Test: GOSUtec DragonHunter 2500K

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gosutecSchaut man auf die Zusammenstellungen unserer Leser, so werden ein paar Komponenten momentan für einen neuen Rechner immer auf der Einkaufsliste stehen: Ein Core i5-2500K aufgrund des guten Preis-Leistungsverhältnisses und seiner guten Übertaktungsmöglichkeiten, sowie eine GeForce 560 Ti aufgrund der guten Gaming-Performance. Es muss allerdings nicht unbedingt selber Hand angelegt und gebastelt werden, denn das GOSUtec-Komplettsystem "DragonHunter 2500K" deckt diese Trends schon ab. Aber auch die restlichen Komponenten sind aus Preis-Leistungssicht interessant.

Das Komplettsystem, welches wir testen, ist zu einem Preis von 1149 Euro bei GOSUtec erhältlich. Damit liegt man in einem Preisbereich, der für ein gutes Gaming-System oft als Zielpreis genommen wird, aber für das Geld muss der Hersteller auch schon einiges liefern. Qualitative Komponenten darf man bei diesem Preis ebenso voraussetzen, wie eine gute Performance und ein guter Aufbau.

GOSUtec stellt seit kurzem höherklassige Rechner für Gamer her. Der hier getestete DragonHunter 2500K ist bereits im Online-Shop verfügbar. Der DragonHunter 2500K basiert dabei vom äußeren auf dem aktuellen Xigmatek-Kassenschlager "Phanteon".

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Die Komponenten des GOSUtec-PCs haben wir in der folgenden Tabelle zusammengefasst:

Komponente GOSUTec DragonHunter 2500K
CPU Intel Core i5-2500K, 3,3 GHz
8 MB L3-Cache, Sockel 1155
Mainboard Gigabyte P67A-UD3,
P67-Mainboard, Gigabit-LAN
Speicher 2x 2 GB G.Skill DDR3-1600 F3-12800CL9-2GBXL
Grafikkarte NVIDIA GeForce GTX 560 TI, 1024 MB GDDR3,
900 MHz GPU-Takt, 1050 MHz Speichertakt
Festplatte 1x Corsair CSSD-F60GB2 60 GB SSD, SandForce 1200
1x Samsung HD103SJ 1 TB, 32 GB Cache, 7200 rpm, SATA II
Optische Laufwerke Samsung SH-S223C,
22x/8x/22x SATA-Brenner
Soundkarte onboard, 7.1 Onboard Audio, HD-Codec, Content Protection
Netzteil Corsair GS600, 600 W, 80 Plus
Gehäuse Xigmatek Pantheon
Betriebssystem Windows Vista Ultimate 64 bit (optional erhältlich)
Sonstige Komponenten CPU-Kühler: Corsair H70 Wasserkühlung
2x 120 mm Lüfter, 1x 200 mm Lüfter (Top),
Lüftersteuerung und Frontanschlüsse im Gehäuse integriert

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Auf den nächsten Seiten wollen wir das System etwas genauer vorstellen, natürlich messen wir auch ein paar Leistungswerte


Beim Gehäuse setzt GOSUtec auf einen neuen Geheimtipp. Das Xigmatek Pantheon hatten wir schon im aktuellen Heft 02/2011 in Augenschein genommen, im Test schnitt das Gehäuse sehr gut ab und konnte überzeugen. Nur die nicht entkoppelten Lüfter und die fehlenden Staubfilter fielen negativ auf, positiv zu gefallen wusste das Gehäuse hingegen aufgrund seiner Anschlussvielfalt, der Lüftersteuerung und der Hot-Swap-Einschübe für die Festplatten. Weiterhin war die Materialgüte auf hohem Niveau. Kein Wunder also, dass das Pantheon für ein Gaming-System eine sehr gute Wahl ist.

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Auch bei den weiteren Komponenten setzt man auf bewährte Technik. Beispielsweise ist die Corsair H70 als CPU-Kühler verwendet worden. Durch die kompakte Wasserkühlung ist eine Übertaktung des Systems kein Problem - die H70-Kühlung liefert genügend Leistungsreserven, wenn die Spannung von der CPU etwas hochgesetzt wird. Im BIOS sollte allerdings die Option "CPU FAN Mode" auf "Silent" und die Steuerung auf den Voltage-Betrieb gestellt werden, denn sonst lärmen die Lüfter bei 2000 rpm. Im Silent-Betrieb ist die H70 aber sehr ruhig und hält die CPU trotzdem auf sehr guten Temperaturen.

Als Mainboard hat GOSUtec ein Gigabyte P67A-UD3 verwendet. Das Board bietet alles Notwendige, angefangen von einem HD-Audio-Sound bis hin zu einem Gigabit-Ethernet-NIC. Auch USB3.0 besitzt das Board, GOSUtec führt die Anschlüsse mittels Kabel auf das Front-Panel des Xigmatek-Cases nach oben. Das BIOS des Boards ist in Ordnung, auch bietet Gigabyte genügend Overclocking-Optionen, um den Sandy-Bridge-Prozessor auf Trab zu bringen. Es fehlen bei dem Board nur die üblichen Schnörkel der High-End-Platinen: Mehr als sechs SATA-Ports, Firewire, den zweiten Gigabit-NIC und andere Spielereien bringt es nicht mit - aber wer braucht das auch?

