MSI GeForce GTX 1070 Aero ITX OC im Test: Klein aber fein

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msi geforce gtx1070 aero itx testMit der Radeon R9 Nano hat es AMD vorgemacht und eine besonders kurze Modellvariante seiner leistungsfähigen Fiji-Grafikkarten präsentiert. Seitdem lassen sich richtig flinke Spielerechner im Mini-ITX-Format bauen, während man hier bislang meist nur mit einer Mittelklasse-Grafikkarte vorliebnehmen musste. Doch auch von den Pascal-Grafikkarten der Konkurrenz gibt es inzwischen sehr kurze Varianten, die sich für einen Aufbau eines schlanken Konsolen-PCs eignen. Eine davon ist die MSI GeForce GTX 1070 Aero ITX, welche erst vor wenigen Tagen offiziell vorgestellt wurde und wir uns nun für diesen Hardwareluxx-Test einmal vorgenommen haben.

Als Valve vor rund zwei Jahren seine ersten Steam Machines präsentierte, waren die bei der Grafikleistung nicht besonders schnell oder aber deutlich größer als die traditionellen Spielekonsolen, die man damit eigentlich angreifen wollte. Wirklich salonfähig für Gamer wurde ITX mit den leistungsfähigen High-End-Grafikkarten, die auf die schlanke Bauform gekürzt wurden. Den Anfang machte AMD mit seiner Radeon R9 Nano, welche fast die gleiche Leistung bot, wie das noch immer schnellste Modell von AMD. Doch auch die aktuelle Pascal-Generation kann dank ihrer Effizienz und Leistung ebenfalls auf eine sehr schlanke Bauform gebracht werden. So gibt es nicht nur die NVIDIA GeForce GTX 1060 mit äußerst kurzem PCB und schlankem Kühlsystem, sondern auch die schnelleren Schwestermodelle. Beispiele wären hier die MSI GeForce GTX 1070 Aero ITX, welche wir uns nun für diesen Testartikel vorgenommen haben, oder gar die ZOTAC GeForce GTX 1080 Mini, welche sich sicherlich zu den schnellsten Modellen ihrer Art zählen darf. 

Unser Testkandidat bringt es zwar wie die meisten anderen aktuellen High-End-Grafikkarten auf einen Dual-Slot-Kühler, gegenüber der Founders Edition von NVIDIA wurde ihre Länge allerdings auf 175 mm und damit sehr deutlich abgespeckt. Zum Vergleich: Die NVIDIA-Vorlage bringt es hier noch auf rund 266 mm und ist damit immerhin gut 9 cm länger. Trotzdem muss man bei der Leistung keinerlei Abstriche hinnehmen. Auch die MSI GeForce GTX 1070 Aero ITX OC kann auf den üblichen Ausbau einer GeForce GTX 1070 vertrauen, wurde obendrein sogar bei den Taktraten leicht beschleunigt – daneben gibt es aber auch ein Modell mit Standard-Taktraten. Um die Kühlung kümmert sich ein eigenes Kühlsystem mit zahlreichen Aluminiumfinnen, dicken Kupfer-Heatpipes und einem riesigen 100-mm-Lüfter der Torx-Familie. Wie sich die schnellste ITX-Grafikkarte von MSI schlägt, klären wir auf den nachfolgenden Seiten.

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Die Pascal-Architektur

Unter der Haube kommt NVIDIAs GP104-GPU zum Einsatz, welche von der kalifornischen Grafikschmiede gemeinsam mit der Pascal-Architektur erstmals in Mai 2016 und damit vor nicht ganz einem Jahr präsentiert wurde. Im Falle der GeForce GTX 1070 und damit auch der Aero ITX von MSI stehen drei Graphics Processing Cluster parat, die sich weiterhin aus fünf Streaming-Multiprozessoren mit je zwei SM-Blöcken mit jeweils 64 Shadereinheiten zusammensetzen. Die Zahl der zur Verfügung stehenden Recheneinheiten sinkt im Vergleich zum Vollausbau, welcher mit vier GPCs bestückt ist, auf nur noch 1.920 Rechenwerke (3 x 5 x 2 x 64). An jedem SM angeschlossen sind weiterhin acht TMUs, womit bei 15 Clustern 120 Textureinheiten bereitstehen. 

