PowerColor Radeon RX Vega 56 Red Devil im Test

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powercolor vega56Heute wollen wir unsere Artikelübersicht zu den Custom-Modellen der Radeon RX Vega abrunden, denn mit der PowerColor Radeon RX Vega 56 Red Devil steht uns das Modell eines weiteren AMD-Exklusivpartners zur Verfügung. Das erste Mal haben wir nun auch die Gelegenheit uns eine solche Variante auf Basis der kleineren Vega-GPU anzuschauen. Bisher zeigte sich ein sehr eindeutiges Bild: Alle Custom-Modelle der Radeon RX Vega 64 können hinsichtlich der Kühlung überzeugen. Der kleinere Vega-Ausbau sollte es der Kühler daher noch etwas einfacher machen. Auf den folgenden Seiten schauen wir uns daher die PowerColor Radeon RX Vega 56 Red Devil einmal etwas genauer an.

Die exklusiven Partner von AMD habe alle das gleiche Problem: Vega hält hinsichtlich der Leistung nicht das, was sich viele versprochen haben. Dies ist spätestens seit dem Sommer allen bekannt. Bereits im Vorfeld deutete sich an, dass es zu Verzögerungen bei den Custom-Modellen kommen könnte. Der ursprünglich geplante Termin von Ende September oder Anfang Oktober konnte kein Hersteller einhalten. Nicht, weil das Design und die Entwicklung der eigenen Karten nicht abgeschlossen war, sondern weil AMD offenbar keine ausreichenden Stückzahlen der GPUs an die Hersteller liefern konnte.

Nicht ausreichende Stückzahlen heißt allerdings nicht, dass AMD Probleme bei der Fertigung gehabt haben muss. Ein Lieferengpass beim HBM2 ist ebenso denkbar oder aber AMD konnte schlichtweg jede Referenzkarte verkaufen, die vom Band lief, was auch mit dem Bedarf bei den Kryptominern zu tun hat. Am Ende blieb in jedem Fall zu wenig für die Boardpartner übrig, was zu den Verzögerungen bis zum heutigen Tag geführt hat. AMD soll die Produktion der Referenzmodelle inzwischen eingestellt haben. Zahlreiche Boardpartner bestätigten uns gegenüber, das diese EOL (End of Life) sind, sodass diese bald auch nicht mehr im Handel verfügbar sind. Für die Boardpartner hat dies zweierlei Vorteil: Erstens bekommen sie nun offenbar ausreichende Stückzahlen für ihre Custom-Modelle und zweitens gibt es neben ihren Custom-Lösungen keine Konkurrenzmodelle mehr – außer natürlich die von anderen Herstellern.

Anfang 2018 rechnen alle Boardpartner damit, größere Stückzahlen ihrer Custom-Modelle liefern zu können. Neben den bereits getesteten Varianten in Form der ASUS ROG Strix Radeon RX Vega 64 OC Edition und Sapphire Nitro+ Radeon RX Vega 64 sind dies auch solche von XFX und MSI, die ebenfalls bereits in den Weiten des Internets aufgetaucht sind, zu denen es aber noch keine weiteren Informationen gibt. Ebenfalls ausstehend ist die Variante von Gigabyte. Nun aber zur PowerColor Radeon RX Vega 56 Red Devil:

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Wie immer beginnen wir den Test mit der Betrachtung der technischen Daten.

