Test: ASRock CoreHT 252B - HTPC mit viel Rechenpower

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Mit der neuen CoreHT Series erweitert ASRock sein HTPC-Angebot. Leistungsmäßig sind die CoreHT im oberen Leistungssegment angesiedelt, denn bei ihnen kommt die Mobilversion von Intels Sandy-Bridge-Plattform zum Einsatz. Die CoreHT-Serie umfasst insgesamt vier Modelle, von denen drei als klassische Multimedia-Systeme aufgestellt sind, wohingegen beim vierten Modell schon die Bezeichnung "Server" im Namen auch andere Anwendungsmöglichkeiten erahnen lässt. Das von uns getestete Multimedia-Spitzenmodell CoreHT 252B verfügt über eine leistungsstarke Dualcore-CPU, 4 GB Speicher, eine schnelle Festplatte mit 500 GB und ein Blu-ray-Combo-Laufwerk. Für die Grafikausgabe wird auf die in die CPU integrierte Intel HD 3000 zurückgegriffen. Das ganze System auf Basis eines Mini-ITX-Mainboards wurde von ASRock in einem kleinen Gehäuse mit 2,5 Litern Volumen untergebracht.


Mittlerweile ist auf dem Markt ein sehr breites Angebot an HTPCs zu finden. Viele Modelle setzen auf eine Atom-CPU von Intel in Verbindung mit einem ION-Chipsatz von NVIDIA. Diese Kombination liefert im Bereich der Videowiedergabe dank der speziellen Hardwareunterstützung eine gute Performance, ist aber für sich gesehen mit nur vergleichsweise wenig Rechenleistung gesegnet. AMD kann seit einiger Zeit in diesem Bereich mit der Brazos/Fusion-Plattform eine attraktive Alternative anbieten. Ist hingegen eine Lösung mit höherer und auch flexiblerer Performance gefragt, kommen meist Systeme zum Einsatz, die auf Komponenten setzen, welche primär für den Einsatz in Notebooks entwickelt wurden. Bislang kam hier häufig Intels erste Core-Plattform zum Einsatz, so auch in dem von uns getesteten ASRock Vision 3D.

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Die CoreHT Serie setzt nun Intels aktuelle Mobilplattform ein, deren integrierte Grafik im Vergleich zu anderen Einsteiger-Grafiklösungen mittlerweile einigermaßen bestehen kann. Die drei von ASRock hauptsächlich für den HTPC-Einsatz vorgesehenen Modelle weisen untereinander nur Unterschiede beim eingesetzten Prozessor bzw. optischem Laufwerk auf:

Von der weiteren Ausstattung her sind die drei Modelle exakt gleich. Auch werden alle drei Systeme ohne Betriebssystem ausgeliefert. Die CoreHT könnte man als Nachfolger der Core 100HT sehen, die ein ähnliches Konzept auf Basis von Intels erster Core-Generation aufweisen.

Die vergleichsweise hohe Leistung der CoreHT-Modelle schlägt sich entsprechend auch im Preis nieder. Der CoreHT 252B liegt vom Preis her damit fast auf dem Niveau der Apple Mac mini der aktuellen Generation, die wir vor Kurzem auch in einem Review hatten.

Hier aber die technischen Daten des CoreHT 252B in der Übersicht:

 
ASRock
CoreHT 252B
Homepage www.asrock.com
Straßenpreis ca. 620 Euro
System
Prozessor Intel Core i5-2520M (2,5 GHz, Turbo 3,2 GHz, Hyperthreading)
Arbeitsspeicher 4 GB DDR3-1333 (SO-DIMM, 2 von 2 Slots belegt)
Speicher 2,5"-Festplatte 500 GB (WD Scorpio Black, 7.200 U/min)
opt. Laufwerk Bluray-Combo (Philips/Lite-On DS-4E1S, 4,8x(BD)/8x(DVD))
Mainboard ASRock HM65-HT (Mobile Intel HM65 Chipsatz)
Anschlüsse
USB 4x USB 3.0 (2x Front, 2x Rückseite, über zwei Renesas-Controller)
4x USB 2.0
SATA 1x SATA 6G (belegt), 2x SATA 3G (1x frei)
eSATA 1x eSATA 6G (Rückseite)

