Roundup: 5x GeForce GTX 1070 mit Custom-Design im Test

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gtx1070 custom roundup teaserNachdem wir bereits eine Reihe von Boardpartner-Karten der NVIDIA GeForce GTX 1080 ausführlich getestet haben, holen wir gleiches nun für das kleinere Schwestermodell nach, denn auch von der NVIDIA GeForce GTX 1070 gibt es viele Custom-Modelle mit höheren Taktraten, eigenen Kühlsystemen und überarbeiteten Platinenlayouts, die mit der Founders Edition als Referenzversion nicht mehr viel gemein haben. In diesem Artikel nehmen wir fünf Custom-Designs von ASUS, EVGA, Gigabyte, MSI und ZOTAC unter die Lupe.

Kurz nach unserem Test zur NVIDIA GeForce GTX 1070 Founders Edition trafen bei uns in der Redaktion die ersten Boardpartner-Modelle des kleineren GP104-Ablegers ein, die allesamt nicht mehr viel mit der neuen Referenzversion gemein haben. Nahezu jeder Hersteller hält auch Modelle mit eigenem Kühlsystem, einer aufgemöbelten Strom- und Spannungsversorgung und natürlich mit höheren Taktraten parat. Der Kampf um die schnellste, leiseste und featurereichste Karte hat in diesem Preis- und Leistungssegment wieder Fahrt aufgenommen. In diesem Artikel widmen wir uns fünf Custom-Designs von ASUS, EVGA, Gigabyte, MSI und ZOTAC, die teilweise unterschiedlicher nicht sein könnten. Folgende Modelle schauen wir uns auf den nachfolgenden 33 Seiten an:

Während die Gigabyte GeForce GTX 1070 G1 Gaming und die EVGA GeForce GTX 1070 SC GAMING ACX 3.0 mit vergleichsweise gemäßigtem Overclocking, einem eher unauffälligen Kühlkörper ohne viel Schnickschnack und nur geringfügig bis keinen Änderungen am PCB daherkommen, ist die ZOTAC GeForce GTX 1070 AMP! Extreme Edition im wahrsten Sinne des Wortes ein ganz anderes Kaliber. Ihr Kühlsystem misst satte 2,5 Slots in der Höhe, unter der Haube gibt es mitunter die höchsten Taktraten und auch die Spannungs- und Strom-Versorgung wurde gehörig überarbeitet. Dazwischen sortieren sich die MSI GeForce GTX 1070 Gaming X 8G und die ASUS ROG Strix GeForce GTX 1070 OC ein, die beim Kühlsystem zwar wieder etwas schlanker ausfallen, dafür teils mit einem sehr auffälligen Beleuchtungssystem mit vielen Effekten und Farben aufwarten können. Natürlich aber gibt es auch von EVGA und Gigabyte teure Flaggschiff-Modelle in Form der FTW- oder der Xtreme-Gaming-Version, die preislich und featureseitig noch einmal über den Vertretern unseres Roundups liegen. Preislich bewegen sich unsere Testkarten im Bereich von rund 485 bis 529 Euro – direkt in der Mitte positioniert sich die Founders Edition mit einem Preis von 499 Euro.

Die Pascal-Architektur

Wie schon bei der GeForce GTX 1080 setzt NVIDIA auch beim kleineren Schwestermodell auf die GP104-GPU, die allerdings etwas abgespeckt wurde. Zwar unterhält auch dieser Ableger 7,2 Milliarden Transistoren und wird im 16-nm-FinFET-Verfahren gefertigt, statt vier Graphics Processing Cluster gibt es derer allerdings nur noch drei. Jeder GPC setzt sich weiterhin aus fünf Streaming-Multiprozessoren mit je zwei SM-Blöcken mit jeweils 64 Shadereinheiten zusammen. Die Zahl der Recheneinheiten sinkt damit im Vergleich zum aktuellen Consumer-Flaggschiff auf Pascal-Basis von 2.560 auf 1.920 Rechenwerke (3 x 5 x 2 x 64). An jedem SM sind aber nicht nur jeweils 128 ALUs gekoppelt, sondern auch acht Textureinheiten, womit der GeForce GTX 1070 noch 120 TMUs zur Seite stehen. Beim Speicherinterface hat NVIDIA nicht weiter zum Rotstift gegriffen und setzt weiterhin auf acht 32-Bit-Controller und damit auf einen 256 Bit breiten Datenbus. Daran werden allerdings nicht mehr schnelle GDDR5X-Chips angeschlossen, sondern herkömmliche GDDR5-Chips. Die Zahl der Rasterendstufen bleibt aufgrund der gleichen Anzahl an Speichercontrollern mit 64 ROPs identisch zur großen Schwester. Die Kapazität des Videospeichers beläuft sich bei allen Modellen auf 8 GB. In der Regel setzen die Boardpartner bei der GeForce GTX 1070 auf die gleichen Layouts wie schon bei ihren Modellen zur NVIDIA GeForce GTX 1080 – lediglich der Grafikprozessor und der Speicherausbau ist ein anderer. 

Wer alle Details zur neuen Pascal-Architektur von NVIDIA in Erfahrung bringen möchte, der kann dies in unserem ausführlichen Launch-Artikel zur Founders Edition der NVIDIA GeForce GTX 1080 nachlesen. In diesem XXL-Artikel sind wir auf alle Details näher eingegangen und zeigen die Unterschiede zum Maxwell-Vorgänger ausführlich auf.

Die technischen Daten der Modelle in der Übersicht
Modell ASUS ROG Strix
GeForce GTX 1070 OC
EVGA GeForce GTX 1070 SC GAMING ACX 3.0 Gigabyte GeForce GTX 1070 G1 Gaming MSI GeForce GTX 1070 Gaming X 8G  ZOTAC GeForce GTX 1070 AMP! Extreme Edition
Straßenpreis etwa 529 Euro etwa 499 Euro etwa 479 Euro etwa 499 Euro  etwa 519 Euro
Homepage www.asus.de www.evga.com www.gigabyte.de www.msi.com/de www.zotac.com/de 
Technische Daten
GPU GP104 GP104 GP104 GP104 GP104
Fertigung 16 nm 16 nm 16 nm 16 nm  16 nm 
Transistoren 7,2 Milliarden 7,2 Milliarden 7,2 Milliarden 7,2 Milliarden  7,2 Milliarden 
GPU-Takt (Base Clock) 1.639 MHz 1.595  1.621 MHz 1.607 MHz  1.633 MHz 
GPU-Takt (Boost Clock) 1.842 MHz 1.785  1.811 MHz 1.797 MHz  1.835 MHz 
Speichertakt 2.002 MHz 2.002  2.002 MHz 2.027 MHz  2.052 MHz 
Speichertyp GDDR5 GDDR5 GDDR5 GDDR5  GDDR5 
Speichergröße 8 GB 8 GB 8 GB 8 GB  8 GB 
Speicherinterface 256 Bit 256 Bit 256 Bit 256 Bit  256 Bit 
Speicherbandbreite 256,3 GB/s 256,3 GB/s 256,3 GB/s 259,5 GB/s  262,7 GB/s 
DirectX-Version 12 12 12 12 12 
Shadereinheiten 1.920 1.920 1.920 1.920  1.920 
Textureinheiten 120 120 120 120  120 
ROPs 64 64 64 64  64 
SLI/CrossFire SLI SLI SLI SLI  SLI 

In der oben stehenden Tabelle haben wir die wichtigsten Kennzahlen unserer fünf Testkandidaten übersichtlich zusammengefasst – zumindest auf dem Papier unterschieden sich die Modelle nur geringfügig. Da die ZOTAC GeForce GTX 1070 AMP! Extreme Edition und die ASUS ROG Strix GeForce GTX 1070 OC mit Taktraten jenseits der 1.630-MHz-Marke betrieben werden, sind die restlichen Vertreter mit 1.595 bis etwa 1.620 MHz nur geringfügig langsamer. An die Übertaktung des GDDR5-Speichers trauen sich nur die wenigsten Hersteller ran. Lediglich ZOTAC und MSI drehen hier an der Taktschraube – wenn auch nur sehr gemächlich. Zum Vergleich: Die Founders Edition der NVIDIA GeForce GTX 1070 macht sich mit einem Basis- und Boost-Takt von 1.506 bzw. 1.683 MHz ans Werk, während der Speichertakt bei runden 2,0 GHz liegt. In der Praxis erreichen unsere Testkarten einen GPU-Takt von bis zu 2.050 MHz, wie wir im weiteren Verlauf des Artikels noch feststellen werden. Der tatsächlich anliegende Boost-Takt hängt von vielen Faktoren ab – das Modell mit den vermeintlich höchsten Taktraten laut Hersteller-Angabe muss nicht auch das schnellste Modell sein. Auch das wird sich im weiteren Verlauf des Tests bestätigen.