Beim Speicherinterface hat NVIDIA gegenüber dem GP104-Topmodell nicht weiter zum Rotstift gegriffen und vertraut weiterhin auf acht 32-Bit-Controller und damit auf ein 256 Bit breites Interface. Daran angeschlossen werden allerdings keine schnellen GDDR5X-Speicherchips mehr, sondern die etwas langsameren Chips der GDDR5-Reihe. Verbaut werden insgesamt 8 GB Videospeicher. Aufgrund der identischen Anbindung zur GeForce GTX 1080 gibt es auch hier 64 Rasterendstufen. Gefertigt werden die rund 7,2 Milliarden Schalteinheiten der GP104-GPU im fortschrittlichen 16-nm-FinFET-Verfahren bei TSMC. 

Bei den Taktraten fahren MSI und NVIDIA weiter ein gewohnt hohes Level. Während die kalifornische Grafikschmiede für seine Founders Edition einen Basis- und Boost-Takt von 1.506 bzw. mindestens 1.683 MHz vorsieht, lässt MSI seine OC-Edition der GeForce GTX 1070 Aero ITX mit 1.531 respektive mindestens 1.721 MHz leicht beschleunigt arbeiten. Da der maximale Boost-Takt allerdings stark von der Kühlung abhängt und vermeintlich niedriger getaktete Modelle einen höheren Takt und damit eine bessere Performance bieten könnten, bleibt abzuwarten, ob die kleine ITX-Karte tatsächlich auch eine höhere Leistung bietet. Beim Speicher wird sie es jedenfalls nicht tun. Hier bleibt mit einem Takt von 2.002 MHz alles beim Alten. 

Wer alle Details zur Pascal-Architektur von NVIDIA in Erfahrung bringen möchte, der kann alle Details dazu in unserem ausführlichen Launch-Artikel zur Founders Edition der NVIDIA GeForce GTX 1080 im XXL-Test nachlesen. Das kleinere Schwestermodell hatten wir wenig später zu ihrem Marktstart natürlich ebenfalls ausführlich auf den Prüfstand gestellt.

Die technischen Daten der MSI GeForce GTX 1070 Aero ITX OC in der Übersicht
Modell NVIDIA GeForce GTX 1070 Founders Edition MSI GeForce GTX 1070 Aero ITX OC
Straßenpreis ab etwa 350 Euro ab etwa 430 Euro
Homepage www.nvidia.de www.msi.de
Technische Daten
GPU GP104 GP104
Fertigung 16 nm 16 nm
Transistoren 7,2 Milliarden 7,2 Milliarden
GPU-Takt (Base Clock) 1.506 MHz 1.531 MHz
GPU-Takt (Boost Clock) 1.683 MHz 1.721 MHz
Speichertakt 2.002 MHz 2.002 MHz
Speichertyp GDDR5 GDDR5
Speichergröße 8 GB 8 GB
Speicherinterface 256 Bit 256 Bit
Speicherbandbreite 256,3 GB/s 256,3 GB/s
DirectX-Version 12 12
Shadereinheiten 1.920 1.920
Textureinheiten 120 120
ROPs 64 64
SLI/CrossFire SLI SLI

Auf dem Papier leistet die MSI GeForce GTX 1070 Aero ITX OC trotz ihrer kompakten Abmessungen schon einmal ein kleines Stück mehr als die Founders Edition von NVIDIA, wenngleich die Übertaktung nicht ganz so großzügig ausfällt wie bei den übrigen Modellen des Hauses, beispielsweise der MSI GeForce GT 1070 Gaming oder der MSI GeForce GTX 1070 Aero. Ob die neue ITX-Karte hält, was sie verspricht, und wie schnell der 3D-Beschleuniger tatsächlich ist, zeigen wir in diesem Artikel auf. Wichtig sind uns natürlich auch die Lautstärke und das Temperatur-Verhalten.


Neben der GeForce GTX 1070 Gaming, des preisgünstigen Aero-Ablegers und natürlich die Founders Edition gibt es von MSI seit wenigen Tagen auch eine spezielle ITX-Version. Sie ist deutlich kompakter als die NVIDIA-Vorlage, braucht sich zumindest auf dem Papier leistungsmäßig aber nicht vor ihr zur verstecken. Das werksseitige Overclocking fällt allerdings deutlich moderater aus als noch bei den anderen Ablegern des Hauses. 

msi gtx1070 aero itx gpuz
GPU-Z-Screenshot zur MSI GeForce GTX 1070 Aero ITX OC

Während die meisten anderen OC-Karten einen Basistakt von mindestens 1.600 MHz bieten, gerne aber auch mal knapp die 1.700-MHz-Marke unterbieten, fällt das Taktplus bei der MSI GeForce GTX 1070 Aero ITX OC mit 1.531 bzw. 1.721 MHz deutlich kleiner aus. Zum Vergleich: Die NVIDIA-Vorlage macht sich hier mit 1.506 bzw. 1.683 MHz nur unwesentlich langsamer ans Werk. Der 8 GB große GDDR5-Videospeicher, welcher natürlich weiterhin über 256 Datenleitungen kommunizert, muss sich hingegen mit seinen gewohnten Geschwindigkeiten von 2.002 MHz zufriedengeben und erreicht damit eine Bandbreite von 256,3 GB/s. 

