Gigabyte Aorus GeForce GTX 1080 xtreme edition 8G im Test

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gigabyte aorus gtx0180 logoAuch Gigabyte möchte eine eigene Gaming-Marke aufbauen und entscheidet sich dabei für einen Namen, den wir bereits kennen Aorus kennen viele sicherlich bereits von Notebooks und Gaming-Peripherie – zukünftig sollen auch Komponenten wie Grafikkarten und Mainboards mit diesem Namen bedacht werden. Mit der Gigabyte Aorus GeForce GTX 1080 xtreme edition 8G schauen wir uns einen ersten Vertreter dieser neuen Marke an und treffen dabei auf einen alten Bekannten.

Die Pascal-Generation gilt für NVIDIA als großer Erfolg. Zunächst als zu teure High-End-Lösung verschrien, hat sich gerade die GeForce GTX 1080 zu einer Gelddruckmaschine entwickelt, denn mit den entsprechenden Margen und den dazugehörigen Verkaufszahlen versehen, wurde hier aus Sicht von NVIDIA nicht viel falsch gemacht. Gestützt wird die Produktstrategie von einem breiten Mittelklasseaufbau bestehend aus GeForce GTX 1060, GTX 1050 Ti und GeForce GTX 1050, die für die entsprechenden Stückzahlen sorgen und damit den Umsatz ankurbeln.

Wie gut die Pascal-Generation für NVIDIA funktioniert, zeigt sich sicherlich auch anhand der Tatsache, dass es keinerlei Unterscheidung mehr zwischen den Desktop- und den Mobile-Chips gibt. Natürlich sind den GPUs im Notebook noch immer Begrenzungen in Form von Kühlung und TDP-Limits auferlegt, auf dem Papier aber ist eine GeForce GTX 1080 für den Desktop genau so schnell wie eine gleichnamige Karte im Notebook. Dies spielt auch Aorus in die Karten, die ihre Notebooks mit den neuen Pascal-GPUs ausstatten.

Nach nun gut neun Monaten bringt Gigabyte also ein weiteres Modell der GeForce GTX 1080 auf den Markt, welches seine Daseinsberechtigung sicherlich aus der Tatsache bezieht, dass Gigabyte eine neue Marke etablieren möchte. Im Grunde basiert die Gigabyte Aorus GeForce GTX 1080 xtreme edition 8G auf der fast gleichnamigen Gigabyte GeForce GTX 1080 Xtreme Gaming, die wir uns bereits im Juli des vergangenen Jahres angeschaut haben.

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Wer einen Blick in unsere Artikel-Sektion bei den Grafikkarten wirft, wird dort zahlreiche weitere Artikel zu den verschiedenen Modellen der GeForce GTX 1080 finden. Dabei sind auch Modelle mit den unterschiedlichen Kühlungen zu finden – die meisten natürlich mit einer klassischen Luftkühlung.

Die technischen Daten der Gigabyte Aorus GeForce GTX 1080 xtreme edition 8G in der Übersicht
Modell NVIDIA GeForce GTX 1080 Gigabyte Aorus GeForce GTX 1080 xtreme edition 8G
Straßenpreis ab 600 Euro ab 799 Euro
Homepage www.nvidia.de

www.gigabyte.de

Technische Daten
GPU GP104 GP104
Fertigung 16 nm 16 nm
Transistoren 7,2 Milliarden 7,2 Milliarden
GPU-Takt (Base Clock) 1.607 MHz 1.759 MHz
GPU-Takt (Boost Clock) 1.733 MHz 1.898 MHz
Speichertakt 2.500 MHz 2.550 MHz
Speichertyp GDDR5X GDDR5X
Speichergröße 8 GB 8 GB
Speicherinterface 256 Bit 256 Bit
Speicherbandbreite 320 GB/s 326,7 GB/s
DirectX-Version 12 12
Shadereinheiten 2.560 2.560
Textureinheiten 160 160
ROPs 64 64
Typische Boardpower 180 W 180 W
SLI/CrossFire SLI SLI

Wir haben also eine weitere GeForce GTX 1080 vor uns, die sich aus architektonischer Sicht nicht von einer jeden anderen Karte dieses Typs unterscheidet. 2.560 Shadereinheiten arbeiten in der GP104-GPU mit 7,2 Milliarden Transistoren und wird in 16 nm gefertigt. Die 8 GB GDDR5X-Grafikspeicher sind über ein 256 Bit breites Speicherinterface angebunden. Zu den 2.560 Shadereinheiten kommen noch 160 Textureinheiten und 64 ROPs.

