Surround-Gaming mit der MIFcom Battlebox: Spielen mit fast 15 Millionen Pixeln

Veröffentlicht am: von

teaserHohe Auflösungen werden immer beliebter - und das nicht nur im Bereich der Smartphones und Tablets. Auch die Monitor-Hersteller haben in der letzten Zeit alles daran gesetzt, die Auflösung ihrer Panels zu erhöhen. Auch wenn 4K-Displays immer günstiger werden, widmen wir uns in diesem Artikel einem ganz anderen Projekt: Wir haben drei Ultra-Wide-Displays von LG mit einer Gesamtauflösung von 10.320 x 1.440 Bildpunkten zusammengeschlossen und an ein leistungsstarkes High-End-System von MIFcom mit drei GeForce-GTX-980-Grafikkarten und einer "Haswell-E"-CPU angeschlossen. Reicht die Leistung aus? Wie gut funktioniert der Surround-Betrieb? Wir machen den Test!

Geht es nach den Herstellern, dann wird 4K bzw. Ultra-High-Definition in den kommenden Jahren auf dem Consumer-Markt seinen Durchbruch feiern. In den letzten Wochen und Monaten fanden sich zahlreiche TV-Geräte mit der hohen Auflösung auf dem Markt ein. Doch auch im PC-Segment ist 4K weiter auf dem Vormarsch. Inzwischen gibt es entsprechende Displays mit TN-Panel schon zu Preisen ab etwa 500 Euro, wer lieber ein hochwertiges IPS-Panel haben möchte, der muss aber noch immer tief in die Tasche greifen. Wer zudem viel Platz auf seinem Schreibtisch zur Verfügung hat, der kann sich für seinen Zocker- und Arbeits-Rechner auch mehrere Displays besorgen. Dann können nicht nur einzelne Office-Dokumente, der E-Mail-Client oder der Messenger auf die verschiedenen Displays verteilt werden, auch für Spiele eröffnet sich eine völlig neue Atmosphäre. Vor allem was das Sichtfeld anbelangt, ergeben sich deutliche Vorteile. Man fühlt sich noch ein Stückchen näher am Spielgeschehen.

Wir haben uns drei Ultra-Wide-Curved-Displays mit einer Auflösung von jeweils 3.440 x 1.440 Bildpunkten geschnappt und diese an eines der neuen MIFcom-Battlebox-2.0-Systeme angeschlossen. Damit liegt die Auflösung der Panels zwar deutlich unter der eines aktuellen 4K-Bildschirms mit 3.840 x 2.160 Bildpunkten, in der Summe aber stehen fast 15 Millionen Bildpunkte zur Verfügung. 4K oder 5K, welches vor Kurzem mit dem neuen Apple iMac seinen Einzug gehalten hat, stehen hingegen nur rund 8,3 bzw. 14,6 Megapixel zur Verfügung. Im Vergleich zu FullHD mit 1.920 x 1.080 Bildpunkten steht damit fast die siebenfache Pixelmenge bereit, die von den Grafikkarten bearbeitet werden müssen.

Wie es sich mit drei Bildschirmen im Surround-Betrieb spielt, welche Vorteile sich ergeben und wie sich die Leistung des Triple-SLI-Systems verändert, klären wir auf den nachfolgenden Seiten.


Die gewaltige Pixelmenge von fast 15 Millionen Bildpunkten verlangt einiges an Rechenpower. MIFcom versorgte uns hierfür mit einem seinem schnellsten der Battlebox-2.0-Systeme, das man erst zu Beginn des Monats präsentierte.

Highlight der MIFcom Battlebox 12K Dominator sind die drei GeForce-GTX-980-Grafikkarten im Triple-SLI-Verbund. MIFcom setzt damit auf die derzeit schnellste Grafikkarte der GeForce-900-Familie und das gleich im Dreierpack. Um die nötige CPU-Power kümmert sich ein Intel Core i7-5930K, der mit sechs Rechenkernen und einer Geschwindigkeit von bis zu 3,7 GHz arbeitet. Gekühlt wird der Prozessor von einer All-In-One-Wasserkühlung von Corsair, während die drei Grafikkarten mit NVIDIAs Referenzkühler bestückt sind. Dank der neuen X99-Plattform kommt auch DDR4-Speicher mit hohen Taktraten von 2.666 MHz zum Einsatz. MIFcom verbaute vier Speichermodule mit einer Kapazität von jeweils 4.096 MB. Dazu gibt es eine flotte 250-GB-SSD für das Betriebssystem und zwei 2-TB-Festplatten für die Spielesammlung und größere Programme.