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Da NVIDIA immer nur einen bestimmten Mindest-Boost-Takt garantiert, kann dieser abhängig von der Kühlung auch ein gutes Stück darüberliegen. Dies gilt auch für die MSI GeForce GTX 1070 Aero ITX OC, die in unseren Tests meist mit 1.911 MHz zu Werke ging. Vereinzelt wurden aber auch nur 1.873, in anderen Titeln sogar 1.936 MHz erreicht. Insgesamt aber zeigt sich unter Testmuster sehr taktstabil.

Gegenüberstellung von Temperatur und Takt
Spiel Temperatur Takt
The Witcher 3: Wild Hunt 69 °C 1.911 MHz
Rise of the Tomb Raider 67 °C 1.911 MHz
Hitman 68 °C 1.873 MHz
Far Cry Primal 68 °C 1.911 MHz
DiRT Rallye 68 °C 1.911 MHz
Anno 2205 69 °C 1.936 MHz
The Division 69 °C 1.873 MHz
Fallout 4 68 °C 1.873 MHz
DOOM 69 °C 1.873 MHz

Die Temperaturen können sich trotz der beengten Platzverhältnisse sehen lassen und durchaus mit anderen Boardpartner-Karten, die wir in den letzten Wochen und Monaten bei uns auf dem Teststand begrüßen durften, mithalten. Wir haben im Spielebetrieb je nach Titel zwischen 67 und 69 °C gemessen.

Bevor wir uns nun die MSI GeForce GTX 1070 Aero ITX OC etwas genauer anschauen, werfen wir noch einmal einen Blick auf die wichtigsten technischen Daten zum Kühler, PCB und den weiteren Ausstattungsmerkmalen.

MSI GeForce GTX 1070 Aero ITX OC
Länge des PCBs 175 mm
Länge mit Kühler 175 mm
Slothöhe 2 Slots
zusätzliche Stromanschlüsse 1x 8-Pin
Lüfterdurchmesser 1x 100 mm
Display-Anschlüsse

2x HDMI 2.0b
2x Displayport 1.3/1.4
1x Dual-Link-DVI

Lüfter aus im Idle Ja

Mit einer Gesamtlänge von nur rund 175 mm fällt die MSI GeForce GTX 1070 Aero ITX OC deutlich kürzer aus als die üblichen Modelle auf GP104-Basis – die Boardpartnerkarten bringen es hier meist auf rund 266 mm. Der Kühler misst allerdings weiterhin zwei Slots in der Höhe und wird von einem großen 100-mm-Lüfter der hauseigenen Torx-Baureihe unterstützt. Mit Strom versorgt wird die Karte wie üblich über einen zusätzlichen 8-Pin-PCI-Express-Stromstecker – auf eine zusätzliche Strom- und Spannungsversorgung hat MSI also verzichtet.

In unserem Preisvergleich wird die MSI GeForce GTX 1070 Aero ITX OC derzeit zu einem Preis ab rund 430 Euro angeboten und kostet damit gut 40 Euro mehr als der günstigste Ableger in unserem Preisvergleich.


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Mit einer Gesamtlänge von gerade eimal 175 mm gesellt sich die MSI GeForce GTX 1070 Aero ITX OC klar zu den kompakteren 3D-Beschleunigern und dürfte auf den ersten Blick eher an eine Mittelklasse- oder gar Einsteiger-Grafikkarte erinnern. Trotzdem gibt es hier ein echtes High-End-Modell, das mit seinen 1.920 Rechenwerken und dem 8 GB großen GDDR5-Videospeicher für alle aktuellen Grafikkracher mehr als genug Leistung bieten dürfte – vereinzelt dürfte sogar die höhere 4K-Auflösung machbar sein. Perfekt für kleine ITX-Systeme und Wohnzimmer-PCs!

