EVGA GeForce GTX 1060 Gaming im Kurztest

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evga gtx1060 kurztest teaserWährend der letzten Tage hatten wir uns zahlreiche Custom-Modelle der NVIDIA GeForce GTX 1060 näher angeschaut und viele verschiedene Modelle von ASUS, Gigabyte, MSI und Inno3D auf den Prüfstand gestellt. Mit der GeForce GTX 1060 SC Gaming war darunter auch ein Ableger von EVGA, welcher mit einem eigenen Kühlsystem und einer leichten Übertaktung auf sich aufmerksam machen kann. Die US-Amerikaner halten allerdings auch eine günstigere Version in der Hinterhand, die mit einem leicht abgespeckten Kühlsystem und den Standard-Taktraten der Founders Edition auskommen muss. Wir haben die mit 279 Euro günstige EVGA GeForce GTX 1060 Gaming einen Kurztest unterzogen.

Mit seinen Pascal-Grafikkarten konnte NVIDIA nicht nur die Leistung seiner Grafikkarten gehörig steigern, sondern obendrein die Effizienz verbessern. Lag die Verlustleistung bei den High-End-Karten vor wenigen Jahren noch bei über 250 W, begnügen sich die Topmodelle heute mit gerade einmal 180 W. In der Mittelklasse hat NVIDIA die TDP-Grenzen sogar auf 120 W festgesetzt, womit ein einziger 6-Pin-PCI-Express-Stromstecker genügt. Das senkt nicht nur den Energiehunger, sondern macht auch nicht mehr ganz so aufwändige Kühlsysteme notwendig. Bei seiner GeForce GTX 1060 SC Gaming setzt EVGA noch auf ein schlankes Kühlsystem mit zwei dicken Kupfer-Heatpipes. Bei seiner Einstiegsversion verzichtet man hingegen vollständig auf die Kupfer-Kapillare und beschränkt sich auf einen simplen Aluminiumkühler.

Die Übertaktung fährt man zurück und lässt seine kleinste Gaming-Grafikkarte mit den Standard-Frequenzen der Founders Edition arbeiten. Die EVGA GeForce GTX 1060 Gaming bringt es damit auf einen Basis- und Boost-Takt von 1.506 bzw. 1.708 MHz. Da im Turbo allerdings stets der Mindesttakt garantiert wird, können in der Praxis bei guter Kühlung noch höhere Taktraten erreicht werden. Unser Testmuster bringt es hier auf Geschwindigkeiten von bis zu 2.003 MHz und übertrumpft damit die Mindest-Vorgaben deutlich. Ansonsten hat sich nichts weiter getan. Auch die EVGA GeForce GTX 1060 Gaming kann auf einen 6 GB großen GDDR5-Videospeicher zurückgreifen, welchen man mit 2.002 MHz befeuert und über einen 256 Bit breiten Datenbus anbindet. Damit erreicht der 3D-Beschleuniger eine Speicherbandbreite von 192,2 GB/s. Ansonsten setzt die EVGA GeForce GTX 1060 Gaming auf die 4,4 Milliarden Transistoren starke GP106-GPU, welche bereits im fortschrittlichen 16-nm-Prozessor gefertigt wird.

In unserem Preisvergleich werden aktuell 279 Euro ausgerufen, was den 3D-Beschleuniger günstiger als die Founders Edition macht, welche ohnehin nur exklusiv über die kalifornische Grafikschmiede vertrieben wird. Die teureren Ableger jenseits der 300-Euro-Marke bieten meist aufwändigere Kühlsysteme, höhere Taktraten und eine aufgemöbelte Strom- und Spannungsversorgung.

