Neun Modelle der GeForce GTX 1080 Ti im Test

Veröffentlicht am: von

Wenn es nach AMD geht, wird NVIDIA mit der Radeon RX Vega bald Konkurrenz im High-End-Segment bekommen. Derzeit ist die Informationslage aber noch etwas undurchsichtig und so bleibt die GeForce GTX 1080 Ti erst einmal die schnellste Grafikkarte am Markt. Einige Modelle haben wir uns schon angeschaut, nun folgt ein Round-up mit neun weiteren Karten. Dabei sind solche mit klassischer Luftkühlung, aber auch solche mit All-in-One-Wasserkühlung und rein wassergekühlte Modelle. Auf den folgenden Seiten schauen wir uns die einzelnen Modelle zunächst einmal an und werfen dann einen Blick auf die Benchmarks.

Mit der Ankündigung der GeForce GTX 1080 Ti Founders Edition sowie der Aussicht, dass es von der Karte auch Custom-Modelle der Boardpartner geben wird, begann auch ein Wettrennen der Hersteller, wer die schnellste Karte stellen wird. Daher hielten sich die Hersteller auch mit Informationen so lange zurück, bis eine offizielle Vorstellung des jeweiligen Modells erfolgen sollte. ZOTAC konnte das Pokerface am längsten aufrechterhalten und startet mit der GeForce GTX 1080 Ti AMP! Extreme Edition mit den höchsten Taktraten. Alles in allem aber sind sämtliche Boardpartner von NVIDIA sehr dicht beisammen und unterscheiden sich nur in wenigen Megahertz.

Alle Neuerungen der GeForce GTX 1080 Ti im Zusammenhang der Pascal-Architektur haben wir bereits zusammen mit der Founders Edition genannt. Hier sind auch alle Informationen zum Tiled Caching und schnellem GDDR5X zu finden.

Die technischen Daten der Modelle in der Übersicht
Modell: Corsair Hydro GFX GTX 1080 Ti EVGA GeForce GTX 1080 Ti SC2 Gaming Gigabyte AORUS GeForce GTX 1080 Ti Xtreme Edition 11G KFA2 GeForce GTX 1080 Ti EXOC KFA2 GeForce GTX 1080 Ti HOF
Straßenpreis:  879,99 Euro ab 800 Euro ab 789 Euro ab 775 Euro ab 900 Euro
Webseite: www.corsair.com de.evga.com www.gigabyte.de www.kfa2.com www.kfa2.com
Technische Daten
GPU: GP102 GP102 GP102 GP102 GP102
Fertigung: 16 nm 16 nm 16 nm 16 nm 16 nm
Transistoren: 12 Milliarden 12 Milliarden 12 Milliarden 12 Milliarden 12 Milliarden
GPU-Takt (Basis): 1.569 MHz 1.557 MHz 1.632 MHz 1.531 MHz 1.569 MHz
GPU-Takt (Boost): 1.683 MHz 1.671 MHz 1.746 MHz 1.645 MHz 1.683 MHz

Speichertakt:

1.390 MHz 1.375 MHz 1.431 MHz 1.375 MHz 1.410 MHz
Speichertyp: GDDR5X GDDR5X GDDR5X GDDR5X GDDR5X
Speichergröße: 11 GB 11 GB 11 GB 11 GB  
Speicherinterface: 352 Bit 352 Bit 352 Bit 352 Bit 352 Bit
Bandbreite: 489 GB/s 484 GB/s 503,7 GB/s 484 GB/s  
DirectX-Version: 12 12 12 12 12
Shadereinheiten: 3.584 3.584 3.584 3.584 3.584
Textureinheiten: 224 224 224 224 224
ROPs: 88 88 88 88 88
Typische Boardpower: 250 W 250 W 300 W 250 W 250 W
SLI/CrossFire SLI SLI SLI SLI SLI

Für eine bessere Übersicht haben wir vier weitere Karten in eine zweite Tabelle gesteckt.

Die technischen Daten der Modelle in der Übersicht
Modell: MSI GeForce GTX 1080 Ti Gaming X 11G Palit GeForce GTX 1080 Ti GameRock Premium Edition Palit GeForce GTX 1080 Ti Super JetStream ZOTAC GeForce GTX 1080 Ti Arctic Storm
Straßenpreis: ab 780 Euro ab 780 Euro ab 780 Euro ab 930 Euro
Webseite: www.msi-computer.de www.palit.com www.palit.com www.zotac.com
Technische Daten
GPU: GP102 GP102 GP102 GP102
Fertigung: 16 nm 16 nm 16 nm 16 nm
Transistoren: 12 Milliarden 12 Milliarden 12 Milliarden 12 Milliarden
GPU-Takt (Basis): 1.569 MHz 1.595 MHz 1.553 MHz 1.506 MHz
GPU-Takt (Boost): 1.683 MHz 1.709 MHz 1.667 MHz 1.620 MHz

Speichertakt:

1.390 MHz 1.375 MHz 1.375 MHz 1.375 MHz
Speichertyp: GDDR5X GDDR5X GDDR5X GDDR5X
Speichergröße: 11 GB 11 GB 11 GB 11 GB
Speicherinterface: 352 Bit 352 Bit 352 Bit 352 Bit
Bandbreite: 489,3 GB/s 484 GB/s 484 GB/s 484 GB/s
DirectX-Version: 12 12 12 12
Shadereinheiten: 3.584 3.584 3.584 3.584
Textureinheiten: 224 224 224 224
ROPs: 88 88 88 88
Typische Boardpower: 250 W 250 W 250 W 250 W
SLI/CrossFire SLI SLI SLI SLI

Bei den technischen Daten konzentrieren wir uns erst einmal auf die Taktraten. Diese reichen (für den Boost-Takt) von 1.620 bis 1.746 MHz. Damit reicht auch das hier schnellste Modell, die Gigabyte GeForce GTX 1080 Ti Xtreme Edition 11G nicht an die bisher ab Werk schnellste Karte heran: Die ZOTAC GeForce GTX 1080 Ti AMP! Extreme Edition. Wichtig ist aber auch, ob die Karten diesen Takt auch unter Last halten können. Eben dies schauen wir uns zu den einzelnen Karten dann später genauer an. Deutlich wird dies auch bei den Benchmarks werden.

Wir werden die fünf bisher getesteten Modelle der GeForce GTX 1080 Ti in den Benchmarks mit den nun getesteten Modellen vergleichen. Die entsprechenden Links sind hier zu finden:

Auf den nächsten Seiten geht es aber zunächst einmal an die einzelnen Modelle.


Den Anfang macht ein Hersteller, den sicherlich nicht jeder bei Grafikkarten auf dem Schirm hat. Corsair arbeitet aber bereits seit einiger Zeit mit MSI zusammen, wobei MSI sich um die eigentliche Grafikkarten-Hardware kümmert und Corsair die Kühlkomponenten stellt. MSI verkauft die gleiche Karte unter dem Label SeaHawk – Unterschiede gibt es zwischen den Karten nicht. Für die Corsair Hydro GFX GTX 1080 Ti wird eine All-in-One-Wasserkühlung verwendet, die nicht nur leise sein soll, sondern durch die effektivere Kühlung auch höhere Boost-Taktraten ermöglichen soll.

» zur Galerie

Der GPU-Screenshots bestätigt die technischen Daten der Corsair Hydro GFX GTX 1080 Ti Gaming noch einmal.

Bevor wir auf die Details der Karte eingehen, werfen wir noch einen Blick auf das Taktverhalten der Karte unter Last. Mit den Boost-Mechanismen kommt in die Messungen eine gewisse Dynamik und auch wird es wichtig sich genauer anzuschauen, welchen Takt die Karte unter Last halten kann.

Gegenüberstellung von Temperatur und Takt
Spiel Temperatur Takt
The Witcher 3: Wild Hunt 55 °C 1.961 MHz
Rise of the Tomb Raider 55 °C 1.961 MHz
Hitman 55 °C 1.961 MHz
Far Cry Primal 55 °C 1.961 MHz
DiRT Rallye 55 °C 1.961 MHz
Anno 2205 55 °C 1.961 MHz
The Division 55 °C 1.961 MHz
Fallout 4 55 °C 1.961 MHz
DOOM 55 °C 1.961 MHz

Die All-in-One-Wasserkühlung sorgt dafür, dass die GPU der Karte bei etwa 55 °C verbleibt. Die Temperatur nähert sich diesem Wert auch nur sehr langsam an. Es ist auch durchaus möglich, dass die GPU nach 3-4 Stunden Spielzeit noch etwas wärmer wird. Auf Werte von 70 bis 80 °C wie bei luftgekühlten Karten kommen wir aber nicht. Die niedrige Temperatur sorgt auch dafür, dass die Karte ihren Boost-Takt von 1.961 MHz immer hat halten können. Das Limit ist dabei das Power-Limit der Karte.

Bevor wir uns nun die Karte aus allen Winkeln anschauen, werfen wir noch einen Blick auf die wichtigsten technischen Daten in Form von Abmessung und Kühlung.

Corsair Hydro GFX GTX 1080 Ti
Länge des PCBs 270 mm
Länge mit Kühler 270 mm
Slothöhe 2 Slots
zusätzliche Stromanschlüsse 1x 8-Pin
1x 6-Pin
Lüfterdurchmesser

1x 120 mm
1x 70 mm

Display-Anschlüsse

3x Displayport 1.3/1.4
1x HDMI 2.0b
1x Dual-Link-DVI

Lüfter aus im Idle Nein

» zur Galerie

Da die Corsair Hydro GFX GTX 1080 Ti eine AiO-Wasserkühlung verwendet, besteht die Hardware auch nicht nur aus der Karte selbst, sondern einem daran angeschlossenen Radiator. Dieser ist über zwei Schläuche mit der Karte verbunden. Corsair und MSI vertrauen auf ein recht zurückhaltendes Design – weitestgehend schwarz mit ein paar weißen oder Akzenten in Aluminium.

» zur Galerie

Auf der Rückseite der Karte ist eine Backplate verbaut. Diese dient zum einen dem Schutz der Karte vor mechanischen Schäden, sorgt aber auch für eine gewisse Stabilität der Karte, die vor Verwindungen schützt. Hier ist durch den MSI-Schriftzug auch noch einmal die Zusammenarbeit zwischen Corsair und MSI vermerkt – nebst dazugehörigen MSI-Drachen.

» zur Galerie

Die AiO-Wasserkühlung kümmert sich nur um die GPU und die darum platzierten Speicherchips. Eine große Kupfer-Bodenplatte versorgt eben diese Komponenten. Die weiteren Bauteile und hier vor allem die der Strom- und Spannungsversorgung werden über einen zusätzlichen Radiallüfter versorgt. Dieser sitzt im hinteren Bereich der Karte. Ein Abschalten des Lüfters unter Last ist nicht vorgesehen. Unter Last dreht er mit maximalen 1.100 RPM und damit 30 % der Maximaldrehzahl.

» zur Galerie

Wie bei jeder GeForce GTX 1080 Ti sind zwei SLI-Anschlüsse vorhanden, die einen Multi-GPU-Betrieb ermöglichen. Mit den aktuellen Grafik-APIs soll dies auf zwei GPUs beschränkt werden, während mit älteren noch ein 3-Way- oder ein 4-Way-SLI möglich ist. Einige Benchmarks sollen aber auch weiterhin mehr als zwei GPUs unterstützen.

» zur Galerie

MSI und Corsair verwenden für die Hydro GFX GTX 1080 Ti das Referenzdesign der GeForce GTX 1080 Ti. Die Kombination aus diesem PCB und die Kühlung sollen ausreichend sein, um eine möglichst hohe Leistung abzurufen. Die zusätzliche Stromversorgung erfolgt über jeweils einen 6-Pin- und einen 8-Pin-Anschluss. Theoretisch kann die Karte damit 300 W aufnehmen. Das Power-Limit ist ab Werk auf 250 W limitiert. Per Overclocking lässt sich dieses aber auf 300 W anheben.

