AMD Radeon R9 390X, 390 und 380 im Test

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radeon 390 logoUnterschiedlicher könnten die Produktstrategien zwischen AMD und NVIDIA derzeit wohl nicht sein. Während NVIDIA sein Lineup Schritt für Schritt erneuert und ein Rebranding, also ein Umbenennen alter Produkte im Desktop-Bereich, nur sehr selten bis gar nicht anwendet, stellt AMD zum zweiten Mal in Folge eine recht breite Produktpalette vor, von der wir 90 Prozent eigentlich schon kennen. Dies soll keine Wertung sein, gute Produkte lassen sich im Detail verbessern und erneut vermarkten, allerdings ist die Balance zwischen sinnvollem Recycling und einem einfachen Abklatsch unter neuem Namen nur sehr schwierig zu bewerkstelligen. Allerdings hat AMD einen nennenswerten Anteil an Arbeit in die bekannten Chips gesteckt, um diese zu verbessern. Auf diese Maßnahmen gehen wir im Verlaufe des Artikels noch genauer ein. Mit der Radeon R9 390X, R9 390 und Radeon R9 380 machen wir heute den Anfang und schauen uns drei Modelle von MSI und Sapphire etwas genauer an. In den kommenden Tagen werden sicherlich noch die weiteren Modelle folgen - doch dazu später ebenfalls mehr.

Am Dienstag präsentierte AMD in einem Livestream von der E3 seine neue Grafikkarten-Generation und enthüllte dabei auch die Radeon R9 Fury X, die eigentliche Neuheit der neuen Generation. Beim Großteil der vorgestellten Modelle schickt man bekannte Grafikchips einfach mit nur kleinen Verbesserungen und höheren Taktraten unter neuem Namen ins Rennen. Die Fury-Ableger hingegen basieren auf einer komplett neuen Architektur und können obendrein mit einer völlig neuen Speichertechnologie aufwarten. Sie führen das Feld der AMD-Grafikkarten an. Zur Fury X dürfen wir allerdings noch keine Benchmarks veröffentlichen, lediglich die finalen Spezifikationen nennen und erste Bilder aufzeigen. Dies haben wir in einem gesonderten Beitrag getan. Leistungsdaten sowie eigene Bilder dürfen wir erst pünktlich zum Marktstart am 24. Juni veröffentlichen. Dann wird es von uns wie gewohnt einen ausführlichen Testbericht geben. Bis dahin müssen wir uns also mit der Radeon R9 390X, R9 390, 380 und Radeon R7 370 sowie mit der Radeon R7 360 begnügen, die als "Carribean Islands" geführt werden. Die alte Radeon-200-Serie wird von AMD eingestellt.

Mit einer einfachen Neuauflage der Radeon R9 290X, Radeon R9 285 und Co. macht es AMD den Herstellern in gewisser Weise natürlich leicht. Sie können die bereits seit Ende 2013 / Anfang 2014 auf dem Markt befindlichen Karten ohne allzu großen Aufwand erneut auflegen. Natürlich gibt es Änderungen am Layout des PCBs und auch den Kühler haben die meisten Hersteller inzwischen durch neuere Modelle ersetzt. Auf die Details versuchen wir an dieser Stelle ebenfalls genauer einzugehen. Zunächst einmal schauen wir uns aber an, wo AMD in der 300er-Serie neue Modelle vorstellen wird und wo vielleicht doch eine neuentwickelte oder zumindest stark überarbeitete GPU zum Einsatz kommt.

Rebranding nicht gleich Rebranding

Einmal mehr wird AMD mit dem Vorwurf konfrontiert, man lege die neue Serie zum Großteil aus altbekannten GPUs aus. Auf den ersten Blick ist dies auch der Fall. Allerdings betont AMD auch, dass kein Hersteller es sich leisten kann eine GPU, also das konkrete ASIC, 1:1 über eine oder mehrere Generationen zu übernehmen. Dies sei sowohl für AMD als auch Intel und NVIDIA der Fall.

Dass die Änderungen recht weit gehen, zeigt der Vergleich einiger Modelle. So hat AMD die Anzahl der Shadereinheiten zwischen der Radeon R7 260X und R7 360 reduziert. Weitreichender aber sind die Änderungen auf viel tiefergehender Ebene. In Zusammenarbeit mit TSMC hat AMD die Fertigung weiter optimiert. Inzwischen verfügen alle Chips über eine Echtzeit-Überwachung von Temperatur, Strom und Spannung. Daher erreichen die neuen Varianten mit vermeintlich alten GPUs eine laut AMD höhere Leistung. Die genauere Überwachung erlaubt es AMD Takt und Spannung länger zu halten. Ein genaue Einschätzung dieser Aussage ist zum jetzigen Zeitpunkt aber noch nicht möglich.

Es bleibt jedoch dabei: Wer bereits eine Karte aus der Radeon-200er-Serie verwendet, wird mit einem gleichwertigen Modell aus der Radeon-300er-Serie kein großes Leistungsplus erwarten können. Doch die Aufrüst-Zyklen sieht AMD auch nicht aus der direkten Vorgänger-Generation, sondern schaut dafür deutlich weiter zurück und hier kann ein Kauf einer Karte aus der Radeon-300er-Serie schon deutlich mehr Sinn machen.

Wir fühlen der Radeon R9 390X, Radeon R9 390 und Radeon R9 380 aber nun auf den nachfolgenden Seiten kräftig auf den Zahn.


Mit seiner neuen Radeon-R9/R7-Familie lässt AMD nicht nur alte Bekannte neu aufleben, sondern entschlackt auch sein Produktportfolio. Zum Start der neuen Generation gibt es mit der Radeon R9 390X, R9 390, R9 380 und Radeon R7 370 sowie der Radeon R7 360 abgesehen von den Fury-Ablegern nur noch fünf verschiedene Modelle. Bei der Vorgänger-Generation waren es noch ganze 16 verschiedene Karten, wobei AMD auch noch deutlich langsamere 3D-Beschleuniger unterhalb der 100-Euro-Marke im Angebot hatte – ob die noch kommen werden, bleibt abzuwarten.

