Seite 20: Fazit

Solch eine Grafikkarte wie die HIS Radeon R9 270X IceQ X² Turbo sehen wir gerne. Dank der höheren Taktraten des Grafikprozessors von ehemals 1.050 auf nun 1.140 MHz im Boost rechnet sie ein gutes Stück schneller als die meisten anderen Modelle ihrer Art. Der bereits getesteten Sapphire Radeon R9 270X Toxic muss sie sich jedoch geschlagen geben. Dennoch kommt sie einer AMD Radeon HD 7950 gefährlich nahe - je nach Benchmark wird diese sogar geschlagen. Wem das nicht reicht, der legt am besten selbst noch etwas Hand an und dreht weiter an den Reglern für Chip und Speicher. In unserem Test konnten wir die Karte selbst mit 1.230 bzw. 1.570 noch fehlerfrei betreiben. Ein Ergebnis, das zwar nicht für den ersten Platz ausreicht, aber ganz weit oben in der Liste der Radeon-R9-270X-Modelle anzutreffen ist.

Trotzdem arbeitet die HIS Radeon R9 270X IceQ X² Turbo angenehm kühl und vor allem sehr leise. Selbst unter Volllast war der 3D-Beschleuniger kaum aus dem geschlossenen Testsystem herauszuhören oder erzeugte keine nervigen Nebengeräusche wie Spulenpfeifen. Die beiden 90-mm-Lüfter blieben mit 40,6 dB(A) weit von der 45- oder gar 50-dB(A)-Marke, die einige Grafikkarten gerne mal knacken, entfernt. Bei den Temperaturen attestierten wir unserem Testmuster Werte von unter 60 °C. Insgesamt zählt die HIS Radeon R9 270X X² Turbo damit zu den leisesten und kühlsten Modellen, die sich aktuell auf dem Markt eingefunden haben bzw. schon von uns getestet wurden. Hier wird unsere Test-Liste in den kommenden Tagen noch weiter ausgebaut werden.

Obwohl unser heutiger Testkandidat schon ab Werk mit höheren Taktraten ausgestattet war, machte sich die Taktsteigerung nicht bei der Leistungsaufnahme bemerkbar. Die Unterschiede zwischen der HIS Radeon R9 270X IceQ X² Turbo und der AMD-Vorlage liegen im Bereich der Messtoleranz. 

Einzig den Lieferumfang hätte HIS etwas großzügiger gestalten können - unserem Testmuster lag nicht einmal eine Treiber-CD bei. Die könnte allerdings auf dem Weg durch die einzelnen Redaktionen irgendwo verlorengegangen sein. Diese und einen Adapter von DVI auf VGA sowie einen Quick-Start-Guide liefert HIS jedenfalls mit. Bis zum neuen Never-Settle-Paket sind Käufer für eine Vollversion von Battlefield 4 berechtigt. Näheres hierzu findet sich unter diesem Link.

HIS hat bei seiner Radeon R9 270X IceQ X² Turbo alles richtig gemacht und eine sehr leise, aber zugleich schnelle und vor allem leistungsstarke Mittelklasse-Grafikkarte kreiert. Da der Aufpreis der günstigsten Radeon R9 270X IceQ X² Turbo gerade einmal 19 Euro beträgt, verleihen wir unseren Preis-Leistungs-Award. Die nächste Empfehlung wäre da eine Radeon HD 7950 gewesen, doch die kostet mindestens weitere 30 Euro mehr und gibt es dann zu diesem Preis lediglich mit Referenzkühler. 

 

Positive Aspekte der HIS Radeon R9 270X IceQ X² Turbo:

  • Flüsterleise
  • Geringer Aufpreis

Negative Aspekte der HIS Radeon R9 270X IceQ X² Turbo:

  • Spartanisches Zubehör

 

award 

Alternativen? Ja, die gibt es. Hier wäre vor allem die PowerColor Radeon R9 270X PCS+ zu nennen, die ähnlich leise und kühl agiert, allerdings ein klein wenig langsamer getaktet ist. Wer weitere 30 Euro investieren möchte, greift am besten zur Radeon HD 7950. Die gibt es zu diesem Preis dann allerdings nur mit Referenzkühler. Wer ein ähnliches Modell mit Custom-Kühler haben möchte, muss noch ein klein wenig tiefer in die Tasche greifen.

 

Persönliche Meinung

Die HIS Radeon R9 270X IceQ X² Turbo kostet 180 Euro und dürfte damit wohl in der für den Gamer relevanten Preisklasse liegen. Wer sich für dieses Modell entscheidet, bekommt eine schnelle und zugleich leise Grafikkarte. Ich persönlich lege sehr großen Wert auf eine ruhige Geräuschkulisse. Bei der heute getesteten HIS-Grafikkarte habe ich da absolut keine Bedenken. Sie ist flüsterleise und das bei etwas höheren Taktraten. Auch optisch finde ich das schwarz-silber-blaue Design sehr ansprechend. Für 180 Euro kann man bedenkenlos zuschlagen! (Andreas Stegmüller)