Sapphire Radeon R9 290X Tri-X OC im Test

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sapphire-290x-logoDie ersten Retail-Modelle der Radeon R9 290X hatten damit zu kämpfen, dass auch sie den Referenzkühler einsetzten und damit an die Temperaturgrenze gerieten. Erst der Uber-Modus mit deutlich hörbarem Lüfter verschaffte hier teilweise Abhilfe, konnte aber auch nur die wenigsten zufrieden stellen. Als erstes Modell im Custom-Design erreichte uns eine Karte von ASUS und sie konnte auch gleich unter Beweis stellen, dass es durchaus möglich ist, die volle Performance aus der Hawaii-GPU herauszukitzeln. Allerdings sahen wir hier noch Verbesserungspotenzial bei der Lautstärke des Kühlers. Große Vorschlusslorbeeren hat Sapphire für seine Radeon R9 290X Tri-X OC erhalten und eben diese wollen wir uns nun genauer anschauen.

Gleich vier Modelle der AMD Radeon R9 290X bietet Sapphire an - allerdings sind zwei davon komplett im Referenzdesign ausgeführt. Die Radeon R9 290X Tri-X OC kann auch als Battlefield-4-Edition bestellt werden, ist dann aber gut 30 Euro teurer als die Standard-Version mit 490 Euro. Die günstigste Radeon R9 290X ist bereits ab 455 Euro zu haben, dann muss man allerdings mit dem Referenzkühler Vorlieb nehmen.

Bei den unterschiedlichen Modellen der Radeon R9 290X besonders interessant ist, ob der maximal zur Verfügung gestellte Boost-Takt auch erreicht wird. Die Referenzversion konnte diese 1.000 MHz GPU-Takt im Quiet-Modus gar nicht und im Uber-Modus noch lange nicht immer halten. Schon besser sah dies bei der angesprochenen ASUS Radeon R9 290X DirectCU II OC aus. In unserem recht gut belüfteten System erreichte sie immer die vollen 1.050 MHz. Gespannt sind wir nun, wie sich die Sapphire Radeon R9 290X Tri-X OC verhält.

Architektonische Eckdaten

Wie immer schauen wir uns die technischen Daten in einer kurzen Tabelle einmal an, bevor wir auf die Details eingehen.

Sapphire Radeon R9 290X Tri-X OC
Straßenpreis ab 490 Euro
Homepage www.sapphiretech.com
Technische Daten
GPU Hawaii XT
Fertigung 28 nm
Transistoren 6,2 Milliarden
GPU-Takt (Base Clock) -
GPU-Takt (Boost Clock) 1.040 MHz
Speichertakt 1.300 MHz
Speichertyp GDDR5
Speichergröße 4.096 MB
Speicherinterface 512 Bit
Speicherbandbreite 332,8 GB/Sek.
DirectX-Version 11.2
Shadereinheiten 2.816
Textur Units 176
ROPs 64
Pixelfüllrate 66,6 GPixel/Sek.
SLI/CrossFire CrossFire

Sapphire liefert die Radeon R9 290X Tri-X OC mit einem maximalen GPU-Takt von 1.040 MHz aus. Ob sie diesen immer halten kann, schauen wir uns in Kürze etwas genauer an. Die 4.096 MB GDDR5-Speicher übertaktet Sapphire ebenfalls, allerdings nur um 50 MHz, so dass wir hier auf 1.300 MHz kommen. Aufgrund dieser Übertaktung steigt die Speicherbandbreite auf 332,8 GB/Sek. an. Als bisher einzige GPU unterstützt der Hawaii die DirectX-API in Version 11.2. Bisher gibt es dahingehend aber noch keine konkrete Umsetzungen - ebenso wie zu DirectX 11.1 Tiled Ressources bzw. DirectX 11.1 Tier 2. Ein weiterer interessanter Punkt der neuen Hawaii-GPUs ist, dass eine dedizierte CrossFire-XDMA implementiert wurde, welche die bisher üblichen CrossFire-Brücken überflüssig macht.

Sapphire Radeon R9 290X Tri-X OC gegen die Konkurrenz
Modell AMD Radeon R9 290X Sapphire Radeon R9 290X Tri-X OC NVIDIA GeForce GTX 780 Ti
Straßenpreis ab 450 Euro ab 490 Euro ab 575 Euro
Homepage www.amd.de www.sapphiretech.com www.nvidia.de
Technische Daten
GPU Hawaii XT Hawaii XT GK110 (GK110-425-B1)
Fertigung 28 nm 28 nm 28 nm
Transistoren 6,2 Milliarden 6,2 Milliarden 7,1 Milliarden
GPU-Takt (Base Clock) - - 876 MHz
GPU-Takt (Boost Clock) 1.000 MHz 1.040 MHz 928 MHz
Speichertakt 1.250 MHz 1.300 MHz 1.750 MHz
Speichertyp GDDR5 GDDR5 GDDR5
Speichergröße 4.096 MB 4.096 MB 3.072 MB
Speicherinterface 512 Bit 512 Bit 384 Bit
Speicherbandbreite 320,0 GB/Sek. 332,8 GB/Sek. 336,0 GB/Sek.
DirectX-Version 11.2 11.2 11.1
Shadereinheiten 2.816 2.816 2880
Texture Units 176 176 240
ROPs 64 64 48
TDP 250 Watt > 250 Watt 250 Watt