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AMD Radeon R9 390(X)

Die beiden Topmodelle Radeon R9 390X und Radeon R9 390 basieren wie vermutet auf dem altbekannten "Hawaii"-Chip, welcher im Zuge der neuen Generation leicht überarbeitet wurde und nun als "Grenada" firmiert. Die 2.816 bzw. 2.560 Streamprozessoren und das 512 Bit breite Speicherinterface hat man beibehalten und lediglich ein klein wenig an der Taktschraube gedreht sowie die Speicherkapazität auf 8 GB verdoppelt. Vereinzelt aber gab es zumindest die Radeon R9 290X schon mit diesem Speicherausbau. Bei der Radeon R9 390X steigen die Taktraten von 1.050 auf 1.500 MHz, wodurch vor allem die Speicherleistung deutlich erhöht wird.

Die kleinere Radeon R9 390 arbeitet hingegen mit 1.000 bzw. 1.500 MHz. Hier gab es im Vergleich zur Radeon R9 290 den gleichen Boost beim Speichertakt, der Chip wurde hingegen um knapp 50 MHz beschleunigt. Die beiden neuen Topmodelle der Radeon-R9-390-Familie werden über einen 8-Pin- und einen zusätzlichen 6-Pin-PCI-Express-Stromstecker versorgt und könnten so theoretisch bis zu 300 Watt aus der Steckdose ziehen. Die typische Boardpower gibt AMD jedoch mit etwa 275 Watt an, womit sie ein klein wenig über den der älteren Modelle liegt.

r9 390
AMD Radeon R9 390

Preislich will AMD für seine Radeon R9 390X und Radeon R9 390 449 respektive 349 Euro haben – hier dürfte sich vor allem die Speicherverdoppelung auf den Preis schlagen, den die Vorgänger-Modelle sind deutlich günstiger.

Die technischen Daten der AMD Radeon R9 390(X) im Überblick
Modell AMD Radeon R9 390X AMD Radeon R9 290X AMD Radeon R9 390 AMD Radeon R9 290
Straßenpreis etwa 449 Euro etwa 330 Euro etwa 349 Euro etwa 265 Euro 
Homepage www.amd.de www.amd.de www.amd.de www.amd.de
Technische Daten
GPU Grenada XT Hawaii XT Grenada PRO Hawaii PRO
Fertigung 28 nm 28 nm 28 nm 28 nm
Transistoren 6,2 Milliarden 6,2 Milliarden 6,2 Milliarden 6,2 Milliarden
GPU-Takt (Base Clock) - - - -
GPU-Takt (Boost Clock) 1.050 MHz 1.000 MHz 1.000 MHz 947 MHz
Speichertakt 1.500 MHz 1.250 MHz 1.500 MHz 1.250 MHz
Speichertyp GDDR5 GDDR5 GDDR5 GDDR5
Speichergröße 8 GB 4 / 8 GB 8 GB  4 GB
Speicherinterface 512 Bit 512 Bit 512 Bit 512 Bit
Speicherbandbreite 384,0 GB/s 320,0 GB/s 384,0 GB/s 320,0 GB/s
DirectX-Version 12 12 12 12
Shadereinheiten 2.816 2.816 2.560 2.560
Textur Units 176 176 160 160
ROPs 64 64 64 64
Typische Boardpower 275 Watt 250 Watt 275 Watt 250 Watt
SLI/CrossFire CrossFire CrossFire CrossFire CrossFire

AMD Radeon R9 380

Das nächst kleinere Modell ist die Radeon R9 380. Sie basiert auf einen überarbeiteten "Tonga"-Chip, welchen AMD mit der Radeon R9 285 einführte. Er stellt insgesamt 1.792 Shadereinheiten, 112 Textureinheiten und 32 Rasterendstufen bereit. Anders als noch die Radeon R9 285 gibt es die Neuauflage endlich auch mit 4 GB Speicher; 2-GB-Versionen soll es demnächst aber ebenfalls geben. Die Taktraten erhöht AMD von 918 auf 970 MHz, die Speicherchips machen sich hingegen je nach Kapazität mit 1.375 bzw. 1.425 MHz ans Werk und wurden damit nur geringfügig beschleunigt. Die typische Boardpower der Radeon R9 380 bleibt zur R9 295 mit 190 Watt unverändert, womit der Anschluss zweier 6-Pin-PCI-Express-Stromstecker genügt. 

Mit einem Preis von 209 Euro wird die Radeon R9 380 sogar ein bisschen günstiger als noch die AMD Radeon R9 285 oder Radeon R9 280X.

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AMD Radeon R9 380
Die technischen Daten der AMD Radeon R9 380 im Überblick
Modell AMD Radeon R9 380 AMD Radeon R9 285 AMD Radeon R9 280X
Straßenpreis etwa 209 Euro  etwa 215 Euro  etwa 210 Euro
Homepage www.amd.de www.amd.de www.amd.de
Technische Daten
Fertigung 28 nm 28 nm 28 nm
GPU-Takt (Base Clock) - - -
GPU-Takt (Boost Clock) 970 MHz 918 MHz 1.050 MHz
Speichertakt 1.375 / 1.425 MHz 1.375 MHz 1.500 MHz
Speichertyp GDDR5 GDDR5 GDDR5
Speichergröße 2 / 4 GB 2 GB 3 GB 
Speicherinterface 256 Bit 256 Bit 384 Bit
Speicherbandbreite 176,0 / 182,4 GB/s 176,0 GB/s 288,0 GB/s
DirectX-Version 12 12 12
Shadereinheiten 1.792 1.792 2.048
Textur Units 112 112 128
ROPs 32 32 64
Typische Boardpower 190 Watt 190 Watt 250 Watt
SLI/CrossFire CrossFire CrossFire CrossFire

AMD Radeon R7 370 und 360

In den unteren Preis- und Leistungsregionen der Radeon-R7-300-Familie gibt es die größte Entschlackung der Modellauswahl. Hier hatte AMD bislang zu viele Ableger im Angebot. Das schnellste Modell der R7-Reihe wird zunächst die Radeon R7 370 werden. Sie erinnert stark an eine Radeon R7 265 und wurde um 50 MHz beim Chiptakt beschleunigt. Er steigt von 925 auf 975 MHz. Die Geschwindigkeit des 2 oder 4 GB großen GDDR5-Videospeichers sowie das 256 Bit breite Interface bleiben unberührt. Die Chips machen sich mit 1.400 MHz ans Werk und erreichen so eine Bandbreite von 179,2 GB/s. Ansonsten stehen 1.024 Streamprozessoren, 64 TMUs und 32 ROPs zur Verfügung. Dank einer typischen Boardpower von 110 Watt genügt ein einzelner 6-Pin-PCI-Express-Stromstecker. 