» zur Galerie

Für den Zu- und Rücklauf der Wasserkühlung sind zwei Schläuche vorhanden, die auf der Stirnseite aus der Karte geführt werden. Die Pumpe befindet sich auf der Karte selbst und sitzt direkt auf der GPU. Die Schläuche haben eine Länge von 330 mm. Damit sind sie lange genug, um den Radiator an einem beliebigen Platz im Gehäuse unterzubringen – egal ob hinten, oben oder vorne.

» zur Galerie

Der Radiallüfter auf der Karte saugt die kühle Luft an und bläst sie in Richtung Slotblende. Ein Teil der Luft entweicht aber auch am hinteren Ende, denn auch in diese Richtung wird etwas Luft geblasen, da sich auf dem PCB auch hier einig Bauteile der Strom- und Spannungsversorgung befinden.

» zur Galerie

Auf der Slotblende sieht Corsair große Öffnungen vor, damit der Radiallüfter hier seine warme Luft nach außen blasen kann. NVIDIA verzichtet noch auf den DVI-Anschluss, bei der Corsair Hydro GFX GTX 1080 Ti ist er wieder vorhanden. Hinzu kommen dreimal DisplayPort 1.3/1.4 und einmal HDMI 2.0b.

» zur Galerie

Der Radiator weißt Abmessungen von 120 x 150 mm auf. Es handelt sich um ein 120-mm-Modell, der aber auch noch ein Reservoir verwendet. Auf dem Radiator selbst befindet sich ein 120-mm-Lüfter, der über einen entsprechenden Anschluss einfach mit dem Mainboard verbunden wird. Über dieses findet dann auch die Steuerung statt.

» zur Galerie

Der Radiator selbst besteht aus vielen kleinen Lamellen, durch die das Wasser fließt und durch die der Lüfter die Luft bläst. Dabei wird das Wasser abgekühlt. Es empfiehlt sich den Radiator dort zu installieren, wo auch warme Luft aus dem Gehäuse befördert werden soll. Man sollte den inneren Aufbau dabei etwas beachten.


Der zweite Vertreter in diesem Vergleich stammt aus dem Hause EVGA. EVGA hat insgesamt acht Modelle der GeForce GTX 1080 Ti im Programm. Darin noch nicht inbegriffen ist die Kingpin-Edition, die das Flaggschiff sein soll. Wir haben uns mit der SC2 Gaming sozusagen ein Standard-Modell angeschaut, welches mit guter Kühlung, einer guten Leistung und einem fairen Preis punkten soll.

» zur Galerie

Der GPU-Screenshots bestätigt die technischen Daten der EVGA GeForce GTX 1080 Ti SC2 Gaming noch einmal.

Bevor wir auf die Details der Karte eingehen, werfen wir noch einen Blick auf das Taktverhalten der Karte unter Last. Mit den Boost-Mechanismen kommt in die Messungen eine gewisse Dynamik und auch wird es wichtig sich genauer anzuschauen, welchen Takt die Karte unter Last halten kann.

Gegenüberstellung von Temperatur und Takt
Spiel Temperatur Takt
The Witcher 3: Wild Hunt 69 °C 1.835 MHz
Rise of the Tomb Raider 69 °C 1.848 MHz
Hitman 68 °C 1.848 MHz
Far Cry Primal 69 °C 1.848 MHz
DiRT Rallye 69 °C 1.835 MHz
Anno 2205 69 °C 1.835 MHz
The Division 69 °C 1.835 MHz
Fallout 4 68 °C 1.848 MHz
DOOM 68 °C 1.848 MHz

Die EVGA GeForce GTX 1080 Ti SC2 Gaming arbeitet unter Last mit einer GPU-Temperatur von 68 bis 69 °C und einem Boost-Takt zwischen 1.835 und 1.848 MHz. Bevor wir uns nun die Karte aus allen Winkeln anschauen, werfen wir noch einen Blick auf die wichtigsten technischen Daten in Form von Abmessung und Kühlung.

EVGA GeForce GTX 1080 Ti SC2 Gaming Edition
Länge des PCBs 270 mm
Länge mit Kühler 270 mm
Slothöhe 2 Slots
zusätzliche Stromanschlüsse 1x 8-Pin
1x 6-Pin
Lüfterdurchmesser 2x 100 mm
Display-Anschlüsse

3x Displayport 1.3/1.4
1x HDMI 2.0b
1x Dual-Link-DVI

Lüfter aus im Idle Ja (ab 46 °C)

» zur Galerie

EVGA verwendet für seine aktuellen Karten eine Art Netzstruktur auf der Kühlerabdeckung. Darin eingebettet sind zwei Lüfter mit einem Durchmesser von jeweils 100 mm. In einer speziellen Elite-Edition kann das Gitter in fünf unterschiedlichen Farben bestellt werden.

» zur Galerie

Auf der Rückseite verbaut EVGA eine Backplate, die in weiten Bereichen mit kleinen Öffnungen versehen ist. Dies soll verhindern, dass ein Hitzestau hinter der Backplate auftritt. Einige Bereiche der Backplate und hier vor allem der auf der Rückseite der Spannungsphasen, ist aber komplett geschlossen und hat auch direkten Kontakt zum PCB.

» zur Galerie

Die beiden Lüfter auf der Karte haben einen Durchmesser von jeweils 100 mm. Diese stellen ihren Betrieb ab einer Temperatur von 46 °C komplett ein und schalten sich erst zu, wenn diese einen Wert von 54 °C und mehr erreicht. Die Lüfter drehen dabei sehr langsam und verlangsamen auch entsprechend gemächlich.

» zur Galerie

Die silberne Abdeckung auf der Karte macht den Eindruck, als bestünde sie aus Aluminium. Tatsächlich aber verwendet EVGA ein anderes Metall und eloxiert dieses. In kleinen Feldern verbaut EVGA den eigenen Schriftzug und benennt auch das genaue Modell.

» zur Galerie

Die zusätzliche Stromversorgung erfolgt über jeweils einen 6-Pin- und einen 8-Pin-Anschluss. Damit ist eine theoretische Versorgung mit maximal 300 W möglich. Die Karte besitzt eine TDP von 250 W, per OC kann diese auf 300 W angehoben werden.

» zur Galerie

Obligatorisch sind die beiden SLI-Anschlüsse und bei der EVGA GeForce GTX 1080 SC2 Gaming können wir uns sogar vorstellen, dass es sogar Nutzer gibt, die sich gleich zwei dieser Karten leisten. Bei anderen Modellen ist dies weniger wahrscheinlich.

» zur Galerie

Auf der Stirnseite der Karte befindet sich ein beleuchteter Schriftzug, der die Karte eindeutig mit Hersteller und dem genauen Modell betitelt. Die dicke Leuchtleiste wirkt aber sehr aufgesetzt und irgendwie nachträglich hinzugefügt – andere Hersteller betten eine solche Funktion etwas schicker in das Design der Karte ein.

» zur Galerie

Am hinteren Ende der Karte ist der Aufbau der Kühlung sehr schön zu erkennen. EVGA verwendet auch auf der Front der Karte eine Metallplatte, die direkt auf dem PCB aufsitzt. Darüber ist der eigentliche Kühlkörper zu erkennen, durch den auch die Heatpipes geführt werden. Darüber befindet sich dann der Rahmen mit den beiden Lüftern.

» zur Galerie

Auf der Slotblende erkennen wir das Standard-Layout mit jeweils einmal Dual-Link-DVI sowie HDMI 2.0b und dreimal DisplayPort 1.3/1.4. Die großen Öffnungen in der Slotblende haben nicht den gleichen Effekt wie bei einem Radiallüfter, da die Axiallüfter die Luft nicht derart gerichtet zur Slotblende pusten.

» zur Galerie

Noch einmal ein seitlicher Blick auf die Karte, welcher den Aufbau des Kühlers zeigt. Auf der Frontplate verwendet EVGA einige spitz zulaufende Kegel, welche die Oberfläche vergrößern sollen.


» zur Galerie

Demontiert man den Kühler, wird der Blick auf die Front der Karte frei. Dann wird die Frontplate noch besser sichtbar und auch der Aufbau der Kühlung in dieser ersten Schicht. Besonders im hinteren Bereich sind zahlreiche der erwähnten Kegel zu erkennen.

» zur Galerie

Auf den VRMs verbaut EVGA eine Heatpipe, welche die Abwärme in diesem Bereich effektiver abführen soll. Darunter ist auch eine flache Basisplatte aus Kupfer zu erkennen, welche die Abwärme besser aufnehmen soll.

» zur Galerie

Ohne jegliche Kühlerkomponente wird der Blick auf das komplette PCB frei. Große Unterschiede zum Referenzdesign sind nicht auszumachen. EVGA verwendet 7+2 Spannungsphasen für GPU und Speicher, was für eine Karte dieser Leistungsklasse durchaus ausreichend ist. Nur wer große OC-Ambitionen besitzt, schaut hier auf eine bessere Ausstattung.

» zur Galerie

Front- und Backplate sind aus verschiedenen Komponenten zusammengesetzt. Dort, wo Kontakt zwischen der Front- und Backplate mit verbauten Komponenten besteht, werden Wärmeleitpads verwendet, um den Wärmeübergang zu erleichtern.

» zur Galerie

Der Kühler selbst besteht aus einer großen Basisplatte, die nur die GPU abdeckt. Fünf Heatpipes sollen die Abfuhr der Abwärme erleichtern. Die Heatpipes transportieren die Wärme in den Kühlkörper, wo die Wärme dann an die Umgebung abgegeben wird.

» zur Galerie

EVGA legt einen großen Wert auf eine möglichst effektive Kühlung und will diese auch für "kostensensitive" Karten anbieten. In den Kühllamellen sind auch einige Verdickungen des Materials eingebracht, welche die Wärme von den Heatpipes besser entgegennehmen sollen.

» zur Galerie

Über die Precision-Software findet auch die Steuerung der LEDs statt. Hier lassen sich einige Effekte einstellen, die entweder einen manuellen Farbwechsel durchführen oder an die GPU-Temperatur gekoppelt sind.


Bei der dritten Karte handelt es sich um eine solche, die zu den schnellsten gehört – zumindest wenn man sich die Daten auf dem Papier anschaut. Auch Gigabyte gehört zu den Herstellern, die ein halbes Dutzend verschiedene Karten anbieten.

» zur Galerie

Der GPU-Screenshots bestätigt die technischen Daten der Gigabyte AORUS GeForce GTX 1080 Ti Xtreme Edition 11G noch einmal.

Bevor wir auf die Details der Karte eingehen, werfen wir noch einen Blick auf das Taktverhalten der Karte unter Last. Mit den Boost-Mechanismen kommt in die Messungen eine gewisse Dynamik und auch wird es wichtig sich genauer anzuschauen, welchen Takt die Karte unter Last halten kann.

Gegenüberstellung von Temperatur und Takt
Spiel Temperatur Takt
The Witcher 3: Wild Hunt 69 °C 1.860 MHz
Rise of the Tomb Raider 68 °C 1.847 MHz
Hitman 68 °C 1.873 MHz
Far Cry Primal 68 °C 1.860 MHz
DiRT Rallye 69 °C 1.873 MHz
Anno 2205 69 °C 1.860 MHz
The Division 69 °C 1.860 MHz
Fallout 4 68 °C 1.873 MHz
DOOM 69 °C 1.873 MHz

So ganz kann die Gigabyte GeForce GTX 1080 Ti Xtreme Edition 11G ihren Anspruch nicht erfüllen. Anstatt mit mehr als 1.900 MHz zu takten, verbleibt sie im Bereich zwischen 1.847 und 1.873 MHz. Damit gehört sie zu den schnellen Varianten der GeForce GTX 1080 Ti, aber nicht zu den allerschnellsten. Die GPU-Temperaturen sind dabei nicht das Problem, vielmehr läuft die Karte in das Power-Limit. Bevor wir uns nun die Karte aus allen Winkeln anschauen, werfen wir noch einen Blick auf die wichtigsten technischen Daten in Form von Abmessung und Kühlung.

