NVIDIA GeForce GTX 750 Ti im Test

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gtx750ti-logoAuf den ersten Blick wirkt der Launch der GeForce GTX 750 und GTX 750 Ti am heutigen Tage recht unspektakulär. Doch erstmals startet NVIDIA mit einer neuen GPU-Architektur und das nicht in der High-End-Serie, sondern in der Mittelklasse. Doch das hat laut NVIDIA auch seine Gründe, auf die wir im Laufe des Artikel etwas genauer eingehen werden. Performance pro Watt heißt nicht erst kürzlich die Maßgabe für GPU-Designs, mit "Maxwell" will NVIDIA die Effizienz aber auf neue Höhen steigern. Wir schauen uns die ersten Vertreter aus dieser neuen Generation an, die vielleicht auch einen gewissen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung erlauben.

Auch wenn NVIDIA heute gleich zwei Modelle vorstellt, so werden wir uns zunächst auf die GeForce GTX 750 Ti konzentrieren müssen. Leider konnte uns NVIDIA nicht mehr mit einem Sample der Non-Ti versorgen und auch die Hersteller hielten sich im Vorfeld des Launches noch etwas zurück. In den kommenden Tagen oder Wochen werden wir uns aber sicherlich ein paar Modelle der GeForce GTX 750 anschauen. Ebenfalls geplant ist ein größeres Roundup mit Retail-Modellen der GeForce GTX 750 Ti. Zum heutigen Tag widmen wir uns der GeForce GTX 750 Ti in der Referenzversion sowie einem Modell von ASUS.

NVIDIA stellt die GeForce GTX 750 und GTX 750 Ti vor
NVIDIA stellt die GeForce GTX 750 und GTX 750 Ti vor

Bevor wir uns auf Seite 2 mit der "Maxwell"-Architektur beschäftigen, schauen wir uns nun die technischen Daten der GeForce GTX 750 und GTX 750 Ti an.

Architektonische Eckdaten

Technische Daten zur GeForce GTX 750 und 750 Ti
Modell NVIDIA GeForce GTX 750 NVIDIA GeForce GTX 750 Ti
Straßenpreis 110 Euro (UVP) 135 Euro (UVP)
Homepage www.nvidia.de www.nvidia.de
Technische Daten
GPU GM107 GM107
Fertigung 28 nm 28 nm
Transistoren 1,87 Milliarden 1,87 Milliarden
Basis-Takt 1.020 MHz 1.020 MHz
Boost-Takt 1.085 MHz 1.085 MHz
Speichertakt 1.250 MHz 1.350 MHz
Speichertyp GDDR5 GDDR5
Speichergröße 1.024 MB 2.048 MB
Speicherinterface 128 Bit 128 Bit
Speicherbandbreite 80,0 GB/Sek. 86,4 GB/Sek.
DirectX-Version 11.1 11.1
Shader-Prozessoren 512 640
Textureinheiten 32 40
ROPs 16 16
TDP 55 Watt 60 Watt
SLI/CrossFire - -

Sowohl die GeForce GTX 750 wie auch die GTX 750 Ti basieren auf der GM107-GPU - allerdings in unterschiedlichen Ausbaustufen. Beiden Modellen gemein sind der Basis-Takt von 1.020 MHz sowie der minimale Boost-Takt von 1.085 MHz. In der Praxis werden wir hier aber sicherlich deutlich höhere Taktraten sehen. Eine Kopplung von Verbrauch und Temperatur nimmt NVIDIA seit der Einführung von GPU-Boost 2.0 vor. Allerdings bleibt NVIDIA seinem Prinzip des minimalen Basis-Taktes treu, der immer erreicht werden muss. Ausnahmen sind eigentlich nur bei einem Totalausfall der Kühlung zu erwarten.

Der erste Unterschied zwischen der GeForce GTX 750 und GTX 750 Ti ist beim Speicherausbau zu finden. Während die kleinere GeForce GTX 750 nur 1.024 MB GDDR5-Speicher zu bieten hat, sind es bei der GeForce GTX 750 Ti 2.048 MB. Auf beiden Karten arbeitet der Speicher mit 1.350 MHz. Zusammen mit dem 128 Bit breiten Speicherinterface kommen wir auf eine Speicherbandbreite von 86,4 GB pro Sekunde. Die GeForce GTX 750 Ti bietet 640 Shadereinheiten, bei der GeForce GTX 750 sind es derer nur 512. Daran gekoppelt (in der Betrachtung der "Maxwell"-Architektur werden wir noch genauer darauf eingehen) ist die Anzahl der Textureinheiten. 32 Stück bietet die GeForce GTX 750, 40 sind es bei der GeForce GTX 750 Ti. Auch bei "Maxwell" sind die ROPs an die Speichercontroller gebunden. Da beide Karte ein 128 Bit breites Speicherinterface bieten, besitzen beide auch 16 ROPs.

Einer der wichtigsten Punkte beider Karten dürfte die Thermal Design Power sein. NVIDIA gibt einen maximalen Verbrauch von 60 Watt für die GeForce GTX 750 Ti an. Bei der GeForce GTX 750 sind es 55 Watt. Theoretisch unterstützen beide Karte auch den Multi-GPU-Betrieb SLI. Allerdings wird NVIDIA dieses Feature nicht für diese beiden Karten freigeben - zumindest nicht zum aktuellen Zeitpunkt.

Auserkorener Gegner der GeForce GTX 750 und 750 Ti sind die AMD-Modelle R7 260 und 260X. Daher wollen wir diese beiden in den technischen Daten gegenüberstellen.

GeForce GTX 750 und 750 Ti gegen Radeon R7 260 und 260X
Modell AMD Radeon R7 260 AMD Radeon R7 260X NVIDIA GeForce GTX 750 NVIDIA GeForce GTX 750 Ti
Straßenpreis - - 110 Euro (UVP) 135 Euro (UVP)
Homepage www.amd.de www.amd.de www.nvidia.de www.nvidia.de
Technische Daten
GPU Bonaire Bonaire GM107 GM107
Fertigung 28 nm 28 nm 28 nm 28 nm
Transistoren 2,08 Milliarden 2,08 Milliarden 1,87 Milliarden 1,87 Milliarden
Basis-Takt - - 1.020 MHz 1.020 MHz
Boost-Takt 1.000 MHz 1.100 MHz 1.085 MHz 1.085 MHz
Speichertakt 1.500 MHz 1.650 MHz 1.350 MHz 1.350 MHz
Speichertyp GDDR5 GDDR5 GDDR5 GDDR5
Speichergröße 1.024/2.048 MB 1.024/2.048 MB 1.024 MB 2.048 MB
Speicherinterface 128 Bit 128 Bit 128 Bit 128 Bit
Speicherbandbreite 96 GB/Sek. 104 GB/Sek. 86,4 GB/Sek. 86,4 GB/Sek.
DirectX-Version 11.2 11.2 11.1 11.1
Shader-Prozessoren 768 896 512 640
Textureinheiten 48 56 32 40
ROPs 16 16 16 16
TDP 95 Watt 115 Watt 55 Watt 60 Watt
SLI/CrossFire CrossFire CrossFire - -

Takt und architektonische Daten wie z.B. Shadereinheiten, ROPs, Textureinheiten und Speicherbandbreite lassen sich zwischen Grafikkarten von AMD und NVIDIA nicht 1:1 vergleichen. Dazu sind die Unterschiede im Zusammenspiel mit den übrigen Komponenten einfach zu groß. Allerdings können daraus bereits erste grobe Tendenzen ermittelt werden. Mit am interessantesten sind die Angaben zum Verbrauch. Bei ähnlicher Leistung sollen die Modelle von NVIDIA nur etwas mehr als die Hälfte verbrauchen. In den Messungen zum Verbrauch und auch der Performance werden wir sehen, was die GeForce GTX 750 und GTX 750 Ti davon einhalten können.