Die Radeon R7 360 spart noch einmal 10 Watt ein, muss sich dafür aber mit 768 Shadereinheiten, 48 Textur-Mapping-Units und 16 Rasterendstufen sowie einem auf 128 Bit beschnittenen Speicherinterface zufriedengeben. Die Taktraten gibt AMD mit 1.050 respektive 1.625 MHz an, womit die Karte über die schnellsten GDDR5-Chips verfügt – aufgrund des kleinen Datenbuses erreichen sie aber nur eine Bandbreite von 104,0 GB/s. 

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AMD Radeon R7 370

Mit einem Preis von 159 bzw. 115 Euro sind die Radeon R7 370 und Radeon R7 360 die günstigsten Modelle der neuen Radeon-Generation. 

Die technischen Daten der AMD Radeon R7 370 und 360 im Überblick
Modell AMD Radeon R7 370 AMD Radeon R7 265 AMD Radeon R7 260X AMD Radeon R7 360
Straßenpreis etwa 159 Euro  etwa 135 Euro etwa 100 Euro etwa 115 Euro
Homepage www.amd.de www.amd.de www.amd.de www.amd.de
Technische Daten
Fertigung 28 nm 28 nm 28 nm 28 nm
GPU-Takt (Base Clock) - - - -
GPU-Takt (Boost Clock) 975 MHz 925 MHz 1.000 MHz 1.050 MHz
Speichertakt 1.400 MHz 1.400 MHz 1.625 MHz 1.625 MHz
Speichertyp GDDR5 GDDR5 GDDR5 GDDR5
Speichergröße 2 / 4 GB 2 GB 1 / 2 GB 2 GB 
Speicherinterface 256 Bit 256 Bit 128 Bit 128 Bit
Speicherbandbreite 179,2 GB/s 179,2 GB/s 104,0 GB/s 104,0 GB/s
DirectX-Version 11.2 11.2 12 12
Shadereinheiten 1.024 1.024 896 768
Textur Units 64 64 56 48
ROPs 32 32 16 16
Typische Boardpower 110 Watt 150 Watt  190 Watt 100 Watt
SLI/CrossFire CrossFire  CrossFire CrossFire CrossFire

Mit Referenzkarten hat uns AMD dieses Mal leider nicht versorgt – hier mussten also die Boardpartner herhalten. Im Falle der Radeon R9 390X erreichte uns mit der Radeon R9 390X Gaming 8G ein Modell von MSI. Dieses ist mit einem eigenen TwinFrozr-Kühler ausgerüstet und kann obendrein mit höheren Taktraten auf sich aufmerksam machen. 

Die technischen Daten der MSI Radeon R9 390X Gaming 8G im Überblick
Modell AMD Radeon R9 390X MSI Radeon R9 390X Gaming 8G
Straßenpreis etwa 449 Euro noch nicht erhältlich
Homepage www.amd.de www.msi-computer.de
Technische Daten
GPU Grenada XT Grenada XT
Fertigung 28 nm 28 nm
Transistoren 6,2 Milliarden 6,2 Milliarden
GPU-Takt (Base Clock) - -
GPU-Takt (Boost Clock) 1.050 MHz 1.100 MHz
Speichertakt 1.500 MHz 1.525 MHz
Speichertyp GDDR5 GDDR5
Speichergröße 8 GB 8 GB
Speicherinterface 512 Bit 512 Bit
Speicherbandbreite 384,0 GB/s 390,4 GB/s
DirectX-Version 12 12
Shadereinheiten 2.816 2.816
Textur Units 176 176
ROPs 64 64
Typische Boardpower 275 Watt <275 Watt
SLI/CrossFire CrossFire CrossFire
GPU-Z-Screenshot der MSI Radeon R9 390X Gaming 8G
GPU-Z-Screenshot der MSI Radeon R9 390X Gaming 8G

MSI wagt sich an ein moderates Overclocking für seine Variante der Radeon R9 390X. So wird der GPU-Takt von 1.050 auf 1.100 MHz angehoben. Auch beim Speicher will man ein kleines Leistungsplus erreichen, in dem man den Takt von 1.500 auf 1.525 MHz anhebt. Alles in allem also keine nennenswerte Steigerung, aber immerhin hebt man sich von der Referenzversion leicht ab.

MSI Radeon R9 390X Gaming 8G
Länge des PCBs 265 mm
Länge mit Kühler 265 mm
Slothöhe 2,5 Slots
zusätzliche Stromanschlüsse 1x 6-Pin
1x 8-Pin
Lüfterdurchmesser 2x 100 mm
Display-Anschlüsse

1x Dual-Link-DVI
1 HDMI 2.0
3x DisplayPort 1.2a

Lüfter aus im Idle (ab 60 °C) Ja

Die MSI Radeon R9 390X Gaming 8G hat eine Länge von 265 mm. Dies gilt sowohl für das PCB wie auch den Kühler. Nicht ganz einhalten kann man die Höhe von zwei Slots und so muss hier eine Höhe von 2,5 Slots frei sein, was in den meisten Gehäusen kein Problem darstellen sollte.

Inzwischen hat sich das Abschalten der Lüfter im Idle-Betrieb für die meisten Karten etabliert. Bei der MSI Radeon R9 390X Gaming 8G schalten sich die Lüfter ab einer Temperatur von 60 °C ein. Wird das Spiel beendet und die Last reduziert, schalten sich die Lüfter ab einer Temperatur von 60 °C auch wieder ab. Eigentlich wäre eine identische Ein- und Ausschalttemperatur eher ungünstig, doch MSI lässt die beiden Lüfter bei wenig Last sehr langsam laufen, sodass sich die Temperatur sehr langsam der Schwelle annähert. Ein häufiger Wechsel zwischen Ein- und Ausschalten fällt somit weniger auf.

MSI Radeon R9 390X Gaming 8G
MSI Radeon R9 390X Gaming 8G

Optisch hält MSI an der bisherigen Farbgebung fest und setzt auf rot-schwarze Farbakzente, wobei dabei auch das typische Drachen-Emblem zu finden ist. Die beiden großen Lüfter mit einem Durchmesser von 100 mm dominiert die Frontansicht.

MSI Radeon R9 390X Gaming 8G
MSI Radeon R9 390X Gaming 8G

Zur besseren Kühlung und Stabilität der Grafikkarte hat MSI rückseitig eine Backplate angebracht. Einige Öffnungen in der Backplate sollen für zumindest eine gewisse Luftzirkulation sorgen.