Unterschiede gibt es aber bei der Taktung. Während NVIDIA einen Basis-Takt von 1.607 MHz vorsieht, kommt das Modell von Gigabyte auf 1.759 MHz. Wichtiger aber ist der Boost-Takt, der bei der Founders Edition mindestens 1.733 MHz beträgt. Gigabyte gibt für die Aorus-Variante mindestens 1.898 MHz an. Hier gilt es allerdings zwischen den verschiedenen Modi zu unterscheiden, die per Software eingestellt werden können. Gigabyte liefert die Karte im Gaming-Mode aus. Ausgewählt werden kann aber auch ein Silent-Mode, in dem die Karte auf die Referenztaktraten zurückfällt, aber leiser sein soll. Im OC-Mode liegen 1.784 / 1.936 MHz an. Wie bei allen anderen Karten, die eine solche Funktion anbieten, haben wir auch die Gigabyte Aorus GeForce GTX 1080 xtreme edition 8G mit den höchstmöglichen Taktraten, also im OC-Mode, getestet.

Neben der GPU wird auch der Speicher bereits im Gaming-Mode leicht übertaktet und läuft nicht mit 2.500, sondern mit 2.550 MHz. Im OC-Mode sind es dann sogar 2.600 MHz.

Hinsichtlich der Architektur empfehlen wir einen Blick auf den Launch-Artikel der GeForce GTX 1080, in dem wir die Pascal-Architektur, die Fertigung in 16 nm FinFET sowie die neuen Funktionen genauer betrachtet und erläutert haben.

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Der GPU-Z-Screenshot bestätigt die eben gemachten Angaben zur Ausstattung der Gigabyte Aorus GeForce GTX 1080 xtreme edition 8G. Hier ist die Karte im Gaming-Mode eingestellt und zeigt daher die entsprechenden Taktraten.

Wie bisher schon viele Tests mit den neuen GPUs – egal ob von AMD oder NVIDIA – im Zusammenspiel mit den Custom-Kühlungen gezeigt haben, ist das Zusammenspiel von Temperatur und Takt entscheidend für die Leistung der Karte. Dies hat sich auch im ersten Roundup zur GeForce GTX 1080 schon gezeigt.

Gegenüberstellung von Temperatur und Takt
Spiel Temperatur Takt
The Witcher 3: Wild Hunt 69 °C 1.986 MHz
Rise of the Tomb Raider 69 °C 1.999 MHz
Hitman 69 °C 1.999 MHz
Far Cry Primal 68 °C 1.986 MHz
DiRT Rallye 69 °C 1.986 MHz
Anno 2205 69 °C 1.999 MHz
The Division 69 °C 1.999 MHz
Fallout 4 68 °C 1.986 MHz
DOOM 68 °C 1.986 MHz

Mindestens 1.936 MHz soll die Gigabyte Aorus GeForce GTX 1080 xtreme edition 8G erreichen, wenn die Bedingungen wie maximaler Verbrauch und GPU-Temperatur stimmen. In den Tests wurde die GPU nicht wärmer als 69 °C und demnach ist das Verbrauchslimit der einschränkende Faktor und sorgt dafür, dass die Karte nicht höher als 1.999 MHz taktet. Im bisherigen Testfeld gehört sie damit aber auch zu den schnellsten Karten. Vom Overclocking erwarten wir uns später aber noch etwas höhere Werte.


