Erstes Custom-Design: ASUS ROG Strix Radeon Vega 64 OC Edition im Test

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Es ist endlich soweit: Wir können uns das erste Custom-Modell der Radeon RX Vega 64 anschauen. ASUS war der erste Hersteller, der ein entsprechendes Modell vorgestellt hat, nun erreichte uns das finale Produkt. Im Zentrum steht natürlich die Frage, welche Verbesserungen ASUS mit der ROG Strix Radeon Vega 64 OC Edition erreichen kann und wo die Vorteile gegenüber der Referenzversion liegen.

Die Radeon RX Vega 64 und Vega 56 sind zwei lang erwartete Projekte von AMD und entsprechend groß war auch das Interesse zum Start. In unserem gewohnt ausführlichen Launch-Artikel haben wir uns der Vega-Architektur in aller Ausführlichkeit gewidmet. Hinzu kamen Sondertests für den High Bandwidth Memory Controller, das Kryptomining und das Overclocking. Auf sehr viel Interesse sind aber auch unsere Undervolting-Tests beider Karten gestoßen.

Doch bevor wir uns der Karte annehmen, noch ein paar Worte zur Situation rund um die Custom-Modelle der Radeon RX Vega. Bereits zur Computex sprachen einige Partner von AMD mit uns darüber und sagten eine Verfügbarkeit dieser Karten für den September oder Oktober voraus. Das sich AMD zunächst auf die eigenen Karten konzentrieren wird, war zum Start deutlich. Wir haben aber erwartet, dass man im Hintergrund bereits damit beginnt, die Partner zu beliefern, damit deren Karten schnell folgen können. Dem ist nicht so, was sich auch in den vergangenen Tagen recht deutlich zeigte.

Die bislang einzig überhaupt angekündigte Karte ist die ROG Strix Radeon Vega 64 OC Edition. Die Karte liegt uns im finalen Design vor, ASUS erklärte aber, dass man die Karte nicht vor Oktober wird kaufen können. Ob dies zu Anfang, Mitte oder Ende Oktober der Fall sein wird, ist aber nicht bekannt. Zur ROG Strix Radeon Vega 56 will man aktuell gar keinen Termin nennen.

Wir haben inzwischen von einigen Herstellern noch einmal eine genaue Aussage zum Stand der Custom-Modelle erhalten. Nach aktuellem Kenntnisstand wollte AMD ab dem 11. September die ersten GPUs an die Partner liefern, sodass diese ihre Custom-Modelle bestücken können. AMD hat diesen Lieferzeitpunkt aber auf unbestimmte Zeit verschoben. Allem Anschein nach lässt man damit auch seine Partner im Regen stehen, denn diese haben ebenfalls keine weiteren Informationen, wie es nun weitergehen soll.

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Nun aber zur ASUS ROG Strix Radeon Vega 64 OC Edition. Wie immer beginnen wir den Test mit der Betrachtung der technischen Daten.

Die technischen Daten der ASUS ROG Strix Radeon Vega 64 OC Edition in der Übersicht
Modell: ASUS ROG Strix Radeon Vega 64 OC Edition
Straßenpreis: -
Webseite: www.asus.de
Technische Daten
GPU: Vega 10
Fertigung: 14 nm
Transistoren: 12,5 Milliarden
GPU-Takt (Basis): 1.298 MHz
GPU-Takt (Boost): 1.630 MHz

Speichertakt:

945 MHz
Speichertyp: HBM2
Speichergröße: 8 GB
Speicherinterface: 2.048 Bit
Bandbreite: 484 GB/s
DirectX-Version: 12_1
Shadereinheiten: 4.096
Textureinheiten: 256
ROPs: 64
Typische Boardpower: -
SLI/CrossFire CrossFire

Bei der Gegenüberstellung der technischen Daten fällt auf: AMD macht für seine Referenzversionen recht aggressive Angaben zum Boost-Takt, die dann in der Praxis so aber kaum gehalten werden können. Irgendwo zwischen 1.400 und 1.536 MHz waren möglich – mehr nicht. ASUS spricht für die ROG Strix Radeon RX Vega 64 OC Edition von einem Boost-Takt von 1.630 MHz und damit wird es interessant zu sehen sein, was die Karte unter Last leisten wird.