MSI Radeon R9 390X Gaming 8G
MSI Radeon R9 390X Gaming 8G

Die Lüfterschaufeln besitzen eine besondere Formgebung und auch eine unterschiedliche Oberflächenbeschaffenheit. Dies soll zum einen dafür sorgen, dass ein möglichst hohes Luftvolumen gefördert werden kann, aber auch um Verwirbelungen und damit Geräusche zu minimieren.

MSI Radeon R9 390X Gaming 8G
MSI Radeon R9 390X Gaming 8G

Keine Änderungen im Vergleich zur AMD-Vorgabe gibt es bei den Stromanschlüssen. Hier müssen ein 8- und ein zusätzlicher 6-Pin-Stecker angeschlossen werden. Zusammen mit dem PCI-Express-Steckplatz können somit theoretisch bis zu 300 Watt an die Karte geführt werden.

MSI Radeon R9 390X Gaming 8G
MSI Radeon R9 390X Gaming 8G

Wie auch schon bei den Karten mit "Hawaii"-GPU verzichtet AMD natürlich auch bei der Radeon R9 390X auf die CrossFire-Anschlüsse. Auch einen BIOS-Switch finden wir an dieser Stelle nicht mehr. Einen Uber- und Quiet-Mode gibt es also bei der Radeon R9 390X offenbar nicht mehr.

MSI Radeon R9 390X Gaming 8G
MSI Radeon R9 390X Gaming 8G

Der TwinFrozr-Kühler auf der MSI Radeon R9 390X Gaming 8G besitzt eine Bauhöhe von 2,5 Slots. An dieser Stelle zu sehen ist auch der zweigeteilte Kühlkörper. Beide werden über mehrere Heatpipes gefüttert, welche die Abwärme von der GPU aufnehmen.

MSI Radeon R9 390X Gaming 8G
MSI Radeon R9 390X Gaming 8G

Am hinteren Ende ist zu sehen, dass der Kühler nicht über das PCB hinaus absteht. Hier ebenfalls erkennbar ist die Frontplate, die weite Teile der Vorderseite des PCBs abdeckt.

MSI Radeon R9 390X Gaming 8G
MSI Radeon R9 390X Gaming 8G

Die Dual-Slot-Blende hält die üblichen Anschlüsse bereit. Hier stehen zwei DVI-Ausgänge, ein HDMI-1.4a-Port und ein DisplayPort-1.2-Anschluss zur Verfügung.


Die Radeon R9 390 vertritt in unserem Launch-Test die Sapphire Nitro R9 390 Tri-X OC. Sie rechnet mit minimal höheren Taktraten als diese von AMD eigentlich vorgesehen werden, macht dafür aber auch mit einem mächtigen Kühlsystem auf sich aufmerksam, welches ein wenig über das eigentliche PCB hinausragt. Die drei Axiallüfter schalten im Leerlauf ab und kühlen die Grafikkarte somit passiv und lautlos. Dazu kommen hochwertige Bauteile.

Die technischen Daten der Sapphire Nitro R9 390 Tri-X OC
Modell AMD Radeon R9 390 Sapphire Nitro R9 390 Tri-X OC
Straßenpreis 349 Euro noch nicht erhältlich
Homepage www.amd.de www.sapphiretech.com
Technische Daten
GPU Grenada PRO Grenada PRO
Fertigung 28 nm 28 nm
Transistoren 6,2 Milliarden 6,2 Milliarden
GPU-Takt (Base Clock) - -
GPU-Takt (Boost Clock) 1.000 MHz 1.010 MHz
Speichertakt 1.500 MHz 1.500 MHz
Speichertyp GDDR5 GDDR5
Speichergröße 8 GB  8 GB
Speicherinterface 512 Bit 512 Bit
Speicherbandbreite 384,0 GB/s 384,0 GB/s
DirectX-Version 12 12
Shadereinheiten 2.560 2.560
Textur Units 160 160
ROPs 64 64
Typische Boardpower 275 Watt >275 Watt
SLI/CrossFire CrossFire CrossFire
GPU-Z-Screenshot der Sapphire Nitro R9 390 Tri-X OC
GPU-Z-Screenshot der Sapphire Nitro R9 390 Tri-X OC

Übertaktet ist die Sapphire Nitro R9 390 Tri-X OC eigentlich nicht wirklich – die 10 MHz mehr auf dem Grafikprozessor dürften nicht sonderlich ins Gewicht, vielmehr in den Bereich der Messtoleranz fallen. Dem 8 GB großen GDDR5-Videospeicher hat man sogar auf seinen üblichen 1.500 MHz belassen.

Sapphire Nitro R9 390 Tri-X OC
Länge des PCBs 269 mm
Länge mit Kühler 305 mm
Slothöhe 2,2 Slots
zusätzliche Stromanschlüsse 2x 8-Pin
Lüfterdurchmesser 3x 85 mm
Display-Anschlüsse

1x Dual-Link-DVI
1 HDMI
3x DisplayPort

Lüfter aus im Idle (ab 45 °C) Ja

Mit einer Länge von knapp 270 mm entsprechen die PCB-Abmessungen in etwa denen einer Radeon R9 290. Der Kühler ragt darüber allerdings noch ein gutes Stück hinaus, sodass die Grafikkarte insgesamt 305 mm misst. Dafür aber gibt es bis zu zehn Millimeter dicke Heatpipes, zahlreiche Aluminiumfinnen und drei Axiallüfter mit einem Durchmesser von jeweils 85 mm.

sapphire nitro r9 390 380 test 05
Sapphire Nitro R9 390 Tri-X OC

Alter Chip, neues Gewand. Sapphire hat seine Nitro R9 390 Tri-X OC optisch aufgefrischt und setzt nun auf schwarz-silberne Farbakzente. Die Vorgänger-Versionen waren da meist etwas farbenfroher.

sapphire nitro r9 390 380 test 06
Sapphire Nitro R9 390 Tri-X OC

Um die Kühlung kümmern sich drei 85-mm-Lüfter, die im 2D-Betrieb bis zum Erreichen einer bestimmten Temperatur komplett abgestellt werden und somit die Karte lautlos kühlen.

sapphire nitro r9 390 380 test 07
Sapphire Nitro R9 390 Tri-X OC

Wie schon bei der Vorgänger-Version gibt es keine CrossFire-Ports mehr – Multi-GPU realisiert AMD nun direkt über das PCI-Express-Interface. Auf eine Backplate verzichtet verzichtet Sapphire.