Der direkte Vergleich zwischen der Referenzversion der Radeon R9 290X und dem Modell von Sapphire zeigt folgende Unterschiede auf: Sapphire hat den GPU-Takt von 1.000 auf 1.040 MHz angehoben. Ob dieser immer gehalten werden kann, werden wir später sehen. Im Vergleich zur ASUS Radeon R9 290X DirectCU II OC verzichtet Sapphire auf weitere 10 MHz, denn hier lagen maximal 1.050 MHz an. Auch den Speicher fasst Sapphire an und lässt diesen mit 1.300 MHz arbeiten. Dies entspricht einem Plus von 50 MHz gegenüber der Referenzversion. Auch hier zeigte sich ASUS etwas aggressiver und ließ den Speicher mit einem Plus von 100 MHz arbeiten. Auf dem Papier ist die Sapphire Radeon R9 290X Tri-X OC damit zunächst einmal etwas langsamer als das Konkurrenzmodell von ASUS. In der Praxis wird sich allerdings zeigen müssen, ob sie die gewünschten Werte in unserer Testumgebung auch halten kann.

GPU-Z-Screenshot der Sapphire Radeon R9 290X Tri-X OC

Der Blick auf den GPU-Z-Screenshot bestätigt die bisher beschriebenen technischen Daten noch einmal.

Kommen wir nun zu einem sehr wichtigen Teil dieses Reviews bzw. aller moderner High-End-Grafikkarten. Denn die Hersteller geben für ihre GPUs bzw. Karten zwar einen gewissen Takt aus, gerade im Falle der aktuellen High-End-Modelle von AMD aber ist nicht immer sichergestellt, dass dieser maximale Takt auch erreicht wird. Gewisse Temperaturschwellen geben vor, ab wann Takt und Spannung reduziert werden. Die Referenzversion der Radeon R9 290X scheiterte in unseren Tests ausnahmslos daran und erreichte in keinem Fall den maximalen Takt von 1.000 MHz. Schon anders sah dies bei der ASUS Radeon R9 290X DirectCU II OC aus. Sie konnte in jedem von uns gewählten Benchmarks ihren Takt von 1.050 MHz erreichen. Umso gespannter sind wir nun, wie sich Temperatur und Takt bei der Sapphire Radeon R9 290X Tri-X OC verhalten.

Gegenüberstellung von Temperatur und Takt
Spiel Temperatur Takt
The Elder Scrolls V Sykrim 72 °C 1.040 MHz
Company of Hereos 69 °C 1.040 MHz
Grid 2 73 °C 1.040 MHz
Metro: Last Light 73 °C 1.040 MHz
Crysis 3 75 °C 1.040 MHz
Battlefield 4 74 °C 1.040 MHz
Assassin's Creed IV: Black Flag 72 °C 1.040 MHz
Bioshock: Infinite 72 °C 1.040 MHz
Tomb Raider 75 °C 1.040 MHz

Anders als AMD bei der Referenzversion und ASUS bei der Radeon R9 290X Tri-X OC macht Sapphire keinerlei Unterschied in Sachen Quiet- und Uber-Mode. Zwar besitzt auch sie zwei BIOS-Chips und auch den dazugehörigen Schalter, die beiden BIOS-Versionen unterscheiden sich allerdings nicht voneinander. Takt, Lüftersteuerung und Zieltemperatur sind identisch. Das zweite BIOS ist allerdings als UEFI-Variante ausgeführt.

Trotz einer von AMD gewählten Zieltemperatur von 94 °C hat sich Sapphire dazu entschieden diese auf 80 °C zu senken und versucht somit mithilfe des Kühlers die GPU unter dieser Schwelle zu halten. Wie unsere Tests zeigen, schafft der Kühler dies in allen Benchmarks. Zwischen 69 und 75 °C erreichte die GPU und damit konnte immer der volle Takt von 1.040 MHz gehalten werden.