Ein ASUS Rampage V Extreme, ein Blu-ray-Brenner und ein 1.200 Watt starkes Corsair-Netzteil runden das Gesamtpaket weiter ab. Verbaut wurde die Hardware in einem Corsair Carbide Air 540, welches von MIFcom mit einer schicken Gehäuse-Beleuchtung versehen wurde. Das Ganze hat allerdings seinen Preis: In der Grundausstattung kostet die MIFcom Battlebox 12K Dominator fast 4.200 Euro.

Technische Daten der MIFcom Battlebox 12K Dominator
Prozessor Intel Core i7-5930K
Mainboard ASUS Rampage V Extreme
Arbeitsspeicher 16 GB DDR4-2666 Corsair Dominator (4x 4 GB)
Grafikkarte 3x NVIDIA GeForce GTX 980
Massenspeicher 1x Samsung 840 EVO (250 GB)
2x Western Digital Black (2x 2 TB)
optisches Laufwerk 1x LG HL-DT-ST BD-RE BH16NS40 (Blu-ray-Brenner)
CPU-Kühler Corsai H110 Wasserkühlung
Gehäuse Corsair Carbide Air 540 weiß
Gehäuselüfter 1x 140 mm Corsair Air Series
5x 120 mm Corsair Air Series
Netzteil Corsair AX1200i, 1.200 Watt
Abmessungen und Anschlüsse
Maße 332 x 458 x 407 mm
Anschlüsse vorne 2x USB 3.0
analoger Audio Ein- und Ausgang
Anschlüsse hinten

1x PS/2
2x USB 3.0
10x USB 2.0
1x Gigabit-Ethernet
5x analoge Audio-Anschlüsse
1x S/PDIF
1x Clear CMOS
1x ROG Connect
3x WLAN-Antenne
Grafikkarten: jeweils 1x DVI, 3x DisplayPort und 1x HDMI

Preis und Verfügbarkeit
Preis ab 4.149,00 Euro

 

mifcom lg 3x qhd wide-09 k
MIFcom Battlebox 12K Dominator.

Nicht nur auf dem Papier macht die MIFcom Battlebox 12K Dominator dank der drei Grafikkarten im SLI-Verbund und der starken Sechskern-CPU einiges her. Auf dem Schreibtisch offenbart sie ihre wahre Größe. Das Cube-Gehäuse bringt es auf stattliche 332 x 458 x 407 mm.

mifcom lg 3x qhd wide-14 k
MIFcom Battlebox 12K Dominator.

Über das Seitenfenster (hier nicht zu sehen) erhält man einen Blick auf das Herzstück des Surround-Display-Systems: Drei NVIDIA-GeForce-GTX-980-Grafikkarten im Triple-SLI-Verbund. Unter der Corsair-H110-Wasserkühlung verbirgt sich hingegen ein Intel Core i7-5930K mit sechs Rechenkernen. Während die SSD im hinteren Teil des Cube-Gehäuses verbaut ist, befinden sich die beiden 2-TB-Festplatten ebenfalls auf dem Präsentierteller vor dem Seitenfenster.

Insgesamt hat MIFcom großen Wert auf ein ansehnliches Kabelmanagement gelegt - das Gehäuse macht einen sehr aufgeräumten Eindruck. Sehr schön!

mifcom lg 3x qhd wide-16 k
MIFcom Battlebox 12K Dominator.

Auf der Rückseite der gibt es nicht nur die Anschlüsse für das ASUS Rampage V Extreme, sondern natürlich auch die der Grafikkarten. Jede der NVIDIA-GeForce-GTX-980-Karten verfügt über einen DVI-Ausgang, drei DisplayPort-Anschlüsse und einen HDMI-Port. In der Praxis werden allerdings nur die Anschlüsse des obersten 3D-Beschleunigers genutzt, schließlich kommen dort auch alle Bilder im SLI-Verbund synchronisiert an.

mifcom lg 3x qhd wide-19 k
MIFcom Battlebox 12K Dominator.