Die technischen Daten der PowerColor Radeon RX Vega 56 Red Devil in der Übersicht
Modell: PowerColor Radeon RX Vega 56 Red Devil
Straßenpreis: -
Webseite: www.powercolor.com
Technische Daten
GPU: Vega 10
Fertigung: 14 nm
Transistoren: 12,5 Milliarden
GPU-Takt (Basis): 1.156 MHz
GPU-Takt (Boost): 1.590 MHz

Speichertakt:

800 MHz
Speichertyp: HBM2
Speichergröße: 8 GB
Speicherinterface: 2.048 Bit
Bandbreite: 410 GB/s
DirectX-Version: 12_1
Shadereinheiten: 3.584
Textureinheiten: 224
ROPs: 64
Typische Boardpower: -
SLI/CrossFire CrossFire

Die PowerColor Radeon RX Vega 56 Red Devil basiert auf der Vega-10-GPU, deren Architektur wir uns bereits mit dem Start der Radeon-RX-Vega-Serie genauer angeschaut haben. Die in 14 nm gefertigte GPU besitzt 12,5 Milliarden Transistoren, die unter anderem die 3.584 Shadereinheiten, 224 Texturheiten und 64 ROPs stellen. AMD sieht für diese Variante der Vega-GPU einen Basis-Takt von 1.156 MHz vor, während per GPU-Boost 1.590 MHz möglich sein sollen. PowerColor hält sich an diese Vorgaben, spielt aber an anderer Stelle an einigen Stellschrauben. Zur GPU gesellen sich 8 GB an High Bandwidth Memory der 2. Generation, die in zwei Stacks über ein 2.048 Bit breites Speicherinterface angebunden sind. Bei einem Takt von 800 MHz bedeutet dies eine Speicherbandbreite von 410 GB/s.

Nun zu den Stellschrauben, die PowerColor hat: Auf der Grafikkarte vorhanden ist ein BIOS-Schalter, der drei Stellungen kennt. Über diese kann zwischen einem Standard-, Silent- und OC-BIOS gewechselt werden. Dies hat folgende Auswirkungen:

Gegenüberstellung der BIOS-Versionen
  Silent-BIOS Standard-BIOS OC-BIOS
GPU-Power: 195 W 220 W 260 W
Ziel-Temperatur: 70 °C 65 °C 70 °C
Lüfter aus im Idle-Betrieb: Ja Ja Ja
Einschalt-Temperatur: 58 °C 58 °C 58 °C
Abschalt-Temperatur: 50 °C 50 °C 50 °C

Geändert hat PowerColor die Leistung, die vom GPU-Package aufgenommen werden kann. Dieser Wert reicht von 195 W über 220 W bis zu 260 W. Da die sogenannte Package-Power für die Referenzversion der Radeon RX Vega 56 der limitierende Faktor war, erwarten wir hier ein deutliches Taktplus. Auch die Zieltemperatur könnte eine Rolle spielen, denn die Referenzversion erreichte hier Werte von bis zu 74 °C. PowerColor setzt aufgrund des Kühlers andere Limits. Diese reichen von 65 bis 70 °C. In allen drei Modi wird ein Abschalten der Lüfter im Idle-Betrieb unterstützt und in allen drei Modi sind die dazugehörigen Temperaturen auch identisch. Wie sich die Karte in der Praxis nun verhalten wird, schauen wir uns als nächstes an.

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Der GPU-Screenshots bestätigt die technischen Daten der PowerColor Radeon RX Vega 56 Red Devil noch einmal.

Gegenüberstellung von Temperatur und Takt
  Silent-BIOS Standard-BIOS OC-BIOS
Spiel Temperatur Takt Temperatur Takt Temperatur Takt
The Witcher 3: Wild Hunt 59 °C 1.345 MHz 63 °C 1.410 MHz 60 °C 1.490 MHz
Rise of the Tomb Raider 59 °C 1.345 MHz 62 °C 1.410 MHz 60 °C 1.490 MHz
Hitman 58 °C 1.360 MHz 63 °C 1.395 MHz 59 °C 1.490 MHz
Far Cry Primal 59 °C 1.345 MHz 62 °C 1.395 MHz 59 °C 1.475 MHz
DiRT Rallye 59 °C 1.360 MHz 62 °C 1.410 MHz 59 °C 1.490 MHz
Anno 2205 59 °C 1.345 MHz 62 °C 1.395 MHz 60 °C 1.475 MHz
The Division 59 °C 1.345 MHz 63 °C 1.410 MHz 60 °C 1.490 MHz
Fallout 4 59 °C 1.345 MHz 63 °C 1.410 MHz 60 °C 1.475 MHz
DOOM 58 °C 1.345 MHz 62 °C 1.410 MHz 59 °C 1.490 MHz

