Seite 5: In der Praxis

Intels Haswell-Flaggschiff und NVIDIAs GeForce GTX 770 sollten für eine beachtliche Performance sorgen. Die Leistung der Hardware erfassen wir mit verschiedenen synthetischen Benchmarks und einigen anspruchsvollen Spielen.

Synthetische Benchmarks:

Die hohe CPU-Performance wird unter anderem von einem beachtlichen Cinebench-Ergebnis bestätigt. Für einen Spiele-PC ist aber vor allem die Gaming-Performance entscheidend.

Synthetische Gaming-Benchmarks wie der aktuelle 3DMark und der 3DMark 11 bescheinigen dem ATELCO-System eine hohe Leistung.

GeForce Experience:

Mit GeForce Experience bietet NVIDIA ein Programm an, das zum einen den Grafikkartentreiber aktuell hält, zum anderen aber auch vorschlägt, welche Grafikeinstellungen für das vorhandene System passend sind. Das Programm erkennt installierte Spiele automatisch (zumindest mit unseren Testspielen funktionierte die Erkennung einwandfrei), liest dann die eingestellten Settings aus und unterbreitet einen optimierten Alternativvorschlag. Mit einem Klick kann dieser Vorschlag bestätigt werden. Beim nächsten Start des entsprechenden Spieles werden automatisch die optimierten Settings genutzt. Das alles funktionierte mit den von uns genutzten Testspielen reibungslos. Bei der Hardware des ATELCO-Komplettsystems hatte NVIDIA Experience allerdings auch eine recht leichte Aufgabe, denn die Settings konnten fast ausnahmslos auf Maximum gestellt werden. Die Auflösung wurde vom genutzten Monitor vorgegeben - sie lag immer bei 1920 x 1080 Pixeln. In unserem ausgepackt & angefasst-Video gehen wir ebenfalls auf GeForce Experience ein.

Spiele-Benchmarks:

Mit diesen optimierten und zugleich anspruchsvollen Grafikeinstellungen haben wir die drei Spiele Metro: Last Light, Max Payne 3 und Batman: Arkham City getestet. Obwohl es sich durchaus um fordernde Titel handelt, wurden immer Frameraten erreicht, die ein absolut flüssiges Spielvergnügen ermöglichen. Insgesamt ist das ATELCO-Komplettsystem sowohl für den produktiven Einsatz als auch für aktuelle Spiele bestens gerüstet.

Temperaturen:

Performante Hardware ist gerade im Lastbetrieb nicht gerade leicht zu kühlen. Das Kühlsystem des Komplettrechners setzt auf vier Gehäuselüfter in der Front, im Deckel und an der Rückwand. Die Gigabyte-Grafikkarte wird von einem voluminösen Kühler mit gleich drei 75-mm-Lüftern gekühlt. Für den Prozessor hat ATELCO hingegen mit dem Scythe Katana 3 einen Kühler verbaut, der nicht als Kühlwunder bekannt ist. Unter Volllast durch Prime 95 wird der Core i7-4770K dann auch über 70 Grad warm - aus diesem Grund haben wir auch von Übertaktungsversuchen abgesehen. Die Temperaturen der Grafikkarte bei Belastung durch Furmark liegen auf einem ähnlich hohen Level, sind aber unkritischer. Und zwar nicht nur, weil die GPU etwas höhere Temperaturen als die CPU verträgt, sondern auch weil die Lüfter von der Automatik nur auf etwa 60 Prozent hochgeregelt wurden.

Lautstärke:

Für die Laustärke des Komplettsystems sind zwei Faktoren ausschlaggebend - die manuelle Regelung der Gehäuselüfter und die automatische Regelung des CPU-Lüfters und der Grafikkartenlüfter. Das Manko der manuellen Regelung hahen wir schon angesprochen - ein Brummgeräusch sorgt dafür, dass der PC selbst bei heruntergegelten Gehäuselüftern deutlich hörbar ist. Die automatisch geregelten Lüfter sind hingegen im Leerlaufbetrieb angenehm leise, unter Last drehen sie aber deutlich auf. In Summe führt das dazu, dass das 4gamez!-Komplettsystem nie wirklich leise ist. Schon im Leerlauf und bei heruntergerelten Gehäuselüftern macht es sich bemerkbar, unter Last und mit hochgeregelten Gehäuselüftern wird es noch einmal deutlich lauter. Zumindest für den Spieleeinsatz ist die Lautstärke noch akzeptabel, der PC wird leicht von den Spielegeräuschen übertönt.

Stromverbrauch:

Sowohl im Prozessor- als auch im Grafikkartenbereich bemühen sich die Hersteller um einen möglichst geringen Leerlaufverbrauch. Das ATELCO-Komplettsystem zeigt, dass diese Bemühungen durchaus von Erfolg gekrönt sind. Trotz der leistungsstarken Komponenten werden nur knapp über 50 Watt verbraucht. Unter der durch Prime 95 und Furmark verursachten Volllast vervielfacht sich der Verbrauch dann aber auf über 370 Watt. Das ist aber immer noch weit von den bis zu 700 Watt entfernt, die das Cougar-Netzteil bereitstellen könnte. ATELCO könnte also problemlos zu einem deutlich leistungsschwächeren und dadurch auch günstigeren Netzteil greifen. Bei einem realistischeren Nutzungsszenario, nämlich beim Spielen, haben wir einen Verbrauch von etwa 250 Watt gemessen.