ASUS GeForce GTX 980 Ti Strix im Test

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asus gtx980ti logoEs bricht die Phase an, in der alle namhaften Hersteller nicht nur eine erste Version der GeForce GTX 980 Ti auf den Markt gebracht haben, sondern inzwischen auch ausreichend Zeit und technische Kompetenz für einige komplett eigene Interpretationen aufbringen konnten. Mit insgesamt bereits fünf getesteten Karten lohnt sich aber sicherlich bereits jetzt ein Blick in die Artikel-Sektion bei den Grafikkarten. Mit der ASUS GeForce GTX 980 Ti Strix schauen wir uns heute ein besonders interessantes Modell an, das zumindest auf dem Papier das Potenzial dazu hat, eine der besten Interpretationen der GeForce GTX 980 Ti zu sein. Ob sie diesen hohen Ansprüchen, die ASUS auch an sich selbst stellt, gerecht werden kann, schauen wir uns auf den folgenden Seiten an.

Mit der GeForce GTX 980 Ti präsentierte NVIDIA Ende Mai und kurz vor der Computex den "günstigeren" GeForce GTX Titan X-Ableger mit halbem Speicherausbau. Die GeForce GTX 980 Ti kommt dem noch immer schnellsten NVIDIA-Modell aber so nahe, dass diese nur noch für absolute Fans und Spezialanwendungen interessant ist. Die ersten Retail-Karten setzten noch komplett auf das Referenz-PCB und nur einige Hersteller konnten schnell komplette Eigenentwicklungen (eigenes PCB und eigene Kühlung) entwickeln. Die ASUS GeForce GTX 980 Ti, mit vollem Herstellernamen ASUS STRIX-GTX980TI-DC3OC-6GD5-GAMING, ist eben eine solche komplette Neuentwicklung, der wir uns heute widmen wollen. Auf ähnlichem Niveau erwarten wir auch eine EVGA GeForce GTX 980 Ti Classified und die noch nicht angekündigte MSI GeForce GTX 980 Ti Lightning, von der wir aber wissen, dass sie bereits getestet wird.

Ganz billig wird der Spaß solcher High-End-Karten im Eigendesign sicherlich auch in nächster Zeit nicht mehr werden. Bereits eine GeForce GTX 980 Ti kostet in der günstigsten Ausführung 670 Euro. Noch einmal fast 100 Euro darf man für solche High-End-Modelle hinlegen. Die ASUS GeForce GTX 980 Ti Strix landet bei gut 750 Euro. Einzig solche Modelle mit einem vormontierten Wasserkühler sind noch teuer. Einen solchen Vertreter haben wir uns mit der Zotac GeForce GTX 980 Ti ArcticStorm (Hardwareluxx-Artikel) bereits angeschaut.

Architektonische Eckdaten

Bevor wir die ASUS GeForce GTX 980 Ti Strix mit dem Referenzmodell vergleichen, noch ein paar Worte zur GPU. NVIDIA verbaut hier die GM200-GPU mit der "Maxwell"-Architektur der 2. Generation. Diese kommt hier auf 2.816 Shader-, 176 Textureinheiten und 96 ROPs. Die 6 GB an Grafikspeicher sind über ein 384 Bit breites Speicherinterface angebunden. NVIDIA macht den Schritt auf High Bandwidth Memory (HBM) erst im kommenden Jahr mit der "Pascal"-GPU.

Die technischen Daten der ASUS GeForce GTX 980 Ti im Überblick
Modell ASUS GeForce GTX 980 Ti Strix NVIDIA GeForce GTX 980 Ti
Straßenpreis ab 750 Euro ab 675 Euro
Homepage www.asus.de www.nvidia.de
Technische Daten
GPU GM200 (GM200-310-A1) GM200 (GM200-310-A1)
Fertigung 28 nm 28 nm
Transistoren 8 Milliarden 8 Milliarden
GPU-Takt (Base Clock) Normal-Mode: 1.190 MHz
OC-Mode: 1.216
1.000 MHz
GPU-Takt (Boost Clock) Normal-Mode: 1.291 MHz
OC-Mode: 1.317 MHz
1.075 MHz
Speichertakt 1.800 MHz 1.750 MHz
Speichertyp GDDR5 GDDR5
Speichergröße 6 GB 6 GB
Speicherinterface 384 Bit 384 Bit
Speicherbandbreite 345,6 GB/s 336,6 GB/s
DirectX-Version 12 12
Shadereinheiten 2.816 2.816
Textureinheiten 176 176
ROPs 96 96
Typische Boardpower 250 Watt 250 Watt
SLI/CrossFire SLI SLI