Wie schon bei der GeForce GTX 1080 gibt es bei ASUS auch bei der GeForce GTX 1070 (abgesehen von der Founders Edition) drei weitere Modelle. Neben den beiden Strix-Grafikkarten aus der Republic-of-Gamers-Reihe, die es einmal mit Standard-Taktraten und einmal als übertaktetes Modell gibt, hält man auch eine preisgünstige Version mit eigenem Radialkühler parat. Später dürften noch weitere Modelle wie eine ROG Matrix speziell für ambitionierte Overclocker oder aber eine ROG Poseidon mit leistungsstarkem Hybrid-Kühler geben. Offiziell angekündigt wurden diese Varianten allerdings noch nicht.

asus 1070
GPU-Z-Screenshot zur ASUS ROG Strix GeForce GTX 1070 OC

Für unseren Test versorgte uns ASUS mit der übertakteten Strix-Version. Die ASUS ROG Strix GeForce GTX 1070 OC weist mit Taktraten von 1.639 bzw. mindestens 1.842 MHz im Basis- und Boost-Takt die höchsten Frequenzen des Testfeldes auf, wobei diese erst mit dem hauseigenen GPU-Tweak-II-Tool freigeschaltet werden müssen. Im Gaming-Modus liegen die Taktraten leicht darunter. Da dies ein Feature der Karte ist, haben wir uns für die Installation und damit für den werksseitigen OC-Modus entschieden. Beim Speicher aber bleibt mit 2.002 MHz alles beim Alten.

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Gegenüber der Founders Edition entspricht diese Übertaktung einer Steigerung von etwa 8,8 %. In der Praxis erreicht die ASUS-Karte noch höhere Werte als die versprochenen 1.842 MHz.

Gegenüberstellung von Temperatur und Takt
Spiel Temperatur Takt
The Witcher 3: Wild Hunt 64 °C 2.050 MHz
Rise of the Tomb Raider 65 °C 2.025 MHz
Hitman 63 °C 2.025 MHz
Far Cry Primal 63 °C 2.025 MHz
DiRT Rally 64 °C 2.012 MHz
Anno 2205 63 °C 2.012 MHz
The Division 63 °C 1.987 MHz
Fallout 4 63 °C 2.050 MHz
DOOM 64 °C 2.050 MHz

Unser Testmodell durchlief einzelne Benchmarks wie The Witcher 3 oder Fallout 4 und DOOM auch mit einer Geschwindigkeit von 2.050 MHz, konnte diese Taktraten aber nicht in jedem Spiel durchgängig halten – mindestens waren immerhin 1.987 MHz drin, in der Regel etwa 2.012 bis 2.025 MHz. Das Power-Limit der ASUS ROG Strix GeForce GTX 1070 OC liegt bei 165 W und damit etwa 10 % über dem der Founders Edition. Wer selbst noch Hand anlegen und die Karte weiter übertakten möchte, kann dieses um weitere 20 % und damit auf 198 W erhöhen.

Bevor wir uns nun die ASUS ROG Strix GeForce GTX 1070 OC etwas genauer anschauen, werfen wir noch einmal einen Blick auf die wichtigsten technischen Daten zum Kühler, PCB und den weiteren Ausstattungsmerkmalen.

ASUS ROG Strix GeForce GTX 1070 OC
Länge des PCBs 285 mm
Länge mit Kühler 300 mm
Slothöhe 2,0 Slots
zusätzliche Stromanschlüsse 1x 8-Pin
Lüfterdurchmesser 3x 85 mm
Display-Anschlüsse

2x HDMI 2.0b
2x Displayport 1.3/1.4
1x Dual-Link-DVI

Lüfter aus im Idle Ja (ab 46 °C)

Eine Änderung zum großen Schwestermodell gibt es aber doch: Der DirectCU-III-Kühler der kleineren ASUS ROG Strix GeForce GTX 1070 OC fällt etwas kleiner aus. Waren es beim GTX-1080-Modell noch 2,5 Slots in der Höhe, begnügt sich die GTX-1070-Version mit den üblichen 2 Slots und bleibt damit deutlich innerhalb der ATX-Spezifikationen. Die PCB- und Gesamtlänge hat sich mit 285 bzw. 300 mm jedoch nicht geändert, genau wie die Zahl der Lüfter und die Strom-Versorgung. 

In unserem Preisvergleich wird die ASUS ROG Strix GeForce GTX 1070 OC derzeit zu einem Preis ab 529 Euro angeboten und kostet damit gut 30 Euro mehr als die Founders Edition.


Kommen wir nun zur äußeren Betrachtung der ASUS ROG Strix GeForce GTX 1070 OC:

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ASUS ROG Strix GeForce GTX 1070 OC

Abgesehen von der geringeren Bauhöhe entspricht die ASUS ROG Strix GeForce GTX 1070 OC exakt ihrem großen Schwestermodell. Das Kühlsystem mag auf den ersten Blick mit seiner schwarzen Farbe eher schlicht ausfallen, lässt sich jedoch von einem aufwendigen LED-System beleuchten.

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ASUS ROG Strix GeForce GTX 1070 OC

Beleuchtet werden können nicht nur die drei Lüfter oder das ROG-Logo auf der Stirnseite der Grafikkarte, sondern auch das Logo direkt auf der Backplate, welche rückseitig angebracht wurde. Möglich sind dank RGB-LEDs nicht nur alle erdenklichen Farben, sondern auch unterschiedliche Beleuchtungseffekte. Die Aura genannte Technik lässt sich über eine spezielle ASUS-Software konfigurieren. Alle drei Axiallüfter stellen im Leerlauf ihren Betrieb ein und kühlen die Strix-Grafikkarte damit semi-passiv und völlig lautlos. Erst ab einer Temperatur von 58 °C schalten sie sich hinzu und stellen ihre Arbeit erst wieder ein, wenn der Chip eine Temperatur von etwa 46 °C erreicht. Dabei machen sich die 85-mm-Rotoren mit einer Drehzahl von maximal 1.550 rpm ans Werk.

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ASUS ROG Strix GeForce GTX 1070 OC

Die Backplate hält nicht nur das beleuchtbare ROG-Logo und zahlreiche Aussparungen für besonders hohe Bauteile parat, sondern auch welche für das Abgreifen einzelner Spannungsmesspunkte. Abgreifen lassen sich über ein Multimeter die GPU-, Speicher- und PLL-Spannung.

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ASUS ROG Strix GeForce GTX 1070 OC

Die Dual-Slot-Blende wurde von ASUS ebenfalls leicht überarbeitet – vor allem im Hinblick auf VR-Brillen wie die HTC Vive. Denn: Statt nur eines einzigen HDMI-Ports hat die ASUS ROG Strix GeForce GTX 1070 OC derer gleich zwei. Daneben aber gibt es zwei herkömmliche DisplayPort-Ausgänge und eine DVI-Buchse, welche sich allerdings nicht mehr per Adapter an einem älteren VGA-Monitor nutzen lässt.


Auf der folgenden Seite schauen wir uns noch einige weitere Details der Karte an.

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ASUS ROG Strix GeForce GTX 1070 OC

Die Platine selbst ist nicht nur etwas länger als die der Founders Edition, sondern obendrein etwas breiter. Das liegt vor allem an der geänderten Strom- und Spannungsversorgung, aber auch an den hochwertigen Bauteilen und der aufwendigen Kühlung.

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ASUS ROG Strix GeForce GTX 1070 OC

Sieben Phasen für die Spannungsversorgung von Grafikprozessor, der Speicherchips und der PLL sind es im Falle der GeForce GTX 1070 OC geworden. Das mögen im Vergleich zur Founders Edition zwar zwei Phasen mehr sein, gegenüber der 1080er-Strix jedoch auch drei weniger. Erhalten blieben dafür die Anschlüsse für zwei Lüfter. Wer die Gehäuse-Lüfter direkt an die Strix-Grafikkarte anschließt, kann diese in Abhängigkeit der Grafikkarten-Temperatur regeln. An die hinteren Steckplätze werden aber auch die eigenen Lüfter und vor allem das Aura-Beleuchtungssystem mit Strom versorgt. 

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ASUS ROG Strix GeForce GTX 1070 OC

Direkt auf den GDDR5-Speicherchips liegt eine Aluminium-Platte auf. Die soll nicht nur die Kühlung der Speicherchips unterstützen, sondern auch den Anpressdruck des DirectCU-III-Kühlers gewährleisten.

asus gtx1070 strix oc test 16
ASUS ROG Strix GeForce GTX 1070 OC

Der Kühler selbst zählt insgesamt sechs Kupfer-Heatpipes, die teilweise vernickelt wurden und direkt auf der GP104-GPU aufliegen, was die Wärmeableitung weiter verbessern soll. Die Abwärme von Chip und Speicher, aber auch der hitzigen Spannungswandler wird direkt an die zahlreichen Aluminiumlamellen weitergegeben, wo sie anschließend von den drei 85-mm-Lüftern an das Gehäuse-Innere des Computers abgeführt und von den Gehäuse-Lüftern nach draußen befördert werden muss. 

asus gtx1070 strix oc test 17
ASUS ROG Strix GeForce GTX 1070 OC

Beim Lieferumfang beschränkt sich ASUS nur auf das Wesentliche. Neben einer Schnellstart-Anleitung und einer Treiber- sowie Software-CD liegen lediglich noch ein paar Kabelbinder bei. Dafür können über die GPU-Tweak-II-Software nicht nur alle wichtigen Parameter der Grafikkarte wie Temperatur, anliegende Taktraten und Spannungen oder aber Lüfterdrehzahl ausgelesen werden, sondern auch zwischen dem Gaming- und OC-Modus gewechselt werden. Letzteres ist notwendig, um die Karte mit den von uns angegebenen Taktraten zu betreiben. 