Ansonsten gibt es natürlich keinerlei technische Unterschiede auf Basis der Architektur. Es kommt die Vega-10-GPU zum Einsatz, die in 14 nm gefertigt wird und es auf 12,5 Milliarden Transistoren bringt. Mit den erwähnten Taktraten laufen die 4.096 Shadereinheiten. Hinzu kommen 256 Textureinheiten und 64 Render-Backends. Die 8 GB an HBM2 – technisch sicherlich das Highlight dieser Vega-Karten – sind über ein 2.048 Bit breites Speicherinterface angebunden. Bei einem Takt von 945 MHz ergibt dies eine Speicherbandbreite von 484 GB/s.

Bevor wir auf die Details der Karte eingehen, werfen wir noch einen Blick auf das Taktverhalten der Karte unter Last. Mit den Boost-Mechanismen kommt in die Messungen eine gewisse Dynamik und auch wird es wichtig, sich genauer anzuschauen, welchen Takt die Karte unter Last halten kann.

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Der GPU-Screenshots bestätigt die technischen Daten der ASUS ROG Strix Radeon Vega 64 OC Edition noch einmal.

Gegenüberstellung von Temperatur und Takt
Spiel Temperatur Takt
The Witcher 3: Wild Hunt 78 °C 1.560 MHz
Rise of the Tomb Raider 79 °C 1.470MHz
Hitman 79 °C 1.515 MHz
Far Cry Primal 79 °C 1.490 MHz
DiRT Rallye 79 °C 1.590 MHz
Anno 2205 79 °C 1.520 MHz
The Division 78 °C 1.540 MHz
Fallout 4 79 °C 1.545 MHz
DOOM 78 °C 1.560 MHz

Wir sehen also etwas höhere Taktraten in der Praxis, als dies mit der Referenzversion möglich war. Allerdings sei an dieser Stelle angemerkt, dass die Taktraten der Vega-Karten weitaus weniger stabil sind, als dies bei den Vorgänger-Architekturen oder der Konkurrenz aus dem Hause NVIDIA der Fall ist. Wir können daher einen mittleren Taktbereich angeben, teilweise läuft die GPU aber kurzzeitig auch 30 bis 40 MHz schnell oder langsamer als hier angegeben. Dennoch dient diese Aufstellung der Einordnung der Leistung und des Zusammenspiels von Takt und Temperatur.

Auf der folgenden Seite schauen wir uns die Karte etwas genauer an.


Bevor wir uns nun die Karte aus allen Winkeln anschauen, werfen wir noch einen Blick auf die wichtigsten technischen Daten in Form von Abmessung und Kühlung.

ASUS ROG Strix Radeon Vega 64 OC Edition
Länge des PCBs 290 mm
Länge mit Kühler 298 mm
Slothöhe 2,5 Slots
zusätzliche Stromanschlüsse 2x 8-Pin
Lüfterdurchmesser 3x 90 mm
Display-Anschlüsse

2x Displayport 1.3/1.4
2x HDMI 2.0
1x Dual-Link-DVI

Lüfter aus im Idle Ja (ab 55 °C)

Bei diesen Daten wird deutlich: Die ASUS ROG Strix Radeon Vega 64 OC Edition ist mit fast 300 mm deutlich länger als das Referenzmodell, welches auf 266 mm kommt. Die Aufbauhöhe der Kühlung ist mit 2,5 Slots gegenüber derer nur zwei bei der Referenzversion ebenfalls angewachsen. Die Wuchtigkeit des Modells von ASUS ergibt sich aber auch durch die Tiefe des PCBs, welches auf 120 mm kommt – ebenfalls deutlich mehr als die sonst üblichen 100 mm. Auf die restlichen Details gehen wir nun bei den Bildern noch etwas genauer ein.

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Bereits auf den ersten Blick wird deutlich: Mit der Radeon RX Vega 64 in der Referenzversion hat die ASUS ROG Strix Radeon Vega 64 OC Edition wenig gemein. Drei Axiallüfter dominieren die Frontansicht. Ansonsten ist die Optik an die aktuelle Strix-Serie von ASUS angelehnt und daher wohlbekannt. Schwarz, kombiniert mit Schwarz, zusammen mit ein paar hellen Applikationen müssen ausreichen. Den Rest soll die RGB-Beleuchtung richten, auf die wir aber später noch genauer eingehen wollen.