Die Unterschiede zwischen Silent-, Standard- und OC-BIOS sind in der Tabelle aufgrund der unterschiedlichen GPU-Temperaturen und des Taktes klar zu erkennen. Die Referenzversion der Radeon RX Vega 56 erreicht in unseren Tests einen GPU-Takt zwischen 1.312 und 1.474 MHz. Die 1.474 MHz waren aber nur in Spitzen zu erreichen. Im Silent-BIOS limitiert klar die Package-TDP von 195 W, was dazu führt, dass die GPU einen Takt von 1.360 MHz nicht überschreitet und dabei mit 59 °C nicht sonderlich warm wird. Im Standard-BIOS sind die dann 220 W ebenfalls ein Limit, mit den zusätzlichen 25 W kann die GPU aber auf 1.410 MHz takten, wird bei gleicher Lüfterdrehzahl mit 63 °C aber auch etwas wärmer. Im OC-BIOS ist wieder der Verbrauch das Limit, die zusätzlichen 40 W sorgen aber für einen Takt von 1.490 MHz. Die Lüfter drehen etwas schneller und halten die GPU bei maximalen 60 °C. Somit spielt die GPU-Temperatur bei der Leistung zunächst einmal keine Rolle. Wie sich die höhere Lüfterdrehzahl auf die Lautstärke auswirkt schauen wir uns später an. Gleiches gilt für das Leistungsplus durch den höheren Takt.


Bevor wir uns nun die Karte aus allen Winkeln anschauen, werfen wir noch einen Blick auf die wichtigsten technischen Daten in Form von Abmessung und Kühlung.

PowerColor Radeon RX Vega 56 Red Devil
Länge des PCBs 265 mm
Länge mit Kühler 315 mm
Slothöhe 3 Slots
zusätzliche Stromanschlüsse 2x 8-Pin
Lüfterdurchmesser 3x 85 mm
Display-Anschlüsse

2x Displayport 1.3/1.4
2x HDMI 2.0

Lüfter aus im Idle Ja (ab 50 °C)

Die PowerColor Radeon RX Vega 56 Red Devil ist mit einer Gesamtlänge von 315 mm nicht wirklich als kompakt zu bezeichnen. Die Breite von 150 mm und Höhe in Form von drei Slots unterstützt diesen Eindruck umso mehr. Dabei hat das PCB nur eine Länge von 265 mm, aber wir auch bei der Sapphire Nitro+ Radeon RX Vega 64 nutzt der Hersteller hier das komplette Maß der ATX-Spezifikationen, um die Kühlung so voluminös wie möglich gestalten zu können. Auf die weiteren Details gehen wir dann bei den dazugehörigen Bildern noch etwas genauer ein.

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Red Devil – die Karte soll diesem Namen bereits rein optisch alle Ehre machen. Die Farben Schwarz und Rot dominieren daher die Karte. Die gigantische Kühlerabdeckung verbirgt den eigentlichen Kühlkörper darunter, der von drei Axiallüftern angeblasen wird. Ansonsten ist aufgrund des wuchtigen Kühlers von der eigentlichen Karte recht wenig zu sehen.

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Auf der Rückseite montiert PowerColor eine Backplate, welche weit weniger geschlossen und damit etwas filigraner wirkt, als dies bei vielen anderen Karten der Fall ist. Der Hersteller möchte der Rückseite des PCBs offenbar etwas mehr Luft zum Atmen geben. Letztendlich dient die Backplate hier auch mehr der Stabilisierung der Karte bzw. des Kühlers und stützt diesen ab.