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G.Skill hat man für die Speichermodule ausgewählt - und zwar gleich gute DDR3-1600-Module mit 9-9-9-24 als Timings. Die Ripjaws sind meistens unsere Preis-Leistungs-Empfehlung in den Tests und so wundert es nicht, dass die 4-GB-Module nicht nur ordentlich Performance bieten, sondern auch noch einen fairen Preis für einen Overclocking-RAM besitzen. Die F3-12800CL9-2GBXL von G.Skill liefen stabil und zuverlässig, wobei die SPD-Erkennung auf Anhieb die richtige Frequenz einstellt. Den Speichertakt hat GOSUtec vorher bereits auf 1600 MHz festgestellt.

Im oberen Bild weiterhin zu sehen ist die Grafikkarte. Im Preis-Leistungssegment hat NVIDIA momentan mit der GeForce GTX 560 Ti ein heißes Eisen im Feuer, also setzt GOSUtec auch auf diesen Chip. Als Karte kommt ein Modell von Palit zum Einsatz, die GTX560Ti Sonic mit 1024 MB RAM. Statt mit 822 MHz GPU- und 1000 MHz Speichertakt liefert Palit die Karte bereits übertaktet aus, sie läuft mit 900 MHz GPU- und 1050 MHz Speichertakt. Durch den Sonic-Lüfter bleibt die Karte aber im Idle-Betrieb recht ruhig, nur unter Last bläst der Lüfter natürlich aufgrund der höheren Abwärme etwas lauter.

Schick ist auch die Auswahl an Storage-Komponenten:

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Zum einen setzt GOSUtec bei dem PC auf eine SSD: Corsairs F60GB2 kommt hier zum Einsatz. Diese hat zwar "nur" 60 GB, für die Startpartition und die Programme reicht dies aber aus. Durch die SSD-Technik ist der PC ruckzuck gebootet und reagiert auch blitzschnell auf jeglichen Programmstart. Damit auch noch genügend Storage für Filme vorhanden ist, baut GOSUtec auch eine HD103SJ von Samsung ein, die mit ihrem 1 TB an Kapazität als Datenlager dient. Weiterhin ist ein SATA-DVD-Brenner eingebaut.

Letztendlich kommen wir zum Netzteil. Hier setzt GOSUtec auf das Corsair GS600, ein 80Plus-Modell, was von der Wattzahl auch vollkommen ausreichend ist. Es besitzt allerdings nicht das neueste 80Plus-Silber- oder -Bronze-Label, somit ist es nicht das effizienteste Netzteil am Markt, besitzt aber ein gutes Preis-Leistungsverhältnis. Probleme gab es im Test nicht, das System lief auch unter Vollbelastung stabil und zuverlässig, somit machte es seinen Dienst ordnungsgemäß.

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Ein paar Benchmarks präsentieren wir auf der nächsten Seite.


In unseren Leistungstests bei Komplettsystemen achten wir auf die folgenden Bereiche:

Weiterhin überprüfen wir natürlich die Stabilität des Systems und messen die Temperaturen im Lastbetrieb.

Performance

In unserem Performance-Check lieferte der GOSUtec-PC eindrucksvolle Werte: Bei Cinebench 11.5 konnte eine Score von 5,39 Punkten erreicht werden, was dem üblichen Niveau eines Core i5-2500K mit DDR3-1600-RAM entspricht. Auch die Grafikleistung des Systems kann sich sehen lassen, hier liegt der DragonHunter sogar etwas über dem Niveau, da die GeForce GTX 560Ti bereits übertaktet ausgeliefert wird. Im 3DMark 2011 erreichten wir immerhin 4577 Punkte. Weiterhin ist auch die Speicherbandbreite in Ordnung, die G.Skill-Module liefern mit 9-9-9-28-1t und 1600 MHz immerhin 21 GB/s, was dem üblichen Wert bei diesen Timings und dieser Frequenz entspricht.

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Auch ein Grund für die "gefühlt schnelle Performance" des Systems ist die SSD, die für ein wirklich zügiges Arbeiten am PC verantwortlich ist:

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Fazit: Bei der Performance liegt der GOSUtec DragonHunter auf einem sehr guten Niveau, Performancebremsen sind nicht vorhanden.

Stromverbrauch

Für einen üblichen P67-Rechner darf man von einem sehr niedrigen Stromverbrauch ausgehen, da Intels Sandy-Bridge-Prozessoren sehr Strom sparend laufen. Zudem ist der Stromsparbetrieb der GTX 560 Ti auch auf einem sehr guten Niveau. Das zeigte sich auch bei unseren Messungen, die mit 76,9 Watt im Idle-Betrieb nur etwas über dem Niveau unseres Mainboard-Teststandes lagen. Hier verwenden wir eine Radeon HD5870 und ein 80-Plus-Gold-Netzteil, weshalb der Verbrauch hier ein paar Watt geringer ist.