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Die Rückseite der Karte wird fast vollständig von der Backplate abgedeckt. Vom PCB ist nur an wenigen Stellen etwas zu sehen. Auf der Backplate aus eloxiertem Aluminium bringt ASUS wieder einige graue Elemente auf, die für etwas Abwechslung sorgen sollen. Hier finden wir auch das Strix-Logo und die RGB-Beleuchtung wieder, die etwas Farbe ins Spiel bringt. Ansonsten ist noch sehr schön die Befestigung des Kühlers zu erkennen, der mittels der silbernen Metallklammer auf das GPU-Package gedrückt wird.

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Die drei Lüfter auf der ASUS ROG Strix Radeon Vega 64 OC Edition kommen auf einen Durchmesser von jeweils 90 mm. Es handelt sich um Axiallüfter, deren Gehäuse- und Motoreinheit IP5X-zertifiziert sind und damit keinen Staub eindringen lassen sollen. Ab einer GPU-Temperatur von 50 °C beginnen sie mit ihrer Arbeit. Nimmt die Last wieder ab und die GPU-Temperatur fällt, bleiben sie ab 55 °C stehen. Dieser Versatz bei den Temperaturschwellen soll verhindern, dass die Lüfter ständig anlaufen und wieder stillstehen. Im Idle-Betrieb dauert es aber eine lange Zeit, bis die GPU-Temperatur unter einen Wert von 50 °C fällt und so beginnen die Lüfter ohnehin recht schnell damit, sich zu drehen.

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Die zusätzliche Stromversorgung erfolgt bei der ASUS ROG Strix Radeon Vega 64 OC Edition über zwei 8-Pin-Anschlüsse. Diese stellen zusätzlich zu den theoretischen 75 W, die über den PCI-Express-Steckplatz kommen können, noch weitere 300 W zur Verfügung. Wir kennen derzeit noch nicht die Thermal Design Power der Karte, sie dürfte aber bei knapp 300 W liegen. Die ASUS ROG Strix Radeon Vega 64 OC Edition ist damit ausreichend versorgt.

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Auf der Stirnseite des PCBs befindet sich dort, wo früher die CrossFire-Anschlüsse zu finden waren, ein Schalter, der zwischen dem Performance-Mode und dem Quiet-Mode wechseln lässt. Im Performance-Mode darf sich das GPU-Package eine Leistung von 260 W genehmigen. Im Quiet-Mode sind es 240 W. Zum Vergleich: Die Referenzversion der Radeon RX Vega 64 darf sich bis zu 220 W genehmigen. Hier gilt es darauf zu achten, dass wir vom GPU-Package sprechen, nicht von der Thermal Design Power der gesamten Karte. 

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Auf der Stirnseite der Karte befindet sich der ROG-Schriftzug, der ebenfalls durch RGB-LEDs beleuchtet wird. Über die mitgelieferte Aura-Sync-Software können hier verschiedene Farben und Effekte eingestellt werden.

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Im gleichen Zuge ändert auch das Strix-Logo auf der Backplate seine Farbe. Ein LED-Modul ist hier untergebracht und bringt die Farben großflächig zur Geltung. Hier ebenfalls zu erkennen sind einige Spannungsmesspunkte, die das Abgreifen verschiedener Spannungen mit einem Multimeter ermöglichen. Statt aus der Software ausgelesen, können so die tatsächlich anliegenden Spannungen bestimmt werden. Zur Verfügung stehen:

 

 

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Bei einem Blick auf das hintere Ende der Karte wird deutlich, dass der Kühler deutlich über das PCB hinaussteht. ASUS bringt also wirklich einen massiven Kühler auf der Radeon RX Vega 64 unter. An dieser Stelle sehen wir auch die Kabel für die Lüfter und Beleuchtung. Aber auch noch einige weitere Anschlüsse sind vorhanden, auf die wir noch genauer eingehen wollen.

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Auf der Slotblende bietet die ASUS ROG Strix Radeon Vega 64 OC Edition jeweils zweimal DisplayPort 1.3/1.4 und HDMI 2.0. Ebenfalls vorhanden ist ein DVI-Ausgang. Es können aber nicht alle Ausgänge in beliebiger Form gleichzeitig verwendet werden. Wohl aber gleichzeitig angesteuert werden können die beiden HDMI-Ausgänge, von denen sonst meist nur noch einer verbaut wird.