Im Vergleich zur Referenzversion und auch den zahlreichen Konkurrenz-Modellen versucht sich ASUS über ein werksseitiges Overclocking abzusetzen. Dazu hat man sowohl die GPU wie auch den Speicher übertaktet. ASUS unterscheidet aber auch zwischen einem Silent-, Normal- und OC-Mode. Im Silent-Mode liegen die Taktraten der Referenzversion an, eine Übertaktung gibt es nur in den übrigen beiden Modi. ASUS übertaktet die GPU dabei im Basis-Takt von 1.000 auf 1.190 bzw. 1.216 MHz. Via GPU-Boost geht es von 1.075 auf mindestens 1.291 bzw. 1.317 MHz. Dies entspricht einer Übertaktung von beachtlichen 22,5 Prozent, wobei wir noch abwarten müssen, wie sich die Karte unter Last verhält.

Auch den Speicher hat ASUS übertaktet, geht hier aber bei weitem nicht so aggressiv vor. Von 1.750 geht es auf 1.800 MHz und damit kann der Speicher-Overclocking natürlich nicht mit dem der GPU mithalten. Ansonsten entsprechen die technischen Daten natürlich aus architektonischer Sicht einer jeden anderen GeForce GTX 980 Ti.

GPU-Z-Screenshot derASUS GeForce GTX 980 Ti Strix
GPU-Z-Screenshot derASUS GeForce GTX 980 Ti Strix

Der GPU-Z-Screenshot zeigt die Karte im Werkszustand, d. h. im Normal-Mode, in dem die Taktraten 1.190 bzw. 1.291 MHz für die GPU und ebenfalls bereits 1.800 MHz für den Speicher betragen.

Noch einmal: Den OC-Mode mit 1.216/1.317 MHz erreichen wir erst nach Installation der Software von ASUS und dem Einschalten eben des OC-Mode. Wir führen dennoch alle Tests in diesem Modus aus, denn wer sich eine solche Karte kauft, der will sich auch das Maximum aus der Karte herausholen.

Preise und Verfügbarkeit
Nicht verfügbar Nicht verfügbar Nicht verfügbar



ASUS bietet zwei Modelle der GeForce GTX 980 Ti an. Das wenig interessante Referenzmodell wird auch von anderen Herstellern angeboten. Der Fokus soll in der Folge ohnehin auf der GeForce GTX 980 Strix liegen.

ASUS GeForce GTX 980 Ti Strix
Länge des PCBs 265 mm
Länge mit Kühler 305 mm
Slothöhe 2 Slots
zusätzliche Stromanschlüsse 2x 8-Pin
Lüfterdurchmesser 3x 90 mm
Display-Anschlüsse

1x Dual-Link-DVI
1x HDMI 2.0
3x DisplayPort 1.2

Lüfter aus im Idle Ja (ab 50 °C)

Wer sich eine ASUS GeForce GTX 980 Ti Strix zulegt, dem sollte bewusst sein, dass in seinem Gehäuse in der Länge Platz für eine 305 mm lange Karte sein sollte. Damit hält sich ASUS zwar an die ATX-Spezifikationen, einige Gehäuse-Hersteller aber eben nicht und stellen gerne auch mal einen Festplattenkäfig in den Weg. Das eigentliche PCB der Karte ist nur 265 mm lang. Die Kühlung kommt auf eine Höhe von zwei Slots und stellt damit kein Problem dar. Auf einige weitere Details gehen wir später noch genauer ein.

Gegenüberstellung von Temperatur und Takt
Spiel Temperatur Takt
The Elder Scrolls V Skyrim 72 °C 1.392 MHz
Company of Heroes 72 °C 1.392 MHz
Grid 2 71 °C 1.392 MHz
Metro: Last Light 72 °C 1.392 MHz
Crysis 3 72 °C 1.392 MHz
Battlefield 4 72 °C 1.392 MHz
Bioshock: Infinite 72 °C 1.392 MHz
Tomb Raider 72 °C 1.392 MHz

Immer wieder interessant ist der Blick auf das Verhalten von Takt, Spannung und GPU-Temperatur. Im Falle der ASUS GeForce GTX 980 Ti Strix sehen wir einen maximalen Boost-Takt von 1.392 MHz. Damit sehen wir bei dieser Karte den bisher höchsten Boost-Takt ohne Eingreifen des Nutzers. Die GPU-Temperatur steigt auf maximale 72 °C an.