Die technischen Daten im Überblick
Modell NVIDIA GeForce GTX 1060 Founders Edition EVGA GeForce GTX 1060 Gaming
Straßenpreis 319 Euro ab 279 Euro 
Homepage www.nvidia.de www.evga.com 
Technische Daten
GPU Pascal (GP106) Pascal (GP106)
Fertigung 16 nm 16 nm 
Transistoren 4,4 Milliarden 4,4 Milliarden 
GPU-Takt (Base Clock) 1.506 MHz 1.506 MHz
GPU-Takt (Boost Clock) 1.708 MHz 1.708 MHz 
Speichertakt 2.002 MHz 2.002 MHz 
Speichertyp GDDR5 GDDR5 
Speichergröße 6 GB 6 GB 
Speicherinterface 192 Bit 192 Bit 
Speicherbandbreite 192,2 GB/s 192,2 GB/s 
DirectX-Version 12 12 
Shadereinheiten 1.280 1.280 
Textureinheiten 80 80 
ROPs 48 48 
SLI/CrossFire -

Wir haben der EVGA GeForce GTX 1060 Gaming einen Kurztest mit ausgewählten Benchmarks unterzogen. Wir sind gespannt, was das abgespeckte Kühlsystem im Stande ist zu leisten.


Wie schon bei den größeren Pascal-Grafikkarten gibt es auch im Falle der NVIDIA GeForce GTX 1060 von EVGA die altbekannte SuperClocked-, SSC- und FTW-Versionen. Allesamt können sie mit einem eigenen Kühlsystem aufwarten und sind mit unterschiedlich hohen Taktraten ausgestattet. Nachdem wir mit der EVGA GeForce GTX 1060 SC Gaming bereits ein solches Modell ausführlich auf den Prüfstand stellen konnten, folgt nun ein Test der kleinsten Einstiegsversion, die mit einem Preis von 279 Euro noch einmal ein etwas günstiger ist als der kürzlich von uns getestete Ableger. 

evga gtx1060 acx
GPU-Z-Screenshot zur EVGA GeForce GTX 1060 Gaming

Wie die Founders Edition von NVIDIA macht sich die EVGA GeForce GTX 1060 Gaming mit einem Basis-Takt von 1.506 MHz ans Werk. Je nach Temperatur- und Lastzustand kann der 3D-Beschleuniger allerdings auch Frequenzen von mindestens 1.709 MHz erreichen. Den 6 GB großen GDDR5-Videospeicher befeuert man weiterhin mit seinen 2.002 MHz, womit es auch hier keinerlei Unterschiede zur NVIDIA-Vorlage gibt. 

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In der Praxis erreicht unser Testmodell allerdings deutlich höhere Taktraten. In all unseren Tests arbeitet die EVGA GeForce GTX 1060 Gaming mit einem Takt von 2.003 MHz. Damit ist unser Testmuster genauso taktstabil wie die SC-Version und erreicht sogar trotz auf dem Papier niedrigeren Taktraten die gleiche Geschwindigkeit. 

Gegenüberstellung von Temperatur und Takt
Spiel Temperatur Takt
The Witcher 3: Wild Hunt 64 °C 2.003 MHz
Rise of the Tomb Raider 62 °C 2.003 MHz
Hitman 66 °C 2.003 MHz
Far Cry Primal 64 °C 2.003 MHz
DiRT Rally 66 °C 2.003 MHz
Anno 2205 62 °C 2.003 MHz
The Division 65 °C 2.003 MHz
Fallout 4 65 °C 2.003 MHz
DOOM 60 °C 2.003 MHz

Die Temperaturen fallen aufgrund des abgespeckten Dual-Slot-Kühlers etwas höher aus. Während die Karte in Doom etwa 60 °C erreicht, heizt sich die GP106-GPU in anderen Spielen wie Hitman auf bis zu 66 °C auf. Meist bewegen sich die Temperaturen im Bereich von 64 bis 65 °C. Im Vergleich zur Founders Edition ist das eine Einsparung von über 10 °K – in unserem Launch-Artikel erreichte die NVIDIA-Vorlage noch bis zu 78 °C.

EVGA GeForce GTX 1060 Gaming
Länge des PCBs 174 mm
Länge mit Kühler 180 mm
Slothöhe 2,0 Slots
zusätzliche Stromanschlüsse 1x 6-Pin
Lüfterdurchmesser 1x 85 mm
Display-Anschlüsse

1x HDMI 2.0b
3x Displayport 1.3/1.4
1x Dual-Link-DVI

Lüfter aus im Idle Ja

Das PCB ist mit 174 mm genauso lang wie die Standard-Patine von NVIDIA – kein Wunder, schließlich setzt NVIDIA auf eben diese. Der Kühler ragt allerdings noch ein paar Millimeter darüber hinaus, womit es die EVGA GeForce GTX 1060 Gaming auf eine Gesamtlänge von rund 180 mm bringt. Der Dual-Slot-Kühler verzichtet auf ein aufwendiges Heatpipes-System, besitzt aber weiterhin einen zusätzlichen 85-mm-Lüfter, welcher sich im Leerlauf bis zum Erreichen eines bestimmten Temperatur-Levels abstellt und den Chip damit passiv und völlig lautlos kühlt. 