In der Folge haben wir di ASUS ROG Strix Radeon Vega 64 OC Edition in ihre Einzelteile zerlegt – zumindest PCB und Kühler. So können wir uns auch das eigene Layout von ASUS einmal etwas genauer anschauen.

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Zunächst einmal haben wir dazu den eigentlichen Kühler entfernt. Dieser wird von nur sechs Schrauben gehalten und kann dann abgenommen werden. ASUS verwendet auf der Rückseite wie gesagt eine Backplate und auf der Front ist zusätzlich eine Frontplate vorhanden. Ist auch diese entfernt, zeigt sich das PCB der Karte in seiner vollen Pracht.

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Bei einem Blick auf die Spannungsversorgung wird auffällig, dass ASUS hier einen anderen Ansatz wählt als AMD. Im Referenzdesign schmiegen sich die Spannungsphasen recht dicht an das GPU-Package. Experten sagen dem Referenzlayout und der dazugehörigen Versorgung nach, dass diese recht ideal ist und kaum Verbesserungspotenzial besitzt. Dennoch hat sich ASUS entschieden, etwas Eigenes zu entwickeln. 12 doppelt ausgelegte Spannungsphasen (5+1) sind in der Referenzversion vorhanden. ASUS setzt auf insgesamt 13 Spannungsphasen, von denen sicherlich auch einige doppelt ausgelegt und für die GPU verantwortlich sind, während der HBM wieder mit einer Spannungsphase auskommen muss. Die gesamte Versorgung ist auf 400 W ausgelegt.

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Bestückt sind die Spannungsphasen mit den gewohnt hochwertigen Komponenten für die Spulen und Kondensatoren. Wir finden auch einige bekannte Komponenten wie die Spannungscontroller (IR35217) für das VRM-Design, die wiederum sechs Treiber (IR3598) ansteuern. Im hinteren Bereich des PCBs sind noch einige weitere Bestandteile der Strom- und Spannungsversorgung vorhanden.

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Der Bereich rund um das GPU-Package ist sehr aufgeräumt. Das liegt auch daran, dass der HBM2 sich mit im Package befindet und so keine Speicherchips auf dem PCB selbst verbaut werden müssen. Das recht saubere Design wird eigentlich nur durch zwei Spannungsphasen gestört, die "aus der Reihe tanzen". Sie sind nicht wie die anderen übereinander angeordnet, sondern stehen, wie rechts oben zu sehen, im 90°-Winkel in Richtung des GPU-Packages. Über diesem ist auf dem PCB auch noch ausreichend viel Freiraum vorhanden.

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Am hinteren Ende des PCBs befinden sich zahlreiche Anschlüsse. Die beiden linken sind für die Ansteuerung der Lüfter und der RGB-Beleuchtung des Kühlers reserviert. Der rote Anschluss dient der Möglichkeit die RGB-Beleuchtung mit anderen Komponenten, die ebenfalls zur ASUS Aura Sync kompatibel sind, zu synchronisieren. Nicht nur ASUS selbst, sondern auch andere Hersteller bieten hier eine Kompatibilität an und ermöglichen damit eine einheitliche Beleuchtung.

Rechts davon sind noch zwei Lüfteranschlüsse zu finden, über die zwei Gehäuselüfter angeschlossen werden können. Befindet sich die Karte unter Last und erzeugt damit Abwärme, kann diese über schneller drehende Gehäuselüfter besser abgeführt werden.

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Ein Blick auf die Rückseite des PCBs zeigt nur noch einmal die Größe des selbigen. ASUS nutzt den Platz vor allem für eine anders positionierte und angeordnete Spannungsversorgung. Ob sich dies auszahlen wird, werden wir in den Benchmarks und später dem Overclocking sehen.

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Noch einmal zur GPU: Das GPU-Package, in dem sich GPU und HBM2 befinden, ist kaum größer als traditionelle Lösungen mit extern angebundenem GDDR-Grafikspeicher. Dies lässt auf dem PCB viel Platz, der im Falle der ASUS ROG Strix Radeon Vega 64 OC Edition für die Spannungsversorgung genutzt wird. Noch einmal sei aber erwähnt, dass AMD hier im Referenzdesign schon eine recht ideale Lösung gefunden hat.