Gigabyte AORUS GeForce GTX 1080 Ti Xtreme Edition 11G
Länge des PCBs 270 mm
Länge mit Kühler 293 mm
Slothöhe 2,5 Slots
zusätzliche Stromanschlüsse 2x 8-Pin
Lüfterdurchmesser 3x 100 mm
Display-Anschlüsse

3x HDMI 2.0b
3x Displayport 1.3/1.4
1x Dual-Link-DVI

Lüfter aus im Idle Ja (ab 46 °C)

» zur Galerie

Bis auf die herausstehenden Kontakte des PCI-Express-Steckplatzes ist von der Karte selbst eigentlich recht wenig zu sehen. Der massive Kühler deckt das komplette PCB ab. Auf den Lüfternaben sowie in der Mitte sind das "AORUS"-Logo bzw. der dazugehörige Schriftzug zu sehen. Die hellen, gekreuzten Leisten sind mit den RGB-LEDs bestückt – aber auch auf die Beleuchtung gehen wir noch genauer ein.

» zur Galerie

Die drei Lüfter der Gigabyte GeForce GTX 1080 Ti Xtreme Edition 11G haben allesamt einen Durchmesser von 100 mm. Im Idle-Zustand bleiben alle drei Lüfter stehen. Dies geschieht bei einer GPU-Temperatur von 47 °C. Steigt diese aufgrund der Last auf 56 °C an, beginnen die Lüfter mit ihrer Arbeit und drehen dabei mit 1.540 Umdrehungen pro Minute. Dies entspricht etwa 50 % der maximal möglichen Drehzahl der Lüfter. Gigabyte könnte sie also noch deutlich schneller drehen lassen. Bevor die Lüfter komplett stillstehen, laufen sie mit etwa 800 RPM. Danach fällt die Drehzahl rapide ab. Die Lüfterkurve hätte Gigabyte gerne etwas sanfter einstellen können.

Da nicht alle drei Lüfter mit einem Durchmesser von 100 mm mit der Länge der Karte zusammenpassen würden, hat Gigabyte den mittleren Lüfter nach unten versetzt. Da auch dies nicht vollständig möglich ist, flacht Gigabyte die Lüfterblätter des mittleren Lüfters an den Enden etwas ab. Somit liegen diese übereinander. Der mittlere Lüfter dreht sich zudem in umgekehrter Richtung und soll den Luftstrom somit beschleunigen.

» zur Galerie

Die zusätzliche Stromversorgung der Karte erfolgt über zwei 8-Pin-Anschlüsse. Diese liefern laut ATX-Spezifikation jeweils 150 W. Der PCI-Express-Steckplatz liefert zusätzliche 75 W, sodass die Karte insgesamt auf 375 W kommt. Dies sind aber nur theoretische Werte, denn die Steckerverbindungen und Kabel sind in der Lage deutlich höhere elektrische Leistungen zu vertragen. Da Gigabyte das Power-Target auf 250 W belassen hat, stellen die theoretischen 375 W also kein Problem dar. Erhöht man das Power-Target aber auf die maximalen +50 %, landen wir aber genau auf den besagten 375 W.

» zur Galerie

Auf einer jeden GeForce GTX 1080 Ti obligatorisch sind die beide SLI-Anschlüsse. Mit entsprechender Brücke können zwei bis vier dieser Karten in einem Multi-GPU-System betrieben werden. Aufgrund einer Einschränkung von DirectX 12 sowie der Tatsache, dass bereits eine der Karte einen hohen dreistelligen Betrag kostet, dürften wir selten mehr als zwei dieser Karten in einem System sehen.

» zur Galerie

Eines der Highlights der Karte ist sicherlich die kleine GPU-Backplate aus Kupfer, die sich auf dem rückseitigen Bereich der GPU befindet. Mit dieser Maßnahme möchte Gigabyte eventuelle Hotspots in diesem Bereich minimieren. Über die Sinnhaftigkeit lässt sich sicherlich streiten, denn auch wenn der rückseitige Bereich oft sehr warm wurde, so dürfte dies in der Praxis kein großes Problem dargestellt haben. In den Temperaturmessungen für die GPU konnten wir keinerlei Unterschiede feststellen. Im Vergleich zu früheren Versionen hat Gigabyte die Größe der Kupfer-Backplate etwas verringert.

» zur Galerie

Auf der Backplate befindet sich ein AORUS-Logo, welches durch eine RGB-LED zum Erleuchten gebracht wird. Gesteuert wird dies über die Software von Gigabyte und hier stehen verschiedene Effekte zur Verfügung.

» zur Galerie

Auf der Stirnseite der Karte sind einige Elemente der Beleuchtung zu erkennen. Darunter der AORUS-Schriftzug mit dem dazugehörigen Logo, welches das eines ägyptischen Gottes darstellen soll. Rechts davon ist der kleine Fan-Stop-Schriftzug zu erkennen, der immer dann aufleuchtet, wenn die drei Lüfter stillstehen.

» zur Galerie

Bei einem Blick auf die Rückseite wird der überstehende Bereich des Kühlers deutlich. Etwa 30 mm ist der Kühler länger als das PCB. Die fünf Heatpipes, welche die Abwärme von der GPU über den Kühler verteilen sollen, enden auch dieser Stelle.

» zur Galerie

Etwas ungewöhnlich ist sicherlich die Konfiguration der Display-Ausgänge auf der Slotblende. Gigabyte bietet hier dreimal DisplayPort 1.3/1.4, zweimal HDMI 2.0 und einmal Dual-Link-DVI an. Einer der HMDI-Ausgänge steht aber nur wahlweise mit dem Dual-Link-Ausgang zur Verfügung. Beide Ausgänge können demnach nicht gleichzeitig verwendet werden.


» zur Galerie

Gigabyte verwendet sein eigenes PCB-Design für die GeForce GTX 1080 Ti Xtreme Edition 11G. Den zusätzlichen Platz auf dem PCB nimmt vor allem die aufgebohrte Spannungsversorgung ein. Diese befindet sich rechts von GPU und Speicher. Anhand der Überhöhung des PCBs nach den zusätzlichen Stromanschlüssen ist zu erkennen, dass Gigabyte hier ein gewisses Übermaß gewählt hat, wenngleich der Kühler diesen Platz so oder so eingenommen hätte.

» zur Galerie

Rings um die GP102-GPU befinden sich elf GDDR5X-Speicherchips aus dem Hause Micron. Diese kommen jeweils auf eine Kapazität von 1 GB und sind bis zu einem Takt von 1.375 MHz spezifiziert. NVIDIA betreibt ihn auf der Titan Xp aber auch mit einem Takt von 1.425 MHz. Gigabyte belässt es allerdings bei den 1.375 MHz. 

» zur Galerie

Gigabyte verbaut eine 12+2 Spannungsversorgung. 12 Spannungsphasen kümmern sich um die GPU. Zwei weitere stehen für den Speicher zur Verfügung, befinden sich aber weit hinten auf dem PCB. Über den Spannungsphasen ist auch freies Lödpad zu erkennen, welches theoretisch für den zwölften Speicherchip zur Verfügung steht.

» zur Galerie

Im hinteren Bereich des PCBs befinden sich noch einige weitere Bauteile der Spannungsversorgung. Darunter sind auch einige Controller für den Boost-Mechanismus sowie Messschaltungen, die über Shunt-Widerstände den Stromfluss messen.

» zur Galerie

Wir haben die kleine auf der Rückseite installierte Kupferplatte einmal demontiert. Über ein Wärmeleitpad wird ein verbesserter Kontakt zwischen der Kupferplatte und dem PCB ermöglicht.

» zur Galerie

Auch den Kühler wollen wir uns anschauen. Auffällig ist dabei sicherlich die Tatsache, dass die Bodenplatte auf einer größeren Fläche aus Kupfer besteht. Damit sitzt nicht nur die GPU darauf auf, sondern auch die Speicherchips.

» zur Galerie

Durch die Bodenplatte laufen sechs Heatpipes, die ebenfalls aus Kupfer sind. Fünf der Heatpipes führen in den hinteren Bereich des Kühlers, eine transportiert die Wärme in den vorderen Bereich. Um auch einige weitere Komponenten, vor allem die VMRs und MOSFETs der Spannungsversorgung besser kühlen zu können, kontaktiert Gigabyte diese mittels Wärmeleitpads zum Kühler durch.

» zur Galerie

Über die optionale Software kann die Karte in drei Modi gebracht werden. Ausgeliefert wird sie im Gaming-Mode. Möglich ist aber auch die Auswahl des OC-Modes, den wir auch für die Tests verwendet haben. Die Taktraten haben wir auf Seite eins beschrieben. Ebenfalls noch zur Wahl steht der Silent-Mode. Über die Software ist auch die Steuerung der LED-Beleuchtung möglich. Dabei kann der Nutzer verschiedene Farben und Effekte auswählen. In einer Animation wird der entsprechende Effekt gleich dargestellt. Ein Video zeigt die Beleuchtung in Aktion:


Ein Hersteller, der in unseren Tests noch nicht allzu oft aufgetreten ist, ist KFA2. Hierzulande ist der Hersteller besonders für seine weißen Karten bekannt. Auch in diesem Test befindet sich ein solches Modell, auf das wir später noch einen genauen Blick werfen wollen. Den Anfang aber macht die KFA2 GeForce GTX 1080 Ti EXOC.

» zur Galerie

Der GPU-Screenshots bestätigt die technischen Daten der KFA2 GeForce GTX 1080 Ti EXOC noch einmal.

Bevor wir auf die Details der Karte eingehen, werfen wir noch einen Blick auf das Taktverhalten der Karte unter Last. Mit den Boost-Mechanismen kommt in die Messungen eine gewisse Dynamik und auch wird es wichtig sich genauer anzuschauen, welchen Takt die Karte unter Last halten kann.

Gegenüberstellung von Temperatur und Takt
Spiel Temperatur Takt
The Witcher 3: Wild Hunt 66 °C 1.898 MHz
Rise of the Tomb Raider 65 °C 1.911 MHz
Hitman 66 °C 1.911 MHz
Far Cry Primal 66 °C 1.911 MHz
DiRT Rallye 66 °C 1.898 MHz
Anno 2205 65 °C 1.898 MHz
The Division 66 °C 1.898 MHz
Fallout 4 66 °C 1.911 MHz
DOOM 66 °C 1.898 MHz

Die KFA2 GeForce GTX 1080 Ti EXOC zeigt bereits hier erstaunliche Ergebnisse. Die GPU-Temperatur ist mit maximalen 66 °C erstaunlich niedrig und gleichzeitig liegt der Boost-Takt bei maximalen 1.911 MHz. Damit ist die Karte weitaus schneller als viele Modelle, die auf dem Papier zunächst schneller sein sollten. Bevor wir uns nun die Karte aus allen Winkeln anschauen, werfen wir noch einen Blick auf die wichtigsten technischen Daten in Form von Abmessung und Kühlung.