Da wir unseren Fokus in diesem Artikel hauptsächlich auf Gaming gelegt haben, versorgte uns MIFcom auch gleich mit der passenden Peripherie. Mit der Corsair K70 und Corsair M65 hat man die passende Gamer-Hardware mit beigelegt, genau wie ein Headset in Form des Corsair Vengeance 1500.

lg 34uc97s k
LG Curved-QHD-Monitor: 34UC97-S.

Die drei Curved-QHD-Monitore sind nicht nur auf dem Schreibtisch ein echter Hingucker. Auch die Leistungsdaten können sich sehen lassen: Bei einer Diagonale von 34 Zoll versprechen sie eine 21:9-Auflösung mit jeweils 3.440 x 1.440 Bildpunkten und bringen es in unserem Testaufbau so auf eine Gesamtauflösung von 10.320 x 1.440 Bildpunkte. Anschlussseitig haben sie zwei HDMI-Eingänge, DisplayPort und sogar einen Thunderbolt-Anschluss. Sound ist ebenfalls integriert. Das Ganze hat allerdings auch hier seinen Preis: Rund 1.100 Euro will LG für ein Modell haben.


Aller Anfang ist bekanntlich schwer. Beim Aufbau eines Surround-Display-Systems stößt man hier und dort auf Probleme und Kinderkrankheiten. Während unserer Tests schaltete der Treiber nach einem Neustart des Systems gerne einmal SLI aus oder würfelte die Reihenfolge der Displays komplett durcheinander, sodass wir die Surround-Konfiguration erneut vornehmen mussten. Gerne blieb auch mal die Hälfte eines Bildschirms komplett schwarz, was allerdings nur zweimal während unseres rund einwöchigen Tests auftrat und was durch einen Neustart des Systems samt des Monitors behoben werden konnte.

Am besten ist es, wenn man beim Aufbau eines solchen Systems zunächst nur ein Display an die Haupt-Grafikkarte anschließt, den Rechner startet und direkt im Treiber die SLI-Beschleunigung auf die maximale Leistung stellt. Nach einem weiteren Neustart können nacheinander die beiden restlichen Bildschirme an die gleiche Grafikkarte angeschlossen werden. Bringen alle drei Bildschirme ein Bild, ist die erste Hürde genommen.

surround 01 k
Zunächst muss SLI im Treiber aktiviert werden.

Anschließend müssen die Displays richtig eingestellt und die Bezel-Korrektion angepasst werden. Hierfür stellt man im Treiber von "3D-Performance maximieren" auf "Mit Surround über Anzeige verteilen" um. SLI ist natürlich weiterhin aktiv. Über einen weiteren Klick auf "Konfigurieren" kann die Reihenfolge der Displays und die Rahmengröße der Displays angepasst werden, damit später keine Bildinhalte verloren gehen.

surround 02 k
Die Einstellungen für die Surround-Display-Konfiguration.

Kleinere Probleme mit Surround Display

Auch in Spielen kommt es gelegentlich zu Anzeige-Fehlern. Häufig werden die Intro-Logos aktueller Spieletitel verzerrt oder überhaupt nicht dargestellt. Teilweise fehlen ganze Inhalte, wie beispielsweise der Ladebalken in Far Cry 4. Ältere Spiele lassen sich teils überhaupt nicht über drei Displays spielen. In Mirrors Edge zum Beispiel wurde der gesamte Bildschirminhalt nach der Umstellung auf 10.320 x 1.440 Bildpunkte verzerrt dargestellt, das Spiel wurde unspielbar. Auch bei Rayman: Origins fehlen ganze Bildschirminhalte, womit auch dieser Titel nicht wirklich zu empfehlen ist.