Bevor wir uns nun die Gigabyte Aorus GeForce GTX 1080 xtreme edition 8G etwas genauer anschauen, werfen wir noch einmal einen Blick auf die wichtigsten technischen Daten zum Kühler, PCB und zu den weiteren Ausstattungsmerkmalen.

Gigabyte Aorus GeForce GTX 1080 xtreme edition 8G
Länge des PCBs 265 mm
Länge mit Kühler 288 mm
Slothöhe 2,5 Slots
zusätzliche Stromanschlüsse 2x 8-Pin
Lüfterdurchmesser 3x 100 mm
Display-Anschlüsse

1x HDMI 2.0b
3x Displayport 1.3/1.4
1x Dual-Link-DVI

Lüfter aus im Idle Ja (ab 42 °C)

Mit einer Gesamtlänge von 288 mm ist die Gigabyte Aorus GeForce GTX 1080 xtreme edition 8G nun wirklich nicht mehr als kompakte Karte zu bezeichnen, hält sich allerdings an die ATX-Spezifikation. Wahrlich wuchtig ist der Eindruck der Karte auch durch die Höhe von 2,5 Slots. Auf die weiteren Details wie die zusätzliche Strom- und Spannungsversorgung sowie Kühlung etc. gehen wir später noch genauer ein.

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Der wuchtige Kühler ist sicherlich das erste Merkmal der Karte, welches ins Auge sticht. Von der Karte selbst ist bis auf den PCI-Express-Steckplatz wenig zu sehen. Der Aorus-Schriftzug und das dazugehörige Logo befindet sich auf den drei Lüfternaben. Vier Streben bilden über den mittleren Lüfter hinweg ein Kreuz und wirken als stabilisierendes Element, welches alles zusammenhält. Auf die Details gehen wir später noch etwas genauer ein.

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Auf der Rückseite werden dann die ersten Unterschiede zur Extreme Edition erkennbar, denn anstatt einer schnöden schwarzen Backplate versieht Gigabyte sein neues Modell zum einen mit einer auffälligen Kupferbackplate auf der Rückseite der GPU und zum anderen mit einem beleuchteten Aorus-Logo. Auf die Beleuchtung gehen wir in einem Video noch genauer ein. Inzwischen gehört eine RGB-LED-Beleuchtung ja fast schon zum Standard. Ob diese nun gewünscht ist oder nicht, hängt vom jeweiligen Käufer ab.

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Die drei Lüfter der Gigabyte GeForce GTX 1080 Xtreme Gaming haben allesamt einen Durchmesser von 100 mm. Im Idle-Zustand bleiben alle drei Lüfter stehen. Dies geschieht bei einer GPU-Temperatur von 42 °C. Steigt diese aufgrund der Last auf 54 °C an, beginnen die Lüfter mit ihrer Arbeit und drehen dabei mit maximalen 1.780 Umdrehungen pro Minute.

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Da nicht alle drei Lüfter mit einem Durchmesser von 100 mm mit der Länge der Karte zusammenpassen würden, hat Gigabyte den mittleren Lüfter nach unten versetzt. Da auch dies nicht vollständig möglich ist, flacht Gigabyte die Lüfterblätter des mittleren Lüfters an den Enden etwas ab. Somit liegen diese übereinander. Der mittlere Lüfter dreht sich zudem in umgekehrter Richtung und soll den Luftstrom somit beschleunigen.

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Über die beiden SLI-Anschlüsse können weiterhin bis zu vier Karten in einem Multi-GPU-System zusammengefasst werden. Im praktischen Einsatz sind Systeme mit mehr als zwei GPUs aber nur sehr selten. Auf die Besonderheiten einer solchen Konfiguration sind wir im Rahmen unserer Tests zweier GeForce GTX 1080, GTX 1070 und NVIDIA Titan X eingegangen.