KFA2 GeForce GTX 1080 Ti EXOC
Länge des PCBs 267 mm
Länge mit Kühler 267 mm
Slothöhe 2 Slots
zusätzliche Stromanschlüsse 1x 8-Pin
1x 6-Pin
Lüfterdurchmesser 2x 90 mm
Display-Anschlüsse

3x Displayport 1.3/1.4
1x HDMI 2.0b

Lüfter aus im Idle Ja (ab 44 °C)

» zur Galerie

Die KFA2 GeForce GTX 1080 Ti EXOC wirkt bei weitem nicht so aufwendig, wie das bei vielen High-End-Modellen der Fall ist. Die Betrachtungen der Temperatur und des Taktes haben aber bereits gezeigt, dass sich hinter diesem zurückhaltenden Design eine womöglich doch sehr schnelle Karte verbirgt.

» zur Galerie

Nicht schwarz, sondern ein Nachtblau hat KFA2 für seine Karte gewählt. Neben den weißen Karten ist diese Farbwahl sicherlich nicht ganz uninteressant, da sie einen Unterschied zur Konkurrenz aufzeigt. Auf der Backplate findet das Design seine Fortsetzung. KFA2 verwendet keine komplett geschlossene Backplate, sondern sieht einige Öffnungen vor.

» zur Galerie

Die beiden Lüfter mit einem Durchmesser von 90 mm beginnen erst ab einer GPU-Temperatur von 50 °C mit ihrer Arbeit. Sinken die Last und damit die Temperatur wieder, schalten sich die Lüfter ab 44 °C wieder ab. Die maximale Drehzahl der Lüfter lag unter Last bei 1.033 RPM.

» zur Galerie

Die beiden SLI-Anschlüsse ermöglichen den Aufbau eines Multi-GPU-Systems. Da der Kühler nur eine Höhe von zwei Slots aufweist, ist der Aufbau eines solchen Systems grundsätzlich problemlos möglich und der Kühler ist kein Hindernis dafür.

» zur Galerie

Jeweils ein 8-Pin- und ein 6-Pin-Anschluss sollen zur Versorgung der Karte ausreichen. Zusammen mit dem PCI-Express-Steckplatz kann die Karte damit bis zu 300 W aufnehmen – zumindest laut ATX-Spezifikation.

» zur Galerie

Auf der Backplate befindet sich direkt hinter der GPU eine Aufschrift, die vor einer hohen Oberflächentemperatur warnt. Im Betrieb wurde dieser Bereich zwar sehr warm, aber nicht gefährlich warm. Dennoch schadet es sicherlich nicht, auch auf Grafikkarten vor heißen Oberflächen zu warnen – sei es auch nur Designgründen.

» zur Galerie

Das KFA2 das Referenzdesign der GeForce GTX 1080 Ti verwendet, wird auch bei einem Blick auf die Slotblende deutlich. Hier zu finden sind dreimal DisplayPort 1.3/1.4 und einmal HDMI 2.0b. Verzichten muss die Karte auf den Dual-Link-DVI-Anschluss.

» zur Galerie

Am deutlichsten wird das Referenzdesign natürlich, wenn man den Kühler einmal entfernt.

» zur Galerie

Der Kühlkörper besteht aus einer Bodenplatte aus Kupfer. Durch diese führen vier Heatpipes, welche die Abwärme in den Kühlkörper abführen. Eingebettet ist diese Kupferplatte in einen Metallrahmen, auf dem auch die elf Speicherchips aufliegen. Für diese und weitere Komponenten, vor allem die der Strom- und Spannungsversorgung, verwendet KFA2 Wärmeleitpads.

» zur Galerie

Für einen besseren Kontakt zwischen GPU und Kühlkörper verwendet KFA2 eine relativ feste Wärmeleitpaste. Von dieser befindet sich ausreichend viel auf der Karte – vielleicht sogar etwas zu viel.


Die zweite Karte aus dem Hause KFA2 ist sicherlich immer wieder ein Highlight. Es handelt sich um eine "Hall of Fame"-Edition, die eine Speerspitze für alle Grafikkarten darstellen soll. Die Karte soll aus zwei Gründen auf sich aufmerksam machen: Design und Leistung. Welche dieser Ansprüche sie erfüllen kann, schauen wir uns nun an.

Bevor wir auf die Details der Karte eingehen, werfen wir noch einen Blick auf das Taktverhalten der Karte unter Last. Mit den Boost-Mechanismen kommt in die Messungen eine gewisse Dynamik und auch wird es wichtig sich genauer anzuschauen, welchen Takt die Karte unter Last halten kann.

Gegenüberstellung von Temperatur und Takt
Spiel Temperatur Takt
The Witcher 3: Wild Hunt 73 °C 1.974 MHz
Rise of the Tomb Raider 74 °C 1.961 MHz
Hitman 74 °C 1.974 MHz
Far Cry Primal 74 °C 1.974 MHz
DiRT Rallye 73 °C 1.961 MHz
Anno 2205 74 °C 1.961 MHz
The Division 74 °C 1.974 MHz
Fallout 4 74 °C 1.974 MHz
DOOM 74 °C 1.974 MHz

Die KFA2 GeForce GTX 1080 Ti Hall of Fame kann bei einer GPU-Temperatur von maximal 74 °C einen Boost-Takt von bis zu 1.974 MHZ erreichen, was sie gleichzeitig auf dem Papier zu einer der schnellsten Karten ab Werk macht. Ihr Potenzial kann die Karte aber sicherlich nur dann ausreizen, wenn sie alternativ gekühlt wird. Bevor wir uns nun die Karte aus allen Winkeln anschauen, werfen wir noch einen Blick auf die wichtigsten technischen Daten in Form von Abmessung und Kühlung.

KFA2 GeForce GTX 1080 Ti Hall Of Fame
Länge des PCBs 313 mm
Länge mit Kühler 290 mm
Slothöhe 3 Slots
zusätzliche Stromanschlüsse 3x 8-Pin
Lüfterdurchmesser 3x 900 mm
Display-Anschlüsse

3x Displayport 1.3/1.4
1x HDMI 2.0b
1x Dual-Link-DVI

Lüfter aus im Idle Nein

» zur Galerie

Rein optisch zeigt die KFA2 GeForce GTX 1080 Ti Hall of Fame bereits auf den ersten Blick, dass es sich in diesem Bereich um eine besondere Karte handelt. KFA2 hält die Karte komplett weiß – vom PCB bis hin zum Kühler. Auf den drei Lüfternaben prangt dann auch gleich der HOF-Schriftzug. Der mittlere Lüfter wird durch eine entsprechende Krone ausgeschmückt. Das Design muss nicht gefallen und oft verschwindet die Grafikkarte auch in einem geschlossenen Gehäuse oder aber der Kühler wird ohnehin entfernt.

» zur Galerie

Da KFA2 auf der Rückseite eine Backplate aus gebürstetem Aluminium verwendet, glänzt die Karte hier etwas silbern. Es bleibt aber bei der grundsätzlichen Ausrichtung zu einer hellen Optik. Viele andere Hersteller setzen auf dunkle Farben. Der Kontrast der KFA2 GeForce GTX 1080 Ti HOF fällt daher besonders stark ins Auge. Die Backplate aus Aluminium hat allerdings nicht nur optisch ihre Daseinsberechtigung, sondern soll einen möglichst hohen Gegendruck zum schweren Kühler auf der Vorderseite darstellen. Damit der Anpressdruck auf der GPU möglichst gleichmäßig verteilt werden kann, ist eine Backplate unerlässlich. Außerdem sorgt sie für mechanische Stabilität der Karte und schützt diese vor Beschädigungen.

Um das hohe Gewicht nicht nur am PCI-Express-Slot sowie der Slotblende tragen zu müssen, legt KFA2 dem Lieferumfang eine Stützstange bei. Diese kann ausgezogen und auf das jeweilige Maß angepasst werden. An die Karte geklemmt, kann sie einen Großteil des Gewichtes abfangen. Die Stützstange besteht aus Aluminium und macht einen hochwertigen Eindruck.

» zur Galerie

Die drei Lüfter auf der Karte kommen alle auf eine Durchmesser von 90 mm. Ein Abschalten der Lüfter sieht der Hersteller nicht vor und dies ist auch schon der größte Kritikpunkt an der Karte, denn viele Konkurrenten bieten diese Funktion und der Nutzer nimmt sie auch gerne entgegen. Per BIOS-Switch kann auf eine andere Lüftersteuerung umgeschaltet werden. Dann drehen die Lüfter ständig mit 3.080 RPM, egal ob die GPU gerade belastet wird oder nicht. Damit trägt KFA2 dem Umstand Rechnung, dass die Karte auf maximale Leistung ausgelegt ist. Wer sich für das alternative BIOS entscheidet, will die niedrigsten GPU-Temperaturen erreichen, um die Karte möglichst hoch takten zu können.

» zur Galerie

Auf der Stirnseite der Karte befindet sich ein Display, welches einige Informationen der Karte darstellen kann. Diese wären:

» zur Galerie

Die Ambitionen beim Overclocking werden sicherlich auch dann ersichtlich, wenn man einen Blick auf die zusätzlichen Stromanschlüsse wirft. Von diesen verwendet KFA2 auf der GeForce GTX 1080 Ti Hall of Fame gleich drei. Über diese drei 8-Pin-Anschlüssen kann die Karte theoretisch mit 525 W versorgt werden. Dies ist natürlich nur ein rein theoretischer Wert aufgrund der PCI-Express-Spezifikationen. Netzteile, Kabelverbindungen und Stecker können auch deutlich mehr verkraften.

» zur Galerie

Obligatorisch sind die zwei SLI-Anschlüsse, die es theoretisch möglich machen mehrere dieser Karten in einem SLI-Verbindung zu betreiben. Da wir hier aber von einer Karte sprechen, die fast 900 Euro kostet, dürften die wenigsten Nutzer von dieser Option Gebrauch machen.

» zur Galerie

Auf der Backplate der Karte befinden sich auch einige Aufschriften und Logos, darunter das HOF-Logo, aber auch ein Schriftzug, der vor einer zu heißen Oberfläche warnt. Das diese auch in der Praxis sehr heiß werden, können wir nicht bestätigen. Darauf hinzuweisen schadet aber sicherlich nicht.

» zur Galerie

Im hinteren Bereich der Karte ist zu erkennen, dass der Kühler weit über das PCB hinaussteht. Dieses ist nur 290 mm lang, die Karte selbst kommt aber fast auf 320 mm. Hier ebenfalls zu sehen sind die Endpunkte einiger Heatpipes, welche die Abwärme von der GPU abführen und in den Kühlkörper leiten.

» zur Galerie

Auf der Slotblende finden wir die üblichen Display-Anschlüsse. Dies wären dreimal DisplayPort 1.3/1.4 sowie jeweils einmal HDMI 2.0b und Dual-Link-DVI. Hinzu kommt ein kleiner Taster, über den sich die Karte immer wieder in die Standardeinstellungen bringen lässt.


» zur Galerie

Wird der Kühler der Karte entfernt, zeigt sich die KFA2 GeForce GTX 1080 Ti HOF in ihrer vollen Pracht. Dies bezieht sich natürlich auf das weiße PCB. Zunächst einmal wird unter dem Kühler aber die Abdeckung auf der Vorderseite des PCBs sichtbar. Auch hier verwendet KFA2 Aluminium und deckt neben den Speicherchips auch einige weitere wichtige Komponenten der Strom- und Spannungsversorgung ab. Dies wird vor allem im hinteren Bereich der Karte deutlich.

» zur Galerie

Wird zudem die Abdeckung auf der Front entfernt, zeigt sich das komplette PCB. Ein weißes PCB ist ein Alleinstellungsmerkmal der Karte und wird so von keinem Hersteller als dauerhaftes Feature angeboten. Nun lässt sich sicherlich darüber streiten, wie sinnvoll dies sein mag, denn eine höhere Leistung wird damit nicht erreicht, rein optisch macht ein weißes PCB aber einiges her und auch auf diesen Umstand legen viele Nutzer inzwischen großen Wert.