ASUS GeForce GTX 980 Ti Strix
ASUS GeForce GTX 980 Ti Strix

Alle neueren Grafikkarten werden von ASUS mit dem DirectCU-III-Kühler ausgestattet. Da dieser einen recht wuchtigen Auftritt hat, sind die unterschiedlichen Modelle, die mit diesem Kühler ausgestattet werdem, auf den ersten Blick auch kaum voneinander zu unterscheiden. Als Beispiel seien hier die Radeon R9 Fury Strix (Hardwareluxx-Artikel) und Radeon R9 390X Strix (Hardwareluxx-Artikel) zu nennen. Seiner altbekannten Optik bleibt sich ASUS aber treu und so sind weite Teile des Kühlers in Schwarz gehalten, während kleinere rote und graue Akzente gesetzt werden.

ASUS GeForce GTX 980 Ti Strix
ASUS GeForce GTX 980 Ti Strix

Ein Blick auf die Rückseite zeigt eine großflächige Backplate, die weite Teile des PCBs verdeckt. Im Vergleich zu den eben genannten weiteren neueren Modellen musste ASUS hier aber einige Öffnungen lassen, um Komponenten mit größerer Bauhöhe unterzubringen. Auf einige Details, die hier zu sehen sind, gehen wir noch genauer ein.

ASUS GeForce GTX 980 Ti Strix
ASUS GeForce GTX 980 Ti Strix

Drei Axiallüfter mit einem Durchmesser von jeweils 90 mm sollen für eine ausreichende Versorgung mit Frischluft sorgen. ASUS spricht zwar von speziell geformten Lüfterblättern, die einen besonderen Winkel aufweisen sollen, auf Entwicklungen wie den "CoolTech"-Lüfter, eine Art Hybrid aus Axial- und Radiallüfter verzichtet man aber.

Die drei Lüfter auf der ASUS GeForce GTX 980 Ti Strix werden erst ab einer GPU-Temperatur von 64 °C eingeschaltet. Davor arbeitet die Karte komplett passiv. Unter Last drehen die Lüfter bis zu einer maximalen Drehzahl von 76 Prozent bzw. 1.120 RPM auf. Lässt die Last wieder nach, schalten sich die Lüfter ab einer Temperatur von 50 °C wieder ab.

ASUS GeForce GTX 980 Ti Strix
ASUS GeForce GTX 980 Ti Strix

Wer zwei, drei oder gar vier solcher Modelle in einem SLI betreiben möchte, der ist bei NVIDIA noch immer auf die SLI-Anschlüsse angewiesen. ASUS bietet daher gleich zwei Anschlüsse an, die bei drei oder vier Karten benötigt werden. Im Multi-GPU-System aus zwei Karten benötigt man nur einen der beiden Anschlüsse.

ASUS GeForce GTX 980 Ti Strix
ASUS GeForce GTX 980 Ti Strix

Am hinteren Ende der Karte befinden sich zwei zusätzliche 8-Pin-Anschlüsse. Laut PCI-Express-Spezifikation können somit zusammen mit dem PCI-Express-Steckplatz bis zu 375 Watt an die Karte gebracht werden. Die Netzteile liefern bei Bedarf aber auch deutlich mehr und die Anschlüsse sind auch in der Lage dies aus technischer Sicht zu verkraften. Auf die 375 Watt sollte man sich in diesem Fall also nicht festlegen. ASUS verbaut die beiden zusätzlichen Anschlüsse im eingebauten Zustand mit Ausrichtung der Arretierungen nach oben. Weiße und rote LEDs zeigen den korrekten Anschluss an und sollen damit direkt auf eventuelle Probleme hinweisen. Auf diesem Bild ebenfalls zu sehen ist der Überstand des Kühlers und Höhe und Länge im Vergleich zum PCB.

ASUS GeForce GTX 980 Ti Strix
ASUS GeForce GTX 980 Ti Strix

Zusätzlich zu den beiden Anschlüssen zur Stromversorgung befinden sich am hinteren Ende der Karte auch noch die Spannungsmesspunkte. Diese sind von beiden Seiten zugänglich, allerdings befindet sich die Beschriftung offenbar nur auf der Vorderseite. Um diese ablesen zu können, muss der Kühler entfernt werden, was wir zu einem späteren Zeitpunkt auch noch tun werden. Da AMD bei seinen High-End-Karten inzwischen auf die CrossFire-Anschlüsse verzichten kann, konnte ASUS die Messpunkte auf der Radeon R9 Fury Strix an eben diese Stelle des PCBs verlegen.