Gegenüberstellung von Temperatur und Takt
Spiel Temperatur Takt Temperatur Takt
  NVIDIA GeForce GTX 750 Ti ASUS GeForce GTX 750 Ti
The Elder Scrolls V Sykrim 54 °C 1.150 MHz 55 °C 1.228 MHz
Company of Hereos 55 °C 1.150 MHz 56 °C 1.228 MHz
Grid 2 54 °C 1.150 MHz 56 °C 1.228 MHz
Metro: Last Light 54 °C 1.150 MHz 55 °C 1.228 MHz
Crysis 3 55 °C 1.150 MHz 55 °C 1.228 MHz
Battlefield 4 55 °C 1.150 MHz 56 °C 1.228 MHz
Assassin's Creed IV: Black Flag 55 °C 1.150 MHz 55 °C 1.228 MHz
Bioshock: Infinite 54 °C 1.150 MHz 56 °C 1.228 MHz
Tomb Raider 54 °C 1.150 MHz 56 °C 1.228 MHz

Auch die zukünftigen Grafikkarten mit "Maxwell"-Architektur setzen auf GPU-Boost 2.0. Daher müssen wir auch die Abhängigkeiten von Temperatur und Takt genauer betrachten. Allerdings sind sowohl die Referenzversion wie auch das Modell von ASUS weit davon entfernt bei der GPU-Temperatur über einen Wert von 60 °C zu steigen. Das Temperatur-Target liegt wie immer bei 84 °C, erst dann würde der Mechanismus eingreifen und wahlweise die Lüfterdrehzahl erhöhen oder den Takt reduzieren. Beide Karten boosten in unseren Benchmarks auf ihren jeweiligen Maximalwert von 1.150 bzw. 1.228 MHz.


Auf der folgenden Seite wollen wir uns der "Maxwell"-Architektur etwas genauer widmen.

"Kepler" gegen "Maxwell"

"Maxwell" weist in zahlreichen Bereichen Verbesserungen gegenüber "Kepler" auf, die letztendlich dazu führen sollen, dass das Performance/Watt-Verhältnis um den Faktor zwei verbessert wurde. An diesem Schaubild werden auch gleich einige entscheidende Änderungen deutlich: Die mit "Kepler" eingeführten SMX-Cluster mit 192 Shadereinheiten (CUDA-Kerne) werden neu angeordnet. Grund hierfür ist die Tatsache, dass eine Control Logic für 192 Shadereinheiten sehr komplex konstruiert werden muss. Mit "Maxwell" wird der Streaming Multiprozessor, in der Folge auch SMM (Maxwell Streaming Multiprozessor) genannt, in vier Blöcke zu jeweils 32 Shadereinheiten aufgeteilt. Insgesamt stehen als pro SMM 128 Shaderheinheiten zur Verfügung.

Die weniger komplexe Control Logic sorgt auch dafür, dass einzelne Aufgaben effizienter an die Kerne verteilt werden können. Dies sorgt auch dafür, dass ein einzelner Shader bis zu 35 Prozent schneller arbeitet als sein Pendant auf "Kepler"-Basis. Natürlich werden hier auch noch weitere Verbesserungen eine Rolle spielen, auf die wir später noch eingehen werden. Über einige Details will NVIDIA zum aktuellen Zeitpunkt aber auch noch nicht sprechen.

GPU-Blockdiagramm der GM107-GPU mit
GPU-Blockdiagramm der GM107-GPU mit "Maxwell"-Architektur

Das Blockdiagramm der GM107-GPU mit "Maxwell"-Architektur zeigt folgenden Aufbau, der einer GPU mit "Kepler"-Architektur nicht unähnlich ist. Das PCI-Express-3.0-Interface, die Speichcontroller, der L2-Cache, die ROPs und die GigaThread-Engine sind weiterhin modular um das Graphics Processing Cluster angeordnet. Bis zu fünf SMMs sind in einem GPC vorhanden. Der Vollausbau der GM107-GPU kommt bei fünf Streaming Multiprozessoren somit auf insgesamt 640 Shadereinheiten. Jeder dieser Maxwell Streaming Multiprozessoren teilt sich wiederum in vier Blöcke zu je 32 Shadereinheiten auf. 4 x 32 x 5 ergeben beim Vollausbau die insgesamt 640 Shadereinheiten. Jeder SMM besitzt zusätzlich noch jeweils acht Textureinheiten. Somit kommt die GM107-GPU auf insgesamt 40 dieser Einheiten. Weiterhin vorhanden sind 16 ROPs und zwei Speichercontroller mit jeweils 64 Bit.

Die höhere Effizienz und damit Performance erreicht NVIDIA offenbar durch mehrere Maßnahmen. So hat man wohl den L2-Cache von 256 KB der "Kepler"-Architektur auf 2.048 KB bei "Maxwell" aufgebohrt. Es bleibt weiterhin bei einer Bandbreite von 512 Byte pro Takt. Ebenfalls verbessert wurde die Zuarbeit zu den Shadereinheiten (Scheduling, Balancing etc.), sodass auch jeder einzelne Shader etwas schneller arbeiten soll. Damit einher geht auch eine höhere Anzahl an Instruktionen, die pro Takt abgearbeitet werden können.

SMM-Blockdiagramm
SMM-Blockdiagramm

Neben der neuen Anordnung der Shadereinheiten hat sich grundsätzlich recht wenig am Design getan. Jeder SMM besitzt eine PolyMorph-2.0-Engine. Die PolyMorph-2.0-Engine ist maßgeblich verantwortlich für Vertex-Fetch, Tessellation, Attribute-Setup, Viewport-Transform und den Stream-Output. Sind die SMM-Cluster und die PolyMorph-2.0-Engine durchlaufen, wird das Ergebnis an die Raster-Engine weitergeleitet. In einem zweiten Schritt beginnt dann der Tessellator mit der Berechnung der benötigten Oberflächen-Positionen, die dafür sorgen, dass je nach Abstand der nötige Detailgrad ausgewählt wird. Die korrigierten Werte werden wiederum an das SMX-Cluster gesendet, wo der Domain-Shader und der Geometrie-Shader diese dann weiter ausführen. Der Domain-Shader berechnet die finale Position jedes Dreiecks, indem er die Daten des Hull-Shaders und des Tessellators zusammensetzt. An dieser Stelle wird dann auch das Displacement-Mapping durchgeführt. Der Geometrie-Shader vergleicht die errechneten Daten dann mit den letztendlich wirklich sichtbaren Objekten und sendet die Ergebnisse wieder an die Tessellation-Engine für einen finalen Durchlauf. Im letzten Schritt  führt die PolyMorph-2.0-Engine die Viewport-Transformation und eine perspektivische Korrektur aus. Letztendlich werden die berechneten Daten über den Stream-Output ausgegeben, indem der Speicher diese für weitere Berechnungen freigibt.