sapphire nitro r9 390 380 test 08
Sapphire Nitro R9 390 Tri-X OC

Mit Strom versorgt wird die Sapphire-Karte über zwei 8-Pin-PCI-Express-Stromstecker. Damit hat Sapphire den 6-Pin-Stecker gegen ein 8-Pin-Modell eingetauscht. Das dürfte ein wenig mehr Luft für Overclocking schaffen. Hier ebenfalls zu sehen ist der deutlich Überstand des Kühlers über das PCB hinaus.

sapphire nitro r9 390 380 test 10
Sapphire Nitro R9 390 Tri-X OC

Auf der Dual-Slot-Blende sind nicht nur dicke Kühlungsstrippen zu finden, sondern mit DVI, HDMI und DisplayPort auch drei verschiedene Anschlüsse. Letzterer ist sogar drei Mal vorhanden. Insgesamt können fünf Displays gleichzeitig betrieben werden.

sapphire nitro r9 390 380 test 11
Sapphire Nitro R9 390 Tri-X OC

Das PCB wurde von Sapphire mit hochwertigen Bauteile versehen. Neben der GPU werden auch die Speicherchips durch den Kühlkörper abgedeckt, allerdings befindet sich nur auf der GPU auch ein Kupferkühler. Auch einige weitere Bauteile, wie die der Strom- und Spannungsversorgung, werden vom Kühler abgedeckt.

sapphire nitro r9 390 380 test 13
Sapphire Nitro R9 390 Tri-X OC

Um die Spannungs- und Stromversorgung der GPU kümmern sich insgesamt sieben Phasen. Bei der Sapphire Radeon R9 290 Tri-X OC gab es derer noch sechs. 


Die Radeon R9 380 entstammt für unseren Launchtest ebenfalls dem Hause Sapphire. Auch die Sapphire Nitro R9 380 OC ist mit einem eigenen Kühlsystem versehen, welches mit gleich zwei 100-mm-Lüftern und vier Kupfer-Heatpipes ausgestattet ist. Unter der Haube werkelt ein überarbeiteter "Tonga"-Chip mit 1.792 Recheneinheiten und einem 4.096 MB großen GDDR5-Videospeicher samt 256-Bit-Interface.

Die technischen Daten der Sapphire Nitro R9 380 OCim Überblick
Modell AMD Radeon R9 380 Sapphire Nitro R9 380 OC
Straßenpreis etwa 209 Euro  noch nicht erhältlich 
Homepage www.amd.de www.sapphiretech.com
Technische Daten
Fertigung 28 nm 28 nm
GPU-Takt (Base Clock) -
GPU-Takt (Boost Clock) 970 MHz 985 MHz
Speichertakt 1.375 / 1.425 MHz 1.450 MHz
Speichertyp GDDR5 GDDR5
Speichergröße 2 / 4 GB 4 GB
Speicherinterface 256 Bit 256 Bit
Speicherbandbreite 176,0 / 182,4 GB/s 185,6 GB/s
DirectX-Version 12 12
Shadereinheiten 1.792 1.792
Textur Units 112 112
ROPs 32 32
Typische Boardpower 190 Watt > 190 Watt
SLI/CrossFire CrossFire CrossFire
GPU-Z-Screenshot der Sapphire Nitro R9 380 OC
GPU-Z-Screenshot der Sapphire Nitro R9 380 OC

Dank der leicht höheren Taktraten der Speicherchips fällt die Speicherbandbreite mit 185,6 GB/s noch einmal etwas höher aus als beim Referenzmodell von AMD. Die 15 MHz mehr auf dem Grafikprozessor sind aber nicht der Rede wert und eigentlich nicht als Overclocking zu bezeichnen. Hier hätte man gerne etwas höhere Frequenzen fahren können.

Sapphire Nitro R9 380 OC
Länge des PCBs 228 mm
Länge mit Kühler 235 mm
Slothöhe 2,0 Slots
zusätzliche Stromanschlüsse 2x 6-Pin
Lüfterdurchmesser 2x 100 mm
Display-Anschlüsse

2x Dual-Link-DVI
1 HDMI 2.0
1x DisplayPort 1.2a

Lüfter aus im Idle (ab 45 °C) Ja

Mit einer Länge von 228 mm fällt die Sapphire Nitro R9 380 OC ein gutes Stück kürzer aus als die größeren Vertreter dieses Artikels. Aber auch hier ragt der Kühler etwas über das PCB hinaus, sodass man im Gehäuse mindestens 235 mm einplanen sollte. Dafür belegt unser Testmuster aber nur noch die vollen zwei Slots in der Höhe an Platz und ist damit eine vollwertige Dual-Slot-Grafikkarte.

sapphire nitro r9 390 380 test 18
Sapphire Nitro R9 380 OC

Die Sapphire Nitro R9 380 OC fällt deutlich kompakter aus als ihr großer Bruder, optisch steht sie ihnen aber in nichts nach. Das fehlende Logo oder ein Schriftzug auf den Lüfternaben lassen die Karte sehr schlicht wirken.

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Sapphire Nitro R9 380 OC

Statt drei 85-mm-Lütern kümmern sich bei diesem Modell zwei riesige Rotoren mit einem Durchmesser von jeweils 100 mm um die Kühlung. Hinter den Lüftern ist der Kühlkörper sowie die ein oder andere Heatpipes aus Kupfer zu sehen.

sapphire nitro r9 390 380 test 20
Sapphire Nitro R9 380 OC

Auch hier ragt der Kühler wenige Zentimeter über das eigentliche PCB hinaus. Ganz so deutlich wie noch bei der Radeon R9 380 ist das aber nicht. Ansonsten wirkt das PCB auf der Rückseite deutlich weniger komplex, als dies bei der Radeon R9 390X und R9 390 der Fall ist.

sapphire nitro r9 390 380 test 21
Sapphire Nitro R9 380 OC

Die Sapphire Nitro R9 380 OC verlangt nach zwei 6-Pin-PCI-Express-Stromsteckern und könnte so theoretisch bis zu 225 Watt aus der Steckdose ziehen. Laut AMD liegt die typische Boardpower aber bei nur knapp 190 Watt – aufgrund der höheren Taktfrequenzen aber dürfte diese hier etwas höher ausfallen.

sapphire nitro r9 390 380 test 22
Sapphire Nitro R9 380 OC

Weit ragt der Kühler nicht über das PCB hinaus, jedoch ist dieses auch etwas breiter als man es von anderen Grafikkarten dieser Preis- und Leistungsklasse gewohnt ist.

sapphire nitro r9 390 380 test 23
Sapphire Nitro R9 380 OC

Auf der Dual-Slot-Blende stehen zwei DVI-Ausgänge, ein HDMI-Port und ein DisplayPort-Anschluss bereit. Bis zu vier Displays lassen sich laut Sapphire gleichzeitig betreiben.