ASUS GeForce GTX 980 Ti Strix
ASUS GeForce GTX 980 Ti Strix

Den überhöhten Rahmen des GPU-Packages hält und stabilisiert ASUS mit einem entsprechenden Gegenstück auf der Rückseite des PCBs. Farblich setzt ASUS hier mit einer roten Markierung ein kleines Highlight auf der ansonsten komplett schwarzen Rückseite. Der eigentliche Kühler wird über die vier Schrauben, die hier an den vier Ecken zu sehen sind, sowie zwei weiteren am hinteren Ende der Karte gehalten.

ASUS GeForce GTX 980 Ti Strix
ASUS GeForce GTX 980 Ti Strix

Einige Aussparungen in der Backplate haben wir bereits angesprochen und diese oben einmal abgebildet. Es handelt sich dabei um Kondensatoren der Strom- und Spannungsversorgung. Für jede der 12+2 Phasen ist hier einmal vertreten. Zudem ist noch einmal schön die Bürstung der schwarzen Aluminium-Backplate zu erkennen.


Auf der folgenden Seite schauen wir uns noch einige Details der ASUS GeForce GTX 980 Ti Strix an.

ASUS GeForce GTX 980 Ti Strix
ASUS GeForce GTX 980 Ti Strix

Auf der oberen Kante der Karte bzw. des Kühlers befindet sich ein beleuchteter Strix-Schriftzug. Dieser pulsiert in unterschiedlichen Animationen und Farben und bringt damit etwas "Bewegung" in das Innere des Systems.

ASUS GeForce GTX 980 Ti Strix
ASUS GeForce GTX 980 Ti Strix

Auf diesem Bild ist gut zu erkennen, dass der DirectCU-III-Kühler sich nur um die Kühlung der GPU kümmert. Die Speicherchips müssen ohne eine aktive Kühlung auskommen und werden nur mit einer frischen Brise über die Lüfter versorgt. Aus technischer Sicht ist dies aber kein Problem, da die GDDR5-Chips in dieser Hinsicht sehr genügsam sind.

ASUS GeForce GTX 980 Ti Strix
ASUS GeForce GTX 980 Ti Strix

Wirft man einen Blick auf das andere Ende der Karte, dann sieht man, dass zumindest ein Teil der Strom- und Spannungsversorgung mit einem zusätzlichen Kühler versehen ist. Dieser sitzt direkt auf den Spannungswandlern (VRMs) und ist direkt mit dem großen Kühler befestigt.

ASUS GeForce GTX 980 Ti Strix
ASUS GeForce GTX 980 Ti Strix

Bei einem kompletten Blick aus Richtung des PCI-Express-Steckplatzes sieht man auch vier der fünf Heatpipes, die ASUS im DirectCU-III-Kühler verbaut hat. Deren Position und Stärke schauen wir uns noch genauer an.

ASUS GeForce GTX 980 Ti Strix
ASUS GeForce GTX 980 Ti Strix

Auf der Slotblende bietet ASUS die für eine aktuelle NVIDIA-Grafikkarte übliche Konfiguration: Jeweils einmal HDMI 2.0 und Dual-Link-DVI und dreimal DisplayPort 1.2 sollten jeden Nutzer glücklich machen und den gewünschten Anschluss bereitstellen.

ASUS GeForce GTX 980 Ti Strix
ASUS GeForce GTX 980 Ti Strix

In der Folge haben wir auch den Kühler entfernt, um einen Blick auf das von ASUS entwickelte PCB zu werfen. Mittig ist dabei die GPU zu sehen, um die sich die Speicherchips reihen. Die rechte Hälfte des PCBs gehört der Strom- und Spannungsversorgung. Hier ebenfalls sehr schön zu sehen ist ein Metallarm, der zur Stabilisierung am oberen Bereich des PCBs befestigt ist.

ASUS GeForce GTX 980 Ti Strix
ASUS GeForce GTX 980 Ti Strix

Wie bei aktuellen NVIDIA-Karten im High-End-Bereich üblich, sind für die 6-GB-Konfiguration auf der GeForce GTX 980 Ti 12 GDDR5-Chips mit einer Kapazität von jeweils 512 MByte bzw. 4.096 MBit Speicherkapazität verbaut. Diese hören auf die Bezeichnung H5GCQ4H24MFR-R2C und stammen aus dem Hause SK Hynix. Sie sind bei einer Versorgungsspannung von 1,55 V für einen Takt von 1.750 MHz spezifiziert. ASUS übertaktet den Speicher allerdings auf 1.800 MHz.

ASUS GeForce GTX 980 Ti Strix
ASUS GeForce GTX 980 Ti Strix

Im hinteren Bereich der Karte befinden sich einige weitere wichtige Komponenten der Strom- und Spannungsversorgung. Unter anderem wären das der Controller für die Spannungswandler und einige Messschaltungen, die unter anderem den Stromfluss in Echtzeit messen können. Hier ebenfalls zu sehen sind noch einmal die Spannungsmesspunkte, die allerdings auch hier ohne Beschriftung auskommen müssen. Das PCB ist offenbar auch dazu ausgelegt die Speicherheizung aufzunehmen, die wir von den Matrix-Karten kennen.