Jeweils zwei 32er Blöcke eines SMM teilen sich einen Texture- bzw. L1-Cache. Allen 128 Shadereinheiten steht ein 64 KB großer Shared Memory zur Verfügung. Auf die jeweils acht Textureinheiten pro SMM sind wir bereits eingegangen. Jedem 32er Block stehen ein Instruction Buffer und ein Warp Schedular zur Verfügung. Jeweils zwei Dispatch Units haben Zugriff auf 16.384 Register mit jeweils 32 Bit. Auch hier lohnt wieder ein Blick auf die "Kepler"-Architektur. 192 Shaderheinheiten werden mit Hilfe von vier Warp Schedularn und acht Dispatch Units über 65.536 Register bei ebenfalls 32 Bit die Daten bzw. Rechenaufgaben zugeteilt. Jeder Shadereinheit stehen bei "Maxwell" also theoretisch 512 Register zur Verfügung, während es bei "Kepler" nur rund 341 sind. Eben solche Maßnahmen sollen auch dazu führen, dass jeder Shader bis zu 35 Prozent schneller arbeiten kann. Weiterhin einen Einfluss hat vermutlich auch das Verhältnis zwischen Shadereinheiten und den sogenannten Special Function Units (SFU). Während dies bei "Kepler" 6/1 beträgt, liegt das Verhältnis bei "Maxwell" bei 4/1. Gleiches gilt auch für die Load/Store Units (LD/ST). Spezielle Double-Precision-Einheiten sind im Blockdiagramm nicht zu sehen. Laut NVIDIA beträgt das Single-Precision/Double-Preciusion-Verhältnis 1/24, so wie auch schon bei den ersten "Kepler"-Chips der ersten Generation (GK104).

Gegenüberstellung von "Kepler"- und "Maxwell"-Architektur
GPU GK107 GM107
Maximale Anzahl an Shader-Prozessoren 384 640
Basis-Takt 1.058 MHz 1.020 MHz
Boost-Takt - 1.085 MHz
GFLOPs 812,5 1305,6
Textureinheiten 32 40
Texelfüllrate 33,9 GTexel/Sek. 40,8 GTexel/Sek.
Speichertakt 1.250 MHz 1.350 MHz
Speicherbandbreite 80 GB/Sek. 86,4 GB/Sek.
ROPs 16 16
Größe L2-Cache 256 KB 2.048 KB
Anzahl der Transistoren 1,3 Milliarden 1,87 Milliarden
Chip-Größe 118 mm2 148 mm2
Fertigung 28 nm 28 nm
TDP 64 Watt 60 Watt

Die direkte Gegenüberstellung von GK107 ("Kepler") und GM107 ("Maxwell") macht die Änderungen der Architektur am deutlichsten. So ist die Chipfläche von 118 auf 148 mm2 um 25 Prozent angewachsen. Gleichzeitig steigt die Anzahl der Transistoren von 1,3 auf 1,87 Milliarden, was einem Plus von 49 Prozent entspricht. Hier wird am deutlichsten, was die Umbauten im Chipdesign für Auswirkungen haben. Im Vollausbau lassen sich 66 Prozent mehr Shadereinheiten unterbringen. Neben einigen Detailverbesserungen in der internen Struktur und dem Scheduling sorgt vor allem die schiere Anzahl an Shadereinheiten für das deutliche Performance-Plus - zunächst einmal aber nur auf dem Papier. Dies alles bei einem fast identischen theoretisch maximalen Verbrauch.

NVENC

Eine der größten Änderungen der "Kepler"-Architektur war die Einführung dedizierter Hardware, die das De- und Encoding von H.264 Videos übernommen hat. Dies macht unter anderem die Aufzeichnung per ShadowPlay in der GeForce-GTX-600- und 700-Serie möglich. Mit "Maxwell" hat NVIDIA den NVENC überarbeitet und die Performance weiter verbessert. Die neue Hardware ist in der Lage H.264-Content mit 6-8facher Realtime-Geschwindigkeit abzuspielen. Bei "Kepler" lag dieser Wert bei der 4fachen Geschwindigkeit. Ein lokaler Video-Cache und eine höhere Effizienz bei der Nutzung des Speichers sorgt unter anderem dafür, dass der Verbrauch bei Wiedergabe eines Videos reduziert werden konnte. Ein neuer "GC5" Power State ist ebenfalls neu bei "Maxwell" und soll die Verbrauch bei niedrigen Verbrauchsszenarien weiter reduzieren.

Die dedizierte Video-Hardware erlaubt auch die Unterstützung der Videoaufzeichnung via ShadowPlay, das als Teil der GeForce Experience nicht nur die lokale Aufzeichnung ermöglicht, sondern auch das direkte Streaming via Twitch. Weiterhin wird ein Streaming via Gamestream vom PC, auf die mobile Konsole Shield möglich. Gleiches gilt auch für den Konsolen Modus, bei dem die Shield genutzt wird das PC-Spiel auf dem heimischen Fernseher darzustellen.

Zukünftig auch bei Karten mit "Maxwell"-GPU eine Rolle spielen wird G-Sync. Passend zu Einführung der GeForce GTX 750 und GeForce GTX 750 Ti könnten in 1 bis 2 Wochen die ersten Monitore auf den Markt kommen, nicht dem "Referenzmodell" von ASUS entsprechen. Der fehlende DisplayPort auf einigen Modellen der GeForce GTX 750 und GeForce GTX 750 Ti macht den Einsatz von G-Sync allerdings unmöglich.

Unified Memory

Für die ersten beiden Desktop-Versionen in Form der GeForce GTX 750 Ti und GeForce GTX 750 noch kein Thema ist der Unified Memory, den NVIDIA erstmals vor einem Jahr im Zusammenhang mit der "Maxwell"-Architektur vorstellte. Mehr zu diesem Thema wollen wir euch aber in einer extra News anbieten.


Zunächst einmal noch ein GPU-Z-Screenshot der Referenzversion der GeForce GTX 750 Ti.

GPU-Z-Screenshot der NVIDIA GeForce GTX 750 Ti

Beginnen wollen wir mit der Betrachtung des Referenzdesigns der GeForce GTX 750 Ti.

NVIDIA GeForce GTX 750 Ti im Referenzdesign
NVIDIA GeForce GTX 750 Ti im Referenzdesign

Überschaubar in Größe und Komplexität präsentiert sich das Referenzdesign der GeForce GTX 750 Ti. Es macht fast schon den Eindruck, als hätte sich NVIDIA Mühe geben müssen das PCB so zu gestalten, dass die Länge für den Abstand der Slotblende bis zum PCI-Express-Steckplatz ausreicht. Genauer sagt sprechen wir hier von 14,5 cm. Für die Referenzversion hat sich NVIDIA für einen kleinen Radiallüfter entschieden, der direkt über der GPU sitzt.

NVIDIA GeForce GTX 750 Ti im Referenzdesign
NVIDIA GeForce GTX 750 Ti im Referenzdesign

Auf der Rückseite des PCBs sind keinerlei Besonderheiten zu erkennen. Nur einige kleine SMD-Bauteile sind hier zu sehen. Alle größeren Bauteile sind auf der Vorderseite untergebracht. Hier noch sehr schön zu erkennen sind vier freie Lötpads, die theoretisch den doppelten Speicherausbau möglich machen würden.

NVIDIA GeForce GTX 750 Ti im Referenzdesign
NVIDIA GeForce GTX 750 Ti im Referenzdesign

Links neben dem Kühler sind die wichtigsten Komponenten der zweiphasigen Strom- und Spannungsversorgung zu sehen. Der kleine Radiallüfter hat einen Durchmesser von 60 mm. Darunter ist der kleine Kühlkörper aus Aluminium zu erkennen. Bei einer Leistungsaufnahme von maximal 60 Watt ist wohl auch keine aufwendigere Kühlung notwendig.

NVIDIA GeForce GTX 750 Ti im Referenzdesign
NVIDIA GeForce GTX 750 Ti im Referenzdesign

Ohne Übertaktung kann die GeForce GTX 750 Ti ohne zusätzliche Stromversorgung betrieben werden. Die nötigen 60 Watt lassen sich problemlos über den PCI-Express-Steckplatz versorgen. Dennoch hat NVIDIA bereits den nötigen Platz auf dem PCB vorgesehen, um einen 6-Pin-Stromanschluss unterzubringen.

