Von ASUS bis ZOTAC: Vier Modelle der GeForce GTX 1050 Ti im Test

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nvidia gtx1050ti 4er round up teaserSeit Ende Oktober gibt es die aktuelle Pascal-Generation von NVIDIA auch für unter 200 Euro. Tatsächlich bekommt man hier nicht nur viel Leistung fürs Geld, sondern obendrein einen sehr effizienten 3D-Beschleuniger, wie unser Launch-Test zur NVIDIA GeForce GTX 1050 Ti pünktlich zum Marktstart eindrucksvoll zeigte. In der Zwischenzeit sind weitere Boardpartner-Karten in der Hardwareluxx-Redaktion eingetroffen, welche wir uns in diesem Test näher ansehen.

Mit der NVIDIA GeForce GTX 1050 Ti und der kleineren GeForce GTX 1050 schickte die kalifornische Grafikschmiede Ende Oktober zwei weitere Ableger der aktuellen Pascal-Generation ins Rennen. Gegenüber den bisherigen Ablegern wurde der GP107-Chip weiter beschnitten und damit abermals weniger komplex und leistungsstark gemacht. Das ist nicht nur für NVIDIA günstiger, auch die Kunden profitieren von deutlich kompakteren Grafikkarten, die mit weniger aufwendigen Kühlsystemen versehen werden und gleichzeitig eine geringere Leistungsaufnahme aufweisen. Mit der GP107-GPU wechselte man außerdem den Fertiger. Während die bisherigen Pascal-Chips im 16-nm-FinFET-Verfahren bei TSMC produziert werden, läuft der GP107 in 14 nm bei Samsung vom Band. Die hohe Effizienz aber bleibt, wie unsere ersten Leistungsanalysen pünktlich zum Markstart zeigten. Leistung für Full HD gibt es genug, aktuelle Grafikkracher können problemlos mit der NVIDIA GeForce GTX 1050 Ti gespielt werden – in höheren Auflösungen geht ihr allerdings schnell die Puste aus. Dafür gibt es die ersten Modelle schon für deutlich unter 200 Euro.

Im Vergleich zur Vorgänger-Generation konnte NVIDIA Effizienz und Leistung deutlich verbessern, gegenüber der Konkurrenz stellt sie das perfekte Mittelding dar. Die GeForce-Karte ist zwar ein gutes Stück teurer als die Radeon RX 460 von AMD, leistet dafür aber auch ein paar FPS mehr. Die Radeon RX 470 ist schneller, dafür teurer. Um sich wirklich voneinander absetzen zu können, müssen sich also die Hersteller etwas einfallen lassen: Sei es beim Kühlsystem mit besonders niedrigerer Geräuschkulisse oder bei der Performance mit höheren Taktraten. Wir haben vier verschiedene Boardpartner-Karten der GeForce GTX 1050 Ti von ASUS, Gigabyte, MSI und ZOTAC miteinander verglichen.

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Vier unterschiedliche Boardpartner-Modelle

Für unser kleines Roundup zur NVIDIA GeForce GTX 1050 Ti versorgten uns ASUS, Gigabyte, MSI und ZOTAC mit ihren jeweiligen Topmodellen. Gegenüber der NVIDIA-Vorlage, welche allerdings nur auf dem Papier existiert, sind sie allesamt übertaktet und werden von unterschiedlichen Kühlsystemen auf Temperatur gebracht. Während die ASUS ROG Strix GeForce GTX 1050 Ti OC auf den altbekannten Strix-Kühler in etwas abgespeckter Form gegenüber den bisherigen GeForce-Karten setzt, vertraut MSI bei seiner GeForce GTX 1050 Ti Gaming X 4GB auf den TwinFrozr-VI-Kühler. Gigabyte schnallt sein WindForce-Modell auf, dessen Kupfer-Heatpipes direkt auf dem Grafikprozessor aufliegen, während ZOTAC bei seiner GeForce GTX 1050 Ti OC Edition auf einen deutlich kompakteren Dual-Slot-Kühler setzt. 

Die Mindestvorgaben für Chip und Speicher liegen bei der GeForce GTX 1050 Ti bei 1.290/1.392/1.752 MHz. ASUS, Gigabyte und ZOTAC legen den garantierten Boost-Takt von NVIDIA jeweils als Basis-Takt an und schrauben somit den garantierten Mindesttakt auf 1.506 MHz. Zumindest auf dem Papier liegen damit alle drei Karten dicht beieinander – Unterschiede dürften sich lediglich beim tatsächlich erreichten Boost-Takt ergeben, der abhängig von Lastzustand und Kühlsystem ist. Die MSI GeForce GTX 1050 Ti Gaming X 4GB fällt hier etwas aus dem Raster. Sie ist zumindest auf dem Papier mit einem Basis- und Boost-Takt von 1.379 respektive 1.493 MHz nicht ganz so hoch getaktet wie die restlichen Vertreter des Testfeldes, dafür dreht sie beim Speichertakt auf. Während es die anderen drei Hersteller beim Standard-Takt von 1.752 MHz belassen, lässt MSI seinen Ableger mit 1.777 MHz arbeiten, was die Speicherbandbreite etwas erhöht. Ansonsten setzen alle Ableger auf den unveränderten GP107, dessen Architektur-Aufbau wir in unserem Launch-Artikel bereits ausführlich aufgezeigt haben.

Preislich liegen alle Modelle dicht beieinander und sind zwischen 170 und 179 Euro angesiedelt, wobei die ZOTAC-Karte das günstigste und das ASUS-Modell das teuerste Modell ist. 