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Sapphire Nitro R9 380 OC

Die Sapphire Nitro R9 380 OC besitzt im Gegensatz zur älteren Radeon R9 285 endlich über die doppelte Speichermenge. Jeder der insgesamt acht GDDR5-Chips stellt 512 MB bereit.

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Sapphire Nitro R9 380 OC

Hochwertige Bauteile gibt es auch hier, die Spannungsversorgung wird jedoch nur über fünf Phasen für den Grafikprozessor realisiert. Das Design konnte Sapphire derart gestalten, dass die Strom- und Spannungsversorgung sich zwischen Slotblende und GPU befindet.

sapphire nitro r9 390 380 test 30
Sapphire Nitro R9 380 OC

Direkt auf der GPU liegt eine dicke Kupferplatte auf. Von dort aus gelangt die Abwärme des Grafikprozessors über vier Heatpipes an die zahlreichen Aluminiumfinnen, wo sie abschließend von den beiden 100-mm-Lüftern an das Gehäuse-Innere abgegeben wird.


Um die Treiber-Generationen anzugleichen, aber auch um die Hardware auf ein neues Level vorzubereiten, haben wir das Testsystem etwas umgestellt. Der Intel Core i7-3960X wird von 3,2 GHz auf 3,9 GHz übertaktet, um Limitierungen durch den Prozessor weitestgehend auszuschließen. Folgende Systemkomponenten kommen dabei zum Einsatz:

Testsystem
Prozessor Intel Core i7-3960X 3,3 GHz übertaktet auf 3,9 GHz
Mainboard ASUS P9X79 Deluxe
Arbeitsspeicher ADATA XPG Gaming Series Low Voltag 4x 2 GB PC3-12800U CL 9-9-9-24
Festplatte ADATA S510 SSD 60 GB
Netzteil Seasonic Platinum Series 1000 Watt
Betriebssystem Windows 8 Pro 64 Bit
Grafikkarten
NVIDIA NVIDIA GeForce GTX Titan X (1.000/1.075/1.750 MHz, 12.288 MB)
  NVIDIA GeForce GTX 980 Ti (1.000/1.075/1.750 MHz, 6.144 MB)
  NVIDIA GeForce GTX 980 (1.126/1.216/1.750 MHz, 4.096 MB)
  NVIDIA GeForce GTX 970 (1.050/1.178/1.750 MHz, 4.096 MB)
  NVIDIA GeForce GTX 780 Ti (876/928/1.750 MHz, 3.072 MB)
  NVIDIA GeForce GTX Titan (837/786/1.502 MHz, 6.144 MB)
  NVIDIA GeForce GTX 780 (863/902/1.502 MHz, 3.072 MB)
  NVIDIA GeForce GTX 770 (1.046/1.085/1.753 MHz, 2.048/4.096 MB)
  NVIDIA GeForce GTX 760 (980/1.033/1.502 MHz, 2.048 MB)
  NVIDIA GeForce GTX 750 Ti (1.020/1.085/1.350 MHz, 2.048 MB)
  NVIDIA GeForce GTX 750 (1.020/1.085/1.250 MHz, 1.024 MB)
  NVIDIA GeForce GTX 690 (915/1.502 MHz, 4.096 MB)
  NVIDIA GeForce GTX 680 (1.006/1.502 MHz, 2.048 MB)
  NVIDIA GeForce GTX 670 (915/1.502 MHz, 2.048 MB)
  NVIDIA GeForce GTX 660 Ti (915/1.502 MHz, 2.048 MB)
  NVIDIA GeForce GTX 660 (1.058/1.250 MHz, 2.048 MB)
  NVIDIA GeForce GTX 650 Ti Boost (980/1.502 MHz, 2.048 MB)
  NVIDIA GeForce GTX 650 Ti (925/1.350 MHz 2.048 MB)
  NVIDIA GeForce GTX 650 (1.058/1.250 MHz, 1.024/2.048 MB)
  NVIDIA GeForce GTX 590 (608/1.215/854 MHz, 3.072 MB)
  NVIDIA GeForce GTX 580 (772/1.544/1.000 MHz, 1.536 MB)
  NVIDIA GeForce GTX 570 (732/1.464/950 MHz, 1.280MB)
  NVIDIA GeForce GTX 560 Ti 448 Cores (732/1.464/950 MHz, 1.280 MB)
  NVIDIA GeForce GTX 560 Ti (820/1.640/1.000 MHz, 1.024 MB)
  NVIDIA GeForce GTX 560 (810/1.620/1.002 MHz, 1.024 MB) 
  NVIDIA GeForce GTX 550 Ti (900/1.800/1.026 MHz, 1.024 MB)
AMD AMD Radeon R9 290X (1.000/1.250 MHz, 4.096 MB)
  AMD Radeon R9 290 (947/1.500 MHz, 4096 MB)
  AMD Radeon R9 280X (1.000/1.500 MHz, 3.072 MB)
  AMD Radeon R9 270X (1.000/1.400 MHz, 2.048/4.096 MB)
  AMD Radeon R7 260X (1.100/1.625 MHz, 2.048 MB)
  AMD Radeon R7 265 (925/1.400 MHz, 2.048 MB)
  AMD Radeon R7 260 (1.000/1.500 MHz, 1.024 MB)
  AMD Radeon HD 7990 (950/1.000/1.500 MHZ, 6.144 MB)
  AMD Radeon HD 7970 GHz Edition (1.000/1.050/1.500 MHz, 3.072 MB)
  AMD Radeon HD 7970 (925/925/1.375 MHz, 3.072 MB)
  AMD Radeon HD 7950 (800/800/1.250 MHz, 3.072 MB)
  AMD Radeon HD 7870 (1.000/1.000/1.200 MHz, 2.048 MB)
  AMD Radeon HD 7850 (860/860/1.200 MHz, 2.048 MB)
  AMD Radeon HD 7790 (1.075/1.075/1.500 MHz, 1.024/2.048 MB)
  AMD Radeon HD 7770 (1.000/1.000/1.125 MHz, 1.024 MB)
  AMD Radeon HD 7750 (800/800/1.125 MHz, 1.024 MB)
  AMD Radeon HD 6990 (830/830/1.250 MHz, 4.096 MB)
  AMD Radeon HD 6970 (880/880/1.375 MHz, 2.048 MB)
  AMD Radeon HD 6950 (800/800/1.200 MHz, 2.048 MB)
  AMD Radeon HD 6870 (900/900/1.050 MHz, 1.024 MB)
  AMD Radeon HD 6850 (775/775/1.000 MHz, 1.024 MB)
  AMD Radeon HD 6790 (840/840/1.050 MHz, 1.024 MB)
  AMD Radeon HD 6770 (850/850/1.200 MHz, 1.024 MB)
Treiber
NVIDIA GeForce 352.90
AMD Catalyst 14.12 / Catalyst 15.15 Beta