NVIDIA GeForce GTX 750 Ti im Referenzdesign
NVIDIA GeForce GTX 750 Ti im Referenzdesign

Auf zwei Seiten rund um die GM107-GPU platziert NVIDIA die vier Speicherchips mit jeweils 512 MB. Diese stammen aus dem Hause Hynix und arbeiten mit 1.350 MHz. Die genaue Bezeichnung lautet H5GC4H24MFA-T2C.

NVIDIA GeForce GTX 750 Ti im Referenzdesign
NVIDIA GeForce GTX 750 Ti im Referenzdesign

Die auf der GeForce GTX 750 Ti verbaute GPU hört auf die genaue Bezeichnung GM107-400-A2. Uns derzeit nicht bekannt ist, wie die Bezeichnung auf der GeForce GTX 750 lautet. Noch ein Satz zur Slotblende: Dort verbaut NVIDIA zwei Dual-Link-DVI-Anschlüsse (jeweils einmal DVI-I und DVI-D) und einmal HDMI 1.4. HDMI 2.0 unterstützten auch die neue GeForce GTX 750 Ti und GeForce GTX 750 mit "Maxwell"-GPU nicht. Optional soll auch ein DisplayPort angeboten werden. NVIDIA hat die Slotblende für die Referenzversion aber im Single-Slot-Design gehalten und daher wohl auf DisplayPort verzichtet.


Da wir die von NVIDIA vorgestellte Referenzversion der ersten "Maxwell"-Karte so kaum im Handel sehen werden, schauen wir uns auch gleich einen ersten Retail-Vertreter an: die ASUS GeForce GTX 750 Ti.

GPU-Z-Screenshot der ASUS GeForce GTX 750 Ti

Im Vergleich zur Referenzversion legt ASUS einen höheren Basis-Takt von 1.072 MHz an, womit dann auch gleich der Boost-Takt auf 1.150 MHz ansteigt. Wie wir bereits bei den Abhängigkeits-Tests von Temperatur und Takt bei GPU-Boost 2.0 gesehen haben, arbeitet die Karte aber in allen Benchmarks mit ihrem maximalen Boost von 1.228 MHz. Den Speicher hat ASUS bei 1.350 MHz belassen, so dass es abgesehen von der Kühlung keine weiteren Unterschiede zur Referenzversion gibt.

ASUS GeForce GTX 750 Ti
ASUS GeForce GTX 750 Ti

Natürlich auf auffälligsten ist die Tatsache, dass ASUS einen deutlich größeren Kühler auf der GeForce GTX 750 Ti einsetzt, als dies bei der Referenzversion der Fall ist. Vermutlich aufgrund der geringen Leistungsaufnahme verzichtet ASUS auch auf einen DirectCU-Kühler und verwendet stattdessen einen klassischen Kühlkörper aus Aluminium. Die beiden Axiallüfter haben einen Durchmesser von 70 mm. Die Karte misst insgesamt 21,5 cm und ist damit deutlich länger als die Referenzversion mit ihren 14,5 cm. Allerdings ist das PCB nur 17,8 cm lang und der Kühler steht deutlich darüber hinaus.

ASUS GeForce GTX 750 Ti
ASUS GeForce GTX 750 Ti

Auf der Rückseite des PCBs sind keinerlei Besonderheiten zu erkennen - das Layout einer GeForce GTX 750 Ti ist in dieser Hinsicht relativ unspektakulär. Keine Hinweise auf eine aufwendige Strom- und Spannungsversorgung und bei ASUS hat man offensichtlich auch auf die zusätzlichen Lötpads für weiteren Speicher verzichtet.

ASUS GeForce GTX 750 Ti
ASUS GeForce GTX 750 Ti

Noch einmal ein genauer Blick auf einen der beiden 70-mm-Lüfter, die allerdings keine besonderen Merkmale vorweisen. Darunter ist der Kühlkörper aus Aluminium zu erkennen, der trotz seiner Größe nur die GPU abdeckt. Die vier Speicherchips müssen ohne aktive Kühlung auskommen.

ASUS GeForce GTX 750 Ti
ASUS GeForce GTX 750 Ti

Etwas unglücklich finden wir die Position des zusätzlichen Stromanschlusses. Dieser ist zwar auch auf der Referenzversion angedeutet, aber nicht ausgeführt. Die meisten Retail-Modelle mit Übertaktung werden einen zusätzlichen Anschluss anbieten. Bei einer TDP von nur 60 Watt wäre und ist eine Versorgung ausschließlich über den PCI-Express-Steckplatz möglich. Die zusätzlichen 75 Watt nimmt die Karte aber gerade beim Overclocking gerne entgegen. Warum ASUS den Anschluss in der Nähe der Slotblende verbaut, erschließt sich uns nicht. Unser Grafikkarten-Testsystem hatte zumindest mit zu kurzen Stromkabeln zu kämpfen, die nicht bis hierher reichten, wenn sie schön hinter dem Mainboard-Schlitten verlegt waren.

ASUS GeForce GTX 750 Ti
ASUS GeForce GTX 750 Ti

Etwas unüblich ist auch das Design der Display-Anschlüsse auf der Slotblende. Natürlich unterstützen auch die "Maxwell"-GPUs bis zu sechs Displays, dies allerdings nur über DisplayPort bzw. einen MST-Hub. Üblicherweise sahen wir daher auf Desktop-Karten bisher zweimal Dual-Link-DVI sowie jeweils einmal HDMI und DisplayPort. ASUS aber verbaut zwei Dual-Link-DVI-Anschlüsse und jeweils einmal HDMI und VGA.


Um die Treiber-Generationen anzugleichen, aber auch um die Hardware auf ein neues Level vorzubereiten, haben wir das Testsystem etwas umgestellt. Der Intel Core i7-3960X wird von 3,2 GHz auf 3,9 GHz übertaktet, um Limitierungen durch den Prozessor weitestgehend auszuschließen. Folgende Systemkomponenten kommen dabei zum Einsatz:

 