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Die zusätzliche Strom- und Spannungsversorgung erfolgt bei der Gigabyte Aorus GeForce GTX 1080 xtreme edition 8G über zwei 8-Pin-Anschlüsse. Diese übertragen laut Spezifikation eine elektrische Leistung von jeweils 150 W. Zusammen mit den 75 W, die über den PCI-Express-Steckplatz bereitgestellt werden können, können somit 375 W an die Karte geliefert werden. Dies dürfte für den Normalbetrieb mehr als ausreichen und auch ein Overclocking wird über die Versorgung nicht eingeschränkt. Wichtig ist aber auch, dass diese theoretische Leistung auch über die Spannungsversorgung an die GPU, den Speicher und die restlichen Komponenten geliefert werden können. Dazu kommen wir aber, wenn wir uns das PCB genauer anschauen.

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Auf der Stirnseite der Karte befindet sich ein weiteres Beleuchtungselement der Karte. Das Aorus-Logo und der dazugehörige Schriftzug werden per RGB-LED angesteuert. Rechts daneben befindet sich eine Anzeige, die optisch darstellt, ob die Lüfter gerade stillstehen oder nicht. Dies gibt dem Nutzer die Möglichkeit zu sehen, in welchem Zustand sich die Karte derzeit befindet.

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Auf der Slotblende vorhanden sind 3x DisplayPort 1.3/1.4, 1x HDMI 2.0b und 1x Dual-Link-DVI. Damit sollten sich die meisten Monitore problemlos anschließen lassen und Multi-Display-Setups lassen sich recht leicht durch entsprechende Adapter für DisplayPort realisieren. Auf diesem Bild ebenfalls zu sehen ist die Überhöhung des Kühlers, der mehr als die sonst üblichen zwei Slots belegt.

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Am hinteren Ende der Karte sind zwei HMDI-Anschlüsse zu finden. Diese Funktion nennt Gigabyte VR Link. Über beiliegende HDMI-Kabel und einem 5,25-Zoll-Einschub lassen sich die beiden HDMI-Anschlüsse an die Front des Rechners bringen, um die maximale Kabellänge der aktuellen VR-Headsets HTC Vive und Oculus Rift ausnutzen zu können. Auch EVGA bietet bei einigen Karten eine ähnliche Funktion. Die Karte erkennt dabei, wo der Nutzer die HDMI-Anschlüsse verbunden hat und deaktiviert entsprechend diejenigen an der Slotblende oder umgekehrt.

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Der Größenunterschied zwischen dem PCB der Karte und der Kühlung ist eklatant. Sowohl in der Länge als auch in der Breite überragt der Kühler das PCB deutlich. Auf dem Bild sind auch noch einmal die Endpunkte der fünf großen Heatpipes zu sehen.

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Noch einmal ein Blick auf die Rückseite der Karte und das dort platzierte beleuchtete Logo. Gigabyte verwendet hier eine Plexiglasplatte, die das Licht der RGB-LEDs diffus verteilen soll, sodass die Fläche gleichmäßig beleuchtet wirkt.


Auf der folgenden Seite gehen wir weiter auf die Details der Karte ein.

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Eines der Highlights der Karte ist sicherlich die Backplate aus Kupfer, die sich auf dem rückseitigen Bereich der GPU befindet. Mit dieser Maßnahme möchte Gigabyte eventuelle Hotspots in diesen Bereich minimieren. Über die Sinnhaftigkeit lässt sich sicherlich streiten, denn auch wenn der rückseitige Bereich oft sehr warm wurde, so dürfte dies in der Praxis kein großes Problem dargestellt haben. In den Temperaturmessungen für die GPU konnten wir keinerlei Unterschiede feststellen.

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Ohne Kühler wird der Blick auf das nackte PCB frei. Die linke Hälfte des PCBs ist dabei der GPU und den acht Speicherchips vorbehalten. Darauf folgt rechts die Reihe an Spannungsphasen mit den dazugehörigen Komponenten. Ganz rechts befinden sich ebenfalls Komponenten der Spannungsversorgung, aber auch solche für die Ansteuerung der Beleuchtung sowie die dazugehörige Messelektronik.