Im schlimmsten Fall also muss man sich mit lediglich einem Bildschirm begnügen, kann die beiden äußeren Monitore dann allerdings für andere Programme, wie den E-Mail-Client oder den Messenger weiter verwenden.

mirrorsedge
Mirrors Edge ist im Betrieb mit drei Monitoren unspielbar.

Doch auch nicht jedes Genre ist für den Einsatz von drei Monitoren geeignet. In vielen Strategiespielen wie zum Beispiel Civilization: Beyond Earth befinden sich wichtige Menü-Punkte am linken und rechten Bildschirm-Rand. Beim Betrieb von drei Monitoren und einer Auflösung von 10.320 x 1.440 Bildpunkten ist das natürlich am linken und rechten Bildschirm, jeweils am äußeren Rand. Die Folge: Man muss ständig den Kopf hin und her bewegen, um die Menüpunkte zu erreichen und weite Strecken mit der Maus zurücklegen.

Fans von Rennspielen aber kommen bei einem Surround-Display-Aufbau voll auf ihre Kosten. In DiRt: Showdown zum Beispiel stellen die beiden äußeren Displays in der Cockpit-Ansicht den größten Teil des Cockpits dar, während der mittlere Hauptbildschirm die Strecke darstellt. Hier fühlt man sich noch tiefer drin im Geschehen. Ebenfalls viel Spaß machen Action- und Rollenspiele. In Crysis 3 wird der Sichtradius deutlich vergrößert, wenn auch aufgrund der ständigen Bewegungen etwas unscharf dargestellt. Auch in The Elder Scrolls V: Skyrim profitiert man von einem weiteren Sichtfeld. 

Ein paar Screenshots unterschiedlicher Spiele finden sich in dieser Galerie:

{jphoto image=67796}

Leistungsaufnahme

Ein starkes High-End-System wie die MIFcom Battlebox 12K Dominator verfügt trotz der energieeffizienten "Maxwell"-Grafikkarten über einen großen Stromhunger. Bis zu 700 Watt zieht der gesamte Aufbau in der Spitze aus der Steckdose. Selbst im Leerlauf sind es noch knapp über 300 Watt. Mit nur einem Display sinkt die Leistungsaufnahme auf 200 bzw. 447,3 Watt deutlich. Wer sich für einen solchen Aufbau entscheidet, der muss nicht nur hohe Anschaffungskosten in Kauf nehmen, sondern auch an die Betriebskosten denken.

Leistungsaufnahme – Idle

Gesamtaufbau

200.2 XX


268.2 XX


307.9 XX


in Watt
Weniger ist besser

Leistungsaufnahme – Last

Gesamtaufbau

447.3 XX


544.8 XX


702.8 XX


in Watt
Weniger ist besser


Betreibt man die MIFcom Battlebox 12K Dominator mit nur einem Display, so sind dank der drei GeForce-GTX-980-Grafikkarten alle Spiele mit der vollen Auflösung von 3.440 x 1.440 Bildpunkten ruckelfrei spielbar und das selbst mit allen Details und meist auch mit zusätzlichem AA/AF. Ältere Titel wie Grid 2 laufen sogar mit weiter über 200 FPS über den Bildschirm, während es bei Metro 2033: Last Light gerade einmal für knapp 40 FPS reicht.

