 XX


15585 XX


Futuremark-Punkte
Mehr ist besser


Ein Spielen ist mit diesem System selbst bei einer Auflösung von 2.560 x 1.440 Bildpunkten mit maximalen Details problemlos möglich. Fast alle unsere Spieletitel laufen mit einer Bildwiederholrate von über 60 FPS über den Bildschirm; einzig Total War: Attila liegt mit knapp 56 FPS knapp darunter. FullHD ist überhaupt kein Problem für die 2.000-Euro-Kiste.

Grand Theft Auto 5

1.920 x 1.080 1xAA 1xAF

104.6 XX


63 XX
Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

The Witcher 3

1.920 x 1.080 1xAA 1xAF

Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

Battlefield Hardline

1.920 x 1.080 1xAA 1xAF

191.8 XX


177 XX
Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

DiRt Rally

1.920 x 1.080 1xAA 1xAF

103.1 XX


92 XX
Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

Total War: ATTILA

1.920 x 1.080 1xAA 1xAF

Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

Mittelerde: Shadow of Mordor

1.920 x 1.080 FXAA+Kamera

130.9 XX


80 XX
Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser


Aufgrund der abermals leistungsfähigeren Hardware fällt natürlich auch der Stromhunger noch einmal höher aus. Im Leerlauf trennen das High-End- und das Einsteiger-System aber nur rund 10 W voneinander. Unser dritter Testrechner zieht in dieser Disziplin knapp über 50 W aus der Steckdose. Belastet man Prozessor und Grafikkarte mit Prime95 bzw. Furmark voll aus, steigt die Leistungsaufnahme für das Gesamtsystem auf fast 375 W, im normalen Spielebetrieb genehmigt sich das System mit 354,4 W etwas weniger.

Leistungsaufnahme (Gesamtsystem)

Idle

51.7 XX


160.1 XX


in Watt
Weniger ist besser

Trotzdem bleibt das System sowohl im 2D- wie auch im 3D-Betrieb angenehm leise und setzt sich je nach Beanspruchung sogar an die Spitze. Mit 36,6 dB(A) im Spielebetrieb ist unser dritte Buyer's-Guide-Rechner das leiseste von allen drei Systemen. Unter absoluter Volllast liegt das Geräuschniveau mit 40,6 dB(A) etwas über dem 1.200-Euro-Rechner, dafür deutlich unter der Lautstärke des Einsteiger-Systems. Im normalen Windows-Betrieb säuseln die Lüfter – wenn sie überhaupt laufen – mit sehr guten 32,8 dB(A) vor sich hin. Gemessen haben wir auch hier aus einer Entfernung von 30 cm im geschlossenen System.

Lautstärke

Idle

32.8 XX


35.6 XX


in dB(A)
Weniger ist besser

Sorgen um die Temperaturen braucht man sich auch hier nicht zu machen, wenngleich Prozessor und Grafikkarte aufgrund ihrer höheren Leistung und ihres größeren Energiehungers deutlich wärmer werden. Unter Volllast haben wir für GPU und CPU Temperatur-Werte von bis zu 75 bzw. 68 °C gemessen. Im 2D-Modus lagen diese bei nur 53 bzw. 32 °C.

Temperatur

Idle

SSD
26 XX


32 XX


39 XX


GPU
53 XX


in Grad Celsius
Weniger ist besser

Temperatur

Last

SSD
28 XX


43 XX


68 XX


GPU
75 XX


in Grad Celsius
Weniger ist besser


Die Leistung unseres High-End-Systems reicht aus, um alle aktuellen Spiele mit maximalen Details spielen zu können und das nicht nur bei einer Auflösung von 1.920 x 1.080 Bildpunkten, sondern auch bei 2.560 x 1.440 Bildpunkten. Selbst hardwarehungrige Spiele wie Grand Theft Auto 5 oder The Witcher 3 laufen mit unserer Zusammenstellung problemlos über den Bildschirm, einzig bei Total War: Attila reicht es nicht ganz für 60 FPS. Die hohe Leistung ist nicht nur dem Skylake-Flaggschiff in Form des Intel Core i7-6700K geschuldet, sondern vor allem auch der EVGA GeForce GTX 980 Ti ACX 2.0 SC+, welche aktuell mit ihren 2.816 Shadereinheiten und dem 384 Bit breiten Interface zu den schnellsten derzeit am Markt erhältlichen Grafikkarten zählt. Dank der schnellen Samsung-SSD und der zusätzlichen 3,5-Zoll-Festplatte mit 1 TB steht auch genügend Speicherplatz für einige Spieletitel bereit und die wichtigsten Programme sowie das Betriebssystem starten fast ohne Verzögerung.