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Auf zwei Seiten rund um die GPU platziert befinden sich die acht Speicherchips aus dem Hause Micron. Micron ist bisher der einzige Hersteller, der GDDR5X-Speicher an NVIDIA bzw. die Partner liefert. Ob Speichertechnologien wie GDDR5X in weiteren Ausbaustufen oder GDDR6 in Zukunft eine wichtigere Rolle spielen werden, bleibt abzuwarten. Im High-End-Bereich wird High Bandwidth Memory der 2. Generation in diesem Jahr sicherlich auch auf dem Desktop Einzug halten.

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14+2 Spannungsphasen sieht Gigabyte für die Aorus GeForce GTX 1080 xtreme edition 8G vor. Ein Load Balancer soll die Last zwischen den Spannungsphasen ausgleichen. Ein Temperaturschutz soll die Komponenten vor Überhitzung schützen. Außerdem setzt Gigabyte laut eigenen Angaben nur hochwertige Komponenten ein. Mit diesen 14+2 Phasen ist der Nutzer für den Alltagsbetrieb samt Übertaktung und Kühlung mittels Wasser bestens gerüstet. Erst darüber hinaus und unter Zuhilfenahme einer Kühlung mittels flüssigem Stickstoff werden die Unterschiede bei der Spannungsversorgung dann wichtig.

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Im hinteren Bereich des PCBs befinden sich neben weiteren Komponenten der Strom- und Spannungsversorgung auch noch einige Anschlüsse für die Beleuchtung. Zu sehen sind auch einige Shunt-Widerstände, die besonders niederohmig sind und zur Messungen des Stromflusses herangezogen werden.

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Entfernt man auch die Backplate, muss darauf geachtet werden, das kurze Kabel der RGB-Beleuchtung nicht abzureißen, sondern vorsichtig vom Stecker zu ziehen. Die meisten Käufer dieser Karte werden aber ohnehin nicht in die Verlegenheit kommen die Backplate zu demontieren. Die Beleuchtung und die Streuplatte werden mit einfachen schwarzen Klebeband an ihrem Platz gehalten.

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Ohne die Backplate wagen wir einen Blick auf die Rückseite des PCBs. Allerdings gibt es hier, abgesehen von der Kupfer-Backplate, wenige Besonderheiten zu sehen. Sehr schön ist der rückseitige Bereich der Spannungsphasen zu erkennen. Die Überhöhung nach den PCI-Express-Stromanschlüssen zeigt außerdem, um wieviel das PCB das Normalmaß einer solchen Platine überragt.

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Noch einmal ein gesonderter Blick auf die kleine Backplate aus Kupfer. Sie soll die Abwärme auf der Rückseite des PCBs besser aufnehmen können. 

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Der Kühler der Karte besteht zunächst einmal aus einer großen Bodenplatte aus Kupfer, die auf der GPU und den Speicherchips aufsitzt. Weitere Bereiche dieser Kupferbasis sind aber gar nicht von einer Komponente abgedeckt.

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Bei einem genauen Blick auf die Basisplatte aus Kupfer wird deutlich, wie klein die Auflagefläche der GPU nur ist. Nur ein Bruchteil der Fläche des Kühlers wird durch die GPU abgedeckt. Die acht Speicherchips sind jeweils mit einem Wärmeleitpad versehen, um den Kontakt zwischen Chip und Kühler zu verbessern.

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Die weiteren Komponenten der Karte, die eine aktive Kühlung benötigen, werden auf dem Kühler direkt durch eine kleine Aluminiumplatte kontaktiert. Während in der Basisplatte aus Kupfer auch sechs Heatpipes, ebenfalls aus Kupfer, zum Einsatz kommen, übertragen die restlichen Komponenten die Abwärme direkt in den Kühlkörper aus Aluminium.

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Über die Software kann die Karte in die verschiedenen Leistungsmodi wechseln. Neben Silent, Gaming und OC steht auch noch ein manueller Modus zur Verfügung, in dem der Nutzer die Taktraten selbst bestimmen kann. Entsprechend mit einem Autostart versehen bootet die Karte auch immer mit den gewünschten Taktraten.