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Der Kühler deckt das GPU-Package ab. ASUS verzichtet inzwischen auf die DirectCU-Technologie, bei der die Kupferheatpipes direkt auf der GPU auflagen. Aufgrund der wenig idealen Oberfläche aber hat sich diese Lösung als nicht optimal erwiesen. ASUS nennt die neueste Entwicklung MaxContact Technology. Die Oberfläche der Kontaktplatte soll derart gut sein, dass die Kontaktfläche zweifach höher ist, als bei der Konkurrenz. ASUS verspricht sich davon niedrigere Temperaturen und damit auch eine höhere Leistung.

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Die Spannungsversorgung wird ebenfalls durch den großflächigen Aluminiumkühler abgedeckt. Dieser besitzt im hinteren Bereich ein Wärmeleitpad zum Wärmeübergang. ASUS will die Fläche des Kühlkörpers um 40 % vergrößert haben, sodass auch hier die Übergabe der Wärme an die Umgebungsluft verbessert worden sein soll.


Die Software in Form der Spiele und Benchmarks haben wir umgestellt, die Hardware ist aber weitestgehend identisch geblieben. Um möglichst praxisnah zu testen, befindet sich das Testsystem in einem geschlossenen Gehäuse. Zudem befindet sich zwar das Windows 10 auf der SSD, die Spiele mussten wir aber auf eine Festplatte auslagern. Den Tests tut dies aber keinen Abbruch.

Das Testsystem
Prozessor Intel Core i7-3960X 3,3 @ 3,9 GHz
Kühlung Corsair H110i GT All-in-One-Wasserkühlung
Mainboard ASUS P9X97 Deluxe
Arbeitsspeicher G.Skill
SSD OCZ Arc 100 240 GB
Netzteil Seasonic Platinum Series 1.000 Watt
Betriebssystem Windows 10 64 Bit
Gehäuse Fractal Design Define R5

Folgende Treiber kamen für die Tests zum Einsatz:

Folgende Spiele und Benchmarks haben wir verwendet:


Die Messungen beginnen wir wie immer mit der Lautstärke, schauen uns dann aber auch die Leistungsaufnahme und GPU-Temperaturen an.

Lautstaerke

Idle

in dB(A)
Weniger ist besser

Die ASUS ROG Strix Radeon Vega 64 OC Edition schaltet ihre Lüfter im Idle-Betrieb und ab einer GPU-Temperatur von 55 °C ab. Daher sehen wir sie im Idle-Betrieb bzw. bei den Messungen als lautlos an – ein großer Vorteil gegenüber der Referenzversion.

Lautstaerke

Last

in dB(A)
Weniger ist besser

Unter Last aber zeigt der Frosch, wo er die Locken hat - und hier zeigt die ASUS ROG Strix Radeon Vega 64 OC Edition ihre Vorteile. Anstatt von fast 50 dB(A) messen wir einen Wert von 37,7 dB(A) und damit sind wir absolut auf dem Niveau üblicher Custom-Karten und sogar noch darunter. Hier kann die Karte also die ersten Pluspunkte sammeln.

Temperatur

Idle

in Grad C
Weniger ist besser

Bei der Messung der Idle-Temperatur sehen wir dann aber wieder die Nachteile eine derart konzentrierten Designs innerhalb des GPU-Packages. Die Idle-Temperatur der GPU sinkt nur schwer unter 50 °C ab, was auch damit zusammenhängt, dass die Lüfter bereits ab 55 °C stillstehen. Allerdings ist dies nicht zwangsläufig ein Nachteil, denn schließlich schadet es der Karte nicht, wenn diese bei etwa 50 °C im Idle-Betrieb steht.

Temperatur

Last

in Grad C
Weniger ist besser

Unter Last zeigt sich dann wieder der Vorteil der verbesserten Kühlung. Anstatt an der Temperaturgrenze und damit nah der Drosselung zu arbeiten, hält die ASUS ROG Strix Radeon Vega 64 OC Edition die Temperatur auf knapp unter 80 °C. Der HBM2, dessen Temperatur ebenfalls ausgelesen wird, kommt auf eine Temperatur von 87 °C.

Leistungsaufnahme (Gesamtsystem)

Idle

in W
Weniger ist besser

Die Leistungsaufnahme im Idle-Betrieb spielt wiederum nur eine untergeordnete Rolle. Hier messen wir keinerlei Ausschläge, weder im negativen, noch im positiven Sinne.