Die technischen Daten der Modelle in der Übersicht
Modell ASUS ROG Strix GeForce GTX 1050 Ti OC Gigabyte GeForce GTX 1050 Ti G1 Gaming MSI GeForce GTX 1050 Ti Gaming X 4GB ZOTAC GeForce GTX 1050 Ti OC Edition
Straßenpreis etwa 179 Euro etwa 178 Euro etwa 175 Euro  etwa 170 Euro 
Homepage www.asus.com www.gigabyte.de www.msi.com www.zotac.com
Technische Daten
GPU GP107 GP107 GP107 GP107
Fertigung 14 nm 14 nm 14 nm 14 nm
Transistoren 3,3 Milliarden 3,3 Milliarden 3,3 Milliarden 3,3 Milliarden
GPU-Takt (Base Clock) 1.392 MHz 1.392 MHz 1.379 MHz 1.392 MHz
GPU-Takt (Boost Clock) 1.506 MHz 1.506 MHz 1.493 MHz 1.506 MHz 
Speichertakt 1.752 MHz 1.752 MHz 1.777 MHz 1.752 MHz 
Speichertyp GDDR5 GDDR5 GDDR5 GDDR5 
Speichergröße 4 GB 4 GB 4 GB  4 GB
Speicherinterface 128 Bit 128 Bit 128 Bit 128 Bit 
Speicherbandbreite 112,1 GB/s 112,1 GB/s 113,7 GB/s 112,1 GB/s 
DirectX-Version 12 12 12 12 
Shadereinheiten 768 768 768 768 
Textureinheiten 48 48 48 48 
ROPs 32 32 32 32 
SLI/CrossFire - - -

Wie groß die Unterschiede bei der Performance, der Leistungsaufnahme, der Lautstärke und dem Overclocking-Potential ausfallen werden, das zeigen wir auf den nachfolgenden Seiten auf.


ASUS stellt für die NVIDIA GeForce GTX 1050 Ti gleich mehrere Modelle zur Auswahl. Neben der von uns getesteten ASUS ROG Strix GeForce GTX 1050 Ti OC gibt es auch eine Non-OC-Version, die mit gleichem Kühler und Layout daherkommt, aber auf das werksseitige Taktplus verzichtet. Etwas günstiger geht es mit der Phoenix, deren PCB deutlich kompakter ausfällt und deren Kühlsystem mit nur einem einzigen Lüfter auskommen muss. Je nach Modell gibt es aber auch hier ein kleineres Taktplus. Ebenfalls im Angebot hat man wieder die weiße Dual-Version. Hier kommen jedoch nicht zwei Grafikchips zum Einsatz, sondern zwei Lüfter. Sie ist preislich oberhalb der Strix-Modelle angesiedelt.

asus gtx1050ti
GPU-Z-Screenshot zur ASUS ROG Strix GeForce GTX 1050 Ti OC

Während NVIDIA für seine GeForce GTX 1050 Ti Taktraten von 1.290 bzw. 1.392 MHz im Basis- und Boost-Takt vorsieht, erhöht ASUS bei seiner ROG Strix OC diese auf 1.392 respektive 1.506 MHz, was sie auch schneller als die bisher von uns getesteten Ableger aus unserem Launch-Artikel macht. Der 4.096 MB große GDDR5-Videospeicher, welcher über ein 128 Bit breites Interface anbindet, macht sich allerdings weiterhin mit dem spezifizierten Takt von 1.752 MHz ans Werk und bringt es so auf eine Bandbreite von rund 112 GB/s. Chip und Speicher steht eine 4+1-phasige Spannungsversorgung zur Verfügung. Mit Strom versorgt wird die Karte über einen zusätzlichen 6-Pin-PCI-Express-Stromstecker, den ASUS im Hinblick auf die höheren Taktraten und das Overclocking-Potential nicht ausgespart hat. 

Die ASUS ROG Strix GeForce GTX 1050 Ti OC in der Übersicht
Modell ASUS ROG Strix GeForce GTX 1050 Ti OC NVIDIA GeForce GTX 1050 Ti
Straßenpreis etwa 179 Euro ab 155 Euro
Homepage www.asus.com www.nvidia.de
Technische Daten
GPU GP107 GP107 
Fertigung 14 nm 14 nm 
Transistoren 3,3 Milliarden 3,3 Milliarden 
GPU-Takt (Base Clock) 1.392 MHz 1.290 MHz
GPU-Takt (Boost Clock) 1.506 MHz 1.392 MHz 
Speichertakt 1.752 MHz 1.752 MHz 
Speichertyp GDDR5 GDDR5 
Speichergröße 4 GB 4 GB 
Speicherinterface 128 Bit 128 Bit 
Speicherbandbreite 112,1 GB/s 112,1 GB/s 
DirectX-Version 12 12 
Shadereinheiten 768 768 
Textureinheiten 48 48 
ROPs 32 32 
SLI/CrossFire -

Abgesehen von den leicht höheren Taktraten hält sich die ASUS ROG Strix GeForce GTX 1050 Ti OC strikt an die Vorgaben der kalifornischen Grafikschmiede. Ihr stehen weiterhin 768 Shadereinheiten, 48 Textureinheiten und 32 Rasterendstufen zur Verfügung.

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In der Praxis werden höhere Taktraten als die garantierten 1.506 MHz erreicht. Je nach Benchmark und Temperatur haben wir einen Takt von 1.797 bis 1.809 MHz erreicht. Die Temperaturen können sich ebenfalls sehen lassen. Sie liegen zwischen sehr guten 57 und 59 °C. Insgesamt zählt die ASUS-Karte damit schon einmal zu den schnelleren und kühleren Vertretern – so viel können wir an dieser Stelle schon einmal verraten.

Spiel Temperatur Takt
The Witcher 3: Wild Hunt 59 °C 1.797 MHz
Rise of the Tomb Raider 58 °C 1.809 MHz
Hitman 59 °C 1.797 MHz
Far Cry Primal 58 °C 1.797 MHz
DiRT Rally 57 °C 1.809 MHz
Anno 2205 58 °C 1.797 MHz
The Division 58 °C 1.809 MHz
Fallout 4 58 °C 1.797 MHz
DOOM 58 °C 1.797 MHz

Bevor wir uns die ASUS ROG Strix GeForce GTX 1050 Ti OC etwas genauer anschauen, werfen wir noch einmal einen Blick auf die wichtigsten technischen Daten zum Kühler, PCB und den weiteren Ausstattungsmerkmalen.

ASUS ROG Strix GeForce GTX 1050 Ti OC
Länge des PCBs 243 mm
Länge mit Kühler 243 mm
Slothöhe 2,0 Slots
zusätzliche Stromanschlüsse -
Lüfterdurchmesser 2x 100 mm
Display-Anschlüsse

1x HDMI 2.0b
2x Displayport 1.3/1.4
2x Dual-Link-DVI

Lüfter aus im Idle Ja

Mit einer Gesamtlänge von 243 mm fällt die ASUS ROG Strix GeForce GTX 1050 Ti OC deutlich größer aus als man es bei einer 200-Euro-Karte vermuten würde. Dafür gibt es eine aufgemöbelte Strom- und Spannungsversorgung und einen leistungsstarken Dual-Slot-Kühler, der mit zwei riesigen 100-mm-Lüftern, zwei dicken Kupfer-Heatpipes und zahlreichen Aluminiumfinnen bestückt ist. 