ASUS GPU Tweak II
ASUS GPU Tweak II

Eine manuelle Übertaktung ist aber natürlich ebenfalls möglich, genau wie eine Anpassung der Lüftergeschwindigkeit. Das Power-Limit kann auf 120 % und damit auf 198 W erhöht werden.

ASUS GPU Tweak II
ASUS GPU Tweak II

Zur ASUS ROG Strix GeForce GTX 1070 OC gehört zudem das Aura-Beleuchtungssystem mit RGB-LEDs. Farben und Effekte lassen sich ebenfalls über ein Software-Tool einstellen – sogar in Abhängigkeit der GPU-Temperatur. Da das Aura-System identisch zur größeren Strix GeForce GTX 1080 ist, betten wir das entsprechende Video an dieser Stelle noch einmal zur Verdeutlichung ein:


Das nächste Modell unseres Roundups ist die EVGA GeForce GTX 1070 SC GAMING ACX 3.0. Anders als die meisten Hersteller setzt man hier allerdings noch auf die Standard-Platine der Founders Edition, dreht lediglich etwas an der Taktschraube und schnallt den hauseigenen ACX-3.0-Kühler auf. Ein eigenes Layout wird es erst bei der FTW- und Classified-Variante geben. Dann auch mit aufgebohrtem RGB-Beleuchtungssystem. Später wird es zudem ein Modell mit Wasserkühlung geben. Hervorzuheben sind bei EVGA wie üblich die Service-Leistungen. Die dreijährige Garantiezeit lässt sich gegen Aufpreis nicht nur auf fünf oder gar zehn Jahre verlängern, dank des Step-Up-Programms kann man innerhalb eines bestimmten Zeitfensters auch kostengünstig auf eine andere Grafikkarte upgraden. Wer nach ein paar Tagen feststellt, dass ihm die GeForce GTX 1070 leistungsmäßig nicht genügt, der kann im Rahmen des Programms günstig auf die schnellere GeForce GTX 1080 upgraden – das ist definitiv ein Alleinstellungsmerkmal des NVIDIA-Exklusiv-Partners und dürfte von unseren Lesern sicherlich schon das eine oder andere Mal in Anspruch genommen worden sein.

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GPU-Z-Screenshot zur EVGA GeForce GTX 1070 SC GAMING ACX 3.0

Obwohl EVGA auf die Platine der Founders Edition setzt, hat man seinen SuperClocked-Ableger im Vergleich zur Referenzversion ein gutes Stück übertaktet. Während NVIDIA für seine GeForce GTX 1070 einen Basis- und Boost-Takt von mindestens 1.506 bzw. 1.683 MHz vorschreibt, arbeitet die SC-Variante von EVGA mit 1.595 respektive mindestens 1.785 MHz knapp 6 % schneller. Den 8 GB großen GDDR5-Videospeicher lässt man mit einer Taktrate von 2.002 MHz allerdings unberührt. 

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In der Praxis erreicht unser Testmuster noch höhere Taktraten als die versprochenen 1.785 MHz. Je nach Benchmark und Spiel sind Taktraten von bis zu 1.961 MHz möglich, mindestens lagen 1.873 MHz an. 

Gegenüberstellung von Temperatur und Takt
Spiel Temperatur Takt
The Witcher 3: Wild Hunt 72 °C 1.911 MHz
Rise of the Tomb Raider 71 °C 1.961 MHz
Hitman 73 °C 1.873 MHz
Far Cry Primal 71 °C 1.961 MHz
DiRT Rallye 71 °C 1.961 MHz
Anno 2205 71 °C 1.949 MHz
The Division 73 °C 1.961 MHz
Fallout 4 73 °C 1.911 MHz
DOOM 74 °C 1.873 MHz

Dieser vergleichsweise hohe Takt ist unter anderem dem gestiegenen Power-Limit zuzuschreiben. Denn während die Founders Edition auf 150 W beschränkt ist, hat EVGA das Limit bei seiner SC-Variante auf 180 W erhöht. Dieser Wert ist sogar höher als bei der eben vorgestellten ASUS-Karte. Im Vergleich dazu wird der Grafikprozessor mit Temperaturen von 71 bis 74 °C allerdings auch ein gutes Stück wärmer als die anderen Karten unseres Roundups. Das Power-Limit lässt sich um weitere 12 Prozentpunkte erhöhen und damit auf etwa 190 W steigern.

Bevor wir uns nun die EVGA GeForce GTX 1070 SC GAMING ACX 3.0 etwas genauer anschauen, werfen wir noch einmal einen Blick auf die wichtigsten technischen Daten zum Kühler, PCB und den weiteren Ausstattungsmerkmalen.

EVGA GeForce GTX 1080 SC GAMING ACX 3.0
Länge des PCBs 266 mm
Länge mit Kühler 266 mm
Slothöhe 2 Slots
zusätzliche Stromanschlüsse 1x 8-Pin
Lüfterdurchmesser 2x 85 mm
Display-Anschlüsse

1x HDMI 2.0b
3x Displayport 1.3/1.4
1x Dual-Link-DVI

Lüfter aus im Idle Ja (ab 54 °C)

Optisch und größentechnisch gibt es im Vergleich zur von uns erst kürzlich getesteten EVGA GeForce GTX 1080 SC GAMING ACX 3.0 kaum Unterschiede. Auch das kleine Schwestermodell verfügt über die gleichen Abmessungen und das gleiche Kühlsystem. Der Dual-Slot-Kühler schließt mit dem PCB bei einer Länge von 266 mm ab und misst die üblichen zwei Slots in der Höhe. Das Kühlsystem stellt sechs Kupfer-Heatpipes, zahlreiche Aluminiumlamellen und zwei 85-mm-Lüter bereit, versorgt wird die Karte über einen einzigen 8-Pin-PCI-Express-Stromstecker. 

In unserem Preisvergleich wird die EVGA GeForce GTX 1070 SC GAMING ACX 3.0 ab 499 Euro geführt, womit sie genauso viel kostet wie die Founders Edition. In Anbetracht auf das eigene Kühlsystem, die höheren Taktraten und vor allem im Hinblick auf die zahlreichen Service-Leistungen sicherlich kein schlechter Deal.


Schauen wir uns die EVGA GeForce GTX 1070 SC GAMING ACX 3.0 also einmal etwas genauer an.

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EVGA GeForce GTX 1070 SC GAMING ACX 3.0

Beim Kühlsystem hat sich optisch im Vergleich zur Vorgänger-Generation einiges getan. Statt eines durchgängig schwarzen Kühlsystems, setzt EVGA nun auf einen schicken schwarzen Kühlkörper mit einigen Akzenten aus gebürstetem Aluminium, die über Nieten mit dem Rest des Kühlers verbunden wurden – das erinnert ein wenig an eine Ritterrüstung – macht allerdings einiges her. Die Verarbeitung ist auf hohem Niveau.

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EVGA GeForce GTX 1070 SC GAMING ACX 3.0

Gekühlt wird die Platine von insgesamt sechs vernickelten Kupfer-Heatpipes, die anders als bei anderen Herstellern nicht direkt auf dem Grafikprozessor aufliegen, sondern über eine separate Kupferplatte mit der GPU verbunden sind. Von der ausgehend wird die Abwärme  an die zahlreichen Aluminiumlamellen weitergeleitet, wo sie abschließend von den beiden 85-mm-Lüftern an das Gehäuse-Innere abgegeben wird. Wie alle anderen Karten des Testfeldes auch, schalten sich die Lüfter bei geringer Last bis zum Erreichen einer bestimmten Temperatur komplett ab. Während unserer Tests war dies im Bereich von 54 bis 65 °C der Fall. Damit schalten sich die Lüfter vergleichsweise spät hinzu und früh wieder ab, was die Karte insgesamt etwas wärmer macht. Das macht die EVGA GeForce GTX 1070 SC GAMING ACX 3.0 aber auch zu den leisesten Modellen – die beiden Axiallüfter machen sich mit maximal 1.030 rpm ans Werk – sehr beachtlich!

