Seite 5: In der Praxis

Während ZOTAC bei seinen ZBOX-Systemen auf ein ansprechendes Design setzt, kommt bei der ECS LIVA ein eher schlichtes und vor allem mattes Layout zum Einsatz. Wie sich der kleine SoC in Sachen Leistung schlägt, zeigen wir auf dieser Seite auf.

Leistung

Der verbaute Intel Celeron N2806 ist ein deutlich langsamer Prozessor, als er in den bisher von uns getesteten Mini-PCs zum Einsatz kommt. Dafür ist er darauf getrimmt worden Strom zu sparen und soll trotzdem für alle alltäglichen Office- und Multimedia-Anwendungen ausreichend schnell sein. In Cinebench R11.5 bringt es der kleine Intel-SoC der ECS LIVA auf 0,71 Punkte und kann damit mit bisherigen Quad-Core-Prozessoren der ZBOX-Systeme nicht mithalten, die teils mehr als das Doppelte leisten. Gleiches gilt für den neueren Cinebench-R15-Benchmark, bei dem das System gerade einmal 58 Punkte erreicht. Im Komprimierungs-Test von 7-Zip leistet die ECS LIVA mit 2.676 MIPS nur knapp ein Drittel der potenteren Systeme.

In den übrigen Benchmarks erreicht die ECS LIVA erwartungsgemäß eine nur durchwachsene Leistung. Die Grafiklösung ist trotz unserer älteren Benchmarks nicht für das Spielen gedacht. Für ältere und nicht ganz so anspruchsvolle Spieletitel aber reicht die Leistung aus. An die Leistungsgrenze stößt man bei ihr aber schnell. Die Auflösung muss je nach Benchmark teils drastisch reduziert werden. Auf 720p kann sie bei älteren Titeln aber gestellt werden.

Bei der Multimedia-Leistung hinterlässt die ECS LIVA ebenfalls ein durchwachsenes Bild. Zwar spielt sie hochauflösende 1080p- und 4K-Videos ruckelfrei ab, müssen diese allerdings über das Internet gestreamt werden, gerät die Box stetig ins Stocken. Ruckelfreies Streaming-Vergnügen ist lediglich in SD-Qualität möglich.

Der verbaute eMMC-Speicher mit 32 GB Speicher leistet mit 69,7 MB pro Sekunde nur unterdurchschnittliche Werte und ist auch im Alltagsbetrieb meist der limitierende Faktor. Kurze Denkpausen beim Starten neuer Programme oder bei der Installation von Software stören im Alltagseinsatz doch ein wenig. 2,5-Zoll-Festplatten oder gar SSDs sind da deutlich schneller. Dann ist ein Datendurchsatz von über 80 MB pro Sekunde möglich.

Die Speicherbandbreite fällt mit 4,66 GB/Sek. ebenfalls zurück. ECS setzt hier auf 1.066 MHz schnellen DDR3L-Speicher mit Timings von CL11-11-11-28.

Futuremark 3DMark

12176 XX


998 XX


Punkte
Mehr ist besser

Futuremark 3DMark 11

367 XX


211 XX


Punkte
Mehr ist besser

Cinebench R11.5

CPU

0.71 XX


Punkte
Mehr ist besser

Cinebench R11.5

CPU

58 XX


Punkte
Mehr ist besser

Anno 2070

High

12.6 XX


2.7 XX


Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

Streetfighter IV

Hoch

18.9 XX


9.7 XX


Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

Resident Evil 5

Hoch, DirectX 10

10.9 XX


6.3 XX


Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

HDD-Durchsatz

69.7 XX


MB/Sek.
Mehr ist besser

7-Zip

32M

2676 XX


MIPS
Mehr ist besser

PCMark 7     PC Mark Vantage
Video Playback 23,95 fps 2.269 Memories Score
Video Transcoding 6.398,67 KB/s N/A TV and Movies Score
System Storage - Gaming 12,28 MB/s 3.251 Gaming Score
Graphics DX9 5,65 fps 4.085 Music Score
Image Manipulation 6,55 Mpx/s 3.373 Communications Score
Importing Pictures 10,31 MB/s 3.081 Productivity Score
Web Browsing 3,82 pages/s 8.507 HDD Score
Data Decrypting 24,83 MB/s - -
Score 2.156 3.267 Score

Lautstärke:

Bei der LIVA verzichtet ECS auf einen lärmenden Lüfter. Die kleine Box kommt vollständig ohne aus. Damit arbeitet sie sowohl im 2D- wie auch im 3D-Betrieb völlig lautlos.

Lautstärke

0.0 XX


0.0 XX


dB(A)
Weniger ist besser

Leistungsaufnahme:

In Sachen Stromhunger gibt die ECS LIVA aufgrund des sparsamen 4,5-Watt-SoC ein sehr gutes Bild ab. Im Leerlauf haben wir knapp über vier Watt gemessen. Mit Prime95 auf beiden CPU-Kernen steigt die Leistungsaufnahme auf 7,5 Watt sprunghaft an. Belastet man dann noch die integrierte Intel HD Graphics steigt der Stromhunger auf 12,6 Watt und damit noch einmal um gut fünf Watt an. Damit ist die ECS LIVA äußerst sparsam und absoluter Rekordhalter in dieser Disziplin.

Leistungsaufnahme

(Gesamtsystem)

4.4 XX


7.5 XX


in Watt
Weniger ist besser

Temperaturen:

An den Temperatur-Werten gibt es nichts auszusetzen. Während der Prozessor im Leerlauf bis zu 48 °C warm wird, herrschen im Inneren der Box Temperaturen von 27 °C. Die Temperatur des eMMC-Chips konnten wir mit keinem unserer Tools auslesen. Unter Last steigt die Temperatur des SoC auf 71 °C an. Die Temperaturen innerhalb des Gehäuses bleiben allerdings weiterhin bei 27 °C.

Temperaturen

Idle

CPU
27 XX


72 XX


in Grad Celsius
Weniger ist besser

Temperaturen

Last

27 XX


CPU
48 XX


in Grad Celsius
Weniger ist besser