Grafik

HDMI (1.4a)
VGA
Kommunikation LAN (Gigabit), über Realtek RTL8111E
WLAN 300 Mbps (802.11 b/g/n, 2T2R), über Atheros AR5B97
Sound

7.1 HD-Codec mit THX TruStudio Pro, über Realtek ALC892
Rückseite: 5x Klinke, 1x SPDIF
Front: 1x Mic, 1x Kopfhörer

 
Abmessungen Breite 195 mm x Höhe 70 mm x Tiefe 186 mm
Volumen
ca. 2,5 l
Extras MCE-Fernbedienung, Platz für zweite 2,5"-HDD/SSD

Nach Öffnen der Verpackung findet man folgenden Inhalt vor:

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Zum Lieferumfang des CoreHT 252B gehören neben dem eigentlichen HTPC:

Ein Betriebssystem gehört nicht zum Lieferumfang, es empfiehlt sich die Verwendung einer aktuellen Windows-7-Version, z.B. Home Premium 64-bit.

Kommen wir auf der nächsten Seite zu der Hardware des CoreHT 252B.


ASRock hat die Hardware des CoreHT 252B in einem kompakten Gehäuse untergebracht, welches sich mit seinem dezenten Design in Klavierlackoptik auch gut ins Wohnzimmer neben die Home-Entertainment-Technik einfügt. Als besonders elegantes Design wird man es aber trotzdem nicht bezeichnen können. Das System wird mit einer MCE-kompatiblen Fernbedienung geliefert und die nötige Empfangstechnik ist auf Mainboardebene integriert.

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Der CoreHT ist vom Design her an die Core 100HT von ASRock angelehnt. Die Frontpartie ist insgesamt ähnlich gestaltet, wobei aber der Lufteinlass auf der linken Frontseite des CoreHT nun deutlich markanter ist. Der CoreHT orientiert sich insgesamt mehr an klassischen Formen aus dem Bereich Entertainmentelektronik bzw. hochwertigen Rechnergehäusen und nicht so sehr an Apples Mac mini, wie z.B. der Vision 3D es mit seinen runden Ecken und dem Slot-In-Laufwerk getan hat.

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Auf der Rückseite hat ASRock eine sehr große Anzahl an Anschlussmöglichkeiten untergebracht. USB 3.0, USB 2.0, eSATA und Gigabit-LAN sind genauso mit an Bord wie die gängigen Sound- und Grafikanschlüsse. ASRock hat dem CoreHT 252B einen HDMI- und einen VGA-Ausgang spendiert, ein DVI-Port fehlt. Es liegt aber ein Adapter von HDMI auf DVI bei, und die HDMI-Schnittstelle unterstützt Version 1.4a, ist also bestens für die Ausgabe von 3D-Inhalten geeignet.

Die Soundausgabe erfolgt über einen Realtek ALC892 mit 7.1-Unterstützung, welchem alle wichtigen Anschlüsse zur Verfügung stehen. Diese Lösung bietet auch HDMI Audio Pass Through / Bitstream (Dolby TrueHD & DTS HD Master Audio). Weiterhin wird THX TruStudio Pro unterstützt, was durch das THX-Logo auf der Frontseite angedeutet werden soll. Dahinter verbergen sich einige softwareseitige Tools, die ähnlich Creatives X-Fi-Software etliche Funktionen im Bereich Soundanpassung haben.

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ASRock hat beim CoreHT an einen einfachen Zugang zu den verbauten Komponenten gedacht. Nach dem Entfernen von zwei Schrauben auf der Rückseite lässt sich der Deckel abnehmen. Viel vom eigentlichen System sieht man dann aber noch nicht, denn der Laufwerkskäfig blockiert den weiteren Einblick. Aber auch dieser lässt sich nach dem Lösen zweier Schrauben einfach herausnehmen.