Unsere Testsysteme werden ausgestattet von ASUS, Intel, Thermaltake und Seasonic. Vielen Dank für die Bereitstellung der Komponenten.

 

Treibereinstellungen NVIDIA:

Textureinstellungen AMD:


Werfen wir nun einen Blick auf die Lautstärke, die Leistungsaufnahme und das Temperatur-Verhalten der drei Testkandidaten. 

Lautstärke

Idle

in dB(A)
Weniger ist besser

Da alle drei Karten ihre Lüfter im Idle-Betrieb abschalten, muss an dieser Stelle eigentlich nicht viel mehr gesagt werden, als das alle Karten komplett lautlos sind. Die Temperaturen für ein Ein- und Ausschalten der Lüfter sind aber von Hersteller zu Hersteller und von Modell zu Modell unterschiedlich. Hier lohnt sich also ein Blick in unsere Beschreibung einer jeden Karte.

Lautstärke

Last

in dB(A)
Weniger ist besser

Unter Last zeigt dann gerade der Vergleich zwischen Referenz- und Retailkarte, dass es die Herstellern immer wieder gelingt die Referenzkühlungen von AMD und NVIDIA zu überbieten. Dies ist auch gut so, schließlich sehen wir dann auch etwas Produktvielfalt. Die drei neuen Modelle der Radeon-300-Serie liegen alle sehr dicht zusammen. Positiv überrascht sind wir vor allem von der MSI Radeon R9 390X Gaming 8G, da sie mit dem doch recht hitzigen "Grenada"-GPU zu kämpfen hat.

Temperatur

Idle

in Grad Celsius
Weniger ist besser

Das Anschalten der Lüfter im Idle-Betrieb hat natürlich auch Auswirkungen auf die Idle-Temperatur. Diese liegt gewöhnlicherweise etwa 10 °C über der einer auch im Idle-Betrieb aktiv gekühlten Karte. Bei Werten von 41 bzw. 43 °C sehen wir aber keinen Grund zur Sorge. Klar ist aber auch, dass sich die GPUs dann unter Last vieller schneller aufheizen und ihre Maximaltemperatur ebenfalls recht schnell erreichen.

Temperatur

Last

in Grad Celsius
Weniger ist besser

MSI erkauft sich die recht niedrige Last-Lautstärke offenbar mit einer recht hohen Last-Temperatur. Mit 83 °C bewegen wir uns aber noch immer im grünen Bereich. Die "Hawaii" bzw. "Grenanda"-GPUs können auch mit 90 °C und etwas mehr problemlos arbeiten. Gut gefällt uns, wie niedrig der Kühler auf der Sapphire Radeon R9 390 Tri-X OC die GPU-Temperatur halten kann. Angst vor einer gedrosselten Leistung muss man aber in keinem Fall haben.

Leistungsaufnahme (Gesamtsystem)

Idle

in Watt
Weniger ist besser

Der Idle-Stromverbrauch zeigt wiederum keinerlei größere Unterschiede und kann daher auch nichts zur Einschätzung der einzelnen Karten beitragen.

Leistungsaufnahme (Gesamtsystem)

Last

in Watt
Weniger ist besser

Unter Last werden die Probleme der "Grenada"-GPUs am deutlichsten. Ihr Verbrauch liegt im Maximalfall weit über dem, was vergleichbare Hardware auf Seiten von NVIDIA zu leisten im Stande ist. Kommt dazu auch noch eine werksseitige Übertaktung, bewegen wir uns für das Gesamtsystem schnell weit über 400 Watt. Auffällig ist aber auch, dass die Sapphire Radeon R9 380 OC mit "Tonga"-Rebrand deutlich effizienter zu Werke geht.


Mit dem neuen 3DMark versucht Futuremark vom Smartphone bis zum High-End-PC eine Vergleichbarkeit herzustellen. Dazu bietet man drei Presets an, die alle Performance-Bereiche in den verschiedensten Settings abdecken sollen. Natürlich werden auch hier Technologien wie Tessellation, Depth of Field, Volumetric Lighting und Direct Compute verwendet. Über das Fire-Strike-Extrem-Setting lassen sich auch High-End-Karten an ihre Grenzen bringen.

Zum kostenlosen Download von Futuremarks 3DMark gelangt man über diesen Link.

Futuremark 3DMark

Ice Storm

Futuremark-Punkte
Mehr ist besser

Futuremark 3DMark

Cloud Gate

Futuremark-Punkte
Mehr ist besser

Futuremark 3DMark

Fire Strike

Futuremark-Punkte
Mehr ist besser

Futuremark 3DMark

Fire Strike Extreme

Futuremark-Punkte
Mehr ist besser


Sowohl AMD wie auch NVIDIA legen immer größeren Wert auf die Compute-Performance ihrer GPUs. Neben zahlreichen Engines mit OpenCL-Unterstützung wollen wir auch die Performance gesondert betrachten. Dazu nutzen wir den LuxMark 2.0, der in der Testszene "Sala" über RayTracing ein Bild berechnet und als Ausgabe die Samples pro Sekunde ausgibt.

luxmark-1-rsScreenshot zu Luxmark 2.0

Screenshot zu Luxmark 2.0Screenshot zu Luxmark 2.0

Zum kostenlosen Download von LuxMark 2.0 gelangt man über diesen Link.

Luxmark 2.0

Sala

Punkte
Mehr ist besser


Mit Hilfe des ComputeMark versuchen wir die GPU-Computing-Performance genauer zu beleuchten. Der ComputeMark führt automatisch durch unterschiedliche Anwendungen, die ebenso unterschiedliche Anforderungen an die Hardware haben. Auf Basis der aktuellen DirectX-11-Compute-API können Nutzer die Compute-Leistung auf den Prüfstand stellen. Mit von der Partie ist unter anderem ein RayTracing-Test.