Im Lastbetrieb mit Cinebench 11.5 erreichten wir 138,9 Watt, was auch ein guter Wert ist - bei Volllast mit Furmark verbrät der Rechner 340 Watt, aber auch das ist typisch für die Kombination aus Core i5-2500K und GeForce GTX 560 Ti. Die Letztgenannte hat dann nämlich ordentlich zu schaffen.

Stabilität, Temperaturen

Im gesamten Testdurchlauf gab es keine Stabilitätsprobleme. Auch mehrstündige Lasttests absolvierte der PC ohne Probleme, wobei er im Realbetrieb sicherlich nie die Last von Prime95 und Furmark gleichzeitig aushalten muss. Die Temperaturen im Gehäuse blieben bei der Belastung auch im grünen Bereich, die CPU-Temperatur stieg hier selbst bei voller Belastung nicht über 63°C aufgrund der H70-Kühlung.

Konfiguration, Zusammenbau

Im BIOS hat GOSUtec alles ordnungsgemäß eingestellt: Die Stromsparfunktionen sind aktiv, der RAM steht auf 1600 MHz und die Lüftersteuerung ist ebenso aktiviert. Der Rechner ist auch mit Windows 7 zu haben, was auf unserem Test-PC vorinstalliert war - auch hier sind alle Einstellungen in Ordnung. Beim Zusammenbau ist GOSUtec auch gründlich gewesen, im Vergleich zu anderen Versendern hat man allerdings nicht jeden SATA-Port mit drei Kabelbindern fixiert, sondern man nutzt die Xigmatek-Kabelführungen. Das ist durchaus praktisch, wenn man mal ein Gerät austauschen will.

Overclocking

Ein wenig spielten wir natürlich auch mit der Taktung der Sandy-Bridge-CPU - das System war aus dem Stand mit ein wenig Turbo-Betrieb-Tuning und etwas mehr VCore in der Lage, die 5-GHz-Marke zu erreichen:

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Somit wäre es auch kein Problem, das System entsprechend den eigenen Vorlieben zu tunen und zu übertakten, wenn die Leistung denn mal notwendig sein sollte.


Die System-Builder stellen sich bei der Planung eines Komplettsystems natürlich die Frage, was ein Komplettsystem für eine Zielgruppe alles können muss. GOSUtecs DragonHunter 2500K soll als Gaming-PC im hochwertigen Bereich platziert werden, also haben die Kunden bereits einen gewissen Anspruch an den Rechner. Nicht vergessen darf man aber den Preis, denn nicht jeder Kunde hat unbegrenzt finanzielle Mittel zum Einsatz. Und so hilft es keinem Hersteller, Traum-PCs mit irren Features zu realisieren, wenn diese von niemandem gekauft werden.

Statt dessen ist oft der Preis-Leistungs-Weg der beste und interessanteste. GOSUtec setzt bei der Auswahl auf gleich eine Reihe von Komponenten, die in dieses Segment fallen. So ist Intels Core i5-2500K zwar nicht das Topmodell und wird vom i7-2600K überflügelt, aber er bietet das beste Preis-Leistungsverhältnis bei den Intel-Modellen und lässt sich perfekt übertakten. Auch beim Gigabyte-Board kann man sagen, dass GOSUtec keinen Cent zuviel investiert, aber damit genau die richtige Platine ausgewählt hat. G.Skills Ripjaws-Speichermodule schlagen in dieselbe Richtung und liefern beste Performance zu einem guten Preis - und im Endeffekt auch das Xigmatek-Case und das Corsair-Netzteil.

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Allerdings ist der DragonHunter 2500K kein Spar-PC, sondern man hat die gewonnenen Euros anderweitig in schnelle Hardware gesteckt, wo es für einen Gaming-PC auch Sinn macht. Die GeForce GTX 560 Ti ist superschnell und aufgrund der übertakteten Sonic-Version von Palit auch noch etwas schneller als von NVIDIA vorgesehen. Hinzu kommt eine SSD, die den PC auch bei normalen Anwendungen merklich beschleunigt. Mit dieser Konfiguration macht GOSUtec in unseren Augen alles richtig und spart auch nicht am falschen Ende.

Zum Preis von 1149 Euro bekommt man bei GOSUtec aber zudem auch einen gut konfigurierten Rechner, der nicht nur im BIOS korrekt eingestellt ist, sondern auch stabil und schnell läuft. Wer möchte, kann die Kiste natürlich auch noch übertakten und weiter beschleunigen. Insofern kann man hier nichts falsch machen. Wie immer bei einem Komplettsystem schauen wir auch auf den Gesamtkaufpreis, wenn man den Rechner selber bauen würde: Nimmt man immer die Bestpreise im Internet, so landet man bei ca. 980 Euro ohne Versand - insofern bekommt man bei GOSUtec den Rechner für knapp 150 Euro zusammengebaut, getestet und mit Garantie. Für die von GOSUtec investierte Arbeitszeit und entsprechenden Support ist dies ein wirklich fairer Aufschlag.

Positive Punkte des GOSUtec DragonHunter 2500K:

Negative Punkte des GOSUtec DragonHunter 2500K:

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