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EVGA GeForce GTX 1070 SC GAMING ACX 3.0

Mit Strom versorgt wird die EVGA-Karte über einen zusätzlichen 8-Pin-PCI-Express-Stromstecker, womit die Karte theoretisch bis zu 225 W aus dem Netzteil saugen könnte. Das Power-Limit ist allerdings bei Werksauslieferung auf 170 W beschränkt und lässt sich auf bis zu 190 W steigern. Ein Beleuchtungssystem gibt es ebenfalls, wenngleich dieses weniger auffällig ist, als beispielsweise bei der ASUS ROG Strix GeForce GTX 1070 OC. Beleuchtet werden hauptsächlich der Namens-Schriftzug und die SC-Bezeichnung an der Seite des 3D-Beschleunigers, aber auch die Unterseite bei den Lüftern an vier verschiedenen Stellen.

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EVGA GeForce GTX 1070 SC GAMING ACX 3.0

Zur besseren Stabilität und Kühlung der Grafikkarte hat EVGA rückseitig eine Backplate angebracht. Hier gibt es einige Aussparungen, die allerdings wohl nur optischer Natur sein dürften.

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EVGA GeForce GTX 1070 SC GAMING ACX 3.0

Bei der Dual-Slot-Blende hält man sich strikt an die Founders Edition. Hier stehen drei DisplayPort-Ausgänge, ein HDMI-Port und eine DVI-Buchse bereit. Zusätzlich gibt es zur Durchlüftung der Grafikkarte an der oberen Hälfte ein paar Lufteinlässe.


Weiter geht es mit den Details zur EVGA GeForce GTX 1070 SC GAMING ACX 3.0:

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EVGA GeForce GTX 1070 SC GAMING ACX 3.0

EVGA hat nicht nur auf der Unterseite eine Aluminiumplatte untergebracht. Auch die gesamte Oberseite des PCBs ist von einer bedeckt. EVGA setzt hier also auf eine Sandwich-Bauweise. Lediglich die Spannungswandler und der Grafikprozessor selbst sowie einige Kondensatoren und Anschlüsse liegen frei.

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EVGA GeForce GTX 1070 SC GAMING ACX 3.0

Da EVGA auf das Standardlayout der GeForce GTX 1070 zurückgreift, gibt es auch keine Änderungen bei der Strom- und Spannungsversorgung. Versorgt wird die EVGA GeForce GTX 1070 SC GAMING ACX 3.0 über einen 8-Pin-PCI-Express-Stromstecker und über fünf Phasen.

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EVGA GeForce GTX 1070 SC GAMING ACX 3.0

Etwas großzügiger als noch ASUS zeigt man sich beim Lieferumfang. Hier gibt es neben dem Handbuch auch einen Adapter für die Stromversorgung der Grafikkarte, ein EVGA-Badge für das Gehäuse, zahlreiche Aufkleber und ein riesengroßes Poster zum Aufhängen im Gamer-Zimmer.


Wie schon bei der GeForce GTX 1080 gibt es auch von Gigabyte drei verschiedene Ableger der GeForce GTX 1070. Neben der Founders Edition, hält man zwei Versionen mit eigenem Kühlkörper und höheren Taktraten bereit. Die G1 Gaming ist hier vergleichsweise moderat übertaktet, die Xtreme Edition fördert da schon deutlich höhere Frequenzen zu Tage. Dafür ist die G1 Gaming preislich sehr interessant. Sie kostet mit etwa 479 Euro weniger als die Founders Edition und das trotz des eigenen WindForce-Kühlers und der werksseitigen Übertaktung.

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GPU-Z-Screenshot zur Gigabyte GeForce GTX 1070 G1 Gaming

Gigabyte hat seine GeForce GTX 1070 G1 Gaming ganz bewusst nicht so stark übertaktet wie andere Hersteller und seinen Dual-Slot-Kühler eher schlicht gehalten. Vielmehr will man ein gutes Gesamtkonzept zu einem attraktiven Preis anbieten. Im Vergleich zur EVGA-Karte bietet man mit Taktraten von 1.621 bzw. 1.811 MHz trotzdem ein paar Megahertz mehr und auch das Kühlsystem besitzt einen Lüfter mehr. Unter der Haube gibt es im Vergleich zur Founders Edition ebenfalls ein paar Abweichungen.

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In der Praxis erreicht unser Testmuster wie jede andere Karte noch höhere Taktraten als eigentlich angegeben. Je nach Benchmark und Spiel arbeitet der Gigabyte-Vertreter mit einer Geschwindigkeit von 1.936 bis 1.987 MHz und pendelt sich im Temperatur-Bereich von 64 bis 66 °C ein. Die hohen Taktraten müssen allerdings erst mit dem Xtreme-Gaming-Tool freigeschaltet werden. Ohne den OC-Turbo wird die Karte auf einen Basis- und Turbo-Takt von 1.595 bzw. 1.785 MHz eingeregelt. 

Gegenüberstellung von Temperatur und Takt
Spiel Temperatur Takt
The Witcher 3: Wild Hunt 66 °C 1.936 MHz
Rise of the Tomb Raider 64 °C 1.974 MHz
Hitman 66 °C 1.961 MHz
Far Cry Primal 65 °C 1.961 MHz
DiRT Rally 65 °C 1.961 MHz
Anno 2205 65 °C 1.974 MHz
The Division 65 °C 1.974 MHz
Fallout 4 64 °C 1.987 MHz
DOOM 65 °C 1.974 MHz

Bevor wir uns nun die Gigabyte GeForce GTX 1070 G1 Gaming etwas genauer anschauen, werfen wir noch einmal einen Blick auf die wichtigsten technischen Daten zum Kühler, PCB und den weiteren Ausstattungsmerkmalen.

Gigabyte GeForce GTX 1070 G1 Gaming
Länge des PCBs 265 mm
Länge mit Kühler 280 mm
Slothöhe 2 Slots
zusätzliche Stromanschlüsse 1x 8-Pin
Lüfterdurchmesser 3x 80 mm
Display-Anschlüsse

1x HDMI 2.0b
3x Displayport 1.3/1.4
1x Dual-Link-DVI

Lüfter aus im Idle Ja (ab 48 °C)

Die Platine liegt mit einer Länge von 265 mm in etwa auf dem Niveau der Founders Edition. Allerdings ragt der Dual-Slot-Kühler mit seinen drei Lüftern noch wenige Millimeter darüber hinaus, sodass der 3D-Beschleuniger auf eine Gesamtlänge von 280 mm kommt. Keine Änderungen gibt es bei der Stromversorgung, welche weiterhin einen zusätzlichen 8-Pin-PCI-Express-Stromstecker erfordert. Unter der Haube gibt es ein paar Phasen mehr. 

Preislich ist die Gigabyte GeForce GTX 1070 G1 Gaming mit derzeit etwa 479 Euro am unteren Preispunkt unseres Testfeldes angesiedelt, braucht sich vor der Konkurrenz zumindest auf dem Papier aber nicht zu verstecken. Ob dies auch für Leistung, Lautstärke und Temperatur-Verhalten gilt, klären wir auf den nachfolgenden Seiten.


Kommen wir nun zur äußeren Betrachtung der Gigabyte GeForce GTX 1070 G1 Gaming.

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Gigabyte GeForce GTX 1070 G1 Gaming

Optisch ist sich Gigabyte bei seiner GeForce-10-Familie treu geblieben. Vorbei sind die spielerischen Zeiten, während denen man zu ungewöhnlichen Farbkombinationen griff. Der Mix aus Orange und Schwarz wirkt deutlich schlichter und weniger verspielt. Ein RGB-Beleuchtungssystem gibt es lediglich für die Stirnseite – die Lüfter werden nicht zusätzlich beleuchtet.

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Gigabyte GeForce GTX 1070 G1 Gaming

Das Kühlsystem ist nahezu identisch zum großen Schwestermodell aus unserem letzten Roundup. Zum Einsatz kommen drei 75-mm-Lüfter, deren Rotorblätter über ein spezielles Design verfügen, das Verwirbelungen minimieren und somit die Geräuschkulisse, aber auch den Luftstrom und damit die Kühlleistung verbessern soll. Im Leerlauf arbeitet die Gigabyte GeForce GTX 1070 G1 Gaming völlig lautlos. Die Lüfter stellen bis 66 °C ihre Arbeit ein und schalten sich erst wieder hinzu, sobald die Chiptemperatur 48 °C untersteigt. Die Lüfter arbeiten hier mit weniger als 1.000 rpm. 

gigabyte gtx1070 gaming test 05
Gigabyte GeForce GTX 1070 G1 Gaming

Keine einzige Grafikkarte unseres Testfeldes muss ohne eine Backplate auskommen. Bei der Gigabyte GeForce GTX 1070 G1 Gaming fällt diese aber sehr schlicht aus. Aussparungen für besonders hohe oder hitzige Bauteile gibt es keine, einzig das eigene Logo ist aufgedruckt. 