Auf einige weitere Details der Karte gehen wir auf der nun folgenden Seite ein.

ASUS GeForce GTX 980 Ti Strix
ASUS GeForce GTX 980 Ti Strix

ASUS hat die Spannungsversorgung auf 12+2 Phasen ausgebaut. Aber nicht nur die Anzahl der Phasen hat ASUS erheblich ausgebaut, sondern auch bei der Wahl der Komponenten will ASUS auf eine möglichst hohe Effizienz und Leistung geachtet haben.

ASUS GeForce GTX 980 Ti Strix
ASUS GeForce GTX 980 Ti Strix

Ohne die Backplate wird auch der Blick auf die Rückseite des PCBs frei. Hier ist auch noch einmal schön das überbreite PCB zu sehen, welches erst bei den zusätzlichen Stromanschlüssen wieder auf eine normale Höhe zusammenschrumpft. Durch die parallele Anordnung der Spannungsphasen benötigt ASUS schlichtweg den zusätzlichen Platz.

ASUS GeForce GTX 980 Ti Strix
ASUS GeForce GTX 980 Ti Strix

Auf der Rückseite ist auch noch einmal diese Anordnung zu sehen, die auf der Rückseite auch durch eine gewisse Symmetrie von Widerständen und Kondensatoren ersichtlich wird.

ASUS GeForce GTX 980 Ti Strix
ASUS GeForce GTX 980 Ti Strix

Rückseitig der GPU sind auf dem PCB auch sehr schön die einzelnen Leiterbahnen zu erkennen, die von der GPU zu den Speicherchips und dem PCI-Express-Steckplatz führen. Der rote Rahmen soll für eine zusätzliche Stabilisierung des GPU-Packages sorgen, auf welches der Kühler dann fest gepresst wird.

ASUS GeForce GTX 980 Ti Strix
ASUS GeForce GTX 980 Ti Strix

Der DirectCU-III-Kühler liegt einzig auf der GPU auf und kühlt zudem auch noch die Spannungswandler. ASUS verwendet insgesamt fünf Heatpipes, die direkt auf der GPU aufliegen und an dieser Stelle abgeflacht wurden. Zwei Heatpipes weisen eine Stärke von 10 mm auf, während zwei weitere auf jeweils 8 mm kommen und eine dritte eine Stärke von 6 mm erreicht. ASUS verteilt die Abwärme über die Heatpipes in die einzelnen Bereiche der Kühlkörpers, der die Abwärme wiederum über die Lamellen an die Umgebungsluft abgibt.

ASUS GeForce GTX 980 Ti Strix
ASUS GeForce GTX 980 Ti Strix

Bei einem genauen Blick auf die Kontaktfläche der Heatpipes mit der GPU zeigt sich, dass eigentlich nur drei der fünf Heatpipes direkten Kontakt haben. Die außen gelegenen Heatpipes berühren die GPU nicht und nehmen allenfalls noch etwas Abwärme von der jeweils benachbarten Heatpipe auf.

ASUS GeForce GTX 980 Ti Strix
ASUS GeForce GTX 980 Ti Strix

Im laufenden Betrieb leuchten der Strix-Schriftzug sowie die rote Blende. ASUS lässt die Beleuchtung pulsieren und will damit für ein optisches Highlight im System sorgen.

ASUS GeForce GTX 980 Ti Strix
ASUS GeForce GTX 980 Ti Strix

Eine Hilfe sollen die LEDs bei den zusätzlichen Stromanschlüssen sein. Rote LEDs zeigen an, wenn die Anschlüsse gar nicht oder falsch belegt sind. Erst wenn jeweils acht Pins in den Anschlüssen stecken, wechseln die LEDs auf weiß und zeigen damit an, dass alles korrekt angeschlossen ist.