Dann wollen wir uns die Sapphire Radeon R9 290X Tri-X OC einmal etwas genauer anschauen:

Sapphire Radeon R9 290X Tri-X OC
Sapphire Radeon R9 290X Tri-X OC

Sapphire verwendet auf der Radeon R9 290X Tri-X OC einen Dual-Slot-Kühler mit drei Lüftern. Diese drei Lüfter haben einen Durchmesser von 85 mm und sollen für ausreichend Frischluft sorgen. Unter den Lüftern sind bereits der Kühlkörper und darunter wiederum die Kupfer-Heatpipes zu sehen. Die Kühlkonstruktion macht einen wuchtigen Eindruck - hoffentlich bietet dies auch Rückschlüsse auf dessen Leistung.

Sapphire Radeon R9 290X Tri-X OC
Sapphire Radeon R9 290X Tri-X OC

Ein Blick auf die Rückseite der Karte verrät: Anders als ASUS bei der Radeon R9 290X DirectCU II OC verwendet Sapphire für die Radeon R9 290X Tri-X OC das Referenzlayout für das PCB. Dieses hat eine Länge von 27,5 cm, allerdings steht der Kühler um gut 3 cm über, sodass die Karte auf eine Gesamtlänge von 30,5 cm kommt.

Sapphire Radeon R9 290X Tri-X OC
Sapphire Radeon R9 290X Tri-X OC

Noch einmal einer der drei Lüfter im Detail. An dieser Stelle sei auch gleich angemerkt, dass bei der von Sapphire verwendeten Kühllösung die Abwärme im PC-Gehäuse verbleibt, während der Radiallüfter der Referenzversion dafür sorgt, dass diese nach außen geblasen wird. Allerdings muss das Verbleiben im Inneren des Gehäuses kein Problem sein, so lange das Gehäuse ausreichend belüftet wird.

Sapphire Radeon R9 290X Tri-X OC
Sapphire Radeon R9 290X Tri-X OC

Zusätzlich mit Strom versorgt wird die Sapphire Radeon R9 290X Tri-X OC über jeweils einen 8-Pin- und einen 6-Pin-Anschluss. Zusammen mit dem PCI-Express-Anschluss kommen wir auf eine theoretische Leistungsaufnahme von 300 Watt. AMD gibt eine TDP von 250 Watt an - im Boost-Betrieb werden es aber deutlich mehr sein.

Sapphire Radeon R9 290X Tri-X OC
Sapphire Radeon R9 290X Tri-X OC

Von der Slotblende aus im ersten Drittel der Oberkante des PCBs zu finden ist der BIOS-Schalter. Dieser hat bei der Sapphire Radeon R9 290X Tri-X OC allerdings keinerlei Auswirkungen auf die Performance. Eine der beiden BIOS-Version ist als UEFI ausgelegt. Ein UEFI ermöglicht ein Booten ohne Legacy-Unterstützung und beschleunigt den Bootvorgang dementsprechend.

Sapphire Radeon R9 290X Tri-X OC
Sapphire Radeon R9 290X Tri-X OC

Hier ist noch einmal deutlich der Überstand des Kühlers über dem PCB zu sehen. Am hinteren Teil des Kühlkörpers enden auch drei der fünf Heatpipes. Zwei weitere transportieren die Abwärme von der GPU in den vorderen Bereich. Anders als bei der ASUS Radeon R9 290X DirectCU II OC bedeckt der Kühler alle wichtigen Komponenten der Karte, so auch die Speicherchips und Teile der Strom- und Spannungsversorgung. Der direkte Kontakt zwischen GPU und Kühler wird über eine Bodenplatte aus Kupfer hergestellt.

Sapphire Radeon R9 290X Tri-X OC
Sapphire Radeon R9 290X Tri-X OC

Die Öffnungen in der Slotblende hätte sich Sapphire auch sparen können, denn ein gerichteter Luftstrom findet hier nicht statt. Weiterhin hier zu sehen sind die Display-Anschlüsse in Form von jeweils einmal HDMI 1.4a und DisplayPort 1.2 sowie zweimal Dual-Link-DVI (jeweils einmal DVI-I und DVI-D).


Um die Treiber-Generationen anzugleichen, aber auch um die Hardware auf ein neues Level vorzubereiten, haben wir das Testsystem etwas umgestellt. Der Intel Core i7-3960X wird von 3,2 GHz auf 3,9 GHz übertaktet, um Limitierungen durch den Prozessor weitestgehend auszuschließen. Folgende Systemkomponenten kommen dabei zum Einsatz:

 