Testsystem
Prozessor Intel Core i7-3960X 3,3 GHz übertaktet auf 3,9 GHz
Mainboard ASUS P9X79 Deluxe
Arbeitsspeicher ADATA XPG Gaming Series Low Voltag 4x 2 GB PC3-12800U CL 9-9-9-24
Festplatte ADATA S510 SSD 60 GB
Netzteil Seasonic Platinum Series 1000 Watt
Betriebssystem Windows 8 Pro 64 Bit
Grafikkarten
NVIDIA NVIDIA GeForce GTX 780 Ti (876/928/1.750 MHz, 3072 MB)
  NVIDIA GeForce GTX Titan (837/786/1.502 MHz, 6.144 MB)
  NVIDIA GeForce GTX 780 (863/902/1.502 MHz, 3.072 MB)
  NVIDIA GeForce GTX 770 (1.046/1.085/1.753 MHz, 2.048/4.096 MB)
  NVIDIA GeForce GTX 760 (980/1.033/1.502 MHz, 2.048 MB)
  NVIDIA GeForce GTX 750 Ti (1.020/1.085/1.350 MHz, 2.048 MB)
  NVIDIA GeForce GTX 750 (1.020/1.085/1.350 MHz, 1.024 MB)
  NVIDIA GeForce GTX 690 (915/1.502 MHz, 4.096 MB)
  NVIDIA GeForce GTX 680 (1.006/1.502 MHz, 2.048 MB)
  NVIDIA GeForce GTX 670 (915/1.502 MHz, 2.048 MB)
  NVIDIA GeForce GTX 660 Ti (915/1.502 MHz, 2.048 MB)
  NVIDIA GeForce GTX 660 (1.058/1.250 MHz, 2.048 MB)
  NVIDIA GeForce GTX 650 Ti Boost (980/1.502 MHz, 2.048 MB)
  NVIDIA GeForce GTX 650 Ti (925/1.350 MHz 2.048 MB)
  NVIDIA GeForce GTX 650 (1.058/1.250 MHz, 1.024/2.048 MB)
  NVIDIA GeForce GTX 590 (608/1.215/854 MHz, 3.072 MB)
  NVIDIA GeForce GTX 580 (772/1.544/1.000 MHz, 1.536 MB)
  NVIDIA GeForce GTX 570 (732/1.464/950 MHz, 1.280MB)
  NVIDIA GeForce GTX 560 Ti 448 Cores (732/1.464/950 MHz, 1.280 MB)
  NVIDIA GeForce GTX 560 Ti (820/1.640/1.000 MHz, 1.024 MB)
  NVIDIA GeForce GTX 560 (810/1.620/1.002 MHz, 1.024 MB) 
  NVIDIA GeForce GTX 550 Ti (900/1.800/1.026 MHz, 1.024 MB)
AMD AMD Radeon R9 290X (1.000/1.250 MHz, 4.096 MB)
  AMD Radeon R9 290 (947/1.500 MHz, 4096 MB)
  AMD Radeon R9 280X (1.000/1.500 MHz, 3.072 MB)
  AMD Radeon R9 270X (1.000/1.400 MHz, 2.048/4.096 MB)
  AMD Radeon R7 260X (1.100/1.625 MHz, 2.048 MB)
  AMD Radeon HD 7990 (950/1.000/1.500 MHZ, 6.144 MB)
  AMD Radeon HD 7970 GHz Edition (1.000/1.050/1.500 MHz, 3.072 MB)
  AMD Radeon HD 7970 (925/925/1.375 MHz, 3.072 MB)
  AMD Radeon HD 7950 (800/800/1.250 MHz, 3.072 MB)
  AMD Radeon HD 7870 (1.000/1.000/1.200 MHz, 2.048 MB)
  AMD Radeon HD 7850 (860/860/1.200 MHz, 2.048 MB)
  AMD Radeon HD 7790 (1.075/1.075/1.500 MHz, 1.024/2.048 MB)
  AMD Radeon HD 7770 (1.000/1.000/1.125 MHz, 1.024 MB)
  AMD Radeon HD 7750 (800/800/1.125 MHz, 1.024 MB)
  AMD Radeon HD 6990 (830/830/1.250 MHz, 4.096 MB)
  AMD Radeon HD 6970 (880/880/1.375 MHz, 2.048 MB)
  AMD Radeon HD 6950 (800/800/1.200 MHz, 2.048 MB)
  AMD Radeon HD 6870 (900/900/1.050 MHz, 1.024 MB)
  AMD Radeon HD 6850 (775/775/1.000 MHz, 1.024 MB)
  AMD Radeon HD 6790 (840/840/1.050 MHz, 1.024 MB)
  AMD Radeon HD 6770 (850/850/1.200 MHz, 1.024 MB)
Treiber
NVIDIA GeForce 334.69
AMD Catalyst 13.12

Unsere Testsysteme werden ausgestattet von ASUS, Intel, Thermaltake und Seasonic. Vielen Dank für die Bereitstellung der Komponenten.

 

Treibereinstellungen NVIDIA:

Textureinstellungen AMD:


Werfen wir nun einen Blick auf die Lautstärke, die Leistungsaufnahme und das Temperatur-Verhalten der GeForce GTX 750 Ti von NVIDIA und ASUS.

Lautstärke - Idle

strom-idle
in dB(A)

Mit der geringen Leistungsaufnahme der GeForce GTX 750 Ti hat der Kühler auf dem Modell von ASUS offenbar keinerlei Probleme und kühlt die Karte mit nur 34,3 dB(A). Die Referenzversion kommt auf 35,1 dB(A) und findet sich daher auch eher im Mittelfeld der Referenzkarten wieder.

Lautstärke - Last

strom-idle
in dB(A)

Unter Last werden beide Modelle natürlich deutlich lauter. Mit 42,8 dB(A) ist die ASUS GeForce GTX 750 Ti ins unseren Augen auch lauter, als es eigentlich notwendig wäre. Man erkennt bereits bei der Referenzversion, dass die Kühlung der Karte auch mit einem sehr kleinen Kühler mit nur einem Lüfter möglich wäre. Die beiden Lüfter auf der Karte von ASUS wirken mitsamt der Größe des gesamten Kühlers überdimensioniert.

Temperatur - Idle

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in °C

Im Idle-Betrieb liegen die GPU-Temperaturen bei 31 bzw. 33 °C und damit auf einem üblich niedrigen Niveau. Im Zusammenspiel mit der niedrigen Idle-Temperatur kann die ASUS GeForce GTX 750 Ti ihr Potenzial zumindest andeuten.

Temperatur - Last

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in °C

Die nur etwa 60 Watt an Abwärme abzuführen, fällt beiden Modellen der GeForce GTX 750 Ti nicht sonderlich schwer. Bei den aktuellen High-End-Karten haben wir uns inzwischen bereits an ein Temperatur-Niveau von 70 bis über 90 °C gewöhnt. Insofern deuten die 55 bzw. 56 °C erstens bereits an, in welchem Leistungsbereich wir uns bewegen. Was NVIDIA letztendlich aus dieser GPU für eine Leistung herausbekommt, steht auf einem anderen Blatt und schauen wir uns bei den Benchmarks an.

Leistungsaufnahme (Gesamtsystem) - Idle

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in Watt

Moderne GPUs bzw. Grafikkarten sind im Idle-Betrieb nicht mehr die größten Einzelverbraucher. Nur noch wenige Watt werden hier verschwendet und auch der neue Idle-State der GeForce GTX 750 Ti hat sicherlich seinen Einfluss, wenngleich dieser erst beim Abspielen von H.264-Videos eine größere Rolle spielt.

Leistungsaufnahme (Gesamtsystem) - Last

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in Watt

Bereits in der Einleitung haben wir den Schwerpunkt bei der Entwicklung der "Maxwell"-Architektur angesprochen: Performance/Watt. Nun zeigen die Messungen bereits eines: NVIDIA kann den Verbrauch und damit auch die Verlustwärme deutlich reduzieren. Wir sprechen vom bisher niedrigsten Verbrauch für eine Karte im Preisbereich von 130 bis 140 Euro. Ob auch die Performance stimmt, schauen wir uns jetzt in den Benchmarks an.


Mit dem neuen 3DMark versucht Futuremark vom Smartphone bis zum High-End-PC eine Vergleichbarkeit herzustellen. Dazu bietet man drei Presets an, die alle Performance-Bereiche in den verschiedensten Settings abdecken sollen. Natürlich werden auch hier Technologien wie Tessellation, Depth of Field, Volumetric Lighting und Direct Compute verwendet. Über das Fire-Strike-Extrem-Setting lassen sich auch High-End-Karten an ihre Grenzen bringen.

Zum kostenlosen Download von Futuremarks 3DMark gelangt man über diesen Link.

Futuremark 3DMark - Ice Storm

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Punkte

Futuremark 3DMark - Cloud Gate

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Punkte

Futuremark 3DMark - Fire Strike

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Futuremark 3DMark - Fire Strike Extreme

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Sowohl AMD wie auch NVIDIA legen immer größeren Wert auf die Compute-Performance ihrer GPUs. Neben zahlreichen Engines mit OpenCL-Unterstützung wollen wir auch die Performance gesondert betrachten. Dazu nutzen wir den LuxMark 2.0, der in der Testszene "Sala" über RayTracing ein Bild berechnet und als Ausgabe die Samples pro Sekunde ausgibt.

luxmark-1-rsScreenshot zu Luxmark 2.0

Screenshot zu Luxmark 2.0Screenshot zu Luxmark 2.0

Zum kostenlosen Download von LuxMark 2.0 gelangt man über diesen Link.