Um die Treiber-Generationen anzugleichen, aber auch um die Hardware auf ein neues Level vorzubereiten, haben wir das Testsystem etwas umgestellt. Der Intel Core i7-3960X wird von 3,2 GHz auf 3,9 GHz übertaktet, um Limitierungen durch den Prozessor weitestgehend auszuschließen. Folgende Systemkomponenten kommen dabei zum Einsatz:

Testsystem
Prozessor Intel Core i7-3960X 3,3 GHz übertaktet auf 3,9 GHz
Mainboard ASUS P9X79 Deluxe
Arbeitsspeicher ADATA XPG Gaming Series Low Voltag 4x 2 GB PC3-12800U CL 9-9-9-24
Festplatte ADATA S510 SSD 60 GB
Netzteil Seasonic Platinum Series 1000 Watt
Betriebssystem Windows 8 Pro 64 Bit
Grafikkarten
NVIDIA NVIDIA GeForce GTX Titan X (1.000/1.075/1.750 MHz, 12.288 MB)
  NVIDIA GeForce GTX 980 Ti (1.000/1.075/1.750 MHz, 6.144 MB)
  NVIDIA GeForce GTX 980 (1.126/1.216/1.750 MHz, 4.096 MB)
  NVIDIA GeForce GTX 970 (1.050/1.178/1.750 MHz, 4.096 MB)
  NVIDIA GeForce GTX 780 Ti (876/928/1.750 MHz, 3.072 MB)
  NVIDIA GeForce GTX Titan (837/786/1.502 MHz, 6.144 MB)
  NVIDIA GeForce GTX 780 (863/902/1.502 MHz, 3.072 MB)
  NVIDIA GeForce GTX 770 (1.046/1.085/1.753 MHz, 2.048/4.096 MB)
  NVIDIA GeForce GTX 760 (980/1.033/1.502 MHz, 2.048 MB)
  NVIDIA GeForce GTX 750 Ti (1.020/1.085/1.350 MHz, 2.048 MB)
  NVIDIA GeForce GTX 750 (1.020/1.085/1.250 MHz, 1.024 MB)
  NVIDIA GeForce GTX 690 (915/1.502 MHz, 4.096 MB)
  NVIDIA GeForce GTX 680 (1.006/1.502 MHz, 2.048 MB)
  NVIDIA GeForce GTX 670 (915/1.502 MHz, 2.048 MB)
  NVIDIA GeForce GTX 660 Ti (915/1.502 MHz, 2.048 MB)
  NVIDIA GeForce GTX 660 (1.058/1.250 MHz, 2.048 MB)
  NVIDIA GeForce GTX 650 Ti Boost (980/1.502 MHz, 2.048 MB)
  NVIDIA GeForce GTX 650 Ti (925/1.350 MHz 2.048 MB)
  NVIDIA GeForce GTX 650 (1.058/1.250 MHz, 1.024/2.048 MB)
  NVIDIA GeForce GTX 590 (608/1.215/854 MHz, 3.072 MB)
  NVIDIA GeForce GTX 580 (772/1.544/1.000 MHz, 1.536 MB)
  NVIDIA GeForce GTX 570 (732/1.464/950 MHz, 1.280MB)
  NVIDIA GeForce GTX 560 Ti 448 Cores (732/1.464/950 MHz, 1.280 MB)
  NVIDIA GeForce GTX 560 Ti (820/1.640/1.000 MHz, 1.024 MB)
  NVIDIA GeForce GTX 560 (810/1.620/1.002 MHz, 1.024 MB) 
  NVIDIA GeForce GTX 550 Ti (900/1.800/1.026 MHz, 1.024 MB)
AMD AMD Radeon R9 Fury X (1.050/1.050/500 MHz, 4.096 MB)
  AMD Radeon R9 390X (1.050/1.050/1.500 MHz, 8.192 MB)
  AMD Radeon R9 390 (1.000/1.000/1.250 MHz, 8.192 MB)
  AMD Radeon R9 380 (970/970/1.425 MHz, 4.096 MB)
  AMD Radeon R7 370 (975/975/1.400 MHz, 4.096 MB)
  AMD Radeon R7 360 (1.050/1.050/1.625 MHz, 2.048 MB)
  AMD Radeon R9 290X (1.000/1.250 MHz, 4.096 MB)
  AMD Radeon R9 290 (947/1.500 MHz, 4096 MB)
  AMD Radeon R9 280X (1.000/1.500 MHz, 3.072 MB)
  AMD Radeon R9 270X (1.000/1.400 MHz, 2.048/4.096 MB)
  AMD Radeon R7 260X (1.100/1.625 MHz, 2.048 MB)
  AMD Radeon R7 265 (925/1.400 MHz, 2.048 MB)
  AMD Radeon R7 260 (1.000/1.500 MHz, 1.024 MB)
  AMD Radeon HD 7990 (950/1.000/1.500 MHZ, 6.144 MB)
  AMD Radeon HD 7970 GHz Edition (1.000/1.050/1.500 MHz, 3.072 MB)
  AMD Radeon HD 7970 (925/925/1.375 MHz, 3.072 MB)
  AMD Radeon HD 7950 (800/800/1.250 MHz, 3.072 MB)
  AMD Radeon HD 7870 (1.000/1.000/1.200 MHz, 2.048 MB)
  AMD Radeon HD 7850 (860/860/1.200 MHz, 2.048 MB)
  AMD Radeon HD 7790 (1.075/1.075/1.500 MHz, 1.024/2.048 MB)
  AMD Radeon HD 7770 (1.000/1.000/1.125 MHz, 1.024 MB)
  AMD Radeon HD 7750 (800/800/1.125 MHz, 1.024 MB)
  AMD Radeon HD 6990 (830/830/1.250 MHz, 4.096 MB)
  AMD Radeon HD 6970 (880/880/1.375 MHz, 2.048 MB)
  AMD Radeon HD 6950 (800/800/1.200 MHz, 2.048 MB)
  AMD Radeon HD 6870 (900/900/1.050 MHz, 1.024 MB)
  AMD Radeon HD 6850 (775/775/1.000 MHz, 1.024 MB)
  AMD Radeon HD 6790 (840/840/1.050 MHz, 1.024 MB)
  AMD Radeon HD 6770 (850/850/1.200 MHz, 1.024 MB)
Treiber
NVIDIA GeForce 352.90
AMD Catalyst 15.7