In unserem Preisvergleich wird die EVGA GeForce GTX 1060 Gaming derzeit schon zu einem Preis ab 279 Euro angeboten. Damit ist sie nicht nur günstiger als die Founders Edition, sondern auch 10 Euro günstiger als die leicht übertaktete SC-Version aus unserem letzten Test. Insgesamt zählt sie zu den günstigsten Ablegern mit GP106-GPU – abgesehen von der jüngst vorgestellten 3-GB-Version.


Kommen wir nun zur äußeren Betrachtung der EVGA GeForce GTX 1060 Gaming:

evga gtx1060 kurztest 02
EVGA GeForce GTX 1060 Gaming

Auf den ersten Blick ist die EVGA GeForce GTX 1060 Gaming nicht von der kürzlich getesteten SC-Version zu unterscheiden. Hier setzen die US-Amerikaner auf einen Dual-Slot-Kühler mit schwarz-silberner Farbgebung. Dieser macht jedoch einen nicht mehr ganz so hochwertigen Eindruck wie noch bei den größeren GeForce-GTX-1070- und GeForce-GTX-1080-Karten.

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EVGA GeForce GTX 1060 Gaming

Um die Kühlung von Chip und Speicher kümmert sich noch immer ein Axiallüfter mit einem Durchmesser von 85 mm. Insgesamt ragt das Kühlsystem wenige Millimeter über die Standard-Platine von NVIDIA hinaus, womit es die Karte auf eine Gesamtlänge von 180 mm bringt.

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EVGA GeForce GTX 1060 Gaming

Beim PCB setzt EVGA auf die gleiche Platine, wie sie auch bei der Founders Edition der GeForce GTX 1060 zum Einsatz kommt.

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EVGA GeForce GTX 1060 Gaming

Keine Unterschiede zur NVIDIA-Vorlage gibt es außerdem bei den Anschlüssen. Auch die EVGA GeForce GTX 1060 Gaming weist hier drei DisplayPort-Ausgänge, einen HDMI-Port und einen DVI-Ausgang auf. Letzterer kann allerdings nicht mehr über einen Adapter an einem D-Sub-Monitor eingesetzt werden.

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EVGA GeForce GTX 1060 Gaming

Wie bei der Founders Edition oder der höher getakteten SC-Version muss auch bei der Einstiegs-Version von EVGA ein zusätzlicher 6-Pin-PCI-Express-Stromstecker an die Grafikkarte angeschlossen werden. Damit könnte der 3D-Beschleniger theoretisch bis zu 150 W aus dem Netzteil saugen. Die TDP wird von NVIDIA allerdings nur mit 120 W angegeben.

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EVGA GeForce GTX 1060 Gaming

Beim Lieferumfang zeigt sich EVGA sehr zurückhaltend. Kein Wunder, schließlich ist die EVGA GeForce GTX 1060 Gaming abgesehen von den Modellen mit nur 3 GB Videospeicher auch einer der günstigeren Ableger mit GP106-GPU. Unserem Testmuster lag neben einem Adapter für die Stromversorgung der Grafikkarte lediglich noch eine Schnellstart-Anleitung samt Treiber-CD und ein Poster zum Aufhängen im Zocker-Zimmer bei.


Auf der folgenden Seite schauen wir uns noch einige weitere Details der Karte an.

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EVGA GeForce GTX 1060 Gaming

Standardkost gibt es beim PCB. Hier greift EVGA auf die Referenz-Platine der Founders Edition von NVIDIA zurück.

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EVGA GeForce GTX 1060 Gaming

Diese besitzt für die Spannungsversorgung von Chip und Speicher 3+1-Phasen. Den zusätzlichen 6-Pin-PCI-Express-Stromstecker hat man ebenfalls nicht gegen ein größeres Modell ausgetauscht. 