Luxmark 2.0 - Sala

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Samples pro Sekunde in tausend

Mit Hilfe des ComputeMark versuchen wir die GPU-Computing-Performance genauer zu beleuchten. Der ComputeMark führt automatisch durch unterschiedliche Anwendungen, die ebenso unterschiedliche Anforderungen an die Hardware haben. Auf Basis der aktuellen DirectX-11-Compute-API können Nutzer die Compute-Leistung auf den Prüfstand stellen. Mit von der Partie ist unter anderem ein RayTracing-Test.

Screenshot zu ComputeMark Screenshot zu ComputeMark
Screenshot zu ComputeMark Screenshot zu ComputeMark

Den ComputeMark könnt ihr direkt auf der Seite des Herstellers herunterladen.

ComputeMark - 1024x600 Complex - Fluid2D

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ComputeMark - 1024x600 Complex - Fluid3D

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ComputeMark - 1024x600 Complex - Mandel Skalar

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ComputeMark - 1024x600 Complex - Mandel Vektor

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ComputeMark - 1024x600 Complex - RayTracing

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Punkte

Der fünfte Teil der The-Elder-Scroll-Reihe spielt in der namensgebenden Provinz Skyrim (dt. Himmelsrand). Die Handlung dreht sich um die Rückkehr der Drachen, wie sie in den "Elder Scrolls" vorhergesagt wurde. Der Spieler übernimmt die Rolle eines "Dovahkiin", eines Individuums mit dem Körper eines Menschen und der Seele eines Drachen. Der Spieler durchstreift bei dem Kampf gegen die Drachen opulente Städte mit verschlungenen Gassen und atemberaubende Landschaften, deren Grenze buchstäblich der Himmel ist. Mit seiner hohen Weitsicht und der detaillierten Vegetation bringt Skyrim so manches System ins Schwitzen.

Zur Vollversion von Elder Scrolls V: Skyrim gelangt man über diesen Link.

The Elder Scrolls V: Skyrim - 1.680x1.050 1xAA 1xAF

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Bilder pro Sekunde

The Elder Scrolls V: Skyrim - 1.680x.1.050 8xAA+FXAA 16xAF

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Bilder pro Sekunde

The Elder Scrolls V: Skyrim - 1.920x1.080 1xAA 1xAF

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Bilder pro Sekunde

The Elder Scrolls V: Skyrim - 1.920x1.080 8xAA+FXAA 16xAF

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Bilder pro Sekunde

The Elder Scrolls V: Skyrim - 2.560x1.600 1xAA 1xAF

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Bilder pro Sekunde

The Elder Scrolls V: Skyrim - 2.560x1.600 8xAA+FXAA 16xAF

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Bilder pro Sekunde

Mit Crysis 3 steht in diesem Frühjahr zumindest auf technischer Seite in Hightlight bereit. Mit der Unterstützung ausschließlich für DirectX-11-Grafikkarten geben Crytek, die Macher hinter Crysis 3 die Richtung bereits vor. Von Tessellation bis zum aufwendigen Post-Processing-Anti-Aliasing werden alle aktuellen technischen Finessen genutzt, so dass auch die aktuellste Hardware an ihre Grenzen kommt.

Zur Vollversion von Crysis 3 gelangt ihr über diesen Link.

Crysis 3 - 1.680x1.050 1xAA 1xAF

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Bilder pro Sekunde

Crysis 3 - 1.680x1.050 4xMSAA 16xAF

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Bilder pro Sekunde

Crysis 3 - 1.920x1.080 1xAA 1xAF

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Bilder pro Sekunde

Crysis 3 - 1.920x1.080 4xMSAA 16xAF

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Bilder pro Sekunde

Crysis 3 - 2.560x1.600 1xAA 1xAF

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Bilder pro Sekunde

Crysis 3 - 2.560x1.600 4xMSAA 16xAF

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Bilder pro Sekunde

Zu den Highlights des Jahres 2013 dürte Bioshock Infinite gehören. Doch nicht nur die Story kann fesseln, sondern auch die Technik. Die Engine nutzt nahezu alle aktuellen DirectX-11-Effekte und setzt diese auch entsprechend um. Daher ist Bioshock Infinite eine logische Wahl für unsere Benchmarks.

Zur Vollversion von Bioshock: Infinite gelangt man über diesen Link.

Bioshock Infinite - 1.680x1.050 DirectX 10 Hoch

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Bilder pro Sekunde

Bioshock Infinite - 1.680x1.050 DirectX 11 Ultra

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Bilder pro Sekunde

Bioshock Infinite - 1.920x1.080 DirectX 10 Hoch

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Bilder pro Sekunde

Bioshock Infinite - 1.920x.1080 DirectX 11 Ultra

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Bilder pro Sekunde

Bioshock Infinite - 2.560x1.600 DirectX 10 Hoch

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Bilder pro Sekunde

Bioshock Infinite - 2.560x1.600 DirectX 11 Ultra

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Bilder pro Sekunde

Mit Battlefield 4 setzen DICE und EA die Strategie des Vorgängers fort: Eine kleine Singleplayer-Kampagne wird angeboten, aber alles dreht sich eigentlich um die großen Multiplayer-Schlachten. Mit bis zu 63 weiteren Spielern kann auf großen Karten zwischen drei verschiedenen Kämpfer-Klassen gewählt werden. Hinzu kommen Dutzende Fahrzeuge zu Land, zu Wasser und in der Luft. Auch grafisch setzt Battlefield 4 neue Maßstäbe und ist daher auch ein offensichtlicher Kandidat für unsere Benchmarks.

Zur Vollversion von Battlefield 4 gelangt man über diesen Link.

Battlefield 4 - 1.680x1.050 1xAA 1xAF

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Bilder pro Sekunde

Battlefield 4 - 1.680x1.050 4xMSAA 16xAF

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Bilder pro Sekunde

Battlefield 4 - 1.920x1.080 1xAA 1xAF

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Bilder pro Sekunde

Battlefield 4 - 1.920x1.080 4xMSAA 16xAF

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Bilder pro Sekunde

Battlefield 4 - 2.560x1.600 1xAA 1xAF

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Bilder pro Sekunde

Battlefield 4 - 2.560x1.600 4xMSAA 16xAF

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Bilder pro Sekunde

Um die Benchmarks in einem Echtzeit-Strategiespiel kümmert sich Company of Heroes 2. Das von Relic Entertainment entwickelte Spiel ist im Zweiten Weltkrieg angesiedelt und basiert auf der einer eigenen Essence 3.0 getauften Spieleengine. Grafisch nicht sonderlich imposant schaffen es dennoch selbst die neuesten High-End-Karten nicht immer flüssige FPS darzustellen. Abhängig von den gewählten Auflösung und den Anti-Aliasing-Einstellungen sind selbst Multi-GPU-Systeme am Limit.

Company of Heroes 2 - 1.680x1.050 1xAA 1xAF

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Bilder pro Sekunde

Company of Heroes 2 - 1.680x1.050 8xAA 16xAF

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Bilder pro Sekunde

Company of Heroes 2 - 1.920x1.080 1xAA 1xAF

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Bilder pro Sekunde

Company of Heroes 2 - 1.920x.1080 8xAA 16xAF

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Bilder pro Sekunde

Company of Heroes 2 - 2.560x1.600 1xAA 1xAF

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Bilder pro Sekunde

Company of Heroes 2 - 2.560x1.600 8xAA 16xAF

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Bilder pro Sekunde

Metro: Last Light ist der Nachfolger von Metro 2033 und basiert auf einem fiktionalen, postapokalyptischen Metro-2033-Universum des russischen Autors Dmitri Alexejewitsch Gluchowski. Es wird eine eigens entwickelte A4 Engine verwendet, welche auch die neusten DirectX-11-Features bietet. Tesselation, Partikel- und Beleuchtungseffekte sorgen für eine ganz eigene Stimmung und für ordentlich Last auf der GPU.