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Gigabyte GeForce GTX 1070 G1 Gaming

Das Gigabyte-Logo an der Seite ist RGB-beleuchtet, genau wie der Fan-Stop-Button links daneben. Dieser leuchtet allerdings nur auf, wenn die Lüfter abgestellt sind. Zur Stromversorgung des 3D-Beschleunigers muss ein 8-Pin-PCI-Express-Stromstecker an die Grafikkarte angeschlossen werden.

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Gigabyte GeForce GTX 1070 G1 Gaming

SLI-Support besitzen im Übrigen alle Testkandidaten – so natürlich auch die Gigabyte GeForce GTX 1070 G1 Gaming. Von NVIDIA gibt es allerdings nur noch Support für ein 2-Wege-Gespann-Systeme. Wer mehr Grafikkarten betreibt, bekommt Leistungssteigerungen nur noch bei Benchmarks zugesagt – in Spielen müssen die Entwickler ran.

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Gigabyte GeForce GTX 1070 G1 Gaming

Keine Änderungen im Vergleich zur Founders Edition gibt es auf der Dual-Slot-Blende. Hier stehen drei DisplayPort-Anschlüsse, ein HDMI-Port und ein DVI-Ausgang bereit. 


Weiter geht es mit der Betrachtung des PCBs der Gigabyte GeForce GTX 1070 G1 Gaming.

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Gigabyte GeForce GTX 1070 G1 Gaming

Im Gegensatz zur EVGA GeForce GTX 1070 SC GAMING ACX 3.0 setzt Gigabyte bei seiner G1 Gaming auf eine eigene Platine, wenngleich diese nicht länger oder gar breiter ausfällt als die der Founders Edition.

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Gigabyte GeForce GTX 1070 G1 Gaming

Sechs Phasen zeichnen sich für die Stromversorgung des GP104-Grafikprozessors verantwortlich – das ist eine mehr als bei der Founders Edition, aber auch zwei weniger als noch beim größeren Schwestermodell. 

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Gigabyte GeForce GTX 1070 G1 Gaming

Gekühlt wird allerdings nicht nur der Pascal-Grafikchip, sondern auch die üblichen Komponenten der Strom- und Spannungsversorgung sowie natürlich die GDDR5-Speicherchips. Lobenswert: Statt den spröden Wärmeleitpads setzt man nun auf deutlich widerstandsfähigere Pads, die sich auch nach einer Demontage des Kühlsystems ein zweites Mal einsetzen lassen.

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Gigabyte GeForce GTX 1070 G1 Gaming

Der Kühler selbst wurde im Vergleich zum größeren Schwestermodell etwas abgespeckt. Zur Verfügung stehen nicht mehr drei, sondern nur noch zwei Heatpipes, die sich dafür über die gesamte Grafikkarte verteilen und quasi in S-Bauweise angebracht sind. Beide Kupfer-Kapillare liegen direkt auf dem Grafikprozessor auf, was die Wärmeabgabe weiter verbessern soll. Abgegeben wird die Abwärme des Grafikprozessors dann an die zahlreichen Aluminiumfinnen wo sie zum Schluss von den drei 75-mm-Lüftern abgeführt wird.

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Gigabyte GeForce GTX 1070 G1 Gaming

Etwas sparsam zeigt sich Gigabyte beim Lieferumfang. Unserem Testmuster lagen gerade einmal eine Schnellstart-Anleitung und eine Treiber-CD samt Software bei. Bei Letzterer will man dafür wieder punkten. Die Xtreme-Gaming-App ermöglicht neben dem OC-Modus, welcher eingestellt werden muss, um die höchsten Takfrequenzen freizuschalten, auch eine manuelle Übertaktung, erlaubt aber auch Einfluss auf die Lüftersteuerung zu nehmen und bietet ein umfangreiches Monitoring-Tool.

Gigabyte Xtreme Gaming Software
Gigabyte Xtreme Gaming Software

Großen Wert hat man zudem auf die Steuerung der RGB-Beleuchtung gelegt. Hier lääst sich nicht nur die Intensität der LEDs einstellen, sondern auch die Farbe und der Effekt bestimmen. 

Gigabyte Xtreme Gaming Software
Gigabyte Xtreme Gaming Software

Welche Bereiche beleuchtet werden sollen, lässt sich in einer Grafik direkt darstellen. Welche Beleuchtungseffekte bei der Gigabyte GeForce GTX 1070 G1 Gaming möglich sind, zeigt unser Video zum großen Bruder, denn Unterschiede zwischen den beiden Modellen gibt es hier keine:


Wie schon bei der Vorgänger-Generation ist MSI auch bei der GeForce GTX 1080 und GeForce GTX 1070 wieder sehr breit aufgestellt. Neben der üblichen Gaming-Karte mit überarbeiteten TwinFrozr-Kühler gibt es auch wieder die günstigeren Modelle der Armor-Reihe mit abgespecktem Kühlsystem und nicht ganz so aggressiver Übertaktung. Aber auch ein Modell mit werksseitig vorinstalliertem Wasserkühler zur Integration in den bestehenden Kühlkreislauf wird angeboten. In Zusammenarbeit mit Corsair bietet man aber auch eine All-In-One-Lösung mit Wasser- und Luftkühler an, genau wie eine preisgünstige Luftkühler-Version mit anderem Radiallüfter als dem der Founders Edition. Vor Kurzem hat man im Übrigen auch die Gaming Z angekündigt – einzige Änderung zu der von uns getesteten Gaming X ist die Backplate, welche bei der Z zusätzlich beleuchtet werden kann.

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GPU-Z-Screenshot zur MSI GeForce GTX 1070 Gaming X 8G

Beim Overclocking zeigt sich MSI etwas zurückhaltender als ASUS oder ZOTAC, dreht allerdings mutiger an der Taktschraube als beispielsweise EVGA bei seiner GeForce GTX 1070 SC GAMING ACX 3.0. Um die oben gezeigten Taktraten allerdings zu erreichen, muss zunächst die hauseigene Gaming-App installiert und der OC-Modus angewählt werden. Erst dann macht sich die MSI GeForce GTX 1070 Gaming X 8G mit einem Basis- und Boost-Takt von 1.607 bzw. mindestens 1.797 MHz ans Werk. Anders als die meisten Boardpartner erhöht MSI auch den Speichertakt, wenn auch nur um etwa 25 MHz auf 2.027 MHz sehr zaghaft. Unsere Version arbeitet im Übrigen durchgehend mit dem OC-Modus, weil MSI die OC-Taktraten für die Presse entsprechend hart im BIOS hinterlegt hat und sich deswegen schon einiges an Kritik gefallen lassen musste. Weitere Unterschiede zur Verkaufsversion soll es aber nicht geben. Da wir ohnehin das Tool installiert hätten, ist der Umstand für uns kein Problem.

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Aufgrund der Vorgaben für die werksseitige Übertaktung sind wir besonders gespannt, wie sich die Karte in der Praxis verhält.

Gegenüberstellung von Temperatur und Takt
Spiel Temperatur Takt
The Witcher 3: Wild Hunt 72 °C 2.025 MHz
Rise of the Tomb Raider 71 °C 1.974 MHz
Hitman 72 °C 1.961 MHz
Far Cry Primal 71 °C 1.961 MHz
DiRT Rallye 72 °C 1.961 MHz
Anno 2205 72 °C 1.974 MHz
The Division 72 °C 1.974 MHz
Fallout 4 71 °C 1.961 MHz
DOOM 72 °C 1.974 MHz

Trotz der vergleichsweise hohen Temperaturen erreicht unser Testmuster in der Praxis hohe Taktraten. Je nach Spiel sind Geschwindigkeiten von 1.961 bis 2.025 MHz möglich, wobei Letzteres nur bei einem einzigen Spiel der Fall ist. In der Regel arbeitet unser Testmuster mit 1.961 MHz. 

MSI GeForce GTX 1070 Gaming X 8G 
Länge des PCBs 275 mm
Länge mit Kühler 275 mm
Slothöhe 2 Slots
zusätzliche Stromanschlüsse 1x 8-Pin
1x 6-Pin
Lüfterdurchmesser 2x 95 mm
Display-Anschlüsse

1x HDMI 2.0b
3x Displayport 1.3/1.4
1x Dual-Link-DVI

Lüfter aus im Idle Ja (ab 50 °C)

Änderungen gibt es aber nicht nur bei den Taktraten. Auch die Strom- und Spannungsversorgung hat MSI aufgebohrt und seinen hauseigenen TwinFrozr-Kühler der inzwischen schon sechsten Generation aufgeschnallt, welcher in der Vergangenheit in Sachen Lautstärke und Kühlleistung bereits gefallen konnte. Insgesamt fällt die Karte mit einer Länge von etwa 275 mm etwas länger aus als die Founders Edition. 