In unserem Preisvergleich wird die ASUS ROG Strix GeForce GTX 1050 Ti OC derzeit ab 179 Euro geführt, was sie zum teuersten Ableger unseres heutigen Testfeldes macht. Die günstigsten Modelle gibt es schon für unter 150 Euro – der Aufpreis liegt hier also bei knapp 30 Euro.


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Optisch hat die ASUS ROG Strix GeForce GTX 1050 Ti OC viel mit den bisherigen Serienablegern der Pascal-Generation gemein. ASUS setzt auf ein schwarzes Kühlsystem, das dank des Aura-Beleuchtungssystems im Betrieb ein bisschen Farbe bekommt.

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Gekühlt wird die GP107-GPU von einem Dual-Slot-Kühler, der mit zwei riesigen 100-mm-Lüftern ausgerüstet ist. Sie stellen ihre Arbeit im Leerlauf bis zum Erreichen eines bestimmten Temperatur-Levels natürlich ein – das machen aktuell fast alle modernen Grafikkarten.

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Zur besseren Stabilität und Kühlung der Grafikkarte hat ASUS seiner ROG Strix GeForce GTX 1050 Ti OC eine Backplate spendiert, die einige Aussparungen für wichtige Bauteile bereithält.

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Das ROG-Logo, aber auch der Schriftzug an der Stirnseite der Grafikkarte kann im Betrieb vom Aura-Beleuchtungssystem beleuchtet werden. Einstellen lassen sich über die Software nicht nur die Effekte, sondern natürlich auch die Farbe. Die Karte verfügt über RGB-LEDs.

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Auf der Dual-Slot-Blende stehen die üblichen Anschlüsse bereit. Hier gibt es neben einem HDMI-2.0-Port und einem DisplayPort-Ausgang auch zwei DVI-Anschlüsse. Zur besseren Durchlüftung der Grafikkarte ist die obere Hälfte des Slotblechs außerdem mit dicken Lüftungsschlitzen versehen. 

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NVIDIA stellt es seinen Boardpartnern frei, der GeForce GTX 1050 Ti einen zusätzlichen Stromstecker zu verpassen. ASUS entschied sich hier für einen entsprechenden 6-Pin-PCI-Express-Stromstecker, womit der 3D-Beschleuniger zusammen mit den 75 W, welche über das PCIe-Interface bereitgestellt werden, theoretisch bis zu 150 W aus dem Netzteil saugen könnte.


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Der Kühler wird über vier Schrauben, die rings um den Grafikprozessor angebracht sind, mit dem PCB verbunden. Mit Strom versorgt werden müssen aber nicht nur die Lüfter, sondern auch das Beleuchtungssystem, weshalb die ASUS ROG Strix GeForce GTX 1050 Ti OC über zusätzliche Stecker auf dem PCB verfügt.

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Da das Platinenlayout im Hinblick auf den mächtigen Kühler künstlich verlängert wurde, hinterlässt das PCB einen sehr aufgeräumten Eindruck. Im vorderen Teil befinden sich die vier Phasen für die GPU, im hinteren Teil gibt es eine weitere für den insgesamt 4.096 MB großen GDDR5-Videospeicher, welcher in unserem Fall von Samsung stammt.

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Zur Verfügung steht nicht nur eine aufgemöbelte Spannungsversorgung, auch die Stromversorgung hat ASUS aufgewertet. An die Karte muss ein zusätzlicher 6-Pin-Stecker gesteckt werden. Aber auch die beiden Lüfter und das Beleuchtungssystem wollen mit Strom versorgt werden. Insgesamt müssen drei Steckverbindungen des Kühlers mit dem PCB verbunden werden.

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Direkt auf dem Grafikprozessor liegen zwei dicke Kupfer-Heatpipes auf, die die Abwärme der GPU U-förmig an die zahlreichen Aluminiumfinnen weiterleiten. Von dort aus wird die Abwärme über die beiden 100-mm-Lüfter auf der Rückseite an das Gehäuse-Innere des PCs abgegeben.

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Im Lieferumfang der ASUS ROG Strix GeForce GTX 1050 Ti OC befindet sich neben einer Treiber-CD und einer Schnellstart-Anleitung noch ein Gutscheincode für War Thunder sowie ein paar Kabelbinder. Einen Adapter für die Stromversorgung der Grafikkarte liefert man allerdings nicht mit.


Die Homepage von Gigabyte listet sogar fünf verschiedene Modelle der NVIDIA GeForce GTX 1050 Ti. Neben der von uns getesteten G1 Gaming gibt es auch hier Ableger mit abgespeckten Kühlsystem und weniger aggressiver Übertaktung. Das Einstiegsmodell muss mit einem Single-Fan-Kühler auskommen, ist gegenüber der NVIDIA-Vorlage aber schon minimal übertaktet. Danach folgen die WindForce-Modelle, welche sich eigentlich nur innerhalb ihrer Taktraten unterscheiden. Die G1 Gaming bildet das Flaggschiff der Produktfamilie.

gigabyte gtx1050ti gaming
GPU-Z-Screenshot zur Gigabyte GeForce GTX 1050 Ti G1 Gaming

Sie bringt es auf einen Basis-Takt von 1.392 MHz und kann je nach Temperatur und Lastzustand im Boost-Modus eine Frequenz von mindestens 1.506 MHz erreichen. Der Speicher fasst 4.096 MB an Daten und bindet wie gewohnt über ein 128 Bit breites Interface an. Seine Geschwindigkeit hat Gigabyte allerdings nicht erhöht. Die GDDR5-Chips machen sich weiterhin mit 1.752 MHz ans Werk. Die höchsten Taktraten werden allerdings nur dann erreicht, wenn man den OC-Modus über die hauseigene Software freigeschaltet hat. 