» zur Galerie

Das längere und höhere PCB wird durch die ausgebaute Strom- und Spannungsversorgung notwendig. Andere Bereiche der Bestückung des PCBs profitieren davon nicht bzw. hier wäre dies nicht notwendig. Daher ergeben sich teilweise große Lücken zwischen den Komponenten und Bauteilen. Die Beschriftungen auf dem PCB sind nicht immer direkt in der Form lesbar, womit sie kaum Aufschluss über die besondere Funktion der dazugehörigen Komponenten geben.

» zur Galerie

Was bei einer solchen Karte natürlich nicht fehlen darf, sind OC-Funktionen wie Spannungsmesspunkte. An diese lässt sich Spannung von Speicher, GPU und PCI-Express-Interface ablesen. KFA2 hat die Spannungsmesspunkte durchkontaktiert, sodass sie sowohl von der Vorder- wie auch der Rückseite zugänglich sind.

» zur Galerie

Weitere wichtige Komponenten der Strom- und Spannungsversorgung befinden sich im hinteren Bereich des PCBs. Hier sind einige niederohmige Shunt-Widerstände vorhanden, die zur Messung des Stromflusses vorgesehen sind. Ansonsten befinden sich hier einige Anschlüsse für die Lüfter sowie die Beleuchtung der Karte.

» zur Galerie

Aus technischer Sicht ist sicherlich die Spannungsversorgung ein Highlight. Diese hatte NVIDIA in der Referenzversion schon verbessert und setzte auf sieben, doppelt bestückte Phasen, also 14 Dual-FETs, die bis zu 250 A liefern können. Durch die neue Bestückung mit Dual-FETs steigert NVIDIA auch die Effizienz der Karte. KFA2 geht nun aber noch einen Schritt weiter und verbaut sogar 16+3 Spannungsphasen, von denen sich 16 um die GPU und drei um den Speicher kümmern.

» zur Galerie

Die Kühlung erfolgt natürlich primär über den Kühlkörper, einen Beitrag leisten aber auch die Front- und Backplate, daher haben wir diese noch einmal gesondert abgelichtet. Die Kühlung der GPU erfolgt zunächst über eine eingelassene Kupferplatte. Über dieser verlaufen fünf Heatpipes. Diese führen die Abwärme in den Kühlkörper, wo sie dann an die Umgebungsluft abgegeben werden kann. Anders als bei einigen anderen Karten setzt KFA2 auf das klassische Prinzip einer Kupferbasisplatte und die Heatpipes, die nicht direkt auf der GPU aufsitzen.


Auch MSI ist einer der Hersteller, die fast eine zweistellige Anzahl an 1080-Ti-Modellen anbieten. Mit der GeForce GTX 1080 Ti Gaming X 11G schauen wir uns eines der schnellsten aus diesem Hause an, einzig die GeForce GTX 1080 Ti Lightning sollte noch etwas schneller sein bzw. bietet ein auf dem Papier höheres Overclocking-Pontenzial.

» zur Galerie

Der GPU-Screenshots bestätigt die technischen Daten der MSI GeForce GTX 1080 Ti Gaming X 11G noch einmal.

Bevor wir auf die Details der Karte eingehen, werfen wir noch einen Blick auf das Taktverhalten der Karte unter Last. Mit den Boost-Mechanismen kommt in die Messungen eine gewisse Dynamik und auch wird es wichtig sich genauer anzuschauen, welchen Takt die Karte unter Last halten kann.

Gegenüberstellung von Temperatur und Takt
Spiel Temperatur Takt
The Witcher 3: Wild Hunt 70 °C 1.898 MHz
Rise of the Tomb Raider 70 °C 1.809 MHz
Hitman 70 °C 1.911 MHz
Far Cry Primal 69 °C 1.885 MHz
DiRT Rallye 70 °C 1.885 MHz
Anno 2205 70 °C 1.898 MHz
The Division 70 °C 1.911 MHz
Fallout 4 69 °C 1.885 MHz
DOOM 70 °C 1.898 MHz

In der Praxis bewegt sich der Boost-Takt der MSI GeForce GTX 1080 Ti Gaming X 11G immer im Bereich knapp unter oder über den 1.900 MHz. Mal sind es 1.911, mal 1.885 MHz. Damit gehört die Karte zu den schnellsten, ist aber nicht die schnellste Karte in diesem Vergleich. Es zeichnen sich gewisse Klassen ab, in denen die einzelnen Modelle takten. Es gibt solche, die mit 1.950 MHz und etwas mehr daher kommen und dann einen großen Block um die 1.900 MHz. So richtig absetzen kann sich hier keine Karte und so entscheiden sicherlich häufig auch andere Argumente. Bevor wir uns nun die Karte aus allen Winkeln anschauen, werfen wir noch einen Blick auf die wichtigsten technischen Daten in Form von Abmessung und Kühlung.

MSI GeForce GTX 1080 Ti Gaming X 11G
Länge des PCBs 290 mm
Länge mit Kühler 290 mm
Slothöhe 2,5 Slots
zusätzliche Stromanschlüsse 2x 8-Pin
Lüfterdurchmesser 2x 100 mm
Display-Anschlüsse

3x Displayport 1.3/1.4
2x HDMI 2.0b
1x Dual-Link-DVI

Lüfter aus im Idle Ja (ab 50 °C)

» zur Galerie

Zunächst einmal bleibt das grundsätzliche Design der Karte festzuhalten: Zwei große Lüfter trennen die Karte farblich in zwei Bereiche: Rot und Schwarz. Auf den Lüfternaben prangert der MSI-Gaming-Drache. Ansonsten wirkt die Karte zunächst einmal recht unspektakulär – man könnte fast ein Referenzlayout des PCBs vermuten, auf dem einfach ein eigener Kühler verbaut ist. Dass dies nicht der Fall ist, werden wir später sehen.

» zur Galerie

Auch die Rückseite wirkt noch wenig spektakulär, denn hier kommt eine zunächst einmal komplett schwarze Backplate zum Einsatz, auf der im hinteren Bereich wieder der MSI-Drache aufgebracht ist und die im vorderen Bereich einige Öffnungen besitzt. Dies soll einen Hitzestau unter der Backplate verhindern.

» zur Galerie

Die beiden Lüfter des Twin-Frozr-V-getauften Lüfters kommen auf einen Durchmesser von jeweils 100 mm. Unter Last drehen sie mit einer maximalen Drehzahl von 1.380 RPM, was rund 50 % ihrer Maximaldrehzahl entspricht. Steigt die GPU-Temperatur auf 66 °C und mehr an, beginnen die beiden Lüfter mit ihrer Arbeit. Sinkt die GPU-Temperatur unter einen Wert von 50 °C schalten sie sich wieder ab. Sowohl das Hochdrehen, wie auch das Verlangsamen finden gemächlich und ohne große Sprünge statt.

» zur Galerie

Eigentlich müssen wir nicht mehr genauer darauf eingehen, vielleicht aber liest nur jemand diese Seite, weil ihn die MSI GeForce GTX 1080 Ti Gaming X 11G interessiert und daher sei auch hier erwähnt: Über die beiden SLI-Anschlüsse können bis zu vier dieser Karten in einem Multi-GPU-System zusammengefasst werden. In der Praxis wird man aber selten mehr als zwei Karten in einem System finden.

» zur Galerie

Neben den 75 W, die über den PCI-Express-Steckplatz geliefert werden können, wird die Karte auch noch über zwei 8-Pin-Anschlüsse versorgt, die noch einmal jeweils 150 W beisteuern können. Damit liegt die theoretische Aufnahme bei 375 W, allerdings liegt das Power-Limit der Karte bei 250 W und kann auch per Overclocking nur auf 300 W angehoben werden. Mit extremeren Maßnahmen sind allerdings auch deutlich mehr möglich.

» zur Galerie

Am hinteren Ende der Karte ist sehr schön deren Aufbau zu sehen. Unten beginnt alles mit der Backplate, darauf folgt das PCB der Karte und darauf sitzt der Kühlkörper. Der Aluminiumkühlkörper wird von Heatpipes durchzogen, die an dieser Stelle enden.

» zur Galerie

Noch besser ist dies bei einem seitlichen Blick zu erkennen, bei dem auch der zweiteilige Aufbau des Kühlers sichtbar wird. Dieser teilt sich in einen hinteren und vorderen Bereich auf, die auch unabhängig voneinander mit den Heatpipes versorgt werden.

» zur Galerie

Der Kühlkörper mit seinen Heatpipes sitzt allerdings nur auf der GPU auf. Komponenten wie die der Strom- und Spannungsversorgung sollen aber dennoch versorgt werden. MSI sieht hier eine Frontplate vor, welche die wichtigsten dieser Komponenten abdeckt.

» zur Galerie

Bei einem Blick auf die Slotblende werden auch die Dimensionen der Karte deutlich. Es handelt es sich um eine 2,5-Slot hohe Karte, die auch in der Höhe deutlich über die sonst üblichen 100 - 110 mm hinausragt. Wo MSI diesen Platz auf dem PCB benötigt, werden wir später noch sehen. Am wichtigsten sind aber sicherlich die Anschlüsse auf der Slotblende. Hier sieht MSI jeweils einmal HDMI 2.0b und Dual-Link-DVI vor. Hinzu kommen dreimal DisplayPort 1.3/1.4.

» zur Galerie

Ein kleines Detail des PCBs lässt sich direkt über der Slotblende erkennen. Hier sind einige Lötpunkte zu sehen, die mal einen zusätzlichen Anschluss hätten bilden können. Eventuell wird er in der Fertigung für das Flashen des BIOS verwendet oder aber das PCB wird in dieser Form auch auf der Lightning-Karte verwendet und dort benötigt.


» zur Galerie

Zunächst haben wir nur den Kühler entfernt, der nur auf der GPU aufsitzt. Daraufhin wird die Frontplate sichtbar. Entfernt man auch diese, zeigt sich das PCB in voller Pracht.

» zur Galerie

Rings um die GPU sind 11 GDDR5X-Speicherchips platziert, die alle in etwa den gleichen Abstand zur GPU haben. Dies soll die Signallaufzeiten ähnlich halten. Ein zwölftes Pad für einen zwölften GDDR5X-Chip wäre ebenfalls vorhanden, kommt bei der GeForce GTX 1080 Ti aber nicht zum Einsatz. Die Speicherchips stammen allesamt vom NVIDIA-Partner Micron.

» zur Galerie

Oberhalb der GPU und der obersten Reihe der Speicherchips ist viel Platz auf dem PCB vorhanden. MSI nutzt diese Höhe in einem anderen Bereich, den wir uns später noch genauer anschauen werden. An dieser Stelle ist nur ein einzelner Lüfteranschluss zu sehen, der diesen Platz sicherlich nicht benötigt hätte.

» zur Galerie

MSI nutzt wie gewohnt nach eigenen Angaben hochwertige Komponenten in der Strom- und Spannungsversorgung. Insgesamt vorhanden sind acht Spannungsphasen, bestückt mit VRMs, Kondensatoren und Spulen, die hier mit SFC beschriftet sind.

» zur Galerie

Im hinteren Bereich sind ebenfalls noch einige wichtige Komponenten vorhanden. Dazu gehören auch einige Shunt-Widerstände, die besonders niederohmig sind und zur Messungen des Stromflusses dienen. Aber auch auf diesem Bild ist eigentlich noch viel Platz zu sehen – ein Bild, welches wir von den Referenzboards nicht kennen.