Preislich muss man aktuell rund 499 Euro für die MSI GeForce GTX 1070 Gaming X 8G einplanen, womit sie sich mit der Founders Edition messen lassen muss. In Anbetracht der höheren Taktraten, des überarbeiteten Platinenlayouts und natürlich des eigenen Kühlsystems dürfte die Karte damit aber schon jetzt einen näheren Blick wert sein.


Dann wollen wir uns die MSI GeForce GTX 1070 Gaming X 8G einmal genauer anschauen:

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MSI GeForce GTX 1070 Gaming X 8G

Optisch hat MSI seiner GeForce GTX 1070 Gaming X 8G im Vergleich zum Vorgänger nur ein kleines Facelifting verpasst. Dank neuer Doppelkugellager und spezieller Dispersionskühlblätter soll die Effizienz des Dual-Slot-Kühlers aber noch einmal deutlich angestiegen sein. MSI verspricht einen um 22 % gesteigerten Luftdurchsatz bei weiter verbessertem Lautstärke-Verhalten.

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MSI GeForce GTX 1070 Gaming X 8G

Die beiden Lüfter sind mit einem Durchmesser von 95 mm deutlich größer als die Lüfter der übrigen Karten dieses Roundups. Sie arbeiten mit einer Geschwindigkeit von bis zu 1.200 rpm, schalten sich aber auch im Leerlauf bis zum Erreichen einer bestimmten Temperatur ab. Ihre Arbeit beginnen sie bei etwa 64 °C, wieder eingestellt wird sie ab einer Temperatur von etwa 50 °C.

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MSI GeForce GTX 1070 Gaming X 8G

Rückseitig hat MSI seiner Gaming X 8G eine Backplate spendiert, die mit dem altbekannten Drachenlogo sowie einigen Aussparungen verziert ist. Die erst kürzlich angekündigte Gaming Z wird auch das Drachenlogo beleuchten können.

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MSI GeForce GTX 1070 Gaming X 8G

Die Stromversorgung hat MSI gehörig aufgewertet. Anstatt des einzelnen 8-Pin-Steckers muss an den 3D-Beschleuniger zusätzlich ein 6-Pin-Stecker angeschlossen werden. Damit könnte die MSI GeForce GTX 1070 Gaming X 8G theoretisch bis zu 300 W aus dem Netzteil ziehen. 

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MSI GeForce GTX 1070 Gaming X 8G

Keine Änderungen gibt es dafür auf der Dual-Slot-Blende. Hier warten weiterhin drei DisplayPort-Ausgänge, ein HDMI-Port und ein DVI-Ausgang auf ihre Verwendung.


Weiter geht es mit den Details zur Karte, in denen wir uns auch den Kühler etwas genauer anschauen:

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MSI GeForce GTX 1070 Gaming X 8G

Der hintere Teil der MSI GeForce GTX 1070 Gaming X 8G ist zudem von einem zusätzlichen Heatsink bedeckt, der in Kombination mit dem Luftstrom der direkt darüber liegenden Lüfter semi-passiv gekühlt wird. Für mehr Stabilität und ebenfalls eine bessere Kühlung sorgt die Aluminiumplatte direkt um den GP104-Chip herum.

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MSI GeForce GTX 1070 Gaming X 8G

Im Gegensatz zur Founders Edition bietet die MSI GeForce GTX 1070 Gaming X 8G doppelt so viele Phasen. Für den Grafikchip, aber auch die Speicherchips stehen insgesamt zehn Phasen zur Verfügung. Hinzu kommt der zusätzliche 6-Pin-Stecker für die Stromversorgung.

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MSI GeForce GTX 1070 Gaming X 8G

SLI-Support gibt es natürlich auch hier.

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MSI GeForce GTX 1070 Gaming X 8G

Direkt auf dem Grafikprozessor liegt eine dicke Kupferplatte auf, von wo aus fünf Heatpipes die Abwärme über den gesamten Kühlkörper an die zahlreichen Aluminiumlamellen abgeben, die schlussendlich von den beiden 95-mm-Lüftern gekühlt werden.

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MSI GeForce GTX 1070 Gaming X 8G

Im Lieferumgang gibt es lediglich ein kurzes Handbuch, eine Treiber- und Software-CD sowie ein paar Aufkleber.

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MSI GeForce GTX 1070 Gaming X 8G

Die Gaming-App dient nicht nur zur Freischaltung des OC-Modus und den damit verbundenen höheren Taktraten, sondern auch zur Steuerung der RGB-Beleuchtung. Beleuchtet werden können nicht nur das MSI-Logo auf der Seite, sondern auch die zahlreichen Strippen auf der Oberseite des Kühlkörpers. Die Gaming Z wird zudem die Backplate und das Drachenlogo beleuchten können. Einstellen lässt sich jedenfalls nicht nur die Farbe, sondern auch der Effekt.


Noch einmal eine deutliche Nummer größer ist die ZOTAC GeForce GTX 1070 AMP! Extreme Edition, die das Flaggschiff der Chinesen darstellt. ZOTAC bietet neben ihr und der Founders Edition nur noch einen dritten Ableger, welcher nicht ganz so stark übertaktet ist und obendrein ein paar Abstriche bei der Kühlung hinnehmen muss, an. In Planung sind aber auch Modelle mit vormontierter Wasserkühlung. Das hatte man uns im Rahmen der Computex 2016 in Taipei verraten. 

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GPU-Z-Screenshot zur Zotac GeForce GTX 1070 AMP! Extreme Edition

Hätte die ASUS ROG Strix GeForce GTX 1070 AMP! Extreme Edition keinen OC-Modus, dann wäre die ZOTAC GeForce GTX 1070 AMP! Extreme Edition das schnellste Modell des Testfeldes geworden. Mit ihrem Basis- und Boost-Takt von 1.633 bzw. 1.835 MHz aber sind die Unterschiede zwischen den Modellen gerade einmal im einstelligen Megahertzbereich und dürften sich nicht sonderlich stark auf die Benchmarks auswirken. Das Overclocking beläuft sich damit auf über 8 %. Ebenfalls übertaktet hat ZOTAC den 8 GB großen GDDR5-Videospeicher, was die Karte dann letztendlich doch zu der schnellsten des Testfeldes machen dürfte. Im Gegensatz zu MSI hat ZOTAC noch weiter an den Reglern gedreht und lässt die Speicherchips mit 2.052 MHz arbeiten, was effektiv betrachtet einer Steigerung gegenüber der Founders Edition um 100 MHz entspricht.

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Doch in der Praxis erreicht die ZOTAC GeForce GTX 1070 AMP! Extreme Edition nicht den höchsten Takt. Während unserer Tests war bei 2.012 MHz Schluss, teilweise lagen 1.987 MHz an. Trotzdem: Die ZOTAC GeForce GTX 1070 AMP! Extreme Edition ist eine der aktuell schnellsten GeForce-GTX-1070-Grafikkarten.

Gegenüberstellung von Temperatur und Takt
Spiel Temperatur Takt
The Witcher 3: Wild Hunt 63 °C 2.012 MHz
Rise of the Tomb Raider 65 °C 2.012MHz
Hitman 66 °C 1.987 MHz
Far Cry Primal 65 °C 2.012 MHz
DiRT Rally 65 °C 2.012 MHz
Anno 2205 67 °C 1.987 MHz
The Division 66 °C 1.987 MHz
Fallout 4 65 °C 1.987 MHz
DOOM 67 °C 1.987 MHz

Taktraten sind nicht alles, denn in anderen Belangen fährt die ZOTAC GeForce GTX 1070 AMP! Extreme Edition dick auf und das im wahrsten Sinne des Wortes. Das Kühlsystem misst 2,5 Slots in der Höhe, das Beleuchtungssystem ist aufwendig, die Strom- und Spannungsversorgung wurde deutlich überarbeitet. 

Bevor wir uns nun die ZOTAC GeForce GTX 1070 AMP! Extreme Edition etwas genauer anschauen, werfen wir noch einmal einen Blick auf die wichtigsten technischen Daten zum Kühler, PCB und den weiteren Ausstattungsmerkmalen.

ZOTAC GeForce GTX 1070 AMP! Extreme Edition
Länge des PCBs 280 mm
Länge mit Kühler 325 mm
Slothöhe 3 Slots
zusätzliche Stromanschlüsse 2x 8-Pin
Lüfterdurchmesser 3x 85 mm
Display-Anschlüsse

1x HDMI 2.0b
3x Displayport 1.3/1.4
1x Dual-Link-DVI

Lüfter aus im Idle Ja (ab 48 °C)

Zudem ist die ZOTAC GeForce GTX 1070 AMP! Extreme Edition eines der längsten Modelle unseres Testfeldes. Sie bringt es auf satte 325 mm. Auch das kleine Schwestermodell der erst kürzlich von uns getesteten GeForce GTX 1080 AMP! Extreme Edition ist damit eine wuchtige Karte, setzt ZOTAC doch auf das gleiche Layout mit nur abgespeckten Chips.