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Die drei Axiallüfter haben einen Durchmesser von jeweils 85 mm. Ab einer GPU-Temperatur von 58 °C beginnen sie mit ihrer Arbeit und drehen unter Last mit 1.140 Umdrehungen pro Minute im Silent- und Standard-BIOS. Im OC-BIOS sind es 1.470 Umdrehungen pro Minute. Sinkt die GPU-Temperatur wieder, schalten sich die Lüfter ab 50 °C wieder aus.

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PowerColor gehört zu den Herstellern, die sich hinsichtlich der Beleuchtung noch etwas zurückhalten. Einzig das "Red Devil"-Logo leuchtet im Betrieb rot auf und über einen Schalter an der Karte kann diese Beleuchtung zudem auch noch abgeschaltet werden. Wer seine Karte ohnehin in einem geschlossenen Gehäuse verbirgt, ist auch auf keine aufwendige Kühlung angewiesen.

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Nicht verzichtet hat PowerColor auf die GPU-Tach-Anzeige. Diese kann über neun LEDs die Last auf der GPU anzeigen. Diese GPU-Tach-Anzeige kann anders als auf den Referenzkarten nicht deaktiviert werden. An dieser Stelle bereits zu erkennen ist die Aussparung im PCB, welche an den zusätzlichen Stromanschlüssen vorhanden ist, damit die Stecker etwas verdeckt werden.

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Auf obigem Bild ist die Überhöhung des PCBs im Vergleich zur Slotblende recht deutlich zu erkennen. Außerdem zu sehen ist der BIOS-Schalter, der in drei Stellungen zwischen dem Silent-, Standard- und OC-BIOS wechseln lässt.

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Bereits erwähnt haben wir die zusätzlichen Stromanschlüsse. Diese führt PowerColor auf der Radeon RX Vega 56 Red Devil in Form von zwei 8-Pin-Anschlüssen aus. Zusammen mit dem PCI-Express-Steckplatz kann die Karte damit laut ATX-Spezifikation 375 W aufnehmen. Bedenkt man die Limitierung der GPU-Package-TDP auf 260 W, sind die 375 W mehr als ausreichend. PowerColor versetzt die beiden Anschlüsse etwas nach hinten und spart das PCB an dieser Stelle aus. Damit ragen die Anschlüsse nicht übermäßig weit über die 150 mm, welche die Karte breit ist, hinaus.

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Noch einmal einen genauen Blick wollen wir auf die Rückseite der Karte werfen, wo im einzig großflächig vorhandenen Bereich der Backplate ein großes "Red Devil"-Logo aufgebracht ist. Noch einmal sei erwähnt, dass PowerColor hier auf eine Beleuchtung verzichtet.

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Bei einem Blick auf den hinteren Bereich der Karte wird die Diskrepanz zwischen der Größe des Kühlers und des PCBs besonders deutlich. Die Karte hätte durchaus kompakter sein können, PowerColor nutzt das größere Volumen aber für den Kühler, der besonders auf der Radeon-RX-Vega-64-Variante eine wichtige Rollen spielen dürfte.

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Die Hälfte der Slotblende sieht PowerColor als Öffnung vor. Hier entweicht aber kein nennenswertes Volumen an warmer Abluft, denn die Lüfter blasen diese nicht zielgerichtet in diese Richtung. An Display-Anschlüssen vorhanden sind jeweils zweimal DisplayPort 1.3/1.4 sowie HDMI 2.0b. Auf Dual-Link-DVI verzichtet PowerColor auf der Radeon RX Vega 56 Red Devil.


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Natürlich haben wir es uns nicht nehmen lassen den Kühler von der Karte zu demontieren, damit wir einen Blick auf das PCB werfen können. Dabei zum Vorschein kommt ein sehr aufgeräumtes PCB. Dies ist bei Karten mit HBM nicht weiter verwunderlich, denn der Speicher ist im Package integriert. Damit bleibt rund herum mehr Platz, welcher wiederum für die Spannungsversorgung genutzt wird.