» zur Galerie

Die Dimensionen des PCBs werden auch beim Blick auf die Rückseite noch einmal deutlich. Auch hier befinden sich noch einige wichtige Bauteile, die sonst von der Backplate verdeckt sind. Ganz links ist auch ein besonders flacher Anschluss zu erkennen, über den die LED-Beleuchtung angesteuert wird.

» zur Galerie

Ein Blick auf den Kühler zeigt die großen Flächen, die direkten Kontakt zu den Komponenten suchen. Dazu gehört die GPU selbst, aber auch einige Komponenten der Spannungsversorgung (im Bild links). Die GPU selbst sitzt auf einer vernickelten Kupferplatte auf, durch die einige Heatpipes führen.

» zur Galerie

Während bei der GPU Wärmeleitpaste zum Einsatz kommt, verwendet MSI bei den übrigen Komponenten Wärmeleitpads. Die insgesamt fünf Heatpipes weisen unterschiedliche Stärken auf. Während vier auf 6 mm kommen, ist die fünfte mit einem Durchmesser von 10 mm deutlich größer.

» zur Galerie

Über die MSI Gaming App lässt sich auch das LED-Modul ansteuern. Hier stehen verschiedene Effekte zur Verfügung und die RGB-LEDs machen 16,7 Millionen Farben zugänglich.


Bereits die Ankündigung der Palit GeForce GTX 1080 Ti GameRock Premium Edition hat für Aufsehen gesorgt, denn ein Novum sind sicherlich die vier gegenläufigen Lüfter, die für eine verbesserte Kühlung sorgen sollen. Damit hebt sich Palit in jedem Fall von der Konkurrenz ab. Zunächst sei aber auch erwähnt, dass Palit die Karte anfänglich mit einem Power-Limit von 300 W ausliefern wollte. Allerdings gab es im Zusammenspiel mit der Kühlung einige Probleme, so dass Palit das Power-Limit per BIOS-Update auf 250 W reduziert hat. Wir haben uns diese modifizierte Fassung mit 250 W einmal genauer angeschaut.

» zur Galerie

Der GPU-Screenshots bestätigt die technischen Daten der Palit GeForce GTX 1080 Ti GameRock Premium Edition noch einmal.

Bevor wir auf die Details der Karte eingehen, werfen wir noch einen Blick auf das Taktverhalten der Karte unter Last. Mit den Boost-Mechanismen kommt in die Messungen eine gewisse Dynamik und auch wird es wichtig sich genauer anzuschauen, welchen Takt die Karte unter Last halten kann.

Gegenüberstellung von Temperatur und Takt
Spiel Temperatur Takt
The Witcher 3: Wild Hunt 70 °C 1.936 MHz
Rise of the Tomb Raider 71 °C 1.936 MHz
Hitman 71 °C 1.923 MHz
Far Cry Primal 71 °C 1.923 MHz
DiRT Rallye 70 °C 1.923 MHz
Anno 2205 71 °C 1.936 MHz
The Division 71 °C 1.936 MHz
Fallout 4 71 °C 1.936 MHz
DOOM 71 °C 1.923 MHz

Mit einem Boost-Takt von 1.932 bzw. 1.936 MHz bewegt sich die Palit GeForce GTX 1080 Ti GameRock Premium Edition im oberen Bereich des Testfeldes. Auch sie ist nicht die schnellste Karte, das muss sie aber auch vielleicht nicht sein, denn ein paar Megahertz mehr zeigen sich nur in den Benchmarks, machen für den Spieler aber keinen großen Unterschied. Bevor wir uns nun die Karte aus allen Winkeln anschauen, werfen wir noch einen Blick auf die wichtigsten technischen Daten in Form von Abmessung und Kühlung.

Palit GeForce GTX 1080 Ti GameRock Premium Edition
Länge des PCBs 270 mm
Länge mit Kühler 285 mm
Slothöhe 2,5 Slots
zusätzliche Stromanschlüsse 2x 8-Pin
Lüfterdurchmesser 4x 100 mm
Display-Anschlüsse

3x Displayport 1.3/1.4
1x HDMI 2.0b
1x Dual-Link-DVI

Lüfter aus im Idle Ja (ab 50 °C)

» zur Galerie

Das GameRock TurboJET4 getaufte Kühlerdesign zeigt auf den ersten Blick nur zwei Lüfter. Dies liegt daran, dass bei dieser Karte zwei Lüfter übereinandersitzen, die gegenläufig arbeiten. Diese Maßnahme soll dazu führen, dass das Luftvolumen vergrößert wird, die Geräuschkulisse soll sich aber gleichzeitig reduzieren. Allerdings dürften zwei gegenläufige Lüfter auch dafür sorgen, dass der Luftstrom deutlich stärker verwirbelt wird. Ob dies nur in der Theorie der Fall ist oder die Karten durch diese Maßnahme wirklich deutlich leiser werden, wird unter anderem dieser Test zeigen müssen.

» zur Galerie

Auf der Rückseite verwendet Palit eine Backplate aus Aluminium, die komplett in Schwarz gehalten ist. Darauf prangt unter anderem das GameRock-Logo. Der rückseitige Bereich der GPU ist mit einer Öffnung versehen, in der auch die Halteklammer zu sehen ist, welche das Gegenstück zum Kühlkörper darstellt.

» zur Galerie

Die jeweils zwei gegenläufigen Lüfter sind sicherlich das Highlight der Karte. Sie sollen den Luftstrom erhöhen, der durch den Kühler geblasen wird. Auch ein Abschalten der Lüfter sieht Palit vor. Liegt die GPU-Temperatur bei unter 50 °C, drehen die Lüfter nicht mehr. Nimmt die Last zu, beginnen die Lüfter ab einer Temperatur von 62 °C mit ihrer Arbeit.

» zur Galerie

Über zwei zusätzliche 8-Pin-Anschlüsse wird die Karte mit Strom versorgt. Zusammen mit dem PCI-Express-Steckplatz kann die Karte damit theoretisch 375 W aufnehmen. Bei einem Power-Limit von 250 W wirkt dies recht überdimensioniert, auch wenn ein Overclocking angewendet werden soll.

» zur Galerie

GameRock ist eine neue Marke des Anbieters Palit, der bisher meist für seine JetStream-Karten bekannt ist. Auch ein solches Modell haben wir uns angeschaut, dazu aber dann später mehr.

» zur Galerie

Die beiden SLI-Anschlüsse werden wir in diesem Artikel nicht mehr los, denn jede GeForce GTX 1080 Ti besitzt zwei dieser Anschlüsse, die mit einer entsprechenden Brücke versehen, ein Multi-GPU-System mit zwei, drei oder vier Karten möglich machen.

» zur Galerie

Im rückseitigen Bereich der GPU sind einige Bauteile zu erkennen, die sich vor allem um die Versorgung der GPU kümmern. Insgesamt wirkt die Rückseite der Karte aber weniger aufgeregt, als dies bei einigen Konkurrenten der Fall ist. Vor allem verzichtet man hier auf beleuchtete Elemente.

» zur Galerie

Allerdings sind auch einige Besonderheiten zu erkennen, wie hier einige Spanungsmesspunkte. Diese kennt man eigentlich nur von ausdrücklich für das Overclocking vorgesehenen Karten, sie können aber auch auf der Palit GeForce GTX 1080 Ti GameRock Premium Edition sinnvoll sein.

» zur Galerie

Auf der Stirnseite der Karte verwendet Palit dann dennoch ein beleuchtetes Element – den eigene Schriftzug. Steuern lässt sich diese Beleuchtung über eine eigenen Software, auf die wir auch noch einen Blick werfen wollen.

» zur Galerie

Auf der Slotblende sieht Palit die Standard-Bestückung mit jeweils einmal HDMI 2.0b und Dual-Link-DVI sowie dreimal DisplayPort 1.3/1.4 vor. An dieser Stelle ist auch noch einmal sehr schön zu erkennen, wie hoch der Kühler der Karte ist und wie weit das PCB über die Slotblende hinausragt.

» zur Galerie

Bei einem seitlichen Blick sehen wir auch noch einmal den Aufbau der Karte. Das PCB ist eingefasst zwischen einer Backplate und dem Kühlkörper. Diese sitzt aber nicht nur auf der GPU auf, sondern deckt auch einige andere Komponenten ab.

» zur Galerie

Die Rückseite der Karte zeigt noch einmal, dass das PCB zwar nur 285 mm lang ist, der Kühler aber etwas übersteht und die Karte damit auf eine Gesamtlänge von 300 mm kommt. Hier enden auch einige der Heatpipes. Etwas unschön ist sicherlich die Kabellegung für die Lüfter.


» zur Galerie

Natürlich haben wir auch bei dieser Karte den Kühler entfernt und werfen unter anderem einen Blick auf das nackte PCB. Auch wenn es den Eindruck macht: Palit setzt nicht auf das Referenz-PCB, sondern verwendet ein eigenes Design.

» zur Galerie

Auf obigem Bild sind sehr schön die Leiterbahnen zu erkennen, die zu den Speicherchips führen. Diese stammen allesamt aus dem Hause Micron und insgesamt sind 11 GDDR5X-Chips verbaut, die jeweils auf eine Kapazität von 1 GB kommen.

» zur Galerie

Am Beispiel der Palit GeForce GTX 1080 Ti GameRock Premium Edition kann man auch sehr schön erkennen, wie die Leiterbahnen zu den Display-Anschlüssen bzw. den vorgelagerten Zusatzchips führen. Sie müssen dazu um die GDDR5X-Speicherchips geleitet werden.

» zur Galerie

12+2 Spannungsphasen kümmern sich um die Versorgung von GPU und Speicher. Diese Spannungsphasen sind allerdings nicht allesamt untereinander angeordnet, sondern Palit baut acht direkt neben der GPU auf und verbaut die weiteren vier etwas nach hinten versetzt. Andere Hersteller überhöhen des PCB, um alle Spannungsphasen parallel aufbauen zu können.

» zur Galerie

Im hinteren Bereich des PCBs befinden sich neben den Spannungsphasen auch noch einige andere Komponenten der Spannungsversorgung. Auch wenn Palit die Marketing-Trommel dafür nicht derart rührt, wie dies andere Hersteller tun, so wird man auch hier auf derartig hochwertige Komponenten setzen, dass eine gewisse Belastung problemlos verkraftet werden kann.

» zur Galerie

Unter anderem direkt hinter den beiden 8-Pin-Anschlüssen sind zwei Shunt-Widerstände zu finden, die zur Strommessung eingesetzt werden. Ein weiterer befindet sich etwas weiter hinten im Verlauf der Strom- und Spannungsversorgung.

» zur Galerie

Der Kühler besteht aus einer Bodenplatte aus Kupfer, welche nur auf der GPU aufliegt. Dieser ist eingelassen in einen Aluminium-Block, der wiederum die Speicherchips abdeckt. Auch einige weitere Komponenten der Strom- und Spannungsversorgung werden durch den Kühler abgedeckt und hier setzt Palit Wärmeleitpads ein, um die Wärmeübergang zu optimieren.

» zur Galerie

Die Palit-eigene Software zur Steuerung der LEDs ist weniger umfangreich als bei vielen anderen Herstellern. Die LEDs lassen sie aber auch hier abschalten – falls die Beleuchtung überhaupt gar nicht verwendet werden soll. Ansonsten kommen auch hier einige Effekte zum Einsatz oder aber die Farbe lässt sich an die GPU-Temperatur koppeln.


Die Modellreihe der zweiten Karte von Palit erfreute sich für die früheren GPU-Versionen großer Beliebtheit. Mit den Super-JetStream-Karten bediente man regelmäßig das High-End-Segment, dies übernimmt nun aber die GameRock-Variante. Dennoch aber soll die Super JetStream ein rundes Gesamtpaket bieten, welches wir uns nun genauer anschauen wollen.