Screenshot zu ComputeMark Screenshot zu ComputeMark
Screenshot zu ComputeMark Screenshot zu ComputeMark

Den ComputeMark könnt ihr direkt auf der Seite des Herstellers herunterladen.

ComputeMark

Fluid 2D

Punkte
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ComputeMark

Fluid 3D

Punkte
Mehr ist besser

ComputeMark

Mandel Vektor

Punkte
Mehr ist besser

ComputeMark

Mandel Skalar

Punkte
Mehr ist besser

ComputeMark

Ray Tracing

Punkte
Mehr ist besser


Der fünfte Teil der The-Elder-Scroll-Reihe spielt in der namensgebenden Provinz Skyrim (dt. Himmelsrand). Die Handlung dreht sich um die Rückkehr der Drachen, wie sie in den "Elder Scrolls" vorhergesagt wurde. Der Spieler übernimmt die Rolle eines "Dovahkiin", eines Individuums mit dem Körper eines Menschen und der Seele eines Drachen. Der Spieler durchstreift bei dem Kampf gegen die Drachen opulente Städte mit verschlungenen Gassen und atemberaubende Landschaften, deren Grenze buchstäblich der Himmel ist. Mit seiner hohen Weitsicht und der detaillierten Vegetation bringt Skyrim so manches System ins Schwitzen.

Zur Vollversion von Elder Scrolls V: Skyrim gelangt man über diesen Link.

The Elder Scrolls V: Skyrim

1.920 x 1.080 1xAA 1xAF

172.8 XX


115 XX
172.4 XX


113 XX
169.6 XX


113 XX
168.8 XX


114 XX
162.8 XX


110 XX
159.7 XX


113 XX
158.0 XX


106 XX
151.5 XX


109 XX
148.2 XX


105 XX
146.0 XX


101 XX
142.3 XX


108 XX
136.1 XX


104 XX
Bilder pro Sekunde
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The Elder Scrolls V: Skyrim

1.920 x 1.080 8xAA+FXAA 16xAF

157.4 XX


117 XX
156.4 XX


113 XX
153.7 XX


114 XX
145.7 XX


113 XX
144.1 XX


106 XX
135.1 XX


112 XX
120.7 XX


111 XX
119.9 XX


105 XX
119.7 XX


99 XX
116.1 XX


103 XX
108.3 XX


95 XX
Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

The Elder Scrolls V: Skyrim

2.560 x 1.600 1xAA 1xAF

188.5 XX


130 XX
185.4 XX


126 XX
170.5 XX


119 XX
163.2 XX


107 XX
160.0 XX


113 XX
149.6 XX


110 XX
147.6 XX


114 XX
146.8 XX


108 XX
132.1 XX


112 XX
126.4 XX


109 XX
123.3 XX


102 XX
119.3 XX


108 XX
115.8 XX


102 XX
Bilder pro Sekunde
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The Elder Scrolls V: Skyrim

2.560 x 1.600 8xAA+FXAA 16xAF

Bilder pro Sekunde
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The Elder Scrolls V: Skyrim

3.840 x 2.160 1xAA 1xAF

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The Elder Scrolls V: Skyrim

3.840 x 2.160 8xAA+FXAA 16xAF

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Mit Crysis 3 steht in diesem Frühjahr zumindest auf technischer Seite in Hightlight bereit. Mit der Unterstützung ausschließlich für DirectX-11-Grafikkarten geben Crytek, die Macher hinter Crysis 3 die Richtung bereits vor. Von Tessellation bis zum aufwendigen Post-Processing-Anti-Aliasing werden alle aktuellen technischen Finessen genutzt, so dass auch die aktuellste Hardware an ihre Grenzen kommt.

Zur Vollversion von Crysis 3 gelangt ihr über diesen Link.

Crysis 3

1.920 x 1.080 1xAA 1xAF

Bilder pro Sekunde
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Crysis 3

1.920 x 1.080 4xMSAA 16xAF

Bilder pro Sekunde
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Crysis 3

2.560 x 1.600 1xAA 1xAF

Bilder pro Sekunde
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Crysis 3

2.560 x 1.600 4xMSAA 16xAF

Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

Crysis 3

3.840 x 2.160 1xAA 1xAF

Bilder pro Sekunde
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Crysis 3

3.840 x 2.160 4xMSAA 16xAF

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Zu den Highlights des Jahres 2013 dürte Bioshock Infinite gehören. Doch nicht nur die Story kann fesseln, sondern auch die Technik. Die Engine nutzt nahezu alle aktuellen DirectX-11-Effekte und setzt diese auch entsprechend um. Daher ist Bioshock Infinite eine logische Wahl für unsere Benchmarks.

Zur Vollversion von Bioshock: Infinite gelangt man über diesen Link.

BioShock Infinite

1.920 x 1.080 DirectX 10 Hoch

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BioShock Infinite

1.920 x 1.080 DirectX 11 Ultra

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BioShock Infinite

2.560 x 1.600 DirectX 10 Hoch

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BioShock Infinite

2.560 x 1.600 DirectX 11 Ultra

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BioShock Infinite

3.840 x 2.160 DirectX 10 Hoch

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BioShock Infinite

3.840 x 2.160 DirectX 11 Ultra

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Mit Battlefield 4 setzen DICE und EA die Strategie des Vorgängers fort: Eine kleine Singleplayer-Kampagne wird angeboten, aber alles dreht sich eigentlich um die großen Multiplayer-Schlachten. Mit bis zu 63 weiteren Spielern kann auf großen Karten zwischen drei verschiedenen Kämpfer-Klassen gewählt werden. Hinzu kommen Dutzende Fahrzeuge zu Land, zu Wasser und in der Luft. Auch grafisch setzt Battlefield 4 neue Maßstäbe und ist daher auch ein offensichtlicher Kandidat für unsere Benchmarks.

Zur Vollversion von Battlefield 4 gelangt man über diesen Link.

Battlefield 4

1.920 x 1.080 1xAA 1xAF

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Battlefield 4

1.920 x 1.080 4xMSAA 16xAF

Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

Battlefield 4

2.560 x 1.600 1xAA 1xAF

Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

 

Battlefield 4

2.560 x 1.600 4xMSAA 16xAF

Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

Battlefield 4

3.840 x 2.160 1xAA 1xAF