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Um die Kühlung des GP104-Chip und der hitzigen Spannungswandler kümmern sich nicht nur ein dicker Kupferblock direkt auf dem Grafikprozessor, sondern natürlich auch zahlrelche Aluminiumfinnen gepaart mit drei, bis zu 6 mm dicken Kuper-Heatpipes. Um den Abtransport der Abwärme kümmert sich abschließend ein 100-mm-Lüfter der hauseigenen Torx-Reihe, welche MSI seit Kurzem auch separat als Gehäuse-Lüfter anbietet.

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Während die PCB-Länge gegenüber der Founders Edition deutlich abgespeckt wurde, bleibt das Kühlsystem weiterhin zwei Slots hoch. Für ein ITX-System, dessen Gehäuse durchaus dafür ausgelegt ist, ist das aber weniger schlimm.

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Das zweistöckige Slotblech hält einen DVI-Ausgang und jeweils zwei HDMI- und DisplayPort-Anschlüsse bereit. Zur besseren Durchlüftung der Grafikkarte ist das Slotblech allerdings auch von zahlreichen Lüftungsschlitzen durchzogen.

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Eine aufwendige RGB-Beleuchtung wie bei teureren Modellen des Hauses gibt es nicht, dafür stellt der Lüfter im Leerlauf ebenfalls seinen Betrieb ein und kühlt die Karte damit im Leerlauf semi-passiv und völlig lautlos. Mit Strom versorgt wird der Winzling über einen zusätzlichen 8-Pin-PCI-Express-Stromstecker, genau wie die Founders Edition von NVIDIA. Damit könnte unser Testmuster theoretisch 225 W aus dem Netzteil ziehen. Die TDP dürfte allerdings nur bei knapp über 150 W liegen.

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Auf der Rückseite offenbart die MSI GeForce GTX 1070 Aero ITX OC keinerlei Besonderheiten. Eine Backplate zur besseren Kühlung und Stabilität der Grafikkarte ist nicht notwendig. 

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SLI-Support, der bei kleineren Grafikkarten inzwischen ausgespart wird, gibt es bei unserem heutigen Testkandidaten natürlich ebenfalls.


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Nimmt man den Dual-Slot-Kühler, welcher über sechs Schrauben mit dem PCB verbunden ist, von der MSI GeForce GTX 1070 Aero ITX OC ab, kommt ein besonders kurzes PCB zum Vorschein, das aber vor allem im Hinblick auf die verengten Platzverhältnisse trotzdem einen sehr aufgeräumten Eindruck hinterlässt. 

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Wie gewohnt sind die Speicherchips des 8 GB großen GDDR5-Videospeichers rings um die GP104-GPU herum angebracht, die Spannungsversorgung, welche sich eigentlich meist im hinteren Teil des PCBs befindet, wurde nach vorne verlegt.

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Im Gegensatz zur Founders Edition, die über vier Phasen mit Strom versorgt wird, gibt es bei der ITX-Version von MSI derer gleich sechs und damit 50 % mehr.

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Bei den Speicherchips setzt MSI auf Micron. Die Chips hatten vor allem in der Anfangsphase bei zu starker Übertaktung schnell Bildfehler oder hatten gar Totalabstürze zur Folge. Wohl ein Grund, weswegen es MSI bei all seinen Modellen hier beim Standardtakt belässt. 

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Während Hersteller wie ASUS oder Gigabyte die Kupfer-Heatpipes direkt auf dem Grafikprozessor auflegen, was den Abtransport der Abwärme verbessern soll, tut dies MSI für gewöhnlich nicht. Dies gilt auch für den Kühler der GeForce GTX 1070 Aero ITX OC. Die gesamten Bauteile unterhalb der Plastikabdeckung des Kühlers wurden zu optischen Zwecken vernickelt. Auf der Oberseite setzt man auf einen hauseigenen Torx-Lüfter, welcher dank seiner speziellen Schaufelform bei den Rotoren für einen größeren Luftstromstrom bei gleichzeitig geringeren Luftverwirbelungen sorgen soll.

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Für eine Grafikkarte der 400-Euro-Klasse fällt die Lieferumfang spartanisch aus. MSI gibt seiner Aero ITX OC gerade einmal eine Treiber-CD und einen Quick-Start-Guide auf den Weg. Einen Gutscheincode für ein aktuelles Computerspiel gibt es nicht, genau wie ein Adapter für die Stromversorgung der Grafikkarte.