Die Software in Form der Spiele und Benchmarks haben wir umgestellt, die Hardware ist aber weitestgehend identisch geblieben. Um möglichst praxisnah zu testen, befindet sich das Testsystem in einem geschlossenen Gehäuse. Zudem befindet sich zwar das Windows 10 auf der SSD, die Spiele mussten wir aber auf eine Festplatte auslagern. Den Tests tut dies aber keinen Abbruch.

Das Testsystem
Prozessor Intel Core i7-3960X 3,3 @ 3,9 GHz
Kühlung Corsair H110i GT All-in-One-Wasserkühlung
Mainboard ASUS P9X97 Deluxe
Arbeitsspeicher G.Skill
SSD OCZ Arc 100 240 GB
Netzteil Seasonic Platinum Series 1.000 Watt
Betriebssystem Windows 10 64 Bit
Gehäuse Fractal Design Define R5

Folgende Treiber kamen für die Tests zum Einsatz:

Folgende Spiele und Benchmarks haben wir verwendet:


Die Messungen beginnen wir wie immer mit der Lautstärke, schauen uns dann aber auch die Leistungsaufnahme und GPU-Temperaturen an.

Lautstaerke

Idle

in dB(A)
Weniger ist besser

Wie bei allen modernen Grafikkarten schaltet auch Gigabyte die drei Lüfter im Idle-Betrieb ab einer GPU-Temperatur von 42 °C ab. Die Karte ist demnach als semipassiv anzusehen und gibt in diesem Zustand keinerlei Geräusche von sich. Ob die Lüfter stillstehen, ist aber nicht nur hörbar, sondern wird durch eine LED-Anzeige auf der Stirnseite der Karte auch deutlich angezeigt.

Lautstaerke

Last

in dB(A)
Weniger ist besser

Im Last-Betrieb ordnet sich die Karte dann mitten im Testfeld ein, gehört dabei aber eher zu den leiseren Modelle der GeForce GTX 1080. Einige Modelle sind noch etwas leiser, dies soll die Leistung der Gigabyte Aorus GeForce GTX 1080 xtreme edition 8G aber nicht mindern. Offenbar hat Gigabyte die Zeit genutzt und noch etwas an der Lüfterkurve gedreht.

Temperatur

Idle

in Grad C
Weniger ist besser

Die Idle-Temperatur ist mit 42 °C etwas höher und der Wert liegt genau auf der Abschalttemperatur. Bei längerem Idle-Betrieb fällt die Temperatur natürlich noch etwas, wir messen die Idle-Temperatur nach 20 Minuten und somit ist dieser Wert auch nicht weiter verwunderlich. Da die Lüfter erst wieder ab einer GPU-Temperatur von 54 °C anfangen sich zu drehen, stellt dies auch kein größeres Problem dar.

Temperatur

Last

in Grad C
Weniger ist besser

Unter Last wird die GPU nicht wärmer als 69 °C. Damit stellt die Temperatur keine Hürde für den Boost-Mechanismus dar, die Karte wird eher durch das Power-Target limitiert. Mit diesen 69 °C hätte die Karte auch noch etwas Luft, um an der Lüftersteuerung niedrigere Drehzahlen zu verwenden, was die Karte unter Last noch etwas leiser macht und die GPU-Temperatur nur leicht ansteigen lässt.

Leistungsaufnahme (Gesamtsystem)

Idle

in W
Weniger ist besser

Beim Idle-Stromverbrauch gibt es innerhalb aller Modelle der GeForce GTX 1080 keine großen Unterschiede. Da die Spannungen und Taktraten überall abgesenkt werden und es keinerlei Fehler in den entsprechenden Mechanismen gibt, liegen alle Karten hier auch auf gleichem Niveau.