{jphoto image=67705}

BioShock Infinite

Sehr Hoch

100.4 XX


15 XX
73.4 XX


13 XX
56.4 XX


9 XX
Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

BioShock Infinite

Ultra

99.6 XX


14 XX
69.7 XX


11 XX
54.2 XX


3 XX
Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

Crysis 3

Hoch

145.9 XX


116 XX
84.8 XX


62 XX
57.0 XX


45 XX
Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

Crysis 3

Sehr hoch

106.2 XX


83 XX
54.2 XX


41 XX
35.4 XX


28 XX
Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

Far Cry 4

Sehr Hoch

93.7 XX


74 XX
75.8 XX


48 XX
50.1 XX


21 XX
Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

Far Cry 4

Ultra

93.7 XX


59 XX
66.9 XX


45 XX
42.8 XX


16 XX
Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

Grid 2

1x AA 1xAF

192.1 XX


142 XX
108.2 XX


98 XX
86.9 XX


78 XX
Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

Grid 2

8xMSAA 16xAF

235.4 XX


201 XX
130.1 XX


116 XX
72.6 XX


57 XX
Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

Metro: Last Light

ohne AA/AF

43.7 XX


36 XX
28.4 XX


24 XX
18.0 XX


15 XX
Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

Metro: Last Light

4xAA 16xAF

38.8 XX


32 XX
25.6 XX


21 XX
16.6 XX


13 XX
Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

Tomb Raider

1xAA 1xAF

180.3 XX


152 XX
96.3 XX


80 XX
66.6 XX


58 XX
Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

Tomb Raider

2xSSAA 16xAF

116.6 XX


92 XX
61.2 XX


50 XX
41.3 XX


32 XX
Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser


Mit zwei Bildschirmen erhöht sich nicht nur die Auflösung auf 6.880 x 1.440 Bildpunkte, sondern natürlich auch die Aufgabenlast für die Grafikkarten. Je nach Spiel halbiert sich die Framerate mit dem zweiten zusätzlichen Display. Trotzdem lassen sich auch hier all unsere Spiele noch ruckelfrei spielen, wenngleich man bei Metro 2033: Last Light vielleicht etwas die Details reduzieren sollte.

{jphoto image=67704}

BioShock Infinite

Sehr Hoch

100.4 XX


15 XX
73.4 XX


13 XX
56.4 XX


9 XX
Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

BioShock Infinite

Ultra

99.6 XX


14 XX
69.7 XX


11 XX
54.2 XX


3 XX
Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

Crysis 3

Hoch

145.9 XX


116 XX
84.8 XX


62 XX
57.0 XX


45 XX
Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

Crysis 3

Sehr hoch

106.2 XX


83 XX
54.2 XX


41 XX
35.4 XX


28 XX
Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

Far Cry 4

Sehr Hoch

93.7 XX


98.7 XX


74 XX
75.8 XX


48 XX
50.1 XX


21 XX
Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

Far Cry 4

Ultra

93.7 XX


59 XX
66.9 XX


45 XX
42.8 XX


16 XX
Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

Grid 2

1x AA 1xAF

192.1 XX


142 XX
108.2 XX


98 XX
86.9 XX


78 XX
Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

Grid 2

8xMSAA 16xAF

235.4 XX


201 XX
130.1 XX


116 XX
72.6 XX


57 XX
Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

Metro: Last Light

ohne AA/AF

43.7 XX


36 XX
28.4 XX


24 XX
18.0 XX


15 XX
Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

Metro: Last Light

4xAA 16xAF

38.8 XX


32 XX
25.6 XX


21 XX
16.6 XX


13 XX
Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

Tomb Raider

1xAA 1xAF

180.3 XX


152 XX
96.3 XX


80 XX
66.6 XX


58 XX
Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

Tomb Raider

2xSSAA 16xAF

116.6 XX


92 XX
61.2 XX


50 XX
41.3 XX


32 XX
Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser


Die Paradedisziplin für die MIFcom Battlebox 14 Dominator ist natürlich der Betrieb dreier Displays. Die Leistung im Vergleich zum Zwei-Monitor-Betrieb bricht noch einmal deutlich ein. Spiele wie Crysis 3, Far Cry 4 oder Metro 2033: Last Light laufen dann mit allen Details und hinzugeschalteten AA/AF-Modi nicht mehr ganz so flüssig. Auch Far Cry 4 könnte ein wenig schneller sein. Hier muss zumindest der AA/AF-Modus abgestellt oder die Detailstufe reduziert werden. Bei der hohen Auflösung von 10.320 x 1.440 Bildpunkten ist das allerdings zu verschmerzen. Statt SSAA oder Ähnlichem kann man sich dann auch mit dem deutlich ressourcenschonenderen MSAA begnügen.