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Bei genauer Betrachtung der Spannungsversorgung werden 13 Spannungsphasen sichtbar. 12 dieser Phasen sind doppelt ausgelegt und kümmern sich um die Versorgung der GPU. Eine weitere, einfach ausgelegt, versorgt den HBM2. Die doppelte Auslegung der Spannungsphasen ermöglicht die Aufteilung der Wandlerverluste, was die Effektivität der einzelnen Phase steigert und die Abwärme reduziert.

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Der hintere Bereich des PCBs ist sehr leer. Hier finden sich sonst ebenfalls Komponenten der Spannungsversorgung, die im Falle der PowerColor Radeon RX Vega 56 Red Devil an dieser Stelle recht spärlich zu finden sind. Hier befinden sich einige Schaltungen, welche die Spannungen und Ströme, die über die zusätzlichen Anschlüsse angeliefert werden, entgegennehmen.

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Die Rückseite des PCBs wirkt in Teilen komplexer als die Front. Dieser Eindruck entsteht durch die zahlreichen SMD-Bauteile, die hier bestückt sind. Sehr schön ist auch die Überhöhung des PCBs zu erkennen, die an den PCI-Express-Stromanschlüssen wieder etwas zurückgeführt wird.

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Im rückseitigen Bereich des GPU-Packages befinden sich zahlreiche Bauteile, die sich um die stabile Spannungs- und Stromversorgung der GPU kümmern. Dazu sind beispielsweise zahlreiche Kondensatoren verbaut. Hinzu kommen einige hundert Widerstände in verschiedenen Ohm-Bereichen.

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AMD lässt die GPU bei GlobalFoundries fertigen. Der HBM kommt von Samsung oder SK Hynix, zusammengesetzt wird das GPU-Package aber von anderen Firmen. Diese sitzen in Südkorea, China und Taiwan. Das GPU-Package auf der PowerColor Radeon RX Vega 56 Red Devil wurde in Taiwan zusammengesetzt. Unter der Wärmeleitpaste sind die GPU und die beiden HBM2-Stacks kaum zu erkennen. Die Lücken zwischen den einzelnen Chips sind in diesem Falle aufgefüllt worden. So kann der Kühler plan aufliegen.

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Der Kühler der PowerColor Radeon RX Vega 56 Red Devil lässt sich in alle Einzelteile zerlegen. Die Abdeckung des Kühlers kann abgenommen werden und darin befinden sich auch die drei Axiallüfter. Damit lassen sich die Lüfter im Notfall auch recht einfach reinigen. Die Backplate weist keinerlei Besonderheiten auf.

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Der eigentliche Kühlkörper der Karte ist zweigeteilt. Der linke Bereich hat direkten Kontakt zum GPU-Package sowie den VRMs oder der Spannungsversorgung. Während beim GPU-Package viel Wärmeleitpaste zum Einsatz kommt, verwendet PowerColor bei den weiteren Komponenten Wärmeleitpads.

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Zwei Heatpipes mit einem Durchmesser von 12 mm und drei weitere mit jeweils 10 mm kümmern sich um den Transport der Abwärme aus der Bodenplatte über dem GPU-Package in den zweiten Teil des Kühlers. Dieser zweite Teil besitzt einige Aussparungen. Diese sind für auf dem PCB verbaute Komponenten vorgesehen, wie beispielsweise die zusätzlichen PCI-Express-Stromanschlüsse.


Die Software in Form der Spiele und Benchmarks haben wir umgestellt, die Hardware ist aber weitestgehend identisch geblieben. Um möglichst praxisnah zu testen, befindet sich das Testsystem in einem geschlossenen Gehäuse. Zudem befindet sich zwar das Windows 10 auf der SSD, die Spiele mussten wir aber auf eine Festplatte auslagern. Den Tests tut dies aber keinen Abbruch.