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Dreht man den Laufwerkskäfig einmal um, sieht man auch die verbaute Festplatte, die im eingebauten Zustand unter dem optischen Laufwerk hängt. Ein weiteres 2,5-Zoll-Laufwerk lässt sich dank entsprechender Bohrungen und Schrauben unter die schon montierte Festplatte hängen. Eingesetzt wird von ASRock eine 500 GB große "Scorpio Black" von Western Digital. Diese HDD arbeitet mit 7.200 U/Min und dürfte eine der schnellsten 2,5-Zoll-SATA-Festplatten am Markt sein. Als optisches Laufwerk kommt ein Modell von Philips/Lite-On zum Einsatz. Das 12,7 mm hohe DS-4E1S arbeitet wie ein typisches Notebook-Laufwerk mit einer herausziehbaren Schublade. Es gehört zwar nicht zu den Schnellsten, erreicht aber im Blu-ray-Lesebetrieb 4,8x-Geschwindigkeit. DVDs können mit 8x gelesen und beschrieben werden.


Nach Demontage des Laufwerkskäfigs gibt der CoreHT 252B mehr über seine Komponenten preis. Als Grundlage dient das HM65-HT von ASRock, einem speziell für die CoreHT-Serie designtem Mini-ITX-Mainboard. Auf dem Board kommt ein Intel-HM65-Express-Chipsatz zum Einsatz, welcher im Gegensatz zum HM67-Chipsatz auf RAID-Funktionalität und die Unterstützung von Intels "Extreme Tuning"-Feature verzichten muss. Dank des im Turbomodus bis zu 3,2 GHz schnellen Core i5-2520M sollten Tuningmaßnahmen beim CoreHT 252B aber kaum nötig sein. Das HM65-HT bringt zwei Sockel für SO-DIMMs und einen Mini-PCIe-Steckplatz mit, welche aber im Auslieferungszustand alle schon belegt sind. Weitere Slots stehen nicht zur Verfügung, aber dank genügend USB-Ports sollten ausreichende Erweiterungsmöglichkeiten gegeben sein. Positiv ist, dass das HM65-HT ein graphisches UEFI-BIOS mitbringt, dass einerseits gut zu bedienen ist, aber anderseits auch viele Einstellungsmöglichkeiten mitbringt.

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Die CPU wird durch einen flachen Kühlkörper mit Radiallüfter gekühlt und ein 50-mm-Lüfter mit 20 mm Bauhöhe an der Rückseite sorgt für den Luftaustausch mit der Umgebung. Bis hin zu mittelhoher CPU-Auslastung bleiben die Lüfter des CoreHT 252B leise, nur bei Volllast durch Prime95 drehen sie deutlich hörbar auf.

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Der CoreHT 252B ist mit vier Gigabyte DDR3-1333-Speicher bestückt. ASRock setzt dazu zwei SO-DIMM-Module mit je 2 GB vom unbekannten Hersteller ASint ein. Auch wenn im Auslieferungszustand bereits beide DIMM-Slots belegt sind, so besteht dennoch die Möglichkeit den CoreHT 252B durch Austausch der beiden Module auf 16 Gigabyte aufzurüsten, wobei im Falle des CoreHT 252B auch schnellerer DDR3-1600-Speicher unterstützt wird.

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Auf der Seite hin zur Gehäusefront ist die WLAN-Karte in Mini-PCIe-Bauform zu erkennen, auf welcher ein Atheros AR5B97 zum Einsatz kommt. Unterstützt werden WLAN-Verbindungen nach 802.11 b/g/n und mit bis zu 300 Mbps. Als Antennenkofiguration kommt ein 2T2R-Setup zum Einsatz, die Antennen befinden sich an den Gehäuseseiten.

Das HM65-HT mit Intels HM65-Express-Chipsatz bietet insgesamt drei SATA-Ports, die auf dem obigen Bild ebenfalls gut zu erkennen sind. Die 500-GB-Festplatte ist an den weißen SATA-6G-Port angeschlossen, das Blu-ray-Combo-Laufwerk an dem blauen SATA-3G-Port daneben. Die Stromversorgung beider Geräte erfolgt über die 4-Pin-Buchse dazwischen und ein entsprechendes Anschlusskabel. Der dritte SATA-Port, welcher ebenfalls mit SATA-3G-Geschwindigkeit arbeitet, kann zum Anschluss einer weiteren 2,5-Zoll-Festplatte oder -SSD genutzt werden. ASRock hat dem CoreHT die beiden benötigen Anschlusskabel samt Schrauben beigelegt. Der HM65-Chipsatz unterstützt zwar kein RAID, welches somit dem CoreHT Server vorbehalten bleibt, aber der User kann so später problemlos z.B. auf eine Kombination aus SSD und großer Festplatte umrüsten.