Leistungsaufnahme (Gesamtsystem)

Last

in W
Weniger ist besser

Unter Last dann wieder die Punkte, die wir bereits mehrfach angesprochen haben. Die Vega-Architektur ist in der Ausführung wie hier deutlich über ihrem Sweet-Spot. Daher ist auch der Verbrauch nicht gerade als sparsam zu bezeichnen. Gegenüber der Referenzversion legt die ASUS ROG Strix Radeon Vega 64 OC Edition noch ein paar Watt zu. Ob sie dies auch in eine höhere Leistung umsetzen kann, werden wir uns nun in den Benchmarks anschauen.

Leistungsaufnahme (Gesamtsystem)

Idle - 2 Monitore

in W
Weniger ist besser

Keinerlei Probleme sehen wir für den Multi-Monitor-Betrieb. Der Verbrauch steigt zwar leicht an, ein großes Problem sollte dies jedoch nicht sein.


Der 3DMark von Futuremark gehört zu den beliebtesten synthetischen Benchmarks und bietet damit eine breite Basis für den Vergleich unterschiedlicher Systeme oder einzelner Komponenten. Dabei bieten die unterschiedlichen Presets die Möglichkeit das System auf unterschiedliche Herausforderungen zu testen - bis hin zu UltraHD/4K-Auflösungen. Ursprünglich als reiner DirectX-11-Benchmark entwickelt bietet der 3DMark inzwischen auch die Möglichkeit sich eine Leistungs-Domäne von DirektX 12 genauer anzuschauen, die sogenannten Draw Calls.

Futuremark 3DMark

Fire Strike

Futuremark-Punkte
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Futuremark 3DMark

Fire Strike Extreme

Futuremark-Punkte
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Futuremark 3DMark

Fire Strike Ultra

Futuremark-Punkte
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Der Luxmark 3.0 ist ein Render-Benchmark, der auf die OpenCL-Schnittstelle zurückgreift und damit eine breite Hardware-Basis adressiert. Der Luxmark wurde als Programm zur Leistungsbestimmung für den LuxRender entwickelt. Die LuxRender-2.x-API wird verwendet um eine Szene zu berechnen. Die Ausgabe erfolgt in Samples pro Sekunde.

Luxmark 3.0

Sala

Punkte
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Mit Hilfe von GPUPI wird Pi auf Basis unterschiedlicher Schnittstellen berechnet. Möglich ist die Berechnung auf Prozessoren sowie Grafikkarten und Programme wie SuperPi und ähnliche dienen schon lange als Möglichkeit die Rechenleistung von Hardware zu bestimmen. GPUPI verwendet, wie der Name schon sagt, die GPU der Grafikkarte zu Berechnung. Wir verwenden dazu die OpenCL-API und lassen Pi auf 500 Millionen oder 1 Milliarde Stellen berechnen. GPUPI beschreibt besonders gut die 64 Bit Integer Performance der Hardware.

GPUPI 2.0

500M

Sekunden
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GPUPI 2.0

1000M

Sekunden
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The Witcher 3: Wild Hunt ist ein Rollenspiel und basiert auf der Hintergrundgeschichte und Spielwelt der Buchvorlage von Andrzej Sapkowski. Als Geralt von Riva gilt es sich durch eine mittelalterliche Fantasiewelt zu schlagen und sich dabei zahlreichen Aufgaben zu stellen. Als Spieleengine kommt die von CD Project Red eigens entwickelte Red Engine in der Version 3 zum Einsatz. Für ein Open-World-Rollenspiel setzt sie neue Maßstäbe bei der grafischen Darstellung.

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Mit Dirt Rally legte Codemasters den Fokus im Gegensatz zu seinen Vorgängern wieder mehr auf Simulation. Im Spiel enthalten sind 17 Autos, u. a. Audi S1 quattro, Lancia Delta und Ford Fiesta RS WRC, sowie 36 Etappen in drei Gebieten: Wales, Griechenland und Monte Carlo. Im Laufe des Jahres sollen weitere Inhalte in Form von Updates über Steam in das Spiel gebracht werden, dazu gehören Pikes Peak, Rally Deutschland sowie Inhalte der FIA Rallycross Championship.

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