Testsystem
Prozessor Intel Core i7-3960X 3,3 GHz übertaktet auf 3,9 GHz
Mainboard ASUS P9X79 Deluxe
Arbeitsspeicher ADATA XPG Gaming Series Low Voltag 4x 2 GB PC3-12800U CL 9-9-9-24
Festplatte ADATA S510 SSD 60 GB
Netzteil Seasonic Platinum Series 1000 Watt
Betriebssystem Windows 8 Pro 64 Bit
Grafikkarten
NVIDIA NVIDIA GeForce GTX 780 Ti (876/928/1.750 MHz, 3072 MB)
  NVIDIA GeForce GTX Titan (837/786/1.502 MHz, 6.144 MB)
  NVIDIA GeForce GTX 780 (863/902/1.502 MHz, 3.072 MB)
  NVIDIA GeForce GTX 770 (1.046/1.085/1.753 MHz, 2.048/4.096 MB)
  NVIDIA GeForce GTX 760 (980/1.033/1.502 MHz, 2.048 MB)
  NVIDIA GeForce GTX 690 (915/1.502 MHz, 4.096 MB)
  NVIDIA GeForce GTX 680 (1.006/1.502 MHz, 2.048 MB)
  NVIDIA GeForce GTX 670 (915/1.502 MHz, 2.048 MB)
  NVIDIA GeForce GTX 660 Ti (915/1.502 MHz, 2.048 MB)
  NVIDIA GeForce GTX 660 (1.058/1.250 MHz, 2.048 MB)
  NVIDIA GeForce GTX 650 Ti Boost (980/1.502 MHz, 2.048 MB)
  NVIDIA GeForce GTX 650 Ti (925/1.350 MHz 2.048 MB)
  NVIDIA GeForce GTX 650 (1.058/1.250 MHz, 1.024/2.048 MB)
  NVIDIA GeForce GTX 590 (608/1.215/854 MHz, 3.072 MB)
  NVIDIA GeForce GTX 580 (772/1.544/1.000 MHz, 1.536 MB)
  NVIDIA GeForce GTX 570 (732/1.464/950 MHz, 1.280MB)
  NVIDIA GeForce GTX 560 Ti 448 Cores (732/1.464/950 MHz, 1.280 MB)
  NVIDIA GeForce GTX 560 Ti (820/1.640/1.000 MHz, 1.024 MB)
  NVIDIA GeForce GTX 560 (810/1.620/1.002 MHz, 1.024 MB) 
  NVIDIA GeForce GTX 550 Ti (900/1.800/1.026 MHz, 1.024 MB)
AMD AMD Radeon R9 290X (1.000/1.250 MHz, 4.096 MB)
  AMD Radeon R9 290 (947/1.500 MHz, 4096 MB)
  AMD Radeon R9 280X (1.000/1.500 MHz, 3.072 MB)
  AMD Radeon R9 270X (1.000/1.400 MHz, 2.048/4.096 MB)
  AMD Radeon R7 260X (1.100/1.625 MHz, 2.048 MB)
  AMD Radeon HD 7990 (950/1.000/1.500 MHZ, 6.144 MB)
  AMD Radeon HD 7970 GHz Edition (1.000/1.050/1.500 MHz, 3.072 MB)
  AMD Radeon HD 7970 (925/925/1.375 MHz, 3.072 MB)
  AMD Radeon HD 7950 (800/800/1.250 MHz, 3.072 MB)
  AMD Radeon HD 7870 (1.000/1.000/1.200 MHz, 2.048 MB)
  AMD Radeon HD 7850 (860/860/1.200 MHz, 2.048 MB)
  AMD Radeon HD 7790 (1.075/1.075/1.500 MHz, 1.024/2.048 MB)
  AMD Radeon HD 7770 (1.000/1.000/1.125 MHz, 1.024 MB)
  AMD Radeon HD 7750 (800/800/1.125 MHz, 1.024 MB)
  AMD Radeon HD 6990 (830/830/1.250 MHz, 4.096 MB)
  AMD Radeon HD 6970 (880/880/1.375 MHz, 2.048 MB)
  AMD Radeon HD 6950 (800/800/1.200 MHz, 2.048 MB)
  AMD Radeon HD 6870 (900/900/1.050 MHz, 1.024 MB)
  AMD Radeon HD 6850 (775/775/1.000 MHz, 1.024 MB)
  AMD Radeon HD 6790 (840/840/1.050 MHz, 1.024 MB)
  AMD Radeon HD 6770 (850/850/1.200 MHz, 1.024 MB)
Treiber
NVIDIA GeForce 331.82
AMD Catalyst 13.11 Beta 9

Unsere Testsysteme werden ausgestattet von ASUS, Intel, Thermaltake und Seasonic. Vielen Dank für die Bereitstellung der Komponenten.

 

Treibereinstellungen NVIDIA:

Textureinstellungen AMD:


Werfen wir nun einen Blick auf die Lautstärke, die Leistungsaufnahme und das Temperatur-Verhalten der Sapphire Radeon R9 290X Tri-X OC .