Preislich ist die ZOTAC GeForce GTX 1070 AMP! Extreme Edition derzeit in unserem Preisvergleich ab etwa 519 Euro gelistet, was sie günstiger als die ASUS-Karte macht, aber auch teurer als die Founders Edition.


Nun wollen wir uns die ZOTAC GeForce GTX 1070 AMP! Extreme Edition in aller Ausführlichkeit anschauen:

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ZOTAC GeForce GTX 1070 AMP! Extreme Edition

Die ZOTAC GeForce GTX 1070 AMP! Extreme Edition ist eine durchaus wuchtige Karte und mit ihren 2,5 Slots und einer Länge von satten 325 mm die dickste und längste Grafikkarte des Testfeldes. Optisch aber weiß sie durchaus zu gefallen.

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ZOTAC GeForce GTX 1070 AMP! Extreme Edition

Die Oberseite ist schlicht, der Karbon-Lock zwischen den Lüftern sorgt für Abwechslung. Die Lüfter messen jeweils 85 mm im Durchmesser und sind mit besonderen Lüfterblättern ausgerüstet, die Luftverwirbelungen minimieren und die Lautstärke verringern sollen – bei gleichzeitig gesteigertem Durchsatz.

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ZOTAC GeForce GTX 1070 AMP! Extreme Edition

Ganz anders die Unterseite. Hier sorgt ZOTAC für ein paar mehr Farbakzente. Im Hinblick auf den wuchtigen Kühler und das schwere Gewicht hat die Backplate aber sicher nicht nur einen optischen Zweck.

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ZOTAC GeForce GTX 1070 AMP! Extreme Edition

Ein Highlight der AMP! Extreme Edition ist sicherlich das Beleuchtungssystem. Beleuchtet werden können nicht nur das Logo über dem mittigen Lüfter oder die Leuchtstreifen unter und über den Lüftern, sondern auch der Schriftzug "Push the Limit" auf der Backplate. Letzteres dürfte im Übrigen das Motto der AMP! Extreme sein, macht die Karte nicht nur mit hohen Taktraten auf sich aufmerksam, sondern auch mit zahlreichen Features. Mit dabei ist beispielsweise wieder Power Boost, ein Bauteil, welches von der Backplate ausgespart werden musste. Dieses sitzt zwischen Strom- und Spannungsversorgung sowie GPU und soll für eine stabile Versorgung auch unter Extrem-Bedingungen sorgen. Damit ist sicher der Einsatz von flüssigem Stickstoff gemeint. Denn an der Strom- und Spannungsversorgung dürfte es im Hinblick auf noch höhere Taktraten nicht scheitern.

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ZOTAC GeForce GTX 1070 AMP! Extreme Edition

Der Grund: ZOTAC hat seiner Extreme Edition einen weiteren 8-Pin-PCI-Express-Stromstecker spendiert, womit der mächtige 3D-Beschleuniger theoretisch bis zu 375 W aus dem Netzteil ziehen könnte und das obwohl NVIDIA die typische Boardpower seiner GeForce GTX 1070 auf gerade einmal 150 W beziffert. Hier ist also noch deutlich Luft nach oben vorhanden. 

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ZOTAC GeForce GTX 1070 AMP! Extreme Edition

Doch auch ohne Flüssigstickstoff dürfte die GP104-GPU im Hinblick auf den dreistöckigen Kühler sehr kühl bleiben und höhere Frequenzen ermöglichen. Eine Erhöhung der Spannung lässt ZOTAC mit seinem hauseigenen FireStorm-Tool jedenfalls zu, was das Overclocking-Potential weiter steigern dürfte.

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ZOTAC GeForce GTX 1070 AMP! Extreme Edition

An die Vorgaben der Founders Edition hält sich ZOTAC zumindest an einer Stelle: Den Anschlüssen. Hier stehen die üblichen drei DisplayPort-Ausgänge, ein HDMI-Port und ein DVI-Ausgang bereit. 


Auf der nun folgenden Seite haben wir den Kühler entfernt und schauen uns die Karte in den weiteren Details an:

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ZOTAC GeForce GTX 1070 AMP! Extreme Edition

ZOTAC hat die Grafikkarte wohl im Hinblick auf die drei Lüfter etwas verlängern müssen, um sie unterbringen zu können, denn das eigentliche PCB ist mit knapp 280 mm ein gutes Stück kürzer. 

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ZOTAC GeForce GTX 1070 AMP! Extreme Edition

Neben der zusätzlichen 8-Pin-Buchse für die Stromversorgung hat ZOTAC auch die Zahl der zur Verfügung stehenden Phasen für die GPU und die Speicherchips erhöht. Anstatt fünf Phasen wie bei der Founders Edition gibt es bei der GeForce GTX 1070 AMP! Extreme Edition derer gleich zehn.

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ZOTAC GeForce GTX 1070 AMP! Extreme Edition

Gekühlt vom Triple-Slot-Kühler werden zudem die Speicherchips, aber auch die Spannungswandler. Wie schon beim großen Schwestermodell ist das PCB der GeForce GTX 1070 AMP! Extreme Edition an der Rückseite auffällig eng bestückt. 

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ZOTAC GeForce GTX 1070 AMP! Extreme Edition

Wie beim großen Schwestermodell gibt es auch hier sechs dicke Kupfer-Heatpipes, die sich um den Abtransport der Abwärme kümmern. Sie leiten die Abwärme an die zahlreichen Aluminiumlamellen weiter, wo sie anschließend von den drei Axiallüftern an das Gehäuse-Innere des PCs abgegeben wird.

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ZOTAC GeForce GTX 1070 AMP! Extreme Edition

Neben zwei Adaptern für die Stromversorgung liefert ZOTAC ein kleines Package mit Treiber-CD und Quick-Start-Guide mit. Mit der FireStorm-Software können alle wichtigen Parameter für die Grafikkarte bestimmt werden. Mit dabei sind nicht nur ein umfangreiches Monitoring-Tool, sondern auch viele Regler für die Taktraten, das Power Target oder gar die Spannung, welche sich ebenfalls erhöhen lässt. Dies ist zunächst allerdings ausgegraut und lässt sich erst durch ein kleines Schloss aktivieren. Die erreichten OC-Ergebnisse können bequem in Profilen abgespeichert werden.

Zotac Firestorm Software
ZOTAC Firestorm Software

Ebenfalls angepasst werden kann die Lüftersteuerung. Dies ist in unseren Augen zu empfehlen, denn die ZOTAC GeForce GTX 1070 AMP! Extreme Edition schaltet ihre Lüfter abrupt ab und an, was in einem Temperatur-Bereich zwischen 48 und 66 °C öfters passieren kann. Das ständige Auf- und Abdrehen der Lüfter ist hörbar und durchaus störender als die eigentliche Lautstärke der Karte. Mit einem BIOS-Update will ZOTAC hier allerdings selbst noch nachbessern. Dafür machen sich die Rotoren mit einer Geschwindigkeit von maximal 1.300 rpm ans Werk.

Zotac Firestorm Software
ZOTAC Firestorm Software

Ebenfalls eingestellt werden kann die Beleuchtung für Logo, Lüfter und Backplate. Hier lassen sich nicht nur verschiedene Farben auswählen, sondern auch unterschiedliche Effekte wie pulsierend, atmend oder statisch.

Zotac Firestorm Software
ZOTAC Firestorm Software

Wie das aussehen kann, zeigt unser kurzes Video zur ZOTAC GeForce GTX 1080 AMP! Extreme Edition, denn Unterschiede zum kleinen Schwestermodell gibt es an dieser Stelle nicht:


Die Software in Form der Spiele und Benchmarks haben wir umgestellt, die Hardware ist aber weitestgehend identisch geblieben. Um möglichst praxisnah zu testen, befindet sich das Testsystem in einem geschlossenen Gehäuse. Zudem befindet sich zwar das Windows 10 auf der SSD, die Spiele mussten wir aber auf eine Festplatte auslagern. Den Tests tut dies aber keinen Abbruch.

Hardwareluxx-Testsystem für die Grafikkarten aus dem September 2015
Hardwareluxx-Testsystem für die Grafikkarten aus dem September 2015
Das Testsystem
Prozessor Intel Core i7-3960X 3,3 @ 3,9 GHz
Kühlung Corsair H110i GT All-in-One-Wasserkühlung
Mainboard ASUS P9X97 Deluxe
Arbeitsspeicher G.Skill
SSD OCZ Arc 100 240 GB
Netzteil Seasonic Platinum Series 1.000 Watt
Betriebssystem Windows 10 64 Bit
Gehäuse Fractal Design Define R5

Folgende Treiber kamen für die Tests zum Einsatz:

  • alle NVIDIA-Grafikkarten: GeForce 369.39
  • alle AMD-Grafikkarten: Radeon Software 16.1.1

Folgende Spiele und Benchmarks haben wir verwendet:

  • Futuremark 3DMark
  • Luxmark 3.0
  • GPUPI 2.2
  • The Witcher 3: Wild Hunt
  • Rise of the Tomb Raider
  • Hitman
  • Far Cry Primal
  • DiRT Ralley
  • Anno 2205
  • The Division
  • Fallout 4
  • The Talos Principle
  • DOOM

Die Messungen beginnen wir wie immer mit der Lautstärke, schauen uns dann aber auch die Leistungsaufnahme und GPU-Temperaturen an.