Die Gigabyte GeForce GTX 1050 Ti G1 Gaming in der Übersicht
Modell Gigabyte GeForce GTX 1050 Ti G1 Gaming NVIDIA GeForce GTX 1050 Ti
Straßenpreis etwa 178 Euro ab 155 Euro
Homepage www.gigabyte.com www.nvidia.de
Technische Daten
GPU GP107 GP107 
Fertigung 14 nm 14 nm 
Transistoren 3,3 Milliarden 3,3 Milliarden 
GPU-Takt (Base Clock) 1.392 MHz 1.290 MHz
GPU-Takt (Boost Clock) 1.506 MHz 1.392 MHz 
Speichertakt 1.752 MHz 1.752 MHz 
Speichertyp GDDR5 GDDR5 
Speichergröße 4 GB 4 GB 
Speicherinterface 128 Bit 128 Bit 
Speicherbandbreite 112,1 GB/s 112,1 GB/s 
DirectX-Version 12 12 
Shadereinheiten 768 768 
Textureinheiten 48 48 
ROPs 32 32 
SLI/CrossFire -

Ansonsten entspricht die Gigabyte GeForce GTX 1050 Ti G1 Gaming natürlich den restlichen Vorgaben der GP107-GPU. Bereit stehen weiterhin 768 Shadereinheiten, 48 Textureinheiten und 32 Rasterendstufen. 

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Wie die meisten Karten erreicht auch die Gigabyte GeForce GTX 1050 Ti G1 Gaming höhere Taktraten als garantiert. Unser Testmuster macht sich mit einem Takt von 1.759 MHz ans Werk, vereinzelt lagen sogar 1.797 MHz an, womit sich die Karte leicht hinter dem ASUS-Modell positioniert. Die Temperaturen erreichten während unserer Tests je nach Benchmark und Spiel bis zu 60 °C. 

Spiel Temperatur Takt
The Witcher 3: Wild Hunt 62 °C 1.797 MHz
Rise of the Tomb Raider 60 °C 1.797 MHz
Hitman 62 °C 1.708 MHz
Far Cry Primal 61 °C 1.784 MHz
DiRT Rally 62 °C 1.797 MHz
Anno 2205 62 °C 1.797 MHz
The Division 62 °C 1.759 MHz
Fallout 4 63 °C 1.797 MHz
DOOM 63 °C 1.759 MHz

Bevor wir uns die Gigabyte GeForce GTX 1050 Ti G1 Gaming etwas genauer anschauen, werfen wir noch einmal einen Blick auf die wichtigsten technischen Daten zum Kühler, PCB und den weiteren Ausstattungsmerkmalen.

Gigabyte GeForce GTX 1050 Ti G1 Gaming
Länge des PCBs 209 mm
Länge mit Kühler 219 mm
Slothöhe 2,0 Slots
zusätzliche Stromanschlüsse -
Lüfterdurchmesser 2x 90 mm
Display-Anschlüsse

3x HDMI 2.0b
1x Displayport 1.3/1.4
1x Dual-Link-DVI

Lüfter aus im Idle Ja

Mit einer Gesamtlänge von 219 mm fällt die Gigabyte GeForce GTX 1050 Ti G1 Gaming etwas kürzer aus als das ASUS-Modell. Die Karte wäre etwas kürzer, wenn das Kühlsystem nicht 10 mm über das PCB hinausragen würde. Dafür gibt es zwei große 90-mm-Lüfter, zahlreiche Aluminiumfinnen und zwei dicke Kupfer-Heaetpipes, die sich über die gesamte Grafikkarten-Länge erstecken. 

In unserem Preisvergleich kostet die Gigabyte GeForce GTX 1050 Ti G1 Gaming derzeit etwa 178 Euro, was sie knapp unterhalb des ASUS-Modells bringt. 


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Auch die Gigabyte GeForce GTX 1050 Ti G1 Gaming ähnelt ihren größeren Schwestermodellen – man setzt auf einen schlicht schwarzen Dual-Slot-Kühler, der mit ein paar orangenen Farbakzenten aufgewertet wird. 

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Da auch die Gigabyte GeFoce GTX 1050 Ti G1 Gaming künstlich verlängert wurde, hat das Kühlsystem einiges zu bieten. Neben den beiden Heatpipes gibt es zwei große 90-mm-Lüfter, die sich um den Abtransport der Abwärme kümmern. Sie stellen ihre Arbeit im normalen Office-Betrieb ein und kühlen den 3D-Beschleuniger somit passiv und völlig lautlos.

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Auch Gigabyte hat auf der Rückseite eine Backplate angepasst. Sie stabilisiert das PCB im Hinblick auf den schweren Kühler und verbessert obendrein dessen Kühlung.

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Auf der Slotblende bietet die Karte neben einem DVI- und einem DisplayPort-Ausgang auch drei HDMI-Schnittstellen. Vor allem mit Hinblick auf VR-Headsets ist das sinnvoll.

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Ein RGB-Beleuchtungssystem gibt es auch hier. Beleuchtet werden können das Gigabyte-Logo und der Fan-Stop-Schriftzug an der Stirnseite der Grafikkarte.

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Damit die höheren Taktraten garantiert werden, aber auch ein gutes Overclocking-Potential gewährleistet wird, hat sich Gigabyte entschlossen, seiner G1 Gaming einen zusätzlichen 6-Pin-PCI-Express-Stromstecker zu verpassen. 


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Der WindForce-Kühler der Gigabyte GeForce GTX 1050 Ti G1 Gaming wird ebenfalls mithilfe von vier Schrauben mit dem PCB fixiert. Zusätzlich wird ein Passiv-Kühler für die hitzigen Spannungswandler der GP107-GPU mit dem PCB verschraubt.

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Auf Seiten der Strom- und Spannungsversorgung stellt die Gigabyte-Karte vier Phasen sowie eine 6-Pin-Buchse bereit. Das dürfte hohe Taktraten im Boost gewährleisten und obendrein im OC-Test für höhere Frequenzen sorgen. Ob das der Karte gelingt, klären wir wenige Seiten später.

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Die vier Speicherbausteine stammen ebenfalls aus dem Hause Samsung, stellen jeweils 1 GB an Speicher zur Verfügung und binden insgesamt über 128 Datenleitungen an.

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Im Gegensatz zu vielen anderen Herstellern setzt Gigabyte auf direkten Kontakt zwischen Grafikprozessor und Heatpipe. Die beiden Kupfer-Kapillare liegen direkt auf der GPU auf und verteilen sich C-förmig über die gesamte Grafikkarte.

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Beim Lieferumfang zeigt sich Gigabyte sehr zurückhaltend. Unserem Testmuster lagen gerade einmal eine Treiber-CD samt Schnellstartanleitung bei.