Das Testsystem
Prozessor Intel Core i7-3960X 3,3 @ 3,9 GHz
Kühlung Corsair H110i GT All-in-One-Wasserkühlung
Mainboard ASUS P9X97 Deluxe
Arbeitsspeicher G.Skill
SSD OCZ Arc 100 240 GB
Netzteil Seasonic Platinum Series 1.000 Watt
Betriebssystem Windows 10 64 Bit
Gehäuse Fractal Design Define R5

Folgende Treiber kamen für die Tests zum Einsatz:

Folgende Spiele und Benchmarks haben wir verwendet:


Die Messungen beginnen wir wie immer mit der Lautstärke, schauen uns dann aber auch die Leistungsaufnahme und GPU-Temperaturen an.

Lautstaerke

Idle

in dB(A)
Weniger ist besser

In allen drei Modi schaltet die PowerColor Radeon RX Vega 56 Red Devil ihre Lüfter ab. Folglich ist sie im Idle-Betrieb als semipassiv anzusehen und gibt überhaupt keine Geräusche mehr von sich. Dies hat sie allerdings auch mit den anderen Custom-Modellen der Radeon-RX-Vega-Serie gemein.

Lautstaerke

Last

in dB(A)
Weniger ist besser

Unter Last zeigen sich dann die Stärken der Kühlungen der Custom-Karten. Hier konnten schon die Modelle von ASUS und Sapphire überzeugen. Der PowerColor Radeon RX Vega 56 Red Devil gelingt eine Kühlung mit 37,5 bzw. 38,4 dB(A) und damit auf durchweg niedrigem Niveau. Bei der Lautstärke haben diese Karte schon einmal keine Negativpunkte einsammeln müssen.

Temperatur

Idle

in Grad C
Weniger ist besser

Die geringe Abwärme der Karten im Idle-Betrieb ist für den verbauten Kühler der PowerColor Radeon RX Vega 56 Red Devil kein Problem. Die GPU-Temperatur wird durchweg auf 42 °C und teilweise sogar niedriger gehalten. Ab einer GPU-Temperatur von 50 °C schalten sich die drei Axiallüfter ab.

Temperatur

Last

in Grad C
Weniger ist besser

Unter Last zeigt sich das Potenzial des Kühlers. Dieser muss dann eine alleine durch das GPU-Package erzeugte Abwärme von 195, 220 bzw. 260 W kümmern, was aber offenbar kein größeres Problem ist, denn wir messen Temperaturen von 59, 60 und 63 °C. Wir haben die Messwerte zusammen mit den Hotspots und der HBM2-Temperatur aber noch einmal etwas aufgeschlüsselt:

Gegenüberstellung der weiteren Temperaturen unter Last
  Silent-BIOS Standard-BIOS OC-BIOS
GPU-Temperatur: 59 °C 63 °C 60 °C
Hot-Spot-Temperatur: 82 °C 76 °C 79 °C
HBM2-Temperatur: 69 °C 63 °C 57 °C

Leistungsaufnahme (Gesamtsystem)

Idle

in W
Weniger ist besser

Die Leistungsaufnahme im Idle-Betrieb spielt wiederum bei der Betrachtung der Karte keine große Rolle. Hier sind die Unterschiede einfach zu gering und allenfalls eine fehlerhafte Implementation im Treiber kann dazu führen, das Takt und Spannung zu hoch gewählt sind, was hier allerdings nicht der Fall ist.

Leistungsaufnahme (Gesamtsystem)

Last

in W
Weniger ist besser

Unter Last zeigt sich dann ein deutlicher Unterschied zwischen den Custom-Modellen auf Basis der Radeon RX Vega 56 und Radeon RX Vega 64. Die PowerColor Radeon RX Vega 56 Red Devil verbraucht nicht derart viel, wie dies bei den anderen Modellen der Fall ist. Sie fällt dahingehend auch nicht weiter negativ auf, wenngleich das Leistungsniveau nicht dort zu erwarten ist. Die Vega-Architektur wird allerdings kein Stromsparwunder mehr werden.