Lautstärke - Idle

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in dB(A)

Eigentlich wenig auszusetzen haben wir bei der Idle-Lautstärke für die neuen Modelle von AMD. Noch besser aber macht es Sapphire bei der Radeon R9 290X Tri-X OC, auch wenn einiges an Potenzial verschwendet wird, wie der Vergleich mit der ASUS Radeon R9 290X DirectCU II OC zeigt. Die 34,6 dB(A) sind zwar ein guter Wert, lassen sich aber durch manuelles Eingreifen des Nutzers noch weiter verbessern. Noch lieber wäre uns gewesen, wenn Sapphire dies gleich so vorgenommen hätte.

Lautstärke - Last

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in dB(A)

Welches Potenzial in einer alternativen Kühlung der Radeon R9 290X steckt, zeigt die Last-Lautstärke. Während die Referenzversion hier mit 50,3 bzw. 53,5 dB(A) alle weiteren Komponenten des Systems übertönt, arbeitet die Sapphire Radeon R9 290X mit 45,7 dB(A) sogar noch etwas leiser als das Modell von ASUS. Eine (vermeintlich) hohe Leistung muss also nicht immer zwangsläufig auch bedeuten, dass der Kühler laut ist. Beachtlich ist dies vor allem, wenn gleichzeitig auch noch der maximal vorgegebene GPU-Takt von 1.040 MHz eingehalten wird.

Temperatur - Idle

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in °C

Warum Sapphire bei der Idle-Lautstärke noch etwas Luft nach oben gehabt hätte, zeigt die Idle-Temperatur. 33 °C sind natürlich ein guter Wert, aber warum hier ein paar Grad kälter als die Konkurrenz sein, wenn doch die Lüfter gerne etwas langsamer hätten arbeiten können. Lieber ein paar Grad in Kauf nehmen und dafür den Nutzer im Idle-Betrieb im wahrsten Sinne des Wortes in Ruhe lassen.

Temperatur - Last

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in °C

Kurzzeitig erreichte unser Modelle der Sapphire Radeon R9 290X Tri-X OC während der kompletten Tests einen Wert von 80 °C. Dies soll auch erklären, warum in der Vergleichstabelle auf Seite eins nur maximal 75 °C genannt werden. Hier haben wir die neun wichtigsten Spiele aus unserem Benchmark-Parcours herausgegriffen. Unter bestimmten Umständen kann die Karte aber auch etwas wärmer werden. Mit 80 °C liegen wir genau auf der von Sapphire gewählten Ziel-Temperatur, aber noch deutlich unter den von AMD maximal vorgesehenen 94 °C.

Leistungsaufnahme (Gesamtsystem) - Idle

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in Watt

Keine allzu großen Erwartungen haben wir an den Idle-Verbrauch. Großes Einsparpotenzial ist an dieser Stelle einfach nicht mehr vorhanden. AMD und NVIDIA haben ihre GPUs bereits derart sparsam gemacht, dass die weiteren Komponenten des Systems eine wesentlich größere Rolle spielen.

Leistungsaufnahme (Gesamtsystem) - Last

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in Watt

In Sachen Last-Verbrauch kann dann aber auch die Sapphire Radeon R9 290X Tri-X OC keine Wunder bewirken und setzt sich mit einem Verbrauch von 431,1 Watt zwischen die Referenzversion im Quiet-Mode und Uber-Mode. Die Konkurrenz von ASUS liegt vermutlich auch aufgrund des höheren Overclockings noch etwas darüber. Einen gewissen Einfluss wird aber auch das modifizierte PCB der Radeon R9 290X DirectCU II OC von ASUS haben.


Mit dem neuen 3DMark versucht Futuremark vom Smartphone bis zum High-End-PC eine Vergleichbarkeit herzustellen. Dazu bietet man drei Presets an, die alle Performance-Bereiche in den verschiedensten Settings abdecken sollen. Natürlich werden auch hier Technologien wie Tessellation, Depth of Field, Volumetric Lighting und Direct Compute verwendet. Über das Fire-Strike-Extrem-Setting lassen sich auch High-End-Karten an ihre Grenzen bringen.

Zum kostenlosen Download von Futuremarks 3DMark gelangt man über diesen Link.

Futuremark 3DMark - Ice Storm

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Futuremark 3DMark - Cloud Gate

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Futuremark 3DMark - Fire Strike

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Futuremark 3DMark - Fire Strike Extreme

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Sowohl AMD wie auch NVIDIA legen immer größeren Wert auf die Compute-Performance ihrer GPUs. Neben zahlreichen Engines mit OpenCL-Unterstützung wollen wir auch die Performance gesondert betrachten. Dazu nutzen wir den LuxMark 2.0, der in der Testszene "Sala" über RayTracing ein Bild berechnet und als Ausgabe die Samples pro Sekunde ausgibt.

luxmark-1-rsScreenshot zu Luxmark 2.0

Screenshot zu Luxmark 2.0Screenshot zu Luxmark 2.0

Zum kostenlosen Download von LuxMark 2.0 gelangt man über diesen Link.