Von MSI gibt es derzeit drei Vertreter auf Basis der GeForce GTX 1050 Ti. Neben einer Low-Profile-Version mit simplem Kühlsystem, gibt es eine normale Variante, die von einem Single-Fan-Kühler auf Temperatur gebracht wird und sich leicht schneller ans Werk machen darf, als es NVIDIA eigentlich vorsieht. Flaggschiff des Hauses ist natürlich die GeForce GTX 1050 Ti Gaming X 4GB. Bei ihr setzt man auf einen aktuellen Dual-Slot-Kühler der TwinFrozr-VI-Reihe und dreht noch einmal deutlicher an der Taktschraube. 

msi gtx1050ti gaming
GPU-Z-Screenshot zur MSI GeForce GTX 1050 Ti Gaming X 4GB

Während die anderen Modelle unseres heutigen Testfeldes mit einem Basis- und Boost-Takt von 1.392 bzw. 1.506 MHz befeuert werden, ist die MSI GeForce GTX 1050 Ti Gaming X 4GB zumindest auf dem Papier eine Taktstufe langsamer. Sie macht sich mit Taktraten von 1.379 bzw. mindestens 1.493 MHz ans Werk. Dafür drehen die Taiwaner als einziger Hersteller an den Taktreglern für den Videospeicher. Er darf sich im OC-Modus mit 1.777 MHz ans Werk machen, was immerhin einem Taktplus von 25 MHz entspricht. Die hohen Taktraten werden allerdings erst freigeschaltet, wenn man den OC-Modus über die MSI-Gaming-App aktiviert. Andernfalls liegen sie etwas darunter. Unter der Haube gibt es eine 3+1-phasige Stromversorgung sowie hochwertige Bauteile der Military-Class-Reihe. Auf einen zusätzliche 6-Pin-PCI-Express-Stecker verzichtet die MSI-Karte nicht.

Die MSI GeForce GTX 1050 Ti Gaming X 4 GB in der Übersicht
Modell MSI GeForce GTX 1050 Ti Gaming X 4GB NVIDIA GeForce GTX 1050 Ti
Straßenpreis etwa 175 Euro ab 155 Euro
Homepage www.msi.com www.nvidia.de
Technische Daten
GPU GP107 GP107 
Fertigung 14 nm 14 nm 
Transistoren 3,3 Milliarden 3,3 Milliarden 
GPU-Takt (Base Clock) 1.379 MHz 1.290 MHz
GPU-Takt (Boost Clock) 1.493 MHz 1.392 MHz 
Speichertakt 1.777 MHz 1.752 MHz 
Speichertyp GDDR5 GDDR5 
Speichergröße 4 GB 4 GB 
Speicherinterface 128 Bit 128 Bit 
Speicherbandbreite 113,7 GB/s 112,1 GB/s 
DirectX-Version 12 12 
Shadereinheiten 768 768 
Textureinheiten 48 48 
ROPs 32 32 
SLI/CrossFire -

Abgesehen von den höheren Taktraten hält sich die MSI GeForce GTX 1050 Ti Gaming X 4GB an die Vorgaben der kalifornischen Grafikschmiede. Ihr stehen weiterhin 768 Shadereinheiten, 48 Textureinheiten und 32 Rasterendstufen zur Verfügung.

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In der Praxis erreicht die MSI GeForce GTX 1050 Ti Gaming X 4GB höhere Taktraten als mindestens garantiert werden. Unser Testmuster arbeitet durchgehend mit einer Geschwindigkeit von 1.759 MHz und ist damit die taktstabiliste Karte des Testfeldes, kommt trotz der geringsten Takrate für den Grafikprozessor auf dem Papier aber an die anderen Testkarten heran. Die Temperaturen liegen je nach Benchmark und Spiel zwischen 60 und 63 °C.

Spiel Temperatur Takt
The Witcher 3: Wild Hunt 61 °C 1.759 MHz
Rise of the Tomb Raider 60 °C 1.759 MHz
Hitman 61 °C 1.759 MHz
Far Cry Primal 63 °C 1.759 MHz
DiRT Rally 63 °C 1.759 MHz
Anno 2205 62 °C 1.759 MHz
The Division 60 °C 1.759 MHz
Fallout 4 62 °C 1.759 MHz
DOOM 61 °C 1.759 MHz

Bevor wir uns die MSI GeForce GTX 1050 Ti Gaming X 4GB etwas genauer anschauen, werfen wir noch einmal einen Blick auf die wichtigsten technischen Daten zum Kühler, PCB und den weiteren Ausstattungsmerkmalen.

MSI GeForce GTX 1050 Ti Gaming X 4GB
Länge des PCBs 213 mm
Länge mit Kühler 227 mm
Slothöhe 2,0 Slots
zusätzliche Stromanschlüsse -
Lüfterdurchmesser 2x 85 mm
Display-Anschlüsse

1x HDMI 2.0b
1x Displayport 1.3/1.4
1x Dual-Link-DVI

Lüfter aus im Idle Ja

Mit einer Gesamtlänge von 227 mm ist die MSI GeForce GTX 1050 Ti Gaming X 4GB etwas länger als das Modell von Gigabyte, aber kürzer als die Variante von ASUS. Dafür gibt es unter der Haube eine 3+1-phasige Spannungsversorgung sowie zwei kleinere 85-mm-Lüfter. Trotzdem schalten sie die Lüfter im Leerlauf auch hier ab, womit die Karte im normalen Office-Betrieb komplett passiv und damit völlig lautlos auf Temperatur gehalten wird. Das Slotblech stellt jeweils einen HDMI-, DisplayPort- und DVI-Ausgang bereit. Einer zusätzlichen Stromversorgung bedarf es auch hier.

In unserem Preisvergleich wechselt die MSI GeForce GTX 1050 Ti Gaming X 4GB derzeit für knapp 174 Euro ihren Besitzer, was sie etwas günstiger als die Vertreter von ASUS und Gigabyte macht. Gegenüber dem günstigsten Ableger bezahlt man für sie aber noch immer einen Aufpreis in Höhe von rund 24 Euro. Ob das das Kühlsystem und die höheren Taktraten wettmachen können, klären wir auf den nachfolgenden Seiten.


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Die MSI GeForce GTX 1050 Ti Gaming X 4GB setzt wie die größeren Schwestermodelle auf ein schwarz-rotes Design. Auch hier ziert das bekannte Drachen-Emblem den Kühler, welches MSI vor einigen Jahren zu seinem Gaming-Logo machte.

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Zum Einsatz kommen zwei Axiallüfter, die mit einem Durchmesser von jeweils 85 mm etwas kleiner ausfallen als die Rotoren der ASUS ROG Strix GeForce GTX 1050 Ti OC oder der Gigabyte GeForce GTX 1050 Ti G1 Gaming.