{jphoto image=67699}

BioShock Infinite

Sehr Hoch

100.4 XX


15 XX
73.4 XX


13 XX
56.4 XX


9 XX
Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

BioShock Infinite

Ultra

99.6 XX


14 XX
69.7 XX


11 XX
54.2 XX


3 XX
Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

Crysis 3

Hoch

145.9 XX


116 XX
84.8 XX


62 XX
57.0 XX


45 XX
Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

Crysis 3

Sehr hoch

106.2 XX


83 XX
54.2 XX


41 XX
35.4 XX


28 XX
Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

Far Cry 4

Sehr Hoch

93.7 XX


98.7 XX


74 XX
75.8 XX


48 XX
50.1 XX


21 XX
Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

Far Cry 4

Ultra

93.7 XX


59 XX
66.9 XX


45 XX
42.8 XX


16 XX
Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

Grid 2

1x AA 1xAF

192.1 XX


142 XX
108.2 XX


98 XX
86.9 XX


78 XX
Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

Metro: Last Light

ohne AA/AF

43.7 XX


36 XX
28.4 XX


24 XX
18.0 XX


15 XX
Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

Metro: Last Light

4xAA 16xAF

38.8 XX


32 XX
25.6 XX


21 XX
16.6 XX


13 XX
Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

Tomb Raider

1xAA 1xAF

180.3 XX


152 XX
96.3 XX


80 XX
66.6 XX


58 XX
Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

Tomb Raider

2xSSAA 16xAF

116.6 XX


92 XX
61.2 XX


50 XX
41.3 XX


32 XX
Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser


Mit "Maxwell" hat NVIDIA aber auch eine neue Technik eingeführt, die dafür sorgen soll, dass Spiele auch auf 1.080p-Displays und entsprechender Auflösung noch besser aussehen: DSR (Dynamic Super Resolution). Hierfür greift die kalifornische Grafikschmiede auf eine Technik zurück, die weder unbekannt noch neu ist. DSR beschreibt ein Downsampling, für das aber nicht mehr auf spezielle Programme und Programmanpassungen zurückgegriffen werden muss, sondern das direkt aus dem Treiber heraus funktionieren soll.

Um das DSR-Feature nutzen zu können, greift der Treiber auf dedizierte Hardware im Framebuffer und den Render-Pipelines zurück. Daher ist DSR zunächst einmal nur zur Maxwell kompatibel. Theoretisch gilt dies auch für die Maxwell-Karten der 1. Generation, allerdings fehlt es diesen an der nötigen Performance, um ein Downsampling ausreichend schnell durchzuführen. Nicht nur das Rendering in einer höheren Auflösung ist dabei der entscheidende Punkt, sondern auch die Ausführung des Filters, denn erst dieser sorgt dafür, dass der gerenderte Frame auch in der Darstellung ansprechend ist. Es wird ein komplettes Downsampling durchgeführt, also auch der Benutzeroberfläche. Sind Spiele nicht darauf angepasst, könnten diese zu klein dargestellt werden. NVIDIA bietet DSR in der eigenen GeForce Experience daher nur für Spiele an, die entsprechend angepasst sind. Im Treiber kann der Nutzer DSR in den 3D-Einstellungen aber auch selbst aktivieren.

DSR im GeForce-Treiber
DSR im GeForce-Treiber.

DSR wird in den 3D-Einstellungen des Treibers aktiviert und angepasst. Ist das System an einen passenden Monitor angeschlossen, werden dort die möglichen Faktorisierungen im Verhältnis zur nativen Auflösung angezeigt. Diese tauchen dann in den Einstellungen der Spiele auf und können jeweils gewählt werden. Der von NVIDIA implementierte Filter soll auch ungerade Skalierungen möglich machen, ohne dass dabei die Bildqualität leidet. Auf Monitoren mit einer Auflösung von 2.560 x 1.600, 2.560 x 1.440 und 1.920 x 1.080 Pixel wurde uns DSR in den Treiber-Optionen angeboten. Auf unserem 4K-Display oder dem in diesem Artikel verwendeten LG-Display war die Option allerdings nicht sichtbar. NVIDIA trifft also eine Vorauswahl, bei welcher nativen Auflösung DSR überhaupt Sinn macht und wo nicht. Ein Downsampling auf eine Auflösung von 3.840 x 2.160 Pixel ist derzeit aufgrund der mangelnden Performance der Hardware ohnehin nicht sinnvoll.

DSR im GeForce-Treiber
DSR im GeForce-Treiber.