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In Sachen Schnittstellen ist der CoreHT 252B sehr gut aufgestellt. Es stehen auf Vorder- wie Rückseite je zwei USB-3.0-Ports zur Verfügung. ASRock setzt dafür zwei USB-3.0-Controller von Renesas ein, die sich sogar im UEFI-BIOS einzeln abschalten lassen. Aber ASRock hat auch an eine eSATA-Schnittstelle gedacht, die mit SATA-6G-Geschwindigkeit vom Chipsatz versorgt wird.

In der nachfolgenden Galerie sind Screenshots des UEFI-BIOS zu finden:

Schauen wir uns auf der nächsten Seite die Leistungswerte des CoreHT 252B an.


Benchmarks

Der auf einem schnellen Mobil-Prozessor aus Intels aktueller Generation basierende ASRock CoreHT 252B bietet vergleichsweise viel Rechenleistung. Die CPU, ein Core i5-2520M mit 3 MB Cache und 35 W Thermal Design Power, verfügt über moderne Features wie Hyperthreading und Turbo-Boost. Nominal arbeitet er mit 2,5 GHz, unter Last taktet er auf bis zu 3,2 GHz hoch.

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Für die Grafikausgabe steht die in die CPU integrierte "Intel HD Graphics 3000" zur Verfügung. Diese arbeitet ebenfalls dynamisch im Bereich von 650 bis 1300 MHz, wobei sich letzterer Wert über das BIOS noch etwas erhöhen lässt. Von der Performance her kann aber auch die HD 3000 nicht mit dedizierten Grafikchips mithalten, der CoreHT 252B erreicht hier beispielsweise nur die halbe Leistung des älteren ASRock Vision 3D mit einer Geforce GT 425M. Aber andererseits hat Intels iGPU-Lösung auch Vorteile, denn im Bereich Transcodierung bietet sie eine hohe Performance.

leistungsindex

Der CoreHT 252B erreicht im Windows-Leistungsindex einen für einen kompakten HTPC recht beachtlichen Wert von 5,9. Dieser ließe sich durch den Einsatz einer SSD und höher getakteten Speicher noch etwas verbessern.

Die von dem System erreichten Benchmarkwerte haben wir in der folgenden Tabelle zusammengefasst:

Benchmarks
PCMark 7 2707 Punkte
PCMark Vantage 8364 Punkte
3DMark Vantage 2020 Punkte
Speicherbandbreite (Sisoft Sandra) 17,61 GB/s
Cinebench R11.5 2,87 Punkte

Die Benchmarks vom CoreHT 252B sind in den Bereichen, wo es auf die CPU-Leistung ankommt, recht beachtlich. Mit über 8000 Punkten im PCMark Vantage schafft er noch gute 2000 Punkte mehr als das zuletzt getestete Vision-3D-System. In grafiklastigen Benchmarks kann das CoreHT-System erwartungsgemäß nur wenig Performance vorweisen.

PCMark 7 Score 2707 Punkte
 

Video Playback

23,13 fps
Video Transcoding

19012,2 kB/s

Systen Storage - Gaming 4,49 MB/s
Graphics DX9 16,73 fps
Image manipulation 9,44 Mpx/s
System Storage - importing Pics 6,34 MB/s
Web browsing 13,11 pages/s
Data Decrypting 60,63 MB/s
System Storage - Windows Defender 1,56 MB/s

Im PCMark 7 kann der CoreHT dank Intels HD 3000 insbesondere bei der Videotranskodierung punkten. Mit knapp 19 MB/s wird hier über das 18-fache der Leistung eines HTPC auf AMD-Brazos-Basis erreicht, siehe unseren Test des Foxconn NT-A3500.

 

Schnittstellenperformance 

Aufgrund der recht hohen Systemperformance sind die CoreHT-Modelle auch für Aufgaben im Heimserverbereich interessant. Die CoreHT erlauben zwar den Einbau von zwei Festplatten, aber der eine oder andere User würde sicher gerne noch etwas mehr Speicherplatz verfügbar haben. Mit den zwei USB-3.0- und der eSATA-Schnittstelle des CoreHT 252B lassen sich aber problemlos noch weitere externe Speichermedien anbinden. Daher haben wir überprüft, ob die Performance der Schnittstellen stimmt.

usb3s  esata6gs

links: USB-3.0-Port, rechts: eSATA-6G-Schnittstelle

Ein kurzer Blick auf die Performance unseres auch bei Mainboardtests zum Einsatz kommenden USB-3.0-Sticks zeigt, dass der ASRock CoreHT 252B auch in dieser Disziplin gut abschneidet. Seine USB-3.0-Ports erreichen die Datenübertragungsraten, die wir auch bei P67- oder Z68-Mainboards mit dem gleichen USB-3.0-Controller von Renesas beobachten können.