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Außerdem ist nur noch eine einzige Kupfer-Heatpipe mit von der Partie, die dafür deutlich dicker ausfällt. Nach einem zusätzlichen Stromstecker verlangt auch die MSI GeForce GTX 1050 Ti Gaming X 4GB.

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Während der obere Hälfte der Dual-Slot-Blende von zahlreichen Lüftungsschlitzen durchzogen ist, sind alle wichtigen Anschlüsse auf der unteren Hälfte untergebracht. Hier warten jeweils ein HDMI-, DVI- und DisplayPort-Ausgang auf ihre Verwendung.

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Auf eine Backplate hat MSI verzichtet. Die MSI GeForce GTX 1050 Ti Gaming X 4GB ist auf der Rückseite komplett nackt.

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Um die hohen Taktraten zu gewährleisten und das Potential für noch höhere Frequenzen weiter hinauszuzögern, bedarf es auch bei der MSI GeForce GTX 1050 Ti Gaming X 4GB einer zusätzlichen Stromversorgung, womit unser Tesmuster theoretisch bis zu 150 W aus dem Netzteil saugen könnte. 

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Beim Lieferumfang beschränkt sich MSI leider nur auf das Wesentliche und gibt seiner GeForce GTX 1050 Ti Gaming X 4Gb lediglich eine Schnellstartanleitung samt Treiber-CD sowie ein paar Aufkleber mit auf den Weg.


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Wer den Kühler von der MSI GeForce GTX 1050 Ti Gaming X 4 GB einmal herunternehmen möchte, der muss auf der Rückseite vier Schrauben lösen und die beiden Stecker für die Stromversorgung der RGB-Beleuchtung und die beiden Lüfter vom PCB entfernen.

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Aufgrund seiner künstlichen Verlängerung hinterlässt auch das PCB der MSI-Karte einen sehr aufgeräumten Eindruck. Wie bei der Gigabyte-Karte gibt es auch hier eine 3+1-phasige Spannungsversorgung für den GP107-Grafikprozessor.

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Der 4 GB große GDDR5-Videospeicher, welcher ebenfalls aus dem Hause Samsung stammt, wird hingegen über eine eigene Phase versorgt. 

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Die vier Speicherchips sind lediglich auf der Vorderseite des PCBs untergebracht und rings um die GPU herum verbaut. Sie stellen jeweils 1 GB zur Seite und binden über einen 32-Bit-Controller und damit über ein 128 Bit breites Speicherinterface an die GPU an.

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Direkt auf dem Grafikprozessor liegt eine bis zu 8 mm dicke Kupfer-Heatpipe auf, die S-förmig angebracht wurde und damit die Abwärme über die gesamte Kühlerlänge an die zahlreichen Aluminiumfinnen abgibt. An das Gehäuse-Innere abgegeben wird sie abschließend über die beiden 85-mm-Lüfter in Axialbauweise.


Von ZOTAC gibt es zur NVIDIA GeForce GTX 1050 Ti aktuell nur zwei verschiedene Ableger. Die GeForce GTX 1050 Ti Mini hatten wir bereits in unserem Launch-Artikel ausführlich getestet. Gegenüber der NVIDIA-Vorlage kann sie zwar schon ein minimales Taktplus verbuchen, die höheren Taktraten aber bekommt unsere heutige OC-Edition spendiert. Unterschiede zwischen den beiden gibt es aber auch beim Kühlsystem. Während die Mini mit einem einzigen Lüfter auskommen muss, gibt es bei der ZOTAC GeForce GTX 1050 Ti OC Edition derer gleich zwei.

zotac gtx1050ti oc
GPU-Z-Screenshot zur ZOTAC GeForce GTX 1050 Ti OC Edition

ZOTAC orientiert sich bei seiner GeForce GTX 1050 Ti OC Edition an den anderen Testkarten unseres heutigen Vergleichs – ob gewollt oder nicht. Unser Testmuster erreicht im Basis und Boost einen Takt von 1.392 bzw. 1.506 MHz. Der Speicher muss sich hingegen mit seinen spezifizierten 1.752 MHz begnügen, bindet weiterhin über ein 128 Bit breites Interface an und stellt 4.096 MB zur Verfügung. Unter der Haube gibt es eine 4-phasige Spannungsversorgung, auf einen zusätzlichen Stromanschluss wird aber verzichtet. 

Die ZOTAC GeForce GTX 1050 Ti OC Edition in der Übersicht
Modell ZOTAC GeForce GTX 1050 Ti OC Edition NVIDIA GeForce GTX 1050 Ti
Straßenpreis etwa 170 Euro ab 155 Euro
Homepage www.zotac.com www.nvidia.de
Technische Daten
GPU GP107 GP107 
Fertigung 14 nm 14 nm 
Transistoren 3,3 Milliarden 3,3 Milliarden 
GPU-Takt (Base Clock) 1.392 MHz 1.290 MHz
GPU-Takt (Boost Clock) 1.506 MHz 1.392 MHz 
Speichertakt 1.752 MHz 1.752 MHz 
Speichertyp GDDR5 GDDR5 
Speichergröße 4 GB 4 GB 
Speicherinterface 128 Bit 128 Bit 
Speicherbandbreite 112,1 GB/s 112,1 GB/s 
DirectX-Version 12 12 
Shadereinheiten 768 768 
Textureinheiten 48 48 
ROPs 32 32 
SLI/CrossFire -

Abgesehen von den leicht höheren Taktraten hält sich ZOTAC bei seiner GeForce GTX 1050 Ti OC Edition strikt an die Vorgaben der kalifornischen Grafikschmiede.

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In der Praxis erreicht die ZOTAC GeForce GTX 1050 Ti OC Edition höhere Taktraten als eigentlich angegeben. Wir haben je nach Benchmark und Spiel zwischen 1.708 bis 1.759 MHz gemessen, wobei meist 1.733 MHz anlagen. Damit siedelt sich die Karte zwar oberhalb ihres Schwestermodells an, muss sich zumindest auf dem Papier aber den anderen Vertretern dieses Vergleichs-Artikels geschlagen geben. Die Temperaturen können sich dafür sehen lassen. Wir haben gerade einmal zwischen 48 und 51 °C gemessen. Die anderen Vertreter werden deutlich wärmer.