Leistungsaufnahme (Gesamtsystem)

Last

in W
Weniger ist besser

Unter Last verbraucht die Karte natürlich deutlich mehr und entsprechend der höheren Spannung nebst gesteigerten Taktraten liegt der Verbrauch der Karte auf dem Niveau der Konkurrenz. Einen übermäßigen Verbrauch konnten wir nicht feststellen.

Leistungsaufnahme (Gesamtsystem)

Idle - 2 Monitore

in W
Weniger ist besser

Wiederum keinerlei Probleme sehen wir für den Betrieb mit mehreren Monitoren. Die Leistungsaufnahme des Gesamtsystems steigt nur unwesentlich an und stellt damit in diesem Bereich keine Hürde dar.


Futuremark 3DMark

Der 3DMark von Futuremark gehört zu den beliebtesten synthetischen Benchmarks und bietet damit eine breite Basis für den Vergleich unterschiedlicher Systeme oder einzelner Komponenten. Dabei bieten die unterschiedlichen Presets die Möglichkeit das System auf unterschiedliche Herausforderungen zu testen - bis hin zu UltraHD/4K-Auflösungen. Ursprünglich als reiner DirectX-11-Benchmark entwickelt bietet der 3DMark inzwischen auch die Möglichkeit sich eine Leistungs-Domäne von DirektX 12 genauer anzuschauen, die sogenannten Draw Calls.

Futuremark 3DMark

Fire Strike

Futuremark-Punkte
Mehr ist besser

Futuremark 3DMark

Fire Strike Extreme

Futuremark-Punkte
Mehr ist besser

Futuremark 3DMark

Fire Strike Ultra

Futuremark-Punkte
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Luxmark 3.0

Der Luxmark 3.0 ist ein Render-Benchmarks, der auf die OpenCL-Schnittstelle zurückgreift und damit eine breite Hardware-Basis adressiert. Der Luxmark wurde als Programm zur Leistungsbestimmung für den LuxRender entwickelt. Die LuxRender-2.x-API wird verwendet um eine Szene zu berechnen. Die Ausgabe erfolgt in Samples pro Sekunde.

Luxmark 3.0

Sala

Punkte
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GPUPI 2.2

Mit Hilfe von GPUPI wird Pi auf Basis unterschiedlicher Schnittstellen berechnet. Möglich ist die Berechnung auf Prozessoren sowie Grafikkarten und Programme wie SuperPi und ähnliche dienen schon lange als Möglichkeit die Rechenleistung von Hardware zu bestimmen. GPUPI verwendet, wie der Name schon sagt, die GPU der Grafikkarte zu Berechnung. Wir verwenden dazu die OpenCL-API und lassen Pi auf 500 Millionen oder 1 Milliarde Stellen berechnen. GPUPI beschreibt besonders gut die 64 Bit Integer Performance der Hardware.

GPUPI 2.0

500M

Sekunden
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GPUPI 2.0

1000M

Sekunden
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The Witcher 3: Wild Hunt ist ein Rollenspiel und basiert auf der Hintergrundgeschichte und Spielwelt der Buchvorlage von Andrzej Sapkowski. Als Geralt von Riva gilt es sich durch eine mittelalterliche Fantasiewelt zu schlagen und sich dabei zahlreichen Aufgaben zu stellen. Als Spieleengine kommt die von CD Project Red eigens entwickelte Red Engine in der Version 3 zum Einsatz. Für ein Open-World-Rollenspiel setzt sie neue Maßstäbe bei der grafischen Darstellung.

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Mit Dirt Rally legte Codemasters den Fokus im Gegensatz zu seinen Vorgängern wieder mehr auf Simulation. Im Spiel enthalten sind 17 Autos, u. a. Audi S1 quattro, Lancia Delta und Ford Fiesta RS WRC, sowie 36 Etappen in drei Gebieten: Wales, Griechenland und Monte Carlo. Im Laufe des Jahres sollen weitere Inhalte in Form von Updates über Steam in das Spiel gebracht werden, dazu gehören Pikes Peak, Rally Deutschland sowie Inhalte der FIA Rallycross Championship.

DiRt Rally

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