Dank der hochwertigen Kühler bleibt das System selbst unter Volllast angenehm leise und macht einiges besser als es manche Komplett-Rechner verschiedener Hersteller tun. Im Leerlauf schalten sich die Lüfter des Netzteiles und der Grafikkarte komplett ab und kühlen die Komponenten damit passiv und lautlos. Auch der Lüfter des Noctua NH-D15 fährt seine Geschwindigkeit zurück und säuselt nur mit wenigen Umdrehungen vor sich hin. Im normalen Windows-Betrieb resultiert das in gerade einmal 32,8 dB(A). Beim Spielen wird das System natürlich etwas lauter, bleibt mit 36,6 dB(A) aber noch immer flüsterleise und unter unseren beiden anderen Bauvorschlägen zurück. Wer für eine gute Kühlung sorgt und sich für hochwertige, aber etwas teurere Komponenten entscheidet, kann selbst High-End-Komponenten sehr leise kühlen.

Trotzdem bleiben die Temperaturen im grünen Bereich. Prozessor, Grafikkarte und Mainboard heizten sich während unserer Tests auf gerade einmal 68, 75 und 43 °C auf. Die Leistungsaufnahme bleibt dank Skylake und Maxwell ebenfalls im Rahmen. Während sich das Gesamtsystem im normalen Windows-Betrieb mit rund 52 W zurfrieden gibt, steigt der Energiehunger beim Spielen auf etwa 355 W an und liegt damit nur geringfügig über der Leistungsaufnahme unseres 1.200-Euro-Rechners.

Wer 2.000 Euro für seinen Gaming-Rechner ausgeben möchte, kann sich auch andere Extras wie eine hochwertige Soundkarte leisten. Die belastet nicht nur die CPU etwas weniger, sondern sorgt obendrein für eine bessere Soundausgabe. Nicht mit einberechnet sind allerdings auch hier die Kosten für das Betriebssystem, Tastatur und Maus sowie für einen etwaigen Monitor.

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Buyer's Guide: High-End-PC
HardwarePreis
Prozessor: Intel Core i7-6700K ca. 367 Euro
Mainboard: MSI Z170A Krait Gaming ca. 135 Euro
Arbeitsspeicher: G.SKill Ripjaws V 2x8 GB DDR4-2400 ca. 111 Euro
Grafikkarte: EVGA GeForce GTX 980 Ti ACX2.0 SC+ ca. 669 Euro
Massenspeicher: Samsung SSD 850  Pro 256 GB
Western Digital Blue 1 TB
ca. 128 Euro
ca. 47 Euro
Soundkarte: ASUS Xonar Phoebus ca. 135 Euro
Netzteil: Seasonic Platinum Series 660W ca. 141 Euro
Kühlung und Gehäuse
Gehäuse: be quiet! Silent Base 800 ca. 107 Euro
CPU-Kühler: Noctua NH-D15 ca. 84 Euro
Lüfter: vormontiert -
Preis
Gesamtpreis:   ca. 1.925 Euro
Testergebnisse
Cinebench R11.5 10,19 Punkte
Crystal Disk 534,5 MB/s 
3DMark Fire Strike 15.585 Punkte 
Grand Theft Auto V 104,6 FPS 
The Witcher 3 90,2 FPS 
Battlefield: Hardline 191,8 FPS 
DiRt Rally 103,1 FPS 
Leistungsaufnahme 354,4 W 
Lautstärke 36,6 dB(A) 
Temperaturverhalten CPU/GPU/Mainboard: 68/75/43 °C