Spiel Temperatur Takt
The Witcher 3: Wild Hunt 49 °C 1.733 MHz
Rise of the Tomb Raider 50 °C 1.733 MHz
Hitman 50 °C 1.721 MHz
Far Cry Primal 49 °C 1.708 MHz
DiRT Rally 48 °C 1.733 MHz
Anno 2205 51 °C 1.759 MHz
The Division 48 °C 1.733 MHz
Fallout 4 49 °C 1.759 MHz
DOOM 49 °C 1.721 MHz

Bevor wir uns die ZOTAC GeForce GTX 1050 Ti OC Edition etwas genauer anschauen, werfen wir noch einmal einen Blick auf die wichtigsten technischen Daten zum Kühler, PCB und den weiteren Ausstattungsmerkmalen.

ZOTAC GeForce GTX 1050 Ti OC Edition
Länge des PCBs 145  mm
Länge mit Kühler 153 mm
Slothöhe 2,0 Slots
zusätzliche Stromanschlüsse -
Lüfterdurchmesser 2x 65 mm
Display-Anschlüsse

1x HDMI 2.0b
1x Displayport 1.3/1.4
1x Dual-Link-DVI

Lüfter aus im Idle Nein

Die ZOTAC GeForce GTX 1050 Ti OC Edition fällt deutlich kürzer aus als die anderen Vertreter unseres heutigen Testfeldes und wird mit einer Gesamtlänge von gerade einmal 153 mm dem Anspruch einer 200-Euro-Karte gerecht. Die geringen Platzverhältnisse haben allerdings zur Folge, dass ZOTAC beim Kühlsystem einsparen muss. Zwar kommen weiterhin zwei Lüfter zum Einsatz, diese sind mit einem Durchmesser von 65 mm allerdings deutlich kleiner als die Rotoren von Gigabyte oder gar ASUS. Außerdem verzichtet ZOTAC auf einen zusätzlichen Stromstecker – der 3D-Beschleuniger muss sich mit den 75 W, die über das PCI-Express-Interface zur Verfügung gestellt werden, zufriedengeben. 

In unserem Preisvergleich wird die ZOTAC GeForce GTX 1050 Ti OC Edition derzeit zu einem Preis ab rund 170 Euro geführt, womit sie das günstigste Modell des Vergleichstestes ist. Gegenüber dem günstigsten Ableger aus unserem Preisvergleich bezahlt man aber noch immer etwa 20 Euro mehr.


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Verglichen mit den anderenVertretern unseres heutigen Testfeldes ist die ZOTAC GeForce GTX 1050 Ti OC Edition ein echter Winzling. Mit einer Gesamtlänge von gerade einmal 153 mm fällt sie deutlich kürzer aus und kommt damit durchaus in Frage, in kompakten ITX-Systemen im Wohnzimmer zum Einsatz zu kommen.

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Dafür musste ZOTAC das Kühlsystem deutlich abspecken. Zwar gibt es weiterhin zwei Kupfer-Heatpipes und zwei Axiallüfter, letztere fallen mit einem Durchmesser von jeweils 65 mm allerdings deutlich kleiner aus. Die Zahl der Aluminiumfinnen ist ebenfalls deutlich reduziert worden. Der Kühlung aber tut dies keinen Abbruch, wie unsere Messwerte zeigen.

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Das schlanke Kühlsystem macht eine zusätzliche Backplate auf der Rückseite hinfällig.

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Das PCB misst gerade einmal 145 mm in der Länge, das Kühlsystem ragt darüber allerdings noch einige Millimeter hinaus.

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Seiner GeForce GTX 1050 Ti OC Edition hat ZOTAC eine Single-Slot-Blende verpasst, obwohl der 3D-Beschleuniger zwei Slots in der Höhe belegt. Die Blende hält jeweils einen HDMI-, DVI- und DisplayPort-Ausgang bereit.

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Auf ein aufwendiges Beleuchtungssystem hat ZOTAC verzichtet. Das Logo an der Stirnseite ist im Betrieb aber trotzdem beleuchtet.

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Während die andere Vertreter ihren Modellen einen zusätzlichen 6-Pin-PCI-Express-Stromstecker spendieren, hat diesen ZOTAC wie schon bei seiner Mini-Version eingespart.


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Kurzes PCB, schlanker Kühler – das ist die ZOTAC GeForce GTX 1050 Ti OC Edition.

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Ihr PCB ist nicht mehr ganz so aufgeräumt wie bei den anderen Modellen – der Platz ist schließlich begrenzt.

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Trotzdem gibt es für den Grafikprozessor eine 4-phasige Stromversorgung und eine weitere für die Speicherchips. 

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Direkt auf dem Grafikprozessor liegt eine dicke Kupferplatte, von der aus die Abwärme über zwei Heatpipes an die zahlreichen Aluminiumfinnen weitergeleitet wird. Zwei 65-mm-Lüfter auf der Rückseite kümmern sich dann um den Rest.

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Wenige Dreingaben gibt es auch bei der ZOTAC GeForce GTX 1050 Ti OC Edition. ZOTAC gibt ihr lediglich eine Treiber-CD und einen Quickstart-Guide mit auf den Weg.


Die Software in Form der Spiele und Benchmarks haben wir umgestellt, die Hardware ist aber weitestgehend identisch geblieben. Um möglichst praxisnah zu testen, befindet sich das Testsystem in einem geschlossenen Gehäuse. Zudem befindet sich zwar das Windows 10 auf der SSD, die Spiele mussten wir aber auf eine Festplatte auslagern. Den Tests tut dies aber keinen Abbruch.

Hardwareluxx-Testsystem für die Grafikkarten aus dem September 2015
Hardwareluxx-Testsystem für die Grafikkarten aus dem September 2015
Das Testsystem
Prozessor Intel Core i7-3960X 3,3 @ 3,9 GHz
Kühlung Corsair H110i GT All-in-One-Wasserkühlung
Mainboard ASUS P9X97 Deluxe
Arbeitsspeicher G.Skill
SSD OCZ Arc 100 240 GB
Netzteil Seasonic Platinum Series 1.000 W
Betriebssystem Windows 10 64 Bit
Gehäuse Fractal Design Define R5

Folgende Treiber kamen für die Tests zum Einsatz:

Folgende Spiele und Benchmarks haben wir verwendet:


Die Messungen beginnen wir wie immer mit der Lautstärke, schauen uns dann aber auch die Leistungsaufnahme und GPU-Temperaturen an.

Lautstärke

Idle

in dB(A)
Weniger ist besser

Im Leerlauf schalten sich zumindest die Modelle von ASUS, Gigabyte und MSI ab – die beiden Lüfter der ZOTAC GeForce GTX 1050 Ti OC Edition tun dies nicht, halten die Grafikkarten mit einer Geräuschkulisse von 37,4 dB(A) aber dennoch sehr leise auf Temperatur. 