Für die Tests an SATA-Schnittstellen verwenden wir eine schnelle ADATA S511 SSD mit 240 GB und SATA-6G-Schnittstelle, welche Transferraten von weit über 500 MB/s erreichen kann. Diese werden an der eSATA-Schnittstelle des ASRock CoreHT 252B auch voll erreicht, womit feststeht, dass die Schnittstellenperformance des CoreHT insgesamt sehr gut ist.

 

Leistungsaufnahme

Bei einem HTPC kommt es auf einen niedrigen Stromverbrauch an, welcher schließlich schon eine wesentliche Voraussetzung für einen Wohnzimmer-tauglichen leisen Betrieb ist. Dank des auf Notebook-Hardware basierenden Designs hat ASRocks CoreHT 252B hier gute Karten.

leistungsaufnahme

Mit synthetischen Benchmarks lässt sich der Stromverbrauch des ASRock CoreHT 252B ziemlich in die Höhe treiben. Das mitgelieferte 90W-Netzteil genehmigt sich dabei bis zu 80 Watt aus dem Stromnetz. Dies ist ganz klar ein realitätsferner Wert, aber es zeigt, dass ASRock auch an den "worst case" gedacht hat. Wesentlich wichtiger sind die praxisnahen Werte, so z.B. die ca. 17 Watt, die das System im Idle auf dem Windows-Desktop verbraucht. Unter Last mit normalen Anwendungen werden zumeist maximal 45 Watt benötigt. Beim Abspielen einer Blu-ray ist der Verbrauch geringer, er liegt im Bereich um die 25 Watt. Auch im normalen Alltagsbetrieb liegt die Leistungsaufnahme in diesem angenehm niedrigen Bereich.

 

Lautstärke & CPU-Auslastung

Die CPU-Auslastung bei der Blu-ray-Wiedergabe wie auch beim Abspielen einer 1080p-Videodatei (x264) liegt im Bereich von ca. 8 - 12 Prozent. Man könnte durchaus sagen, dass der CoreHT 252B mit den Aufgaben eines klassischen HTPCs unterfordert ist.

Dementsprechend leise arbeitet der CoreHT 252B auch bei Playback-Aufgaben. Das Bluray-Laufwerk macht sich bei Suchoperationen natürlich geräuschlich bemerkbar, aber sonst ist der CoreHT 252B recht leise. Er ist nicht unhörbar, aus kurzer Entfernung ist auch im Idle ein Rauschen von CPU-Lüfter und Festplatte wahrnehmbar, aber es hält sich doch in angenehmen Grenzen.

ASRock hat die Lüftereinstellungen recht gut abgestimmt. Bis zu schon recht hoher Last respektive Prozessortemperatur werden die Lüfter kaum hochgefahren, erst unter Vollauslastung durch z.B. Prime95 gehen auch die Lüfter auf volle Leistung. Die Kühlleistung stimmt dann in diesem Betriebszustand auch, denn die Kerntemperaturen pendeln sich bei knapp über 80°C ein. Dann allerdings ist der CoreHT 252B schon deutlich wahrnehmbar, aber als "number cruncher" ist das System schließlich auch nicht vorgesehen.

Alles in allem hat ASRock die Möglichkeiten der Hardware gut umgesetzt. Performance, Stromverbrauch und Lautstärke stimmen.


Der ASRock CoreHT 252B präsentiert sich als leistungsstarker HTPC, der insgesamt einen ausgereiften Eindruck macht. Aufgrund seiner hohen CPU-Leistung eignet er sich sogar für einige sonst Workstation-Systemen vorbehaltenen Aufgaben. Als Gamingrechner ist er allerdings nicht einsetzbar, denn dazu fehlt ihm im 3D-Grafikbereich schlichtweg die Leistung. Die in die Sandy-Bridge-CPUs integrierte Grafik ist zwar vergleichsweise schnell und hat einige interessante Videobeschleunigungsoptionen zu bieten, aber mit dedizierten GPUs kann sie nicht mithalten. Für diese Anwendungen hat ASRock die HTPCs der Linie "Vision 3D" im Programm.