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EVGA GeForce GTX 1060 Gaming

Im Vergleich zur SC-Version hat EVGA das Kühlsystem leicht abgespeckt. Kamen bei der EVGA GeForce GTX 1060 SC Gaming noch zwei dicke Kupfer-Heatpipes zum Einsatz, verzichtet man bei der normalen Gaming-Version auf diese und bringt lediglich einen Aluminiumkühler an. Der rückseitig angebrachte 85-mm-Lüfter ist dem Modell allerdings geblieben.


Die Software in Form der Spiele und Benchmarks haben wir umgestellt, die Hardware ist aber weitestgehend identisch geblieben. Um möglichst praxisnah zu testen, befindet sich das Testsystem in einem geschlossenen Gehäuse. Zudem befindet sich zwar das Windows 10 auf der SSD, die Spiele mussten wir aber auf eine Festplatte auslagern. Den Tests tut dies aber keinen Abbruch.

Hardwareluxx-Testsystem für die Grafikkarten aus dem September 2015
Hardwareluxx-Testsystem für die Grafikkarten aus dem September 2015
Das Testsystem
Prozessor Intel Core i7-3960X 3,3 @ 3,9 GHz
Kühlung Corsair H110i GT All-in-One-Wasserkühlung
Mainboard ASUS P9X97 Deluxe
Arbeitsspeicher G.Skill
SSD OCZ Arc 100 240 GB
Netzteil Seasonic Platinum Series 1.000 Watt
Betriebssystem Windows 10 64 Bit
Gehäuse Fractal Design Define R5

Folgende Treiber kamen für die Tests zum Einsatz:

  • alle NVIDIA-Grafikkarten: GeForce 369.39
  • alle AMD-Grafikkarten: Radeon Software 16.1.1

Folgende Spiele und Benchmarks haben wir verwendet:

  • Futuremark 3DMark
  • Luxmark 3.0
  • GPUPI 2.2
  • The Witcher 3: Wild Hunt
  • Rise of the Tomb Raider
  • Hitman
  • Far Cry Primal
  • DiRT Ralley
  • Anno 2205
  • The Division
  • Fallout 4
  • The Talos Principle
  • DOOM

Die Messungen beginnen wir wie immer mit der Lautstärke, schauen uns dann aber auch die Leistungsaufnahme und GPU-Temperaturen an.

Lautstärke

Idle

in dB(A)
Weniger ist besser

Auch wenn die erste BIOS-Version unseres Testmusters das 0-dB-Feature noch nicht unterstützt hat, hat EVGA wie schon bei der SC Gaming das Feature nachgereicht. Wie alle aktuellen Grafikkarten auch stellt der Lüfter damit im Leerlauf bis zum Erreichen eines bestimmten Temperatur-Levels seine Arbeit ein und kühlt den Grafikchip damit semi-passiv und völlig lautlos. 

Lautstärke

Last

in dB(A)
Weniger ist besser

Unter Last jedoch kann bei der GeForce GTX 1060 nicht auf eine aktive Kühlung verzichtet werden. Der Lüfter dreht dann kontinuierlich mit seiner höchsten Geschwindigkeit von rund 1.200 Umdrehungen pro Minute auf, bleibt mit 40,2 dB(A) allerdings noch immer flüsterleise. Verglichen mit der SC-Version ist er allerdings etwas lauter. 

Temperatur

Last

in Grad C
Weniger ist besser

Dafür kann sich die Leistung trotz des Verzichts auf eine aufwendige Heatpipe-Konstruktion sehen lassen. In unseren Benchmarks bleibt die EVGA GeForce GTX 1060 Gaming stets kühler als die Founders Edition. Während Letztere Temperaturen von bis zu 78 °C erreicht, wird unser heutiger Testkandidat nicht wärmer als 66 °C. Auch für die anstehenden, heißen Sommertage ist man damit bestens gerüstet.

Leistungsaufnahme (Gesamtsystem)

Idle

in W
Weniger ist besser

Da die EVGA GeForce GTX 1060 Gaming ihre Taktraten und Spannungen im Leerlauf automatisch absenkt, kann sich die Leistungsaufnahme in dieser Disziplin sehen lassen. Trotz der theoretisch hohen Rechenleistung genehmigt sich unser Testmuster im Office-Betrieb zusammen mit den restlichen Komponenten unseres Testrechners gerade einmal 123,7 W. Große Unterschiede zu anderen Hersteller-Karten gibt es damit nicht.