Luxmark 2.0 - Sala

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Samples pro Sekunde in tausend

Mit Hilfe des ComputeMark versuchen wir die GPU-Computing-Performance genauer zu beleuchten. Der ComputeMark führt automatisch durch unterschiedliche Anwendungen, die ebenso unterschiedliche Anforderungen an die Hardware haben. Auf Basis der aktuellen DirectX-11-Compute-API können Nutzer die Compute-Leistung auf den Prüfstand stellen. Mit von der Partie ist unter anderem ein RayTracing-Test.

Screenshot zu ComputeMark Screenshot zu ComputeMark
Screenshot zu ComputeMark Screenshot zu ComputeMark

Den ComputeMark könnt ihr direkt auf der Seite des Herstellers herunterladen.

ComputeMark - 1024x600 Complex - Fluid2D

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ComputeMark - 1024x600 Complex - Fluid3D

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ComputeMark - 1024x600 Complex - Mandel Skalar

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ComputeMark - 1024x600 Complex - Mandel Vektor

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ComputeMark - 1024x600 Complex - RayTracing

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Der fünfte Teil der The-Elder-Scroll-Reihe spielt in der namensgebenden Provinz Skyrim (dt. Himmelsrand). Die Handlung dreht sich um die Rückkehr der Drachen, wie sie in den "Elder Scrolls" vorhergesagt wurde. Der Spieler übernimmt die Rolle eines "Dovahkiin", eines Individuums mit dem Körper eines Menschen und der Seele eines Drachen. Der Spieler durchstreift bei dem Kampf gegen die Drachen opulente Städte mit verschlungenen Gassen und atemberaubende Landschaften, deren Grenze buchstäblich der Himmel ist. Mit seiner hohen Weitsicht und der detaillierten Vegetation bringt Skyrim so manches System ins Schwitzen.

Zur Vollversion von Elder Scrolls V: Skyrim gelangt man über diesen Link.

The Elder Scrolls V: Skyrim - 1.920x1.080 1xAA 1xAF

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Mit Crysis 3 steht in diesem Frühjahr zumindest auf technischer Seite in Hightlight bereit. Mit der Unterstützung ausschließlich für DirectX-11-Grafikkarten geben Crytek, die Macher hinter Crysis 3 die Richtung bereits vor. Von Tessellation bis zum aufwendigen Post-Processing-Anti-Aliasing werden alle aktuellen technischen Finessen genutzt, so dass auch die aktuellste Hardware an ihre Grenzen kommt.

Zur Vollversion von Crysis 3 gelangt ihr über diesen Link.

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Zu den Highlights des Jahres 2013 dürte Bioshock Infinite gehören. Doch nicht nur die Story kann fesseln, sondern auch die Technik. Die Engine nutzt nahezu alle aktuellen DirectX-11-Effekte und setzt diese auch entsprechend um. Daher ist Bioshock Infinite eine logische Wahl für unsere Benchmarks.

Zur Vollversion von Bioshock: Infinite gelangt man über diesen Link.

Bioshock Infinite - 1.920x1.080 DirectX 10 Hoch

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Bioshock Infinite - 1.920x1.080 DirectX 11 Ultra

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Mit Battlefield 4 setzen DICE und EA die Strategie des Vorgängers fort: Eine kleine Singleplayer-Kampagne wird angeboten, aber alles dreht sich eigentlich um die großen Multiplayer-Schlachten. Mit bis zu 63 weiteren Spielern kann auf großen Karten zwischen drei verschiedenen Kämpfer-Klassen gewählt werden. Hinzu kommen Dutzende Fahrzeuge zu Land, zu Wasser und in der Luft. Auch grafisch setzt Battlefield 4 neue Maßstäbe und ist daher auch ein offensichtlicher Kandidat für unsere Benchmarks.

Zur Vollversion von Battlefield 4 gelangt man über diesen Link.

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Um die Benchmarks in einem Echtzeit-Strategiespiel kümmert sich Company of Heroes 2. Das von Relic Entertainment entwickelte Spiel ist im Zweiten Weltkrieg angesiedelt und basiert auf der einer eigenen Essence 3.0 getauften Spieleengine. Grafisch nicht sonderlich imposant schaffen es dennoch selbst die neuesten High-End-Karten nicht immer flüssige FPS darzustellen. Abhängig von den gewählten Auflösung und den Anti-Aliasing-Einstellungen sind selbst Multi-GPU-Systeme am Limit.