» zur Galerie

Der GPU-Screenshots bestätigt die technischen Daten der Palit GeForce GTX 1080 Ti Super JetStream noch einmal.

Bevor wir auf die Details der Karte eingehen, werfen wir noch einen Blick auf das Taktverhalten der Karte unter Last. Mit den Boost-Mechanismen kommt in die Messungen eine gewisse Dynamik und es wird auch wichtig, sich genauer anzuschauen, welchen Takt die Karte unter Last halten kann.

Gegenüberstellung von Temperatur und Takt
Spiel Temperatur Takt
The Witcher 3: Wild Hunt 72 °C 1.797 MHz
Rise of the Tomb Raider 72 °C 1.784 MHz
Hitman 71 °C 1.784 MHz
Far Cry Primal 71 °C 1.784 MHz
DiRT Rallye 72 °C 1.797 MHz
Anno 2205 71 °C 1.797 MHz
The Division 71 °C 1.797 MHz
Fallout 4 72 °C 1.784 MHz
DOOM 71 °C 1.797 MHz

Die etwas langsamere Einordnung der Karte wird auch beim Boost-Takt deutlich. Dieser bewegt sich zwischen 1.784 und 1.797 MHz und damit unterhalb der 1.800-MHz-Grenze. Das Power-Limit ist der beschränkende Faktor, denn mit einer GPU-Temperatur von 72 °C bleibt diese ausreichend gering. Bevor wir uns nun die Karte aus allen Winkeln anschauen, werfen wir noch einen Blick auf die wichtigsten technischen Daten in Form von Abmessung und Kühlung.

Palit GeForce GTX 1080 Ti Super Jetstream
Länge des PCBs 270 mm
Länge mit Kühler 285 mm
Slothöhe 2,5 Slots
zusätzliche Stromanschlüsse 2x 8-Pin
Lüfterdurchmesser 2x 100 mm
Display-Anschlüsse

3x Displayport 1.3/1.4
1x HDMI 2.0b
1x Dual-Link-DVI

Lüfter aus im Idle Ja (ab 50 °C)

» zur Galerie

Zunächst einmal wirkt die Super-JetStream- gar nicht so viel anders wie die GameRock-Karte – einzig bei der Farbgebung gibt es einige offensichtliche Unterschiede. Selbst der Durchmesser der Lüfter ist mit 100 mm identisch, wenngleich Palit bei der Super JetStream nur zwei Lüfter verwendet und derer nicht jeweils zwei übereinander. 

» zur Galerie

Unterhalb der bereits angesprochenen 100-mm-Lüfter ist der eigentliche Kühlkörper bereits zu sehen. Die beiden Lüfter beginnen erst ab einer GPU-Temperatur von 64 °C mit ihrer Arbeit. Dann drehen sie mit einer Drehzahl von 1.270 RPM und 50 % der Maximaldrehzahl. Sinkt die GPU-Temperatur wieder, stehen die Lüfter ab 50 °C wieder still.

» zur Galerie

Auf der dunkelsilbernen Abdeckung des Kühlers befindet sich auch das JetStream-Logo, nebst einem asiatischen Symbol, welches wir aber nicht zuordnen können.

» zur Galerie

Über die beiden SLI-Anschlüsse können zwei, drei oder vier dieser Karten in einem Multi-GPU-System zusammengefasst werden. In der Praxis wird aber selten mehr als zwei Karten sehen, denn die meisten Spielen werden per DirectX 12 auf eben diese Anzahl beschränkt. Der Preis spielt aber natürlich auch eine Rolle.

» zur Galerie

Der PCI-Express-Steckplatz stellt 75 W zur Versorgung der Karte zur Verfügung. Die weitere Versorgung erfolgt über zwei 8-Pin-Anschlüsse, die noch einmal jeweils 150 W zur Verfügung stellen. Dies sind aber nur theoretische Werte, die nach der ATX-Spezifikation angegeben werden. Bei einem Power-Limit der Karte von 250 W ist die Versorgung auch durchaus ausreichend.

» zur Galerie

Am hinteren Ende der Karte ist der überstehende Kühler zu erkennen, der etwa 15 mm länger ist als das PCB der Karte. Die Backplate besitzt die gleiche Länge wie das PCB, der Kühler mit seinen drei Heatpipes ist etwas länger. Dementsprechend hat Palit auch die Abdeckung des Kühlers verlängert.


» zur Galerie

Palit verwendet für die Super JetStream und die GameRock das gleiche PCB. Daher ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass wir die gleichen Anschlüsse und Funktionen vorzufinden sind. Dazu gehören auch einige Messpunkte für die verschiedenen Spannungen auf einer Karte.

» zur Galerie

Auch ein BIOS-Switch ist vorhanden. Diesen haben wir auch auf der GameRock-Variante gesehen und er bietet ein redundantes BIOS, auf das sich im Notfall zurückgreifen lässt.

» zur Galerie

Auf der Slotblende sehen wir einmal mehr das Standard-Layout: Dies wären dreimal DisplayPort 1.3/1.4 sowie jeweils einmal HDMI 2.0b und Dual-Link-DVI. Die großen Öffnungen in der Slotblende spielen keine allzu große Rolle, denn die beiden Lüfter blasen die warme Luft nicht direkt in Richtung der Slotblende.

» zur Galerie

Auch einen Blick auf den Kühler selbst wollen wir noch werfen. Hier ist zu erkennen, dass Palit eine Kupfer-Basisplatte für die GPU einsetzt, während die übrigen Komponenten durch den Aluminium-Kühlkörper abgedeckt werden. Palit verwendet für die GPU eine Wärmeleitpaste, während in den anderen Bereichen Wärmeleitpads zum Einsatz kommen.

» zur Galerie

Auch die elf Speicherchips müssen mit Wärmeleitpads und den Aluminiumkühler auskommen. Durch die Kupfer-Basisplatte führen fünf Heatpipes, zwei davon versorgen den vorderen Bereich des Kühlers und drei den hinteren.


Das Highlight zum Schluss – zumindest wer an einer komplett wassergekühlten GeForce GTX 1080 Ti interessiert ist. ZOTAC bietet mit der GeForce GTX 1080 Arctic Storm eine entsprechende Karte mit vormontiertem Wasserkühler an. Mit einem Preis von etwa 900 Euro muss für diesen Wasserkühler aber auch der entsprechende Aufpreis gezahlt werden. Ohnehin ist die Karte nur etwas für Nutzer, die bereits einen Wasserkreislauf haben oder planen, sich einen solche aufzubauen.

» zur Galerie

Der GPU-Screenshots bestätigt die technischen Daten der ZOTAC GeForce GTX 1080 Ti Arctic Storm noch einmal. ZOTAC liefert die GeForce GTX 1080 Ti sozusagen mit den Standardtaktraten aus, bei denen wir die Karte aber nicht betreiben wollen, denn eine derart gekühlte Karte bietet sich für das Overclocking geradezu an. Dazu haben wir das Power-Limit auf +20 % gesetzt und danach den GPU-Takt schrittweise erhöht. Letztendlich sind wir einen Boost-Takt von 1.867 MHz eingestellt. Unter Last wird dieser aber noch massiv ansteigen und über 2.100 MHz erreichen.

Bevor wir auf die Details der Karte eingehen, werfen wir noch einen Blick auf das Taktverhalten der Karte unter Last. Mit den Boost-Mechanismen kommt in die Messungen eine gewisse Dynamik und auch wird es wichtig sich genauer anzuschauen, welchen Takt die Karte unter Last halten kann.

Gegenüberstellung von Temperatur und Takt
Spiel Temperatur Takt
The Witcher 3: Wild Hunt 56 °C 2.120 MHz
Rise of the Tomb Raider 56 °C 2.120 MHz
Hitman 56 °C 2.133 MHz
Far Cry Primal 56 °C 2.133 MHz
DiRT Rallye 56 °C 2.120 MHz
Anno 2205 56 °C 2.120 MHz
The Division 56 °C 2.133 MHz
Fallout 4 56 °C 2.120 MHz
DOOM 56 °C 2.120 MHz

Aufgrund der Wasserkühlung haben wir eine recht niedrige GPU-Temperatur, die zudem auch noch sehr stabil ist. Schwankungen sind weitaus geringer, dementsprechend lange sind aber auch die Aufwärm- und Abkühlphase. Wir haben uns für ein manuelles Overclocking der Karte entschieden. Die Details dazu haben wir bereits erwähnt. Dementsprechend liegt der GPU-Takt bei 2.120 bis 2.133 MHz. Damit ist die GeForce GTX 1080 Ti natürlich die schnellste in diesem Vergleich. Bevor wir uns nun die Karte aus allen Winkeln anschauen, werfen wir noch einen Blick auf die wichtigsten technischen Daten in Form von Abmessung und Kühlung.

ZOTAC GeForce GTX 1080 Ti Arctic Storm
Länge des PCBs 295 mm
Länge mit Kühler 295 mm
Slothöhe 2 Slots
zusätzliche Stromanschlüsse 2x 8-Pin
Lüfterdurchmesser -
Display-Anschlüsse

3x Displayport 1.3/1.4
1x HDMI 2.0b
1x Dual-Link-DVI

Lüfter aus im Idle Nein

» zur Galerie

ZOTAC verwendet einen sogenannten Full-Cover-Wasserkühler. Er deckt alle Komponenten der Karte ab und trennt nicht nach GPU, Speicher und Spannungsversorgung. Der Kühler stammt von einem chinesischen Hersteller, sieht den Wasserkühlern aus dem Hause EKWB aber nicht unähnlich. Der Kühlkörper als solcher besteht aus Kupfer, ist vernickelt und schwarz lackiert. Im hinteren Bereich der Karte verwendet eine ZOTAC eine silberne Abdeckung, ansonsten ist diese transparent gehalten und gibt damit den Blick auf das fließende Wasser frei.

» zur Galerie

Auf der Rückseite der Karte verbaut ZOTAC eine Backplate, die das komplette PCB abdeckt. In einigen Bereichen hat ZOTAC ein paar Öffnungen gelassen. Wohl auch, um zumindest einen Hitzestau unter der Aluminiumabdeckung zu verhindern. Auf der Backplate bzw. der Rückseite der Karte sind zwei Elemente zu erkennen, auf die wir noch genauer eingehen wollen.

» zur Galerie

Auf der Acrylabdeckung ist der ZOTAC-Schriftzug eingraviert und auch der Modellname wird noch einmal vermerkt. An dieser Stelle ist aber auch zu erkennen, dass das Wasser nur über den Bereich der GPU geführt wird. In den hinteren Bereich der Strom- und Spannungsversorgung wird das Wasser nicht geleitet. Die Abwärme in diesem Bereich wird aber indirekt auch durch das Wasser abgeführt, da der Kupferkühler diese aufnimmt und entsprechende weitergibt.

» zur Galerie

Wie alle Modelle der GeForce GTX 1080 Ti verfügt auch die Variante von ZOTAC über zwei SLI-Anschlüsse. Damit lassen sich bis zu vier Karten in einem Multi-GPU-System betreiben. Meistens sind aber nur zwei Karte in einem SLI sinnvoll – auch in Anbetracht der Anschaffungskosten.

Mit DirectX 12 wird mit einem SLI mit mehr als zwei Karten ohnehin Schluss sein, denn mehr als zwei GPUs werden von DirectX 12 nicht mehr unterstützt – zumindest nicht in Standardspielen. Für einige Spiele und Benchmarks wird es dennoch eine entsprechende Unterstützung geben. Auf die Details zu SLI HD sind wir zum Launch der Pascal-Architektur genauer eingegangen.