Lautstärke

Last

in dB(A)
Weniger ist besser

Unter Last drehen alle Lüfter ein klein wenig auf, bleiben allesamt aber sehr laufruhig. Wir haben je nach Modell zwischen 36,3 und 37,6 dB(A) gemessen. Das ASUS-Modell ist dabei das leiseste, gefolgt von MSI, Gigabyte und ZOTAC.

Temperatur

Idle

in Grad C
Weniger ist besser

Da das ZOTAC-Modell seine Lüfter im Leerlauf nicht abstellt, ist es nicht verwunderlich, dass es als aktiv gekühltes Modell mit gerade einmal 28 °C den kühlsten Kopf behält. Die anderen Vertreter sind mit 41 bis 45 °C etwas wärmer.

Temperatur

Last

in Grad C
Weniger ist besser

Keine Probleme gibt es bei der Kühlung. Beachtenswert dabei: Trotz des kleinsten Kühlsystems ist die ZOTAC GeForce GTX 1050 Ti OC Edition mit 49 °C am kühlsten, aber auch am lautesten von allen vier heutigen Testkandidaten. Die ASUS ROG Strix GeForce GTX 1050 Ti OC siedelt sich mit 58 °C direkt dazwischen ein, erst dann folgen die Modelle von MSI und Gigabyte mit 61 und 62 °C.

Leistungsaufnahme (Gesamtsystem)

Idle

in W
Weniger ist besser

Bei der Leistungsaufnahme im Leerlauf liegen alle vier Testkandidaten der GeForce GTX 1050 Ti dicht beieinander. Zusammen mit den anderen Komponenten unseres Testsystems haben wir rund 119 W gemessen.

Leistungsaufnahme (Gesamtsystem)

Last

in W
Weniger ist besser

Gleiches gilt für den Spielebetrieb. Auch hier trennen die Probanden nur wenige Watt voneinander, wobei die ZOTAC GeForce GTX 1050 Ti OC Edition mit einer Leistungsaufnahme für das Gesamtsystem von 199,5 W am sparsamsten und das Modell von ASUS mit 215,3 W das stromhungrigste Modell ist.

Leistungsaufnahme (Gesamtsystem)

Idle - 2 Monitore

in W
Weniger ist besser

Wer einen zweiten Monitor an die GeForce GTX 1050 Ti von ASUS, Gigabyte, MSI und ZOTAC anschließt, der treibt die Leistungsaufnahme nicht in die Höhe – die Unterschiede können vernachlässigt werden.


Futuremark 3DMark

Der 3DMark von Futuremark gehört zu den beliebtesten synthetischen Benchmarks und bietet damit eine breite Basis für den Vergleich unterschiedlicher Systeme oder einzelner Komponenten. Dabei bieten die unterschiedlichen Presets die Möglichkeit das System auf unterschiedliche Herausforderungen zu testen - bis hin zu UltraHD/4K-Auflösungen. Ursprünglich als reiner DirectX-11-Benchmark entwickelt bietet der 3DMark inzwischen auch die Möglichkeit sich eine Leistungs-Domäne von DirektX 12 genauer anzuschauen, die sogenannten Draw Calls.

Futuremark 3DMark

Fire Strike

Futuremark-Punkte
Mehr ist besser

Futuremark 3DMark

Fire Strike Extreme

Futuremark-Punkte
Mehr ist besser

Futuremark 3DMark

Fire Strike Ultra

Futuremark-Punkte
Mehr ist besser


Luxmark 3.0

Der Luxmark 3.0 ist ein Render-Benchmarks, der auf die OpenCL-Schnittstelle zurückgreift und damit eine breite Hardware-Basis adressiert. Der Luxmark wurde als Programm zur Leistungsbestimmung für den LuxRender entwickelt. Die LuxRender-2.x-API wird verwendet um eine Szene zu berechnen. Die Ausgabe erfolgt in Samples pro Sekunde.

Luxmark 3.0

Sala

Punkte
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GPUPI 2.2

Mit Hilfe von GPUPI wird Pi auf Basis unterschiedlicher Schnittstellen berechnet. Möglich ist die Berechnung auf Prozessoren sowie Grafikkarten und Programme wie SuperPi und ähnliche dienen schon lange als Möglichkeit die Rechenleistung von Hardware zu bestimmen. GPUPI verwendet, wie der Name schon sagt, die GPU der Grafikkarte zu Berechnung. Wir verwenden dazu die OpenCL-API und lassen Pi auf 500 Millionen oder 1 Milliarde Stellen berechnen. GPUPI beschreibt besonders gut die 64 Bit Integer Performance der Hardware.

GPUPI 2.0

500M

Sekunden
Weniger ist besser

GPUPI 2.0

1000M

Sekunden
Weniger ist besser


The Witcher 3: Wild Hunt

The Witcher 3: Wild Hunt ist ein Rollenspiel und basiert auf der Hintergrundgeschichte und Spielwelt der Buchvorlage von Andrzej Sapkowski. Als Geralt von Riva gilt es sich durch eine mittelalterliche Fantasiewelt zu schlagen und sich dabei zahlreichen Aufgaben zu stellen. Als Spieleengine kommt die von CD Project Red eigens entwickelte Red Engine in der Version 3 zum Einsatz. Für ein Open-World-Rollenspiel setzt sie neue Maßstäbe bei der grafischen Darstellung.

The Witcher 3

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Rise of the Tomb Raider

Rise of the Tomb Raider

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Rise of the Tomb Raider

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Hitman

Hitman

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Far Cry: Primal

Far Cry Primal

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DiRt Rally

Mit Dirt Rally legte Codemasters den Fokus im Gegensatz zu seinen Vorgängern wieder mehr auf Simulation. Im Spiel enthalten sind 17 Autos, u. a. Audi S1 quattro, Lancia Delta und Ford Fiesta RS WRC, sowie 36 Etappen in drei Gebieten: Wales, Griechenland und Monte Carlo. Im Laufe des Jahres sollen weitere Inhalte in Form von Updates über Steam in das Spiel gebracht werden, dazu gehören Pikes Peak, Rally Deutschland sowie Inhalte der FIA Rallycross Championship.

DiRt Rally

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DiRt Rally

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DiRt Rally

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DiRt Rally

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Anno 2205

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