Für die Anpassung des Filters (Gauß-Filter) verwendet NVIDIA im Treiber einen Slider, über den die Glättung angepasst werden kann. Diese Anpassung ist notwendig, um ein optimales Ergebnis der Darstellung zu erreichen. Nicht jeder Spieler empfindet die jeweilige Schärfe als passend und nicht für jedes Spiel kann DSR sofort das optimale Ergebnis liefern. Die Glättung ist also ein wichtiger Punkt, der von jedem, der DSR verwenden möchte, einmal angefasst werden sollte.

Auswirkungen auf die Bildqualität

Welche Auswirkungen das DSR auf die Bildqualität hat, lässt sich über Screenshots nicht beurteilen, da diese an der falschen Stelle des Renderpfades abgegriffen werden. Mit einem FCAT-System lassen sicher aber die vollen Auflösungen direkt am Display-Ausgang abgreifen. Anhand einiger Beispiele in Assassins Creed IV: Black Flag, Battlefield 4 und Watch Dogs lasst sich allerdings ein erster Eindruck des Downsamplings und Filterns verschaffen. Hinter den kleinen Vorschau-Bildern haben wir jeweils die vollen Auflösungen im unkomprimierten PNG-Format (Dateigröße jeweils etwa 5 MB) verlinkt.

Assassins Creed IVAssassins Creed IV

Assassins Creed IV: Black Flag mit FXAA (links) und DSR+FXAA (rechts)

Assassins Creed IVAssassins Creed IV

Assassins Creed IV: Black Flag mit 4xMSAA (links) und DSR+4xMSAA (rechts)

Battlefield 4Battlefield 4

Battlefield 4 mit 4xMSAA (links) und DSR+4xMSAA (rechts)

Watch DogsWatch Dogs

Watch Dogs mit FXAA (links) und DSR+FXAA (rechts)

Watch DogsWatch Dogs

Watch Dogs mit 4xMSAA (links) und DSR+4xMSAA (rechts)

Die Unterschiede zwischen DSR/Downsampling und ohne sind besonders an der Vegetation deutlich zu erkennen. Bäume und Gräser sind detaillierter und wirken an dünnen Enden weniger abgeschnitten. Dies gilt für Assassins Creed IV ebenso wie bei Battlefield 4 und Watch Dogs. In den Screenshots zu Battlefield 4 sollte man sich auch die Rotorblätter des Hubschraubers genauer anschauen. Battlefield 4 skaliert aber auch die Benutzeroberfläche nicht korrekt und verkleinert diese extrem. Dies ist einer der Punkte, auf die man vor der Nutzung von DSR achten sollte.


Für unsere DSR-Messungen setzen wir allerdings auf ein deutlich leistungsärmeres System sowie einen kleinen 24-Zoll-Monitor mit nativer FullHD-Auflösung. Die MIFcom Battlebox Mini ist mit einem Intel Core i7-4790K, einem MSI Z97I AC, 16 GB DDR3-Arbeitsspeicher und nur noch einer einzigen NVIDIA GeForce GTX 980 ausgerüstet. Zudem steht in der Basis-Version nur noch eine SSD mit 250 GB zur Verfügung. Dafür fallen Gehäuse und Netzteil kleiner aus. Hier setzt der Distributor auf ein Corsair Graphite 380T sowie auf ein Corsair CS650W mit einer Ausgangsleistung von 650 Watt.

{jphoto image=67720}

Technische Daten der MIFcom Battlebox Mini
Prozessor Intel Core i7-4790K
Mainboard MSI Z97I AC
Arbeitsspeicher 16 GB DDR3-1866 Corsair Vengeance (2x 8 GB)
Grafikkarte 1x NVIDIA GeForce GTX 980
Massenspeicher 1x Samsung 840 EVO (250 GB)
optisches Laufwerk optional
CPU-Kühler Corsai H60 Wasserkühlung
Gehäuse Corsair Graphite 380T weiß
Netzteil Corsair CS650W, 650 Watt
Abmessungen und Anschlüsse
Maße 292 x 356 x 393 mm
Anschlüsse vorne 2x USB 3.0
analoger Audio Ein- und Ausgang
Anschlüsse hinten