Unsere Testsysteme werden ausgestattet von ASUS, Intel, Thermaltake und Seasonic. Vielen Dank für die Bereitstellung der Komponenten.

 

Treibereinstellungen NVIDIA:

Textureinstellungen AMD:


Werfen wir nun einen Blick auf die Lautstärke, die Leistungsaufnahme und das Temperatur-Verhalten der ASUS GeForce GTX 980 Ti Strix

Lautstaerke

Idle

in dB(A)
Weniger ist besser

Wie alle bisher getesteten Retail-Modelle der GeForce GTX 980 Ti schaltet auch die Variante von ASUS im Idle-Betrieb ihre Lüfter ab. Damit sehen wir die Karte als lautlos an, zumindest ab einer GPU-Temperatur von 50 °C und weniger. Entscheidend wären somit die weiteren Komponenten im System.

Lautstaerke

Last

in dB(A)
Weniger ist besser

Unter Last beginnen die Lüfter dann ab einer Temperatur von 64 °C mit ihrer Arbeit. Sie drehen auf maximale 1.120 RPM, was 76 Prozent der Maximaldrehzahl entspricht. In einem Messwert ausgedrückt sehen wir einen Wert von 42,1 dB(A). Damit setzt sich die ASUS GeForce GTX 980 Ti Strix an die Spitze der weiteren Modelle der GeForce GTX 980 Ti.

Temperatur

Idle

in Grad Celsius
Weniger ist besser

Die Idle-Temperatur ist mit 38 °C vielleicht etwas höher, als wir das inzwischen gewohnt waren. Für eine Karte, die ihren Lüfter im Idle-Betrieb abschaltet, ist dieser Wert aber durchaus als normal zu betrachten. 

Temperatur

Last

in Grad Celsius
Weniger ist besser

Unter Last steigt die GPU-Temperatur auf 72 °C an. Damit bewegt sich die ASUS GeForce GTX 980 Ti Strix in einem unproblematischen Bereich und eine Drosselung findet noch nicht statt. Mit diesem Messwert bewegt sich ASUS auf Niveau der Konkurrenz aus dem Hause Inno3D, Palit, EVGA und Zotac.

Leistungsaufnahme (Gesamtsystem)

Idle

in Watt
Weniger ist besser

Die Idle-Lautstärke spielt in dieser Form kaum eine bis keine Rolle. Alle Karten liegen sehr dicht beisammen und eine Kaufentscheidung sollte an dieser Stelle auf keinen Fall gefällt werden.

Leistungsaufnahme (Gesamtsystem)

Last

in Watt
Weniger ist besser

Unter Last macht sich die höhere werksseitige Übertaktung bemerkbar. Mit 459,6 Watt verbraucht nur die Zotac GeForce GTX 980 Ti ArcticStorm manuell übertaktet mehr. Die hohe Effektivität der "Maxwell"-Architektur und damit der GeForce GTX 970, 980, 980 Ti und Titan X bezieht sich auf einen extrem schmalen Bereich, wie NVIDIA für seine Referenzversionen vorsieht. Legen die Hersteller oder der Nutzer aber selbst an und drehen an den Limits, verlässt auch die "Maxwell"-Architektur den effizienten Bereich, was besonders später beim Overclocking bzw. dem Verbrauch deutlich wird.