Leistungsaufnahme (Gesamtsystem)

Last

in W
Weniger ist besser

Aufgrund der fehlenden Übertaktung, der aber trotzdem vergleichsweise sehr hohen Boost-Frequenzen steigt der Energiehunger des Testrechners mit der EVGA GeForce GTX 1060 Gaming auf rund 277 W an. Das liegt fast exakt auf dem Niveau der SC-Version.


Futuremark 3DMark

Der 3DMark von Futuremark gehört zu den beliebtesten synthetischen Benchmarks und bietet damit eine breite Basis für den Vergleich unterschiedlicher Systeme oder einzelner Komponenten. Dabei bieten die unterschiedlichen Presets die Möglichkeit das System auf unterschiedliche Herausforderungen zu testen - bis hin zu UltraHD/4K-Auflösungen. Ursprünglich als reiner DirectX-11-Benchmark entwickelt bietet der 3DMark inzwischen auch die Möglichkeit sich eine Leistungs-Domäne von DirektX 12 genauer anzuschauen, die sogenannten Draw Calls.

Futuremark 3DMark

Fire Strike Extreme

Futuremark-Punkte
Mehr ist besser


Luxmark 3.0

Der Luxmark 3.0 ist ein Render-Benchmarks, der auf die OpenCL-Schnittstelle zurückgreift und damit eine breite Hardware-Basis adressiert. Der Luxmark wurde als Programm zur Leistungsbestimmung für den LuxRender entwickelt. Die LuxRender-2.x-API wird verwendet um eine Szene zu berechnen. Die Ausgabe erfolgt in Samples pro Sekunde.

Luxmark 3.0

Sala

Punkte
Mehr ist besser


GPUPI 2.2

Mit Hilfe von GPUPI wird Pi auf Basis unterschiedlicher Schnittstellen berechnet. Möglich ist die Berechnung auf Prozessoren sowie Grafikkarten und Programme wie SuperPi und ähnliche dienen schon lange als Möglichkeit die Rechenleistung von Hardware zu bestimmen. GPUPI verwendet, wie der Name schon sagt, die GPU der Grafikkarte zu Berechnung. Wir verwenden dazu die OpenCL-API und lassen Pi auf 500 Millionen oder 1 Milliarde Stellen berechnen. GPUPI beschreibt besonders gut die 64 Bit Integer Performance der Hardware.

GPUPI 2.0

1000M

Sekunden
Weniger ist besser


The Witcher 3: Wild Hunt

The Witcher 3: Wild Hunt ist ein Rollenspiel und basiert auf der Hintergrundgeschichte und Spielwelt der Buchvorlage von Andrzej Sapkowski. Als Geralt von Riva gilt es sich durch eine mittelalterliche Fantasiewelt zu schlagen und sich dabei zahlreichen Aufgaben zu stellen. Als Spieleengine kommt die von CD Project Red eigens entwickelte Red Engine in der Version 3 zum Einsatz. Für ein Open-World-Rollenspiel setzt sie neue Maßstäbe bei der grafischen Darstellung.

The Witcher 3

2.560 x 1.440

Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser


Rise of the Tomb Raider

Rise of the Tomb Raider

2.560 x 1.440 2xSSAA 16xAF

Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser


Hitman

Hitman

1.920 x 1.080 SMAA 16xAF

Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser


Far Cry: Primal

Far Cry Primal

1.920 x 1.080 4xMSAA 16xAF

Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser


Anno 2205

Anno 2205

3.840 x 2.160 4xAA 16xAF

Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser


The Division

Tom Clancys The Division

2.560 x 1.440

Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser


Fallout 4

Fallout 4

2.560 x 1.440 TAA 16xFA

Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser


The Talos Principle

The Talos Principle

3.840 x 2.160 1xAA 1xAF

Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser


DOOM

Doom

3.840 x 2.160 8xTXA 16xAF

Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser


Zumindest auf dem Papier muss die EVGA GeForce GTX 1060 Gaming mit den Standard-Taktraten von NVIDIA auskommen. Grund genug für uns, eigenständig an der Taktschraube für Chip und Speicher zu drehen. Wir erhöhten das Power-Target auf insgesamt 116 % und ermittelten mit unterschiedlichen Last-Tests die maximal möglichen Taktraten. Am Ende stand eine Taktrate von 2.075 MHz auf dem Zähler. Ein Plus von 3,6 % gegenüber dem Werkstakt von bis zu 2.003 MHz. Den 6 GB großen Videospeicher konnten wir ebenfalls gut beschleunigen. Bei ihm war erst nach 2.256 MHz Schluss.

