Seite 6: Fazit

Die PowerColor Radeon RX 6700 XT Hellhound Spectral White macht optisch einiges anderes: So setzt PowerColor nicht nur auf eine schlicht weiße Farbgebung bei der Kühlerabdeckung, sondern hat auch gleich die Slotblende und das PCB entsprechend eingefärbt. Das sieht man selten. Die durchsichtigen Lüfterblätter, des schlichte Höllenhund-Logo auf der Backplate mit seinem weiß leuchtenden Auge und die dunklen Aluminiumfinnen sorgen für ein paar Kontraste. Eine RGB-Beleuchtung gibt es zwar nicht, die drei Lüfter leuchten allerdings einfarbig weiß, was sich über einen kleinen Kippschalter direkt auf der Platine komplett abstellen lässt.

Weitere Änderungen an der Radeon RX 6700 XT Hellhound hat PowerColor gegenüber die schwarzen Variante, welche wir erst kürzlich bei uns auf dem Prüfstand hatten, keine vorgenommen. Hier gibt es ebenfalls den 2,5-stöckigen Kühlkörper mit seinen fünf Kupfer-Heatpipes und den insgesamt drei Axiallüftern mit ihrem Durchmesser von bis zu 95 mm. Das System bleibt selbst unter Last mit knapp über 36 dB(A) angenehm laufruhig, dank Lüfterabschaltung arbeitet der 3D-Beschleuniger im normalen Office-Betrieb sogar völlig lautlos. Die Temperaturen mit knapp über 60 °C stimmen ebenfalls, womit noch ausreichend Luft für heiße Sommertage und das eine oder andere Megahertz mehr zur Verfügung steht, wenngleich sich der Big-Navi-Chip in unseren Tests in der Vergangenheit nicht gerade als sehr taktfreudig erwies. 

Leistungsmäßig leistet auch die weiße Variante der Hellhound-Edition das, was AMD bei seiner Vorlage vorsieht - kein Wunder, schließlich belässt es der Boardpartner bei den standardmäßigen Taktraten und den werksseitigen 186 W beim Powerlimit. Insgesamt sortiert sich das Modell zwischen einer NVIDIA GeForce RTX 3060 Ti und GeForce RTX 3070 ein. 

Optisch ist die PowerColor Radon RX 6700 XT Hellhound Spectral White ein echtes Highlight, kann aber auch bei den restlichen Leistungsdaten überzeugen, wenngleich andere Custom-Karten sich deutlicher absetzen können. Das Gesamtbild stimmt jedoch. Die Frage der preislichen Einordnung bleibt mit Blick auf die noch immer anhaltende, angespannte Liefersituation bei Siliziumchips schwierig, denn ursprünglich sollte die AMD-Vorlage zu einem Preis ab 479 Euro in die Läden kommen, kostet inzwischen jedoch weit über 900 Euro - sofern überhaupt verfügbar. Die Hellhound-Variante ohne weißes Farbschema kostet sogar über 1.200 Euro. Die weiße Variante könnte sich also noch darüber einpendeln. Alles jenseits von Gut und Böse...

Positive Aspekte der PowerColor Radeon RX 6700 XT Hellhound Spectral White:

  • außergewöhnliches Design
  • gute 1440p-Leistung
  • lautlos im Idle-Betrieb 
  • sehr leise unter Last 
  • massives Kühlsystem 
  • niedrige GPU-Temperaturen
  • 12 GB Grafikspeicher

Negative Aspekte der PowerColor Radeon RX 6700 XT Hellhound Spectral White:

  • kaum schneller als die Referenz