Der von ASRock verbaute Core i5-2520M, eine Dual-Core-CPU aus dem Mobilbereich auf Sandy-Bridge-Basis, ist mit 2,5 GHz Basis- und bis zu 3,2 GHz Turbo-Takt eine recht schnelle CPU. Mit 4 GB an Arbeitsspeicher, einer 500-GB-Festplatte und einem Blu-ray-Combolaufwerk sind auch die weiteren Komponenten recht gut ausgewählt.

Das Gehäuse des CoreHT 252B ist durchaus hochwertig, aber keinesfalls der "eye-catcher", der im Home-Entertainment-Rack auffallen würde. Die leichte Erweiterbarkeit des CoreHT ist ein Pluspunkt, denn er lässt sich einfach öffnen und ein zweites 2,5-Zoll-Laufwerk kann dank beiliegendem Installationsmaterial einfach nachgerüstet werden. Die Auslegung der Kühlung stimmt ebenfalls, denn insgesamt arbeitet der CoreHT 252B angenehm leise. Unhörbar ist er dabei nicht, aber das schwache Grundrauschen von Lüftern und Festplatte sollte nicht weiter stören. Beim Stromverbrauch zeigt der CoreHT252B ebenfalls keine Blöße. Mit ca. 17 Watt im Idle, ca. 25 Watt bei Wiedergabe von HD-Material und maximal 45 Watt bei anspruchsvolleren Anwendungen ist der Stromverbrauch durchaus als gering zu bezeichnen.

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Die weitere Ausstattung kann sich ebenfalls sehen lassen. Vier USB-3.0- und ein eSATA-Anschluss sind für einen HTPC sehr beachtlich und erlauben flexible Erweiterungen. Für die Verbindung ins heimische Multimedianetz stehen Gigabit-LAN und schnelles WLAN nach 802.11 b/g/n zur Verfügung. Die mitgelieferte MCE-kompatible Fernbedienung ist von Funktionalität, Design und Haptik eher durchschnittlich, aber zumindest gut in das System integriert.

Mit einem Preis von knapp über 600 Euro ist der CoreHT 252B natürlich kein Schnäppchen, da in dieser Preisregion auch langsam Apples Mac Mini zum direkten Konkurrenten wird. Wer nur eine flexible Abspielmöglichkeit für Videomaterial sucht, wird mit den gerade einmal halb so teureren Systemen auf Basis von Intels Atom oder AMDs Fusion sicher besser bedient sein. ASRocks CoreHT 252B bietet im Vergleich zu diesen Systemen aber deutlich mehr Performance und damit auch Raum für komplexere Anwendungen. So eignet er sich prinzipiell auch für Aufgaben aus dem Workstationbereich, sofern keine hohe 3D-Leistung gefragt ist.

 

Positive Aspekte des ASRock CoreHT 252B:

  • hohe Leistungsfähigkeit
  • umfangreiche Ausstattung (HDMI 1.4, Bluray-Laufwerk, USB 3.0, eSATA, WLAN)
  • angenehm leise, geringer Stromverbrauch
  • einfache Erweiterbarkeit mit zweitem 2,5"-Laufwerk
  • stabiler, problemloser Betrieb

Negative Aspekte des ASRock CoreHT 252B:

  • hoher Preis
  • geringe 3D-Performance
  • durchschnittliche Optik
Der ASRock CoreHT 252B bietet für einen kompakten HTPC eine hohe Leistungsfähigkeit und kann mit einer umfangreichen Ausstattung aufwarten. Er eignet sich daher nicht nur für Multimedia-Aufgaben, sondern auch für etliche andere Einsatzmöglichkeiten. In Sachen Optik und 3D-Grafikperformance kann ASRocks CoreHT 252B zwar keine neuen Maßstäbe setzen, aber aufgrund Ausstattung, Systemleistung und Stabilität verdient ASRocks CoreHT 252B unseren Excellent-Hardware-Award.

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