Lautstaerke

Idle

in dB(A)
Weniger ist besser

Was vor ein paar Jahren noch undenkbar war, ist inzwischen Realität. Waren die Flaggschiffe vergangener Generationen alles andere als Leisetreter, sind die heutigen High-End-Grafikkarten zumindest im Leerlauf flüsterleise. Alle fünf Probanden schalten ihre Lüfter im 2D-Modus bis zum Erreichen eines bestimmten Temperatur-Levels komplett ab und kühlen ihren 3D-Beschleuniger damit völlig lautlos, sind allerdings auf eine gute Gehäuse-Belüftung angewiesen.

Lautstaerke

Last

in dB(A)
Weniger ist besser

Unter Last schalten sich die Lüfter dann natürlich hinzu, um die meist über 150 W problemlos abführen zu können. Die EVGA GeForce GTX 1070 SC GAMING ACX 3.0 macht das am unauffälligsten. Sie ist mit einem Schallpegel von unter 40 dB(A) die leiseste Karte des Feldes. Kein Wunder, bei Lüftergeschwindigkeiten von maximal 1.000 rpm. Dicht verfolgt wird sie allerdings von der MSI-Karte, die obendrein dank höherer Taktraten etwas schneller rechnet als der EVGA-Ableger. Die MSI-Karte ist mit 40,5 dB(A) immer noch flüsterleise. Genau wie die ASUS ROG Strix GeForce GTX 1070 OC oder die ZOTAC GeForce GTX 1070 AMP! Extreme Edition mit einer Geräuschkulisse von bis zu 40,7 dB(A). Schlusslicht unseres heutigen Testfeldes ist die Gigabyte GeForce GTX 1070 G1 Gaming mit 41,2 dB(A). Doch auch dies ist durchaus noch als sehr leise zu bezeichnen und eigentlich nur unwesentlich lauter als die anderen Modelle. Zum Vergleich: Die NVIDIA GeForce GTX 1070 Founders Edition ist mit Werten von rund 42,6 dB(A) ein gutes Stück lauter.

Temperatur

Idle

in Grad C
Weniger ist besser

Aufgrund der semi-passiven Kühlung im 2D-Betrieb werden alle Testkarten etwas wärmer. Bedenken gibt es bei Werten zwischen 42 bis 45 °C jedoch keine.

Temperatur

Last

in Grad C
Weniger ist besser

Keine Probleme bei allen Karten gibt es auch unter Last, wenngleich die Modelle von EVGA und MSI hier kleine Ausreißer nach oben machen und Werte von über 70 °C erreichen. MSI und EVGA erkaufen sich ihre sehr geringe Lautstärke also durch höhere Temperaturen. Bedenklich sind die Werte von bis zu 73 °C allerdings nicht, vor allem wenn die Founders Edition mit NVIDIAs neuem Referenzkühler 83 °C erreicht. Ein gutes Stück kühler bleiben die Modelle von Gigabyte, ASUS und ZOTAC. Letztere ist aufgrund ihres mächtigen Triple-Slots-Kühlers mitunter die kühlste.

Leistungsaufnahme (Gesamtsystem)

Idle

in W
Weniger ist besser

Um im Leerlauf Abwärme und Leistungsaufnahme einzusparen, takten sich alle Modelle automatisch herunter und senken ihre Spannung ab. Meist arbeiten die Modelle dann mit einem Chip- und Speichertakt von 240 bzw. 202 MHz, wobei die stark übertakteten Modelle von MSI und ZOTAC gerne auch ein klein wenig schneller unterwegs sind und nicht ganz so stark heruntertakten. Das macht sich minimal bei der Leistungsaufnahme des Gesamtsystems bemerkbar. Die ZOTAC GeForce GTX 1070 AMP! Extreme Edition und die MSI GeForce GTX 1070 Gaming X 8G ziehen hier gemessen am Gesamtsystem knapp 130 W aus der Steckdose, während sich die anderen Mitstreiter mit etwa 125 bis 127 W begnügen. Groß sind die Unterschiede aber wie gesagt nicht.

Leistungsaufnahme (Gesamtsystem)

Last

in W
Weniger ist besser

Unter Last werden sie schon größer. Positiv hervorzuheben sind hier die Modelle von Gigabyte und EVGA, die wegen ihrer nicht ganz so aggressiven Übertaktung zu den eher sparsameren High-End-Grafikkarten zählen. Unser Testsystem zog mit ihnen etwa 325 bis 335 W aus der Steckdose. Lobenswert ist zudem das Modell von ASUS, das trotz stärkerem Overclocking mit rund 325 W ebenfalls sehr sparsam unterwegs ist. Die anderen Modelle genehmigen sich hier fast 342 W.

Leistungsaufnahme (Gesamtsystem)

Idle - 2 Monitore

in W
Weniger ist besser

Die Leistungsaufnahme mit zwei Monitoren steigt bei allen Testkarten im 2D-Betrieb nur unwesentlich an. Ausreißer nach oben gibt es keine.


Futuremark 3DMark

Der 3DMark von Futuremark gehört zu den beliebtesten synthetischen Benchmarks und bietet damit eine breite Basis für den Vergleich unterschiedlicher Systeme oder einzelner Komponenten. Dabei bieten die unterschiedlichen Presets die Möglichkeit das System auf unterschiedliche Herausforderungen zu testen - bis hin zu UltraHD/4K-Auflösungen. Ursprünglich als reiner DirectX-11-Benchmark entwickelt bietet der 3DMark inzwischen auch die Möglichkeit sich eine Leistungs-Domäne von DirektX 12 genauer anzuschauen, die sogenannten Draw Calls.

Futuremark 3DMark

Fire Strike

Futuremark-Punkte
Mehr ist besser

Futuremark 3DMark

Fire Strike Extreme

Futuremark-Punkte
Mehr ist besser

Futuremark 3DMark

Fire Strike Ultra

Futuremark-Punkte
Mehr ist besser


Luxmark 3.0

Der Luxmark 3.0 ist ein Render-Benchmarks, der auf die OpenCL-Schnittstelle zurückgreift und damit eine breite Hardware-Basis adressiert. Der Luxmark wurde als Programm zur Leistungsbestimmung für den LuxRender entwickelt. Die LuxRender-2.x-API wird verwendet um eine Szene zu berechnen. Die Ausgabe erfolgt in Samples pro Sekunde.

Luxmark 3.0

Sala

Punkte
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GPUPI 2.2

Mit Hilfe von GPUPI wird Pi auf Basis unterschiedlicher Schnittstellen berechnet. Möglich ist die Berechnung auf Prozessoren sowie Grafikkarten und Programme wie SuperPi und ähnliche dienen schon lange als Möglichkeit die Rechenleistung von Hardware zu bestimmen. GPUPI verwendet, wie der Name schon sagt, die GPU der Grafikkarte zu Berechnung. Wir verwenden dazu die OpenCL-API und lassen Pi auf 500 Millionen oder 1 Milliarde Stellen berechnen. GPUPI beschreibt besonders gut die 64 Bit Integer Performance der Hardware.

GPUPI 2.0

500M

Sekunden
Weniger ist besser

GPUPI 2.0

1000M

Sekunden
Weniger ist besser


The Witcher 3: Wild Hunt

The Witcher 3: Wild Hunt ist ein Rollenspiel und basiert auf der Hintergrundgeschichte und Spielwelt der Buchvorlage von Andrzej Sapkowski. Als Geralt von Riva gilt es sich durch eine mittelalterliche Fantasiewelt zu schlagen und sich dabei zahlreichen Aufgaben zu stellen. Als Spieleengine kommt die von CD Project Red eigens entwickelte Red Engine in der Version 3 zum Einsatz. Für ein Open-World-Rollenspiel setzt sie neue Maßstäbe bei der grafischen Darstellung.

The Witcher 3

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Rise of the Tomb Raider

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Hitman

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Far Cry: Primal

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DiRt Rally

Mit Dirt Rally legte Codemasters den Fokus im Gegensatz zu seinen Vorgängern wieder mehr auf Simulation. Im Spiel enthalten sind 17 Autos, u. a. Audi S1 quattro, Lancia Delta und Ford Fiesta RS WRC, sowie 36 Etappen in drei Gebieten: Wales, Griechenland und Monte Carlo. Im Laufe des Jahres sollen weitere Inhalte in Form von Updates über Steam in das Spiel gebracht werden, dazu gehören Pikes Peak, Rally Deutschland sowie Inhalte der FIA Rallycross Championship.

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Anno 2205

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