1x PS/2
2x USB 3.0
4x USB 2.0
2x Gigabit-Ethernet
6x analoge Audio-Anschlüsse
1x S/PDIF
1x HDMI
1x DisplayPort
1x DVI
1x ClearCMOS
Grafikkarte: 1x DVI, 3x DisplayPort und 1x HDMI

Preis und Verfügbarkeit
Preis ab 1.879,00 Euro

 

Crysis 3

Hoch

85.5 XX


74 XX
51.6 XX


44 XX
31.7 XX


27 XX
24.2 XX


21 XX
Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

Far Cry 4

Sehr Hoch

94.5 XX


80 XX
61.2 XX


53 XX
40.5 XX


35 XX
31.7 XX


25 XX
Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

Tomb Raider

1xAA 1xAF

138.3 XX


112 XX
81.9 XX


68 XX
49.6 XX


42 XX
37.1 XX


31 XX
Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser


Als wenn drei aktuelle High-End-Grafikkarten in einem System nicht genug wären, da setzen wir noch einen oben drauf und bringen das Triple-SLI-Gespann mit drei hochauflösenden Displays an seine Leistungsgrenze. Warum auch nicht, schließlich machen die Ultra-Wide-Curved-QHD-Displays von LG nicht nur auf dem Schreibtisch einiges her, sondern fördern auch kräftig den Spielspaß. Vor allem in Rennspielen fühlt man sich noch näher am Spielgeschehen. Aber auch in Ego-Shootern und Rollenspielen profitiert man von einem breiten Sichtfeld. Einzig Strategiespieler müssen mit häufigen Kopfbewegungen rechnen und auch Spieler alter Titel schauen buchstäblich in die Röhre, da diese unter Umständen verzerrt dargestellt werden. Entweder fehlen wichtige Bildinhalte oder aber man kann überhaupt nichts erkennen. Dann muss man zurück auf den Single-Display-Betrieb zurückstellen.

Unser Test aber zeigt auch, dass Top-Hardware mit einer Auflösung von 10.320 x 1.440 Bildpunkten durchaus zurechtkommt. Selbst aktuelle Grafikkracher wie Crysis 3 oder Far Cry 4 können ruckelfrei in der hohen Auflösung gespielt werden - hier und da muss man allerdings doch ein wenig die Qualität drosseln und zumindest auf Bildverbesserungsmodi wie AA oder AF verzichten. Metro 2033: Last Light ermöglicht nur geringe Frameraten lässt, sich aber auch weit unterhalb der 60-FPS-Marke noch angenehm spielen.

Teuer sind nicht nur das System mit einem Preis von rund 4.500 Euro und die Displays mit einem Gesamtpreis von rund 3.300 Euro, sondern auch die Betriebskosten. Unter Volllast zieht der Gesamtaufbau etwas mehr als 700 Watt aus der Steckdose. Selbst im Leerlauf ist es mit knapp 300 Watt noch eine ganze Menge.

Wer am Monitor sparen möchte, der kann dank DSR mit einer flotten "Maxwell"-Grafikkarte trotzdem hohe Auflösungen einstellen und so die Bildqualität in Spielen weiter verbessern. Das ist je nach Spieletitel selbst mit einer einzelnen NVIDIA GeForce GTX 980 und einem Intel Core i7-4790K problemlos möglich, wie unsere Benchmarks gezeigt haben.

{jphoto image=67698}

 

Persönliche Meinung

Ich bin ein großer Fan von hohen Auflösungen und richtig flotten Systemen wie der MIFcom Battlebox 12K Dominator. Für die Dauer aber würde ich mir ein solches Setup mit drei Ultra-Wide-Displays nicht anschaffen. Das ist mir einfach zu anstrengend. Zwar kann ich meine Programme während dem Arbeiten bequem auf die einzelnen Displays verteilen und auch Rennspiele mit einem hohen Spaßfaktor zocken, für Strategiespiele aber ist es mir doch zu viel Kopfarbeit. Da lege ich mir lieber doch endlich ein schickes 4K-Display zu - nur mit welcher Grafikkarte, denn aktuell habe ich noch eine betagte Radeon HD 7970 im System stecken! Bald ist Weihnachten! (Andreas Stegmüller)