Overclocking der Karte
Modell Boost-Takt OC-Takt Takterhöhung
EVGA GeForce GTX 1060 SC 2.003 MHz 2.075 MHz + 3,6 %

In den Benchmarks sowie den dazugehörigen Messwerten wirkte sich dies wie folgt aus:

Futuremark 3DMark

Fire Strike Extreme

Futuremark-Punkte
Mehr ist besser

Rise of the Tomb Raider

2.560 x 1.440 2xSSAA 16xAF

Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser


Die EVGA GeForce GTX 1060 Gaming ist leiser, schneller und günstiger als die Founders Edition von NVIDIA. Obwohl die Taktraten zumindest auf dem Papier identisch mit denen der NVIDIA-Vorlage sind, erreicht unser Testmuster dank der stärkeren Kühlung in der Praxis deutlich höhere Taktraten. All unsere Benchmarks durchläuft die Testkarte mit einer Geschwindigkeit von 2.003 MHz und katapultiert sich damit auf die Leistung der eigentlich schnelleren und leicht teureren SC-Version aus unserem letzten Test

Trotzdem bleibt sie mit Temperaturen von bis zu 66 °C kühler als die Founders Edition und erzeugt unter Volllast eine Geräuschkulisse von nur knapp über 40 dB(A), was ebenfalls deutlich unter dem Geräuschniveau der NVIDIA-Vorlage liegt. Im Idle-Betrieb schaltet sich der einzelne 85-mm-Lüfter sogar komplett ab und kühlt den 3D-Beschleuniger damit völlig lautlos. Im Vergleich zur 10 Euro teureren SC-Version aus unserem letzten Roundup aber macht sich die abgespeckte Kühlung bemerkbar. Die fehlenden Kupfer-Heatpipes der SC-Version lassen die GP106-GPU der EVGA GeForce GTX 1060 Gaming etwas wärmer werden und tragen wohl auch ihren Teil dazu bei, dass der Lüfter etwas mehr arbeiten muss und minimal lauter wird als noch die SC Gaming. 

Auch wenn EVGA beim Lieferumfang etwas großzügiger hätte sein können, ist die Karte im Hinblick auf ihren Preis einer der günstigsten Ableger unter den GeForce-GTX-1060-Grafikkarten – zumindest dann, wenn man einmal von der erst kürzlich vorgestellten 3-GB-Version absieht. Statt 319 Euro für die Founders Edition bezahlt man für die EVGA GeForce GTX 1060 SC Gaming nur 279 Euro.

{jphoto image=101368}

Aufgrund der besseren Leistung, des guten Kühlsystems und des günstigen Preises zücken wir unseren Preis-Leistungs-Award. Herzlichen Glückwunsch!

award evga gtx1060gaming

Positive Aspekte der EVGA GeForce GTX 1060 Gaming:

  • Hohe Spieleleistung für 1080p
  • Leises und effizientes Kühlsystem
  • Niedriger Preis

Negative Aspekte der EVGA GeForce GTX 1060 Gaming:

  • Wenige Dreingaben

 

Persönliche Meinung

Die NVIDIA GeForce GTX 1060 ist eine gute Grafikkarte, wenn es um Full-HD-Gaming geht. Zwar liefert sie sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit AMDs Radeon RX 480, bietet unterm Strich derzeit aber die bessere Vielfalt. Hier gibt es viele Boardpartner-Karten mit eigenen Kühlsystemen, höheren Taktraten und gerne auch einer überarbeiteten Strom- und Spannungsversorgung. Das gibt es bei der AMD-Karte zwar auch, jedoch sind die drei Modelle von Gigabyte, Sapphire und PowerColor derzeit noch sehr schlecht zu bekommen oder aber etwas teurer als die heute von uns getestete EVGA GeForce GTX 1060 Gaming.  (Andreas Stegmüller)