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Metro: Last Light ist der Nachfolger von Metro 2033 und basiert auf einem fiktionalen, postapokalyptischen Metro-2033-Universum des russischen Autors Dmitri Alexejewitsch Gluchowski. Es wird eine eigens entwickelte A4 Engine verwendet, welche auch die neusten DirectX-11-Features bietet. Tesselation, Partikel- und Beleuchtungseffekte sorgen für eine ganz eigene Stimmung und für ordentlich Last auf der GPU.

Metro: Last Light - 1.920x1.080 1xAA 4xAF

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Mit Tomb Raider wurde Lara Croft in diesem Jahr wiederbelebt. Doch anders als früher ist Lara Croft nicht mehr nur eine attraktive Abenteurerin, sondern eine junge Archöologin, die in einer Survival-Horror-Umgebung auf einer verlassenen Insel überlegen muss. Die von Square Enix entwickelte Crystal Engine beherrscht die neusten DirectX-11-Effekte und bringt damit auch aktuelle High-End-Karten an ihre Grenzen.

Tomb Raider - 1.920x1.080 1xAA+FXAA 1xAF

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Tomb Raider - 1.920x1.080 2xSSAA 16xAF

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Tomb Raider - 2.560x1.600 1xAA+FXAA 1xAF

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Tomb Raider - 2.560x1.600 2xSSAA 16xAF

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Tomb Raider - 3.840x2.160 1xAA+FXAA 1xAF

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Tomb Raider - 3.840x2.160 2xSSAA 16xAF

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Grid 2 wurde in guter alter Racing-Tradition von Codemasters entwickelt. Der Cross-Plattform-Titel basiert auf der EGO-3.0-Engine. Diese ist eine Weiterentwicklung der Neon Game Engine, wie sie bei Colin McRae verwendet wurde. Für ein Rennspiel wichtig ist vor allem eine flüssige Darstellung mit möglichst hohen FPS.

Grid 2 - 1.920x1.080 4xMSAA 16xAF

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Grid 2 - 2.560x1.600 4xMSAA 16xAF

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Grid 2 - 3.840x2.160 4xMSAA 16xAF

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Assassin's Creed 4 Black Flag ist der vierte Nachfolger der Assassin's Creed Reihe und baut auf der AnvilNext-Image. Tag- und Nachtzyklen, Vegetation, ein verbessertes Rendering sowie eine ebenfalls optimierte Beleuchtung und Reflexionen sind die Hauptmerkmale der aktuellen Generation.

Assassins Creed IV: Black Flag - 1.920x1.080 4xMSAA 16xAF

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Assassins Creed IV: Black Flag - 2.560x1.600 1xAA 1xAF

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Assassins Creed IV: Black Flag - 2.560x1.600 4xMSAA 16xAF

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Assassins Creed IV: Black Flag - 3.840x2.160 1xAA 1xAF

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Assassins Creed IV: Black Flag - 3.840x2.160 4xMSAA 16xAF

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Da die Kühlung der Sapphire Radeon R9 290X die GPU immer unter ihrem Temperatur-Ziel halten konnte und wir bei den Lüfterdrehzahlen noch etwas Luft sahen, versuchten wir uns natürlich auch in einem weiteren Overclocking der Karte. Vermutlich aber aufgrund der Verwendung des Referenzdesign beim PCB erreichten wir nicht die Werte, wie sie bei der ASUS Radeon R9 290X DirectCU II OC möglich waren. Ein mageres Plus von weiteren 40 MHz resultierte somit in einem GPU-Takt von maximal 1.080 MHz. Schon etwas besser verhielt sich der Speicher und ließ sich um weitere 250 MHz übertakten, so dass wir hier bei 1.550 MHz landeten.

Das Overclocking hat folgende Auswirkungen auf die Performance:

Futuremark 3DMark - Fire Strike

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Punkte

Battlefield 4 - 2.560x1.600 4xMSAA 16xAF

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Punkte

Crysis 3 2.560x1.600 4xMSAA 16xAF

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Metro: Last Light - 2.560x1.600 1xSSAA 16xAF

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Leistungsaufnahme (Gesamtsystem) - Last

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Watt

Temperatur - Last

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in °C

Lautstärke - Last

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in dB(A)

Trotz des etwas geringeren Taktes der Sapphire Radeon R9 290X Tri-X OC im Vergleich zur ASUS Radeon R9 290X DirectCU II OC halten wir erstgenannte Karte für die bisher beste Interpretation der Radeon R9 290X. Warum? Weil der geringe Performance-Unterschied durch das deutlich bessere Kühler-Verhalten locker wieder aufgefangen wird. Von uns am liebsten gesehen werden komplette Custom-Designs, bei denen Veränderungen sowohl an der Kühlung wie auch am PCB vorgenommen werden. Das es aber auch mit einem anderen Kühler geht, zeigt Sapphire bei der Radeon R9 290X Tri-X OC eindrucksvoll.