Mit dem neuen 3DMark versucht Futuremark vom Smartphone bis zum High-End-PC eine Vergleichbarkeit herzustellen. Dazu bietet man drei Presets an, die alle Performance-Bereiche in den verschiedensten Settings abdecken sollen. Natürlich werden auch hier Technologien wie Tessellation, Depth of Field, Volumetric Lighting und Direct Compute verwendet. Über das Fire-Strike-Extrem-Setting lassen sich auch High-End-Karten an ihre Grenzen bringen.

Zum kostenlosen Download von Futuremarks 3DMark gelangt man über diesen Link.

Futuremark 3DMark

Ice Storm

Futuremark-Punkte
Mehr ist besser

Futuremark 3DMark

Cloud Gate

Futuremark-Punkte
Mehr ist besser

Futuremark 3DMark

Fire Strike

Futuremark-Punkte
Mehr ist besser

Futuremark 3DMark

Fire Strike Extreme

Futuremark-Punkte
Mehr ist besser


Sowohl AMD wie auch NVIDIA legen immer größeren Wert auf die Compute-Performance ihrer GPUs. Neben zahlreichen Engines mit OpenCL-Unterstützung wollen wir auch die Performance gesondert betrachten. Dazu nutzen wir den LuxMark 2.0, der in der Testszene "Sala" über RayTracing ein Bild berechnet und als Ausgabe die Samples pro Sekunde ausgibt.

luxmark-1-rsScreenshot zu Luxmark 2.0

Screenshot zu Luxmark 2.0Screenshot zu Luxmark 2.0

Zum kostenlosen Download von LuxMark 2.0 gelangt man über diesen Link.

Luxmark 2.0

Sala

Punkte
Mehr ist besser


Mit Hilfe des ComputeMark versuchen wir die GPU-Computing-Performance genauer zu beleuchten. Der ComputeMark führt automatisch durch unterschiedliche Anwendungen, die ebenso unterschiedliche Anforderungen an die Hardware haben. Auf Basis der aktuellen DirectX-11-Compute-API können Nutzer die Compute-Leistung auf den Prüfstand stellen. Mit von der Partie ist unter anderem ein RayTracing-Test.

Screenshot zu ComputeMark Screenshot zu ComputeMark
Screenshot zu ComputeMark Screenshot zu ComputeMark

Den ComputeMark könnt ihr direkt auf der Seite des Herstellers herunterladen.

ComputeMark

Fluid 2D

Punkte
Mehr ist besser

ComputeMark

Fluid 3D

Punkte
Mehr ist besser

ComputeMark

Mandel Vektor

Punkte
Mehr ist besser

ComputeMark

Mandel Skalar

Punkte
Mehr ist besser

ComputeMark

Ray Tracing

Punkte
Mehr ist besser


Der fünfte Teil der The-Elder-Scroll-Reihe spielt in der namensgebenden Provinz Skyrim (dt. Himmelsrand). Die Handlung dreht sich um die Rückkehr der Drachen, wie sie in den "Elder Scrolls" vorhergesagt wurde. Der Spieler übernimmt die Rolle eines "Dovahkiin", eines Individuums mit dem Körper eines Menschen und der Seele eines Drachen. Der Spieler durchstreift bei dem Kampf gegen die Drachen opulente Städte mit verschlungenen Gassen und atemberaubende Landschaften, deren Grenze buchstäblich der Himmel ist. Mit seiner hohen Weitsicht und der detaillierten Vegetation bringt Skyrim so manches System ins Schwitzen.

Zur Vollversion von Elder Scrolls V: Skyrim gelangt man über diesen Link.

The Elder Scrolls V: Skyrim

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Mit Crysis 3 steht in diesem Frühjahr zumindest auf technischer Seite in Hightlight bereit. Mit der Unterstützung ausschließlich für DirectX-11-Grafikkarten geben Crytek, die Macher hinter Crysis 3 die Richtung bereits vor. Von Tessellation bis zum aufwendigen Post-Processing-Anti-Aliasing werden alle aktuellen technischen Finessen genutzt, so dass auch die aktuellste Hardware an ihre Grenzen kommt.

Zur Vollversion von Crysis 3 gelangt ihr über diesen Link.

Crysis 3

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Crysis 3

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Zu den Highlights des Jahres 2013 dürte Bioshock Infinite gehören. Doch nicht nur die Story kann fesseln, sondern auch die Technik. Die Engine nutzt nahezu alle aktuellen DirectX-11-Effekte und setzt diese auch entsprechend um. Daher ist Bioshock Infinite eine logische Wahl für unsere Benchmarks.

Zur Vollversion von Bioshock: Infinite gelangt man über diesen Link.

BioShock Infinite

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