Die Software in Form der Spiele und Benchmarks haben wir umgestellt, die Hardware ist aber weitestgehend identisch geblieben. Um möglichst praxisnah zu testen, befindet sich das Testsystem in einem geschlossenen Gehäuse. Zudem befindet sich zwar das Windows 10 auf der SSD, die Spiele mussten wir aber auf eine Festplatte auslagern. Den Tests tut dies aber keinen Abbruch.

Hardwareluxx-Testsystem für die Grafikkarten aus dem September 2015
Hardwareluxx-Testsystem für die Grafikkarten aus dem September 2015
Das Testsystem
Prozessor Intel Core i7-3960X 3,3 @ 3,9 GHz
Kühlung Corsair H110i GT All-in-One-Wasserkühlung
Mainboard ASUS P9X97 Deluxe
Arbeitsspeicher G.Skill
SSD OCZ Arc 100 240 GB
Netzteil Seasonic Platinum Series 1.000 Watt
Betriebssystem Windows 10 64 Bit
Gehäuse Fractal Design Define R5

Folgende Treiber kamen für die Tests zum Einsatz:

  • alle NVIDIA-Grafikkarten: GeForce 369.39
  • alle AMD-Grafikkarten: Radeon Software 16.1.1

Folgende Spiele und Benchmarks haben wir verwendet:

  • Futuremark 3DMark
  • Luxmark 3.0
  • GPUPI 2.2
  • The Witcher 3: Wild Hunt
  • Rise of the Tomb Raider
  • Hitman
  • Far Cry Primal
  • DiRT Ralley
  • Anno 2205
  • The Division
  • Fallout 4
  • The Talos Principle
  • DOOM

Die Messungen beginnen wir wie immer mit der Lautstärke, schauen uns dann aber auch die Leistungsaufnahme und GPU-Temperaturen an.

Lautstaerke

Idle

in dB(A)
Weniger ist besser

Sehr lobenswert: Wie jede moderne Grafikkarte schaltet auch die MSI GeForce GTX 1070 Aero ITX OC bis zum Erreichen einer Chiptemperatur von etwa 56 °C ihren Lüfter komplett ab, womit die Karte semi-passiv und somit zumindest auf Seiten der Grafikkarte komplett lautlos gekühlt wird. 

Lautstaerke

Last

in dB(A)
Weniger ist besser

Anders ist das unter Last. Hier wird die Laufleistung des Lüfters natürlich bitter benötigt. Trotzdem bleibt das 100-mm-Modell auch im Spielebetrieb erfreulich laufruhig. Wir haben hier sehr leise 40,5 dB(A) gemessen, womit unser Testkandidat trotz seiner kompakten Abmessungen in etwa auf dem Niveau der größeren Konkurrenz-Karten liegt. Im Gegenteil: Die Modelle von ASUS, ZOTAC und Gigabyte drehen sogar etwas weiter auf.

Temperatur

Idle

in Grad C
Weniger ist besser

Keine Probleme gibt es bei der Kühlung der MSI GeForce GTX 1070 Aero ITX OC. Da der Lüfter im normalen Windows-Betrieb seine Arbeit einstellt, wird die Karte in dieser Disziplin natürlich etwas wärmer. Dennoch sind die von uns gemessenen 40 °C alles andere als bedenklich.

Temperatur

Last

in Grad C
Weniger ist besser

Belastet man die Karte und zwingt den Lüfter damit zur Arbeit, dann erhitzt sich auch die GPU. Im Spielebetrieb haben wir während unserer Tests einen Maximal-Wert von 69 °C in "The Witcher 3" gemessen. Damit zeigt sich auch hier: Trotz  der kompakten Abmessungen muss man weder bei Lautstärke noch bei der Kühlung Abstriche im Vergleich zur Konkurrenz hinnehmen. Andere Modelle wie beispielweise die MSI GeForce GTX 1070 Gaming werden hier ein gutes Stück wärmer und erreichen rund 72 °C. Alles aber Werte, die weit von kritischen entfernt sind.

Leistungsaufnahme (Gesamtsystem)

Idle

in W
Weniger ist besser

Keine Überraschungen gibt es bei der Leistungsaufnahme. Auch hier genehmigt sich die MSI GeForce GTX 1070 Aero ITX OC keinen Ausrutscher. Mit einem Stromhunger von knapp über 125 W für das Gesamtsystem zieht die Testkarte sogar klar an die Spitze unseres Testfeldes – keine andere Karte zeigt sich genügsamer, der effizienten Pascal-Architektur sowie dem Absenken der Taktraten und Spannung sei Dank.