Leistungsaufnahme (Gesamtsystem)

Idle - 2 Monitore

in W
Weniger ist besser

Keinerlei Probleme sehen wir für den Multi-Monitor-Betrieb. Der Verbrauch steigt zwar leicht an, ein großes Problem sollte dies jedoch nicht sein.


Der 3DMark von Futuremark gehört zu den beliebtesten synthetischen Benchmarks und bietet damit eine breite Basis für den Vergleich unterschiedlicher Systeme oder einzelner Komponenten. Dabei bieten die unterschiedlichen Presets die Möglichkeit das System auf unterschiedliche Herausforderungen zu testen - bis hin zu UltraHD/4K-Auflösungen. Ursprünglich als reiner DirectX-11-Benchmark entwickelt bietet der 3DMark inzwischen auch die Möglichkeit sich eine Leistungs-Domäne von DirektX 12 genauer anzuschauen, die sogenannten Draw Calls.

Futuremark 3DMark

Fire Strike

Futuremark-Punkte
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Futuremark 3DMark

Fire Strike Extreme

Futuremark-Punkte
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Futuremark 3DMark

Fire Strike Ultra

Futuremark-Punkte
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Der Luxmark 3.0 ist ein Render-Benchmark, der auf die OpenCL-Schnittstelle zurückgreift und damit eine breite Hardware-Basis adressiert. Der Luxmark wurde als Programm zur Leistungsbestimmung für den LuxRender entwickelt. Die LuxRender-2.x-API wird verwendet um eine Szene zu berechnen. Die Ausgabe erfolgt in Samples pro Sekunde.

Luxmark 3.0

Sala

Punkte
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Mit Hilfe von GPUPI wird Pi auf Basis unterschiedlicher Schnittstellen berechnet. Möglich ist die Berechnung auf Prozessoren sowie Grafikkarten und Programme wie SuperPi und ähnliche dienen schon lange als Möglichkeit die Rechenleistung von Hardware zu bestimmen. GPUPI verwendet, wie der Name schon sagt, die GPU der Grafikkarte zu Berechnung. Wir verwenden dazu die OpenCL-API und lassen Pi auf 500 Millionen oder 1 Milliarde Stellen berechnen. GPUPI beschreibt besonders gut die 64 Bit Integer Performance der Hardware.

GPUPI 2.0

500M

Sekunden
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GPUPI 2.0

1000M

Sekunden
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The Witcher 3: Wild Hunt ist ein Rollenspiel und basiert auf der Hintergrundgeschichte und Spielwelt der Buchvorlage von Andrzej Sapkowski. Als Geralt von Riva gilt es sich durch eine mittelalterliche Fantasiewelt zu schlagen und sich dabei zahlreichen Aufgaben zu stellen. Als Spieleengine kommt die von CD Project Red eigens entwickelte Red Engine in der Version 3 zum Einsatz. Für ein Open-World-Rollenspiel setzt sie neue Maßstäbe bei der grafischen Darstellung.

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Mit Dirt Rally legte Codemasters den Fokus im Gegensatz zu seinen Vorgängern wieder mehr auf Simulation. Im Spiel enthalten sind 17 Autos, u. a. Audi S1 quattro, Lancia Delta und Ford Fiesta RS WRC, sowie 36 Etappen in drei Gebieten: Wales, Griechenland und Monte Carlo. Im Laufe des Jahres sollen weitere Inhalte in Form von Updates über Steam in das Spiel gebracht werden, dazu gehören Pikes Peak, Rally Deutschland sowie Inhalte der FIA Rallycross Championship.

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