Metro: Last Light - 1.680x1.050 1xAA 4xAF

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Bilder pro Sekunde

Metro: Last Light - 1.680x1.050 1xSSAA 16xAF

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Bilder pro Sekunde

Metro: Last Light - 1.920x1.080 1xAA 4xAF

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Bilder pro Sekunde

Metro: Last Light - 1.920x1.080 1xSSAA 16xAF

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Bilder pro Sekunde

Metro: Last Light - 2.560x1.600 1xAA 4xAF

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Bilder pro Sekunde

Metro: Last Light - 2.560x1.600 1xSSAA 16xAF

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Bilder pro Sekunde

Mit Tomb Raider wurde Lara Croft in diesem Jahr wiederbelebt. Doch anders als früher ist Lara Croft nicht mehr nur eine attraktive Abenteurerin, sondern eine junge Archöologin, die in einer Survival-Horror-Umgebung auf einer verlassenen Insel überlegen muss. Die von Square Enix entwickelte Crystal Engine beherrscht die neusten DirectX-11-Effekte und bringt damit auch aktuelle High-End-Karten an ihre Grenzen.

Tomb Raider - 1.680x1.050 1xAA+FXAA 1xAF

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Bilder pro Sekunde

Tomb Raider - 1.680x1.050 2xSSAA 16xAF

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Bilder pro Sekunde

Tomb Raider - 1.920x1.080 1xAA+FXAA 1xAF

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Bilder pro Sekunde

Tomb Raider - 1.920x1.080 2xSSAA 16xAF

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Bilder pro Sekunde

Tomb Raider - 2.560x1.600 1xAA+FXAA 1xAF

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Bilder pro Sekunde

Tomb Raider - 2.560x1.600 2xSSAA 16xAF

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Bilder pro Sekunde

Grid 2 wurde in guter alter Racing-Tradition von Codemasters entwickelt. Der Cross-Plattform-Titel basiert auf der EGO-3.0-Engine. Diese ist eine Weiterentwicklung der Neon Game Engine, wie sie bei Colin McRae verwendet wurde. Für ein Rennspiel wichtig ist vor allem eine flüssige Darstellung mit möglichst hohen FPS.

Grid 2 - 1.680x1.050 4xMSAA 16xAF

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Bilder pro Sekunde

Grid 2 - 1.920x1.080 4xMSAA 16xAF

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Bilder pro Sekunde

Grid 2 - 2.560x1.600 4xMSAA 16xAF

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Bilder pro Sekunde

Zumindest das Modell von ASUS haben wir auch im Overclocking getestet. Da wir die Referenzversion in dieser Ausführung vermutlich nicht im Handel sehen werden, spielt es in der Praxis auch keine größere Rolle. Durch Anhebung des Powertargets auf das Maximum konnten wir das Offset für die GPU und den Speicher anheben, bis wir in den instabilen Bereich gelangten. Letztendlich landeten wir bei einem GPU-Takt von 1.332 MHz, während der Speicher bei 1.550 MHz betrieben wurde.

Das Overclocking hat folgende Auswirkungen auf die Performance:

Futuremark 3DMark - Fire Strike

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Punkte

Battlefield 4 - 2.560x1.600 4xMSAA 16xAF

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Punkte

Crysis 3 2.560x1.600 4xMSAA 16xAF

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Bilder pro Sekunde

Metro: Last Light - 2.560x1.600 1xSSAA 16xAF

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Bilder pro Sekunde

Leistungsaufnahme (Gesamtsystem) - Last

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Watt

Temperatur - Last

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in °C

Lautstärke - Last

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in dB(A)

Mit der "Kepler"-Architektur hat NVIDIA bereits bewiesen, dass diese vom kleinen mobilen Tegra K1 SoC bis hin zur großer Desktop-Grafikkarte ihr Einsatzgebiet finden kann. Doch es hat einige Zeit gedauert, bis NVIDIA die Fertigung entsprechend anpassen konnte, denn die ersten Produkte mit "Kepler"-Architektur waren die GeForce GTX 680 (GK104) und Tesla K20 (GK110). Die Marschrichtung für NVIDIA ist klar - zwar sieht man im Desktop noch über einen langen Zeitraum sein Hauptgeschäft, doch der mobile Sektor wird bei zukünftigen Produktentwicklungen mehr und mehr eine Rolle spielen. Zudem ist eine Steigerung von Performance/Watt nur eine logische Entwicklung, die das komplette Halbleitergeschäft seit Jahrzehnten beschäftigt. Insofern verwundert es nicht, dass NVIDIA mit "Maxwell" das Pferd vom hinten aufzäumt. Zwar beginnt man nicht im komplett mobilen Segment (dazu wird man die nächsten Entwicklungsschritte in der Fertigung abwarten müssen), doch ein Start in der unteren Mittelklasse mit der GeForce GTX 750 und GeForce GTX 750 Ti ist ein Wink auf das, was uns in den kommenden Monaten erwarten wird.

"Kepler" gegen "Maxwell"

Erstmals hält sich NVIDIA auch mit der Weitergabe von Informationen zurück, wie bei gleicher Fertigung eine derartige Steigerung der Leistung erreicht wurde. Zwar werden Optimierungen bei der Anordnung der Strukturen, im Verhältnis zwischen der Control Logic und der Recheneinheiten sowie weitere Maßnahmen genannt, so wirklich ins Detail möchte man aber nicht gehen. Natürlich ist die gestiegene Performance maßgeblich der höheren Anzahl an Shadereinheiten zuzuschreiben, doch auch jeder einzelne Shader leistet bei "Maxwell" angeblich mehr, als es bei "Kepler" der Fall ist.

NVIDIA spricht nicht ohne Grund von der 1. Generation von "Maxwell". Im vergangenen Jahr zeigte NVIDIA auf der GTC 2013 eine GPU-Roadmap, in der zu "Maxwell" auch ausdrücklich die Rede von "Unified Memory" die Rede war. Auf der GTC 2014 wird daher erwartet, dass NVIDIA weitere Details zu den geplanten Ausbaustufen verraten wird. Diese werden sich sicherlich auf den professionellen Bereich konzentrieren, doch stellt dies auch meist einen Ausblick auf die Entwicklung im Desktop-Segment dar. Nicht nur bei den Features wäre eine 2. Generation von "Maxwell" denkbar, sondern auch in Sachen Fertigung, denn die GM107-GPUs werden allesamt noch in 28 nm gefertigt. Unweigerlich werden die Parallelen zur Tick-Tock-Strategie von Intel bewusst, bei der im Wechsel die Architektur und in der Folge der Fertigungsprozess gewechselt werden. Bisher aber gibt es dazu noch keine belastbaren Informationen, insofern konzentrieren wir uns auf das Hier und Heute und das heißt GeForce GTX 750 und GeForce GTX 750 Ti.

Der Preisbereich zwischen 100 und 150 Euro ist extrem interessant für Grafikkarten-Hersteller. Hier wird der größte Umsatz gefahren, die Stückzahlen sind enorm und somit bildet dieses Preissegment das Rückgrat des Produkt-Portfolios. Zum einen kann NVIDIA die neue "Maxwell"-Architektur also testen und bietet gleichzeitig auch noch ein eventuell interessantes Produkt an. Auf dem Papier hat sich NVIDIA die Radeon R7 260X für die GeForce GTX 750 Ti und die Radeon R7 260 für die GeForce GTX 750 als Gegner auserkoren. Je nach Benchmarks entspricht dies auch in etwa unseren Erfahrungen. Leider konnten wir uns noch keine Radeon R7 260 anschauen, da uns aber auch keine GeForce GTX 750 zur Verfügung stand, stört dies nicht weiter. Gleiches gilt natürlich auch für die gerade erst erschienene Radeon R7 265. Wer von älteren Generationen wechseln möchte, für den bieten sich die GeForce GTX 560 Ti oder GeForce GTX 650 Ti als Anhaltspunkt an.