Leistungsaufnahme (Gesamtsystem)

Last

in W
Weniger ist besser

Unter Last ziehen das kleinere Schwestermodell in Form der NVIDIA GeForce GTX 1060, aber auch die AMD Radeon RX 480 an unserem heutigen Testkandidaten allerdings vorbei und genehmigen sich ein bisschen weniger als die 324,3 W unseres MSI-Ablegers. Die Modelle der Konkurrenz genehmigen sich hier teilweise über 340 W – natürlich alles gemessen am Gesamtsystem.

Leistungsaufnahme (Gesamtsystem)

Idle - 2 Monitore

in W
Weniger ist besser

Was vor ein paar Jahren nicht selbstverständlich war, ist es heute geworden. Wer einen zweiten Monitor an die MSI GeForce GTX 1070 Aero ITX OC anschließt, lässt den Stromhunger nicht unwesentlich weiter in die Höhe schnellen. Große Unterschiede zwischen dem Ein- und Zweimonitor-Betrieb gibt es nicht.


Futuremark 3DMark

Der 3DMark von Futuremark gehört zu den beliebtesten synthetischen Benchmarks und bietet damit eine breite Basis für den Vergleich unterschiedlicher Systeme oder einzelner Komponenten. Dabei bieten die unterschiedlichen Presets die Möglichkeit das System auf unterschiedliche Herausforderungen zu testen - bis hin zu UltraHD/4K-Auflösungen. Ursprünglich als reiner DirectX-11-Benchmark entwickelt bietet der 3DMark inzwischen auch die Möglichkeit sich eine Leistungs-Domäne von DirektX 12 genauer anzuschauen, die sogenannten Draw Calls.

Futuremark 3DMark

Fire Strike

Futuremark-Punkte
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Futuremark 3DMark

Fire Strike Extreme

Futuremark-Punkte
Mehr ist besser

Futuremark 3DMark

Fire Strike Ultra

Futuremark-Punkte
Mehr ist besser


Luxmark 3.0

Der Luxmark 3.0 ist ein Render-Benchmarks, der auf die OpenCL-Schnittstelle zurückgreift und damit eine breite Hardware-Basis adressiert. Der Luxmark wurde als Programm zur Leistungsbestimmung für den LuxRender entwickelt. Die LuxRender-2.x-API wird verwendet um eine Szene zu berechnen. Die Ausgabe erfolgt in Samples pro Sekunde.

Luxmark 3.0

Sala

Punkte
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GPUPI 2.2

Mit Hilfe von GPUPI wird Pi auf Basis unterschiedlicher Schnittstellen berechnet. Möglich ist die Berechnung auf Prozessoren sowie Grafikkarten und Programme wie SuperPi und ähnliche dienen schon lange als Möglichkeit die Rechenleistung von Hardware zu bestimmen. GPUPI verwendet, wie der Name schon sagt, die GPU der Grafikkarte zu Berechnung. Wir verwenden dazu die OpenCL-API und lassen Pi auf 500 Millionen oder 1 Milliarde Stellen berechnen. GPUPI beschreibt besonders gut die 64 Bit Integer Performance der Hardware.

GPUPI 2.0

500M

Sekunden
Weniger ist besser

GPUPI 2.0

1000M

Sekunden
Weniger ist besser


The Witcher 3: Wild Hunt

The Witcher 3: Wild Hunt ist ein Rollenspiel und basiert auf der Hintergrundgeschichte und Spielwelt der Buchvorlage von Andrzej Sapkowski. Als Geralt von Riva gilt es sich durch eine mittelalterliche Fantasiewelt zu schlagen und sich dabei zahlreichen Aufgaben zu stellen. Als Spieleengine kommt die von CD Project Red eigens entwickelte Red Engine in der Version 3 zum Einsatz. Für ein Open-World-Rollenspiel setzt sie neue Maßstäbe bei der grafischen Darstellung.

The Witcher 3

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DiRt Rally

Mit Dirt Rally legte Codemasters den Fokus im Gegensatz zu seinen Vorgängern wieder mehr auf Simulation. Im Spiel enthalten sind 17 Autos, u. a. Audi S1 quattro, Lancia Delta und Ford Fiesta RS WRC, sowie 36 Etappen in drei Gebieten: Wales, Griechenland und Monte Carlo. Im Laufe des Jahres sollen weitere Inhalte in Form von Updates über Steam in das Spiel gebracht werden, dazu gehören Pikes Peak, Rally Deutschland sowie Inhalte der FIA Rallycross Championship.

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Anno 2205

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