» zur Galerie

Die zusätzliche Stromversorgung erfolgt über zwei 8-Pin-Anschlüsse. Zusammen mit dem PCI-Express-Steckplatz kommen wir damit laut Spezifikation auf eine Leistungsaufnahme von 375 W. Die Anschlüsse und Netzteile sind aber meist in der Lage deutlich mehr zu liefern, als die Spezifikation vorsieht. Da ZOTAC ohnehin nur ein Power-Limit von 320 W vorzuweisen hat, reicht die Versorgung mehr als aus.

» zur Galerie

In einen Wasserkreislauf eingebunden wird die Karte über zwei G1/4-Anschlüsse mit den entsprechenden Gewinden. Damit hält man sich in dieser Hinsicht an den Standard bei der Wasserkühlung und die Karte lässt sich problemlos einbinden. Am Anschlussblock können die Schläuche entweder zur Stirnseite gerichtet angeschlossen werden oder aber um 90 ° gedreht – je nachdem wie der Aufbau des Systems im Inneren des Gehäuses vorhanden oder geplant sind.

» zur Galerie

Auch wenn der eigentliche Wasserkühler der Karte nur eine Höhe von einem Slot aufweist, verwendet ZOTAC eine doppelt so hohe Slotblende. Auf dieser befinden sich dreimal DisplayPort 1.3/1.4 sowie jeweils einmal HDMI 2.0b und Dual-Link-DVI.


» zur Galerie

Schaut man sich den Kühler unter der Acrylabdeckung genauer an, werden hier die feinen Strukturen sichtbar, durch die das Wasser fließt. Diese feinen Strukturen können durch die größere Oberfläche die Abwärme besser an das Wasser abgeben.

» zur Galerie

Auch wenn der Wasserkühler eigentlich nur eine Höhe von einem Slot aufweist, so sorgt der Anschlussblock für die Wasserschläuche dennoch dafür, dass die Karte etwas dicker wird. Sehr schön ist hier auch die Dicke und der Aufbau des Wasserkühlers mit Acrylabdeckung zu erkennen.

» zur Galerie

Diese Acryabdeckung bietet sich natürlich auch für eine Beleuchtung an. Diese wird über die Software gesteuert und bietet neben automatischen Effekten auch einige manuelle Einstellungen. Der Farbeffekt ist sicherlich nicht ganz uninteressant und ein optisches Highlight.

» zur Galerie

ZOTAC verwendet für die ArcticStorm das gleiche PCB wie für die AMP! Extreme Edition. Die Spannungsversorgung von GPU, Speicher und PCI-Express-Interface erfolgt über 14 Spannungsphasen. Die silbernen Komponenten sind die Spulen, von denen pro Phase eine vorhanden ist. Ebenso verhält es sich mit den runden Bauteilen, die Kondensatoren sind. Unter dem kleinen schwarzen Kühler verbergen sich die VRMs für die einzelnen Phasen.

» zur Galerie

Im hinteren Bereich des PCBs befinden sich ebenfalls einige wichtige Komponenten der Spannungsversorgung, denn hier kommt über die beiden 8-Pin-Anschlüsse auch ein Großteil der elektrischen Leistung an. Unterhalb der drei Spulen, die wiederum direkt unter den 8-Pin-Anschlüssen zu sehen sind, befinden sich drei niederohmige Widerstände, die sogenannten Shunts. Sie dienen der Messung des Stromflusses. Außerdem befinden sich in diesem Bereich des PCBs die Controller für die VRMs und die RGB-Steuerung.

» zur Galerie

Am hinteren Ende der Karte sehen wir außerdem zwei Anschlüsse, welche die RGB-Beleuchtung auf dem Kühler und der Rückseite der Karte verbinden. Der kleinere der beiden Anschlüsse kümmert sich um den beleuchteten ZOTAC-Schriftzug auf der Rückseite der Karte. Der breitere Anschluss steuert die Beleuchtung auf der Stirnseite der Karte an, die in zwei Bereiche aufgeteilt ist.


Die Software in Form der Spiele und Benchmarks haben wir umgestellt, die Hardware ist aber weitestgehend identisch geblieben. Um möglichst praxisnah zu testen, befindet sich das Testsystem in einem geschlossenen Gehäuse. Zudem befindet sich zwar das Windows 10 auf der SSD, die Spiele mussten wir aber auf eine Festplatte auslagern. Den Tests tut dies aber keinen Abbruch.

Das Testsystem
Prozessor Intel Core i7-3960X 3,3 @ 3,9 GHz
Kühlung Corsair H110i GT All-in-One-Wasserkühlung
Mainboard ASUS P9X97 Deluxe
Arbeitsspeicher G.Skill
SSD OCZ Arc 100 240 GB
Netzteil Seasonic Platinum Series 1.000 Watt
Betriebssystem Windows 10 64 Bit
Gehäuse Fractal Design Define R5

Folgende Treiber kamen für die Tests zum Einsatz:

Folgende Spiele und Benchmarks haben wir verwendet:


Die Messungen beginnen wir wie immer mit der Lautstärke, schauen uns dann aber auch die Leistungsaufnahme und GPU-Temperaturen an.

Lautstaerke

Idle

in dB(A)
Weniger ist besser

Sicherlich erwarten im Punkt Lautstärke im Idle-Betrieb ein Gleichauf aller Karten – dem ist aber nicht so. Wie bereits in den Details zu den einzelnen Karten vermerkt, verzichten einige Hersteller bei ihren Modellen auf das Abschalten der Lüfter. Dies wären die Corsair Hydro GFX GTX 1080 Ti, PNY GeForce GTX 1080 Ti XLR8 Gaming OC und KFA2 GeForce GTX 1080 Ti HOF. Allersamt sind diese Karten damit auch im Idle-Betrieb hörbar. Den Vergleich zu den semipassiven Karten verlieren sie damit.

Lautstaerke

Last

in dB(A)
Weniger ist besser

Schon interessanter ist hier der Last-Betrieb. Positiv hervor tut sich die Corsair Hydro GFX GTX 1080 Ti. Die weiteren Konkurrenten reihen sich mit teilweise geringsten Abständen aneinander auf. Mit am lautesten ist die PNY GeForce GTX 1080 Ti XLR8 Gaming OC, aber auch die Palit GeForce GTX 1080 Ti GameRock Premium Edition ist nicht wirklich als leise zu bezeichnen – trotz der vier eingesetzten Lüfter.

Temperatur

Idle

in Grad C
Weniger ist besser

Die Idle-Temperatur ist eigentlich kein Maßstab mehr für eine moderne Grafikkarte. Wir messen Temperaturen zwischen 29 und 42 °C. Vor allem die Karten, die auch im Idle-Betrieb ihre Lüfter weiter drehen lassen, präsentieren sich mit niedrigen GPU-Temperaturen. Größere Ausreißer stellen wir aber nicht fest.

Temperatur

Last

in Grad C
Weniger ist besser

Interessant wird es wieder unter Last und hier sind natürlich die wassergekühlten Grafikkarten im Vorteil. Eigentlich hätten wir bei der ZOTAC GeForce GTX 1080 Ti Arctic Storm noch etwas niedrigere Temperaturen erwartet. Die wärmste GPU-Temperatur der neun getesteten Karten liegt bei 74 °C und damit in einem unproblematischen Bereich.

Leistungsaufnahme (Gesamtsystem)

Idle

in W
Weniger ist besser

Keinerlei Besonderheiten können wir beim Idle-Stromverbrauch feststellen. Alle Karten takten die GPU und den Speicher herunter und reduzieren die Spannung. Damit verbrauchen sie auch nur noch wenige Watt. Das Testsystem ist demnach für den Gesamtstromverbrauch verantwortlich.

Leistungsaufnahme (Gesamtsystem)

Last

in W
Weniger ist besser

Unter Last steigt der Stromverbrauch natürlich an. Je nach Modell sind die Unterschiede sogar recht groß. Die Spitzenmodelle verbrauchen etwa 40 W mehr als die langsameren. Dies macht natürlich auf der Stromrechnung keinen großen Unterschied, zumal die Mehrverbrauch auch mit einem höheren Takt einhergeht. Ob dabei auch die entsprechende Leistung entwickelt wird, schauen wir uns in den Benchmarks an.

Leistungsaufnahme (Gesamtsystem)

Idle - 2 Monitore

in W
Weniger ist besser

Keinerlei Probleme sehen wir für den Multi-Monitor-Betrieb. Der Verbrauch steigt zwar leicht an, ein großes Problem sollte dies jedoch nicht sein.


Der 3DMark von Futuremark gehört zu den beliebtesten synthetischen Benchmarks und bietet damit eine breite Basis für den Vergleich unterschiedlicher Systeme oder einzelner Komponenten. Dabei bieten die unterschiedlichen Presets die Möglichkeit das System auf unterschiedliche Herausforderungen zu testen - bis hin zu UltraHD/4K-Auflösungen. Ursprünglich als reiner DirectX-11-Benchmark entwickelt bietet der 3DMark inzwischen auch die Möglichkeit sich eine Leistungs-Domäne von DirektX 12 genauer anzuschauen, die sogenannten Draw Calls.

Futuremark 3DMark

Fire Strike

Futuremark-Punkte
Mehr ist besser

Futuremark 3DMark

Fire Strike Extreme

Futuremark-Punkte
Mehr ist besser

Futuremark 3DMark

Fire Strike Ultra

Futuremark-Punkte
Mehr ist besser


Der Luxmark 3.0 ist ein Render-Benchmark, der auf die OpenCL-Schnittstelle zurückgreift und damit eine breite Hardware-Basis adressiert. Der Luxmark wurde als Programm zur Leistungsbestimmung für den LuxRender entwickelt. Die LuxRender-2.x-API wird verwendet um eine Szene zu berechnen. Die Ausgabe erfolgt in Samples pro Sekunde.

Luxmark 3.0

Sala

Punkte
Mehr ist besser


Mit Hilfe von GPUPI wird Pi auf Basis unterschiedlicher Schnittstellen berechnet. Möglich ist die Berechnung auf Prozessoren sowie Grafikkarten und Programme wie SuperPi und ähnliche dienen schon lange als Möglichkeit die Rechenleistung von Hardware zu bestimmen. GPUPI verwendet, wie der Name schon sagt, die GPU der Grafikkarte zu Berechnung. Wir verwenden dazu die OpenCL-API und lassen Pi auf 500 Millionen oder 1 Milliarde Stellen berechnen. GPUPI beschreibt besonders gut die 64 Bit Integer Performance der Hardware.

GPUPI 2.0

500M

Sekunden
Weniger ist besser

GPUPI 2.0

1000M

Sekunden
Weniger ist besser


The Witcher 3: Wild Hunt ist ein Rollenspiel und basiert auf der Hintergrundgeschichte und Spielwelt der Buchvorlage von Andrzej Sapkowski. Als Geralt von Riva gilt es sich durch eine mittelalterliche Fantasiewelt zu schlagen und sich dabei zahlreichen Aufgaben zu stellen. Als Spieleengine kommt die von CD Project Red eigens entwickelte Red Engine in der Version 3 zum Einsatz. Für ein Open-World-Rollenspiel setzt sie neue Maßstäbe bei der grafischen Darstellung.

The Witcher 3

1.920 x 1.080

Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

The Witcher 3

2.560 x 1.440

Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

The Witcher 3

3.840 x 2.160

Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser


Rise of the Tomb Raider

1.920 x 1.080 1xFXAA 16xAF

Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

Rise of the Tomb Raider

1.920 x 1.080 2xSSAA 16xAF

Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

Rise of the Tomb Raider

2.560 x 1.440 1xFXAA 16xAF

Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

Rise of the Tomb Raider

2.560 x 1.440 2xSSAA 16xAF

Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

Rise of the Tomb Raider

3.840 x 2.160 1xFXAA 16xAF

Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

Rise of the Tomb Raider

3.840 x 2.160 2xSSAA 16xAF