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Interessant wird es bei der Betrachtung der Leistungsaufnahme. NVIDIA verspricht einen im Vergleich zu den ersten Karten auf Basis der "Fermi"-Architektur halbierten Verbrauch, bei gleichzeitig doppelter Performance. Nun wollen wir auch hier die aktuelle Situation für sich sprechen lassen und hier liegt eine GeForce GTX 750 Ti in der Leistung mal über und mal unter einer Radeon R7 260X, verbraucht in unserem Testsystem aber auch gut 60 Watt weniger. Ein ähnliches Verhältnis ist bei der Radeon R7 260 und GeForce GTX 750 zu erwarten. Nun ist die Referenzversion der GeForce GTX 750 Ti nicht das, was sich der Kunde im Online-Shop wird kaufen können, also sollte wir uns auch der Umsetzung von ASUS etwas genauer widmen.

Offensichtlich wird uns eine Vielzahl von unterschiedlichsten Modellen erwarten, die sich allesamt bei Takt und Kühlung unterscheiden. Mit den von ASUS gewählten Taktraten bewegt sich die Karte in einem spürbaren Leistungsplus über der Referenzversion. Wir werden aber sicherlich auch noch Karten sehen, die wesentlich schneller sind. Doch dieses Bild wird sich erst in den kommenden Wochen vervollständigen. Relativ leichtes Spiel hat der Kühler mit der Abwärme der GPU, allerdings dürfte die Kühlung auch gerne etwas weniger wuchtig und der oder die Lüfter dafür etwas leiser sein. Schaut man sich allerdings die Konkurrenzmodelle an, stehen diese zumindest bei der Kühlung dem Modell von ASUS in nichts nach.

Ein paar weitere Anmerkungen zur ASUS GeForce GTX 750 Ti haben wir aber auch noch: Zum einen gefällt uns die Position des zusätzlichen Stromanschlusses nicht. In den meisten Gehäusen dürfte die Zuführung dieser Stecker über den vorderen Bereich des Gehäuses erfolgen und nicht über die Slotblende und somit wäre auch der dazugehörige Anschluss im hinteren Bereich der Karte sicher besser untergebracht. Ein weiterer Kritikpunkt ist unserer Meinung nach die Wahl der Display-Anschlüsse, denn uns erschließt sich nicht, warum sich ASUS hier für den analogen VGA-Anschluss entschieden hat, wo doch bereits ein einfacher Adapter von DVI auf VGA umsetzen kann. Stattdessen wäre ein DisplayPort-Anschluss wünschenswert gewesen. Gut gefallen hat uns hingegen das Overclocking. Offenbar lässt sich aus dem kleinen "Maxwell" noch einiges an Leistung herauskitzeln.

NVIDIAs-Produktpalette in der unteren Mittelklasse
NVIDIAs-Produktpalette in der unteren Mittelklasse

Viel fällt und steht mit der richtigen Preisgestaltung. NVIDIA will die GeForce GTX 750 für 110 Euro anbieten, die GeForce GTX 750 Ti soll 135 Euro kosten. Der Straßenpreis dürfte sich einige Euro darunter bewegen, sodass wir eine ASUS GeForce GTX 750 Ti für 130 bis 135 Euro erwarten. Dann ist sie auch eine sinnvolle Alternative zur Radeon R7 260(X). Ein großer Pluspunkt ist der geringe Verbrauch, der bei der gebotenen Performance einen geringen Aufpreis zumindest teilweise aufwiegen kann.

Zusammenfassend kann man folgendes festhalten: NVIDIA geht den Wechsel auf die nächste Architektur sehr vorsichtig an. Doch mit "Maxwell" wechselt NVIDIA erstmals von einer High-End getriebenen Entwicklung auf eine solche, die sich in beide Richtungen orientiert. Nicht mehr nur via Downscaling wird eine Technik für mehrere Produktsegmente interessant, sondern von der ersten Minute der Entwicklung stand ein besseres Performance/Watt-Verhältnis im Mittelpunkt. Diesen Ausgangspunkt sehen wir mit der GeForce GTX 750 Ti und GeForce GTX 750 - von hier aus wird uns NVIDIA in den kommenden Wochen und Monaten mit neuen Produkten versorgen. Unklar ist allerdings noch, wann dies geschehen wird und ob man sich für gewisse Produktbereiche nicht doch noch etwas einfallen lässt. "Maxwell" erst in 28 nm für die Mittelklasse testen und dann für die High-End-Produkte auf 20 nm wechseln, könnte ein gangbarer Weg sein.

Alternativen?Wie bereits mehrfach erwähnt: Das Preissegment von 100 bis 150 Euro ist hart umkämpft und die neuerliche Produktflut von AMD trägt nicht gerade dazu bei, dass es dem potenziellen Käufer leichter gemacht wird. Je nachdem wo die Präferenzen liegen, findet sich auch die richtige Karte. Eine echte Empfehlung oder gar Alternativen auszusprechen, fällt schon alleine durch dem Umstand schwer, dass es kaum möglich ist sich einen Eindruck des gesamten Angebotes zu verschaffen. Große Fehler sind in diesem Bereich aber ebenfalls schwer möglich, sodass der Griff nach der richtigen Karte vielleicht einfacher ist, als es den Anschein macht.

Positive Aspekte der ASUS GeForce GTX 750 Ti

  • sehr niedrige Leistungsaufnahme unter Last
  • sehr gutes Performance/Watt-Verhältnis
  • ausreichende Leistung um einige Titel in FullHD darzustellen
  • GPU-Boost 2.0

Negative Aspekte der ASUS GeForce GTX 750 Ti:

  • schlechte Position des zusätzlichen Stromanschlusses
  • kein DisplayPort-Anschluss (stattdessen VGA)

Persönliche Meinung

Mit der GeForce GTX 750 und GeForce GTX 750 Ti bzw. der ersten Implementierung der "Maxwell"-Architektur bietet NVIDIA einen Ausblick auf das, was uns in den kommenden Monaten erwartet. Erstaunlich ist, wie es NVIDIA geschafft hat bei gleicher Fertigungstechnologie die Performance leicht zu steigern, dabei aber den Verbrauch derart zu reduzieren. Sicherlich werden uns die üblichen Leistungsklassen erhalten bleiben (z.B. <100 Watt, 150 Watt, 200 Watt und 250 Watt), wem der aktuelle Leistungsstand allerdings ausreicht bzw. wer bereits jetzt einen Blick auf ein aktuelles High-End-Modell geworfen hat, für den könnte eine solche Karte vielleicht bald mit nur noch 2/3 des aktuellen Verbrauchs ins Hause stehen. Sicherlich aber werden auch die Anforderungen an die Hardware weiter steigen, insofern eröffnet sich mit der "Maxwell"-Architektur die Möglichkeit teilweise deutlich mehr Leistung bei gleichem Verbrauch anzubieten. Etwas schade finde ich, dass sich NVIDIA bei den Details derzeit noch stark zurückhält. Neben der simplen Tatsache, dass die Anzahl der Shadereinheiten erhöht und einige Optimierungen an den Strukturen gemacht wurden, wären es genau diese, die mich weiter interessieren würden. Vielleicht aber nutzt NVIDIA die GTC 2014, um uns und euch weitere Details zu verraten. (Andreas Schilling)