Bereits auf dem Papier wird klar, dass sich Sapphire mit einem GPU-Takt von maximal 1.040 MHz und einem Speicher-Takt von 1.300 MHz irgendwo zwischen die Referenzversion und das Modell von ASUS, dass mit noch einmal höheren Taktraten daherkommt, setzen wird. In der Praxis sehen wir dann auch genau das - Messungenauigkeiten einmal außen vor gelassen. Anders als bei der GeForce GTX 780 Ti haben die Hersteller bei der Radeon R9 290X allerdings nicht die Möglichkeit den Takt in großen Schritten nach oben zu treiben. Ein Plus von 40-50 MHz wird vorerst wohl das höchste der Gefühle sein. Auch die ersten Custom-Designs mit veränderter Strom- und Spannungsversorgung haben gezeigt: Mehr gibt die Hawaii-GPU wohl nicht her ohne zu große Kompromisse beim Verbrauch und der damit der Abwärme eingehen zu müssen. Mehr benötigt man derzeit aber auch nicht, denn selbst Auflösungen von 3.840x2.160 sind mit einer solchen Karte problemlos möglich - dann natürlich mit ein paar Einschränkungen bei den Qualitätseinstellungen und hier vor allem beim Anti-Aliasing.

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Zwei Punkte hätten wir aber dennoch an der Sapphire Radeon R9 290X Tri-X OC zu bemängeln. Zum einen dürfte Sapphire die Drehzahl im Idle-Betrieb gerne noch etwas nach unten drehen, denn mit 33 °C ist sie ausreichend kühl, um ein paar Grad mehr zu verkraften und im Gegenzug die Idle-Lautstärke noch etwas zu senken. Zum anderen wählt Sapphire zwei gleiche BIOS-Versionen, die in beiden Fällen auch noch 80 °C als oberstes Temperatur-Ziel vorsehen. AMD aber gibt die GPU bis 94 °C. Nun muss es ja nicht das Maximum sein, mit einer Vorgabe von beispielsweise 90 °C hätte Sapphire aber immer noch etwas Luft bis zur Maximaltemperatur und könnte die Lüfter gleichzeitig bis zu dieser Temperatur noch etwas langsamer arbeiten lassen. Gerne hätten wir dafür auf ein UEFI verzichtet und stattdessen lieber die Wahl zwischen zwei Lüfterprofilen gehabt.

Wer gut 40 Euro mehr als die günstigste Referenzversion ausgibt, bekommt mit der Sapphire Radeon R9 290X Tri-X OC die bisher beste Karte der Hawaii-Generation geliefert. Zu diesem recht geringen Aufpreis lässt sich noch nicht einmal ein Kühler eines Drittherstellers auf eine Referenzversion schrauben. Anschaffungspreis und Arbeitsaufwand dürfte die meisten Interessenten von diesem Vorhaben abschrecken. Für uns ist die Sapphire Radeon R9 290X Tri-X OC daher derzeit eine klare Empfehlung, wenn es eine aktuelle High-End-Karte mit AMD-GPU sein soll.

Alternativen? Die ASUS Radeon R9 290X DirectCU II OC ist mit einem etwas höheren GPU- und Speicher-Takt zwar etwas schneller, aber dafür in Sachen Kühlung leicht unterlegen. Dennoch ist sie eine Alternative, zumal sich durch die Änderungen am PCB ein höheren Overclocking-Potenzial einstellt. Weiterhin ebenfalls eine Alternative ist die Anschaffung eines Kühlers eines Drittherstellers, der dann auf das Referenzdesign geschraubt werden kann.

 

Positive Aspekte der Sapphire Radeon R9 290X Tri-X OC:

Negative Aspekte der Sapphire Radeon R9 290X Tri-X OC:

eh saph 290x s

Aufgrund der guten Performance bei gleichzeitig effizienter Kühlung vergeben wir der Sapphire Radeon R9 290X Tri-X OC den "Hardwareluxx Excellent Hardware"-Award. 

Persönliche Meinung

Außerordentlich gut hat mir gefallen, was Sapphire da aus der Radeon R9 290X herausgeholt hat. Für mich ist diese Karte die bisher beste Interpretation der Hawaii-Generation, auch wenn noch einige Modelle als Vergleich anstehen. Als nächstes werde ich mich auf die PowerColor Radeon R9 290X LCS mit vormontierter Wasserkühlung stürzen, danach folgt noch die Gigabyte Radeon R9 290X WindForce 3X. Erst dann haben wir ein erstes komplettes Bild der aktuellen Marktsituation vor uns. (Andreas Schilling)